USC 20 - Multimeter PCE Instruments - Kostenlose Bedienungsanleitung
Finden Sie kostenlos die Bedienungsanleitung des Geräts USC 20 PCE Instruments als PDF.
| Produkttyp | Ultraschallprüfgerät (Multimeter) |
| Modell | PCE-USC 20 |
| Marke | PCE Instruments |
| Gewicht | 1,4 kg (inkl. Akku) |
| Abmessungen (ca.) | 260 x 160 x 70 mm |
| Stromversorgung | Netzbetrieb: 100-240 V AC / 15 V DC 4 A; Akkubetrieb: Li-Ion 10,8 V 5200 mAh |
| Betriebsdauer Akku | > 6 Stunden |
| Display | 5,7" TFT Farb-LCD (640 x 480 Pixel) |
| Erkennungsbereich | 0,5 ... 9999 mm (Longitudinalwelle Stahl) |
| Schallgeschwindigkeit | 1000 ... 15000 m/s |
| Verstärkung | 0 ... 110 dB |
| Prüffrequenzbereich | 0,5 ... 20 MHz |
| Bewertungsmethoden | DAC (Distance-Amplitude-Correction), AVG (Abstand-Verstärkung-Größe) |
| Schnittstellen | USB-A (2x), USB-B, Ethernet |
| Schutzklasse | IP 54 |
| Betriebstemperatur | -10 ... +50 °C |
| Lieferumfang | Prüfgerät, Akku, Ladeadapter, 2 Prüfkopfkabel, USB-Kabel, USB-Stick mit PC-Software, Tragetasche, Tragekoffer, 4 Prüfköpfe (90°/70°/60°/45°), Bedienungsanleitung |
| Wartung und Reinigung | Gehäuse und Prüfköpfe mit trockenem Tuch reinigen; keine Scheuermittel oder Lösungsmittel verwenden; regelmäßige Sichtprüfung auf Beschädigungen |
| Sicherheitshinweise | Nur von geschultem Personal verwenden; nicht in explosionsfähiger Atmosphäre einsetzen; Messbereich nicht überschreiten; Gerät nicht öffnen (außer durch Fachpersonal) |
| Ersatzteile und Reparatur | Ersatzprüfköpfe, Kabel und Akkus über PCE Deutschland GmbH; Reparaturen nur durch autorisiertes Fachpersonal |
| Konformität | CE, RoHS, EN12668-1 |
| Garantie | Gemäß AGB der PCE Deutschland GmbH |
| Entsorgung | Elektrogeräte und Batterien nicht im Hausmüll; Rückgabe an PCE oder Sammelstellen |
Häufig gestellte Fragen - USC 20 PCE Instruments
Benutzerfragen zu USC 20 PCE Instruments
0 Frage zu diesem Gerät. Beantworten Sie die, die Sie kennen, oder stellen Sie Ihre eigene.
Eine neue Frage zu diesem Gerät stellen
Laden Sie die Anleitung für Ihr Multimeter kostenlos im PDF-Format! Finden Sie Ihr Handbuch USC 20 - PCE Instruments und nehmen Sie Ihr elektronisches Gerät wieder in die Hand. Auf dieser Seite sind alle Dokumente veröffentlicht, die für die Verwendung Ihres Geräts notwendig sind. USC 20 von der Marke PCE Instruments.
BEDIENUNGSANLEITUNG USC 20 PCE Instruments
1 Sicherheitsinformationen....5
2 Übersicht....6
3 Systembeschreibung....6
3.1 Lieferumfang 6
3.2 Technische Spezifikationen....7
3.3 Merkmale 7
3.4 Prüfgerät 8
3.4.1 Funktionstasten....9
3.4.2 Hauptmenü 9
3.4.3 Untermenü 10
3.4.4 Anschlüsse....10
3.4.5 Anzeige.... 11
4 Inbetriebnahme 11
4.1 Netzbetrieb....11
4.2 Akkubetrieb....11
4.3 Verbindung der Prüfköpfe....12
4.4 Ein-/Ausschalten....12
4.5 Firmware Update....12
4.6 Zurücksetzen auf Werkseinstellungen 12
4.7 Grundeinstellungen....13
4.7.1 Auswahl Prüfkopftyp.... 13
4.7.2 Spracheinstellung....13
4.7.3 Einstellung mm / inch 13
4.7.4 Bildschirmhelligkeit....13
4.7.5 Signaluntergrenze 14
5 Hauptmenü 15
5.1 Hauptmenü 15
5.2 PLSRCVR....15
5.3 Sonden 16
5.4 Kalibrierung....16
5.5 Gate A....17
5.6 DAC....17
5.7 AVG....18
5.8 AUTO SETUP....19
5.9 Schweißen 20
5.10 MEMO....20
5.11 Speicher....21

5.12 Gate B....21
5.13 Test Setup....22
5.14 Anzeige....22
5.15 Konfiguration 1....22
5.16 Konfiguration 2....23
6 Bedienung....24
6.1 Kalibrierung....24
6.1.1 Auto-Kalibrierung der Verzögerung des Senkrecht-Prüfkopfs 24
6.1.2 Auto-Kalibrierung der Verzögerung des Winkelprüfkopfs 26
6.1.3 Auto-Kalibrierung des Einschallwinkels des Winkelprüfkopfs 27
6.2 DAC....28
6.2.1 Übersicht....28
6.2.2 Einstellung DAC.... 29
6.2.3 Anwendung DAC.... 30
6.2.4 Anpassung DAC.... 31
6.2.5 Löschung der DAC Curve....31
6.3 AVG....31
6.3.1 Übersicht....31
6.3.2 Einstellung AVG.... 32
6.3.3 Anwendung AVG.... 32
6.4 Hüllkurve....32
6.5 Messung auf zylinderförmigen Prüfkörpern 33
6.6 Schweißnahtprüfungen 33
6.7 Daueraufnahme von Messungen....33
6.8 Spitzenwerte speichern....34
6.9 Automatische Signalverstärkung 34
6.10 Signalgleichrichtung 34
6.11 Speicherung von Geräteeinstellungen....35
6.12 Speicherung von Messungen 35
7 PC-Software....37
7.1 Treiberinstallation....37
7.2 Menüführung der PC Software 38
7.3 Softwareoberfläche 39
8 Bewertung von Messergebnissen und Einflussfaktoren...... 40
8.1 Prüfmethodik....40
8.2 Detektionsbereich 40
8.3 Wandstärkenmessung....40
8.4 Temperatur 40
8.5 Oberflächenbeschaffenheit....40
8.6 Magnetische Störfelder 41
8.7 Bewertungsmethode 41
9 Hinweise und Wartung 42
10 Anhang....42
11 Kontakt....43
12 Entsorgung 43
1 Sicherheitsinformationen
Bitte lesen Sie dieses Benutzer-Handbuch sorgfältig und vollständig, bevor Sie das Gerät zum ersten Mal in Betrieb nehmen. Die Benutzung des Gerätes darf nur durch sorgfältig geschultes Personal erfolgen. Schäden, die durch Nichtbeachtung der Hinweise in der Bedienungsanleitung entstehen, entbehren jeder Haftung.
- Dieses Messgerät darf nur in der in dieser Bedienungsanleitung beschriebenen Art und Weise verwendet werden. Wird das Messgerät anderweitig eingesetzt, kann es zu gefährlichen Situationen kommen.
- Verwenden Sie das Messgerät nur, wenn die Umgebungsbedingungen (Temperatur, Luftfeuchte, ...) innerhalb der in den Spezifikationen angegebenen Grenzwerte liegen. Setzen Sie das Gerät keinen extremen Temperaturen, direkter Sonneneinstrahlung, extremer Luftfeuchtigkeit oder Nässe aus.
- Setzen Sie das Gerät keinen Stößen oder starken Vibrationen aus.
- Das Öffnen des Gerätegehäuses darf nur von Fachpersonal der PCE Deutschland GmbH vorgenommen werden.
- Benutzen Sie das Messgerät nie mit nassen Händen.
- Es dürfen keine technischen Veränderungen am Gerät vorgenommen werden.
- Das Gerät sollte nur mit einem Tuch gereinigt werden. Verwenden Sie keine Scheuermittel oder lösungsmittelhaltige Reinigungsmittel.
- Das Gerät darf nur mit dem von der PCE Deutschland GmbH angebotenen Zubehör oder gleichwertigem Ersatz verwendet werden.
- Überprüfen Sie das Gehäuse des Messgerätes vor jedem Einsatz auf sichtbare Beschädigungen. Sollte eine sichtbare Beschädigung auftreten, darf das Gerät nicht eingesetzt werden.
• Das Messgerät darf nicht in einer explosionsfähigen Atmosphäre eingesetzt werden.
- Der in den Spezifikationen angegebene Messbereich darf unter keinen Umständen überschritten werden.
- Wenn die Sicherheitshinweise nicht beachtet werden, kann es zur Beschädigung des Gerätes und zu Verletzungen des Bedieners kommen.
Für Druckfehler und inhaltliche Irrtümer in dieser Anleitung übernehmen wir keine Haftung.
Wir weisen ausdrücklich auf unsere allgemeinen Gewährleistungsbedingungen hin, die Sie in unseren Allgemeinen Geschäftsbedingungen finden.
Bei Fragen kontaktieren Sie bitte die PCE Deutschland GmbH. Die Kontaktdaten finden Sie am Ende dieser Anleitung.
2 Übersicht
Das Ultraschallprüfgerät PCE-USC 20 wird in der zerstörungsfreien Werkstoffprüfung eingesetzt. Das physikalische Funktionsprinzip beruht auf der Tatsache, dass sich Ultraschallwellen in unterschiedlichen Werkstoffen mit verschiedenen Geschwindigkeiten ausbreiten und an Grenzflächen mit unterschiedlichen Schallimpedanzen reflektiert werden.
Bei der Werkstoffprüfung werden die von einem Prüfkopf erzeugten Ultraschallimpulse mit Hilfe eines Koppelgels in das Prüfobjekt eingeleitet. Der Ultraschallimpuls wird an Grenzflächen mit unterschiedlicher Schallimpedanz verschieden stark reflektiert, sodass die Echos vom Prüfkopf detektiert werden. Materialfehler im Prüfobjekt können zu solchen Grenzflächen führen. Somit können die Position und die Größe von Volumenfehlern, Rissen, Lunkern, Materialeinschlüssen und weiteren Fehlstellen in den Messobjekten mithilfe von Laufzeitmessungen bestimmt werden.
Das Ultraschallprüfgerät PCE-USC 20 besitzt ein robustes und ergonomisches Design, welches für den Einsatz unter industriellen Bedingungen konzipiert wurde. Aufgrund des Gewichts von 1,4 kg wird zudem ein mobiler Einsatz ermöglicht. An das Prüfgerät können Prüfköpfe mit Betriebsfrequenzen zwischen 0,5 ... 20 MHz angeschlossen werden, sodass Messungen im Bereich zwischen 0,5 ... 9999 mm in Materialien mit Schallgeschwindigkeiten zwischen 1000 ... 15000 m/s durchgeführt werden können.
DAC und AVG Bewertungsmethoden, Anzeigeverschiebung und Sondenverzögerung, Dämpfungs- und Verstärkungsfunktionen, Export- und Protokollfunktionen sowie zahlreiche weitere Einstellmöglichkeiten des Prüfgeräts ermöglichen eine effektive Durchführung von Werkstoffprüfungen. Das Ultraschallprüfgerät wird daher vielfach für die Fehlersuche z. B. im Bereich Maschinenbau, Luftfahrt, Metallurgie, Qualitätskontrolle und Werkstoffanalyse eingesetzt.
3 Systembeschreibung
3.1 Lieferumfang
• 1 x Ultraschallprüfgerät PCE-USC 20
• 1 x Li-Ionen Akku
• 1 x Ladeadapter
• 2 x Prüfkopfkabel (2 m)
• 1 x USB-Kabel
• 1 x USB-Stick mit PC Software
• 1 x Tragetasche mit Tragegurt
• 1 x Tragekoffer
• 1 x Prüfkopf 90 °
• 1 x Prüfkopf 70 °
• 1 x Prüfkopf 60 °
• 1 x Prüfkopf 45°
• 1 x Bedienungsanleitung
3.2 Technische Spezifikationen
| Erkennungsbereich | 0,5 ... 9999 mm (Longitudinalwelle Stahl), stufenlos einstellbar |
| Schallgeschwindigkeit | 1000 ... 15000 m/s, stufenlos einstellbar |
| Anzeigeverschiebung | -10 ... 2000 mm |
| Sondenverzögerung | 0,00 ... 199,9 μs |
| Sendeimpuls | 400 V negative Signalspitzen |
| Dämpfung (Impulsgenerator) | 50 Ω / 100 Ω / 200 Ω / 500 Ω |
| Betriebsmodus | Normalprüfkopf / Sende-Empfangs-Prüfkopf |
| Betriebsfrequenzbereich | 0,5 ... 20 MHz |
| Impulsfolgefrequenz | 40 Hz / 250 Hz / 1 kHz |
| Verstärkung (Empfänger) | 0 ... 110 dB |
| Gleichrichtung (Empfänger) | Ganze Welle, positive Halbwelle, negative Halbwelle, ohne Gleichrichtung |
| Alarmgrenzen | Einstellbar über zwei Gates A und B als positive oder negative Messspitze mit automatischem Alarm (visuell / akustisch) |
| Messmodus | Grenzwert- / Extremwertmodus |
| Messabweichung horizontale Linearität | ≤0,1 % |
| Messabweichung vertikale Linearität | ≤3 % |
| Überschussempfindlichkeit | ≥62 dB |
| Dynamikbereich | ≥40 dB |
| Auflösung Fernfeld | ≥30 dB |
| Abtastrate | 400 MHz |
| Messdatenspeicher | 500 Datensätze |
| Signalwiedergabe | Dauerhafte Aufnahme von Signalen mit Wiedergabe von dynamischen Echos |
| Oberflächenanpassung | Automatische Anpassung der Fehlerposition von Winkelprüfköpfen |
| Automatische Verstärkung | 20% ... 80% in 1% Schritten |
| Menüsprache | Englisch, Chinesisch |
| Schnittstellen | USB-A, USB-B, Ethernet |
| Display | 5,7" TFT Farb LCD (640 x 480 Pixel) |
| Betriebstemperatur | -10 ... +50 °C |
| Stromversorgung | U_AC = 100 ... 240 V U_DC = 15 V / 4 A |
| Akku | Li-Ionen Akku (10,8 V, 5200 mAh) |
| Betriebsdauer Akku pro Ladung | >6 Stunden |
| Schutzklasse | IP 54 |
| Gewicht | 1,4 kg (inkl. Akku) |
3.3 Merkmale
• Entspricht EN12668-1
- Speicher für bis zu 500 Datensätze
- Aufnahmefunktion
- Betrieb mit Normalprüfkopf oder Sende-Empfangs-Prüfkopf
• Bewertungsmethoden AVG und DAC
• 400 MHz Abtastfrequenz
3.4 Prüfgerät
Das Ultraschallprüfgerät PCE-USC 20 wird über die Funktionstasten bedient. Mithilfe der Funktionstasten können die Hauptmenüs und jeweiligen Untermenüs ausgewählt und Messparameter verändert werden.

Abb. 1 Übersicht Funktionstasten Prüfgerät PCE-USC 20
3.4.1 Funktionstasten
| Taste | Beschreibung | Darstellung in Bedienungsanleitung |
![]() | Ein-/Aus Taste: Taste 2 Sek. für Ein-/Ausschalten halten | [Power] |
![]() | Veränderung der Schrittweite für die Verstärkung in 0,0 / 0,1 / 0,5 / 2 / 6 dB SchrittenHinweis: Wenn die Schrittweite 0,0 eingestellt ist, lässt sich die Verstärkung nicht verändern, um eine versehentliche Veränderung zu verhindern. | [↔] |
![]() | Verstärkung in Abhängigkeit der eingestellten Schrittweite erhöhen | [dB+] |
![]() | Verstärkung in Abhängigkeit der eingestellten Schrittweite verringern | [dB-] |
![]() | Hauptmenü nach oben blättern | [PgUp] |
![]() | Hauptmenü nach unten blättern | [PgDn] |
![]() | Auswahl der Funktion im Hauptmenü | [▲] |
![]() | Untermenü auswählenParameter oder Schrittweite in Untermenü auswählen | [◀] |
![]() | Ausgewählten Parameter vergrößern | [+] |
![]() | Ausgewählten Parameter verringern | [-] |
![]() | Anzeige einfrieren | [Freeze] |
3.4.2 Hauptmenü
Die verschiedenen Seiten des Hauptmenüs können mit Hilfe der Tasten [PgUp] und [PgDn] geblättert werden und jede Seite besitzt fünf Einträge. Ein Eintrag im Hauptmenü kann mit der entsprechenden Taste [▲] ausgewählt werden und die aktivierte Funktion wird durch eine gelbe Schriftart mit dunkelblauem Hintergrund signalisiert (s. Abb. 2).

Abb. 2 Hauptmenü
3.4.3 Untermenü
Die Einträge des Untermenüs hängen von dem jeweils aktivierten Hauptmenü ab. Eine Funktion im Untermenü kann mit der entsprechenden Taste [◀] ausgewählt werden und die aktivierte Funktion wird durch eine gelbe Schriftart mit dunkelblauem Hintergrund signalisiert.
3.4.4 Anschlüsse
Beschreibung der Anschlüsse:
- 2 x Lemo-01 Buchsen: Anschluss der Prüfköpfe
• (T) steht für Transmitter (Sender) • (R) steht für Receiver (Empfänger) - 1 x Ethernet Buchse: Fernzugriff und Datenübertragung
- 1 x USB-B Buchse: Verbindung mit PC
- 2 x USB-A Buchsen: Verbindung mit PC
- 1 x LEMO DC Buchse: Netzbetrieb und Aufladen des Akkus
- 4 x Bügel: Befestigung des Prüfgeräts
- Batterieabdeckung befestigt mit zwei Schrauben
- Ständer zum Aufstellen des Prüfgeräts

Abb. 3 Schnittstellen
3.4.5 Anzeige
Die nachfolgende Abbildung zeigt das LCD des Prüfgeräts bei einer Messung mit einer Beschreibung der Elemente:

line
| Label | Value | | ----------------- | --------- | | Aktuelle Verstärkung | 14.0 dB | | Schrittweite Verstärkung | 1.0 | | Gate A | - | | Messergebnis | - | | Gate B | 0.00 | | Highlight Messergebnis | - | | Sa | 51.22 | | Da | 51.22 | | Pa | 0.00 | | Pb 98.92 | - | | Sb 101.1 | - |Abb. 4 Darstellung einer Messung
4 Inbetriebnahme
4.1 Netzbetrieb
Das Prüfgerät kann mit Hilfe des beiliegenden Netzgeräts im Netzbetrieb verwendet werden. Zusätzlich kann der Akku während des Betriebs aufgeladen werden.
Hinweis: Falls das Prüfgerät im Netzbetrieb ohne eingesetzten Akku betrieben wird, darf die Netzversorgung nicht getrennt werden, da dies sonst zum Verlust von Einstellungen und Messungen führen kann. Um das Prüfgerät ordnungsgemäß auszuschalten, muss die [Power] Taste 2 Sek. lang gedrückt werden.
4.2 Akkubetrieb
Um den Akkubetrieb des Prüfgeräts zu ermöglichen, muss dieser vor Inbetriebnahme eingesetzt werden. Nach Lösen der beiden Befestigungsschrauben der Batterieabdeckung kann diese abgenommen und der Akku eingesetzt werden. Danach kann die Abdeckung wieder mit den beiden Schrauben befestigt werden. Der Ladezustand des Akkus wird in der unteren rechten Ecke des Displays dargestellt. Die Ladezustandsanzeige hat 5 Segmente.
Hinweis: Sobald der Ladezustand nur noch 2 Segmente anzeigt und die Farbe von grün auf gelb wechselt, sollte die Prüfung so bald wie möglich unterbrochen und der Akku geladen werden.
Der Akku benötigt ca. 5 Stunden, um vollständig geladen zu werden.
4.3 Verbindung der Prüfköpfe
Die Ultraschallprüfköpfe werden anhand von Koaxialkabeln, die mit LEMO Steckern versehen sind, mit dem Prüfgerät verbunden. Bei der Verwendung von Normalprüfköpfen, die denselben Wandler zum Senden und Empfangen von Ultraschallwellen verwenden, können beide Buchsen des Prüfgeräts verwendet werden. Bei Prüfköpfen mit getrennter Sende- und Empfangseinheit, muss die Sendeeinheit mit der Buchse mit der Beschriftung und die Empfangseinheit mit der Buchse mit der Beschriftung verbunden werden.
4.4 Ein-/Ausschalten
Um das Prüfgerät einzuschalten, muss die [Power] Taste 2 Sek. lang gedrückt werden. Nach dem Einschalten führt das Prüfgerät eine Selbstdiagnose durch und nach deren Abschluss wird die vor dem letzten Ausschalten angezeigte Darstellung wiederhergestellt. Nach dem Einschalten sollte der Ladezustand des Akkus überprüft werden.
Hinweis: Bei nicht ausreichendem Ladezustand schaltet sich das Prüfgerät automatisch nach einer Minute mit einem Hinweis auf den Ladezustand aus.
Um das Prüfgerät ordnungsgemäß auszuschalten, muss die [Power] Taste 2 Sek. lang gedrückt werden.
Hinweis: Falls das Prüfgerät nicht ordnungsgemäß ausgeschaltet wird, kann dies zum Verlust von Einstellungen und Messungen führen.
4.5 Firmware Update
Mit Hilfe eines USB Datenträgers mit der aktuellen Firmware kann die Firmware des Prüfgeräts aktualisiert werden. Für die Aktualisierung der Firmware muss das Prüfgerät zunächst ausgeschaltet sein:
- Prüfgerät mit der Taste [Power] einschalten und während der Selbstdiagnose die beiden Tasten [PgUp] und [PgDn] gedrückt halten.
- USB Datenträger mit Firmware verbinden.
• Die Firmware „Ver 1.10“ mit der Taste [▲] auswählen. - Nach Aktualisierung der Firmware die beiden Tasten [PgUp] und [PgDn] drücken, um zum normalen Betriebsmodus zurückzukehren.
4.6 Zurücksetzen auf Werkseinstellungen
Das Prüfgerät kann entweder vollständig auf Werkseinstellungen zurückgesetzt werden oder es können wahlweise nur die Messeinstellungen zurückgesetzt werden. Bei der Zurücksetzung der Messeinstellungen bleiben die bereits gespeicherten Datensätze erhalten.
Zurücksetzen der Messeinstellungen:
- Prüfgerät mit der Taste [Power] ausschalten.
- Prüfgerät mit der Taste [Power] einschalten und während der Selbstdiagnose die Taste [↔] gedrückt halten.
- Nach erfolgreicher Zurücksetzung der Messeinstellungen bleiben nur die gespeicherten Messungen erhalten.
Zurücksetzen auf Werkseinstellungen:
- Prüfgerät mit der Taste [Power] ausschalten.
• Die beiden Tasten [PgUp] und [PgDn] gedrückt halten. - Prüfgerät mit der Taste [Power] einschalten, während die beiden Tasten [PgDn] und [PgUp] gedrückt sind.
- Nach erfolgreicher Zurücksetzung auf Werkseinstellungen sind alle Einstellungen des Prüfgeräts zurückgesetzt und gespeicherte Messungen wurden gelöscht.
4.7 Grundeinstellungen
4.7.1 Auswahl Prüfkopftyp
Der an das Prüfgerät angeschlossene Prüfkopftyp kann mit Hilfe der folgenden Funktion eingestellt werden:
- Im Hauptmenü PLSRCVR mit den Tasten [PgUp] / [PgDn] / [▲]auswählen.
• DUAL Untermenü mit der Taste [◀] auswählen.
- Mit den Tasten [+] und [-] die DUAL Funktion ein- bzw. ausschalten.
- DUAL ON für Prüfköpfe mit separater Sende- und Empfangseinheit.
- DUAL OFF für Prüfköpfe mit nur einem Wandler für Senden und Empfang von Ultraschallimpulsen.
4.7.2 Spracheinstellung
Die Menüsprache des Prüfgeräts kann zwischen Deutsch und Englisch umgeschaltet werden:
- Im Hauptmenü Konfiguration 1 mit den Tasten [PgUp] / [PgDn] / [▲] auswählen.
- Sprache Untermenü mit der Taste [◀] auswählen.
- Sprache mit den Tasten [+] und [-] einstellen.
4.7.3 Einstellung mm / inch
Die Längenangabe bei der Messung kann zwischen den Einheiten mm und inch (Zoll) umgeschaltet werden:
- Im Hauptmenü CONFIG 1 mit den Tasten [PgUp] / [PgDn] / [▲] auswählen.
• Einheit Untermenü mit der Taste [◀] auswählen.
• Längeneinheit mit den Tasten [+] und [-] einstellen.
4.7.4 Bildschirmhelligkeit
Für die Bildschirmhelligkeit kann eine von drei Stufen gewählt werden: Niedrig, Mittel, Hoch:
- Im Hauptmenü Anzeige mit den Tasten [PgUp] / [PgDn] / [▲] auswählen.
• Helligkeit Untermenü mit der Taste [◀] auswählen.
- Bildschirmhelligkeit mit den Tasten [+] und [-] einstellen.
4.7.5 Signaluntergrenze
Je nach Anwendung kann die Einstellung einer Untergrenze für das Messsignal sinnvoll sein. Dies dient der Unterdrückung von Hintergrundrauschen oder kleiner Signalamplituden, die für die Messaufgabe irrelevant sind. Somit können relevante Signalamplituden besser identifiziert und ausgewertet werden. Die Signaluntergrenze wird als Prozentsatz der Bildschirmhöhe eingestellt:
• Im Hauptmenü Weiteres mit den Tasten [PgUp] / [PgDn] / [▲] auswählen.
• Verwerfen Untermenü mit der Taste [◀] auswählen.
- Signaluntergrenze mit den Tasten [+] und [-] einstellen.
Echoamplituden unter dieser Grenze werden nicht angezeigt. Dabei ist zu beachten, dass eine hohe Signaluntergrenze zu einem verringerten Dynamikumfang der Messung führt. Zudem können kleine Materialfehler oder kleine Signalamplituden, die auf Materialfehler hindeuten können, durch eine zu hohe Einstellung der Signaluntergrenze unterdrückt werden, sodass die Verwendung dieser Funktion in einigen Prüfstandards untersagt ist.
Hinweis: Auf der rechten Seite des Bildschirms erscheint das Kürzel RJ in roter Schrift, sobald die Signaluntergrenze größer als 0 % eingestellt wird.
5 Hauptmenü
Das Prüfgerät hat 16 Hauptmenüs auf 4 Seiten und jedes Hauptmenü hat mehrere Untermenüs, die in den nachfolgenden Kapiteln erläutert werden.
5.1 Hauptmenü
| Nr. | Untermenü | Beschreibung |
| 1-1 | Messbereich | Messbereich: 0,5 ... 9999 mm (Longitudinalwellen in Stahl)Standard: 100 mm |
| Taste [◀] zum Umschalten zwischen Fein- und Grobeinstellung Tasten [+] / [-] zur Einstellung des Messbereichs | ||
| 1-2 | Geschwindigkeit | Materialschallgeschwindigkeit: 1000 ... 15000 m/sStandard: 5920 m/s |
| Taste [◀] zum Umschalten zwischen Fein- und Grobeinstellung Tasten [+] / [-] zur Einstellung der Schallgeschwindigkeit | ||
| 1-3 | Anzeigeverschiebung | Anzeigeverschiebung zur Darstellung eines bestimmten Messbereichs: -10 ... 2000 mmStandard: 0,00 mm |
| Taste [◀] zum Umschalten zwischen Fein- und Grobeinstellung Tasten [+] / [-] zur Einstellung der Anzeigeverschiebung | ||
| 1-4 | Dicke | Materialdicke: 1 ... 9999 mmStandard: 100 mm |
| Zur Einstellung der Materialdicke senkrecht zur Materialoberfläche bei der Verwendung von Winkelprüfköpfen | ||
| Ungültig für Senkrechtprüfköpfe | ||
| Taste [◀] zum Umschalten zwischen Fein- und Grobeinstellung Taste [+] / [-] zur Einstellung der Materialdicke |
5.2 PLSRCVR
| Nr. | Untermenü | Beschreibung | |
| 1-1 | Dämpfung | Dämpfung: 50 Ω / 100 Ω / 200 Ω / 500 ΩStandard: 50 Ω | |
| Amplitude / Breite / Auflösung von Echos kann mit Hilfe der Dämpfung eingestellt werden | |||
| Hohe Dämpfung• Hohe Amplitude• Breites Echo• Geringe Auflösung | Geringe Dämpfung• Geringe Amplitude• Schmales Echo• Hohe Auflösung | ||
| Taste [◀] für Auswahl des UntermenüsTasten [+] / [-] zur Einstellung der Dämpfung | |||
| 1-2 | Power | Leistung des Ultraschallgenerators: Niedrig / HochStandard: Niedrig | |
| Low: Hohe AuflösungHigh: Für große Prüfobjekte oder bei Transmissionsmessungen | |||
| Taste [◀] für Auswahl des UntermenüsTasten [+] / [-] zur Einstellung der Leistung | |||
| 1-3 | DUAL | Prüfkopftyp: Aus / AnStandard: Aus | |
| Aus: Normalprüfköpfe (1 Wandler für Senden / Empfang)An: Sende- / Empfangsprüfköpfe (LED „D“ über Anzeige leuchtet) | |||
| Taste [◀] für Auswahl des UntermenüsTasten [+] / [-] zur Einstellung des Prüfkopftyps | |||
| 1-4 | Frequenzband | Frequenzband: 0,5 ... 22 / 1 ... 6 / 3 ... 22 MHz | |
| Für Auswahl des passenden Frequenzbandes für die Verstärkung in Abhängigkeit des angeschlossenen Prüfkopfes | |||
| Taste [◀] für Auswahl des UntermenüsTaste [+] / [-] zur Einstellung des Frequenzbandes | |||
5.3 Sonden
| Nr. | Untermenü | Beschreibung |
| 1-1 | Sonden Typ | Einstellung der Prüfkopfparameter (s. Beschriftung auf Prüfkopf) |
| N: SenkrechtprüfkopfA: Winkelprüfkopf | ||
| Taste [◀] für Auswahl des Untermenüs und Auswahl der PrüfkopfparameterTasten [+] / [-] zur Einstellung der Prüfkopfparameter | ||
| 1-2 | Sonden Nullpunkt | Verzögerung Prüfkopf-Schutzschicht: 0,00 ... 199,9 μsStandard: 0,00 μs |
| Taste [◀] zum Umschalten zwischen Fein- und Grobeinstellung Tasten [+] / [-] zur Einstellung der Verzögerung | ||
| 1-3 | Winkel | Einschallwinkel des Winkelprüfkopfes: 0 ... 85° |
| Ungültig für Senkrechtprüfköpfe | ||
| Taste [◀] zum Umschalten zwischen Fein- und Grobeinstellung Tasten [+] / [-] zur Einstellung des Einschallwinkels | ||
| 1-4 | X-Wert | Schallaustrittspunkt des Winkelprüfkopfes: 0,0 ... 100,0 mmSchrittweite: 0,1 mm |
| Einstellung der Entfernung zwischen Vorderkante des Winkelprüfkopfes und dem Schallaustrittspunkt | ||
| Ungültig für Senkrechtprüfköpfe | ||
| Taste [◀] zum Umschalten zwischen Fein- und Grobeinstellung Taste [+] / [-] zur Einstellung des Schallaustrittspunktes |
5.4 Kalibrierung
| Nr. | Untermenü | Beschreibung |
| 1-1 | Kalibrier Einstellung | Kalibrierung: Geschwindigkeit / Verzögerung |
| Taste [◀] für Auswahl des Untermenüs Tasten [+] / [-] zur Einstellung des Kalibriermodus | ||
| 1-2 | S-REF 1/2 | Abstand des ersten Referenzechos: 0 ... 2500 mm Abstand des zweiten Referenzechos: 0 ... 5000 mm |
| Taste [◀] für Auswahl S-REF 1 oder S-REF2 Tasten [+] / [-] zur Einstellung des Abstands | ||
| 1-3 | A Start | Anfangsposition von Gate A: 0,00 ... 9999 mm Standard: 35,00 mm |
| Taste [◀] zum Umschalten zwischen Fein- und Grobeinstellung Tasten [+] / [-] zur Einstellung der Gateposition | ||
| 1-4 | Kalibrierung | Kalibrierung mit Taste [◀] auswählen, um die Kalibrierung durchzuführen |
| Gate A auf das erste Echo einstellen und mit der Taste [+] bestätigen | ||
| Gate A auf das zweite Echo einstellen und mit der Taste [+] bestätigen | ||
| 2-1 | Kalibrier-einstellung | Kalibrierung: Winkel |
| Taste [◀] für Auswahl des UntermenüsTasten [+] / [-] zur Einstellung des Kalibriermodus | ||
| 2-2 | Reflektortiefe | Lochtiefe: 0 ... 70 mmStandard: 20 mm |
| Taste [◀] zum Umschalten zwischen Fein- und GrobeinstellungTasten [+] / [-] zur Einstellung der Reflektortiefe | ||
| 2-3 | Apertur | Reflektordurchmesser: 0,5 ... 50 mmStandard: 10 mm |
| Taste [◀] zum Umschalten zwischen Fein- und GrobeinstellungTasten [+] / [-] zur Einstellung des Reflektordurchmessers | ||
| 2-4 | Kalibrierung | Kalibrierung mit Taste [◀] auswählen, um die Kalibrierung durchzuführen |
| Gate A auf das Echo einstellen und mit der Taste [+] bestätigen |
5.5 Gate A
| Nr. | Untermenü | Beschreibung |
| 1-1 | A Logik | Detektionsmodus von Gate A: Aus / Positiv / Negativ |
| Aus: Gate inaktiv, keine Mess- oder Alarmfunktion möglichPositiv: Signaldetektion, wenn Signalamplitude die Gatehöhe überschreitetNegativ: Signaldetektion, wenn Signalamplitude die Gatehöhe unterschreitet | ||
| Taste [◀] für Auswahl des UntermenüsTasten [+] / [-] zur Einstellung des Detektionsmodus | ||
| 1-2 | A Start | Anfangsposition von Gate A: 0,00 ... 9999 mmStandard: 35,00 mm |
| Taste [◀] zum Umschalten zwischen Fein- und GrobeinstellungTasten [+] / [-] zur Einstellung der Gateposition | ||
| 1-3 | A Breite | Gatebreite A: 0,02 ... 9999 mmStandard: 25,00 mm |
| Taste [◀] zum Umschalten zwischen Fein- und GrobeinstellungTasten [+] / [-] zur Einstellung der Gatebreite | ||
| 1-4 | A Grenzwert | Gatehöhe A: 5 ... 90%Standard: 57% |
| Taste [◀] für Auswahl des UntermenüsTasten [+] / [-] zur Einstellung der Gatehöhe |
5.6 DAC
| Nr. | Untermenü | Beschreibung |
| 1-1 | DAC Modus | Auswahl DAC Modus: aus / Aufzeichnung / Andern / dac |
| Taste [◀] oder Tasten [+] / [-] zur Auswahl des DAC Modus | ||
| 2-1 | DAC Modus Aufzeichnung | DAC Aufzeichnung |
| Taste [◀] oder Tasten [+] / [-] zur Auswahl des DAC Modus Aufzeichnung | ||
| 2-2 | ECHO | Aufzeichnung DAC Messpunkte (max. 10 Messpunkte) |
| Taste [◀] für Auswahl des Untermenüs | ||
| Tasten [+] für Aufzeichnung des Messpunkts | ||
| 2-3 | A Start | Anfangsposition von Gate A: 0,00 ... 9999 mmStandard: 35,00 mm |
| Taste [◀] zum Umschalten zwischen Fein- und Grobeinstellung Tasten [+] / [-] zum Einstellen der Gateposition | ||
| 2-4 | R L / E L / S L | Darstellung von bis zu drei zusätzlichen DAC Kurven |
| Jede Kurve einstellbar zwischen -20 dB ... 20 dB von Generatrix (0,5 dB Schritte) | ||
| Taste [◀] zum Umschalten zwischen den drei Kurven Tasten [+] / [-] zum Einstellen des Werts | ||
| 3-1 | DAC MODE dac | DAC Modus: dac |
| Taste [◀] für Auswahl des Untermenüs Tasten [+] / [-] zum Einstellen des DAC Modus | ||
| 3-2 | Generatrix Ausblenden | Verstecken von Generatrix: ja / neinStandard: nein |
| Taste [◀] für Auswahl des Untermenüs Tasten [+] / [-] zum Einstellen der Darstellung | ||
| 3-3 | Kompensation | Einstellen des Ausgleichswerts |
| Taste [◀] für Auswahl des Untermenüs Tasten [+] / [-] zur Einstellung des Ausgleichswerts | ||
| 3-4 | Fehler äquivalente Amplitude | Anzeige der äquivalenten Amplitude |
| 4-1 | DAC Modus Ändern | DAC Modus: Einstellung |
| Taste [◀] für Auswahl des Untermenüs Tasten [+] / [-] zum Einstellen des DAC Modus | ||
| 4-2 | Punkt anpassen | Auswahl DAC Stützstelle |
| Taste [◀] für Auswahl des Untermenüs Tasten [+] / [-] für Auswahl der Stützstelle | ||
| 4-3 | Amplitude | Einstellung der Höhe der ausgewählten Stützstelle |
| Taste [◀] für Auswahl des Untermenüs Tasten [+] / [-] zur Einstellung der Höhe | ||
| 4-4 | Speichern / Löschen | Einstellung speichern / Stützstellen löschen |
| Taste [◀] zum Umschalten zwischen Speichern / Löschen Speichern: Taste [+] zum Speichern der Einstellung Löschen: Taste [+] zum Löschen der Stützstelle |
5.7 AVG
| Nr. | Untermenü | Beschreibung |
| 1-1 | AVG Modus | Auswahl AVG Modus: aus / Graph>3N / Graph<3N / avg |
| Taste [◀] oder Tasten [+] / [-] für Auswahl des AVG Modus | ||
| 2-1 | AVG Modus Graph>3N | Auswahl AVG Modus: >3N Plot |
| Taste [◀] oder Tasten [+] / [-] für Auswahl des AVG Modus: >3N Plot | ||
| 2-2 | Öffnung | Größe des KreisscheibenreflektorsStandard: 10 mm |
| Taste [◀] zum Umschalten zwischen Fein- und Grobeinstellung Tasten [+] / [-] zur Einstellung der Größe | ||
| 2-3 | Ref Krümmung | ∅ Wert der KurvenStandard: 5 mmTaste [◀] zum Umschalten zwischen Fein- und Grobeinstellung Tasten [+] / [-] zur Einstellung des Werts |
| 2-4 | PLOT | Taste [◀] zur BestätigungTaste [+] für AVG Kurvenzeichnung |
| 3-1 | AVG Modus Graph<3N | Auswahl AVG Modus: <3N Plot |
| Taste [◀] oder Tasten [+] / [-] zur Auswahl des AVG Modus: <3N Plot | ||
| 3-2 | ECHO | Anzeige von Messpunkten (max. 20 Messpunkte) |
| Taste [◀] oder Tasten [+] / [-] für Anzahl der Messpunkte | ||
| 3-3 | A Start | Anfangsposition von Gate A: 0,00 ... 9999 mmStandard: 35,00 mm |
| Taste [◀] zum Umschalten zwischen Fein- und Grobeinstellung Tasten [+] / [-] zur Einstellung der Gateposition | ||
| 3-4 | Speichern | Einstellung speichern |
| Taste [◀] zur Auswahl des UntermenüsTaste [+] zur Speicherung der Einstellung | ||
| 4-1 | AVG Modus Avg | Auswahl AVG Modus: avg |
| Taste [◀] oder Tasten [+] / [-] zur Auswahl des AVG Modus: avg | ||
| 4-2 | Ref Krümmung | ∅ Wert der KurvenStandard: 5 mm |
| 4-3 | Kompensation | Einstellen des Ausgleichswerts |
| Taste [◀] zur Auswahl des UntermenüsTasten [+] / [-] zum Einstellen des Ausgleichswerts | ||
| 4-4 | FehleräquivalenteGröße | Anzeige der äquivalenten Reflektorgröße |
5.8 AUTO SETUP
| Nr. | Untermenü | Beschreibung |
| 1-1 | Auto Verstärkung | Automatische Verstärkung der Echohöhe in Gate A |
| Taste [◀] zum Ein- / Ausschalten der Funktion | ||
| 1-2 | AGC | Einstellung der Echohöhe für Auto Verstärkung zwischen 20 ... 80%Standard: 50% |
| Taste [◀] für Auswahl des UntermenüsTasten [+] / [-] zur Einstellung der Höhe | ||
| 1-3 | Fläche ändern | Einstellung bei Messung auf zylinderförmigen Prüfkörpern mit Winkelprüfköpfen |
| ∅ 10 ... ∅ 2000 mm oder flachStandard: flach | ||
| Ungültig für Senkrechtprüfköpfe | ||
| Taste [◀] zum Umschalten zwischen Fein- und GrobeinstellungTasten [+] / [-] zum Einstellen des Werts | ||
| 1-4 | Spitzenwert Speichern | Anzeige des Spitzenwerts ein / aus |
| Anzeige der höchsten Echos in Gate A mit Hilfe eines violetten „X“ und automatische Aktualisierung, wenn ein höheres Echo auftritt | ||
| Taste [◀] für Auswahl des UntermenüsTasten [+] / [-] zur Aktivierung |
5.9 Schweißen
| Nr. | Untermenü | Beschreibung |
| 1-1 | Schweissung | Auswahl Modus: aus / Schweissung „V“ / Schweissung „X“ |
| Ungültig für Senkrechtprüfköpfe | ||
| Taste [◀] für Auswahl des UntermenüsTaste [+] / [-] für Auswahl des Modus | ||
| 1-2 | Schweiss Breite | Breite der Schweißnaht |
| Breite: 1 ... 200 mm | ||
| Taste [◀] zum Umschalten zwischen Fein- und GrobeinstellungTasten [+] / [-] zur Einstellung der Breite | ||
| 1-3 | P-Position | Abstand zwischen Prüfkopfvorderkante und Mittellinie der Schweißnaht |
| Abstand: 1 ... 500 mm | ||
| Taste [◀] zum Umschalten zwischen Fein- und GrobeinstellungTasten [+] / [-] zum Einstellen des Abstands | ||
| 1-4 | Refresh | Anzeige der Fehlerposition |
| Taste [◀] für Auswahl des UntermenüsTaste [+] zur Bestätigung und Aktualisierung der Anzeige |
5.10 MEMO
| Nr. | Untermenü | Beschreibung |
| 1-1 | Kanal ID | Auswahl des Speicherplatzes zur Speicherung von Einstellungen |
| 30 Speicherplätze | ||
| Taste [◀] zur Auswahl der Kanal ID / Data IDTasten [+] / [-] zur Auswahl des Speicherplatzes | ||
| 1-2 | Bemerkungen | Eingabe von Bemerkungen |
| Hinweis: Bemerkungen können nur vor der Speicherung eingegeben und nicht nachträglich verändert werden. | ||
| Taste [◀] zur Auswahl des Untermenüs und der ZeichenpositionTasten [+] / [-] zur Auswahl der Buchstaben / Zahlen für ausgewählte Position | ||
| 1-3 | Kanal Recall | Einstellungen in ausgewähltem Speicherplatz laden |
| Taste [◀] zur Auswahl des UntermenüsTaste [+] zum Bestätigen und Laden der Einstellungen | ||
| 1-4 | Speichern / Löschen | Aktuelle Einstellungen speichern / Einstellungen in ausgewähltem Speicherplatz löschen |
| Taste [◀] für Auswahl speichern / löschenSpeichern: Taste [+] zum Speichern der EinstellungLöschen: Taste [+] zum Löschen der Einstellungen | ||
| 2-1 | Data ID | Auswahl des Speicherplatzes zum Speichern von Messungen |
| 30 Speicherplätze | ||
| Taste [◀] für Auswahl Kanal ID / Data IDTasten [+] / [-] zur Auswahl des Speicherplatzes | ||
| 2-2 | Bemerkungen | Eingabe von Bemerkungen |
| Hinweis: Bemerkungen können nur vor der Speicherung eingegeben werden und nicht nachträglich geändert werden. | ||
| Taste [◀] zur Auswahl des Untermenüs und der | ||
| ZeichenpositionTasten [+] / [-] zur Auswahl der Buchstaben / Zahlen für ausgewählte Position | ||
| 2-3 | Daten Abrufen | Messung in ausgewähltem Speicherplatz anzeigen |
| Taste [◀] für Auswahl des UntermenüsTaste [+] zum Bestätigen und Anzeigen | ||
| 2-4 | Speichern / Löschen | Aktuelle Messung speichern / Messung in ausgewähltem Speicherplatz löschen |
| Taste [◀] für Auswahl speichern / löschenSpeichern: Taste [+] zum Speichern der MessungLöschen: Taste [+] zum Löschen der Messung |
5.11 Speicher
| Nr. | Untermenü | Beschreibung |
| 1-1 | Aufzeichnungs Rate | Einstellung der Bildwiederholrate in Bildern / Sek.Höhere Bildwiederholrate führt zu verringerter Aufnahmedauer |
| Bildwiederholdrate: 5 ... 15 fpsStandard: 10 fps | ||
| Taste [◀] für Auswahl des UntermenüsTasten [+] / [-] für Einstellung der Bildwiederholrate | ||
| 1-2 | Start / Stop | Aufzeichnung starten / stoppen |
| Taste [◀] zur Auswahl des UntermenüsTasten [+] / [-] zum Starten und Stoppen der Aufzeichnung | ||
| 1-3 | Speichern | Aufgezeichnete Messung auf externem Datenträger speichern |
| Taste [◀] für Auswahl UntermenüTaste [+] zum Bestätigen und Speichern der Aufzeichnung auf dem Datenträger | ||
| 1-4 | Abspielen | Aufgezeichnete Messung wiedergeben |
| Taste [◀] zur Auswahl des UntermenüsTasten [+] / [-] zum Starten und Stoppen der Aufzeichnung |
5.12 Gate B
| Nr. | Untermenü | Beschreibung |
| 1-1 | B Logik | Detektionsmodus von Gate B: Aus / Positiv / Negativ |
| Off: Gate inaktiv, keine Mess- oder Alarmfunktion möglichPositiv: Signaldetektion, wenn Echohöhe den Gate-Grenzwert überschreitetNegativ: Signaldetektion, wenn Echohöhe den Gate-Grenzwert unterschreitet | ||
| Taste [◀] für Auswahl des UntermenüsTasten [+] / [-] zum Einstellen des Detektionsmodus | ||
| 1-2 | B Start | Anfangsposition von Gate B: 0,00 ... 9999 mmStandard: 35,00 mm |
| Taste [◀] zum Umschalten zwischen Fein- und GrobeinstellungTasten [+] / [-] zum Einstellen der Gateposition | ||
| 1-3 | B Breite | Gatebreite B: 0,02 ... 9999 mmStandard: 25,00 mm |
| Taste [◀] zum Umschalten zwischen Fein- und GrobeinstellungTasten [+] / [-] zum Einstellen der Gatebreite | ||
| 1-4 | B Grenzwert | Gatehöhe B: 5 ... 90%Standard: 57% |
| Taste [◀] für Auswahl des UntermenüsTasten [+] / [-] zum Einstellen der Gatehöhe |
5.13 Test Setup
| Nr. | Untermenü | Beschreibung |
| 1-1 | TOF | Gate Detektionsmodus: Spitze / Flanke |
| Spitze: Positionsbestimmung der höchsten Signalamplitude in der gesamten GatebreiteFlanke: Positionsbestimmung bei erster Über-/Unterschreitung in Gate | ||
| Taste [◀] für Auswahl des UntermenüsTasten [+] / [-] zum Einstellen des Detektionsmodus | ||
| 1-2 | Darstellung | Darstellung des Signals: HF / Volle Welle / Positiv / Negativ |
| Taste [◀] für Auswahl des UntermenüsTasten [+] / [-] zum Einstellen der Signaldarstellung | ||
| 1-3 | A Vergrößern | Anzeigevergrößerung auf Gate A |
| Hinweis: Vergrößerung nur einstellbar, wenn Gate A nicht ausgeschaltet ist | ||
| Taste [◀] für Auswahl des UntermenüsTasten [+] / [-] zum Ein-/Ausschalten der Vergrößerung | ||
| 1-4 | Hüllkurve | Hüllkurve für Echosignal |
| Taste [◀] zur Auswahl des UntermenüsTasten [+] / [-] zum Ein-/Ausschalten der Hüllkurvenfunktion |
5.14 Anzeige
| Nr. | Untermenü | Beschreibung |
| 1-1 | Signal füllen | Fläche unter Signalkurve ausfüllen ein / aus |
| Taste [◀] zur Auswahl des UntermenüsTaste [+] / [-] zum Aktivieren dieser Funktion | ||
| 1-2 | Schema | Einstellen des Farbschemas (6 verschiedene Farbschemata verfügbar) |
| Taste [◀] zur Auswahl des UntermenüsTaste [+] / [-] zur Auswahl des Farbschemas | ||
| 1-3 | Helligkeit | Einstellen der Bildschirmhelligkeit: Niedrig, Mittel, Hoch |
| Taste [◀] zur Auswahl des UntermenüsTaste [+] / [-] für Auswahl der Bildschirmhelligkeit | ||
| 1-4 | Grundlinie | Darstellung der horizontalen Achse: Div / Schallweg |
| Taste [◀] für Auswahl des UntermenüsTaste [+] / [-] für Auswahl der Achsendarstellung |
5.15 Konfiguration 1
| Nr. | Untermenü | Beschreibung |
| 1-1 | Sprache | Einstellen der Menüsprache: Deutsch / Englisch |
| Taste [◀] zur Auswahl des UntermenüsTaste [+] / [−] zur Auswahl der Menüsprache | ||
| 1-2 | Einheit | Einstellen der Längeneinheit: mm / inch (Zoll) |
| Taste [◀] zur Auswahl des UntermenüsTaste [+] / [-] zur Auswahl der Längeneinheit | ||
| 1-3 | Datum | Einstellen des Datums im Format: JJJJ MM TT |
| Taste [◀] für Auswahl des Untermenüs und zum Umschalten zwischen Jahr, Monat und TagTasten [+] / [-] zum Einstellen | ||
| 1-4 | Zeit | Einstellen der Zeit im Format: hh mm ss |
| Taste [◀] für Auswahl des Untermenüs und Umschalten zwischen Stunde, Minute und SekundeTasten [+] / [-] zum Einstellen |
5.16 Konfiguration 2
| Nr. | Untermenü | Beschreibung |
| 1-1 | Bildschirm Kopie | Bildschirmkopie auf externem Datenträger erstellen |
| Taste [◀] zur Auswahl des UntermenüsTasten [+] zum Bestätigen und Speichern | ||
| 1-2 | Daten Kopie | Kopie der Messdaten auf externem Datenträger erstellen |
| Taste [◀] zur Auswahl des UntermenüsTasten [+]zum Bestätigen und Speichern | ||
| 1-3 | Warnung | Einstellen des akustischen Alarms |
| Taste [◀] zur Auswahl des UntermenüsTasten [+] / [-] zum Ein-/Ausschalten des Alarms |
6 Bedienung
6.1 Kalibrierung
Um die Größe und Position von Materialfehlern genau bestimmen zu können, ist es notwendig, den Prüfkopf und das Prüfgerät auf das zu untersuchende Material zu justieren. Da die piezoelektrischen Ultraschallwandler innerhalb des Prüfkopfes auf einer Schutzschicht montiert sind, muss ein Ultraschallimpuls diese Schutzschicht durchdringen, bevor er in den Prüfling eingeleitet werden kann. Diese Zeitverzögerung wirkt sich unmittelbar auf die Genauigkeit der Längen- und Positionsbestimmung aus. Das Prüfgerät PCE-USC 20 hat Auto-Kalibrierfunktionen, um die Justage mit geringem Aufwand durchzuführen.
6.1.1 Auto-Kalibrierung der Verzögerung des Senkrecht-Prüfkopfs
Die Verzögerung von Ultraschallwellen in Senkrecht-Prüfköpfen kann mit Hilfe von Standard Kalibrierkörpern bestimmt werden.
Beispiel mit Standard Kalibrierkörper K1:

Abb. 5 Kalibrierung der Verzögerung von Senkrecht-Prüfköpfen
- Prüfkopf mit Koppelgel auf Kalibrierkörper aufsetzen (s. Abb. 5).
- Haupt → Messbereich auf die doppelte Länge der zu messenden Strecke >200,0 mm einstellen.
- Haupt → Geschwindigkeit auf angegebene Schallgeschwindigkeit (longitudinal) des Kalibrierkörpers einstellen.
- Geeignete Verstärkung auswählen.
- Kalibrierung → Kalibrier Einstellung Geschwindigkeit / Verzögerung auswählen. S-Ref 1: 100,0 mm einstellen. S-Ref 2: 200,0 mm einstellen.
- Gate A auf das erste Rückwandecho ausrichten und das Untermenü Kalibrierung mit der Taste [◀] auswählen (s. Abb. 6).

line
| Parameter | Value | | --------------- | --------- | | Base | 29.0 dB | | PULS | 1.8 | | PROBE | 100.0 nm | | CAL | 5920 v/s | | CAL SET | 101.7 | | S-REF1 | 100.0 nm | | S-REF2 | 200.0 nm | | CAL | 5920 v/s |Abb. 6 Ausrichtung von Gate A auf das erste Rückwandecho
- Die Ausrichtung von Gate A mit der Taste [+] bestätigen. In dem Feld Kalibrierung wird dies durch die Veränderung der Zahl „0“ in die Zahl „1“ signalisiert.
- Gate A auf das zweite Rückwandecho ausrichten und das Untermenü Kalibrierung mit der Taste [◀] auswählen (s. Abb. 7).
- Die Ausrichtung von Gate A mit der Taste [+] bestätigen.
- Die erfolgreiche Kalibrierung wird mit dem Hinweis: Kalibrierung durchgeführt signalisiert und die Zahl in dem Feld Kalibrierung verändert sich von „1“ wieder zu „0“. Der Wert der Prüfkopfverzögerung wird in den Untermenüs Kalibrierung → Kalibrierung und Sonden → Sondenverzögerung dargestellt.

line
| Parameter | Value | | --------------- | --------- | | Base | 29.0 dB | | Puls | 1.0 | | Probe | 100.0 nm | | CAL | 201.8 | | CAL SET | 5934 m/s | | speed/delay | 201.8 | | S-REF1 | 100.0 nm | | S-REF2 | 200.0 nm | | CAL | 5934 m/s | | a GAT | 0.44 s |Abb. 7 Ausrichtung von Gate A auf das zweite Rückwandecho
6.1.2 Auto-Kalibrierung der Verzögerung des Winkelprüfkopfs
Die Verzögerung von Ultraschallwellen in Winkelprüfköpfen kann mit Hilfe von Standard Kalibrierkörpern bestimmt werden.
Beispiel mit Standard Kalibrierkörper K1:

Abb. 8 Kalibrierung der Verzögerung von Winkelprüfköpfen
- Prüfkopf mit Koppelgel auf Kalibrierkörper aufsetzen (s. Abb. 8).
- Haupt → Messbereich >100,0 mm einstellen.
- Haupt → Geschwindigkeit auf angegebene Schallgeschwindigkeit (transversal) des Kalibrierkörpers einstellen. Dazu können die Funktionen Spitzenwert / Hüllkurve verwendet werden.
- Geeignete Verstärkung auswählen.
- Prüfkopf auf dem Kalibrierkörper bewegen, bis die Amplituden der R50 und R100 Echos die maximale Höhe erreichen.
- Kalibrierung → Kalibrier Einstellung Geschwindigkeit / Verzögerung auswählen. S-Ref 1: 50,0 mm einstellen. S-Ref 2: 100,0 mm einstellen.
- Gate A auf das R50 Echo ausrichten und das Untermenü Kalibrierung mit der Taste [◀] auswählen (s. Abb. 9).

line
| Parameter | Value | | --------- | --------- | | Base | 63.70 | | Puls | 63.70 | | Probe | 63.70 | | CAL | 63.70 | | a GAT | 63.70 | | S-REF1 | 100.0 nm | | S-REF2 | 200.0 nm | | CAL | 3250ns |Abb. 9 Ausrichtung von Gate A auf das R50 Echo
- Die Ausrichtung von Gate A mit der Taste [+] bestätigen. In dem Feld Kalibrierung wird dies mit der Veränderung der Zahl „0“ in die Zahl „1“ signalisiert.
- Gate A auf das R100 Echo ausrichten und das Untermenü Kalibrierung mit der Taste [◀] auswählen (s. Abb. 10).
- Die Ausrichtung von Gate A mit der Taste [+] bestätigen.
- Die erfolgreiche Kalibrierung wird mit dem Hinweis: Kalibrierung durchgeführt signalisiert und die Zahl in dem Feld Kalibrierung verändert sich von „1“ wieder auf „0“. Der Wert der Prüfkopfverzögerung wird in den Untermenüs Kalibrierung → Kalibrierung und Sonden → Sondenverzögerung dargestellt.

line
| Parameter | Value | | --------- | --------- | | Cal | 45.0 dB | | Speed/delay | 1.0 | | S-REF1 | 114.2 Da | | S-REF1 | 85.84 Pa | | S-REF1 | 0.00 Pa | | S-REF2 | 200.0 nm | | CAL | 3250 ns | | a GAT | 0.51 s |Abb. 10 Ausrichtung von Gate A auf das R100 Echo
6.1.3 Auto-Kalibrierung des Einschallwinkels des Winkelprüfkopfs
Der Einschallwinkel von Winkelprüfköpfen kann mit Hilfe von Standard Kalibrierkörpern ermittelt werden.
Beispiel mit Standard Kalibrierkörper K1

Abb. 11: Kalibrierung des Einschallwinkels von Winkelprüfköpfen
-
Prüfkopf mit Koppelgel auf Kalibrierkörper aufsetzen (s. Abb. 11).
-
Kalibrierung → Kalibrier Einstellung Winkel auswählen
-
Reflektortiefe: 30,0 mm einstellen
-
Apertur: 50,0 mm einstellen
-
Geeignete Verstärkung auswählen
-
Prüfkopf auf dem Kalibrierkörper bewegen, bis die Amplitude des Echos die maximale Höhe erreicht.
-
Gate A auf das Echo ausrichten und das Untermenü Kalibrierung mit der Taste [◀] auswählen (s. Abb. 12).
-
Die Ausrichtung von Gate A mit der Taste [+] bestätigen.
-
Nach der erfolgreichen Kalibrierung wird der Einschallwinkel im Feld Kalibrierung angezeigt.

line
| Parameter | Value | | --------- | --------- | | BASE | 45.61 | | PULS | 45.61 | | PROBE | 45.61 | | CAL | 0.0° | | angle/k value | 45.61 | | Hole Depth | 30.0mm | | Hole DIAM | 50.0mm | | CAL | 0.0° |Abb. 12 Ausrichtung von Gate A auf das Echo
6.2 DAC
6.2.1 Übersicht
Die Funktion DAC (Distance-Amplitude-Correction, Tiefenausgleichskurve) dient der einheitlichen Bewertung von Echoamplituden in unterschiedlichen Tiefen. Somit kann die tiefenabhängige Abschwächung des Ultraschallimpulses beurteilt werden, sodass die Größe von Reflektoren unabhängig von der Tiefe bewertet werden kann.
Die Tiefenausgleichskurve wird durch eine fallende Kurve beschrieben, die die Echoamplitude des gleich großen Reflektors in Abhängigkeit von der Tiefe darstellt. Mit Hilfe der Tiefenausgleichskurve ist es somit möglich, die Amplitude eines Reflektors mit der Amplitude des Referenzreflektors zu vergleichen, sodass auf die Größe des unbekannten Reflektors geschlossen werden kann.
6.2.2 Einstellung DAC
Die Tiefenausgleichskurve kann mit Hilfe von Abstands/Amplituden-Kalibrierkörpern, die bekannte Reflektoren in verschiedenen Abständen haben, erstellt werden.
Beispiel Kalibrierung mit Kalibrierkörper in Abb. 13:

Abb. 13 Positionierung des Prüfkopfes für die Tiefenausgleichskurve
- DAC → DAC Modus: Aufzeichnung auswählen.
- Prüfkopf mit Koppelgel auf den Kalibrierkörper in Position 1 aufsetzen (s. Abb. 13).
- Prüfkopf auf dem Kalibrierkörper bewegen, bis die Echoamplitude des Reflektors in 10 mm Tiefe die maximale Höhe erreicht. Dazu können die Funktionen Spitzenwert / Hüllkurve verwendet werden.
- Höhe der Amplitude anhand der Verstärkung auf 80 % der Anzeigehöhe einstellen.
- Gate A auf das Echo ausrichten und das Untermenü ECHO mit der Taste [◀] auswählen (s. Abb. 14).
- Die erste Stützstelle mit der Taste [+] bestätigen. Der Wert in dem Feld ECHO verändert sich von „0“ auf „1“.
- Die Schritte 3. – 6. für weitere Reflektoren in größeren Abständen wiederholen, bis die gewünschte Tiefe erreicht ist. Der Wert für Echo verändert sich entsprechend mit der Anzahl der Prüfpunkte.
Hinweis: Für die Erstellung der Tiefenausgleichskurve können die Reflektoren in beliebiger Reihenfolge vermessen werden und es nicht zwingend notwendig, die Abstandsreihenfolge beizubehalten. Die Reflektoren werden automatisch sortiert, sodass z. B. zuerst die Reflektoren in 30 mm, 70 mm und 110 mm Tiefe und danach die restlichen Reflektoren aufgenommen werden können.

Abb. 14 Ausrichtung von Gate A für den ersten Prüfpunkt für die Tiefenausgleichskurve
Nach der erfolgreichen Erstellung der Tiefenausgleichskurve erscheint die Kurve als blaue Linie in der Anzeige (s. Abb. 15).

Abb. 15 Tiefenausgleichskurve DAC
Zudem besteht die Möglichkeit, in Abhängigkeit dieser Referenzlinie weitere Linien mit einem dB-Offset darzustellen:
- DAC → EL (grüne Linie) / SL (gelbe Linie) / RL (rote Linie) mit der Taste [◀] auswählen.
- Offset in dB anhand der Tasten [+]/[-] für die jeweils ausgewählte Linie einstellen.
6.2.3 Anwendung DAC
Nachdem die Tiefenausgleichskurve erstellt wurde, können weitere Einstellungen vorgenommen werden, indem der DAC Modus: dac anhand der Taste [◀] ausgewählt wird:

- Generatrix ausblenden: Generatrix beschreibt die ursprüngliche
Tiefenausgleichskurve (blaue Linie), die mit Hilfe dieser Funktion ausgeblendet werden kann, sodass nur noch die verbleibenden 3 Linien mit Offset angezeigt werden. - Kompensation: Da die Oberfläche des Abstands/Amplituden-Kalibrierkörpers i. d. R. nicht der Oberfläche des Prüfobjekts entspricht, kann es nötig sein, die schlechte Kopplung zwischen Prüfobjekt und Prüfkopf zu kompensieren. Dazu wird das Untermenü Kompensation mit der Taste [◀] ausgewählt und der Wert für die Kompensation mit den Tasten [+] / [−] eingestellt.
- Fehler Äquivalente Amplitude: Der Wert in diesem Feld beschreibt die Amplitude des Echos in Gate A im Vergleich zur Tiefenausgleichskurve.
6.2.4 Anpassung DAC
Die einzelnen Prüfpunkte der Tiefenausgleichskurve können nach Erstellung nachträglich manuell angepasst werden:
- DAC → DAC Modus: Ändern mit der Taste [◀] auswählen.
- Punkt anpassen mit der Taste [◀] und gewünschten Prüfpunkt mit den Tasten [+] / [-] auswählen.
- Amplitude mit der Taste [◀] auswählen und den Amplitudenwert mit den Tasten [+] / [-] einstellen.
- Schritte 2.-3. für Anpassung von weiteren Prüfpunkten wiederholen.
6.2.5 Löschung der DAC Kurve
Es können einzelne Prüfpunkte oder die gesamte Tiefenausgleichskurve gelöscht werden:
- DAC → DAC Modus: Ändern mit der Taste [◀] auswählen.
- Punkt anpassen mit der Taste [◀] und zu löschenden Prüfpunkt mit den Tasten [+] / [-] auswählen.
- Mit der Taste [◀] von Untermenü Speichern in Untermenü Löschen wechseln.
- Den ausgewählte Prüfpunkt mit der Taste [+] löschen. Um alle Punkte auf einmal zu löschen, muss die Taste [+] für mehrere Sekunden gedrückt gehalten werden.
6.3 AVG
6.3.1 Übersicht
Die Bewertungsmethode AVG (Abstand-Verstärkung-Größe) dient dem Vergleich von gemessenen Signalamplituden mit kreisschreibenförmigen Reflektoren (KSR), die senkrecht zur Schallausbreitungsrichtung stehen. Dazu wird die Beziehung zwischen Abstand, Verstärkung und Größe von Scheibenreflektoren eines Referenzkörpers herangezogen.
6.3.2 Einstellung AVG
Die AVG Kurve kann mit Hilfe eines Kalibrierkörpers, der einen KSR in bekannter Entfernung hat, erstellt werden:
Beispiel mit Senkrechtprüfkopf an Kalibrierkörper mit ∅ 2 mm KSR:
- Prüfkopf mit Koppelgel auf den Kalibrierkörper aufsetzen (s. Abb. 16).
- Prüfkopf auf dem Kalibrierkörper bewegen, bis die Amplitude des Echos die maximale Höhe erreicht.
- AVG → AVG Modus: Graph > 3N auswählen.
- Öffnung auf 2,0 mm einstellen.
- Gewünschten Durchmesser von KSR für Referenzkurve in Ref. Krümmung einstellen: In diesem Beispiel 1,0 mm.
- Gate A auf das Echo ausrichten und Plot mit der Taste [◀] auswählen.
- AVG Darstellung mit der Taste [+] bestätigen.

Abb. 16 Erstellung AVG Kurve
6.3.3 Anwendung AVG
Die erstellte AVG Kurve ist nur für Entfernungen gültig, die mindestens dem dreifachen Nahfeldabstand des eingesetzten Prüfkopfes entsprechen (Graph>3N). Das Prüfgerät kann zudem eine AVG Kurve für Entfernungen innerhalb des dreifachen Nahfeldabstands darstellen (Graph<3N). Aufgrund unterschiedlicher Schallcharakteristiken von Prüfköpfen verschiedener Hersteller sollte der Modus Graph>3N der bevorzugte Prüfmodus sein.
Ähnlich wie bei der DAC Funktion kann es notwendig sein, die im Vergleich zum Kalibrierkörper schlechtere Kopplung zwischen Prüfkopf und Prüfobjekt zu kompensieren. Dies wird anhand des Untermenüs Kompensation eingestellt.
6.4 Hüllkurve
Die Hüllkurve dient der Darstellung der jeweils höchsten gemessenen Signalamplituden, wenn der Prüfkopf auf dem Prüfobjekt bewegt wird. Dabei kann aufgrund der verschiedenen Farben zwischen der Hüllkurve und dem aktuell gemessenen Signal unterschieden werden. Diese Funktion kann zusammen mit der Funktion Spitzenwerte speichern verwendet werden.
- Messung → Hüllkurve mit der Taste [◀] auswählen.
- Funktion mit der Taste [◀] oder mit den Tasten [+] / [−] einschalten.
6.5 Messung auf zylinderförmigen Prüfkörpern
Die Positionsbestimmung von Materialfehlern in zylinderförmigen Prüfkörpern kann zu Problemen führen, da die Position vom Krümmungsradius und der Tiefe abhängt. Um die Positionsbestimmung zu vereinfachen, kann dies im Prüfgerät automatisch umgerechnet werden:
-
Auto Setup → Fläche ändern mit der Taste [◀] auswählen.
-
Durchmesser mit den Tasten [+] / [-] einstellen. Der Wert Flach steht für den regulären Prüfbetrieb auf ebenen Flächen.
6.6 Schweißnahtprüfungen
Für die Prüfung von Schweißnähten hat das Prüfgerät eine spezielle Funktion, um den Schallausbreitungsweg und abgetasteten Bereich der Schweißnaht visuell darzustellen (s. Abb. 17):
-
Schweißen → Schweißung mit der Taste [◀] auswählen.
-
Schweißnahttyp mit den Taste [+] / [-] einstellen.
-
Schweißbreite mit der Taste [◀] auswählen und Schweißnahtbreite mit den Tasten [+] / [-] einstellen.
-
P-Position mit der Taste [◀] auswählen und Prüfkopfposition mit den Tasten [+] / [-] einstellen. Die Prüfkopfposition bezieht sich hierbei auf den Abstand zwischen der Prüfkopfvorderkante und der Mittellinie der Schweißnaht.
-
Refresh mit der Taste [◀] auswählen und Anzeige mit erneuter Betätigung der Taste [◀] aktualisieren.

Abb. 17 Darstellung bei Schweißnahtprüfungen
6.7 Daueraufnahme von Messungen
Messungen können mit Hilfe einer Art Videofunktion aufgenommen werden. Bereits durchgeführte Materialprüfungen können somit zu einem späteren Zeitpunkt wieder abgespielt werden. Die maximale Aufnahmedauer hängt von der Bildwiederholrate ab und beträgt bei der niedrigsten Bildwiederholrate ca. 30 Minuten. Bei einer höheren Bildwiederholrate wird die Aufnahmedauer entsprechend verringert.
- Speicher → Aufzeichnungs Rate (Bildwiederholrate) mit der Taste [◀] auswählen.
- Bildwiederholrate mit den Tasten [+] / [-] einstellen.
- Start / Stop mit der Taste [◀] auswählen.
- Aufzeichnung mit den Tasten [+] / [-] beginnen und stoppen.
- Speichern mit der Taste [◀] auswählen und Aufzeichnung mit der Taste [+] auf externem Datenträger speichern.
- Abspielen mit der Taste [◀] auswählen und Aufzeichnung durch erneutes Drücken der Taste [◀] abspielen.
Hinweis: Die aufgenommene Messung wird nur temporär auf dem Messgerät gespeichert. Die Aufnahme wird gelöscht, sobald das Messgerät ausgeschaltet wird. Um eine Aufnahme dauerhaft zu speichern, muss diese auf einem externen Datenträger gespeichert werden.
6.8 Spitzenwerte speichern
Diese Funktion speichert dynamisch die höchste Signalamplitude im Gate und zeigt diese als violettes „X“ Symbol an. Diese Funktion kann zusammen mit der Funktion Hüllkurve verwendet werden.
- Auto Setup → Spitzenwert Speichern mit der Taste [◀] auswählen.
- Funktion mit der Taste [◀] oder mit den Tasten [+] / [−] ein-/ausschalten.
6.9 Automatische Signalverstärkung
Mit Hilfe dieser Funktion kann die Verstärkung in Abhängigkeit vom in Gate A vorhandenen Signal automatisch angepasst werden, um die gewünschte Höhe zu erreichen.
- Gate A auf Echo ausrichten.
- Auto Setup → AGC mit der Taste [◀] auswählen.
- Gewünschte Anzeigehöhe für automatische Verstärkung mit den Tasten [+] / [-] einstellen.
- Auto Setup → Auto Verstärkung mit der Taste [◀] auswählen.
- Automatische Verstärkung mit den Tasten [+] / [-] ein-/ausschalten.
6.10 Signalgleichrichtung
Das Messsignal kann auf vier unterschiedliche Weisen angezeigt werden:
- Vollwelle: Darstellung der positiven und der um die Grundlinie gespiegelten, negativen Halbwellen
- Positive Halbwellen: Nur Darstellung der positiven Halbwellen
- Negative Halbwellen: Nur Darstellung der negativen Halbwellen
• HF: Keine Gleichrichtung
Die Darstellung der Vollwelle wird i. d. R. für die meisten Prüfanwendungen eingesetzt, jedoch kann auch je nach Prüfaufgabe eine andere Darstellung sinnvoll sein.
- Messung → Darstellung mit der Taste [◀] auswählen.
- Signaldarstellung mit der Taste [◀] oder den Tasten [+] / [−] einstellen.
6.11 Speicherung von Geräteeinstellungen
Das Prüfgerät hat die Funktion, Geräteeinstellungen zu speichern und zu laden. Somit lässt sich das Prüfgerät mit geringem Aufwand für verschiedene Prüfaufgaben konfigurieren, da die Justierung der verschiedenen Prüfköpfe und weitere Mess- und Anzeigeparameter geladen werden können. Dafür muss die Gerätekonfiguration für die jeweilige Prüfaufgabe einmalig eingestellt und gespeichert werden:
- MEMO → Kanal ID mit der Taste [◀] auswählen.
-
Kanal ID mit den Tasten [+] / [-] einstellen.
-
Speicherung: Speichern mit der Taste [◀] auswählen und die Speicherung mit der Taste [+] bestätigen. Speicherplätze mit bereits gespeicherten Einstellungen werden mit einem „*“ Zeichen vor der Kanal ID angezeigt.
- Laden: Kanal Recall mit der Taste [◀] auswählen und mit der Taste [+] bestätigen.
- Löschung: Löschen mit der Taste [◀] auswählen und mit der Taste [+] bestätigen.
Hinweis: Bei Speicherplätzen mit bereits gespeicherten Einstellungen ist das Untermenü standardmäßig auf Löschen und bei noch nicht verwendeten Speicherplätzen entsprechend auf Speichern eingestellt. Zwischen den beiden Funktionen kann mit der Taste [◀] umgeschaltet werden.

Abb. 18 Speicherung von Prüfgeräteinstellungen
6.12 Speicherung von Messungen
Die durchgeführten Messungen können im internen Gerätespeicher abgelegt werden, um diese zu einem späteren Zeitpunkt abrufen zu können. Die Messung kann direkt im Prüfgerät oder auf einem PC mithilfe der PC Software angezeigt werden:
- MEMO → DATA ID mit der Taste [◀] auswählen.
- DATA ID mit der Taste [+] / [-] einstellen.
- Speicherung: Speichern mit der Taste [◀] auswählen und Speicherung mit der Taste [+] bestätigen. Speicherplätze mit bereits gespeicherten Messungen werden mit einem „*“ Zeichen vor der Kanal ID angezeigt.
- Laden: Daten Abrufen mit der Taste [◀] auswählen und mit der Taste [+] bestätigen.
- Löschung: Löschen mit der Taste [◀] auswählen und mit der Taste [+] bestätigen.
Hinweis: Bei Speicherplätzen mit bereits gespeicherten Messungen ist das Untermenü standardmäßig auf Löschen und bei noch nicht verwendeten Speicherplätzen entsprechend auf Speichern eingestellt. Zwischen den beiden Funktionen kann mit der Taste [◀] umgeschaltet werden.

line
| Time (ms) | Intensity | | --------- | --------- | | 0.100 | 0 | | 35.15 | 25.00 | | 72.16 | 0 | | 100.2 | 0 | | 194.2 | 0 | | 100.2 | 0 |Abb. 19 Speichern von Prüfergebnis
7 PC-Software
7.1 Treiberinstallation
Die Treiber für das Prüfgerät werden mithilfe des Windows Geräte-Managers installiert:

Abb. 20 Treiberinstallation
- Geräte-Manager öffnen.
- Nicht erkanntes Prüfgerät auswählen (s. Abb. 20).
- Aktion → Treibersoftware aktualisieren auswählen.
- Auf dem Computer nach Treibersoftware suchen.
- Pfad, in dem sich die Treiber befinden, angeben.
- Diese Treibersoftware trotzdem installieren auswählen (s. Abb. 21), um die Treiber zu installieren.

Abb. 21 Bestätigung der Treiberinstallation
7.2 Menüführung der PC Software
Nach der Installation der Treiber und der PC Software kann eine Verbindung hergestellt werden.
Hinweis: Das Prüfgerät muss eingeschaltet und mithilfe des USB-Kabels mit dem PC verbunden sein, bevor die PC Software gestartet wird.

Abb. 22 Überblick PC Software
1. File Menü
- Open: Datei auf dem PC oder gespeicherte Messung auf dem Prüfgerät öffnen
- Save: Änderungen in ursprünglicher Datei speichern
- Save as: Änderungen in neuer Datei speichern
- Print: Drucken
• Print Preview: Druckvorschau
• Print Settings: Druckeinstellungen - Exit: Software beenden
2. View Menü
- Toolbar: Toolbar anzeigen / versteckeny
- Status Bar: Status Bar anzeigen / verstecken
3. UI Language Menü
- Sprache der PC Software einstellen
4. Print Language Menü
- Sprache des Ausdrucks einstellen
5. Video Menü
- Start: Videoaufnahme starten
- Stop: Videoaufnahme stoppen
7.3 Softwareoberfläche
1. Waveform Display
In diesem Element wird das aufgezeichnete Signal dargestellt. Falls das Gate A bei der Messung verwendet wurde, kann das Gate durch Ziehen mit der Maus bewegt werden, um die Breite, die Höhe und die Anfangsposition zu verändern.
2. Data Recall
Mithilfe dieser Funktion kann die im Prüfgerät gespeicherte ID von Messungen für die Anzeige in der Software ausgewählt werden. Die Nummerierung der Speicherplätze ist identisch mit der Nummerierung in dem Prüfgerät.
3. Config
Anzeige der Prüfgeräteinstellungen der geladenen Messung.
4. Gate A
Anzeige der Einstellungen von Gate A.
5. Gate B
Anzeige der Einstellungen von Gate B.
6. Information Entry
In diesem Fenster können Daten für die Erstellung eines Prüfprotokolls eingegeben werden. Die Eingabe von Daten wird mit der OK Taste bestätigt.

Einstellung der Einheit: mm / inch.
8. Scale
Einstellung der horizontalen Achse: Div / Schallweg.
8 Bewertung von Messergebnissen und Einflussfaktoren
8.1 Prüfmethodik
Für eine zielgerichtete Prüfung benötigt der Prüfer grundlegende Kenntnisse über das Prüfverfahren und die physikalischen Randparameter. Darüber hinaus müssen vor einem Einsatz die Prüfaufgabe und Lösungsschritte definiert werden. Für die Beurteilung der Prüfaufgabe sollten die Geometrie des Prüfkörpers, die zu erwartende Fehlergröße und -lage, der Werkstoff sowie die Auswahl eines passenden Sensors berücksichtigt werden.
8.2 Detektionsbereich
Der vom Prüfkopf abgetastete Bereich hängt vom jeweilig eingesetzten Prüfkopf ab. Im Zuge der vorher definierten Prüfaufgabe sollte ein Prüfkopf verwendet werden, der die technischen Anforderungen für die zu detektierenden Materialfehler erfüllt. Insbesondere wirkt sich Prüffrequenz, Schwingerdurchmesser, Nahfeldlänge und Divergenzwinkel des Prüfkopfes zusammen mit der Materialschallgeschwindigkeit auf den Detektionsbereich aus.
8.3 Wandstärkenmessung
Die Wandstärkenmessung mit Ultraschallwellen basiert wie bei der Ultraschallprüfung auf der Messung der Laufzeitdifferenz von reflektierten Ultraschallimpulsen. Zusammen mit der Schallgeschwindigkeit des Materials kann somit die Wandstärke präzise gemessen werden. Die Genauigkeit dieser Messung hängt maßgeblich davon ab, wie genau die reale Materialschallgeschwindigkeit ermittelt wurde.
In den meisten Stahllegierungen verändert sich die Schallgeschwindigkeit nur geringfügig, sodass sich dies ebenfalls nur geringfügig auf den Fehler bei der Wandstärkenmessung auswirkt. In anderen Materialien (Nichtmetalle, Plastik) kann die Schallgeschwindigkeit größeren Schwankungen unterliegen, sodass die genaue Bestimmung der Schallgeschwindigkeit für die exakte Wandstärkenmessung erforderlich ist.
Zudem wird die Bestimmung von Abständen und Wandstärken durch die Homogenität des Materials beeinflusst. Sollte sich die Schallgeschwindigkeit aufgrund von Inhomogenitäten innerhalb des Prüfobjektes maßgeblich verändern, führt dies zu Messfehlern.
8.4 Temperatur
Die Schallgeschwindigkeit im Material wird durch die Temperatur beeinflusst. Da sich die Materialschallgeschwindigkeit maßgeblich auf die Messgenauigkeit auswirkt, sollte der Einfluss der Materialtemperatur beachtet werden. Bei der Kalibrierung des Prüfgeräts können die Kalibrierkörper auf die bei der Materialprüfung zu erwartende Temperatur aufgeheizt oder die Messergebnisse mit einem Temperatureinflussfaktor multipliziert werden.
8.5 Oberflächenbeschaffenheit
Die Oberflächenbeschaffenheit stellt einen zusätzlichen Einflussfaktor dar, da die Oberfläche von Kalibrierkörpern in der Regel nicht der Oberfläche des Prüfobjekts entspricht. Bei der Bewertung von Echoamplituden sollte dieser Aspekt beachtet werden.
8.6 Magnetische Störfelder
Umgebungen mit starken magnetischen Störfeldern können die Ultraschallprüfung negativ beeinflussen, sodass Umgebungen mit starken magnetischen Störfeldern soweit möglich gemieden werden sollten.
8.7 Bewertungsmethode
Die Bewertung von Materialfehlern lässt sich in zwei grundlegende Methoden einteilen:
- Wenn der Schallbündeldurchmesser kleiner als die Materialfehlergröße ist, können die Größe des Materialfehlers und die Grenzflächen bestimmt werden.
Kleinere Schallbündeldurchmesser ermöglichen die genaue Bestimmung der Größe und der Ausmaße der durch Materialfehler entstehenden Grenzflächen. Aufgrund der gerichteten Schallausbreitungscharakteristik eignen sich kleine Schallbündeldurchmesser weniger für die Detektion von Materialfehlern, sodass Prüfköpfe mit divergenteren Schallbündeln zum Auffinden besser geeignet sind.
- Wenn der Schallbündeldurchmesser größer als die Materialfehlergröße ist, sollte die Echoamplitude mit Referenzreflektoren vergleichen werden, um auf die Größe zurückzuschließen.
Die Echoamplituden von realen Materialfehlern sind in der Regel kleiner als von Referenzreflektoren / KSR. Dies kann durch die schlechtere Ankopplung des Prüfkopfes an einem Prüfobjekt im Vergleich zu Kalibrierkörpern und ungünstigen Reflexionswinkeln begründet werden. Irreguläre Fehler können auch zu starker Streuung der Ultraschallimpulse führen, sodass die Echoamplitude weiter sinkt oder dass sogar kein Echo detektiert werden kann. Zudem muss auch die tiefenabhängige Abschwächung bei der Bewertung von Echoamplituden berücksichtigt werden.
9 Hinweise und Wartung
Es wird empfohlen das Prüfgerät in regelmäßigen Abständen auf Beschädigungen zu überprüfen und nach jedem Gebrauch zu reinigen. So sollten die Prüfköpfe, Kabel, Stecker, Anschlussbuchsen und das Gerätegehäuse auf Beschädigungen und Verschleiß begutachtet werden. Bei groben Beschädigungen oder übermäßigem Verschleiß der Komponenten, sollte das Prüfgerät nicht mehr verwendet werden. Um den ordnungsgemäßen Betrieb zu gewährleisten sollten die entsprechenden Komponenten ersetzt werden.
10 Anhang
I) Einstellung PRF
| Abstand | PRF |
| L < 125 mm | 40 Hz / 250 Hz / 1000 Hz |
| 125 mm ≤ L ≤ 1400 mm | 40 Hz / 250 Hz |
| L > 1400 mm | 40 Hz |
II) Beschreibung der Messparameter
| Abkürzung | Beschreibung |
| Sa | Abstand des Echos in Gate A entlang der Schallausbreitungsrichtung |
| Sb | Abstand des Echos in Gate B entlang der Schallausbreitungsrichtung |
| Sb-a | Abstand zwischen Echo in Gate A und Echo in Gate B |
| Ha% | Amplitude des höchsten Echos in Gate A (in Prozent der Bildschirmhöhe) |
| Hb% | Amplitude des höchsten Echos in Gate B (in Prozent der Bildschirmhöhe) |
| Ha dB | Differenz der Echoamplitude in Gate A und Grenzwert von Gate A in dB |
| Hb dB | Differenz der Echoamplitude in Gate B und Grenzwert von Gate B in dB |
| R-start | Anfang des Messbereichs (Wert von Anzeigeverzögerung) |
| R-end | Ende des Messbereichs (Wert von Messbereich) |
| Da | Tiefe des Reflektors in Gate A von der Prüfkörperoberfläche |
| Db | Tiefe des Reflektors in Gate B von der Prüfkörperoberfläche |
| Pa | Projektionsabstand des Reflektors in Gate A von der Prüfkopfvorderkante |
| Pb | Projektionsabstand des Reflektors in Gate B von der Prüfkopfvorderkante |
| DAC dB | Differenz der Echoamplitude in Gate von der DAC Kurve in dB |
11 Garantie
Bei Fragen, Anregungen oder auch technischen Problemen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung. Die entsprechenden Kontaktinformationen finden Sie am Ende dieser Bedienungsanleitung.
12 Entsorgung
HINWEIS nach der Batterieverordnung (BattV)
Batterien dürfen nicht in den Hausmüll gegeben werden: Der Endverbraucher ist zur Rückgabe gesetzlich verpflichtet. Gebrauchte Batterien können unter anderem bei eingerichteten Rücknahmestellen oder bei der PCE Deutschland GmbH zurückgegeben werden.
Annahmestelle nach BattV:
PCE Deutschland GmbH
Im Langel 4
59872 Meschede
Zur Umsetzung der ElektroG (Rücknahme und Entsorgung von Elektro- und Elektronikaltgeräten) nehmen wir unsere Geräte zurück. Sie werden entweder bei uns wiederverwertet oder über ein Recyclingunternehmen nach gesetzlicher Vorgabe entsorgt. Alternativ können Sie Ihre Altgeräte auch an dafür vorgesehenen Sammelstellen


Alle PCE-Produkte sind CE und RoHs zugelassen.

PCE Instruments Kontaktinformationen
Deutschland France España
Tel.: +49 (0) 2903 976 99 0 Téléphone: +33 (0) 972 3537 17 Tel.: +34 967 543 548
www.pce-instruments.com/deutsch
www.pce-instruments.com/french
www.pce-instruments.com/espanol










