DF3200 - Sicherungsautomaten IFM - Kostenlose Bedienungsanleitung
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BEDIENUNGSANLEITUNG DF3200 IFM
Betriebsanleitung
Elektronische Sicherungen, IO-Link für den 24 V DC Sekundärstromkreis
DF21xx
DF22xx
DF25xx
Inhaltsverzeichnis
1 Vorbemerkung 3
1.1 Verwendete Symbole 3
2 Sicherheitshinweise 4
3 Bestimmungsgemäße Verwendung 5
4 Funktion 6
4.1 Temperaturfaktor / Dauerstrombemessung 6
4.2 Fail-Safe-Element 6
4.3 IO-Link 7
5 Montage 8
6 Elektrischer Anschluss 9
6.1 Einspeise-, Rückspeise- und Potentialmodule 9
7 Bedien- und Anzeigeelemente 10
7.1 Kopfmodule DF21xx 10
7.1.1 Fehlerfreier Betrieb 10
7.1.2 Unabhängiger Betrieb 10
7.1.3 Unkritischer Fehler 11
7.1.4 Kritischer Fehler 11
7.1.5 Systemstart 11
7.2 Sicherungsmodule DF22xx 11
7.3 Abfragen des eingestellten Nennstroms 11
7.4 Einstellung des Nennstroms 12
8 Wartung, Instandsetzung und Entsorgung 13
1 Vorbemerkung
Anleitung, technische Daten, Zulassungen und weitere Informationen über den QR-Code auf dem Gerät / auf der Verpackung oder über www.ifm.com.
1.1 Verwendete Symbole
√ Voraussetzung
▶ Handlungsanweisung
▷ Reaktion, Ergebnis
[...] Bezeichnung von Tasten, Schaltflächen oder Anzeigen
→ Querverweis

Wichtiger Hinweis
Fehlfunktionen oder Störungen sind bei Nichtbeachtung möglich

Information
Ergänzender Hinweis
2 Sicherheitshinweise
- Das beschriebene Gerät wird als Teilkomponente in einem System verbaut.
– Die Sicherheit dieses Systems liegt in der Verantwortung des Erstellers.
- Der Systemersteller ist verpflichtet, eine Risikobeurteilung durchzuführen und daraus eine Dokumentation nach den gesetzlichen und normativen Anforderungen für den Betreiber und den Benutzer des Systems zu erstellen und beizulegen. Diese muss alle erforderlichen Informationen und Sicherheitshinweise für den Betreiber, Benutzer und ggf. vom Systemersteller autorisiertes Servicepersonal beinhalten.
- Dieses Dokument vor Inbetriebnahme des Produktes lesen und während der Einsatzdauer aufbewahren.
- Das Produkt muss sich uneingeschränkt für die betreffenden Applikationen und Umgebungsbedingungen eignen.
- Das Produkt nur bestimmungsgemäß verwenden (→ Bestimmungsgemäße Verwendung).
- Die Missachtung von Anwendungshinweisen oder technischen Angaben kann zu Sach- und / oder Personenschäden führen.
- Für Folgen durch Eingriffe in das Produkt oder Fehlgebrauch durch den Betreiber übernimmt der Hersteller keine Haftung und keine Gewährleistung.
- Montage, elektrischer Anschluss, Inbetriebnahme, Bedienung und Wartung des Produktes darf nur ausgebildetes, vom Anlagenbetreiber autorisiertes Fachpersonal durchführen.
- Geräte und Kabel wirksam vor Beschädigung schützen.
- Beschädigte Geräte austauschen, da anderenfalls die technischen Daten und die Sicherheit beeinträchtigt werden.
- Die Geräte sind nur zum Gebrauch an einer 24 V DC Schutzkleinspannung bestimmt.
- Ein falscher Anschluss an höhere und/oder nicht sicher getrennte Spannung kann lebensgefährliche Zustände oder Schäden herbeiführen.
- Zum Kopfmodul ausschließlich die vorgesehenen Sicherungsmodule verwenden.
- Montage der Geräte und Betätigung der Kontakthebel nur im spannungslosen Zustand durchführen.
- Nach dem Auslösen eines Sicherungsmoduls und vor dem Wiedereinschalten die Ursache der Auslösung (Kurzschluss oder Überlast) beseitigen.
- Geräte vor der Installation auf Beschädigungen prüfen. Defekte Geräte dürfen nicht verwendet werden.
- Erst nach der fachgerechten Installation die Geräte mit Energie versorgen.
3 Bestimmungsgemäße Verwendung
Elektronischer Überstromschutz für primär getaktete 24 V DC Schaltnetzteile. Ein Kopfmodul wird mit mindestens einem Sicherungsmodul kombiniert und optional durch Einspeise- / Rückspeise- / Potentialmodule ergänzt.
4 Funktion
Die Sicherungsmodule sind sowohl mit festen als auch mit einstellbaren Stromstärken verfügbar und mit einem Fail-Safe-Element (integrierte Schmelzsicherung) ausgestattet.
| DF210x | DF2208 | DF2210 | DF2212 | DF2214 | DF2216 | DF2220 | DF2520 | DF2524 | |||
| Kopfmodul | ● | — | |||||||||
| Sicherungsmodul | — | ● | |||||||||
| Schnittstelle | IO-Link | ||||||||||
| max. Anzahl Sicherungsmo- dule pro Kopfmodul | — | 16 | 8 | ||||||||
| Elektrische Daten | |||||||||||
| Eingangsspannung | [V] | 18...30 DC (SELV/PELV) | |||||||||
| Nennspannung | [V] | 24 DC | |||||||||
| NEC Class 2 | — | — | ● | ● | — | — | — | ● | |||
| Eingangsstrom (= max. Summenstrom) | [A] | 40 | — | ||||||||
| Anzahl Kanäle | — | 1 | 2 | ||||||||
| Nennstrom IN | [A] | 8 | 10 | 2 | 4 | 6 | 1...10 | 1...10 | 1...4 | ||
| Fail-Safe IN | [A] | 8 | 10 | 2 | 4 | 6,3 | 16 | 16 | 4 | ||
| Mechanische Daten | |||||||||||
| Montage | Tragschiene TH35 (gemäß EN 60715) | ||||||||||
| Gerätebreite | [mm] | 12,5 | |||||||||
| Umgebungstemperatur | [°C] | -25...60 | |||||||||
| Lagertemperatur | [°C] | -40...70 | |||||||||
| Schutzart → Montage | IP 30 (Einbaubereich) IP 20 (Betätigungsbereich) | ||||||||||
| Elektrischer Anschluss | |||||||||||
| Typ | Push-In Klemmen, Kontakthebel/-leiste | ||||||||||
| ● = zutreffend | |||||||||||
4.1 Temperaturfaktor / Dauerstrombemessung
Die Zeit-Strom-Kennlinie ist abhängig von der Umgebungstemperatur. Um den max. zulässigen Laststrom zu ermitteln, den Gerätenennstrom mit dem Temperaturfaktor multiplizieren und den Reihenmontagefaktor berücksichtigen.
| Umgebungstemperatur [°C] | 0 | 10 | 23 | 40 | 50 | 60 |
| Temperaturfaktor | 1 | 1 | 1 | 0,95 | 0,90 | 0,85 |
Bei Reihenmontage kann der Gerätenennstrom max. zu 80 % geführt werden oder muss entsprechend überdimensioniert werden. Bei erhöhter Temperatur wird die Laststromwarnschwelle "Warnlimit typ. 0,8 x IN " um den Temperaturfaktor reduziert.
4.2 Fail-Safe-Element
Als zusätzliche Absicherung des Laststromkreises sind die Sicherungsmodule mit einem Fail-Safe-Element (integrierte Schmelzsicherung) ausgestattet. Das Fail-Safe-Element ist auf den Nennstrom IN des jeweiligen Sicherungsmoduls sowie auf die entsprechenden Leitungsquerschnitte abgestimmt.
4.3 IO-Link

Die Laststromwarnschwelle kann über die IO-Link-Schnittstelle parametriert werden, um bei einer Auslastung zwischen 50-100 % eine optische Warnmeldung sowie eine Warnung über IO-Link zu generieren.

Die IO-Link-Geräte können auch als Stand-Alone-Geräte ohne IO-Link Master verwendet werden.
Erweiterte Funktionen des Kopfmoduls DF2101 über IO-Link:
- Min.- / Max.-Wertbildung der gemessenen Strom- und Spannungswerte für jeden Kanal über einen beliebigen Zeitraum
- Mittelwertbildung der gemessenen Strom- und Spannungswerte für jeden Kanal über einen beliebigen Zeitraum
- Permanentes Einschalten einzelner Kanäle, um den zyklischen Datenaustausch zu ignorieren (z. B. um die Spannungsversorgung wichtiger Geräte zu garantieren). Die Sicherungsfunktion bleibt weiterhin aktiv.
Die zur Konfiguration eines IO-Link-Gerätes notwendigen IODDs sowie detaillierte Informationen über Parametrierwerkzeuge, Prozessdatenaufbau, Diagnoseinformationen und Parameteradressen sind abrufbar unter www.ifm.com/de/io-link.
5 Montage
▶ Die Geräte auf eine 35 mm Tragschiene montieren.

Abb. 1: Beispiel Sicherungsmodul DF22xx
1 : Tragschiene
2: Kontakthebel
3: Einbaubereich
4: Betätigungsbereich
6 Elektrischer Anschluss
▶ Leitungen entsprechend dem Ein- und Ausgangsstrom dimensionieren.
▶ Leiter gemäß Geräteaufdruck direkt in die Klemmen stecken.
| Art.-Nr. | Klemmen | Potential | Querschnitt [mm2] | Abisolierlänge [mm] |
| DF21xx | 24 V DC | Einspeisung | 0,5...10 | 18 |
| 0 V | 0,14...2,5 | 8...10 | ||
| L+, C/Q, L- | IO-Link | 0,25...0,5 | 6 | |
| DF22xx | O1 oder O1/O2 | Stromausgänge | 0,14...2,5 | 8...10 |

Zum Lösen einer Verbindung mit einem geeigneten Werkzeug den orangefarbenen Pusher drücken.
Zum Öffnen der Push-In Klemmen IO-Link einen Mikro-Schraubendreher mit 2 mm Breite verwenden.
6.1 Einspeise-, Rückspeise- und Potentialmodule
Zur Reduzierung des Verdrahtungsaufwands dienen GND-Einspeisemodule (DF310x) in Verbindung mit GND-Potentialmodulen (DF311x).
Damit das Öffnen eines Kontakthebels nachfolgende Module nicht von der Spannungsversorgung trennt, können die entsprechenden Module über ein Rückspeisemodul (DF3210) weiterhin mit Spannung versorgt werden.
Die Erweiterung von +24 V DC Sicherungsausgängen auf weitere Anschlüsse erfolgt mit einem LOAD-Potentialmodul (DF320x).
7 Bedien- und Anzeigeelemente

Abb. 2: Beispiel Kopfmodul DF21xx
1 : Beschriftungsfeld
2: Status-LED
3: Push-In Klemmen IO-Link
4: Push-In Klemme 0 V
5: Push-In Klemme 24 V DC

Abb. 3: Beispiel Sicherungsmodul DFx2xx
1 : Beschriftungsfeld
2: ON/OFF/Reset-Taster und Status-LED (Kanal 2)
3: ON/OFF/Reset-Taster und Status-LED (Kanal 1)
4: Push-In Klemmen Ausgänge 1/2
7.1 Kopfmodule DF21xx
Die unterschiedlichen Betriebszustände der Sicherungsmodule werden durch die Status-LED angezeigt.
| Status-LED | Betriebszustand | IO-Link-Kommunikation | |
| — | aus | Fehlende Betriebsspannung | nein |
| grün | ein | Fehlerfreier Betrieb | ja |
| blinkend | Unabhängiger Betrieb | nein | |
| orange | ein | Unkritischer Fehler | ja |
| blinkend | nein | ||
| rot | ein | Kritischer Fehler | nein |
| blinkend | Systemstart | nein | |
Tab. 1: Status-LED Kopfmodule DF21xx
7.1.1 Fehlerfreier Betrieb
Es liegt kein Fehler vor und es besteht Verbindung zum IO-Link Master.
7.1.2 Unabhängiger Betrieb
Fehlende Verbindung zum IO-Link Master. Fehlt die Verbindung zum IO-Link Master nach Anlegen der Betriebsspannung, überträgt das Kopfmodul die Parameterdaten zu den angeschlossenen Sicherungsmodulen. Das Verhalten der angeschlossenen Sicherungsmodule wird über die Konfiguration des Kopfmoduls gesteuert. Entweder wird der Zustand der Sicherungsmodule beibehalten (FREEZE) oder die Sicherungsmodule werden ausgeschaltet (UNFREEZE). Wird die Verbindung zum IO-Link Master wiederhergestellt und liegt kein Fehler vor, wechselt das Gerät in die Betriebsart "Fehlerfreier Betrieb".
7.1.3 Unkritischer Fehler
Es liegen keine gültigen Konfigurationsdaten vor. Die angeschlossenen Sicherungsmodule bleiben ausgeschaltet. Zyklischer Datenaustausch ist nicht möglich, azyklischer Datenaustausch bedingt möglich. Nach Erhalt gültiger Konfigurations- und Parameterdaten verlässt das Gerät diese Betriebsart.
7.1.4 Kritischer Fehler
Bei der Initialisierung wird ein Fehler festgestellt oder es tritt ein kritischer Fehler auf. Die Kommunikation mit dem IO-Link Master ist nicht möglich. Die angeschlossenen Sicherungsmodule werden und bleiben ausgeschaltet.
▶ Das Gerät neu starten.
7.1.5 Systemstart
Mit dem Anlegen der Versorgungsspannung wird das Kopfmodul initialisiert. Währenddessen ist keine Kommunikation mit dem IO-Link Master möglich.
7.2 Sicherungsmodule DF22xx
Die unterschiedlichen Betriebszustände der Sicherungsmodule werden durch die Status-LED angezeigt.
| Status-LED | Betriebszustand | Zustand Lastausgang | |
| — | aus | Fehlende Betriebsspannung, Fehler bei der Initialisierung oder Kanal durch Taster ausgeschaltet | aus |
| grün | ein | Kanal durch Taster und durch IO-Link eingeschaltet, kein Fehler | an |
| grün / orange | blinkend | Laststromwarnlimit erreicht | an |
| orange | ein | Überlast oder Kurzschluss bis zur Abschaltung | an |
| Kanal durch Taster eingeschaltet und durch IO-Link ausgeschaltet | aus | ||
| rot | ein | Auslösung durch Kurzschluss oder Überlast | aus |
| Unterspannung im EIN-Zustand mit automatischer Wiedereinschaltung | |||
Tab. 2: Status-LED Sicherungsmodule DF22xx
7.3 Abfragen des eingestellten Nennstroms
Nur bei Sicherungsmodulen mit einstellbarem Nennstrom.
▶ ON/OFF/Reset-Taster des gewünschten Kanals zwischen 2 und 5 Sekunden drücken.
▷ Die Status-LED des gewählten Kanals blinkt 1 x rot.
▷ Die Status-LED blinkt schnell orange, um den eingestellten Nennstrom anzuzeigen, und blinkt danach 1 x rot. Die Anzahl der orangefarbenen Blinkintervalle entspricht der eingestellten Nennstromstärke in Ampere (1 x orange blinken = 1 A; 2 x orange blinken = 2 A; etc.).
▷ Der eingestellte Nennstrom wird auf diese Weise 5 x angezeigt. Danach wechselt die Anzeige in den aktuellen Betriebszustand.
▶ ON/OFF/Reset-Taster des gewünschten Kanals drücken, um den Abfragemodus sofort zu verlassen.
7.4 Einstellung des Nennstroms
Nur bei Sicherungsmodulen mit einstellbarem Nennstrom.
▶ Den Nennstrom über IO-Link mit einer entsprechenden Parametrier-Software einstellen.
8 Wartung, Instandsetzung und Entsorgung
Der Betrieb des Geräts ist wartungsfrei.
Das Gerät darf nur vom Hersteller repariert werden.
▶ Gerät nach Gebrauch umweltgerecht gemäß den gültigen nationalen Bestimmungen entsorgen.
Reinigung:
▶ Das Gerät von der Spannungsversorgung trennen.
▶ Verschmutzungen mit einem weichen, chemisch unbehandelten und trockenen Mikrofasertuch entfernen.