TV 456 - Messung Testboy - Kostenlose Bedienungsanleitung
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| Produkttyp | Multifunktionales Prüfinstrument für elektrische Installationen |
| Abmessungen (B x H x T) | 25 cm x 10,7 cm x 13,5 cm |
| Gewicht (ohne Akkus) | 1,3 kg |
| Stromversorgung | 6 × 1,5 V AA NiMH-Akkus (2300 mAh empfohlen) oder 12 V DC / 1000 mA Netzteil |
| Ladezeit | Ca. 6 Stunden (bei vollständig entladenen Akkus) |
| Betriebsdauer (Akkubetrieb) | Bis zu 15 Stunden (abhängig von der Nutzung) |
| Anzeige | 480 × 320 TFT-Farbdisplay mit Hintergrundbeleuchtung |
| Messfunktionen | Isolationswiderstand (50–1000 V), Durchgangsprüfung (Niederohm & Dauer), RCD-Prüfung (Berührungsspannung, Auslösezeit, Auslösestrom, Auto-Test), Fehlerschleifenimpedanz, Leitungsimpedanz, Phasenfolge, Spannung/Frequenz, Erdwiderstand (3-/4-Leiter), spezifischer Erdwiderstand |
| Normenkonformität | EN 61557 (Teile 1–7, 10), EN 61010-1, EN 61326 (Klasse B), CAT III/600 V, CAT IV/300 V, Schutzklasse II, IP42 |
| Sicherheit | Doppelte Isolierung, Überspannungsschutz, akustische Warnungen bei gefährlichen Spannungen, Klemmenspannungsüberwachung |
| Speicher | Interner Speicher für bis zu 1000 Messungen mit ID-Vergabe (Kunde, Ort, Objekt) |
| Schnittstelle | USB (Typ B) zur Datenübertragung an PC, inkl. PC-Software für Berichterstellung |
| Wartung & Reinigung | Gehäuse mit weichem, leicht feuchtem Tuch reinigen; keine Lösungsmittel. Jährliche Kalibrierung empfohlen. |
| Sicherungen (austauschbar) | F1/F2: 4 A/500 V (5×20 mm), F3: 0,315 A/250 V (5×25 mm) – nur durch gleichen Typ ersetzen |
| Lieferumfang | Instrument, Netzmesskabel, Universalprüfkabel, 3 Prüfspitzen, 3 Krokodilklemmen, Satz NiMH-Akkus, Netzteil, USB-Kabel, Tragetasche, PC-Software, Kurzanleitung |
| Garantie | Herstellergarantie gemäß Garantieerklärung; Reparatur nur durch autorisierten Fachhändler |
| Hersteller | Testboy GmbH, Elektrotechnische Spezialfabrik, Beim Alten Flugplatz 3, D-49377 Vechta, Deutschland |
Häufig gestellte Fragen - TV 456 Testboy
- Spannung über 10 V an den Prüfklemmen (bei Isolations-/Durchgangsmessung)
- Gefährliche Spannung an der PE-Klemme
- Prüfobjekt nicht korrekt angeschlossen
- F1 und F2: 4 A / 500 V (5×20 mm) – allgemeiner Eingangsschutz
- F3: 0,315 A / 250 V (5×25 mm) – Schutz der Niederohm-Schaltung
- Grüne LED: Das Messergebnis liegt innerhalb des eingestellten Grenzwerts (GUT).
- Rote LED: Das Ergebnis liegt außerhalb des Grenzwerts (SCHLECHT) oder es liegt eine Störung vor.
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Laden Sie die Anleitung für Ihr Messung kostenlos im PDF-Format! Finden Sie Ihr Handbuch TV 456 - Testboy und nehmen Sie Ihr elektronisches Gerät wieder in die Hand. Auf dieser Seite sind alle Dokumente veröffentlicht, die für die Verwendung Ihres Geräts notwendig sind. TV 456 von der Marke Testboy.
BEDIENUNGSANLEITUNG TV 456 Testboy
2 Sicherheits- und Betriebshinweise 5
2.1 Warnungen und Hinweise 5
2.2 Akku und Aufladen 8
2.2.1 Neue oder längere Zeit nicht benutzte Akkus 8
2.3 Angewandte Normen 10
3 Beschreibung des Instruments 11
3.1 Vorderseite 11
3.2 Anschlussplatte 12
3.3 Rückseite 13
3.4 Aufbau des Displays 14
3.4.1 Klemmenspannungsüberwachung 14
3.4.2 Akkuanzeige 15
3.4.3 Feld für Meldungen 15
3.4.4 Akustische Warnungen 15
3.4.5 Hilfebildschirme 16
3.5 Gerätesatz und Zubehör 17
3.5.1 Standardausstattung TESTBOY TV 456 17
3.5.2 Optionales Zubehör 17
4 Betrieb des Instruments 18
4.1 Funktionswahl 18
4.2 Einstellungen 19
5 Messungen 20
5.1 Isolationswiderstand 20
5.2 Durchgangsprüfung 22
5.2.1 R Low Test 22
5.2.2 Durchgangsprüfung 24
5.3 RCD Prüfung 27
5.3.1 Berührungsspannung 27
5.3.2 Nenndifferenzstrom 27
5.3.3 Multiplikator des Nennfehlerstroms 27
5.3.4 RCD-Typ und Prüfstrom ab Polarität 27
5.3.5 Prüfung selektiver (zeitverzögerter) RCDs 28
5.3.6 Berührungsspannung 28
5.3.7 RCD Auslösezeit (RCD Time) 31
5.3.8 RCD Auslösestrom (RCD Current) 33
5.3.9 Automatischer Test 34
5.4 Fehlerschleifenimpedanz und Fehlerstrom 40
5.4.1 Fehlerschleifenimpedanzmessung 40
5.4.2 Fehlerschleifenimpedanzprüfung RCD 42
5.5 Leitungsimpedanz und voraussichtlicher Kurzschlussstrom 46
5.6 Prüfung der Phasenfolge 49
5.7 Spannung und Frequenz 51
5.8 Erdwiderstandsmessung 53
5.8.1 Erdwiderstand (Re) 3-Leiter und 4-Leiter-Messmethode 53
5.8.2 Spezifischer Erdwiderstand (Ro) 55
6 Wartung 57
6.1 Auswechseln von Sicherungen 57
6.2 Reinigung 57
6.3 Regelmäßige Kalibrierung 57
6.4 Garantie und Reparatur 57
7 Technische Daten 58
7.1 Austausch der Sicherung 58
7.2 Durchgangswiderstand 59
7.2.1 Niederohm 59
7.2.2 Niederstromdurchgang 59
7.3 RCD Prüfung 59
7.3.1 Allgemeine Daten 59
7.3.2 Berührungsspannung 60
7.3.3 Auslösezeit 60
7.3.4 Auslösestrom 60
7.4 Fehlerschleifenimpedanz und Fehlerstrom 61
7.5 Leitungsimpedanz und Kurzschlussstrom 62
7.6 Phasenfolge 62
7.7 Spannung und Frequenz 62
7.8 Erdwiderstand 63
7.9 Allgemeine Daten 64
8 Speichern von Messungen
8.1 Übersicht 65
8.2 Speichern von Ergebnissen 66
8.3 Ergebnisse aufrufen 68
8.4 Löschen von Ergebnissen 69
9 USB Kommunikation
9.1 PC Software 71
9.2 Herunterladen von Datensätzen auf PC 71
1 Vorwort
Herzlichen Glückwunsch zu Ihrer Entscheidung für das TESTBOY-Instrument mit Zubehör von TESTBOY. Das Instrument wurde auf der Grundlage umfangreicher Erfahrung entwickelt, die über viele Jahre der Beschäftigung mit Prüfgeräten für elektrische Installationen erworben wurde.
Das TESTBOY-Instrument ist als professionelles, multifunktionales, tragbares Prüfinstrument für die Durchführung aller Messungen zur umfassenden Inspektion elektrischer Anlagen in Gebäuden gedacht. Folgende Messungen und Prüfungen können durchgeführt werden:
□ Spannung und Frequenz
□ Durchgangsprüfungen
□ Prüfung des Isolationswiderstandes
□ RCD-Prüfung
□ Leitungsimpedanz
□ Schleifenimpedanz
□ Phasenfolge
□ Erdungswiderstand
Das grafische Display mit Hintergrundbeleuchtung bietet ein leichtes Ablesen der Ergebnisse, Hinweise, Messparameter und Meldungen. Zwei GUT-/SCHLECHT-LED-Anzeigen sind an den Seiten des LCD-Displays angeordnet. Die Bedienung des Geräts wurde so entworfen, dass sie so klar und einfach wie möglich ist, und es wird keine besondere Schulung benötigt (außer diese Bedienungsanleitung zu lesen), um beginnen zu können, das Instrument einzusetzen.
Das Instrument ist mit dem gesamten zum komfortablen Prüfen notwendigen Zubehör ausgestattet.
2 Sicherheits- und Betriebshinweise
2.1 Warnungen und Hinweise
Um bei der Durchführung verschiedener Prüfungen und Messungen das höchste Sicherheitsniveau für den Bediener zu erreichen, empfiehlt Testboy, Ihr TESTBOY-Instrument im guten Zustand und unbeschädigt zu halten. Beim Einsatz des Instruments sind die folgenden allgemeinen Warnhinweise zu beachten:
Das Symbol ⚠️ am Instrument bedeutet „Lesen Sie das Handbuch besonders sorgfältig durch“. Das Symbol erfordert das Eingreifen des Bedieners!
Das Symbol CE am Instrument bedeutet „Das Zeichen auf Ihrem Gerät bescheinigt, dass es die Anforderungen aller geltenden EU-Vorschriften erfüllt."
☐ Das Symbol CA am Instrument bedeutet, dass ein auf den britischen Markt gebrachtes Produkt, die Konformitätsanforderung dieses Marktes erfüllt.
Das Symbol bedeutet "Dieses Gerät sollte als Elektronikschrott recycelt werden."
□ Das Symbol ⚠ bedeutet "Gefahr durch Hochspannung!"
□ Das Symbol □ bedeutet " Klasse II: Doppelt isoliert"
□ Wenn das Prüfgerät nicht in der in diesem Benutzerhandbuch vorgeschriebenen Weise benutzt wird, könnte der Schutz beeinträchtigt werden, den das Gerät bietet!
□ Lesen Sie diese Betriebsanleitung sorgfältig, andernfalls kann die Verwendung des Geräts gefährlich für den Bediener, das Prüfgerät oder den Prüfling sein!
Benutzen Sie das Messgerät und das Zubehör nicht, wenn Schäden erkennbar sind!
☐ Falls eine Sicherung durchgebrannt ist, folgen Sie den Anweisungen in dieser Anleitung, um sie zu ersetzen!
□ Beachten Sie alle allgemein bekannten Vorsichtsmaßnahmen, um das Risiko eines Stromschlags beim Umgang mit gefährlichen Spannungen zu vermeiden!
□ Verwenden Sie das Instrument niemals in Netzen mit Spannungen von mehr als 550 V!
□ Wartungseingriffe oder Einstellungen dürfen nur von kompetentem und befugtem Personal durchgeführt werden.
□ Verwenden Sie nur von Ihrem Händler geliefertes Standard- oder Sonderprüfzubehör!
Das Gerät ist im Lieferzustand mit wieder aufladbaren NiCd- oder NiMH-Batteriezellen ausgestattet. Die Zellen sollten nur durch denselben Typ ersetzt werden, wie auf dem Batteriefachschild oder in diesem Handbuch angegeben. Verwenden Sie keine Alkali-Standardbatteriezellen, während das Netzteil angeschlossen ist, da diese dann explodieren könnten!
☐ Im Inneren des Geräts bestehen gefährliche Spannungen. Trennen Sie alle Prüfleitungen ab, ziehen Sie das Netzkabel heraus und schalten Sie das Instrument aus, bevor Sie den Batteriefachdeckel abnehmen!
☐ Alle normalen Sicherheitsmaßnahmen müssen ergriffen werden, um die Gefahr eines Stromschlags bei der Arbeit an elektrischen Anlagen zu vermeiden!

Warnungen bezüglich der Messfunktionen:
Isolationswiderstand
☐ Die Isolationswiderstandsmessung darf nur an stromlosen Objekten durchgeführt werden!
☐ Berühren Sie den Prüfling nicht während der Messung oder bevor er vollständig entladen ist! Es besteht die Gefahr eines Stromschlags!
☐ Wenn eine Isolationswiderstandsmessung an einem kapazitiven Objekt durchgeführt wurde, kann eine automatische Entladung möglicherweise nicht sofort erfolgen.
☐ Schließen Sie Prüfklemmen nicht an externe Spannungen über 550 V (AC oder DC) an, damit das Prüfinstrument nicht beschädigt wird.
Durchgangsprüfungsfunktionen
☐ Die Durchgangswiderstandsmessung darf nur an stromlosen Objekten durchgeführt werden!
Das Prüfergebnis kann durch Parallelimpedanzen oder transiente Ströme beeinflusst werden.
Prüfung des Schutzleiteranschlusses
☐ Wenn am geprüften Schutzleiteranschluss Phasenspannung erkannt wird, stoppen Sie sofort alle Messungen und sorgen Sie dafür, dass die Fehlerursache eliminiert wurde, bevor Sie weitere Tätigkeiten vornehmen!
Bemerkungen bezüglich der Messfunktionen:
Allgemeines
Das Symbol „!“ bedeutet, dass die gewählte Messung wegen eines ordnungswidrigen Zustands an den Eingangsklemmen nicht durchgeführt werden kann.
☐ Isolationswiderstands-, Durchgangs- und Erdungswiderstandsmessungen dürfen nur an stromlosen Objekten durchgeführt werden!
☐ Die Anzeige GUT / SCHLECHT ist aktiviert, wenn der Grenzwert eingestellt ist. Setzen Sie einen geeigneten Grenzwert zur Auswertung von Messergebnissen fest.
☐ Falls nur zwei von drei Leitern mit der zu prüfenden elektrischen Installation verbunden sind, gelten nur die Spannungsanzeigen zwischen diesen beiden Leitern.
Isolationswiderstand
☐ Wenn Spannungen über 10 V (AC oder DC) zwischen den Prüfklemmen erkannt werden, wird die Isolationswiderstandsmessung nicht durchgeführt.
□ Das Gerät entlädt den Prüfling automatisch nach Abschluss der Messung.
□ Eine doppelte Betätigung der Taste TEST leitet eine fortlaufende Messung ein.
Durchgangsprüfungsfunktionen
☐ Wenn die Spannung zwischen den Prüfklemmen höher als 10 V (AC oder DC) ist, wird die Durchgangswiderstandsprüfung nicht durchgeführt.
☐ Bevor Sie die Durchgangsmessung ausführen, kompensieren Sie, soweit erforderlich, den Widerstand der Prüfleitungen.
RCD-Funktionen
☐ Die für eine Funktion eingestellten Parameter werden auch für andere RCD-Funktionen beibehalten.
☐ Die Messung der Berührungsspannung löst normalerweise die Fehlerstrom-Schutzeinrichtung nicht aus. Allerdings kann die Auslösegrenze des RCD infolge von Leckströmen überschritten werden, die zum PE-Schutzleiter oder über die kapazitive Verbindung zwischen den Leitern L und PE fließen.
☐ Die Unterfunktion der RCD-Auslösesperre (Funktionswahlschalter in Stellung LOOP) braucht länger, bietet aber eine viel höhere Genauigkeit des Messergebnisses für den Fehlerschleifenwiderstand (im Vergleich mit dem Teilergebnis RL bei der Funktion zur Messung der Berührungsspannung).
☐ Die Messung der RCD-Auslösezeit und des Auslösestroms wird nur durchgeführt, wenn die Berührungsspannung bei der Vorprüfung beim Nenndifferenzstrom niedriger ist als der eingestellte Grenzwert bei der Berührungsspannung.
☐ Die Automatikprüfsequenz (Funktion RCD AUTO) hält an, wenn die Auslösezeit außerhalb der zulässigen Zeit liegt.
Schleifenimpedanz
☐ Der untere Grenzwert des unbeeinflussten Kurzschlussstromes hängt vom Sicherungstyp, von der Strombemessung und der Auslösezeit der Sicherung sowie vom Impedanzskalierungsfaktor ab.
☐ Die angegebene Genauigkeit der geprüften Parameter gilt nur, wenn die Netzspannung während der Messung stabil ist.
☐ Die Messung des Fehlerschleifenwiderstands löst Fehlerstrom-Schutzeinrichtungen aus.
☐ Die Messung des Fehlerschleifenwiderstands bei Verwendung der Auslösesperrfunktion löst normalerweise die Fehlerstrom-Schutzeinrichtung nicht aus. Allerdings kann die Auslösegrenze infolge von Leckströmen überschritten werden, die zum PE-Schutzleiter oder über die kapazitive Verbindung zwischen den Leitern L und PE fließen.
Leitungsimpedanz
☐ Isc ist abhängig von Z, Un und Skalierungsfaktor. Die angegebene Genauigkeit der geprüften Parameter gilt nur, wenn die Netzspannung während der Messung stabil ist.
☐ Die Stromgrenze hängt vom Sicherungstyp, dem Nennstrom der Sicherung und der Auslösezeit der Sicherung ab.
☐ Die angegebene Genauigkeit der geprüften Parameter ist nur gültig, wenn die Netzspannung während der Messung stabil ist.
2.2 Akku und Aufladen
Der Akku wird immer dann geladen, wenn das Netzteil an das Instrument angeschlossen ist. Die Polarität der Netzteilbuchse ist in Bild 2.1 gezeigt. Eine interne Schaltung steuert den Ladevorgang und sorgt für eine maximale Akkulebensdauer.

Bild 2.1: Polarität der Netzteilbuchse
Das Gerät erkennt den angeschlossenen Netzadapter automatisch und beginnt mit dem Laden.
☐ Wenn das Gerät an eine Anlage angeschlossen ist, können im Inneren seines Batteriefachs gefährliche Spannungen auftreten! Wenn Sie Akkuzellen ersetzen oder den Batterie-/Akku-/Sicherungsfachdeckel öffnen möchten, trennen Sie das gesamte an das Instrument angeschlossene Messzubehör ab und schalten das Instrument aus.
☐ Achten Sie darauf, dass Sie die Zellen richtig einlegen, sonst funktioniert das Gerät nicht, und die Akkus könnten entladen werden.
☐ Entfernen Sie alle Akkus aus dem Batteriefach, wenn das Instrument über einen längeren Zeitraum nicht benutzt wird.
Es können Alkali- oder wieder aufladbare NiCd- oder NiMH-Akkus der Größe AA verwendet werden. Testboy empfiehlt nur den Einsatz von wieder aufladbaren Akkus mit 2300 mAh oder mehr.
□ Laden Sie keine Alkali-Batteriezellen!
□ Verwenden Sie nur das vom Hersteller oder Händler des Prüfgeräts gelieferte Netzteil, um mögliche Brände oder einen Stromschlag zu vermeiden!
2.2.1 Neue oder längere Zeit nicht benutzte Akkus
Beim Laden neuer Akkus oder von Akkus, die über eine längere Zeit (länger als 3 Monate) nicht benutzt wurden, können unvorhersehbare chemische Prozesse auftreten. Ni-MH- und Ni-Cd-Zellen können diesen chemischen Effekten unterworfen sein. Aus diesem Grund kann die Betriebszeit des Geräts während der ersten Lade-Entladezyklen beträchtlich reduziert sein.
In dieser Situation empfiehlt Testboy das folgende Verfahren, um die Akkulebensdauer zu verbessern:
| Verfahren | Hinweise |
| ➢ Laden Sie des Akkus vollständig. | Mindestens 14 Std. mit eingebautem Ladegerät. |
| ➢ Entladen Sie den Akku vollständig. | Dies kann erfolgen, indem das Instrument normal benutzt wird, bis es vollständig entladen ist. |
| ➢ Wiederholen Sie den Lade-/Entladezyklus mindestens 2-4-mal. | Vier Zyklen werden empfohlen, um die Akkus wieder auf ihre normale Kapazität zu bringen. |
Hinweise:
Das Ladegerät im Instrument ist ein so genanntes Zellenpack-Ladegerät. Das bedeutet, dass die Akkuzellen während des Ladens in Serie geschaltet sind. Die Akkuzellen müssen gleichwertig sein (derselbe Ladezustand und Typ, dasselbe Alter).
□ Eine abweichende Akkuzelle kann ein ungenügendes Laden sowie ein fehlerhaftes Entladen bei normalem Gebrauch des gesamten Akkupacks verursachen. (Das führt zu einem Erhitzen des Akkupacks, bedeutend verringerter Betriebszeit, umgekehrter Polarität der defekten Zelle usw.)
☐ Wenn nach mehreren Lade-/Entladezyklen keine Verbesserung erreicht wird, sollte der Zustand der einzelnen Akkuzellen überprüft werden (durch Vergleich der Akkuspannungen, Überprüfen in einem Zellen-Ladegerät usw.). Es ist sehr wahrscheinlich, dass sich nur einige der Akkuzellen verschlechtert haben.
☐ Die oben beschriebenen Effekte sollten nicht mit dem normalen Nachlassen der Akkukapazität im Laufe der Zeit verwechselt werden. Ein Akku verliert auch an Kapazität, wenn er wiederholt geladen/entladen wird. Der tatsächliche Kapazitätsverlust über die Anzahl der Ladezyklen hängt vom Akkutyp ab. Diese Information ist in den vom Akkuhersteller bereitgestellten technischen Daten enthalten.
2.3 Angewandte Normen
Die Instrumente von TESTBOY werden in Übereinstimmung mit folgenden Vorschriften hergestellt und geprüft:
| Elektromagnetische Verträglichkeit (EMV) | |
| EN 61326 | Elektrische Mess-, Steuer-, Regel- und Laborgeräte - EMV-AnforderungenKlasse B (handgehaltene Geräte in kontrollierten elektromagnetischen Umgebungen) |
| Sicherheit (Niederspannungsrichtlinie) | |
| EN 61010-1 | Sicherheitsbestimmungen für elektrische Mess-, Steuer-, Regel- und Laborgeräte – Teil 1: Allgemeine Anforderungen |
| EN 61010-031 | Sicherheitsbestimmungen für handgehaltenes Messzubehör zum Messen und Prüfen |
| EN 61010-2-032 | Sicherheitsbestimmungen für elektrische Mess-, Steuer-, Regel- und Laborgeräte – Teil 2-032: Besondere Anforderungen für handgehaltene und handbediente Stromsonden für elektrische Messungen |
| Funktionalität | |
| EN 61557 | Elektrische Sicherheit in Niederspannungsnetzen bis AC 1000 V und DC 1500 V – Geräte zum Prüfen, Messen oder Überwachen von SchutzmaßnahmenTeil 1 Allgemeine AnforderungenTeil 2 IsolationswiderstandTeil 3 SchleifenwiderstandTeil 4 Widerstand der Erdverbindung und der PotentialausgleichsverbindungenTeil 5 Erdungswiderstand TESTBOY TV 456Teil 6 Wirksamkeit von Fehlerstromschutzeinrichtungen (RCDs) in TT-, TN- und IT-NetzenTeil 7 DrehfeldTeil 10 Kombinierte Messgeräte zum Prüfen, Messen oder Überwachen von Schutzmaßnahmen |
| Andere Bezugsnormen zum Prüfen von RCDs | |
| EN 61008 | Fehlerstrom-/Differenzstromschutzschalter ohne eingebauten Überstromschutz (RCCBs) für Hausinstallationen und für ähnliche Anwendungen |
| EN 61009 | Fehlerstrom-/Differenzstromschutzschalter mit eingebautem Überstromschutz (RCBOs) für Hausinstallationen und für ähnliche Anwendungen |
| EN 60364-4-41 | Errichten von NiederspannungsanlagenTeil 4-41 Schutzmaßnahmen - Schutz gegen elektrischen Schlag |
| BS 7671 | IEE Wiring Regulations ( 17th edition) (Verdrahtungsbestimmungen) |
| AS / NZ 3760 | In-service safety inspection and testing of electrical equipment (Sicherheitsinspektion und -prüfung elektrischer Einrichtungen) |
Hinweis zu EN- und IEC-Normen:
☐ Der Text dieser Anleitung enthält Referenzen auf Europäische Normen. Alle Normen der Serie EN 6xxxx (z. B. EN 61010) sind gleichwertig mit IEC-Normen derselben Nummer (z. B. IEC 61010) und unterscheiden sich nur in ergänzenden Teilen, die aufgrund des europäischen Harmonisierungsverfahrens erforderlich waren.
3 Beschreibung des Instruments
3.1 Vorderseite

Bild 3.1: Vorderseite (Modell TESTBOY TV 456)
Legende:
| 1 | Funktionswahlschalter | Wählt die gewünschte Funktion aus |
| 2 | Setup Taste | Zeigt diverse Einstellungsmöglichkeiten an |
| 3 | Exit/Back/Return | Verlassen/zurück |
| 4 | ON/OFF | Schaltet das Gerät ein oder aus |
| 5 | MEM | Speichert Messungen |
| 6 | COM Taste | Kompensiert Messleitungswiderstand |
| 7 | Hilfe Taste | Öffnet Bedienhilfe |
| 8 | Auf und Ab Tasten | Manövriert durch Menüs |
| 9 | Links und rechts Tasten | Manövriert durch Menüs |
| 10 | Test Taste | Startet eine Messung |
| 11 | TFT-Farbbildschirm | Anzeige der gewählten Funktion und Messung |
3.2 Anschlussplatte

Bild 3.2: Anschlussplatte
Legende:
| 1 | Prüfanschluss | Messeingänge / -ausgänge |
| 2 | Buchse für Sonde | |
| 3 | Schutzklappe |
Warnungen!
☐ Die maximal zulässige Spannung zwischen einem beliebigen Prüfanschluss und Erde beträgt 600 V!
☐ Die maximal zulässige Spannung zwischen den Prüfanschlüssen beträgt 550 V!
3.3 Rückseite

Bild 3.3: Rückseite
Legende:
1 Batteriefachdeckel
2 Rückseitiges Informationsschild
3 Befestigungsschraube des Batterie-/Akkufachdeckels

Bild 3.4: Batterie-/Akkufach
Legende:
1 Sicherung F1
2 Sicherung F2
3 Sicherung F3
4 Akkuzellen Größe AA
5 Akkukontakte
3.4 Aufbau des Displays

Bild 3.5: Typisches Funktionsdisplay
Legende:
| 1 | Funktionszeile | Zeigt die ausgewählte Funktion |
| 2 | Ergebnisfeld | Zeigt Haupt- und Teilergebnisse der Messung |
| 3 | Statusleiste | GUT/SCHLECHT/ABBRUCH/START/WARTEN/... |
| 4 | Aktive Spannungsanzeige | Zeigt symbolisierte Stecker, benennt die Stecker in Abhängigkeit von den Messungen, zeigt die tatsächlichen Spannungen |
| 5 | Optionen | Zeigt Optionen der Messung |
| 6 | Batteriestatus | Zeigt den aktuellen Ladestatus des Akkus |
| 7 | Uhrzeit | Zeigt die aktuelle Uhrzeit |
| 8 | Kalibrationsstatus | Kalibrierdatum ist abgelaufen |
3.4.1 Klemmenspannungsüberwachung
Die Klemmenspannungsüberwachung zeigt ständig die Spannungen an den Prüfklemmen sowie Informationen über aktive Prüfklemmen an.



Die ständig überwachten Spannungen werden zusammen mit der Prüfklemmendarstellung angezeigt. Alle drei Prüfklemmen werden für die ausgewählte Messung benutzt.
Die ständig überwachten Spannungen werden zusammen mit der Prüfklemmendarstellung angezeigt. Die Prüfklemmen L und N werden für die gewählte Messung benutzt.
L und PE (Schutzleiter) sind aktive Prüfklemmen; die Klemme N sollte zugunsten korrekter Bedingungen der Eingangsspannung ebenfalls angeschlossen sein.
3.4.2 Akkuanzeige
Die Anzeige gibt den Ladezustand der Akku an, und ob ein externes Ladegerät angeschlossen ist.
| Anzeige der Akkukapazität. | |
| Schwacher Akku.Der Akku ist zu schwach, um ein korrektes Ergebnis zu garantieren. Ersetzen Sie die Batterien oder laden Sie die Akkus auf. |
Der Ladevorgang wird durch eine LED in der Nähe der Steckdose angezeigt.
3.4.3 Feld für Meldungen
Im Feld für Meldungen werden Warnungen und Meldungen angezeigt.
| Gefährliche Spannung | |
| COMP | Messleitungen sind kompensiert |
| Messung kann nicht gestartet werden | |
| Gefährliche Spannung an PE | |
| Ergebnis ist nicht in Ordnung | |
| Ergebnis ist in Ordnung | |
| RCD ist offen oder ausgelöst | |
| RCD ist geschlossen | |
| Messung kann gestartet werden | |
| Temperatur ist zu hoch | |
| Messleitungen müssen ausgetauscht werden | |
| Bitte warten |
3.4.4 Akustische Warnungen
| Kurzer Hochton | Taste gedrückt |
| Langer Ton | Durchgangsprüfung, wenn der Widerstand <35 Ohm ist |
| Aufwärtston | Achtung! Gefährliche Spannung liegt an |
| Kurzer Ton | Messung abgeschlossen |
| Abwärtston | Temperatur, Spannung am Eingang, Start nicht möglich |
| Dauerton | Achtung! Phasenspannung an der PE-Klemme! Stoppen Sie alle Messungen und beseitigen Sie die Störung, bevor Sie mit der Arbeit fortfahren! |
3.4.5 Hilfebildschirme
HELP (HILFE) Öffnet den Hilfebildschirm.
Zu allen Funktionen gibt es Hilfe-Menüs. Das Hilfe-Menü enthält Prinzipschaltbilder zur Illustration, wie das Instrument an die elektrische Anlage anzuschließen ist. Drücken Sie nach der Auswahl der Messung, die Sie durchführen möchten, die HELP-Taste, um das dazugehörige Hilfe-Menü zu betrachten.
Tasten im Hilfemenü:
| LINKS/RECHTS | Wählt den nächsten / vorherigen Hilfebildschirm. |
| HELP | Hilfebildschirme öffnen/verlassen |
| ZURÜCK/RETURN | Verlässt das Hilfemenü. |

Bild 3.6: Beispiel für Hilfebildschirm
3.5 Gerätesatz und Zubehör
3.5.1 Standardausstattung TESTBOY TV 456
Instrument
□ Kurzanleitung
□ Produktprüfdaten
□ Garantieerklärung
□ Konformitätserklärung
□ Netzmesskabel
□ Universalprüfkabel
□ Drei Prüfspitzen
□ Drei Krokodilklemmen
□ Satz NiMH-Akkuzellen
□ Netzteiladapter
□ Tragetasche
□ PC Software
□ Weiche Handschlaufe und Trageriemen
□ USB Kabel
3.5.2 Optionales Zubehör
Eine Liste des optionalen Zubehörs, bekommen Sie auf Anfrage bei Ihrem Händler.
- Typ-2-Ladesäulen-Adapter
- 20/20/5 m Erdungsset
- CH, UK, US Netzmesskabel
4 Betrieb des Instruments
4.1 Funktionswahl
Zum Auswählen einer Prüffunktion muss der FUNKTIONSWAHLSCHALTER benutzt werden.
Tasten:
| FUNKTIONS-WAHLSCHALTER | Wählen der Prüf-/Messfunktion:☐ V Spannung und Frequenz und Phasenfolge.☐ RCD RCD-Prüfung☐ LOOP Fehlerschleifenimpedanz☐ LINE Leitungsimpedanz☐ MΩ Isolationsmessung☐ Ω Durchgangsprüfung☐ RPE Erdwiderstandsmessung |
| AUFWÄRTS/ABWÄRTS | Wählt den Parameter/Grenzwert aus, der bearbeitet werden soll. |
| LINKS/RECHTS | Ändert den Wert für den ausgewählten Parameter. |
| TAB | Wählt den einzustellenden oder zu ändernden Prüfparameter. |
| TEST | Startet die gewählte Prüf-/Messfunktion. |
| MEM | Speichert Messergebnisse / ruft gespeicherte Ergebnisse ab. |

Für das Speichern und Verwerten der Messdaten müssen IDs angelegt werden! IDs mit dem Wert „0“ werden automatisch verworfen. Vor/Bei Messungen sollten Sie darauf achten, dass IDs angelegt werden!
Beispiel:
Kunde (z. B. Gebäude) – Ort (z. B. Raum) – Objekt (z. B. Steckdose)
Weitere Infos zum Speichern und Anlegen von IDs finden Sie im Abschnitt 8 dieser Bedienungsanleitung.

Wenn das Kalibrationsdatum überschritten wurde, warnt das Gerät beim Einschalten mit einer entsprechenden Meldung „Kalibrierdatum abgelaufen. Bitte kontaktieren Sie uns.“
4.2 Einstellungen
Um das Setup-Menü aufzurufen, drücken Sie die SETUP Taste. Im Setup-Menü können die folgenden Einstellungen vorgenommen werden:
☐ Datum/Uhrzeit: Internes Datum und Uhrzeit einstellen
☐ Isc-Faktor: Einstellung des Skalierungsfaktors für Kurz-/Fehlstrom
☐ RCD-Norm: Wählen Sie eine nationale Norm für die RCD-Prüfung
□ ELV: Wählen Sie die Spannung für die ELV-Warnung
☐ Ausschaltzeit: Wählen Sie die Zeit, nach welcher sich das Gerät ausschalten soll
□ Zeitüberschreitung: Wählen Sie die Zeitspanne, nach der die Messung beendet werden soll
☐ ISO-Zeitüberschreitung: Wählen Sie die Zeitspanne, nach der die ISO-Messung beendet werden soll
□ Versorgungssystem: Wählen Sie das Versorgungsnetz/System (z. B. IT)
☐ Geräteinformationen: Zeigt Informationen über das Gerät an, (z. B. Firmware)
□ Sprache: Einstellen der Sprache
☐ Buzzer: Einstellen der Optionen, wann der Summer aktiv sein soll
☐ Hintergrundbeleuchtung: Einstellen der Helligkeit der Hintergrundbeleuchtung des TFT-Displays
5 Messungen
5.1 Isolationswiderstand
Die Messung des Isolationswiderstands wird durchgeführt, um die Sicherheit vor elektrischen Schlägen durch die Isolation hindurch zu gewährleisten. Sie wird durch die Norm EN 61557-2 abgedeckt. Typische Anwendungen sind:
□ Isolationswiderstand zwischen Leitern der Anlage,
□ Isolationswiderstand nicht leitender Räume (Wände und Fußböden),
□ Isolationswiderstand von Erdungskabeln,
□ Isolationswiderstand von schwach leitenden (antistatischen) Fußböden.
So führen Sie eine Isolationswiderstandsmessung durch:
Schritt 1:
Wählen Sie die Funktion Isolation (MΩ) mit dem Funktionswahlschalter aus. Das folgende Menü wird angezeigt:

Bild 5.1: Isolationswiderstand
Schritt 2:
Stellen Sie die folgenden Messparameter und Grenzwerte ein:
□ Volt: Nominale Prüfspannung
Limit: Unterer Grenzwert für den Widerstand
Schritt 3:
Vergewissern Sie sich, dass an dem zu prüfenden Gegenstand keine Spannungen anliegen. Schließen Sie die Messleitungen an den TV 456 an. Schließen Sie die Prüfkabel an den zu prüfenden Gegenstand an (siehe Abbildung 5.2), um die Isolationswiderstandsmessung durchzuführen.

Bild 5.2: Anschluss des Universalprüfkabels
Schritt 4:
Überprüfen Sie die angezeigten Warnungen und den Klemmenmonitor, bevor Sie die Messung starten. Wenn ▶angezeigt wird, drücken Sie die TEST Taste. Nach Abschluss der Messung werden die Messergebnisse zusammen mit der Angabe ▼oder × angezeigt.

Bild 5.3: Beispiel für Isolationswiderstandsmessung
Angezeigte Ergebnisse:
Um = tatsächlich an den Prüfling angelegte Spannung
Achtung!
☐ Die Messung des Isolationswiderstandes darf nur an spannungsfreien Objekten durchgeführt werden!
☐ Bei der Messung des Isolationswiderstandes zwischen den Installationsleitern müssen alle Verbraucher abgetrennt und alle Schalter geschlossen sein!
☐ Berühren Sie das Prüfobjekt nicht während der Messung oder bevor es vollständig entladen ist! Gefahr eines elektrischen Schlages!
Um eine Beschädigung des Prüfgeräts zu vermeiden, dürfen die Prüfklemmen nicht mit einer externen Spannung von mehr als 550 V (AC oder DC) verbunden werden
5.2 Durchgangsprüfung
Es stehen zwei Unterfunktionen für die Durchgangsprüfung zur Verfügung:
☐ R Low, ca. 240 mA Durchgangsprüfung mit automatischer Umpolung
- Kontinuierliche Durchgangsprüfung mit niedrigem Strom (ca. 4 mA), nützlich bei der Prüfung induktiver Systeme
5.2.1 R Low Test
Mit dieser Funktion wird der Widerstand zwischen zwei verschiedenen Punkten der Anlage geprüft, um sicherzustellen, dass ein leitender Pfad zwischen ihnen besteht. Die Prüfung stellt sicher, dass alle Schutz-, Erdungs- oder Potentialausgleichsleiter korrekt angeschlossen und abgeschlossen sind und den richtigen Widerstandswert haben. Die Messung des R-Low-Widerstands erfolgt mit einem Prüfstrom von mehr als 200 mA bei 2 Ohm. Eine automatische Umpolung der Prüfspannung und des Prüfstroms wird durchgeführt während der Prüfung. Bei diesem Test wird geprüft, ob Bauteile (z. B. Dioden, Transistoren, SCRs) vorhanden sind, die eine gleichrichtende Wirkung auf den Stromkreis haben und beim Anlegen einer Spannung Probleme verursachen könnten.
Diese Messung entspricht vollständig der Norm EN61557-4.
So führen Sie eine R-Low Messung durch:
Schritt 1:
Wählen Sie mit dem Funktionswahlschalter die Funktion Durchgangsprüfung (Ω) aus und benutzen Sie die Navigationstasten um den Modus R Low auszuwählen. Das folgende Menü wird angezeigt:

Bild 5.4: Menü R-Low Messung
Schritt 2:
Stellen Sie den folgenden Grenzwert mit den Navigationstasten ein:
□ Limit: Begrenzung des Widerstandswerts
Schritt 3:
Verbinden sie das Prüfkabel mit dem TV 456. Bevor Sie eine R Low Messung durchführen, kompensieren Sie den Widerstand der Messleitungen wie folgt:
- Schließen Sie die Messleitungen zunächst kurz, wie in Abbildung 5.5

Bild 5.5: kurzgeschlossene Messleitungen
-
Drücken Sie die Taste COM. Nach der Durchführung der Messleitungskompensation wird in der Statuszeile die Anzeige COMP für kompensierte Messleitungen angezeigt.
-
Um die Kompensation des Messleitungswiderstands zu entfernen, drücken Sie einfach erneut die COM Taste. Nach dem Entfernen der Messleitungskompensation wird die Kompensationsanzeige aus der Statuszeile verschwinden.
Schritt 4:
Vergewissern Sie sich, dass der zu prüfende Gegenstand von jeder Spannungsquelle getrennt und vollständig entladen ist. Schließen Sie die Prüfkabel an den zu prüfenden Gegenstand an. Folgen sie den Anschlussplänen in den Abbildungen 5.6 und 5.7, um eine R Low Messung durchzuführen.

Bild 5.6: kurzgeschlossene Messleitungen
Schritt 5:
Prüfen Sie vor Beginn der Messung, ob auf dem Display Warnungen und die Klemmenüberwachung angezeigt werden. Wenn alles in Ordnung ist und ▶angezeigt wird, drücken Sie die Taste TEST. Nach Durchführung der Messung erscheinen die Ergebnisse auf dem Display zusammen mit der Anzeige √oder .×

Bild 5.7: kurzgeschlossene Messleitungen
Angezeigte Ergebnisse:
R......Hauptresultat des LowΩ-Widerstands (Durchschnitt aus R+ und R-)
R+......Niederohmiges Teilergebnis mit positiver Spannung an der L-Klemme
R-......Niederohmiges Teilergebnis mit positiver Spannung an der N-Klemme
Achtung!
☐ Niederohmmessungen sollten nur an spannungsfreien Objekten durchgeführt werden!
- Parallele Impedanzen oder transiente Ströme können die Prüfergebnisse beeinflussen.
Anmerkung:
☐ Wenn die Spannung zwischen den Prüfklemmen mehr als 10 V beträgt, wird die R Low Messung nicht durchgeführt.
5.2.2 Durchgangsprüfung
Kontinuierliche Niederwert-Widerstandsmessungen können ohne Umpolung der Prüfspannungen und mit einem geringeren Prüfstrom (einige mA) durchgeführt werden. Im Allgemeinen dient die Funktion als gewöhnliches Ω-Meter mit niedrigem Prüfstrom. Die Funktion kann auch zur Prüfung von induktiven Bauteilen wie Motoren und Spiralkabeln verwendet werden.
So führen Sie eine Durchgangsmessung bei niedrigem Strom durch
Schritt 1:
Wählen Sie mit dem Funktionswahlschalter Durchgangsprüfung (Ω) und wählen Sie den Cont Modus mit den Navigationstasten. Das folgende Menü wird angezeigt:

Bild 5.8: kurzgeschlossene Messleitungen
Schritt 2:
Stellen Sie den folgenden Grenzwert mit den Navigationstasten ein:
□ Limit: Begrenzung des Widerstandswerts
Schritt 3:
Schließen Sie das Prüfkabel an das Gerät und den zu prüfenden Gegenstand an. Folgen Sie dem in Abbildung 5.9 gezeigten Anschlussplan um die Durchgangsmessung durchzuführen.

Bild 5.9: Anschluss des Universalprüfkabels
Schritt 4:
Überprüfen Sie die Warnungen und die Klemmenüberwachung auf dem Display, bevor Sie die Messung Starten. Wenn alles in Ordnung ist und ▶angezeigt wird, drücken Sie die Taste TEST, um die Messung zu starten. Das aktuelle Messergebnis wird während der Messung mit der Anzeige ▼oder ▶angezeigt. Da es sich um einen Dauertest handelt, muss die Funktion angehalten werden. Um die Messung jederzeit zu stoppen, drücken Sie erneut die Taste TEST. Das zuletzt gemessene Ergebnis wird zusammen mit der Anzeige ▼oder ▶angezeigt.

Bild 5.10: Beispiel für das Ergebnis einer Niederstrom-Durchgangsmessung
Angezeigtes Ergebnis:
R......Niedriger Stromdurchgangswiderstand als Ergebnis.
I...... Für die Messung verwendeter Strom
Warnung:
☐ Schwachstrom-Durchgangsmessungen sollten nur an spannungsfreien Objekten durchgeführt werden!
Anmerkungen:
☐ Wenn zwischen den Prüfklemmen eine Spannung von mehr als 10 V anliegt, wird die Durchgangsmessung nicht durchgeführt. Bevor Sie eine Durchgangsmessung durchführen, kompensieren Sie den Messleitungswiderstand. Die Kompensation wird in der Unterfunktion Durchgang R Low durchgeführt.
5.3 RCD Prüfung
Bei der Prüfung von RCDs/FI-Schutzschaltern können die folgenden Teilfunktionen durchgeführt werden:
□ Messung der Kontaktspannung
□ Messung der Auslösezeit
□ Messung des Auslösestroms
□ RCD-Autotest
Im Allgemeinen können bei der Prüfung von RCDs die folgenden Parameter und Grenzwerte festgelegt werden:
□ Grenzkontaktspannung
□ Nominaler Differenzial-RCD-Auslösestrom
□ Multiplikator des Nenn-Differential-RCD-Auslösestroms
□ RCD-Typ
□ Prüfen der Polarität des Anlaufstroms
Diese Messung entspricht vollständig der Norm EN61557-6
5.3.1 Berührungsspannung
Die Berührungsspannung ist im normalen Wohnbereich auf 50 VAC begrenzt. In speziellen Umgebungen (Krankenhäuser, Feuchträume, etc.) sind Berührungsspannungen bis zu 25 VAC zulässig. Die Berührungsspannung kann nur in der Funktion Berührungsspannung Uc eingestellt werden!
5.3.2 Nenndifferenzstrom
Der Nenndifferenzstrom ist der Auslösestrom eines RCD/FI-Schutzschalters. Die folgenden RCD-Stromwerte können eingestellt werden: 10 mA, 30 mA, 100 mA, 300 mA, 500 mA, 650 mA und 1000 mA.
5.3.3 Multiplikator des Nennfehlerstroms
Der gewählte Nenndifferenzstrom kann mit 1/2 , 1, 2 oder 5 multipliziert werden.
5.3.4 RCD-Typ und Prüfstrom ab Polarität
Der TV 456 ermöglicht die Prüfung von allgemeinen (unverzögerten) und selektiven (zeitverzögerten) RCDs. Er eignet sich unter anderem für die Prüfung folgender Typen von SRCDs:
□ Wechselnder Fehlerstrom (AC-Typ)
□ Pulsierender DC-Fehlerstrom (Typ A)
☐ Reiner oder nahezu reiner Gleichfehlerstrom (Typ B)

Die Startpolarität des Prüfstroms kann mit der positiven Halbwelle bei 0° oder mit der negativen Halbwelle bei 180° gestartet werden.


Positive Startpolarität (180°) negative Startpolarität (0°)
Bild 5.11: Prüfstrom mit positiver oder negativer Halbwelle
5.3.5 Prüfung selektiver (zeitverzögerter) RCDs
Selektive RCDs weisen ein verzögertes Ansprechverhalten auf. Das Auslöseverhalten wird durch die Vorspannung während der Messung der Kontaktspannung beeinflusst. Um die Vorspannung zu beseitigen, wird vor der Auslöseprüfung eine Zeitverzögerung von 30 s eingefügt.
5.3.6 Berührungsspannung
Der zur PE-Klemme fließende Ableitstrom verursacht einen Spannungsabfall am Erdungswiderstand, der als Berührungsspannung (Uc) bezeichnet wird. Diese Spannung liegt an allen zugänglichen Teilen an, die mit der PE-Klemme verbunden sind, und sollte niedriger als die Sicherheitsgrenzspannung sein.
Der Parameter Berührungsspannung wird gemessen, ohne dass der RCD/FI-Schutzschalter auslöst. RL ist ein Fehlerschleifenwiderstand und wird wie folgt berechnet:

Die angezeigte Berührungsspannung bezieht sich auf den Bemessungsdifferenzstrom der RCD und wird mit einem Sicherheitsfaktor multipliziert. Siehe Tabelle 5.1 für eine detaillierte Berechnung der Berührungsspannung.
| RCD-Typ | Berührungsspannung Uc |
| G G | Uc 1.05xIΔN |
| S S | Uc 1.05x2xIΔN |
| G G | Uc 1.05x√2xIΔN |
| S S | UC 1.05x2x√2xIΔN |
Bild 5.1: Beziehung zwischen Uc und iΔn
So führen Sie eine Berührungsspannungsmessung durch
Schritt 1:
Wählen Sie die RCD-Funktion mit dem Funktionswahlschalter und den Uc-Modus mit den Navigationstasten. Das folgende Menü wird angezeigt:

Bild 5.12: Menü Berührungsspannungsmessung
Schritt 2:
Stellen Sie die folgenden Messparameter und Grenzwerte ein:
□ IΔn: Nennfehlerstrom
□ Type: RCD-Typ
□ Limit: Begrenzung der Berührungsspannung
Schritt 3:
Schließen Sie die Messleitungen an das Gerät an und folgen Sie dem Anschlussschema in Abbildung 5.13, um eine Berührungsspannungsmessung durchzuführen.

Bild 5.13: Anschluss von Steckerprüfkabel oder Universalprüfkabel
Schritt 4:
Prüfen Sie auf eventuelle Warnungen und kontrollieren Sie den Klemmenmonitor auf dem Display, bevor Sie die Messung starten. Wenn alles in Ordnung ist und das angezeigt wird, drücken Sie die Taste TEST. Nach Durchführung der Messung erscheinen die Ergebnisse auf dem Display zusammen mit oder ✗

Bild 5.14: Beispiel für die Ergebnisse der Berührungsspannungsmessung
Angezeigtes Ergebnis:
Uc......Berührungsspannung
RI......Widerstand der Fehlerschleife
Limit......Grenzwert für den Erdschlussschleifenwiderstand gemäß BS 7671.
Anmerkungen:
☐ Die in dieser Funktion eingestellten Parameter bleiben auch für alle anderen RCD-Funktionen erhalten!
☐ Die Messung der Berührungsspannung führt normalerweise nicht zur Auslösung eines RCD/FI-Schalters. Die Auslösegrenze kann jedoch durch Ableitströme über den Schutzleiter PE oder eine kapazitive Verbindung zwischen L- und PE-Leiter überschritten werden.
☐ Die Unterfunktion RCD-Auslösesperre (Funktion ausgewählt für die Option LOOP RCD) benötigt mehr Zeit, bietet aber eine viel höhere Genauigkeit des Ergebnisses für den Fehlerschleifenwiderstand (im Vergleich zum Unterergebnis RL in der Funktion Berührungsspannung).
5.3.7 RCD Auslösezeit (RCD Time)
Die Messung der Auslösezeit dient dazu, die Wirksamkeit eines FI-Schutzschalters zu überprüfen. Dies wird durch eine Prüfung erreicht, bei der ein geeigneter Fehlerzustand simuliert wird. Die Auslösezeiten variieren je nach Norm und sind unten aufgeführt.
Auslösezeiten gemäß BS EN 61008 / BS EN 61009:
| 1/2xΔN * | ΔN | 2xΔN | 5xΔN | |
| Normale (nicht verzögerte) RCDs | t Δ >300 ms | t Δ <300 ms | t Δ <150 ms | t Δ <40 ms |
| Selektive (zeitverzögerte) RCDs | t Δ >500 ms | 130 ms60 ms50 ms | 60 ms50 ms | 50 ms |
Auslösezeiten gemäß BS 7671:
| 1/2xΔN^* | ΔN | 2xΔN | 5xΔN | |
| Normale (nicht verzögerte) RCDs | tΔ > 1999 ms | tΔ < 300 ms | tΔ < 150 ms | tΔ < 40 ms |
| Selektive (zeitverzögerte) RCDs | tΔ > 1999 ms | 130 ms < tΔ < 500 ms | 60 ms < tΔ < 200 ms | 50 ms < tΔ < 150 ms |
* Ein Prüfstrom von 1/2 IΔN kann nicht zur Auslösung der RCDs führen.
So führen Sie die Messung der Auslösezeit durch
Schritt 1:
Wählen Sie die RCD-Funktion mit dem Funktionswahlschalter und wählen Sie den Zeitmodus (Time) mit den Navigationstasten. Das folgende Menü wird angezeigt:

Bild 5.15: Menü zur Messung der Auslösezeit
Schritt 2:
Stellen Sie die folgenden Messparameter ein:
□ IΔn: Nennstrom des Differentialauslösers
□ Type: RCD-Typ
□ Factor: Nomineller Multiplikator des RCDs
□ Pol: Startpolarität des Prüfstroms
Schritt 3:
Schließen Sie die Leitungen an das Gerät an und folgen Sie dem in Bild 5.13 gezeigten Anschlussplan (siehe Kapitel 5.3.6 Berührungsspannung), um die Messung durchzuführen.
Schritt 4:
Prüfen Sie auf eventuelle Warnungen und kontrollieren Sie die Klemmenüberwachung auf dem Display, bevor Sie die Messung starten. Wenn alles in Ordnung ist und angezeigt wird, drücken Sie die Taste TEST, um die Messung zu starten. Das aktuelle Messergebnis wird nach der Messung mit der Anzeige oder angezeigt.

Bild 5.16: Beispiel für die Ergebnisse der Auslösezeit
Angezeigtes Ergebnis:
t......Auslösezeit
Uc......Berührungsspannung
Anmerkungen:
☐ Die in dieser Funktion eingestellten Parameter werden auch auf alle anderen RCD-Funktionen übertragen.
☐ Die Messung der Auslösezeit des RCD/FI-Schutzschalters wird nur durchgeführt, wenn die Berührungsspannung bei Nenndifferenzstrom niedriger ist als der in der Einstellung der Berührungsspannung festgelegte Grenzwert!
☐ Die Messung der Berührungsspannung bei der Vorprüfung führt normalerweise nicht zur Auslösung eines RCD/FI-Schalter. Die Auslösegrenze kann jedoch durch einen Ableitstrom, der durch den Schutzleiter PE fließt, oder durch eine kapazitive Verbindung zwischen den Leitern L und PE überschritten werden.
5.3.8 RCD Auslösestrom (RCD Current)
Diese Prüfung dient zur Bestimmung des Mindeststroms, der zum Auslösen des Fl-Schutzschalters erforderlich ist. Nach dem Start der Messung wird der vom Gerät erzeugte Prüfstrom kontinuierlich erhöht, beginnend bei 0.2xIΔN bis 1.1xIΔN (bis 1.5xIΔN / 2.2xIΔN (IΔN =10 mA) für pulsierende Gleichfehlerströme). Bis der RCD auslöst.
So führen Sie die Messung des Auslösestroms durch
Schritt 1:
Wählen Sie mit dem Funktionswahlschalter die RCD-Funktion und mit den Navigationstasten den Rampenmodus (Ramp) aus. Das folgende Menü wird angezeigt:

Bild 5.17: Menü für die Auslösestrommessung
Schritt 2:
Mit den Navigationstasten können die folgenden Parameter für diese Messung eingestellt werden:
□ IΔn: Nennfehlerstrom
□ Typ: RCD-Typ
□ Pol: Startpolarität des Prüfstroms
Schritt 3:
Schließen Sie die Leitungen an das Gerät an und folgen Sie dem in Bild 5.13 gezeigten Anschlussplan (siehe Kapitel 5.3.6 Berührungsspannung), um die Messung durchzuführen.
Schritt 4:
Prüfen Sie eventuelle Warnungen und kontrollieren Sie die Klemmenüberwachung auf dem Display, bevor Sie die Messung starten. Wenn alles in Ordnung ist und angezeigt wird, drücken Sie die Taste TEST, um die Messung zu starten. Das aktuelle Messergebnis wird nach der Messung mit der Anzeige oder angezeigt.

Bild 5.18: Beispiel für das Ergebnis einer Auslösestrommessung
Angezeigtes Ergebnis:
I.....Abschaltstrom
Uci......Berührungsspannung
t......Auslösezeit
Anmerkungen:
☐ Die in dieser Funktion eingestellten Parameter werden auch auf alle anderen RCD-Funktionen übertragen.
☐ Die Messung des Auslösestroms des RCD/FI-Schutzschalters wird nur durchgeführt, wenn die Berührungsspannung bei Nenndifferenzstrom niedriger ist als die eingestellte Grenzkontaktspannung!
☐ Die Messung der Berührungsspannung bei der Vorprüfung führt normalerweise nicht zur Auslösung eines RCD/FI-Schalter. Die Auslösegrenze kann jedoch durch einen Ableitstrom, der durch den Schutzleiter PE fließt, oder durch eine kapazitive Verbindung zwischen den Leitern L und PE überschritten werden.
5.3.9 Automatischer Test
Der Zweck der automatischen Test-Funktion besteht darin, mit einem einzigen Tastendruck eine vollständige RCD-Prüfung und Messung der wichtigsten zugehörigen Parameter (Kontaktspannung, Fehlerschleifenwiderstand und Auslösezeit bei verschiedenen Fehlerströmen) durchzuführen. Wird während des automatischen Tests ein fehlerhafter Parameter festgestellt, wird der Test angehalten, um auf die Notwendigkeit weiterer Untersuchungen hinzuweisen.
Anmerkungen:
☐ Die Messung der Berührungsspannung bei der Vorprüfung führt normalerweise nicht zur Auslösung eines RCD/FI-Schalter. Die Auslösegrenze kann jedoch durch einen Ableitstrom, der durch den Schutzleiter PE fließt, oder durch eine kapazitive Verbindung zwischen den Leitern L und PE überschritten werden.
☐ Die Autotest-Sequenz stoppt, wenn die Auslösezeit außerhalb des zulässigen Zeitraums liegt.
So führen Sie den automatischen RCD Test durch
Schritt 1:
Wählen sie mit dem Funktionswahlschalter die Funktion RCD und mit den Navigationstasten den Modus Auto aus. Das Folgende Menü wird angezeigt:

Bild 5.19: Menü automatischer RCD Test
Schritt 2:
Stellen Sie die folgenden Messparameter ein:
□ IΔN: Nennstrom des RCDs
□ Typ: RCD-Typ
Schritt 3:
Schließen Sie die Leitungen an das Gerät an und folgen Sie dem in Bild 5.13 gezeigten Anschlussplan (siehe Kapitel 5.3.6 Berührungsspannung), um die Messung durchzuführen.
Schritt 4:
Prüfen Sie eventuelle Warnungen und kontrollieren Sie die Klemmenüberwachung auf dem Display, bevor Sie die Messung starten. Wenn alles in Ordnung ist und angezeigt wird, drücken Sie die Taste TEST, um die Messung zu starten. Die automatische Test-Sequenz beginnt dann wie folgt zu laufen:
-
Messung der Auslösezeit mit den folgenden Messparametern:
-
Prüfstrom von IΔN
- Der Prüfstrom beginnt mit der positiven Halbwelle bei 0°
Die Messung löst normalerweise innerhalb des zulässigen Zeitraums einen RCD/FI-Schutzschalter aus. Das folgende Menü wird angezeigt:

Bild 5.20: Schritt 1 automatische RCD-Testergebnisse
Nach dem Wiedereinschalten des FI-Schutzschalters fährt die automatische Test-Sequenz automatisch mit Schritt 2 fort.
-
Messung der Auslösezeit mit den folgenden Messparametern:
-
Prüfstrom von IΔN
- Der Prüfstrom wird mit der negativen Halbwelle bei 180° gestartet.
Die Messung löst normalerweise einen RCD/FI-Schutzschalter aus.
Das folgende Menü wird angezeigt:

Bild 5.21: Schritt 2 automatische RCD-Testergebnisse
Nach dem Wiedereinschalten des FI-Schutzschalters wird die automatische Testsequenz automatisch mit Schritt 3 fortgesetzt.
-
Messung der Auslösezeit mit den folgenden Messparametern:
-
Prüfstrom von 5xIΔN
- Der Prüfstrom beginnt mit der positiven Halbwelle bei 0°
Die Messung löst normalerweise innerhalb des zulässigen Zeitraums einen RCD/FI-Schutzschalter aus. Das folgende Menü wird angezeigt:

Bild 5.22: Schritt 3 automatische RCD-Testergebnisse
Nach dem Wiedereinschalten des RCD/FI-Schutzschalters wird die automatische Test-Sequenz automatisch mit Schritt 4 fortgesetzt.
-
Messung der Auslösezeit mit den folgenden Messparametern:
-
Prüfstrom von 5xIΔN
- Der Prüfstrom wird mit der negativen Halbwelle bei 180° gestartet.
Die Messung löst normalerweise innerhalb des zulässigen Zeitraums einen RCD/FI-Schutzschalter aus. Das folgende Menü wird angezeigt:

Bild 5.23: Schritt 4 automatische RCD-Testergebnisse
Nach dem Wiedereinschalten des RCD/FI-Schutzschalters wird die automatische Test-Sequenz automatisch mit Schritt 5 fortgesetzt.
-
Messung der Auslösezeit mit den folgenden Messparametern:
-
Prüfstrom von 1/2xΔN
- Der Prüfstrom wird mit der positiven Halbwelle bei 0° gestartet.
Die Messung löst normalerweise keinen RCD/FI-Schutzschalter aus. Das folgende Menü wird angezeigt:

Bild 5.24: Schritt 5 automatische RCD-Testergebnisse
Nach der Durchführung von Schritt 5 wird die automatische Testsequenz des RCD/FI-Schutzschalters mit Schritt 6 fortgesetzt.
-
Messung der Auslösezeit mit den folgenden Messparametern:
-
Prüfstrom von 1/2xΔN
- Der Prüfstrom wird mit der negativen Halbwelle bei 180° gestartet.
Die Messung löst normalerweise keinen RCD/FI-Schutzschalter aus. Das folgende Menü wird angezeigt:

Bild 5.25: Schritt 6 automatische RCD-Testergebnisse
- Rampentestmessung mit den folgenden Messparametern:
- Der Prüfstrom wird mit der positiven Halbwelle bei 0° gestartet.
Bei dieser Messung wird der Mindeststrom ermittelt, der zum Auslösen des RCD/FI-Schutzschalters erforderlich ist. Nachdem die Messung gestartet wurde, wird der vom Gerät erzeugte Prüfstrom kontinuierlich erhöht, bis der RCD/FI-Schutzschalter auslöst. Das folgende Menü wird angezeigt:

Bild 5.26: Schritt 7 automatische RCD-Testergebnisse
- Rampentestmessung mit den folgenden Messparametern:
- Der Prüfstrom wird mit der negativen Halbwelle bei 180° gestartet.
Bei dieser Messung wird der Mindeststrom ermittelt, der zum Auslösen des RCD/FI-Schutzschalters erforderlich ist. Nachdem die Messung gestartet wurde, wird der vom Gerät erzeugte Prüfstrom kontinuierlich erhöht, bis der RCD/FI-Schutzschalter auslöst. Das folgende Menü wird angezeigt:

Bild 5.27: Schritt 8 automatische RCD-Testergebnisse
Angezeigte Ergebnisse:
x1 (links)...... Ergebnis der Auslösezeit der Stufe 1, t3 (IΔN, 0°),
x1 (rechts)...... Ergebnis der Auslösezeit der Stufe 2, t4 (IΔN, 180°),
x5 (links)...... Ergebnis der Auslösezeit der Stufe 3, t5 (5xIΔN, 0°),
x5 (rechts)...... Ergebnis der Auslösezeit der Stufe 4, t6 (5xIΔN, 180°),
x1/2 (links)...... Schritt 5 Ergebnis der Auslösezeit, t1 ( 1/2 xIΔN, 0° ),
x 1/2 (rechts)...... Schritt 6 Ergebnis der Auslösezeit, t2 ( 1/2 xlΔN, 180°),
IΔ (+) ...... Stufe 7 Auslösestrom ((+) positive Polarität)
IΔ (-)...... Stufe 8 Auslösestrom ((-) negative Polarität)
Uc...... Berührungsspannung für Nenn-IΔN.
Anmerkungen:
☐ Die x1 automatischen Prüfungen werden bei RCD Typ B mit Bemessungsfehlerströmen von IΔN = 1000 mA automatisch übersprungen.
☐ Die x5 automatischen Tests werden in den folgenden Fällen automatisch übersprungen:
RCD Typ AC mit Bemessungsfehlerströmen von IΔN = 1000 mA
RCD Typ A und B mit Bemessungsfehlerströmen von IΔN >= 300 mA
☐ In diesen Fällen ist der automatische Test bestanden, wenn die Ergebnisse t1 bis t4 bestanden sind und auf dem Display werden t5 und t6 nicht angezeigt.
Warnung:
☐ Ableitströme im Stromkreis nach dem Fehlerstromschutzschalter (RCD) können die Messungen beeinflussen.
☐ Besondere Bedingungen in Fehlerstromschutzeinrichtungen (RCD) einer bestimmten Bauart, z. B. des Typs S (selektiv und stoßstromfest), sind zu berücksichtigen.
☐ Geräte im Stromkreis nach der Fehlerstromschutzeinrichtung (RCD) können erhebliche Verlängerung der Betriebszeit verursachen. Beispiele für solche Betriebsmittel können angeschlossene Kondensatoren oder laufende Motoren sein.
5.4 Fehlerschleifenimpedanz und Fehlerstrom
Die Funktion Schleifenimpedanz verfügt über drei Unterfunktionen:
Die Unterfunktion LOOP IMPEDANCE führt eine schnelle Messung der Fehlerschleifenimpedanz in Versorgungssystemen durch, die keinen RCD-Schutz enthalten. Die Unterfunktion LOOP IMPEDANCE RCD führt eine Messung der Fehlerschleifenimpedanz in Versorgungssystemen durch, die durch RCDs geschützt sind. LOOP IMPEDANCE Rs ist eine Unterfunktion mit konfigurierbarem RCD-Wert und führt die Fehlerschleifenimpedanzmessung in Versorgungssystemen durch, die durch RCDs geschützt sind. Diese Messung entspricht vollständig der Norm EN61557-3.
5.4.1 Fehlerschleifenimpedanzmessung
Die Fehlerschleifenimpedanz misst die Impedanz der Fehlerschleife für den Fall, dass ein Kurschluss zu einem freiliegenden leitenden Teil auftritt (d. h. eine leitende Verbindung zwischen Phasenleiter und Schutzleiter). Um die Schleifenimpedanz zu messen, verwendet das Gerät einen hohen Prüfstrom. Der prospektive Fehlerstrom (IPFC) wird auf der Grundlage des gemessenen Widerstands wie folgt berechnet:
I _ PFC = U _ N × Skalierungsfaktor Z _ L - PE
| Nominale Eingangsspannung UN | Spannungsbereich |
| 115 V | (93 V ≤ UL-PE < 134 V) |
| 230 V | (185 V ≤ UL-PE ≤ 266 V) |
So führen Sie die Fehlerschleifenimpedanzmessung durch
Schritt 1:
Wählen Sie mit dem Funktionswahlschalter die Funktion LOOP und mit den Navigationstasten den gewünschten LOOP Modus aus. Wählen Sie dann mit den Navigationstasten die gewünschten Werte für die Optionen Typ, Zeit und Strom aus. Das folgende Menü wird angezeigt:

Bild 5.28: Menü Schleifenimpedanzmessung
Schritt 2:
Schließen Sie die Messleitungen an das Gerät an und folgen Sie dem in Bild 5.29 gezeigten Anschlussplan, um die Impedanz der Fehlerschleife zu messen.

Bild 5.29: Verbindung von Steckerkabel und Universalprüfkabel
Schritt 3:
Überprüfen Sie, ob auf dem Bildschirm Warnungen angezeigt werden, und überprüfen Sie den Klemmenmonitor, bevor Sie die Messung Starten. Wenn alles in Ordnung ist und ▶ angezeigt wird, drücken Sie die Taste TEST. Nach Durchführung der Messung werden die Ergebnisse auf dem Display angezeigt:

Bild 5.30: Beispiel für die Ergebnisse der Schleifenimpedanzmessung
Angezeigte Ergebnisse:
Z.... Impedanz der Fehlerschleife
ISC...... Voraussichtlicher Fehlerstrom (angezeigt in Ampere)
Anmerkungen:
☐ Die angegebene Genauigkeit der Prüfparameter ist nur gültig, wenn die Netzspannung während der Messung stabil ist.
☐ Die Impedanzmessung der Fehlerschleife löst RCD-geschützte Stromkreise aus.
5.4.2 Fehlerschleifenimpedanzprüfung RCD
Die Fehlerschleifenimpedanz wird mit einem niedrigen Prüfstrom gemessen, um ein Auslösen des RCD/FI-Schutzschalters zu vermeiden. Diese Funktion kann auch für die Messung der Fehlerschleifenimpedanz in Systemen verwendet werden, die mit FI-Schutzschaltern ausgestattet sind, die einen Nennauslösestrom von 30 mA und mehr haben.
Der prospektive Fehlerstrom (IPFC) wird auf der Grundlage des gemessenen Widerstands wie folgt berechnet:
I _ PFC = U _ N × Skalierungsfaktor Z _ L - PE
| Nominale Eingangsspannung UN | Spannungsbereich |
| 115 V | (93 V ≤ UL-PE < 134 V) |
| 230 V | (185 V ≤ UL-PE ≤ 266 V) |
Messung der RCD-Auslösegrenze
Schritt 1:
Wählen Sie mit dem Funktionswahlschalter die Funktion LOOP und mit den Navigationstasten den Modus RCD. Wählen Sie dann mit den Navigationstasten die gewünschten Werte für die Optionen Typ, Zeit und Strom aus. Das folgende Menü wird angezeigt:

Bild 5.31: Menü der Schleifenimpedanz RCD
Schritt 2:
Schließen Sie die entsprechenden Messleitungen an das Gerät an und folgen Sie dem in Bild 5.29 gezeigten Anschlussplan, um eine RCD Auslösegrenzmessung durchzuführen.
Schritt 3:
Überprüfen Sie, ob auf dem Bildschirm Warnungen angezeigt werden, und überprüfen Sie den Klemmenmonitor, bevor Sie die Messung Starten. Wenn alles in Ordnung ist und ▶ angezeigt wird, drücken Sie die Taste TEST. Nach Durchführung der Messung werden die Ergebnisse auf dem Display angezeigt:
![Fehlerschleifenimpedanz RCD | Category | Value | |---|---| | I: | 1.81kΩ | | Isc: | 0.12A | | Lim: | 16.0 A | | Mode: | Loop | | Typ: | gG | | Zeit: | 0.4s | | Strom: | 2A | | F Isc: | 1.00 | | ▶ | 16:20 [Mobile] |](/content/2026/05/895080/images/456f91684bca84a257cf2e5cce225293096627033f6e0fd518808ef0aedcb3b9.jpg)
Bild 5.32: Beispiel für Ergebnisse der Schleifenimpedanzmessung RCD
Angezeigtes Ergebnis:
Z....Schleifenimpedanz
ISC......Voraussichtlicher Fehlerstrom
Anmerkungen:
☐ Die Messung der Fehlerschleifenimpedanz mit Hilfe der Auslösesperrfunktion löst normalerweise keinen FI-Schutzschalter aus. Wenn jedoch der Auslösegrenzwert infolge eines durch den Schutzleiter PE fließenden Ableitstroms oder einer kapazitiven Verbindung zwischen den Leitern L und PE überschritten werden kann.
☐ Die angegebene Genauigkeit der Prüfparameter ist nur gültig, wenn die Netzspannung während der Messung stabil ist.
5.4.3 Die Schleifenimpedanzmessung Rs (für einstellbaren Strom)
Die Schleifenimpedanzmessung Rs wird mit einem niedrigen Prüfstrom gemessen, um ein Auslösen des RCD/FI-Schutzschalters zu vermeiden. Es ist möglich, den Wert des RCD einzustellen, während der Prüfstrom vom gewählten Wert abhängt. Mit dieser Funktion ist es möglich jeden RCD-Typ mit dem maximal möglichen Strom zu prüfen, ohne den RCD auszulösen.
Der prospektive Fehlerstrom (IPFC) wird auf der Grundlage des gemessenen Widerstands wie folgt berechnet:
I _ PFC = U _ N × Skalierungsfaktor Z _ L - PE
| Nominale Eingangsspannung UN | Spannungsbereich |
| 115 V | (93 V ≤ UL-PE < 134 V) |
| 230 V | (185 V ≤ UL-PE ≤ 266 V) |
So führen Sie die Schleifenimpedanzmessung RS durch
Schritt 1:
Wählen Sie mit dem Funktionswahlschalter die Funktion LOOP und wählen Sie mit den Navigationstasten den Modus Rs. Wählen Sie dann mit den Navigationstasten die gewünschten Optionswerte für Strom, Limit und Skalierungsfaktor aus. Das folgende Menü wird angezeigt:

Bild 5.33: Funktionsmenü Schleifenimpedanz RS
Schritt 2:
Schließen Sie die entsprechenden Messleitungen an das Gerät an und befolgen Sie das in Bild 5.29 gezeigte Anschlussschema, um eine Schleifenimpedanz-Rs Messung durchzuführen.
Schritt 3:
Überprüfen Sie, ob auf dem Bildschirm Warnungen angezeigt werden, und überprüfen Sie den Klemmenmonitor, bevor Sie die Messung starten. Wenn alles in Ordnung ist und ▶ angezeigt wird, drücken Sie die Taste TEST. Nach Durchführung der Messung werden die Ergebnisse auf dem Display angezeigt:

Bild 5.34: Beispiel für Ergebnisse der Schleifenimpedanzmessung RS
Angezeigtes Ergebnis:
Z......Schleifenimpedanz
ISC......Voraussichtlicher Fehlerstrom
5.5 Leitungsimpedanz und voraussichtlicher Kurzschlussstrom
Die Leitungsimpedanz ist eine Messung der Impedanz der Stromschleife bei einem Kurzschluss zum Neutralleiter (leitende Verbindung zwischen Phasenleiter und Neutralleiter in einem Einphasensystem oder zwischen zwei Phasenleitern in einem Dreiphasensystem). Für die Messung der Leitungsimpedanz wird ein hoher Prüfstrom verwendet. Diese Messung entspricht vollständig der Norm EN61557-3
Der voraussichtliche Kurzschlussstrom wird wie folgt berechnet:
I _ PFC = U _ N × Skalierungsfaktor Z _ L - N (L)
| Nominale Eingangsspannung UN | Spannungsbereich |
| 115 V | (93 V ≤ UL-PE < 134 V) |
| 230 V | (185 V ≤ UL-PE ≤ 266 V) |
| 400 V | (321 V ≤ UL-PE ≤ 485 V) |
So führen Sie die Messung der Leitungsimpedanz durch:
Schritt 1:
Wählen Sie die Funktion LINE mit dem Funktionswahlschalter. Wählen Sie dann die gewünschten Werte für Typ, Zeit und Strom mit den Navigationstasten. Das folgende Menü wird angezeigt.

Bild 5.35: Menü zur Messung der Leitungsimpedanz
Schritt 2:
Schließen Sie die entsprechenden Messleitungen an das Gerät an und befolgen Sie das in Bild 5.36 gezeigte Anschlussschema, um eine Phasen-Neutral. Oder Phasen-Phasen-Leitungsimpedanzmessung durchzuführen.

Bild 5.36: Messung der Leitungsimpedanz
Schritt 3:
Überprüfen Sie, ob auf dem Bildschirm Warnungen angezeigt werden, und überprüfen Sie den Klemmenmonitor, bevor Sie die Messung starten. Wenn alles in Ordnung ist und ▶ angezeigt wird, drücken Sie die Taste TEST. Nach Durchführung der Messung werden die Ergebnisse auf dem Display angezeigt:

Bild 5.37: Beispiel für die Ergebnisse der Leitungsimpedanzmessung
Angezeigtes Ergebnis:
Z......Leitungsimpedanz
ISC......Voraussichtlicher Kurzschlussstrom
Anmerkungen:
☐ Die angegebene Genauigkeit der Prüfparameter ist nur gültig, wenn die Netzspannung während der Messung stabil ist.
5.5.1 Prüfung des Spannungsfalls
Die Spannungsfallfunktion ist eine Messung der Leitungsimpedanz (siehe Kapitel 5.5) und das Ergebnis wird mit einem Referenzwert verglichen, der zuvor an einem anderen Punkt der Anlage gemessen wurde (in der Regel am Einspeisepunkt, da dieser Punkt die niedrigste Impedanz aufweist). Der Spannungsabfall in %, die Impedanz und der voraussichtliche Kurzschlussstrom werden angezeigt.
Der Spannungsfall in % wird wie folgt berechnet:
ΔU = (Z - Z _ REF) × I _ NU _ N
So führen Sie die Messung der Leitungsimpedanz durch:
Schritt 1:
Wählen Sie die Funktion LINE mit dem Funktionswahlschalter und wählen Sie Spannungsfall (V drop) mit den Navigationstasten. Wählen Sie dann mit den Navigationstasten die gewünschten Werte für Optionen Typ, Zeit und Strom. Das folgende Menü wird angezeigt:

Bild 5.38: Menü Spannungsfallmessung
Schritt 2:
Schließen Sie die entsprechenden Messleitungen vom Bezugspunkt an das Gerät an und befolgen Sie das in Bild 5.36 gezeigte Anschlussschema, um eine Phasen-Neutral- oder Phasen-Phasen-Leitungsimpedanzmessung durchzuführen.
Schritt 3:
Drücken Sie die COM-Taste und „REF“ wird im Display angezeigt. Das Gerät ist nun bereit, die Messung der Referenzposition in der Anlage durchzuführen. Überprüfen Sie, ob auf dem Bildschirm Warnungen angezeigt werden und überprüfen Sie den Klemmenmonitor, bevor Sie die Messung starten. Wenn alles in Ordnung ist und angezeigt wird, drücken Sie die Taste TEST. Nach Durchführung der Messung erscheint das Ergebnis für Zref auf dem Display.
Schritt 4:
Schließen Sie die entsprechenden Messleitungen vom geprüften Punkt an das Gerät an und folgen Sie dem in Bild 5.36 gezeigten Anschlussschema, um die Messung der Phase-Neutral- oder Phase-Phase-Leitungsimpedanz durchzuführen. Prüfen Sie, ob auf dem Bildschirm Warnungen angezeigt werden, und überprüfen Sie den
Klemmenmonitor, bevor Sie die Messung starten. Wenn alles in Ordnung ist und angezeigt wird, drücken Sie die Taste TEST. Nach Durchführung der Messung werden die Ergebnisse auf dem Display angezeigt.

Bild 5.39: Beispiel für Messergebnisse der Spannungsfallmessung
Angezeigte Ergebnisse:
ΔU......Spannungsfall des Prüfpunkts im Vergleich zum Referenzpunkt
Zref......Leitungsimpedanz des Referenzpunktes
Z......Leitungsimpedanz des Prüfpunktes
ISC......Voraussichtlicher Kurzschlussstrom des Prüfpunkts
Anmerkungen:
☐ Die angegebene Genauigkeit der Prüfparameter ist nur gültig, wenn die Netzspannung während der Messung stabil ist.
5.6 Prüfung der Phasenfolge
In der Praxis haben wir es häufig mit dem Anschluss von Drehstromverbrauchern (Motoren und anderen elektromechanischen Maschinen) am Drehstromnetz zu tun. Einige Verbraucher (Ventilatoren, Förderanlagen, Motoren, elektromechanische Maschinen usw.) erfordern eine bestimmte Phasendrehung und einige können sogar beschädigt werden, wenn die Drehung umgekehrt wird. Aus diesem Grund ist es ratsam, die Phasendrehung vor dem Anschluss zu prüfen. Diese Messung entspricht vollständig der Norm EN61557-7.
So prüfen Sie die Phasenfolge:
Schritt 1:
Wählen Sie mit dem Funktionswahlschalter Spannung, Frequenz und Phasenfolge (V) aus. Das folgende Menü wird angezeigt.

Bild 5.40: Menü Phasenfolge
Schritt 2:
Schließen Sie das Prüfkabel an das Gerät an und folgen Sie dem in Bild 5.41 gezeigten Anschlussplan, um die Phasenfolge zu prüfen.

Bild 5.41: Anschlussschema des Prüfkabels
Schritt 3:
Überprüfen Sie, ob auf dem Bildschirm Warnungen angezeigt werden, und überprüfen Sie den Klemmenmonitor, bevor Sie die Messung starten. Der Phasenfolgetest ist ein kontinuierlich laufender Test, daher werden die Ergebnisse angezeigt, sobald der vollständige Anschluss der Prüfleitung an den Prüfling erfolgt ist. Alle dreiphasigen Spannungen werden in ihrer Reihenfolge angezeigt, die durch die Zahlen 1, 2 und 3 dargestellt wird.

Bild 5.42: Beispiel eines Phasenfolge-Testergebnisses
Angezeigte Ergebnisse:
Freq......Frequenz
Drehung......Phasenfolge
- - - - Fehlerhafte Messung
5.7 Spannung und Frequenz
Spannungsmessungen sollten regelmäßig bei der Arbeit mit elektrischen Anlagen durchgeführt werden (Durchführung verschiedener Messungen und Prüfungen, Suche nach Fehlerstellen usw.). Die Frequenz wird z. B. bei der Ermittlung der Quelle der Netzspannung (Transformer oder einzelner Generator) gemessen.
So führen Sie die Spannungsmessung durch:
Schritt 1:
Wählen Sie mit dem Funktionswahlschalter die Funktion Spannung, Frequenz und Phasenfolge (V). Das folgende Menü wird angezeigt:

Bild 5.43: Menü Spannungs- und Frequenzmessung
Schritt 2:
Schließen Sie das Prüfkabel an das Gerät an und folgen Sie dem Anschlussschema in Abbildung 5.44, um eine Spannungs- und Frequenzmessung durchzuführen.

Bild 5.44: Anschlussschema für Spannungs- und Frequenzmessungen
Schritt 3:
Überprüfen Sie, ob auf dem Bildschirm Warnungen angezeigt werden, und überprüfen Sie den Klemmenmonitor, bevor Sie die Messung starten. Die Spannungs- und Frequenzmessung läuft kontinuierlich und zeigt die auftretenden Schwankungen an; diese Ergebnisse werden während der Messung auf dem Display angezeigt.


Bild 5.45: Beispielergebnisse für Spannungs- und Frequenzmessungen
Angezeigte Ergebnisse:
U L-N......Spannung zwischen Phase und Nullleiter
U L-PE.....Spannung zwischen Phase und Schutzleitern
U N-PE.....Spannung zwischen Nullleiter und Schutzleiter
Bei der Prüfung eines Dreiphasensystems werden die folgenden Ergebnisse angezeigt:
U 1-2......Spannung zwischen den Phasen L1 und L2,
U 1-3.....Spannung zwischen den Phasen L1 und L3,
U 2-3.....Spannung zwischen den Phasen L2 und L3,
5.8 Erdwiderstandsmessung
5.8.1 Erdwiderstand (Re) 3-Leiter und 4-Leiter-Messmethode
Der TV 456 ermöglicht eine Erdwiderstandsmessung mit der 3-Leiter- und 4-Leiter-Messmethode. Diese Messung entspricht vollständig der Norm EN61557-5.
So führen Sie eine Erdwiderstandsmessung durch:
Schritt 1:
Wählen Sie die Funktion Erdwiderstandsmessung (RPE) mit dem Funktionswahlschalter und wählen Sie den Modus Re mit den Navigationstasten. Das folgende Menü wird angezeigt:

Bild 5.46: Menü Erdwiderstandsmessung
Schritt 2:
Stellen Sie den folgenden Grenzwert mit Hilfe der Navigationstasten ein:
□ Limit: Begrenzung des Widerstandswertes
Schritt 3:
Befolgen Sie das in Bild 5.47 dargestellte Anschlussschema, um die Erdwiderstandsmessung mit 4 Leitern durchzuführen.

Bild 5.47: 4-Leiter-Anschlussschema
Folgen Sie dem in Abbildung 5.48 gezeigten Anschlussplan, um die Messung des Erdungswiderstands mit 3 Leitern (ES verbunden mit E) durchzuführen.

Bild 5.48: 3-Leiter-Anschlussschema
Schritt 4:
Überprüfen Sie, ob auf dem Bildschirm Warnungen angezeigt werden, und überprüfen Sie den Klemmenmonitor, bevor Sie die Messung starten. Wenn alles in Ordnung ist und ▶ angezeigt wird, drücken Sie die Taste TEST, um die Messung zu starten. Das aktuelle Messergebnis wird nach der Messung mit der Anzeige ▼ oder ▶ angezeigt.

Bild 5.49: Beispielergebnisse einer Erdwiderstandsmessung
Angezeigtes Ergebnis:
Re......Widerstand gegen Erde.
Rs......Widerstand der S (Potential)-Sonde
Rh ......Widerstand der H-Sonde (Strom)
Anmerkungen:
☐ Wenn zwischen den Prüfklemmen eine Spannung von mehr als 10 V anliegt, wird die Erdwiderstandsmessung nicht durchgeführt.
5.8.2 Spezifischer Erdwiderstand (Ro)
Es ist ratsam, den Erdungswiderstand zu messen, wenn die Parameter des Erdungssystems festgelegt werden (erforderliche Länge und Oberfläche der Erder, geeignete Verlegetiefe des Erdungssystems usw.), um genauere Berechnungen zu erhalten.
So führen Sie eine spezifische Erdwiderstandsmessung durch:
Schritt 1:
Wählen Sie die Funktion Erdwiderstandsmessung (RPE) mit dem Funktionswahlschalter und wählen Sie den Modus Ro mit den Navigationstasten. Das folgende Menü wird angezeigt:

Bild 5.50: Menü zur spezifischen Erdwiderstandsmessung
Schritt 2:
Stellen Sie den folgenden Grenzwert mit den Navigationstasten ein: ☐ Distance: Stellen Sie den Abstand zwischen den Prüfpunkten ein.
Schritt 3:
Befolgen Sie das in Bild 5.51 dargestellte Anschlussschema, um die Messung durchzuführen.

Bild 5.51: Anschlussschema
Schritt 4:
Überprüfen Sie, ob auf dem Bildschirm Warnungen angezeigt werden, und überprüfen Sie den Klemmenmonitor, bevor Sie die Messung starten. Wenn alles in Ordnung ist und ▶angezeigt wird, drücken Sie die Taste TEST, um die Messung zu starten. Das aktuelle Messergebnis wird nach der Messung mit der Anzeige ▼oder ▶angezeigt.

Bild 5.52: Beispielergebnisse der spezifischen Erdwiderstandsmessung
Angezeigtes Ergebnis:
Re......spezifischer Erdwiderstand.
Rs......Widerstand der S (Potential)-Sonde
Rh ......Widerstand der H-Sonde (Strom)
Anmerkungen:
☐ Wenn zwischen den Prüfklemmen eine Spannung von mehr als 10 V anliegt, wird die Erdwiderstandsmessung nicht durchgeführt.
6 Wartung
6.1 Auswechseln von Sicherungen
Unter der hinteren Batterieabdeckung des TV 456 befinden sich drei Sicherungen.
- F3
M 0,315 A / 250 V, 205 mm
Diese Sicherung schützt die internen Schaltkreise der Niederohmfunktion, wenn die Prüfspitzen versehentlich an die Netzspannung angeschlossen werden.
- F1, F2
F 4 A / 500 V, 326,3 mm
Allgemeine Eingangsschutzsicherungen für die Prüfklemmen L/L1 und N/L2.

Warnung:
Trennen Sie jegliches Messzubehör vom Gerät und vergewissern Sie sich, dass das Gerät ausgeschaltet ist, bevor Sie den Deckel des Batterie-/Sicherungsfachs öffnen, da in diesem Fach gefährliche Spannungen herrschen können!
☐ Ersetzen Sie durchgebrannte Sicherungen durch Sicherungen desselben Typs. Wird dies nicht getan, kann das Gerät beschädigt und/oder die Sicherheit des Bedieners beeinträchtigt werden!
Die Position der Sicherungen ist in Bild 3.3 in Kapitel 3.3 Rückseite zu sehen.
6.2 Reinigung
Für das Gehäuse ist keine besondere Wartung erforderlich. Zum Reinigen der Oberfläche des Gerätes verwenden Sie ein weiches, leicht mit Seifenwasser oder Alkohol angefeuchtetes Tuch. Lassen Sie das Gerät vor dem Gebrauch vollständig trocknen.
Warnung:
□ Verwenden Sie keine Flüssigkeiten auf der Basis von Benzin oder Kohlenwasserstoffen!
□ Verschütten Sie keine Reinigungsflüssigkeiten über das Gerät!
6.3 Regelmäßige Kalibrierung
Eine regelmäßige Kalibrierung des Prüfgeräts ist unerlässlich, um die in diesem Handbuch aufgeführten technischen Spezifikationen zu gewährleisten. Wir empfehlen eine jährliche Kalibrierung. Die Kalibrierung sollte nur von einer autorisierten technischen Person durchgeführt werden. Bitte kontaktieren Sie Ihren Händler für weitere Informationen.
6.4 Garantie und Reparatur
Für Reparaturen im Rahmen der Garantie oder auch danach, kontaktieren Sie bitte Ihren Händler. Unbefugten ist es nicht gestattet, das Gerät zu öffnen. Es gibt keine vom Benutzer austauschbaren Komponenten im Inneren des Gerätes, mit Ausnahme der drei Sicherungen im Batteriefach.
7 Technische Daten
7.1 Austausch der Sicherung
Isolationswiderstand (Nennspannungen 50 VDC)
Messbereich nach EN61557 von 50 kΩ - 80 MΩ
| Messbereich (MΩ) | Auflösung (MΩ) | Toleranz |
| 0,1 – 80 MΩ | (0,100 ... 1,999) 0,001(2,00 ... 80,00) 0,01 | ± (5 % + 3 digits) |
Isolationswiderstand (Nennspannungen 100 VDC und 250 VDC)
Messbereich nach 61557 von 100 kΩ - 199,9 MΩ
| Messbereich (MΩ) | Auflösung (MΩ) | Toleranz |
| 0,1 – 199,9 MΩ | (0,100 ... 1,999) 0,001(2,00 ... 99,99) 0,01(100,0 ... 199,9) 0,1 | ± (5 % + 3 digits) |
Isolationswiderstand (Nennspannungen 500 VDC und 1000 VDC)
Messbereich nach EN61557 von 500 kΩ - 199,9 MΩ
| Messbereich (MΩ) | Auflösung (MΩ) | Toleranz |
| 0,1 – 199,9 MΩ | (0,100 ... 1,999) 0,001(2,00 ... 99,99) 0,01(100,0 ... 199,9) 0,1 | ± (2 % + 3 digits) |
| 200 – 999 | (200 ... 999) 1 | ± (10 %) |
Spannung
| Messbereich (V) | Auflösung (V) | Toleranz |
| 0 – 1200 | 1 | ± (3 % + 3 digits) |
Nennspannungen....50 VDC, 100 VDC, 250 VDC, 500 VDC, 1000 VDC
Leerlaufspannung....-0 % / +20 % der Nennspannung
Messstrom....min. 1 mA bei RN=UN×1 kΩ/V
Kurzschlussstrom....max. 15 mA
Die Anzahl der möglichen Tests
mit einem neuen Satz Batterien......bis zu 1000 (mit 2300mAh Akkuzellen)
Wenn das Gerät feucht wird, können die Ergebnisse beeinträchtigt werden. In einem solchen Fall wird empfohlen, das Gerät und das Zubehör mindestens 24 Stunden lang zu trocknen.
7.2 Durchgangswiderstand
7.2.1 Niederohm
Messbereich nach EN61557-4 von 0,1 Ω - 1999 Ω
| Messbereich (Ω) | Auflösung (Ω) | Toleranz |
| 0,1 – 20,0 | (0,10 Ω ... 19,99 Ω) 0,01 Ω | ± (3 % + 3 digits) |
| 20,0 – 1999 | (20,0 Ω ... 99,9 Ω) 0,1 Ω(100 Ω ... 1999 Ω) 1 Ω | ± (5 %) |
Leerlaufspannung....5 VDC
Messstrom....min. 200 mA bei einem Lastwiderstand von 2 Ω
Kompensation der Messleitung......bis zu 5 Ω
Die Anzahl der möglichen Tests
mit einem neuen Satz Batterien......bis zu 1400 (mit 2300mAh Akkuzellen)
Automatische Umpolung der Prüfspannung.
7.2.2 Niederstromdurchgang
| Messbereich (Ω) | Auflösung (Ω) | Toleranz |
| 0,1 – 1999 | (0,1 Ω ... 99,9 Ω) 0,1 Ω(100,0 Ω ... 1999 Ω) 1 Ω | ± (5 % + 3 digits) |
Leerlaufspannung....5 VDC
Kurzschlussstrom....max. 7 mA
Messleitungskompensation ......bis zu 5 Ω
7.3 RCD Prüfung
7.3.1 Allgemeine Daten
Nennfehlerstrom....6 mA, 10 mA, 30 mA, 100 mA, 300 mA, 500 mA, 650 mA, 1000 mA
Nennfehlerstromtoleranz....-0 / +0,1x IΔ; IΔ = IΔN, 2x IΔN, 5x IΔN -0,1x IΔ / +0; IΔ = ½x IΔN
Form des Prüfstroms....Sinuswelle (AC), DC (B), gepulst (A)
RCD-Typ......allgemein (G, unverzögert), selektiv (S, zeitverzögert)
Prüfstrom Startpolarität.....0° oder 180°
Spannungsbereich....93 V – 134 V, 185 V – 266 V, 45 Hz – 65 Hz
Auswahl des RCD-Prüfstroms (Effektivwert berechnet auf 20 ms) gemäß IEC 61009:
| 1/2 IΔN | 1xIΔN | 2xIΔN | 5xIΔN | RCD IΔ | |||||||||||
| IΔN(mA) | AC | A | B | AC | A | B | AC | A | B | AC | A | B | AC | A | B |
| 6 | 3 | 2,1 | 3 | 6 | 12 | 12 | 12 | 24 | 24 | 30 | 60 | 60 | √ | √ | √ |
| 10 | 5 | 3,5 | 5 | 10 | 20 | 20 | 20 | 40 | 40 | 50 | 100 | 100 | √ | √ | √ |
| 30 | 15 | 10,5 | 15 | 30 | 42 | 60 | 60 | 84 | 120 | 150 | 212 | 300 | √ | √ | √ |
| 100 | 50 | 35 | 50 | 100 | 141 | 200 | 200 | 282 | 400 | 500 | 707 | 1000 | √ | √ | √ |
| 300 | 150 | 105 | 150 | 300 | 424 | 600 | 600 | 848 | **) | 1500 | **) | **) | √ | √ | √ |
| 500 | 250 | 175 | 250 | 500 | 707 | 1000 | 1000 | 1410 | **) | 2500 | **) | **) | √ | √ | √ |
| 650 | 325 | 228 | 325 | 650 | 919 | 1300 | 1300 | **) | **) | **) | **) | **) | √ | √ | √ |
| 1000 | 500 | 350 | 500 | 1000 | 1410 | **) | 2000 | **) | **) | **) | **) | **) | √ | √ | √ |
**) nicht verfügbar
7.3.2 Berührungsspannung
Der Messbereich nach EN61557-6 beträgt 3,0 V - 49,0 V bei Berührungsspannung 25V. Der Messbereich nach EN61557-6 beträgt 3,0 V - 99,0 V bei Berührungsspannung 50V.
| Messbereich (V) | Auflösung (V) | Toleranz |
| 3,0 – 9,9 | 0,1 | -0%/+10% + 5 digits |
| 10,0 – 99,9 | 0,1 | -0%/+10% + 5 digits |
Prüfstrom....max. 0,5x IΔN
Berührungsspannung....25 V, 50 V
Der Widerstand der Fehlerschleife bei Berührungsspannung wird als RUC berechnet.
7.3.3 Auslösezeit
Der gesamte Messbereich entspricht den Anforderungen der EN61557-6. Die angegebenen Toleranzen gelten für den gesamten Betriebsbereich.
| Messbereich (ms) | Auflösung (ms) | Toleranz |
| 0,0 – 500,0 | 0,1 | ±3 ms |
Prüfstrom....½x I ΔN , 1x I ΔN , 2x I ΔN , 5x I ΔN
Multiplikatoren nicht verfügbar siehe Prüfstrom-Auswahltabelle
7.3.4 Auslösestrom
Der Messbereich entspricht der EN61557-6 für IΔN ≥10mA. Die angegebenen Genauigkeiten gelten für den gesamten Betriebsbereich.
| Messbereich IΔ | Auflösung IΔ | Toleranz |
| 0.2x IΔN - 1.1x IΔN (AC type) | 0.05x IΔN | ±0.1x IΔN |
| 0.2x IΔN - 1.5x IΔN (A type, IΔN≥ 30 mA) | 0.05x IΔN | ±0.1x IΔN |
| 0.2x IΔN - 1.1x IΔN (A type, IΔN= 10 mA) | 0.05x IΔN | ±0.1x IΔN |
| 0.2x IΔN - 1.1x IΔN (B type) | 0.05x IΔN | ±0.1x IΔN |
Auslösezeit
| Messbereich (ms) | Auflösung (ms) | Toleranz |
| 0 – 300 | 1 | ±3 ms |
Berührungsspannung
| Messbereich (V) | Auflösung (V) | Toleranz |
| 3,0 – 9,9 | 0,1 | -0%/+10% + 5 digits |
| 10,0 – 99,9 | 0,1 | -0%/+10% + 5 digits |
7.4 Fehlerschleifenimpedanz und Fehlerstrom
Zloop L-PE, Unterfunktion Ipfc
Der Messbereich entspricht EN 61557-3 für 0,25 – 1999 Ω
| Messbereich (Ω) | Auflösung (Ω) | Toleranz |
| 0,2 - 9999 | (0,20 ... 19,99) 0,01(20,0 ... 99,9) 0,1(100 ... 9999) 1 | ±5% + 5 digits |
Fehlerstrom (berechneter Wert)
| Messbereich (A) | Auflösung (A) | Toleranz |
| 0,00 – 19,99 | 0,01 | Toleranz der Fehlerschleifenwiderstandsmessung berücksichtigen |
| 20,0 – 99,9 | 0,1 | |
| 100 – 999 | 1 | |
| 1,00k – 9,99k | 10 | |
| 10,0k – 100,0k | 100 |
Prüfstrom (bei 230 V)....3,4 A, 50 Hz Sinuswelle (10 ms ≤ tLOAD ≤ 15 ms)
Nennspannungsbereich....93 V – 134 V, 185 V – 266 V (45 Hz – 65 Hz)
Zloop L-PE RCD und Rs, Ipfc
Der Messbereich entspricht EN61557 für 0,75 Ω - 1999 Ω
| Messbereich (Ω) | Auflösung (Ω) | Toleranz*) |
| 0,4 – 19,99 | (0,40 ... 19,99) 0,01 | ±5% +10 digits |
| 20,0 – 9999 | (20,0 ... 99,9) 0,1(100 ... 9999) 1 | ±10% |
*) Die Toleranz kann bei starkem Rauschen der Netzspannung beeinträchtig werden.
Voraussichtlicher Fehlerstrom (berechneter Wert)
| Messbereich (A) | Auflösung (A) | Toleranz |
| 0,00 – 19,99 | 0,01 | Toleranz der Fehlerschleifenwiderstandsmessung berücksichtigen |
| 20,0 – 99,9 | 0,1 | |
| 100 – 999 | 1 | |
| 1,00k – 9,99k | 10 | |
| 10,0k – 100,0k | 100 |
Nennspannungsbereich....93 V – 134 V, 185 V – 266 V (45 Hz – 65 Hz)
7.5 Leitungsimpedanz und Kurzschlussstrom
Leitungsimpedanz
Der Messbereich entspricht EN61557 für 0,25 Ω - 1999 Ω
Kurzschlussstrom (berechneter Wert)
| Messbereich (A) | Auflösung (A) | Toleranz |
| 0,00 – 19,99 | 0,01 | Toleranz der Leitungswiderstandsmessung berücksichtigen |
| 20,0 – 99,9 | 0,1 | |
| 100 – 999 | 1 | |
| 1k – 9,99k | 10 | |
| 10,0k – 100,0k | 100 |
Prüfstrom (bei 230 V) ....3,4 A, 50Hz Sinuswelle (10 ms ≤ tLOAD ≤ 15 ms)
Nennspannungsbereich....93V - 134V; 185V - 266V; 321V - 485V (45Hz - 65Hz)
Spannungsfall
| Messbereich (%) | Auflösung (%) | Toleranz |
| 0 – 9,9 | 0,1 | Toleranz der Leitungswiderstandsmessung berücksichtigen |
7.6 Phasenfolge
Messung nach EN61557-7
Nominaler Spannungsbereich.... 50 VAC – 550 VAC
Nennfrequenzbereich....45 – 400 Hz
Angezeigtes Ergebnis...... Rechts: 1-2-3; Links: 3-2-1
7.7 Spannung und Frequenz
| Messbereich (V) | Auflösung (V) | Toleranz |
| 0 – 550 | 1 | ±2% +2 digits |
Frequenzbereich....0 Hz, 45 Hz – 400 Hz
| Messbereich (Hz) | Auflösung (Hz) | Toleranz |
| 10 – 499 | 0,1 | ±0,2 % +1 digit |
Nominaler Spannungsbereich....10 V – 550 V
7.8 Erdwiderstand
Messung nach EN61557-5 für 100 – 1999 Ω
| Messbereich (Ω) | Auflösung (Ω) | Toleranz |
| 1,0 – 9999 | (1,00 – 19,99) 0,01(20,0 – 199,9) 0,1(200,0 – 9999) 1 | ±5% +5 digits |
Max. Widerstand des Hilfserders Rh.....100 x RE oder 50 kΩ (der niedrigere Wert) Max. Sondenwiderstand Rs.....100 x RE oder 50 kΩ (der niedrigere Wert) Die Werte für Rh und Rs sind Richtwerte.
Zus. Toleranz des Sondenwiderstands bei Rhmax oder Rsmax....±10 % +10 digits Zus. Toleranz bei 3 V Spannungsrauschen (50 Hz)....±5 % +10 digits
Leerlaufspannung....< 30 VAC
Kurzschlussstrom....< 30 mA
Frequenz der Prüfspannung....126,9 Hz
Form der Prüfspannung....Sinuswelle
Automatische Messung des Widerstands des Hilfserders und des Sondenwiderstands.
Ro – Spezifischer Erdungswiderstand
| Messbereich | Auflösung (Ωm) | Toleranz |
| 6,0 – 99,9 Ωm | 0,1 Ωm | ±5 % +5 digits |
| 100 – 999 Ωm | 1 Ωm | ±5 % +5 digits |
| 1,00 – 9,99 kΩm | 0,01 kΩm | ±10 % bei 2 – 19,99 kΩ |
| 10,0 – 99,9 kΩm | 0,1 kΩm | ±10 % bei 2 – 19,99 kΩ |
| 100 – 9999 kΩm | 1 kΩm | ±20 % bei >20 kΩ |
Die Werte für Rh und Rs sind Richtwerte.
7.9 Allgemeine Daten
Spannung der Stromversorgung......9 VDC (61,5-V Batteriezellen, Größe AA)
Adapter für die Stromversorgung.....12 VDC / 1000 mA
Akku-Ladestrom....< 600 mA
Spannung der geladenen Batterien.....9 VDC (61,5 V, im vollgeladenen Zustand)
Aufladedauer....6 h
Betriebsdauer....15 h
Überspannungskategorie....CAT III / 600 V, CAT IV / 300 V
Schutzklasse......doppelte Isolierung
Verschmutzungsgrad....2
Schutzart....IP 42
Anzeige....480x320 TFT LCD
COM-Anschluss......USB
Abmessungen (B/H/T)....25x10,7x13,5 cm
Gewicht (ohne Batterien)....1,3 kg
Referenztemperaturbereich....10 – 30 °C
Referenz-Luftfeuchtigkeitsbereich....40 % RH – 70 % RH
Betriebstemperaturbereich....0 – 40 °C
Betriebsluftfeuchtigkeit....95%
Lagertemperatur....-10 – 70 °C
Lagerluftfeuchtigkeit....90 % RF (-10 – 40 °C) 80 % RH (40 – 60 °C)
Der Fehler unter Betriebsbedingungen darf höchstens dem Fehler für Referenzbedingungen (im Handbuch für jede Funktion angegeben) + 1 % des Messwerts + 1 Ziffer entsprechen, sofern nichts anderes angegeben ist.
8 Speichern von Messungen
Nach Abschluss der Messung können die Ergebnisse zusammen mit den Teilergebnissen und Funktionsparametern im internen Speicher des Geräts abgelegt werden.
Für das Speichern und Verwerten der Messdaten müssen IDs angelegt werden! IDs mit dem Wert „0“ werden automatisch verworfen. Vor/Bei Messungen sollten Sie darauf achten, dass IDs angelegt werden!
8.1 Übersicht
- Der TV 456 kann bis zu 1000 Messungen speichern
- Die Liste der Datensätze kann schrittweise abgearbeitet werden
- Ein einzelner Datensatz oder alle Datensätze können gelöscht werden
- Die IDs für Kunde, Standort und Objekt können bearbeitet werden
Wenn keine aktuelle Messung durchgeführt und die MEM-Taste gedrückt wird und keine Datensätze gespeichert sind, wird ein leerer Speicherbildschirm angezeigt (Bild 8.2).

Bild 8.1: kein Ergebnis
| Speicher (leer) |
| keine Daten verfügbar |
Bild 8.2: leerer Speicher
8.2 Speichern von Ergebnissen
Schritt 1:
Wenn die Messung abgeschlossen ist (Bild 8.3), werden die Ergebnisse auf dem Bildschirm angezeigt.

Bild 8.3: Letzte Ergebnisse
Schritt 2:
Drücken Sie die Taste MEM. Es wird nun folgendes angezeigt (Bild 8.4):

Bild 8.4: Ergebnisse speichern
- Aktueller Speicherplatz in roter Schrift
- Aktuelles Datum (Tag/Monat/Jahr)
- Zeit (Stunde:Minuten:Sekunden)
- Objekt-ID (O_ID)
- Standort-ID (L_ID)
- Kunden-ID (C_ID)
- Messfunktion
- Ergebnisse der Messung
- Messmodus
- Messungsgrenze/Grenzwert
Schritt 3:
Um die Kunden-ID, die Standort-ID oder die Objekt-ID zu ändern, drücken Sie die Taste LINKS. Der folgende Bildschirm wird angezeigt (Bild 8.5):

Bild 8.5: ID-Editor
Verwenden Sie die Navigationstasten um den ID-Typ auszuwählen und die den Wert der ID zu ändern.
Drücken Sie die Taste Exit/Back/Return um zum Aufnahme Bildschirm zurückzukehren, ohne IDs zu ändern. Drücken Sie TEST, um die IDs im aktuellen Datensatz zu speichern. Diese IDs werden auch für die folgenden neuen Datensätze verwendet.
Schritt 4:
Um das Ergebnis der letzten Messung zu speichern, drücken Sie die Taste TEST. Es wird folgendes angezeigt (Bild 8.6)

Bild 8.6: Gespeicherte Ergebnisse
Die Datensatznummer wechselt von roter zu schwarzer Schrift. Das bedeutet, dass dieses Ergebnis im Speicher als Datensatz 2 gespeichert wird.
Jedes einzelne Ergebnis kann in farbigen Buchstaben angezeigt werden:
- Grün: gemessen und bestanden
- Rot: gemessen, aber nicht bestanden
- Schwarz: gemessen, aber nicht bewertet
Zusätzliche erhält die blaue Funktionsleiste ein farbiges Feld, das das Gesamtergebnis der Messung angezeigt:
- Grün: gemessen und bestanden
- Rot: gemessen, aber nicht bestanden
- Braun: gemessen, aber nicht bewertet
| Speicher | ||
| Record: 1 07/01/2022 20:45:43 O_ID:0 L_ID:0 C_ID:0 | ||
| Durchgang | ||
| R: 6.7Ω | Mode: Cont Grenze: 5.0Ω | |
| I: 4mA | ||
Bild 8.7: Fehlgeschlagenes Ergebnis
Um das Speichern des Datensatzes abzubrechen, drücken Sie MEM oder die Taste Exit/Back/Return anstelle von TEST, daraufhin wird der Bildschirm für die letzte Messung angezeigt.
Schritt 4:
Drücken Sie die MEM- oder Exit/Back/Return-Taste, um zum letzten Messbildschirm zurückzukehren, oder die Navigationstasten, um einen Datensatz aus der Liste anzuzeigen.
8.3 Ergebnisse aufrufen
Schritt 1:
Um den Speicherbildschirm aufzurufen, drücken Sie die Taste MEM. Wenn keine Messung durchgeführt wurde, wird ein Bildschirm wie in Bild 8.8 angezeigt. Drücken Sie dann die Navigationstasten AUF und AB, um die Aufzeichnungsliste aufzurufen.
Schritt 2:
Drücken Sie die AUF und AB Navigationstaste, um durch die Datensätze zu blättern.
Es ist möglich, die IDs eines bestehenden Datensatzes zu ändern. Drücken Sie die LINKS Navigationstaste, um den ID-Editor aufzurufen, ändern Sie die IDs und
speichern Sie sie. Diese IDs werden für die folgenden neuen Datensätze nicht mehr verwendet.
8.4 Löschen von Ergebnissen
Schritt 1:
Um den Speicherbildschirm aufzurufen, drücken Sie die Taste MEM. Wenn keine Messung durchgeführt wurde, wird der letzte Datensatz direkt angezeigt. Wenn eine Messung durchgeführt wurde, wird ein Bildschirm wie in Bild 8.4 angezeigt. Drücken Sie dann auf die AUF oder AB Navigationstaste, um die Datensatzliste aufzurufen.
Schritt 2:
Drücken Sie die AUF oder AB Navigationstaste, um den zu löschenden Datensatz zu finden.
Schritt 3:
Drücken Sie die RECHTS Navigationstaste, der folgenden Bildschirm wird angezeigt (Bild 8.8).

Bild 8.8: Fehlgeschlagenes Ergebnis
Schritt 4:
Drücken sie die TEST Taste, um den ausgewählten Datensatz zu löschen und zur Datensatzliste zurückzukehren oder
Schritt 5:
Drücken Sie die AB Navigationstaste, um alle Datensätze auszuwählen (Bild 8.9)

Bild 8.9: Löschbildschirm
Drücken Sie dann die TEST Taste, um alle Datensätze zu löschen und zum Messbildschirm zurückzukehren.
Wenn ein einzelner Datensatz gelöscht wird, wird sein Platz im Speicher frei und kann wieder verwendet werden. Die Datensatznummer des gelöschten Datensatzes wird jedoch nicht für neue Datensätze verwendet.
Wenn alle Datensätze gelöscht sind, wird der gesamte Speicherplatz freigegeben und alle IDs und Nummern werden zurückgesetzt.
9 USB Kommunikation
Die gespeicherten Ergebnisse können an den PC gesendet werden, um weitere Aktivität, wie die Erstellung eines einfachen Berichts und/oder eine weitere Analyse in einer Excel-Tabelle durchzuführen. Der TV 456 wird über eine USB-Verbindung mit dem PC verbunden.
9.1 PC Software
Das Herunterladen der gespeicherten Datensätze des TV 456 auf den PC erfolgt mit der PC Anwendung. Die Datensätze werden auf dem PC in Form einer *.csv-Datei gespeichert. Die Aufzeichnungen können auch in eine Excel-Tabelle (*.xlsx) exportiert werden, um schnell Berichte zu erstellen und bei Bedarf weitere Analysen durchzuführen.
Die PC-Software läuft auf Windows-Plattformen. Um die Software und die erforderlichen USB-Treiber zu installieren, muss das Installationspaket (setup.exe) gestartet werden.
9.2 Herunterladen von Datensätzen auf PC
Schritt 1:
Trennen Sie alle Verbindungskabel und Testobjekte vom Gerät.
Schritt 2:
Verbinden Sie den TV 456 an der USB Schnittstelle (Bild 9.1) mit dem USB-Kabel mit Ihrem PC.

Bild 9.1: Der USB Anschluss auf der Oberseite des Gerätes
Der USB-Treiber wird automatisch auf einem freien COM-Port installiert und es folgt eine Bestätigung, dass die neue Hardware verwendet werden kann. Die angegebene COM-Port-Nummer kann über den Geräte-Manager Ihres Systems eingesehen werden.
Schritt 3:
Starten Sie das Programm, indem Sie auf das Desktop-Verknüpfungssymbol doppelklicken.
Schritt 4:
Klicken Sie auf „Scan Ports“ (Bild 9.2).

Bild 9.2: Ports scannen
Schritt 5:
Wählen Sie den entsprechenden Anschluss aus und klicken Sie auf „Anschluss öffnen“ (Bild 9.3).

Bild 9.3: Öffnung des Anschlusses
Schritt 6:
Klicken Sie auf „Herunterladen“, um die Datenübertragung zu starten (Bild 9.4). Wenn die Datensätze heruntergeladen werden, wird automatisch eine *.csv-Datei erstellt.

Bild 9.4: Herunterladen von Datensätzen
Schritt 7: Klicken sie auf die Schaltfläche „Excel“, um alle Datensätze in eine Excel-Datei zu exportieren (Bild 9.5). Die exportierten Dateien werden voreingestellt unter „Dokumente“ gespeichert.

Bild 9.5: Erzeugen einer Excel-Datei

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| CE | Das CE-Kennzeichen auf Ihrem Gerät bestätigt, dass dieses Gerät die Anforderungen der EU (Europäischen Union) hinsichtlich Sicherheit und elektromagnetischer Verträglichkeit erfüllt. |
| UKCA | Das UKCA-Symbol am Instrument bedeutet, dass ein auf den britischen Markt gebrachtes Produkt, die Konformitätsanforderung dieses Marktes erfüllt. |
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