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Analog Elemental Series - Nicht kategorisiert SPL - Kostenlose Bedienungsanleitung

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Notice SPL Analog Elemental Series - page 2
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Produkttyp Analoges Audiogerät (Equalizer/Kompressor/Preamp)
Marke SPL
Serie Elemental Series
Bauform 19-Zoll-Rackeinbau, 1 Höheneinheit (1U)
Abmessungen (B x H x T) 483 x 44 x 200 mm
Gewicht ca. 3,5 kg
Stromversorgung 230 V AC, 50 Hz, ca. 30 W
Eingänge Symmetrischer XLR/6,3-mm-Klinke
Ausgänge Symmetrischer XLR/6,3-mm-Klinke
Frequenzbereich 20 Hz – 20 kHz (±0,5 dB)
Signal-Rausch-Verhältnis > 100 dB
Klirrfaktor (THD+N) < 0,001 % bei 1 kHz, +4 dBu
Bedienung Potentiometer, Schalter, LEDs
Gehäusematerial Stahlblech, schwarz pulverbeschichtet
Reinigung Weiches trockenes Tuch; keine Lösungsmittel
Sicherheit Nur vom autorisierten Fachmann öffnen; Gerät vor Feuchtigkeit schützen
Ersatzteile Über den SPL-Kundendienst erhältlich
Reparatur Nur durch SPL oder autorisierte Werkstätten
Lieferumfang Bedienungsanleitung, Netzkabel, Gummifüße

Häufig gestellte Fragen - Analog Elemental Series SPL

Wie schließe ich das SPL Analog Elemental Series Gerät an?
Verwenden Sie symmetrische Kabel (XLR oder 6,3-mm-Klinke) für Ein- und Ausgang. Schließen Sie das Netzkabel an und stellen Sie den Ein/Aus-Schalter auf Position I.
Welche Spannung benötigt das Gerät?
Das Gerät arbeitet mit 230 V AC bei 50 Hz. Achten Sie auf die richtige Spannung, bevor Sie es einschalten.
Wie kann ich das Gerät reinigen?
Reinigen Sie das Gehäuse mit einem weichen, trockenen Tuch. Verwenden Sie keine Lösungs- oder Scheuermittel.
Warum erscheint kein Signal am Ausgang?
Überprüfen Sie die Verkabelung und stellen Sie sicher, dass das Gerät eingeschaltet ist und die Eingangs- und Ausgangspegel korrekt eingestellt sind.
Kann das Gerät in einem 19-Zoll-Rack montiert werden?
Ja, es ist für den Einbau in ein 19-Zoll-Rack mit einer Höheneinheit (1U) ausgelegt. Verwenden Sie die mitgelieferten Schrauben.
Welche Garantie hat das Gerät?
SPL gewährt eine Herstellergarantie von 2 Jahren. Bewahren Sie den Kaufbeleg auf.
Wie kann ich die Firmware aktualisieren?
Dieses analoge Gerät benötigt keine Firmware-Updates. Es arbeitet rein analog.
Ist der Betrieb mit einem US-Netz (110 V) möglich?
Das Gerät ist für 230 V ausgelegt. Für den Betrieb an 110 V ist ein Spannungswandler erforderlich.
Was bedeuten die LEDs auf der Frontplatte?
Die LEDs zeigen den Betriebsstatus (Power) und bei einigen Modellen die Signalpräsenz oder Übersteuerung an.
Wie erhalte ich Ersatzteile?
Kontaktieren Sie den SPL-Kundendienst oder einen autorisierten Händler. Geben Sie das Modell und die Seriennummer an.

Benutzerfragen zu Analog Elemental Series SPL

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BEDIENUNGSANLEITUNG Analog Elemental Series SPL

Bedienungsanleitung Analog Elemental Series 6

CE-Konformitätserklärung 6

Hinweise zum Umweltschutz 6

Kontakt 6

Symbole und Hinweise 6

Wichtige Sicherheitshinweise 7

Lieferumfang & Verpackung 8

Inbetriebnahme 8

Aufstellung 8

Einleitung 8

Die analogen Elemente 8

Die Signalprozessoren der zweiten Generation 9

Konzept und Kategorien der Analog Elemental Series 9

Zweikanalige Vorverstärker 9

Kanalzüge 10

Processing-Einheiten 10

Optionale Ausstattung 11

Information zu Übertragern 11

Übergreifende Technische Daten 11

Maße und Gewicht 11

Rückseite | Anschlussdiagramm 12

Rückseite | Varianten 13

Rückseite 1 13

Rückseite 2 13

Rückseite 3 13

Optionaler Wandler: Anschlussdiagramm 13

Rückseite | Anschlüsse und Schalter 14

Signalanschluss 14

Ein- und Ausgangselektronik 14

XLR-Buchsen 14

Symmetrische Verbindungen 14

Unsymmetrische Verbindungen (Cinch, Mono-Klinke) 14

Netzspannungsanschluss und Sicherung 15

Spannungswahlschalter (VOLTAGE) 15

Ein-/Aus-Schalter (POWER) 15

GND Lift 15

Kanalzugschalter (Ch. 1 OUT = Ch.2 IN) 15

Die Module 16

Premium Mic Pre | Einleitung 16

Ausstattung 16

Premium Mic Pre | Bedienelemente 16

Mic Gain 16

Zur Aussteuerung 17

VU-Meter 17

PPM 17

-10 17

48-V-Phantomspeisung 18

Pad 18

Phasenumkehr 18

Hochpassfilter 18

Premium Mic Pre | Technik 19

Drei-Stufen-Vorverstärker 19

Stufe 1 – der Eingangsübertrager 19

Stufe 2 – der Differenzverstärker 19

Stufe 3 – der Instrumentationsverstärker 20

Folien- und Styroflexkondensatoren 20

Ausgangsstufen 20

Premium Mic Pre | Technische Daten 20

Audio 20

Eingang 20

Ausgang 20

Bedienelemente 20

Premium Mic Pre I Blockdiagramm 21

Preference Mic Pre | Einleitung 22

Ausstattung 22

Preference Mic Pre I Bedienelemente 22

Mic Gain 22

Zur Aussteuerung 22

VU-Meter 23

PPM 23

-10 23

48-V-Phantomspeisung 23

Pad 24

Phasenumkehr 24

Hochpassfilter 24

Preference Mic Pre I Technik 25

SSM 2019 25

Servo-Drive-Schaltung 25

Folien- und Styroflexkondensatoren 25

Ausgangsstufen 25

Preference Mic Pre I Technische Daten 26

Audio 26

Eingang 26

Ausgang 26

Bedienelemente 26

Preference Mic Pre I Blockdiagramm 27

Dual-Band De-Esser | Einleitung 28

Der Dual-Band De-Esser 28

Dual-Band De-Esser | Bedienelemente 28

Hi-Band On, Low-Band On 28

Low S-Reduction 29

High S-Reduction 29

Male/Female 29

Signal-LED (SIG.) 29

Dual-Band De-Esser | Technische Daten 30

Audio 30

Eingang 30

Ausgang 30

Bedienelemente 30

Dual-Band De-Esser | Blockdiagramm 31

DynaMaxx | Einleitung 32

DynaMaxx | Bedienelemente 32

Compression-Regler 32

Make-Up Gain-Regler 33

LED-Anzeige GR (Pegelreduktion) 33

De-Com. (Dekompression) 33

FX Com. (Effektkompression) 34

Lim. (Limiter) 34

On 34

Link-Schalter 35

Signal-LED (SIG.) 35

DynaMaxx | Technik 35

Die Nachteile manueller Kompressoreinstellung 35

Ein-Band-Technik statt Multi-Band-Technik 36

Die Automatisierung der Release-Zeit 37

Threshold und Ratio 37

DynaMaxx | Technische Daten 38

Audio 38

Eingang 38

Ausgang 38

DynaMaxx | Blockdiagramm 39

Transient Designer | Einleitung 40

Transient Designer | Bedienelemente 40

On 40
Attack 40
Sustain 41
Output Gain 41
Link-Modus 41
Signal-LED 41

Transient Designer | Anwendungen 42

Schlagzeug & Perkussion 42
Gitarren 43
Bass: Staccato statt Legato 43
Raumanteile 43
Keyboards, Sampler, Drum-Machines 43
Post Production 43
Mastering 43

Transient Designer | Technische Daten 44

Audio 44
Eingang 44
Ausgang 44
Transient Designer | Blockdiagramm 45

TwinTube | Einleitung 46

TwinTube | Bedienelemente 46

Har. On/Sat. On 46
Harmonics-Regler 46
Harmonics-Schalter 47
Saturation-Regler 47
Signal-LED (SIG.) 47
Gesang 47
Akustische Gitarren 47

TwinTube | Anwendungen 47

TwinTube | Messungen 48

TwinTube | Technische Daten 50

Audio 50

Audio gesamt (Harmonics- und Saturation-Stufe) 50

TwinTube | Blockdiagramm 51

Version 1.0-6/2012

Entwickler: Wolfgang Neumann, Enzo Triolo, Jens Gronwald

Dieses Handbuch enthält eine Beschreibung des Produkts, jedoch keine Garantien für bestimmte Eigenschaften oder Einsatzerfolge. Maßgebend ist, soweit nicht anders vereinbart, der technische Stand zum Zeitpunkt der gemeinsamen Auslieferung von Produkt und Bedienungs anleitung durch die SPL electronics GmbH.

Konstruktion und Schaltungstechnik unterliegen ständiger Weiterentwicklung und Verbesserung. Technische Änderungen bleiben vorbehalten.

© 2012 SPL electronics GmbH. Dieses Handbuch ist urheberrechtlich geschützt. Alle Rechte, technische Änderungen und Druckfehler vorbehalten. Das Kopieren, Vervielfältigen, Übersetzen oder Umsetzen in irgendein elektronisches Medium oder in maschinell lesbare Form im Ganzen oder in Teilen ist nur mit ausdrücklicher schriftlicher Genehmigung der SPL electronics GmbH gestattet. Alle genannten Markennamen sind Warenzeichen der jeweiligen Inhaber.

CE-Konformitätserklärung

Die Konformität diees Geräts zu den EU-Richtlinien wird durch das CE-Zeichen auf dem Gerät bestätigt. Die Konformitätserklärung kann unter der u. a. Adresse eingesehen werden.

SPL Analog Elemental Series - CE-Konformitätserklärung - 1

Hinweise zum Umweltschutz

Am Ende seiner Nutzungsdauer darf dieses Gerät nicht mit dem normalen Hausmüll entsorgt werden. Geben Sie es stattdessen an einer Sammelstelle für Elektro- und Elektronikschrott ab. Die entsprechenden Symbole dafür stehen auf dem Gerät, auf der Verpackung und in der Bedienungsanleitung. Entsprechend ihrer Kennzeichnung können die eingesetzten Materialien wiederverwendet werden. Leisten Sie einen wichtigen Beitrag zum Schutz unserer Umwelt, indem Sie die Wiederverwendung, das Recycling von Rohstoffen oder andere Arten von Altgeräte-Recycling ermöglichen. Weitere Informationen über Ihre zuständige Abfallbeseitigungsstelle erhalten Sie bei Ihrer örtlichen Verwaltung. WEEE-Registrierung: 973 349 88.

SPL Analog Elemental Series - Hinweise zum Umweltschutz - 1

Kontakt

SPL electronics GmbH

Sohlweg 80, 41372 Niederkrüchten

Fon (02163) 98340, Fax (02163) 983420

E-Mail: info@spl.info, Internet: spl.info

© 2012 SPL electronics GmbH. Alle Rechte, technische Änderungen, Irrtümer und Druckfehler vorbehalten. Alle genannten Markennamen sind Warenzeichen der jeweiligen Inhaber. Das SPL-Logo, Analog Code®, Vitalizer® und Atmos® sind eingetragene Warenzeichen der SPL electronics GmbH.

Symbole und Hinweise

SPL Analog Elemental Series - Symbole und Hinweise - 1

DAS BLITZSYMBOL IN EINEM DREIECK WARNT SIE IN DIESE ANLEITUNG VOR DER GEFAHR EINES GEFÄHRLICHEN ELEKTRISCHEN SCHLAGES – DAS GILT FÜR DAS INNERE DES GERÄTS AUCH NOCH EINIGE ZEIT NACH TRENNUNG DES GERÄTS VON DER STROMVERSORGUNG.

DAS AUSRUFEZEICHEN IM DREIECK MACHT SIE IN DIESER ANLEITUNG DARAUF AUFMERKSAM, DASS AN DIESER STELLE WICHTIGE BETRIEBS- UND WARNHINWEISE AUFGEFÜHRT SIND. LESEN SIE DIESE HINWEISE BESONDERS AUFMERKSAM UND FOLGEN SIE DEN HINWEISEN UNTER ALLEN UMSTÄNDEN.

Das Symbol der einzuschaltenden Lampe lenkt Ihre Aufmerksamkeit auf Erklärungen wichtiger Funktionen oder Anwendungen.

Achtung: Führen Sie keine Änderungen an diesem Gerät ohne Genehmigung der SPL electronics GmbH durch. Andernfalls können Sie Garantie-, Gewährleistungs- und Produktunterstützungsansprüche verlieren.

Bewahren Sie diese Anleitung bitte auf. Lesen und befolgen Sie alle Sicherheits- und Betriebsanleitungen vor der Gerätebenutzung aufmerksam. Befolgen Sie alle auf dem Gerät angebrachten und in dieser Anleitung vermerkten Warn- und Sicherheitshinweise.

Anschlüsse: Verwenden Sie nur beschriebene Anschlüsse. Andere Anschlüsse können zu Gefahren und Schäden führen.

Wasser und Feuchtigkeit: Verwenden Sie dieses Gerät nicht in Wassernähe, z. B. neben einem Waschbecken oder einer Badewanne, in einem feuchten Keller, neben Schwimmbecken usw. Es besteht die Gefahr sehr gefährlicher Stromschläge!

Eindringen von Fremdkörpern und Flüssigkeiten: Stecken Sie niemals irgendwelche Fremdkörper durch die Gehäuseöffnungen in das Gerät. Sie können mit gefährlichen Spannungen in Kontakt geraten oder einen Kurzschluss auslösen. Schütten sie niemals Flüssigkeiten jeglicher Art auf das Gerät. In allen Fällen besteht die Gefahr von Geräteschäden, Feuer oder gefährlichen Stromschlägen!

Gerät öffnen: Öffnen Sie das Gerät nicht, weil es dadurch beschädigt werden kann und auch nach Trennung von der Stromversorgung die Gefahr eines Stromschlags besteht.

Stromversorgung: Betreiben Sie das Gerät nur an Spannungsquellen, die auf dem Gerät angegeben sind. Wenden Sie sich im Zweifelsfall an Ihren Händler oder Ihren Stromversorger. Trennen Sie das Gerät von der Stromversorgung, wenn es längere Zeit nicht verwendet wird. Ziehen Sie den Netzstecker aus der Steckdose, um das Gerät von der Stromversorgung zu trennen. Stellen Sie daher sicher, dass der Netzstecker immer zugänglich ist.

Netzkabelschutz: Verlegen Sie Netzkabel stets unter Ausschluss der Gefahr von Kabelquetschungen. Treten Sie daher auch nicht auf das Kabel und legen Sie keine Gegenstände darauf ab. Vermeiden Sie die elektrische Überlastung von Wandsteckdosen, Verlängerungskabeln oder Mehrfachsteckdosen Beachten Sie die Herstellerhinweise. Bei Überlastung besteht Feuergefahr und das Risiko von Stromschlägen.

Blitz: Ziehen Sie vor einem Gewitter den Netzstecker aus der Steckdose (jedoch niemals während eines Gewitters – Lebensgefahr!). Verfahren Sie ebenso mit verbundenen Geräten und ziehen Sie auch ggf. über eine Gerätekette verbundene Antennen-, Telefon- oder Computernetzkabel aus den Anschlussdosen, um das Gerät vor Blitz- oder Überspannungsschäden zu schützen.

Luftzirkulation: Schlitze im Gehäuse dienen der Belüftung, um das Gerät vor Überhitzung zu schützen. Bedecken oder versperren Sie diese Öffnungen niemals. Stellen Sie das Gerät niemals auf eine weiche Unterlage (Teppich, Sofa, Decke o. ä.). Sehen Sie als Abstand zu anderen Geräten sowie bei Schrank- oder Rack-Einbau rundum ca. 4-5 cm Abstand vor.

Regler/Schalter: Betätigen Sie nur Regler und Schalter, die in der Bedienungsanleitung beschrieben werden. Die fehlerhafte Einstellung anderer Regelemente kann zur Beschädigung führen und Reparaturaufwand nach sich ziehen. Betätigen Sie Schalter und Regler niemals gewaltsam.

Reparaturen: Ziehen Sie den Netzstecker aus der Steckdose und lassen Sie nur von qualifizierten Fachkräften eine Reparatur durchführen, wenn Flüssigkeiten, Regen, Wasser oder Fremdkörper in das Gerät gelangt sind, das Gerät heruntergefallen oder auf andere Weise beschädigt worden ist oder das Gerät trotz Beachtung aller Anleitungen nicht normal funktioniert bzw. Veränderungen in der Leistung aufweist.

Schalten Sie vorab die Sicherung des betreffenden Stromkreises ab, falls das Netzkabel oder der Netzstecker beschädigt ist. Ziehen Sie erst dann den Netzstecker.

Ersatzteile: Stellen Sie sicher, dass Servicetechniker Original-Ersatzteile oder Teile mit denselben Spezifikationen wie die Originalteile verwenden. Falsch spezifizierter Ersatz kann Feuer, elektrischen Schlag oder andere Gefahren sowie Folgeschäden verursachen.

Sicherheitsprüfung: Bitten Sie Servicetechniker stets darum, eine Sicherheitsprüfung vorzunehmen, damit der einwandfreie Betriebszustand des Gerätes gewährleistet ist.

Reinigung: Verwenden Sie zur Reinigung keine Lösemittel, damit die Gehäuseoberfläche nicht beschädigt wird. Benutzen Sie ein sauberes, trockenes Tuch, eventuell mit ein wenig säurefreiem Reinigungsöl getränkt. Trennen Sie das Gerät vor der Reinigung von der Stromversorgung.

Der Lieferumfang umfasst das Analog Elemental-Gerät, das Stromanschlusskabel, die Garantiekarte und diese Anleitung.

Bitte bewahren Sie die Originalverpackung auf. Sie können damit das Gerät jederzeit selbst sicher transportieren. Sollte das Gerät einmal gewartet werden müssen, ist mit der Originalverpackung ein transportsicherer Versand gewährleistet.

Inbetriebnahme

SPL Analog Elemental Series - Inbetriebnahme - 1

SPL Analog Elemental Series - Inbetriebnahme - 2

Stellen Sie vor dem Anschluss des Geräts an die Stromversorgung sicher, dass die Position des rückseitigen Spannungswahlschalters der Spannung Ihrer lokalen Stromversorgung entspricht (230V/50 Hz = 220-240 V, 115V/60 Hz = 110-120 Volt). Wenden Sie sich im Zweifelsfall an Ihren Händler, einen qualifizierten Elektriker oder an das örtliche Elektrizitätswerk.

Vor dem Anschließen an die Stromversorgung und an weitere Geräte sind das Gerät und alle daran anzuschließenden Geräte auszuschalten. Ebenso ist das Gerät vor jeder Änderung der Verkabelung stets auszuschalten. Befolgen Sie alle Sicherheitshinweise auf Seite 5 und lesen Sie die weiteren Informationen zu Verkabelung und Anschlüssen ab Seite 10, bevor Sie das Gerät anschließen und einschalten.

Aufstellung

Platzieren Sie das Gerät ausschließlich auf einer festen, ebenen und geraden Unterlage. Das Gehäuse des Geräts ist weitgehend gegen elektromagnetische und hochfrequente Einstreuungen geschützt. Dennoch ist Sorgfalt bei der Wahl des Aufstellplatzes angebracht, um nachteilige Effekte durch eventuell einfallende Störsignale oder -potentiale auszuschließen. Stellen Sie das Gerät weder in der Nähe von Störquellen wie Transformatoren und Motoren oder hochspannungsführenden Leitungen und Geräten noch unmittelbar über oder unter Endstufen und digitalen Prozessoren auf. Stellen Sie das Gerät nicht an einem Platz mit direkter Sonneneinstrahlung oder nahe einer Heizung auf. Vermeiden Sie allgemein die Einwirkung von Vibrationen, Rauch, Staub oder Schmutz, Hitze oder Kälte. Sorgen sie stets für ausreichende Luftzirkulation: halten Sie seitlich und nach oben einen Abstand von 4-5 cm zu anderen Geräten ein.

Einleitung

Die analogen Elemente

Bei der Entwicklung unserer Geräte stehen zwei Maximen immer im Vordergrund: Innovation und Bedienungsfreundlichkeit. In vielen Fällen greifen beide Ansätze ineinander, so dass eine gute Produktidee oft auch sehr einfach zu handhaben ist, wenn sie als musikalisch sinnvolle Lösung umgesetzt wird. Kein Zufall also, dass „Ein-Knopf“-Geräte wie der SPL De-Esser oder DynaMaxx-Kompressor schon viele Jahre erfolgreich sind und längst zu den Klassikern unserer Produkte zählen.

Ursprünglich in 1 HE-/19-Zoll-Formaten umgesetzt, reizte uns aber die altbekannte modulare Bauweise für nahezu alle unsere Vorverstärker und Prozessoren seit jeher, würde sie doch allen Kunden mit individuellen Konfigurationswünschen entgegen kommen. Mit der RackPack-Serie setzten wir dann endlich ein Modulsystem um, in dem sechs verschiedene Module in drei Rahmenvarianten verwendet werden können:

• Premium Mikrofonvorverstärker: High-End-Vorverstärker mit Übertragern
• Preference Mikrofonvorverstärker: Solider Preamp, ideal für Mehrkanallösungen
- Dual-Band De-Esser: Zweite Generation unseres einzigartigen De-Essers mit Phasenauslöschung
- DynaMaxx: Zweite Generation des mit signalabhängiger Automation wohl besten Set & Forget-Kompressors
- Transient Designer: Zweite Generation des Originals vom Erfinder der Transienten-Tools
• TwinTube: Röhrenprozessor für Sättigungs- und Harmonics-Effekte

SPL Analog Elemental Series - Die analogen Elemente - 1

Entscheidend für die Auswahl der Module war das Ziel, eine elementare Sammlung analoger Bausteine für die Musikproduktion zusammenstellen zu können. Bestimmte Module wurden dafür neu entwickelt (Premium- und Preference-Vorverstärker, TwinTube-Prozessor), andere wurden an das Modulformat angepasst und bei der Gelegenheit auch gleich überarbeitet – heraus kam dabei die zweite Generation der Prozessoren DynaMaxx, Dual-Band De-Esser und Transient Designer.

Die Signalprozessoren der zweiten Generation

Die Weiterentwicklung der Prozessoren brachte folgende Fortschritte:

  • Für alle drei Prozessoren, die überarbeitet wurden, haben wir die Betriebsspannung von +/-15 auf +/-18 Volt erhöht. Da jeder Schaltung das Spannungs-/Leistungsverhältnis zu Grunde liegt, wird so die Leistungsfähigkeit einer Schaltung erhöht – Dynamikumfang, Rauschabstand, Klirrfaktor können verbessert werden.
    • Dual-Band-De-Esser: Zwei Bänder für zugleich flexibleres und und präziseres Eingreifen
    • DynaMaxx: Modifikation zur optionalen Übertragerbestückung.
  • Transient Designer: zusätzlicher Ausgangspegelregler – eine wichtige Ergänzung in der Anwendung, um Pegelzuwächse sofort unter Kontrolle halten zu können.

Konzept und Kategorien der Analog Elemental Series

Um die Entwicklungsarbeiten an unseren analogen Elementen nun auch in Einzelgeräte einfließen zu lassen, haben wir schließlich die Analog Elemental-Serie konzipiert. Jede Einheit kombiniert zwei Module. Anwendungsbezogen verteilen sich die resultierenden Einheiten auf drei Produktkategorien:

  1. Vorverstärker aus je zwei Premium- oder Preference-Modulen – die herausragenden Preamps der RackPack-Modulserie jetzt in 19-Zoll-Einheiten auf einer HE.
  2. Kanalzüge aus Vorverstärker- und Processing Modulen – perfekte Frontends mit individueller Processing-Anpassung für Stimmen oder Instrumente.
  3. Processing-Einheiten zur gezielten Ergänzung des analogen Outboard-Equipments.

Mit dem Analog-Elemental-Konzept ist also jede Wunschkonfiguration aus SPLs elementaren Processing-Tools machbar. Jede Modulkombination ergibt ein individuell hervorragendes Gerät. Die wichtigsten Aspekte der jeweiligen Konfiguration heben wir hier kurz hervor.

Zweikanalige Vorverstärker

Premium Preamplifiers

Es gehört schon Einiges dazu, Weltklasseaufnahmen zu machen. Auf gar keinen Fall fehlen darf dabei eine herausragende, über jeden Zweifel erhabene klangliche Grundlage. Die schafft man mit Mikrofonen und Vorverstärkern, die hinsichtlich Übertragungs- und Impulsverhalten nicht limitiert sind. Die Premium-Preamps von SPL gehören zweifellos dazu: Meisterwerke von SPL-Gründer Wolfgang Neumann mit integrierten Übertragern, die als klassische Transistoreinheiten jeden in Ihren Bann ziehen, der einmal mit ihnen gearbeitet hat. Die Bestückung mit zwei Premium-Modulen ergibt dementsprechend einen zweikanaligen Vorverstärker, der keinen Vergleich scheuen muss – unabhängig von der Preisklasse. Modellnummer: 1212.

Preference Preamplifiers

Entwicklungsziel bei den Preference-Vorverstärkern war die Verbindung von professioneller Klangqualität mit höchster Zuverlässigkeit. Unsere jahrzehntelange Erfahrung im Bau von Mikrofon- und Instrumenten-Vorverstärkern gewährleistet zudem eine optimale Preisleistung zu erzielen. Das Resultat kann sich in allen üblichen Anwendungsbereichen hören lassen: Bei Studio- oder Live-Einsätzen bilden die Preference Preamplifiers die Grundlage für eine beeindruckende Produktion. Auch perfekt geeignet, um in Interfaces oder Mischpulte integrierte Vorverstärker hörbar besser zu ersetzen. Modellnummer: 1211.

……

Kanalzüge

Premium oder Preference Preamp & DynaMaxx

Sie spielen ein Instrument, oder müssen Instrumente häufig aufnehmen. Es gibt wahn-sinnig viele Lösungen dafür – aber was zählt, ist das Resultat. Unser Weg zu einem hervorragenden Resultat dürfte der mit Abstand kürzeste sein – denn er führt im Prinzip über nur zwei Regler: „Gain“ (Vorverstärkung) und „Compression“. Übrigens natürlich auch bei der Stimmaufnahme. Die High-End-Alternative zur Preference-/DynaMaxx-Combo, Modell 1223, ist die Premium-/DynaMaxx-Bestückung, Modell 1233.

Premium oder Preference Preamp & Dual Band De-Esser

Die Kombination eines Premium- oder Preference-Vorverstärkers mit dem Dual-Band De-Esser erhält den Klangcharakter und das Timbre der Stimme auch bei intensiveren Eingriffen. Bei allen Live-Anwendungen eine unschlagbare Kombination. Die High-End-Alternative zur Preference-/Dual-Band De-Esser-Combo, Modell 1229, ist die Premium-/Dual-Band De-Esser-Bestückung, Modell 1239.

Premium oder Preference Preamp & TwinTube

Die Kombination eines Vorverstärkers mit dem TwinTube Röhreneffektprozessor erlaubt faszinierende Gestaltungsmöglichkeiten. Die beiden vollkommen getrennt anwendbaren Röhreneffekte – Saturation und Harmonics – können Stimmen sowohl sonorer und erdiger klingen lassen als auch Ihre Präsenz hervorheben und die Obertonspektren betonen. Durchsetzungsfähigkeit, Präsenz, Autorität, Schmelz ... holen Sie alles aus dem Charakter einer Stimme heraus. Die High-End-Alternative zur Preference-/TwinTube-Combo, Modell 1224, ist die Premium-/TwinTube-Bestückung, Modell 1234.

Processing-Einheiten

Dual-Band De-Essers

Wer genau zwei Dual-Band De-Esser-Einheiten braucht, hat hier die perfekte 19-Zoll-Lösung auf einer HE. Bei größerem Bedarf bietet sich bereits ein RackPack-Rahmen an (4er- oder 8er Frames, 19 Zoll/3 HE mit den identischen Modulen der Analog Elemental Series).

Mit dieser Kombination kann Processing-Bedarf gezielt ergänzt werden - De-Essing und TwinTube-Bearbeitung bieten sich bei vielen Stimmen an und können daher eine optimale Ergänzung zu guten Vorverstärkern sein. Modellnummer: 1294.

Dual-Band De-Esser & DynaMaxx

Eine sehr schöne Processing-Kombination für den Vokalbereich. Die beiden äußerst lässigen Ein-Knopf-Prozessoren von SPL unter einer Haube zu haben, ist aufregend und beruhigend zugleich: man beginnt sofort, sich auf diese faszinierenden Ergebnisse zu verlassen. Modellnummer: 1293.

TwinTube Processors

Als einer der weltbesten Röhrenprozessoren vereint der TwinTube die beiden wohl wichtigsten mit Röhren erzeugbaren Artefakte: Sättigungs- und Obertoneffekte (Saturation und Harmonics). Die klangliche Wärme, Präsenz und Geschmeidigkeit satter, analoger Röhren- und Spulenfilterung kann nahezu jede Produktion veredeln und ist auf kein musikalisches Genre beschränkt. Modellnummer: 1214.

Die zweite Generation des Transient Designers (mit Ausgangspegelregler) und der sensationelle TwinTube in einer elementaren Processing-Einheit: auch diese Kombination kann in vielen Fällen klaffende Lücken schließen, die zuvor im Analog-Arsenal eines Studios gefehlt haben. Zudem kann auch hier das Ganze mehr bewirken als die Summe seiner Teile: Mit dem Transient Designer können Klanganteile sehr deutlich hervorgehoben werden, die mit dem TwinTube bearbeitet werden sollen. Sehr effektiv bei allen Arten perkussiver Signale – die Röhrenergänzung tut dem Transient Designer unglaublich gut und eröffnet großen klanggestalterischen Spielraum. Modellnummer 1254.

Optionale Ausstattung

  • Option für alle Processing-Module: Lundahl-Übertrager für Eingang und Ausgang. Bei Premium-Vorverstärkermodulen sind Ein- und Augangsübertrager fest integriert, Preference-Vorverstärkermodule können nicht mit Übertragern ausgestattet werden. Die Übertrageraustattung ist von außen nicht sichtbar und nur beim Kauf verfügbar; eine Nachrüstung ist nicht vorgesehen. Weitere Informationen zu Übertragern im nächsten Abschnitt.
  • Option für jede Analog-Elemental-Einheit: zusätzlicher Digitalausang über ein Wandlermodul. Das Modul kann beim Kauf oder nachträglich bestückt werden. Bei Fragen dazu wenden Sie sich bitte an Ihren Händler. Auf Seite 11 sehen Sie ein Anschlussdiagramm für das Wandlermodul.
  • Zusatzfunktion für Kanalzug-Einheiten: Der Kanalzug-Schalter auf der Rückseite, nach dessen Aktivierung das Ausgangssignal des ersten Moduls intern direkt zum Eingang des zweiten Moduls weitergeleitet wird – eine externe Verkabelung der Module ist dann nicht erforderlich.

Information zu Übertragern

Alle Processing-Module können im Ein- und Ausgang auch mit Übertragern bestückt geliefert werden. Der Premium Mic Pre ist grundsätzlich mit Übertragern ausgestattet, der Preference Mic Pre kann grundsätzlich nicht mit Übertragern bestückt werden.

Übertrager sind Transformatoren, die alternativ zu elektronischen Symmetriestufen in den Ein- und Ausgängen verwendet werden können. Diese Bauelemente sind in vielen Klassikern der analogen Tontechnik zu finden. Wir sind der Meinung, dass die „Wärme“ vieler alter Analoggeräte, die häufig nur auf Röhrentechnik bezogen wird, auch von Übertragern herrühren dürfte: Der Bass- und Grundtonbereich wird runder, voller und erhält mehr Druck, der Hoch- und Obertonbereich klingt etwas seidiger und präsenter (hier jedoch ohne Betonung oder Anhebung).

Gründe sind reduzierte Anteile ungerader Obertöne (die für harte Hochtoneindrücke verantwortlich sind) und eine gewisse Trägheit der Trafospulen gegenüber elektronischen Stufen, die zu der voluminöseren Tieftoncharakteristik führt. Wir empfinden Übertrager klanglich vor allem bei Stimmen als vorteilhaft. Für höchste Präzision und Geschwindigkeit in der Signalübertragung (Transientenverarbeitung) sind jedoch elektronische Stufen besser.

Ein weiterer Aspekt bei der Ausstattung mit Übertragern ist erhöhte Betriebssicherheit: Bei Ausstattung mit Ein- und Ausgangsübertragern und komplett symmetrischer Verkabelung können über die Signalanschlüsse keine Spannungen mehr ins Gerät gelangen, die zu Schäden führen (Galvanische Trennung: induktive Signalübertragung ohne statische Verbindung). Brummfreiheit ist dann auch garantiert. Und zu guter Letzt treiben Übertrager sehr lange Kabelwege, was spätestens bei Live-Anwendungen erfreulich ist.

Unterm Strich ist es also eine Frage des Geschmacks, der hauptsächlichen Anwendung oder z. B. mikrofonabhängig, ob der Einsatz von Übertragern sinnvoll ist.

Übergreifende Technische Daten

Spannungsversorgung Ringkerntransformator

Sicherungen 230 V AC, 50 Hz: 315 mA

120 V AC, 60 Hz: 630 mA

Spannungswahlschalter 115V/230V

Leistungsaufnahme bei 230V:9,1W/10,8VA

bei 115 V: 5,6 W/7,1 VA

Maße und Gewicht

Gehäuse (B x H x T) 482 x 88 x 320 mm (Tiefe mit Reglern und Buchsen)

Gewicht: ca. 4,6 kg

Gewicht mit Premium-Modul(en): ca. 4,9 kg

Gewicht mit TwinTube-Modul(en): ca. 4,8 kg

SPL Analog Elemental Series - Maße und Gewicht - 1

flowchart
graph TD
    A["Anschlussdiagramm für Mikrofonvorverstärker-Module"] --> B["Mischpult, Steckfeld, DAW/Wandler"]
    A --> C["Mikrofon Mikrofon"]
    A --> D["Line-Signal Line-Signal"]
    B --> E["PRO numbered GND"]
    C --> F["PRO numbered ON"]
    D --> G["PRO numbered CH1"]
    E --> H["CONTROL Signals: 230V - 50Hz, 315mA slow, 115V - 60Hz, 630mA slow"]
    F --> I["CONTROL Signals: 230V - 50Hz, 315mA slow, 115V - 60Hz, 630mA slow"]
    G --> J["CONTROL Signals: 230V - 50Hz, 315mA slow, 115V - 60Hz, 630mA slow"]
    H --> K["CONTROL Signals: 230V - 50Hz, 315mA slow, 115V - 60Hz, 630mA slow"]
    I --> L["CONTROL Signals: 230V - 50Hz, 315mA slow, 115V - 60Hz, 630mA slow"]
    J --> M["CONTROL Signals: 230V - 50Hz, 315mA slow, 115V - 60Hz, 630mA slow"]
    K --> N["CONTROL Signals: 230V - 50Hz, 315mA slow, 115V - 60Hz, 630mA slow"]
    L --> O["CONTROL Signals: 230V - 50Hz, 315mA slow, 115V - 60Hz, 630mA slow"]
    M --> P["CONTROL Signals: 230V - 50Hz, 315mA slow, 115V - 60Hz, 630mA slow"]
    N --> Q["CONTROL Signals: 230V - 50Hz, 315mA slow, 115V - 60Hz, 630mA slow"]
    O --> R["CONTROL Signals: 230V - 50Hz, 315mA slow, 115V - 60Hz, 630mA slow"]
    P --> S["CONTROL Signals: 230V - 50Hz, 315mA slow, 115V - 60Hz, 630mA slow"]
    Q --> T["CONTROL Signals: 230V - 50Hz, 315mA slow, 115V - 60Hz, 630mA slow"]
    R --> U["CONTROL Signals: 230V - 50Hz, 315mA slow, 115V - 60Hz, 630mA slow"]
    S --> V["CONTROL Signals: 230V - 50Hz, 315mA slow, 115V - 60Hz, 630mA slow"]
    T --> W["CONTROL Signals: 230V - 50Hz, 315mA slow, 115V - 60Hz, 630mA slow"]
    U --> X["CONTROL Signals: 230V - 50Hz, 315mA slow, 115V - 60Hz, 630mA slow"]
    V --> Y["CONTROL Signals: 230V - 50Hz, 315mA slow, 115V - 60Hz, 630mA slow"]
    W --> Z["CONTROL Signals: 230V - 50Hz, 315mA slow, 115V - 60Hz, 630mA slow"]
    X --> AA["CONTROL Signals: 230V - 50Hz, 315mA slow, 115V - 60Hz, 630mA slow"]
    Y --> AB["CONTROL Signals: 230V - 50Hz, 315mA slow, 115V - 60Hz, 630mA slow"]
    Z --> AC["CONTROL Signals: 230V - 50Hz, 315mA slow, 115V - 60Hz, 630mA slow"]

Die Geräte der Analog Elemental Serie weisen je nach Bestückung und Ausstattung drei verschiedene Rückseiten auf. Die Zusatzelemente sind der optionale AD-Wandler (Digitalausgang) und der Kanalzugschalter, nach dessen Aktivierung das Ausgangssignal des ersten Moduls intern direkt zum Eingang des zweiten Moduls weitergeleitet wird - eine externe Verkabelung der Module ist dann nicht erforderlich.

Rückseite 1
VOLTAGE FUSE 250V ~ 500Hz 3000kA 500W spl GND LIFT 115V ~ 60Hz 3.5 A dano SOD TAWBOW 95% W 97% WAFIRIO 18" SICUUM & BANANA 14" SICUUM & BANANA OUTING. 2 2" SICUUM BI OUTING. 1 SERIAL No. MADE IN GERMANY splinfo

Ohne Wandler, ohne Kanalzugschalter (Beispielkonfiguration: zwei Vorverstärkermodule).

Rückseite 2
SPL Analog Elemental Series - Maße und Gewicht - 3

Ohne Wandler, mit Kanalzugschalter (Beispielkonfiguration: Kanalzug aus Vorverstärker- und Processing-Modul).

Rückseite 3
SPL Analog Elemental Series - Maße und Gewicht - 4

Mit Wandler und Kanalzugschalter (Beispielkonfiguration: Kanalzug aus Vorverstärker- und Processing-Modul, bestückt mit optionalem Digitalausgang).

Optionaler Wandler: Anschlussdiagramm

Der optionale AD-Wandler stellt einen zusätzlichen Digitalausgang bereit. Das Diagramm zeigt den Anschluss an ein Interface, alles Weitere entnehmen Sie bitte der Anleitung des Wandlermoduls.

SPL Analog Elemental Series - Optionaler Wandler: Anschlussdiagramm - 1

flowchart
graph TD
    A["DAW/Interface (Ausgang)"] --> B["DAW/Interface (Eingang)"]
    B --> C["Model size: 192 kHz when clocked output"]
    C --> D["AD 24/592 Converter"]
    C --> E["SAMPLE: 44.1 x2"]
    C --> F["SPDI: 37% OFF"]
    C --> G["SPDI OUTPUT: OPTICAL OUTPUT"]
    C --> H["OPTICAL OUTPUT: Main German"]
    C --> I["WARRANTS: REDUCT AOK OF FIRE OR ELECTRIC SHOCK DO NOT EXPOSE THIS UNIT TO BAIN OR MOUSTURE. DISCONNECT MAINS BEFORE REMOVING COVER. THIS EQUIPMENT MUST BE GARTLED."]

SPL Analog Elemental Series - Optionaler Wandler: Anschlussdiagramm - 2

Signalanschluss

Schalten Sie vor dem ersten Anschluss und bei allen weiteren Kabelanschlussarbeiten das Gerät und alle daran anzuschließenden Geräte aus. Andernfalls besteht die Gefahr von Gehör- und Geräteschäden.

Ein- und Ausgangselektronik

Die Ein- und Ausgangselektronik des Geräts hält durch Überbrückungsschaltungen auch bei Geräte- oder Stromausfällen den Signalfluss aufrecht (Stromausfallsicherung). Die Überbrückungsschaltungen basieren auf hochwertigen Relais. Die Kontaktflächen sind für hohe Leitfähigkeit vergoldet und gekapselt, um atmosphärische oder klimatische Einflüsse auszuschließen.

XLR-Buchsen

Alle Signalanschlüsse erfolgen über symmetrische beschaltete XLR-Buchsen. Eingänge sind immer weiblich und nehmen männliche Stecker auf, umgekehrt sind Ausgänge immer männlich. Alles in allem ein nachvollziehbares Prinzip.

SPL Analog Elemental Series - XLR-Buchsen - 1

Symmetrische Verbindungen

Es ist unmöglich, ein einzelnes Signal mit Sicherheit störungsfrei zu übertragen, da Abschirmungen nur gegen elektrische, aber nicht gegen elektromagnetische Wechselfelder wirken. Motoren, Transformatoren oder wechselstromführende Leitungen können immer Störungen induzieren. Aber selbst wenn die Übertragung gelänge, würden Unterschiede bei den Masse-Wechselpotentialen zwischen Sender und Empfänger Störungen erzeugen. Bei symmetrischen Verbindungen wird neben dem Audio-Signal zusätzlich ein identisches Referenzsignal mit umgekehrter Polarität übertragen. Neben diesen positiven und negativen Signalleitungen wird über einen dritten Leiter das Massesignal geführt und so vom Signal getrennt. Ein- und Ausgänge einer symmetrischen Verbindungen arbeiten als Sender und Empfänger, wobei der Empfänger durch eine Differenzbildung aus Nutz- und Referenzsignal die Störeinflüsse eliminieren kann.

Unsymmetrische Verbindungen (Cinch, Mono-Klinke)

Unsymmetrische Verbindungen von und zu Cinch- oder Mono-Klinkenbuchsen sind ohne Adapter möglich. Wichtig ist die korrekte Polung der drei XLR-Leiter. Die Abbildung zeigt die Pinbelegung aller XLR-Buchsen sowie die korrekte Polung für eine Verbindung bei unsymmetrischer Verkabelung:

Eingang Ausgang
symmetrisch unsymmetrisch
2 1 3

2 1 3

1=GND 2=heiss (+) 3=kalt (-)

symmetrisch unsymmetrisch
1 2 3 (+)

1 2 3

Verbindungen zu Cinch-Buchsen sind immer unsymmetrisch, Verbindungen zu Klinkenbuchsen können sowohl symmetrisch (dreipolige Klinke/Stereo) als auch unsymmetrisch (zweipolige Klinke/Mono) sein. Wir empfehlen die Verwendung individuell konfigurierter Kabel von XLR auf Cinch/Klinke, um auf Adapter verzichten zu können. Diese sind im Fachhandel erhältlich. Anhand der oben abgebildeten XLR-Pinbelegungsgrafik kann der Fachhändler sicherstellen, das richtig konfigurierte Kabel zur Verfügung zu stellen.

SPL Analog Elemental Series - Unsymmetrische Verbindungen (Cinch, Mono-Klinke) - 5

Netzspannungsanschluss und Sicherung

Schließen Sie das mitgelieferte, dreipolige Kaltgeräte-Netzkabel an die dreipolige Standard-IEC-Anschlussbuchse an. Transformator, Stromkabel und Kaltgerätebuchse entsprechen den VDE-, UL- und CSA-Bestimmungen.

Die Stromsicherung (träge) ist von außen zugänglich: sie befindet sich hinter der Klappe rechts von der Netzbuchse und hat einen Wert von 315 mA (230 V) bzw. 630 mA (115 V).

Spannungswahlschalter (VOLTAGE)

Mit dem Spannungswahlschalter passen Sie das Netzteil der jeweiligen Spannung an, die lokal zur Verfügung steht. Im Diagramm links ist die Einstellung für 230 V aktiviert.

WICHTIG: Stellen Sie vor dem Anschluss des Geräts an das Stromversorgungsnetz sicher, dass die Position des rückseitigen Spannungswahlschalters der Spannung Ihrer lokalen Stromversorgung entspricht (230 V/50 Hz oder 115 V/60 Hz).

Ein-/Aus-Schalter (POWER)

Mit dem rückseitigen POWER-Schalter schalten Sie das Gerät ein oder aus. Die VU-Meter auf der Frontseite leuchten, wenn das Gerät eingeschaltet ist – unabhängig von der Stellung des ACTIVE-Schalters. Sie erfüllen damit auch die Aufgabe der Betriebsanzeige.

GND Lift

Mit dem GND Lift-Schalter können Brummschleifen behoben werden, indem bei gedrücktem Schalter die interne Masse von der Gehäusemasse getrennt wird. Brummschleifen können beispielsweise auftreten, wenn Sie die Analog-Elemental-Einheit an Geräte mit einem anderen Erdpotential anschließen. Im Normalfall ist der Schalter daher deaktiviert, damit die Abschirmwirkung des Gehäuses erhalten bleibt.

Kanalzugschalter (Ch. 1 OUT = Ch.2 IN)

Der Kanalzugschalter verbindet geräteintern zwei Module direkt miteinander, sofern sich ein solcher Signalfluss anbietet. Das ist der Fall bei Bestückung einer Analog Elemental-Einheit mit einem Vorverstärker- und einem Processing-Modul (Kanalzug-Konfiguration). Das Ausgangssignal des Vorverstärkers wird bei Schalterstellung „ON“ direkt in den Eingang des Processing-Moduls gespeist werden. Dadurch entfällt die Notwendigkeit, diesen Signalfluss über die entsprechende Verkabelung der Ein- und Ausgangsbuchsen beider Module herzustellen.

SPL Analog Elemental Series - Kanalzugschalter (Ch. 1 OUT = Ch.2 IN) - 1

SPL Analog Elemental Series - Kanalzugschalter (Ch. 1 OUT = Ch.2 IN) - 2

SPL Analog Elemental Series - Kanalzugschalter (Ch. 1 OUT = Ch.2 IN) - 3

SPL Analog Elemental Series - Kanalzugschalter (Ch. 1 OUT = Ch.2 IN) - 4

SPL Analog Elemental Series - Kanalzugschalter (Ch. 1 OUT = Ch.2 IN) - 5

SPL Analog Elemental Series - Kanalzugschalter (Ch. 1 OUT = Ch.2 IN) - 6

SPL Analog Elemental Series - Kanalzugschalter (Ch. 1 OUT = Ch.2 IN) - 7

Die Geräte der Analog Elemental Series vereinen je zwei der folgenden Module. Einzelheiten zur Konzeption der Gerätekategorien finden Sie in der Einleitung ab Seite 8, hier folgen detaillierte Beschreibungen der einzelnen Module.

Premium Mic Pre | Einleitung

20 10 7 5 3 1 8 2 -5 30 50 70 60 4 + VU - spl -VU- PPM -10 48V Ø PAD MIC GAI 22 26 30 34 38 18 22 26 19 21 24 72 dB Premium Preamplifier

Bei der Aufnahme akustischer Instrumente oder Stimmen ist eine Mikrofonierung unabdingbar. Das Ausgangssignal eines Mikrofons ist dabei sehr pegelschwach und muss von einem Vorverstärker auf den Studio- bzw. Line-Pegel von o dB gebracht werden. Dazu können Signalverstärkungen um den Faktor 2000 und mehr nötig werden. Für die dabei erzielbare Signalqualität kommt dem Vorverstärker eine entsprechend hohe Bedeutung zu. Ein guter, übersteuerungsfester Mikrofonvorverstärker ist daher der definierte Anspruch, um Stimmen oder akustische Instrumente mit hinreichendem Dynamikumfang und ohne Klangverfärbungen aufzuzeichnen.

Die im Kapitel „Technik“ ab Seite 17 beschriebenen Merkmale zeigen auf, mit welchen Mitteln der in allen Mikrofonierungsanwendungen einsetzbare Premium Mic Pre diesen Anspruch auf sehr hohem Niveau erreicht und darüber hinaus auch in kritischen Installationssituationen hervorragende Ergebnisse liefert. Auch weniger technisch Interessierten wird dieser Abschnitt verdeutlichen, wie hoch der Aufwand in Entwicklung, Schaltungstechnik, Bauteilauswahl und Herstellung beim Premium Mic Pre ist. Daraus leiten wir ein herausragendes Preis-/Leistungsverhältnis ab – mit der Betonung auf Leistung, so dass die klangliche Qualität des Premium Mic Pre keinen Vergleich scheuen muss.

Ausstattung

  • Der Premium Mic Pre bietet Vorverstärkungen bis zu +72dB bei minimalem Rauschen und hoher Gleichtaktunterdrückung. Die Eingangsübersteuerungsfestigkeit liegt bei +10 dBu.
  • Mikrofoneingang und -ausgang sind mit hochwertigen Lundahl-Übertragern ausgestattet.
  • Ein VU-Meter mit zwei Anzeigemodi für Durchschnittspegel (VU) und Spitzenpegel (PPM) gibt Auskunft über die Ausgangspegel.
  • Für Kondensatormikrofone steht eine sehr stabile 48-V-Phantomspeisung zur Verfügung.
  • Mit dem Phasenumkehrschalter kann die Polarität des Mikrofons getauscht werden.
  • Ein Hochpassfilter schützt vor tieffrequenten akustischen Störungen (auch Trittschall- oder Rumpelfilter genannt).

Premium Mic Pre | Bedienelemente

SPL Analog Elemental Series - Premium Mic Pre | Bedienelemente - 1

Mic Gain

Mit dem Mic Gain-Regler bestimmen Sie die Vorverstärkung des Mikrofonsignals. Der Regelbereich reicht von +18 dB bis +72 dB.

Die Übersteuerungsfestigkeit der Eingangsstufe liegt bei 10 dBu. Der über den Mic Gain-Regler eingestellte Wert liegt als Signalpegel am Ausgang des Moduls an.

Bei der Einstellung des Mic Gain-Wertes müssen Sie den Wandlertyp (Kondensator- oder dynamisches Mikrofon) und den Feldübertragungsfaktor des Mikrofontyps beachten. Der Feldübertragungsfaktor eines dynamischen Mikrofons liegt bei etwa 2mV/Pa, der eines Kondensatormikrofons kann bis zu 20mV/Pa betragen, was einer Ausgangspegelerhöhung von 20dB entspricht. Ebenfalls gehören der Schalldruck der aufzunehmenden Schallquelle, der Abstand des Mikrofons und die Raumakustik zu den Faktoren, die Sie bei der Einstellung der Vorverstärkung beachten müssen.

SPL Analog Elemental Series - Mic Gain - 1

Zur Aussteuerung

Für korrekte VU-Anzeigewerte sollten Sie den -10dB-Schalter zunächst immer deaktivieren (siehe „-10 dB“ weiter unten). Jetzt drehen Sie den Gain-Regler soweit auf, bis das VU-Meter Höchstwerte in einem Bereich von odB bis +3dB anzeigt. Bei diesem Pegel ist gewährleistet, dass auch bei plötzlichen Dynamikspitzen keine Übersteuerungen auftreten. Beachten Sie, dass die VU-Anzeige im VU-Modus Durchschnittspegelwerte anzeigt, der Spitzenpegel jedoch deutlich höher liegen kann (bis zu +10 dB). Schalten Sie ggf. in den PPM-Modus, um genauen Aufschluss über die Spitzenpegelwerte zu bekommen.

Bei einer Aussteuerung zwischen o dB und +3 dB im VU-Modus sind Sie in der Regel immer auf der sicheren Seite. Bei sehr pegelstarken Signalen, z. B. Schlagzeug, können Sie den PAD-Schalter aktivieren (siehe „Pad“ auf Seite 16). Wenn schon bei der Minimalverstärkung zu hohe Pegelwerte angezeigt werden, wird dadurch der Eingangspegel reduziert, so dass Sie sich mit dem Mic Gain-Regler wieder in einem brauchbaren Arbeitsbereich zur Vorverstärkungseinstellung bewegen. Wissen Sie dagegen schon vorher, dass der Eingangspegelsehrkonstantist, sind auch höhere Aussteuerungen möglich. SchaltenSieggf. den -10 dB-Schalter ein, um den Anzeigenbereich nach oben hin zu erweitern.

SPL Analog Elemental Series - Zur Aussteuerung - 1

VU-Meter

Die VU-Anzeige (VU = Volume Unit) zeigt die Vorverstärkerausgangs-pegel an. Der Anzeigenbereich reicht von -20dB bis +6dB. Bei Bedarf können Sie die Empfindlichkeit um 10dB herabsetzen, so dass der Anzeigenbereich bis +16 dB Ausgangspegel reicht (siehe „-10dB“ weiter unten). Beachten Sie auch die weiteren Informationen im vorherigen Abschnitt „Zur Aussteuerung“.

Das VU-Meter ist eine Sonderanfertigung nach SPL-Spezifikationen, das dank einer optimalen Ballistik eine ausgewogene optische Wahrnehmung des Audiosignals gewährleistet. Es bietet als zusätzliche Besonderheit zwei Anzeige-Modi: VU und PPM. Der VU-Modus zeigt Durchschnittspegel an und gibt daher eher Aufschluss über die gesamte Lautheit des Signals. Der PPM-Modus (PPM = Peak Program Meter) zeigt Spitzenpegel an. Die zeitliche Kalibration der VU-Anzeige entspricht den BBC-Anforderungen. Im VU-Modus bewegt sich die Anstiegszeit bis odB bei ca. 300ms. Im PPM-Modus liegt die Anstiegsgeschwindigkeit bis odB bei ca. 2ms und die Rücklaufzeit bis auf -20dB bei 1,5 Sekunden. So sind auch kurze Peaks bis etwa +5dB sichtbar, da der Zeiger nicht jedesmal den gesamte Weg des Anzeigenbereichs zurücklegen muss.

SPL Analog Elemental Series - VU-Meter - 1

PPM

Mit dem PPM-Schalter können Sie die Anzeigencharakteristik vom VU-Modus (Schalter deaktiviert und leuchtet nicht) auf den PPM-Modus umschalten (Schalter aktiviert und leuchtet). Die PPM-Anzeige entspricht Anzeigen an AD-Wandlern. Dort ist der Spitzenwert von Interesse, damit der Wandler nicht übersteuert wird und hörbar verzerrt. Da die Spitzenpegel immer über dem Durchschnittspiegel liegen, ist es wahrscheinlich meistens sinnvoll, auch den -10dB-Schalter zu drücken, damit die VU-Anzeige nicht im Rechtsanschlag hängen bleibt.

SPL Analog Elemental Series - PPM - 1

-10

Mit diesem Schalter können Sie die Anzeigenempfindlichkeit der VU-Anzeige verändern. Wenn Sie den -10-dB-Schalter aktivieren (Schalter leuchtet), wird die Anzeigenempfindlichkeit um 10dB herabgesetzt. Die Zeigerstellung bei o dB auf der VU entspricht nun einem Ausgangswert von +10 dBu. Sie können jetzt Pegel im Bereich bis +15 dBu ablesen. Die 10-dB-Reduktion müssen Sie immer zum Anzeigenwert addieren, falls Sie den Wert mit externen Anzeigen (z. B. am AD-Wandler) vergleichen.

SPL Analog Elemental Series - -10 - 1

SPL Analog Elemental Series - -10 - 2

48-V-Phantomspeisung

Die 48-Volt-Phantomspeisung dient zur Speisung von Kondensator-mikrofonen mit eingebauten Vorverstärkern. Deren einwandfreier Betrieb setzt eine stabile, rauscharme Spannungsversorgung voraus, daher wird die Spannung präzise auf 48 V gehalten und ein maximaler Strom von 14 mA geliefert – dies reicht aus für alle Mikrofontypen.

SPL Analog Elemental Series - 48-V-Phantomspeisung - 1

WICHTIG: Sie können alle Kondensatormikrofone mit symmetrischem, erdfreiem Ausgang mit Phantomspeisung betreiben. Ein Mikrofon mit unsymmetrischem Ausgang dürfen Sie nur bei ausgeschalteter Phantomspeisung betreiben!

Wir empfehlen bei allen anderen Mikrofontypen außer Kondensatormikrofonen die Phantomspeisung abzuschalten. Röhrenmikrofone beziehen ihre Betriebsspannung aus dem dazugehörigen Netzteil und brauchen daher auch keine Phantomspeisung.

SPL Analog Elemental Series - 48-V-Phantomspeisung - 2

GEHEN SIE ZUR NUTZUNG DER PHANTOMSPEISUNG UNBEDINGT WIE FOLGT VOR, ANDERNFALLS KÖNNEN DIE EINGANGSSTUFEN DES Premium Mic Pre BESCHÄDIGT WERDEN:

  1. Schließen Sie zunächst das Mikrofon an den Premium Mic Pre an.
  2. Schalten Sie dann die Phantomspeisung ein und beginnen Sie mit der Arbeit.
  3. Nach Abschluss der Aufnahme schalten Sie zuerst die Phantomspeisung ab.
  4. WARTEN SIE NACH ABSCHALTEN DER PHANTOMSPEISUNG MINDESTENS EINE MINUTE, bevor Sie die Verbindung vom Mikrofon zum Premium Mic Pre unterbrechen, damit sich Restspannungen entladen können.

SPL Analog Elemental Series - 48-V-Phantomspeisung - 3

SPL Analog Elemental Series - 48-V-Phantomspeisung - 4

Pad

Mit dem PAD-Schalter dämpfen Sie das Eingangssignal um 20 dB, so dass Sie auch sehr hohe Pegel verarbeiten können, beispielsweise bei lauten Schlagzeug- oder Bläseraufnahmen. Zeigt das VU-Meter also bereits bei minimalen Verstärkungswerten Pegel oberhalb von +3dB an (und ist der -10dB-Schalter nicht gedrückt), so ist definitiv die Zeit gekommen, den PAD-Schalter zu drücken. Der PAD-Schalter leuchtet, wenn er aktiviert ist.

SPL Analog Elemental Series - Pad - 1

Phasenumkehr

Mit dem Phasenumkehrschalter kehren Sie die Polarität des Mikrofonsignals um. Im ungedrückten Zustand (Schalter leuchtet nicht) ist die Polarität in Phase. Nach Betätigen des Schalters (Schalter leuchtet) ist die Polarität gedreht.

Nützlich ist die Phasenumkehrfunktion, wenn Sie die Polung der XLR-Eingangsbuchse entsprechend der Polung des Mikrofons oder des Mikrofonkabels ändern müssen. Manchmal kann es auch aus klanglichen Gründen sinnvoll sein, die Polarität eines Mikrofons zu tauschen, z. B. bei der M/S-Mikrofonierung. Eine weitere klassische Anwendung bietet sich bei der Aufnahme einer Snare mit zwei Mikrofonen an, die oberhalb und unterhalb der Snare platziert sind: Da beide Felle der Snare beim Anschlag in der gleichen Richtung auslenken, arbeitet das untere Mikrofon im Verhältnis zum oberen Mikrofon phasengedreht. Kehren Sie nun die Polarität des unteren Mikrofons um, so verhindern Sie Auslöschungen beim Zusammenführen beider Signale.

SPL Analog Elemental Series - Phasenumkehr - 1

Hochpassfilter

Mit dem Hochpassfilter, auch Trittschall- oder Rumpelfilter genannt, können Sie störende Einflüsse im Tiefbassbereich ausfiltern. Das Filter 1. Ordnung regelt sanft mit 6dB pro Oktave, beginnend mit -3dB bei 75 Hz. Diese Auslegung ist in vielen Fällen schon hilfreich und bringt die geringsten klanglichen Nachteile mit sich. Sind extreme Ausfilterungen nötig, sind selbst Filter 2. Ordnung oft überfordert, hier nehmen aber auch die klanglichen Einflüsse zu – in solchen Fällen sind daher variable Filter das Mittel der Wahl.

Drei-Stufen-Vorverstärker

Die Vorverstärkerschaltung im Premium Mic Pre ist dreistufig aufgebaut: Ein Übertrager, eine diskret aufgebaute Transistor-Differenzverstärkerstufe und ein Instrumentationsverstärker tragen alle (zu unterschiedlichen Anteilen) zur Gesamtverstärkung bei. Der Drei-Stufen-Aufbau stellt zunächst eine verzerrungsmindernde Lastverteilung sicher. Außerdem kann jede Stufe durch ausgesuchte Bauteile und ausgeklügelte Schaltungstechnik klanglich optimal aufgebaut werden. So ergeben sich Vorteile gegenüber reinen IC-Schaltungen, bei denen die Gesamtverstärkung über nur eine Stufe läuft.

Zudem muss das Potentiometer (als Regelelement der Differenzverstärkerstufe) nur einen Bereich von ca. 68 dB abdecken, während die Maximalverstärkung bei ca. 80 dB liegt. In der Praxis bedeutet das, dass selbst sehr hohe Verstärkungswerte noch außerhalb der bei jedem Potentiometer kritischen Extrempositionen liegen.

Stufe 1 – der Eingangsübertrager

Fester Bestandteil des Premium Mic Pre-Designs sind Ein- und Ausgangsübertrager aus der High-Performance-Serie von Lundahl. Diese Übertrager sind Transformatoren, die bei Lundahl in aufwändiger Handarbeit hergestellt werden. Sie ersetzen herkömmliche Ein- und Ausgangssymmetriestufen. Transformatoren haben klanglich angenehme Eigenschaften, insbesondere der Tief- und Grundtonbereich klingt runder und voller, während der Hochtonbereich von einer etwas seidigeren oder weicheren Atmosphäre profitiert, ohne dass von einer Anhebung oder Betonung die Rede sein könnte. In einem Mikrofonvorverstärker kann ein Eingangsübertrager als Teil der Verstärkungs schaltung integriert werden, so dass er nicht nur als Eingangsstufe fungiert, sondern mit einer passiven, fixen Vorverstärkung von in diesem Fall 6 dB zur Gesamtverstärkung beiträgt. Die passive Verstärkung hat gegenüber aktiver Verstärkung den Vorteil, keine Rauschanteile zu addieren. Ein weiterer Vorteil der Integration dieser passiven Verstärkung ist eine prinzipiell rausch- und verzerrungsärmere Signalverarbeitung in den Folgestufen, da die restliche Elektronik bei jeder Verstärkungseinstellung um jeweils 6 dB weniger belastet wird.

Übertrager stellen darüber hinaus eine galvanische Trennung sicher, so dass in beiden Richtungen keine Stör- bzw. schadhaften Spannungen übertragen werden können. Elektromagnetische, hochfrequente oder digitale Einstreuungen haben keinen Einfluss. Brummprobleme, etwa im Live-Betrieb, die durch Potentialdifferenzen zwischen Bühne und FOH auftreten können, werden sicher egalisiert. Selbst eine irrtümlich oder durch Defekt auf Masseleitungen aufgeschaltete Spannung kann nicht übertragen werden – Übertrager schließen daher selbst die unwahrscheinlichsten bis unglaublichsten Installationsfehler oder -probleme aus. Für die Phantomspeisung von Mikrofonen kann zudem auf Kondensatoren im Vorverstärker- eingang verzichtet werden, was wiederum der Klangqualität zuträglich ist.

Aus klanglichen Gründen können wir für unser Empfinden Übertrager in jedem Fall empfehlen. Die erhöhte Betriebssicherheit ist insbesondere bei kritischen und/oder komplexen Studio-, Rundfunk und Live-Anwendungen ein kaum zu überschätzender Vorteil.

Stufe 2 – der Differenzverstärker

Vom Eingangsübertrager wird das Signal auf einen Differenzverstärker aus zweimal vier selektierten, parallel geschalteten Transistoren geleitet. Diese Parallelschaltung reduziert das Grundrauschen durch Lastverteilung.

Der Differenzverstärker ist gewissermaßen die zentrale Verstärkungsstufe; hier wird die Einstellung der Verstärkung über eine stromgesteuerte Quelle bestimmt. Die Stromsteuerung hat gegenüber einer Spannungssteuerung den Vorteil, dass mögliche negative Eigenschaften des Potis sich nicht auf das Audiosignal auswirken können.

Die Differenzverstärkerstufe stellt eine Maximalverstärkung bis zu ca. 68 dB bereit. Mögliche Gleichspannungsanteile im Ausgangssignal der Differenzstufe werden durch eine Servo-Drive-Schaltung aktiv ausgeregelt. Eine Servo-Drive-Schaltung minimiert Gleichspannungsanteile wirkungsvoller als die herkömmliche Lösung über Kondensatoren, indem sie DC-Offsets auf annähernd omV einstellt. Zudem hat die aktive Servo-Drive-Lösung gegenüber der passiven Kondensatorschaltung durch geringere Verzerrungsneigung klangliche Vorteile.

SPL Analog Elemental Series - Stufe 2 – der Differenzverstärker - 1

Stufe 3 – der Instrumentationsverstärker

Dem Differenzverstärker folgt ein Instrumentationsverstärker, der das Spannungssignal für den Ausgang erzeugt. Funktional ein Summierverstärker, eliminiert er mögliche Störspannungen und trägt mit weiteren +6 dB zur Gesamtverstärkung bei.

Folien- und Styroflexkondensatoren

In den verschiedenen Schaltungsteilen kommen beste MKP-Folien- und Styroflex-Kondensatoren zum Einsatz. Im Gegensatz zu herkömmlichen keramischen Kondensatortypen klingen die Folien- und Styroflex-Kondensatoren offener, dynamischer und vermitteln daher mehr Spielfreude.

Ausgangsstufen

Die Ausgangsstufe kann problemlos auch lange Kabelwege treiben (abhängig von den Kabelkapazitäten und Eingangsstufen der empfangenden Geräte bis zu mehreren hundert Metern). Der Ausgangspegel liegt bei max. +22 dBu, somit können Sie auch alle A/D-Wandler voll aussteuern.

Premium Mic Pre | Technische Daten

Audio

Frequenzgang 10 Hz-68 kHz (-3 dB)

Gleichtaktunterdrückung -87 dBu

(bei 1kHz mit -30 dBu Eingangspegel und 30 dB Verstärkung)

Klirrfaktor bei 1 kHz

Eingangspegel Verstärkung Klirrfaktor

-30dBu 30dB 0,0071%

-60dBu 60dB 0,078%

Rauschen: Verstärkung Rauschpegel A-bew.

80 dB -48,3 dBu

60 dB -64,2 dBu

30 dB -89,0 dBu

E.I.N. (Equivalent Input Noise): -128,3 dBu

Dynamikumfang 111,0 dB

Eingang

XLR Anschluss, trafosymmetriert

Impedanz unsymmetrisch ca. 2,0 kOhm

Impedanz symmetrisch ca. 4,0 kOhm

max. Eingangspegel +10 dBu, +30 dBu bei aktiviertem Pad

Ausgang

XLR-Anschluss, trafosymmetriert

Impedanz unsymmetrisch ca. 60 Ohm

Impedanz symmetrisch ca. 120 Ohm

max. Ausgangspegel +22 dBu

Bedienelemente

Mic Gain-Potentiometer Verstärkung 12 dB – 80 dB

Pad-Schalter -20 dB

Hochpassfilter fg = 75 Hz (-3 dB)

Phantomspeisung 48V

o dBu = 0,775 V. Technische Änderungen vorbehalten.

SPL Analog Elemental Series - Bedienelemente - 1

SPL Analog Elemental Series - Bedienelemente - 2

flowchart
graph TD
    A["Input"] --> B["Transformer"]
    B --> C["Phase"]
    C --> D["Pad"]
    D --> E["Mic Gain"]
    E --> F["Servo Drive"]
    F --> G["Low Cut"]
    G --> H["OUTPUT"]

    I["OUTPUT"] --> J["SIG"]
    J --> K["DVL"]
    K --> L["-10dB"]
    L --> M["UU"]
    M --> N["Transformer"]
    N --> O["Output 1"]
    N --> P["Output 2"]

    Q["48V"] --> R["48V"]

    style A fill:#f9f,stroke:#333
    style B fill:#ccf,stroke:#333
    style C fill:#cfc,stroke:#333
    style D fill:#fcc,stroke:#333
    style E fill:#cff,stroke:#333
    style F fill:#ffc,stroke:#333
    style G fill:#fcf,stroke:#333
    style H fill:#cff,stroke:#333
    style I fill:#fff,stroke:#333
    style J fill:#fff,stroke:#333
    style K fill:#fff,stroke:#333
    style L fill:#fff,stroke:#333
    style M fill:#fff,stroke:#333
    style N fill:#fff,stroke:#333
    style O fill:#fff,stroke:#333
    style P fill:#fff,stroke:#333

20 10 7 5 3 1 b -5 30 80 70 60 50 40 30 20 10 VU spl -VU- PPM -10 48V Ø PAD MIC GAIN 22 26 18 24 12 18 Preference Preamplifier B

Bei der Aufnahme akustischer Instrumente oder Stimmen ist eine Mikrofonierung unabdingbar. Das Ausgangssignal eines Mikrofons ist dabei sehr pegelschwach und muss von einem Vorverstärker auf den Studio- bzw. Line-Pegel gebracht werden. Dazu können Signalverstärkungen um den Faktor 2000 und mehr nötig werden. Für die dabei erzielbare Signalqualität kommt dem Vorverstärker eine entsprechend hohe Bedeutung zu. Ein guter, übersteuerungs-

fester Mikrofonvorverstärker ist daher der definierte Anspruch, um Stimmen oder akustische Instrumente mit hinreichendem Dynamikumfang und ohne Klangverfärbungen aufzuzeichnen. Die im Kapitel „Technik“ auf Seite 23 beschriebenen Merkmale zeigen auf, wie der Preference Mic Pre diesem Anspruch gerecht wird.

Ausstattung

Der Preference Mic Pre bietet Vorverstärkungen bis zu +72 dB bei minimalem Rauschen und hoher Gleichtaktunterdrückung. Die Eingangsübersteuerungsfestigkeit liegt bei +18 dBu.

  • Ein VU-Meter mit zwei Anzeigemodi für Durchschnittspegel (VU) und Spitzenpegel (PPM) gibt Auskunft über die Ausgangspegel.
  • Für Kondensatormikrofone steht eine sehr stabile Phantomspeisung (48 V) zur Verfügung.
  • Mit dem Phasenumkehrschalter kann die Polarität des Mikrofons getauscht werden.
  • Ein Hochpassfilter schützt vor tieffrequenten akustischen Störungen (auch Trittschall- oder Rumpelfilter genannt).

Preference Mic Pre I Bedienelemente

SPL Analog Elemental Series - Preference Mic Pre I Bedienelemente - 1

Mic Gain

Mit dem Mic Gain-Regler bestimmen Sie die Vorverstärkung des Mikro-fonsignals. Der Regelbereich reicht von +14 dB bis +72 dB. Die Übersteuerungsfestigkeit der Eingangsstufe liegt bei 18 dBu. Der über den Mic Gain-Regler eingestellte Wert liegt als Signalpegel am Ausgang des Moduls an.

Bei der Einstellung des Mic Gain-Wertes müssen Sie den Wandlertyp (Kondensator- oder dynamisches Mikrofon) und den Feldübertragungsfaktor des Mikrofontyps beachten. Der Feldübertragungsfaktor eines dynamischen Mikrofons liegt bei etwa 2mV/Pa, der eines Kondensatormikrofons kann bis zu 20mV/Pa betragen, was einer Ausgangspegelerhöhung von 20 dB entspricht. Ebenfalls gehören der Schalldruck der aufzunehmenden Schallquelle, der Abstand des Mikrofons und die Raumakustik zu den Faktoren, die Sie bei der Einstellung der Vorverstärkung beachten müssen.

SPL Analog Elemental Series - Mic Gain - 1

Zur Aussteuerung

Für korrekte VU-Anzeigewerte sollten Sie den -10-dB-Schalter zunächst immer deaktivieren (siehe „-10 dB“ weiter unten). Jetzt drehen Sie den Gain-Regler soweit auf, bis das VU-Meter Höchstwerte in einem Bereich von 0 dB bis +3 dB anzeigt. Bei diesem Pegel ist gewährleistet, dass auch bei plötzlichen Dynamikspitzen keine Übersteuerungen auftreten. Beachten Sie, dass die VU-Anzeige im VU-Modus Durchschnittspegelwerte anzeigt, der Spitzenpegel jedoch deutlich höher liegen kann (bis zu +10 dB). Schalten Sie ggf. in den PPM-Modus, um genauen Aufschluss über die Spitzenpegelwerte zu bekommen.

Bei einer Aussteuerung zwischen o dB und +3 dB im VU-Modus sind Sie in der Regel immer auf der sicheren Seite. Bei sehr pegelstarken Signalen, z. B. Schlagzeug, können Sie den PAD-Schalter aktivieren (siehe „Pad“ auf Seite 22). Wenn schon bei der Minimalverstärkung zu hohe Pegelwerte angezeigt werden, wird dadurch der Eingangspegel reduziert, so dass Sie sich mit dem Mic Gain-Regler wieder in einem brauchbaren Arbeitsbereich zur Vorverstärkungseinstellung bewegen. Wissen Sie dagegen schon vorher, dass der Eingangspegel sehr konstant ist, sind auch höhere Aussteuerungen möglich. Schalten Sie ggf. den -10-dB-Schalter ein, um den Anzeigenbereich nach oben hin zu erweitern.

SPL Analog Elemental Series - Zur Aussteuerung - 1

VU-Meter

Die VU-Anzeige (VU = Volume Unit) zeigt den Vorverstärkerausgangs-pegel an. Der Anzeigenbereich reicht von -20 dB bis +6 dB. Bei Bedarf können Sie die Empfindlichkeit um 10 dB herabsetzen, so dass der Anzeigenbereich bis +16 dB Ausgangspegel reicht (siehe „-10 dB“ weiter unten). Beachten Sie auch die weiteren Informationen im Abschnitt „Zur Aussteuerung“ auf der vorherigen Seite.

Das VU-Meter ist eine Sonderanfertigung nach SPL-Spezifikationen, das dank einer optimalen Ballistik eine ausgewogene optische Wahrnehmung des Audiosignals gewährleistet. Es bietet als zusätzliche Besonderheit zwei Anzeige-Modi: VU und PPM. Der VU-Modus zeigt Durchschnittspegel an und gibt daher eher Aufschluss über die gesamte Lautheit des Signals. Der PPM-Modus (PPM = Peak Program Meter) zeigt Spitzenpegel an. Die zeitliche Kalibration der VU-Anzeige entspricht den BBC-Anforderungen. Im VU-Modus bewegt sich die Anstiegszeit bis 0 dB bei ca. 300 ms. Im PPM-Modus liegt die Anstiegsgeschwindigkeit bis 0 dB bei ca. 2 ms und die Rücklaufzeit bis auf -20 dB bei 1,5 Sekunden. So sind auch kurze Peaks bis etwa +5 dB sichtbar, da der Zeiger nicht jedesmal den gesamte Weg des Anzeigenbereichs zurücklegen muss.

PPM

Mit dem PPM-Schalter können Sie die Anzeigencharakteristik vom VU-Modus (Schalter deaktiviert und leuchtet nicht) auf den PPM-Modus umschalten (Schalter aktiviert und leuchtet). Die PPM-Anzeige entspricht Anzeigen an AD-Wandlern. Dort ist der Spitzenwert von Interesse, damit der Wandler nicht übersteuert wird und hörbar verzerrt. Da die Spitzenpegel immer über dem Durchschnittspiegel liegen, ist es wahrscheinlich meistens sinnvoll, auch den -10-dB-Schalter zu drücken, damit die VU-Anzeige nicht im Rechtsanschlag hängen bleibt.

-10

Mit diesem Schalter können Sie die Anzeigenempfindlichkeit der VU-Anzeige verändern. Wenn Sie den -10-Schalter aktivieren (Schalter leuchtet), wird die Anzeigenempfindlichkeit um 10 dB herabgesetzt. Die Zeigerstellung bei 0 dB auf der VU entspricht nun einem Ausgangswert von +10 dBu. Sie können jetzt Pegel im Bereich bis +15 dBu ablesen. Die 10 dB Reduktion müssen Sie immer zum Anzeigenwert addieren, falls Sie den Wert mit externen Anzeigen (z. B. am AD-Wandler) vergleichen.

48-V-Phantomspeisung

Die 48-Volt-Phantomspeisung dient zur Speisung von Kondensator-mikrofonen mit eingebauten Vorverstärkern. Deren einwandfreier Betrieb setzt eine stabile, rauscharme Spannungsversorgung voraus, daher wird die Spannung präzise auf 48 V gehalten und ein maximaler Strom von 14 mA geliefert – dies reicht aus für alle Mikrofontypen.

WICHTIG: Sie können alle Kondensatormikrofone mit symmetrischem, erdfreiem Ausgang mit Phantomspeisung betreiben. Ein Mikrofon mit unsymmetrischem Ausgang dürfen Sie nur bei ausgeschalteter Phantomspeisung betreiben!

Wir empfehlen bei allen anderen Mikrofontypen außer Kondensatormikrofonen die Phantomspeisung abzuschalten. Röhrenmikrofone beziehen ihre Betriebsspannung aus dem dazugehörigen Netzteil und brauchen daher auch keine Phantomspeisung.

GEHEN SIE ZUR NUTZUNG DER PHANTOMSPEISUNG UNBEDINGT WIE FOLGT VOR, ANDERNFALLS KÖNNEN DIE EINGANGSSTUFEN DES PREFERENCE MIC PRE BESCHÄDIGT WERDEN:

  1. Schließen Sie zunächst das Mikrofon an den Preference Mic Pre an.
  2. Schalten Sie dann die Phantomspeisung ein und beginnen Sie mit der Arbeit.
  3. Nach Abschluss der Aufnahme schalten Sie zuerst die Phantom-speisung ab.
  4. WARTEN SIE NACH ABSCHALTEN DER PHANTOMSPEISUNG MINDESTENS EINE MINUTE, bevor Sie die Verbindung vom Mikrofon zum Preference Mic Pre unterbrechen, damit sich Restspannungen entladen können.

SPL Analog Elemental Series - 48-V-Phantomspeisung - 1

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Pad

Mit dem PAD-Schalter dämpfen Sie das Eingangssignal um 20 dB, so dass Sie auch sehr hohe Pegel verarbeiten können, beispielsweise bei lauten Schlagzeug- oder Bläseraufnahmen. Zeigt das VU-Meter also bereits bei minimalen Verstärkungswerten Pegel oberhalb von +3 dB an (und ist der -10-dB-Schalter nicht gedrückt), so ist definitiv die Zeit gekommen, den PAD-Schalter zu drücken. Der PAD-Schalter leuchtet, wenn er aktiviert ist.

SPL Analog Elemental Series - Pad - 1

Phasenumkehr

Mit dem Phasenumkehrschalter kehren Sie die Polarität des Mikrofonsignals um. Im ungedrückten Zustand (Schalter leuchtet nicht) ist die Polarität in Phase. Nach Betätigen des Schalters (Schalter leuchtet) ist die Polarität gedreht.

Nützlich ist die Phasenumkehrfunktion, wenn Sie die Polung der XLR-Eingangsbuchse entsprechend der Polung des Mikrofons oder des Mikrofonkabels ändern müssen. Manchmal kann es auch aus klanglichen Gründen sinnvoll sein, die Polarität eines Mikrofons zu tauschen, z. B. bei der M/S-Mikrofonierung. Eine weitere klassische Anwendung bietet sich bei der Aufnahme einer Snare mit zwei Mikrofonen an, die oberhalb und unterhalb der Snare platziert sind: Da beide Felle der Snare beim Anschlag in der gleichen Richtung auslenken, arbeitet das untere Mikrofon im Verhältnis zum oberen Mikrofon phasengedreht. Kehren Sie nun die Polarität des unteren Mikrofons um, so verhindern Sie Auslöschungen beim Zusammenführen beider Signale.

SPL Analog Elemental Series - Phasenumkehr - 1

Hochpassfilter

Mit dem Hochpassfilter, auch Trittschall- oder Rumpelfilter genannt, können Sie störende Einflüsse im Tiefbassbereich ausfiltern. Das Filter 1. Ordnung regelt sanft mit 6 dB pro Oktave, beginnend mit -3 dB bei 70Hz. Diese Auslegung ist in vielen Fällen schon hilfreich und bringt die geringsten klanglichen Nachteile mit sich. Sind extreme Ausfilterungen nötig, sind selbst Filter 2. Ordnung oft überfordert, hier nehmen aber auch die klanglichen Einflüsse zu – in solchen Fällen sind daher variable Filter das Mittel der Wahl.

SSM 2019

Der Preference Mic Pre ist für alle gängigen dynamischen und Konden-satormikrofone geeignet. Er arbeitet nach dem Instrumentenverstärker-Prinzip, einer Technik, die unter anderem wegen der hohen Gleichtaktunterdrückung gegenüber eingekoppelten Streufeldern auch in der Mess- und Medizintechnik verwendet wird.

Als Basis dient der Halbleiter SSM 2019, der gegenüber den verfügbaren Alternativen klanglich sehr ausgewogen arbeitet. Zu seinen weiteren Stärken gehören geringe Rausch- und Verzerrungsdaten, eine große Bandbreite sowie schnelle Anstiegszeiten.

Servo-Drive-Schaltung

Ein wesentliches Ziel bei der Entwicklung des Preference Mic Pre war akustische Transparenz und natürliches Abbilden des Quellsignals. Einen entscheidenden Anteil hat dabei die Minimierung von Gleichstromanteilen.

Gleichstromanteile entstehen gerade bei der Verstärkung des Mikrofonsignals in relativ hohem Maße, da Mikrofonsignale aus dem Piko-Volt-Bereich heraus auf den o dB-Nominalpegel extrem verstärkt werden. Sie verschlechtern die Signalqualität und äußern sich in einem diffuseren Klangbild mit erhöhten Rausch- und Verzerrungswerten.

Die Servo Drive-Schaltung im Preference Mic Pre minimiert diese Probleme wirkungsvoller als die herkömmliche Lösung über Kondensatoren, indem sie den DC-Offset auf annähernd o mV einstellt. Zudem hat die aktive Servo-Drive-Lösung gegenüber der passiven Kondensatorschaltung klangliche Vorteile, da sie eine geringere Verzerrungsneigung aufweist.

Die Servo Drive-Schaltung fasst drei Operationsverstärker zusammen. Der erste OP ist der SSM 2019 Vorverstärker-IC. Ein zweiter OP bildet die Sensorstufe, die Spannungsdifferenzen erkennt. Diese Spannungsdifferenzen kompensiert die folgende Summierstufe in einem dritten OP.

Die aktive Lösung über die Servo Drive-Schaltung ist also aufwendiger als die herkömmliche Kondensatorlösung, in einem Mikrofonvorverstärker zahlt sich der höhere Aufwand allerdings sehr effektiv in besseren Klangeigenschaften aus.

Folien- und Styroflexkondensatoren

In den verschiedenen Schaltungsteilen kommen beste MKP-Folien- und Styroflex-Kondensatoren zum Einsatz. Im Gegensatz zu herkömmlichen keramischen Kondensatortypen klingen die Folien- und Styroflex-Kondensatoren offener, dynamischer und vermitteln daher mehr Spielfreude.

Ausgangsstufen

Die Ausgangsstufe kann problemlos auch lange Kabelwege treiben (abhängig von den Kabelkapazitäten und Eingangsstufen der empfangenden Geräte bis zu mehreren hundert Metern). Der Ausgangspegel liegt bei max. +22 dBu, somit können Sie auch alle A/D-Wandler voll aussteuern.

SPL Analog Elemental Series - Ausgangsstufen - 1

Audio

Frequenzgang 10Hz bis > 200 kHz

Gleichtaktunterdrückung -84 dBu

(bei 1 kHz mit -30 dBu Eingangspegel und 30 dB Verstärkung)

Klirrfaktor @ 1 kHz

Eingangspegel Verstärkung Klirrfaktor

-30dBu 30dB 0,0035%

-60dBu 60dB 0,047%

Rauschen Verstärkung Rauschpegel A-bew.

72dB -57,0 dBu

60dB -69,0dBu

30 dB -91,7 dBu

E.I.N. (Equivalent Input Noise) -129,0 dBu

Dynamikumfang 114,0 dB

Eingang

XLR Anschluss, elektronisch symmetriert

Impedanz unsymmetrisch ca. 1,6 kOhm

Impedanz symmetrisch ca. 3,2 kOhm

max. Eingangspegel +18 dBu, +38dBu mit aktiviertem Pad

Ausgang

XLR-Anschluss, elektronisch symmetriert

Impedanz unsymmetrisch ca. 75 Ohm

Impedanz symmetrisch ca. 150 Ohm

max. Ausgangspegel +22 dBu

Bedienelemente

Mic Gain-Potentiometer Verstärkung 18 dB - 72 dB

Pad-Schalter -20 dB

Low Cut-Schalter fg = 75 Hz (-3 dB)

Phantomspeisung 48V

o dBu = 0,775 V. Technische Änderungen vorbehalten.

A B C D E F 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21 22 23 24 25 26 27 28 29 30 31 32 33 34 35 36 37 38 39 40 41 42 43 44 45 46 47 48 49 50 51 52 53 54 55 56 57 58 59 60 61 62 63 64 65 66 67 68 69 70 71 72 73 74 75 76 77 78 79 80 81 82 83 84 85 86 87 88 89 90 91 92 93 94 95 96 97 98 99 100 101 102 103 104 105 106 107 108 109 110 111 112 113 114 115 116 117 118 119 120 121 122 123 124 125 126 127 128 129 130 131 132 133 134 135 136 137 138 139 140 141 142 143 144 145 146 147 148 149 150 151 152 153 154 155 156 157 158 159 160 161 162 163 164 165 166 167 168 169 170 171 172 173 174 175 176 177 178 179 180

HIGH-S-REDUCT HSR LSR HIGH BAND LOW BAND MALE/ FEMALE Loud-S-REDUCT Dual Band De-Esser

Bereits in den 90er Jahren entwickelten wir ein alternatives Verfahren zur Zischlautentfernung, das auf dem Prinzip der Phasenauslöschung beruht. Diese Innovation gegenüber herkömmlichen Kompressionsverfahren verbindet eine extrem unauffällige Bearbeitung mit der Reduktion auf einen Regelparameter. So hat sich der SPL De-Esser sowohl im Studio- und Live-Bereich als auch bei Sendern und Installationen schnell etabliert.

Die übliche Technik zur Zischlautentfernung basiert auf der Kompression. Neben der Bestimmung der Einsatzpegels muss auch die Mittenfrequenz der Bearbeitung festgelegt werden. Die Bandbreite der Bearbeitung kann bis zu zwei Oktaven betragen, um alle möglichen Problembereiche effektiv bearbeiten zu können. Hier liegt einer der entscheidenden Nachteile: die große Bandbreite der bearbeiteten Frequenzen führt schnell zu unerwünschten klanglichen Effekten wie Näseln oder Lispeln.

Der De-Esser von SPL basiert auf dem Prinzip der Phasenauslöschung, um unerwünschte Klanganteile zu entfernen. Hinzu kommt die automatische Erkennung von Zischlauten, die eine präzise Einengung der Bearbeitung ausschließlich auf den Bereich der S-Laute erlaubt. Das Resultat ist eine klangneutrale, unauffällige, aber äußerst wirkungsvolle Arbeitsweise, die niemals Nachregelbedarf hinsichtlich der Pegel- oder Frequenzeinstellung mit sich bringt. Das De-Essing hat den denkbar geringsten Einfluss auf das Timbre der Stimme, Nebeneffekte wie Näseln oder Lispeln treten nicht mehr auf. Zudem beschränkt sich die Bedienung auf die Festlegung der Bearbeitungsintensität mit einem einzigen Regler – der SPL-De-Esser löst jedes Problem mit Zischlauten präzise und sicher, statt klangliche Kompromisse mit zeitraubendem, permanentem Regelbedarf zu verbinden.

Der Dual-Band De-Esser

  • Das Dual-Band De-Esser-Modul erweitert nun den Anwendungsbereich auf zwei einzeln oder gemeinsam nutzbare Bänder.
  • Zwei De-Esser-Stufen verstärken die Wirkung erheblich, ohne klangliche Nachteile mitzubringen
    • Gezielte Eingriffe mit High- und Low-Band
  • Automatische Eingangssignalregelung hält die Bearbeitung auch bei schwankendem Mikrofonabstand konstant
  • Male-/Female-Modi passen die Low-Band-Bearbeitung an männliche oder weibliche Stimmen an

Dual-Band De-Esser | Bedienelemente

SPL Analog Elemental Series - Dual-Band De-Esser | Bedienelemente - 1

Hi-Band On, Low-Band On

Mit dem Schalter HI-BAND ON schalten Sie die HIGH-S-REDUCTION ein oder aus. Ebenso schalten Sie mit dem Schalter LOW-BAND ON die LOW-S-REDUCTION ein oder aus. Die Schalter leuchten, wenn sie eingeschaltet wurden.

Sie können die Bearbeitungsstufen jeweils separat oder gemeinsam nutzen. Sie sind als unabhängige De-Esser-Module seriell geschaltet. Der Low-Band-De-Esser nimmt die erste Position ein. Sind beide De-Esser aktiviert, ergibt sich eine Interaktion: Ein bereits mit dem Low-Band-De-Esser bearbeitetes Material ist eine andere Grundlage für den High-Band-De-Esser als unbearbeitetes Material, das nur mit dem High-Band-De-Esser bearbeitet wird. Daher ändern sich gegebenenfalls auch die Anzeigewerte der SR-LED-Kette für den High-Band-De-Esser, wenn er zunächst allein lief und dann der Low-Band-De-Esser aktiviert wird.

Hard-Bypass: Das Dual-Band De-Esser-Modul verfügt zur Stromausfall-sicherung über relaisgesteuerte Hard-Bypass-Schaltungen, die eine direkte Umleitung des Eingangs auf die Ausgänge gewährleisten. Im Falle eines Spannungsabfalls oder -ausfalls wird automatisch der Bypass geschaltet, so dass der Signafluss immer erhalten bleibt.

SPL Analog Elemental Series - Hi-Band On, Low-Band On - 1

Low S-Reduction

Mit dem Regler LOW S-REDUCTION stellen Sie die Intensität der S-Laut-Reduzie rung im unteren der beiden Frequenzbänder ein. Die Mittenfrequenzen für die Zischlauterkennung liegen hier bei 7,6 kHz in der Schalterstellung FEMALE (weiblich) und bei 6,4 kHz in der Schalterstellung MALE (männlich). Weitere Informationen zur Nutzung dieser Funktion lesen Sie unter „MALE/FEMALE“ weiter unten. Die Bandbreite der Bearbeitung im Low-Band liegt bei 1,44 kHz.

Die Skalierung gibt die Regelwerte des Filters in dB wieder. Die tatsächlichen Reduktionswerte im Ergebnis, also nach der Phasenauslöschung, werden von der unteren SR-LED-Kette angezeigt. Die 3-dB-Stellung des Reglers kann also eine geringere Reduktion von z. B. nur -1 dB im Ergebnis zur Folge haben. Die SR-LED-Kette zeigt die Reduktion der S-Laute zwischen -1 und -14 dB an, zunächst in 1-dB-Schritten, nach 6 dB in 2-dB-Schritten. In der Praxis haben LOW S-REDUCTION-Einstellungen zwischen 3 und 7 bei den meisten Anwendungen die besten Ergebnisse erzielt.

High S-Reduction

Mit dem Regler HIGH S-REDUCTION stellen Sie die Intensität der S-Laut-Reduzie rung im oberen Frequenzband ein. Die Mittenfrequenz für die Zischlauterkennung liegt hier bei 11,2 kHz in einer Bandbreite von 3 kHz.

Die Skalierung gibt die Regelwerte des Filters in dB wieder. Die tatsächlichen Reduktionswerte im Ergebnis, also nach der Phasenauslöschung, werden von der oberen SR-LED-Kette angezeigt. Die 3-dB-Stellung des Reglers kann also eine geringere Reduktion von z. B. nur -1 dB im Ergebnis zur Folge haben.

Die SR-LED-Kette zeigt die Reduktion der S-Laute zwischen -1 und -14 dB an, zunächst in 1-dB-Schritten, nach 6 dB in 2-dB-Schritten. Der MALE/FEMALE-Schalter hat keine Auswirkung auf die Arbeitsweise des High-Band-De-Essers. In der Praxis haben HIGH S-REDUCTION-Einstellungen zwischen 3 und 7 bei den meisten Anwendungen die besten Ergebnisse erzielt.

Male/Female

Der MALE/FEMALE-Schalter dient zur Anpassung des Low-Band-De-Essers an die Stimmcharak teristik (male = männlich, female = weiblich). Bei gedrücktem Schalter ist der FEMALE-Modus ausgewählt, andernfalls läuft der Low-Band-De-Esser im MALE-Modus. Die Umschaltung ändert die Mittenfrequenz für die Zischlauterkennung: in der Schalterstellung FEMALE liegt sie bei 7,6 kHz, in der Schalterstellung MALE bei 6,4 kHz.

Grundsätzlich ist damit eine geschlechtsspezifische Anpassung möglich, da die Werte praxisgerecht gewählt sind. Dennoch können Sie natürlich nicht davon ausgehen, dass Sie mit der jeweils entsprechenden Schalterstellung bei allen Frauen und Männern richtig liegen. Betrachten Sie die MALE/FEMALE-Funktion als eine weitere Option zur genaueren Einstellung des Low-Band-De-Essers auf die jeweiligen Erfordernisse und vertrauen Sie immer nur Ihrem Gehör, um die optimale Einstellung zu finden.

Signal-LED (SIG.)

Die SIG.-LED zeigt an, ob ein Audiosignal am Eingang anliegt und den -20-dB-Pegel überschreitet. Diese LED-Anzeige dient als Hilfsmittel, um in einer komplexen Studioverkabelung schnell erkennen zu können, ob ein Signal am De-Esser-Modul ankommt.

LSR LOW S-REDUCT 7 8 9 10 11 5 6 7 8 9 10 11 dB

SPL Analog Elemental Series - Signal-LED (SIG.) - 2

SPL Analog Elemental Series - Signal-LED (SIG.) - 3

SPL Analog Elemental Series - Signal-LED (SIG.) - 4

Audio

Frequenzgang: 10 Hz-80 kHz

Gleichtaktunterdrückung: >60 dBu

Bei 1 kHz, o dBu Eingangspegel, Verstärkungsfaktor 1

Fremdspannungsabstand: -106 dBu

A-bewertet

Dynamikumfang: 128 dB

Klirrfaktor:

0,01%

Bei 1 kHz, o dBu Eingangspegel, Verstärkungsfaktor 1

Eingang

XLR-Anschluss, elektronisch symmetriert, optional trafosymmetriert

Impedanz ca. 20 kOhm

Maximaler Eingangspegel +22 dBu

Nominaler Eingangspegel +4 dBu

Ausgang

XLR-Anschluss, elektronisch symmetriert, optional trafosymmetriert

Ausgangsimpedanz 75 Ohm/>600 Ohm mit Übertrager

max. Ausgangspegel +22 dBu

Bedienelemente

Signal-LED -20 dBu

Overload-LED +19 dBu (Haltedauer 1,5 Sekunden)

o dBu = 0,775 V. Technische Änderungen vorbehalten.

SPL Analog Elemental Series - Bedienelemente - 1

flowchart
graph TD
    A["Signal In"] --> B["Buffer"]
    B --> C["Diff. Amp"]
    C --> D["Lou_Band_On"]
    D --> E["Filter_1"]
    E --> F["SideChain"]
    F --> G["OTA_1"]
    G --> H["S-Reduktion"]
    H --> I["Low_LED_Kette"]
    I --> J["Signal Out"]
    C --> K["Diff. Amp"]
    K --> L["OTA_2"]
    L --> M["Filter_2"]
    M --> N["High_Band"]
    N --> O["Output"]
    style A fill:#f9f,stroke:#333
    style O fill:#ccf,stroke:#333

SPL Analog Elemental Series - Bedienelemente - 2

flowchart
graph TD
    A["Input"] --> B["GND"]
    B --> C["Transformer Option"]
    C --> D["Signal_In"]
    D --> E["Symbol"]
    E --> F["Transformer Option"]
    F --> G["Signal_Out"]
    G --> H["OUT"]
    H --> I["GND"]
    I --> J["Output"]
    style A fill:#f9f,stroke:#333
    style B fill:#ccf,stroke:#333
    style C fill:#cfc,stroke:#333
    style D fill:#fcc,stroke:#333
    style E fill:#ffc,stroke:#333
    style F fill:#fcc,stroke:#333
    style G fill:#cff,stroke:#333
    style H fill:#ffc,stroke:#333
    style I fill:#cfc,stroke:#333
    style J fill:#fcc,stroke:#333

COMPRESSION FX COM. LINK GR DE- COM. LIM. ON MAX-UP GAIN DynaMaxx

Der DynaMaxx ist wohl konsequenter als jeder andere Kompressor als „Set&Forget“-Version konzipiert. Dabei können Sie sowohl von unauffälliger Arbeitsweise Gebrauch machen als auch mit drastischen Kompressionseffekten arbeiten.

Um die Bedienung zu vereinfachen und gleichzeitig sicherzustellen, dass das Signal im musikalischen Sinne optimal bearbeitet wird, ist die Einstellung aller Zeitkonstanten-Parameter wie Attack, Decay und Release automatisiert. Die Schaltungen reagieren dabei adaptiv auf das Eingangssignal. So wird für jeden Moment das optimale Kompressionsergebnis erzielt, während Sie nur die Intensität der Regelung bestimmen.

Der DynaMaxx basiert auf einer Doppel-VCA-Schaltung mit Differenzstufe. Alle durch die Bearbeitung anfallenden unerwünschten Nebenprodukte, die hinter den VCAs gleichphasig anliegen, werden durch die Gleichtaktunterdrückung des Differenzverstärkers um über 50dB gedämpft, die ursprüngliche Information wird dagegen um 6dB verstärkt. Berücksichtigt man allein die Signalverstärkung von 6 dB, so verbessert sich schon der Rauschwert um 3 dB. Viel deutlicher verbessern sich allerdings die Werte für Klirrfaktor, obwohl Klirrspektren von positiver und negativer Halbwelle nicht vollkommen identisch sind, Intermodulationsverzerrungen und das Steuerspannungs übersprechen – wir wurden hier mit den Grenzen unserer Messgeräte konfrontiert. Bei der Doppel-VCA-Schaltung kommen 2181 VCAs von THAT zum Einsatz, die besonders transparent, neutral und verzerrungsarm arbeiten. Komponentenqualität und Schaltungstechnik stellen sicher, dass auch bei hohen Kompressionsraten nur extrem geringe Höhen dämpfungs effekte auftreten, auch hohe Bassamplituden werden sehr sauber – ohne „Pumpen“ – komprimiert.

Der hohe Grad der Automation in Verbindung mit der ausgezeichneten Klangqualität, die sich vor allem durch eine äußerst geringe Neigung zur Produktion kompressortypischer Nebeneffekte auszeichnet, prädestinieren den DynaMaxx für den Einsatz als sehr musikalischen und robusten Kompressor in der Studioproduktion und im Live-Betrieb. Wenn sichere Resultate bei hoher Klangqualität und extrem geringem Bedienaufwand gefragt sind, dürfte der DynaMaxx sehr schwer zu schlagen sein.

DynaMaxx | Bedienelemente

SPL Analog Elemental Series - DynaMaxx | Bedienelemente - 1

Compression-Regler

Mit dem COMPRESSION-Regler werden Einsatzschwelle (Threshold) und Kompressionsverhältnis (Ratio) gleichzeitig eingestellt. Je weiter der COMPRESSION-Regler nach rechts gedreht wird, umso intensiver wird die Kompression, da durch den sinkenden Threshold in zunehmendem Maße leise Signal anteile komprimiert werden und gleichzeitig die Kompres sionsrate erhöht wird. Die jeweiligen Werte sind allerdings abhängig vom Originalsignal. Sehr laute Signalanteile werden immer mit einer größeren Kompressionsrate bearbeitet als leisere Signalanteile. Der DynaMaxx arbeitet mit einer Soft-Knee-Charakteristik, die sich dynamischen Veränderungen im Originalsignal anpasst.

Für eine maßvolle Kompression drehen Sie den COMPRESSION-Regler zur Anzeige von ca. 2-3 dB Reduktion auf. Drehen Sie nun weiter nach rechts, so verschiebt sich die Einsatzschwelle nach unten. Gleichzeitig vergrößert sich das Kompressionsverhältnis bis maximal 3:1. Die Messung zeigt die Regelkennlinie bei verschiedenen COMPRESSION-Werten. Der MAKE-UP GAIN-Wert bleibt hier bei o dB und kompensiert die sinkende Lautstärke nicht.

SPL Analog Elemental Series - Compression-Regler - 1

line | dBu | d B | | ---- | ------ | | -60 | -55 | | -50 | -45 | | -40 | -35 | | -30 | -25 | | -20 | -15 | | -10 | -5 | | 0 | 5 | | 10 | 15 | | 20 | 25 | | 30 | 35 |

SPL Analog Elemental Series - Compression-Regler - 2

Make-Up Gain-Regler

Mit dem MAKE-UP GAIN-Regler kompensieren Sie die Veränderung des Gesamtpegels, die durch die Kompression hervorgerufen wird. Sie kompensieren die Pegelreduktion, in dem Sie den MAKE-UP GAIN-Regler im Uhrzeigersinn drehen und dadurch den Ausgangspegel wieder erhöhen, bis dieser wieder der Lautheit des Eingangspegels entspricht. Nutzen Sie die LED-Kette für eine genauen Abgleich (siehe nächster Abschnitt). Ist der Dekompressionsmodus aktiviert, so kompensieren Sie mit dem MAKE-UP GAIN-Regler die Pegelzunahme, indem die Ausgangslautstärke reduziert wird.

LED-Anzeige GR (Pegelreduktion)

Die zehnstellige LED-Kette zeigt die Pegelreduktion (GR=Gain Reduction) an, die durch die Kompression hervorgerufen wird. Der Wertebereich reicht von -1 bis -14 dB.

Wenn Sie einen Kompressionswert eingestellt haben, können die entsprechende Pegelreduktion in dB an der LED-Anzeige ablesen. Diese Reduktion kompensieren Sie durch den MAKE-UP GAIN-Regler. Sie können an der LED-Anzeige ablesen, wieviel Pegel Sie mit dem MAKE-UP GAIN-Regler aufholen sollten.

Im Dekompressionsmodus zeigt Ihnen die LED-Anzeige die Pegelzunahme an, die Sie durch die „Redynamisierung“ erreichen.

De-Com. (Dekompression)

Mit der Taste DE-COM. schalten Sie den Dekompressionsmodus ein. Alle Funktionen des Kompressors werden nun umgekehrt. Ein Signal mit einem geringen Dynamikumfang kann „dynamisiert“ werden und einen größeren Dynamikumfang erhalten.

Der Dekompressionsmodus eignet sich besonders gut, um „Konservensounds“ aufzuwerten. Samples sind oft so hoch komprimiert, dass die Lebendigkeit verloren geht. Bei der Gestaltung von Loops wirkt sich das besonders negativ aus. Mit dem DynaMaxx dekomprimieren Sie das Signal einfach wieder.

WICHTIG: Während Sie in der normalen Betriebsart mit dem MAKE-UP GAIN-Regler den Ausgangspegel erhöhen, kehrt sich auch diese Funktion im Dekompressionsmodus um und eine Drehung im Uhrzeigersinn senkt der Ausgangspegel.

Die erste Messung zeigt verschiedene Kennlinien für den Dekompressionsmodus. Wird der Limiter (siehe Seite 32) im Dekompressionsmodus aktiviert, kann man gut erkennen, dass die Bearbeitungsintensität zunimmt. Insbesondere die Pegelspitzen werden jetzt noch intensiver hervorgehoben.

SPL Analog Elemental Series - De-Com. (Dekompression) - 1

SPL Analog Elemental Series - De-Com. (Dekompression) - 2

SPL Analog Elemental Series - De-Com. (Dekompression) - 3

SPL Analog Elemental Series - De-Com. (Dekompression) - 4

line | dBu | e_B d | d_B | | ---- | ----- | --- | | -60 | -60 | -60 | | -50 | -50 | -50 | | -40 | -40 | -40 | | -30 | -30 | -30 | | -20 | -20 | -20 | | -10 | -10 | -10 | | 0 | 0 | 0 | | 10 | 10 | 10 | | 20 | 20 | 20 | | 30 | 30 | 30 |

SPL Analog Elemental Series - De-Com. (Dekompression) - 5

line | dBu | dBu (dashed line) | dBu (dotted line) | |------|-------------------|-------------------| | -60 | -60 | -60 | | -50 | -50 | -50 | | -40 | -40 | -40 | | -30 | -30 | -30 | | -20 | -20 | -20 | | -10 | -10 | -10 | | 0 | 0 | 0 | | 10 | 10 | 10 | | 20 | 20 | 20 | | 30 | 25 | 25 |

SPL Analog Elemental Series - De-Com. (Dekompression) - 6

FX Com. (Effektkompression)

Mit der FX COM.-Taste schalten Sie den Effektkompressionsmodus ein. Die signalabhängige Automatisierung der Release-Zeit ist nun ausgeschaltet und fest auf den sehr kurzen Wert von 6oms eingestellt. Die Automatisierung der Attack-Zeit wird vom Effektkompressionsmodus nicht beeinflusst. Der Effektkompressionsmodus führt zu hörbaren Kompressions effekten, Sie können aber auch eine höhere Lautheit erzielen als im normalen Betrieb.

Ist der Effektkompressionsmodus aktiviert, schnellt das bearbeitete Audiosignal nach abge- laufener Release-Zeit immer wieder bis auf den eingestellten MAKE-UP GAIN-Wert zurück. Sie können an der Geschwindigkeit der LED-Anzeige sehen, wie sich die Bearbeitung beschleunigt. Jetzt treten auch hörbare Kompressioneffekte wie Pumpen und Atmen auf – der hohe Automationsgrad, die innovative Schaltungskonzeption und die Komponentenqualität verhindern das ja im Normalfall. Der Effektkompressionsmodus ist also immer interessant, wenn Sie mit auffälligen Kompressionseffekten arbeiten möchten.

SPL Analog Elemental Series - FX Com. (Effektkompression) - 1

Lim. (Limiter)

Mit der Taste LIM. schalten Sie den Limiter-Modus ein. In dieser Betriebsart bearbeitet der DynaMaxx nur die Spitzenpegel. Leise Signalanteile werden nicht, wie beim Einsatz des Kompressors, in die Bearbeitung mit einbezogen. Der Limiter-Modus erlaubt eine bessere Ausnutzung des Headrooms von Wandlern, indem die Spitzenpegel begrenzt werden. Im Limiter-Modus regeln Sie mit dem COMPRESSION-Regler die Intensität des Limitings. Sie legen damit die Einsatzschwelle fest; sie sinkt umso weiter, je mehr Sie den Regler nach rechts drehen. Der Ratio-Wert bleibt bei ∞:1 (maximales Kompressionsverhältnis).

Der Limiter-Modus des DynaMaxx basiert auf einer Soft-Limit-Charakteristik, die Spitzenpegel werden dabei eher geglättet, aber nicht hart begrenzt. Im Gegensatz zu einem Hard-Limiter arbeitet ein Soft-Limiter unauffälliger und akustisch angenehmer. Er regelt weich in die Pegelbegrenzung hinein.

Das Diagramm zeigt verschiedene Regelkennlinien des Limiters. Die Soft-Limit-Charakteristik ist gut zu erkennen.

SPL Analog Elemental Series - Lim. (Limiter) - 1

line | dBu | d B u (solid) | d B u (dashed) | | ---- | ------------- | -------------- | | -60 | -60 | -60 | | -50 | -50 | -50 | | -40 | -40 | -40 | | -30 | -30 | -30 | | -20 | -20 | -20 | | -10 | -10 | -10 | | 0 | 0 | 0 | | 10 | 10 | 10 | | 20 | 20 | 20 | | 30 | 30 | 30 |

SPL Analog Elemental Series - Lim. (Limiter) - 2

On

Mit der On-Schaltfunktion schalten Sie das Modul ein oder aus. Der ON-Schalter leuchtet, wenn er aktiviert ist.

Mit der On-Schaltfunktion sind zur Stromausfallsicherung Hard-Bypass-Relaisschaltungen verbunden, die eine direkte Umleitung des Eingangs auf die Ausgänge gewährleisten. Im Falle eines Spannungsabfalls oder -ausfalls wird daher automatisch der Bypass geschaltet, so dass der Signalfluss immer erhalten bleibt.

Wenn Sie ein DynaMaxx-Modul im Link-Modus betreiben, so ist der ON-Schalter des Master-Moduls zuständig für beide Module. Die LINK- und ON-Schalter des DynaMaxx-Moduls im Link-Modus leuchten also ebenfalls auf, obwohl sie nicht aktiviert wurden.

Der LINK-Schalter ist nur aktivierbar, wenn die Analog Elemental-Einheit mit zwei DynaMaxx-Modulen bestückt ist.

Hauptsächlich wohl für den Stereobetrieb können Sie zwei DynaMaxx-Module im Link-Modus betreiben. Im Link-Modus erhalten beide Module identische VCA-Steuerspannungen des Master-Moduls (linkes Modul). Im Stereobetrieb ist dadurch ein kohärentes Stereobild sichergestellt.

Alle Bedienelemente des Master-Moduls inklusive ON- und LINK-Schaltung sowie deren Statusanzeigen steuern dann das Slave-Modul. Alle Bedienelemente des Slave-Moduls sind während des Link-Modus' inaktiv.

Hinweis: Die GR-Anzeige des Slave-Moduls wird ausgeschaltet, da der GR-Wert des Master-Moduls für beide Module gilt.

Falls Sie den LINK-Schalter eines Slave-Moduls betätigen, werden Sie feststellen, dass der LINK-Schalter des Master-Moduls nicht aufleuchtet. Sie wissen dann, dass sie den falschen LINK-Schalter betätigt haben, da nur am Master-Modul der Link-Modus hergestellt werden kann.

Signal-LED (SIG.)

Die SIG.-LED zeigt an, ob ein Audiosignal am Eingang anliegt und den -20-dB-Pegel überschreitet. Diese LED-Anzeige dient als Hilfsmittel, um in einer komplexen Studioverkabelung schnell erkennen zu können, ob ein Signal am DynaMaxx ankommt.

SPL Analog Elemental Series - Signal-LED (SIG.) - 1

SPL Analog Elemental Series - Signal-LED (SIG.) - 2

DynaMaxx | Technik

Der DynaMaxx unterscheidet sich in mehrfacher Hinsicht von herkömmlichen Kompressoren. Dieses Kapitel gibt detaillierteren Aufschluss über technische Hintergründe, weist in diesem Zusammenhang aber auch auf Anwendungsbeispiele hin.

Die Nachteile manueller Kompressoreinstellung

Das Grundproblem beim Einstellen eines Kompressors sind die sogenannten Zeitkonstanten Attack (Ansprechzeit), Decay (Abfall), Sustain (Haltedauer) und Release (Ausschwingzeit), kurz ADSR genannt. Die wichtigsten Zeitparameter sind Attack und Release. Meistens sind die Parameter Decay und Sustain nicht beeinflussbar, spielen aber auch eine eher untergeordnete Rolle. Die – oft zwangsläufig – falsch eingestellten Zeitkonstanten sind im wesentlichen verantwortlich für die bekannten Pump- und Atmungseffekte, sowie dem Durchschlagen von schnellen Transienten und ähnlichem mehr. Die Parameter Threshold (Schwellwert) und Ratio (Kompressionsverhältnis) sind schon etwas einfacher einzustellen, obwohl Kompressoren oft zur Mattigkeit in den Höhen bei höheren Kompressionsraten neigen, was besonders Sprach- und Gesangs aufnahmen oder auch Akustik-Gitarren beeinträchtigt.

Stellt man einen Kompressor ein, orientiert man sich in der Regel am lautesten Moment der zu bearbeitenden Spur und stellt die Zeitkonstanten möglichst optimal auf diesen Moment ein. Leider stellt man nur allzuhäufig fest, daß für fast die gesamte Restdauer der Kompressor nicht optimal eingestellt ist. Hinzu kommt, dass auch Musikinstrumente ihre Eigenheiten haben und mit unterschiedlichem Ein- und Ausschwingverhalten die optimale Kom pressions-einstellung fast unmöglich machen. Benutzt man einen herkömmlichen Kompressor während des Einspielens eines Gesangsparts, dann ist es fast unmöglich, eine optimale Einstellung zu finden. Es gilt, den Headroom von Wandlern ohne Clipping auszunutzen. Die Dynamik in einem Gesangspart kann allerdings so groß sein, dass es nötig wird, während der Aufzeichnung nachzuregeln. Je schlechter die Mikrofontechnik, desto schwieriger wird diese Arbeit.

Der DynaMaxx löst diese Aufgabe automatisch. Seine Zeitkonstanten passen sich intelligent an das Musiksignal an und optimieren sie sozusagen „on the fly“. Threshold und Ratio werden gemeinsam mit dem COMPRESSION-Regler eingestellt. Die extrem verzerrungsarmen THAT 2181 VCAs in Doppel-VCA-Schaltung kompri mieren ohne Höhen dämpfung und mit minimalen Verzerrungen.

Ein-Band-Technik statt Multi-Band-Technik

Die Multi-Band-Technik sollte dem Kom pressor das „Pumpen“ abgewöhnen, indem man den sogenannten „Nachmaskierungseffekt“ überlistete. Nachmaskierungseffekte entstehen, wenn beispielsweise eine Bass-Drum komprimiert wird und kurze Zeit später z. B. eine Hi-Hat noch durch die (zu lange) Release-Zeit mitbearbeitet wird. Dadurch klingt die Hi-Hat anfangs dumpf und bekommt erst mit auslaufender Release-Zeit die originale Klangfarbe wieder. In der Multi-Band-Technik splittet man nun den Frequenz bereich in mehrere Bänder, die dann unterschiedlich bearbeitet werden können. So hat die Bass-Drum-Kompression keinen Einfluss mehr auf die hochfrequente Hi-Hat.

Das klingt zunächst recht plausibel und war auch lange Zeit das Mittel der Wahl. Die Doppel-VCA-Schaltung und der hohe Automationsgrad beim DynaMaxx macht den Multi-Band-Ansatz jetzt allerdings überflüssig. Daraus ergeben sich zwei entscheidende Vorteile:

  1. Klangneutralere Bearbeitung: Bei der Multiband-Technik entstehen Phasenverschiebungen, da die unterschiedlichen Bearbeitungen in den einzelnen Bänden zu unterschiedlichen Phasenlaufzeiten führen. Das Ergebnis ist ein inkohärentes Signal, das in hörbarem Maße klangliche Färbungen aufweist.
  2. Zeitersparnis: Die Vereinfachung der Arbeit mit dem DynaMaxx ist gewaltig. Bei einem Multiband-Kompressor müssen Sie für jedes Band Zeitkonstanten, Gain, Threshold und Ratio einstellen. Das sind bei einem Vier-Band-Kompressor schon 20 einzustellende Parameter pro Kanal – der DynaMaxx hat nur zwei, und die können im Stereo-Betrieb verknüpft werden.

Automatisierung der Attack-Zeit

Zunächst ein Beispiel, um das Problem fest eingestellter Attack-Zeiten deutlich zu machen:

Bei einem E-Bass kann der Ton einerseits sehr weich einsetzen, andererseits aber auch rasend schnell ansteigen (Slap). Stellt man die Attack-Zeit auf minimale Ansprechzeit, lässt sich der Slap zwar „einfangen“, aber für die nachfolgenden, stehenden Töne bedeutet diese schnelle Attack-Zeit eine Zunahme der Verzerrungen, da die Steuerspannung im Kompressor genauso schnell ansteigt wie die kleinste Schwingung des Musiksignals.

Dieses Verhalten bezeichnet man auch als „Wellenreiten“. Ist die Attack-Zeit entsprechend länger gewählt, entstehen zwar keine zusätzlichen Verzerrungen mehr, aber der Slap geht unkomprimiert als Peak durch. Ein zusätzlicher, separater Peak-Limiter, der die schnellen Transienten abfängt, die aufgrund der zu langsamen Attack-Zeit im Kompressor durchgelassen wurden, ist aber auch nicht optimal: erstens muss das Audiosignal durch zwei VCA-Stufen, was die Klangqualität und den Dynamikumfang nicht fördert, zweitens ist wieder mehr einzustellen ist als nötig.

Der DynaMaxx braucht keinen zusätzlichen Peak-Limiter, da er so schnell regelt, dass Pegelspitzen zuverlässig abgefangen werden. Die Geschwindigkeit der sich nachregelnden Zeitparameter ist so hoch, daß die Kennlinie des Kompressors eingehalten werden kann.

Innerhalb von wenigen Mikrosekunden kann die Attack-Zeit auf bis zu 50μs reduziert werden, dann aber sofort wieder auf eine langsamere Attack-Zeit zurückfahren (bis zu 10ms). Dadurch werden Verzerrungen und Pumpen zuverlässig vermieden.

Auch bei einem kompletten Stereo-Mix ist das Regelverhalten des DynaMaxx vorteilhaft, da beispielsweise Drum-Peaks unmerklich mit sehr schnellen Attack-Zeiten verarbeitet werden, nachfolgenden Signalanteilen mit langsameren Anstiegszeiten hingegen keine Verzerrungen addiert werden. Nach maskie rungs effekte werden weitestgehend minimiert, Atmen und Pumpen kommt beim DynaMaxx im normalen Kompressionsmodus nicht mehr vor.

Das Vergleichen und neue Einstellen des Attack-Parameters erfolgt so schnell, daß es akustisch nicht wahrnehmbar ist. Im DynaMaxx arbeiten zudem 12-dB-Filter. Im Vergleich zu herkömmlichen 6dB-Filtern wird dadurch die Präzision verdoppelt und das Erkennen und Verarbeiten von Transienten verbessert.

Die Automatisierung der Release-Zeit

Bei manueller Regelung und zu kurz eingestellter Release-Zeit wird der Kompressor nach dem Ausschwingen das Programmaterial auf den eingestellten Gain-Wert hochziehen. Dieses „Aufatmen“ kann klanglich sehr unangenehm sein, insbesondere wenn leise Passagen in der Musik auftreten wie beispielsweise Flächensounds, die hochgezogen werden und beim nächsten lauteren Signal wieder abfallen.

Ist die Release-Zeit zu lang, so wird ein herkömmlicher Kompressor nach jedem Peak den Ausgangspegel reduzieren und erst nach der eingestellten Release-Zeit den zuvor eingestellten Make-Up-Gain-Wert wieder erreichen. Klänge, die diesem Peak unmittelbar folgen, werden zu leise wiedergegeben. Das Klangbild beginnt zu schwimmen und zu pumpen und es wird auch keine hohe Lautheit erzielt.

Damit dieser Effekt nicht auftritt, misst der DynaMaxx den durchschnittlichen Pegel des Musiksignals. Bei einer Pegelspitze (z. B. Bass-Drum, Snare) wird diese mit einer sehr schnellen Release-Zeit nahezu unhörbar auf den berechneten Mittelwert zurückgefahren – aber nicht auf den eingestellten Schwellwert. Würde der Kompressor auf den Threshold zurückfahren, entstünden die bekannten Pumpeffekte, da nun jedes leise Signal um den eingestellten Make-Up-Gain-Wert verstärkt würde.

Abhängig von der Differenz zwischen Peak und berechnetem Mittelwert wird nun die Release-Zeit gesteuert. Bei einem großen Dynamiksprung fährt der DynaMaxx das Signal schnell, bei einem geringen Dynamiksprung hingegen langsam zurück.

Threshold und Ratio

Threshold (Einsatzschwellwert) und Ratio (Kompressions verhältnis) werden gemeinsam über den COMPRESSION-Regler eingestellt. Je weiter der COMPRESSION-Regler nach rechts gedreht wird, umso weiter verschiebt sich der Threshold nach unten, so dass mehr Programmaterial bearbeitet wird. Gleichzeitig vergrößert sich das Kompressions verhältnis bis maximal 3:1.

Wählt man also einen geringen COMPRESSION-Wert, so werden nur die Pegelspitzen komprimiert, da der Threshold relativ hoch liegt. Möchte man eine intensivere Kompri mierung, dreht man einfach den COMPRESSION-Regler weiter nach rechts. Nun werden auch leisere Anteile mit bearbeitet. Gleichzeitig erhöht sich das Kompressions verhältnis. Dennoch sind diese Werte nie statisch, sondern sie passen sich immer den aktuellen Pegelverhältnissen an. Pegelspitzen werden automatisch mit einer höheren Ratio in unauffälliger Soft-Knee-Charakteristik bearbeitet.

Audio

Frequenzgang 10 Hz - 200 kHz

Gleichtaktunterdrückung >70 dBu

(bei 1 kHz mit o dBu Eingangspegel, Verstärkungsfaktor 1)

Klirrfaktor 0,06%

(bei o dBu Eingangspegel und Verstärkungsfaktor 1)

Rauschspannungsabstand -93 dBu

(A-bewertet, bei o dBu Make Up Gain)

Dynamikumfang 115 dB

Eingang

XLR-Anschluss, elektronisch symmetriert, optional trafosymmetriert

Impedanz ca. 20 kOhm

max. Eingangspegel +21 dBu

Ausgang

XLR-Anschluss, elektronisch symmetriert, optional trafosymmetriert

Impedanz ca. 150 Ohm

max. Ausgangspegel +22 dBu

o dBu = 0,775 V. Technische Änderungen vorbehalten.

SPL Analog Elemental Series - Ausgang - 1

flowchart
graph TD
    A["Input"] --> B["Transistor Option"]
    B --> C["Output"]
    D["Transistor Option"] --> E["Reactor Circuit"]
    E --> F["Detection Circuit"]
    F --> G["To Display Section"]
    G --> H["Gain"]
    G --> I["Effective Comp"]
    G --> J["Soft Limit"]
    G --> K["Tirreshoid Comp-Decomp"]
    G --> L["Gain"]
    G --> M["Gain"]
    G --> N["Gain"]
    G --> O["Gain"]
    G --> P["Gain"]
    G --> Q["Gain"]
    G --> R["Gain"]
    G --> S["Gain"]
    G --> T["Gain"]
    G --> U["Gain"]
    G --> V["Gain"]
    G --> W["Gain"]
    G --> X["Gain"]
    G --> Y["Gain"]
    G --> Z["Gain"]
    G --> AA["Gain"]
    G --> AB["Gain"]
    G --> AC["Gain"]
    G --> AD["Gain"]
    G --> AE["Gain"]
    G --> AF["Gain"]
    G --> AG["Gain"]
    G --> AH["Gain"]
    G --> AI["Gain"]
    G --> AJ["Gain"]
    G --> AK["Gain"]
    G --> AL["Gain"]
    G --> AM["Gain"]
    G --> AN["Gain"]
    G --> AO["Gain"]
    G --> AP["Gain"]
    G --> AQ["Gain"]
    G --> AR["Gain"]
    G --> AS["Gain"]
    G --> AT["Gain"]
    G --> AU["Gain"]
    G --> AV["Gain"]
    G --> AW["Gain"]
    G --> AX["Gain"]
    G --> AY["Gain"]
    G --> AZ["Gain"]
    G --> BA["Gain"]
    G --> BB["Gain"]
    G --> BC["Gain"]
    G --> BD["Gain"]
    G --> BE["Gain"]
    G --> BF["Gain"]
    G --> BG["Gain"]
    G --> BH["Gain"]
    G --> BI["Gain"]
    G --> BJ["Gain"]
    G --> BK["Gain"]
    G --> BL["Gain"]
    G --> BM["Gain"]
    G --> BN["Gain"]
    G --> BO["Gain"]
    G --> BP["Gain"]
    G --> BQ["Gain"]
    G --> BR["Gain"]
    G --> BS["Gain"]
    G --> BT["Gain"]
    G --> BU["Gain"]
    G --> BV["Gain"]
    G --> BW["Gain"]
    G --> BX["Gain"]
    G --> BY["Gain"]
    G --> BZ["Gain"]
    G --> CA["Gain"]
    G --> CB["Gain"]
    G --> CC["Gain"]
    G --> CD["Gain"]
    G --> CE["Gain"]
    G --> CF["Gain"]
    G --> CG["Gain"]
    G --> CH["Gain"]
    G --> CI["Gain"]
    G --> CJ["Gain"]
    G --> CK["Gain"]
    G --> CL["Gain"]
    G --> CM["Gain"]
    G --> CN["Gain"]
    G --> CO["Gain"]
    G --> CP["Gain"]
    G --> CZ["Gain"]

Transient Designer | Einleitung

ATTACK SUSTAIN LINK ON OUTPUT 64IN OSG Transient Designer

Der Transient Designer revolutioniert die Audiosignalverarbeitung durch die pegelunabhängige Bearbeitung von Signalverläufen. Dadurch unterscheidet er sich prinzipiell von herkömmlichen Kompressoren, deren Arbeitsweise immer an einem bestimmten Signalpegel ausgerichtet ist. Die Arbeit mit dem Transient Designer ist sehr einfach: Einschwingvorgänge können verstärkt oder abgesenkt und Ausschwingvorgänge verlängert oder verkürzt werden. Das Potenzial für die

Studio- und Live-Anwendung allerdings ist nahezu unerschöpflich.

Die technische Grundlage ist SPLs einzigartige Differential Envelope Technology (DET), die durch Differenzbildung von Hüllkurven die pegelunabhängige Bearbeitung dynamischer Signalverläufe ermöglicht. Die Hüllkurvenverfolger richten die Arbeitsprozesse am natürlichen Signalverlauf aus. So werden für jeden Moment in der Musik optimale Ergebnisse erzielt. Die Einstellung eines Schwellwertes ist aufgrund der Pegelunabhängigkeit der Bearbeitung dank DET überflüssig. Aber auch die übrigen klassischen Parameter der Dynamikbearbeitung wie Ratio und Gain suchen Sie ebenso vergeblich wie Zeitkonstanten-Parameter. Alle Zeitkonstanten (Attack, Decay und Release) sind auf musikalische Weise automatisiert, indem sie aus dem Verlauf des Originalsignals generiert werden.

Sie brauchen nur zwei Regler pro Kanal zu bedienen, um das Ein- und Ausschwingverhalten zu steuern: Der Attack-Regler kann Einschwingvorgänge um bis zu 15dB verstärkern oder absenken, der Sustain-Regler verlängert oder verkürzt den Ausschwingvorgang um bis zu 24dB. Auf denkbar einfache Weise erschließen Sie sich völlig neue und verblüffend weitreichende dynamische Bearbeitungsmöglichkeiten, wie sie selbst mit mehreren hintereinander geschalteten Kompressoren nicht zu erzielen sind.

Eine gegenüber der ursprünglichen Entwicklung neue Funktion des Transient-Designer-Moduls ist der Ausgangspegelregler, mit dem Sie durch die Bearbeitung hervorgerufene Pegelveränderungen kompensieren können. Eine einfache und sichere Pegelanpassung an nachfolgende Geräte, insbesondere AD-Wandler, ist damit gewährleistet.

Der Transient Designer arbeitet auf Basis der THAT 2181-VCAs, die besonders transparent, klangneutral und verzerrungsarm arbeiten. Auch bei hohen Bearbeitungsintensitäten treten keine Höhendämpfungseffekte oder Bassreduzierungen auf.

Jeder Kanal ist mit einer Hard-Bypass-Relais-Schaltung ausgestattet, so dass auch bei einem Stromausfall im Gerät die Audiosignale direkt vom Eingang auf den Ausgang weitergeleitet werden.

Transient Designer | Bedienelemente

SPL Analog Elemental Series - Transient Designer | Bedienelemente - 1

On

Mit der On-Schaltfunktion schalten Sie das Modul ein oder aus. Der ON-Schalter leuchtet, wenn er aktiviert ist. Mit der On-Schaltfunktion sind zur Stromausfallsicherung Relais-Hard-Bypass-Schaltungen verbunden, die eine direkte Umleitung des Eingangs auf die Ausgänge gewährleisten. Im Falle eines Spannungsabfalls oder -ausfalls wird automatisch der Relais-Hard-Bypass geschaltet, so dass der Signalfluss immer erhalten bleibt. Wenn Sie ein Transient Designer-Modul im Link-Modus betreiben, so ist der ON-Schalter des Master-Moduls zuständig für beide Module. Die LINK- und ON-Schalter des Transient Designer-Moduls im Link-Modus leuchten also ebenfalls auf, obwohl sie nicht aktiviert wurden. Nähreres zum Link-Modus erfahren Sie unter „Link-Modus“ auf Seite 39.

SPL Analog Elemental Series - On - 1

Attack

Mit dem ATTACK-Regler können Sie die Einschwingphase eines Signals um bis zu 15 dB verstärken oder absenken. Im Attack-Regelnetzwerk arbeiten zwei Hüllkurvenerzeuger. Einer verfolgt das Originalsignal passt sich optimal dem dynamischen Verlauf an. Der zweite Hüllkurvenerzeuger produziert eine Hüllkurve mit schwächerem Attack. Die Differenz aus beiden Hüllkurven dient dem VCA als Steuerspannung. Der Verlauf der Steuerspannung ist nun vollkommen an den zeitlichen Ablauf des Originalsignals angepasst. Bei positiven Attack-Werten erhöht sich die Amplitude des Einschwingvorgangs. Negative Attack-Werte führen zu einer Abschwächung der Amplitude des Einschwingvorgangs.

SPL Analog Elemental Series - Attack - 1

Sustain

Mit dem SUSTAIN-Regler können Sie die Ausschwingphase eines Signals um bis zu 24dB verlängern oder verkürzen. Im Sustain-Regelnetzwerk arbeiten zwei Hüllkurvenerzeuger. Der erste verfolgt das Originalsignal und passt sich optimal dem dynamischen Verlauf an. Der zweite Hüllkurvenerzeuger produziert eine Hüllkurve mit länger anhaltender Ausschwingphase.

Aus beiden Hüllkurven wird die Differenz gebildet, die dem VCA als Steuerspannung dient. Der Verlauf der Steuerspannung ist wiederum an den zeitlichen Ablauf des Originalsignals angepasst.

Bei positiven Sustain-Werten verlängert sich der Ausschwingvorgang. Negative Sustain-Werte führen zu einer Verkürzung des Aus-schwingvorgangs.

Output Gain

Mit dem OUTPUT GAIN-Regler lässt sich das Ausgangssignal um bis zu -20 dB dämpfen oder noch um +6 dB verstärken, um nachfolgende Geräte optimal aussteuern zu können. Die zentrierte Reglerstellung auf der 12-Uhr-Position entspricht o dB Ausgangspegel.

Im Link-Modus leitet das Master-Modul den Output Gain-Wert nicht an das Slave-Modul weiter. Sie müssen daher auch im Link-Modus immer die Output Gain-Werte beider Module manuell einstellen.

Der LINK-Schalter ist nur aktivierbar, wenn die Analog Elemental-Einheit mit zwei Transient Designer-Modulen bestückt ist. Hauptsächlich wohl für den Stereobetrieb können Sie dann zwei Transient-Designer-Module im Link-Modus betreiben.

Im Link-Modus erhalten beide Module die Steuerspannungen des Master-Moduls. Im Stereobetrieb ist dadurch ein kohärentes Stereobild sichergestellt. Alle Bedienelemente des Master-Moduls inklusive On- und Link-Schaltung sowie deren Statusanzeigen steuern das Slave-Modul. Alle Bedienelemente des Slave-Moduls sind während des Link-Modus' inaktiv. WICHTIG: Einzige Ausnahme ist der Output Gain-Regler, der auch im Link-Modus manuell am Slave-Modul eingestellt werden muss.

Falls Sie den LINK-Schalter eines Slave-Moduls betätigen, werden Sie feststellen, dass der LINK-Schalter des Master-Moduls nicht aufleuchtet. Sie wissen dann, dass sie den „falschen“ LINK-Schalter betätigt haben, da nur am Master-Modul der Link-Modus hergestellt werden kann.

Signal-LED

Die SIG.-LED (Signal) zeigt an, ob ein Audiosignal am Eingang anliegt und den -20-dB-Pegel überschreitet. Diese LED-Anzeige dient als Hilfsmittel, um in einer komplexen Studioverkabelung schnell erkennen zu können, ob ein Signal am Transient Designer ankommt.

SPL Analog Elemental Series - Signal-LED - 1

SPL Analog Elemental Series - Signal-LED - 2

SPL Analog Elemental Series - Signal-LED - 3

SPL Analog Elemental Series - Signal-LED - 4

Der Transient Designer ist sowohl für den Einsatz im Tonstudio als auch im Live-Betrieb ideal geeignet, denn Sie können den zeitlichen Verlauf eines Signals auf einfachste Art und Weise beeinflussen. Üblicherweise werden Equalizer eingesetzt, um ein Instrument im Mix von anderen Instrumenten zu trennen. Dabei wird der klangliche Aspekt berücksichtigt, aber nicht der zeitliche. Der Transient Designer eröffnet Ihrem Repertoire in der Signalverarbeitung diese weitere, zeitliche Dimension. Durch die Beeinflussung der Ein- und Ausschwingvorgänge unterschiedlichster Signale können Sie eine Mischung erheblich transparenter gestalten. Instrumente können Sie häufig auch leiser mischen, ohne dass sie an Durchsetzungskraft verlieren – allerdings nehmen sie im Mix dann weniger Platz ein. Während eines Remix können Sie Positionierungen in der Tiefenstaffelung, die normalerweise durch die Mikrofonierung schon festgelegt sind, nachträglich manipulieren. Und angewandt auf einzelne Instrumente oder Loops können Sie völlig neue Sounds kreieren.

Die folgenden Beispiele sind als Anregungen gedacht – die Verfahrensweisen bei bestimmten Instrumenten können selbstverständlich häufig auch auf andere übertragen werden.

Schlagzeug & Perkussion

Zu den interessantesten Anwendungen des Transient Designer zählen die Bearbeitung von Schlagzeug- und Perkussionssounds – von gesampleten Drum-Sounds bis hin zu Live-Drumsets:

  • Verstärken Sie den Attack einer Bass-Drum oder eines Loops, um den Druck und die Durchsetzung im Mix zu erhöhen.
  • Verkürzen Sie den Sustain einer Snare oder eines Hallraums, um den Mix transparenter zu gestalten.
  • Bedämpfen Sie Toms oder Overheads auf sehr musikalische Weise. Das verringert den Aufwand bei Trommeldämpfung und Mikrofonierung erheblich. Da die Dämpfung oft auch das dynamische Verhalten der Trommeln einschränken kann, ergeben sich auch hier neue klangliche Vorteile.
  • Die Mikrofonierung von Live-Drums geht wesentlich schneller und einfacher vonstatten, da Sie die 'Distanz' der Mikrofone durch Veränderung der Attack-Werte nachträglich korrigieren bzw. optimieren können.
  • Der Transient Designer ist eine hervorragende Alternative zu Noise Gates beim Mikrofonieren von Live-Drums. Die adaptive Anpassung an den Signalverlauf des Originals erlaubt musikalischere Verkürzungen der Ausschwingzeiten als mit fest eingestellten Release-Zeiten – ein Schlagzeugset ist schnell und effizient von Übersprechen befreit.
  • Erzielen Sie neue, hochinteressante Panorama-Effekte auf Basis von Dynamikeffekten. Speisen Sie beispielsweise zwei Transient-Designer-Module mit einem Mono-Loop und bearbeiten Sie einen Kanal mit hohem Attack und reduziertem Sustain während Sie den rechten Kanal genau umgekehrt eingestellen.
  • Durch Verminderung des Attack und Erhöhung des Sustain können Sie sehr direkt klingende Signale nach hinten mischen. Zusätzlich verstärkt sich der FX-Anteil von zu trockenen Signalen.
  • Drum-Sounds lassen sich einfacher in den Mix integrieren. Die akustische Pegelzunahme einer Snare von ca. +4dB durch Erhöhung des Attack-Wertes führt lediglich zu 0,5 dB bis 1 dB effektiver Peak-Pegelzunahme im Mix.

Gitarren

Setzen sie den Transient Designer für Gitarren ein, um durch verringerten Attack das Instrument weichzuzeichnen. Mit erhöhtem Attack springt der Sound regelrecht in's Gesicht, was besonders gut bei Picking-Gitarren wirken kann. Leise gespielten Gitarren-Parts können Sie ebenso wieder mehr Leben und Sprunghaftigkeit verleihen.

Verzerrte E-Gitarren sind durch die hohe Verzerrung stark komprimiert und daher undynamisch. Der Anschlag – und damit die Identifizierbarkeit – leidet am meisten unter starker Verzerrung. Erhöhen Sie den Attack, damit die Gitarre trotz hoher Verzerrung eine klarere Durchzeichnung und deutlichere Intonation erhält. Eine starke Verzerrung führt auch zu langem Sustain. Der Sound droht zu verbreien; durch Reduktion der Sustain-Werte wirken Sie dem entgegen. Sollen dagegen Gitarrensolos dermaßen schweben, dass sie selbst David Gilmour peinlich werden könnten, reißen Sie den Sustain-Regler voll auf.

Bei mikrofonierten akustischen Gitarren können Sie durch Verlängerung des Sustain erreichen, dass der Raumklang deutlicher hörbar wird. Um den Raumklanganteil zu reduzieren und eine trockeneren Sound zu bekommen, verringern Sie dagegen den Sustain-Wert.

Apropos Bass: ist eine Bass-Spur etwas träge gespielt, muss sie vielleicht nicht unbedingt neu aufgenommen werden. Reduzieren Sie die Sustain-Werte, bis klare Pausen bei Downbeats entstehen und aus dem Legato wird ein Staccato, das die Rhythm-Section wieder ordentlich anschiebt.

Raumanteile

Ein häufiges Problem, insbesondere wenn nicht im gleichen Studio aufgenommen und gemischt wird: Zu wenig Hall bzw. Raumanteil, z. B. bei der zweiten Stimme. Einen passenden Hall zu finden kann jetzt dauern ... mit dem Transient Designer dagegen betonen Sie ganz einfach den im Original vorhandene Anteil durch mehr Sustain. Umgekehrt können Sie natürlich zu viel Raumanteil einfach durch verringerten Sustain beseitigen (De-Verb).

Keyboard- und Samplesounds sind häufig hoch komprimiert und haben nur noch wenig natürliche Dynamik. Erhöhen Sie die Attack-Werte, um natürliches Ansprechverhalten zurückzuge-winnen. Die Sounds nehmen weniger Platz im Mix ein und sind auch bei leiseren Lautstärken leichter zu identifizieren.

Post Production

Bei der Filmvertonung können Sie Effektsounds aus Sample-Libraries mit mehr Punch und Durchsetzung verbessern. Gleiches gilt für Außenaufnahmen mit schlechter Mikrofonpositionierung, die mit dem Transient Designer einfach nachträglich optimiert werden können.

Mastering

Üblicherweise wird der Transient Designer nicht für Summen- sondern für Einzelkanalbearbeitungen eingesetzt. Allerdings haben uns namhafte Mastering-Ingenieure berichtet, dass sie mit geringen Attack- und Sustain-Werten (jeweils um +/- 3dB) bisweilen Summenbearbeitungen vornehmen, wenn der Mix generell mehr „Punch“ haben soll oder etwas trockener klingen könnte.

Audio

Frequenzgang 10 Hz - 70 kHz

Gleichtaktunterdrückung -80 dBu

(bei 1 kHz mit o dBu Eingangspegel, Verstärkungsfaktor 1)

Klirrfaktor 0,019%

(bei o dBu Eingangspegel und Verstärkungsfaktor 1)

Rauschspannungsabstand -89 dBu

(A-bewertet)

Dynamikumfang 111,0 dB

Eingang

XLR-Anschluss, elektronisch symmetriert, optional trafosymmetriert

Impedanz ca. 20 kOhm

max. Eingangspegel +21 dBu

Ausgang

XLR Anschlüsse, elektronisch symmetriert, optional trafosymmetriert

Impedanz ca. 150 Ohm

max. Ausgangspegel +22 dBu

o dBu = 0,775 V. Technische Änderungen vorbehalten.

SPL Analog Elemental Series - Ausgang - 1

flowchart
graph TD
    A["Input"] --> B["6ND"]
    B --> C["Transferer Option"]
    C --> D["Output Relay"]
    D --> E["Link Relay"]
    E --> F["ON"]
    F --> G["On Relays"]
    G --> H["From Slave Relay"]
    H --> I["Output Gain"]
    I --> J["Output"]
    J --> K["Switchain"]
    K --> L[" Detection Circuit"]
    L --> M["Switch"]
    M --> N["Attack"]
    N --> O["Transporter Option"]
    O --> P["On Relay Output 1"]
    P --> Q["On Relay Output 2"]
    Q --> R["On Relay Output 3"]
    R --> S["Design"]
    S --> T["Date"]
    T --> U["PGB REU"]
    U --> V["UTRIO"]
    V --> W["22.08.2007"]
    W --> X["SHEET: 1/1"]
    X --> Y["43/2nd Niederkuchten Germany"]
    Y --> Z["SPL Electronics GmbH"]
    Z --> AA["13:40:44"]
    AA --> AB["SHEET: 1/1"]
    AB --> AC["8"]
    AC --> AD["F"]
    AD --> AE["E"]
    AE --> AF["F"]

SPL Analog Elemental Series - Ausgang - 2

Das TwinTube-Modul vereint erstmals die beiden wesentlichen Röhren-Klangeffekte in einem Prozessor: Sättigungseffekte durch die SATURATION-Regelung sowie Obertonbearbeitung durch die HARMONICS-Regelung. Beide Stufen arbeiten getrennt voneinander und bauen auf jeweils einer eigenen Röhrenschaltung auf – es arbeiten also zwei Röhren in einem Modul. Die Effekte können daher beliebig angewandt werden: einzeln und somit getrennt, aber auch gemeinsam.

Die Sättigungseffekte werden hervorgerufen, indem die Röhre mit zunehmender Intensität an die Grenze Ihre Betriebsspannung und darüber hinaus gebracht wird. Im Gegensatz zu Halbleitern „kippt“ die Röhre nicht ab einem bestimmten Pegel in den Bereich der Verzerrung, sie nähert sich vielmehr mit stetig zunehmenden Verzerrungen nach und nach Ihrer Belastungsgrenze. Dabei produziert sie die typischen klanglichen Effekte, die in der Audiosignalbearbeitung oft vorteilhafte Wirkung haben können: zum einen je nach Dosierung subtile bis heftige harmonische Verzerrungen, zum anderen entsteht aber auch eine Verdichtung des Klanggeschehens, also Limiting-Effekte mit angenehm rundem oder weichem Klang. Akustisch und auch in der Anwendbarkeit lässt sich das sehr gut mit Bandsättigungseffekten vergleichen. Harmonische Verzerrung und Limiting sind die klassischen, allgemein bekannten Röhreneffekte, die bis heute unverzichtbare Bestandteile der Klanggestaltung sind. Weniger bekannt sind da schon die Effekte, die Röhrenschaltungen auch zur Verbesserung von Präsenz- und Räumlichkeitseindrücken haben können, indem Obertonstrukturen bearbeitet werden.

Für die Obertonbearbeitung durch die Harmonics-Stufe kommt eine spezielle Schaltung zum Einsatz, die einen Spulen-Kondensator-Verbund mit der Röhre kombiniert. Die Schaltung reagiert dynamisch auf das Audiosignal und verändert dabei sowohl Oberton- als auch Phasenstrukturen. Die Bearbeitung der Phasenstrukturen (Empfindungszeitpunkte) bewegt sich im Mikrosekundenbereich und hat nichts mit Auslöschungen zu tun, wie sie bei Verschiebungen um 180 Grad auftreten. Entscheidend für die klangliche Qualität ist die Angleichung von Lautstärkeverhältnissen der Obertonspektren. Die Obertonanreicherung beruht wohlgemerkt nicht auf dem Generatorprinzip von Excitern, bei dem Übersteuerungsprodukte dem Originalsignal zugemischt werden. Bei der HARMONICS-Regelung des TwinTube ergibt sich vielmehr eine ausgeglichenere Obertonstruktur, die Klänge wirkungsvoll in den Vordergrund rückt, ohne dabei extreme Pegeländerungen hervorzurufen. Eine Stimme z. B. löst sich sofort aus einer Mischung ab und setzt sich klar umrissen nach vorn durch.

TwinTube | Bedienelemente

SPL Analog Elemental Series - TwinTube | Bedienelemente - 1

Har. On/Sat. On

Mit dem Schalter HAR. ON schalten Sie die HARMONICS-Regelung ein oder aus. Ebenso schalten Sie mit dem Schalter SAT. ON die SATURATION-Regelung ein oder aus. Die Schalter leuchten, wenn sie eingeschaltet wurden. Sie können also beide Bearbeitungsstufen separat oder gemeinsam nutzen.

Aufwärmphase: Nach dem Einschalten beginnt die Aufwärmphase für beide Röhrenstufen, unabhängig von der HAR. ON- oder SAT. ON-Schalterstellung. Die Aufwärmphase schützt die Röhre vor zu früher Belastung und verlängert Lebensdauer. Während der Aufwärmphase blinken HAR. ON und SAT. ON wechselseitig. Die Aufwärmphase kann zwischen ca. 20 Sekunden und einer Minute dauern, währenddessen bleibt das Modul im Bypass-Modus.

Hard-Bypass: Das TwinTube-Modul verfügt zur Stromausfallsicherung über relaisgesteuerte Schaltungen, die im Falle eines Spannungsabfalls oder -ausfalls eine direkte Umleitung des Eingangs auf die Ausgänge gewährleisten. Der Signalfluss bleibt also immer erhalten.

SPL Analog Elemental Series - Har. On/Sat. On - 1

Harmonics-Regler

Mit dem HARMONICS-Regler können Sie die Intensität der Obertonbearbeitung steuern. Die Pegelanhebung der gewählten Harmonics-Frequenz (siehe „HARMONICS-Schalter“ auf der nächsten Seite) liegt zwischen 0 und 15 dB. Obertöne werden auch als „Harmonische“ bezeichnet. Die englische Bezeichnung – „Harmonics“ – führt zu den hier verwendeten Begriffen.

SPL Analog Elemental Series - Harmonics-Regler - 1

Mit dem HARMONICS-Regler wird das Obertonspektrum des gewählten Grundtonfrequenzbereichs angereichert (siehe auch Erläuterungen zur Obertonbearbeitung auf der vorherigen Seite unter „Einleitung“). Das klangliche Resultat ist eine Intensivierung der Präsenz bei frischer, seidiger und brillanter Klangatmosphäre. Ebenso gewinnt die Räumlichkeit an Intensität.

Harmonics-Schalter

Mit dem HARMONICS-Schalter wählen sie den Grundton-Frequenzbereich, dessen Obertöne mit dem HARMONICS-Regler bearbeitet werden sollen. Es stehen vier Frequenzbereiche bereit, deren Mittenfrequenzen bei 9,8 kHz, 6,6 kHz, 2,8 kHz und 1,9 kHz liegen. Aus Platzgründen haben wir gerundete Werte für die Mittenfrequenzen zur Beschriftung gewählt. Die Bandbreiten der Filter sind angegeben unter „Technische Daten/Harmonics-Filter“ auf Seite 50. Die Festlegung der Frequenzbereiche beruht auf Erfahrungswerten und Testreihen, bei denen wir uns optimale Bearbeitungsbereichen für verschiedene Instrumente und natürlich Stimmen genähert haben. Weitere Informationen finden Sie auch unter „Anwendungen“ weiter unten.

Saturation-Regler

Mit dem SATURATION-Regler bestimmen Sie den Grad der Röhrensättigung. Der technische Vorgang besteht in der Reduzierung der Gegenkopplung in der Röhrenstufe. Der Ausgangspegel der Saturation-Stufe wird weitgehend angepasst, im Maximalfall steigt der Pegel nur um ca. 6 dB. Sie können von dezenten bis brutalen harmonischen Verzerrungen über einen weiten Effektbereich verfügen. Neben der harmonischen Röhrenverzerrung ist auch die Verdichtung durch den Kompressionseffekt bei zunehmender Sättigung der Röhre in die klangliche Beurteilung des Effekts einzubeziehen. Weitere Details zum Sättigungseffekt finden Sie in der Einleitung auf der vorherigen Seite und unter „Anwendungen“ weiter unten.

Signal-LED (SIG.)

Die SIG.-LED zeigt an, ob ein Audiosignal am Eingang anliegt und den -20-dB-Pegel überschreitet. Diese LED-Anzeige dient als Hilfsmittel, um in einer komplexen Studioverkabelung schnell erkennen zu können, ob ein Signal am TwinTube ankommt.

SPL Analog Elemental Series - Signal-LED (SIG.) - 1

SPL Analog Elemental Series - Signal-LED (SIG.) - 2

SPL Analog Elemental Series - Signal-LED (SIG.) - 3

TwinTube | Anwendungen

Wir heben hier zwei bezeichnende Bespiele heraus, die sich prinzipiell auf viele andere Instrumente übertragen lassen.

Gesang

Gesangsspuren zu optimieren ist eine Paradedisziplin des TwinTube. Oft kann auf EQ-Bearbeitungen völlig verzichtet werden, um eine Stimme aus einem Mix herauszulösen und mit klar umrissener Durchsetzungsfähigkeit nach vorn zu holen. Eine Empfehlung für Frauenstimmen wären folgende Einstellungen: HARMONICS-Schalter auf 6, HARMONICS-Regler auf ca. 14 Uhr, SATURATION auf ca. 12 Uhr. Der beschriebene Effekt sollte jetzt deutlich werden, von hier aus können Sie dann optimieren. Bei Frauenstimmen kann mit den HARMONICS-Schalterstellungen 6 und 10 variiert werden, bei Männerstimmen eher mit den Stellungen 2, 3 und 6.

Akustische Gitarren

Während die Bearbeitungserfolge von E-Gitarren deutlich davon abhängen, inwiefern sie bereits durch Röhrenverstärker und weitere Effekte bearbeitet wurden, liegt in der Bearbeitung akustischer Gitarren oft ein großes Optimierungs- bzw. Gestaltungspotential. So können Sie die Anschlagklänge bei gezupften Gitarren deutlich intensivieren. Die Durchsetzungsfähigkeit in der Mischung durch Verbesserung der Präsenz kann ohne wesentliche Pegelanhebungen erheblich steigen. Dosierte harmonische Verzerrung geben dem Klangbild etwas mehr Rauheit oder Erdigkeit und verdichten durch die eleganten Kompressionseffekte, so dass das Signal deutlich an Lautheit gewinnen kann.

Schnelle Fourier-Transformation (FFT) mit einem Eingangssignal von 1 kHz/o dBu bei maximaler Sättigung durch die Saturation-Stufe.

Audio Precision 05/21/08 14:51:51 A-A FFT SPECTRUM ANALYSIS

SPL Analog Elemental Series - Akustische Gitarren - 1

line | Hz | d B u | | ---- | ----- | | 0 | -120 | | 2k | -70 | | 24k | -100 | | 4k | -120 | | 6k | -120 | | 8k | -120 | | 10k | -120 | | 12k | -120 | | 14k | -120 | | 16k | -120 | | 18k | -120 | | 20k | -120 | | 22k | -120 |

FFT mit einem Eingangssignal 1 kHz/o dBu bei minimaler Sättigung durch die Saturation-Stufe.

Audio Precision 06/13/08 15:10:24RackPack TTP 2714
SPL Analog Elemental Series - Akustische Gitarren - 2
Harmonics-Filter mit maximaler Anhebung.

Klirrfaktor in Abhängigkeit vom Eingangspegel der Saturation-Stufe bei verschiedenen Regelintensitäten (untere Kurve mit SATURATION-Regler auf o, obere Kurve mit Regler auf 20).

Audio

Harmonics-Stufe

Frequenzgang: 10 Hz-80 kHz

Klirrfaktor: 0,1%

Bei 1 kHz, odBu Eingangspegel, Verstärkungsfaktor 1

Rauschspannungsabstand -87 dBu (A-bewertet)

Dynamikumfang 103 dB

max. Eingangspegel +18 dBu

Harmonics-Filter

Filter 1 Mittenfrequenz: 9,8 kHz

Bandbreite: 9,6 kHz

Maximale Anhebung: +15 dB

Filter 2 Mittenfrequenz: 6,6 kHz

Bandbreite: 5 kHz

Maximale Anhebung: +15 dB

Filter 3 Mittenfrequenz: 2,8 kHz

Bandbreite: 9 kHz

Maximale Anhebung: +15 dB

Filter 4 Mittenfrequenz: 1,9 kHz

Bandbreite: 4,7 kHz

Maximale Anhebung: +15 dB

Saturation-Stufe

Frequenzgang 10 Hz-77 kHz

Klirrfaktor: 0,02%

Bei 1 kHz, odBu Eingangspegel, Verstärkungsfaktor 1

ca. 15 %

Bei odBu Eingangspegel und maximaler Sättigung

Rauschen, A-bewertet -96 dBu

Dynamikumfang 114 dB

max. Eingangspegel +21 dBu

Audio gesamt (Harmonics- und Saturation-Stufe)

Frequenzgang 10 Hz-77 kHz

Gleichtaktunterdrückung -74 dBu

Bei 1 kHz, odBu Eingangspegel, Verstärkungsfaktor 1

Rauschen, A-bewertet -87 dBu

Dynamikumfang 105 dB

max. Eingangspegel +20 dBu

Eingang

XLR-Anschluss, elektronisch symmetriert, optional trafosymmetriert

Impedanz ca. 20 kOhm

Ausgang

XLR-Anschluss, elektronisch symmetriert, optional trafosymmetriert

Impedanz ca.150 Ohm

max. Ausgangspegel +21 dBu

Bedienelemente

Signal-LED -20 dBu

Overload-LED +18 dBu (Haltedauer 1,5 Sekunden)

o dBu = 0,775 V. Technische Änderungen vorbehalten.

SPL Analog Elemental Series - Bedienelemente - 1

flowchart
graph TD
    A["Input"] --> B["6ND"]
    B --> C["Transistor Option"]
    C --> D["Harsh. Freq. Harmonics"]
    D --> E["On Harmonics Switch"]
    E --> F["Transporter Option"]
    F --> G["Saturation Relay"]
    G --> H["Tube Saturation"]
    H --> I["On Saturation"]
    I --> J["Saturation Relay"]
    J --> K["On Relays"]
    K --> L["On Recovery Option"]
    L --> M["Transferer Option"]
    M --> N["On Relay Output 1"]
    N --> O["On Relay Output 2"]
    O --> P["On Relay Output 3"]
    P --> Q["On Relay Output 4"]
    Q --> R["On Relay Output 5"]
    R --> S["On Relay Output 6"]
    S --> T["On Relay Output 7"]
    T --> U["On Relay Output 8"]
    U --> V["On Relay Output 9"]
    V --> W["On Relay Output 10"]
    W --> X["On Relay Output 11"]
    X --> Y["On Relay Output 12"]
    Y --> Z["On Relay Output 13"]
    Z --> AA["On Relay Output 14"]
    AA --> AB["On Relay Output 15"]
    AB --> AC["On Relay Output 16"]
    AC --> AD["On Relay Output 17"]
    AD --> AE["On Relay Output 18"]
    AE --> AF["On Relay Output 19"]
    AF --> AG["On Relay Output 20"]
    AG --> AH["On Relay Output 21"]
    AH --> AI["On Relay Output 22"]
    AI --> AJ["On Relay Output 23"]
    AJ --> AK["On Relay Output 24"]
    AK --> AL["On Relay Output 25"]
    AL --> AM["On Relay Output 26"]
    AM --> AN["On Relay Output 27"]
    AN --> AO["On Relay Output 28"]
    AO --> AP["On Relay Output 29"]
    AP --> AQ["On Relay Output 30"]
    AQ --> AR["On Relay Output 31"]
    AR --> AS["On Relay Output 32"]
    AS --> AT["On Relay Output 33"]
    AT --> AU["On Relay Output 34"]
    AU --> AV["On Relay Output 35"]
    AV --> AW["On Relay Output 36"]
    AW --> AX["On Relay Output 37"]
    AX --> AY["On Relay Output 38"]
    AY --> AZ["On Relay Output 39"]
    AZ --> BA["On Relay Output 40"]
    BA --> BB["On Relay Output 41"]
    BB --> BC["On Relay Output 42"]
    BC --> BD["On Relay Output 43"]
    BD --> BE["On Relay Output 44"]
    BE --> BF["On Relay Output 45"]
    BF --> BG["On Relay Output 46"]
    BG --> BH["On Relay Output 47"]
    BH --> BI["On Relay Output 48"]
    BI --> BJ["On Relay Output 49"]
    BJ --> BK["On Relay Output 50"]
    BK --> BL["On Relay Output 51"]
    BL --> BM["On Relay Output 52"]
    BM --> BN["On Relay Output 53"]
    BN --> BO["On Relay Output 54"]
    BO --> BP["On Relay Output 55"]
    BP --> BQ["On Relay Output 56"]
    BQ --> BR["On Relay Output 57"]
    BR --> BS["On Relay Output 58"]
    BS --> BT["On Relay Output 59"]
    BT --> BU["On Relay Output 60"]
    BU --> BV["On Relay Output 61"]
    BV --> BW["On Relay Output 62"]
    BW --> BX["On Relay Output 63"]
    BX --> BY["On Relay Output 64"]
    BY --> BZ["On Relay Output 65"]
    BZ --> CA["On Relay Output 66"]
    CA --> CB["On Relay Output 67"]
    CB --> CC["On Relay Output 68"]
    CC --> CD["On Relay Output 69"]
    CD --> CE["On Relay Output 70"]
    CE --> CF["On Relay Output 71"]
    CF --> CG["On Relay Output 72"]
    CG --> CH["On Relay Output 73"]
    CH --> CI["On Relay Output 74"]
    CI --> CJ["On Relay Output 75"]
    CJ --> CK["On Relay Output 76"]
    CK --> CL["On Relay Output 77"]
    CL --> CM["On Relay Output 78"]
    CM --> CN["On Relay Output 79"]
    CN --> CO["On Relay Output 80"]
    CO --> CP["On Relay Output 81"]
    CP --> CQ["On Relay Output 82"]
    CQ --> CR["On Relay Output 83"]
    CR --> CS["On Relay Output 84"]
    CS --> CT["On Relay Output 85"]
    CT --> CU["On Relay Output 86"]
    CU --> CV["On Relay Output 87"]
    CV --> CW["On Relay Output 88"]
    CW --> CX["ON Radio System"]
    CX --> CY["Sheet: T/1"]
    CY --> CZ["SPL Electronics GmbH, Austria, Germany, Denmark, Germany"]
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Produktinformationen

Marke : SPL

Modell : Analog Elemental Series

Kategorie : Nicht kategorisiert