PI2304 - Sensor IFM - Kostenlose Bedienungsanleitung
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BEDIENUNGSANLEITUNG PI2304 IFM
Betriebsanleitung
Elektronischer Drucksensor
PI22xx
PI23xx
Inhaltsverzeichnis
1 Vorbemerkung 4
1.1 Verwendete Symbole 4
1.2 Warnhinweise 4
2 Sicherheitshinweise 5
2.1 Cybersecurity 6
3 Bestimmungsgemäße Verwendung 7
3.1 Einsatzbereich 7
4 Funktion 8
4.1 IO-Link 8
4.2 Nullpunktverhalten bei der Geräteanzeige und den Ausgängen 8
4.3 Betriebsarten.... 9
4.3.1 2-Leiter Betrieb 9
4.3.2 3-Leiter Betrieb 10
4.4 Schaltfunktion (nur im 3-Leiter-Betrieb)....10
4.5 Analogfunktion 10
4.6 Kundenseitige Kalibrierung 11
5 Montage 13
5.1 Anschlussvarianten Clamp-Dichtungen.... 13
5.2 Einsatz im Hygienebereich nach 3A 14
5.3 Einsatz im Hygienebereich nach EHEDG 15
5.4 Funktion Entlüftungsmembrane 15
5.5 Ausrichtung Filterabdeckung.... 15
5.6 Filterabdeckung 16
6 Elektrischer Anschluss 18
7 Bedien- und Anzeigeelemente 19
8 Menü....20
8.1 Menüstruktur: Hauptmenü. 20
8.2 Erläuterung zum Hauptmenü 20
8.3 Menüstruktur: Ebene 2 (Erweiterte Funktionen) 21
8.4 Erläuterung zur Menü-Ebene 2 21
8.5 Menüstruktur: Ebene 3 (Simulation) 22
8.6 Erläuterung zur Menü-Ebene 3 22
9 Parametrierung 24
9.1 Parametriervorgang allgemein 24
9.2 Parametrierung über IO-Link 27
9.3 Anzeige konfigurieren (optional) 27
9.4 Augangssignale festlegen 28
9.4.1 Ausgangsfunktion festlegen 28
9.4.2 Schaltgrenzen festlegen 28
9.4.3 Analogwert für OUT2 skalieren 28
9.5 Benutzereinstellungen (optional) 29
9.5.1 Nullpunkt-Kalibrierung.... 29
9.5.2 Fehlverhalten der Ausgänge festlegen 29
9.5.3 Verzögerungszeit für die Schaltausgänge festlegen 30
9.5.4 Schaltlogik für die Schaltausgänge festlegen 30
9.5.5 Dämpfung für das Schaltsignal festlegen 30
9.5.6 Dämpfung für das Analogsignal festlegen 30
9.5.7 Messwertkurve kalibrieren.... 30
9.6 Service-Funktionen 31
9.6.1 Ablesen der Min-/Maxwerte für den Systemdruck 31
9.6.2 Alle Parameter auf Werkseinstellung zurücksetzen.... 31
9.7 Simulationsfunktion.... 31
9.7.1 Menü-Ebene 3 (Simulation) öffnen 31
9.7.2 Simulationswert festlegen 31
9.7.3 Simulationswert einstellen.... 32
9.7.4 Simulation starten 32
10 Betrieb 33
10.1 Einstellung der Parameter ablesen 33
10.2 Wechsel der Anzeige im Run-Modus 33
10.3 Selbstdiagnose / Fehleranzeigen 33
11 Entsorgung, Instandsetzung und Rücksendung 35
12 Werkseinstellung.... 36
1 Vorbemerkung
Anleitung, technische Daten, Zulassungen und weitere Informationen über den QR-Code auf dem Gerät / auf der Verpackung oder über documentation.ifm.com.
1.1 Verwendete Symbole
√ Voraussetzung
▶ Handlungsanweisung
Reaktion, Ergebnis
[...] Bezeichnung von Tasten, Schaltflächen oder Anzeigen
→ Querverweis

Wichtiger Hinweis
Fehlfunktionen oder Störungen sind bei Nichtbeachtung möglich

Information
Ergänzender Hinweis
1.2 Warnhinweise
Warnhinweise warnen vor möglichen Personen- und Sachschäden. Dadurch wird der sichere Umgang mit dem Produkt ermöglicht. Warnhinweise sind wie folgt abgestuft:

WARNUNG
Warnung vor schweren Personenschäden
▷ Tödliche und schwere Verletzungen sind möglich, wenn der Warnhinweis nicht beachtet wird.

VORSICHT
Warnung vor leichten bis mittelschweren Personenschäden
▷ Leichte bis mittelschwere Verletzungen sind möglich, wenn der Warnhinweis nicht beachtet wird.
ACHTUNG
Warnung vor Sachschäden
▷ Sachschäden sind möglich, wenn der Warnhinweis nicht beachtet wird.
2 Sicherheitshinweise
- Das beschriebene Gerät wird als Teilkomponente in einem System verbaut.
– Die Sicherheit dieses Systems liegt in der Verantwortung des Erstellers.
- Der Systemersteller ist verpflichtet, eine Risikobeurteilung durchzuführen und daraus eine Dokumentation nach den gesetzlichen und normativen Anforderungen für den Betreiber und den Benutzer des Systems zu erstellen und beizulegen. Diese muss alle erforderlichen Informationen und Sicherheitshinweise für den Betreiber, Benutzer und ggf. vom Systemersteller autorisiertes Servicepersonal beinhalten.
- Dieses Dokument vor Inbetriebnahme des Produktes lesen und während der Einsatzdauer aufbewahren.
- Das Produkt muss sich uneingeschränkt für die betreffenden Applikationen und Umgebungsbedingungen eignen.
- Das Produkt nur bestimmungsgemäß verwenden (→ Bestimmungsgemäße Verwendung).
- Das Produkt nur für zulässige Medien einsetzen (→ Technische Daten).
- Die Missachtung von Anwendungshinweisen oder technischen Angaben kann zu Sach- und / oder Personenschäden führen.
- Für Folgen durch Eingriffe in das Produkt oder Fehlgebrauch durch den Betreiber übernimmt der Hersteller keine Haftung und keine Gewährleistung.
- Montage, elektrischer Anschluss, Inbetriebnahme, Bedienung und Wartung des Produktes darf nur ausgebildetes, vom Anlagenbetreiber autorisiertes Fachpersonal durchführen.
- Geräte und Kabel wirksam vor Beschädigung schützen.
• Das Gerät in der Originalverpackung lagern.

VORSICHT
Bei hohen Medientemperaturen können sich Bereiche des Gerätes erwärmen.
▷ Verbrennungsgefahr
▶ Gerät nicht berühren.
▶ Gehäuse gegen den Kontakt mit entzündlichen Stoffen und gegen unbeabsichtigtes Berühren sichern.
ACHTUNG
Anwendungen mit Dampfbeaufschlagung
▷ Gefahr einer mechanischen Beschädigung des Sensors oder des Rohrleitungssystems durch Dampfschläge.
▶ Den Sensor vor übermäßiger Belastung durch Kavitation und Dampfschlägen schützen.
▶ Das Rohrleitungssystem dem Stand der Technik entsprechend auslegen.
▶ Den Sensor nicht im direkten Umfeld von Armaturen, Rohrbögen und dergleichen einbauen, um einer unnötigen Maximierung von Dampfschlägen entgegenzuwirken.
▶ Die Anlage vor Dampfeintritt vorwärmen und Flüssigkeitsreste durch zum Beispiel Ausblasen oder andere geeignete Maßnahmen aus der Rohrleitung entfernen.
▷ Die zulässigen Temperaturen des Sensors dürfen dabei nicht überschritten werden → Datenblatt.
2.1 Cybersecurity
Installation
Das Gerät ist für den Betrieb in einer sicheren Umgebung gemäß IEC 62443-1-1 geeignet.
Das Gerät ist für den Betrieb hinter einer Firewall konzipiert.
▶ Eine Risikobeurteilung der Anlage nach IEC 62443-1-1 durchführen.
▶ Maßnahmen zur Sicherstellung der physikalischen Sicherheit ergreifen.
Betrieb
▶ Die in der Gerätedokumentation beschriebenen Security-Funktionen und die Empfehlungen für deren Anwendung beachten.
Wartung
▶ Systemkonfiguration und Systemdaten gemäß den Change-Management-Prozessen des Unternehmens sichern.
Außerbetriebnahme
▶ Darauf achten, dass keine schützenswerten Informationen in unberechtigte Hände gelangen können.
▶ Vor der Außerbetriebnahme des Geräts die Systemeinstellungen immer auf die Werkseinstellungen zurücksetzen.
3 Bestimmungsgemäße Verwendung
Das Gerät misst und überwacht den Systemdruck von Maschinen und Anlagen.
3.1 Einsatzbereich
Druckart: Relativdruck
Angaben zu Druckfestigkeit und Berstdruck → Datenblatt
Statische und dynamische Überdrücke, die die angegebenen Druckfestigkeit überschreiten, sind durch geeignete Maßnahmen zu unterbinden. Der angegebene Berstdruck darf nicht überschritten werden. Schon bei kurzzeitiger Überschreitung des Berstdrucks kann das Gerät zerstört werden. ACHTUNG: Verletzungsgefahr!
Nicht einsetzbar in Anlagen, welche die Kriterien erfüllen müssen für Punkt D10.2/63-03 der 3A-Norm 63-03.
Das Gerät ist vakuumfest. Die Angaben im Datenblatt beachten!
4 Funktion
- Das Gerät zeigt den aktuellen Systemdruck in einem Display an.
- Es erzeugt Ausgangssignale entsprechend der Betriebsart und der Parametrierung.
- Zusätzlich stellt es die Prozessdaten über IO-Link zur Verfügung.
- Das Gerät ist ausgelegt für volle bidirektionale Kommunikation. Dadurch stehen folgende Möglichkeiten zur Verfügung:
– Fernanzeige: Aktuellen Systemdruck auslesen und anzeigen. - Fernparametrierung: Aktuelle Parametereinstellung auslesen und verändern.
– IO-Link-Parametrierung: IO-Link (→ 8)
4.1 IO-Link
IO-Link ist ein Kommunikationssystem für die Anbindung intelligenter Sensoren und Aktoren an Automatisierungssysteme. IO-Link ist in der Norm IEC 61131-9 standardisiert.

Allgemeine Informationen zu IO-Link unter io-link.ifm

Input Output Device Description (IODD) mit allen Parametern, Prozessdaten und detaillierten Beschreibungen zum Gerät unter documentation.ifm.com
IO-Link bietet folgende Vorteile:
• Störfeste Übertragung aller Daten und Prozesswerte
- Parametrierung im laufenden Prozess oder Voreinstellung außerhalb der Applikation
• Parameter zur Identifikation der angeschlossenen Geräte in der Anlage
• Zusätzliche Parameter und Diagnosefunktionen
- Automatische Sicherung und Wiederherstellung von Parametersätzen bei Geräteaustausch (Data storage)
- Protokollierung der Parametersätze, Prozesswerte und Ereignisse
- Gerätebeschreibungsdatei (IODD – Input Output Device Description) für einfache Projektierung
• Standardisierter elektrischer Anschluss
- Fernwartung
4.2 Nullpunktverhalten bei der Geräteanzeige und den Ausgängen

Aufgrund von zulässigen Gerätetoleranzen und Temperaturänderungen, kann der Sensor im drucklosen Zustand der Anlage eine Abweichung vom Nullpunkt abbilden. Um diesem entgegen zu wirken, ist das Gerät mit Funktionen ausgerüstet, die das Messsignal stabiler auf dem Prozesswert 0 halten.
Nullpunktverhalten Geräteanzeige und Schaltausgang:

Abb. 1: Geräteanzeige und Schaltausgang
1: Prozesswert
2: Ausgangssignal Sensor mit Hysterese (grün)
3: Ideales Messsignal (rot)
4: Anlagendruck
5: Nullpunktstabilisierung → Datenblatt
Der erste Prozesswert, der am Gerätedisplay angezeigt wird und über den Schaltausgang ausgewertet werden kann, ist durch die Nullpunktstabilisierung festgelegt.
Innerhalb der Nullpunktstabilisierung kann der Schaltausgang nicht parametriert werden.

Die Nullpunktstabilisierung ist in % der Spanne angegeben → Datenblatt.
Nullpunktverhalten Analogausgang und IO-Link Kommunikation:

Abb. 2: Analogausgang und IO-Link Kommunikation
1: Prozesswert
2: Ausgangssignal Sensor (grün)
3: Ideales Messsignal (rot)
4: Anlagendruck
5: Nullpunktstabilisierung → Datenblatt
6: 0,5 x Nullpunktstabilisierung → Datenblatt
Der erste Prozesswert, der über den Analogausgang und die IO-Link Kommunikation ausgewertet werden kann, wird durch die halbe Nullpunktstabilisierung (6) angegeben.
Im weiteren Bereich der Nullpunktstabilisierung (5) verläuft das Ausgangssignal des Sensors unter einem größeren Steigungswinkel.

Die Nullpunktstabilisierung ist in % der Spanne angegeben → Datenblatt.
4.3 Betriebsarten
Die Betriebsart wird durch Verdrahtung festgelegt ( → Elektrischer Anschluss) und vom Gerät automatisch erkannt.
4.3.1 2-Leiter Betrieb
| OUT2 (Pin2) | Druckproportionales Analogsignal 4...20 mA oder 20....4 mA. |
4.3.2 3-Leiter Betrieb
| OUT1 (Pin 4) | 2 Möglichkeiten (automatische Umstellung)Schaltsignal für Druck-Grenzwert Kommunikation per IO-Link |
| OUT2 (Pin 2) | 3 Möglichkeiten (manuelle Umstellung im Menü)Schaltsignal für Druck-Grenzwert Druckproportionales Analogsignal 4...20 mADruckproportionales Analogsignal 20...4 mA |
4.4 Schaltfunktion (nur im 3-Leiter-Betrieb)
OUTx ändert seinen Schaltzustand bei Über- oder Unterschreiten der eingestellten Schaltgrenzen (SPx, rPx). Dabei sind folgende Schaltfunktionen wählbar:
- Hysteresefunktion / Schließer: [OUx] = [Hno] (→ Abbildung Hysteresefunktion).
- Hysteresefunktion / Öffner: [OUx] = [Hnc] (→ Abbildung Hysteresefunktion).
Zuerst wird der Schaltpunkt (SPx) festgelegt, dann im gewünschten Abstand der Rückschaltpunkt (rPx).
- Fensterfunktion / Schließer: [OUx] = [Fno] (→ Abbildung Fensterfunktion).
- Fensterfunktion / Öffner: [OUx] = [Fnc] (→ Abbildung Fensterfunktion)
- Die Breite des Fensters ist einstellbar durch den Abstand von SPx zu rPx. SPx = oberer Wert, rPx = unterer Wert.

Abb. 3: Hysteresefunktion

Abb. 4: Fensterfunktion
| P = | Systemdruck |
| HY = | Hysterese |
| FE = | Fenster |
4.5 Analogfunktion
Der Analogausgang ist parametrierbar.
- [OU2] legt fest, ob der eingestellte Messbereich abgebildet wird auf 4...20 mA ([OU2] = [I]) oder 20...4 mA ([OU2] = [InEG]).
Die Skalierung kann durch Teachvorgang eingestellt werden oder durch Eingabe eines Werts für die Parameter ASP und AEP.
- Teachen des Analogstartpunkts [tASP] oder Einstellen des Parameters [ASP] legt fest, bei welchem Messwert das Ausgangssignal 4 mA beträgt (20 mA bei [InEG]).
- Teachen des Analogendpunkts [tAEP] oder Einstellen des Parameters [AEP] legt fest, bei welchem Messwert das Ausgangssignal 20 mA beträgt (4 mA bei [InEG]).
Mindestabstand zwischen [ASP] und [AEP] = 25 % des Messbereichsendwerts (Turn-Down 1:4); für PI2x09: 25 % der Messspanne.


| P: | Systemdruck |
| MAW: | Messbereichs-Anfangswert |
| MEW: | Messbereichsendwert |
| 1: | [OU2] = [I] |
| 2: | [OU2] = [InEG] |
Im eingestellten Messbereich liegt das Ausgangssignal zwischen 4 und 20 mA ([OU2] = [I]) oder zwischen 20 und 4 mA ([OU2] = [InEG]).
Weiter wird signalisiert:
• Systemdruck oberhalb des Messbereich:
- Ausgangssignal > 20 mA bei [OU2] = [I].
– Ausgangssignal 4 bis 3,8 mA bei [OU2] = [InEG].
• Systemdruck unterhalb des Messbereichs:
- Ausgangssignal 4 bis 3,8 mA bei [OU2] = [I].
- Ausgangssignal > 20 mA bei [OU2] = [InEG].
4.6 Kundenseitige Kalibrierung
Die kundenseitige Kalibrierung verändert die Messwertkurve gegenüber den realen Messwerten Messwertkurve kalibrieren ( → ☐ 30).
- Es können zwei Kalibrationspunkte angelegt werden (CP1, CP2). Die beiden Punkte sind voneinander unabhängig.
- Die beiden Kalibrationspunkte müssen sich innerhalb des skalierten Messbereichs befinden. Analogfunktion (→ 10)
- Die Nullpunkt-Kalibrierung [COF] beeinflusst die Kalibration der Messwertkurve. Empfehlung: [COF] auf 0 setzen, dann Messwertkurve kalibrieren Nullpunkt-Kalibrierung (→ ☐ 29).
Nach einer Änderung kann die Kalibrierung auf Werkseinstellung zurückgesetzt werden: [res]

P: gemessener Druck
P': modifizierter Messwert
CP1: Kalibrierpunkt 1
CP1': modifizierter Messwert für CP1
CP2: Kalibrierpunkt 2
1: Messwertkurve bei Werkseinstellung
2: Messwertkurve nach Kalibrierung


P: gemessener Druck
P': modifizierter Messwert
CP1: Kalibrierpunkt 1
CP2: Kalibrierpunkt 2
CP2': modifizierter Messwert für CP2
1: Messwertkurve bei Werkseinstellung
2: Messwertkurve nach Kalibrierung
P: gemessener Druck
P': modifizierter Messwert
CP1: Kalibrierpunkt 1
CP1': modifizierter Messwert für CP1
CP2: Kalibrierpunkt 2
CP2': modifizierter Messwert für CP2
1: Messwertkurve bei Werkseinstellung
2: Messwertkurve nach Kalibrierung
5 Montage

VORSICHT
Bei Medientemperaturen über 50 °C (122 °F) können sich einige Bereiche des Gehäuses auf über 65 °C (149 °F) erwärmen.
▷ Verbrennungsgefahr.
▶ Gehäuse gegen den Kontakt mit entzündlichen Stoffen und gegen unbeabsichtigtes Berühren sichern.

VORSICHT
▷ Vor Ein- und Ausbau des Geräts
▶ Sicherstellen, dass die Anlage druckfrei ist und sich kein Medium in der Rohrleitung oder dem Behälter befindet. Zudem immer die möglichen Gefahren beachten, die von extremen Anlagen- und Medientemperaturen ausgehen können.

VORSICHT
▷ Vor Ein- und Ausbau des Geräts
▶ Gerät und Prozessadapter vor der Wartung abkühlen lassen.

Verfügbares Zubehör: www.ifm.com.

Bei der Verwendung von Wassersackrohren
▶ Diese vor Inbetriebnahme mit Flüssigkeit füllen.
5.1 Anschlussvarianten Clamp-Dichtungen

Die Clamp-Adaption muss für den Systemdruck ausgelegt sein.
▶ Stutzen mit geeigneter Systemdichtung, Klammer und Verschlussschraube verwenden.
▶ Für den Einbau unter EHEDG-Bedingungen: → EHEDG-Positionspapier

Das Anzugsdrehmoment der Clamp-Adaption ist abhängig von der Dichtungsvariante und der Shore-Härte der verwendeten Dichtung.
▶ Anzugsdrehmoment für die Clamp-Adaption: → Hersteller-Spezifikation

| Clampanschluss auf Rohrleitung nach DIN 11866 | PI22xxWirkdurchmesser:Dw = 34 mm | PI23xxWirkdurchmesser:Dw = 47,5 mm |
| Reihe A - metrisch | Nennweite DN 40Di = 38 mm | Nennweite DN 50Di = 50 mm |
| Reihe B - ISO | NennweitedN / OD 42,4Di = 38,4 mm | -------- |
| Reihe C - ASME | NennweitedN / OD 1 1⁄2“Di = 34,8 mm | NennweitedN / OD 2“Di = 47,5 mm |
Rohrinnendurchmesser Di (d2) > Durchmesser Wirkfläche Druckmittlermembrane Dw (d1)
5.2 Einsatz im Hygienebereich nach 3A

Für Geräte mit 3A-Zulassung gilt:
▶ Für den Prozessanschluss nur Adapter mit 3A-Zulassung verwenden.
▶ Das Gerät darf nicht im unteren Bereich der Rohrleitung oder des Behälters (Positionen 4 und 5) eingebaut werden, damit das Medium aus dem Bereich des Messelements abfließen kann.
5.3 Einsatz im Hygienebereich nach EHEDG

Das Gerät ist bei entsprechender Installation für CIP (cleaning in process) geeignet.
▶ Einsatzgrenzen (Temperatur- und Werkstoffbeständigkeit) laut Datenblatt beachten.
▶ Auf EHEDG-konforme Einbindung des Gerätes in die Anlage achten.
▶ Selbstentleerende Installation anwenden.
▶ Nur EHEDG zugelassene Prozessadapter mit erforderlichen speziellen Dichtungen gemäß EHEDG Positionspapier verwenden.

Die Dichtung der Systemschnittstelle darf die Wirkfläche der Keramikzelle nicht berühren, bzw. auf diese einwirken.
▶ Bei Tankeinbauten muss der Einbau frontbündig sein, bzw. muss die Reinigung durch direktes Einstrahlen gesichert sein. Toträume müssen erfasst werden.

▶ Zur Totraumvermeidung Abmessungen einhalten: L < D
5.4 Funktion Entlüftungsmembrane
▶ Die Entlüftungsmembrane sichert die Relativdruckmessung ab, da barometrische und temperaturbedingte Druckänderungen in der Messzelle zur Umgebung ausgeglichen werden.
▷ Die Entlüftungsmembrane wird durch eine verschraubte Filterabdeckung mit umlaufenden Bohrungen vor Beschädigungen geschützt.

Für eine einwandfreie Funktion der Entlüftungsmembrane beachten:
▶ Verschmutzungen und Reinigungsmittel unmittelbar mit reichlich kalkarmem Schwallwasser abspülen.

Ist der Sensor prozessbedingt in einer Abkühlphase:
▶ Die Entlüftungsmembrane nicht mit Flüssigkeit beaufschlagen um einen Unterdruck im Messsystem (mit einem dann geringfügig verfälschten Messwert) und eine Zusatzbelastung der Entlüftungsmembrane zu vermeiden.
5.5 Ausrichtung Filterabdeckung
Bei senkrechter Einbaulage des Sensors entweicht das Kondensat schwerkraftbedingt durch die Öffnungen der Schutzkappe.
Bei waagerechtem Einbau des Sensors und einem nach oben oder unten ausgerichtetem Display, ist das Entweichen des Kondensats über die Filterabdeckung vermindert, da sich diese am obersten oder untersten Punkt befindet ( → Abbildung Filterabdeckung).

Abb. 5: Filterabdeckung
▶ Ideale Ausrichtung (1):
Die Filterabdeckung befindet sich in waagerechter Position.
▷ Die Entlüftungsmembrane (2) in der Filterabdeckung steht senkrecht.
▶ Maximale Neigung der Filterabdeckung: 30° (3)
5.6 Filterabdeckung
Filterabdeckung ersetzen:
| (1) Wechsel der Filterabdeckung incl. Entlüftungsmembrane (E30142). |
| (2) Wechsel der Filterabdeckung gegen eine geschlossene Variante (E30148)* |
Bei Verwendung der geschlossenen Filterabdeckung ist kein Druckausgleich der Messzelle mehr gegeben. Daher Messabweichungen durch:
• Schwankungen des Atmosphärendrucks.
- Schwankungen des Geräteinnendrucks bei Temperaturänderungen ( Δ 10 K ≤ 30 mbar).
Schutz der Filterabdeckung aufwerten:
| (3) Wechsel der Filterabdeckung gegen eine Variante mit Schlauchnippel und Entlüftungsschlauch, der in einem geschützten und trockenem Bereich endet (E30139). |
| (4). Zubehörset (E30467) mit integrierter Ersatzmembrane (GORE), bei hohem Verschmutzungsgrad und / oder hoher Klimabelastung. Funktion: (→ Anleitung E30467) |


▶ Verschmutzung und Feuchtigkeit während des Wechsels vermeiden.
▶ Das Gewinde vorsichtig und rückstandsfrei reinigen.
▶ Die Klebefläche für die Membrane am Sensor nicht beschädigen.
▶ Die Ausrichtung der Filterabdeckung beachten (→ Montageanleitungen E30139 / E30467).
6 Elektrischer Anschluss

Das Gerät darf nur von einer Elektrofachkraft installiert werden.
Nationale und internationale Vorschriften zur Errichtung elektrotechnischer Anlagen befolgen.
Spannungsversorgung nach SELV, PELV.
▶ Anlage spannungsfrei schalten.
▶ Gerät folgendermaßen anschließen:

1: 2-Leiter-Betrieb
2: 3-Leiter-Betrieb
| Pin | Adernfarbe | |
| 1: | BN | braun |
| 2: | WH | weiß |
| 3: | BU | blau |
| 4: | BK | schwarz |
| OUT1:Schaltausgang oder IO-Link | ||
| OUT2: Schaltausgang oder Analogausgang | ||
| Farbkennzeichnung nach DIN EN 60947-5-2 | ||
Beispielschaltungen:




1: 2 x p-schaltend
2: 2 x n-schaltend
3: 1 x p-schaltend / 1 x analog
4: 1 x n-schaltend / 1 x analog
7 Bedien- und Anzeigeelemente

| 1 bis 8: Indikator-LEDs | |
| LED 1 – 5 | Systemdruck in der angegebenen Maßeinheit. |
| LED 6 | Systemdruck in % der eingestellten Skalierung des Analogausgangs (Bereich ASP bis AEP), wenn [OU2] als Analogausgang konfiguriert ist. Systemdruck in % des Messbereichsendwerts, wenn [OU2] als Schaltausgang konfiguriert ist. |
| LED 7 | Schaltzustand OUT2 (leuchtet, wenn Ausgang 2 durchgeschaltet ist). |
| LED 8 | LED 8 = Schaltzustand OUT1 (leuchtet, wenn Ausgang 1 durchgeschaltet ist). |
| 9: Alphanumerische Anzeige, vierstellig. | |
| Anzeige des aktuellen Systemdrucks. Anzeige der Parameter und Parameterwerte. | |
| 10 Taste Set | |
| Einstellen der Parameterwerte (kontinuierlich durch Dauerdruck; schrittweise durch Einzeldruck). | |
| 11: Taste Mode/Enter | |
| Anwahl der Parameter und Bestätigen der Parameterwerte. | |
8 Menü
8.1 Menüstruktur: Hauptmenü

1: Übergang zu Menü-Ebene 2 (Erweiterte Funktionen).

Grau unterlegte Menüpunkte sind im 2-Leiter-Betrieb nicht aktiv.
8.2 Erläuterung zum Hauptmenü
| SP1/rP1* | Oberer / unterer Grenzwert für Systemdruck, bei dem OUT1 schaltet. |
| OU1* | Ausgangsfunktion für OUT1:Schaltsignal für die Druckgrenzwerte: Hysteresefunktion [H ..] oder Fensterfunktion [F ..], jeweils Schließer [. no] oder Öffner [. nc]. |
| OU2 | Ausgangsfunktion für OUT2:Schaltsignal für die Druckgrenzwerte: Hysteresefunktion [H ..] oder Fensterfunktion [F ..], jeweils Schließer [. no] oder Öffner [. nc]; (nur im 3-Leiter-Betrieb verfügbar). Analogsignal für den aktuellen Systemdruck: 4...20 mA [I], 20...4 mA [InEG]. |
| tCOF | Nullpunkt-Kalibrierung teaches. |
| tASP | Analogstartpunkt für Systemdruck teaches: Messwert festlegen, bei dem 4 mA ausgegeben werden (20 mA bei [OU2] = [InEG]). |
| tAEP | Analogendpunkt für Systemdruck teaches: Messwert festlegen, bei dem 20 mA ausgegeben werden (4 mA bei [OU2] = [InEG]). |
| SP2/rP2* | Oberer / unterer Grenzwert für Systemdruck, bei dem OUT2 schaltet. |
| EF | Erweiterte Funktionen / Öffnen der Menü-Ebene 2. |
* Menüpunkte im 2-Leiter-Betrieb nicht aktiv
8.3 Menüstruktur: Ebene 2 (Erweiterte Funktionen)

1: Übergang zum Hauptmenü; 2: Übergang zu Menü-Ebene 3 (Simulation).
i
Grau unterlegte Menüpunkte sind im 2-Leiter-Betrieb nicht aktiv.
8.4 Erläuterung zur Menü-Ebene 2
| Uni | Standard-Maßeinheit für Systemdruck. |
| SELd | Anzeigemodus:Druck in der Einheit, die in [Uni] eingestellt ist. Druck in % der eingestellten Skalierung des Analogausgangs. |
| ASP | Analogstartpunkt für Systemdruck: Messwert, bei dem 4 mA ausgegeben werden (20 mA bei [OU2] = [InEG]). |
| AEP | Analogendpunkt für Systemdruck: Messwert, bei dem 20 mA ausgegeben werden (4 mA bei [OU2] = [InEG]). |
| HI | Maximalwertspeicher für Systemdruck. |
| LO | Minimalwertspeicher für Systemdruck. |
| COF | Nullpunkt-Kalibrierung. |
| dS1* | Einschaltverzögerung für OUT1. |
| dr1* | Ausschaltverzögerung für OUT1. |
| dS2* | Einschaltverzögerung für OUT2; nur aktiv, wenn [OU2] = [Hnc], [Hno], [Fnc] oder [Fno]. |
| dr2* | Ausschaltverzögerung für OUT2; nur aktiv, wenn [OU2] = [Hnc], [Hno], [Fnc] oder [Fno]. |
| FOU1* | Verhalten von Ausgang 1 im Falle eines internen Fehlers. |
| FOU2 | Verhalten von Ausgang 2 im Falle eines internen Fehlers. |
| P-n* | Schaltlogik für die Ausgänge: pnp oder npn. |
| dAP | Dämpfung für Schaltausgänge und Anzeige. |
| dAA | Dämpfung für den Analogausgang (OUT2); wirkt auch auf den IO-Link-Prozesswert. |
| diS | Aktualisierungsrate und Orientierung der Anzeige. |
| CAL | Kalibrierfunktion (Einstellen der Messwertkurve). |
| CP1 | Kalibrierpunkt 1. |
| CP2 | Kalibrierpunkt 2. |
| SIM | Übergang zu Menü-Ebene 3 (Simulation). |
| rES | Werkseinstellung wieder herstellen. |
* Menüpunkte im 2-Leiter-Betrieb nicht aktiv
8.5 Menüstruktur: Ebene 3 (Simulation)
Bei Einstellung SEL = OU:

Bei Einstellung SEL = Proc:

2: Übergang zu Menüebene 2 (Erweiterte Funktionen).

Grau unterlegte Menüpunkte sind im 2-Leiter-Betrieb nicht aktiv.
8.6 Erläuterung zur Menü-Ebene 3
| Bei Einstellung SEL = OU | |
| SEL | Zustand, der simuliert werden soll:Ausgangsfunktionen [OU]. |
| S. OU1* | Simulationswerte für OUT1; nur aktiv im 3-Leiter-Betrieb und wenn [SEL] = [OU]. Ausgang inaktiv [OPEN] oder Ausgang aktiv [CLOS]. |
| S. OU2 | Simulationswerte für OUT2; nur aktiv, wenn [SEL] = [OU]. Im 3-Leiter-Betrieb und wenn OUT2 als Schaltausgang konfiguriert ist: Ausgang inaktiv [OPEN] oder aktiv [CLOS]. Wenn OUT2 als Analogausgang eingestellt ist: Analogsignal zwischen 3,6 und 21,1 mA. |
| S. TIM | Zeitdauer für den Simulationsvorgang in Minuten. |
| S. ON | Starten des Simulationsvorgangs. Während des Simulationsvorgangs zeigt das Display [SIM] und die aktuelle Betriebsanzeige im Wechsel. Bei Abbruch des Simulationsvorgangs (kurz [Mode/Enter] oder [Set] drücken) wird 2 s lang [S. OFF] angezeigt, danach wird [SEL] wieder aktiv. |
* Menüpunkte im 2-Leiter-Betrieb nicht aktiv
| Bei Einstellung SEL = Proc | |
| SEL | Zustand, der simuliert werden soll:• Prozesswert [Proc]. |
| S. Pr | Simulation eines Prozesswerts; nur aktiv, wenn [SEL] = [Proc].• Beliebiger Wert zwischen Messbereichs-Anfangswert und Messbereichsendwert. |
| S. TIM | Zeitdauer für den Simulationsvorgang in Minuten. |
| S. ON | Starten des Simulationsvorgangs. Während des Simulationsvorgangs zeigt das Display [SIM] und die aktuelle Betriebsanzeige im Wechsel. Bei Abbruch des Simulationsvorgangs (kurz [Mode/Enter] oder [Set] drücken) wird 2 s lang [S. OFF] angezeigt, danach wird [SEL] wieder aktiv. |
9 Parametrierung

In Abhängigkeit von der Parametereinstellung können sich die im Menü verfügbaren Parameter ändern.
Die Parametrierung kann über die IO-Link Schnittstelle oder über die Bedienelemente am Gerät vorgenommen werden.
Parameter können vor Einbau und Inbetriebnahme des Geräts oder während des laufenden Betriebs eingestellt werden.

Ändern Sie Parameter während des Betriebs, wird die Funktionsweise der Anlage beeinflusst.
▶ Sicherstellen, dass es nicht zu Fehlfunktionen in der Anlage kommt.
Während des Parametriervorgangs bleibt das Gerät im Arbeitsbetrieb. Es führt seine Überwachungsfunktionen mit dem bestehenden Parameter weiter aus, bis die Parametrierung abgeschlossen ist.

Änderungen der Parameter COF, CP1 und CP2 werden sofort wirksam.
9.1 Parametriervorgang allgemein

VORSICHT
Bei hoher Medien- oder Umgebungstemperatur können sich einige Bereiche des Gehäuses stark erwärmen.
▷ Verbrennungsgefahr
▶ Gerät nicht mit der Hand berühren.
▶ Gegebenenfalls stumpfen Hilfsgegenstand für Einstellungen am Gerät benutzen.
▶ Jede Parametereinstellung benötigt 3 Schritte.
1: Parameter wählen

▶ [Mode/Enter] drücken, bis der gewünschte Parameter angezeigt wird.
Ist das Hauptmenü mit einem Zugangscode gesichert, erscheint zunächst [Cod0] blinkend im Display.
▶ [Set] drücken und gedrückt halten, bis die gültige Code-Nr. erscheint.
▶ Kurz [Mode/Enter] drücken.
Auslieferung durch ifm electronic: Ohne Zugangsbeschränkung.
2: Parameterwert einstellen

▶ [Set] drücken und gedrückt halten.
▷ Aktueller Einstellwert des Parameters wird 5 s lang blinkend angezeigt.
▷ Nach 5 s: Einstellwert wird verändert: Schrittweise durch Einzeldruck oder fortlaufend durch Dauerdruck.
▷ Die Zahlenwerte werden fortlaufend erhöht.
Soll der Wert verringert werden:
▶ Anzeige bis zum maximalen Einstellwert laufen lassen.
▷ Danach beginnt der Durchlauf wieder beim minimalen Einstellwert.
3: Parameterwert bestätigen

▶ Kurz [Mode/Enter] drücken
▷ Der Parameter wird wieder angezeigt. Der neue Einstellwert ist gespeichert.
Weitere Parameter einstellen
▶ Wieder mit Schritt 1 beginnen
Parametrierung beenden
▶ [Mode/Enter] so oft drücken, bis der aktuelle Messwert angezeigt wird oder 15 s warten.
▷ Das Gerät geht in den Arbeitsbetrieb zurück.
Im 2-Leiter-Betrieb sind diejenigen Menüpunkte nicht aktiv, die sich auf Schaltfunktionen beziehen (→ Menüstruktur); zudem sind bei einigen Menüpunkten diejenigen Parameterwerte nicht wählbar, die sich auf Schaltfunktionen beziehen.
Wird [SLoc] angezeigt bei dem Versuch, einen Parameterwert zu ändern, ist der Sensor per Software verriegelt. Diese Verriegelung kann nur mit einer Parametriersoftware aufgehoben werden.
Wechsel von Menü-Ebene 1 zu Menü-Ebene 2

▶ [Mode/Enter] drücken, bis [EF] angezeigt wird.

▶ Kurz [Set] drücken
▷ Der erste Parameter des Untermenüs wird angezeigt (hier: [Uni]).
Ist Menü-Ebene 2 mit einem Zugangscode gesichert, erscheint zunächst „Cod1“ blinkend im Display.
▶ [Set] drücken und gedrückt halten, bis die gültige Code-Nr. erscheint.
▶ Kurz [Mode/Enter] drücken.
Auslieferung durch ifm electronic: Ohne Zugangsbeschränkung.
Verriegeln
Das Gerät lässt sich elektronisch verriegeln, so dass unbeabsichtigte Fehleingaben verhindert werden.

▶ Sicherstellen, dass das Gerät im normalen Arbeitsbetrieb ist.
▶ [Mode/Enter] + [Set] 10 s lang drücken.
▷ [Loc] wird angezeigt.
Während des Betriebs: [Loc] wird kurzzeitig angezeigt, wenn versucht wird, Parameterwerte zu ändern.
Entriegeln

▶ [Mode/Enter] + [Set] 10 s lang drücken.
▷ [uLoc] wird angezeigt.
Timeout
Wird während der Einstellung eines Parameters 15 s lang keine Taste gedrückt, geht das Gerät mit unverändertem Wert in den Arbeitsbetrieb zurück.
9.2 Parametrierung über IO-Link
Das Gerät kann zum Beispiel auf folgende Weise über die IO-Link Schnittstelle parametriert werden:
- Parametrierung über eine geeignete Parametriersoftware, z. B. ifm moneo|configure
• Parametrierung über eine SPS - Parametrierung über eine IIoT-Applikation
Voraussetzungen für die Parametrierung über die IO-Link Schnittstelle:
√ Die Input Output Device Description (IODD) für das Gerät bei Parametrierung über eine Parametriersoftware, siehe documentation.ifm.com
√ Die IO-Link Schnittstellenbeschreibung (PDF) für das Gerät bei Parametrierung über eine SPS oder IIoT-Applikation, siehe documentation.ifm.com
√ Ein IO-Link Master
▶ Den IO-Link Master mit der Parametriersoftware, der SPS oder der IIoT-Applikation verbinden.
▶ Das Gerät mit einem geeigneten freien Port des IO-Link Masters verbinden.
▶ Den Port des IO-Link Masters auf die Betriebsart IO-Link einstellen.
▷ Das Gerät wechselt in den IO-Link Modus.
▶ Parametereinstellungen in der Software ändern.
▶ Parametereinstellungen zum Gerät schreiben.

Hilfen zur Systemeinbindung und zur Parametrierung via IO-Link:
→ Handbuch der Parametriersoftware (z. B. moneo)
→ Erläuterungen und "Startup Packages" unter ifm.com/cnt/io-link-system-integration.
9.3 Anzeige konfigurieren (optional)
| ▶ [Uni] wählen und Maßeinheit festlegen:• [bAr], [mbAr], [MPA], [kPA].• [psi]• [InHO] (nur PI2xx6, PI2xx7, PI2xx9).• [mWS] (nur PI2xx6, PI2xx7, PI2xx9) | [Uni] |
| ► ▶ [SELd] wählen und Art der Anzeige festlegen:• [P]: Systemdruck in der Einheit, die in Uni eingestellt ist.• [P%]: Systemdruck in % der eingestellten Skalierung des Analogausgangs; dabei gilt: 0 % = ASP-Wert / 100 % = AEP-Wert. Ist OU2 als Schaltausgang konfiguriert, sind [ASP] und [AEP] nicht aktiv. In diesem Fall gilt: 0 % = Messbereichsanfang / 100 % = Messbereichsende. Beachten Sie bei [SELd] = [P%]: „0“ bedeutet nicht, dass die Anlage druckfrei ist! | [SELd] |
| ► ▶ [diS] wählen und Aktualisierungsrate und Orientierung der Anzeige festlegen:• [d1]: Messwertaktualisierung alle 50 ms.• [d2]: Messwertaktualisierung alle 200 ms.• [d3]: Messwertaktualisierung alle 600 ms.• [rd1], [rd2], [rd3]: Anzeige wie d1, d2, d3; um 180° gedreht.• [OFF] = Die Messwertanzeige ist im Run-Modus ausgeschaltet. Bei Druck auf eine der Tasten wird 15 s lang der aktuelle Messwert angezeigt. Nochmaliges Drücken auf [Mode/Enter] öffnet den Display-Modus. Die LEDs bleiben auch bei ausgeschalteter Anzeige aktiv. Fehlermeldungen werden auch bei ausgeschaltetem Display angezeigt. | [diS] |
9.4 Augangssignale festlegen
9.4.1 Ausgangsfunktion festlegen
| ▶ [OU1] wählen und Schaltfunktion einstellen:• [Hno] = Hysteresefunktion/Schließer.• [Hnc] = Hysteresefunktion/Öffner.• [Fno] = Fensterfunktion/Schließer.• [Fnc] = Fensterfunktion/Öffner. | [OU1] |
| ▶ [OU2] wählen und Funktion einstellen:• [Hno] = Hysteresefunktion/Schließer.• [Hnc] = Hysteresefunktion/Öffner.• [Fno] = Fensterfunktion/Schließer.• [Fnc] = Fensterfunktion/Öffner.• [I] = druckproportionales Stromsignal 4...20 mA.• [InEG] = druckproportionales Stromsignal 20...4 mA. | [OU2] |
9.4.2 Schaltgrenzen festlegen
| ▶ [SP1] / [SP2] wählen und Wert einstellen, bei dem der Ausgang schaltet. | [SP1][SP2] |
| ▶ [rP1] / [rP2] wählen und Wert einstellen, bei dem der Ausgang schaltet.rPx ist stets kleiner als SPx. Es können nur Werte eingegeben werden, die unter dem Wert für SPx liegen. | [rP1][rP2] |
9.4.3 Analogwert für OUT2 skalieren
| ► ▶ Den gewünschten minimalen Systemdruck in der Anlage anfahren und konstant halten.► ▶ [Mode/Enter] drücken, bis [tASP] erscheint.► ▶ [Set] drücken und gedrückt halten. ▷ Aktueller Einstellwert wird blinkend angezeigt.► ▶ [Set] loslassen, wenn die Anzeige nicht mehr blinkt. ▷ Neuer Einstellwert wird angezeigt. ▶ Kurz [Mode/Enter] drücken. ▷ Der aktuelle Systemdruck wird als Startwert für das Analogsignal festgelegt. | [tASP] |
| ► ▶ Den gewünschten maximalen Systemdruck in der Anlage anfahren und konstant halten► ▶ [Mode/Enter] drücken, bis [tAEP] erscheint.► ▶ [Set] drücken und gedrückt halten. ▷ Aktueller Einstellwert wird blinkend angezeigt.► ▶ [Set] loslassen, wenn die Anzeige nicht mehr blinkt. ▷ Neuer Einstellwert wird angezeigt. ▶ Kurz [Mode/Enter] drücken. ▷ Der aktuelle Systemdruck wird als Endwert für das Analogsignal festgelegt. | [tAEP] |
ASP / AEP kann nur innerhalb festgelegter Grenzen geteacht werden ( → Einstellbereiche). Wird bei ungültigem Druckwert geteacht, wird [UL] oder [OL] angezeigt. Nach Bestätigung durch [Mode/Enter] wird [Err] blinkend angezeigt, der ASP-Wert / AEP-Wert wird nicht geändert.
| Alternativ:► ▶ [ASP] wählen und Messwert einstellen, bei dem 4 mA ausgegeben werden (20 mA bei [OU2] = [InEG]).► ▶ [AEP] wählen und Messwert einstellen, bei dem 20 mA ausgegeben werden (4 mA bei [OU2] = [InEG]). Mindestabstand zwischen ASP und AEP = 25% des Messbereichsendwerts (Turn-Down 1:4). | [ASP][AEP] |
9.5 Benutzereinstellungen (optional)
9.5.1 Nullpunkt-Kalibrierung
| ▶ [coF] wählen und Wert zwischen -5 % und 5 % des Messbereichsendwerts einstellen. Der interne Messwert “0” wird um diesen Betrag verschoben. | [coF] |
| Alternativ: Automatische Anpassung des Offsets im Bereich 0 bar ± 5%. ▶ Sicherstellen, dass die Anlage druckfrei ist. ▶ [Mode/Enter] drücken, bis [tCOF] erscheint. ▶ [Set] drücken und gedrückt halten. ▷ Der aktuelle Offsetwert (in %) wird kurzzeitig blinkend angezeigt. ▷ Der aktuelle Systemdruck wird angezeigt. ▶ [Set] loslassen. ▶ Kurz [Mode/Enter] drücken (= Bestätigung des neuen Offsetwerts). | [tcoF] |
9.5.2 Fehlverhalten der Ausgänge festlegen
| ▶ [FOU1] wählen und Wert festlegen:• [On] = Ausgang 1 schaltet im Fehlerfall EIN.• [OFF] = Ausgang 1 schaltet im Fehlerfall AUS.• [OU] = Ausgang 1 schaltet unabhängig vom Fehlerfall wie mit den Parametern SP1, rP1 und OU1 festgelegt. ▶ [FOU2] wählen und Wert festlegen:• [On] = Ausgang 2 schaltet im Fehlerfall EIN, das Analogsignal geht auf den oberen Anschlagwert.• [OFF] = Ausgang 2 schaltet im Fehlerfall AUS, das Analogsignal geht auf den unteren Anschlagwert.• [OU] = Ausgang 2 schaltet unabhängig vom Fehlerfall wie mit den Parametern SP2, rP2, OU2 festgelegt. Das Analogsignal entspricht dem Messwert. | [FOU1][FOU2] |
Fehleranzeigen → Selbstdiagnose / Fehleranzeigen
9.5.3 Verzögerungszeit für die Schaltausgänge festlegen
| dS1] / [dS2] = Einschaltverzögerung für OUT1 / OUT2. | [dS1] |
| [dr1] / [dr2] = Ausschaltverzögerung für OUT1 / OUT2. | [dr1] |
| ▶ [dS1], [dS2], [dr1] oder [dr2] wählen und Wert zwischen 0,1 und 50 s einstellen (bei 0,0 ist die Verzögerungszeit nicht aktiv). | [dS2] |
| [dr2] |
9.5.4 Schaltlogik für die Schaltausgänge festlegen
| ▶ [P-n] wählen und [PnP] oder [nPn] einstellen. | [P-n] |
9.5.5 Dämpfung für das Schaltsignal festlegen
| ▶ [dAP] wählen und Wert zwischen 0,00...30,00 s einstellen; (bei 0,00 ist [dAP] nicht aktiv).dAP-Wert = Ansprechzeit zwischen Druckänderung und Änderung des Schaltzustands in Sekunden. [dAP] beeinflusst die Schaltfrequenz: fmax = 1 ÷ 2dAP . [dAP] wirkt auch auf die Anzeige. | [dAP] |
9.5.6 Dämpfung für das Analogsignal festlegen
| ▶ [dAA] wählen und Wert zwischen 0,01...99,99 s einstellen; (bei 0,00 ist [dAA] nicht aktiv). dAA-Wert = Ansprechzeit zwischen Druckänderung und Änderung des Analogsignals in Sekunden. | [dAA] |
9.5.7 Messwertkurve kalibrieren
| ► ▶ Definierten Referenzdruck zwischen ASP und AEP in der Anlage einstellen.► [CAL] wählen.► ▶ Kurz [Set] drücken. ▷ [CP1] wird angezeigt.► ▶ [Set] 5 s lang drücken. ▷ Der vom Gerät gemessene Druck wird angezeigt.► ▶ [Set] drücken, bis der eingestellte Referenzdruck angezeigt wird (gemessener Druck = Referenzdruck) oder an OUT2 das entsprechende Analogsignal ausgegeben wird. Maximaler Korrekturwert = ± 2 % des Messbereichsendwerts.► ▶ Kurz [Mode/Enter] drücken. ▷ [CP1] wird angezeigt.► ▶ Kurz [Mode/Enter] drücken. ▷ [CP2] wird angezeigt. Weiter mit a) oder b): | [CAL][CP1] |
| a): Kalibriervorgang beenden:► ▶ Kurz [Mode/Enter] drücken. ▷ [CAL] wird angezeigt.b): Einen 2. Punkt auf der Messwertkurve ändern► ▶ Einen zweiten definierten Referenzdruck in der Anlage einstellen. Mindestabstand zwischen den Kalibrierpunkten CP1 und CP2 = 5 % des Messbereichsendwerts.► ▶ [Set] 5 s lang drücken. ▷ Der vom Gerät gemessene Druck wird angezeigt.► ▶ [Set] drücken, bis der eingestellte Referenzdruck angezeigt wird (gemessener Druck = Referenzdruck) oder an OUT2 das entsprechende Analogsignal ausgegeben wird. Maximaler Korrekturwert = ± 2 % des Messbereichsendwerts.► Kurz [Model/Enter] drücken. ▷ [CP2] wird angezeigt.► Kurz [Model/Enter] drücken. ▷ [CAL] wird angezeigt, der Vorgang ist abgeschlossen. | [CP2] |
9.6 Service-Funktionen
9.6.1 Ablesen der Min-/Maxwerte für den Systemdruck
| ▶ [HI] oder [LO] wählen und kurz [Set] drücken. | [HI] |
| [HI] = Maximalwert, [LO] = Minimalwert. | [LO] |
| Speicher löschen: | |
| ▶ [HI] oder [LO] wählen. | |
| ▶ [Set] drücken und gedrückt halten, bis [----] angezeigt wird. | |
| ▶ Kurz [Mode/Enter] drücken. |
9.6.2 Alle Parameter auf Werkseinstellung zurücksetzen
| ▶ [rES] wählen. ▶ [Set] drücken und gedrückt halten, bis [----] angezeigt wird. ▶ Kurz [Mode/Enter] drücken. Es ist sinnvoll, vor Ausführen der Funktion die eigenen Einstellungen zu notieren (→ Werkseinstellung). | [res] |
9.7 Simulationsfunktion
9.7.1 Menü-Ebene 3 (Simulation) öffnen
| ▶ [EF] wählen und kurz [Set] drücken (= Menü-Ebene 2 öffnen). | [EF] |
| ▶ [SIM] wählen und kurz [Set] drücken (= Menü-Ebene 3 öffnen). | [SIM] |
| ▷ [SEL] wird angezeigt. |
9.7.2 Simulationswert festlegen
| Ausgangszustände Wenn [SEL] aktiv ist:► ▶ [Set] drücken und gedrückt halten, bis [OU] angezeigt wird.► ▶ Kurz [Mode/Enter] drücken.► ▷ [S. OU1] wird angezeigt (im 2-Leiter-Betrieb wird [S. OU2] angezeigt).► ▶ Mit [Set] gewünschten Wert einstellen:• [OPEN] = Ausgang 1 nicht aktiv / offen.• [CLOS] = Ausgang 1 aktiv / geschlossen.► ▶ Kurz [Mode/Enter] drücken.► ▷ [S. OU2] wird angezeigt.► ▶ Mit [Set] gewünschten Wert einstellen:• Wenn [OU2] = [Hnc], [Hno], [Fnc] oder [Fno] (nicht im 2-Leiter-Betrieb):- [OPEN] = Ausgang 2 nicht aktiv / offen.- [CLOS] = Ausgang 2 aktiv / geschlossen.· Wenn [OU2] = [I] oder [InEG]:- 3,60...21,10 mA in Schritten von 0,01 mA.► ▶ Kurz [Mode/Enter] drücken. | [SEL][SOU.1][SOU.2] |
| Prozesswert Wenn [SEL] aktiv ist:► ▶ [Set] drücken und gedrückt halten, bis [Proc] angezeigt wird.► ▶ Kurz [Mode/Enter] drücken.► ▷ [S. Pr] wird angezeigt.► ▶ Mit [Set] gewünschten Druckwert einstellen.► ▶ Kurz [Mode/Enter] drücken. | [SEL][S. Pr] |
9.7.3 Simulationswert einstellen
| ▶ [S. Tim] wählen und einen Wert zwischen 1...60 Minuten einstellen. | [S. Tim] |
9.7.4 Simulation starten
| ► ▶ [S. On] wählen und einstellen:► ▶ [Set] drücken und gedrückt halten, bis das Display [SIM] und die aktuelle Betriebsanzeige im Wechsel anzeigt. Aktuelle Betriebsanzeige:Aktueller Systemdruck, wenn [SEL] = [OU]. In [S. Pr] eingestellter simulierter Messwert, wenn [SEL] = [Proc]. Nach Ablauf der Simulationszeit wird 2 s lang [S. OFF] angezeigt, danach [SEL]. | [S. On] |
| Simulation abbrechen:► ▶ Kurz [Mode/Enter] oder [Set] drücken. ▷ [S. OFF] wird 2 s lang angezeigt, danach [SEL]. |
10 Betrieb
Nach Einschalten der Versorgungsspannung und Ablauf der Bereitschaftsverzögerungszeit (2-Leiter: ca. 1 s / 3-Leiter: ca. 0,5 s) befindet sich das Gerät im RUN-Modus (= normaler Arbeitsbetrieb). Es führt seine Mess- und Auswertefunktionen aus und erzeugt Ausgangssignale entsprechend den eingestellten Parametern.
10.1 Einstellung der Parameter ablesen
▶ [Mode/Enter] drücken bis gewünschter Parameter angezeigt wird.
▶ Kurz [Set] drücken.
▷ Das Gerät zeigt für ca. 15 s den zugehörigen Parameterwert. Nach 15 s zeigt es wieder den Parameter, danach geht es zurück in den Run-Modus.
10.2 Wechsel der Anzeige im Run-Modus
▶ Im Run-Modus kurz [Set] drücken.
▷ Das Gerät zeigt für ca. 15 s den aktuellen Messwert in der gewählten Anzeigeart:
- Systemdruck in der Einheit, die in Uni eingestellt ist.
- Systemdruck in % der eingestellten Skalierung des Analogausgangs, wenn [OU2] als Analogausgang konfiguriert ist.
- Systemdruck in % des Messbereichsendwerts, wenn [OU2] als Schaltausgang konfiguriert ist.
10.3 Selbstdiagnose / Fehleranzeigen
Das Gerät verfügt über umfangreiche Möglichkeiten zur Selbstdiagnose.
- Es überwacht sich selbsttätig während des Betriebs.
-
Warnungen und Fehlerzustände werden am Display angezeigt (auch bei ausgeschaltetem Display), zusätzlich sind diese über IO-Link verfügbar.
-
Wird ein Fehler diagnostiziert, werden die Ausgänge entsprechend der Einstellung der Parameter FOU1 und FOU2 gesetzt.
| Anzeige | IO-Link-Event-Nummer | IO-Link PD-Valid | IO-Link Device-Status Idx 36 | Fehlerart | Abhilfe |
| -/-* | 0x5111 | no | 2** | Versorgungsspannung zu niedrig. | Höhe der Versorgungsspannung prüfen / korrigieren. Im 2-Leiter-Betrieb: Höhe der an-geschlossenen Bürde prüfen / korrigieren. |
| SC1 | 0x8CB3 | yes | 2** | Überstrom Schaltausgang 1. | Schaltausgang 1 auf Kurzschluss oder Überstrom prüfen; Fehler be-seitigen. |
| SC2 | 0x8CB4 | yes | 2** | Überstrom Schaltausgang 2. | Schaltausgang 2 auf Kurzschluss oder Überstrom prüfen; Fehler be-seitigen. |
| Para | 0x1810/0x1 Fxx | no | 2** | Parametrierfehler über IO-Link;Einstellung eines Parameters außerhalb des erlaubten Bereichs. | Parameter per IO-Link-Event-Nummer 0x1 Fxx bestimmen. Parameter per IO-Link oder Ein-stelltasten ändern. Alle Parameter auf Werkseinstel-lung zurücksetzen. |
| OL | 0x8C10 | yes | 2** | Prozesswert zu hoch. | Systemdruck prüfen / reduzieren. |
| UL | 0x8C30 | yes | 2** | Prozesswert zu niedrig. | Systemdruck prüfen / erhöhen. |
| E100 | 0x5000 | no | 4** | Interner Sensorfehler detektiert. | Gerät austauschen. |
| W531 | 0x8CA1 | yes | 2** | Analogausgang am oberen Anschlagwert (20,5 mA). | AEP-Wert höher setzen wenn möglich (bei [OU2] = [InEG] ASP-Wert) oder Systemdruck verringern. |
| W530 | 0x8CA0 | yes | 2** | Analogausgang am unteren Anschlagwert (3,8 mA). | ASP-Wert tiefer setzen wenn möglich (bei [OU2] = [InEG] AEP-Wert) oder Systemdruck erhöhen. |
| W532 | 0x8CA5 | yes | 2** | Bürde am Analogausgang zu hoch.*** | Bürde an Ausgang 2 reduzieren oder Versorgungsspannung erhöhen. |
| W203 | 0x1822 | yes | 2** | Fehler bei der Temperaturkompensation der Druckmessung. | Gerät arbeitet mit einem größeren Temperaturkoeffizienten (d. h. mit verminderter Genauigkeit). Gerät austauschen. |
| W703 | 0x8CC2 | yes | 2** | Sensortemperatur zu hoch. | Temperatur reduzieren. |
| W704 | 0x8CC3 | yes | 2** | Sensortemperatur zu niedrig. | Temperatur erhöhen. |
| W161 | 0x4210 | yes | 2** | Gerätetemperatur zu hoch (>90 °C). | Gerät außerhalb der Spezifikation. Gerät nicht isoliert einbauen. |
| W162 | 0x4220 | yes | 2** | Gerätetemperatur zu niedrig (< -30 °C). | Gerät außerhalb der Spezifikation. Gerät isoliert einbauen. |
* Bei Unterspannung (Fehler Nr. W403) zeigt das Display nichts an.
** 2 = Out of Spec; 4 = Failure
*** Diese Meldung erscheint nur im 3-Leiter-Betrieb. Im 2-Leiter-Betrieb wird Unterspannung erkannt und angezeigt. Wird OU2 für die Applikation nicht genutzt, kann die Meldung unterdrückt werden, indem OU2 auf eine Schaltfunktion festgelegt wird (→ Ausgangsfunktion festlegen).
11 Entsorgung, Instandsetzung und Rücksendung
▶ Gerät nach Gebrauch umweltgerecht gemäß den gültigen nationalen Bestimmungen entsorgen.
▶ Bei Rücksendungen dafür sorgen, dass das Gerät frei ist von Verunreinigungen, insbesondere von gefährlichen und giftigen Stoffen.
▶ Eine Instandsetzung des Geräts ist nicht möglich.
12 Werkseinstellung
| Werkseinstellung | Benutzereinstellung | |
| SP1 | 25 % MEW* | |
| rP1 | 23 % MEW* | |
| OU1 | Hno | |
| OU2 | I | |
| SP2 | 75 % MEW* | |
| rP2 | 73 % MEW* | |
| COF / tCOF | 0,0 | |
| ASP / tASP | 0 % MEW*PI2209: -1 bar | |
| AEP / tAEP | 100 % MEW* | |
| Uni | bAr / mbAr | |
| SELd | P | |
| dS1 | 0,0 | |
| dr1 | 0,0 | |
| dS2 | 0,0 | |
| dr2 | 0,0 | |
| FOU1 | OUT | |
| FOU2 | OUT | |
| P-n | pnp | |
| dAP | 0,06 | |
| dAA | 0,03 | |
| dis | d2 | |
| CP1 | 0,00 | |
| CP2 | 0,00 |
* = eingestellt ist der angegebene Prozentwert vom Messbereichsendwert (MEW) des jeweiligen Sensors (bei PI2x09 der Prozentwert der Messspanne).