GUDE HQ400B - Multifunktionswerkzeug

HQ400B - Multifunktionswerkzeug GUDE - Kostenlose Bedienungsanleitung

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Produkttyp Multifunktionswerkzeug
Modell HQ400B
Marke Güde
Stromversorgung Netzbetrieben, 230 V ~ 50 Hz
Leistungsaufnahme 300 W
Leerlaufdrehzahl 11.000 – 20.000 min⁻¹ (einstellbar)
Oszillationswinkel 3,2° (links/rechts)
Werkzeugaufnahme Kompaktsystem (Starlock-kompatibel)
Gewicht ca. 1,5 kg
Abmessungen (L × B × H) ca. 30 × 10 × 10 cm
Kabellänge ca. 2,5 m
Schalldruckpegel (LpA) 85 dB(A) (Unsicherheit K=3 dB)
Hand-Arm-Vibration < 2,5 m/s² (typisch)
Anwendungsbereiche Schleifen, Sägen (Holz, Metall, Kunststoff), Schaben, Entgraten, Polieren
Schutzklasse II (Schutzisolierung)
Sicherheitsschalter Ja, Einschaltsperre
Staubabsaugung Adapter für externen Staubsauger möglich
Lieferumfang Gerät, Schleifplatte, 3 Schleifblätter, 1 Tauchsägeblatt, 1 Schaber, Bedienungsanleitung
Zubehör nachrüstbar Ja, diverses Zubehör für unterschiedliche Anwendungen
Wartung Regelmäßige Reinigung der Lüftungsschlitze, Kühlrippen, und Austausch der Kohlebürsten
Reinigung Gerät vom Netz trennen, mit trockenem Tuch reinigen; keine scharfen Reinigungsmittel
Reparaturfreundlichkeit Kohlebürsten wechselbar; Ersatzteile über Fachhandel erhältlich

Häufig gestellte Fragen - HQ400B GUDE

Welche Zubehörteile sind im Lieferumfang des Güde HQ400B enthalten?
Im Lieferumfang enthalten sind das Gerät selbst, eine Schleifplatte, drei Schleifblätter, ein Tauchsägeblatt und ein Schaber.
Kann das HQ400B auch zum Polieren verwendet werden?
Ja, mit entsprechendem Zubehör wie Polierfilz oder Polierscheiben ist das Gerät auch zum Polieren geeignet.
Wie wechsle ich das Sägeblatt am Güde HQ400B?
Betätigen Sie den Schnellspannhebel (meist rot oder schwarz) am Werkzeug, entnehmen Sie das alte Blatt, setzen Sie das neue ein und lassen Sie den Hebel einrasten. Achten Sie auf korrekten Sitz ohne Werkzeug.
Ist das Güde HQ400B mit Starlock-Aufnahmen kompatibel?
Ja, der HQ400B verwendet ein Kompaktsystem, das zu Starlock und StarlockPlus kompatibel ist.
Welche Drehzahlstufen hat das Gerät?
Die Leerlaufdrehzahl ist stufenlos einstellbar von etwa 11.000 bis 20.000 min⁻¹ über ein Rändelrad am Gerät.
Kann ich mit dem HQ400B Fliesen schneiden?
Für Fliesen ist ein spezielles Hartmetallsägeblatt oder Diamantsägeblatt erforderlich. Das Gerät kann dann für Anrisse oder kleinere Zuschnitte verwendet werden, nicht für durchgehende Schnitte.
Wie reinige ich das Multifunktionswerkzeug richtig?
Trennen Sie das Gerät vom Netz. Reinigen Sie die Lüftungsschlitze und das Gehäuse mit einem trockenen oder leicht feuchten Tuch. Keine aggressiven Reinigungsmittel oder Wasser verwenden.
Muss ich die Kohlebürsten des Güde HQ400B wechseln?
Ja, die Kohlebürsten unterliegen einem Verschleiß. Ein Wechsel ist einfach: Schrauben Sie die Bürstenkappen ab, entnehmen Sie die alten Bürsten und setzen Sie neue ein. Ersatzbürsten sind im Fachhandel erhältlich.
Warum vibriert das Gerät stark?
Starke Vibrationen können durch ein stumpfes oder falsch montiertes Einsatzwerkzeug verursacht werden. Prüfen Sie den Sitz des Blattes, und verwenden Sie nur scharfe, passende Zubehörteile.
Kann ich das Güde HQ400B als Schleifgerät verwenden?
Ja, mit der mitgelieferten Schleifplatte und Schleifblättern ist das Gerät optimal zum Schleifen von Ecken, Kanten und schwer zugänglichen Stellen geeignet.

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BEDIENUNGSANLEITUNG HQ400B GUDE

Sehr geehrter Kunde,

mit der Vielzweckmaschine HQ 400 B haben Sie sich für eine der vielseitigsten Maschinen entschieden, die sich ein Handwerker bzw. Bastler wünschen kann.

Neben Anfertigung von präzisen Drehteilen sind zusätzlich noch viele andere Arbeitsgänge wie Bohren, Fräsen, Senken, Gewindeschneiden, Reiben usw. ohne Probleme durchführbar.

Um die gesamte Palette an Möglichkeiten die die Maschine bietet zu erfahren, empfehlen wir:

Fertigen Sie sich einige Probestücke an und machen Sie sich gut mit der Maschine vertraut, denn

„Übung macht den Meister!“

Inhaltsverzeichnis

Kapitel Seite

  1. Lieferumfang....2
  2. Beschreibung....3
  3. Technische Daten....4
  4. Montage und Aufstellen der Maschine 5
  5. Handhabung....6
  6. Arbeiten mit dem Gerät 8

1. Lieferumfang

GUDE HQ400B - Lieferumfang - 1

1 Satz Außenbacken
1 Austreiber
1 Bohrfutterschlüssel
1 Schlüssel Stahlhalter
3 Sechskantschlüssel
1 Gabelschlüssel 13/17 mm
1 Backenfutterschlüssel
2 Körnerspitzen MK 3
10 versch. Wechselzahnräder
1 Stahlhalterschlüssel
1 Kurbel für Längsspindel
1 Kurbel für Quersupport

2. Beschreibung

GUDE HQ400B - Beschreibung - 1

1 Hauptschalter (Nullspannungsauslöser) 11 Klemmhebel für Reitstockpinole
2 Kupplung für automatischen Vorschub 12 Reitstockpinole zur Aufnahme
3 Vorgelege von Zentrierspitze und Bohrfutter
4 Drehrichtungswahlschalter 13 Handrad für Reitstock
5 Hubteller für Bohr- und Fräskopf 14 Reitstock
6 Klemmschraube für Bohr- und Fräskopf 15 Quersupport
7 Vorschubhebel 16 Handrad für Quersupport
8 Arretierung für Grob- und Feinzustellung 17 Handrad für Längsvorschub
9 Vorschubknopf für Feinzustellung 18 Transport- bzw. Kranbolzen
10 Kreuzsupport m. Frässchraubstock 19 Klemmhebel für Reitstock

20 Klemmhebel für Quersupport
21 Spindel
22 Kontrolleuchte

3. Technische Daten

860 mm 210 mm 550 mm 400 mm 880 mm

Motor/Leistung: 0,55 kW

Motor/Anschluss: 230 Volt

Gewicht: ca. 210 kg

Abmaße 756 x 377 x 245 mm

Geräuschentwicklung: < 75 dB (A)

DREHEN

Spitzenhöhe: 210 mm

Spitzenweite: 400 mm

Spindelbohrung: 20 mm

Spindeldrehzahl: 160/300/375/470/600/870/1360 U/min.

Längshub: 410 mm

Querhub: 80 mm

BOHREN

Bohrfutter: Spannbereich max. 13 mm

Bohrleistung: 30 mm

Bohrfutteraufnahme: MK 3

Tischfläche: 150 x 200 mm

Bohrspindeldrehzahlen: 150/290/360/450/575/836/1300 U/min.

117/220/276/345/440/640/1000 U/min.

FRÄSEN

Aufnahme: MK 3

Max. Nutfräsen: 20 mm

Max. ø Planfräsen: 63 mm

Spindelhub: 80 mm

Spindeldrehzahlen: siehe „BOHREN“

GEWINDEDREHEN

Metrisch: 18 Stufen von 0,2 bis 3 mm

Zöllisch: 27 Stufen 8 – 120 Gewindegänge/Zoll

Vorschub: 8 Stufen von 0,05 mm bis 0,175 U/min.

4. Montage und Aufstellen der Maschine

Ausstattung

• 3-Backen-Drehbankfutter 100 mm ø/Innenbacken
- Kreuzsupport mit Stahlhalter und Handrad schwenkbar
• Vorschubeinrichtung
• Reitstock MK 3 mit Handrad
- Ein-/Ausschalter
- Transportbolzen
- Bohrfutter
• Höhenverstellbarer Bohr-/Fräskopf

Montage

Maschine auspacken, und auf Tisch oder Werkbank stellen. Die Aufstellfläche muß eben, erschütterungsfrei und stabil sein. Schwingungen beeinflußen die Arbeitsergebnisse sehr negativ. Maschine ordentlich auf einer Unterlage befestigen.

Achtung:

Alle Blankteile sind bei der Lieferung mit Rostschutz konserviert. Dieses Fett bewirkt keine Schmierung. Es ist mit einem sauberen Lappen abzuwischen.

Nun sind alle Blankteile mit Maschinenöl sorgfältig zu ölen. Insbesondere Bettführung, Supportführungen, Drehfutter, Reitstockpinole und Morsekonus 3 im Reitstock.

Hinweis:

Das gesamte Vorgelege (Riemenscheiben, Keilriemen, Zahnräder) darf nicht geölt werden!

ölen ölen

  • Alle Schmierstellen der Maschine sollten gemäß der Zeichnung öfter mit Maschinenöl von Hand geschmiert werden.
    ■ Alle Rollenlager sind regelmäßig zu ölen. Bitte dieselben einmal jährlich reinigen.

Durch Sauberhalten der Maschine und durch Disziplin beim Ölen – wie vorher beschrieben – stellen Sie sicher, daß die Maschine auch über längere Zeit einwandfrei funktioniert und vor allem nichts an Präzision einbüßt.

5. Handhabung

Zum besseren Kennenlernen der Maschine sollten Sie diese Rubrik sorgfältig durchlesen, die Handhabung der Maschine üben, ohne gleichzeitig schon ein Werkstück zu bearbeiten.

Eingeschaltet wird die Maschine am Hauptschalter (1). Der Antriebs-E-Motor hat eine Aufnahmeleistung von 0,85 kW und eine Abgabeleistung von 0,55 kW. Durch einen Kondensator bringt er hohe Kraftreserven und ist für Links- und Rechtslauf einsetzbar.

Die Motorkraft wird durch Riemenübersetzung auf die Hauptspindel übertragen. Diese wiederum wird in 2 Kegelrollenlager geführt. Am rechten Ende der Hauptspindel ist das Drehfutter aufgepaßt. Lange Werkstücke können von links nach rechts durch eine Spindelbohrung geführt und bearbeitet werden (Bohrung 20.0 mm ø).

Hinweis: Die Lagerung der Spindel durch 2 Kegelrollenlager ist mind. 6000 Std. (bei geringster Drehzahl) oder 1800 Std. (bei laufendem Einsatz mit höchster Drehzahl) wartungsfrei.

Um ein optimales Arbeitsergebnis zu erreichen muß die Spindeldrehzahl, entsprechend Materialart und Materialdurchmesser variiert werden. Durch Umlegen der Antriebsriemen kann wahlweise mit einer Lehrlaufdrehzahl von 160/300/375/470/600/870/1360 gearbeitet werden.

Der Support (15) kann als ganze Einheit entweder per Hand (mittels Stellrad 17) oder automatisch (durch Umlegen des Hebels 2 nach rechts) bewegt werden.

Achtung!

Falls sich der Support nicht bewegen lässt, Hebel (20) lösen! Durch Festziehen dieses Hebels wird der Support blockiert!

Naturgemäß läuft der Support mit automatischem Vorschub gleichmäßiger als mit Vorschub

"per Hand". Das Drehbild ist dadurch auch meist besser. Zudem werden die Drehstähle geschont und bleiben länger scharf.

Achtung:

Bei eingeschaltetem automatischen Vorschub immer darauf achten, dass der Support nicht gegen das Drehfutter oder gegen den Reitstock läuft.

Bei normaler Spindeldrehung (Rechtslauf) und eingeschaltetem automatischen Vorschub bewegt sich der Support immer von rechts nach links. Dies ist auch beim Drehen der reguläre Vorschub. Der Support kann natürlich auch automatisch in die Ausgangsstellung zurückgefahren werden: Maschine mit Hauptschalter stoppen (Drehstahl zurückstellen!) und anschließend Hauptschalter auf Linkslauf stellen.

12 11 13 14 19

Hinweis:

Bei Eingeschaltetem automatischen Vorschub ist Vorschub „Per Hand" nicht möglich. Das Ausschalten des automatischen Vorschubs erfolgt durch Umlegen des Hebels 2.

Der Reitstock kann manuell in Richtung Drehfutter verschoben werden. Dazu löst man den Klemmhebel (19) (anschließendes Festklemmen nicht vergessen!). Die Pinole (12) hat eine Aufnahme für MK 3 (für Bohrfutter, mitlaufende Spitze) und kann durch das Rad (13) verstellt werden. Eine genaue Verstellung der Pinole ist mit der Skaleneinteilung auf dem Stellrad (13) möglich. Bevor ein Morsekonus eingeführt wird, Pinole um ca. 10 mm durch Drehen des Handrades (13) ausfahren. Morsekonus dann kräftig mit der Hand einstecken.

Hinweis:

Konus und Aufnahmeloch müssen immer absolut sauber sein. Schmutz und vor allem Metallteile beeinträchtigen die Genauigkeit. Sie können im Extremfall Pinole und Konus unbrauchbar machen.

Der Morsekonus sitzt satt und kann von vorne nicht herausgezogen werden. Zum Entfernen wie folgt vorgehen: Pinole (12) mittels Handrad (13) bis zu einem spürbaren Anschlag einfahren. Dann Handrad (13) gegen den Widerstand 9,5.

Hinweis:

Die Pinole kann durch Festziehen des Klemmhebels 19 in jeder Position geklemmt werden.

Die Handräder für die Leit- und Zugspindel, den Planschieber, Längsschieber und die Reitstockpinole bewirken bei einer Umdrehung 3 mm Vorschub. Auf jedem Handrad sind 60 Teilstriche. Die Drehung um nur einen Teilstrich verursacht also 0.05 mm Verstellung (zwischen den verlängerten Teilstrichen 0.1 mm). Wenn Sie zum Beispiel ein Werkstück grob abgedreht haben und nun auf ein exaktes Maß kommen wollen, so stellen Sie den Stahl (bei abgeschalteter Maschine) zu, bis er das Werkstück berührt. Jetzt halten Sie das Handrad des Planschiebers fest und stellen das konische Gegenstück (mit Skala) so ein, daß Teilstrich 0 mit der Markierung auf dem Planschieber übereinstimmt.

Hinweis:

Die Zustellung um einen Teilstrich bewirkt, daß der Planschieber um 0.05 mm verstellt wird. Der Durchmesser des Werkstückes reduziert sich dadurch aber um 0.1 mm.

Das Drehfutter hat 3 Backen aus gehärtetem Stahl, die sich gleichmäßig verstellen und runde Werkstücke automatisch zentrieren. Es wird auf die 62-mm-Nocke der Hauptspindel aufgeflanscht und mit 3 beiliegenden Innensechskantschrauben befestigt.

richtig falsch (tief) falsch (hoch)

Abb. 1

Achtung:

Drehstähle immer möglichst kurz Einspannen! Sie vermeiden dadurch Vibration. Langes Überstehen führt zu Schwingungen und Ungenauigkeiten!

Für ordentliches Drehen ist es unerläßlich, daß die Spitze des Drehstahles genau „auf Mitte" steht (siehe Abb. 1). Vergleichen Sie die Höhe der Schneide mit der Körnerspitze im Reitstock.

Es gibt versch. Arten von Drehstählen. Hier eine kurze Erläuterung:

  • Schruppstähle - verwendet man, um in kurzer Zeit möglichst viel Span abzutragen (ohne Rücksicht auf das Finish der Werkstückober-fläche).
  • Schlicht- oder Spitzstähle - werden einge-setzt, um eine saubere Oberfläche zu erzielen.
  • Seitenstähle - (unterschiedlich rechts oder links) werden zum Längs- und Plandrehen und zum Ausdrehen von scharfen Winkeln in rechter und linker Bearbeitungsrichtung verwendet.

Schulderneller Schicht (Soitz) Helde Deutschminder Insschreinmetris

Abb. 2

  • Abstechstähle - werden zum Einstechen von Nuten und zum Abtrennen von Werkstücken eingesetzt.
  • Gewindestähle - benutzt man zum Schneiden von Außengewinde.
  • Innendrehstähle - werden zum Ausdrehen benutzt.

Hinweis:

Der Einsatz des Abstechstahles ist kritisch. Hier ganz besonders auf die exakte Spitzenhöhe achten und mit niedrigen Drehzahlen arbeiten.

6. Arbeiten mit dem Gerät

Grundsätzlich ist jede Drehbank eine Vorrichtung, bei der ein feststehendes Werkzeug (Drehstahl) gegen ein sich drehendes Werkstück gedrückt wird, um Späne abzunehmen. Je nach Werkstückmaterial bzw. Werkstückdurchmesser ist die Spindeldrehzahl anzupassen. So muß man z.B. kleine Werkstückdurchmesser oder Aluminium (auch Messing) mit relativ hohen Drehzahlen, große Werkstückdurchmesser oder Stahl mit niedrigen Drehzahlen bearbeiten.

Achtung:

Beim Bearbeiten von grösseren Werkstückdurchmessern und relativ hoher Spanabnahme kann die Maschine blockieren. Sofort Motor abschalten, Drehstahl zurückfahren und versuchen, mit geringerer Spanabnahme zu arbeiten.

Entscheidend ist immer die Geschwindigkeitsdifferenz zwischen Drehstahlschneide und Werkstückoberfläche. Man nennt dies Schnittgeschwindigkeit (in m/min). Bei einer bekannten und notwendigen Schnittgeschwindigkeit kann die erforderliche Spindeldrehzahl wie folgt errechnet werden:

$$ \frac {\text { Schnittgeschwindigkeit } \times 1 0 0 0}{\text { Werkstückdurchmesser } \times 3 , 1 4} = \text { notwendige Spindeldrehzahl } $$

Beispiel: Abgedreht werden soll ein Alu-Werkstück mit einem Durchmesser von 20 mm bei einer Schnittgeschwindigkeit von 50 m/min.

$$ \begin{array}{l} 1 0 0 0 \times 5 0 \quad 5 0. 0 0 0 \ \hline = \quad = 7 9 6 / \mathrm{min}. \ 3. 1 4 \times 2 0 \quad 6 2. 8 \end{array} $$

Jetzt ist von den möglichen Drehzahlen die auszuwählen, welche der errechneten „Idealdrehzahl“ von 796 am nächsten kommt.

Die folgende Übersicht hilft Ihnen bei der Auswahl der notwendigen Schnittgeschwindigkeit und Spindeldrehzahl:

MaterialSchnitt-geschwindigkeit in m/min (V)Werkstückdurchmesser in mm
5102030
Aluminium, legiert5025201630740450
Messing oder Kupfer5025201630740450
Stahl (Automatenstahl)20850450230230

Plandrehen

Der Drehstahl wird hier rechtwinklig zur Drehachse be- wegt. Montieren Sie einen rechten Seitenstahl und ver- stellen Sie den Stahlhalter um 2 - 3 °. Drehen Sie von außen nach innen (zum Zentrum). Bei größeren Werkstückdurchmessern differiert die Schnittgeschwindigkeit von außen (hoch) nach innen (niedrig) natürlich ganz erheblich. Deshalb gefühlvoll und langsam vorschieben, wenn im äußeren Bereich plangedreht wird.

2°~3°

Abstechen

Hierzu ist ein Abstechstahl erforderlich. Dabei ganz besonders darauf achten, daß der Stahl möglichst kurz eingespannt wird (halber Durchmesser des Materials + 1 mm) und genau auf Mitte steht. Stahl unbedingt rechtwinklig einspannen. Das Werkstück selbst ebenfalls möglichst kurz im Drehfutter befestigen.

90°

Kegeldrehen

Zum Kegeldrehen wird der Längsschieber auf dem schwenkbaren Supportunterteil, an dem die Winkelteilung angebracht ist, auf den gewünschten Kegelwinkel eingestellt. Mit den vier Klemmschrauben wird das Unterteil nach dem Einstellen des Winkels wieder festgestellt. Der Vorschub erfolgt, indem das kleine Handrad durch Längsschieben betätigt wird.

Vorschub Zustellung

Bearbeitung von längeren Werkstücken mit Gegenhaltung durch Reitstock und Körnerspitze

Längere Werkstücke (Futter-Überstand größer als der 3-fache Werkstück-Durchmesser) müssen am rechten Ende durch Reitstock und mitlaufende Körnerspitze gehalten werden. Zu diesem Zweck ist auf der rechten Stirnseite des Werkstückes eine Zentrierbohrung anzubringen.

Hierzu wie folgt vorgehen:

  • Werkstück im Drehfutter einspannen.
  • Rechte Stirnseite vorsichtig plandrehen.
  • Bohrfutter mit MK 3 (Zubehör) in Reitstock einsetzen.
  • Zentrierbohrer (Zubehör) in das Bohrfutter spannen.
  • Reitstock mit Bohrfutter und Zentrierbohrer bis an die Stirnseite des Werkstückes fahren.
  • Zentrierbohrer mittels Pinolenvorschub etwas andrücken (zentrisch).
  • Maschine einschalten und Zentrierbohrung mittels Pinolen vorschub vornehmen.

falsch (zu klein) richtig falsch (zu groß)

Jetzt ist das Bohrfutter gegen die mitlaufende Körnerspitze auszutauschen. Führen Sie die Spitze bis kurz vor die Zentrierbohrung, fixieren Sie den Reitstock und stellen Sie die mitlaufende Spitze soweit zu, daß jegliches Spiel eliminiert ist. Fixieren Sie nun die Pinole mittels Blockierschraube.

Achtung!

Der automatische Vorschub muß bis zur Fertigstellung des Gewindes eingeschaltet bleiben. Ein Auskuppeln zwischendurch macht das Weiterarbeiten unmöglich!

Abb. 23

Drehstahl mittels Planschieber zurückfahren. Drehrichtung umschalten. Maschine einschalten und Support in Ausgangsstellung zurückfahren lassen. Werkzeug zustellen. Diese Arbeitsgänge wiederholen sich, bis die gewünschte Gewindetiefe erreicht ist.

Hinweis:

Ein qualitativ einwandfreies Gewinde können Sie nur mit Hilfe des Längsschiebers schneiden. Die Zustellung des Gewindestahles erfolgt wie genannt, mit dem Planschieber. Der Längsschieber wird dabei jedoch jeweils um einen Teilstrich (0.025 mm) einmal nach links und dann nach rechts verstellt. Der Span im Gewindegang wird also immer nur von einer Seite abgehoben. Erst bei Erreichen der vollen Gewindetiefe wird zum Schluss noch einmal durch geringes Zustellen mittig voll eingeschnitten.

GUDE HQ400B - Hinweis: - 1

Drehzahleinstellung (Drehen):

Spannvorrichtung am Motor siehe Abb. B lösen und anschließend Umlehnrolle Pos. 3 (Abb.A) lösen. Legen Sie die Keilriemen in die gewünschte Stellung um und spannen Sie die Keilriemen in umgekehrter Reihenfolge wieder ein.

Umstellung von Drehen auf Fräsen:

Umschaltmuffe Pos.6 (Abb. A) aus-bzw einrichten und durch leichtes Verdrehen einrasten lassen.

Einstellung von Vorderschubgeschwindigkeit und Gewindesteigung:

Die einstellende Wert ist jeweils aus der Tabelle (Abb ) zu entnehmen und mittels der mitgelieferten Zahnräder zusammenstellen. Über die Exzenterschwinge Pos. 8 (Abb A) kann der optimale Abstand der Zahnräder eingestellt werden.

8 7 6 5 9

Schwenken und Abheben des Bohr- und Fräskopfes:

Lösen Sie die Klemmschraube Pos.6 (Abb) für den Bohr- und Fräskopf. Der Kopf kann jetzt zur Seite geschwenkt werden bzw durch Drehen des Hubtellers Pos. 5 ange- hoben werden (max.70mm). Anschließend Klemm- schraube Pos. 6 wieder anziehen.

Feineinstellung Bohren- und Fräsen:

Drücken Sie den Knopf Pos. 8 ein und bewegen Sie die Verschubhebel Pos. 7 bis dieser ganz eingerastet ist. Nun haben Sie die Möglichkeit durch Drehen des Vorschub- knopfes Pos. 9 Die Bohr- und Frässpindel in das Werk- stück zu fahren.

GUDE HQ400B - Feineinstellung Bohren- und Fräsen: - 1

Durch Umlegen des Keilriemens im oberen Antriebskasten, kann die gewünschte Bohr- bzw. Fräsdrehzahl eingestellt werden. (Drehzahl siehe Tabelle.)

DIE BOHRUNG-FRAS SINHEIT TEMPOS (○/MIN) BOHRUNG FRAS SINHEIT SPINDEL MOTOR C F SPINDEL A-F A-E A-D B-F C-F B-E C-D K-G 150 290 360 450 575 836 1300 L-H 117 220 276 345 440 640 1000

GUDE HQ400B - Feineinstellung Bohren- und Fräsen: - 3A/B24/12030/12036/12042/120
C/D60/12060/12060/12060/120
GUDE HQ400B - Feineinstellung Bohren- und Fräsen: - 4I0.10.1250.150.175
II0.050.0630.0750.088
GUDE HQ400B - Feineinstellung Bohren- und Fräsen: - 5A/B24/12030/12036/12042/120
C/D60/12060/12060/12060/120
GUDE HQ400B - Feineinstellung Bohren- und Fräsen: - 6I0.00390.00490.00590.0069
II0.00200.00250.00300.0035
GUDE HQ400B - Feineinstellung Bohren- und Fräsen: - 7 GUDE HQ400B - Feineinstellung Bohren- und Fräsen: - 8
DAII
24253060243060B=120
240.80.40.40.2GUDE HQ400B - Feineinstellung Bohren- und Fräsen: - 9
270.45
300.50.25
361.50.60.750.3
421.750.70.35
602.521.251
753
GUDE HQ400B - Feineinstellung Bohren- und Fräsen: - 10 GUDE HQ400B - Feineinstellung Bohren- und Fräsen: - 11 B=125C=127
DA2427303336424860
75I89101112141620
II1618202224283240
25I2427303336424860
II48546066728496120

Feingewinde

( über Vorgelege )

Zollgewinde

( über Vorgelege )

Vorschubgeschwindigkeit Und metrische Gewinde

Zollgewinde

EG-Konformitätserklärung

Hiermit erklären wir, Güde GmbH & Co. KG

We herewith declare, Birkichstraße 6, 74549 Wolpertshausen, Germany

Dass das nachfolgend bezeichnete Gerät aufgrund seiner Konzipierung und Bauart sowie in der von uns in Verkehr gebrachten Ausführung den einschlägigen, grundlegenden Sicherheits- und Gesundheitsanforderungen der EG-Richtlinien entspricht.

Bei einer nicht mit uns abgestimmter Änderung des Gerät verliert diese Erklärung ihre Gültigkeit.

Bezeichnung der Geräte: - Vielzweckmaschine HQ 400 B

Artikel-Nr.: - 55422

Article-No.:

Einschlägige EG-Richtlinien:

Angewandte harmonisierte

Normen:

Datum/Herstellerunterschrift: 09.08.2011

Angaben zum Unterzeichner: Hr. Arnold, Geschäftsführer

Title of Sinatory:

Technische Dokumentation: J. Bürkle; FBL, QS

GUDE HQ400B - EG-Konformitätserklärung - 1

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Produktinformationen

Marke : GUDE

Modell : HQ400B

Kategorie : Multifunktionswerkzeug