DP3603 - Steckdose IFM - Kostenlose Bedienungsanleitung
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BEDIENUNGSANLEITUNG DP3603 IFM
Betriebsanleitung
Relais-Plug (2 Schließer)
DP3603
Inhaltsverzeichnis
1 Vorbemerkung 3
1.1 Verwendete Symbole 3
1.2 Verwendete Warnhinweise 3
1.3 Sicherheitssymbol auf dem Gerät 3
2 Sicherheitshinweise 4
3 Bestimmungsgemäße Verwendung 5
3.1 Applikationsbeispiel.... 5
4 Montage 7
5 Elektrischer Anschluss 8
5.1 Eingangsseite 8
5.2 Ausgangsseite 8
5.3 Gerät anschließen. 9
5.3.1 Steckverbinder montieren 10
5.3.2 Steckverbinder mit Rüttelsicherung demontieren 10
6 Betrieb 11
7 Fehlerbehebung 12
8 Wartung, Instandsetzung und Entsorgung 13
1 Vorbemerkung
Anleitung, technische Daten, Zulassungen und weitere Informationen über den QR-Code auf dem Gerät / auf der Verpackung oder über www.ifm.com.
1.1 Verwendete Symbole
√ Voraussetzung
▶ Handlungsanweisung
Reaktion, Ergebnis
[...] Bezeichnung von Tasten, Schaltflächen oder Anzeigen
→ Querverweis

Wichtiger Hinweis
Fehlfunktionen oder Störungen sind bei Nichtbeachtung möglich

Information
Ergänzender Hinweis
1.2 Verwendete Warnhinweise
ACHTUNG
Warnung vor Sachschäden

VORSICHT
Warnung vor Personenschäden
▷ Leichte reversible Verletzungen sind möglich.
1.3 Sicherheitssymbol auf dem Gerät

Sicherheitssymbol auf dem Gerät:
▶ Für den sicheren Betrieb des Geräts die Betriebsanleitung beachten.
2 Sicherheitshinweise
- Das beschriebene Gerät wird als Teilkomponente in einem System verbaut.
– Die Sicherheit dieses Systems liegt in der Verantwortung des Erstellers.
- Der Systemersteller ist verpflichtet, eine Risikobeurteilung durchzuführen und daraus eine Dokumentation nach den gesetzlichen und normativen Anforderungen für den Betreiber und den Benutzer des Systems zu erstellen und beizulegen. Diese muss alle erforderlichen Informationen und Sicherheitshinweise für den Betreiber, Benutzer und ggf. vom Systemersteller autorisiertes Servicepersonal beinhalten.
- Dieses Dokument vor Inbetriebnahme des Produktes lesen und während der Einsatzdauer aufbewahren.
- Das Produkt muss sich uneingeschränkt für die betreffenden Applikationen und Umgebungsbedingungen eignen.
- Das Produkt nur bestimmungsgemäß verwenden (→ Bestimmungsgemäße Verwendung).
- Die Missachtung von Anwendungshinweisen oder technischen Angaben kann zu Sach- und / oder Personenschäden führen.
- Für Folgen durch Eingriffe in das Produkt oder Fehlgebrauch durch den Betreiber übernimmt der Hersteller keine Haftung und keine Gewährleistung.
- Montage, elektrischer Anschluss, Inbetriebnahme, Bedienung und Wartung des Produktes darf nur ausgebildetes, vom Anlagenbetreiber autorisiertes Fachpersonal durchführen.
- Geräte und Kabel wirksam vor Beschädigung schützen.
- ▶ Beschädigte Geräte austauschen, da anderenfalls die technischen Daten und die Sicherheit beeinträchtigt werden.
• Mitgeltende Dokumente beachten.
3 Bestimmungsgemäße Verwendung
Das Gerät dient zum galvanisch getrennten Schalten von Signalen oder Strömen. Die Ansteuerung erfolgt über die 24 V Digitaleingänge (IEC 61131 Type 3). Das Gerät hat 2 Ausgänge als Schließer (Opto-Halbleiterrelais). An der Ausgangsseite muss eine separate Spannungsversorgung vorgesehen werden. Es können Gleich- und Wechselspannungen geschaltet werden.
Das Gerät ist für nasse Umgebung geeignet. Hinweise in den Kapiteln „Montage“ und „Elektrischer Anschluss“ beachten.
Das Gerät ist für den schaltschranklosen Einsatz in der Lebensmittelindustrie konzipiert.
▶ Das Gerät nur innerhalb der Grenzen der technischen Daten einsetzen (→ Technische Daten auf www.ifm.com).

Das Gerät ist nur für die Nutzung im Innenbereich bestimmt.
▶ Einsatzbedingungen beachten (→ Technische Daten auf www.ifm.com).
3.1 Applikationsbeispiel

Abb. 1: Signalgeber ① mit eigener Stromversorgung
1: Steuerungstechnik
2: Y-Kabel
3: Netzteil zur Versorgung der Ausgänge (SELV/PELV)
4: Last

Abb. 2: Signalgeber ① ohne eigene Stromversorgung
1: Sensor
3: Y-Verteiler
5: Netzteil zur Versorgung der Ausgänge (SELV/PELV)
2: Netzteil für Betriebsspannung (SELV/PELV)
4: Y-Kabel
6: Last
4 Montage
ACHTUNG
Höhere Schlagbeanspruchung > IK06
▷ Beschädigung möglich
▷ Schutzart und bei nasser Umgebung elektrische Sicherheit möglicherweise beeinträchtigt
▶ Der Systemersteller muss abhängig von den Anforderungen seiner Applikation das Gerät gegebenenfalls durch externe Maßnahmen schützen.
▶ Beschädigte Geräte austauschen, da anderenfalls die technischen Daten und die Sicherheit beeinträchtigt werden.
Die IP-Schutzart des Gesamtsystems hängt ab von den Schutzarten der einzelnen Geräte, der genutzten Verbindungselemente und der zugehörigen Verschlusskappen.
ACHTUNG
Keine Schutzart / kein Schutz der Kontakte ohne montierte Stecker / Verschlusskappen.
▷ Unzulässige Verschmutzung / Feuchte möglich.
▷ Trennung der Stromkreise / Sicherheit möglicherweise beeinträchtigt.
▷ Vor der Montage / bei Gerätetausch Verschmutzungsgrad 2 einhalten.
▶ Trennung / Sicherheit gewährleistet.
▶ M12-Steckverbindungen des Geräts anschließen (→ Elektrischer Anschluss).
▶ Gerät so montieren, dass M12-Anschlussteile und Gerät vor mechanischen Belastungen wie Schock und Vibration geschützt sind.
▶ Wenn nötig, Gerät mit Kabelbindern befestigen.
5 Elektrischer Anschluss

Das Gerät darf nur von einer Elektrofachkraft installiert werden.
▶ Nationale und internationale Vorschriften zur Errichtung elektrotechnischer Anlagen befolgen.

VORSICHT
Einsatz in nasser Umgebung
▷ Elektrischer Schlag möglich.
▶ Spannungs-Derating erforderlich ( → Technische Daten).
Die Stromkreise der Eingangs- und Ausgangsseite sind untereinander und zu berührbaren Oberflächen des Geräts isoliert mit Basisisolierung nach IEC 61010-1 (Sekundärstromkreis mit max. 32 V DC, abgeleitet von Netzstromkreis bis 300 V der Überspannungskategorie II).
Die externe Verdrahtung muss die jeweils erforderliche Trennung zu anderen Stromkreisen sicherstellen.
5.1 Eingangsseite
Betriebsspannung (SELV/PELV)

VORSICHT
Eingangsstrom der Betriebsspannung ist nicht begrenzt.
▷ Kein Brandschutz.
▶ Stromkreis absichern.
▶ Sensorversorgung über dieselbe Sicherung absichern.
| Potenzial | M12 Stecker 1 | Sicherung |
| L+ / Versorgungsspannung | Pin 1 | ≤ 2 A |
Erforderliche Auslösecharakteristik der Sicherung:
T _ fuse ≤ 1 2 0 s bei max. 6, 2 5 A (Brandschutz)
5.2 Ausgangsseite
Versorgungsspannung am Ausgang: gemäß Angaben in den technischen Daten (SELV/PELV)

VORSICHT
Halbleiterschalter sind empfindlich gegen Überspannung
▷ Defekt durch Überspannung möglich
▶ Halbleiterschalter extern vor Überspannung schützen (→ technische Daten)
▶ Induktive Lasten extern entstören (Freilaufdiode)

VORSICHT
Ausgangsstrom ist nicht begrenzt.
▷ Kein Brandschutz.
▷ Defekt durch Überlast / Kurzschluss möglich.
▶ Ausgangsstrom begrenzen.
▶ Stromkreis absichern.
| Potenzial | M12 Buchse 2 | Sicherung |
| OUT1 | Pin 2 | ≤ 1,25 A F |
| OUT2 | Pin 4 | ≤ 1,25 A F |
| L1/L+ (alternativ zur Einzelabsicherung der Ausgänge) | Pin 1 | ≤ 1,25 A F(Summenstrom bei gemeinsamer Absicherung: 1 A) |
Kapazitive Lasten sind nicht zulässig (Opto-Halbleiterrelais).
Max. Schaltfrequenz der Ausgänge: 1 Hz
5.3 Gerät anschließen
▶ Anlage spannungsfrei schalten.
▶ Gerät folgendermaßen anschließen:

Abb. 3: Elektrischer Anschluss
1: 4-poliger M12 Stecker
(Eingangsseite)
• Pin 1: L+ (Betriebsspannung)
• Pin 2: IN1 (Digitaleingang 1)
• Pin 3: L- (Betriebsspannung)
• Pin 4: IN2 (Digitaleingang 2)
2: 5-polige M12 Buchse
(Ausgangsseite)
- Pin 1: L1 / L+ (Versorgungsspannung Ausgang, AC/DC)
- Pin 2: OUT1
- Pin 3: nicht belegt
- Pin 4: OUT2
- Pin 5: nicht belegt

Abb. 4: Beschaltung
1: Potentialtrennung → siehe Elektrischer Anschluss (→ 8)
Andere Geräte immer über dafür vorgesehene Anschlussleitungen verbinden.
Informationen zu passenden Y-Kabeln, Y-Verteilern und weiterem Zubehör unter www.ifm.com.
5.3.1 Steckverbinder montieren
Die Gewindeanschlüsse im Gerät entsprechen dem M12-Standard. Für die Einhaltung der spezifizierten Schutzart dürfen nur Kabel verwendet werden, die diesem Standard entsprechen. Bei selbst konfektionierten Kabeln ist der Systemersteller für die Schutzart verantwortlich.
▶ Steckverbindungen mit vergoldeten Kontakten verwenden.
▶ Steckverbindungen bei der Montage senkrecht aufsetzen, damit die Überwurfmutter nicht das Gewinde beschädigt.
▶ Kodierung der Steckverbindungen bei der Montage beachten.
Wenn Stecker im Gerät:
▶ Kabelbuchsen nach den Drehmoment-Angaben des Kabelherstellers verschrauben. Maximal zulässiges Drehmoment: 1,8 Nm
Wenn Buchsen im Gerät:
▶ Kabelstecker mit 1,3 ± 0,1 Nm verschrauben.
▶ Alle abgehenden Kabel nach maximal 200 mm mit einer geeigneten Zugentlastung versehen. Minimalen Biegeradius der Kabel beachten (→ Angaben der Kabelhersteller).
Maximale Kabellänge: auf jeder Seite 30 m
5.3.2 Steckverbinder mit Rüttelsicherung demontieren
▶ Steckverbinder gegen das Gerät drücken und gleichzeitig die Überwurfmutter lösen.
6 Betrieb
Nach dem Einschalten ist das Gerät betriebsbereit. Es schaltet die Ausgänge gemäß den anliegenden Eingangssignalen.
7 Fehlerbehebung
| Fehler | Ursache | Fehlerbehebung |
| Ausgang schaltet nicht | Versorgungsspannung an Eingangsseite zu gering | korrekte Versorgungsspannung an Ein-gangsseite anlegen |
| kein Eingangssignal | Eingangssignal anlegen |
8 Wartung, Instandsetzung und Entsorgung
Das Gerät ist wartungsfrei.
▶ Reinigung unter Berücksichtigung der technischen Daten (Schutzart) und der verwendeten Anschlusstechnik durchführen.
▶ Reinigungsmittel sind durch den Systemersteller/Betreiber auf ihre Eignung für die Gerätewerkstoffe (→ techn. Daten) und die verwendete Anschlusstechnik zu prüfen.
▶ Die Reinigungsmittel dürfen die Gerätewerkstoffe nicht beschädigen.
▶ Eine Instandsetzung des Geräts ist nicht möglich.
▶ Gerät nach Gebrauch umweltgerecht gemäß den gültigen nationalen Bestimmungen entsorgen.