Atmos 5.1 - Mikrofon SPL - Kostenlose Bedienungsanleitung
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| Produkttyp | Komplettes analoges Surround-Mikrofonierungssystem für 5.1-Aufnahmen |
| Modell | Atmos 5.1 |
| Marke | SPL (Sound Performance Lab) |
| Mikrofontyp | ASM 5 mit fünf Brauner VM1-Kapseln (Druckgradientenempfänger, goldbedampfte 1-Zoll-Doppelgroßmembran-Kapseln) |
| Richtcharakteristik | Stufenlos einstellbar von Kugel über breite Niere, Niere, Hyperniere bis Acht (pro Kapsel über Konsole) |
| Frequenzbandbreite | 10 Hz – 180 kHz (-3 dB) bei 18 dB Gain; 10 Hz – 180 kHz (-3 dB) bei 60 dB Gain |
| Mikrofonvorverstärkung | Dreistufiger Vorverstärker mit bis zu 70 dB Verstärkung, Lundahl-Übertrager (1:5), Motorpotentiometer für Master-Gain |
| Kanäle | 5 Mikrofonkanäle (L/C/R/LS/RS) + LFE-Kanal (Sub) |
| Ausgänge | Mic Direct Out, Insert Send/Return, Master Out (XLR und Klinke), Monitor Out, Stereo In/Out, LFE Out |
| Monitoring | 5.1-Monitoring über Monitor-Sektion, Kopfhörerausgänge (Stereo und mehrkanalig vorgesehen) |
| Panorama-Matrix | Vollständige Routing- und Panorama-Matrix mit L/C/R-Panning, Front/Surround-Panning, Divergenzregelung |
| LFE-Signale | Aus allen fünf Kanälen wählbar, 24-dB-Butterworth-Tiefpassfilter (130 Hz) zuschaltbar |
| Stützmikrofonie | Integration von Stereo- oder Surround-Submischungen über External Inputs oder Insert Returns |
| Phantomspeisung | Ja, schaltbar |
| Pad | -25 dBu (Mikrofonvorverstärker), -16 dB (ASM 5-Pad), -20 dB (zusätzliches Pad schaltbar) |
| Hochpassfilter | Trittschallfilter mit 100 Hz und 50 Hz schaltbar |
| Phasenumkehr | Schaltbar pro Kanal |
| Kabellänge | Bis zu 250 m zwischen Mikrofon und Konsole (wegen Übertrager) |
| Gehäuse | 19-Zoll-Rack, 5 HE (Konsole); externes Netzteil 1 HE |
| Netzteil | Externes Netzteil (PSU) mit Netzspannungswahl 115 V/230 V, zwei träge 1,6 A-Sicherungen |
| Gewicht | Ca. 12 kg (Konsole) + ca. 3 kg (Netzteil) + ca. 2 kg (Mikrofon) – Schätzung |
| Abmessungen (Konsole) | Ca. 483 x 222 x 300 mm (B x H x T) – Schätzung |
| Abmessungen (Netzteil) | Ca. 483 x 44 x 200 mm (B x H x T) – Schätzung |
| Garantie | Herstellergarantie gemäß gesetzlicher Bestimmungen |
| Hersteller | SPL electronics GmbH, Sohlweg 55, D-41372 Niederkrüchten, Deutschland |
Häufig gestellte Fragen - Atmos 5.1 SPL
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BEDIENUNGSANLEITUNG Atmos 5.1 SPL
Entwickler: Wolfgang Neumann
Dieses Handbuch enthält eine Beschreibung des Produkts, jedoch keine Garantien für bestimmte Eigenschaften oder Einsatzerfolge. Maßgebend ist, soweit nicht anders vereinbart, der technische Stand zum Zeitpunkt der gemeinsamen Auslieferung von Produkt und Bedienungs anleitung durch die SPL electronics GmbH.
Konstruktion und Schaltungstechnik unterliegen ständiger Weiterentwicklung und Verbesserung. Technische Änderungen bleiben vorbehalten.
Dieses Handbuch ist urheberrechtlich geschützt. Alle Rechte bleiben vorbehalten. Das Kopieren, Vervielfältigen, Übersetzen oder Umsetzen in irgendein elektronisches Medium oder maschinell lesbare Form im Ganzen oder in Teilen ist nur mit ausdrücklicher schriftlicher Genehmigung der SPL electronics GmbH gestattet.
Wir bedanken uns bei:
Gerd Jüngling, Fa. ADT, der uns freundlicherweise die Schaltungstechnik für die Surround-Panning-Matrix zur Verfügung gestellt hat.
Dirk Brauner Röhrengerätemanufaktur für die gute Zusammenarbeit.
Kontakt:
Sohlweg 55, D-41372 Niederkrüchten, Germany
Fon +49 (0) 21 63-98 340
Fax +49 (0) 21 63-98 3420
Mail: info@soundperformancelab.com
Internet: www.soundperformancelab.org

© 2003 SPL electronics GmbH. Alle Rechte, technische Änderungen, Irrtümer und Druckfehler vorbehalten. Alle genannten Marken sind Warenzeichen der jeweiligen Eigentümer.

Inhalt
Atmos 5.1 – das komplette Mikrofonierungssystem für Surroundaufnahmen ... 4
Installation 5
Bedienelemente 6
Integration zusätzlicher Stützmikrofonie als Stereo-Submischung 12
Integration zusätzlicher Stützmikrofonie als Surround-Submischung 13
Aufbaubeispiel dEUS SACD-Recording/Atmos 5.1 & Stützmikrofonie ..... 14
Das Atmos 5.1-System in der Praxis 15
Technische Daten 16
Blockdiagramm 17
Einleitung
Sehr geehrter Kunde,
wir gratulieren Ihnen zum Einsatz des Atmos 5.1-Systems zur Mikrofonierung von 5.1-Aufnahmen. Wir sind sicher, dass Ihnen die Arbeit damit genauso viel Freude bereitet wie uns die Entwicklung dieses einzigartigen Systems.
Das vollständige Atmos 5.1 Recording System beinhaltet die Atmos 5.1-Konsole, das separate Netzteil (PSU = Power Supply Unit) und das Adjustable Surround Microphone 5 (ASM 5) mit Brauner-VM1-Kapseln und einem Multicore-Anschlusskabel.
Einer der bahnbrechenden Vorteile dieses Systems ist das Design des Surroundmikrofons ASM 5, mit dem äußerst präzise beliebige räumliche Klangbilder eingefangen werden können.
Damit ist ein authentischer Ansatz zur Produktion von Surround-Sound erfüllt; gegenüber den künstlichen Surround-Mischungen erschließt erst die realistische Raumklangaufnahme das volle Erlebnispotenzial mehrkanaliger Wiedergabeformate.
Hinzu kommt der geringe Aufwand, den das System bei der Installation und Anwendung bereitet und der in etwa mit Stereo-Aufnahme-Setups verglichen werden kann. Das System ist sehr flexibel ausgelegt und kann mühelos mit zusätzlichen Mikrofonen erweitert werden bzw. weitere Stereomischungen einbinden und verarbeiten.

Atmos 5.1 – Das komplette Mikrofonierungssystem für Surroundaufnahmen
Das Atmos 5.1 ist ein vollständig ausgestattetes Stand-Alone-Mikrofonierungssystem zur Aufnahme von Audiosignalen für alle bekannten Surround-Standards.
Das ASM 5 besteht aus fünf Mikrofonköpfen in optimaler Anordnung für die Surround-Aufnahme. Jede Mikrofonkapsel ist direkt einem der im 5.1-Standard festgelegten Surround-Kanäle zugeordnet und wird diskret an der Atmos-Konsole verarbeitet. Die Mikrofonköpfe sind beweglich und die Richtcharakteristiken lassen sich individuell einstellen. So können selbst eventuell vorhandene Raumnachteile ausgeglichen werden.
Über eine eigene Sektion können die LFE-Signale aus jedem Kanal in beliebiger Kombination erstellt werden.
Als kompaktes Surround-Aufnahmesystem ist das Atmos 5.1 bei Live- und Studioaufnahmen in kürzester Zeit aufnahmebereit. Die Atmos-Konsole enthält eine vollständige Panorama-Matrix mit Monitor-Sektion, so dass auch direkt eine Surround-Mischung erstellt werden kann. Eine Stereomischung externer Quellen kann hierbei zugemischt werden. Panorama-Matrix und Monitor-Sektion können auch als Surround-Erweiterung von Stereomischpulten eingesetzt werden. Das Atmos 5.1-System arbeitet vollständig analog und ist daher unabhängig von allen Speicher- und Übertragungsformaten.
Das ASM 5-Surround-Mikrofon
Das ASM 5-Surround-Mikrofon besteht aus fünf der mit Auszeichnungen überhäufen VM1-Kapseln von Brauner. Drei Mikrofonköpfe dienen der L/C/R-Aufzeichnung, zwei weitere der Aufnahme der Surround-Signale. Zusammen bilden sie ein ausbalanciertes Surround-Mikrofon. Zur optimalen Anpassung an Akustik und Klangkörper lassen sich die Mikrofonköpfe um +/- 90° drehen und die Richtcharakteristik von der Atmos 5.1-Surround-Konsole aus für jede der fünf Kapseln stufenlos von Kugel über breite Niere, Niere, Hyperniere bis zur Acht durchstimmen. Über ein Pad kann hier auch die Empfindlichkeit des Mikrofons um -16 dB reduziert werden.
Im Mikrofon wie auch in der Konsole sind Übertrager installiert, die Kabellängen bis zu 250 Meter ermöglichen. Das ASM 5 kann auf allen üblichen Stativen montiert werden.
Die ASM 5-Kapseln sind Druckgradientenempfänger. Zur Verwendung kommen handgefertigte, goldbedampfte 1-Zoll-Doppelgrossmembran-Kapseln, die einzeln ausgemessen, selektiert und aufeinander abgestimmt werden. In der Schaltungstechnik werden extrem rauscharme, diskret aufgebaute Impedanzwandler mit speziellen, selektierten Hochvolt-Feldeffektransistoren und Breitband-C-Core-Ausgangsübertragern von Lundahl verwendet.
Die Technik der Atmos 5.1-Surround-Konsole
In der Atmos-Konsole kommen innovative, dreistufige Vorverstärker mit bis zu 70 dB Verstärkung zum Einsatz, die durch übereinstimmendes Ansprechverhalten Räume und Klangkörper über alle Kanäle kohärent abbilden und auch die natürliche Dynamik einer großen Orchesteraufnahme ohne Abstriche umsetzen.
In der ersten Stufe wurde ein spezieller Übertrager von der Firma Lundahl mit exzellenten Klangübertragungseigenschaften eingesetzt, der für die galvanische Trennung zwischen Mikrofonen und Eingangskanälen sorgt und bereits eine Vorverstärkung (im Verhältnis 1:5) vornimmt. Die zweite Verstärkungsstufe bestimmt die Arbeitspunktverstärkung, die dritte Stufe nimmt die endgültige Verstärkung und gleichzeitig eine DC-Offset-Kompensation vor, d. h. Gleichspannungsfehler am Ausgang der gesamten Verstärkungsstufe werden auf ein extremes Minimum gebracht, was zu hervorragender Klangqualität des weiteren Signals führt.
Motorpotentiometer
Durch den Einsatz von Motorpotentiometern kann eine gleichzeitige Regelung aller fünf Mikrofonvorverstärkungen mit einem Master-Gain-Regler vorgenommen werden. So sind schnelle Anpassungen der Vorverstärkung möglich, wobei die Einstellungsgenauigkeit höher ist, als es manuell möglich wäre. Darüber hinaus ist gewährleistet, dass für eine kohärente Weiterverarbeitung alle Audioparameter der fünf Kanäle übereinstimmen.
Für alle Schaltfunktionen werden hochwertige Relais mit Goldkontakten benutzt. Das 19-Zoll-Gehäuse des Atmos 5.1 beansprucht fünf Höheneinheiten, das externe Netzteil nimmt eine Höheneinheit ein. Die Atmos 5.1 Surround-Konsole wird über ein 25 Meter langes Multicore-Kabel mit dem ASM 5 verbunden.

Die Atmos-5.1-Konsole und die PSU (= "Power Supply Unit", externes Netzteil) sollten nicht in der Nähe von Geräten installiert werden, die magnetische Felder oder Hitze ausstrahlen. Vermeiden Sie auch die Nähe zu Verstärkungsendstufen. Insbesondere die PSU muss an einem Platz mit ausreichender Luftzirkulation installiert werden!
Das ASM 5-Surround-Mikrofon sollte so platziert werden, dass die LCR-Köpfe in die Richtung der Klangquelle zeigen. Das Mikrofon sollte so hoch wie nötig angebracht werden, um Bodenreflektionen und Kammfiltereffekte auszuschließen. Die beste Position für das ASM 5 findet sich im Übergangsbereich vom Direkt- zum Diffusschallfeld.
BEVOR die PSU eingeschaltet wird, MUSS das ASM 5 mit dem Multicore-Kabel an die Atmos-Konsole angeschlossen werden. Achten Sie auf eine sichere Verbindung des Bajonett-Steckers!
Fahren Sie entsprechend mit dem Anschluss der Atmos-Konsole an die PSU fort. Achten Sie auf die richtige Einstellung des Netzspannungswahlschalters (115 V/230 V) auf der Rückseite der PSU. Nehmen Sie eine ggf. nötige Anpassung mit einem Schraubendreher vor. Bei der Gelegenheit sei erwähnt, dass die PSU mit zwei trägen 1,6 A-Sicherungen ausgestattet ist.
Nun müssen die Einstellungen der ASM 5 PATTERN CONTROL an der Atmos-Konsole geprüft werden. Wir empfehlen als Anfangseinstellung die Nierencharakteristik für alle fünf Mikrofonkapseln (alle Regler auf 12 Uhr) und eine Ausrichtung der Kapseln entsprechend der Halterungen. Stellen Sie sicher, dass die EXTERNAL MIC INPUT-Schalterstellungen auf der Rückseite der Atmos-Konsole Ihrer Anwendung entsprechen: Sind sie gedrückt, dann ist das externe Mikrofon für den jeweiligen Kanal aktiviert. In diesem Fall wird der entsprechende Kanal des ASM 5 deaktiviert!
ERST JETZT schalten Sie die PSU ein. Prüfen Sie die Anzeige der neun LEDs auf der PSU-Frontseite. Sie zeigen an, dass die Spannungen für alle neun Kanäle optimal generiert werden.
Betriebs- und Gehäusemasse können mit dem GROUND LIFT-Schalter (GND LIFT) auf der Rückseite der PSU aufgetrennt werden, um Brummschleifen zu vermeiden.
Nach Einschalten der PSU gehen Sie bitte wie folgt vor:
1) Betätigen Sie den MASTER GAIN-Schalter an Kanal 5. Alle anderen Mic Gain-Regler folgen jetzt und nehmen die o-dB-Position ein.
2) Drehen sie den MASTER MIC GAIN-Regler (Kanal 5) gegen den Uhrzeigersinn auf 0 dB
3) Drehen Sie den MASTER MIC GAIN-REGLER langsam in Richtung der 12-Uhr-Position, bis Sie einen optimalen Arbeitspunkt gefunden haben. Alle anderen MIC GAIN-Regler folgen dem MASTER und übernehmen die entsprechende Position. Die VU-Meter zeigen jetzt eine Modulation an.
4) Setzen Sie die FADER-Regler auf die o-dB-Position (werden nur zum Monitoring im Standard-Recording-Setup benutzt).
5) Aktivieren Sie den DIRECT-Schalter an jedem Kanal, um das Signal direkt auf die MASTER- und MONITORING-Ausgänge zu leiten.
6) Stellen Sie in der MONITOR-Sektion den MONITOR GAIN-Regler auf 12 Uhr. Der „5.1“-Schalter muss beim 5.1-Monitoring aktiviert werden.

Bedienelemente
Eingangssektion
Die Mikrofonvorverstärkung kann für jeden Kanal individuell eingepegelt werden. Der Mic-Gain-Regler des 5. Kanals wird durch Tastendruck zum Master-Gain-Regler, der durch motorgesteuerte Potentiometer eine exakt gleiche Anhebung bzw. Absenkung der Mikrofonverstärkung aller fünf Kanäle vornimmt.
Die Mikrofoneingänge sind mit Phantomspeisung, schaltbarem Insert, Pad (-25 dBu), Phasenumkehrschaltung und einem Trittschallfilter ausgestattet.
Eine Taste aktiviert den Hochpassfilter ab 100 Hz, eine 2. Taste schaltet auf 50 Hz um. Am Insert/Tape-Send kann das Signal gleich hinter dem Mikrofonvorverstärker ausgekoppelt und z.B. einer Aufnahmemaschine zugeführt werden. Die rückführenden Signale der Aufnahmemaschine können dann auf den Insert/Tape-Return des Atmos 5.1 gelegt und mit der Panorama-Matrix weiter bearbeitet werden.
Die VU-Meter zeigen den Eingangspegel des jeweiligen Kanals hinter dem Mikrofonvorverstärker. Selbstverständlich kann der Insert/Tape-Return auch als normaler Line-Eingang für Surround-Mischungen von externen Quellen verwendet werden. Hierbei bleiben – mit Ausnahme der Mikrofonvorverstärkung – alle Funktionen der Atmos 5.1-Konsole erhalten.
Fader
Mit dem Fader wird der Signalpegel eingestellt, der zum Kanaldirektausgang und, abhängig vom Routing, zur Panorama-Matrix bzw. zum Ausgang gesendet wird.



5.1 Routing
Die Atmos 5.1-Konsole beinhaltet eine komplette Routing- und Panorama-Matrix für die fünfkanalige Aufnahme. Mit den Routingtasten wird entschieden, auf welchen der Surround-Busse (Center, Left/Right und Left Surround/Right Surround) das Signal geleitet wird, wo es mittels der Panorama-Matrix positioniert wird. Mit „Direct“ wird die Panorama-Matrix umgangen und das Signal direkt zum Ausgang des zugehörigen Surround-Busses geleitet.

F/S Pan
Front/Surround-Panning blendet das Signal von vorne nach hinten (oder umgekehrt).


Bedienelemente
L/C/R Pan und Divergenz
Das L/C/R-Panning bestimmt die Position des Signals im L/C/R-Panorama. Mit der Divergenzregelung wird die Dämpfung der L/R-Kanäle im Verhältnis zum Center bestimmt.

LFE-Signale
Das Low-Frequency-Effects-Signal (.1) kann aus allen fünf Mikrofonkanälen gewonnen werden. Eine Schaltmatrix bestimmt, welche der fünf Kanäle hierfür verwendet und auf den Summierer geschaltet werden. Dort kann zur Generierung eines LFE-Signals das 24-dB-Butterworth-Tiefpassfilter (obere Grenzfrequenz 130 Hz) zugeschaltet werden. Über den LFE Out (Geräterückseite) kann das Summensignal der gewählten Kanäle z.B. auch einem externen LFE-/Sub-Bass-Filter zugeführt werden.


Stereo In/Out
Über den symmetrischen Stereo-Eingang kann z.B. eine Vormischung anderer Quellen zugemischt werden. Peak-LEDs zeigen einen Pegel 3 dB vor Übersteuerung an. Das Stereosignal kann über eine Aufschaltmatrix mit den Schaltern L/R, LS/RS oder C auf den jeweiligen Bus aufgeschaltet bzw. zugemischt werden. Über den parallel zum Eingang liegenden Stereo-Ausgang kann es auch direkt weiter geschleift werden.

Mic Distance
Mit zwei zuschaltbaren elektronischen Allpass-Stereobasiserweiterungen (für Front- und Surround-Mikrofone) können synthetische Basiserweiterungen der jeweiligen kohärenten Kanäle (L/R- und LS/RS) vorgenommen werden, um damit eine elektronische Simulation variabler Abstandsparameter der Mikrofone durchzuführen. Zur Kontrolle der jeweiligen Stereobilder dienen je ein Korrelationsgradmesser und eine Mono-Schaltung.

Zur optimalen Anpassung an Akustik und Klangkörper lässt sich für jede der fünf Surround-Mikrofone die Richtcharakteristik individuell von Kugel bis Acht durchstimmen. Über ein Pad kann die Empfindlichkeit des Mikrofons um -16 dB reduziert werden.
Monitoring
Sowohl bei Aufnahme als auch bei der Mischung erfolgt die Einstellung der Abhörlautstärke für alle Kanäle gemeinsam über eine elektronisch unterstützte Regelung. Der Monitor-Volume-Regler dient auch zur Lautstärkeregulierung der Stereo- und Multikanal-Kopfhöreranschlüsse auf der Front. Bei Verwendung eines Stereokopfhörers wird über die Aufschaltmatrix bestimmt, welche Kanäle abgehört werden.
Aussteuerungsmesser
Die PPM-Meter zeigen die Pegel am Ausgang der einzelnen Busse. In 3-dB-Schritten werden Werte zwischen -48 dBu und +9 dBu dargestellt.


Das Standard-Recording-Setup stellt gewissermaßen die Basiskonfiguration für „puristische“ Surround-Aufnahmen dar. Das DTRS ist direkt hinter den Vorverstärkern angeschlossen, um das unbearbeitete Mikrofonsignal aufzunehmen. Der 6. Recorder-Kanal kann dabei genutzt werden, um das SUB-Signal aufzunehmen; der 7. und 8. Recorder-Kanal dient zur Aufnahme eines Stereo-Mixes.
Dieses Setup kann in vielfältiger Weise variiert oder erweitert werden. So kann zusätzlich ein analoger Multitrack-Recorder an die Master-Ausgänge angeschlossen werden (bis zu zwei Multitrack-Recorder über XLR- und Klinkenbuchsen), um bearbeitete Signale aufzu nehmen, während parallel das DTRS wie oben beschrieben aufnimmt (z. B. als Backup).
Mit einem Stereo-Kopfhörer können L/R, C, LS/RS und LFE individuell abgehört werden. Darüber hinaus ist eine frontseitige Anschlussbuchse für mehrkanalige Kopfhörer bereits vorgesehen (siehe MONITOR-Sektion).


Integration zusätzlicher Stützmikrofonie als Stereo-Submischung
Die Atmos 5.1-Konsole bietet die Möglichkeit, zusätzliche Stützmikrofone als Stereo- oder Surround-Submischung direkt mit der ASM 5-Mikrofonie zu mischen. Beim Monitoring bestimmen die Pegeleinstellungen für das ASM 5-Mikrofon das Mischverhältnis aus Stützmikrofonen und ASM 5-Hauptmikrofon.
Generell können zusätzliche Stereomischungen an die EXTERNAL INPUTS der Atmos 5.1-Konsole angeschlossen werden. Zur Integration der Stützmikrofonie als Stereomischung wird diese über einen Stereo-Submischer erstellt und auf die EXTERNAL INPUTS L&R der Atmos 5.1-Konsole geleitet.
Stützmikrofone


Stereo-Master-Ausgänge auf External Inputs L & R am Atmos


Integration zusätzlicher Stützmikrofonie als Surround-Submischung
Bei der Zumischung von Stützmikrofonen als Surround-Mischung müssen zunächst die INSERT SEND- mit den INSERT RETURN-Klinkenbuchsen auf der Atmos 5.1-Rückseite mit einem kurzen Patch-Kabel verbunden werden. Auf der Frontseite müssen die INSERT-Taster in der Eingangssektion gedrückt werden.
Die Stützmikrofonie wird über einen mehrkanalfähigen Submischer als 5-Kanal-Mischung auf die XLR-INSERT-RETURNS der Atmos 5.1-Konsole geleitet.
Über die XLR-INSERT-SENDS am Atmos 5.1 können die Signale auf ein DTRS/DASH zur Aufnahme geführt werden.


Aufbaubeispiel dEUS SACD-Recording/Atmos 5.1 & Stützmikrofonie
Artist: dEUS, SACD Recording
Das Atmos 5.1-System in der Praxis
Die Arbeit mit dem Atmos 5.1-System lässt sich gut am Beispiel einer Orchesteraufnahme beschreiben.
Für das Surround-Mikrofon wird eine Position 1-2 Meter hinter und höher als 4 Meter über dem Dirigenten gewählt. Das Mikrofon wird mittig zum Orchester ausgerichtet. Als Anfangseinstellung für das Surround-Mikrofon empfiehlt es sich, alle Mikrofonköpfe in ihre o° Stellung zu bringen und die Richtcharakteristik aller Kapseln an der Atmos 5.1-Konsole auf Niere zu stellen. Die Beweglichkeit der Mikrofonkapseln gestattet eine hervorragende Anpassung an den Klangkörper, z. B. führt ein kleinerer L/R-Aufnahmewinkel bei kleineren Orchestern zur Vergrößerung des Klangkörperereindrucks. Die Ausrichtung der Kapseln kann so aber auch genau an die Wiedergabewinkel angepasst werden. Mittels der weiteren, zuvor beschriebenen Regelmöglichkeiten an Mikrofon und Konsole kann das System jetzt an die jeweiligen akustischen Gegebenheiten angepasst werden.
Es gelten die gleichen Regeln wie für alle professionellen Mikrofonierungen, auch die Anforderungen an die Benutzer sind prinzipiell die gleichen. Entsprechend kann jeder seine eigene Arbeitsweise, seinen persönlichen Erfahrungen folgend, entwickeln.
Das Atmos 5.1-System ermöglicht es, schon bei der Aufnahme eine Surround-Mischung zu erstellen. Weitere Mikrofone oder andere Quellen können hierbei zugemischt werden. Bei einer späteren Abmischung können Panorama-Matrix und Monitorsektion der Atmos-Konsole eingesetzt werden, falls das vorhandene Mischpult nicht über entsprechende Möglichkeiten verfügt.

Technische Daten
Frequenzbandbreite
MIC DIRECT OUT bei 18 dB Gain: 10 Hz-180 kHz (bei -3 dB, Phase -2°)
Monitor Out wie oben
MIC DIRECT OUT bei 60 dB Gain: 10 Hz-180 kHz (bei -3 dB)
Monitor Out wie oben
Gleichtaktunterdrückung 100 Hz 1 kHz 10 kHz
18 dB Gain: -79 dB -79 dB -60 dB
34 dB Gain: -66 dB -66 dB -52 dB
60 dB Gain: -45 dB -45 dB -32 dB
Mit Pad -20 dB bei 18 dB Gain: -90 dB -90 dB -79 dB
Klirrfaktor (Mic Direct Out)
| 60 dB Gain: | 0,22% | 0,24% |
| 50 dB Gain: | 0,07% | 0,07% |
| 40 dB Gain: 0,022% | 0,023% | |
| 30 dB Gain: 0,007% | 0,007% | |
| 18 dB Gain: 0,002% | 0,0023% |
Klirrfaktor (Monitor Out) 1 kHz
| 60 dB Gain: | 0,24% |
| 50 dB Gain: | 0,07% |
| 40 dB Gain: 0,03% | |
| 30 dB Gain: | 0,034% |
| 18 dB Gain: | 0,031% |
Fremdspannungsabstand (A-bewertet)
150 Ohm Generator, 22 Hz-22 kHz Filter, 60 dB Gain@150 Ohm
Mic Direct Out -66,8 dB
Channel Out -66,8 dB
Master Out -66,8 dB
Monitor Out -66,8 dB
50 dB Gain@all -77,2 dB
40 dB Gain@all -85,8 dB
30 dB Gain@all -93,6 dB
18 dB Gain@all -96,4 dB
PAD-20 dB bei 18 dB Gain -97,5 dB