PCE Instruments USC 20 - Multimeter

USC 20 - Multimeter PCE Instruments - Kostenlose Bedienungsanleitung

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Notice PCE Instruments USC 20 - page 5
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Produkttyp Ultraschallprüfgerät (Multimeter)
Modell PCE-USC 20
Marke PCE Instruments
Gewicht 1,4 kg (inkl. Akku)
Abmessungen (ca.) 260 x 160 x 70 mm
Stromversorgung Netzbetrieb: 100-240 V AC / 15 V DC 4 A; Akkubetrieb: Li-Ion 10,8 V 5200 mAh
Betriebsdauer Akku > 6 Stunden
Display 5,7" TFT Farb-LCD (640 x 480 Pixel)
Erkennungsbereich 0,5 ... 9999 mm (Longitudinalwelle Stahl)
Schallgeschwindigkeit 1000 ... 15000 m/s
Verstärkung 0 ... 110 dB
Prüffrequenzbereich 0,5 ... 20 MHz
Bewertungsmethoden DAC (Distance-Amplitude-Correction), AVG (Abstand-Verstärkung-Größe)
Schnittstellen USB-A (2x), USB-B, Ethernet
Schutzklasse IP 54
Betriebstemperatur -10 ... +50 °C
Lieferumfang Prüfgerät, Akku, Ladeadapter, 2 Prüfkopfkabel, USB-Kabel, USB-Stick mit PC-Software, Tragetasche, Tragekoffer, 4 Prüfköpfe (90°/70°/60°/45°), Bedienungsanleitung
Wartung und Reinigung Gehäuse und Prüfköpfe mit trockenem Tuch reinigen; keine Scheuermittel oder Lösungsmittel verwenden; regelmäßige Sichtprüfung auf Beschädigungen
Sicherheitshinweise Nur von geschultem Personal verwenden; nicht in explosionsfähiger Atmosphäre einsetzen; Messbereich nicht überschreiten; Gerät nicht öffnen (außer durch Fachpersonal)
Ersatzteile und Reparatur Ersatzprüfköpfe, Kabel und Akkus über PCE Deutschland GmbH; Reparaturen nur durch autorisiertes Fachpersonal
Konformität CE, RoHS, EN12668-1
Garantie Gemäß AGB der PCE Deutschland GmbH
Entsorgung Elektrogeräte und Batterien nicht im Hausmüll; Rückgabe an PCE oder Sammelstellen

Häufig gestellte Fragen - USC 20 PCE Instruments

Wie kalibriere ich das PCE-USC 20 für einen Senkrechtprüfkopf?
Gehen Sie ins Hauptmenü Kalibrierung und wählen Sie Kalibrier Einstellung auf 'Geschwindigkeit/Verzögerung'. Stellen Sie S-REF1 und S-REF2 auf die Referenzabstände (z.B. 100 mm und 200 mm). Richten Sie Gate A auf das erste und zweite Rückwandecho aus und bestätigen Sie jeweils mit der Taste [+].
Wie ändere ich die Menüsprache am Gerät?
Navigieren Sie zu Konfiguration 1 im Hauptmenü, wählen Sie das Untermenü Sprache mit der Taste [◀] und stellen Sie mit den Tasten [+]/[-] die gewünschte Sprache (Deutsch oder Englisch) ein.
Wie kann ich ein Firmware-Update durchführen?
Schalten Sie das Gerät aus. Stecken Sie einen USB-Stick mit der aktuellen Firmware ein. Schalten Sie das Gerät mit der [Power]-Taste ein und halten Sie während der Selbstdiagnose die Tasten [PgUp] und [PgDn] gedrückt. Wählen Sie die Firmware-Datei mit der Taste [▲] aus. Nach dem Update drücken Sie [PgUp] und [PgDn] zum Neustart.
Wie speichere ich Messergebnisse im internen Speicher?
Gehen Sie ins Hauptmenü MEMO, wählen Sie Data ID und stellen Sie einen Speicherplatz ein. Wechseln Sie zu Speichern und bestätigen Sie mit der Taste [+]. Bereits belegte Plätze werden mit einem '*' gekennzeichnet.
Was ist die DAC-Funktion und wie wird sie angewendet?
DAC (Distance-Amplitude-Correction) dient dem Tiefenausgleich. Erstellen Sie eine DAC-Kurve mit einem Kalibrierkörper: Wählen Sie im Hauptmenü DAC den Modus Aufzeichnung, richten Sie Gate A auf die Echos bekannter Reflektoren und speichern Sie die Stützpunkte. Danach können Sie im Modus 'dac' die Kurve anzeigen und Kompensationen vornehmen.
Wie verbinde ich Prüfköpfe mit dem Gerät?
Verwenden Sie die mitgelieferten Koaxialkabel mit LEMO-Steckern. Bei Normalprüfköpfen (ein Wandler) können Sie beide Buchsen (T und R) verwenden. Bei Sende-Empfangs-Prüfköpfen müssen Sie den Sender an die mit 'T' und den Empfänger an die mit 'R' gekennzeichnete Buchse anschließen.
Wie lade ich den Akku und wie lange dauert das?
Schließen Sie das Netzteil an die LEMO DC-Buchse an. Der Akku wird sowohl im Netzbetrieb als auch bei ausgeschaltetem Gerät geladen. Die volle Ladezeit beträgt ca. 5 Stunden. Der Ladezustand wird durch 5 Segmente in der unteren rechten Ecke des Displays angezeigt.
Die Bildschirmhelligkeit ist zu niedrig – wie stelle ich sie ein?
Rufen Sie das Hauptmenü Anzeige auf und wählen Sie das Untermenü Helligkeit mit der Taste [◀]. Mit den Tasten [+]/[-] können Sie zwischen 'Niedrig', 'Mittel' und 'Hoch' umschalten.
Wie setze ich das Gerät auf die Werkseinstellungen zurück?
Schalten Sie das Gerät aus. Halten Sie die Tasten [PgUp] und [PgDn] gedrückt und schalten Sie es mit [Power] wieder ein. Nach dem Start sind alle Einstellungen zurückgesetzt und gespeicherte Messungen gelöscht. Für ein Zurücksetzen nur der Messeinstellungen drücken Sie stattdessen die Taste [↔] während der Selbstdiagnose.
Warum wird der Alarm nicht ausgelöst, obwohl ein Echo im Gate erfasst wird?
Überprüfen Sie die Einstellungen der Gate Logik (A oder B): Stellen Sie sicher, dass der Detektionsmodus auf 'Positiv' oder 'Negativ' eingestellt ist, nicht auf 'Aus'. Kontrollieren Sie auch die Gate-Höhe (Grenzwert) – das Echo muss diese überschreiten (bei positiv). Zusätzlich muss der akustische Alarm unter Konfiguration 2 > Warnung aktiviert sein.

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BEDIENUNGSANLEITUNG USC 20 PCE Instruments

1 Sicherheitsinformationen....5
2 Übersicht....6
3 Systembeschreibung....6
3.1 Lieferumfang 6
3.2 Technische Spezifikationen....7
3.3 Merkmale 7
3.4 Prüfgerät 8

3.4.1 Funktionstasten....9
3.4.2 Hauptmenü 9
3.4.3 Untermenü 10
3.4.4 Anschlüsse....10
3.4.5 Anzeige.... 11

4 Inbetriebnahme 11

4.1 Netzbetrieb....11
4.2 Akkubetrieb....11
4.3 Verbindung der Prüfköpfe....12
4.4 Ein-/Ausschalten....12
4.5 Firmware Update....12
4.6 Zurücksetzen auf Werkseinstellungen 12
4.7 Grundeinstellungen....13

4.7.1 Auswahl Prüfkopftyp.... 13
4.7.2 Spracheinstellung....13
4.7.3 Einstellung mm / inch 13
4.7.4 Bildschirmhelligkeit....13
4.7.5 Signaluntergrenze 14

5 Hauptmenü 15

5.1 Hauptmenü 15
5.2 PLSRCVR....15
5.3 Sonden 16
5.4 Kalibrierung....16
5.5 Gate A....17
5.6 DAC....17
5.7 AVG....18
5.8 AUTO SETUP....19
5.9 Schweißen 20
5.10 MEMO....20
5.11 Speicher....21

PCE Instruments USC 20 - 1

5.12 Gate B....21
5.13 Test Setup....22
5.14 Anzeige....22
5.15 Konfiguration 1....22
5.16 Konfiguration 2....23

6 Bedienung....24

6.1 Kalibrierung....24

6.1.1 Auto-Kalibrierung der Verzögerung des Senkrecht-Prüfkopfs 24
6.1.2 Auto-Kalibrierung der Verzögerung des Winkelprüfkopfs 26
6.1.3 Auto-Kalibrierung des Einschallwinkels des Winkelprüfkopfs 27

6.2 DAC....28

6.2.1 Übersicht....28
6.2.2 Einstellung DAC.... 29
6.2.3 Anwendung DAC.... 30
6.2.4 Anpassung DAC.... 31
6.2.5 Löschung der DAC Curve....31

6.3 AVG....31

6.3.1 Übersicht....31
6.3.2 Einstellung AVG.... 32
6.3.3 Anwendung AVG.... 32

6.4 Hüllkurve....32
6.5 Messung auf zylinderförmigen Prüfkörpern 33
6.6 Schweißnahtprüfungen 33
6.7 Daueraufnahme von Messungen....33
6.8 Spitzenwerte speichern....34
6.9 Automatische Signalverstärkung 34
6.10 Signalgleichrichtung 34
6.11 Speicherung von Geräteeinstellungen....35
6.12 Speicherung von Messungen 35

7 PC-Software....37

7.1 Treiberinstallation....37
7.2 Menüführung der PC Software 38
7.3 Softwareoberfläche 39

8 Bewertung von Messergebnissen und Einflussfaktoren...... 40

8.1 Prüfmethodik....40
8.2 Detektionsbereich 40
8.3 Wandstärkenmessung....40
8.4 Temperatur 40
8.5 Oberflächenbeschaffenheit....40

8.6 Magnetische Störfelder 41
8.7 Bewertungsmethode 41
9 Hinweise und Wartung 42
10 Anhang....42
11 Kontakt....43
12 Entsorgung 43

1 Sicherheitsinformationen

Bitte lesen Sie dieses Benutzer-Handbuch sorgfältig und vollständig, bevor Sie das Gerät zum ersten Mal in Betrieb nehmen. Die Benutzung des Gerätes darf nur durch sorgfältig geschultes Personal erfolgen. Schäden, die durch Nichtbeachtung der Hinweise in der Bedienungsanleitung entstehen, entbehren jeder Haftung.

- Dieses Messgerät darf nur in der in dieser Bedienungsanleitung beschriebenen Art und Weise verwendet werden. Wird das Messgerät anderweitig eingesetzt, kann es zu gefährlichen Situationen kommen.

- Verwenden Sie das Messgerät nur, wenn die Umgebungsbedingungen (Temperatur, Luftfeuchte, ...) innerhalb der in den Spezifikationen angegebenen Grenzwerte liegen. Setzen Sie das Gerät keinen extremen Temperaturen, direkter Sonneneinstrahlung, extremer Luftfeuchtigkeit oder Nässe aus.

- Setzen Sie das Gerät keinen Stößen oder starken Vibrationen aus.

- Das Öffnen des Gerätegehäuses darf nur von Fachpersonal der PCE Deutschland GmbH vorgenommen werden.

- Benutzen Sie das Messgerät nie mit nassen Händen.

- Es dürfen keine technischen Veränderungen am Gerät vorgenommen werden.

- Das Gerät sollte nur mit einem Tuch gereinigt werden. Verwenden Sie keine Scheuermittel oder lösungsmittelhaltige Reinigungsmittel.

- Das Gerät darf nur mit dem von der PCE Deutschland GmbH angebotenen Zubehör oder gleichwertigem Ersatz verwendet werden.

- Überprüfen Sie das Gehäuse des Messgerätes vor jedem Einsatz auf sichtbare Beschädigungen. Sollte eine sichtbare Beschädigung auftreten, darf das Gerät nicht eingesetzt werden.

• Das Messgerät darf nicht in einer explosionsfähigen Atmosphäre eingesetzt werden.

- Der in den Spezifikationen angegebene Messbereich darf unter keinen Umständen überschritten werden.

- Wenn die Sicherheitshinweise nicht beachtet werden, kann es zur Beschädigung des Gerätes und zu Verletzungen des Bedieners kommen.

Für Druckfehler und inhaltliche Irrtümer in dieser Anleitung übernehmen wir keine Haftung.

Wir weisen ausdrücklich auf unsere allgemeinen Gewährleistungsbedingungen hin, die Sie in unseren Allgemeinen Geschäftsbedingungen finden.

Bei Fragen kontaktieren Sie bitte die PCE Deutschland GmbH. Die Kontaktdaten finden Sie am Ende dieser Anleitung.

2 Übersicht

Das Ultraschallprüfgerät PCE-USC 20 wird in der zerstörungsfreien Werkstoffprüfung eingesetzt. Das physikalische Funktionsprinzip beruht auf der Tatsache, dass sich Ultraschallwellen in unterschiedlichen Werkstoffen mit verschiedenen Geschwindigkeiten ausbreiten und an Grenzflächen mit unterschiedlichen Schallimpedanzen reflektiert werden.

Bei der Werkstoffprüfung werden die von einem Prüfkopf erzeugten Ultraschallimpulse mit Hilfe eines Koppelgels in das Prüfobjekt eingeleitet. Der Ultraschallimpuls wird an Grenzflächen mit unterschiedlicher Schallimpedanz verschieden stark reflektiert, sodass die Echos vom Prüfkopf detektiert werden. Materialfehler im Prüfobjekt können zu solchen Grenzflächen führen. Somit können die Position und die Größe von Volumenfehlern, Rissen, Lunkern, Materialeinschlüssen und weiteren Fehlstellen in den Messobjekten mithilfe von Laufzeitmessungen bestimmt werden.

Das Ultraschallprüfgerät PCE-USC 20 besitzt ein robustes und ergonomisches Design, welches für den Einsatz unter industriellen Bedingungen konzipiert wurde. Aufgrund des Gewichts von 1,4 kg wird zudem ein mobiler Einsatz ermöglicht. An das Prüfgerät können Prüfköpfe mit Betriebsfrequenzen zwischen 0,5 ... 20 MHz angeschlossen werden, sodass Messungen im Bereich zwischen 0,5 ... 9999 mm in Materialien mit Schallgeschwindigkeiten zwischen 1000 ... 15000 m/s durchgeführt werden können.

DAC und AVG Bewertungsmethoden, Anzeigeverschiebung und Sondenverzögerung, Dämpfungs- und Verstärkungsfunktionen, Export- und Protokollfunktionen sowie zahlreiche weitere Einstellmöglichkeiten des Prüfgeräts ermöglichen eine effektive Durchführung von Werkstoffprüfungen. Das Ultraschallprüfgerät wird daher vielfach für die Fehlersuche z. B. im Bereich Maschinenbau, Luftfahrt, Metallurgie, Qualitätskontrolle und Werkstoffanalyse eingesetzt.

3 Systembeschreibung

3.1 Lieferumfang

• 1 x Ultraschallprüfgerät PCE-USC 20
• 1 x Li-Ionen Akku
• 1 x Ladeadapter
• 2 x Prüfkopfkabel (2 m)
• 1 x USB-Kabel
• 1 x USB-Stick mit PC Software
• 1 x Tragetasche mit Tragegurt
• 1 x Tragekoffer
• 1 x Prüfkopf 90 °
• 1 x Prüfkopf 70 °
• 1 x Prüfkopf 60 °
• 1 x Prüfkopf 45°
• 1 x Bedienungsanleitung

3.2 Technische Spezifikationen

Erkennungsbereich0,5 ... 9999 mm (Longitudinalwelle Stahl), stufenlos einstellbar
Schallgeschwindigkeit1000 ... 15000 m/s, stufenlos einstellbar
Anzeigeverschiebung-10 ... 2000 mm
Sondenverzögerung0,00 ... 199,9 μs
Sendeimpuls400 V negative Signalspitzen
Dämpfung (Impulsgenerator)50 Ω / 100 Ω / 200 Ω / 500 Ω
BetriebsmodusNormalprüfkopf / Sende-Empfangs-Prüfkopf
Betriebsfrequenzbereich0,5 ... 20 MHz
Impulsfolgefrequenz40 Hz / 250 Hz / 1 kHz
Verstärkung (Empfänger)0 ... 110 dB
Gleichrichtung (Empfänger)Ganze Welle, positive Halbwelle, negative Halbwelle, ohne Gleichrichtung
AlarmgrenzenEinstellbar über zwei Gates A und B als positive oder negative Messspitze mit automatischem Alarm (visuell / akustisch)
MessmodusGrenzwert- / Extremwertmodus
Messabweichung horizontale Linearität≤0,1 %
Messabweichung vertikale Linearität≤3 %
Überschussempfindlichkeit≥62 dB
Dynamikbereich≥40 dB
Auflösung Fernfeld≥30 dB
Abtastrate400 MHz
Messdatenspeicher500 Datensätze
SignalwiedergabeDauerhafte Aufnahme von Signalen mit Wiedergabe von dynamischen Echos
OberflächenanpassungAutomatische Anpassung der Fehlerposition von Winkelprüfköpfen
Automatische Verstärkung20% ... 80% in 1% Schritten
MenüspracheEnglisch, Chinesisch
SchnittstellenUSB-A, USB-B, Ethernet
Display5,7" TFT Farb LCD (640 x 480 Pixel)
Betriebstemperatur-10 ... +50 °C
Stromversorgung U_AC = 100 ... 240 V U_DC = 15 V / 4 A
AkkuLi-Ionen Akku (10,8 V, 5200 mAh)
Betriebsdauer Akku pro Ladung>6 Stunden
SchutzklasseIP 54
Gewicht1,4 kg (inkl. Akku)

3.3 Merkmale

• Entspricht EN12668-1
- Speicher für bis zu 500 Datensätze
- Aufnahmefunktion
- Betrieb mit Normalprüfkopf oder Sende-Empfangs-Prüfkopf
• Bewertungsmethoden AVG und DAC
• 400 MHz Abtastfrequenz

3.4 Prüfgerät

Das Ultraschallprüfgerät PCE-USC 20 wird über die Funktionstasten bedient. Mithilfe der Funktionstasten können die Hauptmenüs und jeweiligen Untermenüs ausgewählt und Messparameter verändert werden.

PCE SENSCAN PCE-USC 20 CA CD Untermenü Auswahl Untermenü Verstärkung einstellen dB+ dB- B LOGIC off B START 35.80mm B WIDTH 25.80mm B THRESHOLD 30s Einstellung verändern Hauptmenü blättern MEMO BRES STORE GATE B TEST SETUP GATE A Hauptmenü Power-Taste Bildschirm einfrieren Auswahl Hauptmenü

Abb. 1 Übersicht Funktionstasten Prüfgerät PCE-USC 20

3.4.1 Funktionstasten

TasteBeschreibungDarstellung in Bedienungsanleitung
PCE Instruments USC 20 - Funktionstasten - 1Ein-/Aus Taste: Taste 2 Sek. für Ein-/Ausschalten halten[Power]
PCE Instruments USC 20 - Funktionstasten - 2Veränderung der Schrittweite für die Verstärkung in 0,0 / 0,1 / 0,5 / 2 / 6 dB SchrittenHinweis: Wenn die Schrittweite 0,0 eingestellt ist, lässt sich die Verstärkung nicht verändern, um eine versehentliche Veränderung zu verhindern.[↔]
PCE Instruments USC 20 - Funktionstasten - 3Verstärkung in Abhängigkeit der eingestellten Schrittweite erhöhen[dB+]
PCE Instruments USC 20 - Funktionstasten - 4Verstärkung in Abhängigkeit der eingestellten Schrittweite verringern[dB-]
PCE Instruments USC 20 - Funktionstasten - 5Hauptmenü nach oben blättern[PgUp]
PCE Instruments USC 20 - Funktionstasten - 6Hauptmenü nach unten blättern[PgDn]
PCE Instruments USC 20 - Funktionstasten - 7Auswahl der Funktion im Hauptmenü[▲]
PCE Instruments USC 20 - Funktionstasten - 8Untermenü auswählenParameter oder Schrittweite in Untermenü auswählen[◀]
PCE Instruments USC 20 - Funktionstasten - 9Ausgewählten Parameter vergrößern[+]
PCE Instruments USC 20 - Funktionstasten - 10Ausgewählten Parameter verringern[-]
PCE Instruments USC 20 - Funktionstasten - 11Anzeige einfrieren[Freeze]

3.4.2 Hauptmenü

Die verschiedenen Seiten des Hauptmenüs können mit Hilfe der Tasten [PgUp] und [PgDn] geblättert werden und jede Seite besitzt fünf Einträge. Ein Eintrag im Hauptmenü kann mit der entsprechenden Taste [▲] ausgewählt werden und die aktivierte Funktion wird durch eine gelbe Schriftart mit dunkelblauem Hintergrund signalisiert (s. Abb. 2).

BASE PULS PROBE CAL a GAT

Abb. 2 Hauptmenü

3.4.3 Untermenü

Die Einträge des Untermenüs hängen von dem jeweils aktivierten Hauptmenü ab. Eine Funktion im Untermenü kann mit der entsprechenden Taste [◀] ausgewählt werden und die aktivierte Funktion wird durch eine gelbe Schriftart mit dunkelblauem Hintergrund signalisiert.

3.4.4 Anschlüsse

Beschreibung der Anschlüsse:

  1. 2 x Lemo-01 Buchsen: Anschluss der Prüfköpfe
    • (T) steht für Transmitter (Sender) • (R) steht für Receiver (Empfänger)
  2. 1 x Ethernet Buchse: Fernzugriff und Datenübertragung
  3. 1 x USB-B Buchse: Verbindung mit PC
  4. 2 x USB-A Buchsen: Verbindung mit PC
  5. 1 x LEMO DC Buchse: Netzbetrieb und Aufladen des Akkus
  6. 4 x Bügel: Befestigung des Prüfgeräts
  7. Batterieabdeckung befestigt mit zwei Schrauben
  8. Ständer zum Aufstellen des Prüfgeräts

PCE Instruments USC 20 - Anschlüsse - 1

Abb. 3 Schnittstellen

3.4.5 Anzeige

Die nachfolgende Abbildung zeigt das LCD des Prüfgeräts bei einer Messung mit einer Beschreibung der Elemente:

PCE Instruments USC 20 - Anzeige - 1

line | Label | Value | | ----------------- | --------- | | Aktuelle Verstärkung | 14.0 dB | | Schrittweite Verstärkung | 1.0 | | Gate A | - | | Messergebnis | - | | Gate B | 0.00 | | Highlight Messergebnis | - | | Sa | 51.22 | | Da | 51.22 | | Pa | 0.00 | | Pb 98.92 | - | | Sb 101.1 | - |

Abb. 4 Darstellung einer Messung

4 Inbetriebnahme

4.1 Netzbetrieb

Das Prüfgerät kann mit Hilfe des beiliegenden Netzgeräts im Netzbetrieb verwendet werden. Zusätzlich kann der Akku während des Betriebs aufgeladen werden.

Hinweis: Falls das Prüfgerät im Netzbetrieb ohne eingesetzten Akku betrieben wird, darf die Netzversorgung nicht getrennt werden, da dies sonst zum Verlust von Einstellungen und Messungen führen kann. Um das Prüfgerät ordnungsgemäß auszuschalten, muss die [Power] Taste 2 Sek. lang gedrückt werden.

4.2 Akkubetrieb

Um den Akkubetrieb des Prüfgeräts zu ermöglichen, muss dieser vor Inbetriebnahme eingesetzt werden. Nach Lösen der beiden Befestigungsschrauben der Batterieabdeckung kann diese abgenommen und der Akku eingesetzt werden. Danach kann die Abdeckung wieder mit den beiden Schrauben befestigt werden. Der Ladezustand des Akkus wird in der unteren rechten Ecke des Displays dargestellt. Die Ladezustandsanzeige hat 5 Segmente.

Hinweis: Sobald der Ladezustand nur noch 2 Segmente anzeigt und die Farbe von grün auf gelb wechselt, sollte die Prüfung so bald wie möglich unterbrochen und der Akku geladen werden.

Der Akku benötigt ca. 5 Stunden, um vollständig geladen zu werden.

4.3 Verbindung der Prüfköpfe

Die Ultraschallprüfköpfe werden anhand von Koaxialkabeln, die mit LEMO Steckern versehen sind, mit dem Prüfgerät verbunden. Bei der Verwendung von Normalprüfköpfen, die denselben Wandler zum Senden und Empfangen von Ultraschallwellen verwenden, können beide Buchsen des Prüfgeräts verwendet werden. Bei Prüfköpfen mit getrennter Sende- und Empfangseinheit, muss die Sendeeinheit mit der Buchse mit der Beschriftung und die Empfangseinheit mit der Buchse mit der Beschriftung verbunden werden.

4.4 Ein-/Ausschalten

Um das Prüfgerät einzuschalten, muss die [Power] Taste 2 Sek. lang gedrückt werden. Nach dem Einschalten führt das Prüfgerät eine Selbstdiagnose durch und nach deren Abschluss wird die vor dem letzten Ausschalten angezeigte Darstellung wiederhergestellt. Nach dem Einschalten sollte der Ladezustand des Akkus überprüft werden.

Hinweis: Bei nicht ausreichendem Ladezustand schaltet sich das Prüfgerät automatisch nach einer Minute mit einem Hinweis auf den Ladezustand aus.

Um das Prüfgerät ordnungsgemäß auszuschalten, muss die [Power] Taste 2 Sek. lang gedrückt werden.

Hinweis: Falls das Prüfgerät nicht ordnungsgemäß ausgeschaltet wird, kann dies zum Verlust von Einstellungen und Messungen führen.

4.5 Firmware Update

Mit Hilfe eines USB Datenträgers mit der aktuellen Firmware kann die Firmware des Prüfgeräts aktualisiert werden. Für die Aktualisierung der Firmware muss das Prüfgerät zunächst ausgeschaltet sein:

  • Prüfgerät mit der Taste [Power] einschalten und während der Selbstdiagnose die beiden Tasten [PgUp] und [PgDn] gedrückt halten.
  • USB Datenträger mit Firmware verbinden.
    • Die Firmware „Ver 1.10“ mit der Taste [▲] auswählen.
  • Nach Aktualisierung der Firmware die beiden Tasten [PgUp] und [PgDn] drücken, um zum normalen Betriebsmodus zurückzukehren.

4.6 Zurücksetzen auf Werkseinstellungen

Das Prüfgerät kann entweder vollständig auf Werkseinstellungen zurückgesetzt werden oder es können wahlweise nur die Messeinstellungen zurückgesetzt werden. Bei der Zurücksetzung der Messeinstellungen bleiben die bereits gespeicherten Datensätze erhalten.

Zurücksetzen der Messeinstellungen:

  • Prüfgerät mit der Taste [Power] ausschalten.
  • Prüfgerät mit der Taste [Power] einschalten und während der Selbstdiagnose die Taste [↔] gedrückt halten.
  • Nach erfolgreicher Zurücksetzung der Messeinstellungen bleiben nur die gespeicherten Messungen erhalten.

Zurücksetzen auf Werkseinstellungen:

  • Prüfgerät mit der Taste [Power] ausschalten.
    • Die beiden Tasten [PgUp] und [PgDn] gedrückt halten.
  • Prüfgerät mit der Taste [Power] einschalten, während die beiden Tasten [PgDn] und [PgUp] gedrückt sind.
  • Nach erfolgreicher Zurücksetzung auf Werkseinstellungen sind alle Einstellungen des Prüfgeräts zurückgesetzt und gespeicherte Messungen wurden gelöscht.

4.7 Grundeinstellungen

4.7.1 Auswahl Prüfkopftyp

Der an das Prüfgerät angeschlossene Prüfkopftyp kann mit Hilfe der folgenden Funktion eingestellt werden:

- Im Hauptmenü PLSRCVR mit den Tasten [PgUp] / [PgDn] / [▲]auswählen.

• DUAL Untermenü mit der Taste [◀] auswählen.

- Mit den Tasten [+] und [-] die DUAL Funktion ein- bzw. ausschalten.

- DUAL ON für Prüfköpfe mit separater Sende- und Empfangseinheit.

- DUAL OFF für Prüfköpfe mit nur einem Wandler für Senden und Empfang von Ultraschallimpulsen.

4.7.2 Spracheinstellung

Die Menüsprache des Prüfgeräts kann zwischen Deutsch und Englisch umgeschaltet werden:

- Im Hauptmenü Konfiguration 1 mit den Tasten [PgUp] / [PgDn] / [▲] auswählen.

- Sprache Untermenü mit der Taste [◀] auswählen.

- Sprache mit den Tasten [+] und [-] einstellen.

4.7.3 Einstellung mm / inch

Die Längenangabe bei der Messung kann zwischen den Einheiten mm und inch (Zoll) umgeschaltet werden:

  • Im Hauptmenü CONFIG 1 mit den Tasten [PgUp] / [PgDn] / [▲] auswählen.
    • Einheit Untermenü mit der Taste [◀] auswählen.
    • Längeneinheit mit den Tasten [+] und [-] einstellen.

4.7.4 Bildschirmhelligkeit

Für die Bildschirmhelligkeit kann eine von drei Stufen gewählt werden: Niedrig, Mittel, Hoch:

- Im Hauptmenü Anzeige mit den Tasten [PgUp] / [PgDn] / [▲] auswählen.

• Helligkeit Untermenü mit der Taste [◀] auswählen.

- Bildschirmhelligkeit mit den Tasten [+] und [-] einstellen.

4.7.5 Signaluntergrenze

Je nach Anwendung kann die Einstellung einer Untergrenze für das Messsignal sinnvoll sein. Dies dient der Unterdrückung von Hintergrundrauschen oder kleiner Signalamplituden, die für die Messaufgabe irrelevant sind. Somit können relevante Signalamplituden besser identifiziert und ausgewertet werden. Die Signaluntergrenze wird als Prozentsatz der Bildschirmhöhe eingestellt:

• Im Hauptmenü Weiteres mit den Tasten [PgUp] / [PgDn] / [▲] auswählen.
• Verwerfen Untermenü mit der Taste [◀] auswählen.
- Signaluntergrenze mit den Tasten [+] und [-] einstellen.

Echoamplituden unter dieser Grenze werden nicht angezeigt. Dabei ist zu beachten, dass eine hohe Signaluntergrenze zu einem verringerten Dynamikumfang der Messung führt. Zudem können kleine Materialfehler oder kleine Signalamplituden, die auf Materialfehler hindeuten können, durch eine zu hohe Einstellung der Signaluntergrenze unterdrückt werden, sodass die Verwendung dieser Funktion in einigen Prüfstandards untersagt ist.

Hinweis: Auf der rechten Seite des Bildschirms erscheint das Kürzel RJ in roter Schrift, sobald die Signaluntergrenze größer als 0 % eingestellt wird.

5 Hauptmenü

Das Prüfgerät hat 16 Hauptmenüs auf 4 Seiten und jedes Hauptmenü hat mehrere Untermenüs, die in den nachfolgenden Kapiteln erläutert werden.

5.1 Hauptmenü

Nr.UntermenüBeschreibung
1-1MessbereichMessbereich: 0,5 ... 9999 mm (Longitudinalwellen in Stahl)Standard: 100 mm
Taste [◀] zum Umschalten zwischen Fein- und Grobeinstellung Tasten [+] / [-] zur Einstellung des Messbereichs
1-2GeschwindigkeitMaterialschallgeschwindigkeit: 1000 ... 15000 m/sStandard: 5920 m/s
Taste [◀] zum Umschalten zwischen Fein- und Grobeinstellung Tasten [+] / [-] zur Einstellung der Schallgeschwindigkeit
1-3AnzeigeverschiebungAnzeigeverschiebung zur Darstellung eines bestimmten Messbereichs: -10 ... 2000 mmStandard: 0,00 mm
Taste [◀] zum Umschalten zwischen Fein- und Grobeinstellung Tasten [+] / [-] zur Einstellung der Anzeigeverschiebung
1-4DickeMaterialdicke: 1 ... 9999 mmStandard: 100 mm
Zur Einstellung der Materialdicke senkrecht zur Materialoberfläche bei der Verwendung von Winkelprüfköpfen
Ungültig für Senkrechtprüfköpfe
Taste [◀] zum Umschalten zwischen Fein- und Grobeinstellung Taste [+] / [-] zur Einstellung der Materialdicke

5.2 PLSRCVR

Nr.UntermenüBeschreibung
1-1DämpfungDämpfung: 50 Ω / 100 Ω / 200 Ω / 500 ΩStandard: 50 Ω
Amplitude / Breite / Auflösung von Echos kann mit Hilfe der Dämpfung eingestellt werden
Hohe Dämpfung• Hohe Amplitude• Breites Echo• Geringe AuflösungGeringe Dämpfung• Geringe Amplitude• Schmales Echo• Hohe Auflösung
Taste [◀] für Auswahl des UntermenüsTasten [+] / [-] zur Einstellung der Dämpfung
1-2PowerLeistung des Ultraschallgenerators: Niedrig / HochStandard: Niedrig
Low: Hohe AuflösungHigh: Für große Prüfobjekte oder bei Transmissionsmessungen
Taste [◀] für Auswahl des UntermenüsTasten [+] / [-] zur Einstellung der Leistung
1-3DUALPrüfkopftyp: Aus / AnStandard: Aus
Aus: Normalprüfköpfe (1 Wandler für Senden / Empfang)An: Sende- / Empfangsprüfköpfe (LED „D“ über Anzeige leuchtet)
Taste [◀] für Auswahl des UntermenüsTasten [+] / [-] zur Einstellung des Prüfkopftyps
1-4FrequenzbandFrequenzband: 0,5 ... 22 / 1 ... 6 / 3 ... 22 MHz
Für Auswahl des passenden Frequenzbandes für die Verstärkung in Abhängigkeit des angeschlossenen Prüfkopfes
Taste [◀] für Auswahl des UntermenüsTaste [+] / [-] zur Einstellung des Frequenzbandes

5.3 Sonden

Nr.UntermenüBeschreibung
1-1Sonden TypEinstellung der Prüfkopfparameter (s. Beschriftung auf Prüfkopf)
N: SenkrechtprüfkopfA: Winkelprüfkopf
Taste [◀] für Auswahl des Untermenüs und Auswahl der PrüfkopfparameterTasten [+] / [-] zur Einstellung der Prüfkopfparameter
1-2Sonden NullpunktVerzögerung Prüfkopf-Schutzschicht: 0,00 ... 199,9 μsStandard: 0,00 μs
Taste [◀] zum Umschalten zwischen Fein- und Grobeinstellung Tasten [+] / [-] zur Einstellung der Verzögerung
1-3WinkelEinschallwinkel des Winkelprüfkopfes: 0 ... 85°
Ungültig für Senkrechtprüfköpfe
Taste [◀] zum Umschalten zwischen Fein- und Grobeinstellung Tasten [+] / [-] zur Einstellung des Einschallwinkels
1-4X-WertSchallaustrittspunkt des Winkelprüfkopfes: 0,0 ... 100,0 mmSchrittweite: 0,1 mm
Einstellung der Entfernung zwischen Vorderkante des Winkelprüfkopfes und dem Schallaustrittspunkt
Ungültig für Senkrechtprüfköpfe
Taste [◀] zum Umschalten zwischen Fein- und Grobeinstellung Taste [+] / [-] zur Einstellung des Schallaustrittspunktes

5.4 Kalibrierung

Nr.UntermenüBeschreibung
1-1Kalibrier EinstellungKalibrierung: Geschwindigkeit / Verzögerung
Taste [◀] für Auswahl des Untermenüs Tasten [+] / [-] zur Einstellung des Kalibriermodus
1-2S-REF 1/2Abstand des ersten Referenzechos: 0 ... 2500 mm Abstand des zweiten Referenzechos: 0 ... 5000 mm
Taste [◀] für Auswahl S-REF 1 oder S-REF2 Tasten [+] / [-] zur Einstellung des Abstands
1-3A StartAnfangsposition von Gate A: 0,00 ... 9999 mm Standard: 35,00 mm
Taste [◀] zum Umschalten zwischen Fein- und Grobeinstellung Tasten [+] / [-] zur Einstellung der Gateposition
1-4KalibrierungKalibrierung mit Taste [◀] auswählen, um die Kalibrierung durchzuführen
Gate A auf das erste Echo einstellen und mit der Taste [+] bestätigen
Gate A auf das zweite Echo einstellen und mit der Taste [+] bestätigen
2-1Kalibrier-einstellungKalibrierung: Winkel
Taste [◀] für Auswahl des UntermenüsTasten [+] / [-] zur Einstellung des Kalibriermodus
2-2ReflektortiefeLochtiefe: 0 ... 70 mmStandard: 20 mm
Taste [◀] zum Umschalten zwischen Fein- und GrobeinstellungTasten [+] / [-] zur Einstellung der Reflektortiefe
2-3AperturReflektordurchmesser: 0,5 ... 50 mmStandard: 10 mm
Taste [◀] zum Umschalten zwischen Fein- und GrobeinstellungTasten [+] / [-] zur Einstellung des Reflektordurchmessers
2-4KalibrierungKalibrierung mit Taste [◀] auswählen, um die Kalibrierung durchzuführen
Gate A auf das Echo einstellen und mit der Taste [+] bestätigen

5.5 Gate A

Nr.UntermenüBeschreibung
1-1A LogikDetektionsmodus von Gate A: Aus / Positiv / Negativ
Aus: Gate inaktiv, keine Mess- oder Alarmfunktion möglichPositiv: Signaldetektion, wenn Signalamplitude die Gatehöhe überschreitetNegativ: Signaldetektion, wenn Signalamplitude die Gatehöhe unterschreitet
Taste [◀] für Auswahl des UntermenüsTasten [+] / [-] zur Einstellung des Detektionsmodus
1-2A StartAnfangsposition von Gate A: 0,00 ... 9999 mmStandard: 35,00 mm
Taste [◀] zum Umschalten zwischen Fein- und GrobeinstellungTasten [+] / [-] zur Einstellung der Gateposition
1-3A BreiteGatebreite A: 0,02 ... 9999 mmStandard: 25,00 mm
Taste [◀] zum Umschalten zwischen Fein- und GrobeinstellungTasten [+] / [-] zur Einstellung der Gatebreite
1-4A GrenzwertGatehöhe A: 5 ... 90%Standard: 57%
Taste [◀] für Auswahl des UntermenüsTasten [+] / [-] zur Einstellung der Gatehöhe

5.6 DAC

Nr.UntermenüBeschreibung
1-1DAC ModusAuswahl DAC Modus: aus / Aufzeichnung / Andern / dac
Taste [◀] oder Tasten [+] / [-] zur Auswahl des DAC Modus
2-1DAC Modus AufzeichnungDAC Aufzeichnung
Taste [◀] oder Tasten [+] / [-] zur Auswahl des DAC Modus Aufzeichnung
2-2ECHOAufzeichnung DAC Messpunkte (max. 10 Messpunkte)
Taste [◀] für Auswahl des Untermenüs
Tasten [+] für Aufzeichnung des Messpunkts
2-3A StartAnfangsposition von Gate A: 0,00 ... 9999 mmStandard: 35,00 mm
Taste [◀] zum Umschalten zwischen Fein- und Grobeinstellung Tasten [+] / [-] zum Einstellen der Gateposition
2-4R L / E L / S LDarstellung von bis zu drei zusätzlichen DAC Kurven
Jede Kurve einstellbar zwischen -20 dB ... 20 dB von Generatrix (0,5 dB Schritte)
Taste [◀] zum Umschalten zwischen den drei Kurven Tasten [+] / [-] zum Einstellen des Werts
3-1DAC MODE dacDAC Modus: dac
Taste [◀] für Auswahl des Untermenüs Tasten [+] / [-] zum Einstellen des DAC Modus
3-2Generatrix AusblendenVerstecken von Generatrix: ja / neinStandard: nein
Taste [◀] für Auswahl des Untermenüs Tasten [+] / [-] zum Einstellen der Darstellung
3-3KompensationEinstellen des Ausgleichswerts
Taste [◀] für Auswahl des Untermenüs Tasten [+] / [-] zur Einstellung des Ausgleichswerts
3-4Fehler äquivalente AmplitudeAnzeige der äquivalenten Amplitude
4-1DAC Modus ÄndernDAC Modus: Einstellung
Taste [◀] für Auswahl des Untermenüs Tasten [+] / [-] zum Einstellen des DAC Modus
4-2Punkt anpassenAuswahl DAC Stützstelle
Taste [◀] für Auswahl des Untermenüs Tasten [+] / [-] für Auswahl der Stützstelle
4-3AmplitudeEinstellung der Höhe der ausgewählten Stützstelle
Taste [◀] für Auswahl des Untermenüs Tasten [+] / [-] zur Einstellung der Höhe
4-4Speichern / LöschenEinstellung speichern / Stützstellen löschen
Taste [◀] zum Umschalten zwischen Speichern / Löschen Speichern: Taste [+] zum Speichern der Einstellung Löschen: Taste [+] zum Löschen der Stützstelle

5.7 AVG

Nr.UntermenüBeschreibung
1-1AVG ModusAuswahl AVG Modus: aus / Graph>3N / Graph<3N / avg
Taste [◀] oder Tasten [+] / [-] für Auswahl des AVG Modus
2-1AVG Modus Graph>3NAuswahl AVG Modus: >3N Plot
Taste [◀] oder Tasten [+] / [-] für Auswahl des AVG Modus: >3N Plot
2-2ÖffnungGröße des KreisscheibenreflektorsStandard: 10 mm
Taste [◀] zum Umschalten zwischen Fein- und Grobeinstellung Tasten [+] / [-] zur Einstellung der Größe
2-3Ref Krümmung∅ Wert der KurvenStandard: 5 mmTaste [◀] zum Umschalten zwischen Fein- und Grobeinstellung Tasten [+] / [-] zur Einstellung des Werts
2-4PLOTTaste [◀] zur BestätigungTaste [+] für AVG Kurvenzeichnung
3-1AVG Modus Graph<3NAuswahl AVG Modus: <3N Plot
Taste [◀] oder Tasten [+] / [-] zur Auswahl des AVG Modus: <3N Plot
3-2ECHOAnzeige von Messpunkten (max. 20 Messpunkte)
Taste [◀] oder Tasten [+] / [-] für Anzahl der Messpunkte
3-3A StartAnfangsposition von Gate A: 0,00 ... 9999 mmStandard: 35,00 mm
Taste [◀] zum Umschalten zwischen Fein- und Grobeinstellung Tasten [+] / [-] zur Einstellung der Gateposition
3-4SpeichernEinstellung speichern
Taste [◀] zur Auswahl des UntermenüsTaste [+] zur Speicherung der Einstellung
4-1AVG Modus AvgAuswahl AVG Modus: avg
Taste [◀] oder Tasten [+] / [-] zur Auswahl des AVG Modus: avg
4-2Ref Krümmung∅ Wert der KurvenStandard: 5 mm
4-3KompensationEinstellen des Ausgleichswerts
Taste [◀] zur Auswahl des UntermenüsTasten [+] / [-] zum Einstellen des Ausgleichswerts
4-4FehleräquivalenteGrößeAnzeige der äquivalenten Reflektorgröße

5.8 AUTO SETUP

Nr.UntermenüBeschreibung
1-1Auto VerstärkungAutomatische Verstärkung der Echohöhe in Gate A
Taste [◀] zum Ein- / Ausschalten der Funktion
1-2AGCEinstellung der Echohöhe für Auto Verstärkung zwischen 20 ... 80%Standard: 50%
Taste [◀] für Auswahl des UntermenüsTasten [+] / [-] zur Einstellung der Höhe
1-3Fläche ändernEinstellung bei Messung auf zylinderförmigen Prüfkörpern mit Winkelprüfköpfen
∅ 10 ... ∅ 2000 mm oder flachStandard: flach
Ungültig für Senkrechtprüfköpfe
Taste [◀] zum Umschalten zwischen Fein- und GrobeinstellungTasten [+] / [-] zum Einstellen des Werts
1-4Spitzenwert SpeichernAnzeige des Spitzenwerts ein / aus
Anzeige der höchsten Echos in Gate A mit Hilfe eines violetten „X“ und automatische Aktualisierung, wenn ein höheres Echo auftritt
Taste [◀] für Auswahl des UntermenüsTasten [+] / [-] zur Aktivierung

5.9 Schweißen

Nr.UntermenüBeschreibung
1-1SchweissungAuswahl Modus: aus / Schweissung „V“ / Schweissung „X“
Ungültig für Senkrechtprüfköpfe
Taste [◀] für Auswahl des UntermenüsTaste [+] / [-] für Auswahl des Modus
1-2Schweiss BreiteBreite der Schweißnaht
Breite: 1 ... 200 mm
Taste [◀] zum Umschalten zwischen Fein- und GrobeinstellungTasten [+] / [-] zur Einstellung der Breite
1-3P-PositionAbstand zwischen Prüfkopfvorderkante und Mittellinie der Schweißnaht
Abstand: 1 ... 500 mm
Taste [◀] zum Umschalten zwischen Fein- und GrobeinstellungTasten [+] / [-] zum Einstellen des Abstands
1-4RefreshAnzeige der Fehlerposition
Taste [◀] für Auswahl des UntermenüsTaste [+] zur Bestätigung und Aktualisierung der Anzeige

5.10 MEMO

Nr.UntermenüBeschreibung
1-1Kanal IDAuswahl des Speicherplatzes zur Speicherung von Einstellungen
30 Speicherplätze
Taste [◀] zur Auswahl der Kanal ID / Data IDTasten [+] / [-] zur Auswahl des Speicherplatzes
1-2BemerkungenEingabe von Bemerkungen
Hinweis: Bemerkungen können nur vor der Speicherung eingegeben und nicht nachträglich verändert werden.
Taste [◀] zur Auswahl des Untermenüs und der ZeichenpositionTasten [+] / [-] zur Auswahl der Buchstaben / Zahlen für ausgewählte Position
1-3Kanal RecallEinstellungen in ausgewähltem Speicherplatz laden
Taste [◀] zur Auswahl des UntermenüsTaste [+] zum Bestätigen und Laden der Einstellungen
1-4Speichern / LöschenAktuelle Einstellungen speichern / Einstellungen in ausgewähltem Speicherplatz löschen
Taste [◀] für Auswahl speichern / löschenSpeichern: Taste [+] zum Speichern der EinstellungLöschen: Taste [+] zum Löschen der Einstellungen
2-1Data IDAuswahl des Speicherplatzes zum Speichern von Messungen
30 Speicherplätze
Taste [◀] für Auswahl Kanal ID / Data IDTasten [+] / [-] zur Auswahl des Speicherplatzes
2-2BemerkungenEingabe von Bemerkungen
Hinweis: Bemerkungen können nur vor der Speicherung eingegeben werden und nicht nachträglich geändert werden.
Taste [◀] zur Auswahl des Untermenüs und der
ZeichenpositionTasten [+] / [-] zur Auswahl der Buchstaben / Zahlen für ausgewählte Position
2-3Daten AbrufenMessung in ausgewähltem Speicherplatz anzeigen
Taste [◀] für Auswahl des UntermenüsTaste [+] zum Bestätigen und Anzeigen
2-4Speichern / LöschenAktuelle Messung speichern / Messung in ausgewähltem Speicherplatz löschen
Taste [◀] für Auswahl speichern / löschenSpeichern: Taste [+] zum Speichern der MessungLöschen: Taste [+] zum Löschen der Messung

5.11 Speicher

Nr.UntermenüBeschreibung
1-1Aufzeichnungs RateEinstellung der Bildwiederholrate in Bildern / Sek.Höhere Bildwiederholrate führt zu verringerter Aufnahmedauer
Bildwiederholdrate: 5 ... 15 fpsStandard: 10 fps
Taste [◀] für Auswahl des UntermenüsTasten [+] / [-] für Einstellung der Bildwiederholrate
1-2Start / StopAufzeichnung starten / stoppen
Taste [◀] zur Auswahl des UntermenüsTasten [+] / [-] zum Starten und Stoppen der Aufzeichnung
1-3SpeichernAufgezeichnete Messung auf externem Datenträger speichern
Taste [◀] für Auswahl UntermenüTaste [+] zum Bestätigen und Speichern der Aufzeichnung auf dem Datenträger
1-4AbspielenAufgezeichnete Messung wiedergeben
Taste [◀] zur Auswahl des UntermenüsTasten [+] / [-] zum Starten und Stoppen der Aufzeichnung

5.12 Gate B

Nr.UntermenüBeschreibung
1-1B LogikDetektionsmodus von Gate B: Aus / Positiv / Negativ
Off: Gate inaktiv, keine Mess- oder Alarmfunktion möglichPositiv: Signaldetektion, wenn Echohöhe den Gate-Grenzwert überschreitetNegativ: Signaldetektion, wenn Echohöhe den Gate-Grenzwert unterschreitet
Taste [◀] für Auswahl des UntermenüsTasten [+] / [-] zum Einstellen des Detektionsmodus
1-2B StartAnfangsposition von Gate B: 0,00 ... 9999 mmStandard: 35,00 mm
Taste [◀] zum Umschalten zwischen Fein- und GrobeinstellungTasten [+] / [-] zum Einstellen der Gateposition
1-3B BreiteGatebreite B: 0,02 ... 9999 mmStandard: 25,00 mm
Taste [◀] zum Umschalten zwischen Fein- und GrobeinstellungTasten [+] / [-] zum Einstellen der Gatebreite
1-4B GrenzwertGatehöhe B: 5 ... 90%Standard: 57%
Taste [◀] für Auswahl des UntermenüsTasten [+] / [-] zum Einstellen der Gatehöhe

5.13 Test Setup

Nr.UntermenüBeschreibung
1-1TOFGate Detektionsmodus: Spitze / Flanke
Spitze: Positionsbestimmung der höchsten Signalamplitude in der gesamten GatebreiteFlanke: Positionsbestimmung bei erster Über-/Unterschreitung in Gate
Taste [◀] für Auswahl des UntermenüsTasten [+] / [-] zum Einstellen des Detektionsmodus
1-2DarstellungDarstellung des Signals: HF / Volle Welle / Positiv / Negativ
Taste [◀] für Auswahl des UntermenüsTasten [+] / [-] zum Einstellen der Signaldarstellung
1-3A VergrößernAnzeigevergrößerung auf Gate A
Hinweis: Vergrößerung nur einstellbar, wenn Gate A nicht ausgeschaltet ist
Taste [◀] für Auswahl des UntermenüsTasten [+] / [-] zum Ein-/Ausschalten der Vergrößerung
1-4HüllkurveHüllkurve für Echosignal
Taste [◀] zur Auswahl des UntermenüsTasten [+] / [-] zum Ein-/Ausschalten der Hüllkurvenfunktion

5.14 Anzeige

Nr.UntermenüBeschreibung
1-1Signal füllenFläche unter Signalkurve ausfüllen ein / aus
Taste [◀] zur Auswahl des UntermenüsTaste [+] / [-] zum Aktivieren dieser Funktion
1-2SchemaEinstellen des Farbschemas (6 verschiedene Farbschemata verfügbar)
Taste [◀] zur Auswahl des UntermenüsTaste [+] / [-] zur Auswahl des Farbschemas
1-3HelligkeitEinstellen der Bildschirmhelligkeit: Niedrig, Mittel, Hoch
Taste [◀] zur Auswahl des UntermenüsTaste [+] / [-] für Auswahl der Bildschirmhelligkeit
1-4GrundlinieDarstellung der horizontalen Achse: Div / Schallweg
Taste [◀] für Auswahl des UntermenüsTaste [+] / [-] für Auswahl der Achsendarstellung

5.15 Konfiguration 1

Nr.UntermenüBeschreibung
1-1SpracheEinstellen der Menüsprache: Deutsch / Englisch
Taste [◀] zur Auswahl des UntermenüsTaste [+] / [−] zur Auswahl der Menüsprache
1-2EinheitEinstellen der Längeneinheit: mm / inch (Zoll)
Taste [◀] zur Auswahl des UntermenüsTaste [+] / [-] zur Auswahl der Längeneinheit
1-3DatumEinstellen des Datums im Format: JJJJ MM TT
Taste [◀] für Auswahl des Untermenüs und zum Umschalten zwischen Jahr, Monat und TagTasten [+] / [-] zum Einstellen
1-4ZeitEinstellen der Zeit im Format: hh mm ss
Taste [◀] für Auswahl des Untermenüs und Umschalten zwischen Stunde, Minute und SekundeTasten [+] / [-] zum Einstellen

5.16 Konfiguration 2

Nr.UntermenüBeschreibung
1-1Bildschirm KopieBildschirmkopie auf externem Datenträger erstellen
Taste [◀] zur Auswahl des UntermenüsTasten [+] zum Bestätigen und Speichern
1-2Daten KopieKopie der Messdaten auf externem Datenträger erstellen
Taste [◀] zur Auswahl des UntermenüsTasten [+]zum Bestätigen und Speichern
1-3WarnungEinstellen des akustischen Alarms
Taste [◀] zur Auswahl des UntermenüsTasten [+] / [-] zum Ein-/Ausschalten des Alarms

6 Bedienung

6.1 Kalibrierung

Um die Größe und Position von Materialfehlern genau bestimmen zu können, ist es notwendig, den Prüfkopf und das Prüfgerät auf das zu untersuchende Material zu justieren. Da die piezoelektrischen Ultraschallwandler innerhalb des Prüfkopfes auf einer Schutzschicht montiert sind, muss ein Ultraschallimpuls diese Schutzschicht durchdringen, bevor er in den Prüfling eingeleitet werden kann. Diese Zeitverzögerung wirkt sich unmittelbar auf die Genauigkeit der Längen- und Positionsbestimmung aus. Das Prüfgerät PCE-USC 20 hat Auto-Kalibrierfunktionen, um die Justage mit geringem Aufwand durchzuführen.

6.1.1 Auto-Kalibrierung der Verzögerung des Senkrecht-Prüfkopfs

Die Verzögerung von Ultraschallwellen in Senkrecht-Prüfköpfen kann mit Hilfe von Standard Kalibrierkörpern bestimmt werden.

Beispiel mit Standard Kalibrierkörper K1:

100 16

Abb. 5 Kalibrierung der Verzögerung von Senkrecht-Prüfköpfen

  1. Prüfkopf mit Koppelgel auf Kalibrierkörper aufsetzen (s. Abb. 5).
  2. Haupt → Messbereich auf die doppelte Länge der zu messenden Strecke >200,0 mm einstellen.
  3. Haupt → Geschwindigkeit auf angegebene Schallgeschwindigkeit (longitudinal) des Kalibrierkörpers einstellen.
  4. Geeignete Verstärkung auswählen.
  5. Kalibrierung → Kalibrier Einstellung Geschwindigkeit / Verzögerung auswählen. S-Ref 1: 100,0 mm einstellen. S-Ref 2: 200,0 mm einstellen.
  6. Gate A auf das erste Rückwandecho ausrichten und das Untermenü Kalibrierung mit der Taste [◀] auswählen (s. Abb. 6).

PCE Instruments USC 20 - Auto-Kalibrierung der Verzögerung des Senkrecht-Prüfkopfs - 2

line | Parameter | Value | | --------------- | --------- | | Base | 29.0 dB | | PULS | 1.8 | | PROBE | 100.0 nm | | CAL | 5920 v/s | | CAL SET | 101.7 | | S-REF1 | 100.0 nm | | S-REF2 | 200.0 nm | | CAL | 5920 v/s |

Abb. 6 Ausrichtung von Gate A auf das erste Rückwandecho

  1. Die Ausrichtung von Gate A mit der Taste [+] bestätigen. In dem Feld Kalibrierung wird dies durch die Veränderung der Zahl „0“ in die Zahl „1“ signalisiert.
  2. Gate A auf das zweite Rückwandecho ausrichten und das Untermenü Kalibrierung mit der Taste [◀] auswählen (s. Abb. 7).
  3. Die Ausrichtung von Gate A mit der Taste [+] bestätigen.
  4. Die erfolgreiche Kalibrierung wird mit dem Hinweis: Kalibrierung durchgeführt signalisiert und die Zahl in dem Feld Kalibrierung verändert sich von „1“ wieder zu „0“. Der Wert der Prüfkopfverzögerung wird in den Untermenüs Kalibrierung → Kalibrierung und Sonden → Sondenverzögerung dargestellt.

PCE Instruments USC 20 - Auto-Kalibrierung der Verzögerung des Senkrecht-Prüfkopfs - 3

line | Parameter | Value | | --------------- | --------- | | Base | 29.0 dB | | Puls | 1.0 | | Probe | 100.0 nm | | CAL | 201.8 | | CAL SET | 5934 m/s | | speed/delay | 201.8 | | S-REF1 | 100.0 nm | | S-REF2 | 200.0 nm | | CAL | 5934 m/s | | a GAT | 0.44 s |

Abb. 7 Ausrichtung von Gate A auf das zweite Rückwandecho

6.1.2 Auto-Kalibrierung der Verzögerung des Winkelprüfkopfs

Die Verzögerung von Ultraschallwellen in Winkelprüfköpfen kann mit Hilfe von Standard Kalibrierkörpern bestimmt werden.

Beispiel mit Standard Kalibrierkörper K1:

CSK - 1A R50 R100 91 30 35 Ø1.5 100 15

Abb. 8 Kalibrierung der Verzögerung von Winkelprüfköpfen

  1. Prüfkopf mit Koppelgel auf Kalibrierkörper aufsetzen (s. Abb. 8).
  2. Haupt → Messbereich >100,0 mm einstellen.
  3. Haupt → Geschwindigkeit auf angegebene Schallgeschwindigkeit (transversal) des Kalibrierkörpers einstellen. Dazu können die Funktionen Spitzenwert / Hüllkurve verwendet werden.
  4. Geeignete Verstärkung auswählen.
  5. Prüfkopf auf dem Kalibrierkörper bewegen, bis die Amplituden der R50 und R100 Echos die maximale Höhe erreichen.
  6. Kalibrierung → Kalibrier Einstellung Geschwindigkeit / Verzögerung auswählen. S-Ref 1: 50,0 mm einstellen. S-Ref 2: 100,0 mm einstellen.
  7. Gate A auf das R50 Echo ausrichten und das Untermenü Kalibrierung mit der Taste [◀] auswählen (s. Abb. 9).

PCE Instruments USC 20 - Auto-Kalibrierung der Verzögerung des Winkelprüfkopfs - 2

line | Parameter | Value | | --------- | --------- | | Base | 63.70 | | Puls | 63.70 | | Probe | 63.70 | | CAL | 63.70 | | a GAT | 63.70 | | S-REF1 | 100.0 nm | | S-REF2 | 200.0 nm | | CAL | 3250ns |

Abb. 9 Ausrichtung von Gate A auf das R50 Echo

  1. Die Ausrichtung von Gate A mit der Taste [+] bestätigen. In dem Feld Kalibrierung wird dies mit der Veränderung der Zahl „0“ in die Zahl „1“ signalisiert.
  2. Gate A auf das R100 Echo ausrichten und das Untermenü Kalibrierung mit der Taste [◀] auswählen (s. Abb. 10).
  3. Die Ausrichtung von Gate A mit der Taste [+] bestätigen.
  4. Die erfolgreiche Kalibrierung wird mit dem Hinweis: Kalibrierung durchgeführt signalisiert und die Zahl in dem Feld Kalibrierung verändert sich von „1“ wieder auf „0“. Der Wert der Prüfkopfverzögerung wird in den Untermenüs Kalibrierung → Kalibrierung und Sonden → Sondenverzögerung dargestellt.

PCE Instruments USC 20 - Abb. 9 Ausrichtung von Gate A auf das R50 Echo - 1

line | Parameter | Value | | --------- | --------- | | Cal | 45.0 dB | | Speed/delay | 1.0 | | S-REF1 | 114.2 Da | | S-REF1 | 85.84 Pa | | S-REF1 | 0.00 Pa | | S-REF2 | 200.0 nm | | CAL | 3250 ns | | a GAT | 0.51 s |

Abb. 10 Ausrichtung von Gate A auf das R100 Echo

6.1.3 Auto-Kalibrierung des Einschallwinkels des Winkelprüfkopfs

Der Einschallwinkel von Winkelprüfköpfen kann mit Hilfe von Standard Kalibrierkörpern ermittelt werden.

Beispiel mit Standard Kalibrierkörper K1

30 100 35 Φ1.5 15 K2.0 2.5 3.0 CSK - 1A K1.0 K1.5 91

Abb. 11: Kalibrierung des Einschallwinkels von Winkelprüfköpfen

  1. Prüfkopf mit Koppelgel auf Kalibrierkörper aufsetzen (s. Abb. 11).

  2. Kalibrierung → Kalibrier Einstellung Winkel auswählen

  3. Reflektortiefe: 30,0 mm einstellen

  4. Apertur: 50,0 mm einstellen

  5. Geeignete Verstärkung auswählen

  6. Prüfkopf auf dem Kalibrierkörper bewegen, bis die Amplitude des Echos die maximale Höhe erreicht.

  7. Gate A auf das Echo ausrichten und das Untermenü Kalibrierung mit der Taste [◀] auswählen (s. Abb. 12).

  8. Die Ausrichtung von Gate A mit der Taste [+] bestätigen.

  9. Nach der erfolgreichen Kalibrierung wird der Einschallwinkel im Feld Kalibrierung angezeigt.

PCE Instruments USC 20 - Auto-Kalibrierung des Einschallwinkels des Winkelprüfkopfs - 2

line | Parameter | Value | | --------- | --------- | | BASE | 45.61 | | PULS | 45.61 | | PROBE | 45.61 | | CAL | 0.0° | | angle/k value | 45.61 | | Hole Depth | 30.0mm | | Hole DIAM | 50.0mm | | CAL | 0.0° |

Abb. 12 Ausrichtung von Gate A auf das Echo

6.2 DAC

6.2.1 Übersicht

Die Funktion DAC (Distance-Amplitude-Correction, Tiefenausgleichskurve) dient der einheitlichen Bewertung von Echoamplituden in unterschiedlichen Tiefen. Somit kann die tiefenabhängige Abschwächung des Ultraschallimpulses beurteilt werden, sodass die Größe von Reflektoren unabhängig von der Tiefe bewertet werden kann.

Die Tiefenausgleichskurve wird durch eine fallende Kurve beschrieben, die die Echoamplitude des gleich großen Reflektors in Abhängigkeit von der Tiefe darstellt. Mit Hilfe der Tiefenausgleichskurve ist es somit möglich, die Amplitude eines Reflektors mit der Amplitude des Referenzreflektors zu vergleichen, sodass auf die Größe des unbekannten Reflektors geschlossen werden kann.

6.2.2 Einstellung DAC

Die Tiefenausgleichskurve kann mit Hilfe von Abstands/Amplituden-Kalibrierkörpern, die bekannte Reflektoren in verschiedenen Abständen haben, erstellt werden.

Beispiel Kalibrierung mit Kalibrierkörper in Abb. 13:

PCE Instruments USC 20 - Einstellung DAC - 1

Abb. 13 Positionierung des Prüfkopfes für die Tiefenausgleichskurve

  1. DAC → DAC Modus: Aufzeichnung auswählen.
  2. Prüfkopf mit Koppelgel auf den Kalibrierkörper in Position 1 aufsetzen (s. Abb. 13).
  3. Prüfkopf auf dem Kalibrierkörper bewegen, bis die Echoamplitude des Reflektors in 10 mm Tiefe die maximale Höhe erreicht. Dazu können die Funktionen Spitzenwert / Hüllkurve verwendet werden.
  4. Höhe der Amplitude anhand der Verstärkung auf 80 % der Anzeigehöhe einstellen.
  5. Gate A auf das Echo ausrichten und das Untermenü ECHO mit der Taste [◀] auswählen (s. Abb. 14).
  6. Die erste Stützstelle mit der Taste [+] bestätigen. Der Wert in dem Feld ECHO verändert sich von „0“ auf „1“.
  7. Die Schritte 3. – 6. für weitere Reflektoren in größeren Abständen wiederholen, bis die gewünschte Tiefe erreicht ist. Der Wert für Echo verändert sich entsprechend mit der Anzahl der Prüfpunkte.

Hinweis: Für die Erstellung der Tiefenausgleichskurve können die Reflektoren in beliebiger Reihenfolge vermessen werden und es nicht zwingend notwendig, die Abstandsreihenfolge beizubehalten. Die Reflektoren werden automatisch sortiert, sodass z. B. zuerst die Reflektoren in 30 mm, 70 mm und 110 mm Tiefe und danach die restlichen Reflektoren aufgenommen werden können.

PCE Instruments USC 20 - Einstellung DAC - 2

Abb. 14 Ausrichtung von Gate A für den ersten Prüfpunkt für die Tiefenausgleichskurve

Nach der erfolgreichen Erstellung der Tiefenausgleichskurve erscheint die Kurve als blaue Linie in der Anzeige (s. Abb. 15).

PCE Instruments USC 20 - Einstellung DAC - 3

Abb. 15 Tiefenausgleichskurve DAC

Zudem besteht die Möglichkeit, in Abhängigkeit dieser Referenzlinie weitere Linien mit einem dB-Offset darzustellen:

  1. DAC → EL (grüne Linie) / SL (gelbe Linie) / RL (rote Linie) mit der Taste [◀] auswählen.
  2. Offset in dB anhand der Tasten [+]/[-] für die jeweils ausgewählte Linie einstellen.

6.2.3 Anwendung DAC

Nachdem die Tiefenausgleichskurve erstellt wurde, können weitere Einstellungen vorgenommen werden, indem der DAC Modus: dac anhand der Taste [◀] ausgewählt wird:

PCE Instruments USC 20 - Anwendung DAC - 1

  • Generatrix ausblenden: Generatrix beschreibt die ursprüngliche
    Tiefenausgleichskurve (blaue Linie), die mit Hilfe dieser Funktion ausgeblendet werden kann, sodass nur noch die verbleibenden 3 Linien mit Offset angezeigt werden.
  • Kompensation: Da die Oberfläche des Abstands/Amplituden-Kalibrierkörpers i. d. R. nicht der Oberfläche des Prüfobjekts entspricht, kann es nötig sein, die schlechte Kopplung zwischen Prüfobjekt und Prüfkopf zu kompensieren. Dazu wird das Untermenü Kompensation mit der Taste [◀] ausgewählt und der Wert für die Kompensation mit den Tasten [+] / [−] eingestellt.
  • Fehler Äquivalente Amplitude: Der Wert in diesem Feld beschreibt die Amplitude des Echos in Gate A im Vergleich zur Tiefenausgleichskurve.

6.2.4 Anpassung DAC

Die einzelnen Prüfpunkte der Tiefenausgleichskurve können nach Erstellung nachträglich manuell angepasst werden:

  1. DAC → DAC Modus: Ändern mit der Taste [◀] auswählen.
  2. Punkt anpassen mit der Taste [◀] und gewünschten Prüfpunkt mit den Tasten [+] / [-] auswählen.
  3. Amplitude mit der Taste [◀] auswählen und den Amplitudenwert mit den Tasten [+] / [-] einstellen.
  4. Schritte 2.-3. für Anpassung von weiteren Prüfpunkten wiederholen.

6.2.5 Löschung der DAC Kurve

Es können einzelne Prüfpunkte oder die gesamte Tiefenausgleichskurve gelöscht werden:

  1. DAC → DAC Modus: Ändern mit der Taste [◀] auswählen.
  2. Punkt anpassen mit der Taste [◀] und zu löschenden Prüfpunkt mit den Tasten [+] / [-] auswählen.
  3. Mit der Taste [◀] von Untermenü Speichern in Untermenü Löschen wechseln.
  4. Den ausgewählte Prüfpunkt mit der Taste [+] löschen. Um alle Punkte auf einmal zu löschen, muss die Taste [+] für mehrere Sekunden gedrückt gehalten werden.

6.3 AVG

6.3.1 Übersicht

Die Bewertungsmethode AVG (Abstand-Verstärkung-Größe) dient dem Vergleich von gemessenen Signalamplituden mit kreisschreibenförmigen Reflektoren (KSR), die senkrecht zur Schallausbreitungsrichtung stehen. Dazu wird die Beziehung zwischen Abstand, Verstärkung und Größe von Scheibenreflektoren eines Referenzkörpers herangezogen.

6.3.2 Einstellung AVG

Die AVG Kurve kann mit Hilfe eines Kalibrierkörpers, der einen KSR in bekannter Entfernung hat, erstellt werden:

Beispiel mit Senkrechtprüfkopf an Kalibrierkörper mit ∅ 2 mm KSR:

  1. Prüfkopf mit Koppelgel auf den Kalibrierkörper aufsetzen (s. Abb. 16).
  2. Prüfkopf auf dem Kalibrierkörper bewegen, bis die Amplitude des Echos die maximale Höhe erreicht.
  3. AVG → AVG Modus: Graph > 3N auswählen.
  4. Öffnung auf 2,0 mm einstellen.
  5. Gewünschten Durchmesser von KSR für Referenzkurve in Ref. Krümmung einstellen: In diesem Beispiel 1,0 mm.
  6. Gate A auf das Echo ausrichten und Plot mit der Taste [◀] auswählen.
  7. AVG Darstellung mit der Taste [+] bestätigen.

PCE Instruments USC 20 - Einstellung AVG - 1

Abb. 16 Erstellung AVG Kurve

6.3.3 Anwendung AVG

Die erstellte AVG Kurve ist nur für Entfernungen gültig, die mindestens dem dreifachen Nahfeldabstand des eingesetzten Prüfkopfes entsprechen (Graph>3N). Das Prüfgerät kann zudem eine AVG Kurve für Entfernungen innerhalb des dreifachen Nahfeldabstands darstellen (Graph<3N). Aufgrund unterschiedlicher Schallcharakteristiken von Prüfköpfen verschiedener Hersteller sollte der Modus Graph>3N der bevorzugte Prüfmodus sein.

Ähnlich wie bei der DAC Funktion kann es notwendig sein, die im Vergleich zum Kalibrierkörper schlechtere Kopplung zwischen Prüfkopf und Prüfobjekt zu kompensieren. Dies wird anhand des Untermenüs Kompensation eingestellt.

6.4 Hüllkurve

Die Hüllkurve dient der Darstellung der jeweils höchsten gemessenen Signalamplituden, wenn der Prüfkopf auf dem Prüfobjekt bewegt wird. Dabei kann aufgrund der verschiedenen Farben zwischen der Hüllkurve und dem aktuell gemessenen Signal unterschieden werden. Diese Funktion kann zusammen mit der Funktion Spitzenwerte speichern verwendet werden.

  1. Messung → Hüllkurve mit der Taste [◀] auswählen.
  2. Funktion mit der Taste [◀] oder mit den Tasten [+] / [−] einschalten.

6.5 Messung auf zylinderförmigen Prüfkörpern

Die Positionsbestimmung von Materialfehlern in zylinderförmigen Prüfkörpern kann zu Problemen führen, da die Position vom Krümmungsradius und der Tiefe abhängt. Um die Positionsbestimmung zu vereinfachen, kann dies im Prüfgerät automatisch umgerechnet werden:

  1. Auto Setup → Fläche ändern mit der Taste [◀] auswählen.

  2. Durchmesser mit den Tasten [+] / [-] einstellen. Der Wert Flach steht für den regulären Prüfbetrieb auf ebenen Flächen.

6.6 Schweißnahtprüfungen

Für die Prüfung von Schweißnähten hat das Prüfgerät eine spezielle Funktion, um den Schallausbreitungsweg und abgetasteten Bereich der Schweißnaht visuell darzustellen (s. Abb. 17):

  1. Schweißen → Schweißung mit der Taste [◀] auswählen.

  2. Schweißnahttyp mit den Taste [+] / [-] einstellen.

  3. Schweißbreite mit der Taste [◀] auswählen und Schweißnahtbreite mit den Tasten [+] / [-] einstellen.

  4. P-Position mit der Taste [◀] auswählen und Prüfkopfposition mit den Tasten [+] / [-] einstellen. Die Prüfkopfposition bezieht sich hierbei auf den Abstand zwischen der Prüfkopfvorderkante und der Mittellinie der Schweißnaht.

  5. Refresh mit der Taste [◀] auswählen und Anzeige mit erneuter Betätigung der Taste [◀] aktualisieren.

PCE Instruments USC 20 - Schweißnahtprüfungen - 1

Abb. 17 Darstellung bei Schweißnahtprüfungen

6.7 Daueraufnahme von Messungen

Messungen können mit Hilfe einer Art Videofunktion aufgenommen werden. Bereits durchgeführte Materialprüfungen können somit zu einem späteren Zeitpunkt wieder abgespielt werden. Die maximale Aufnahmedauer hängt von der Bildwiederholrate ab und beträgt bei der niedrigsten Bildwiederholrate ca. 30 Minuten. Bei einer höheren Bildwiederholrate wird die Aufnahmedauer entsprechend verringert.

  1. Speicher → Aufzeichnungs Rate (Bildwiederholrate) mit der Taste [◀] auswählen.
  2. Bildwiederholrate mit den Tasten [+] / [-] einstellen.
  3. Start / Stop mit der Taste [◀] auswählen.
  4. Aufzeichnung mit den Tasten [+] / [-] beginnen und stoppen.

- Speichern mit der Taste [◀] auswählen und Aufzeichnung mit der Taste [+] auf externem Datenträger speichern.

- Abspielen mit der Taste [◀] auswählen und Aufzeichnung durch erneutes Drücken der Taste [◀] abspielen.

Hinweis: Die aufgenommene Messung wird nur temporär auf dem Messgerät gespeichert. Die Aufnahme wird gelöscht, sobald das Messgerät ausgeschaltet wird. Um eine Aufnahme dauerhaft zu speichern, muss diese auf einem externen Datenträger gespeichert werden.

6.8 Spitzenwerte speichern

Diese Funktion speichert dynamisch die höchste Signalamplitude im Gate und zeigt diese als violettes „X“ Symbol an. Diese Funktion kann zusammen mit der Funktion Hüllkurve verwendet werden.

  1. Auto Setup → Spitzenwert Speichern mit der Taste [◀] auswählen.
  2. Funktion mit der Taste [◀] oder mit den Tasten [+] / [−] ein-/ausschalten.

6.9 Automatische Signalverstärkung

Mit Hilfe dieser Funktion kann die Verstärkung in Abhängigkeit vom in Gate A vorhandenen Signal automatisch angepasst werden, um die gewünschte Höhe zu erreichen.

  1. Gate A auf Echo ausrichten.
  2. Auto Setup → AGC mit der Taste [◀] auswählen.
  3. Gewünschte Anzeigehöhe für automatische Verstärkung mit den Tasten [+] / [-] einstellen.
  4. Auto Setup → Auto Verstärkung mit der Taste [◀] auswählen.
  5. Automatische Verstärkung mit den Tasten [+] / [-] ein-/ausschalten.

6.10 Signalgleichrichtung

Das Messsignal kann auf vier unterschiedliche Weisen angezeigt werden:

  • Vollwelle: Darstellung der positiven und der um die Grundlinie gespiegelten, negativen Halbwellen
  • Positive Halbwellen: Nur Darstellung der positiven Halbwellen
  • Negative Halbwellen: Nur Darstellung der negativen Halbwellen
    • HF: Keine Gleichrichtung

Die Darstellung der Vollwelle wird i. d. R. für die meisten Prüfanwendungen eingesetzt, jedoch kann auch je nach Prüfaufgabe eine andere Darstellung sinnvoll sein.

  1. Messung → Darstellung mit der Taste [◀] auswählen.
  2. Signaldarstellung mit der Taste [◀] oder den Tasten [+] / [−] einstellen.

6.11 Speicherung von Geräteeinstellungen

Das Prüfgerät hat die Funktion, Geräteeinstellungen zu speichern und zu laden. Somit lässt sich das Prüfgerät mit geringem Aufwand für verschiedene Prüfaufgaben konfigurieren, da die Justierung der verschiedenen Prüfköpfe und weitere Mess- und Anzeigeparameter geladen werden können. Dafür muss die Gerätekonfiguration für die jeweilige Prüfaufgabe einmalig eingestellt und gespeichert werden:

  1. MEMO → Kanal ID mit der Taste [◀] auswählen.
  2. Kanal ID mit den Tasten [+] / [-] einstellen.

  3. Speicherung: Speichern mit der Taste [◀] auswählen und die Speicherung mit der Taste [+] bestätigen. Speicherplätze mit bereits gespeicherten Einstellungen werden mit einem „*“ Zeichen vor der Kanal ID angezeigt.

  4. Laden: Kanal Recall mit der Taste [◀] auswählen und mit der Taste [+] bestätigen.
  5. Löschung: Löschen mit der Taste [◀] auswählen und mit der Taste [+] bestätigen.

Hinweis: Bei Speicherplätzen mit bereits gespeicherten Einstellungen ist das Untermenü standardmäßig auf Löschen und bei noch nicht verwendeten Speicherplätzen entsprechend auf Speichern eingestellt. Zwischen den beiden Funktionen kann mit der Taste [◀] umgeschaltet werden.

PCE Instruments USC 20 - Speicherung von Geräteeinstellungen - 1

Abb. 18 Speicherung von Prüfgeräteinstellungen

6.12 Speicherung von Messungen

Die durchgeführten Messungen können im internen Gerätespeicher abgelegt werden, um diese zu einem späteren Zeitpunkt abrufen zu können. Die Messung kann direkt im Prüfgerät oder auf einem PC mithilfe der PC Software angezeigt werden:

  1. MEMO → DATA ID mit der Taste [◀] auswählen.
  2. DATA ID mit der Taste [+] / [-] einstellen.

- Speicherung: Speichern mit der Taste [◀] auswählen und Speicherung mit der Taste [+] bestätigen. Speicherplätze mit bereits gespeicherten Messungen werden mit einem „*“ Zeichen vor der Kanal ID angezeigt.

  • Laden: Daten Abrufen mit der Taste [◀] auswählen und mit der Taste [+] bestätigen.
  • Löschung: Löschen mit der Taste [◀] auswählen und mit der Taste [+] bestätigen.

Hinweis: Bei Speicherplätzen mit bereits gespeicherten Messungen ist das Untermenü standardmäßig auf Löschen und bei noch nicht verwendeten Speicherplätzen entsprechend auf Speichern eingestellt. Zwischen den beiden Funktionen kann mit der Taste [◀] umgeschaltet werden.

PCE Instruments USC 20 - Speicherung von Messungen - 1

line | Time (ms) | Intensity | | --------- | --------- | | 0.100 | 0 | | 35.15 | 25.00 | | 72.16 | 0 | | 100.2 | 0 | | 194.2 | 0 | | 100.2 | 0 |

Abb. 19 Speichern von Prüfergebnis

7 PC-Software

7.1 Treiberinstallation

Die Treiber für das Prüfgerät werden mithilfe des Windows Geräte-Managers installiert:

Geräte-Manager Datei Aktion Ansicht ? Andere Geräte SCLEAD UTL Anschlüsse (COM & LPT) Audio-, Video- und Gamecontroller Computer DVD/CD-ROM-Laufwerke Eingabegeräte (Human Interface Devices) Grafikkarte IDE ATA/ATAPJ-Controller Laufwerke Mäuse und andere Zeigegeräte Monitore Netzwerkadapter Prozessoren Systemgeräte Tastaturen Tragbare Geräte USB-Controller

Abb. 20 Treiberinstallation

  1. Geräte-Manager öffnen.
  2. Nicht erkanntes Prüfgerät auswählen (s. Abb. 20).
  3. Aktion → Treibersoftware aktualisieren auswählen.
  4. Auf dem Computer nach Treibersoftware suchen.
  5. Pfad, in dem sich die Treiber befinden, angeben.
  6. Diese Treibersoftware trotzdem installieren auswählen (s. Abb. 21), um die Treiber zu installieren.

Windows-Sicherheit Der Herausgeber der Treibersoftware konnte nicht überprüft werden. Diese Treibersoftware nicht installieren Sie sollten auf der Website des betreffenden Herstellers nach aktualisierter Treibersoftware für das Gerät suchen. Diese Treibersoftware trotzdem installieren Installieren Sie nur Treibersoftware, die Sie von der Website oder einem Datenträger des Herstellers erhalten haben. Nicht signierte Software aus anderen Quellen kann Schäden auf dem Computer verursachen oder zum Verlust bzw. Diebstahl von Informationen führen. Details einblenden

Abb. 21 Bestätigung der Treiberinstallation

7.2 Menüführung der PC Software

Nach der Installation der Treiber und der PC Software kann eine Verbindung hergestellt werden.

Hinweis: Das Prüfgerät muss eingeschaltet und mithilfe des USB-Kabels mit dem PC verbunden sein, bevor die PC Software gestartet wird.

PCE Instruments USC 20 - Menüführung der PC Software - 1

Abb. 22 Überblick PC Software

1. File Menü

  • Open: Datei auf dem PC oder gespeicherte Messung auf dem Prüfgerät öffnen
  • Save: Änderungen in ursprünglicher Datei speichern
  • Save as: Änderungen in neuer Datei speichern
  • Print: Drucken
    • Print Preview: Druckvorschau
    • Print Settings: Druckeinstellungen
  • Exit: Software beenden

2. View Menü

  • Toolbar: Toolbar anzeigen / versteckeny
  • Status Bar: Status Bar anzeigen / verstecken

3. UI Language Menü

- Sprache der PC Software einstellen

4. Print Language Menü

- Sprache des Ausdrucks einstellen

5. Video Menü

- Start: Videoaufnahme starten

- Stop: Videoaufnahme stoppen

7.3 Softwareoberfläche

1. Waveform Display

In diesem Element wird das aufgezeichnete Signal dargestellt. Falls das Gate A bei der Messung verwendet wurde, kann das Gate durch Ziehen mit der Maus bewegt werden, um die Breite, die Höhe und die Anfangsposition zu verändern.

2. Data Recall

Mithilfe dieser Funktion kann die im Prüfgerät gespeicherte ID von Messungen für die Anzeige in der Software ausgewählt werden. Die Nummerierung der Speicherplätze ist identisch mit der Nummerierung in dem Prüfgerät.

3. Config

Anzeige der Prüfgeräteinstellungen der geladenen Messung.

4. Gate A

Anzeige der Einstellungen von Gate A.

5. Gate B

Anzeige der Einstellungen von Gate B.

6. Information Entry

In diesem Fenster können Daten für die Erstellung eines Prüfprotokolls eingegeben werden. Die Eingabe von Daten wird mit der OK Taste bestätigt.

PCE Instruments USC 20 - Information Entry - 1

Einstellung der Einheit: mm / inch.

8. Scale

Einstellung der horizontalen Achse: Div / Schallweg.

8 Bewertung von Messergebnissen und Einflussfaktoren

8.1 Prüfmethodik

Für eine zielgerichtete Prüfung benötigt der Prüfer grundlegende Kenntnisse über das Prüfverfahren und die physikalischen Randparameter. Darüber hinaus müssen vor einem Einsatz die Prüfaufgabe und Lösungsschritte definiert werden. Für die Beurteilung der Prüfaufgabe sollten die Geometrie des Prüfkörpers, die zu erwartende Fehlergröße und -lage, der Werkstoff sowie die Auswahl eines passenden Sensors berücksichtigt werden.

8.2 Detektionsbereich

Der vom Prüfkopf abgetastete Bereich hängt vom jeweilig eingesetzten Prüfkopf ab. Im Zuge der vorher definierten Prüfaufgabe sollte ein Prüfkopf verwendet werden, der die technischen Anforderungen für die zu detektierenden Materialfehler erfüllt. Insbesondere wirkt sich Prüffrequenz, Schwingerdurchmesser, Nahfeldlänge und Divergenzwinkel des Prüfkopfes zusammen mit der Materialschallgeschwindigkeit auf den Detektionsbereich aus.

8.3 Wandstärkenmessung

Die Wandstärkenmessung mit Ultraschallwellen basiert wie bei der Ultraschallprüfung auf der Messung der Laufzeitdifferenz von reflektierten Ultraschallimpulsen. Zusammen mit der Schallgeschwindigkeit des Materials kann somit die Wandstärke präzise gemessen werden. Die Genauigkeit dieser Messung hängt maßgeblich davon ab, wie genau die reale Materialschallgeschwindigkeit ermittelt wurde.

In den meisten Stahllegierungen verändert sich die Schallgeschwindigkeit nur geringfügig, sodass sich dies ebenfalls nur geringfügig auf den Fehler bei der Wandstärkenmessung auswirkt. In anderen Materialien (Nichtmetalle, Plastik) kann die Schallgeschwindigkeit größeren Schwankungen unterliegen, sodass die genaue Bestimmung der Schallgeschwindigkeit für die exakte Wandstärkenmessung erforderlich ist.

Zudem wird die Bestimmung von Abständen und Wandstärken durch die Homogenität des Materials beeinflusst. Sollte sich die Schallgeschwindigkeit aufgrund von Inhomogenitäten innerhalb des Prüfobjektes maßgeblich verändern, führt dies zu Messfehlern.

8.4 Temperatur

Die Schallgeschwindigkeit im Material wird durch die Temperatur beeinflusst. Da sich die Materialschallgeschwindigkeit maßgeblich auf die Messgenauigkeit auswirkt, sollte der Einfluss der Materialtemperatur beachtet werden. Bei der Kalibrierung des Prüfgeräts können die Kalibrierkörper auf die bei der Materialprüfung zu erwartende Temperatur aufgeheizt oder die Messergebnisse mit einem Temperatureinflussfaktor multipliziert werden.

8.5 Oberflächenbeschaffenheit

Die Oberflächenbeschaffenheit stellt einen zusätzlichen Einflussfaktor dar, da die Oberfläche von Kalibrierkörpern in der Regel nicht der Oberfläche des Prüfobjekts entspricht. Bei der Bewertung von Echoamplituden sollte dieser Aspekt beachtet werden.

8.6 Magnetische Störfelder

Umgebungen mit starken magnetischen Störfeldern können die Ultraschallprüfung negativ beeinflussen, sodass Umgebungen mit starken magnetischen Störfeldern soweit möglich gemieden werden sollten.

8.7 Bewertungsmethode

Die Bewertung von Materialfehlern lässt sich in zwei grundlegende Methoden einteilen:

  1. Wenn der Schallbündeldurchmesser kleiner als die Materialfehlergröße ist, können die Größe des Materialfehlers und die Grenzflächen bestimmt werden.

Kleinere Schallbündeldurchmesser ermöglichen die genaue Bestimmung der Größe und der Ausmaße der durch Materialfehler entstehenden Grenzflächen. Aufgrund der gerichteten Schallausbreitungscharakteristik eignen sich kleine Schallbündeldurchmesser weniger für die Detektion von Materialfehlern, sodass Prüfköpfe mit divergenteren Schallbündeln zum Auffinden besser geeignet sind.

  1. Wenn der Schallbündeldurchmesser größer als die Materialfehlergröße ist, sollte die Echoamplitude mit Referenzreflektoren vergleichen werden, um auf die Größe zurückzuschließen.

Die Echoamplituden von realen Materialfehlern sind in der Regel kleiner als von Referenzreflektoren / KSR. Dies kann durch die schlechtere Ankopplung des Prüfkopfes an einem Prüfobjekt im Vergleich zu Kalibrierkörpern und ungünstigen Reflexionswinkeln begründet werden. Irreguläre Fehler können auch zu starker Streuung der Ultraschallimpulse führen, sodass die Echoamplitude weiter sinkt oder dass sogar kein Echo detektiert werden kann. Zudem muss auch die tiefenabhängige Abschwächung bei der Bewertung von Echoamplituden berücksichtigt werden.

9 Hinweise und Wartung

Es wird empfohlen das Prüfgerät in regelmäßigen Abständen auf Beschädigungen zu überprüfen und nach jedem Gebrauch zu reinigen. So sollten die Prüfköpfe, Kabel, Stecker, Anschlussbuchsen und das Gerätegehäuse auf Beschädigungen und Verschleiß begutachtet werden. Bei groben Beschädigungen oder übermäßigem Verschleiß der Komponenten, sollte das Prüfgerät nicht mehr verwendet werden. Um den ordnungsgemäßen Betrieb zu gewährleisten sollten die entsprechenden Komponenten ersetzt werden.

10 Anhang

I) Einstellung PRF

AbstandPRF
L < 125 mm40 Hz / 250 Hz / 1000 Hz
125 mm ≤ L ≤ 1400 mm40 Hz / 250 Hz
L > 1400 mm40 Hz

II) Beschreibung der Messparameter

AbkürzungBeschreibung
SaAbstand des Echos in Gate A entlang der Schallausbreitungsrichtung
SbAbstand des Echos in Gate B entlang der Schallausbreitungsrichtung
Sb-aAbstand zwischen Echo in Gate A und Echo in Gate B
Ha%Amplitude des höchsten Echos in Gate A (in Prozent der Bildschirmhöhe)
Hb%Amplitude des höchsten Echos in Gate B (in Prozent der Bildschirmhöhe)
Ha dBDifferenz der Echoamplitude in Gate A und Grenzwert von Gate A in dB
Hb dBDifferenz der Echoamplitude in Gate B und Grenzwert von Gate B in dB
R-startAnfang des Messbereichs (Wert von Anzeigeverzögerung)
R-endEnde des Messbereichs (Wert von Messbereich)
DaTiefe des Reflektors in Gate A von der Prüfkörperoberfläche
DbTiefe des Reflektors in Gate B von der Prüfkörperoberfläche
PaProjektionsabstand des Reflektors in Gate A von der Prüfkopfvorderkante
PbProjektionsabstand des Reflektors in Gate B von der Prüfkopfvorderkante
DAC dBDifferenz der Echoamplitude in Gate von der DAC Kurve in dB

11 Garantie

Bei Fragen, Anregungen oder auch technischen Problemen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung. Die entsprechenden Kontaktinformationen finden Sie am Ende dieser Bedienungsanleitung.

12 Entsorgung

HINWEIS nach der Batterieverordnung (BattV)

Batterien dürfen nicht in den Hausmüll gegeben werden: Der Endverbraucher ist zur Rückgabe gesetzlich verpflichtet. Gebrauchte Batterien können unter anderem bei eingerichteten Rücknahmestellen oder bei der PCE Deutschland GmbH zurückgegeben werden.

Annahmestelle nach BattV:

PCE Deutschland GmbH

Im Langel 4

59872 Meschede

Zur Umsetzung der ElektroG (Rücknahme und Entsorgung von Elektro- und Elektronikaltgeräten) nehmen wir unsere Geräte zurück. Sie werden entweder bei uns wiederverwertet oder über ein Recyclingunternehmen nach gesetzlicher Vorgabe entsorgt. Alternativ können Sie Ihre Altgeräte auch an dafür vorgesehenen Sammelstellen

PCE Instruments USC 20 - Annahmestelle nach BattV: - 1

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Tel.: +49 (0) 2903 976 99 0 Téléphone: +33 (0) 972 3537 17 Tel.: +34 967 543 548

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Produktinformationen

Marke : PCE Instruments

Modell : USC 20

Kategorie : Multimeter