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ISDN BASIC 2K SE - Nicht kategorisiert coM.sat - Kostenlose Bedienungsanleitung

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BEDIENUNGSANLEITUNG ISDN BASIC 2K SE coM.sat

Fixed Mobile Convergenz für jedermann

Robert Schoblick

Es ist lästig, wenn die Visitenkarte unübersichtlich wird. Oft sind mindestens drei Telefonnummern darauf zu finden: Büro, Privat und Mobil. Eine einzige Rufnummer ist schon fast ein Luxus und doch ist dieser Komfort greifbar nahe.

coM.sat ISDN BASIC 2K SE - Fixed Mobile Convergenz für jedermann - 1

Das kleine handliche ISDN-GSM-Gateway „ISDN Basic“ bietet zwei direkte Mobilfunk-Schnittstellen für die TK-Anlage an. Da die Steuerung der Funktionen über DTMF-Signale erfolgt, kann das Gerät an nahezu jeder Anlage mit einer zusätzlichen S0-Schnittstelle betrieben werden.

Wie sah die Situation innerhalb eines Firmengeländes vor wenigen Jahren noch aus? Auf dem Schreibtisch stand ein Telefon. Möglichst komfortabel sollte es sein, viele Funktions- und Namentasten und vielleicht auch Lauthören und Freisprechen sollten zur Ausstattung gehören. Doch was war, wenn der Mitarbeiter seinen Arbeitsplatz verließ? Intelligente Telefonanlagen lösten das Problem: Ein Kollege holte den Anruf heran und versprach den Rückruf. Auch derautomatische Rückruf – eine Funktion, die sowohl das intelligente öffentliche Netz als auch eine Telefonanlage bietet – war eine Option. Doch bis zum Rückruf verging in jedem Fall viel Zeit und es war nicht einmal sicher, ob dann der ursprüngliche Anrufer erreichbar war. Innerhalb eines geschlossenen Firmengeländes konnten schnurlose Telefone – später sogar mit einer Roaming-Funktion innerhalb des kleinen privaten Netzes – einen Mitarbeiter des Hauses auch dann erreichbar machen, wenn dieser auf dem Gelände unterwegs war. Doch außerhalb des Firmengeländes gibt es weder ein schnurloses Telefon noch die eigene TK-Anlage. Hier gibt es nur öffentliche Mobilfunknetze, die zwar Erreichbar keit und Mobilität garantieren, jedoch eine völlig eigene Kommunikationswelt darstellen.

Das Problem dabei ist: Das Mobiltelefon besitzt eine eigene Rufnummer! Zwar sind Anrufweiterschaltungen technisch und praktisch kein Problem, jedoch verursachen sie zusätzliche Kosten und belegen – wenn sie in der TK-Anlage programmiert werden – sogar einen zusätzlichen Basiskanal des Anschlusses. Darüber hinaus muss man sehr diszipliniert vorgehen, die Rufweiterschaltung aktivieren und nach Rückkehr wieder deaktivieren.

Die Lösung: Handy als „Nebenstelle“

Eine ideale Lösung in einem solchen Fall wäre es natürlich, wenn das „schnurlose Telefon“ über die Grenzen des Firmengeländes hinaus funktionieren würde oder – weil es eben nicht möglich ist, eine Nebenstelle direkt mobil zu machen – wenn das Handy zur Nebenstelle in der TK-Anlage avanciert. Das ist wiederum durchaus möglich und mit einem geeigneten Gateway recht einfach zu realisieren. Ein solches Gateway wird an einer freien internen S0-Schnittstelle angeschlossen. Funkseitig verkörpert das Gerät ein mobiles Endgerät. Dazu muss es mit einer gültigen SIM-Karte ausgestattet werden. Es besitzt also eine mobile Telefonnummer im GSM-Netz. Darüber hinaus wirkt das Gerät aus der Sicht der TK-Anlage wie ein ISDN-Endgerät, wenn es am internen Bus betrieben wird.

Verbindungen zwischen dem Gateway und dem Mobiltelefon entsprechen also einer reinen Mobilfunkverbindung, bei der das Festnetz vollkommen außen vor bleibt. Attraktiv wird der Einsatz solcher GSM-Gateways durch ausgesprochen kostengünstige Flatrate-Tarife im Mobilfunknetz, wobei jedoch in jedem Fall die Nutzung einer SIM-Karte in einem Gateway mit dem Mobilfunk-Netzbetreiber abgestimmt werden sollte. Sollen überwiegend kommende Verbindungen über das Gateway laufen, sind auch Prepaid-Karten eine gute Wahl, da sie keine fixen Kosten verursachen.

Beispiel coM.sat ISDN Basic

Ein Beispiel für ein solchesGMS-Gateway ist das Gerät von coM.sat. ISDN Basic, das über zwei GSM-Funkschnittstellen verfügt. Damit lassen sich zwei voneinander unabhängige Verbindungen zwischen der TK-Anlage und jeweils einem Mobiltelefon herstellen, die aus derSicht derTK-Anlage wie eine interne Verbindung wirken. Ein Anrufer benötigt lediglich die Durchwahl innerhalb des Festnetzes zur „Nebenstelle“ in der Anlage, um einen in diesem Hausnetz befindlichen Mitarbeiter auch mobil unter dieser einen Rufnummer erreichen zu können.

Die beiden GSM 900/1800 MHz-Schnittstellen bieten jedoch noch eine weitere Option: Im NT-Modus betrieben, können sie als Backup den möglichen Ausfall des ISDN abfedern und im Störfall Anrufe direkt über das Mobilfunknetz möglich machen. Auf diese Art und Weise ist stets eine gehende Verbindung möglich. Kommende Verbindungen sind über die mobilen Rufnummern ebenfalls kein Problem und das Unternehmen bleibt nach wie vor auch bei einem ISDN-Ausfall erreichbar.

Installation des Gateways

Die Einrichtung beginnt mit der Installation der Konfigurationssoftware, die dem Gerät auf einer CD mitgeliefert wird. Diese umfasst im Wesentlichen zwei Komponenten: die Simulation einer

coM.sat ISDN BASIC 2K SE - Installation des Gateways - 1

Die SIM-Karten werden mit entsprechenden Modulhaltern in die Slots auf der Unterseite des Gerätes eingesetzt.
Foto: coM.sat

coM.sat ISDN BASIC 2K SE - Installation des Gateways - 2

flowchart
graph TD
    subgraph NT_Betriebsart
        A["NT"] --> B["SYNCH"]
        B --> C["NT"]
        C --> D["S_ext"]
        D --> E["TK-Anlage"]
        E --> F["TE"]
    end

    subgraph Router_Betriebsart
        G["NT"] --> H["TE"]
        H --> I["S_ext"]
        I --> J["TK-Anlage"]
        J --> K["TE"]
    end

    subgraph TE_Betriebsart
        L["NT"] --> M["TE"]
        M --> N["S_ext"]
        N --> O["TK-Anlage"]
        O --> P["TE"]
    end

Das Gateway kann in den Betriebsarten NT, TE sowie im Router-Modus betrieben werden.

seriellen Schnittstelle über den USB und die eigentliche Konfigurationssoftware ISDN Basic Configurator.

Die Hardware wird durch Einlegen der SIM-Module vorbereitet. Dazu wird mit einer Kugelschreiberspitze jeweils ein kleiner Riegel betätigt, der den SIM-Halter auswirft. Bis zu zwei SIM-Karten kann das Gerät aufnehmen und damit bis zu zwei Kommunikationswege im Mobilfunknetz bedienen. Die Hardware-Installation auf der GSM 900/1800 MHz-Seite wird durch den Anschluss der Antennen komplettiert.

Auf der ISDN-Seite sind drei Betriebsmodi möglich:

  • NT-Modus
    • TE-Modus
  • Router-Modus

Im NT-Modus wird das Gateway mit einer extern konfigurierten ISDN-S0-Schnittstelle derTK-Anlage verbunden. Zusätzlich wird für viele Anlagen empfohlen, den Synchroneingang des Gateways mit dem Ausgang des NTBA zu koppeln, an dem die TK-Anlage mit einer weiteren externen SO-Schnittstelle auch am öffentlichen ISDN betrieben wird. Der Modus des Interfaces kann entweder Point-to-Multipoint (Mehrgerätekonfiguration) oder Point-to-Point (Anlagenkonfiguration) sein. Zu beachten ist, dass das Gateway zwar im NT-Modus arbeiten kann, jedoch keine Speisung anbietet. Für den – regulär vorgesehenen – Be

trieb an einer TK-Anlage ist dies jedoch unkritisch.

Beim TE-Modus sieht die TK-Anlage im Gateway ein reguläres Endgerät. Entsprechend erfolgt der Anschluss an eine interne S0-Schnittstelle. In diesem Fall wird die Schnittstelle vorzugsweise in der Mehrgerätekonfiguration eingerichtet (Point-to-Multipoint).

Eine dritte Betriebsvariante ist der sogenannte Router-Modus. Hier wird das Gateway im

TE-Modus direkt an das NTBA angeschlossen. Aus der Sicht der TK-Anlage jedoch wird es im NT-Modus betrieben. Ein ISDN-Anschluss direkt an die TK-Anlage ist hier nicht vorgesehen. Dieser Betriebsmodus bietet jedoch die Möglichkeit, Verbindungen direkt zwischen den beiden ISDN-Schnittstellen des Gateways zu routen. Die internen Kapazitäten der Anlage werden somit nicht belastet.

Konfigurationsbeispiele des Gateways

Um die Funktion des Gatewayszu verdeutlichen, sollen einige Konfigurationsbeispiele demonstriert werden.

ISDN-Konfiguration

Im Register ISDN Cfg wird die Betriebsart des Gateways in der Software konfiguriert. Je nachdem, in welchem Modus das Gerät arbeiten soll, sind einzelne Felder inaktiv oder editierbar. In dem hier gezeigten Beispiel soll das Gerät im NT-Modus arbeiten. Dies bietet sich an, wenn die ISDN-Anlage über zwei externe oder – was bereits auch bei verschiedenen Kleinanlagen möglich ist – neben einer festen externen Schnittstelle einen frei konfigurierbaren S0-Port besitzt.

Die SO-Schnittstelle des Gateways wird im NT-Modus programmiert. Darüber hinaus wird der Synchroneingang als TE eingestellt, da dieser direkt an das NTBA angeschlossen wird, um mit dem öffentlichen Netz die Synchronität des gesamten Systems herzustellen. Je nachdem, wie die Anforderungen der angeschalteten TK-Anlage es vorsehen, muss die Stammnummer eingetra-

Mobilflatrate für GSM-Gateway?

Der Einsatz von SIM-Karten mit einem Flatrate-Tarif in Gateways ist in der Öffentlichkeit umstritten. Es kam in der Vergangenheit sogar zu Sperren durch die Netzbetreiber, die dies oft mit einem Verstoß gegen die lizenzrechtlichen Bestimmungen der Bundesnetzagentur (BnetzAg) begründeten. Diesem Gerücht wurde von der BnetzAg mit Amtsblatt Nr. 13/2004, Mitteilung 205, bereits widersprochen und der Einsatz im Corporate Umfeld gestattet. In der Schlussfolgerung kann man das auch für private Systeme so interpretieren. Dennoch sind im Speziellen die AGB's der Mobilfunk-Netzbetreiber zu beachten, die oft eine Nutzung des SIM in einem Gateway ausdrücklich untersagen. Hier werden auch technische Gründe angeführt, die nachvollziehbar werden, wenn berücksichtigt wird, dass die Dimensionierung der Funkzellen einschließlich deren Größe und „Form“ von einer gewissen Beweglichkeit der mobilen Endgeräte ausgeht.

Der gangbare Weg ist der direkte Dialog mit dem Anbieter, was in der Regel zielführend ist und den Betrieb eines GSM-Gateways ohne Probleme ermöglicht. Der Anbieter des hier vorgestellten Gateways weist diesbezüglich in seinen Dokumentationen darauf hin, dass beispielsweise E-Plus und Vodafone aus technischen Gründen eine schriftliche Anzeige über die Nutzung der SIM-Karte im Gateway verlangen, die auch den Einsatzort beschreibt.

gen werden, aus der sich zusammen mit der Durchwahl die Rufnummer der gewünschten Nebenstelle ergibt.

Die GSM-Kanäle

Mit dem Einsetzen der SIM-Karte wird dem Gateway für den jeweiligen Kanal bereits eine Rufnummer im Mobilfunknetzzugewiesen. Darüber hinaus können weitere Konfigurationen dieser Schnittstellen vorgenommen werden. So ist zunächst einmal der PIN-Code zu erwähnen, mit dem jedes Modul individuell gesichert werden kann. Das gewährleistet einen gewissen Schutz vor Diebstahl der SIM-Karte und deren Missbrauch. Allerdings ist es auch erforderlich, diesen Code in die Konfiguration einzutragen. Dies geschieht selbstverständlich verdeckt, sodass ein Dieb keine Möglichkeit hat, den Code zu stehlen, selbst wenn es ihm gelingt, Zugang zur Konfiguration zu erlangen.

In der Konfiguration kann darüber hinaus vorgegeben werden, dass das Gateway entweder sowohl für kommende als auch gehende Verbindungen oder aber nur in einer Richtung verwendet werden darf. Jede Richtung ist separat zu aktivieren. Auch ist es möglich, einen Kanal gezielt komplett zu sperren, wenn beide Wege deaktiviert werden.

Bei ankommenden Verbindungen stellt sich nun die Aufgabe, den Ruf an die jeweils gewünschte Nebenstelle in der Anlage zu routen. Hier gibt es zwei Optionen: eine Default-Nummer – in der Regel die „Durchwahl“ Null – und die Nachwahl von Ziffern für die Nebenstelle. Für letzteres kann ein Zeitfenster definiert werden, innerhalb dessen die Nachwahl möglich ist. Hierbei besteht bereits über den GSM-Kanal eine Verbindung mit dem Anrufer, der nun die Durchwahl mit Tonfrequenzsignalen (DTMF) vollzieht. Die so übermittelten Ziffern werden in den D-Kanal der ISDN-Schnittstelle zur TK-Anlage übertragen und dort wie bei einem regulären Anruf umgesetzt. Verstreicht das Zeitfenster, das mit dem Parameter Incoming Call Dial Timeout definiert werden kann, wird automatisch die Default-Nummer an die Anlage übertragen. Alternativ dazu kann auch für jeden Kanal eine eigene Default-Nummer vorgesehen werden, auf die jeder ankommende Ruf geschaltet wird.

Einschränkungen können – insbesondere interessant für gehende Verbindungen – vorgesehen werden: Im Feld Allowed MSNs können die Rufnummern eingetragen werden, denen der Zugriff auf den jeweiligen GSM-Kanal gestattet wird. Insbesondere dann, wenn keine Flatrate-Tarife für die Funkschnittstellen gewählt wurden,

coM.sat ISDN BASIC 2K SE - Die GSM-Kanäle - 1

Beispiel für die Konfiguration des Gateways im „NT-Modus“ (alle drei Netzschichten) in der Anlagenkonfiguration. Zusätzlich wird noch eine Synchronisation mit dem öffentlichen ISDN vorgesehen. Dazu wird das Interface „TE/SYNC“ im TE-Modus eingerichtet. Im Falle des NT-Modus im Point-to-Point-Betrieb ist keine Vorgabe einer MSN erforderlich.

coM.sat ISDN BASIC 2K SE - Die GSM-Kanäle - 2

Es empfiehlt sich insbesondere beim Einsatz der SIM-Karten in einem für gewöhnlich unbewachten Gateway, die Module mit einem PIN-Code zu sichern. Dieser muss selbstverständlich in die Konfiguration eingetragen werden (1). Soll der Zugriff auf die Funkschnittstelle nur ausgewählten MSNs möglich sein, können diese direkt vorgegeben werden (2). Darüber hinaus können bei eingehenden Rufen die Anzeige der Rufnummer (CLIP) durchgeschaltet und die Durchwahl mithilfe von DTMF-Signalen gestattet werden (3).

können entstehende Kosten auf diese Weise limitiert werden.

Ein lästiges Problem sind Werbe-SMS-Sendungen, die heutzutage auch von verschiedenen Netzbetreibern an ihre Kunden verschickt werden. Diese können am Gateway bereits konsequent geblockt werden, wenn die entsprechende Option Ignore SMS aktiv ist.

Eine Besonderheit sei nicht unerwähnt: Die Konfiguration sieht Roaming-Einstellungen vor. Diese erscheinen zunächst sinnlos, weil das Gateway ja stationär an einer TK-Anlage betrieben wird. Der Sinn wird jedoch schnell deutlich, wenn man die Möglichkeit in Betracht zieht, ein solches Gateway für Systeme mit wechselnden Standorten (z. B. Baubüros, Event-Veranstalter, Schausteller etc.) zu verwenden. Die GSM-Kanäle simulieren jeweils einen ISDN-Sprachkanal und lassen zudem in der beschriebenen Weise die direkte Durchwahl zu Nebenstellen innerhalb der Anlage zu.

Flatrate-Tarife werden im Mobilfunk zunehmend preiswerter und sind im Prinzip die ideale Möglichkeit, um kostengünstig Mobiltelefone in ein Hausnetz einer TK-Anlage einzubinden. Ein SIM, der zu einem Flatrate-Tarif betrieben wird, macht im Gateway aber nur dann wirklich einen Sinn, wenn darüber auch gehende Verbindungen möglich sein sollen. Ist dies jedoch nicht oder nur in Ausnahmefällen der Fall, können Prepaid-Karten die deutlich günstigere Alternative sein. Diese werden in der Regel nur einmal pro Jahr mit einem Minimalbetrag aufgeladen und sind damit ohne weitere laufende Kosten direkt erreichbar.

Sollen sie jedoch auch für gehende Gespräche verwendet werden, muss darauf geachtet werden, dass immer ein ausreichendes Guthaben auf dem Konto der Karte gebucht ist. Hier kann der Verwalter des Systems für jeden Kanal eine dem Wert des Guthabens äquivalente Zeit festlegen. Nähert sich diese Zeit dem Ablauf, so kann das Gateway so programmiert werden, dass automatisch eine SMS an den Administrator gesendet wird. Damit kann dieser rechtzeitig reagieren, noch bevor Kommunikationsengpässe entstehen.

Erlaubt? – Verboten?

Bereits innerhalb einer TK-Anlage ist es möglich, bestimmte Gassen – beispielsweise Premium Rate-Rufnummern – zu blocken. Erfolgt jedoch die Anwahl über das Mobilfunknetz durch DTMF-Signale innerhalb eineraus Anlagensicht bereits etablierten Verbindung, dann greifen solche Einschränkungen nicht mehr. Aus diesem Grunde müssen auch innerhalb des Gateways Sperrmöglichkeiten vorgesehen werden. Dies ist sowohl für kommende als auch für gehende Verbindungen möglich.

coM.sat ISDN BASIC 2K SE - Erlaubt? – Verboten? - 1

Bei gehenden Verbindungen kann es beispielsweise interessant sein, die verfügbaren Funkschnittstellen gleichmäßig auszulasten. Dies bietet sich insbesondere bei der Nutzung von Prepaid-Karten an, um massive Ungleichgewichte bei den Guthabenniveaus zu vermeiden. Die abwechselnde Belegung der Funkschnittstellen durch das Gateway ist hier ein guter Ansatz (1). Sollen bestimmte Rufnummern nicht über die GSM-Interfaces erreichbar sein, lassen sich diese gezielt blocken (2). Zur Vermeidung der Aussendung irreführender Tarifinformationen, die künstlich im Gateway erzeugt werden, können kostenlos erreichbare Rufnummern – dies können auch Rufnummern eines durch eine Flatrate bereits abgedeckten Netzes sein – speziell deklariert werden (3). Es genügt jeweils, die diesen Rufnummern gemeinsamen führenden Stellen einzutragen.

Bei kommenden Verbindungen lassen sich beispielsweise bestimmte Regeln für Anrufer mit unterdrückter Nummer vorgeben. Neben dem Routing auf die Default-Nummer ist auch die konsequente Abweisung solcher Anrufe möglich. Auf der anderen Seite können Anrufer mit einer bestimmte Rufnummer direkt auf eine definierte Nebenstelle geschaltet werden. Beispielsweise erleichtert dies einem Außendienstmitarbeiter die Anwahl seines Disponenten, wenn dieser direkt und ohne Nachwahl weiter geschaltet wird.

Besonders wichtig sind jedoch Sperrfunktionen für gehende Verbindungen, denn hier kann die Anwahl einer Premium Rate-Rufnummer (Gasse 09) besonders teuer zu Buche schlagen. Da das Gateway auch Tarifinformationen generieren kann, ist es wichtig, kostenfreie Rufnummern kenntlich zu machen, um die interne Kostenerfassung der TK-Anlage nicht mit Fehlinformationen zu beeinträchtigen.

Fazit

Der Einsatz eines GSM-Gateways mag sicher keine voll integrierten Funktionen im Bereich der Netzbetreiber ersetzen können, die jedoch so derzeit auch noch nicht verfügbar sind. Dennoch bieten moderne GSM-Gateways sehr flexible Möglichkeiten zur Quasi-Integration mobiler Telefone in das Hausnetz einer TK-Anlage. Mehr noch: Derartige Gateways können den Benutzer unabhängig von der Verfügbarkeit eines ISDN-Anschlusses machen, wie es beispielsweise bei ständig wechselnden Standorten erforderlich ist. (rs)

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Produktinformationen

Marke : coM.sat

Modell : ISDN BASIC 2K SE

Kategorie : Nicht kategorisiert