TECHNISAT TechniRouter Mini 2/1x2 - Router

TechniRouter Mini 2/1x2 - Router TECHNISAT - Kostenlose Bedienungsanleitung

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Notice TECHNISAT TechniRouter Mini 2/1x2 - page 3
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Produkttyp Satelliten-Einkabel-Router (SCR) nach EN 50494
Modell TechniRouter Mini 2/1x2
Marke TechniSat
Artikelnummer 0000/3289
Anzahl Signaleingänge 2 (Sat-ZF-Eingänge)
Anzahl Teilnehmerleitungen 1
Teilnehmer pro Kabel 2
Teilnehmerfrequenzen (Userbands) Kanal 1: 1284 MHz, Kanal 2: 1400 MHz
Sat-Frequenzbereich 0,95 - 2,15 GHz
Terrestrik-Frequenzbereich 47 - 862 MHz
Verstärkung Teilnehmersignale -3 dB bis +2 dB
Stromversorgung Über angeschlossene Receiver (optional 12V DC / 1,5 A Netzteil)
Strombedarf (Eigenverbrauch) 150 mA zzgl. Verteilanlage (Faktor 1,75)
Leistungsaufnahme Betrieb max. 2,0 W
Leistungsaufnahme Standby 0 W
Steuerprotokoll DiSEqC gemäß EN 50494 (SatCR, SCR, Unicable)
Besonderheiten PIN-Code-Schutz, Traffic Indicator (LED-Anzeige)
Schutzart IP 50
Umgebungstemperatur -25 °C bis +55 °C
Abmessungen (L x B x H) 110 mm x 52 mm x 28 mm
Gewicht 108 g
Herstellungsland Made in Germany
Montage Innenmontage, trockener Raum, schwer entflammbare Fläche

Häufig gestellte Fragen - TechniRouter Mini 2/1x2 TECHNISAT

Welche Receiver sind mit dem TechniRouter Mini 2/1x2 kompatibel?
Kompatibel sind alle Receiver, die das SCR-Protokoll nach EN 50494 unterstützen, z.B. alle TechniSat-Geräte mit dem Logo 'TechniRouter ready'. Fremdhersteller-Receiver müssen ebenfalls EN 50494 unterstützen.
Wie viele Teilnehmer kann ich an den TechniRouter anschließen?
Der TechniRouter Mini 2/1x2 versorgt zwei Teilnehmer über ein Kabel. Pro Teilnehmer wird ein Userband (Kanal) zugewiesen: Kanal 1 mit 1284 MHz und Kanal 2 mit 1400 MHz.
Benötigt der TechniRouter ein eigenes Netzteil?
In der Regel wird er über die angeschlossenen Receiver mit Strom versorgt. Reicht die Stromversorgung nicht aus (z.B. bei hohem Strombedarf des LNB), kann optional ein Steckernetzteil (12V DC / 1,5 A, Art.-Nr. 0001/3289) angeschlossen werden. Siehe Abschnitt 3.5 der Anleitung.
Wie konfiguriere ich den Receiver für den TechniRouter?
Im Receiver-Menü unter 'Einstellungen -> Antenneneinstellungen' muss der LNB-Typ auf 'SatCR-LNB' eingestellt werden. Dann die Userband-Frequenzen manuell eingeben: 1284 MHz für Kanal 1 und 1400 MHz für Kanal 2. Bei Twin-Tunern werden beide benötigt.
Was bedeutet die LED-Anzeige (Traffic Indicator)?
Die grüne LED leuchtet bei ausreichender Stromversorgung; aus bei Kurzschluss/Überlast; blinkt gleichmäßig bei zu geringem Strom. Die rote LED blinkt unregelmäßig bei Programmwechsel, gleichmäßig bei fehlendem Programm oder dauerhaft bei falscher LNB-Einstellung. Details in Abschnitt 3.4.
Kann ich den TechniRouter in einer bestehenden Sat-Anlage nachrüsten?
Ja, er kann an freie Teilnehmerleitungen eines Multischalters oder Switch-LNBs angeschlossen werden. Er eignet sich für sternförmige Verteilungen. Nicht geeignet an Quattro-LNB ohne Multischalter. Er funktioniert mit Twin- oder Quad-LNBs.
Wie schütze ich ein Userband mit PIN-Code?
Im Receiver-Menü bei der SatCR-LNB-Konfiguration die Option 'SatCR-LNB (PIN)' wählen. PIN-Codes: Kanal 1 = 111, Kanal 2 = 222. Das geschützte Userband wird bevorzugt behandelt. Siehe Abschnitt 3.6.
Was tun, wenn kein Bild empfangen wird?
Überprüfen Sie: 1) Konfiguration des Receivers (SatCR-LNB eingestellt?), 2) Stromversorgung (grüne LED?), 3) Verkabelung, 4) Eingangspegel. Nutzen Sie die Fehlersuchhilfen im Kapitel 5 der Anleitung. Bei anhaltenden Problemen ein Netzteil anschließen.
Kann der TechniRouter auch terrestrische Signale übertragen?
Ja, das Terrestriksignal wird über den linken Signaleingang zur Teilnehmerleitung geführt. Der Frequenzbereich für Terrestrik ist 47 - 862 MHz.
Wie hoch ist der Stromverbrauch im Standby?
Im Standby beträgt die Leistungsaufnahme 0 W, da der TechniRouter dann keine Spannung von den Receivern bezieht. Im Betrieb maximal 2,0 W (abhängig von der Nutzung).

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BEDIENUNGSANLEITUNG TechniRouter Mini 2/1x2 TECHNISAT

Artikel-Nr.: 0000/3289

Multischalter oder LNB/ Multiswitch or LNB TechniSat Made in Germany TechniRouter Mini 2/1x2 Artikel-Nr.: 0000/3289 Frequenzen / Frequency allocation 1284 MHz 1400 MHz DISEqC | HDTV | DVB-S,T,C EN 50494 TechniSelect Empfänger/ Receiver DC IN 12V optional

Montageanleitung

Inhalt

1 Verwendungszweck und Besonderheiten ....3
2 Sicherheitshinweise ....3
3 Montage 4
3.1 Allgemeines....4
3.2 Beispiele für den Einsatz in vorhandenen Verteilanlagen 4
3.3 Inbetriebnahme und Konfigurierung der Receiver......5
3.4 Traffic Indicator 6
3.5 Stromverbrauch, netzteilloser Betrieb 6
3.6 Sonderfall: Mehrfachnutzung einer Teilnehmerfrequenz, PIN-Code......7
4 Technische Daten 9
5 Fehlersuchhilfen....10
6 Für den Fachmann: Digitale Einkabelsysteme nach EN 50494 ......12
6.1 Funktionsweise 12
6.2 Ansteuerung....12
6.3 PIN-Schutz....13
6.4 Aufbau....13
6.5 Bekannte Probleme....14

Eingänge vom Multischalter oder LNB Multischalter oder LNB/ Multiswitch or LNB TechniSat Made in Germany TechniRouter Mini 2/1x2 Artikel-Nr.: 0000/3289 Frequenzen / Frequency allocation 1284 MHz 1400 MHz DISoC EN SO494 | DVB-S,T,C Empfänger/ Receiver DC IN 12V optional + DC-Buchse optional, 12V Ausgang zum Receiver Traffic Indicator

Abbildung 1: TechniRouter Mini 2/1x2

1 Verwendungszweck und Besonderheiten

Der TechniRouter Mini 2/1x2 versorgt zwei Teilnehmern über ein Kabel mit Fernseh-signalen von maximal zwei Satellitenpositionen (max. acht Sat-ZF-Ebenen) sowie mit dem terrestrischen Signal. Mit ihm lassen sich vorhandene sternförmige Sat-Verteilanlagen so ergänzen, dass z.B. Festplattenreceiver mit Twin-Tunern über ein Kabel mit zwei unabhängigen Fernsehsignalen versorgt werden.

Wie auch die anderen Geräte der TechniRouter-Familie nutzt der TechniRouter Mini 2/1x2 die Satellite-Channel-Router (SCR)-Technologie. Die angeschlossenen Receiver müssen in der Lage sein, den TechniRouter anzusteuern. Dies ist bei allen TechniSat-Geräten mit dem Logo „TechniRouter ready“ der Fall sowie bei Receivern von Fremdanbietern, die ebenso die EN 50494 unterstützen.

Jedem Teilnehmer wird im Ausgangs-ZF-Band des Gerätes je ein fester Kanal (Userband) zugewiesen, in den er - mittels an DiSEqC angelehnter Steuerung seines Receivers - seinen gewünschten Transponder, sein gewünschtes Programm, „legen“ und empfangen kann.

Zur Ansteuerung des Switch-LNB oder Multischalters erzeugt der TechniRouter Mini 2/1x2 sowohl klassische Schaltsignale (13V/18V bzw. 22kHz) als auch DiSEqC-Kommandos. Die Stromversorgung des LNB bzw. Multischalters und des TechniRouter Mini 2/1x2 erfolgt über den Receiver. Das System arbeitet besonders energieeffizient.

Sollte der angeschlossene Receiver nicht in der Lage sein, die Stromversorgung zu übernehmen, stecken Sie bitte das Steckernetzteil (Art.-Nr. 0001/3289) an das Gerät (siehe Abschnitt 3.5).

2 Sicherheitshinweise

Zu Ihrem Schutz sollten Sie die Sicherheitshinweise vor der Montage sorgfältig durchlesen. Der Hersteller übernimmt keine Haftung für Schäden, die durch unsachgemäße Handhabung und durch Nichteinhaltung der Sicherheitsbestimmungen entstanden sind.

• Die Komponenten sind in trockenen Räumen auf ebener, schwer entflammbarer Fläche zu montieren.
- Bauen Sie die Geräte nicht in die Dachisolation ein. Falls Sie ein Netzteil einsetzen, achten Sie darauf, dass es von Luft umgeben ist.
• Installieren Sie die Anlage im stromlosen Zustand.
• Die Antennenanlage ist zu erden.
• Die Antennenanlage muss den Bestimmungen entsprechend gegen Blitzschlag geschützt sein.
• Die entsprechenden Europanormen und VDE-Bestimmungen zur Gewährleistung der elektrischen Sicherheit müssen berücksichtigt werden.
- Nationale genehmigungsrechtliche Regelungen für Rundfunkempfangsanlagen sind zu beachten.
- Öffnen Sie niemals das Gerät.

Ein eventuell notwendiger Eingriff sollte nur von geschultem Personal ausgeführt werden. In folgenden Fällen sollten Sie das Gerät vom Netz trennen und einen Fachmann um Hilfe bitten:

• das Gerät war Feuchtigkeit ausgesetzt bzw. Flüssigkeit ist eingedrungen,
• bei Fehlfunktionen,
• bei starken äußeren Beschädigungen.

3 Montage

3.1 Allgemeines

  • Der TechniRouter Mini 2/1x2 enthält keine integrierte Schaltmatrix zur Bandauswahl. Er kann daher nur an vorhandene freie Teilnehmerleitungen eines Multischalters oder eines Switch-LNBs (Twin- oder Quad-LNB) angeschlossen werden. Er funktioniert nicht an einem Quattro-LNB ohne integrierten Multischalter.
  • Zu Ansteuerung der Schaltmatrix werden klassische Schaltkriterien (13/18V, 22kHz) und DiSEqC-Kommandos vom TechniRouter Mini 2/1x2 generiert.
  • Prinzipiell kann der TechniRouter Mini 2/1x2 auch in einer Verteilanlage für vier Satelliten, z.B. mit dem GigaSystem 17/8, eingesetzt werden. Jedoch können auf Grund von Einschränkungen in der EN 50494 nur Signale der ersten beiden Satelliten-positionen an die angeschlossenen Receiver weitergeleitet werden.
  • Auf Grund des gleichen Buchsenabstands kann der TechniRouter Mini 2/1x2 z.B. mit F-auf-F-Schnellverbindungssteckern (Art.-Nr. 0000/3312) direkt an Multischalter der Serien TechniSwitch 5/8, TechniSystem 5/8, GigaSwitch 9/8 und GigaSystem 17/8 angeschlossen werden.
  • Das Terrestriksignal wird nur über den linken Signaleingang zur Teilnehmerleitung geführt

3.2 Beispiele für den Einsatz in vorhandenen Verteilanlagen

TECHNISAT TechniRouter Mini 2/1x2 - Beispiele für den Einsatz in vorhandenen Verteilanlagen - 1

Abbildung 2: TechniRouter Mini 2/1x2 an einem Twin-LNB

Abbildung 2 zeigt eine einfache Verteilanlage. Beide Sat-Signale eines Twin-LNBs werden hier durch den TechniRouters Mini 2/1x2 über ein Kabel zu zwei Empfängern geführt. Je nachdem wie viel Strom das angeschlossene LNB verbraucht und wie viel die beiden Receiver liefern können, kann es erforderlich sein, das Steckernetzteil (Art.-Nr. 0001/3289) an den TechniRouter Mini 2/1x2 anzuschließen (siehe Abschnitt 3.5). Der Einsatz des TechniRouter Mini 2/1x2 in einer komplexeren Anlage ist in Abbildung 3 dargestellt. Hier werden die Fernsehsignale zweier Satelliten mit einem GigaSwitch 9/8 G2 auf bis zu acht Teilnehmer verteilt.

GoTech 3.0 GS TWIN

Abbildung 3: TechniRouter Mini 2/1x2 in einer Verteilanlage für zwei Satelliten

An zwei dieser Teilnehmerleitungen wurde der TechniRouter Mini 2/1x2 angeschlossen, um damit einen Fernsehgerät mit Twin-Tuner mit zwei unabhängigen TV-Signalen zu versorgen. Da in solchen Anlagen oft die Speisung der LNBs über die Multischalter erfolgt, - hier über das Steckernetzteil am GigaSwitch 9/8 G2 - kann der TechniRouter Mini 2/1x2 in der Regel netzteillos betrieben werden. Auch das eingespeiste terrestrische Signal wird durch den TechniRouter Mini 2/1x2 zur Teilnehmerdose übertragen.

3.3 Inbetriebnahme und Konfigurierung der Receiver

Alle am Ausgang des TechniRouters Mini 2/1x2 angeschlossenen Receiver bzw. Fernsehgeräte mit Satelliteneingang müssen die SCR-Steuerung nach EN 50494 unterstützen und auch für diese Betriebsart konfiguriert sein.

Achtung!

Ein inkompatibles oder falsch konfiguriertes Empfangsgerät (z.B. eingestellt für Universal-LNB) kann die Steuerbefehle des am gleichen Ausgang angeschlossenen Gerätes stören und damit eine Übertragung (bei laufendem Betrieb zumindest aber den Programmwechsel der anderen) unmöglich machen!

Jedem Teilnehmer muss bei der Installation sein Userband (seine Frequenz / seine Kanalnummer) zugeordnet werden. Für Geräte mit Twin-Tuner (DVR) werden beide Teilnehmerfrequenzen benötigt.

Bitte rufen Sie dazu im Receiver oder Fernseher im Menü unter „Einstellungen -> Antenneneinstellungen“ den Konfigurationsdialog für die empfangenen Satellitenposi-

tionen auf und wählen Sie dort als LNB-Typ SatCR-LNB. Je nach Empfangsgerät ist nun im Konfigurationsdialog des SatCR-LNB die manuelle Eingabe der Kanalfrequenzen sowie evtl. auch der zugehörigen Kanal- bzw. Teilnehmernummern (UB-Nr. 1 bzw. 2) erforderlich. Diese entnehmen Sie den technischen Daten in Punkt 4 dieser Montageanleitung. Werden zwei einzelne Empfänger angeschlossen, so sollte das zweite Empfangsgerät während der Zuordnung des Kanals ausgeschaltet oder besser noch vom TechniRouter getrennt sein, da ansonsten die Zuordnung fehlschlagen kann!

Der Traffic Indicator dient zur Fehlersuche.

grüne LED:

• leuchtet: mindestens ein Empfänger liefert Betriebsspannung
- ist aus: Kurzschluss oder Überlast auf diesem Ausgangskabel
- blinkt gleichmäßig: ein Empfänger versucht den TechniRouter Mini 2/1x2 mit Strom zu versorgen, dieser reicht jedoch nicht aus

rote LED, blitzt bei Ansteuerung durch die Receiver:

  • blinkt unregelmäßig: mindestens ein Teilnehmer wechselt das Programm (normales Verhalten)
  • blinkt gleichmäßig: mindestens ein Empfänger hat kein Programm gefunden
    • leuchtet ständig: LNB-Typ mindestens eines Empfängers ist falsch eingestellt

3.5 Stromverbrauch, netzteilloser Betrieb

Besonderes Augenmerk ist beim Einsatz des TechniRouters Mini 2/1x2 auf das Speisekonzept und den Stromverbrauch der Verteilanlage zu legen.

Ob der TechniRouter Mini 2/1x2 netzteillos betrieben werden kann, hängt von folgenden Parametern ab:

  • wie viel Strom kann der schwächste am TechniRouter Mini 2/1x2 angeschlossene Receiver mindestens liefern,
  • welche Komponenten der Verteilanlage müssen durch den TechniRouter Mini 2/1x2 zusätzlich mit Strom versorgt werden.

In vielen Fällen reicht der vom Receiver bereitgestellte Strom aus, um den TechniRouter Mini 2/1x2 selbst und ein angeschlossenes sparsames Switch-LNB zu versorgen.

Um abzuschätzen wie viel Strom I_Rec der Empfänger bei gegebenem Laststrom I_Last maximal liefern können muss, lässt sich folgende Gleichung verwenden:

$$ I / _ {m A} = \quad . I _ {\text { LastRec }} / _ {m A} + 1 5 0 7 5, 1 $$

Eine unzureichende Stromversorgung erkennt man an:

• entsprechender Fehlermeldung des Empfängers,
• Bildstörungen beim Programmwechsel am zweiten angeschlossenen Empfänger,
- Aussetzer oder kein Empfang beim Starten des zweiten Tuners in Twin-Receivern, z.B. bei einer Aufnahme oder im PiP-Modus.

In diesen Fällen kann man folgende Maßnahmen ergreifen:

• die zu versorgende Last verringern,
• Steckernetzteil (Art.-Nr. 0001/3289) am TechniRouter Mini 2/1x2 anschließen.

TECHNISAT TechniRouter Mini 2/1x2 - Stromverbrauch, netzteilloser Betrieb - 1

Abbildung 4: TechniRouter Mini 2/1x2 in einer netzteillosen Verteilanlage

Als Beispiel ist in Abbildung 4 eine bisher netzteillos betriebene Verteilanlage mit einem TechniSwitch 5/8 G2 dargestellt.

In diesem Fall hat man die Möglichkeit, ein Steckernetzteil am TechniRouter Mini 2/1x2 anzuschließen oder die Stromversorgung über ein am TechniSwitch angeschlossenes Netzteil zu sichern und damit die zu versorgende Last zu verringern. Die zweite Variante ist meist effizientere, da hier die mit der Spannungswandlung im TechniRouter Mini 2/1x2 einhergehenden Verluste geringer sind.

Wird ein Steckernetzteil am TechniRouter Mini 2/1x2 angeschlossen, so übernimmt dieses die Versorgung der angeschlossenen Verteilkomponenten, z.B. des LNB.

3.6 Sonderfall: Mehrfachnutzung einer Teilnehmerfrequenz, PIN-Code

Bei zeitversetztem Betrieb und gegenseitiger Absprache kann zwei Empfängern auch der gleiche Empfangskanal zugewiesen werden. So ist es z.B. möglich, wie in Abbildung 5, eine komplett ausgebaute Verteilanlage mit dem TechniRouter Mini 2/1x2 zu erweitern. In diesem Fall soll an eine Anlage mit einem Quad-LNB ein Fernsehgerät mit einem Twin-Tuner angeschlossen werden. Um die Twin-Funktionalität des Fernsehgeräts, z.B. Aufnahmen oder PIP, nutzen zu können, wird hier der TechniRouter Mini 2/1x2 mit zwei Ausgängen des Quad-LNBs verbunden. Zusätzlich sind über einen Splitter mit dioden-getrennten DC-Durchlässen (Art.-Nr. 0000/3220) sowohl der Fernsehgerät als auch der verbleibende dritte Receiver mit dem TechniRouter Mini 2/1x2 verbunden.

TWIN Power PD 18 PD 18 PD 18

Abbildung 5: Mehrfachnutzung eines Userbands in einer Verteilanlage mit dem TechniRouter Mini 2/1x2
Da nur zwei Teilnehmerfrequenzen zur Verfügung stehen, muss beiden Geräten ein Userband zugewiesen werden. Um die Twin-Funktionalität des Fernsehgerätes zu nutzen, darf der am TechniRouter Mini 2/1x2 angeschlossene Receiver nicht verwendet werden.
Ebenso ist dieser Receiver nur einsatzbereit, wenn man am Fernsehgerät den zweiten Tuner nicht nutzt.

Empfehlenswert ist, die gemeinsam genutzte Teilnehmerfrequenz dem zweiten Tuner des Twin-Gerätes zuzuweisen, da dieser in der Regel seltener verwendet wird.
Falls verfügbar, ist es zudem sinnvoll, in einem der angeschlossenen Geräte das gemeinsam genutzte Userband mit einem PIN-Code zu schützen. Wählen Sie dafür im Menü der Empfängers unter „Einstellungen -> Antenneneinstellungen“ den Konfigurationsdialog für die empfangenen Satellitenpositionen und dort als LNB-Typ SatCR-LNB (PIN).
Geben Sie hier neben der Userbandnummer und der Teilnehmerfrequenz auch den in folgender Tabelle angegebenen PIN-Code ein.

Userband Frequenz [MHz] PIN-Code
1 1284 111
2 1400 222

Das so geschützte Gerät wird dann vom TechniRouter Mini 2/1x2 bevorzugt behandelt. Damit wird z.B. verhindert, dass eine laufende Aufnahme im Twin-Gerät durch ein versehentliches Anschalten des zweiten Receivers unterbrochen und gestört wird.

4 Technische Daten

Artikel-Nummer 0000/3289
Terrestrik und Rückweg47 ... 862 MHzSat-Bereich0,95 ... 2,15 GHz
Zahl der Signaleingänge 2^1)
Zahl der Teilnehmerleitungen1
Zahl der Teilnehmer pro Kabel2
Teilnehmernummer undEmpfangskanäle (Userbands)Kanal 1: 1284 MHzKanal 2: 1400 MHz
Verstärkung derTeilnehmersignale-3 dB +2 dB
Reflexionsdämpfung8 dB 10 dB
Entkopplung der Eingänge 30 dB^3)
Eingangspegel, Sat-Signalempfohlenminimal (≡ Empfindlichkeit)maximal70 dBμV 40 35 dB^3) 80 dB^4)
Stromversorgungvon den angeschlossenen Empfängern(optional mit Steckernetzteil zur Versorgung der Verteilanlage)
optional einsetzbares Netzteil12 V DC / 1,5 A, Stecker 5,5 x 2,1 x 9,5 mm, Art.-Nr. 0001/3289
Strombedarf150 mAzzgl. Strombedarf der Verteilanlage mal Faktor 1,75^5)
Leistungsbedarf BetriebsfallStandbyDurchschnitt/Jahr ^6) max. 2,0 W0 W 2,2 kWh^6)
Steuerung durch die ReceiverDiSEqC-Protokoll gemäß EN 50494(SatCR, SCR, UnicableTM, OLTTM, CSS, SCD)
BesonderheitenPIN-Code-Schutz der Empfangskanäle,Traffic Indicator = Installationshilfe
Schirmungsmaßgemäß EN50083-2/A1 und TechniSelect S
Umgebungsbedingungen-25...+55°C,ESD-Festigkeit an Ein- und Ausgängen: < 5 kV, IP 50
Maße: L x B x H, Gewicht110 mm x 52 mm x 28 mm, 108 g

1) Das Terrestriksignal wird nur über den linken Signaleingang zur Teilnehmerleitung geführt.

2) bezogen auf das Signal des anderen Eingangs

3) Zum Erreichen des Mindestpegels von 48 dBμV am Empfänger ist ein höherer Eingangspegel nötig.

4) nach EN 50083-3: dabei IMA3 am Ausgang 35 dB

5) unter Berücksichtigung der Spannungswandlung von 12 V auf 18 V bei einem Wirkungsgrad >85%

6) abhängig von der Nutzung, hier Richtwert für 3h Betrieb am Tag

5 Fehlersuchhilfen

Fehler Mögliche Ursachen Abhilfe
keine Funktion ungeeigneterReceiver Receiver unterstützt kein SCR nach EN 50494.
kein Bild, kein TonFehleinstellung des Receivers (korrekte PIN?)Betriebsspannung für den TechniRouter fehltBetriebsspannung für LNB und andere Verteilkomponenten fehltDer Strom des Empfängers reicht nicht aus.Vergewissern Sie sich, dass die Einstellungen am Empfangsgerät richtig sind. SatCR-LNB muss eingestellt sein. Siehe Punkt 3.3 und Anleitung des Empfängers.Wenn ein oder mehrere Empfänger Strom liefern können, leuchtet die grüne LED.Kontrollieren Sie die Ausgangs-spannung des TechniRouter, indem Sie ein Kabel abschrauben und an einer in die Buchse gesteckten Nadel messen.Stecken Sie ein Netzteil an den TechniRouter (siehe Punkt 3.5).
die Konfigurierung schlägt fehlPegel am Empfänger zu hoch oder zu niedrigein anderer Empfänger ist in Betrieb (das ist nachteilig beim automatischen Setup)Sat-Pegelrechnung überprüfen, siehe technische Daten (Kapitel 4).den anderen Empfänger abschalten
Konfigurierung i.O., die grüne LED leuchtet, aber noch kein Empfangkein Eingangssignal Wie siehtdie LED-Anzeige des TechniRouters aus?Traffic Indicator, siehe Punkt 3.4
noch immer kein EmpfangBesonders bei einer verzweigten Anlage steigt die Wahrscheinlichkeit, dass in den Koaxialkabeln irgendwo ein Kurzschluss zwischen Mittelleiter und Schirmung ist (Kupferfaden) oder entsteht (z.B. durch Wärmeeinwirkung oder Erschütterung).Trennen Sie einzelne Anlagenteile ab, um einen eventuellen Kurzschluss einzukreisen. Achten Sie darauf, dass dabei keine weiteren Kurzschlüsse (z.B. durch Mittelleiter an Gehäuse) entstehen. Die genaue Stelle des Kurzschlusses können Sie durch Widerstandsmessung bestimmen.
DVB-S-Signal verschwindet zeitweiseIhre Kanalfrequenz ist doppelt belegt (meist periodisches Verschwinden)Der andere Teilnehmer führt einen Setup durch.Überprüfen Sie den eingestellten Kanal.Bei wiederholtem Auftreten sollten Sie mit dem anderen Teilnehmern sprechen.
bei Verwendung des zweiten Kanals verschwindet das Bild im ersten KanalDer Strom des Empfängers reicht nicht aus.Stecken Sie das Netzteil (Art.-Nr. 0001/3289) an den TechniRouter (siehe Punkt 3.5).
Klötzchenbildung im DVB-S-Signalzu kleiner oder zu großer Stammleitungs- bzw. falscher DosenpegelEin anderer Teilnehmer führt einen Setup durch.Witterungseinflüsse WartenÜberprüfen, korrigieren durch verstärken oder dämpfen,Wackelkontakt?Warten
fehlende oder signal-mäßig schlechte Kanäle am oberen BandendeSie müssen unterscheiden, ob der Pegelabfall vor oder nach dem TechniRouter liegt: davor: Transponder nahe 12.7GHz sind schlechtdanach: eine Kanalfrequenz ist schlechtÜberprüfen Sie das Signal direkt am LNB und dann am Eingang des TechniRouters. Überprüfen Sie Ihre Sat-Pegelrechnung, setzen Sie bei Bedarf einen Verstärker ein.Überprüfen Sie die Dosen- bzw. Splitterverkabelung des Ausgangskabels.
„Brummbalken“ im terrestrischen analogen FernsehbildErdung der einzelnen Komponenten erfolgte auf unterschiedliche Potenziale (Brummschleife).Entfernen Sie einzelne Erdungen (vorerst versuchsweise), aber nicht die am ersten Gerät.Auch an die Receiver angeschlossene Zusatzgeräte mit Schutzkontakt oder (geerdete) andere Empfangsantennen können diesen (seltenen) Effekt verursachen.

6 Für den Fachmann: Digitale Einkabelsysteme nach EN 50494

6.1 Funktionsweise

Ein Problem in klassischen Verteilanlagen für Satellitenfernsehen ist, dass auf eine Sternverteilung zurückgegriffen werden muss, um jeden Receiver mit Signalen aus allen angeschlossenen Sat-ZF-Ebenen zu versorgen. Es muss also von jedem Receiver ein Koaxialkabel zum LNB bzw. Multischalter verlegt werden, bei Twin-Receivern sogar zwei. Dies macht das Aufrüsten bestehender Kabelstrukturen für den Empfang von Satellitenfernsehen sehr aufwendig, wenn nicht sogar unmöglich. Mit einem neuen nach EN 50494 standardisierten Verfahren ist es nun auch möglich, bestehende Kabelsysteme ohne Einschränkung der Programmvielfalt mit Satellitensignalen zu versorgen. Hier wird jedem angeschlossenen Receiver eine feste Teilnehmerfrequenz (Userband) zugeordnet. Beim TechniRouter Mini 2/1x2 werden nur zwei Teilnehmerfrequenzen verwendet.

TECHNISAT TechniRouter Mini 2/1x2 - Funktionsweise - 1

other | Band | Frequency | |------|---------| | HLo | 6 | | VLo | 2 | | HHi | 1 | | VHii | 4 |

Abbildung 6: Funktionsweise Satellite Channel Router

Neben der Auswahl der gewünschten Sat-ZF-Ebene hat das LNB bzw. der Multischalter nun auch die Aufgabe, das gewünschte Fernsehsignal auf die Teilnehmerfrequenz umzusetzen (siehe Abbildung 6). Man spricht daher auch vom Satellite Channel Router (SCR).

6.2 Ansteuerung

Zur Ansteuerung des Routers werden spezielle an DiSEqC angelehnte SCR-Kommandos verwendet. Jedoch ist hier die Spannung im Gegensatz zu DiSEqC dauerhaft 13V und wird nur während des eigentlichen Kommandos auf 18V angehoben (siehe Abbildung 7).

TECHNISAT TechniRouter Mini 2/1x2 - Ansteuerung - 1

line | Zeit | Voltage | |------|---------| | Start | 13V | | End | 18V |

Abbildung 7: SCR-Kommando

Im Zusammenspiel mit der diodenentkoppelten Anbindung der Receiver wird dadurch sichergestellt, dass der sendende Receiver exklusiven Zugriff auf das gemeinsame Kabel hat.

Wie bei DiSEqC eingeführt, wird ein 22kHz-Ton moduliert, um Kommandos als digitale Daten zu übertragen.

Jedes Kommando beinhaltet die Userband-Nummer gewissermaßen als Absenderkennzeichnung des sendenden Receivers.

Die SCR-Kommandos lassen sich in folgende Gruppen einteilen:

Channel Change Mitdiesem Kommando wird dem Router übermittelt, auf welche Sat-ZF-Ebene geschaltet werden soll und welcher Sender auf die Teilnehmerfrequenz umzusetzen ist.
PowerOff Dieses Kommando veranlasst den Router, das betroffene Userband abzuschalten.
Installation Es gibt eine Reihe von Kommandos, die die Installation einer SCR-Anlage vereinfachen sollen. So kann ein Receiver abfragen, an was für einem Router er angeschlossen ist - LNB oder Multi-schalter - und welche LO-Frequenzen verwendet werden. Die Antwort vom Router erfolgt in Form eines HF-Signaltons innerhalb des betroffenen Userbands. Außerdem können die Signaltöne aller Teilnehmer gleichzeitig aktiviert werden. Damit wird es Receivern ermöglicht, automatisch nach den Teilnehmer-frequenzen zu suchen.

Da es in diesem System keine Signalflusssteuerung gibt, können Kollisionen zwischen von mehreren Receivern gleichzeitig gesendeten Kommandos auftreten. Dieses Problem wird dadurch gelöst, dass die Receiver diese Kollision erkennen und nach einer idealerweise zufälligen Verzögerung ihre Kommandos wiederholen.

6.3 PIN-Schutz

In Verteilanlagen, in denen das Kabel durch mehrere Wohneinheiten verlegt ist (Multiple Dwelling Units, MDU), können die SCR-Kommandos optional mit einem für das Userband spezifischen PIN-Code versehen werden. Nur wenn der PIN-Code mit dem im Router hinterlegten Wert übereinstimmt, wird das Kommando akzeptiert. Damit wird verhindert, dass z.B. durch Fehlkonfiguration mehrere Receiver ein und dieselbe Teilnehmerfrequenz nutzen.

Der PIN-Schutz kann nur verwendet werden, wenn der installierte Router diesen unterstützt. Receiver ohne PIN-Unterstützung sind prinzipiell einsetzbar. Jedoch haben Kommandos mit PIN-Code immer Vorrang.

6.4 Aufbau

Was die Verkabelung angeht, sind neben der Reihenstruktur, bei der sich alle Anschlussdosen an einem Koaxialkabelstrang befinden, auch Baumstrukturen, Sternstrukturen und Kombinationen aus allen dreien denkbar. Wichtig ist dabei, dass jeder Receiver seine Steuersignale über eine Trenndiode in gemeinsam genutzte Kabelabschnitte des SCR-Busses einspeist. Nur so kann im Zusammenspiel mit der Spannungsanhebung auf 18V

während der SCR-Kommandos sichergestellt werden, dass diese am Router ankommen und dort auch detektiert werden können.

Prinzipiell ist die Verwendung von Anschlussdosen mit integrierten Trenndioden vorzusehen. Bei Anschluss mehrerer Receiver an eine gemeinsame Anschlussdose sind Verteilelemente mit diodengetrennten DC-Durchlässen zu verwenden.

Im Gegensatz zu fehlenden Trenndioden beeinträchtigt die Kaskadierung mehrerer Dioden die Funktion des Systems nicht. Allerdings ist besonders im netzteillosen Betrieb zu prüfen, ob trotz der Spannungsabfälle an den Trenndioden die Speisespannung für einen stabilen Betrieb von Router und LNB ausreicht.

6.5 Bekannte Probleme

  • Ein falsch konfigurierter Receiver, eingestellt auf Universal-LNB und horizontale Polarisation (entspricht 18V), kann die gesamte Kommunikation auf dem SCR-Bus zum Erliegen bringen.
  • Werden mehrere Receiver auf die gleiche Teilnehmerfrequenz eingestellt, so führt das zu ständigen Senderwechselkommandos, wenn diese gleichzeitig in Betrieb sind.
  • Automatische Suchläufe nach den Teilnehmerfrequenzen stören den Fernsehempfang bei angeschlossenen Receivern.
  • Umgekehrt werden die automatischen Suchläufe auch durch Receiver gestört, die gerade in Betrieb sind. Diese reagieren mit einem neuen Abstimmbefehl, wenn der HF-Signalton eingeschaltet wird und schalten ihn dadurch wieder aus.
  • Wird Verteiltechnik ohne diodengetrennte DC-Durchlässe verwendet, so können die SCR-Kommandos eines Receivers so sehr gedämpft werden, dass der Satellite Channel Router sie nicht mehr erkennt.
  • Bei baugleichen Receivern kann es z.B. nach einem Stromausfall dazu kommen, dass sie im gleichen Rhythmus SCR-Kommandos senden und so dauerhaft Kollisionen verursachen.

Ihr Gerät trägt das CE-Zeichen und erfüllt alle erforderlichen EU-Normen.

Änderungen und Druckfehler vorbehalten. Stand 10/10 Abschrift und Vervielfältigung nur mit Genehmigung des Herausgebers.

TechniSat ist ein eingetragenes Warenzeichen der

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Produktinformationen

Marke : TECHNISAT

Modell : TechniRouter Mini 2/1x2

Kategorie : Router