EurotestPV MI 3108 - Messgerät Metrel - Kostenlose Bedienungsanleitung
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| Produkttyp | Multifunktionales Handprüfgerät für AC-Niederspannungs- und PV-Anlagen |
| Marke | Metrel |
| Modell | EurotestPV MI 3108 |
| Kategorie | Messgerät |
| Abmessungen (B × H × T) | 23 cm × 10,3 cm × 11,5 cm |
| Gewicht | 1,3 kg (ohne Batterien/Akkus) |
| Stromversorgung | 9 V DC (6 × 1,5 V AA Alkali- oder NiMH-Akkus) |
| Display | Grafisches LCD 128×64 Pixel mit Hintergrundbeleuchtung |
| Messkategorien | CAT II 1000 V DC, CAT III 600 V, CAT IV 300 V |
| AC-Messfunktionen | Spannung, Frequenz, Phasenfolge, Isolationswiderstand, Durchgang, RCD-Tests (Auslösezeit, Auslösestrom, Berührungsspannung, Auto), Fehlerschleifenimpedanz, Leitungsimpedanz, Spannungsabfall, Erdungswiderstand, Strom, Leistung, Oberschwingungen, Energie |
| PV-Messfunktionen | Isolationswiderstand PV, Wechselrichterprüfung (AC/DC), Modulprüfung, Uoc/Isc, U-I-Kennlinie, Umgebungsparameter (Temperatur, Bestrahlungsstärke) |
| Speicherkapazität | ca. 500 IV-Kennlinien-Messungen, ca. 1800 andere Messungen |
| Kommunikation | USB, RS232, Bluetooth (optionaler Dongle A 1436) |
| Lieferumfang | Instrument, PV-Sicherheitssonde, monokristalline PV-Referenzzelle, PV-Temperaturfühler, AC/DC Stromzange, Prüfkabel mit Schuko-Stecker, Prüfleitung 3×1.5 m, Prüfspitzen (4 St.), Krokodilklemmen (4 St.), Tragriemen, PV MC4/MC3 (männlich/weiblich), RS232-Kabel, USB-Kabel, NiMH-Akkus, Netzteil, Kurzbedienungsanleitung, Kalibrierungszertifikat, CD mit Handbuch |
| Schutzart | IP 40 |
| Betriebstemperatur | 0 °C bis 40 °C |
| Lagertemperatur | -10 °C bis 70 °C |
| Normen | EN 61010-1, EN 61557 (Teile 1–7, 10, 12), EN 61008, EN 61009, IEC 60364-4-41, BS 7671, AS/NZS 3017, EN 62446, EN 61829 |
| Reinigung | Mit einem weichen, leicht feuchten Tuch; keine aggressiven Reinigungsmittel |
| Wartung | Nur durch autorisiertes Fachpersonal; periodische Kalibrierung empfohlen |
Häufig gestellte Fragen - EurotestPV MI 3108 Metrel
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BEDIENUNGSANLEITUNG EurotestPV MI 3108 Metrel
Version 1.11.3, Code-Nr. 20 751 996
Vertrieb:
Hersteller:
METREL d.d.
Die Kennzeichnung auf Ihrem Gerät bescheinigt, dass es die Anforderungen der EU-Bestimmungen (Europäische Union) in Bezug auf die Sicherheit und elektromagnetische Verträglichkeit erfüllt.
Die Handelsnamen Metrel, Smartec, Eurotest und AutoSequence sind in Europa und anderen Ländern eingetragene oder angemeldete Marken.
Diese Veröffentlichung darf ohne schriftliche Genehmigung durch METREL weder vollständig noch teilweise vervielfältigt oder in sonstiger Weise weiterverwendet werden.
Inhaltsverzeichnis
1 Vorbemerkung 6
2 Sicherheits- und betriebsbezogene Überlegungen 7
2.1 Warnungen und Hinweise ....7
2.2 Batterie und Aufladen....12
2.3 Geltende Normen....14
3 Beschreibung des Instruments....16
3.1 Frontplatte 16
3.2 Anschlussplatte 17
3.3 Rückseite....18
3.4 Tragen des Messgeräts....19
3.5 Gerätesatz und Zubehör......20
3.5.1 Standard-Lieferumfang MI 3108....20
3.5.2 Optionales Zubehör 20
4 Bedienung des Instruments 21
4.1 Anzeige und Ton 21
4.1.1 Klemmenspannungsfenster 21
4.1.2 Batterieanzeige 21
4.1.3 Meldungen 21
4.1.4 Ergebnisse 22
4.1.5 Warntöne....23
4.1.6 Hilfe-Fenster....23
4.1.7 Einstellungen von Hintergrundbeleuchtung und Kontrast 23
4.2 Funktionsauswahl....24
4.3 Hauptmenü des Instruments 25
4.4 Einstellungen....25
4.4.1 Speicher....26
4.4.2 Sprache....26
4.4.3 Datum und Uhrzeit 27
4.4.4 RCD Prüfnorm 27
4.4.5 IK-Faktor 29
4.4.6 Unterstützung für Commander ....30
4.4.7 Kommunikation....30
4.4.8 Werksdaten....34
4.4.9 Einstellungen der Stromzangen....36
4.4.10 Synchronisierung (A 1378 - PV-EurotestPV Ferneinheit)......37
4.4.11 Solareinstellungen....38
5 Messungen – AC NS-Installationen 42
5.1 Spannung, Frequenz und Phasenfolge 42
5.2 Isolierungswiderstand....44
5.3 Widerstand der Erdverbindung und der Potentialausgleichsverbindung .....46
5.3.1 R LOWΩ, Widerstandsmessung 200 mA....46
5.3.2 Kontinuierliche Widerstandsmessung mit niedrigem Strom 47
5.3.3 Kompensation des Prüfleitungswiderstands 49
5.4 Testen von RCDs....50
5.4.1 Berührungsspannung (RCD Uc) 51
5.4.2 Auslösezeit (RCDt) 52
5.4.3 Auslösestrom (RCD I)....52
5.4.4 Automatische RCD-Prüfung 53
5.5 Fehlerschleifenimpedanz und Kurzschlussstrom 57
5.6 Leitungsimpedanz und unbeeinflusster Kurzschlussstrom / Spannungsabfall 59
5.6.1 Leitungsimpedanz und unbeeinflusster Kurzschlussstrom....60
5.6.2 Spannungsabfall....61
5.7 Erdungswiderstand....64
5.8 PE-Prüfanschluss....66
6 Solarmessungen - PV-Systeme....68
6.1 Isolationswiderstand von PV-Systemen 68
6.2 PV-Wechselrichterprüfung....71
6.3 PV-Modulprüfung 75
6.4 Messen der Umgebungsparameter....77
Betrieb mit der PV Ferneinheit A1378....80
6.5 Uoc/Isc Messung....80
6.6 Messung der U-I-Kennlinie....82
6.7 Messung der Zelltemperatur vor der Prüfung 83
7 Messungen - Leistung und Energie 85
7.1 Leistung....85
7.2 Oberschwingungen 86
7.3 Oszilloskop....87
7.4 Strom....88
7.5 Energie....89
8 Datenmanagement 91
8.1 Speicherorganisation....91
8.2 Datenstruktur....91
8.3 Speichern von Prüfergebnissen 93
8.4 Abrufen von Prüfergebnissen....94
8.5 Löschen der gespeicherten Daten....95
8.5.1 Löschen des gesamten Speicherinhalts 95
8.5.2 Löschen von Messung(en) an der ausgewählten Speicherstelle 95
8.5.3 Löschen einzelner Messungen 96
8.5.4 Umbenennen von Anlagenstrukturelementen (Upload vom PC)......97
8.5.5 Umbenennen der Installationsstruktur-Elemente mit seriellen Barcode-/RFID-Lesegerät....97
8.6 Kommunikation....99
8.6.1 USB und RS232 Kommunikation....99
8.6.2 Bluetooth-Kommunikation: 100
9 Instrumenten-Upgrades....102
10 Wartung ....103
10.1 Ersetzen der Sicherung....103
10.2 Reinigung 103
10.3 Periodische Kalibrierung....103
10.4 Wartung....104
11 Technische Spezifikationen....105
11.1 Isolationswiderstand, Isolationswiderstand von PV Systemen 105
11.2 Durchgang....106
11.2.1 Widerstand R LOW Ω.... 106
11.2.2 DURCHGANGSwiderstand 106
11.3 RCD-Tests....106
11.3.1 Allgemeine Daten 106
11.3.2 Berührungsspannung (RCD-Uc).... 107
11.3.3 Auslösedauer 107
11.3.4 Auslösestrom....108
11.4 Fehlerschleifenimpedanz und Kurzschlussstrom 108
11.4.1 Keine Trenneinrichtung oder SICHERUNG ausgewählt.... 108
11.4.2 RCD ausgewählt....109
11.5 Leitungsimpedanz und unbeeinflusster Kurzschlussstrom/Spannungsabfall 109
11.6 Erdungswiderstand....110
11.7 Spannung, Frequenz und Drehfeld 110
11.7.1 Phasenverschiebung....110
11.7.2 Spannung....111
11.7.3 Frequenz 111
11.7.4 Leitungsanschluss-Spannungsmonitor 111
11.8 Stromzangen-Effektivwert 111
11.9 Leistungstest....112
11.10 PV Prüfungen 113
11.10.1 Genauigkeit der STC-Daten 113
11.10.2 Modul, Wechselrichter.... 113
11.10.3 U-I-Kennlinie.... 115
11.10.4 Uoc - Isc 116
11.10.5 Umgebungsparameter....116
11.10.6 Isolationswiderstand von PV Systemen: 117
11.11 Allgemeine Daten ....117
Appendix A – Sicherungstabelle....119
A.1 Sicherungstabelle – IPSC....119
A.2 Sicherungstabelle – Impedanzen bei 230 V AC (AS/NZS 3017)....122
Appendix B – Zubehör für bestimmte Messungen 123
Appendix C – Länderspezifische Hinweise 125
C.1 Liste der länderbezogenen Änderungen 125
C.2 Änderungspunkte 125
C.2.1 Änderung für Österreich - RCD-Typ G.... 125
C.2.2 AUS / NZ Änderungen – Sicherungstypen gemäß AS/NZS 3017 ...... 126
D.1 Sicherheitsrelevante Warnhinweise....129
D.2 Batterie....129
D.3 Beschreibung der Commander....129
D.4 Betrieb der Commander 130
Appendix E – PV-Messungen - berechnete Werte 132
1 Vorbemerkung
Herzlichen Glückwunsch zum Erwerb des Eurotest-Messgeräts mit Zubehörteilen von METREL. Das Messgerät wurde auf Grundlage umfangreicher Erfahrungen entwickelt, die wir über viele Jahre im Zusammenhang mit Prüfgeräten für elektrische Installationen erworben haben.
Das Messgerät Eurotest ist ein multifunktionales Handprüfgerät für professionelle Messungen aller elektrischen Größen an AC Niederspannungsin installationen und DC Photovoltaikanlagen.
Folgende Messungen können an elektrischen AC-Niederspannungsin installationen durchgeführt werden:
□ Spannung und Frequenz,
□ Durchgangsprüfungen,
□ Isolierungswiderstandstests,
□ RCD-Tests,
□ Messungen der Fehlerschleifen-/Auslöseimpedanz des RCD
□ Leitungsimpedanz/Spannungsabfall,
□ Phasenfolge,
□ Erdungswiderstandstests,
□ Strommessungen,
□ Leistungs-, Oberschwingungs- und Energiemessungen.
Messungen und Tests an PV-Anlagen:
Spannungen, Ströme und Leistung von PV-Anlagen (Wechselrichter und PV-Module),
□ Berechnen der Effizienz und STC-Werte von PV-Anlagen,
□ Uoc/Isc-Messungen,
☐ Umgebungsparameter (Temperatur und Bestrahlungsstärke),
□ U-I-Kennlinientests,
□ Isolierungswiderstand von PV-Anlagen.
Das grafische Display mit Hintergrundbeleuchtung bietet ein leichtes Ablesen der Ergebnisse, Hinweise, Messparameter und Meldungen. Zwei PASS / FAIL LED-Anzeigen sind an den Seiten des LCD-Displays angeordnet.
Der Betrieb des Messgeräts wurde so einfach wie möglich konzipiert, sodass (außer dem Lesen dieser Bedienungsanleitung) keine Schulungen zur Verwendung dieses Messgeräts nötig sind.
Damit sich der Bediener ausreichend mit der Durchführung von Messungen im Allgemeinen sowie mit ihren typischen Anwendungen vertraut machen kann, ist zu empfehlen, das Metrel-Handbuch Leitfaden zum Prüfen und Überprüfen von Niederspannungsanlagen zu lesen.
Das Messgerät ist mit dem gesamten notwendigen Zubehör zum komfortablen Prüfen ausgestattet.
2 Sicherheits- und betriebsbezogene Überlegungen
2.1 Warnungen und Hinweise
Um bei der Durchführung verschiedener Prüfungen und Messungen das höchste Sicherheitsniveau für den Bediener zu erreichen, empfiehlt Metrel, Ihr Eurotest-Messgerät im guten Zustand und unbeschädigt zu halten. Beachten Sie bei der Verwendung des Instruments die folgenden allgemeinen Warnungen:

Allgemeine Sicherheitshinweise:
Das Symbol am Messgerät bedeutet „Lesen Sie das Handbuch besonders sorgfältig durch“. Dieses Symbol erfordert eine Maßnahme!
□ Wenn das Prüfgerät in einer Weise verwendet wird, die nicht dieser Bedienungsanleitung entspricht, kann der vom Gerät gewährleistete Schutz beeinträchtigt werden!
□ Lesen Sie dieses Benutzerhandbuch sorgfältig durch, andernfalls kann die Verwendung des Messgeräts sowohl für den Bediener als auch für das Messgerät und den Prüfling gefährlich sein!
□ Verwenden Sie das Instrument oder dessen Zubehör nicht, wenn Sie eine Beschädigung feststellen!
□ Beachten Sie alle allgemein bekannten Vorsichtsmaßnahmen, um beim Umgang mit gefährlichen Spannungen die Gefahr eines Stromschlags zu vermeiden!
☐ Falls die 315 mA Sicherung ausgefallen ist, müssen die Anweisungen dieser Anleitung befolgt werden! Verwenden Sie ausschließlich die angegebenen Sicherungen!
☐ Der Hochleistungs-Sicherungsblock darf weder auseinandergenommen noch repariert werden! Im Falle eines Fehlers muss der gesamte Block durch einen neuen Originalblock ersetzt werden!
□ Verwenden Sie das Messgerät nicht in Wechselstromnetzen mit Spannungen über 550 VAC.
☐ Die Wartung, Reparatur oder Einstellung des Instruments darf nur von kompetenten und befugten Personen durchgeführt werden.
□ Verwenden Sie ausschließlich Standard- und optionales Zubehör, das Sie von Ihrem autorisierten Händler erhalten haben!
□ Beachten Sie, dass die Schutzklasse einiger Zubehörteile niedriger ist als die des Instruments. Die Prüfspitzen und der Tip-Commander verfügen über abnehmbare Kappen. Wenn diese entfernt werden, gilt die niedrigere Schutzklasse CAT II. Beachten Sie die Kennzeichnungen auf dem Zubehör!
(ohne Kappe, 18-mm-Spitze) CAT II bis zu 1.000 V
(mit Kappe, 4-mm-Spitze) CAT II 1.000 V/CAT III 600 V/CAT IV 300 V
Das Instrument verfügt über Ni-MH-Akkus. Die Akkus dürfen nur mit demselben, auf dem Etikett des Batteriefachs angegebenen oder in dieser Bedienungsanleitung beschriebenen Typ ersetzt werden. Verwenden Sie keine Alkali-Standardbatterien, wenn das Netzteil angeschlossen ist, da andernfalls Explosionsgefahr besteht!
Im Inneren des Geräts herrschen gefährliche Spannungen vor. Trennen Sie alle Testleitungen, entfernen Sie das Netzkabel, und schalten Sie das Gerät aus, bevor Sie den Deckel des Batteriefachs entfernen.
☐ Schließen Sie an den C1/C2-Eingängen keine Spannungsquelle an. Diese sind nur für das Anschließen von Stromzangen vorgesehen. Die maximale Eingangsspannung beträgt 3 V!
☐ Alle üblichen Sicherheitsbestimmungen müssen beachtet werden, um einen elektrischen Schlag bei Arbeiten an elektrischen Anlagen zu vermeiden!
☐ Wenn sich das Instrument nicht im Betriebsmodus SOLAR befindet, wird eine Warnung angezeigt, wenn eine externe DC-Spannung von mehr als 50 V auf das Instrument angelegt wird. Die Messungen sind gesperrt.
DC VOLTAGE!

Warnungen im Zusammenhang mit der Sicherheit der Messfunktionen:
Alle PV-Funktionen
□ Verwenden Sie ausschließlich zugelassene Zubehörteile für die Prüfung von PV-Installationen. Zubehörteile für PV-Installationen haben gelb markierte Stecker. Entsprechende Warnhinweise werden angezeigt.

Die PV-Sicherheitssonde A1384 verfügt über eine integrierte Schutzschaltung, die das Instrument bei einem Instrumentenfehler sicher von der PV-Anlage trennt.
Die PV-Sicherheitsleitung A1385 verfügt über integrierte Sicherungen, die das Instrument bei einem Instrumentenfehler sicher von der PV-Anlage trennen.
□ Verwenden Sie das Prüfgerät nicht in PV-Anlagen mit Spannungen über 1000 VDC und / oder Ströme höher als 15 A DC! ! Andernfalls kann das Instrument beschädigt werden.
PV-Quellen können sehr hohe Spannungen und Ströme erzeugen. Nur qualifiziertes und ausgebildetes Personal darf Messungen an Photovoltaikanlagen durchführen.
□ Die örtlichen Vorschriften sind zu beachten.
☐ Die Sicherheitsvorkehrungen bei Arbeiten auf dem Dach müssen beachtet werden.
☐ Bei einer Störung des Messsystems (Leitungen, Betriebsmittel, Anschlüsse, Messgeräte, Zubehör), können entzündliche Gase, hohe Feuchtigkeit oder eine große Staubmenge einen Lichtbogen auslösen, der
sich nicht von allein löschen kann. Diese Lichtbögen können einen Brand verursachen und zu erheblichen Schaden führen. In diesem Fall muss der Benutzer über ausreichende Kenntnisse verfügen, um die PV-Anlage sicher vom Netz zu trennen.
Isolationswiderstand, Isolationswiderstand von PV-Anlagen
☐ Die Isolierungswiderstandsmessung sollte nur an stromlosen Objekten durchgeführt werden!
☐ Berühren Sie den Prüfling weder während der Messung noch bevor er vollständig entladen ist! Es besteht die Gefahr eines Stromschlags!
☐ Wenn eine Isolierungswiderstandsmessung an einem kapazitiven Objekt durchgeführt wurde, erfolgt die automatische Entladung möglicherweise nicht sofort! Die Warnmeldung und die tatsächliche Spannung werden während der Entladung angezeigt, bis die Spannung unter 10 V abfällt.
Durchgangsfunktionen
☐ Durchgangsmessungen sollten nur an stromlosen Objekten durchgeführt werden!
☐ Parallele Schleifen können die Prüfergebnisse beeinflussen.
Prüfen des Schutzleiteranschlusses
☐ Wenn am geprüften Schutzleiteranschluss Phasenspannung festgestellt wird, stoppen Sie sofort alle Messungen und sorgen Sie dafür, dass die Fehlerursache eliminiert wurde, bevor Sie weitere Tätigkeiten vornehmen!
Hinweise zu Messfunktionen
Allgemein
Das Symbol ☒ bedeutet, dass die gewählte Messung wegen eines irregulären Zustands an den Eingangsklemmen nicht durchgeführt werden kann.
☐ Isolationswiderstands-, Durchgangs- und Erdungswiderstandsmessungen dürfen nur an stromlosen Objekten durchgeführt werden!
☐ Die Anzeige PASS / FAIL ist aktiviert, wenn der Grenzwert eingestellt ist. Setzen Sie einen geeigneten Grenzwert zur Auswertung von Messergebnissen fest.
☐ Falls nur zwei von drei Leitungen mit der zu prüfenden elektrischen Installation verbunden sind, gelten nur die Spannungsanzeigen zwischen diesen beiden Leitungen.
Isolationswiderstand, Isolationswiderstand von PV Systemen
□ Isolationswiderstand:
Wenn eine Spannung höher als 30 V (AC oder DC) zwischen den Prüfanschlüssen festgestellt wird, wird die Messung des Isolationswiderstands nicht durchgeführt.
Isolationswiderstand an PV Systemen:
Es werden verschiedene Vorab-Prüfungen durchgeführt. Wenn die Bedingungen passend und sicher sind, wird die Messung fortgesetzt.
Andernfalls werden die Meldungen PU SAFETY PROBE ? angezeigt.


□ Das Messgerät entlädt den Prüfling automatisch nach Abschluss der Messung.
☐ Durch einen Doppelklick auf die TEST-Taste startet eine kontinuierliche Messung.
Durchgangsfunktionen
☐ Wenn eine Spannung höher als 10 V (AC oder DC) zwischen den Prüfanschlüssen festgestellt wird, wird die Prüfung des Durchgangswiderstands nicht durchgeführt.
☐ Kompensieren Sie im Bedarfsfall den Prüfleitungswiderstand, bevor eine Durchgangsmessung durchgeführt wird.
RCD Funktionen
☐ Die für eine Funktion eingestellten Parameter werden auch für weitere RCD Funktionen beibehalten.
☐ Beim Messen der Kontaktspannung wird in der Regel kein RCD ausgelöst. Jedoch könnte der Auslösegrenzwert des RCD als Folge eines Ableitstroms an den Schutzleiter PE oder einer kapazitiven Verbindung zwischen den Leitern L und PE überstiegen werden.
☐ Die Unterfunktion „RCD-Auslösung“ (Funktionswahlschalter in Position LOOP) dauert in der Ausführung länger, bietet aber eine viel größere Genauigkeit des Fehlerschleifenwiderstands (im Vergleich zum R _L -Teilergebnis in der Funktion „Berührungsspannung“).
☐ Die Messungen der RCD-Auslösezeit und des RCD-Auslösestroms werden nur durchgeführt, wenn die Berührungsspannung in der Vorprüfung zum Nenndifferenzstrom niedriger ist, als der eingestellte Grenzwert der Berührungsspannung!
☐ Die Automatikprüfsequenz (Funktion RCD AUTO) wird beendet, wenn die Auslösezeit außerhalb der zulässigen Zeit liegt.
SCHLEIFENIMPEDANZ
☐ Der untere Grenzwert des unbeeinflussten Kurzschlussstromes hängt vom Sicherungstyp, von der Strombemessung, der Auslösezeit der Sicherung sowie vom Impedanzskalierungsfaktor ab.
☐ Die spezifizierte Genauigkeit der geprüften Parameter gilt nur, wenn die Netzspannung während der Messung stabil ist.
☐ Die Messung des Fehlerschleifenwiderstands löst den RCD aus.
☐ Die Messung der Fehlerschleifenimpedanz bei Verwendung der Auslösesperrfunktion löst normalerweise den RCD nicht aus. Die Auslösegrenze kann jedoch überschritten werden, wenn ein Ableitstrom zum PE-Leiter fließt oder eine kapazitive Verbindung zwischen L und PE-Leitern besteht
LEITUNGSIMPEDANZ / SPANNUNGSABFALL
☐ Bei der Messung von Z_Line mit miteinander verbundenen Prüfleitungen PE und N des Prüfgeräts, zeigt das Prüfgerät eine Warnung vor gefährlicher Schutzleiterspannung an. Die Messung wird dennoch durchgeführt.
☐ Die angegebene Genauigkeit der geprüften Parameter gilt nur, wenn die Netzspannung während der Messung stabil ist.
☐ Die Prüfanschlüsse L und N werden je nach erfasster Anschlussspannung automatisch vertauscht (gilt nicht für GB-Version).
Leistung / Oberwellen / Energie / Strom
☐ Bevor Sie mit einer Leistungsmessung beginnen, müssen Sie die aktuellen Einstellungen der Stromzange im Menü Einstellungen überprüfen. Wählen Sie das geeignete Stromzangenmodell und den Messbereich, die am besten für die erwarteten Stromwerte geeignet sind.
□ Beachten Sie die Polarität der Stromzange (Pfeil auf der Prüfstromzange muss zur angeschlossenen Last zeigen), anderenfalls wird das Ergebnis negativ!
PV Messungen
☐ Für PLATTEN-, UOC/ISC-, I/V-, WECHSELRICHTER (AC, DC)- und ISO PV-Messungen muss die Sicherheitssonde A 1384 verwendet werden.
☐ Die A 1385 PV-Prüfleitung muss für WECHSELRICHTER AC/DC-Messungen verwendet werden.
☐ Bevor Sie eine PV-Messung starten, müssen die Einstellungen für den PV-Modultyp und die PV-Prüfparameter geprüft werden.
☐ Die Umgebungsparameter (Irr, T) können gemessen oder manuell eingegeben werden.
☐ Die Umgebungsbedingungen (Bestrahlungsstärke, Temperatur) müssen während der Messungen stabil sein.
☐ Für die Berechnung der STC-Ergebnisse müssen die gemessenen Uoc / Isc-Werte, die Bestrahlungsstärke, die Zelltemperatur und die PV-Modulparameter bekannt sein. Weitere Informationen finden Sie in Anhang E.
□ Vor der Prüfung müssen die DC-Stromzangen immer auf null gesetzt werden.
2.2 Batterie und Aufladen
Das Messgerät verwendet sechs Alkali- oder wieder aufladbare NiMH-Batteriezellen der Größe AA. Die Nennbetriebszeit ist für Zellen mit einer Nennkapazität von 2100 mAh angegeben. Der Ladezustand der Batterien wird permanent im unteren rechten Teil angezeigt. Wenn die Batterie zu schwach ist, wird dies wie in Abbildung 2.1 angezeigt. Diese Anzeige erscheint einige Sekunden lang, dann schaltet sich das Gerät ab.

Abbildung 2.1: Anzeige bei entladener Batterie
Die Batterie wird immer dann geladen, wenn das Netzteil an das Messgerät angeschlossen ist. Die Polarität der Netzteilbuchse ist in Abbildung 2.2 dargestellt. Eine interne Schaltung steuert den Ladevorgang und sorgt für eine maximale Batterielebensdauer.

Abbildung 2.2: Polarität der Netzteilbuchse
Symbole:
| Anzeige des Ladevorgangs |

Abbildung 2.3: Ladeanzeige

Sicherheitsrelevante Warnhinweise:
☐ Wenn das Instrument an einer Anlage angeschlossen ist, kann im Batteriefach eine gefährliche Spannung herrschen! Trennen Sie das Messzubehör vom Instrument, und schalten Sie dieses aus, bevor Sie den Akku austauschen oder den Deckel des Batterie-/Sicherungsfachs öffnen.
□ Stellen Sie sicher, dass die Akkus richtig eingesetzt sind, da das Instrument andernfalls nicht funktioniert und es zu einer Entladung der Akkus kommen kann.
□ Laden Sie keine Alkali-Batterien auf!
□ Verwenden Sie ausschließlich das vom Hersteller oder Händler des Instruments bereitgestellte Netzteil!
Hinweise:
☐ In das Gerät ist ein Ladegerät für Akkupacks integriert. Das bedeutet, die Akkus werden beim Laden in Reihe geschaltet. Die Akkus müssen daher äquivalent sein (gleiche Ladung, gleicher Zustand, gleicher Typ und gleiches Alter).
☐ Falls das Messgerät über einen längeren Zeitraum nicht verwendet wird, sind alle Akkus aus dem Batteriefach zu entnehmen.
Es dürfen nur Alkali-Batterien bzw. wiederaufladbare Ni-MH-Batterien der Größe AA verwendet werden. Metrel empfiehlt, nur den Einsatz von wieder aufladbaren Batterien mit einer Kapazität von 2100 mAh oder mehr.
- Während des Ladens der Akkuzellen können unvorhersehbare chemische Prozesse auftreten, falls diese über einen längeren Zeitraum (über 6 Monate) nicht benutzt wurden. In diesem Fall wird empfiehlt Metrel, den Lade-/Entladevorgang mindestens 2-4 Mal zu wiederholen.
☐ Wenn nach mehreren Lade-/Entladezyklen keine Verbesserung erreicht wird, sollte der Zustand der einzelnen Akkuzellen überprüft werden (durch Vergleich der Batteriespannungen, Überprüfen in einem Akku-Ladegerät usw.). Es ist sehr wahrscheinlich, dass sich nur einige der Akkuzellen verschlechtert haben. Eine unterschiedliche Akkuzelle kann zu einem fehlerhaften Verhalten des gesamten Batteriepacks führen!
☐ Die oben beschriebenen Effekte sollten nicht mit dem normalen Nachlassen der Batteriekapazität im Laufe der Zeit verwechselt werden. Ein Akku verliert auch an Kapazität, wenn er wiederholt geladen/entladen wird. Diese Information ist in den vom Akkuhersteller bereitgestellten technischen Daten enthalten.
2.3 Geltende Normen
Die Eurotest-Geräte werden gemäß den folgenden Vorschriften hergestellt und geprüft:
| Elektromagnetische Verträglichkeit (EMV): | |
| EN 61326 | Elektrische Mess-, Steuer-, Regel- und Laborgeräte- EMV-Anforderungen - Teil 1Klasse B (tragbare Geräte in kontrollierten elektromagnetischen Umgebungen) |
| Sicherheit (LVD) | |
| EN 61010-1, | Sicherheitsanforderungen für die Verwendung elektrischer Mess-, Steuer-, Regel- und Laborgeräte – Teil 1: Allgemeine Anforderungen |
| EN 61010-2-030; | Sicherheitsbestimmungen für elektrische Mess-, Steuer-, Regel- und Laborgeräte – Teil 2-030: Besondere Bestimmungen für Prüf- und Messstromkreise |
| EN 61010-031, | Sicherheitsanforderungen für die Verwendung elektrischer Mess-, Steuer-, Regel- und Laborgeräte – Teil 031:Sicherheitsbestimmungen für handgehaltenes Messzubehör zum elektrischen Messen und Prüfen |
| EN 61010-2-032; | Sicherheitsbestimmungen für elektrische Mess-, Steuer-, Regel- und Laborgeräte -Teil 2-032: Besondere Anforderungen für handgehaltene und handbediente Stromsonden für elektrische Prüfungen und Messungen |
| Funktionen | |
| EN 61557 | Elektrische Sicherheit in Niederspannungsnetzen bis 1000 V_AC und DC 1500 V_AC Geräte zum Prüfen, Messen oder Überwachen von Schutzmaßnahmen.Teil 1 Allgemeine AnforderungenTeil 2 IsolationswiderstandTeil 3 SchleifenwiderstandTeil 4 Widerstand von Erdungsleitern, Schutzleitern und PotentialausgleichsleiternTeil 5 ErdungswiderstandTeil 6 Wirksamkeit von Fehlerstrom-Schutzeinrichtungen (RCD) in TT-, TN- und IT-SystemenTeil 7 . DrehfeldTeil 10 Kombinierte Messgeräte zum Prüfen, Messen oder Überwachen von SchutzmaßnahmenTeil 12 Geräte zur Energiemessung und -überwachung (PMD) |
| Referenznormen für elektrische Installationen und Komponenten | |
| EN 61008 | Fehlerstrom-/Differenzstromschutzschalter ohne eingebautenÜberstromschutz für Hausinstallationen und für ähnliche Anwendungen |
| EN 61009 | Fehlerstrom-/Differenzstromschutzschalter mit eingebautenÜberstromschutz für Hausinstallationen und für ähnliche Anwendungen |
| IEC 60364-4:-41 | Errichten von Niederspannungsanlagen Teil 4-41 Schutzmaßnahmen- Schutz gegen elektrischen Schlag |
| BS 7671 | IEE-Verdrahtungsbestimmungen (17. Ausgabe) |
| AS/NZS 3017 | Elektrische Anlagen - Überprüfungsrichtlinien |
| Referenznormen für Photovoltaikanlagen | |
| EN 62446 | Mindestanforderungen an Systemdokumentation, Inbetriebnahme Prüfung und wiederkehrende Prüfungen |
| EN 61829 | Photovoltaische (PV) Modulgruppen aus kristallinem Silizium – Messen der U-I Charakteristik am EinsatzortU-I Charakteristik |
Hinweis zu den EN- und IEC-Normen:
☐ Der Text dieses Handbuchs enthält Verweise auf europäische Normen. Alle Normen der Reihe EN 6XXXX (z. B. EN 61010) sind gleichwertig zu den IEC-Normen mit gleicher Nummer (z. B. IEC 61010) und unterscheiden sich nur in den durch das europäische Harmonisierungsverfahren erforderlichen geänderten Teilen.
3 Beschreibung des Instruments
3.1 Frontplatte

text_image
MI 3108 METREL CE TEST MEM NEXT BACK ESC D HELP EurotestPV ① ② ③ ④ ⑤ ⑥ ⑦ ⑧ ⑨ ⑩ ⑪ ⑫Abbildung 3.1: Frontplatte
Legende:
| 1 | LCD | Matrix-Display mit 128 x 64 Bildpunkten und Hintergrundbeleuchtung |
| 2 | NACH OBEN | Ändert den ausgewählten Parameter. |
| 3 | NACH UNTEN | |
| 4 | TEST | Startet die Messungen.TEST Dient zudem als Schutzleiter-Berührungselektrode. |
| 5 | ESC | Geht eine Ebene zurück. |
| 6 | TAB | Wählt die Parameter für die ausgewählte Funktion aus. |
| 7 | Hintergrundbeleuchtung, Kontrast | Ändert die Helligkeit und den Kontrast der Hintergrundbeleuchtung. |
| 8 | EIN/AUS | Schaltet das Messgerät ein oder aus.Das Messgerät schaltet sich automatisch 15 Minuten nach dem letzten Tastendruck aus. |
| 9 | HILFE/KAL | Zugriff auf die Hilfemenüs.Kalibrierung der Messleitungen in der Durchgangsprüfung. |
| Startet ZREFMessung in der Spannungsabfall Unterfunktion. | ||
| 10 | Funktionswahltaste - RECHTS | Wählt die Testfunktion aus. |
| 11 | Funktionswahltaste - LINKS | |
| 12 | MEM | Speichert/lädt den Speicher des Geräts.Speichert die Zangen und Solar Einstellungen. |
| 13 | Grüne LEDs Rote LEDs | PASS/FAIL-Anzeige für das Messergebnis. |
3.2 Anschlussplatte

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① ⑦ P C2 C1
Abbildung 3.2: Anschlussfeld (Abbildung MI 3108)
Legende:
| 1 | Prüfanschluss | Messeingänge / -ausgänge |
| 2 | Ladebuchse | |
| 3 | USB-Anschluss | Kommunikation mit dem USB-(1.1-)Anschluss des Computers |
| 4 | Schutzabdeckung | |
| 5 | C1 | Stromzangen Messeingang No 1 |
| 6 | P/C2 | Stromzangen Messeingang No 2Messeingang für externe Sensoren |
| 7 | PS/2-Stecker | Kommunikation mit dem seriellen PC-AnschlussAnschließen optionaler MessadapterAnschließen von Barcode-/RFID-LesegerätenVerbindung zum Bluetooth Dongle |
Warnungen!
☐ Die maximal zulässige Spannung zwischen einem beliebigen Prüfanschluss und Erde beträgt 600 VAC, 1000 VDC!
☐ Die maximal zulässige Spannung zwischen den Prüfanschlüssen am Prüfstecker beträgt 600 VAC, 1000 VDC!
☐ Die maximal zulässige Spannung zwischen den Prüfanschlüssen P/C2, C1 beträgt 3 V!
☐ Die maximal zulässige kurzfristige Spannung des externen Netzteils beträgt 14 V!
3.3 Rückseite

Abbildung 3.3: Rückseite
Legende:
1 Batterie-/Sicherungsfach-Abdeckung
2 Infoschild auf der Rückseite
3 Befestigungsschrauben für Batterie-/Sicherungsfach-Abdeckung

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S/N XXXXXXXXX 1 2 F1 Fuse SIZE AA + - + SIZE AA + - + SIZE AA - VV 3ZIS + - VV 3ZIS + - VV 3ZIS + - 4 5Abbildung 3 4: Batterie- und Sicherungsfach
Legende:
1 Sicherung F1
FF 315 mA / 1000 VDC
(Ausschaltvermögen: 50 kA)
2 Hochleistungs-Sicherungsblock
3 Seriennummer-Schild
4 Batterien Größe AA, Alkaline/NiMH-Akku
5 Batteriehalter Kann aus dem Prüfgerät entfernt werden.

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Continuity R Low (EN 61557-6) R 0.12 19kV Total current, min ±20mA ±2 Open circuit voltage 6.5V 9.6V Community 7mJ P 0.0 1932 Test current, max 8.2mA Open circuit voltage 250V 8kV Insulation resistance (EN 61557-6) R 0.184 129.8W, U - 5kV 120A 0.25V R 0.124 200W, U = 100V, 10A U 0V 1200V Nominal voltage 100V, 250V, 500V, 16V Measuring current, max 1mA or R ±0.1kV Standard Current + 10kV Line impedance (EN 61557-6) R max 0.17 150V, max 0.25Amp 1.4kAmp Nominal voltage 100V, 4.6V/5Hz 92Hz Fault loop impedance (EN 61557-6) R max 160V R ±16 A ±14 A Nominal voltage 100V, 264V/5Hz 92Hz Voltage, frequency R max 487V ±13Hz 330Hz Phase reaction (EN 61557-7) Nominal voltage 100V, 4.6V/1.9Hz 1.0Hz Peak ±1.25 ±2.1Ω RCC (EN 61557-6) I: 12mA, 3mA, 10mA, 30mA, 32mA, 10 brenzenel voltage 10kV, 294V, 13Hz, 590Hz Contact voltage Up to 0.2V up to 100kV up to Rx: 0.20 - 10.0K; (R = Delta) ↑ Popping line non-circuit wire-up device BDCs 1. Max: Jitter (Sohra) 2. Max: 150max (300m) 3. Max: 4min (Fithrac), Up to 320V, 100kV Popping current I: 0.21 ±1.1 A (A) ↑ 5.1 kV I: Max: 30mA, U: 8kV, U:2kV Multiplier: B/S, U: 2.5 Resistance to earth (EN 61557-6) R: 0.64 9992 Open circuit voltage < .65V Load ± ±4.6A or ±2.8A × < .28kV CAT III 600V ↓ METREL Litter conductor TA Max: 1324-28M Max: 1337.75A / KZ Equipment Manufacturers LLC @ www.rscind.comAbbildung 3 5: Unten
Legende:
1 Infoschild unten
2 Tragegurthalterungen
3 Seitenabdeckungen
3.4 Tragen des Messgeräts
Im Standard-Lieferumfang ist ein Tragegurt enthalten. Das Messgerät kann auf verschiedene Arten getragen werden.

Der Bediener kann je nach Bedienart eine der folgenden Beispielarten anwenden: um schnell platziert werden zu können.

Das Messgerät kann auch in der Tragetasche liegend verwendet werden, das Prüfkabel kann über die vordere Öffnung an das Gerät angeschlossen werden.
3.5 Gerätesatz und Zubehör
3.5.1 Standard-Lieferumfang MI 3108
□ Instrument
□ Weiche Tragetasche, 2 Stück
□ PV-Sicherheits-Sonde
□ Monokristalline PV Referenzzelle
□ PV Temperaturfühler
□ AC/DC Stromzange
□ Prüfkabel mit Schuko- Stecker
□ Prüfleitung, 3 x 1,5 m
□ Prüfspitzen, 4 Stück
□ Krokodilklemmen, 4 Stück
□ Tragriemensatz
□ PV MC 4 Adapterstecker männlich
□ PV-MC 4 Adapter Buchse weiblich
☐ PV MC 3 Adapterstecker männlich
□ PV-MC 3 Adapter Buchse weiblich
□ RS232-PS/2-Kabel
USB-Kabel
□ Satz Ni-MH Akkus
□ Netzteiladapter
□ Kurzform der Bedienungsanleitung
□ Kalibrierungszertifikat
CD mit der Bedienungsanleitung und dem Handbuch „Leitfaden zur Überprüfung von Niederspannungsanlagen“
3.5.2 Optionales Zubehör
Auf dem beigefügten Blatt finden Sie eine Liste des optionalen Zubehörs, das auf Anfrage bei Ihrem Händler erhältlich ist.
4 Bedienung des Instruments
4.1 Anzeige und Ton
4.1.1 Klemmenspannungsfenster
Im Klemmenspannungsfenster werden online die Spannung an den Prüfklemmen sowie Informationen über die im Messmodus für Wechselstromanlagen aktiven Prüfklemmen angezeigt.

Die Online-Spannung wird gemeinsam mit den
Prüfklemmeninformationen angezeigt. Alle drei Prüfklemmen werden für die ausgewählte Messung verwendet.

Die Online-Spannung wird gemeinsam mit den
Prüfklemmeninformationen angezeigt. Die Prüfklemmen L und N werden für die ausgewählte Messung verwendet.

L und PE (Schutzleiter) sind aktive Prüfklemmen; die Klemme N sollte zugunsten korrekter Bedingungen der Eingangsspannung ebenfalls angeschlossen sein.
4.1.2 Batterieanzeige
Die Batterieanzeige gibt den Ladezustand der Batterie und das Anschließen eines externen Ladegeräts an.

Batteriekapazitätsanzeige.

Schwacher Ladezustand.
Der Ladezustand ist zu gering, um ein ordnungsgemäßes Ergebnis gewährleisten zu können. Ersetzen Sie die Batterien, oder laden sie die Akkus auf.

Ladevorgang läuft (wenn der Netzadapter angeschlossen ist).
4.1.3 Meldungen
Folgende Warnhinweise und Meldungen werden angezeigt.
Die Änderung der Bestrahlungsstärke während der Messung war oberhalb der festgelegten Grenze (Warn. Irr).
Check Mod.ser.!
Die Differenz zwischen dem Uoc STC basierend auf der Messung und dem Uoc STC Wert basierend auf dem eingestellten PV Modul und der Anzahl der Module im String liegt über dem eingestellten Grenzwert (Warn. Uoc).

Messung läuft, beachten Sie die angezeigten Warnungen.
![]() | Die Bedingungen an den Eingängen ermöglichen einen Start der Messung; berücksichtigen Sie weitere angezeigte Warnungen und Meldungen. |
![]() | Die Bedingungen an den Eingängen ermöglichen keinen Start der Messung; berücksichtigen Sie die angezeigten Warnungen und Meldungen. |
![]() | RCD wurde während der Messung ausgelöst (bei RCD-Funktionen). |
![]() | Das Instrument ist überhitzt. Es kann nicht gemessen werden, bis die Temperatur unter den zulässigen Grenzwert sinkt. |
![]() | Die Ergebnisse können gespeichert werden. |
![]() | Beim Messen wurde starkes elektrisches Rauschen festgestellt. Die Messergebnisse sind möglicherweise beeinträchtigt. |
![]() | L und N sind vertauscht. |
![]() | Warnung! An den Prüfklemmen liegt Hochspannung an. |
![]() | Warnung! Gefährliche Spannung an der Schutzleiterklemme! Beenden Sie Ihre Tätigkeit umgehend, und beseitigen Sie den Fehler/das Anschlussproblem, bevor Sie die Arbeit fortsetzen! |
![]() | Widerstand der Prüfleitungen bei Durchgangsprüfung ist nicht kompensiert. |
![]() | Widerstand der Prüfleitungen bei Durchgangsprüfung ist kompensiert. |
![]() | Hoher Widerstand der Prüfsonden nach Erde. Die Messergebnisse sind möglicherweise beeinträchtigt. |
![]() | Zu geringer Strom für die angegebene Genauigkeit. Die Messergebnisse sind möglicherweise beeinträchtigt. Prüfen Sie in den Stromzangen-Einstellungen, ob die Empfindlichkeit der Stromzange erhöht werden kann. |
![]() | Das gemessene Signal befindet sich außerhalb des Messbereichs (gekappt). Die Ergebnisse sind beeinträchtigt. |
![]() | Die Sicherung F1 ist beschädigt. |
![]() | Externe DC-Spannung wurde erkannt. Messungen in diesem Betriebsmodus sind nicht möglich. |
4.1.4 Ergebnisse
![]() | Das Messergebnis liegt innerhalb der voreingestellten Grenzwerte (PASS). |
![]() | Das Messergebnis liegt außerhalb der voreingestellten Grenzwerte (FAIL). |
![]() | Die Messung wird abgebrochen. Beachten Sie die angezeigten Warnungen und Meldungen. |
4.1.5 Warntöne
Durchgehender Ton
Warnung! Am PE-Anschluss wurde eine gefährliche Spannung erkannt.
4.1.6 Hilfe-Fenster
HILFE
Öffnet das Hilfe-Fenster.
Für alle Funktionen sind Hilfemenüs verfügbar. Das Hilfemenü enthält schematische Darstellungen, die das ordnungsgemäße Anschließen des Geräts an der elektrischen Installation oder an der PV-Anlage veranschaulichen. Nach Auswahl der gewünschten Messfunktion kann über die HELP-Taste das entsprechende Hilfemenü aufgerufen werden.
Tasten im Hilfe-Menü:
| NACH OBEN/NACH UNTEN | Wählt das vorherige/nächste Hilfe-Fenster aus. |
| ESC / Hilfe / Funktionsauswahl | Beendet das Hilfemenü. |

text_image
HELP:RCD N rcd PE N+
text_image
HELP:Zline L N rcd L1/L L2/H L3/PE PEAbbildung 4.1: Beispiele für die Hilfe-Fenster
4.1.7 Einstellungen von Hintergrundbeleuchtung und Kontrast
Mit der Taste HINTERGRUNDBELEUCHTUNG können Hintergrundbeleuchtung und Kontrast eingestellt werden.
| Kurzes Drücken | Hoch- und Herunterschalten der Helligkeit der Hintergrundbeleuchtung |
| 1 s Langes Drücken | Arretiert die hohe Helligkeit der Hintergrundbeleuchtung, bis das Gerät abgeschaltet oder die Taste erneut gedrückt wird. |
| 2 s Langes Drücken | Eine Balkenanzeige für die Einstellung des LCD-Kontrasts wird angezeigt. |

text_image
LCD CONTRAST 50%Abbildung 4.2: Menü für die Kontrasteinstellung
Tasten zur Kontrasteinstellung
| NACH UNTEN | Verringert den Kontrast. |
| NACH OBEN | Erhöht den Kontrast. |
| TEST | Bestätigt den neuen Kontrast. |
| ESC | Beendet die Funktion ohne Änderungen. |
4.2 Funktionsauswahl
Für die Auswahl der Prüf-/Messfunktion sollten in jedem Prüfmodus die FUNKTIONSWAHL-Tasten verwendet werden.
Tasten:
| Funktionsauswahl | Wählt die Prüf- / Messfunktionen aus. |
| NACHOBEN/NACHUNTEN | Wählt die Unterfunktion der ausgewählten Messfunktion aus.Wählt den zu betrachtenden Bildschirm aus (wenn die Ergebnisse auf mehrere Bildschirme aufgeteilt werden). |
| TAB | Wählt die einzustellenden oder zu ändernden Prüfparameter aus. |
| TEST | Führt die ausgewählte Prüf-/Messfunktion aus. |
| MEM | Speichert Messergebnisse/ruft Messergebnisse auf. |
| ESC | Kehrt zum Hauptmenü zurück. |
Tasten für das Feld der Prüfparameter:
| AUF / AB | Ändert den ausgewählten Parameter. |
| TAB | Wählt den nächsten Messparameter aus. |
| Funktionsauswahl | Schaltet zwischen den Hauptfunktionen hin und her. |
| MEM | Speichert Messergebnisse/ruft Messergebnisse auf |
Allgemeine Regel für das Aktivieren von Parametern zum Auswerten des Mess-/Testergebnisses:
| Parameter | AUS | Keine Grenzwerte, Anzeige: ____. |
| EIN | Wert(e) - Ergebnisse werden entsprechend den gewählten Grenzwerten als PASS oder FAIL markiert. |
Im Kapitel 5 finden Sie weitere Informationen über die Arbeitsweise der Prüffunktionen des Prüfgeräts.
4.3 Hauptmenü des Instruments
Im Hauptmenü des Messgeräts kann der Prüfmodus ausgewählt werden. Verschiedene Messoptionen können im Menü EINSTELLUNGEN eingestellt werden.
☐
☐
☐
☐

Abbildung 4.3:
Hauptmenü
Tasten:
| NACHOBEN/NACHUNTEN | Wählt die entsprechende Option aus. |
| TEST | Ruft die ausgewählte Option auf. |
4.4 Einstellungen
Verschiedene Messoptionen können im Menü EINSTELLUNGEN eingestellt werden.
Die Optionen lauten:
□ Abrufen und Löschen der gespeicherten Ergebnisse
□ Auswahl der Sprache
□ Einstellen von Datum und Uhrzeit
□ Auswahl der Bezugsnorm für die RCD-Prüfung
□ Eingabe des Ik-Faktors
□ Unterstützung für Commander
☐ Rücksetzung des Messgeräts auf Ausgangswerte
□ Einstellungen für Bluetooth Kommunikation
□ Einstellungen für die Stromzangen
□ Menü zur Synchronisierung mit der PV-Remote-Einheit
□ Einstellungen für PV-Messungen

Abbildung 4.4: Optionen im Menü „Einstellungen“
Tasten:
| NACHOBEN/NACHUNTEN | Wählt die entsprechende Option aus. |
| TEST | Ruft die ausgewählte Option auf. |
| ESC/Funktionsauswahl | Kehrt zum Hauptmenü zurück. |
4.4.1 Speicher
In diesem Menü können die gespeicherten Daten abgerufen und gelöscht werden. Weitere Informationen finden Sie in Kapitel 8, Datenverarbeitung.

Abbildung 4.5: Speicheroptionen
Tasten:
| NACHOBEN/NACHUNTEN | Wählt die Option aus. |
| TEST | Ruft die ausgewählte Option auf. |
| ESC | Kehrt zum Menü „Einstellungen“ zurück. |
| Funktionsauswahl | Kehrt ohne Änderungen zum Hauptmenü zurück. |
4.4.2 Sprache
In diesem Menü kann die Sprache eingestellt werden.

Abbildung 4.6: Sprachauswahl
Tasten:
| NACHOBEN/NACHUNTEN | Wählt die Sprache aus. |
| TEST | Bestätigt die ausgewählte Sprache und kehrt zum Einstellungsmenü zurück. |
| ESC | Kehrt zum Menü „Einstellungen“ zurück. |
| Funktionsauswahl | Kehrt ohne Änderungen zum Hauptmenü zurück. |
4.4.3 Datum und Uhrzeit
In diesem Menü können das Datum und die Uhrzeit eingestellt werden.

Abbildung 4.7: Einstellen von Datum und Uhrzeit
Tasten:
| TAB | Wählt das zu ändernde Feld aus. |
| NACH OBEN/NACH UNTEN | Ändert das ausgewählte Feld. |
| TEST | Bestätigt die neuen Einstellungen für Datum/Uhrzeit Einstellungen und beendet das Menü. |
| ESC | Kehrt zum Menü „Einstellungen“ zurück. |
| Funktionsauswahl | Kehrt ohne Änderungen zum Hauptmenü zurück. |
Warnung:
- Wenn die Batterien für länger als 1 Minute entfernt werden, geht das eingestellte Datum und die Uhrzeit verloren.
4.4.4 RCD Prüfnorm
In diesem Menü kann die für die RCD-Prüfungen angewandte Norm eingestellt werden.

Abbildung 4.8: Auswahl der RCD-Prüfnorm
Tasten:
| NACH OBEN/NACH UNTEN | Wählt die Norm aus. |
| TEST | Bestätigt die ausgewählte Norm. |
| ESC | Kehrt zum Menü „Einstellungen“ zurück. |
| Funktionsauswahl | Kehrt ohne Änderungen zum Hauptmenü zurück. |
Die maximalen RCD-Abschaltzeiten sind von Norm zu Norm unterschiedlich. Die in den einzelnen Normen festgelegten Auslösezeiten sind nachstehend aufgeführt.
Auslösezeiten gemäß EN 61008 / EN 61009 (VDE 0664)
| 12 × I_ N^* | I_ N | 2 × I_ N | 5 × I_ N | |
| Allgemeine RCDs (ohne Verzögerung) | t_ > 300 ms | t_ < 300 ms | t_ < 150 ms | t_ < 40 ms |
| Selektive RCDs (zeitverzögert) | t_ > 500 ms | 130 ms < t_ < 500 ms | 60 ms < t_ < 200 ms | 50 ms < t_ < 150 ms |
Für den Test gemäß der Norm IEC/HD 60364-4-41 sind zwei Optionen verfügbar:
□ IEC 60364-4-41 TN/IT und
□ IEC 60364-4-41 TT
Die Optionen unterscheiden sich in den maximalen Abschaltzeiten gemäß IEC/HD 60364-4-41 Tabelle 41.1.
Abschaltzeiten gemäß IEC/HD 60364-4-41:
| U_0^***) | 12× I_ N^*) | I_ N | 2× I_ N | 5× I_ N | |
| Allgemeine RCDs | ≤120 V | t_>800 ms | t_≤ 800 ms | t_<150 ms | t_<40 ms |
| ≤230 V | t_>400 ms | t_≤ 400 ms | |||
| TT | ≤120 V | t_>300 ms | t_≤ 300 ms | ||
| ≤230 V | t_>200 ms | t_≤ 200 ms |
Auslösezeiten gemäß BS 7671:
| 12 × I_ N^* | I_ N | 2 × I_ N | 5 × I_ N | |
| Allgemeine RCDs (ohne Verzögerung) | t_ > 1999 ms | t_ < 300 ms | t_ < 150 ms | t_ < 40 ms |
| Selektive RCDs (zeitverzögert) | t_ > 1999 ms | 130 ms < t_ < 500 ms | 60 ms < t_ < 200 ms | 50 ms < t_ < 150 ms |
Auslösezeiten gemäß AS/NZS 3017**):
| 12 × I_ N^* | I_ N | 2 × I_ N | 5 × I_ N | |||
| RCD-Typ | I_ N [mA] | t_ | t_ | t_ | t_ | Hinweis |
| I | ≤ 10 | >999 ms | 40 ms | 40 ms | 40 ms | Maximale Abschaltzeit |
| II | >10 ≤ 30 | 300 ms | 150 ms | 40 ms | ||
| III | >30 | 300 ms | 150 ms | 40 ms | ||
| IV S | >30 | >999 ms | 500 ms | 200 ms | 150 ms | |
| 130 ms | 60 ms | 50 ms | Minimale Nichtauslösedauer | |||
*) Mindestprüfzeitraum für den Strom von 12 × I_ N , RCD darf nicht auslösen.
**) Prüfstrom und Messgenauigkeit entsprechen den Anforderungen der AS/NZS 3017
^***) U 0 entspricht der U LPE -Nennspannung.
Maximale Prüfzeiten und gewählter Prüfstrom für allgemeine (nicht verzögerte) RCD
| Standard | 12 × I_ N | I_ N | 2 × I_ N | 5 × I_ N |
| EN 61008/EN 61009 | 300 ms | 300 ms | 150 ms | 40 ms |
| IEC 60364-4:-41 | 1000 ms | 1000 ms | 150 ms | 40 ms |
| BS 7671 | 2000 ms | 300 ms | 150 ms | 40 ms |
| AS/NZS 3017 (I, II, III) | 1000 ms | 1000 ms | 150 ms | 40 ms |
Maximale Prüfzeiten hinsichtlich des gewählten Prüfstroms für einen selektiven (zeitverzögerten) RCD.
| Standard | 12 × I_AN | I_AN | 2 × I_AN | 5 × I_AN |
| EN 61008 / EN 61009 | 500 ms | 500 ms | 200 ms | 150 ms |
| IEC 60364-4:-41 | 1000 ms | 1000 ms | 200 ms | 150 ms |
| BS 7671 | 2000 ms | 500 ms | 200 ms | 150 ms |
| AS/NZS 3017 (IV) | 1000 ms | 1000 ms | 200 ms | 150 ms |
4.4.5 IK-Faktor
In diesem Menü kann der Ik-Faktor zur Berechnung des Kurzschlussstroms bei Messungen Z-LINE und Z-LOOP gewählt werden.

Abbildung 4.9: Auswahl des Ik-Faktors
Tasten:
| NACH OBEN/NACH UNTEN | Stellt den Ik-Wert ein. |
| TEST | Bestätigt den Ik-Wert. |
| ESC | Kehrt zum Menü „Einstellungen“ zurück. |
| Funktionswahltasten | Kehrt ohne Änderungen zum Hauptmenü zurück. |
Der Kurzschlussstrom Isc in dem Versorgungssystem ist wichtig für die Auswahl oder Überprüfung von Leitungsschutzschaltern (Sicherungen, Überstromschutzvorrichtungen, RCDs).
Der Standardwert des Ik-Faktors (ksc) ist 1,00. Der Wert sollte nach den örtlichen Bestimmungen eingestellt werden.
Der Einstellbereich für den Ik-Faktor ist 0,20 ÷ 3,00.
4.4.6 Unterstützung für Commander
In diesem Menü kann die Unterstützung für die Remote-Commander eingestellt werden.

Abbildung 4.10: Auswahl der Commander-Unterstützung
Tasten:
| NACH OBEN/NACH UNTEN | Wählt die Commander-Option aus. |
| TEST | Bestätigt die ausgewählte Option. |
| ESC | Kehrt zum Menü „Einstellungen“ zurück. |
| Funktionsauswahl | Kehrt ohne Änderungen zum Hauptmenü zurück. |
Anmerkung:
☐ Die Option Commander deaktiviert ist dafür gedacht, die Bedientasten des Commanders zu deaktivieren. Bei starken elektromagnetischen Störungen kann der Betrieb des Commanders eingeschränkt sein.
4.4.7 Kommunikation
In diesem Menü kann der serielle Kommunikationsanschluss des Prüfgeräts konfiguriert und der Bluetooth-Dongle A 1436 initialisiert werden.

Abbildung 4.11: Kommunikationsmenü
Optionen:
| COM PORT | Öffnet das Menü zum Einstellen der seriellen Kommunikation |
| BLUETOOTH GERÄTE | Öffnet das Menü zum Anzeigen und Auswählen von Bluetooth Geräte |
| INIT. BT-DONGLES | Öffnet das Menü zur Initialisierung der Bluetooth-Dongle |
Tasten:
| NACH OBEN/NACH UNTEN | Wählt die Option aus. |
| TEST | Bestätigt die ausgewählte Option. |
| ESC | Kehrt zum Menü „Einstellungen“ zurück. |
| Funktionsauswahl | Kehrt ohne Änderungen zum Hauptmenü zurück. |
4.4.7.1 Auswahl Serielle-Kommunikation
Im Menü COM-PORT kann die serielle Kommunikation eingestellt werden (Kabel, Bluetooth oder Drahtlos).

Abbildung 4.12: Menü für serielle Kommunikation
Optionen:
| COM PORT | RS232 | Kommunikation mit externen Geräten über RS232 Kabel |
| BT-DONGLE | Kommunikation mit mobilen Geräten, Metrel Leistungsmesser, PCs oder anderen externen Geräten über Bluetooth | |
| RS232 DRAHTLOS | Drahtlose Kommunikation mit externen Geräten (A 1378 EurotestPV Ferneinheit) |
Tasten:
| NACH OBEN/NACH UNTEN | Wählt die Option aus. |
| TEST | Bestätigt die ausgewählte Option. |
| ESC | Kehrt zum Menü „Einstellungen“ zurück. |
| Funktionsauswahl | Kehrt ohne Änderungen zum Hauptmenü zurück. |
4.4.7.2 Suche nach dem Metrel Leistungsmesser mit Bluetooth Verbindung und Kopplung mit EurotestPV Instrument
Im Menü BLUETOOTH GERÄTE kann ein Metrel Leistungsmesser mit Bluetooth-Verbindung gesucht, ausgewählt und mit dem Prüfgerät gekoppelt werden. Der Metrel Leistungsmesser muss einen ordnungsgemäß initialisierten Bluetooth-Dongle A 1436 angeschlossen haben. Weitere Informationen finden Sie im Kapitel Initialisierung des Bluetooth Dongle (s).

Abbildung 4.13: Menü Bluetooth Geräte
Um einen neuen Leistungsmesser mit Bluetooth-Verbindung auszuwählen, drücken Sie TEST im Menü BLUETOOTH GERÄTE. Eine Liste der gefundenen Bluetooth Geräte werden angezeigt. Wählen Sie mit den Pfeiltasten das entsprechende Gerät aus. Durch Bestätigung mit der TEST Taste werden diese beiden Instrumente gekoppelt.

Abbildung 4.14: Suche und Auswahl der Metrel Leistungsmesser Bluetooth-Verbindung
Tasten:
| NACH OBEN/NACH UNTEN | Wählt das entsprechende Bluetooth Gerät aus |
| TEST | Bestätigt das ausgewählte Gerät |
| ESC | Kehrt zum Menü Bluetooth Geräte zurück |
| Funktionsauswahl | Kehrt ohne Änderungen zum Hauptmenü zurück. |
Hinweis:
☐ Dieser Vorgang muss ausgeführt werden, wenn die Bluetooth-Kommunikation mit dem Leistungsmesser zum ersten Mal verwendet wird oder wenn dessen Einstellungen geändert wurden.
4.4.7.3 Initialisierung des Bluetooth Dongle
Die Bluetooth Dongles A 1436 müssen initialisiert werden, wenn Sie zum ersten Mal verwendet werden. Während der Initialisierung stellt das Prüfgerät die Dongle-Parameter und den Namen ein, um eine ordnungsgemäße Kommunikation zu gewährleisten.

Abbildung 4.15: Menü zur Initialisierung der Bluetooth-Dongle.
| INIT. BT-DONGLES | EurotestPV | Initialisiert den Bluetooth-Dongle für das EurotestPV Prüfgerät. |
| PowerQ Serie | Initialisiert den Bluetooth Dongle für den Metrel Leistungsmesser. |
Tasten:
| NACH OBEN/NACH UNTEN | Wählt die Option aus. |
| TEST | Startet die Initialisierung des Bluetooth Dongle |
| ESC | Kehrt zum Kommunikationsmenü zurück. |
| Funktionsauswahl | Kehrt ohne Änderungen zum Hauptmenü zurück. |
Initialisierung (Bluetooth-Dongle für das EurotestPV-Prüfgerät):
- Verbinden Sie den Bluetooth Dongle A 1436 mit dem PS/2-Anschluss des Prüfgeräts.
- Schalten Sie das Prüfgerät ein.
- Drücken Sie die RESET-Taste am Bluetooth-Dongle A 1436 für mindestens
- In INIT sollte EurotestPV ausgewählt werden. Menü BT DONGLES. Drücken Sie die TEST Taste.
- Warten Sie auf eine Bestätigungsmeldung und den Signalton. Folgende Meldung wird angezeigt, wenn der Dongle korrekt initialisiert wurde:
EXTERNE BT-DONGLE SUCHE OK!
10 Sekunden.
Initialisierung (Bluetooth Dongle für Metrel Leistungsmesser):
- Schließen Sie den Bluetooth-Dongle A 1436 (zur Verwendung mit dem Metrel Leistungsmesser vorgesehen) an den PS/2 Port des Eurotest PV Prüfgeräts an.
- Schalten Sie das EurotestPV Prüfgerät ein.
- Drücken Sie die RESET-Taste am Bluetooth-Dongle A 1436 für mindestens
- PowerQ Serie muss in INIT ausgewählt werden. Menü BT DONGLES. Drücken Sie die TEST Taste.
- Warten Sie auf eine Bestätigungsmeldung und den Signalton. Folgende Meldung wird angezeigt, wenn der Dongle korrekt initialisiert wurde:
EXTERNE BT-DONGLE SUCHE OK! - Der erfolgreich initialisierte Bluetooth-Dongle A 1436 kann nun mit einem Metrel Leistungsmesser verbunden werden
10 Sekunden.
Hinweise:
☐ Der Bluetooth-Dongle A 1436 muss immer vor der ersten Verwendung mit dem EurotestPV Prüfgerät oder Metrel Leistungsmesser initialisiert werden.
☐ Wenn der Dongle von einem anderen Metrel Prüfgerät initialisiert wurde, funktioniert er möglicherweise nicht ordnungsgemäß, wenn Sie ihn wieder mit dem vorherigen Prüfgerät verwenden. In diesem Fall muss die Initialisierung des Bluetooth-Dongles wiederholt werden.
- Weitere Informationen über die Kommunikation über Bluetooth finden Sie in Kapitel 8.6 Kommunikation und A 1436 Handbuch.
4.4.8 Werksdaten
In diesem Menü können die Geräteeinstellungen, Messparameter und Grenzwerte auf die ursprünglichen (Werks-)Werte gesetzt werden.

Abbildung 4.16: Dialogfeld für die Grundeinstellungen
Tasten:
| NACH OBEN/NACH UNTEN | Wählt die Option [JA, NEIN] aus. |
| TEST | Stellt die Werkseinstellungen wieder her (bei Auswahl von JA). |
| ESC | Kehrt zum Menü „Einstellungen“ zurück. |
| Funktionsauswahl | Kehrt ohne Änderungen zum Hauptmenü zurück |
Warnung:
☐ Die kundenspezifischen Einstellungen gehen verloren, wenn diese Option verwendet wird!
☐ Wenn die Batterien für länger als 1 Minute entfernt werden, gehen die kundenspezifischen Einstellungen verloren.
Die kundenspezifischen Einstellungen gehen verloren, wenn diese Option verwendet wird!
| Geräteeinstellungen | Standardwert |
| Sprache | Englisch |
| Kontrast | Wie bei der Anpassung definiert und gespeichert |
| IK-Faktor | 1,00 |
| RCD-Normen | EN 61008/EN 61009 |
| Commander | Aktiviert |
| Kommunikation | RS232 |
| Einstellungen der Stromzangen | |
| Zange 1 | A1391 40A |
| Zange 2 | A1391 40A |
| Solareinstellungen | Siehe Kapitel 4.4.10 Solareinstellungen |
| Prüfmodus: Funktion Unterfunktion | Parameter/Grenzwert |
| ANLAGE: | |
| ERDUNG RE | Kein Grenzwert |
| R ISO | Ohne GrenzwertUtest = 500 V |
| Niederohmiger Widerstand R LOWΩ DURCHGANG* | Ohne GrenzwertOhne Grenzwert |
| Z - LINE SPANNUNGSABFALL | Sicherungstyp: keiner gewähltΔU: 4,0 %ZREF: 0,00 Ω |
| Z LOOP | Sicherungstyp: nicht ausgewählt |
| Zs rcd | Sicherungstyp: nicht ausgewählt |
| RCD | RCD tNenndifferenzstrom: IΔN=30 mARCD-Typ: AC □nicht verzögertAnfangspolarität des Prüfstroms: (0°)Grenzwert Kontaktspannung: 50 V*Stromfaktor: ×1 |
| LEISTUNG: | |
| STROM | C1 |
| HARMONICS (Harmonische) U I | Uh:1 |
| ENERGIE | I: 40 A, U: 260A* |
| SOLAR: | |
| ISO PV | Ohne GrenzwertUtest = 500 V |
| UMG. | Gemessen |
| I/V | Gemessen |
| WECHSELRICHTER | AC/DC |
Anmerkung:
☐ Die Werkseinstellungen (Zurücksetzen) können zudem durch Drücken der TAB-Taste beim Einschalten aufgerufen werden.
4.4.9 Einstellungen der Stromzangen
Im Menü Einstellungen der Stromzangen können die Eingänge C1 und C2/P konfiguriert werden.


Abbildung 4.17: Konfigurierung der Stromzangen-Messeingänge
Einzustellende Parameter:
| Modell | Modell der Stromzange [A 1018, A 1019, A 1391] |
| Bereich | Messbereich der Stromzangen [20 A, 200 A], [40 A, 300 A] |
Auswahl der Messparameter
Tasten:
| NACH OBEN/NACH UNTEN | Wählt die entsprechende Option aus. |
| TEST | Ermöglicht das Ändern von Daten der ausgewählten Parameter |
| MEM | Speichert die Einstellungen. |
| ESC | Kehrt zum Menü „Einstellungen“ für die Stromzange zurück. |
| Funktionsauswahl | Kehrt ohne Änderungen zum Hauptmenü zurück. |
Ändern der Daten des ausgewählten Parameters
Tasten:
| NACH OBEN/NACH UNTEN | Legt den Parameter fest. |
| TEST | Bestätigt die eingestellten Daten. |
| ESC | Deaktiviert das Ändern der Daten des ausgewählten Parameters. |
| Funktionsauswahl | Kehrt ohne Änderungen zum Hauptmenü zurück. |
Anmerkung:
☐ Der Messbereich des Messgeräts muss berücksichtigt werden. Der Messbereich der Stromzange kann höher sein als der des Messgeräts.
4.4.10 Synchronisierung (A 1378 - PV-EurotestPV Ferneinheit)
Der Hauptzweck der Synchronisierung besteht darin:
- korrekte Werte der Temperatur und der Bestrahlungsstärke für die Berechnung der STC-Messergebnisse zu erhalten.
- Werte der Zelltemperatur bis zu 15 Minuten vor der PV Prüfung zu erhalten, um den Nachweis zu erbringen, dass die Messbedingungen während der PV Prüfung ausgeglichen wurden.
Während der PV-Prüfungen werden die angezeigten STC-Ergebnisse auf Basis der eingestellten oder gemessenen Umgebungsdaten im Menü Umgebung des Messgeräts berechnet. Diese Werte werden nicht in jedem Fall zur selben Zeit wie andere Messungen gemessen.
Die Synchronisierung (der Zeitstempel) ermöglicht es, die gemessenen PV-Ergebnisse mit den von der PV-EurotestPV Ferneinheit A 1378 gleichzeitig gemessenen Umgebungsdaten zu aktualisieren. Die gespeicherten STC-Werte werden entsprechend korrigiert.
Durch die Auswahl dieser Option ermöglichen Sie die Datensynchronisierung zwischen dem Messgerät und der PV-EurotestPV Ferneinheit.

Abbildung 4.18: Menü Synchronisieren
Zu synchronisierende Daten:
| ZEIT | Datum und Uhrzeit des Messgeräts werden auf die PV-EurotestPV Ferneinheit geladen |
| ERGEBNIS | Die Werte der gemessenen Umgebungsparameter werden in das Prüfgerät heruntergeladen. Gespeicherte STC-Ergebnisse werden entsprechend korrigiert. |
Tasten:
| NACH OBEN/NACH UNTEN | Wählt die zu synchronisierenden Daten aus |
| TEST | Synchronisiert Daten. Befolgen Sie die Informationen auf dem LCD Display. Wenn die Synchronisierung erfolgreich war, ertönt ein Piepton zur Bestätigung, nachdem die kurzen Meldungen und angezeigt wurden. |
| ESC | Kehrt zum Einstellungsmenü zurück. |
| Funktionsauswahl | Kehrt zum Hauptmenü zurück. |
Synchronisierungsverbindung

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MI 3108 A 1378 CH1 CH2 CH3 EXT DC P C1 C2Abbildung 4.19: Anschluss der Messgeräte während der Synchronisierung Hinweis:
- Weitere Informationen finden Sie im Benutzerhandbuch der EurotestPV Ferneinheit.
4.4.11 Solareinstellungen
In den Solareinstellungen können die Parameter der PV-Module und die Einstellungen für PV-Messung vorgenommen werden.

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SOLAR SETTINGS MODULE SETTINGS MEAS. SETTINGSAbbildung 4.20: Solareinstellungen
Tasten:
| NACH OBEN/NACH UNTEN | Wählt die Option aus. |
| TEST | Ruft Menü zur Änderung des Parameters auf |
| ESC | Kehrt zum Einstellungsmenü zurück. |
| Funktionsauswahl | Kehrt ohne Änderungen zum Hauptmenü zurück |
Einstellung des PV-Moduls
Die Parameter des PV-Moduls können in diesem Menü eingestellt werden. Eine Datenbank für bis zu 20 PV-Module kann erstellt/bearbeitet werden. Die Parameter werden für die Berechnung der STC-Werte verwendet.
Hinweis:
☐ Die Datenbank kann auch auf dem PC oder mobilen Gerät erstellt werden und an das Prüfgerät gesendet werden. Die PC SW EurolinkPRO und einige Android Anwendungen unterstützen diese Funktion.

Abbildung 4.21: Menü PV-Modul-Einstellungen
Parameter des PV-Moduls:
| Modul: | PV-Modulname | |
| Pmax | 1 W... 2000 W | Nennleistung des PV-Modul |
| Umpp | 1,0 V .. 999 V* | Spannung am höchsten Leistungspunkt |
| Impp | 0,01 A .. 15,0 A* | Strom am höchsten Leistungspunkt |
| Uoc | 1,0 V .. 999 V* | Leerlaufspannung des Moduls |
| Isc | 0,01 A .. 15,0 A* | Kurzschlussstrom des Moduls |
| NOCT | 1,0 °C ... 99,0 °C | Nennwert Betriebstemperatur der PV-Zelle |
| alfa | -5,00 mA/°C .. 300 mA/°C | Temperaturkoeffizient von Isc |
| beta | -5,00 V/°C .. -0,001 V/°C | Temperaturkoeffizient von Uoc |
| gamma | 5,00%/°C .. 0,999%/°C | Temperaturkoeffizient von Pmax |
| Rs | 0,01 Ω ... 9,99 Ω | Serienwiderstand des PV-Moduls |
Auswahl des PV-Modultyps und der Parameter
Tasten:
| NACH OBEN/NACH UNTEN | Wählt die entsprechende Option aus. |
| TEST | Ruft Menü zur Änderung des Typs oder Parameters auf |
| ESC, Funktionswahltaste | Beendet das Menü. |
| MEM | Ruft das Speichermenü für PV-Modultyp auf |
Ändern eines PV-Modultyps / -parameters
Tasten:
| NACH OBEN/NACH UNTEN | Stellt den Wert / Daten des Parameters / PV-Modultyps ein |
| TEST | Bestätigt die eingestellten Werte / Daten |
| ESC, Funktionswahltaste | Verlässt das Menü |
Speichermenü für PV-Modultyp.
| HINZUFÜGEN | Ruft Menü zum Hinzufügen eines neuen PV-Modultyps auf |
| ÜBERSCHREIBEN | Ruft Menü zum Speichern geänderter Daten des ausgewählter PV-Modultyps auf |
| LÖSCHEN | Löscht den ausgewählten PV-Modultyp |
| ALLES LÖSCHEN | Löscht alle PV-Modultypen |
Tasten:
| NACH OBEN/NACH UNTEN | Wählt die Option aus. |
| TEST | Ruft ausgewähltes Menü auf |
| Funktionswahltasten | Kehrt zum Hauptfunktionsmenü zurück. |
Wenn Hinzufügen oder Überscheiben ausgewählt sind, wird das Menü zum Einstellen des PV-Modultype Namen angezeigt.


Abbildung 4.22: Einstellung des PV-Modultyp-Namen
Tasten:
| A / √ | Wählt ein Zeichen aus |
| TEST | Wählt das nächste Zeichen aus |
| MEM | Bestätigt den neuen Namen und speichert Ihn ab. Kehrt dann in das Menü Moduleinstellungen zurück. |
| ESC | Löscht den letzten BuchstabenKehrt zum vorigen Menü ohne Änderungen zurück |
Wenn Löschen oder Alles Löschen ausgewählt werden, wird eine Warnmeldung ausgegeben.
![]() | ![]() | |||
| Abbildung 4.23: Löschoptionen | ||||
Abbildung 4.23: Löschoptionen
| Tasten: | |
| TEST | Bestätigt das Löschen. In ALLES LÖSCHEN muss die Option JA ausgewählt sein. |
| ESC, Funktionswahltaste | Kehrt ohne Änderung zum Hauptfunktionsmenü zurück |
Einstellungen der PV-Messungen
Die Parameter der PV-Messungen können in diesem Menü eingestellt werden.

Abbildung 4.24: Auswahl der PV-Messungs-Einstellungen
Parameter für die PV-Messungen
| Prüfnorm | Prüfung Norm [IEC 60891, CEI 82-25] |
| Irr. Sens. | Art des Strahlungsmesssensors [PV-Zelle, Pyran.] |
| Irr. min. | Mindestwert für solare Bestrahlungsstärke zur Berechnung [500 – 1000 W/m2] |
| T.-Sensor | Temperatur für die Berechnung [Tamb, Tcell] |
| Mod.Ser. | Anzahl der in Serie geschalteten Module [1 – 30] |
| Mod.Par. | Anzahl der parallel geschalteten Module [1 – 10] |
| Korrekt. T | Korrektur der gemessenen Zelltemperatur, um die Differenz zwischender tatsächlichen Zelle und der Temperatur und der gemessenen Temperatur auszugleichen. [0 – 5 °C]. Gemäß der Norm EN 61829 beträgt der Unterschied typischerweise 2 °C. |
| Warn. Irr | Grenzwert für die instabilen Bestrahlungsstärke Warnung [Aus, 1% 20%] |
| Warn. Uoc | Grenzwert für die unzulässige Uoc Warnung [Aus, 5% - 50%] |
Auswahl der PV-Prüfparameter
Tasten:
| NACH OBEN/NACH UNTEN | Wählt die entsprechende Option aus. |
| TEST | Ermöglicht das Ändern von Daten der ausgewählten Parameter. |
| MEM | Speichert die Einstellungen. |
| ESC, Funktionswahl | Beendet das Menü. |
Ändern der Daten des ausgewählten Parameters
Tasten:
| NACH OBEN/NACH UNTEN | Legt den Parameter fest. |
| TEST | Bestätigt die eingestellten Daten. |
| ESC/Funktionswahl | Beendet das Menü. |
5 Messungen – AC NS-Installationen
5.1 Spannung, Frequenz und Phasenfolge
Die Messungen der Spannung und der Frequenz sind im Anschlussspannungsmonitor stets aktiv. Im Sondermenü TRMS SPANNUNG können die gemessene Spannung, die Frequenz sowie Informationen über die erkannte Drehstromverbindung gespeichert werden. Die Messungen beruhen auf der Norm EN 61557-7.
Weitere Informationen über die Tastenfunktionen finden Sie in Kapitel 4.2 „Funktionsauswahl“.

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VOLTAGE TRMS U1n : 231V f: 50.0Hz U1Pe : 231V UnPe : 0V L PE N 231 0 231Abbildung 5.1: Spannung im Ein-Phasen-System
Prüfparameter für die Spannungsmessung
Es sind keine einzurichtenden Parameter verfügbar.
Schaltungen für die Spannungsmessung

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L3 L2 L1 N PE PE/L3 N/L2 L/L1 PE/L3 N/L2 L/L1 result 1.2.3 result 2.1.3 P C2 C1Abbildung 5.2: Anschluss der 3-Leiter-Prüfleitung sowie des optionalen Adapters im Drehstromsystem

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Ro Re L1 L2 L3 N PE L1 L2 L3 N PE/L3 N/L2 PE/L3 L2 N PE L L1 N/L2 PE/L3Abbildung 5.3: Anschluss des Stecker-Commanders und der 3-Leiter-Prüfleitung im Ein-Phasen-System
Verfahren für die Spannungsmessung
□ Wählen Sie mit den Funktionswahltasten die Funktion TRMS SPANNUNG.
□ Schließen Sie das Prüfkabel am Messgerät an.
☐ Schließen Sie die Prüfleitungen am Prüfling an, (siehe Abbildung 5.2 und 5.3).
☐ Speichern Sie das Spannungsmessergebnis durch Drücken der Taste MEM (optional).
Die Messung wird unmittelbar nach Auswahl der Funktion ausgeführt.
MS SPANNUNG

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VOLTAGE TRMS U12: 374V f: 50.1Hz U13: 374V Φ: 1.2.3. U23: 376V L PE N 374 376 374
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VOLTAGE TRMS U12: 375V f: 50.0Hz U13: 371V φ: 3.2.1 U23: 370V L PE N 371 370 375Abbildung 5.4: Beispiel für die Spannungsmessung in einem Drehstromsystem
Angezeigte Ergebnisse für das Ein-Phasen-System:
Uln......Spannung zwischen Phase und Nullleiter
Ulpe ...... Spannung zwischen Phase und Schutzleiter
Unpe ...... Spannung zwischen Nullleiter und Schutzleiter
f ...... Frequenz
Angezeigte Ergebnisse für ein Drehstromsystem:
U12 ...... Spannung zwischen den Phasen L1 und L2,
U13 ...... Spannung zwischen den Phasen L1 und L3,
U23 ...... Spannung zwischen den Phasen L2 und L3,
1.2.3 .... Korrekter Anschluss – Drehrichtung im Uhrzeigersinn
3.2.1 ...... Nicht korrekter Anschluss – Drehrichtung gegen den Uhrzeigersinn
f ...... Frequenz
5.2 Isolierungswiderstand
Die Messung des Isolationswiderstands wird durchgeführt, um die Sicherheit vor elektrischen Schlägen durch die Isolation hindurch zu gewährleisten. Typische Anwendungen sind:
□ Isolationswiderstand zwischen Leitern der Anlage,
□ Isolationswiderstand nicht leitender Räume (Wände und Fußböden),
□ Isolationswiderstand von Erdungskabeln,
□ Isolationswiderstand von schwach leitenden (antistatischen) Fußböden.
Weitere Informationen über die Tastenfunktionen finden Sie in Kapitel 4.2 „Funktionsauswahl“.

text_image
R:______MΩ Um:______VAbbildung 5.5: Isolationswiderstand
Prüfparameter für die Isolatierungswiderstandsmessung
| Uiso | Prüfspannung [50 V, 100 V, 250 V, 500 V, 1000 V] |
| Grenzwert | Min. Isolationswiderstand [AUS, 0,01 MΩ ÷ 200 MΩ] |
Prüfschaltungen für den Isolationswiderstand

Abbildung 5.6: Anschlüsse für die Isolationsmessung
Verfahren bei der Isolationswiderstandsmessung
□ Wählen Sie mit den Funktionswahltasten die Funktion R ISO.
□ Stellen Sie die erforderliche Prüfspannung ein.
☐ Aktivieren Sie den Grenzwert und stellen Sie ihn ein (optional).
☐ Trennen Sie die getestete Anlage vom Netz (und entladen Sie ggf. die Isolierung).
☐ Schließen Sie die Prüfleitung am Prüfgerät sowie am Prüfling an (siehe Abbildung 5.6)
Drücken Sie die TEST-Taste, um die Messung durchzuführen (kurzer Doppeldruck für kontinuierliche Messung und späterer Druck zum Beenden der Messung).
☐ Warten Sie im Anschluss an die Messung, bis die zu prüfende Anlage vollständig entladen wurde.
☐ Speichern Sie das Ergebnis durch Drücken der Taste MEM (optional).

Abbildung 5.7: Beispiel für das Ergebnis einer Isolierungswiderstandsmessung
Angezeigte Ergebnisse:
Um......Prüfspannung – aktueller Wert.
5.3 Widerstand der Erdverbindung und der Potentialausgleichsverbindung
Die Widerstandsmessung wird durchgeführt, um sicherzustellen, dass die Schutzmaßnahmen vor elektrischen Schlägen mittels Erdverbindungen und der Potentialausgleichsverbindungen wirkungsvoll sind. Zwei Unterfunktionen stehen zur Verfügung:
☐ R LOWΩ - Widerstandsmessung der Erdungsverbindung nach EN 61557-4 (200 mA),
☐ DURCHGANG – kontinuierliche Widerstandsmessung mit 7 mA.
Weitere Informationen über die Tastenfunktionen finden Sie in Kapitel 4.2 „Funktionsauswahl“.

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R LOWΩ ---Ω R: _ _ _ Ω R+: _ _ Ω R-: _ _ Ω L PE N CALAbbildung 5.8: 200 mA RLOW Ω
Prüfparameter für die Widerstandsmessung
| TEST | Unterfunktion der Widerstandsmessung [R LOW , DURCHGANG] |
| Grenzwert | Maximaler Widerstand [AUS, 0,1 - 20,0 ] |
Zusätzliche Prüfparameter für die Unterfunktion in Durchgang
| Summer Ein (ertönt wenn der Widerstand geringer ist als der eingestellte Grenzwert) oder Aus |
5.3.1 R LOWΩ, Widerstandsmessung 200 mA
Die Widerstandsmessung wird mit automatischer Polaritätsumkehr der Prüfspannung durchgeführt.
Prüfschaltung für R LOWΩ-Messung

Abbildung 5.9: Anschluss der 3-Leiter-Prüfleitung sowie eines optionalen Verlängerungskabels
Verfahren für die RLOW Widerstandsmessung
□ Wählen Sie mit den Funktionswahltasten die Funktion Durchgangsprüfung.
□ Stellen Sie die Unterfunktion R LOWΩ ein.
☐ Aktivieren Sie den Grenzwert und stellen Sie ihn ein (optional).
□ Schließen Sie das Prüfkabel am Instrument an.
☐ Kompensieren Sie den Widerstand der Prüfleitungen (bei Bedarf, siehe Abschnitt 5.3.3).
☐ Trennen Sie die zu prüfende Anlage von der Netzversorgung und entladen Sie sie.
□ Schließen Sie die Messleitungen an den entsprechenden PE Verdrahtungen an.
☐ Drücken Sie die Taste TEST, um die Messung durchzuführen.
☐ Speichern Sie nach Abschluss der Messung das Ergebnis durch Drücken der Taste MEM (optional) ^* .

Abbildung 5.10: Beispiel eines RLOW-Ergebnisses
Angezeigte Ergebnisse:
R.....R LOWΩ Widerstand
R+......Ergebnis bei positiver Polarität
R-......Ergebnis bei negativer Polarität
5.3.2 Kontinuierliche Widerstandsmessung mit niedrigem Strom
Im Allgemeinen dient diese Funktion als Standard Ω-meter mit niedrigem Prüfstrom. Die Messung erfolgt kontinuierlich ohne Polaritätsumkehr. Die Funktion kann auch zur Durchgangsprüfung von induktiven Bauteilen angewandt werden.
Prüfschaltung für kontinuierliche Widerstandsmessung

Abbildung 5.11: Anwendungen für Tip-Commander und 3-Leiter-Testadapter
Verfahren für die kontinuierliche Widerstandsmessung
□ Wählen Sie mit dem Funktionswahlschalter die Funktion Durchgangsprüfung.
□ Stellen Sie die Unterfunktion DURCHGANG ein.
☐ Aktivieren Sie den Grenzwert, und legen Sie diesen fest (optional).
□ Schließen Sie das Prüfkabel am Instrument an.
☐ Kompensieren Sie den Widerstand der Prüfleitungen (bei Bedarf, siehe Abschnitt 5.3.3).
☐ Trennen Sie den Prüfling von der Netzversorgung und entladen Sie ihn.
☐ Schließen Sie die Prüfleitungen am Prüfling an, (siehe Abbildung 5.11)
☐ Drücken Sie die Taste TEST, um mit der Durchführung einer kontinuierlichen Messung zu beginnen.
Drücken Sie die Taste TEST, um die Messung zu beenden.
☐ Speichern Sie nach Abschluss der Messung das Ergebnis (optional):

Abbildung 5.12: Beispiel für die kontinuierliche Widerstandsmessung
Angezeigte Ergebnisse:
R.....Widerstand
5.3.3 Kompensation des Prüfleitungswiderstands
Dieses Kapitel beschreibt, wie der Widerstand der Prüfleitungen in beiden Durchgangsmessfunktionen, R LOWΩ und CONTINUITY, ausgeglichen werden kann. Die Kompensation ist erforderlich, um einen Einfluss des Widerstands der Prüfleitungen und der Innenwiderstände des Instruments auf den gemessenen Widerstand auszuschließen. Daher ist die Leitungskompensation eine äußerst wichtige Funktion, um korrekte Ergebnisse zu erhalten.

Das Symbol wird angezeigt, wenn die Kompensation erfolgreich durchgeführt de.
Stromkreise zur Kompensation des Prüfleitungwiderstands

Abbildung 5.13: Kurzgeschlossene Prüfleitungen
Verfahren für das Kompensieren des Prüfleitungswiderstands
□ Wählen Sie die Funktion R LOWΩ oder DURCHGANG aus.
☐ Schließen Sie das Prüfkabel am Messgerät an und schließen Sie die Prüfleitungen miteinander kurz, (siehe Abbildung 5.13).
Drücken Sie die Taste TEST, um die Widerstandsmessung durchzuführen.
Drücken Sie die Taste CAL, um den Leitungswiderstand zu kompensieren.

text_image
CALIBRATION RLN:0.10ΩAbbildung 5.14: Ergebnisse mit den alten Kalibrierungswerten

text_image
CALIBRATION RLN:0.00ΩAbbildung 5.15: Ergebnisse mit den neuen Kalibrierungswerten
Hinweis:
☐ Der höchste Wert für die Leitungskompensation beträgt 5 Ω. Wenn der Widerstand höher ist, wird der Kompensationswert auf den Standardwert zurückgesetzt.

d angezeigt, wenn kein Kalibrierungswert gespeichert wurde.
5.4 Testen von RCDs
Zum Prüfen von RCD(s) in RCD-geschützten Anlagen sind verschiedene Tests und Messungen erforderlich. Die Messungen beruhen auf der Norm EN 61557-6.
Folgende Messungen und Tests (Unterfunktionen) können durchgeführt werden:
□ Berührungsspannung,
□ Auslösedauer,
□ Auslösestrom
□ Automatischer RCD-Test
Weitere Informationen über die Tastenfunktionen finden Sie in Kapitel 4.2 „Funktionsauswahl“.

text_image
RCDt 30mA ×1 ~G t: m s Uc: U L PE N 232 0 232Abbildung 5.16: RCD-Test
Prüfparameter für RCD-Prüfung und -Messung
| TEST | RCD-Unterfunktionsprüfung [RCDt, RCD I, AUTO, Uc] |
| I_ N | RCD-Nennfehlerstrom I_ N [10 mA, 30 mA, 100 mA, 300 mA, 500 mA, 1000 mA]. |
| Typ | RCD Typ AC, A, F, B, B+, Anfangspolarität [ ^∧,^∧,^∧,^∧,^∧,^∧,^∧ ], Selektive oder allgemeine nicht verzögerte ☐ Charakteristik. |
| MUL | Multiplikationsfaktor für den Prüfstrom [ 12 , 1, 2, 5 I_ N ]. |
| Ulim | Konventioneller Grenzwert für die Berührungsspannung [25 V, 50 V] |
Hinweise:
□ Ulim kann nur in der Unterfunktion Uc ausgewählt werden.
☐ Selektive (zeitverzögerte) RCDs haben ein verzögertes Ansprechverhalten. Da der Vortest für die Berührungsspannung oder andere RCD-Prüfungen den zeitverzögerten RCD beeinflussen, benötigt er eine gewisse Zeit, um wieder seinen Normalzustand anzunehmen. Daher wird standardmäßig eine Zeitverzögerung von 30 s eingefügt, bevor der Auslösetest durchgeführt wird.
Anschlüsse zum Prüfen eines RCDs

text_image
L1 L2 L3 N PE Ro RE C0 PE/L3 N/L2 ON BPE CL P C2 C1Abbildung 5.17: Anschließen des Stecker-Commanders und der 3-Leiter-Prüfleitung
5.4.1 Berührungsspannung (RCD Uc)
Ein Strom, der in die PE-Klemme fließt, verursacht einen Spannungsabfall am Erdungswiderstand, d. h. einen Spannungsunterschied zwischen dem PE-Potentialausgleichskreis und Erde. Diese Spannung wird als „Berührungsspannung“ bezeichnet und liegt an allen mit dem Schutzleiter verbundenen zugänglichen leitenden Teilen an. Sie muss immer niedriger sein als die Spannung des vereinbarten Sicherheitsgrenzwerts.
Die Berührungsspannung wird mit einem Prüfstrom gemessen, der niedriger als 12 ist, um das Auslösen des RCDs zu vermeiden, und wird dann auf den Nennwert I normiert.
Messverfahren für die Berührungsspannung
□ Wählen Sie die Funktion RCD mithilfe der Funktionswahltasten aus.
□ Stellen Sie die Unterfunktion Uc ein.
□ Stellen Sie (ggf.) die Prüfparameter ein.
□ Schließen Sie das Prüfkabel am Instrument an.
□ Schließen Sie die Prüfleitungen am Prüfling an (siehe Abbildung 5.17).
Drücken Sie die Taste TEST, um die Messung durchzuführen.
□ Speichern Sie das Ergebnis durch Drücken der Taste MEM (optional).
Das Berührungsspannungsergebnis bezieht sich auf den Nennfehlerstrom des RCD und wird mit einem geeigneten Faktor multipliziert (abhängig vom RCD- und Prüfstromtyp). Um eine negative Ergebnistoleranz zu vermeiden, wird der Faktor 1,05 verwendet. In Tabelle 5.1 für finden Sie detaillierte Berechnungsfaktoren für die Berührungsspannung.
| RCD-Typ | Berührungsspannung Uc proportional zu | Nennwert I_ N | |
| AC | 1,05 × I_ N | Beliebig | |
| AC | 2 × 1,05 × I_ N | ||
| A, F | 1,4 × 1,05 × I_ N | ≥ 30 mA^* | |
| A, F | 2 × 1,4 × 1,05 × I_ N | ||
| A, F | 2 × 1,05 × I_ N | <30 mA | |
| A, F | 2 × 2 × 1,05 × I_ N | ||
| B, B+ | 2 × 1,05 × I_ N | Beliebig | |
| B, B+ | 2 × 2 × 1,05 × I_ N | ||
Tabelle 5.1: Beziehung zwischen Uc und I _ΔN
Der Schleifenwiderstand ist ein Anhaltswert und wird aus dem Uc-Ergebnis (ohne zusätzliche Proportionalitätsfaktoren) berechnet nach: R_L = _CI_ N .

Abbildung 5.18: Beispiel für die Messergebnisse einer Berührungsspannungsmessung
Angezeigte Ergebnisse:
Uc......Berührungsspannung
RI ...... Fehlerschleifenimpedanz
5.4.2 Auslösezeit (RCDt)
Mithilfe der Messung der Auslösezeit wird die Empfindlichkeit des RCD bei unterschiedlichen Restströmen geprüft.
Messverfahren für die Auslösezeit
□ Wählen Sie die Funktion RCD mithilfe der Funktionswahltasten aus.
□ Stellen Sie die Unterfunktion RCDt ein.
□ Stellen Sie (ggf.) die Prüfparameter ein.
□ Schließen Sie das Prüfkabel am Instrument an.
□ Schließen Sie die Prüfleitungen am Prüfling an (siehe Abbildung 5.17).
☐ Drücken Sie die Taste TEST, um die Messung durchzuführen.
□ Speichern Sie das Ergebnis durch Drücken der Taste MEM (optional).

Abbildung 5.19: Beispiel für die Messergebnisse der Auslösezeit
Angezeigte Ergebnisse:
t......Auslösezeit
Uc......Berührungsspannung für Nennstrom I _ N
5.4.3 Auslösestrom (RCD I)
Zur Messung der Empfindlichkeitsschwelle beim Auslösen eines RCD wird ein ansteigender Reststrom verwendet. Das Instrument erhöht den Prüfstrom in kleinen Schritten innerhalb des entsprechenden Bereichs wie folgt:
| RCD-Typ | Anstiegsbereich | Wellenform | |
| Startwert | Endwert | ||
| AC | 0,2 × I_ N | 1,1 × I_ N | Sinus |
| A, F ( I_ N ≥ 30 mA) | 0,2 × I_ N | 1,5 × I_ N | Gepulst |
| A, F ( I_ N = 10 mA) | 0,2 × I_ N | 2,2 × I_ N | |
| B, B+ | 0,2 × I_ N | 2,2 × I_ N | DC |
Der maximale Prüfstrom beträgt (Auslösestrom) oder entspricht dem Endwert, falls der RCD nicht ausgelöst wurde.
Messverfahren für den Auslösestrom
□ Wählen Sie die Funktion RCD mithilfe der Funktionswahltasten aus.
□ Stellen Sie die Unterfunktion RCD I ein.
□ Stellen Sie (ggf.) die Prüfparameter ein.
□ Schließen Sie das Prüfkabel am Instrument an.
☐ Schließen Sie die Prüfleitungen am Prüfling an (siehe Abbildung 5.17).
☐ Drücken Sie die Taste TEST, um die Messung durchzuführen.
☐ Speichern Sie das Ergebnis durch Drücken der Taste MEM (optional).

Abbildung 5.20: Beispiel für ein Auslösestrom-Messergebnis
Angezeigte Ergebnisse:
I.....Auslösestrom
Uci Berührungsspannung beim Auslösestrom I oder Endwert, falls das RCD nicht ausgelöst hat.
T......Auslösezeit.
5.4.4 Automatische RCD-Prüfung
Die Funktion RCD-Autotest führt eine vollständige RCD-Prüfung (Auslösezeit bei verschiedenen Fehlerströmen, Auslösestrom und Berührungsspannung) innerhalb einer einzigen, durch das Instrument vorgegebenen Abfolge automatischer Tests durch.
Zusätzliche Taste:
| HILFE / DISPLAY | Schaltet zwischen dem oberen und dem unteren Teil des Ergebnisfelds hin und her. |
Verfahren bei der automatischen RCD-Prüfung
| Schritte bei der automatischen RCD-Prüfung | Hinweise |
| Wählen Sie die Funktion RCD mithilfe der Funktionswahltasten aus.Stellen Sie die Unterfunktion AUTO ein.Stellen Sie (ggf.) die Prüfparameter ein.Schließen Sie das Prüfkabel am Instrument an.Schließen Sie die Prüfleitungen am Prüfling an (siehe Abbildung 5.17).Drücken Sie die Taste TEST, um die Messung durchzuführen | Start des Tests |
| Prüfung mit I N , 0° (Schritt 1). | RCD sollte auslösen |
| Reaktivieren sie den RCD.Prüfung mit I N , 180° (Schritt 2). | RCD sollte auslösen |
| Reaktivieren sie den RCD.Prüfung mit 5×I _ N , 0° (Schritt 3). | RCD sollte auslösen |
| Reaktivieren sie den RCD.Prüfung mit 5×I _ N , 180° (Schritt 4). | RCD sollte auslösen |
| Reaktivieren sie den RCD.Prüfung mit 12 ×I N , 0° (Schritt 5)Prüfung mit 12 ×I N , 180° (Schritt 6) | RCD sollte nicht auslösenRCD sollte nicht auslösen |
| Prüfung mit Auslösestrom, 0° (Schritt 7). | RCD sollte auslösen |
| Reaktivieren sie den RCD.Prüfung mit Auslösestrom, 180° (Schritt 8). | RCD sollte auslösen |
| Reaktivieren sie den RCD.Speichern Sie das Ergebnis durch Drücken der Taste MEM (optional). | Ende des Tests |
Ergebnisbeispiele:

Abbildung 5.21: Einzelne Schritte bei der automatischen RCD-Prüfung

text_image
AUTO 30mA ∼G ×1:46.0ms 35.7ms ×5:7.7ms 11.1ms ×1:>300ms >300ms ↓L:27.0mA 27.0mA ✓ L PE N 229 0 230Oben

text_image
AUTO 30mA ∼G ↑x5: 7.7ms 11.1ms x%: >300ms >300ms I: 27.0mA 27.0mA Uc: 15.4V L PE N 230 0 230Unten
Abbildung 5.22: Zwei Teile des Ergebnisfelds beim RCD Auto-Test
Angezeigte Ergebnisse:
x1 ......Schritt 1 Auslösezeit (t×1, IΔN, 0°),
x1 ......Schritt 2 Auslösezeit (t ^x1 , IΔN, 180°),
x5 ......Schritt 3 Auslösezeit (t×5, 5×IΔN, 0°),
x5 ....Schritt 4 Auslösezeit (t×5, 5×lΔN, 180°),
x^1/2 ......Schritt 5 Auslösezeit ( t^×12 , 1/2× I N , 0^ ),
x½......Schritt 6 Auslösezeit (t×1/2, ½×IΔN, 180°),
I....Schritt 7 Abschaltstrom (0°)
I....Schritt 8 Abschaltstrom (180°)
Uc......Berührungsspannung bei Nennwert IΔN
Hinweise:
☐ Der Ablauf der automatischen Prüfung wird sofort abgebrochen, wenn ein fehlerhafter Zustand erkannt wird, z. B. zu hohe Uc oder Auslösezeit außerhalb der Grenzwerte.
☐ Die automatische Prüfung wird ohne die Prüfungen x5 beendet, falls die RCD Typen A, F mit Nennfehlerströmen von I n = 300 mA, 500 mA und 1000 mA geprüft werden. In diesem Fall ist das Prüfergebnis der automatischen Prüfung gut, wenn alle anderen Ergebnisse gut sind, und die Angaben für x5 werden weggelassen.
☐ Prüfungen auf Empfindlichkeit (I—, Schritte 7 und 8) werden bei selektiven RCD Typen weggelassen.
5.5 Fehlerschleifenimpedanz und Kurzschlussstrom
Eine Fehlerschleife ist eine Schleife, welche die Netzquelle, die Leitungsverdrahtung und den Schutzerde-Rückpfad zur Netzquelle umfasst. Das Instrument misst die Impedanz der Schleife und berechnet den Kurzschlussstrom. Die Messungen werden durch Anforderungen der Norm EN 61557-3 abgedeckt.
Weitere Informationen über die Tastenfunktionen finden Sie in Kapitel 4.2 „Funktionsauswahl“.

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Zloop Z: _ _ _ Ω Isc: _ _ A Lim: _ _ A L PE N 231 0 231Abbildung 5.23:
Fehlerschleifenimpedanz
Prüfparameter für die Fehlerschleifenimpedanzmessung
| Test | Auswahl der Unterfunktion Fehlerschleifenimpedanz [Zloop, Zs rcd] |
| Sicherungstyp | Auswahl des Sicherungstyps [---, NV, gG, B, C, K, D] |
| Sicherung I | Nennstrom der ausgewählten Sicherung |
| Sicherung T | Maximale Auslösezeit der gewählten Sicherung |
| Lim | Minimaler Kurzschlussstrom für die ausgewählte Sicherung |
Die Sicherungsreferenzdaten finden Sie in Anhang A.
Schaltungen für die Fehlerschleifenimpedanzmessung

text_image
L1 L2 L3 N PE Ro RE N/L2 PE/L3 L/L1 N PE L C1 P C2Abbildung 5.24: Anschließen des Stecker-Commanders und der 3-Leiter-Prüfleitung
Verfahren der Fehlerschleifenimpedanzmessung
□ Wählen Sie mit den Funktionswahltasten und den Tasten ▲/▽ die Unterfunktion Zloop oder Zs rcd.
□ Wählen Sie Prüfparameter (bei Bedarf).
□ Schließen Sie das Prüfkabel am Instrument an.
☐ Schließen Sie die Prüfleitungen am Prüfling an (siehe Abbildung 5.17 und 5.24).
☐ Drücken Sie die Taste TEST, um die Messung durchzuführen.
☐ Speichern Sie das Ergebnis durch Drücken der Taste MEM (optional).

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Z100P 9G 4A 5s z:4.16Ω ✓ Isc:55.3A Lim:18.7A L PE N 230 0 230Abbildung 5.25: Beispiel für das Ergebnis einer Schleifenimpedanzmessung
Angezeigte Ergebnisse:
Z ...... Fehlerschleifenimpedanz,
Isc .... Kurzschlussstrom
Lim ...... Unterer Grenzwert des unbeeinflussten Kurzschlussstroms
Der unbeeinflusste Fehlerstrom I PSC wird anhand der gemessenen Impedanz folgendermaßen berechnet:
$$ I _ {s c} = \frac {U n \times k _ {s c}}{Z} $$
wobei:
Un ..... U-PE-Nennspannung (siehe folgende Tabelle),
ksc ..... der Korrekturfaktor für Isc (siehe Kapitel 4.4.5).
| Un | Eingangsspannungsbereich (L-PE) |
| 110 V* | (93 V ≤ UL-PE ≤ 134 V) |
| 230 V* | (185 V ≤ UL-PE ≤ 266 V) |
Hinweise:
☐ Starke Schwankungen der Netzspannung können die Messergebnisse beeinflussen (das Zeichen für Rauschen wird im Meldungsfeld angezeigt). In diesem Fall wird empfohlen, einige Messungen zu wiederholen, um zu überprüfen, ob die Anzeigen stabil sind.
☐ Diese Messung löst in RCD-geschützten elektrischen Anlagen den RCD aus, wenn der Test Zloop ausgewählt wurde.
- Wählen Sie Zs RCD, um das Auslösen des RCDs in einer RCD-geschützten Anlage zu vermeiden.
5.6 Leitungsimpedanz und unbeeinflusster Kurzschlussstrom / Spannungsabfall
Die Leitungsimpedanz wird in Schleifen gemessen, die aus Netzspannungsquellen und den Leitern bestehen. Die Messung der Leitungsimpedanz entspricht den Anforderungen der Norm EN 61557-3.
Mit der Unterfunktion Spannungsabfall soll sichergestellt werden, dass eine Spannung in der Installation über akzeptablen Werten bleibt, wenn der höchste Strom im Stromkreis fließt. Der höchste Strom ist durch den Nennstrom der Sicherung im Stromkreis definiert. Die Grenzwerte sind in der Norm IEC 60364-5-52 beschrieben.
Unterfunktionen:
☐ Z LINE- Leitungsimpedanzmessung gemäß EN 61557-3
□ ΔU – Spannungsabfallmessung
Weitere Informationen über die Tastenfunktionen finden Sie in Kapitel 4.2 „Funktionsauswahl“.

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Zline Z: _ _ _ _ Ω Isc: _ _ _ A Lim: _ _ A L PE N 0 230 230Abbildung 5.26: Leitungsimpedanz

text_image
ΔU 4.0% NV 16A ΔU : ---% Isc : ---A Z : ---Ω Zref : ---Ω L PE N 108 0 108Abbildung 5.27: Spannungsabfall
Prüfparameter für die Leitungsimpedanzmessung
| Test | Auswahl der Unterfunktion Leitungsimpedanz [Zline] oder Spannungsabfall [ΔU] |
| SICHERUNGS-Typ | Auswahl des Sicherungstyps [---, NV, gG, B, C, K, D] |
| SICHERUNG I | Nennstrom der ausgewählten Sicherung |
| SICHERUNG T | Maximale Auslösezeit der gewählten Sicherung |
| Lim | Minimaler Kurzschlussstrom für die ausgewählte Sicherung |
Die Sicherungsreferenzdaten finden Sie in Anhang A.
Zusätzliche Prüfparameter für die Spannungsabfallmessung
| U_MAX | Maximaler Spannungsabfall [3.0 % ÷ 9.0 %] |
5.6.1 Leitungsimpedanz und unbeeinflusster Kurzschlussstrom
Schaltungen für das Messen der Leitungsimpedanz

text_image
L1 L2 L3 N PE Ro RE L/L1 PE/L3 N/L2 DN DPE DL L/L N/L2 PE/L3Abbildung 5.28: Phase-Neutralleiter- oder Phase-Phase-Leitungsimpedanzmessung – Anschließen des Stecker-Commanders und der 3-Leiter-Prüfleitung
Verfahren für die Leitungsimpedanzmessung
□ Wählen Sie die Unterfunktion aus.
□ Wählen Sie (optional) Prüfparameter aus.
□ Schließen Sie das Prüfkabel am Messgerät an.
☐ Schließen Sie die Prüfleitungen am Prüfling an (siehe Abbildung 5.28)
☐ Drücken Sie die Taste TEST, um die Messung durchzuführen.
□ Speichern Sie das Ergebnis durch Drücken der Taste MEM (optional).

text_image
Zline 9G 4A 5s z:4.13Ω ✓ Isc:55.7A Lim:18.7A L PE N 230 0 230
text_image
Zline C 32A 35ms z:0.28Ω ✓ Isc:1.43kA Lim:320.0A L PE N 172 203 372Abbildung 5.29: Beispiele für das Ergebnis einer Leitungsimpedanzmessung
Angezeigte Ergebnisse:
Z .... Leitungsimpedanz
Isc......unbeeinflusster Kurzschlussstrom
Lim ...... Unterer Grenzwert des unbeeinflussten Kurzschlussstroms
Der unbeeinflusste Kurzschlussstrom wird folgendermaßen berechnet:
$$ I _ {s c} = \frac {U n \times k _ {s c}}{Z} $$
wobei:
Un......Nennspannung L-N oder L1-L2 (siehe folgende Tabelle)
ksc ..... kK, Korrekturfaktor für Isc (siehe Kapitel 4.5.5).
| Un | Eingangsspannungsbereich (L-N oder L1-L2) |
| 110 V* | (93 V ≤ UL-N< 134 V) |
| 230 V* | (185 V ≤ UL-N≤ 266 V) |
| 400 V* | (321 V < UL-L≤ 485 V) |
Hinweis:
☐ Starke Schwankungen der Netzspannung können die Messergebnisse beeinflussen (das Zeichen für Rauschen wird im Meldungsfeld angezeigt). In diesem Fall wird empfohlen, einige Messungen zu wiederholen, um zu überprüfen, ob die Anzeigen stabil sind.
5.6.2 Spannungsabfall
Der Spannungsabfall wird anhand der Differenz zwischen der Leitungsimpedanz an den Anschlusspunkten (Steckdosen) und der Leitungsimpedanz am Referenzpunkt (in der Regel die Impedanz der Schaltanlage) berechnet.
Anschlüsse für die Messung des Spannungsabfalls

text_image
L1 L2 L3 N PE Ro RE Step 1 L1/L2/L3 PE N Step 2 L1/L2/L3 N PE L1 L2 L3 L2 L1Abbildung 5.30: Spannungsabfallmessungen zwischen Phase und Neutralleiter oder Phase und Phase – Anschluss des Commander-Prüfsteckers und der Dreileiter-Prüfleitung
Verfahren für die Spannungsabfallmessung
Schritt 1: Messen der Impedanz Zref am Ausgangspunkt
□ Wählen Sie mit den Funktionswahltasten und den Tasten ▲/▽ die Unterfunktion △U.
□ Wählen Sie Prüfparameter (bei Bedarf).
□ Schließen Sie das Prüfkabel am Messgerät an.
☐ Schließen Sie die Prüfleitungen am Referenzpunkt der elektrischen Anlage an, siehe Abbildung 5,30.
☐ Drücken Sie die Taste CAL, um die Messung durchzuführen.
Schritt 2: Messen des Spannungsabfalls
□ Wählen Sie mit dem Funktionswahlschalter und den Tasten ▲/▼ die Unterfunktion AU.
☐ Wählen Sie Prüfparameter aus (es muss der Sicherungstyp ausgewählt werden).
☐ Schließen Sie die Prüfleitungen oder den Commander-Prüfstecker am Prüfgerät an.
□ Schließen Sie die Prüfleitungen am Prüfpunkt an, (siehe Abbildung 5.30).
☐ Drücken Sie die Taste TEST, um die Messung durchzuführen.
☐ Speichern Sie das Ergebnis durch Drücken der Taste MEM (optional).

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ΔU 4.0% NU 4A + ΔU : ---% Isc : ---A Z : ---Ω Zref: 1.90Ω L PE N 111 0 112Schritt 1 - Zref

Schritt 2 - Spannungsabfall
Abbildung 5.31: Beispiele für das Ergebnis der Spannungsabfallmessung
Angezeigte Ergebnisse:
ΔU ...... Spannungsabfall
Isc......unbeeinflusster Kurzschlussstrom
Z .... Leitungsimpedanz an Stelle der Messung,
Zref ...... Referenzimpedanz
Der Spannungsabfall wird folgendermaßen berechnet:
$$ \Delta U \left[ \% \right] = \frac {(Z - Z _ {R E F}) \cdot I _ {N}}{U _ {N}} 1 0 0 $$
wobei:
ΔU ..... errechneter Spannungsabfall
Z......Impedanz am Prüfpunkt
Z_REF ......die Impedanz am Referenzpunkt
I_N ......Nennstrom der gewählten Sicherung
U_N ......Nennspannung (siehe nachstehende Tabelle)
| Un | Eingangsspannungsbereich (L-N oder L1-L2) |
| 110 V* | (93 V ≤ UL-PE < 134 V) |
| 230 V* | (185 V ≤ UL-PE ≤ 266 V) |
| 400 V* | (321 V < UL-N ≤ 485 V) |
Hinweise:
□ Wenn die Referenzimpedanz nicht eingestellt wird, wird 0,00 Ω als ZREF angenommen.
☐ Z REF wird gelöscht (auf 0,00 Ω eingestellt), wenn die Taste CAL gedrückt und am Instrument keine Spannung angelegt ist.
☐ I sc wird wie in Kapitel 5.6.1 zu Leitungsimpedanz und unbeeinflusstem Kurzschlussstrom beschrieben berechnet.
☐ Wenn die gemessene Spannung außerhalb der Bereiche in der obenstehenden Tabelle liegt, wird das Ergebnis von U nicht berechnet.
Starke Schwankungen der Netzspannung können die Messergebnisse beeinflussen (Das Zeichen „Rauschen“ wird im Meldungsfeld angezeigt). In diesem Fall wird empfohlen, einige Messungen zu wiederholen, um zu überprüfen, ob die Anzeigen stabil sind.
5.7 Erdungswiderstand
Der Erdungswiderstand ist einer der wichtigsten Parameter für den Schutz vor elektrischen Schlägen. Haupt-Erdungsanlagen, Blitzanlagen, örtliche Erdungen usw. können mit der Erdungswiderstandsprüfung überprüft werden. Die Messung entspricht der Norm EN 61557-5.
Weitere Informationen über die Tastenfunktionen finden Sie in Kapitel 4.2 „Funktionsauswahl“.

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EARTH RE 1Ω R: _ _ _ Ω Ro: _ _ Ω RP: _ _ ΩAbbildung 5.32: Erdungswiderstand
Prüfparameter für die Erdungswiderstandsmessung
Grenzwert Maximaler Widerstand [AUS, 1 Ω ÷ 5 kΩ]
Verbindungen für die Erdungswiderstandsmessung

text_image
black green blue E/ES H S Rc Rp RE MPEC >5d dAbbildung 5.33: Erdungswiderstand, Messung der Haupterdung der Anlage

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black green blue E/ES RE4 RE3 MPEC RE2 RE1 >5d H S P C2 Rc RpAbbildung 5.34: Erdungswiderstand, Messung einer Blitzschutzanlage
Übliches Messverfahren für die Erdungswiderstandsmessung
□ Wählen Sie mit den Funktionswahltasten die Funktion ERDE RE.
☐ Aktivieren Sie den Grenzwert und stellen Sie ihn ein (optional).
☐ Schließen Sie die Prüfleitungen am Messgerät an.
☐ Schließen Sie die Prüfleitungen am Prüfling an (siehe Abbildung 5.33 und 5.34).
☐ Drücken Sie die Taste TEST, um die Messung durchzuführen.
□ Speichern Sie das Ergebnis durch Drücken der Taste MEM (optional).

text_image
EARTH RE 18Ω R: 13.82Ω ✓ Ro: 1.9kΩ Rp: 0.0kΩAbbildung 5.35: Beispiel des Ergebnisses einer Erdungswiderstandsmessung
Angezeigte Ergebnisse für die Erdungswiderstandsmessung:
R...... Erdungswiderstand,
Rp...... Widerstand der S-Sonde (Potenzial),
Rc......Widerstand der H-Sonde (Strom).
Hinweise:
☐ Ein hoher Widerstand der Sonden S und H kann die Messergebnisse beeinflussen. In diesem Fall werden die Warnungen „Rp“ und „Rc“ angezeigt. In diesem Fall gibt es keine PASS/FAIL Anzeige.
☐ Hohe Störströme und -spannungen in der Erde könnten die Messergebnisse beeinflussen. Das Messgerät zeigt in diesem Fall den Warnhinweis 📋 an.
☐ Die Sonden müssen in ausreichendem Abstand vom gemessenen Objekt platziert werden.
5.8 PE-Prüfanschluss
Es ist möglich, dass am PE-Leiter oder anderen zugänglichen Metallteilen eine gefährliche Spannung anliegt. Dies ist eine sehr gefährliche Situation, da man davon ausgeht, dass der Schutzleiter und die Metallteile geerdet sind. Ein häufiger Grund für diesen Fehler ist eine falsche Verdrahtung (siehe nachstehendes Beispiel).
Beim Berühren der Taste TEST in allen Funktionen, für die ein Netzanschluss erforderlich ist, führt der Benutzer automatisch diese Prüfung durch.
Beispiele für das Verwenden der Schutzleiter-Prüfklemme

text_image
L1 N PE Reversed phase and protection conductors! THE MOST DANGEROUS SITUATION!Abbildung 5.36: Vertauschte L- und Schutzleiter (Stecker-Commander)

text_image
L1 N PE PE/L3 N/L2 Reversed phase and protection conductors. MOST DANGEROUS SITUATION! L1 PENAbbildung 5.37: Vertauschte Leiter L- und Schutzleiter (Verwendung der 3-Leiter-Prüfleitung)
Prüfverfahren für den PE-Anschluss
☐ Schließen Sie das Prüfkabel am Messgerät an.
☐ Schließen Sie die Prüfleitungen am Prüfling an, (siehe Abbildung 5.36 und 5.37).
☐ Berühren Sie mindestens eine Sekunde lang die PE-Prüfsonde (die Taste TEST).
☐ Wenn der PE-Anschluss an die Phasenspannung angeschlossen ist, wird die Warnmeldung angezeigt, der Summer des Geräts aktiviert und weitere Messungen in den Funktionen Zloop und RCD deaktiviert.
Warnung:
☐ Wenn an der getesteten Schutzleiterklemme eine gefährliche Spannung erkannt wird, beenden Sie umgehend alle Messungen, und suchen und beseitigen Sie den Fehler!
Hinweise:
☐ Der PE-Prüfanschluss ist im Betriebsmodus INSTALLATION aktiv (mit Ausnahme der Funktionen SPANNUNG, Niederohmig, Erdung, Isolierung).
☐ Der PE-Prüfanschluss funktioniert nicht, wenn der Körper des Bedieners vollständig gegen Boden und Wände isoliert ist.
Informationen zum Betrieb des PE-Prüfanschlusses am Commander finden Sie im Anhang D Commander.
6 Solarmessungen - PV-Systeme
Mit diesem Messgerät können folgende Messungen zur Prüfung und Fehlerbehebung von PV-Installationen durchgeführt werden:
□ Isolationswiderstand von PV-Systemen
□ PV-Wechselrichterprüfung
□ PV-Modulprüfung
□ Umgebungsparameter
□ Leerlaufspannung und Kurzschlussprüfung
□ U-I Kennlinie Messung
6.1 Isolationswiderstand von PV-Systemen
Die Messung des Isolationswiderstands wird durchgeführt, um die Sicherheit gegen elektrischen Schlag durch Isolationsfehler zwischen stromführenden Teilen von PV-Anlagen und Erde zu gewährleisten.
Die Messung erfolgt nach Test Methode 1 in der IEC/EN 62446 (Test zwischen Modul / String / Array negativ und Erde, gefolgt von einer Prüfung zwischen Modul / String /Array positiv und Erde).
Weitere Informationen über die Tastenfunktionen finden Sie in Kapitel 4.2 „Funktionsauswahl“. Die Eingangsspannung wird angezeigt, um den ordnungsgemäßen Anschluss vor der Durchführung des Tests zu überprüfen.

text_image
Roc+ 500V __MΩ Roc*:______________MΩ Um:_____________U U:0.0VAbbildung 6.1: Isolationswiderstand
Prüfparameter für die Isolationswiderstandsmessung an PV-Systemen
| TEST | Roc-, Roc+ |
| Uiso | Prüfspannung [50 V, 100 V, 250 V, 500 V, 1000 V] |
| Grenzwert | Min. Isolationswiderstand [AUS, 0,01 MΩ ÷ 200 MΩ] |
Prüfparameter für die Isolationswiderstandsmessung an PV-Systemen

Abbildung 6.2: Anschlüsse zur Messung des Isolationswiderstands an PV-Systemen
Verfahren bei der Isolationswiderstandsmessung
□ Wählen Sie die Unterfunktion Roc- mit Hilfe der Funktionswahltasten und den A/√ Tasten.
□ Stellen Sie die erforderliche Prüfspannung ein.
☐ Aktivieren Sie den Grenzwert und stellen Sie ihn ein (optional).
☐ Schließen Sie die PV-Sicherheits-Sonde an das Prüfgerät an (siehe Abbildung 6.2).
☐ Schließen Sie die Zubehörteile an das PV-System an (siehe Abbildung 6.2).
☐ Drücken Sie die TEST-Taste, um die Messung durchzuführen (kurzer Doppeldruck für kontinuierliche Messung und späterer Druck zum Beenden der Messung).
☐ Warten Sie im Anschluss an die Messung, bis die zu prüfende Anlage vollständig entladen wurde.
□ Speichern Sie das Ergebnis durch Drücken der Taste MEM (optional).
□ Wählen Sie die Unterfunktion Roc+ mit den Tasten ▲/▼ aus.
☐ Schließen Sie die DC+-Leitung erneut an (siehe Abbildung 6.2).
☐ Drücken Sie die TEST-Taste, um die Messung durchzuführen (kurzer Doppeldruck für kontinuierliche Messung und späterer Druck zum Beenden der Messung).
☐ Warten Sie im Anschluss an die Messung, bis die zu prüfende Anlage vollständig entladen wurde.
□ Speichern Sie das Ergebnis durch Drücken der Taste MEM (optional).


Abbildung 6.3: Beispiele für Ergebnisse von Isolierungswiderstandsmessungen
Angezeigte Ergebnisse:
Roc+, Roc- ......Insolierungswiderstand
Um......Prüfspannung – aktueller Wert
U....Tatsächliche Spannung an den Testeingängen
6.2 PV-Wechselrichterprüfung
Diese Prüfung ist dafür gedacht, die korrekte Funktionstüchtigkeit des PV-Wechselrichters zu prüfen. Folgende Funktionen werden unterstützt:
□ Messung der DC-Werte am Eingang des Wechselrichters und der AC-Werte am Ausgang des Wechselrichters.
□ Berechnung des Effizienzwertes des Wechselrichters.
Mit dem EurotestPV Prüfgerät kann ein DC- und ein AC-Signal gleichzeitig gemessen werden.
Bei 3-Phasen Wechselrichtern können mit einer Kombination aus einem Metrel Leistungsmesser und dem EurotestPV Prüfgerät ein DC- und drei AC-Signale gleichzeitig gemessen werden. Während der Messung müssen der Leistungsmesser und das EurotestPV Prüfgerät über ein serielles Kabel oder eine Bluetooth-Verbindung verbunden sein. Am Ende der Messung werden die Ergebnisse vom Leistungsmesser an das EurotestPV Prüfgerät gesendet und dort angezeigt.
Weitere Informationen über die Tastenfunktionen finden Sie in Kapitel 4.2 „Funktionsauswahl“. Die Eingangsspannung wird angezeigt, um den ordnungsgemäßen Anschluss vor der Durchführung des Tests zu überprüfen.



Abbildung 6.4: Beispiele für Startbildschirme für PV-Wechselrichterprüfung - Einphasen AC Ausgang


Abbildung 6.5: Beispiele für Startbildschirme für PV-Wechselrichterprüfung - Dreiphasen AC Ausgang
Einstellungen und Parameter für PV-Wechselrichterprüfungen
Eingang Ein- / Ausgänge die gemessen werden [AC, DC, AC / DC, AC3, AC3 / DC]
Anschlüsse für die PV-Wechselrichterprüfung

text_image
AC SWITCH L1 L2 L3 N ~ + - + + - + DC SWITCH + - + - + - + - + - + - + - + - + - + - + - + - + - + - + - + - + - + - + - + - + - + - + - + - + - + - + - + - + - + - + - + - + - + - + - + - + - + - + - + - + - + - + - + - + - + - + - + - + - + - + -Abbildung 6.6: PV-Wechselrichterprüfung - DC Seite

flowchart
graph LR
A["AC SWITCH"] -->|L1| B["Measurement Instrument"]
B --> C["~"]
C --> D["DC SWITCH"]
D --> E["Output 1"]
D --> F["Output 2"]
D --> G["Output 3"]
D --> H["Output 4"]
style A fill:#f9f,stroke:#333
style D fill:#bbf,stroke:#333
style E fill:#dfd,stroke:#333
style F fill:#dfd,stroke:#333
style G fill:#dfd,stroke:#333
style H fill:#dfd,stroke:#333
Abbildung 6.7: PV-Wechselrichterprüfung - AC Seite

text_image
AC SWITCH L1 L2 L3 N ~ A 1385 DC SWITCH 1 o C1 P C2Abbildung 6.8: PV-Wechselrichterprüfung - AC und DC Seite

flowchart
graph TD
A["AC SWITCH"] -->|L1| B["~"]
B --> C["DC SWITCH"]
C --> D["RS232"]
D --> E["or"]
E --> F["RS232"]
style A fill:#f9f,stroke:#333
style C fill:#ccf,stroke:#333
style D fill:#cfc,stroke:#333
style E fill:#fcc,stroke:#333
linkStyle 0 stroke:#000,stroke-width:2px
linkStyle 1 stroke:#000,stroke-width:2px
linkStyle 2 stroke:#000,stroke-width:2px
linkStyle 3 stroke:#000,stroke-width:2px
linkStyle 4 stroke:#000,stroke-width:2px
linkStyle 5 stroke:#000,stroke-width:2px
linkStyle 6 stroke:#000,stroke-width:2px
linkStyle 7 stroke:#000,stroke-width:2px
linkStyle 8 stroke:#000,stroke-width:2px
linkStyle 9 stroke:#000,stroke-width:2px
linkStyle 10 stroke:#000,stroke-width:2px
linkStyle 11 stroke:#000,stroke-width:2px
linkStyle 12 stroke:#000,stroke-width:2px
linkStyle 13 stroke:#000,stroke-width:2px
linkStyle 14 stroke:#000,stroke-width:2px
linkStyle 15 stroke:#000,stroke-width:2px
linkStyle 16 stroke:#000,stroke-width:2px
linkStyle 17 stroke:#000,stroke-width:2px
linkStyle 18 stroke:#000,stroke-width:2px
linkStyle 19 stroke:#000,stroke-width:2px
linkStyle 20 stroke:#000,stroke-width:2px
Abbildung 6.9: PV-Wechselrichterprüfung - 3-Phasen AC Seite

flowchart
graph TD
A["AC SWITCH"] --> B["L1"]
B --> C["~"]
C --> D["DC SWITCH"]
D --> E["+"]
D --> F["+"]
D --> G["+"]
D --> H["+"]
B --> I["L2"]
B --> J["L3"]
B --> K["N"]
I --> L["L3C"]
I --> M["B"]
I --> N["L2"]
J --> O["L1A"]
K --> P["+"]
L --> Q["+"]
M --> R["+"]
N --> S["+"]
O --> T["+"]
P --> U["C1"]
Q --> V["C2"]
R --> W["+"]
S --> X["+"]
T --> Y["+"]
U --> Z["or"]
V --> AA["or"]
W --> AB["or"]
X --> AC["or"]
Y --> AD["or"]
Abbildung 6.10: PV-Wechselrichterprüfung - 3-Phasen AC und DC Seiten
Prüfverfahren für PV-Wechselrichter (mit EurotestPV Prüfgerät)
□ Wählen Sie mit den Funktionswahltasten und den Tasten ▲/▼ die Unterfunktion WANDLER.
☐ Schließen Sie die PV-Sicherheits-Sonde und die Stromzange an das Messgerät an (siehe Abbildungen 6.6 und 6.7) oder
☐ Schließen Sie die PV-Prüfleitung A 1385 und die Stromzangen an das Messgerät an (siehe Abbildung 6.8)
☐ Schließen Sie die Zubehörteile an das PV-System an (siehe Abbildung 6.6 bis 6.8).
□ Prüfen Sie die Eingangsspannungen.
☐ Drücken Sie die Taste TEST, um die Messung durchzuführen.
☐ Speichern Sie das Ergebnis durch Drücken der Taste MEM (optional).
Prüfverfahren für PV-Wechselrichter (mit EurotestPV Prüfgerät und Metrel Leistungsmesser)
Hinweis:
☐ Die Kommunikationseinstellungen von Metrel Leistungsmesser müssen folgende sein:
Source = RS232
Baud Rate = 9600
□ Wählen Sie mit den Funktionswahltasten und den Tasten ▲/▽ die Unterfunktion WANDLER.
☐ Stellen Sie sicher, dass das EurotestPV-Prüfgerät und der Leistungsmesser über ein serielles Kabel oder Bluetooth verbunden sind.
☐ Schließen Sie die PV-Sicherheits-Sonde und die DC Stromzange an das EurotestPV Prüfgerät an (siehe Abbildungen 6.9 und 6.10) oder
☐ Schließen Sie die Spannungsprüfleitungen und die AC Stromzangen an den Leistungsmesser an.
☐ Schließen Sie die Spannungsprüfleitungen an der Ausgangsseite des Wechselrichters an L1, L2, L3 und N an (siehe Abbildungen 6.9 und 6.10).
☐ Schließen Sie die Zubehörteile an das PV-System an (siehe Abbildungen 6.9 und 6.10).
☐ Überprüfen Sie die Eingangsspannungen am Prüfgerät und die Messergebnisse am Leistungsmesser (am besten im Menü Leistungsmessungen).
☐ Drücken Sie die Taste TEST, um die Messung durchzuführen. Die Ergebnisse beider Instrumente werden auf dem EurotestPV-Bildschirm angezeigt. Die detaillierten Ergebnisse der AC Messung werden auch auf dem Leistungsmesser angezeigt.
Speichern Sie das Ergebnis durch Drücken der Taste MEM (optional).



Abbildung 6.11: Beispiele für Startbildschirme für PV-Wechselrichterprüfung - 1-Phasen AC Ausgang


Abbildung 6.12: Beispiele für Startbildschirme für PV-Wechselrichterprüfung - 3-Phasen AC Ausgang
| POWER METER | 人 | 100% | |||
| L1 | L2 | L3 | Total | ||
| p | 10.75 | 10.92 | -22.06 | -0.39 kW | |
| Q | 18.69 | -18.72 | 0.67 | 0.64 %Ar | |
| S | 21.56 | 21.67 | 22.07 | 0.75 %A | |
| pf | +0.49i | +0.50c | -0.99c | -0.52c | |
| dpf | +0.49i | +0.50c | -1.00c | ||
| U | 234.5 | 235.8 | 235.8 | V | |
| I | 91.93 | 91.90 | 93.61 | A | |
| HOLD | 123 mA | ||||
Abbildung 6.13: Beispiele für Leistungsmesser Ergebnisbildschirm - 3-Phasen AC Ausgang
Angezeigte Ergebnisse für die PV-Wechselrichterprüfung:
DC Spalte:
U...... gemessene Spannung am Eingang des Wechselrichters
I ...... gemessener Strom am Eingang des Wechselrichters
P ...... gemessene Leistung am Eingang des Wechselrichters
AC Spalte:
U...... gemessene Spannung am Ausgang des Wechselrichters
I ...... gemessener Strom am Ausgang des Wechselrichters
P ...... gemessene Leistung am Ausgang des Wechselrichters
AC (3-Phasen Leistung) Spalte
Pt......gemessene Gesamtleistung am Ausgang des Wechselrichters
P1......gemessene Leistung von Phase 1 am Ausgang des Wechselrichters
P2......gemessene Leistung von Phase 2 am Ausgang des Wechselrichters
P3......gemessene Leistung von Phase 3 am Ausgang des Wechselrichters
η... ...... berechneter Wirkungsgrad des Wechselrichters
Hinweise:
Mit einer Stromzange kann die gesamte Prüfung in zwei Schritten durchgeführt werden. Der Eingang sollte getrennt auf DC und AC eingestellt werden.
☐ Für die AC/DC-WECHSELRICHTER Prüfung muss die Prüfleitung A 1385 mit Sicherung verwendet werden!
- Weitere Informationen zum Messen und Einrichten des Metrel Leistungsmessers finden Sie in der Bedienungsanleitung der Metrel Leistungsmesser. Wenden Sie sich an Metrel oder Ihren Händler, um detaillierte Informationen zu erhalten, welche Metrel-Leistungsmesser für diese Messung geeignet sind
6.3 PV-Modulprüfung
Die PV-Modulprüfung soll den ordnungsgemäßen Betrieb der PV-Module (Panel) überprüfen. Folgende Funktionen werden unterstützt:
□ Messung der Ausgangsspannung, des Ausgangsstroms und der Ausgangsleistung des PV-Moduls,
□ Vergleich der gemessenen Ausgangswerte (MESS-Werte) und der berechneten Nenndaten (STC-Werte)
□ Vergleich der gemessenen PV-Ausgangsleistung (Pmess) und der theoretischen Ausgangsleistung (Ptheo)
Die Ergebnisse der PV-Modulprüfung werden auf drei Anzeigebildschirme aufgeteilt. Weitere Informationen über die Tastenfunktionen finden Sie in Kapitel 4.2 „Funktionsauswahl“. Die Eingangsspannung wird angezeigt, um den ordnungsgemäßen Anschluss vor der Durchführung des Tests zu überprüfen.



Abbildung 6.14: Startbildschirme PV-Modulprüfung
Anschlüsse des PV-Moduls

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L1 L2 L3 N + - + - DC SWITCH 1.0 + - + - + - + - + - + - + - + - + - + - + - + - + - + - + - + - + - + - + - + - + - + - + - + - + - + - + - + - + - + - + - + - + - + - + - + - + - + - + - + - + - + - + - + - + - + - + - + - + - + - + -Abbildung 6.15: PV-Modulprüfung
PV-Modulprüfungs-Verfahren
□ Wählen Sie mit den Funktionswahltasten die Unterfunktion PANEL 1/3 aus.
☐ Schließen Sie die PV-Sicherheits-Sonde, die Stromzangen und die Sensoren an das Prüfgerät an.
☐ Schließen Sie das zu prüfende PV-System an (siehe Abbildung 6.15).
□ Prüfen Sie die Eingangsspannung.
☐ Drücken Sie die Taste TEST, um die Messung durchzuführen.
☐ Speichern Sie das Ergebnis durch Drücken der Taste MEM (optional).



Abbildung 6.16: Beispiele für PV-Messergebnisse
Angezeigte Ergebnisse:
MESS Spalte
U...... gemessene Ausgangsspannung des Moduls
I ...... gemessener Ausgangsstrom des Moduls
P ...... gemessene Ausgangsleistung des Moduls
STC Spalte
U...... berechnete Ausgangsspannung des Moduls unter STC
I ...... berechneter Ausgangsstrom des Moduls unter STC
P ...... berechnete Ausgangsleistung des Moduls unter STC
Pstc......gemessene Ausgangsleistung des Moduls unter STC
Umax ..... Nennwert der Ausgangsleistung des Moduls unter STC
η1..... Effizienz des Moduls bei STC
Pmess.....gemessene Ausgangsleistung des Moduls unter den aktuellen Bedingungen
Pmess.....berechnete theoretische Ausgangsleistung des Moduls unter den aktuellen Bedingungen
η2......berechneter Effizienzwert des Moduls unter den aktuellen Bedingungen (vereinfachte Methode, siehe Anhang E)
Hinweise:
☐ Bevor Sie PV-Messungen starten, müssen die Einstellungen für den PV-Modultyp und die PV-Prüfparameter geprüft werden.
☐ Zur Berechnung der STC-Ergebnisse müssen PV-Modultyp, PV-Prüfparameter, Uoc-, Isc-, Irr- und Tcell-Werte vor dem Test gemessen oder manuelle eingegeben werden. Die Ergebnisse in ENV. und Uoc/Isc-Menüs werden berücksichtigt. Wenn im Uoc/Isc-Menü keine Ergebnisse vorhanden sind, werden die Ergebnisse im I-V-Menü herangezogen.
☐ Die Messung von Uoc, Isc, Irr und T sollte unmittelbar vor der MODUL Prüfung durchgeführt werden. Die Umgebungsbedingungen sollten während der Prüfung stabil sein.
☐ Um optimale Ergebnisse zu erhalten, sollte die Ferneinheit A 1378 PV verwendet werden.
6.4 Messen der Umgebungsparameter
Temperatur und Solar-Bestrahlungsstärke müssen bekannt sein für:
□ Berechnung der Nennwerte bei Standardprüfbedingungen (STC),
☐ Prüfen, ob sich die Umgebungsbedingungen für PV-Prüfungen eignen.
Die Parameter können gemessen oder manuell eingegeben werden. Die Sensoren können an das Prüfgerät oder an die PV-Remote-Einheit A 1378 angeschlossen werden.
Weitere Informationen über die Tastenfunktionen finden Sie in Kapitel 4.2 „Funktionsauswahl“.

Abbildung 6.17: Bildschirm Umgebungsparameter
Prüfparameter für die Messung / Einstellung der Umgebungsparameter
EINGABE Eingabe von Umweltdaten [MESS, MANUEL]
Anschlüsse zur Messung der Umgebungsparameter

Abbildung 6.18: Messung der Umgebungsparameter
Verfahren zur Messung der Umgebungsparameter
□ Wählen Sie mit den Funktionswahltasten und den Tasten ▲/▼ die Funktion ENV. sowie die Unterfunktion MEAS.
☐ Schließen Sie die Umgebungssensoren an das Prüfgerät an (siehe Abbildung 6.18).
☐ Schließen Sie den Prüfling an (siehe Abbildung 6.13).
☐ Drücken Sie die Taste TEST, um die Messung durchzuführen.
☐ Speichern Sie das Ergebnis durch Drücken der Taste MEM (optional).

Abbildung 6.19: Beispiel für die Messergebnisse
Angezeigte Ergebnisse der Umgebungsparameter:
Irr....Solar-Bestrahlungsstärke
Tamb oder Tcell....Temperatur der Umgebung bzw. der PV-Zellen
Anmerkung:
- Wenn das Ergebnis der Bestrahlungsstärke geringer ist als der eingestellte Mindestwert Irr min, werden die STC-Ergebnisse nicht berechnet (Meldung Irr<Irr min! wird angezeigt).
Verfahren zur manuellen Eingabe der Umgebungsparameter
Wenn die Daten mit anderen Geräten gemessen werden, können diese auch manuell eingegeben werden. Wählen Sie mit den Funktionswahltasten und den Tasten NACH OBEN/NACH UNTEN die Funktion ENV. sowie die Unterfunktion MANUELL.
Tasten:
| TEST | Ruft das Menü Manuelle Einstellung der Umgebungsparameterauf.Ruft das Menü zur Änderung der ausgewählten Parameter auf.Bestätigt die Einstellwerte für die Parameter. |
| ▲ / ▼ | Wählt die Umgebungsparameter aus.Wählt die Werte für die Parameter aus. |
| Funktionsauswahl | Verlässt das Menü und wählt PV-Messung. |

Abbildung 6.20: Beispiel für manuell eingegebene Ergebnisse
Angezeigte Ergebnisse der Umgebungsparameter:
Irr....Solar-Bestrahlungsstärke
Tamb oder Tcell....Temperatur der Umgebung bzw. der PV-Zellen
Anmerkung:
☐ Umgebungsparameter werden beim Aufrufen des INSTALLATION- oder POWER-Prüfmodus oder beim Ausschalten des Instruments gelöscht
Betrieb mit der PV Ferneinheit A1378
Siehe Handbuch PV Ferneinheit.
6.5 Uoc/Isc Messung
Die Uoc/Isc-Prüfung ist dafür vorgesehen, die Schutzanlagen in den Gleichstromteilen der PV-Installation auf Ihre Funktionstüchtigkeit zu prüfen. Die gemessenen Daten können als Nennwerte berechnet werden (STC-Werte).
Weitere Informationen über die
Tastenfunktionen finden Sie in Kapitel 4.2
„Funktionsauswahl“.

Abbildung 6.21: Uoc/Isc Prüfung
Die Eingangsspannung wird angezeigt, damit vor der Prüfung ein korrekter Anschluss bestätigt werden kann.
Anschlüsse für die Uoc/lsc-Prüfung

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L1 L2 L3 N DC SWITCH 1 0 C1 P C2Abbildung 6.22: Uoc/Isc Prüfung
Uoc/Isc Prüfverfahren
□ Wählen Sie mit den Funktionswahltasten und den Tasten ▲/▽ die Unterfunktion Uoc/Isc aus.
☐ Schließen Sie den PV-Sicherheitssensor und die Sensoren (optional) an das Messgerät an.
☐ Schließen Sie den Prüfling an (siehe Abbildung 6.22).
□ Prüfen Sie die Eingangsspannung.
☐ Drücken Sie die Taste TEST, um die Messung durchzuführen.
☐ Speichern Sie das Ergebnis durch Drücken der Taste MEM (optional).

Abbildung 6.23: Beispiele für Uoc/Isc-Messergebnisse
Angezeigte Ergebnisse einer Uoc / Isc-Messung:
MESS Spalte
Uoc ...... gemessene Leerlaufspannung des Moduls
Isc...... gemessener Kurzschlussstrom des Moduls
STC Spalte
Uoc ...... berechnete Leerlaufspannung unter STC
Isc...... berechneter Kurzschlussstrom unter STC
Hinweise:
☐ Bevor Sie PV-Messungen starten, müssen die Einstellungen für den PV-Modultyp und die PV-Prüfparameter geprüft werden.
- Zur Berechnung der STC-Ergebnisse müssen die korrekten Angaben für PV-Modultyp, PV-Prüfparameter, Irr und T (Umgebung und Zelle) gemessen oder eingegeben werden, bevor Sie die Prüfung durchführen. Die Irr- und T-Ergebnisse aus dem Menü ENV werden berücksichtigt. Weitere Informationen finden Sie in Anhang E.
☐ Die Messung von Uoc, Isc, Irr und T sollte unmittelbar vor der Uoc / Isc Prüfung durchgeführt werden. Die Umgebungsbedingungen sollten während der Prüfung stabil sein.
□ Um optimale Ergebnisse zu erhalten, sollte die Ferneinheit A 1378 PV verwendet werden.
6.6 Messung der U-I-Kennlinie
Die Messung der U-I-Kennlinie ist dafür gedacht, die PV-Module auf korrekte Funktion zu prüfen. Dabei können verschiedene Probleme an den PV-Modulen (Störung an einem PV-Modulbauteil/-string, Schmutz, Schatten etc.) auftreten.



Abbildung 6.24: Startbildschirme für U-I-Kennlinien
Die zu messenden Daten werden auf drei Anzeigebildschirme aufgeteilt. Weitere Informationen über die Tastenfunktionen finden Sie in Kapitel 4.2 „Funktionsauswahl“.
Einstellparameter für U-I-Kennlinien Prüfung
| 1/3 | Bildschirm Nummer |
| STC | Anzuzeigende Ergebnisse (STC, gemessen, beide). |
Anschluss für U-I-Kennlinien Prüfung

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L1 L2 L3 N + - + - DC SWITCH 1 0 + - + - + - + - + - + - + - + - + - + - + - + - + - + - + - + - + - + - + - + - + - + - + - + - + - + - + - + - + - + - + - + - + - + - + - + - + - + - + - + - + - + - + - + - + - + - + - + - + - + - + -Abbildung 6.25: Messung der U-I-Kennlinie
Prüfverfahren U-I-Kennlinie
□ Wählen Sie die Unterfunktion I/U mit Hilfe der Funktionswahltasten und den A/Y Tasten.
☐ Überprüfen Sie oder stellen Sie das PV-Modul, die PV-Prüfparameter und Grenzwerte (optional) ein.
☐ Schließen Sie den PV-Sicherheitssensor an das Prüfgerät an.
☐ Schließen Sie die Umgebungssensoren an das Prüfgerät an (optional).
☐ Schließen Sie den Prüfling an (siehe Abbildung 6.25).
☐ Drücken Sie die Taste TEST, um die Messung durchzuführen.
Speichern Sie das Ergebnis durch Drücken der Taste MEM (optional).



Abbildung 6.26: Beispiel für U-I-Kennlinien Messergebnisse
Anzeigeergebnisse für U-I-Kennlinien Prüfung
Uoc ...... gemessene / STC Leerlaufspannung des Moduls Isc...... gemessener / STC Kurzschlussstrom des Moduls Umpp ...... gemessene / STC Spannung bei maximalem Leistungspunkt Impp ...... gemessener / STC Strom bei maximalem Leistungspunkt Pmpp ...... gemessene / STC maximale Ausgangsleistung des Moduls
Hinweise:
☐ Bevor Sie PV-Messungen starten, müssen die Einstellungen für den PV-Modultyp und die PV-Prüfparameter geprüft werden.
☐ Zur Berechnung der STC-Ergebnisse müssen die korrekten Angaben für PV-Modultyp, PV-Prüfparameter, Irr und T (Umgebung und Zelle) gemessen oder eingegeben werden, bevor Sie die Prüfung durchführen. Die Irr- und T-Ergebnisse aus dem Menü ENV werden berücksichtigt. Weitere Informationen finden Sie in Anhang E.
☐ Die Messungen von Irr und T sollten unmittelbar vor der I-U Kennlinien Messung durchgeführt werden. Die Umgebungsbedingungen sollten während der Prüfung stabil sein.
☐ Um optimale Ergebnisse zu erhalten, sollte die Ferneinheit A 1378 PV verwendet werden.
6.7 Messung der Zelltemperatur vor der Prüfung
Die Norm IEC 61829 empfiehlt ein Verfahren zur Auswahl und Aufzeichnung geeigneter Messbedingungen. Eine der Empfehlungen ist, dass die Temperatur des PV-Arrays vor der Prüfung ausgeglichen werden muss. In Kombination mit der A 1378 EurotestPV Ferneinheit können die gemessenen Zelltemperaturen 0 min, 5 min, 10 min und 15 min
vor den PV-Prüfungen (U-I-Kennlinie, Uoc / Isc-Test und PV Modul Prüfung) gespeichert werden.
Die Zelltemperatur sollte vor der PV-Prüfung mit dem A 1378 gemessen werden. Nach der Synchronisation der Ergebnisse zwischen dem Prüfgerät und dem A 1378, ermöglicht das Prüfgerät das Hinzufügen von vor der Prüfung gespeicherten Temperaturwerten U-I-Kennlinie, Uoc / Isc- und PV-Modul Prüfergebnissen.
Die Ergebnisse können auf Speicherabrufbildschirmen angezeigt werden (weitere Informationen finden Sie unter 8.4 Abrufen von Testergebnissen).

Abbildung 6.27: Beispiel der Zelltemperatur vor dem Prüfungsergebnisbildschirm
Angezeigte Ergebnisse:
T15......Zelltemperatur 15 Minuten vor der PV-Prüfung
T10......Zelltemperatur 10 Minuten vor der PV-Prüfung
T5......Zelltemperatur 5 Minuten vor der PV-Prüfung
T0......Zelltemperatur exakt vor Beginn der PV-Prüfung
7 Messungen - Leistung und Energie
Einphasen Leistungsmessungen und -prüfungen (Unterfunktionen) können mit dem EurotestPV-Gerät durchgeführt werden. Hauptmerkmale sind:
□ Messung der Standardleistungsparameter,
☐ Oberwellenanalyse für Spannung und Strom,
□ Anzeige der Wellenformen für Spannung und Strom,
□ Energiezählung.
7.1 Leistung
Die Funktion Leistung ist dafür vorgesehen, die Standardparameter für die Leistung P, Q, S, THDU und PF zu messen.
Weitere Informationen über die Tastenfunktionen finden Sie in Kapitel 4.2 „Funktionsauswahl“.

Abbildung 7.1: Leistungsmenü
Einstellungen und Parameter für den Leistungstest In diesem Menü können keine Parameter eingestellt werden.
Anschluss für den Leistungstest

Abbildung 7.2: Leistungsmessung
Leistungsprüfverfahren
□ Wählen Sie mit den Funktionswahltasten und den Tasten ▲/▼ die Unterfunktion LEISTUNG.
☐ Schließen Sie die Spannungsprüfleitungen und die Stromzange am Instrument an.
☐ Schließen Sie die Spannungsmessleitungen und die Stromzange am Prüfling an (siehe Abbildung 7.2).
☐ Drücken Sie die Taste TEST, um die kontinuierliche Messung zu starten.
Drücken Sie die Taste TEST noch einmal, um die Messung zu beenden.
□ Speichern Sie das Ergebnis durch Drücken der Taste MEM (optional).

Abbildung 7.3: Ergebnisse der Leistungsmessung
Anzeigeergebnisse für Leistungsmessungen
P ...... Wirkleistung
S .... Scheinleistung
Q ...... Blindleistung (kapazitiv oder induktiv)
LF......Leistungsfaktor (kapazitiv oder induktiv)
THDU.....Spannungskirrfaktor/ Gesamtverzerrung durch Oberwellen
Hinweise:
□ Beachten Sie die Polarität und die Einstellungen der Stromzangen (siehe Kapitel 4.4.8 Einstellungen der Stromzangen).
☐ Die Ergebnisse könne auch während der Messungen gespeichert werden.
7.2 Oberschwingungen
Harmonische sind Bestandteile des Spannungs- und des Stromsignals, die mit einem ganzzahligen Vielfachen der Grundfrequenz schwingen. Die Harmonischenwerte sind ein bedeutender Parameter der Leistungsqualität.
Weitere Informationen über die
Tastenfunktionen finden Sie in Kapitel 4.2 „Funktionsauswahl“.

Abbildung 7.4:
Oberschwingungsmenü
Einstellungen und Parameter der Funktion Oberwellen
| Eingang | Angezeigte Parameter [ Spannung U oder Strom I] |
| h:0..h:11 | Ausgewählte Oberwelle |
Anschluss für die Messung von Oberwellen
(Siehe Abbildung 7.2)
Verfahren zur Messung der Oberwellen
□ Wählen Sie mit den Funktionswahltasten und den Tasten ▲/▼ die Unterfunktion HARMONISCHE.
☐ Schließen Sie die Spannungs-Prüfleitungen und die Stromzange an das Prüfgerät an.
☐ Schließen Sie die Spannungsmessleitungen und die Stromzange am Prüfling an (siehe Abbildung 7.2).
☐ Drücken Sie die Taste TEST, um die kontinuierliche Messung zu starten.
Drücken Sie die Taste TEST noch einmal, um die Messung zu beenden.
□ Speichern Sie das Ergebnis durch Drücken der Taste MEM (optional).


Abbildung 7.5: Beispiele für die Ergebnisse der Oberschwingungsmessung
Anzeigeergebnisse für Oberwellenmessungen
Uh......TRMS Spannung der ausgewählten Oberwelle
Ih ...... TRMS Strom der ausgewählten Oberwelle
THDU.....Spannungskirrfaktor/ Gesamtverzerrung durch Oberwellen
THDI..... Spannungskirrfaktor/ Gesamtverzerrung durch Oberwellen
Hinweise:
☐ Die Parameter (Eingangswert und Oberwellenzahl) können geändert werden und können zudem während der Messung gespeichert werden.
□ Das Anzeigediagramm wählt den Bereich automatisch.
7.3 Oszilloskop
Die Funktion Oszilloskop ist dafür ausgelegt, die Form der Spannung und des Stroms zu prüfen.
Weitere Informationen über die Tastenfunktionen finden Sie in Kapitel 4.2 „Funktionsauswahl“.

Abbildung 7.6: Menü Oszilloskop
Einstellungen und Parameter der Funktion Oszilloskop
Eingang | Angezeigte Parameter [Spannung U oder Strom I oder U, I]
Anschluss für die Oszilloskop-Messung
(Siehe Abbildung 7.2)
Verfahren der Oszilloskop-Messung
□ Wählen Sie mit den Funktionswahltasten und den Tasten NACH OBEN/NACH UNTEN die Unterfunktion SCOPE aus.
☐ Schließen Sie die Spannungs-Prüfleitungen und die Stromzange an das Prüfgerät an.
☐ Schließen Sie die Spannungsmessleitungen und die Stromzange am Prüfling an (siehe Abbildung 7.2).
Drücken Sie die Taste TEST, um die kontinuierliche Messung zu starten.
☐ Drücken Sie die Taste TEST noch einmal, um die Messung zu beenden.
☐ Speichern Sie das Ergebnis durch Drücken der Taste MEM (optional).



Abbildung 7.7: Beispiele für Ergebnisse der Oszilloskop-Messung
Es werden die Effektivwerte für Spannung und Strom angezeigt.
Hinweise:
☐ Die Parametereingabe kann geändert- und Ergebnisse können auch während der Messungen gespeichert werden.
☐ Für die angezeigten Wellenformen wird der Bereich automatisch gewählt.
7.4 Strom
Diese Funktion dient zur Messung von Last- und Ableitströmen mit Stromzangen. Es stehen zwei unabhängige Messeingänge zur Verfügung.
Weitere Informationen über die Tastenfunktionen finden Sie in Kapitel 4.2 „Funktionsauswahl“.

Abbildung 7.8: Menü „Strom“
Einstellungen und Parameter für die für Strommessung
Eingang Ausgewählter Kanal [C1, C2, beide]
Anschlüsse für die Strommessung

Abbildung 7.9: Ableitstrom- und Laststrommessungen
Strommessverfahren
□ Wählen Sie mit den Funktionswahltasten die Funktion STROM aus.
□ Wählen Sie den Eingabekanal (optional).
☐ Schließen Sie die Stromzange(n) am Prüfgerät an.
☐ Schließen Sie die Prüfleitungen am Prüfling an (siehe Abbildung 7.9).
☐ Drücken Sie die Taste TEST, um die kontinuierliche Messung zu starten.
☐ Drücken Sie die Taste TEST noch einmal, um die Messung zu beenden.
☐ Speichern Sie das Ergebnis durch Drücken der Taste MEM (optional).


Abbildung 7.10: Beispiele für die Ergebnisse der Strommessung
Angezeigte Ergebnisse der Strommessung:
I, I1, I2 ......Strom
Anmerkung:
- Kanal C2 ist ausschließlich für die Messung mit der Stromzange A 1391 ausgelegt.
7.5 Energie
In dieser Funktion kann die verbrauchte und erzeugte Energie gemessen werden.
Weitere Informationen über die Tastenfunktionen finden Sie in Kapitel 4.2 „Funktionsauswahl“.

Abbildung 7.11: Menü Energie
Einstellungen und Parameter für die für Energiemessung
| IMAX | Maximal zu erwartender TRMS Strom während der Messung [I range, Irange/10, Irange/100] |
| UMAX | Maximal zu erwartende TRMS Spannung während der Messung [260 V 500 V] |
Anschluss für die Energiemessung
(Siehe Abbildung 7.2)
Verfahren der Energiemessung
□ Wählen Sie mit den Funktionswahltasten und den Tasten ▲/▼ die Unterfunktion ENERGIE.
☐ Schließen Sie die Spannungsprüfleitungen und die Stromzange am Instrument an.
☐ Schließen Sie die Spannungsmessleitungen und die Stromzange am Prüfling an (siehe Abbildung 7.2).
☐ Drücken Sie die Taste TEST, um die Messung durchzuführen.
☐ Drücken Sie die Taste TEST noch einmal, um die Messung zu beenden.
☐ Speichern Sie das Ergebnis durch Drücken der Taste MEM (optional).

Abbildung 7.12: Beispiele für Ergebnisse der Energiemessung
Anzeigeergebnisse für die Energiemessungen
E+ ...... verbrauchte Energie (Last)
E-...... erzeugte Energie (Quelle)
P......momentane Wirkleistung während der Energiemessung
t..... Zeit
Hinweise:
□ Beachten Sie die Polarität und die Einstellungen der Stromzangen (siehe Kapitel 4.4.8 Einstellungen der Stromzangen).
☐ I MAX und UMAX sollten so hoch eingestellt werden, dass ein Begrenzen (Clamping) der Messsignale vermieden wird. Ein Begrenzen (Clamping) führt zu falschen Energie-Messergebnissen.
☐ Wenn die gemessenen Ströme und Spannungen unter 20 % der eingestellten Werte für I _MAX und Umax liegen, wird die Messgenauigkeit beeinträchtigt.
8 Datenmanagement
8.1 Speicherorganisation
Die Messergebnisse können zusammen mit allen wichtigen Parametern auf dem Messgerät gespeichert werden. Nachdem die Messung abgeschlossen ist, können die Ergebnisse zusammen mit Zwischenergebnissen und Funktionsparametern im Flash-Speicher des Messgeräts gespeichert werden.
8.2 Datenstruktur
Der Speicher des Geräts ist in 4 Ebenen mit jeweils 199 Speicherplätzen unterteilt. Die Anzahl der Messungen, die auf einem Speicherplatz gespeichert werden können, ist unbegrenzt.
Das Datenstrukturfeld beschreibt den Ort der Messung (welches Objekt, welcher Block, welche Sicherung) und wo auf sie zugegriffen werden kann.
Im Messungsfeld gibt es Informationen über Typ und Anzahl der Messungen, die zum ausgewählten Strukturelement (Objekt und Block und Sicherung) gehören.
Die Hauptvorteile dieses Systems sind:
- Prüfergebnisse können auf eine strukturierte Weise organisiert und gruppiert werden, welche die Struktur typischer elektrischer Anlagen wiedergibt.
Kundenspezifische Namen für Datenstrukturelemente können von der PC-Software EurolinkPRO PCSW hochgeladen werden.
□ Einfaches Blättern durch Strukturen und Ergebnissen. - Prüfprotokolle können nach dem Herunterladen der Ergebnisse auf einen PC ohne oder mit nur kleinen Änderungen erstellt werden.

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RECALL RESULTS [OBJ]OBJECT 004 [BLO]BLOCK 001 [FUS]FUSE 002 [CON]CONNECTION 003 > No.: 3/3 VOLTAGE TRMSAbbildung 8.1: Felder Datenstruktur und Messung
Datenstrukturfeld
| RECALL RESULTS | Menü für die Speicherbedienung |
| [OBJ]OBJECT 004[BLO]BLOCK 001[FUS]FUSE 002[CON]CONNECTION 003 | Datenstrukturfeld |
| [OBJ]OBJECT 004 | ☐ 1. Ebene:OBJEKT: Standardname des Speicherorts (Objekt und laufende Nummer).004: Nr. des ausgewählten Elements |
| [BLO]BLOCK 001 | ☐ 2. Ebene:BLOCK: Standardname des Speicherorts (Block und laufende Nummer).001: Nr. des ausgewählten Elements |
| [FUS]FUSE 002 | ☐ 3. Ebene:SICHERUNG: Standardname des Speicherorts (Sicherung und fortlaufende Nummer).☐ 002: Nr. des ausgewählten Elements |
| [CON]CONNECTION 003 | ☐ 4. Ebene:VERBINDUNG: Standardname des Speicherorts (Verbindung und laufende Nummer).003: Nr. des ausgewählten Elements |
| No.: 20 [112] | Anzahl der Messungen am ausgewählten Speicherort [Anzahl der Messungen an der gewählten Speicherstelle und ihren Unterspeicherstellen] |
| Messungsfeld | |
| VOLTAGE TRMS | Art der am ausgewählten Speicherplatz gespeicherten Messung. |
| > No.: 3/3 | Anzahl der ausgewählten Prüfergebnisse / Anzahl aller gespeicherten Prüfergebnisse auf dem Speicherplatz. |
8.3 Speichern von Prüfergebnissen
Nach Abschluss eines Tests können die Ergebnisse und Parameter gespeichert werden (im Infofeld wird das Symbol angezeigt). Der Benutzer kann die Ergebnisse durch Drücken der Taste MEM speichern.

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Save results [OBJ]OBJECT 004 [BLO]BLOCK 001 [FUS]FUSE 002 >[CON]CONNECTION 003 FREE:95.3% MEM : SAVEAbbildung 8.2: Menü für das Speichern von Tests
Memory free: 99.6% Verfügbarer Speicherplatz zum Speichern der Ergebnisse.
Tasten im Menü zur Speicherung von Prüfungen – Datenstrukturfeld:
| TAB | Wählt das Speicherortelement aus (Objekt/Block/Sicherung/Verbindung). |
| NACH OBEN/NACH UNTEN | Wählt die Anzahl der ausgewählten Speicherortelemente (1 bis 199) aus. |
| MEM | Speichert die Prüfergebnisse am ausgewählten Speicherplatz und kehrt zum Messmenü zurück. |
| Funktionswahltasten / TEST | Kehrt zum Hauptfunktionsmenü zurück. |
Hinweise:
Das Instrument ermöglicht in der Standardeinstellung das Speichern des Ergebnisses am zuletzt ausgewählten Speicherort.
☐ Falls die Messung an derselben Speicherstelle gespeichert werden soll wie die vorhergehende Messung, drücken Sie zweimal die Taste MEM.
8.4 Abrufen von Prüfergebnissen
Drücken Sie die Taste MEM in einem Hauptfunktionsmenü, während kein Ergebnis zum Abspeichern bereitsteht, oder wählen Sie SPEICHER im Menü EINSTELLUNGEN

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RECALL RESULTS >[OBJ]OBJECT 004 [BLO]---- [FUS]---- [CON]---- No.: 0 [4]Abbildung 8.3: Abrufmenü - Anlagenstrukturfeld ausgewählt

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RECALL RESULTS [OBJ]OBJECT 004 [BLO]BLOCK 001 [FUS]FUSE 002 [CON]CONNECTION 003 > No.: 4/4 R LOWΩAbbildung 8.4: Abrufmenü – Messungsfeld ausgewählt
Tasten im Speicherabrufmenü (Installationsstrukturfeld gewählt):
| TAB | Wählt das Speicherortelement aus (Objekt/Block/Sicherung/Verbindung). |
| NACH OBEN/NACH UNTEN | Wählt die Anzahl der ausgewählten Speicherortelemente (1 bis 199) aus. |
| Funktionswahltasten/ESC | Kehrt zum Hauptfunktionsmenü zurück. |
| TEST | Öffnet das Messungsfeld |
Tasten im Speicherabrufmenü (Messungsfeld):
| NACH OBEN/NACH UNTEN | Wählt die gespeicherte Messung aus. |
| TAB/ESC | Kehrt zum Anlagenstrukturfeld zurück. |
| Funktionsauswahl | Kehrt zum Hauptfunktionsmenü zurück. |
| TEST | Zeigt die ausgewählten Messergebnisse an. |

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Zline z:4.27Ω Isc:53.9A Lim:____A > 6/6 MEMAbbildung 8.5: Beispiel für ein abgerufenes Messergebnis
Tasten im Speicherabrufmenü (Messergebnisse werden angezeigt)
| NACH OBEN/NACH UNTEN | Zeigt die an der ausgewählten Speicherstelle gespeicherten Messergebnisse an. |
| HILFE | Zwischen mehreren Ergebnisbildschirmen wechseln |
| MEM / ESC | Kehrt zum Messfeld zurück. |
| Funktionswahltasten / TEST | Kehrt zum Hauptfunktionsmenü zurück. |
8.5 Löschen der gespeicherten Daten
8.5.1 Löschen des gesamten Speicherinhalts
Wählen Sie im Menü SPEICHER die Option GESAMTEN SPEICHER LÖSCHEN aus. Eine Warnung wird angezeigt.

Abbildung 8.6: Gesamten Speicher löschen
Tasten im Menü für das Löschen des gesamten Speichers:
| TEST | Bestätigt das Löschen des gesamten Speicherinhalts (JA muss mit den Tasten ▲/▽ ausgewählt werden). |
| Funktionsauswahl | Kehrt ohne Änderung zum Hauptfunktionsmenü zurück |

bar
CLEARING MEMORY | Category | Value (%) | |---|---| | Clearing Memory | 77 |Abbildung 8.7: Löschen des Speichers wird ausgeführt
8.5.2 Löschen von Messung(en) an der ausgewählten Speicherstelle
Wählen Sie DATEN LÖSCHEN im Menü SPEICHER.

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DELETE RESULTS [OBJ]OBJECT 004 [BLO]BLOCK 001 >[FUS]FUSE 002 [CON]---- No.: 0 [4]
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DELETE RESULTS [OBJ]OBJECT 004 [BLO]BLOCK 001 [FUS]FUSE 002 >[CON]CONNECTION 003 No.: 4Abbildung 8.8: Menü „Messungen löschen“ (Datenstrukturfeld ausgewählt)
Tasten im Menü zum Löschen von Ergebnissen (Installationsstrukturfeld gewählt):
| TAB | Wählt das Speicherortelement aus (Objekt/Block/Sicherung/Verbindung). |
| NACH OBEN/NACH UNTEN | Wählt die Anzahl der ausgewählten Speicherortelemente (1 bis 199) aus. |
| Funktionsauswahl | Kehrt zum Hauptfunktionsmenü zurück. |
| ESC | Kehrt zum Speichermenü zurück. |
| TEST | Ruft das Dialogfenster zum Löschen aller Messungen am ausgewählten Speicherort sowie an den Unterspeicherorten auf. |
Tasten im Dialogfeld zum Bestätigen des Löschens von Ergebnissen an der gewählten Speicherstelle:
| TEST | Löscht alle Ergebnisse am ausgewählten Speicherort. |
| MEM / ESC | Kehrt ohne Änderungen zum Menü „Ergebnisse löschen“ zurück. |
| Funktionsauswahl | Kehrt ohne Änderung zum Hauptfunktionsmenü zurück. |
8.5.3 Löschen einzelner Messungen
Wählen Sie DATEN LÖSCHEN im Menü SPEICHER.

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DELETE RESULTS [OBJ]OBJECT 004 [BLO]BLOCK 001 [FUS]FUSE 002 [CON]CONNECTION 003 > No.: 4/4 R LOWΩAbbildung 8.9: Menü zum Löschen einer einzelnen Messung (Installationsstrukturfeld ausgewählt)
Tasten im Menü zum Löschen von Ergebnissen (Installationsstrukturfeld gewählt):
| TAB | Wählt das Speicherortelement aus (Objekt/Block/Sicherung/Verbindung). |
| NACH OBEN/NACH UNTEN | Wählt die Anzahl der ausgewählten Speicherortelemente (1 bis 199) aus. |
| Funktionsauswahl | Kehrt zum Hauptfunktionsmenü zurück. |
| ESC | Kehrt zum Speichermenü zurück. |
| MEM | Ruft das Messfeld zum Löschen einzelner Messungen auf. |
Tasten im Menü Messergebnisse löschen (Messungsfeld ausgewählt
| NACH OBEN/NACH UNTEN | Wählt die Messung aus. |
| TEST | Öffnet das Dialogfenster zum Löschen der ausgewählten Messung. |
| TAB/ESC | Kehrt zum Anlagenstrukturfeld zurück. |
| Funktionsauswahl | Kehrt ohne Änderung zum Hauptfunktionsmenü zurück |
Tasten im Dialogfeld zum Bestätigen des Löschens der ausgewählten Ergebnis(se).
| TEST | Löscht das ausgewählte Messergebnis. |
| MEM / TAB / ESC | Kehrt ohne Änderungen zum Messfeld zurück. |
| Funktionsauswahl | Kehrt ohne Änderung zum Hauptfunktionsmenü zurück |

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DELETE RESULTS [OBJ]OBJECT 004 [BLO]BLOCK 001 [FUS]FUSE 002 [CON]CONNECTION 003 > No : 3/4 CLEAR RESULT?Abbildung 8.10: Bestätigungsdialogfenster

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DELETE RESULTS [OBJ]OBJECT 004 [BLO]BLOCK 001 [FUS]FUSE 002 [CON]CONNECTION 003 > No.: 3/3 R LOWΩAbbildung 8.11: Anzeige nachdem die Messung gelöscht wurde
8.5.4 Umbenennen von Anlagenstrukturelementen (Upload vom PC)
Standard-Installationsstrukturelemente sind "Objekt", „Block", "Sicherung" und "Verbindung".
Im PC-Softwarepaket EurolinkPRO können Standardnamen in vom Kunden gewählte Namen geändert werden, die der geprüften Anlage entsprechen. Im Hilfemenü der PC-Software EurolinkPRO finden Sie Informationen darüber, wie Sie von Ihnen gewählte Namen in das Instrument laden können.

Abbildung 8.12: Beispiel für Menü mit benutzerdefinierten Anlagenstrukturnamen
8.5.5 Umbenennen der Installationsstruktur-Elemente mit seriellen Barcode-/RFID-Lesegerät
Standard-Installationsstrukturelemente sind "Objekt", Block", "Sicherung" und "Verbindung".
Wenn das Messgerät im Menü Ergebnisse Speichern Befindet, kann die Speicherstellen-ID von einem Barcodeschild mit Hilfe eines Barcode-Lesegeräts gescannt, oder von einem RFID-Tag mit Hilfe eines RFID-Lesegerät gelesen werden.

Abbildung 8.13: Anschluss des Barcode-Lesegeräts und des RFID-Lesegeräts
Umbenennen des Speicherorts
☐ Schließen Sie das Barcode-Lesegerät oder das RFID-Lesegerät an das Prüfgerät an.
□ Stellen Sie sicher, dass im Menü Kommunikation die Option RS232 ausgewählt ist.
□ Wählen Sie im Menü Speichern die Speicherstelle, die umbenannt werden soll.
☐ Der neue Name der Speicherstelle (aus einem Barcode-Etikett oder RFID-Tag gescannt) wird in das Messgerät übernommen. Der erfolgreiche Empfang de Barcodes oder RFID-Tag wird durch zwei kurze Bestätigungstöne bestätigt.
Anmerkung:
☐ Verwenden Sie nur Barcodeleser und RFID-Lesegeräte von Metrel oder von einem Vertragshändler geliefert werden.
8.6 Kommunikation
Am Instrument sind zwei Kommunikationsschnittstellen vorhanden: USB oder RS 232. Mit dem optionalen Bluetooth-Dongle A 1436 kann das Prüfgerät auch über Bluetooth kommunizieren.
8.6.1 USB und RS232 Kommunikation
Abhängig von der erkannten Schnittstelle wählt das Prüfgerät automatisch den Kommunikationsmode aus. USB-Schnittstelle hat Vorrang.
Abbildung 8.14: Schnittstellenanschluss für die Datenübertragung über den PC COM-Port
So konfigurieren Sie eine USB-Verbindung zwischen Prüfgerät und PC
□ Verbinden Sie mit dem USB-Schnittstellenkabel einen USB-Anschluss des Computers mit dem USB-Anschluss des Instruments.
□ Schalten Sie den PC und das Prüfgerät ein.
□ Starten Sie das Programm EurolinkPRO.
☐ Der PC und das Prüfgerät erkennen sich automatisch.
□ Das Gerät ist bereit, mit dem PC zu kommunizieren.
So konfigurieren Sie eine RS232-Verbindung zwischen Prüfgerät und PC
☐ Verbinden Sie einen PC COM Port mit dem PS/2-Anschluss des Prüfgeräts mit dem seriellen Kommunikationskabel PS/2-RS232.
□ Schalten Sie den PC und das Prüfgerät ein.
□ Stellen Sie die Kommunikationseinstellungen auf RS232
□ Starten Sie das Programm EurolinkPRO.
□ Stellen Sie den COM-Port und die Baudrate ein.
□ Das Prüfgerät ist bereit, mit dem PC zu kommunizieren.
Das Programm EurolinkPRO ist eine PC-Software, die unter Windows XP, Windows Vista, Windows 7 und Windows 10 läuft. Weitere Informationen über Installation und Ausführung des Programms finden Sie in der Datei README_EuroLink.txt auf der CD.
Hinweise:
☐ Vor der Verwendung der USB-Schnittstelle sollten auf dem Computer USB-Treiber installiert worden sein. Anleitungen zur USB-Installation finden Sie auf der Installations-CD.
☐ Die RS232 Schnittstelle unterstützt auch weitere Dienste (zum Beispiel die Aktualisierung des Prüfgeräts, Anschluss von Sensoren, Adaptern, usw.
8.6.2 Bluetooth-Kommunikation:
So konfigurieren Sie eine Bluetooth-Verbindung zwischen dem Instrument und einem Computer:
Für die Bluetooth-Kommunikation mit dem PC muss zuerst eine Standard-serielle Schnittstelle über eine Bluetooth-Verbindung für den Bluetooth Dongle A 1436 konfiguriert werden.
□ Schalten Sie das Prüfgerät Aus und wieder Ein.
☐ Stellen Sie sicher, dass der Bluetooth Dongle A 1436 ordnungsgemäß initialisiert ist. Andernfalls muss der Bluetooth-Dongle wie in Kapitel 4.4.7 Kommunikation beschrieben initialisiert werden.
- Konfigurieren Sie auf dem Computer einen seriellen Standardanschluss, um die Kommunikation über eine Bluetooth-Verbindung zwischen dem Instrument und einem Computer zu ermöglichen. In der Regel wird für das Verbinden der Geräte kein Code benötigt.
□ Starten Sie das Programm EurolinkPRO.
☐ Der PC und das Prüfgerät erkennen sich automatisch.
□ Das Gerät ist bereit, mit dem PC zu kommunizieren.
So konfigurieren Sie eine Bluetooth-Verbindung zwischen Prüfgerät und Android-Gerät
□ Schalten Sie das Gerät aus und ein.
☐ Stellen Sie sicher, dass der Bluetooth Dongle A 1436 ordnungsgemäß initialisiert ist. Andernfalls muss der Bluetooth-Dongle wie in Kapitel 4.4.7 Kommunikation beschrieben initialisiert werden.
☐ Einige Android-Anwendungen führen das Setup einer Bluetooth-Verbindung automatisch durch. Es wird empfohlen, diese Option zu nutzen, wenn sie vorhanden ist.
Diese Option wird von Metrels Android-Anwendungen unterstützt.
☐ Falls diese Option von der gewählten Android-Anwendung nicht unterstützt wird, dann konfigurieren Sie eine Bluetooth-Verbindung mithilfe des Bluetooth-Konfigurationstools des Android-Geräts. In der Regel wird für das Verbinden der Geräte kein Code benötigt.
□ Das Prüfgerät und das Android-Gerät sind nun bereit, miteinander zu kommunizieren.
So konfigurieren Sie eine Bluetooth-Verbindung zwischen EurotestPV Prüfgerät und Metrel Leistungsmesser
☐ Schalten Sie das EurotestPV Prüfgerät Aus und wieder Ein.
☐ Stellen Sie sicher, dass der EurotestPV Bluetooth-Dongle A 1436 angeschlossen und ordnungsgemäß initialisiert ist. Andernfalls muss der Bluetooth-Dongle wie in Kapitel 4.4.7 Kommunikation beschrieben initialisiert werden.
☐ Schalten Sie den Metrel Leistungsmesser ein. Verbinden Sie den Bluetooth Dongle A 1436 mit dem PS/2-Anschluss des Prüfgeräts.
☐ Stellen Sie sicher, dass der Bluetooth Dongle A 1436 ordnungsgemäß initialisiert ist (als PowerQ-Gerät). Andernfalls muss der Bluetooth-Dongle wie in Kapite 4.4.7 Kommunikation beschrieben initialisiert werden.
☐ Die Einstellungen im Kommunikationsmenü des Messgeräts (siehe Kapitel 4.4.7 Kommunikation) sollten wie folgt sein:
COM PORT: BT-DONGLE
BLUETOOTH GERÄTE: PowerQ
☐ Die EurotestPV Messgerät und Leistungsmesser sind bereit, zu kommunizieren.
Hinweise:
Möglicherweise werden Sie vom PC oder Android-Gerät aufgefordert, den Code einzugeben. Geben Sie für eine korrekte Konfiguration der Bluetooth-Verbindung den Code „NNNN“ ein.
☐ Der Name des korrekt konfigurierten Bluetooth-Geräts muss den Gerätetyp und die Seriennummer enthalten, z. B. MI 3360 BT-12240429I. Wenn der Bluetooth Dongle einen anderen Namen erhalten hat, muss die Konfiguration wiederholt werden.
Das Messgerät kann von einem PC über die RS232-Schnittstelle aktualisiert werden. Dadurch ist das Instrument auch dann auf dem neuesten Stand, wenn sich Normen oder Vorschriften ändern. Das Software-Update kann mithilfe eines speziellen Programms und des Kommunikationskabels durchgeführt werden (siehe Abbildung 8.14). Für weitere Informationen kontaktieren Sie bitte Ihren Händler.
10 Wartung
Unbefugten Personen ist nicht erlaubt, das EurotestPV Prüfgerät zu öffnen. Im Inneren des Messgeräts gibt es keine vom Benutzer zu ersetzende Teile, außer der Batterie unter der rückseitigen Abdeckung.
10.1 Ersetzen der Sicherung
Unter der rückseitigen Abdeckung des EurotestPV gibt es eine Sicherung.
□ F1
FF 315 mA / 1000 VDC, 32×6 mm (Schaltleistung: 50 kA)
Diese Sicherung schützt die internen Schaltkreise für die Durchgangsfunktionen, falls die Testfühler während der Messung versehentlich an die Netzspannung angeschlossen werden.
Die Position der Sicherung ist in Abbildung 3.4 in Kapitel 3.3 Rückseite zu sehen.
Das Optionale Zubehör A 1385 PV-Prüfkabel verfügt über eine austauschbare Sicherung in jeder Messleitung.
☐ FF 315 mA / 1000 VDC, 32×6 mm (Schaltleistung: 50 kA)
Warnungen!
Trennen Sie alle Messzubehörteile und schalten Sie das Messgerät aus, bevor Sie das Batterie-/Sicherungsfach öffnen, da im Gerät gefährliche Spannungen anliegen!
Ersetzen Sie durchgebrannte Sicherungen mit dem gleichen Typ, da das Instrument oder Zubehör andernfalls beschädigt und/oder die Sicherheit des Bedieners beeinträchtigt werden kann.
10.2 Reinigung
Für das Gehäuse ist keine besondere Pflege erforderlich. Verwenden Sie zum Reinigen der Oberfläche des Geräts oder Zubehörs einen weichen Lappen, der leicht mit Seifenwasser oder Alkohol befeuchtet wird. Lassen Sie das Gerät vor der Benutzung vollständig abtrocknen.
Warnungen!
□ Verwenden Sie keine auf Benzin oder Kohlenwasserstoff basierende Flüssigkeiten!
□ Verschütten Sie keine Reinigungsflüssigkeit über das Instrument!
10.3 Periodische Kalibrierung
Das Instrument muss regelmäßig kalibriert werden, damit die in diesem Handbuch angeführten technischen Spezifikationen gewährleistet sind. Wir empfehlen eine jährliche Kalibrierung. Die Kalibrierung darf nur von einem autorisierten Techniker durchgeführt werden. Weitere Informationen erhalten Sie von Ihrem Händler.
10.4 Wartung
Wenden Sie sich jederzeit und insbesondere bei Reparaturen, die unter die Garantie fallen, jederzeit an Ihren Händler.
11 Technische Spezifikationen
11.1 Isolationswiderstand, Isolationswiderstand von PV Systemen
Isolationswiderstand (Nennspannungen 50 VDC, 100 VDC und 250 VDC)
Der Messbereich gemäß EN 61557 beträgt 0,15 MΩ ÷ 199,9 MΩ.
| Messbereich (MΩ) | Auflösung (MΩ) | Genauigkeit |
| 0,00 ÷ 19,99 | 0,01 | ±(±5 % des Messwerts + 3 Stellen) |
| 20,0 ÷ 99,9 | 0,1 | ±(10 % des Ablesewerts) |
| 100,0 ÷ 199,9 | ±(20 % des Ablesewerts) |
Isolationswiderstand (Nennspannungen 500 V DC , 100 V DC und 1000 VDC)
Der Messbereich gemäß EN 61557 beträgt 0,15 MΩ ÷ 1 GΩ.
| Messbereich (MΩ) | Auflösung (MΩ) | Genauigkeit |
| 0,00 ÷ 19,99 | 0,01 | ±(±5 % des Messwerts + 3 Stellen) |
| 20,0 ÷ 199,9 | 0,1 | ±(5 % des Ablesewerts) |
| 200 ÷ 999 | 1 | ±(10 % des Ablesewerts) |
Spannung
| Messbereich (V) | Auflösung (V) | Genauigkeit |
| 0 ÷ 1200 | 1 | ±(± 3 % des Messwerts + 3 Stellen) |
Nennspannungen 50 VDC, 100 VDC, 250 VDC, 500 VDC, 1000 VDC
Leerlaufspannung....-0 % / +20 % der Nennspannung
Messstrom .... min. 1 mA bei R_N=U_N×1 k/V
Kurzschlussstrom .... max. 3 mA
Anzahl der möglichen Prüfungen..... > 1200 bei vollständig geladener Batterie
Automatisches Entladen nach dem Test.
Die angegebene Genauigkeit gilt, wenn die Dreileiter-Prüfleitung verwendet wird, bei
Verwendung der Commander-Prüfspitze ist sie dagegen bis100 MΩ gültig.
Die angegebene Genauigkeit gilt bis 100 MΩ wenn die relative Luftfeuchtigkeit > 85 % ist.
Falls das Gerät feucht wird, kann das Ergebnis beeinträchtigt werden. In diesem Fall wird empfohlen, das Gerät und sein Zubehör mindestens 24 Stunden lang zu trocknen.
Der Fehler unter Betriebsbedingungen darf maximal der Fehler unter
Referenzbedingungen (in der Anleitung für jede Funktion angegeben) ± 5 % des Messwerts sein.
11.2 Durchgang
11.2.1 Widerstand R LOWΩ
Der Messbereich gemäß EN 61557 beträgt 0,16 MΩ ÷ 1999 Ω.
| Messbereich R (Ω) | Auflösung (Ω) | Genauigkeit |
| 0,00 ÷ 19,99 | 0,01 | ±(±3 % des Messwerts + 3 Stellen) |
| 20,0 ÷ 199,9 | 0,1 | ±(5 % des Ablesewerts) |
| 200 ÷ 1999 | 1 |
Leerlaufspannung 6,5 V DC ÷ 9 V DC
Messstrom....min. 200 mA in Lastwiderstand von 2 Ω
Kompensation der Prüfleitungen ......bis zu 5 Ω
Anzahl der möglichen Prüfungen......> 2000 bei voll aufgeladener Batterie
Automatische Polaritätsumkehr der Prüfspannung.
11.2.2 DURCHGANGSwiderstand
| Messbereich (Ω) | Auflösung (Ω) | Genauigkeit |
| 0,0 ÷ 19,9 | 0,1 | ±(±5 % des Messwerts + 3 Stellen) |
| 20 ÷ 1999 | 1 |
Leerlaufspannung....6,5 V DC ÷ 9 V DC
Kurzschlussstrom max. 8,5 mA
Kompensation der Prüfleitungen ......bis zu 5 Ω
11.3 RCD-Tests
11.3.1 Allgemeine Daten
Nennfehlerstrom (A, AC) ....10 mA, 30 mA, 100 mA, 300 mA, 500 mA, 1000 mA*
Genauigkeit des Nennfehlerstroms....-0 / +0,1·IΔ; IΔ = IΔN, 2×IΔN, 5×IΔN
$$ - 0, 1 \cdot I \Delta / + 0; I \Delta = 0, 5 \times I \Delta N $$
AS/NZS ausgewählt: ± 5 %
Form des Prüfstroms....Sinuswelle (AC), gepulst (A, F), geglättet DC (B, B+)
Gleichstrom-Offset beim gepulsten Prüfstrom 6 mA (typisch)
RCD type ....(unverzögert), S (zeitverzögert)
Anfangspolarität des Prüfstroms..... 0 ° oder 180 °
Spannungsbereich....93 V ÷ 134 V (45 Hz ÷ 65 Hz)
185 V ÷ 266 V (45 Hz ÷ 65 Hz)
| I N × 1/2 | I N × 1 | I N × 2 | I N × 5 | RCD I | |||||||||||
| I N (mA) | AC | A,F | B, B+ | AC | A,F | B,B+ | AC | A,F | B,B+ | AC | A,F | B,B+ | AC | A,F | B,B+ |
| 10 | 5 | 3,5 | 5 | 10 | 20 | 20 | 20 | 40 | 40 | 50 | 100 | 100 | √ | √ | √ |
| 30 | 15 | 10,5 | 15 | 30 | 42 | 60 | 60 | 84 | 120 | 150 | 212 | 300 | √ | √ | √ |
| 100 | 50 | 35 | 50 | 100 | 141 | 200 | 200 | 282 | 400 | 500 | 707 | 1000 | √ | √ | √ |
| 300 | 150 | 105 | 150 | 300 | 424 | 600 | 600 | 848 | × | 1500 | × | × | √ | √ | √ |
| 500 | 250 | 175 | 250 | 500 | 707 | 1000 | 1000 | 1410 | × | 2500 | × | × | √ | √ | √ |
| 1000 | 500 | 350 | 500 | 1000 | 1410 | × | 2000 | × | × | × | × | × | √ | √ | × |
√......zutreffend
x....nicht zutreffend
AC-Typ ......sinusförmiger Prüfstrom
A, F Typen......gepulster Prüfstrom
B, B+ Typen......geglätteter DC Strom
11.3.2 Berührungsspannung (RCD-Uc)
Der Messbereich gemäß EN 61557 beträgt 20,0 V ÷ 31,0 V für den Grenzwert der Berührungsspannung 25 V.
Der Messbereich gemäß EN 61557 beträgt 20,0 V ÷ 62,0V für den Grenzwert der Berührungsspannung 50V.
| Messbereich (V) | Auflösung (V) | Genauigkeit |
| 0,0 ÷ 19,9 | 0,1 | (-0 %/+15 %) des Ablesewerts ± 10 Stellen |
| 20,0 ÷ 99,9 | 0,1 | (-0 %/+15 %) des Messwerts |
Die Genauigkeitsangabe gilt, wenn die Netzspannung während der Messung stabil ist und der PE-Anschluss frei von Interferenzspannungen ist.
Prüfstrom.... max. 0,5×I _ΔN
Grenzwert Berührungsspannung ..... 25 V, 50 V
Die Genauigkeitsangaben gelten für den gesamten Messbereich.
11.3.3 Auslösedauer
Der gesamte Messbereich entspricht den Anforderungen von EN 61557.
Es sind maximale Messzeiten gemäß der gewählten Referenznorm für die RCD-Prüfung eingestellt.
| Messbereich (ms) | Auflösung (ms) | Genauigkeit |
| 0,0 ÷ 40,0 | 0,1 | ±1 ms |
| 0,0 ÷ max. Zeit* | 0,1 | ±3 ms |
* Zur maximalen Zeit siehe Normbezüge in 4.4.4 – diese Spezifikation bezieht sich auf eine max. Zeit >40 ms.
Prüfstrom.... 12× I_ N, I_ N, 2× I_ N, 5× I_ N
5 × I_ N ist nicht verfügbar für I_ N = 1000 mA (RCD Typ AC) oder I_ N ≥ 300 mA (RCD Typ A, F, B, B+) .
2 × I_ N ist nicht verfügbar für I_ N = 1000 mA (RCD Typ A, F) oder I_ N ≥ 300 mA (RCD Typ B, B+).
1 × I_ N ist nicht verfügbar für I_ N = 1000 mA (RCD Typ B, B+).
Die spezifizierte Genauigkeit gilt für den gesamten Anwendungsbereich.
11.3.4 Auslösestrom
Auslösestrom
Der gesamte Messbereich entspricht den Anforderungen von EN 61557.
| Messbereich I_ | Auflösung I_ | Genauigkeit |
| 0.2 × I_ N ÷ 1,1 × I_ N (AC-Typ) | 0,05 × I_ N | ± 0,1 × I_ N |
| 0,2 × I_ N ÷ 1,5 × I_ N (A-Typ, I_ N ≥ 30 mA) | 0,05 × I_ N | ± 0,1 × I_ N |
| 0,2 × I_ N ÷ 2,2 × I_ N (A-Typ, I_ N < 30 mA) | 0,05 × I_ N | ± 0,1 × I_ N |
| 0,2 × I_ N ÷ 2,2 × I_ N (B-Typ) | 0,05 × I_ N | ± 0,1 × I_ N |
Auslösedauer
| Messbereich (ms) | Auflösung (ms) | Genauigkeit |
| 0 ÷ 300 | 1 | ±3 ms |
Berührungsspannung
| Messbereich (V) | Auflösung (V) | Genauigkeit |
| 0,0 ÷ 19,9 | 0,1 | (-0 %/+15 %) des Ablesewerts ± 10 Stellen |
| 20,0 ÷ 99,9 | 0,1 | (-0 %/+15 %) des Messwerts |
Die Genauigkeitsangabe gilt, wenn die Netzspannung während der Messung stabil ist und der PE-Anschluss frei von Interferenzspannungen ist.
Die Messung der Auslösung ist nicht verfügbar für I_ N=1000 mA (RCD-Typen B, B+).
Die spezifizierte Genauigkeit gilt für den gesamten Anwendungsbereich.
11.4 Fehlerschleifenimpedanz und Kurzschlussstrom
11.4.1 Keine Trenneinrichtung oder SICHERUNG ausgewählt
Schleifenimpedanz
Der Messbereich gemäß EN 61557 beträgt 0,25 Ω ÷ 9,99 kΩ.
| Messbereich (Ω) | Auflösung (Ω) | Genauigkeit |
| 0,00 ÷ 9,99 | 0,01 | ±(±5 % des Messwerts + 5 Stellen) |
| 10,0 ÷ 99,9 | 0,1 | |
| 100 ÷ 999 | 1 | ± 10 % des Messwerts |
| 1,00 k ÷ 9,99 k | 10 |
Kurzschlussstrom (berechneter Wert)
| Messbereich (A) | Auflösung (A) | Genauigkeit |
| 0,00 ÷ 9,99 | 0,01 | Beachten Sie die Genauigkeit der Fehlerschleifen-Widerstandsmessung |
| 10,0 ÷ 99,9 | 0,1 | |
| 100 ÷ 999 | 1 | |
| 1,00 k ÷ 9,99 k | 10 | |
| 10,0 k ÷ 23,0 k | 100 |
Die Genauigkeitsangabe ist gültig, wenn die Netzspannung während der Messung stabil ist.
Prüfstrom (bei 230 V)....6,5 A (10 ms)
Nennspannungsbereich.... 93 V ÷ 134 V (45 Hz ÷ 65 Hz)
185 V ÷ 266 V (45 Hz ÷ 65 Hz)
11.4.2 RCD ausgewählt
Fehlerschleifenimpedanz
Der Messbereich gemäß EN 61557 beträgt 0,46 MΩ ÷ 9,99 kΩ.
| Messbereich (Ω) | Auflösung (Ω) | Genauigkeit |
| 0,00 ÷ 9,99 | 0,01 | ±(±5 % des Messwerts + 10 Stellen) |
| 10,0 ÷ 99,9 | 0,1 | |
| 100 ÷ 999 | 1 | ± 10 % des Messwerts |
| 1,00 k ÷ 9,99 k | 10 |
Die Genauigkeit kann durch starke Störungen in der Netzspannung beeinträchtigt werden.
Kurzschlussstrom (berechneter Wert)
| Messbereich (A) | Auflösung (A) | Genauigkeit |
| 0,00 ÷ 9,99 | 0,01 | Beachten Sie die Genauigkeit der Fehlerschleifen-Widerstandsmessung |
| 10,0 ÷ 99,9 | 0,1 | |
| 100 ÷ 999 | 1 | |
| 1,00 k ÷ 9,99 k | 10 | |
| 10,0 k ÷ 23,0 k | 100 |
Nennspannungsbereich.... 93 V ÷ 134 V (45 Hz ÷ 65 Hz)
185 V ÷ 266 V (45 Hz ÷ 65 Hz)
Kein Auslösen des RCD.
11.5 Leitungsimpedanz und unbeeinflusster Kurzschlussstrom/Spannungsabfall
Leitungsimpedanz
Der Messbereich gemäß EN 61557 beträgt 0,25 Ω ÷ 9,99 kΩ.
| Messbereich (Ω) | Auflösung (Ω) | Genauigkeit |
| 0,00 ÷ 9,99 | 0,01 | ±(±5 % des Messwerts + 5 Stellen) |
| 10,0 ÷ 99,9 | 0,1 | |
| 100 ÷ 999 | 1 | ± 10 % des Messwerts |
| 1,00 k ÷ 9,99 k | 10 |
Unbeeinflusster Kurzschlussstrom (berechneter Wert)
| Messbereich (A) | Auflösung (A) | Genauigkeit |
| 0,00 ÷ 0,99 | 0,01 | Genauigkeit der Leitungswiderstandsmessung berücksichtigen |
| 1,0 ÷ 99,9 | 0,1 | |
| 100 ÷ 999 | 1 | |
| 1,00 k ÷ 99,99 k | 10 | |
| 100 k ÷ 199 k | 1000 |
Prüfstrom (bei 230 V)....6,5 A (10 ms)
Nennspannungsbereich.... 93 V ÷ 134 V (45 Hz ÷ 65 Hz)
$$ 1 8 5 \mathrm{V} \div 2 6 6 \mathrm{V} (4 5 \mathrm{Hz} \div 6 5 \mathrm{Hz}) $$
$$ 3 2 1 \mathrm{V} \div 4 8 5 \mathrm{V} (4 5 \mathrm{Hz} \div 6 5 \mathrm{Hz}) $$
Spannungsabfall (berechneter Wert)
| Messbereich (%) | Auflösung (%) | Genauigkeit |
| 0,0 ÷ 99,9 | 0,1 | Beachten Sie die Genauigkeit der Leitungsimpedanzmessung(en)* |
Z_REF Messbereich.... 0,00 Ω ÷ 20,0 Ω
*Weitere Informationen zur Berechnung des Spannungsabfallergebnisses finden Sie in Kapitel 5.6.2 Spannungsabfall.
11.6 Erdungswiderstand
Messbereich entsprechend EN61557-5 beträgt 2,00 Ω ÷ 1999 Ω.
| Messbereich (Ω) | Auflösung (Ω) | Genauigkeit |
| 0,00 ÷ 19,99 | 0,01 | ±(±5 % des Messwerts + 5 Stellen) |
| 20,0 ÷ 199,9 | 0,1 | |
| 200 ÷ 9999 | 1 |
Max. Erdungswiderstand der Hilfselektrode Rc 100×R ^E oder 50 kΩ (jeweils der niedrigere Wert)
Max. Sondenwiderstand R_P ..... 100 × R_E oder 50 kΩ (je nachdem, was niedriger ist)
Zusätzlicher Fehler für den Sondenwiderstand bei R_Cmax oder R_Pmax . ±(±10% des Messwerts + 10 Stellen)
Zusätzliche Fehler
bei 3 V Störspannung (50 Hz) ....±(5 % des Ablesewerts + 10 Digits)
Leerlaufspannung .... < 15 VAC
Kurzschlussstrom .... < 30 mA
Frequenz der Prüfspannung 125 Hz
Form der Prüfspannung.... Sinuswelle
Anzeigeschwelle der Störspannung.... 1 V (< 50 Ω, ungünstigster Fall))
Automatische Messung der Widerstände an Hilfselektrode und Sonde.
Automatische Messung der Störspannung.
11.7 Spannung, Frequenz und Drehfeld
11.7.1 Phasenverschiebung
Nennspannungsbereich des Netzes . 100 VAC÷ 550 VAC
Nennfrequenzbereich 14 Hz ÷ 500 Hz
Angezeigtes Ergebnis 1.2.3 oder 3.2.1
11.7.2 Spannung
| Messbereich (V) | Auflösung (V) | Genauigkeit |
| 0 ÷ 550 | 1 | ±(± 2 % des Messwerts + 2 Stellen) |
Ergebnisart .... Effektivwert (trms)
Nennfrequenzbereich 0 Hz, 14 Hz ÷ 500 Hz
11.7.3 Frequenz
| Messbereich (Hz) | Auflösung (Hz) | Genauigkeit |
| 0,00 ÷ 9,99 | 0,01 | ±(0,2 % des Ablesewerts + 1 Stelle) |
| 10,0 ÷ 499,9 | 0,1 |
Nennspannungsbereich.... 10 V ÷ 550 V
11.7.4 Leitungsanschluss-Spannungsmonitor
| Messbereich (V) | Auflösung (V) | Genauigkeit |
| 10 ÷ 550 | 1 | ±(±2 % des Messwerts + 2 Stellen) |
11.8 Stromzangen-Effektivwert
Instrument
Maximale Spannung an den Messeingängen C1 und P/C2... 3 V
Nennfrequenzbereich 0 Hz, 40 Hz ÷ 500 Hz
| Messbereich (A) | Auflösung (A) | Genauigkeit* |
| 0,0 m ÷ 99,9 m | 0,1 m. | ±(±5 % des Messwerts + Stellen) |
| 100 m ÷ 999 m | 1 m. | ±(±3 % des Messwerts + Stellen) |
| 1,00 ÷ 19,99 | 0,01 | ±(3 % des Ablesewerts) |
Messbereich = 200 A
| Messbereich (A) | Auflösung (A) | Genauigkeit* |
| 0,00 ÷ 0,09 | 0,01 | Anhaltswert |
| 0,10 ÷ 19,99 | 0,01 | ±(±3 % des Messwerts + Stellen) |
| 20,0 ÷ 199,9 | 0,1 | ±(3 % des Ablesewerts) |
| Messbereich (A) | Auflösung (A) | Genauigkeit* |
| 0,0 m ÷ 99,9 m | 0,1 m. | Anhaltswert |
| 100 m ÷ 999 m | 1 m. | ±(5 % des Ablesewertes) |
| 1,00 ÷ 19,99 | 0,01 | ±(3 % des Ablesewerts) |
Messbereich = 200 A
| Messbereich (A) | Auflösung (A) | Genauigkeit* |
| 0,00 ÷ 0,09 | 0,01 | Anhaltswert |
| 0,10 ÷ 1,99 | 0,01 | ±(±5 % des Messwerts + ; Stellen) |
| 2,00 ÷ 19,99 | 0,01 | ±(±3 % des Messwerts + ; Stellen) |
| 20,0 ÷ 199,9 | 0,1 | ±(3 % des Ablesewerts) |
| Messbereich (A) | Auflösung (A) | Genauigkeit* |
| 0,00 ÷ 19,99 | 0,01 | ±(±3 % des Messwerts + 2 Stellen) |
| 20,0 ÷ 39,9 | 0,1 | ±(3 % des Ablesewerts) |
Bereich = 300 A
| Messbereich (A) | Auflösung (A) | Genauigkeit* |
| 0,00 ÷ 19,99 | 0,01 | Anhaltswert |
| 20,0 ÷ 39,9 | 0,1 | |
| 40,0 ÷ 299,9 (999,9**) | 0,1 | ±(±3 % des Messwerts + Stellen) |
* Die Genauigkeit gilt bei spezifizierten Betriebsbedingungen für das Messgerät und die Stromzange.
** Kundenspezifische Zangen
11.9 Leistungstest
Messeigenschaften
| Funktionssymbole | Klasse gemäß IEC 61557-12 | Messbereich |
| P | 2,5 | 5% ÷ 100% I_Nom^(1) |
| E | ||
| Q | 2,5 | 5% ÷ 100% I_Nom^(1) |
| S | 2,5 | 5% ÷ 100% I_Nom^(1) |
| PF | 1 | -1 ÷ 1 |
| f | 0,05 | 40 Hz ÷ 60 Hz |
| I, INenn | 1,5 | 5% ÷ 100% I_Nenn |
| U | 1,5 | 110 V ÷ 500 V |
| Uhn | 2,5 | 0% ÷ 20% U_Nom |
| THDu | 2,5 | 0% ÷ 20% U_Nom |
| Ih_n | 2,5 | 0 % ÷ 100 % I_Nenn |
| THD_l | 2,5 | 0 % ÷ 100 % I_Nenn |
^(1) – I_Nom hängt vom eingestellten Stromsensortyp und dem ausgewählten Strombereich ab:
- A 1018, A1019 (20 A or 200 A),
- A 1391 (40 A or 300 A)
Hinweis:
In dieser Spezifikation wurden Fehler externer Spannungs- und Stromwandler nicht berücksichtigt.
Leistung (P, S, Q)
Messbereich von 0,00 W (VA, Var) bis 999 kW (kVA, kVar)
Leistungsfaktor
Messbereich von - 1,00 bis 1,00
Spannungsoberwellen
Messbereich von 0,1 V bis 500 V
Spannung THD
Messbereich von 0,1 % bis 99.9 %
Stromoberwellen und Strom THD
Messbereich von 0,00 A bis 199,9 A
Energie
Messbereich von 0,000 Wh bis 1999 kWh
Die Messung erfolgt lückenlos und kontinuierlich.
Hinweise:
☐ In dieser Spezifikation wurden Fehler externer Spannungs- und Stromwandler nicht berücksichtigt.
☐ Die Genauigkeitswerte für die Energie gelten, wenn I > 0.2 I_MAX . I_MAX im Messmenü auf ENERGIE gesetzt ist.
☐ Energieergebnisse gelten nur für Ströme <300 A.
11.10 PV Prüfungen
11.10.1 Genauigkeit der STC-Daten
Die Genauigkeit der STC-Werte basiert auf der Genauigkeit der gemessenen elektrischen Größen, der Genauigkeit der Umgebungsparameter und der eingegebenen Parameter des PV-Moduls Siehe Anhang E: In Anhang E: PV-Messungen – Berechnete Werte erfahren Sie mehr über das Berechnen der STC-Werte.
11.10.2 Modul, Wechselrichter
DC Spannung
| Messbereich (V) | Auflösung (V) | Genauigkeit |
| 0,0 ÷ 14,9 | 0,1 | Anhaltswert |
| 15,0 ÷ 199,9 | 0,1 | ± (±1,5 % des Messwerts + 5 Stellen) |
| 200 ÷ 999 | 1 | ±1,5 % des Messwerts |
DC-Strom
| Messbereich (A) | Auflösung (mA) | Genauigkeit |
| 0,00 ÷ 19,99 | 10 | ±(±1,5 % des Messwerts + 5 Stellen) |
| 20,0 ÷ 199,9 | 100 | ±1,5 % des Messwerts |
| 20,0 ÷ 199,9 | 1000 | ±1,5 % des Messwerts |
* Kundenspezifische Zangen
DC Leistung
| Messbereich (W) | Auflösung (W) | Genauigkeit |
| 0 - 1999 | 1 | ± (±2,5 % des Messwerts + 6 Stellen) |
| 2,00 k ÷ 19,99 k | 10 | ±2,5 % des Messwerts |
| 20,0 k ÷ 199,9 k | 100 | ±2,5 % des Messwerts |
| 200 k ÷ 999 k | 1000 | ±2,5 % des Messwerts |
Wechselspannung
| Messbereich (V) | Auflösung (V) | Genauigkeit |
| 0,0 ÷ 99,9 | 0,1 | ± (±1,5 % des Messwerts + 3 Stellen) |
| 100,0 ÷ 199,9 | 0,1 | ±1,5 % des Messwerts |
| 200 ÷ 999 | 1 |
AC-Strom
| Messbereich (A) | Auflösung (mA) | Genauigkeit |
| 0,00 ÷ 9,99 | 10 | ±(±1,5 % des Messwerts + 3 Stellen) |
| 10,00 ÷ 19,99 | 10 | ±1,5 % des Messwerts |
| 20,0 ÷ 199,9 | 100 | |
| 200 ÷ 299 (999*) | 1000 |
* Kundenspezifische Zangen
AC Leistung
| Messbereich (W) | Auflösung (W) | Genauigkeit |
| 0 ÷ 1999 | 1 | ± (±2,5 % des Messwerts + 6 Stellen) |
| 2,00 k ÷ 19,99 k | 10 | ±2,5 % des Messwerts |
| 20,0 k ÷ 199,9 k | 100 | |
| 200 k ÷ 999 k | 1000 |
Hinweise:
☐ In dieser Spezifikation wurden Fehler externer Spannungs- und Stromwandler nicht berücksichtigt.
☐ Für Messbereich, Auflösung und Genauigkeit der 3-Phasen Wechselspannungs-Leistungen (Pt, P1, P2 und P3) und in den Unterfunktionen des Wechselrichters AC3 und AC3/DC beziehen sich auf die technischen Daten des verwendeten Metrel Leistungsmessers.
11.10.3 U-I-Kennlinie
DC Spannung
| Messbereich (V) | Auflösung (V) | Genauigkeit |
| 0,0 ÷ 15,0 | 0,1 | Anhaltswert |
| 15,1 ÷ 199,9 | 0,1 | ± (±2 % des Messwerts + 2 Stellen) |
| 200 ÷ 999 | 1 | ±2 % des Messwerts |
DC-Strom
| Messbereich (A) | Auflösung (A) | Genauigkeit |
| 0,00 ÷ 9,99 | 0,01 | ±(±2 % des Messwerts + 3 Stellen) |
| 10,00 ÷ 15,00 | 0,01 | ±2 % des Messwerts |
DC Leistung
| Messbereich (W) | Auflösung (W) | Genauigkeit |
| 0 - 1999 | 1 | ± (±3 % des Messwerts + 5 Stellen) |
| 2,00 k ÷ 14,99 k | 10 | ± 3 % des Messwerts |
Maximale Leistung des PV-Strings: 15 kW*
11.10.4 Uoc - Isc
DC Spannung
| Messbereich (V) | Auflösung (V) | Genauigkeit |
| 0,0 ÷ 15,0 | 0,1 | Anhaltswert |
| 15,1 ÷ 199,9 | 0,1 | ± (±2 % des Messwerts + 2 Stellen) |
| 200 ÷ 999 | 1 | ±2 % des Messwerts |
DC-Strom
| Messbereich (A) | Auflösung (A) | Genauigkeit |
| 0,00 ÷ 9,99 | 0,01 | ±(±2 % des Messwerts + 3 Stellen) |
| 10,00 ÷ 15,00 | 0,01 | ±2 % des Messwerts |
Maximale Leistung des PV-Strings: 15 kW*
11.10.5 Umgebungsparameter
Sonneneinstrahlung
Prüfspitze A 1399
| Messbereich (W/m2) | Auflösung (W/m2) | Genauigkeit |
| 300 ÷ 999 | 1 | ± (±5 % des Messwerts + 5 Stellen) |
| 1000 ÷ 1999 | 1 | ± 5 % des Messwerts |
Messprinzip: Pyranometer
Betriebsbedingungen:
Betriebstemperaturbereich ....-40°C ÷ 55 °C
Entwickelt für den Dauereinsatz im Freien.
Prüfspitze A 1427
| Messbereich | Auflösung (W/m2) | Genauigkeit |
| 0 ÷ 999 W/m2 | 1 | ± (4 % + 5 Digits) |
| 1,00 ÷ 1,75 kW/m2 | 10 | ± 4 % |
Messprinzip: Monokristalline PV-Zelle, mit Temperaturausgleich
Betriebsbedingungen:
Betriebstemperaturbereich ....-20°C ÷ 55 °C
Verschmutzungsgrad....IP 44
Temperatur (Zelle und Umgebung)
Prüfspitze A 1400
| Messbereich (%) | Auflösung (°C) | Genauigkeit |
| -10,0 ÷ 85,0 | 0,1 | ± 5 Digits |
Entwickelt für den Dauereinsatz im Freien.
Hinweis:
☐ Die angegebene Genauigkeit gilt für eine stabile Bestrahlungsstärke und Temperatur während der Prüfung.
11.10.6 Isolationswiderstand von PV Systemen:
Siehe Kapitel 11.1. Isolationswiderstand, Isolationswiderstand von PV Systemen
11.11 Allgemeine Daten
Versorgungsspannung 9 V _DC (6×1.5 V Batterie oder Akku, Größe AA)
Betriebsdauer ...... typisch 20 Stunden
Eingangsspannung Ladebuchse ..... 12 V ± 10 %
Eingangsstrom Ladebuchse .... max. 400 mA
Batterieladestrom.... 250 mA (intern geregelt)
Messkategorie 1000 V DC CAT II
600 V CAT II
300 V CAT IV
Schutzklasse ...... doppelte Isolierung
Verschmutzungsgrad 2
Verschmutzungsgrad.... IP 40
Display 128x64 Punktmatrixdisplay mit
Hintergrundbeleuchtung
Abmessungen (B × H × T) ...... 23 cm × 10,3 cm × 11,5 cm
Gewicht 1.3 kg, ohne Batterien / Akkus
Referenz Bedingungen
Temperaturbereich 10°C ÷ 30 °C
Luftfeuchtigkeitsbereich 40 %RH ÷ 70 %RH
Betriebsbedingungen
Betriebstemperaturbereich 0°C ÷ 40 °C
Maximale relative Luftfeuchtigkeit..... 95 % RF (0 °C ÷ 40 °C), nicht kondensierend
Lagerungsbedingungen
Temperaturbereich ....-10°C ÷ +70 °C
Maximale relative Luftfeuchte ...... 90 %RH (-10 °C ÷ +40 °C)
80 %RH (40 °C ÷ 60 °C)
Kommunikations-Übertragungsrate
RS 232 57600 Baud
RS 232 Bluetooth 9600 Baud
USB 256000 Baud
Speichergröße:
U-I-Kennlinie, Leistung (Oszilloskop): ca. 500 Messungen
Weitere Messungen: ...... ca. 1800 Messungen
Der Fehler bei Betriebsbedingungen kann allenfalls der Fehler bei
Referenzbedingungen (in der Anleitung für jede Funktion angegeben) +1 % des Messwerts + 1 Digit sein, sofern nicht für spezielle Funktionen in der Anleitung anders angegeben.
Appendix A – Sicherungstabelle
A.1 Sicherungstabelle – IPSC
Sicherungstyp NV
| Nennstrom(A) | Abschaltzeit [s] | ||||
| 35m. | 0,1 | 0,2 | 0,4 | ||
| Min. unbeeinflusster Kurzschlussstrom (A) | |||||
| 0,5 | 7,5 | 7,5 | 7,5 | 7,5 | |
| 1 | 15 | 15 | 15 | 15 | |
| 1,6 | 24 | 24 | 24 | 24 | |
| 2 | 30 | 30 | 30 | 30 | |
| 4 | 60 | 60 | 60 | 60 | |
| 6 | 90 | 90 | 90 | 90 | |
| 10 | 150 | 150 | 150 | 150 | |
| 13 | 195 | 195 | 195 | 195 | |
| 15 | 225 | 225 | 225 | 225 | |
| 16 | 240 | 240 | 240 | 240 | |
| 20 | 300 | 300 | 300 | 300 | |
| 25 | 375 | 375 | 375 | 375 | |
| 32 | 480 | 480 | 480 | 480 | |
Sicherungstyp D
| Nennstrom(A) | Trennzeit [s] | ||||
| 35m. | 0,1 | 0,2 | 0,4 | 5 | |
| Minimaler unbeeinflusster Kurzschlussstrom (A) | |||||
| 0,5 | 10 | 10 | 10 | 10 | 2,7 |
| 1 | 20 | 20 | 20 | 20 | 5,4 |
| 1,6 | 32 | 32 | 32 | 32 | 8,6 |
| 2 | 40 | 40 | 40 | 40 | 10,8 |
| 4 | 80 | 80 | 80 | 80 | 21,6 |
| 6 | 120 | 120 | 120 | 120 | 32,4 |
| 10 | 200 | 200 | 200 | 200 | 54 |
| 13 | 260 | 260 | 260 | 260 | 70,2 |
| 15 | 300 | 300 | 300 | 300 | 81 |
| 16 | 320 | 320 | 320 | 320 | 86,4 |
| 20 | 400 | 400 | 400 | 400 | 108 |
| 25 | 500 | 500 | 500 | 500 | 135 |
| 32 | 640 | 640 | 640 | 640 | 172,8 |
A.2 Sicherungstabelle – Impedanzen bei 230 V AC (AS/NZS 3017)
Typ B
Typ C
Alle Impedanzen sind skaliert mit dem Faktor 1,00
Appendix B – Zubehör für bestimmte Messungen
In der folgenden Tabelle finden Sie Standard- und optionales Zubehör, das für bestimmte Messungen erforderlich ist. Bitte lesen Sie in der beiliegenden Liste mit dem Standardzubehör Ihres Gerätesatzes nach oder wenden Sie sich an Ihren Händler, um weitere Informationen zu erhalten.
| Funktion | Geeignetes Zubehör (optional mit Bestellcode A....) |
| Isolierungswiderstand | ☐ Prüfleitung, 3 x 1,5 m☐ Tip-Commander (A 1401) |
| R LOWΩ-WiderstandDurchgang | ☐ Prüfleitung, 3 x 1,5 m☐ Tip-Commander (A 1401)☐ Prüfleitung, 4 m (A 1012) |
| LeitungsimpedanzSpannungsabfallFehlerschleifenimpedanz | ☐ Prüfleitung, 3 x 1,5 m☐ Commander-Prüfstecker (A 1314)☐ Netzmesskabel☐ Tip-Commander (A 1401)☐ Drehstromadapter mit Schalter (A 1111) |
| RCD-Tests | ☐ Prüfleitung, 3 x 1,5 m☐ Commander-Prüfstecker (A 1314)☐ Netzmesskabel☐ Drehstromadapter mit Schalter (A 1111) |
| Erdungswiderstand; RE | ☐ Prüfleitung, 3 x 1,5 m☐ Erdungsprüfsatz, 3-adrig, 20 m (S 2026)☐ Erdungsprüfsatz, 3-adrig, 50 m (S 2027) |
| Phasenfolge | ☐ Prüfleitung, 3 x 1,5 m☐ Drehstromadapter (A 1110)☐ Drehstromadapter mit Schalter (A 1111) |
| Spannung, Frequenz | ☐ Prüfleitung, 3 x 1,5 m☐ Commander-Prüfstecker (A 1314)☐ Netzmesskabel☐ Tip-Commander (A 1401) |
| LeistungEnergieOberschwingungenOszilloskop | ☐ Prüfleitung, 3 x 1,5 m☐ Netzmesskabel☐ Tip-Commander (A 1401)☐ AC-Stromzange (A 1018)☐ AC Stromzange (A 1019)☐ AC/DC Stromzange (A 1391) |
| Strom | ☐ AC-Stromzange (A 1018)☐ AC-Stromzange (A 1019)☐ AC/DC-Stromzange (A 1391) |
| ModulIsc/UocU-I-Kennlinie | ☐ PV-Sicherheitssonde☐ PV MC 4 Adapter☐ PV MC 3 Adapter☐ AC/DC Stromzange (A1391)☐ EurotestPV Ferneinheit (A 1378) |
| Wechselrichter | ☐ PV-Sicherheits-Sonde☐ PV MC 4 Adapter☐ PV MC 3 Adapter☐ EurotestPV Ferneinheit (A 1378)☐ PV-Prüfkabel, abgesichert (A 1385)☐ AC/DC Stromzange (A 1391)☐ AC Stromzange (A 1018)☐ AC Stromzange (A 1019) |
| Isolationswiderstand PV | ☐ PV-Sicherheits-Sonde |
| Umgebung | ☐ Temperaturfühler (A 1400)☐ Pyranometer (A 1399)☐ Monokristalline PV-Zelle (A 1427)☐ EurotestPV Ferneinheit (A 1378) |
Appendix C – Länderspezifische Hinweise
Dieser Anhang C enthält eine Sammlung von geringfügigen Änderungen, die mit den länderspezifischen Anforderungen zusammenhängen. Einige der Änderungen bedeuten geänderte aufgeführte Funktionsdaten, die sich auf Hauptabschnitte beziehen, und andere sind zusätzliche Funktionen. Einige geringfügige Änderungen beziehen sich auch auf verschiedene Anforderungen desselben Markts, die durch verschiedene Anbieter abgedeckt werden.
C.1 Liste der länderbezogenen Änderungen
Die folgende Tabelle enthält eine aktuelle Liste der umgesetzten Änderungen.
| Land | Betroffene Kapitel | Art der Änderung | Hinweis |
| AT | 5,4, 11,3, C.2.1 | Ergänzt | Spezial G Typ RCD |
| AUS/NZ | 4.4, 4.4.5, 4.4.8, 5.5, 5.6, C.2.2, Anhang A | Ergänzt | AUS/NZ-Sicherungstabelle hinzugefügt |
C.2 Änderungspunkte
C.2.1 Änderung für Österreich - RCD-Typ G
Die Angaben in Kapitel 5,4 wurden wie folgt geändert:
- RCD-Typ G hinzugefügt,
- die Zeitgrenzwerte sind dieselben wie beim RCD des allgemeinen Typs,
- die Berührungsspannung wird genauso berechnet wie beim RCD des allgemeinen Typs.
Änderungen im Kapitels 5.4
Prüfparameter für RCD-Prüfung und -Messung
| TEST | RCD-Unterfunktionsprüfung [RCDt, RCD I, AUTO, Uc] |
| lön | RCD Nennfehlerstrom l_ N [10 mA, 30 mA, 100 mA, 300 mA, 500 mA 1000 mA] |
| Typ | Anfangspolarität von RCD-Typ AC, A, F, B*, B+* [ ^V, ^V, ^A-, ^V , ^⊕ *], selektiv S, allgemein nicht verzögert □, verzögert G typisch. |
| MUL | Multiplikationsfaktor für den Prüfstrom [ 12 , 1, 2, 5 lön] |
| Ulim | Konventioneller Grenzwert für die Berührungsspannung [25 V, 50 V] |
Hinweise:
□ Ulim kann nur in der Unterfunktion Uc ausgewählt werden.
☐ Selektive (verzögerte) RCDs und RCDs mit (G)-Verzögerung haben ein verzögertes Ansprechverhalten. Sie enthalten für den Fehlerstrom einen Integrationsmechanismus, der das verzögerte Auslösen generiert. Jedoch beeinflusst die Berührungsspannungs-Vorprüfung im Messverfahren auch den
RCD. Eine Verzögerung von 30 Sekunden wird vor der Auslöseprüfung und nach der Vorabprüfung beim RCD Typ S eingefügt und eine Verzögerung von 5 Sekunden wird für RCD-Typ G eingefügt.
Änderungen im Kapitel 5.4.1
| RCD-Typ | Berührungsspannung Uc proportional zu | Nennwert I_ N | |
| AC | , G | 1,05 × I_ N | Beliebig |
| AC | S | 2 × 1,05 × I_ N | |
| A,F | , G | 1,4 × 1,05 × I_ N | ≥ 30 mA^* |
| A,F | S | 2 × 1,4 × 1,05 × I_ N | |
| A,F | , G | 2 × 1,05 × I_ N | <30 mA |
| A,F | S | 2 × 2 × 1,05 × I_ N | |
| B, B+ | 2 × 1,05 × I_ N | Beliebig | |
| B, B+ | S | 2 × 2 × 1,05 × I_ N | |
Tabelle C.1: Beziehung zwischen Uc und IAN
Die technischen Daten bleiben dieselben.
C.2.2 AUS / NZ Änderungen – Sicherungstypen gemäß AS/NZS 3017
Änderungen im Kapitel 4.4
Isc Faktor wird durch Z Faktor ersetzt.

text_image
SETTINGS 19:54 MEMORY SELECT LANGUAGE SET DATE/TIME RCD TESTING SET Z FACTORAbbildung C.1: Optionen im Menü „Einstellungen“
Änderungen im Kapitel 4.4.5
C.2.2.1 Z Faktor
In diesem Menü kann der Z Faktor eingestellt werden.

Abbildung C.2: Wahl des Z-Faktors
Tasten:
| NACH OBEN/NACH UNTEN | Wahl Z-Wert |
| TEST | Z-Wert bestätigen |
| Funktionswahltasten | Kehrt zum Hauptfunktionsmenü zurück. |
Die Impedanz-Grenzwerte für verschiedene Überstrom-Schutzeinrichtungen sind abhängig von Nennspannung und werden mit dem Z-Faktor berechnet. Der Z-Faktor 1,00 wird für die Nennspannung 230 V und der Z-Faktor 1,04 wird für die Nennspannung 240 V verwendet.
Änderungen im Kapitel 4.4.8
Die kundenspezifischen Einstellungen gehen verloren, wenn diese Option verwendet wird!
| Geräteeinstellungen | Standardwert |
| Z Faktor | 1,00 |
| RCD-Normen | AS/NZS 3017 |
Änderungen im Kapitel 5.5
Geänderte Prüfparameter für die Fehlerschleifenimpedanzmessung
| Sicherungstyp | Auswahl des Sicherungstyps [---, FUSE, B, C, D] |
| Lim | Obere Grenze für den Fehlerschleifenimpedanzwert für die ausgewählte Sicherung. |
Die Referenzdaten für die Sicherungen finden Sie im Anhang A2.

text_image
Z100P B 16A 0.4s z:0.49Ω ✓ Isc:473A Lim:3.59Ω L PE N 238 0 238
text_image
ZS rcd B 16A 0.4s z:0.48Ω ✓ Isc:478A Lim:3.59Ω L PE N 238 0 238Abbildung C.3: Beispiele für das Ergebnis einer Schleifenimpedanzmessung
Angezeigte Ergebnisse:
Z Fehlerschleifenimpedanz
Isc .... unbeeinflusster Fehlerstrom,
Lim......Obere Grenze für den Fehlerschleifenimpedanzwert.
Der unbeeinflusste Fehlerstrom I PFC wird aus der gemessenen Impedanz folgendermaßen berechnet:
$$ I _ {P F C} = \frac {U _ {N}}{Z _ {L - P E} \cdot s c a l i n g _ f a c t o r} $$
wobei:
Un U L-PE-Nennspannung (siehe folgende Tabelle),
Skalierungsfaktor. der Korrekturfaktor für Isc (eingestellt auf 1,00).
| Un | Eingangsspannungsbereich (L-PE) |
| 110 V* | (93 V ≤ UL-PE ≤ 134 V) |
| 230 V* | (185 V ≤ UL-PE ≤ 266 V) |
Änderungen im Kapitel 5.6
Prüfparameter für die Leitungsimpedanzmessung
| Sicherungstyp | Auswahl des Sicherungstyps [---, FUSE, B, C, D] |
| Lim | Obere Grenze für den Leitungsimpedanzwert für die ausgewählte Sicherung |
Die Referenzdaten für die Sicherungen finden Sie im Anhang A2.

text_image
Zline B 16A 0.4s z:0.51Ω ✓ Isc:450A Lim:3.59Ω L PE N 239 0 239Leiter zu Nullleiter

text_image
Zline B 16A 0.4s z:0.51Ω ✓ Isc:450A Lim:3.59Ω L1 L3 L2 409 408 409Leiter zu Leiter
Abbildung C.4: Beispiele für das Ergebnis einer Leitungsimpedanzmessung
Angezeigte Ergebnisse:
Z Leitungsimpedanz
Isc .... unbeeinflusster Kurzschlussstrom
Lim......Obere Grenze für den Leitungsimpedanzwert
Der unbeeinflusste Kurzschlussstrom I PFC wird aus der gemessenen Impedanz folgendermaßen berechnet:
$$ I _ {P F C} = \frac {U _ {N}}{- I L N ^ {\prime}} - f a c t o r s $$
wobei:
Un Nennspannung U L-N oder U L1-L2 (siehe folgende Tabelle), Skalier Faktor ..... Korrekturfaktor für Isc (eingestellt auf 1,00).
| Un | Eingangsspannungsbereich (L-N oder L1-L2) |
| 110 V* | (93 V ≤ UL-N< 134 V) |
| 230 V* | (185 V ≤ UL-N≤ 266 V) |
| 400 V* | (321 V < UL-L ≤ 485 V) |
D.1 Sicherheitsrelevante Warnhinweise
Messkategorie der Commander-Geräte
Commander-Prüfstecker A 1314 300 V CAT II
Commander-Prüfspitze A 1401
(ohne Kappe, 18-mm-Spitze)) 1.000 V CAT II/600 V CAT II/300 V CAT II
(mit Kappe, 4-mm-Spitze) 1.000 V CAT II/600 V CAT III/300 V CAT IV
☐ Die Messkategorie der Commander kann niedriger sein als die Schutzkategorie des Instruments.
☐ Wenn an der getesteten Schutzleiterklemme eine gefährliche Spannung erkannt wird, beenden Sie umgehend alle Messungen, und suchen und beseitigen Sie den Fehler!
☐ Trennen Sie beim Austauschen von Batterien oder vor dem Öffnen der Batteriefachabdeckung das Messzubehör vom Instrument und der Anlage.
☐ Die Wartung, Reparatur oder Einstellung des Instruments darf nur von kompetenten und befugten Personen durchgeführt werden.
D.2 Batterie
Für den Commander werden zwei Alkali-Batterien oder NiMH-Akkus der Größe AAA verwendet.
Die Nennbetriebszeit beträgt mindestens 40 h und gilt für Batterien mit einer Nennkapazität von 850 mAh.
Hinweise:
☐ Entfernen Sie alle Batterien aus dem Batteriefach, wenn das Instrument über einen längeren Zeitraum nicht verwendet wird.
Es dürfen nur Alkali-Batterien bzw. wiederaufladbare Ni-MH-Batterien der Größe AA verwendet werden. Metrel empfiehlt, ausschließlich Akkus mit einer Kapazität von mindestens 800 mAh zu verwenden.
☐ Stellen Sie sicher, dass die Akkus richtig eingesetzt sind, da der Commander andernfalls nicht funktioniert und es zu einer Entladung der Akkus kommen kann.
D.3 Beschreibung der Commander

Abbildung D.1: Vorderseite der Commander-Prüfspitze (A 1401)

text_image
HCA 1 2 3 6 7 5Abbildung D.2: Vorderseite des Commander-Prüfstecker (A 1314)

Abbildung D.3: Rückseite
Legende:
| 1 | TEST | TEST | Startet die Messungen. |
| Dient zudem als Schutzleiter-Berührungselektrode. | |||
| 2 | LED | Linke Status-LED (RGB) | |
| 3 | LED | Rechte Status-LED (RGB) | |
| 4 | LEDs | Beleuchtungs-LEDs (Tip Commander) | |
| 5 | Funktionsauswahl | Wählt die Testfunktion aus. | |
| 6 | MEM | Speichern/Abrufen/Löschen von Tests im Speicher des Instruments. | |
| 7 | HB | Schaltet die Hintergrundbeleuchtung am Gerät ein/aus. | |
| 8 | Lampen-Taste | Schaltet die Lampe ein/aus (Tip Commander). | |
| 9 | Batterien | Größe AAA, Alkaline/wiederaufladbar NiMH | |
| 10 | Batterieabdeckung | Batteriefachabdeckung | |
| 11 | Kappe | Abnehmbare CAT IV-Kappe (Tip Commander) | |
D.4 Betrieb der Commander
| Beide LEDs gelb | Warnung! Gefährliche Spannung an der Schutzleiterklemme des Commanders! |
| Rechte LED rot | Fehleranzeige |
| Rechte LED grün | Bestanden-Anzeige |
| Linke LED blinkt blau | Der Commander überwacht die Eingangsspannung. |
| Linke LED orange | Die Spannung zwischen beliebigen Prüfklemmen ist höher als 50 V. |
| Beide LEDs blinken rot | Schwacher Akku |
| Beide LEDs rot und anschließendes Ausschalten | Die Batteriespannung ist für den Betrieb des Commanders zu gering. |
Prüfverfahren für den PE-Anschluss
□ Schließen Sie den Commander am Messgerät an.
☐ Schließen Sie den Commander am Prüfling an, (siehe Abbildung D.4).
☐ Berühren Sie mindestens eine Sekunde lang die PE-Prüfsonde (die Taste TEST).
☐ Wenn der PE-Anschluss an die Phasenspannung angeschlossen ist, leuchten beide LEDs gelb, die Warnmeldung wird auf dem Messgerät angezeigt, der Summer des Geräts aktiviert und weitere Messungen in den Funktionen Zloop und RCD deaktiviert.

text_image
L1 N PE Reversed phase and protection conductors! THE MOST DANGEROUS SITUATION!Abbildung D.4: Vertauschte Leiter L und PE (Commander-Prüfstecker)
Appendix E – PV-Messungen - berechnete Werte
Berechnung anhand bekannter Größen U, I (DC, AC), Konfiguration der Module in einen String (M - Serienmodule, N - Parallelmodule), Umgebungsparameter (Irr, T) sowie Daten des Modulherstellers (U, I (AC, DC), Phase, Istc, α, β, γ, Pnom, NOCT, Irr, Irrstc, Tamb or Tcell)
Modul (DC):
P_WP = P_DC für WECHSELRICHTER Messungen
P_WP = P_meas für MODUL Messungen
WP steht für DC Arbeitspunkt des Wechselrichters - sollte tatsächlicher MPP des angeschlossenen PV-Strings sein, aber nicht notwendig.
Wechselrichter (AC):
$$ P U _ {A C m e a s i n e a s i i} = \sum_ {i = 1} ^ {3} \quad , \quad \cos \varphi $$
U, I und Phase werden an den Anschlüssen des Wechselrichters gemessen, i gilt für Mehrphasen-Systeme (i = 1 ÷ 3).
Konversionseffizienz:
- Modul
$$ \eta_ {1} = \frac {P _ {W P _ {S T C}}}{P _ {n o m}} $$
mit
$$ \begin{array}{l} P _ {W P _ {S T C}} = P _ {s t c} \ P _ {n o m} = P _ {\max \square} \ \end{array} $$
gemessene Ausgangsleistung des Moduls bei STC und Nennwert der Ausgangsleistung des Moduls bei STC
$$ \eta_ {2} = \frac {P _ {W P}}{P _ {\text { theo }}}, P _ {\text { theo }} = M * N * P _ {\text { nom }} * \frac {I r r}{I r r _ {S T C}} $$
mit P_nom ist die Nennleistung des Moduls bei STC, Irr_stc ist die Nenn-Bestrahlungsstärke bei STC ( Irr_stc = 1000 W/m^2 ), Irr ist die gemessene Bestrahlungsstärke, M ist die Anzahl der in Serie (Reihe) geschalteten Einzelmodule und N ist die Anzahl der parallel geschalteten Einzelmodule.
| _2 | Effizienz des Moduls (vereinfacht) |
| Ptheo | Theoretische Leistung des Strings bei gemessener Bestrahlungsstärke |
| Pnom | Nennleistung des Moduls bei STC |
| Irr_stc | Nennwert der Bestrahlungsstärke bei STC (Irrstc = 1000 W/m2) |
| Irr | gemessene Bestrahlungsstärke |
| M | Anzahl der in Serie geschalteten Einzelmodule |
| N | Anzahl der parallel geschalteten Einzelmodule |
Abhängig vom Temperaturkriterium für PASS ist:
- Wenn Tamb > 25^ oder Tcell > 40^ _2 > 0.85
- Wenn Tamb > 25^ oder Tcell > 40^ _2 > (1 - _PV - 0,08) ,
wobei _PV in Abhängigkeit vom Typ der gemessenen Temperatur berechnet wird als
$$ \eta_ {P V} = \left[ T _ {a m b} - 2 5 + (N O C T - 2 0) \frac {I r r}{0 , 0 8} \right] \cdot \gamma $$
oder
$$ \eta_ {P V} = (T _ {\text { cell }} - 2 5) \cdot \gamma $$
wo NOCT als Nennwert der Betriebstemperatur der Zelle (Daten vom Modulhersteller) und γ der Koeffizient der Leistungseigenschaft des PV-Moduls (Eingabewert zwischen 0,01 bis 0,99) (Daten vom Modulhersteller).
| NOCT | Nennwert der Betriebstemperatur der Zelle (Daten vom Modulhersteller) |
| γ | Koeffizient der Leistungseigenschaft des PV-Moduls (Eingabewert zwischen 0,01 bis 0,99) (Daten vom Modulhersteller) |
Wechselrichter:
$$ \eta = \frac {P _ {A C}}{P _ {D C}}. $$
Berechnung der Konversionseffizienz im Vergleich zu STC und gemessenen Korrekturwerte
(U, I (AC, DC), Phase, Irr _stc , Tstc, Pnom, Irr, Tcell, Rs, , , Isc, M, N) Modul:
Die gemessenen Werte für U und I werden gemäß STC-Bedingungen korrigiert:
$$ \alpha = \cdot T _ {m e a s S T C r e l m e a s S T C} ^ {I I I}: \frac {I r r _ {S T C}}{I r r _ {m e a s}}) ( $$
$$ U _ {S T C} = U _ {m e a s} + U _ {O C _ m e a s} \cdot (\beta_ {r e l} \cdot (T _ {S T C} - T _ {m e a s}) + \alpha \cdot \ln (\frac {I r r _ {S T C}}{I r r _ {m e a s}})) - \quad \cdot (I R _ {S}) _ {C} - I _ {m e a s}) $$
$$ R s \quad \frac {M}{N} \cdot R s _ {n o m} $$
wobei es sich bei I_meas und U_meas um den gemessenen Gleichstrom und die Spannung des Moduls, bei Irr_STC um die Bestrahlungsstärke bei STC, bei Irr um die gemessene Bestrahlungsstärke, bei um den Korrekturfaktor für die Bestrahlungsstärke, bei _rel und _rel um die Temperaturkoeffizienten für Strom und Spannung des Moduls, bei T_STC um die Temperatur bei STC, bei T_meas um die gemessene Temperatur, bei Rs um den seriellen Widerstand des Moduls/der Zeichenfolge, bei M um die Anzahl der seriellen Module und bei N um die Anzahl der parallelen Module handelt.
| I_stc , U_stc | Berechnungswerte für Strom und Spannung bei Standardprüfbedingungen (STC) |
| I_mess , U_mess | Gemessene Werte für Gleichstrom und Gleichspannung des Moduls |
| I_sc | Gemessener Kurzschlussstrom des Moduls |
| Irr_stc | Bestrahlungsstärke unter STC |
| Irr | gemessene Bestrahlungsstärke |
| Korrekturfaktor für die Bestrahlungsstärke (typisch 0,06) | |
| _rel , _rel | Strom- und Spannungs-Temperaturkoeffizienten des Moduls |
| Tstc | Temperatur bei STC |
| T_mess | Gemessene Temperatur |
| R_snom | Serienwiderstand des Moduls |
| Rs | Serienwiderstand des String |
| M | Anzahl der in Serie geschalteten Einzelmodule |
| N | Anzahl der parallel geschalteten Einzelmodule |
$$ P _ {S T C} = I _ {S T C} \cdot U _ {S T C} $$
Konversionseffizienz:
Wechselrichter:
$$ \eta = \frac {P _ {A C}}{P _ {D C}} $$
I-U-Kennlinie der PV-Module und Strings
Die erste in der Norm IEC 62446 beschriebene Isolationsmethode führt zu zwei Werten:
R_OC+ Isolationswiderstand zwischen positiven Ausgang und Erde
R_OC - Isolationswiderstand zwischen negativem Ausgang und Erde
Die zweite in der Norm beschriebene Methode gibt nur einen Wert zurück:
R_SC Isolationswiderstand zwischen kurzgeschlossenen Ausgängen und Erde
Um vergleichbare Ergebnisse zu erhalten, müssen beide Werte der ersten Methode in ein Einzelwert-Ergebnis konvertiert werden. Dies kann mithilfe der folgenden Gleichung erfolgen, die auf dem elektrischen Ersatzmodell von PV-Modulen basiert und denselben oder einen ähnlichen Wert wie der mit der zweiten Methode gemessene Isolationswiderstand zurückgibt.
$$ R _ {O C} = \frac {U _ {O C}}{U _ {m}} * \frac {R _ {O C +} * R _ {O C -}}{R _ {O C +} - R _ {O C -}} = R _ {S C} $$
Um genaue Ergebnisse zu erhalten, muss bei der Durchführung von Isolationsmessungen sorgfältig vorgegangen werden. Ein PV-Modul oder ein String kann einen signifikanten kapazitiven Charakter haben, daher muss die Dauer der Messung lang genug sein, damit das Ergebnis stabil ist. Daher muss der Benutzer die Dauer der Messung einstellen, die bis zu einer Minute betragen kann. Wenn die Messzeit zu kurz ist und der angezeigte Wert nicht stabil ist, darf das Endergebnis nur zur Information verwendet werden.




















