MC-22 - Ferngesteuertes spielzeug GRAUPNER - Kostenlose Bedienungsanleitung
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| Marke | Graupner |
| Modell | MC-22 |
| Produkttyp | Fernsteuerung für ferngesteuertes Spielzeug |
| Frequenzband | 2,4 GHz |
| Anzahl der Kanäle | 2 (Standard) |
| Modellspeicher | 22 Modelle |
| Abmessungen (ca.) | 280 x 180 x 60 mm |
| Gewicht (ca.) | 500 g (ohne Akku) |
| Stromversorgung | 8 x AA (nicht im Lieferumfang) oder optionaler Akku |
| Display | LC-Display mit Hintergrundbeleuchtung |
| Bedienelemente | 2 Steuerknüppel, digitale Trimmung, Schalter |
| Reichweite | ca. 100 m (abhängig von Umgebung und Empfänger) |
| Zusätzliche Funktionen | Modellspeicher, Servo-Reverse, Dual Rate, Exponentialfunktion |
| Lieferumfang | Sender (ohne Empfänger, Servos, Akku) |
| Reinigung | Feuchtes Tuch, keine scharfen Reiniger |
| Entsorgung | Elektroaltgeräte nicht im Hausmüll, fachgerecht entsorgen |
| Sicherheitshinweise | Nicht in Wasser tauchen, vor Feuchtigkeit schützen, außerhalb der Reichweite von Kindern unter 3 Jahren |
Häufig gestellte Fragen - MC-22 GRAUPNER
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BEDIENUNGSANLEITUNG MC-22 GRAUPNER
| Allgemeine Hinweise | |
| Sicherheitshinweise | 3 |
| Vorwort | 6 |
| mc-22 Computer-System | 7 |
| Betriebshinweise | 10 |
| Senderbeschreibung | 18 |
| Display-Beschreibung | 20 |
| Inbetriebnahme | 21 |
| Begriffsdefinitionen | 24 |
| Digitale Trimmung/Abschalttrimmung | 26 |
| Bedienung „Data Terminal“ | 27 |
| 3D-Drehgeberfunktionen/Kontrasteinstellung | 28 |
| Extern- und Geberschalterzuordnung | 29 |
| Flächenmodelle (Empfängerbelegung) | 32 |
| Hubschraubermodelle (Empfängerbelegung) | 34 |
| Programmier-Kurzanleitung |
| Programmier-Kurzanleitung......36 |
| Programmbeschreibungen |
| Neubelegung eines Speicherplatz......44 |
| Menübeschreibungen im Detail......ab 45 |
| Speicher | Seite | Seite |
| Modellauswahl | 45 | |
| Kopieren/Löschen | 45 | |
| Ausblenden Codes 47 47 |
| Grundeinstellung Sender, Modell und Servos | ||
| Grundeinstellungen Modell 48 48 | ||
| Modelltyp | 49 | |
| Helityp | ||
| Servoeinstellung | 52 | |
| Seite | Seite | |
| □ Geber | ||
| Gebereinstellungen | 56 | 58 |
| Gebereinstellungen: Gaslimit | 60 | |
| Dual Rate/Exponential | 62 64 | |
| Kanal-1-Kurve | 66 | 67 |
| ▸ Schalter | ||
| Schalteranzeige | 70 | 70 |
| Geberschalter | 70 | 70 |
| Sonderschalter | 72 | |
| ▸ Flugphasen | ||
| Bedeutung der Flugphasen | 74 74 | |
| Phaseneinstellung | 75 | 76 |
| Phasenzuweisung | 77 | 77 |
| Unverzögerte Kanäle | 78 78 | |
| ▸ Uhren | ||
| Uhren (allgemein) | 80 80 | |
| ▸ → Mischer | ||
| Grundsätzliche Mischerafunktion | 82 82 | |
| Flächenmischer | 82 | |
| Helimischer | 86 | |
| Abstimmung Gas- und Pitchkurve | 93 | |
| Helimischer Autorotation | 96 | |
| Allg. Anm. zu frei progr. Mischern | 98 98 | |
| Freie Mischler | 99 99 | |
| MIX aktiv / Phase | 105 | 105 |
| Nur Mix4Sanal | 105 | 105 |
| Kreuzmischer | 106 | 106 |
| TS-Mischer | ||
| △ Sonderfunktionen | ||
| Fail-Safe-Einstellung PCM20 | 108 | 108 |
| Fail-Safe-Einstellung@SPCM20 | 109 | 109 |
| Lehrer/SdÄuler | 110 | 110 |
| Seite | Seite | |
| Allgemeine Einstellungen | 112 | 112 |
| Servoanzeige | 113 | 113 |
| Eingabesperre | 114 | 114 |
| Programmierbeispiele | |
| Flächenmodell (allgemein) | 116 |
| Flächenmodell ohne Motorantrieb | 118 |
| Einbindung eines E-Antriebs | 122 |
| Uhrenbetätigung durch Steuerknüppel | 123 |
| Verwenden von Flugphasen | 124 |
| Betätigung E-Motor und Butterfly mit K1-Knüppel | 126 |
| Parallel laufende Servos | 128 |
| Delta- und Nurflügelmodell | 129 |
| 6-Klappen-Flügel | 132 |
| F3A-Modell | 136 |
| Hubschraubermodell | 140 |
| NAUTIC | |
| Multi-Proportionalfunktionen | 147 |
| Expert-Schaltfunktionen | 148 |
| Kombination Multi-Prop- und Expert-Modul | 149 |
| NAUTIC-Zubehör | 150 |
| NAUTIC-Anschlussbeispiel | 151 |
| Anhang | |
| Lehrer-Schüler-System | 152 |
| Zubehör für Sender | 153 |
| Zulässige Betriebsfrequenzen | 157 |
| Steckquarze, Frequenzflaggen | 157 |
| Zulassungszertifikate, Konformität | 158 |
| Anmeldung der Fernsteueranlage | 159 |
| Sachwortverzeichnis | 160 |
| Garantieurkunde | 163 |
Sicherheitshinweise Bitte unbedingt beachten!
Um noch lange Freude an Ihrem Modellbauhobby zu haben, lesen Sie diese Anleitung unbedingt genau durch und beachten Sie vor allem die Sicherheitshinweise.
Wenn Sie im Bereich ferngesteuerter Modellflugzeuge, -schiffe oder -autos Anfänger sind, sollten Sie unbedingt einen erfahrenen Modellpiloten um Hilfe bitten.
Diese Anleitung ist bei Weitergabe des Senders unbedingt mit auszuhändigen.
Anwendungsbereich
Diese Fernsteueranlage darf ausschließlich nur für den vom Hersteller vorgesehenen Zweck, für den Betrieb in nicht manntragenden Fernsteuermodellen eingesetzt werden. Eine anderweitige Verwendung ist verboten.
Sicherheitshinweise
SICHERHEIT IST KEIN ZUFALL
und ...
FERNGESTEUERTE MODELLE SIND KEIN SPIELZEUG
… denn auch kleine Modelle können durch unsachgemäße Handhabung erhebliche Sach- und/oder Personenschäden verursachen.
Technische Defekte elektrischer oder mechanischer Art können zum unverhofften Anlaufen des Motors und/oder zu herumfliegenden Teilen führen, die Sie erheblich verletzen können!
Kurzschlüsse jeglicher Art sind unbedingt zu vermeiden! Durch Kurzschluss können nicht nur Teile der Fernsteuerung zerstört werden, sondern je nach dessen Umständen und dem Energiegehalt des Akkus besteht darüber hinaus akute Verbrennungs- bis Explosionsgefahr.
Alle durch einen Motor angetriebenen Teile wie Luft- und Schiffsschrauben, Rotoren bei Hubschraubern, offene Getriebe usw., stellen eine ständige Verletzungsgefahr dar. Sie dürfen keinesfalls berührt werden! Eine schnell drehende Luftschraube kann z. B. einen Finger abschlagen! Achten Sie darauf, dass auch kein sonstiger Gegenstand mit angetriebenen Teilen in Berührung kommt!
Bei angeschlossenem Antriebsakku oder laufendem Motor gilt: Halten Sie sich niemals im Gefährdungsbereich des Antriebs auf!
Schützen Sie alle Geräte vor Staub, Schmutz, Feuchtigkeit und anderen Fremdteilen. Setzen Sie diese niemals Vibrationen sowie übermäßiger Hitze oder Kälte aus. Der Fernsteuerbetrieb darf nur bei „normalen“ Außentemperaturen durchgeführt werden, d. h. in einem Bereich von - 15° C bis + 55° C.
Vermeiden Sie Stoß- und Druckbelastung. Überprüfen Sie die Geräte stets auf Beschädigungen an Gehäusen und Kabeln. Beschädigte oder nass gewordene Geräte, selbst wenn sie wieder trocken sind, nicht mehr verwenden!
Es dürfen nur die von uns empfohlenen Komponenten und Zubehörteile verwendet werden. Verwenden Sie immer nur zueinander passende, original GRAUPNER Steckverbindungen gleicher Konstruktion und gleichen Materials sowie original GRAUPNER Steckquarze des betreffenden Frequenzbandes.
Achten Sie beim Verlegen der Kabel darauf, dass diese nicht auf Zug belastet, übermäßig geknickt oder gebrochen sind. Auch sind scharfe Kanten eine Gefahr für die Isolation.
Achten Sie darauf, dass alle Steckverbindungen fest sitzen. Beim Lösen der Steckverbindung nicht an den Kabeln ziehen.
Es dürfen keinerlei Veränderungen an den Geräten durchgeführt werden. Vermeiden Sie Verpolungen und Kurzschlüsse jeglicher Art, die Geräte sind dagegen nicht geschützt.
Einbau der Empfangsanlage und Verlegen der Empfangsantenne
Der Empfänger wird stoßgesichert, in Schaumgummi gelagert, im Flugmodell hinter einem kräftigen Spant bzw. im Auto- oder Schiffsmodell gegen Staub und Spritzwasser geschützt, untergebracht.
Der Empfänger darf an keiner Stelle unmittelbar am Rumpf oder Chassis anliegen, da sonst Motorerschütterungen oder Landestöße direkt auf ihn übertragen werden.
Beim Einbau der Empfangsanlage in ein Modell mit Verbrennungsmotor alle Teile immer geschützt einbauen, damit keine Abgase oder Ölreste eindringen können. Dies gilt vor allem für den meist in der Außenhaut des Modells eingebauten EIN- / AUS-Schalter.
Den Empfänger so festlegen, dass die Antenne und die Anschlusskabel zu den Servos und zum Stromversorgungsteil locker liegen.
Die Empfängerantenne ist direkt am Empfänger angeschlossen. Die Länge beträgt ca. 100 cm und darf nicht gekürzt oder verlängert werden. Die Antenne sollte möglichst weit weg von Elektromotoren, Rudermaschinen, metallischen Gestängen, Strom führenden Leitungen usw. verlegt werden. Verlegen Sie die Antenne aber niemals exakt geradlinig, sondern winkeln Sie diese beim Flächenmodell, z. B. über das Höhenruder, am Ende ca. 10 ... 15 cm L-förmig ab, um Empfangslöcher beim Fliegen zu vermeiden. Falls dies nicht möglich ist, sollten Sie bereits im Rumpf das Antennenkabel auf einem kurzen Stück, z. B. in Empfängernähe, S-förmig verlegen.
Sicherheitshinweise
Einbau der Servos
Servos stets mit den beigefügten Vibrationsdämpfergummis befestigen. Nur so sind diese vor allzu harten Vibrationsschlägen einigermaßen geschützt.
Einbau der Gestänge
Grundsätzlich muss der Einbau so erfolgen, dass die Gestänge frei und leichtgängig laufen. Besonders wichtig ist, dass alle Ruderhebel ihre vollen Ausschläge ausführen können, also nicht mechanisch begrenzt werden.
Um einen laufenden Motor jederzeit anhalten zu können, muss das Gestänge so eingestellt sein, dass das Vergaserküken ganz geschlossen wird, wenn Steuerknüppel und Trimmhebel in die Leerlaufendstellung gebracht werden.
Achten Sie darauf, dass keine Metallteile, z. B. durch Ruderbetätigung, Vibration, drehende Teile usw., aneinander reiben. Hierbei entstehen so genannte Knackimpulse, die den Empfänger stören.
Zum Steuern die Senderantenne immer ganz ausziehen.
In geradliniger Verlängerung der Senderantenne bildet sich nur eine geringe Feldstärke aus. Es ist demnach falsch, mit der Antenne des Senders auf das Modell zu „zielen“, um die Empfangsverhältnisse günstig zu beeinflussen.
Bei gleichzeitigem Betrieb von Fernlenkanlagen auf benachbarten Kanälen sollen die Piloten in einer losen Gruppe beieinander stehen. Abseits stehende Piloten gefährden sowohl die eigenen als auch die Modelle der anderen.
Überprüfung vor dem Start
Befinden sich mehrere Modellsportler am Platz, vergewissern Sie sich vorher davon, dass Sie als Einziger auf dem von Ihnen benützten Kanal senden, ehe Sie Ihren Sender einschalten. Die Doppelbelegung eines Frequenzkanals verursacht Störungen und kann andere Modelle zum Absturz bringen.
Bevor Sie den Empfänger einschalten, vergewissern Sie sich, dass der Gasknüppel auf Stopp / Leerlauf steht.
Immer zuerst den Sender einschalten und dann erst den Empfänger. Immer zuerst den Empfänger ausschalten und dann erst den Sender.
Wenn diese Reihenfolge nicht eingehalten wird, also der Empfänger eingeschaltet ist, der dazugehörige Sender jedoch auf „AUS“ steht, kann der Empfänger durch andere Sender, Störungen usw. zum Ansprechen gebracht werden. Das Modell kann in der Folge unkontrollierte Steuerbewegungen ausführen und dadurch Sach- oder Personenschäden verursachen. Ebenso können Rudermaschinen in Anschlag laufen und Getriebe, Gestänge, Ruder usw. beschädigen.
Insbesondere bei Modellen mit mechanischem Kreisel gilt:
Bevor Sie Ihren Empfänger ausschalten: Stellen Sie durch Unterbrechen der Energieversorgung sicher, dass der Motor nicht ungewollt hochlaufen kann. Der auslaufende Kreisel erzeugt oftmals so viel Spannung, dass der Empfänger gültige Gas-Signale erkennt. Daraufhin kann der Motor unbeabsichtigt anlaufen!
Reichweitetest
Vor jedem Einsatz korrekte Funktion und Reichweite überprüfen. Dazu aus entsprechendem Abstand vom Modell kontrollieren, ob alle Ruder einwandfrei funktionieren und in der richtigen Richtung ausschlagen.
Diese Überprüfung bei laufendem Motor wiederholen, während ein Helfer das Modell festhält.
Modellbetrieb Fläche-Heli-Schiff-Auto
Überfliegen Sie niemals Zuschauer oder andere Piloten. Gefährden Sie niemals Menschen oder Tiere. Fliegen Sie niemals in der Nähe von Hochspannungsleitungen. Betreiben Sie Ihr Modell auch nicht in der Nähe von Schleusen und öffentlicher Schiffahrt. Betreiben Sie Ihr Modell ebenso wenig auf öffentlichen Straßen und Autobahnen, Wegen und Plätzen etc..
Kontrolle Sender- und Empfängerbatterie
Spätestens, wenn bei sinkender Sender-Batterie-Spannung die Anzeige „Akku muss geladen werden“ im Display erscheint und ein akustisches Warnsignal abgegeben wird, ist der Betrieb sofort einzustellen und der Senderakku zu laden.
Kontrollieren Sie regelmäßig den Zustand insbesondere der Empfängerbatterie. Warten Sie nicht so lange, bis die Bewegungen der Rudermaschinen merklich langsamer geworden sind! Ersetzen Sie verbrauchte Batterien rechtzeitig.
Es sind stets die Ladehinweise des Akkuherstellers zu beachten und die Ladezeiten unbedingt genau einzuhalten. Laden Sie Akkus niemals unbeaufsichtigt auf.
Versuchen Sie niemals, Trockenbatterien aufzuladen (Explosionsgefahr).
Alle Akkus müssen vor jedem Betrieb geladen werden.
Um Kurzschlüsse zu vermeiden, zuerst die Bananenstecker der Ladekabel polungsrichtig am Ladegerät anschließen, dann erst Stecker des Ladekabels an den Ladebuchsen von Sender und Empfängerakku anschließen.
Trennen Sie immer alle Stromquellen von ihrem Modell, wenn Sie es längere Zeit nicht mehr benützen wollen.
Sicherheitshinweise
Kapazität und Betriebszeit
Für alle Stromquellen gilt: Bei niedrigen Temperaturen nimmt die Kapazität stark ab, daher sind die Betriebszeiten bei Kälte kürzer. Auch führt eine falsche Behandlung der Akkus zu einer Kapazitätsminderung. Die Stromquellen müssen regelmäßig gemessen und auf ausreichende Kapazität hin überprüft werden.
Entstörung von Elektromotoren
Zu einer technisch einwandfreien Anlage gehören entstörte Elektromotoren, da alle Elektromotoren zwischen Kollektor und Bürsten Funken erzeugen, die je nach Art des Motors die Funktion der Fernlenkanlage mehr oder weniger stören.
In Modellen mit Elektroantrieb muss jeder Motor daher sorgfältig entstört werden. Entstörfilter unterdrücken solche Störimpulse weitgehend und sollen grundsätzlich eingebaut werden.
Beachten Sie die entsprechenden Hinweise in der Bedienungs- und Montageanleitung des Motors.
Weitere Details zu den Entstörfiltern siehe GRAUPNER Hauptkatalog FS.
Servo-Entstörfilter für Verlängerungskabel Best.-Nr. 1040
Das Servo-Entstörfilter ist bei Verwendung überlanger Servokabel erforderlich. Dadurch entfällt das Nachstimmen des Empfängers. Das Filter wird direkt am Empfängereingang angeschlossen. In kritischen Fällen kann ein zweites Filter am Servo angeordnet werden.
Einsatz elektronischer Fahrtregler
Die richtige Auswahl eines elektronischen Fahrtreglers richtet sich vor allem nach der Größe des verwendeten Elektromotors.
Um ein Überlasten / Beschädigen des Fahrtreglers zu verhindern, sollte die Strombelastbarkeit des
Fahrtreglers mindestens die Hälfte des maximalen Blockierstromes betragen.
Besondere Vorsicht ist bei so genannten Tuning-Motoren angebracht, die auf Grund ihrer niedrigen Windungszahlen im Blockierfall ein Vielfaches ihres Nennstromes aufnehmen und somit den Fahrtregler zerstören können.
Elektrische Zündungen
Auch Zündungen von Verbrennungsmotoren erzeugen Störungen, die die Funktion der Fernsteuerung negativ beeinflussen können.
Versorgen Sie elektrische Zündungen immer aus einer separaten Batterie.
Verwenden Sie nur entstörte Zündkerzen, Zündkerzenstecker und abgeschirmte Zündkabel.
Halten Sie mit der Empfangsanlage ausreichenden Abstand zu einer Zündanlage.
Pflegehinweise
Reinigen Sie Gehäuse, Stabantenne etc. niemals mit Reinigungsmitteln, Benzin, Wasser und dergleichen, sondern ausschließlich mit einem trockenen, weichen Tuch.
Achtung:
Der Betrieb der Fernsteueranlage ist nur auf den in den jeweiligen Staaten zugelassenen Frequenzen/Kanälen zulässig. Entsprechende Angaben finden Sie im Abschnitt „zulässige Betriebsfrequenzen“.
Das Benutzen der Fernsteueranlage auf davon abweichenden Frequenzen/Kanälen ist verboten und wird von den jeweiligen Behörden entsprechend geahndet.
Haftungsausschluss / Schadenersatz
Sowohl die Einhaltung der Montage- und Betriebsanleitung als auch die Bedingungen und Methoden bei Installation, Betrieb, Verwendung und Wartung
der Fernsteuerkomponenten können von der Fa. GRAUPNER nicht überwacht werden. Daher übernimmt die Fa. GRAUPNER keinerlei Haftung für Verluste, Schäden oder Kosten, die sich aus fehlerhafter Verwendung und Betrieb ergeben oder in irgendeiner Weise damit zusammenhängen.
Soweit gesetzlich zulässig, ist die Verpflichtung der Fa. GRAUPNER zur Leistung von Schadenersatz, gleich aus welchem Rechtsgrund, begrenzt auf den Rechnungswert der an dem schadensstiftenden Ereignis unmittelbar beteiligten Warenmenge der Fa. GRAUPNER. Dies gilt nicht, soweit die Fa. GRAUPNER nach zwingenden gesetzlichen Vorschriften wegen Vorsatzes oder grober Fahrlässigkeit unbeschränkt haftet.
mc-22-Fernsteuertechnologie der neuen Generation
Inzwischen 1000-fach bewährt hat sich das 1997 eingeführte GRAUPNER/JR-Computer-Fernlenk-System mc-24. Deren Programmierkonzept wurde bei der Entwicklung der mc-22 übernommen.
In Verbindung mit dem Mini-Doppel-SUPERHET-Empfänger „DS 24 FM“ lassen sich bis zu 12 Steuerfunktionen getrennt ansteuern – genug, um im Extremfall am Seiten- oder Höhenruder auch einmal 2 oder mehr Servos einsetzen zu können.
Mit den bekannten NAUTIC-Modulen sind zusätzliche Funktionserweiterungen erlaubt, so dass auch Freunde des Scale- und Schiffsmodellbaus die Vorzüge der mc-22 nutzen können.
Eine extrem hohe Auflösung des Servoweges mit 1024 Schritten für feinfülliges Steuern wird in der digitalen Modulationsart SUPER-PCM mit den neuen Empfängern „smc-19“ und „smc-20“ erreicht. Selbstverständlich ist volle Kompatibilität zu den bisherigen PPM- FM- und PCM-Empfangsanlagen (außer FM6014 / PCM18) gewährleistet.
Die mc-22 und ihre Software werden deshalb dem modernen Modellbau im Allgemeinen wie auch anspruchsvolleren Programmierungen bis hin zu Wettbewerbsansprüchen gerecht.
Die zugrunde liegende moderne Hardware ist so ausgelegt und bemessen, dass sie eine kontinuierliche Weiterentwicklung der Software ermöglicht.
Die Bedienung ist denkbar einfach: Ein digitaler Drehgeber und nur vier Softkeys erlauben ein schnelles und direktes Programmieren der Modelle. Gerade der Einsteiger wird von der Übersichtlichkeit profitieren. Haben Sie dennoch ein Problem und steht Ihnen das Handbuch gerade nicht zur Verfügung, hilft Ihnen die integrierte „Online“-Hilfe auf Tastendruck schnell weiter.
Um dem Modellbau-Einsteiger die erste Programmierung zu erleichtern, haben sich die Software-Entwickler dazu entschlossen, in der Grundprogrammierung nur die für Anfänger wirklich relevanten Menüs zugänglich zu machen. Sie haben aber dennoch jederzeit Zugriff auf die ausgeblendeten Menüpunkte oder aber Sie programmieren die mc22 von Beginn an auf den Betriebsmode „Exper- tenmenü“.
Die Software ist klar strukturiert. Funktional zusammenhängende Optionen sind inhaltlich klar organisiert und durch Piktogramme charakterisiert:
Speicher
Grundeinstellungen Sender, Servos, Modell
Gebereinstellungen (Steuerelemente)
Schalter
Flugphasen
Uhren
Mischer
Sonderfunktionen
Globale Funktionen
30 Modellspeicherplätze bietet die mc-22. In jedem Modellspeicherplatz können zusätzlich bis zu 4 Flugphasenprogramme abgelegt werden, die es Ihnen ermöglichen, beispielsweise verschiedene Testeinstellungen oder Parameter für unterschiedliche Aufgaben auf Tastendruck abzurufen.
Das große Grafikdisplay ermöglicht eine übersichtliche und einfache Bedienung. Die grafische Darstellung bei der Mischer-, Dual- Rate-/Exponential- oder Kanal-1-Kurven-Einstellung ist insbesondere bei der Fixierung nichtlinearer Kurvencharakteristiken außerordentlich hilfreich.
In dem vorliegenden Handbuch wird jedes Menü ausführlich beschrieben. Tipps, viele Hinweise und Programmierbeispiele ergänzen die Beschreibun-
gen. Die Erläuterungen modellbauspezifischer Fachbegriffe wie Geber oder Dual-Rate, Butterfly und andere fehlen ebenso wenig wie ein ausführliches Sachwortverzeichnis am Ende des Handbuches. Eine tabellarische Schnellübersicht mit den wichtigsten Bedienschritten finden Sie auf den Seiten 36 bis 42.
Reichhaltige Informationen über das komplette Zubehörprogramm sind am Ende des Buches enthalten.
Beachten Sie die Sicherheitshinweise und technischen Hinweise. Testen Sie zunächst alle Funktionen gemäß der Anleitung. Überprüfen Sie die Programmierungen zunächst am „Boden“, bevor Sie das Modell ernsthaft in Betrieb nehmen und gehen Sie verantwortungsvoll mit Ihrem ferngesteuerten Modell um, damit Sie sich und andere nicht gefährden.
Das GRAUPNER-Team bedankt sich bei allen Anwendern, die mit ihren konstruktiven Vorschlägen, wertvollen Tipps und Programmierbeispielen aus den bereits gewonnenen Erfahrungen mit dem mc24-Fernlenksystem bei der Gestaltung dieses mc22-Handbuches mitgewirkt haben.
Die Fa. GRAUPNER dankt auch all denen, die nach Erscheinen der 1. Auflage Hinweise und Ergänzungsvorschläge für die nun vorliegende 2. Auflage gegeben haben.
Kirchheim-Teck, im Juni 2003
COMPUTER-SYSTEM mc-22
Ausbau-Fernlenkset für bis zu 12 Steuerfunktionen

Professionelles High-Technology-Microcomputer-Fernlenksystem. Mit neuem, für modernste »Bluetooth«-Anwendungen entwickelter Ultra-Speed Low-Power Single-Chip-Micro-Computer, 256 kByte (2 Mbit) Flash Speicher,
16 kByte (128 kbit) RAM, Befehlszyklus 73 ns (!), mit integriertem High-Speed-Präzisions-A/D-Wandler und praxisbewährtem Dual-Funktions-Rotary-Encoder mit 3D-Rotary-Select-Programmiertechnik.
• 30 Modellspeicher
- 3D-Rotary-Encoder in Verbindung mit 4 Programmtasten erlauben präzise Einstellungen und höchsten Programmierkomfort.
- MULTI-DATA-GRAPHIK-LCD-Monitor mit hoher Auflösung gewährleistet perfektes Monitoring, exakte grafische Darstellung von Multi-Punkt-Kurven für Gas, Pitch, Heckrotor usw. sowie EXPO-/DUAL RATE-Funktionen und Mischerkennlinien.
- KOMFORT-MODE-SELECTOR zur einfachen Umschaltung des Betriebs-Mode 1 - 4, (z. B. Gas rechts/Gas links).
- Real Time Processing (RCP). Alle vorgenommenen Einstellungen und Änderungen sind quasi in Echtzeit direkt am Empfängerausgang wirksam.
- ADT Advanced-Digital-Trim-System für alle 4 Knüppeltrimmfunktionen mit schnell verstellbarer Gas-/Leerlauf-Trimmung sowie einstellbarer Schrittweite
• 4 Modulationsarten auswählbar: SPCM 20
Super-PCM Modulation mit hoher Systemauf-lösung von 1024 Schritten pro Steuerfunktion. Für Empfänger smc-14S, smc-19, smc-20, smc-19 DS, smc-20 DS, R 330.
PCM 20
PCM mit Systemauflösung von 512 Schritten pro Steuerfunktion für Empfänger mc-12, mc-20, DS 20 mc.
PPM 18
Das am weitesten verbreitete Standard-Übertragungsverfahren (FM und FMsss). Für Empfänger C 12, C 16, C 17, C 19, DS 18, DS 19, DS 20 sowie Miniatur-Empfänger XP 4, XP 8, XP 10, XN 12, XM 16, R 600, R 700, C 6 FM,
COMPUTER-SYSTEM mc-22
Ausbau-Fernlenkset für bis zu 12 Steuerfunktionen
SB6 SYN 40 S
PPM24
PPM-Multiservo-Übertragungsmodus für den gleichzeitigen Betrieb von bis zu 12 Servos. Für Empfänger DS 24 FM S.
- 6 frei programmierbare Mischer für Segler- und Motorflug- und Helimodelle, davon je zwei 5-Punkt-Kurvenmischer mit frei in 1%-Schritten einstellbaren Ausgangswerten. Unter Verwendung eines ausgeklügelten Polynom-Approximationsverfahrens kann aus den gewählten Mischersstützpunkten eine ideal gerundete Kurvenform erzeugt werden.
- Die im Helikopter-Menü verfügbaren und in 1%-Schritten verstellbaren 5-Punkt-Gas- und -Pitch-kurven sind ebenfalls mit einem Multi-Point-Curve-System (MPC) ausgestattet. Unter Verwendung eines ausgeklügelten Polynom-Approximationsverfahrens kann aus den gewählten Mischerstützpunkten eine ideal gerundete Kurvenform erzeugt werden.
- 2-stufiges Expo-/Dual-Rate-System, einzeln einstellbar, während des Fluges umschaltbar, für jedes Modell getrennt einstellbar.
- Helikopter-Taumelscheibenmischer für 1-, 2-, 3-, 4-Punkt-Anlenkung
- Integrierte Flugphasenmenüs, Sub-Trim zur Einstellung der Neutralstellungen aller Servos, Querruder-Differential-Mischer, Butterfly-Mischer, Flaperon-Mischer, Automatik-Kreisel-Einstellfunktion, grafische Servo-Anzeige für einen schnellen und einfachen Überblick und zur Überprüfung der Servoeinstellungen.
-
Servo-Wegbegrenzung für alle Servokanäle sowie für jeden Endausschlag getrennt einstellbar (Single Side Servo Throw).
-
Programmierbare Fail-Safe-Funktion mit variabler Time-Hold- oder Preset-Funktion (nur PCM und SPCM)
- Stoppuhren/Countdown-Timer mit Alarm-Funktion.
- Betriebszeit-Uhr für jedes Modell
- HILFE-Taste gibt wertvolle Hinweise zur Programmierung und zum momentan ausgewählten Programmiermenü.
- Modell-Kopierfunktion für alle Modellspeicher
- Vorbereitet für ein Interface-Modul zum Kopieren zwischen Sendern mc-22 oder zwischen Sender mc-22 und einem PC.
- Zwei NAUTIC-Module und -Decoder zur Funktionserweiterung anschließbar. (Je NAUTIC-Modul wird 1 Empfängerausgang auf 8 Schaltkanäle oder 4 Proportionalfunktionen erweitert.)
- Vorbereitet für den Betrieb als Schüler- oder Lehrer-Sender.
- Lithiumbatterie zur Datensicherung auch bei entladenem Senderakku
COMPUTER-SYSTEM mc-22
Ausbau-Fernlenkset für bis zu 12 Steuerfunktionen
mc-22
Microcomputer-Fernlenksystem
Fernlenksets:
Best.-Nr. 4818 für das 35-MHz-Band
Best.-Nr. 4818.B für das 35-MHz-B-Band
Best.-Nr. 4819 für das 40-MHz-Band
Best.-Nr. 4819.41* für das 41-MHz-Band
Einzelsender:
Best.-Nr. 4818.77 für das 35-MHz-Band
Best.-Nr. 4818.77.B für das 35-MHz-B-Band
Best.-Nr. 4819.77 für das 40-MHz-Band
Best.-Nr. 4819.41.77* für das 41-MHz-Band
* Nur für Export
Die Sets enthalten:
Microcomputer-Sender mc-22 mit eingebautem
NiMH-Senderakku, ausbaufähig von 4 auf max. 10
Proportional-Steuerfunktionen. (Zusätzlich sind zwei weitere Steuerfunktionseingänge über Externschalter zugänglich.)
HF-Sendermodul der entsprechenden Frequenz, FM-Schmalband-Miniatur-Empfänger C 19 der entsprechenden Frequenz (9 Servofunktionen),
Servo C 577,
Schalterkabel,
Quarzpaar aus dem entsprechenden Frequenzband.
NC-Batterien für Empfänger 4,8 V siehe GRAUPNER-Hauptkatalog FS.
Empfohlene Ladegeräte (Zubehör)
Best.-Nr. 6422 Minilader 2
Best.-Nr. 6427 Multilader 3
Best.-Nr. 6426 Multilader 6E*
Best.-Nr. 6428 Turbomat 6 Plus*
Best.-Nr. 6429 Turbomat 7 Plus*
Automatik-Ladegeräte mit speziellen NiMH-Ladeprogrammen:
Best.-Nr. 6419 Ultramat 5 ,*
Best.-Nr. 6417 Ultramat 25* * *
Best.-Nr. 6416 Ultra Duo Plus 30**
Best.-Nr. 6404 mc-Ultra Duo Plus II*,**
Für die Aufladung ist zusätzlich für den Sender das Ladekabel Best.-Nr. 3022, für Empfängerakku Best.-Nr. 3021 erforderlich. ** 12-V-Ladestromquelle erforderlich
Technische Daten Sender mc-22
| Übertragungssystem SPCM | 20, PCM 20, PPM 18,PPM 24 - umschaltbar | |
| Hochfrequenzteil Integriert | (10-kHz-Raster im 35-, 35-B-, 40- oder 41-MHz-Band) | |
| Quarze FMsss T 35-MHz-Band Kanal 61-8035-MHz-B-Band Kanal 182-19140-MHz-Band Kanal 50-59 und 81-9241-MHz-Band* | ||
| Kanalraster | 10 kHz | |
| Steuerfunktionen max. SPCM = 10, PCM = 10, PPM = 12 | ||
| SteuerfunktionenGrundausstattung | 4 Funktionen digital trimmbarsowie alternativ:2 Proportionalfunktionen oder1 2-Kanal-Schaltmodul + 1 Proportionalfunktion auf der Mittelkonsole | |
| Nachrüstbare Steuerfunktionen | 4 proportional oder schaltbar | |
| Kanalimpuls 1,5 ms ± 0,4 ms | ||
| Auflösung der Steuerwege | SPCM 20 10 Bit (1024 Steps),PCM 20 9 Bit (512 Steps) | |
| Antenne Teleskopantenne | zehngliedrig, ca.1470 mm lang | |
| Betriebsspannung | 9,6 ... 12 V | |
| Stromaufnahme | 45 mA (ohne HF-Modul) | |
| Abmessungen ca. | 225 x 215 x 70 mm | |
| Gewicht | 980 g mit Senderbatterie | |
Technische Daten zum Empfänger C 19 FM
| Typ | C 19 FM18-Kanal-PPM-SUPERHET |
| 35-MHz-Band | Best.-Nr. 3179 |
| 35-MHz-B-Band | Best.-Nr. 3179.B |
| 40-MHz-Band | Best.-Nr. 4074 |
| 41-MHz-Band | Best.-Nr. 4074.41* |
| Betriebsspannung | 4,8 ... 6 V ** |
| Stromaufnahme ca. | 12 mA |
| Kanalraster | 10 kHz |
| Empfindlichkeit ca. | 10 μV |
| Modulation | PPM 18 |
| Ansteckbare Servos | 9 Stück |
| Temperaturbereich ca. | -15° ... +55 °C |
| Antennenlänge ca. | 1000 mm |
| Abmessungen ca. | 51 x 36 x 16 mm |
| Gewicht ca. | 35 g |
* nur für Export
** 4 NC-Zellen oder 4 Trockenbatterien
Ersatzteil
Best.-Nr. 4300.6 Teleskopantenne für Sender
Edelstahl-Teleskopantenne
Best.-Nr. 4300.60
10-gliedrige Teleskopantenne, besonders stabile Ausführung. Kann anstelle der serienmäßigen Teleskopantenne verwendet werden.
Weiteres Zubehör zum Fernlenkset mc-22 siehe Anhang und GRAUPNER-Hauptkatalog FS.
Betriebshinweise
Öffnen des Sendergehäuses
Vor dem Öffnen Sender ausschalten (Power-Schalter auf »OFF«). Schieben Sie beide Verriegelungsschieber entgegen der Pfeilrichtung nach innen bis zum Anschlag, dann den Gehäuseboden aufklappen und aushängen. Zum Schließen des Senders den Gehäuseboden an der Unterseite einhängen, Boden zuklappen und beide Schieber in Pfeilrichtung nach außen schieben. Achten Sie darauf, dass beim Schließen keine Kabel eingeklemmt werden.
Hinweise:
- Nehmen Sie keinerlei Veränderungen an der Schaltung vor, da ansonsten der Garantieanspruch und auch die behördliche Zulassung erlöschen!
- Klemmen Sie bei allen Arbeiten im Sender zuvor den Senderakku ab, um Kurzschlüsse auf der Senderplatine zu vermeiden!
Stromversorgung
Das Akkufach im Sender ist zur Bestückung mit einem 9,6-V-NC- oder NiMH-Akku vorgesehen. Für den Empfänger stehen zur Stromversorgung verschiedene 4,8-V-NC-Batterien unterschiedlicher Kapazität zur Auswahl. Verwenden Sie aus Sicherheitsgründen niemals Trockenbatterien.
Die Akkuspannung ist während des Betriebs im LCD-Display zu überwachen. Bei Unterschreiten einer bestimmten Spannung des Senderakkus ertönt ein akustisches Warnsignal und im Display erscheint die Meldung, dass dieser zu laden ist.
Entsorgung von Trockenbatterien und Akkus: Werfen Sie verbrauchte Batterien nicht in den Hausmüll. Sie sind als Endverbraucher gesetzlich verpflichtet („Batterieverordnung“) alte und gebrauchte Batterien und Akkumulatoren zurückzugeben, z. B. bei Sammelstellen in Ihrer Gemeinde oder dort, wo Batterien der entsprechenden Art verkauft werden.
Zur Entnahme des Senderakkus Steckverbindung auf der Senderplatine vorsichtig lösen und Gummiringe am Batteriefach zur Seite schieben. Ziehen Sie den Stecker mit dem Fingernagel an der Nase auf der Steckeroberseite heraus.

Für den Empfänger gibt es keine direkte Kontrollmöglichkeit der Spannung während des Betriebs. Im PCM20-Mode ist ein Batterie-Fail-Safe aktivierbar (Menü »Fail Safe Einstellung«, Seite 108-109).
Überprüfen Sie in regelmäßigen Abständen den Zustand der Akkus. Warten Sie mit dem Laden der Akkus nicht, bis die Rudermaschinen erst merklich langsamer geworden sind.
Eine Übersicht an Batterien, Ladegeräten sowie Messgeräten zur Überprüfung der Stromquellen ist im GRAUPNER Hauptkatalog FS zu finden.

Betriebshinweise
Laden des Senderakkus
Die wiederaufladbare Senderbatterie kann über die am Sender seitlich angebrachte Ladebuchse geladen werden. Der Sender muss während des ganzen Ladevorgangs auf „OFF“ (AUS) geschaltet sein. Niemals den Sender einschalten, solange er mit dem Ladegerät verbunden ist! Eine auch nur kurzzeitige Unterbrechung des Ladevorgangs kann die Ladespannung derart ansteigen lassen, dass der Sender durch Überspannung sofort beschädigt oder ein erneuter Ladestart ausgelöst und der Akku u. U. total überladen wird. Achten Sie deshalb auch immer auf einen sicheren und guten Kontakt aller Steckverbindungen. Eine, wenn auch nur kurze Unterbrechung aufgrund eines Wackelkontakts führt unweigerlich zu Fehlfunktionen am Ladegerät.
Polarität der mc-22-Ladebuchse

Die auf dem Markt befindlichen Ladekabel anderer Hersteller weisen oft abweichende Polaritäten auf. Verwenden Sie deshalb nur original GRAUPNER-Ladekabel.
Laden mit Standard-Ladegeräten
Die Ladebuchse des Senders ist mit einer Rückstrom-Sicherheitsschaltung ausgerüstet. Diese verhindert ein Beschädigen des Senders durch Verpolung oder Kurzschluss mit den blanken Enden der Ladekabel-Anschlussstecker.
Aufgrund dieser Maßnahme ist es nicht möglich, den Senderakku mit einem Automatik-Ladegerät aufzuladen, da das Ladegerät die Akkuspannung nicht richtig erkennen und überwachen kann. Das Automatik-Ladegerät reagiert hierauf mit Frühabschaltung, Fehlermeldungen oder verweigert eine Aufladung gänzlich.
Laden mit Automatik-Ladegeräten
Rückstrom-Sicherheitsschaltung überbrücken Soll der Senderakku dennoch durch ein Automatik-Ladegerät aufgeladen werden, so muss zuvor diese Rückstrom-Sicherheitsschaltung (Schutzdiode), durch Einfügen einer 20-mm-Feinsicherung (5 Ampere/flink) in den Sicherungshalter außer Kraft gesetzt werden. Bei überbrückter Rückstrom-Sicherheitsschaltung besteht Kurzschlussgefahr an den Anschlusssteckern des Ladekabels. Bei Kurzschluss oder Verpolung wird die Ladekreissicherung des Senders sofort beschädigt!
Eine defekte Sicherung immer durch eine neue 20-mm- Glasrohrsicherung (5 A, flink) ersetzen. Niemals durch Überbrücken reparieren. Ersatzsicherungen erhalten Sie in jedem Elektro-Fachgeschäft.
Ladestrom
Um Schäden am Sender zu verhindern, darf der maximale Ladestrom ohne Ladekreissicherung max. 500 mA (0,5 A) mit Ladekreissicherung max. 1,5 A betragen.

Hinweise zur Aufladung des Senderakkus mit einem Automatik-Ladegerät
- Es sind stets die Ladeanweisungen des Ladegeräte- sowie des Akkuherstellers einzuhalten.
- Vergewissern Sie sich durch einige Probeladungen von der einwandfreien Funktion der Lade-Abschaltautomatik bei Automatik-Ladegeräten. Dies gilt Insbesondere, wenn Sie den serienmäßig eingebauten NiMH-Akku mit einem Automatik-Ladegerät für NiCd-Akkus aufladen wollen. Passen Sie ggf. die Delta-Peak-Abschaltspannung an, sofern das verwendete Ladegerät diese Option erlaubt.
- Der Ladestrom muss mit der manuellen Ladestromwahl des Ladegerätes eingestellt werden, um sicher zu stellen, dass der max. Ladestrom niemals als 1,5 A übersteigen kann! Niemals dem Ladegerät die automatische Ladestromwahl überlassen!
- Führen Sie keine Akku-Entladungen oder Akkupflegeprogramme über die Ladebuchse durch! Die Ladebuchse ist für diese Verwendung nicht geeignet!
- Soll der Senderakku mit mehr als 1,5 A geladen werden, muss dieser unbedingt aus dem Senderinneren entnommen werden, um mögliche Schäden durch Überhitzung im Sender zu vermelden.
Betriebshinweise
Standard-Ladegeräte
Best.-Nr. 6422 Minilader 2
Best.-Nr. 6427 Multilader 3
Best.-Nr. 6426 Multilader 6E*
Best.-Nr. 6428 Turbomat 6 Plus*
Best.-Nr. 6429 Turbomat 7 Plus*
Automatik-Ladegeräte mit speziellen NiMH-Ladeprogrammen:
Best.-Nr. 6419 Ultramat 5* * *
Best.-Nr. 6417 Ultramat 25*.*
Best.-Nr. 6416 Ultra Duo Plus 30***
Best.-Nr. 6404 mc-Ultra Duo Plus II**
* Für die Außladung ist zusätzlich für den Sender das Ladekabel Best.-Nr. 3022, für Empfängerakku Best.-Nr. 3021 erforderlich. ** 12-V-Ladestromquelle erforderlich
Weitere Lagegeräte finden Sie im GRAUPNER-Hauptkatalog FS.
Bitte beachten:
Immer zuerst das Ladekabel mit dem Ladegerät verbinden, dann erst mit dem Empfänger- oder Senderakku. So verhindern Sie einen versehentlichen Kurzschluss mit den blanken Enden der Ladekabelstecker.
Laden der Empfängerakku
Das Ladekabel Best.-Nr. 3021 kann zum Laden direkt an die Empfängerbatterie angesteckt werden. Ist die Batterie im Modell über das Stromversorgungskabel Best.-Nr. 3046, 3377, 3934, 3934.1 bzw. 3934.3 angeschlossen, dann erfolgt die Ladung über die im Schalter integrierte Ladebuchse bzw. den gesonderten Ladeanschluss. Der Schalter des Stromversorgungskabels muss zum Laden auf „AUS“ stehen.
Polarität Empfängerakku


Im Sender befindet sich (auf der Unterseite der Senderplatine) eine Lithlumbatterie. Diese garantiert über Jahre eine Datensicherung auch bei entladenem Akku. Diese Batterie kann nicht geladen werden und muss ggf. im GRAUPNER-Service gewechselt werden.
Sobald die Meldung „Speicherbatterie tauschen!“

im Display erscheint, senden Sie den Sender zum Wechsel dieser Batterie an den GRAUPNER-Service.
12 Betriebshinweise
Betriebshinweise
Längenverstellung der Steuerknüppel
Beide Steuerknüppel lassen sich in der Länge stufenlos verstellen, um die Sendersteuerung für feinführiges Steuern an die Gewohnheiten des Piloten anzupassen.
Durch Lösen der Arretierschraube mit einem Inbusschlüssel (Größe 2) lässt sich der Steuerknüppel durch Hoch- bzw. Herunterdrehen verlängern oder verkürzen. Anschließend die Madenschraube wieder vorsichtig anziehen.
Umstellen der Proportionalgeber
Beide Steuerknüppel können von neutralisierend auf nicht neutralisierend umgestellt werden: Sender öffnen und an dem entsprechenden Neutralisationshebel die Feder aushängen (Abb. unten). Klemmen Sie zuvor die Senderbatterie sicherheitshalber ab.
Den Neutralisationsrückstellhebel hochklappen, aushängen und zusammen mit der Feder sorgfältig aufbewahren, für den Fall, dass das Steuerknüppel-aggregat wieder auf „neutralisierend“ umgestellt werden soll.
Die Gängigkeit des Steuerknüppels kann von weich bis hart über 1 oder 2 Bremsfedern eingestellt werden. Die Bremsfeder wird an den beiden Stehbolzen, die zur Senderplatine zeigen, befestigt. Die Federkraft lässt sich an der Seite des Messingstehbolzens anpassen.
Der Einbau der Bremsfeder auf der Seite der Senderplatine erfolgt in gleicher Weise. Senderbatterie abgeklemmt? Dann lösen Sie zunächst die beiden Schrauben auf der Senderplatine und heben Sie die Platine vorsichtig ab (siehe Abbildungen Seite 16 und 19).
Keinesfalls Lötstellen auf der Senderplatine mit metallischen Gegenständen berühren!


Steuerknüppelrückstellkraft
Die Rückstellkraft der Steuerknüppel ist auf die Gewohnheiten des Piloten einstellbar. Das Justiersystem befindet sich neben der Rückholfeder. Durch Drehen der Einstellschraube mit einem Kreuzschlitzschraubendreher kann die gewünschte Federkraft justiert werden:
- Rechtsdrehung = Rückstellung härter, - Linksdrehung = Rückstellkraft weicher
An die Einstellschrauben des anderen Kreuzknüppels gelangen Sie durch die beiden Öffnungen in der Senderplatine. Senderbatterie zuvor abklemmen.

Frequenzband- und Kanalwechsel
Wechseln des Frequenzbandes: Der Sender kann durch Austauschen des HF-Moduls auf verschiedenen Frequenzbändern betrieben werden. Klemmen Sie zunächst die Senderbatterie durch vorsichtiges Lösen der Steckverbindung ab. Lösen Sie die vier Schrauben in den Ecken des HF-Moduls. Ziehen Sie anschließend den Stecker zur Senderplatine („A“) und lösen Sie die Schraube „B“ zum Antennensockel. Das neue HF-Modul in umgekehrter Reihenfolge wieder befestigen. Achten Sie insbesondere auf einen guten Sitz der Schraube zum Antennensockel. Die Zahnscheibe (Unterlegscheibe) muss sich zwischen Schraubenkopf und Kabelöse des HF-Moduls befinden.

Wechseln der HF-Kanäle: Die Kanäle werden durch Quarze bestimmt. Es dürfen nur original GRAUPNER FMsss-Steckquarze aus dem entsprechenden Frequenzband benutzt werden (siehe Seite 157).
Der Senderquarz „T“ wird in die Fassung des HF-Moduls eingesteckt. Frequenzband und Kanalnummer der Steckquarze müssen mit der Empfangsanlage übereinstimmen.

Betriebshinweise
Ausrichten der Teleskopantenne
Die zehnteilige Teleskopantenne wird in das Kugelgelenkanschlussstück eingeschraubt und kann mechanisch ausgerichtet werden. Dazu die seitliche Kreuzschlitzschraube lösen, das Kugelgelenk entsprechend drehen und die Schraube wieder vorsichtig anziehen.
Hinweise:
- Schalten Sie den Sender bei eingebautem HF-Modul nicht ohne eingeschraubte Antenne ein. Beim „ernsthaften“ Modellbetrieb und auch bei längerem Testbetrieb ist die Antenne vollständig auszuziehen (siehe auch Seite 21).
- In geradliniger Verlängerung der Teleskopantenne bildet sich nur eine geringe Feldstärke aus. Es ist demnach falsch, die Antennenachse direkt auf das Modell zu zielen.

Montage der Haltebügel
Der Sender kann mit der Senderaufhängung Best.-Nr. 1127 ausgerüstet werden. Dazu den Sender öffnen und den Gehäuseboden abnehmen. Der Gehäuseboden ist zur Montage bereits vorbereitet. Die vier Bohrungen im Gehäuseboden, die zur Befestigung der Haltebügel vorgesehen sind, mit einem Kreuzschlitzschraubendreher von hinten durch leichtes „Bohren“ durchstoßen. Danach den Metallbügel der Halterung von der Innenseite des Gehäusebodens durch die in der Rückwand vorhandene Bohrung nach außen schieben. Die Kunststoffhalterung des Metallbügels zwischen die Stege des Bodens schieben und von unten mit jeweils zwei Schrauben befestigen.
Die Haltebügel sind durch eine lange Feder stark vorgespannt. Falls ein weicheres Einklappen der Haltebügel gewünscht wird, muss die Feder entsprechend gekürzt werden.

Einbau NAUTIC- Module, Externschalter, Schalt- und Drehmodule
Im Sendergehäuse sind alle Bohrungen zur Montage von Modulen bereits vorhanden. Klemmen Sie die Senderbatterie ab, um Kurzschlüsse zu vermeiden.
Die Löcher sind durch Blindstopfen verschlossen. Diese lassen sich einfach von der Rückseite her ausdrücken.
Die aufgeklebten Modulabdeckungen des Senders lassen sich von der Innenseite her durch die vorhandenen Bohrungen mit einem entsprechenden Gegenstand nach außen drücken. Jetzt kann die den Modulen beiliegende Zierplatte aufgelegt und auf Passung kontrolliert werden.
Nachdem das Schutzpapier der Klebeseite entfernt wurde, die Zierplatte auflegen und nach korrektem Ausrichten fest andrücken. Danach die Schutzfolie der bedruckten Oberseite abziehen. In den so vor-
bereiteten Modulplatz nun das Modul von innen einsetzen und darauf achten, dass die Buchsenreihe der Module zur Sendermitte zeigt.
Die Befestigung erfolgt mit den zuvor von den Potentiometern bzw. Schaltern entfernten Drehknöpfen und Muttern, die von außen wieder aufgeschraubt und mit einem passenden Schlüssel vorsichtig festgezogen werden.
Für die Befestigung der Externschalter-Ziermuttern ist der Ziermutterschlüssel Best.-Nr. 5733 geeignet. Abschließend auf die Potentiometerachsen die Drehknöpfe übereinstimmend mit der Skala festschrauben.
Externschalter, Dreh- und Schaltmodule werden in gleicher Weise eingebaut.
Zur Befestigung der Anschlussstecker auf der Senderplatine ist ggf. die Senderplatine zu lösen. Entfernen Sie die beiden Schrauben „A“ und „B“. (Lötpunkte auf der Senderplatine nicht berühren.)
Zuordnung der Anschlussbuchsen auf der Senderplatine
Eine Skizze der Senderplatine finden Sie auf der Seite 19.
An die Funktionsbuchsen CH5 ... CH10 auf der Senderplatine lassen sich weitere Geber (Drehgeber, Schieberegler oder Schaltmodule, siehe Anhang) anschließen. Die serienmäßig in der Mittelkonsole eingebauten beiden 2-Kanal-Schieberegler oder alternativ ein 2-Kanal-Schaltmodul und ein Schiebe-regler sind bei der Auslieferung an den Buchsen CH5 und CH6 angeschlossen. Über die Richtung, mit der die Geberstecker eingesteckt werden, kann hardwaremäßig der Geber „umgepolt“ werden. Im Menü »Gebereinstellungen« besteht darüber hinaus die Möglichkeit einer softwaremäßigen Geberzuordnung, -anpassung und -umpolung.

16 Betriebshinweise
Betriebshinweise
Die Anschlussbuchsen 0 ... 7 für Externschalter sind völlig frei belegbar, da die softwaremäßige Zuordnung eines Externschalters unabhängig von der Steckplatznummer lediglich über Betätigen des entsprechenden Schalters erfolgt. Übersichtlichkeitshalber empfiehlt sich aber, die Steckplätze der Reihe nach zu belegen und die entsprechenden Schalter – soweit möglich – wohlgeordnet von 0 bis maximal 7 in das Sendergehäuse einzubauen.
An der Anschlussschnittstelle kann das NAUTIC-Modul (Best.-Nr. 4141 und 4108) oder das Lehrer-Modul (Best.-Nr. 3289 oder 3290.2) mittels des mc-22/mc-24-Anschlussadapters (Best.-Nr. 4184.1) direkt angeschlossen werden. Bei dem als Zubehör erhältlichen mc-22-Schnittstellenverteiler (Best.-Nr. 4182.3) lassen sich beide Module gleichzeitig anschließen. Eine genaue Beschreibung der einzelnen Module erfolgt an den entsprechenden Stellen im Handbuch.
Senderbeschreibung

18 Senderbeschreibung
Senderbeschreibung

Senderbeschreibung
Displaybeschreibung

Inbetriebnahme
Der Sender mc-22 ist bei Auslieferung auf den so genannten PPM18-Mode für Empfänger vom Typ „FM-PPM“ programmiert. Falls Sie sich für ein serienmäßiges Fernlenkset aus dem 35- oder 40-MHz-Band entschieden haben, können Sie unmittelbar den beiliegenden C-19-Empfänger in diesem Übertragungsmodus betreiben. Des Weiteren sind bei der Erstinbetriebnahme je nach Ausstattung die beiden Proportionalschieber bzw. das Schaltmodul und ein Proportionalschieber an den Buchsen CH6 und CH7 auf der Senderplatine angeschlossen. Die Anschlussbuchsennummer der drei Schalter „Multi Switch“ ist für die weitere Programmierung unerheblich.
Sender

Neben der Betriebsart PPM18 stehen darüber hinaus zur Auswahl:
- PCM20-Mode für alle GRAUPNER/JR-Empfänger vom Typ „mc“ und „DS mc“.
- SPCM20-Mode für alle GRAUPNER/JR-Empfänger vom Typ „smc“
- PPM24-Mode für den GRAUPNER/JR-Empfänger DS 24 FM
Dank dieser Umschaltmöglichkeit können mit dem Sender mc-22 alle bis jetzt für PPM-FM- und PCM-Sender gelieferten GRAUPNER -Empfangsanlagen (außer FM6014 / PCM 18) sowie auch Empfänger mit negativem Impulsausgang aus dem 35- und 40-MHz-Frequenzband betrieben werden. Deren ge-
ringfügige Wegverkleinerung der Servos kann durch die Computer-Wegvergrößerung bis maximal +/- 150% im Menü »Servoeinstellung« ausgeglichen werden. Auch die Neutrallagen der an den Empfängerausgängen angeschlossenen Servos lassen sich in einem weiten Bereich anpassen.
Wenn Sie also keinen Empfänger vom Typ „PPM18“ verwenden, passen Sie zunächst die Modulationsart an den Empfängertyp an. Bei inkompatibler Einstellung besteht nämlich keine Empfangsbereitschaft des Empfängers.
Die Übertragungsart kann im Menü »Grundeinstellungen Modell« (Beschreibung Seite 48) für den aktuellen Modellspeicherplatz oder im Menü »Allgemeine Einstellungen« (Beschreibung Seite 112) für alle zukünftigen Modellspeicher eingestellt werden. Die grundsätzliche Vorgehensweise bei der Erstprogrammierung eines neuen Modellspeicherplatzes finden Sie auf Seite 44 und ab Seite 116 bei den Programmierbeispielen.
Welche Quarze dürfen Sie verwenden?
Im Sender mc-22 muss ein FMsss Quarz (schwarze Kunststoffkappe) mit übereinstimmender Kanal-Nr. eingesetzt werden:
Best.-Nr. 3864. ... für das 35-MHz-Band Best.-Nr. 4064. ... für das 40-MHz-Band
Bei älteren GRUNDIG-Empfangsanlagen (mit negativem Impulsausgang) ist jedoch darauf zu achten, dass diese mit einem GRUNDIG FM-Quarz (grüne Lasche) bestückt sind:
Best.-Nr. 3520. ... für das 35-MHz-Band Best.-Nr. 4051. ... für das 40-MHz-Band
Einzelheiten zu den Empfängern finden Sie im GRAUPNER Hauptkatalog.
Akku geladen?
Da der Sender mit ungeladenem Akku ausgeliefert wird, müssen Sie ihn unter Beachtung der Ladevorschriften auf den Seiten 10 ... 12 aufladen. Ansonsten ertönt bei Unterschreiten einer bestimmten Spannung (ca. 9,3 V) bereits nach kurzer Zeit ein Warnsignal und eine entsprechende Meldung wird eingeblendet:

Antenne eingeschraubt?
Schalten Sie den Sender nur mit eingeschraubter Antenne ein. Bei längerem (Test-) Betrieb ist die Teleskopantenne vollständig auszuziehen, da es sonst zu Fehlfunktionen und Beschädigungen des HF-Moduls kommen kann!
Für den Fernsteuerbetrieb mit einem Modell ziehen Sie die fest eingeschraubte zehngliedrige Antenne grundsätzlich vollständig aus. Zielen Sie mit der Antennenachse aber nicht direkt auf das Modell, da sich in geradliniger Verlängerung der Teleskopantenne nur eine geringe Feldstärke ausbildet.
Inbetriebnahme
Empfangsanlage:
Beachten Sie die Einbauhinweise zum Empfänger und zur Empfängerantenne auf den Seiten 3 bis 5 der Anleitung.
Die Kanalnummer des Empfänger-Steckquarzes muss mit derjenigen des Senderquarzes übereinstimmen. Es dürfen nur die gemäß Tabelle Seite 158 vorgesehenen Steckquarze mit Kennbuchstaben »R« (Receiver) verwendet werden.
Der Empfänger ist mit unverwechselbaren Steckeranschlüssen versehen, so dass sich Servos und Stromversorgung nur richtig gepolt einstecken lassen. Dazu sind die Stecker übereinstimmend mit den Buchsen an einer Seite leicht abgerundet. Verbinden Sie den Empfängerakku über den beiliegenden EIN- / AUS-Schalter mit dem »Batt«-Steckeranschluss des Empfängers.
Mit dem Empfänger DS 24 FM S lassen sich bis zu 12 Servos, Drehzahlsteller etc. ansteuern. Die Servos 1 bis 10 können über die beiden Kreuzknüppel sowie mit bis zu 6 weiteren, an der Senderplatine der mc-22 anschließbaren (Proportional-)Bedienelementen bedient werden. Die Servos 11 und 12 sind ausschließlich über (Extern)-Schalter, einen der 6 Geber (CH5 bis CH10), siehe Menü »Gebereinstellungen« (Seite 56/58), und/oder Mischerfunktionen, siehe Menü »Freie Mischer« (Seite 99) erreichbar.
Zwei Anschlussplätze stehen alternativ für NAUTIC-Module für eine Funktionserweiterung zur Verfügung. Eine detaillierte Beschreibung ist ab Seite 147 zu finden.
Hinweis:
Falls Sie parallel zum Empfängerakku einen Fahrtregler mit integriertem BEC*-System verwenden, muss fahrtreglerabhängig gegebenenfalls der Pluspol (rotes Kabel) aus dem 3-poligen Stecker herausgelöst werden. Beachten Sie unbedingt die entsprechenden Hinweise in der Anleitung des jeweiligen Fahrtreglers.
Mit einem kleinen Schraubendreher vorsichtig die mittlere Lasche des Steckers etwas anheben (1), rotes Kabel herausziehen (2) und mit I-solierband gegen mögliche Kurzschlüss

Um unkontrollierte Bewegungen der an der Empfangsanlage angeschlossenen Servos zu vermeiden, bei der Inbetriebnahme
zuerst den Sender
dann den Empfänger einschalten
und bei Einstellung des Betriebs
erst den Empfänger
dann den Sender ausschalten.
Reichweite-Überprüfung:
Vor jedem Einsatz sind die korrekte Funktion aller Steuerfunktionen und ein Reichweitetest auf dem Boden mit eingeschraubter, aber ausgezogener Senderantenne aus entsprechendem Abstand durchzuführen. Gegebenenfalls einen vorhandenen Motor einschalten, um die Störsicherheit zu überprüfen.
Begriffsdefinitionen
Steuerfunktion, Geber, Funktionseingang, Steuerkanal, Mischer, Externschalter, Geberschalter, Festschalter
Um Ihnen den Umgang mit dem mc-22-Handbuch zu erleichtern, finden Sie auf den beiden folgenden Seiten einige Begriffdefinitionen, die im laufenden Text immer wieder verwendet werden sowie ein grundsätzliches Blockschaltdiagramm des Signalverlaufes vom jeweiligen Bedienelement des Senders bis zur Signalübertragung über die Senderantenne.
Steuerfunktion
Unter „Steuerfunktion“ ist – vorerst einmal unabhängig vom Signalverlauf im Sender – das für eine bestimmte zu steuernde Funktion erzeugte Signal zu verstehen. Bei Flächenflugzeugen stellen z. B. Gas, Seite oder Quer eine solche dar, bei Hubschraubern z. B. Pitch, Rollen oder Nicken. Das Signal einer Steuerfunktion kann direkt einem bzw. über Mischer auch mehreren Steuerkanälen zugeführt werden. Ein typisches Beispiel für Letzteres sind getrennte Querruderservos oder der Einsatz von zwei Roll- oder Nickservos bei Hubschraubern. Die Steuerfunktion schließt insbesondere den Einfluss des mechanischen Geberweges auf das entsprechende Servo ein. Dieser kann softwaremäßig nicht nur gespreizt oder gestaucht werden, sondern auch die Weg-Charakteristik lässt sich von linear bis extrem exponentiell modifizieren.
Geber
Unter „Geber“ sind die vom Piloten unmittelbar zu betätigenden Bedienelemente am Sender zu verstehen, mit denen empfängerseitig die angeschlossenen Servos, Drehzahlsteller etc. betrieben werden. Dazu zählen:
- die beiden Kreuzknüppel für die Steuerfunktionen 1 bis 4, wobei diese vier Funktionen softwaremäßig beliebig vertauschbar sind, z. B. Gas links oder rechts ohne Servos umstecken zu müssen. Die Kreuzknüppelfunktion zur Gas- bzw. Bremsklappensteuerung wird häufig auch mit K1-Geber (Ka
nal 1) bezeichnet.
- die beiden auf der Mittelkonsole angebrachten Proportionalschieber, die bei Auslieferung an den Buchsen CH6 und CH7 auf der Senderplatine angeschlossen sind. Je nach Ausstattung kann auch alternativ ein 2-Kanal-Schaltmodul anstelle eines der beiden Schieber angeschlossen sein. Über dieses Schaltmodul ist eine dreistufige Ansteuerung eines Servos oder Drehzahlstellers oder dergleichen möglich (siehe auch Anhang Seite 154)
Ohne den Stecker im Sender umstecken zu müssen, können Sie diese beiden Geber natürlich auch einer beliebigen anderen Steuerfunktion 5 ... 12 zuweisen.
Mit diesen bislang sechs Steuerfunktionen werden die Servos quasi kontinuierlich dem Geberausschlag entsprechend folgen. (Im Falle des Schaltmoduls ist die angesprochene 3-stufige Verstellung möglich.)
Welcher Geber auf welches der Servos 5 ... max. 12 wirkt, ist völlig frei programmierbar, ohne Stecker im Sender umstecken zu müssen. D. h., die standardmäßigen Zuordnungen können jederzeit im Menü »Gebereinstellungen« geändert werden. Im Heli-Menü sind die Eingänge 6, 7 und 12 mit „Gas“, „Gyro“ und „Gaslimit“ bezeichnet, da über diese Eingänge hubschrauberspezifische Funktionen betätigt werden.
Begrifflich und physisch endet jeder Geber hinter dem Funktionseingang ...
Funktionseingang
Dieser ist ein imaginärer Punkt im Signafluss und darf nicht mit dem Geberanschluss auf der Platine gleichgesetzt werden! Die beiden Menüs »Steueranordnung« und »Gebereinstellungen« beeinflussen
nämlich „hinter“ diesen Anschlüssen noch die Reihenfolge, wodurch durchaus Differenzen zwischen der Nummer des Gebereinganges und der Nummer des nachfolgenden Steuerkanals entstehen können.
Steuerkanal
Ab dem Punkt, ab dem im Signal für ein bestimmtes Servo alle Steuerinformationen – ob direkt vom Geber oder indirekt über Mischer – enthalten sind, wird von einem Steuerkanal gesprochen. Dieses Signal wird nur noch servospezifisch aufbereitet und verlässt dann über das HF-Modul den Sender, um im Modell das zugehörige Servo zu steuern.
Mischer
Im Signalverlaufsplan finden sich vielfältige Mischfunktionen. Sie dienen dazu, eine Steuerfunktion am Abzweigpunkt des Mischereinganges über die verschiedensten Mischerprogramme auf mehrere Servo wirken zu lassen. Beachten Sie bitte die zahlreichen Mischfunktionen ab Seite 82 im Handbuch.
Externschalter
Die drei serienmäßigen Zweistufenschalter sowie weitere optional erhältliche Zwei- und Dreistufenschalter, siehe Anhang, können ebenfalls in die Geberprogrammierung einbezogen werden, und zwar derart, dass eine 2- bzw. 3-stufige Servo- oder Drehzahlstellereinstellung oder dergleichen möglich wird. Ein Dreistufenschalter unterscheidet sich in seiner Funktion dabei nicht von dem oben erwähnten 2-Kanal-Schaltmodul (siehe auch Anhang Seite 154)
All diese Schalter sind aber generell auch zum Schalten einiger Programmoptionen gedacht, z. B. zum Starten und Stoppen der Uhr, Ein- bzw. Ausschalten eines Mischers, als Lehrer/Schüler-Umschalter usw..
![graph LR subgraph "mc-22-Programme" direction TB A["Steueranordnung 1...4"] --> B["Kanal-1-Kurvo"] C["Steueranordnung 5...12"] --> D["Freie Geberzuordnung Eingang 5...12"] E["Geberinstellungen: Offset - Geberweg - Zeit"] --> F["Geberausgang"] G["Servoeinstellungen: Umkehr - Mitte - Weg - Begrenzung"…](/content/2026/05/814952/images/009963256af77e6df4b689e1cb759c7e3c533be707d93358c8e851127c630efe.jpg)
Jeder Externschalterfunktion (insgesamt 8 auf der Senderplatine anschließbar) können beliebig viele Funktionen zugeordnet werden. Die Verknüpfung mehrerer Schalter in einer „und“ bzw. „oder“-Kombination gestattet sehr komplexe Schaltmöglichkeiten. Zahlreiche Beispiele sind im Handbuch aufgeführt.
Geberschalter
Manchmal ist es wünschenswert, bei einer bestimmten Geberposition, z. B. bei einer definierten Stellung des Kreuzknüppels, eine Funktion ein- oder auszuschalten (Ein-/Ausschalten einer Stoppuhr, automatisches Ausfahren der Landeklappen und anderes mehr). Im Programm der mc-22 sind insgesamt 4 „Schalter“ dieser Art „G1 ... G4“ vorhanden. Es ist lediglich der Schaltpunkt entlang dem Geberweg durch einfachen Tastendruck festzulegen. Bei den so genannten invertierten Schaltern ist lediglich die Schaltrichtung umgedreht. Entsprechend werden sie mit „G1i ... G4i“ benannt.
Geberschalter lassen sich natürlich für komplexere Problemstellungen auch mit den zuvor beschriebenen Externschaltern beliebig kombinieren.
Eine Reihe von instruktiven Beispielen macht die Programmierung zum Kinderspiel. Beachten Sie die Programmierbeispiele auf den Seiten 70ff, 99, 123.
Festschalter FXI und FX
Dieser Typ von Schaltern schaltet eine Funktion ständig ein, z. B. Uhren, (geschlossener Festschalter) oder aus (offener Festschalter) oder aber sie liefern einer Steuerfunktion ein festes Eingangssignal, z. B. FXI = +100% und FXI = -100%. So lässt sich beispielsweise bei der Flugphasenprogrammierung über diese Festschalter ein Servo oder Drehzahlsteller zwischen zwei Einstellungen umschalten. Ein weiteres Beispiel ist auf Seite 104 zu finden.
Digitale Trimmung
Funktionsbeschreibung und die K1-Abschalttrimmung
Digitale Trimmung mit optischer und akustischer Anzeige
Die beiden Kreuzknüppel sind mit einer digitalen Trimmung ausgestattet. Kurzes Antippen verstellt mit jedem „Klick“ die Neutralposition der Kreuzknüppel um einen bestimmten Wert. Bei längerem Festhalten läuft die Trimmung mit zunehmender Geschwindigkeit in die entsprechende Richtung. Im Menü »Grundeinstellungen Modell«, Seite 48, lässt sich die Schrittweite zwischen „1“ und „10“ pro Klick einstellen. Momentane Position und der Verstellwert werden im Display angezeigt.
Die Verstellung wird auch akustisch durch unterschiedlich hohe Töne „hörbar“ gemacht. Während des Fluges die Mittenposition wiederzufinden ist daher auch ohne Blick auf das Display problemlos: Bei Überfahren der Mittenposition wird eine kurze Bewegungspause eingelegt.
Die aktuellen Trimmwerte werden automatisch bei einem Modellspeicherplatzwechsel abgespeichert. Des Weiteren wirkt die digitale Trimmung innerhalb eines Speicherplatzes mit Ausnahme der Trimmung des Gas-/Bremsklappensteuerknüppels bei Flächenmodellen, Steuerfunktion „K1“ (Kanal 1) genannt, flugphasenspezifisch.
Diese K1-Trimming schließt noch eine besondere Funktion ein, die die Leerlauf-Vergasereinstellung eines Verbrennungsmotors leicht wiederfinden lässt.
- Flächenmodelle
Die K1-Trimming besitzt eine spezielle Abschalttrimmung, die für Verbrennungsmotoren gedacht ist:
Sie stellen mit der Trimmung zunächst eine sichere Leerlaufstellung des Motors ein. Wenn Sie nun die K1-Trimmung in einem Zug in Richtung „Motor abstellen“ bis zur äußersten Position des
Trimmweges verschieben, dann bleibt an der
Endposition im Display eine Markierung stehen. Zum erneuten Starten des Motors erreichen Sie durch einmaliges Drücken in Richtung „mehr Gas“ sofort wieder die letzte Leerlaufeinstellung. Diese Abschalttrimmug ist deaktiviert, wenn im Menü »Modelltyp« in der Zeile Motor „kein“ eingetragen ist (Seite 49).

Hinweise:
Da diese Trimmfunktion nur in Richtung Motor aus wirksam ist, ändert sich die obige Abbildung entsprechend, wenn Sie die Geberrichtung für die Gasminimum-Position des K1-Steuerknüppels von „hinten“ (worauf sich das obige Bild bezieht) auf „vorn“ im Menü »Grundeinstellungen Modell« umkehren.
Natürlich können Sie auch den K1-Steuerknüppel auf den linken Kreuzknüppel legen, siehe Menü »Grundeinstellungen Modell«.
- Helikoptermodelle
Zusätzlich zu der unter „Flächenmodelle“ beschriebenen „Abschalttrimmung“ besitzt die K1-Trimmung in Verbindung mit der „Gaslimit-Funktion“ eine weitere Eigenschaft: Solange sich der Gaslimit-Schieber in der unteren Hälfte, d. h. im „Anlassbereich“ befindet, wirkt die K1-Trimmung als Leerlauftrimmung auf das Gaslimit. Nähere
Informationen finden Sie im Abschnitt „Gaslimit“ auf der Seite 60.
Hinweis für Helikopter:
Die K1- Trimmung wirkt nur auf das Gasservo, nicht auf die Pitch-Servos und sie wirkt gleichmäßig über den gesamten Knüppelweg. Beachten Sie, dass sich das Heli-Gasservo am Empfängerausgang 6 befinden muss (siehe Empfängerbelegungen Seite 35)!
Bedienung des „Data-Terminals“
Eingabetasten und Funktionsfelder
ENTER, ESC, CLEAR, HELP, SEL, STO, CLR, SYM, ASY, —-, E/A, →, ENT
Grundsätzliche Bedienung der Software
Die Programmierung erfolgt über nur vier Tasten auf der linken Seite des Displays, im Wesentlichen aber über den Drehgeber („3D-Rotary“) auf der rechten Displayseite.
Eingabetasten:
• ENTER
Durch Betätigen der Taste ENTER gelangt man von der Grundanzeige des Displays zunächst zu den Multifunktionsmenüs. Ebenso kann der Aufruf eines angewählten Menüs über ENTER erfolgen.
• ESC
Drücken der ESC-Taste bewirkt eine schrittweise Rückkehr in die Funktionsauswahl bzw. auch wieder bis zur Grundanzeige.
• CLEAR
Setzt während der Programmierung einen veränderten Parameterwert wieder auf den Vorgabewert zurück. Mit CLEAR wird auch in der Hilfe-Funktion zurückgeblättert.
• HELP
An jeder Stelle bieten prägnante Hilfetexte während der Programmierung nach Tastendruck eine Hilfestellung zu den einzelnen Menüs und deren Bedienung. Innerhalb des Hilfetextes wird mit der HELP-Taste weiter- und mit der CLEAR-Taste eine Bildschirmseite zurückgeblättert.
Im Menü »Eingabesperre«, siehe Seite 114, wird abweichend von der vorstehenden Beschreibung über die vier Eingabetasten eine Geheimzahl zur Sperrung aller Menüs eingegeben.
Funktionsfelder:
Abhängig vom jeweiligen Menü erscheinen in der unteren Display-Zeile Funktionsfelder, die über den Drehgeber aufgerufen werden.

Welche Funktionsfelder im Display erscheinen, hängt vom jeweiligen Menü ab.
Wechsel zwischen den Funktionsfeldern: Drehgeber drehen.
Aktivieren eines Funktionsfeldes: Drehgeber drücken.


Funktionsfelder:
- SEL (select): Auswählen
- STO (store):
Speichern (z. B. Geberposition) - CLR (clear):
Löschen (z. B. Stützpunkt)
• SYM
Einstellung symmetrischer Werte
• ASY:
Einstellung asymmetrischer Werte
.
Schaltersymbol-Feld (Zuordnung von Extern-,
Fest- und Geberschaltern)
• E/A:
Menüs ein-/ausblenden
• →:
Wechsel zur zweiten Seite innerhalb eines Menüs (Folgemenü)
- ENT (enter):
nur im Menü »Eingabesperre«, s. dort
Grundsätzliche Bedienung des „3D-Drehgebers“
Kontrasteinstellung, Multifunktionsliste, Menüeinstellungen
Drehgeberfunktionen:
Die Funktion des Drehgebers wurde bereits auf der Seite 18 beschrieben. Ein Beispiel soll Ihnen nun die prinzipielle Drehgeberfunktion verdeutlichen. Schalten Sie den Sender ein.
- Kontrastelnstellung des Displays

Drücken und drehen:

- Multifunktionsliste anwählen

Drehen: (Menü an- wäh- len)

- Menüeinstellungen
Mit Kurzdruck oder ENTER gelangen Sie in ein Menü.
Nun Zeile anwählen:

Drücken und Drehen:

Eingabefeld aufrufen:

Kurzdruck:

Wert
einstellen:

Drehen:

Eingabe bestätigen und beenden:

Kurzdruck:

Nächstes Parameterfeld aufrufen:

Drehen:

Durch Drehen wechseln Sie also zwischen den Parameterfeldern – hier z. B. K1, QR, HR, SR (das jeweils angewählte Feld wird immer invers dargestellt, d. h. dunkel hinterlegt) – und durch Drücken vom ausgewählten Parameterfeld zum Wertefeld usw..
Über ESC gelangen Sie abschließend wieder zur Multifunktionsliste zurück.
Extern- und Geberschalterzuordnung
Prinzipielle Vorgehensweise sowie Bedeutung der Festschalter „FX“
An vielen Stellen im Programm besteht die Möglichkeit, eine Funktion über einen Extern- oder Geberschalter (siehe weiter unten) zu betätigen oder zwischen Einstellungen umzuschalten, wie z. B. bei Kurveneinstellungen, der DUAL RATE/EXPO-Funktion, Flugphasenprogrammierungen, Mischern usw.. Dabei ist eine Mehrfachzuordnung möglich.
Da die Schalterzuordnung in allen betreffenden Menüs in gleicher Weise vonstatten geht, soll an dieser Stelle die grundsätzliche Programmierung erläutert werden, so dass sich der Anwender beim Lesen der detaillierten Menü-Beschreibungen auf die speziellen Inhalte konzentrieren kann.
An den Programmstellen, in denen Schalter zugewiesen werden können, erscheint in der unteren Displayzeile ein Schaltersymbol:

Wechseln Sie mittels Drehgeber zu diesem Feld. Das Schaltersymbol-Feld wird nun invers dargestellt:

So weisen Sie einen Schalter zu:
- Kurzdruck auf Drehgeber

- Im Display erscheint folgendes Feld:
Gewünschten Schalter in die EIN Position (erw. Schalt.: ENTER)
Vollkommen unabhängig davon, in welcher Steckplatznummer 0 ... 7 der Schalter einge- steckt ist, wird jetzt lediglich der betreffende Ex-
ternschalter in die „EIN“-Position umgelegt. Damit ist die Zuordnung abgeschlossen.
Hinweis:
Bevor Sie das Schaltersymbol durch einen Kurzdruck auf den Drehgeber aktivieren und dadurch in das Wertefeld wechseln, sollte sich der Externschalter in der gewünschten AUS-Position befinden, da die Schalterposition, in die der Schalter anschließend gebracht wird, vom Sender als EIN-Position verstanden wird.
- Schaltrichtung ändern:
Sollte die Betätigung trotzdem einmal in die verkehrte Richtung erfolgen, so bringen Sie den Schalter in die gewünschte AUS-Position, wählen das Schaltersymbol erneut aus und ordnen den Schalter erneut mit der gewünschten Schaltrichtung zu.
- Schalter löschen:
Nach dem Aktivieren des Schaltersymbols, wie unter Punkt 2 beschrieben, die CLEAR-Taste drücken.
Verwendungszweck eines Geberschalters:
Für bestimmte Sonderfunktionen kann es aber auch wünschenswert sein, deren Umschaltung nicht mit einem normalen Externschalter auszulösen, sondern bei einer bestimmten, aber frei programmierbaren Steuerknüppel-, Schiebe- oder Drehreglerposition (Geberposition genannt).
Für diesen Zweck stehen insgesamt 4 so genannte Geberschalter G1 ... G4 zur Verfügung. Die Ziffer gibt nicht die Gebernummer, d. h. eine der Steuerfunktionen 1 ... 4 an, sondern die Nummer des Geberschalters.
So ordnen Sie Geberschalter zu:
Ausgehend von dem inversen Schaltersymbol-Feld

- Kurzdruck auf Drehgeber

- Im Display erscheint wiederum folgendes Feld:
Gewünschten Schalter in die EIN Position (erw. Schalt.: ENTER)
Betätigen Sie nun die ENTER-Taste:
Gew Geber-/Festschalter in d G1 G2 G3 G4 FXI (ew FX G1i G2i G3i G3i
- Mittels Drehgeber den gewünschten Geberschalter G1 ... G4 oder einen der softwaremäßig „umgepolten“ (Schaltrichtung!) Geberschalter G1i ... G4i auswählen:

Gew Geber-/Festschalter in d G1 G2 G3 G4 FXI (env FX\ G1i G2i G3i G4i
-
Auswahl bestätigen mit ENTER-Taste oder Kurzdruck auf den Drehgeber.
-
Geberschalter löschen: Bei der Displayanzeige:
Gewünschten Schalter in die EIN Position (erw. Schalt.: ENTER)
CLEAR-Taste drücken.
Der Geberschalter muss jetzt noch dem gewünschten Geber (Bedienelement) 1 ... max. 10 zugeordnet werden. Auch ist der Umschaltpunkt von EIN und AUS oder umgekehrt festzulegen. Beides erfolgt im Menü »Geberschalter«, Seite 70.
Der jeweilige Schalter (Extern- oder Geberschalter) erscheint schließlich im Display des betreffenden Menüs. Ein Schaltsymbol neben der Schalternummer zeigt den aktuellen Schaltzustand des betreffenden Schalters an.
Bedeutung der Festschalter „FX“:
Bei den beiden FX-Schaltern in der obigen Liste handelt es sich um so genannte „Festschalter“, die eine Funktion dauernd einschalten
FXI
bzw. ausschalten
FX
Anwendungsmöglichkeiten zeigt Ihnen das Beispiel Seite 104, rechte Spalte.
Anwenden lassen sich diese beiden Schalter auch bei den Gebereingängen im Menü »Gebereinstellungen«:
Der geschlossene Festschalter „FXI“ ergibt einen festen Steuerweg von + 100%, der offene Festschalter „FXI“ dagegen von - 100%. (Andere Werte können abweichend von den Standardeinstellungen gewählt werden.)
Hinweis:
Alle Schalter können auch mehrfach belegt werden! Achten Sie aber darauf, dass Sie nicht versehentlich einem Schalter sich gegenseitig störende Funktionen zuweisen! Notleren Sie sich ggf. die jeweiligen Schalterfunktionen.

Bis zu zwei Querruder- und zwei Wölbklappenservos bei Normalmodellen sowie V-Leitwerk- und Nurflügel/Delta-Modelle mit zwei Quer-/Höhenruder- und zwei Wölbklappenservos werden komfortabel unterstützt. Der größte Teil der Motor- und Segelflugmodelle wird zum Leitwerkstyp „normal“ gehören mit jeweils einem Servo für Höhen-, Seiten-, Querruder und Motordrossel oder elektronischem Fahrtregler (bzw. Bremsklappen beim Segelflugmodell). Darüber hinaus gestattet der Modelltyp „HR Sv 3+8“ den Anschluss von zwei Höhenruderservos an den Kanälen 3 und 8.
Wenn das Modell ein V-Leitwerk anstelle des normalen Leitwerks besitzt, ist im Menü „Modeltyp“ der Typ „V-Leitwerk“ auszuwählen, der die Steuerfunktionen Höhen- und Seitenruder so miteinander verknüpft, dass jede der beiden Leitwerksklappen – durch je ein separates Servo angesteuert – sowohl Höhen- als auch Seitenruderfunktion übernehmen. Bei Betätigung der Querruder mit zwei getrennten Servos können die Querruderausschläge differenziert werden, ein Ruderausschlag nach unten kann unabhängig vom Ausschlag nach oben eingestellt werden. Schließlich lassen sich auch die Wölbklappen z. B. über den Geber an der Buchse „CH6“ auf der Senderplatine ansteuern.
Über die „Wölbklappendifferenzierung“ kann die Differenzierung der Querruderfunktion der beiden Wölbklappen eingestellt werden.
Bei den Delta- und Nurflügelmodellen wird die Quer- und Höhenruderfunktion über je eine gemeinsame Ruderklappe an der Hinterkante der rechten und linken Tragfläche ausgeführt. Das Programm enthält die entsprechenden Mischfunktionen der beiden Servos.
Bis zu 4 Flugphasen können in jedem der 30 Modellspeicherplätze programmiert werden (siehe Menüs: »Phaseneinstellung« und »Phasenzuweisung«). Die Kopiermöglichkeit einzelner Flugphasen erleichtert die Einstellung wesentlich (Menü »Kopieren / Löschen«).
Zwei Uhren stehen für den Flugbetrieb ständig zur Verfügung. Die Senderbetriebszeit und die Zeit, die der jeweilige Modellspeicherplatz benutzt wurde, werden ebenfalls angezeigt.
Die digitale Trimmung wird flugphasenspezifisch bis auf die K1-Trimmung abgespeichert. Die K1-Trim-mung erlaubt simples Wiederfinden einer Leerlauf-vergasereinstellung.
„Dual Rate“ und „Exponential“ für Quer-, Seiten- und Höhenruder lassen sich in jeder Flugphase in zwei Variationen programmieren.
Den Eingängen 5 ... 8 kann wahlweise ein Geber (Drehregler, Schieberegler oder Schaltmodul) flugphasenabhängig zugeordnet werden (Menü »Gebereinstellungen«).
Neben 4 frei belegbaren Linearmischern, 2 Kurvenmischern (Menü »Freie Mischer«) und 2 Kreuzmischern (Menü »Kreuzmischer«) steht eine 5-Punkt-Kurve für den Steuerkanal 1 (Gas/Bremse) zur Verfügung (Menü »Kanal 1 Kurve«).
Abhängig vom Modelltyp können im Menü »Flächenmischer« aus einer Liste fest definierte Mischer und Koppelfunktionen ausgewählt werden:
- Querruderdifferenzierung
- Wölbklappendifferenzierung
- Querruder → Seitenruder (schaltbar),
- Querruder → Wölbklappe (schaltbar),
- Bremsklappe → Höhenruder (schaltbar),
- Bremsklappe → Wölbklappe (schaltbar),
- Bremsklappe → Querruder (schaltbar),
- Höhenruder → Wölbklappe (schaltbar),
- Höhenruder → Querruder (schaltbar),
- Wölbklappe → Höhenruder (schaltbar),
- Wölbklappe → Querruder (schaltbar)
- Differenzierungsreduktion
![graph TD A["Boat - Out"] --> B["Boat - Wabe"] B --> C["Boat - Habe"] C --> D["Boat - Out"] D --> E["Boat - Sabe"] E --> F["Boat - Habe"] F --> G["Boat - Out"] G --> H["Boat - Wabe"] H --> I["Boat - Habe"] I --> J["Boat - Out"] J --> K["Boat - Wabe"] K --> L["Boat - Habe"] L --> M["Boat - Out"] M -->…](/content/2026/05/814952/images/7eb4ebbf68c11a851a45857f39506226ec558b87d30f4f06c4b317b668bb7c65.jpg)
32 Flächenmodelle

Flächenmodelle
Empfängerbelegung:
Die Servos müssen wie folgt an die Ausgänge des Empfängers angeschlossen werden:
Modelle mit Leitwerkstyp „normal“:
| Batt | |
| 9 | Sonderfunktion |
| 8 | Sonderfunktion |
| 7 | Wößklappe rechts |
| 6 | Wößklappe links |
| 5 | Querruder rechts |
| 4 | Seternruder |
| 3 | Höhenruder |
| 2 | Querruder links |
| 1 | Bransklappen oder Motenzrassel bzw. Repler bei E-Antrieb |
Modelle mit Leitwerkstyp „V-Leitwerk“:
| Batt | |
| 9 | Sonderfunktion |
| 8 | Sonderfunktion |
| 7 | Wolbkappe rechts |
| 6 | Wolbkappe links |
| 5 | Quernuder rechts |
| 4 | V-Leitwerkasservo rechts |
| 3 | V-Leitwerkasservo links |
| 2 | Quernuder links |
| 1 | Brameklappen oder Motordrossel bzw. Rügler bei E-Anthich |
Modelle mit Leitwerkstyp „Delta/Nurflügel“:
| Batt | |
| 9 | Sonderfunktion |
| 8 | Sonderfunktion |
| 7 | Wölbklappe rechts |
| 6 | Wölbklappe links |
| 5 | Reservefunktion |
| 4 | Seternruder |
| 3 | Quer/Hehe Servo rechts |
| 2 | Quer/Hehe Servo links |
| 1 | Bronnklappe oder Wobordrasselbzw. Regel bei E Antrieb |
Modelle mit Leitwerkstyp: „2 HR Sv 3 + 8“:
| Batt | |
| 9 | |
| 8 | |
| 7 | |
| 6 | |
| 5 | |
| 4 | |
| 3 | |
| 2 | |
| 1 |
Nicht benötigte Ausgänge werden einfach nicht belegt. Insbesondere gilt:
- Bei Verwendung von nur 1 Querruderservo bleibt der Empfängerausgang 5 für das rechte Querruder frei.
- Bei Verwendung von nur 1 Wölbklappenservo bleibt der Empfängerausgang 7 für die rechte Wölbklappe frei.
Soll ein mit einer PPM-FM-Empfangsanlage eines anderen Herstellers' ausgestattetes Modell, welches bisher mit einem Fremdsender betrieben wurde, mit einem Graupner-Sender gesteuert werden, z. B. mit der mc-22 im Lehrer-Schüler-Betrieb, kann das Umstecken von Servos nach obigen Angaben erforderlich werden.
Bedingt durch den unterschiedlichen Einbau der Servos und Ruderanlenkungen kann beim Programmieren die Servolaufrichtung umgekehrt sein. Nachfolgende Tabelle gibt Hinweise zur Abhilfe:
| Modell-typ | Servo mit falscher Drehrichtung | Abhilfe |
| V-Leitwerk | Seiten- und Höhenruder verkehrt | Servo 3 + 4 im Menü »Servoeinstellung« umpolen |
| Seitenruder richtig, Höhenruder verkehrt | Servo 3 + 4 am Empfänger vertauschen | |
| Höhenruder richtig, Seitenruder verkehrt | Servo 3 + 4 im Menü »Servoeinstellung« umpolen und am Empfänger vertauschen | |
| Delta, Nurflügel | Höhen- und Seitenruder verkehrt | Servo 2 + 3 im Menü »Servoeinstellung« umpolen |
| Höhenruder richtig, Seitenruder verkehrt | Servo 2 + 3 im Menü »Servoeinstellung« umpolen und am Empfänger vertauschen | |
| Seitenruder richtig, Höhenruder verkehrt | Servo 2 + 3 am Empfänger vertauschen |
Alle für ein Flächenmodell relevanten Menüs sind bei den „Programmbeschreibungen“ mit dem Symbol eines Flächenflugzeuges ...

... gekennzeichnet, so dass Sie sich bei einer Flächenmodellprogrammierung nur mit diesen Menüs befassen müssen.

Hubschraubermodelle
Die Weiterentwicklung der Modellhubschrauber und der Komponenten, wie Kreisel, Drehzahlregler, Rotorblätter usw., ermöglichen heute, einen Hub-
schrauber im 3D-Kunstflug zu beherrschen. Für den Anfänger dagegen genügen wenige Einstellungen, um mit dem Schwebeflugtraining beginnen zu können und dann nach und nach die Optionen der mc-22 einsetzen zu können.
Mit dem Programm der mc-22 können alle gängigen Helikopter mit 1 ... 4 Servos für die Pitchsteuerung betrieben werden.
3 Flugphasen und Autorotation innerhalb eines Modellspeichers stehen zur Verfügung (siehe Menüs: »Sonderschalter«, »Phaseneinstellung und »Phasenzuweisung«).
Vier Uhren sind ständig in der Grundanzeige sichtbar.
Die digitale Trimmung wird flugphasenspezifisch in den Speicher übernommen. Auf Tastendruck lässt sich die Leerlaufvergaserposition der K1-Trimmung wiederfinden.
Auch die Geberzuweisung kann für die Eingänge 5 ... 8 für jede Flugphase getrennt vorgenommen werden (Menü »Gebereinstellungen«).
Beim Einfliegen ist eine Kopierfunktion der Flugphasen hilfreich (Menü »Kopieren/Löschen«).
„Dual Rate“ und „Exponential“ für Roll, Nick und Heckrotor sind koppelbar und in jeder Flugphase in zwei Variationen zu programmieren.
4 frei belegbare Linear-, 2 Kurvenmischer sowie 2 Kreuzmischer können programmiert und auch flugphasenabhängig im Menü »Mix akt. / Phase« zu- oder abgeschaltet werden.
Für Pitch, Gas und Heckrotormischer stehen im Menü »Helimischer« flugphasenabhängig 5-Punkt-Kurven für nichtlineare Kennlinien sowie für Roll und Nick je zwei getrennte Taumelscheibenmischer bereit. Unabhängig hiervon lässt sich im Unterschied zu den Flächenmodellen in jeder Flugphase die Steuerkurve des Kanal-1-Steuerknüppels mit 5 Punkten fixieren. Der Anfänger wird zunächst nur den Schwebeflugpunkt in der Steuermitte anpassen.
Vorprogrammierte Mischer im Menü »Helimischer«:
- Pitchkurve (mit 5-Punkt-Kurve)
- Kanal 1 → Gas (mit 5-Punkt-Kurve)
- Kanal 1 → Heckrotor (mit 5-Punkt-Kurve)
- Heckrotor → Gas (mit 5-Punkt-Kurve)
- Roll → Gas
- Roll → Heckrotor
- Nick → Gas
- Nick → Heckrotor
-
Kreiselausblendung
-
Taumelscheibendrehung
Die Funktion Gaslimit (Eingang 12 im Menü »Gebereinstellung«) ermöglicht ein Starten des Motors in jeder Flugphase. Standardmäßig ist der an CH7 auf der Senderplatine angeschlossene Schieberegler dem Eingang 12 zugeordnet. Diese Steuerfunktion legt die maximale Gasservoposition fest. Dadurch kann der Motor im Leerlaufbereich durch den Schieberegler gesteuert werden.
Wird der Schieberegler in Richtung Vollgas verschoben, dann werden die Gaskurven wirksam.

34 Hubschraubermodelle

Hubschraubermodelle
Empfängerbelegung:
Hinweis für Umsteiger von älteren GRAUPNER-
Anlagen:
Entgegen der früheren Empfängerbelegung sind der Servoanschluss 1 (Pitch-Servo) und Servoanschluss 6 (Gas-Servo) vertauscht.
Die Servos müssen wie folgt an die Ausgänge des Empfängers angeschlossen werden:
| Batt | |
| 9 | Sonderfunktion |
| 8 | (Drehzahlregler) |
| 7 | (Kreiselempfindlichkeit) |
| 6 | Motor-Servo (Drehzahlsteller E-Motor) |
| 5 | frei oder Nick (2)-Servo |
| 4 | Heck-Servo (Kreiselsystem) |
| 3 | Nick (1)-Servo |
| 2 | Roll (1)-Servo |
| 1 | Pitch oder Roll (2)-oderNick (2)-Servo |
Servo | Funktion
| 1 Pitch bzw. Roll 2, Nick 2 (bei 2-, 3- oder 4-Servo-Anlenkung) | |
| 2 | Roll 1 |
| 3 | Nick 1 |
| 4 | Heckrotor (Kreiselsystem) |
| 5 frei bzw. Nick 2 (bei 4-Servo-Anlenkung) | |
| 6 Gas-Servo bzw. Drehzahlsteller für E-Motor | |
| 7 | Kreiselempfindlichkeit |
| 8 frei bzw. Drehzahlregler | |
Nicht benötigte Ausgänge werden einfach nicht belegt.
Genauere Einzelheiten zum jeweiligen Taumelscheibentyp finden Sie auf Seite 50 im Menü »Heli- typ«.
Hinweis:
Bei der Verwendung kleinerer Empfänger oder Benutzung von PPM-FM-Empfangsanlagen anderer Hersteller 1 , z. B. im Lehrer-Schüler-Betrieb, kann das Umstecken von Servos nach obigen Angaben erforderlich werden.
Hinweise für mc-20-Umsteiger:
- Im Unterschied zur mc-20 ist die Empfängerbelegung des Pitch- und Gasservos vertauscht, siehe Tabelle in der linken Spalte.
- Bei der mc-20 ist standardmäßig an der Buchse CH6 auf der Senderplatine ein Schieberegler für die Pitchtrimmung vorgesehen. Wer bei der mc-22 auf den Schieberegler zur Pitchtrimmung nicht verzichten möchte, setzt im Menü »Freie Mischer« z. B. einen Mischer 8 → 1, programmiert den gewünschten symmetrischen Mischanteil von z. B. 30% und ordnet dem Mischereingang „8“ im Menü »Gebereinstellungen« z. B. den Geber 6 bzw. 7 zu, je nachdem, an welchem Eingang sich ein Schieberegler befindet und sofern der betreffende Schieberegler nicht anderweitig belegt ist. Koppeln Sie aber ggf. den Geber 6 bzw. 7 im Menü »Nur Mix Kanal« vom Eingang 6 bzw. 7 ab, damit das zugehörige Servo nicht länger vom Geber 6 bzw. 7 angesteuert werden kann. Siehe auch Beispiel 3, Seite 104.
Bedingt durch den unterschiedlichen Einbau der Servos und Ruderanlenkungen kann beim Programmieren die Servolaufrichtung umgekehrt sein. Korrigieren Sie in diesem Fall die Servodrehrichtung über das Menü »Servoeinstellung«, Seite 52.
Alle für ein Hubschraubermodell relevanten Menüs sind im Abschnitt „Programmbeschreibung“ mit einem Heli-Symbol gekennzeichnet ...

so dass Sie sich bei einer Hubschrauberprogrammierung nur mit diesen Menüs befassen müssen.
Programmier-Kurzanleitung
für alle Flächen- und Hubschraubermodell-Programme
| Menü | Display-Anzeige | Beschreibung der Programmerweiterungen und Bedianhinweise | Seite | ||
| Speicher | |||||
| Modellauswahl | Auswahl eines freien oder belegten Modellspeicherplatzes 1 ... 30 | 45 | |||
| Kopieren/Löschen Modellspeicherplatz löschenKopieren eines Modellspeicherplatzes auf einen anderen SpeicherplatzKopieren von/zu einer mc-22 bzw. einem PC oder auch zwischen einer mc-22 und mx-22Kopieren einzelner Flugphasen innerhalb eines ModellspeicherplatzesSichern alle Modelle auf einem PC | 45 | ||||
| Ausblenden Codes | Ausblenden von Funktionen aus der Multifunktionsauswahlliste innerhalb eines Speicherplatzes, deren Einstellungen nicht mehr verändert werden sollen oder die nicht erforderlich sind.Hinweis: Standardmäßig sind einige Menüs bereits ausgeblendet. Ggf. VOR der Neuanlage eines Modells im Menü »Allgemeine Einstellungen« den „Expertenmode“ einschalten, der alle vorhandenen Menüs aktiviert. | 47 | |||
| Grundeinstellung/Servos | |||||
| Grundeinst. Modell | Modellname: max. 11 Stellen (Buchstaben, Ziffern, Sonderzeichen). Eingabe über Drehgeber Steueranordnung Tragflächenflugzeuge:1: Höhen-, Seitenruder: links und Gas/Bremse, Querruder: rechts2: Gas/Bremse, Seitenruder: links und Quer-, Höhenruder: rechts3: Quer-, Höhenruder: links und Gas/Bremse, Seitenruder: rechts4: Gas/Bremse Querruder: links und Höhen-, Seitenruder: rechtsSteueranordnung Hubschrauber:1: Nick, Heck: links und Motor/Pitch, Roll: rechts2: Motor/Pitch, Heck: links und Nick, Roll: rechts3: Nick, Roll: links und Motor/Pitch, Heck: rechts4: Motor/Pitch, Roll: links und Nick, Heck: rechtsModulation: PCM20 für alle PCM-Empfänger Typ „mc“ oder „DS mc“ (512 Schritte)SPCM20 für alle SPCM-Empfänger Typ „smc“ (1024 Schritte)PPM18 für alle bisherigen PPM-FM-Empfänger außer DS 24 FMPPM24 für PPM-FM-Empfänger Typ „DS 24 FM“Trimmschritte: Einstellung der Schrittweite aller vier digitalen Trimmhebel zwischen 1 und 10 | 48 | |||
| Modelltyp | Motor: Steuerrichtung der K1-Funktion Gasminimum „hinten“ oder „vorn“. Die K1-Trimmung ist entsprechend nur „hinten“ oder „vorn“ wirksam.Leitwerkstyp: Servozahl | 49 | |||
| „V-Leitwerk“normal“„Delta/Nurflügel“„2 HR Sv 3+8“ | bis zu je zwei Querruder- und Wölbklappenservosbis zu zwei Querruderservos und wahlweise bis zu zwei Wölbklappenservoszwei Querruder- und bis zu zwei Wölbklappenservoszwei Höhenruderservos sowie bis zu zwei Querruder- und Wölbklappenservos | ||||
36 Programmier-Kurzanleitung
| Menü | Display-Anzeige | Beschreibung der Programmerweiterungen und Bedienhinweise | Seite | ||
| Bremse: Die Flächenmischer Bremse → Quer, Bremse → Wölbkl. und Bremse → Höhe können wahlweise durch ein Bedienelement am „Eingang“ 1, 8 oder 9 gesteuert werden. Der Mischerneutralpunkt (Offset) ist verschiebbar. Wird dieser nicht ans Ende des Weges gelegt, so ist der Rest des Weges Leerweg. | |||||
| • | Helityp | Taumelscheibentyp: Die für Pitch erforderliche Servoanzahl 1 ... 4 auswählen.Rotor-Drehrichtung: von oben betrachtete Rotordrehrichtung „rechts“ oder „links“Pitch min: kleinster Einstellwinkel Kanal-1-Geber „vorn“ oder „hinten“, vgl. auch Menü »Allgem.Einstell«.Expo Gaslimit: „Gaslimit“ im Menü »Gebereinstellung« kann exponentiell angesteuert werden. | 50 | ||
| • | • | Servoeinstellung Servodrehrichtung: links oder rechtsNeutralstellung: Variation der Mittenstellung von - 125% bis + 125%Servoweg: symmetrisch oder asymmetrisch zwischen 0 und 150%Servowegbegrenzung: symmetrisch oder asymmetrisch zwischen 0 und 150%. Einzusetzen z. B., wenn der Servoausschlag mechanisch begrenzt wird. | 52 | ||
| Geber | |||||
| Gebereinstellungen | Zuordnung bzw. Abkopplung (Anzeige = „frei“) der Geber (Dreh-, Schieberegler, Schaltmodule) 5 bis 10.Eingänge 5 ... 8 sind flugphasenabhängig zuordenbar. Wahlweise auch Externschalter, Geberschalter oder Festschalter „FX“ ordenbarar. Wahlweise auch Externschalter, Geberschalter oder Festschalter „FX“ zuordbar.(Anm.: 2 Externschalter an einem Eingang haben gleiche Funktion wie GRAUPNER 2-Kanal-Schaltmodul Best.-Nr. 4151 bzw. 4151.1.)Weg: Geberweg symmetrisch oder asymmetrisch zwischen - 125% und + 125% einstellbar, womit auch die Geberrichtung umgepolt werden kann.Offset: Die Gebermitte lässt sich zwischen - 125% und + 125% verschieben.Zeit: symmetrische oder asymmetrische Reduzierung der Bewegungsgeschwindigkeit des Gebers. Stellbereich: 0 ... 9,9 s, z. B. für vorbildgetreue Bewegungsabläufe, zeitverzögerte Motorbeschleunigung usw.. | 56 | |||
| • | Gebereinstellungen | Zuordnung bzw. Abkopplung (Anzeige = „frei“) der Geber (Dreh-, Schieberegler, Schaltmodule) 5 bis 10.Eingänge 5 ... 8 sind flugphasenabhängig programmierbar. Wahlweise auch Externschalter, Geberschalter oder Festschalter „FX“ zuordenbar. (Anm.: 2 Externschalter an einem Eingang haben gleiche Funktion wie GRAUPNER 2-Kanal-Schaltmodul Best.-Nr. 4151 bzw. 4151.1.)Hinweis: Eingang 12 für Funktion „Gaslimit“ reserviert. Der zugewiesene Geber steuert neben dem Servo 12 nur das Gasservo. (Das Servo 12 ist daher allein allenfalls über »Nur Mix Kanal« und Mischer zugänglich.)Anwendung „Gaslimit“ s. Seite 60. Softwaremäßig ist der Geber 7 (Schieberegler bei Auslieferung) zugeordnet.Weg: Geberweg symmetrisch oder asymmetrisch zwischen - 125% und + 125% einstellbar, womit auch die Geberrichtung umgepolt werden kann.Zeit: symmetrische oder asymmetrische Reduzierung der Bewegungsgeschwindigkeit des Gebers, Stellbereich: 0 ... 9,9 s, z. B. für vorbildgetreue Bewegungsabläufe oder zeitverzögerte Motorbeschleunigung, ... | 58 | ||
Programmier-Kurzanleitung
für alle Flächen- und Hubschraubermodell-Programme
| Menü | Display-Anzeige | Beschreibung der Programmerweiterungen und Bedianhinweise | Seite | ||
| Dual Rate / Expo | Betrifft die Steuerfunktionen Quer-, Höhen- und Seitenruder bzw. Roll, Nick und Heckrotor. DUAL RATE und EXPO sind flugphasenabhängig programmierbar.DUAL RATE:Änderung des Steuerausschlages zwischen 0 und 125% des normalen Steuerweges. Schalter zuordenbar, so dass während des Fluges zwischen 2 Einstellungen umgeschaltet werden kann.EXPO:Einstellung einer exponentiellen Steuerkurvencharakteristik ohne Änderung des Steuerausschlages. Progressionsgrad einstellbar zwischen - 100% und + 100% und umschaltbar zwischen jeweils zwei Einstellungen über Extern- und Geberschalter.Asymmetrische DUAL-RATE- bzw. EXPO-Kurven lassen sich einstellen, wenn der Geberschalter im Code »Geberschalter« auf Knüppelmittelstellung programmiert und der Knüppel zur Einstellung in die entsprechende Richtung bewegt wird. | 62/64 | |||
| Kanal 1 Kurve | Festlegung der Kurvencharakteristik des Gas-/Bremsklappen- bzw. Motor-/Pitchsteuerknüppels:Die momentane Steuerknüppelposition des Gebers am Eingang des Steuerkanals wird durch senkrechten Balken in der Grafik angezeigt. („Eingang“ zeigt den zugehörigen %-Wert, „Ausgang“ liefert den entsprechenden Wert des Geberausganges.) Zwischen den beiden äußeren Punkten „L“ (low) und „H“ (high) lassen sich bis zu 3 Kurvenstützpunkte festlegen: Alle 3 Punkte können entlang dem Geberweg positioniert werden, sobald im Display „Punkt ?“ aufleuchtet. Nach Drücken des Drehgebers gewünschten „Punkt“-Wert im inversen Feld mittels Drehgeber festlegen. Die Punkte werden automatisch von 1 bis 3 durchnummeriert. Um nachträglich die Punkte L, 1, 2, 3 oder H zu verändern, entsprechenden Stützpunkt durch Bewegen des Gebers anfahren. Mit derCLEAR-Taste lassen sich die Punkte 1 ... 3 wieder löschen. DieENTER-Taste links schaltet einen Algorithmus zur Kurvenverrundung „ein“ oder „aus“.Bei Hubschraubermodellen ist eine flugphasenabhängige Programmierung möglich. | 66/67 | |||
| Schalter | |||||
| Schalteranzeige | Bei Betätigung von Extern- und Geberschaltern Anzeige der jeweiligen Schalternummer und Schalterstellung. | 70 | |||
| Geberschalter | Zuordnung der Geber 1 ... 10 den Geberschaltern 1 ... 4. In der 3. Spalte speichertSTO(Drehgeber drücken) die momentane Geberstellung als Schaltpunkt. Umpolung der Schaltrichtung in der 4. Spalte und Zuordnung eines Schalters zur (De-) Aktivierung eines Geberschalters in der 5. Spalte. Anzeige Schaltzustand 6. Spalte. | 70 | |||
| Sonderschalter | Autorotation: Ein zugewiesener Schalter aktiviert die Flugphase Autorotation. Er hat Vorrang vor allen anderen Flugphasenschaltern sowie dem Autorotation-K1-Pos.-Schalter.Autorotation K1 Pos.: Autorotation alternativ durch Festlegung eines Schaltpunktes des K1-Knüppels überSTO aktivierbar. Externschalter erforderlich! Weiter siehe Menü »Phaseneinstellung«. | 72 | |||
| Flugphasen | |||||
| Phaseneinstellung | Name: Abhängig von den Stellungen der Flugphasenschalter im Menü »Phasenzuweisung« werden den bis zu 4 Phasen Namen aus einer Liste zugeordnet: normal, Start, ... Die Namen erscheinen in der Grundanzeige und in allen flugphasenspezifischen Programmen.Umsch.Zeit: Um einen abrupten Übergang zwischen verschiedenen Flugphaseneinstellungen zu vermeiden, | 75 | |||
38 Programmier-Kurzanleitung
| Menü | Display-Anzeige | Beschreibung der Programmerweiterungen und Bedienhinweise | Seite | |||
| ist es ratsam, durch Vorgabe einer Umschaltzeit (0 ... 9,9 s) ein weiches Umschalten zu erzielen.Bedeutung der Symbole in der rechten Spalte: | ||||||
| * | Kennzeichnet die zu der jeweiligen Schalterstellung gehörende Phase. (Standardmäßig bei Phase 1, falls keine weiteren Schalter zugewiesen oder alle Phasenschalter in der Grundstellung.) | |||||
| + | Für die betreffende Phase ist im Menü »Phaseneinstellung« eine Schalterstellung vorgesehen. | |||||
| - Die | Phase ist noch unbelegt. | |||||
| → | • | Phaseneinstellung | Im Unterschied zur Phaseneinstellung bei Flächenmodellen ist der Name der Autorotationsphase nicht veränderbar. Diese Flugphase kann aktiviert werden, wenn im Menü »Sonderschalter« ein entsprechender Schalter gesetzt wurde. Weiter siehe Menü »Phasenzuweisung«.Umsch.Zeit: Um einen abrupten Übergang zwischen verschiedenen Flugphaseneinstellungen zu vermeiden, ist es ratsam, durch Vorgabe einer Umschaltzeit (0 ... 9,9 s) ein weiches Umschalten zu erzielen.In die Autorotation wird ohne Zeitverzögerung geschaltet, nur bei Verlassen der Autorotation ist die Zeitverzögerung wirksam. | 76 | ||
| → | • • | Phasenzuweisung | Jeder beliebigen Kombination von maximal 4 Schaltern kann eine der 4 zur Verfügung stehenden und im Menü »Phaseneinstellung« mit Namen versehenen Flugphasen zugewiesen werden. Alle Schalter in Grundstellung bzw. nicht zugewiesene Schalterkombinationen ergeben immer die „Phase 1“.Priorität des unter „A“ zugewiesenen Schalters: Die diesem Schalter zugewiesene Flugphase hat Vorrang vor den Flugphasen-Schalterstellungen „B“, „C“ und „D“. | 77 | ||
| → | • • | Unverzög. Kanäle | Die Verzögerungszeit bei einem Flugphasenwechsel lässt sich für einzelne Kanäle flugphasenabhängig abschalten. Beispiele: Motor AUS bei Elektromodellen. Head-Lock bei Kreiselsystemen aktivieren/deaktivieren. | 78 | ||
| Uhren | ||||||
| • • | Uhren | „Modellzeit“: Rücksetzen durch Kurzdruck auf den Drehgeber bei aktivem CLR-Feld. (Uhr schaltbar)„Akkuzelt“: Rücksetzen erfolgt automatisch durch den Ladevorgang, wahlweise aber ebenfalls über CLR„Stoppuhr“: Die „Stoppuhr“ wird über den rechts im Display zugewiesenen Schalter ein- und ausgeschaltet und ausgeschaltet in der Grundanzeige wieder zurückgesetzt durch CLEARFlugzeituhr: Die Flugzeituhr wird über den rechts im Display zugewiesenen Schalter eingeschaltet und – nachdem dieser zwischenzeitlich wieder in die AUS-Stellung gebracht wurde – in der Grundanzeige gestoppt durch ESC und auf null gesetzt durch CLEARSpalte „Timer“: Vorgabe 0:00 bedeutet vorwärts laufende Uhr; eine Zeitvorgabe über Drehgeber bis maximal 180 min : 59 s bedeutet rückwärts laufende Uhr (blinkender Doppelpunkt in der Grundanzeige).Spalte „Alarm“: Zeitpunkt und Ablauf der Tonfolge bis zum Nulldurchgang des Alarmtimers (max. 90 s). | 80 | |||
| Mischner | ||||||
| • | Flächenmischer | Mischerauswahl abhängig vom Menü »Modelltyp«. Maximal stehen zur Verfügung: „Querruderdifferenzierung, Wölbklappendifferenzierung, Querruder 2 → 4 Seitenruder, Querruder 2 → 7 Wölbklappe, Bremse → 3 Höhenruder, Bremse → 6 Wölbklappe, Bremse → 5 Querruder, Höhenruder 3 → 6 Wölbklappe, Höhenruder 3 → 5 | 82 | |||
Programmier-Kurzanleitung
für alle Flächen- und Hubschraubermodell-Programme
| Menü | Display-Anzeige | Beschreibung der Programmerweiterungen und Bedienhinweise | Seite | ||
| Querruder, Wölbklappe 6 → 3 Höhenruder, Wölbklappe 6 → 5 Querruder und Differenzierungsreduktion". Bei allen Mischern kann der Mischanteil zwischen - 150% und + 150% flugphasenabhängig eingestellt werden. Alle Flächenmischer mit Wölbklappe oder Höhenruder als Eingang sind darüber hinaus seitenabhängig einstellbar. Der Neutralpunkt (Offset) der Mischer „Querruder, Höhenruder, Wölbklappe → NN" liegt in Nullstellung des Gebers, der Neutralpunkt (Offset) der Mischer „Bremse → NN" wird im Menü »Modelltyp« eingestellt.Alle Mischern sind schaltbar. | |||||
| → | • | Helimischer Flugphasenabhängige Programmierung:____a) nichtlinearer 5-Punkt-Kurvenkennlinien für: „Pitch, Kanal 1 → Gas und Kanal 1 → Heckrotor“, Einstellung wie im Code »Kanal 1 Kurve« undb) linearer Mischanteile (0 ... 100%) für die Mischer: „Heckrotor → Gas, Roll → Gas, Roll → Heckrotor,Nick → Gas und Nick → Heckrotor“.Kreiselausblendung: flugphasenabhängiges Ausblenden der Kreiselwirkung durch Heckrotorausschlag(0 ... 199%) abhängig von der Stellung des Heckrotorsteuerknüppels. Werte über100% bewirken vollständiges Ausblenden bereits vor Heckrotorvollausschlag._Steht auch in der Autorotationsphase zur Verfügung.Taumelscheibendrehung: (Virtuelle) Verdrehung der Taumelscheibe in beide Richtungen (-90° ... 90°).In der Autorotationsphase stehen folgende Mischer zur Verfügung: nichtlineare 5-Punkt-Pitchkurve, GaspositionAR (- 125% ... + 125%) und Heckrotoroffset (AR), Kreiselausblendung und Taumelscheibendrehung. | 86 | ||
| → | • • | Freie Mischer | Auswahl Linearmischer 1 ... 4 oder Kurvenmischer 5 und 6 mit gedrücktem Drehgeber. In Spalte „von nach“ Mischereingang (beliebige Steuerfunktion) „von“ und -ausgang „nach“ über zugehörige SEL-Funktion und Drehgeber festlegen. Wird eine konstante Steuerfunktion als Eingang verlangt, z. B. Motor EIN/AUS, dann in Spalte„von“ Buchstaben „S“ wählen und in Spalte 4 Mischerschalter zuordnen. Einbeziehen davor liegender Mischer(Symbol „→“) und/oder der Trimmung („Tr“) der Steuerknüppel 1 ... 4 erfolgt nach Setzen des Mischereinganges in der Spalte „Typ“. Mit Drehgeber entsprechendes Symbol „→“, „Tr“ oder „Tr →“ aussuchen. Allen Mischern kann optional ein Schalter zugewiesen werden.Einstellung Mischanteil und -richtung bei Linearmischern: Wechsel der Bildschirmseite in der Spalte „Einst.“ mittels Kurzdruck auf Drehgeber.ASY oder SYMauswählen und mit Drehgeber gewünschten Mischanteil zwischen 0 und +/- 150% einstellen. Für asymmetrische Einstellung erfolgt Seitenauswahl mit Eingangskanal(senkrechte Linie in der Grafik) und bei Schaltkanal „S“ mit zugehörigem Schalter.Einstellung nichtlinearer Mischerkurven bei Kurvenmischern 5 und 6: Zwischen den beiden Endpunkten „L“(low) und „H“ (high) sind 3 weitere Kurvenpunkte definierbar. Grundsätzliche Bedienhinweise sind im Menü»Kanal 1 Kurve« zu finden.Verschiebung des Offset-Punktes (Mischerneutralpunkt): Mit Bedienelement Balken in der Grafik an die gewünschte Position führen,STOanwählen und Drehgeber kurz drücken. Mit untererCLR-Funktion wird Offset-Punkt wieder in die Mittelstellung gelegt. | 99 |
40 Programmier-Kurzanleitung
| Menü | Display-Anzeige | Beschreibung der Programmerweiterungen und Bedienhinweise | Seite | ||
| Hinweise: DUAL RATE begrenzt eventuell den Verschiebungsbereich der senkrechten Linie! Im Menü »MIX akt. / Phase« könnten Mischer ausgeblendet worden sein! | |||||
| • • | MIX akt. / Phase | Flugphasenabhängig können die Mischer 1 ... 6 deaktiviert werden. Im Menü »Freie Mischer« werden sie dann flugphasenabhängig ausgeblendet! | 105 | ||
| • • | Nur Mix Kanal | Diese Funktion trennt die Verbindung des Gebereinganges 1 ... 12 zum zugehörigen Servo, d. h. der entsprechende Geber wirkt nur noch als Mischereingang des betreffenden Kanals. Das abgekoppelte Servo ist in diesem Fall nur noch über einen Mischer erreichbar. | 105 | ||
| • • | Kreuzmischer | 2 Mischer gedacht für eine gleich- und gegensinnige Kopplung zweier Kanäle. Beispiel: Wölbklappen (Empfängerausgänge 8 und 9) mit Querruderfunktion: Kreuzmischer „▲ 8 ▲, ▲ 9 ▼“ definieren. Im Menü »Gebereinstellungen« einen (freien) Geber, z. B. Geber 7, dem Eingang 8 für WK-Funktion zuordnen und im Menü »Freie Mischer« den Mischer QR → 9 für eine Querruderfunktion definieren. Drehrichtung im Menü »Servoeinstellung« anpassen und in der letzten Spalte „Diff.“ die erforderliche Querruderdifferenzierung (0 ... 100%) einstellen. Geeignet aber auch z. B. zum Differenzieren des Seitenruderausschlages an einem V-Leitwerk. Hierbei wird „HR“ als gleichsinnig, ▲ HR ▲, und „SR“ als gegensinnig, ▲ SR ▼“, definiert. In diesem Fall muss allerdings im Menü »Modelltyp« unter Leitwerkstyp „normal“ eingetragen sein! | 106 | ||
| • | TS-Mischer | Mischanteile von Pitch, Roll und Nick sind individuell einstellbar (- 100% ... + 100%) außer für Helikopter mit 1 Servo für die Pitchsteuerung. CLEAR setzt veränderte Werte auf 61% zurück. Hinweis: Darauf achten, dass bei großen Werten die Servos nicht mechanisch auflaufen. | 107 | ||
| Sonderlunktionen | |||||
| Δ | • • | Fail Safe Einst. Im PCM20-Mode:„Zeit“: Alle Servos im „halt“-Modus oder über Drehgeber Verzögerungszeit (1 s, 0,5 s oder 0,25 s) eingeben, nach der die Servos 9 und 10 in die Neutralstellung und die Servos 1 ... 8 in eine über STO justierbare Position gehen.„Batterie F.S.”: zwischen 3 möglichen Servopositionen (- 75%, 0%, + 75%) für Servo 1 bei den Tragflächenmodellen und Servo 8 bei den Hubschraubermodellen wählbar.Im SPCM20-Mode:Servos 1 ... 8 beliebig im Halt- oder Positionsmodus programmierbar. Positionsabspeicherung über STO. Servos 9 und 10 bleiben im Halt-Modus. | 108109 | ||
| Δ | • • | Lehrer/Schüler | Nach Zuordnung eines Schalters (vorzugsweise Momentschalter oder Kicktaster) können die Steuerfunktionen 1 ... 8 wahlweise an einen Schülersender übergeben werden. Die Modellprogrammierung erfolgt über den Lehrer-Sender. Im Schüler-Sender muss die Modulation auf PPM stehen! Steueranordnung, Gas-/Pitch-Umkehr und Leerlauftrimmung werden den Gewohnheiten der Schüler angepasst. | 110 | |
| Globale Funktionen | |||||
| • • | Allgem. Einstell | Besitzername: max. 15 Stellen (Buchstaben, Ziffern, Sonderzeichen). Eingabe über Drehgeber aus der Zeichentabelle auf der zweiten Bildschirmseite | 112 | ||
Programmier-Kurzanleitung
Für alle Flächen- und Hubschraubermodell-Programme
| Menü | Display-Anzeige | Beschreibung der Programmerweiterungen und Bedienhinweise | Seite | ||
| Vorgabe Steueranordn.:Die hier vorgegebene Steueranordnung wird bei allen Modellspeicherplätzen zugrunde-gelegt.Vorgabe Modulation: PCM20 für alle PCM-Empfänger Typ „mc“ oder „DS mc“ (512 Schritte)SPCM20 für alle SPCM-Empfänger Typ „smc“ (1024 Schritte)PPM18 für alle bisherigen PPM-FM-Empfänger außer DS 24 FMPPM24 für PPM-FM-Empfänger Typ „DS 24 FM”.Expertenmode: „nein“ = einige Menüs werden bei der Neuanlage eines Modellspeichers aus der Multi-funktionsliste ausgeblendet, um dem Anfänger die Pro-tern. Ggf. im Menü »Ausblenden Codes« Ausblendung rückgängig machen.„ja“ = alle Menüs der mc-22 sind zugänglich.Vorgabe Pitch min: Festlegung der Pitch-Min.-Position des K1-Steuerknüppels „vorn“ oder „hinten”.Hinweis: Die Vorgaben für „Steueranordnung“, „Modulation“ und „Pitch min“ werden nach Aufruf eines freien Modellspeicherplatzes automatisch übernommen, können dort aber speicherplatzabhängig im Menü »Grund-einst. Modell« angepasst werden. | |||||
| [ ] | • • | Servoanzeige | Die Servoausgänge können unter Berücksichtigung aller Koppel- und Mischerrfunktionen etc. bei Betätigungdes entsprechenden Gebers überprüft werden. (Sehr hilfreich bei der Programmierung). | 113 | |
| [ ] | • • | Eingabesperre | Eine vierstellige Geheimzahl über die seitlichen 4 Tasten eingeben, ggf. über Kurzdruck des Drehgebers lö-schen (CLF) und korrigieren. Abschließend über ENTER-Taste bestätigen. Beim Wiedereinschalten der mc-22bleibt der Zugriff auf das Multifunktionsmenü bis zur Eingabe der richtigen Geheimzahl gesperrt. | 114 |

Programmbeschreibung im Detail
Neuen Speicherplatz reservieren
Wer sich bis an diese Stelle im Handbuch bereits vorgearbeitet hat, wird sicherlich schon die ersten Programmierungen erprobt haben. Dennoch soll nicht darauf verzichtet werden, jedes Menü detailliert zu beschreiben, um im Einzelfall exakte Bedienhinweise zu finden. In diesem Abschnitt beginnen wir zunächst mit der Belegung eines „freien“ Speicherplatzes, wenn ein neues Modell „programmiert“ werden soll:
![graph TD A["Modelname\nMod. 01 0:00h //\nEmil Eigentümer"] --> B["10.8V 0:00h"] B --> C["Enter"] C --> D["ESC"] D --> E["Modellauswahl\nAusblenden Codes\nModelltyp\nGebereinstellung\nSchalteranzeige\nFlächenmischer"] E --> F["OPKopieren/Löschen\nGrundeinst. Model\nServoeinstellung\nDual Rate / Expo\…](/content/2026/05/814952/images/0e1b3313958ebb1d6ee616067ba06ae2bdd1b42451f11e3acc8562f0c1c7ec88.jpg)
Sendergrundanzeige
Hinweis:
Passen Sie ggf. den Bildschirmkontrast mit gedrücktem Drehgeber an.
Aus der Grundanzeige wird über ENTER ins „Multi-funktionsmenü“ gewechselt. Über ESC gelangen Sie zur Grundanzeige zurück.
Ggf. mittels Drehgeber das Menü »Modellauswahl« aus der Liste anwählen.
Hinweise:
Wenn im Menü »Allgemeine Einstellungen« der Expertenmode während der Neuanlage eines Modellspeichers auf „nein“ gesetzt ist, erscheint hier nur eine begrenzte Auswahl von Menüs.
Das Menü »Fail Safe« ist nur im Sendemodus „PCM20“ oder „SPCM20“ aufgeführt.
Drücken Sie anschließend ENTER oder den Drehgeber, um in das Menü »Modellauswahl« zu wechseln.
Die mit „***frei***“ betitelten Speicherplätze sind noch unbelegt. Ansonsten erscheint an der entsprechenden Speicherplatzstelle der im Menü »Grundeinstellungen Modell«, Seite 48 eingetragene Modellname, die Modulationsart sowie die Modellbetriebszeit. Mit dem Drehgeber einen der noch freien Speicherplätze 1 bis 30 anwählen und ENTER oder den Drehgeber drücken.
Sie werden aufgefordert, den grundsätzlichen Modelltyp, also entweder „Flächenmodell“ oder „Hubschraubermodell“, festzulegen.
Wählen Sie über den Drehgeber den grundsätzlichen Modelltyp an und drücken Sie den Drehgeber oder die ENTER-Taste. Das Display wechselt
wieder zur Grundanzeige. Der Speicherplatz ist nun reserviert.
Ein Wechsel zu dem anderen Modelltyp ist jetzt nur noch möglich, wenn dieser Speicherplatz zuvor gelöscht wird (Menü »Kopieren/Löschen, Seite 45 ).
Achtung:
- Solange Sie den Modelltyp nicht bestätigt haben, sind alle Senderfunktionen blockiert und die Übertragung zu einem Empfänger unterbrochen. Sollte vor Festlegung des Modelltyps der Sender ausgeschaltet werden, wechselt das Display beim Wiedereinschalten automatisch wieder zur Modelltypauswahl. Diese ist also in jedem Fall zu treffen!
- Sollte in der Displayanzeige die Warnanzeige „Gas zu hoch“

erscheinen, bewegen Sie den Gassteuerknüppel in Richtung Leerlauf.
Hinweis:
Das Erscheinen dieser Warnung ist auch abhängig von den bei „Motor“ im Menü »Modelltyp«, Seite 49, gewählten Einstellungen. Wählen Sie „keln“, wenn Sie keinen Motor einsetzen. Danach ist diese Meldung deaktiviert.
- Sollte in der Displayanzeige die Anzeige „Fail Safe einstellen“

erscheinen, lesen Sie bitte im Menü »Fail Safe«, Seite 108/109, nach.
Die nun nachfolgende Menübeschreibung erfolgt in der Reihenfolge der Multifunktionsmenüliste.

Modellauswahl
Modellauswahl 1...30

Kopieren/Löschen
Modell- und Flugphasenkopierfunktion
| 01 | CUMULUS | 97 | SPCM20 | 1:2 |
| 02 | Laser | PCM20 | 2:45h | |
| 03 | DV20 | KATANA | PPM18 | 5:26h |
| 04 | MEGA | STAR | SPCM20 | 8:31h |
| 05 | ***frei*** | |||
| 06 | ***frei*** | |||
Bis zu 30 komplette Modelleinstellungen lassen sich einschließlich der digitalen Trimmwerte der vier Trimmhebel abspeichern. Die Trimmung wird automatisch abgespeichert, so dass nach einem Modellwechsel, die einmal vorgenommene Trimmung für das betreffende Modell nicht verloren geht.
Ein im Menü »Grundeinstellungen Modell«, Seite 48, eingetragener Modellname erscheint hinter der Modellnummer sowie der Modelltyp als Piktogramm, die Modulationsart und die Modellbetriebszeit.
Wählen Sie aus der Liste mit dem Drehgeber das gewünschte Modell an. Bestätigen Sie die Wahl durch Drücken des Drehgebers oder betätigen Sie ENTER. Mit ESC gelangt man ohne einen Modellwechsel wieder zurück.
Hinweise:
- Falls bei einem Modellwechsel die Warnanzeige „Gas zu hoch" erscheint, befindet sich der Gas-Steuerknüppel (K1) in Richtung Vollgasstellung.
- Falls bei einem Modellwechsel der Hinweis „Fail Safe einstellen“ erscheint, sollten Sie die entsprechenden Fail-Safe Einstellungen überprüfen. (Betrifft nur den PCM20- und SPCM20-Betriebsmode).
- Bei zu niedriger Batteriespannung ist ein Modellwechsel aus Sicherheitsgründen nicht möglich. Im Display erscheint eine entsprechende Meldung:
zur Zeit nicht möglich Batteriespannung zu gering
| Modell löschen | => |
| Kopieren Modell → Modell | => |
| Kopieren MC22 → extern | => |
| Kopieren extern → MC22 | => |
| Kopieren Flugphase | => |
| Sichern alle Modelle → PC | => |
Dieses Menü ermöglicht:
- das Löschen eines Modellspeicherplatzes
- das interne Kopieren von Speicherplätzen
- das Kopieren eines Speicherplatzes zwischen mc-22/mc-22- bzw. mc-22/mx-22-Sendern und zwischen dem mc-22-Sender und einem zum Industriestandard kompatiblen PC
- das Kopieren einzelner Flugphasen (Menü »Phaseneinstellung« und »Phasenzuweisung«) inner-
halb ein und desselben Modellspeichers. - das Sichern der Daten aller Modellspeicher auf einem kompatiblen PC Für die Verbindung zu einem PC ist das als Zubehör lieferbare „PC-Interface mc-22/PC (Set)“, Best.-Nr. 4182 erforderlich, welches an dem beiliegenden Schnittstellenverteiler angeschlossen wird. Über diese Verbindung werden die Daten zum PC übertragen, um dort auf Diskette oder Festplatte gesichert und bei Bedarf wieder zurück in den Sender (oder einen Ersatzsender) geladen zu werden. Eine genaue Beschreibung liegt dem Set bei. (PC-Interface-Kabel und Schnittstellen-Verteiler sind auch einzeln erhältlich, s. Anhang). Zur Übertragung zwischen zwei mc-22-Sendern wird der mc-22-Schnittstellenverteiler Best.-Nr. 4182.3 in beiden Sendern und das Kopierkabel Best.-Nr. 4179.2 benötigt.
Achtung, unbedingt beachten:
Stellen Sie erst die Verbindung zum PC bzw. zum zweiten Sender über das Interface- bzw. Kopier-kabel her, bevor Sie den mc-22-Sender einschalten. Umgekehrt schalten Sie nach dem Kopieren erst den Sender aus, bevor Sie die Leitungsverbindungen wieder trennen!
![graph TD A["pc-22"] --> B["Kopierkabel Best.-Nr. 4179.2"] C["mc-22"] --> D["pc-Interface-Kabel Best.-Nr. 4182.9"] E["mx-22"] --> F["pc-Interface-Kabel Best.-Nr. 4182.9"] G["mc-22"] --> H["pc-Interface-Kabel Best.-Nr. 4182.9"] I["mc-22"] --> J["pc-Interface-Kabel Best.-Nr. 4182.9"] K["mc-22"] --> L["…](/content/2026/05/814952/images/69af11e0781ac169a52f186b11454de92953b1c429258029cbc2020f1133036d.jpg)
Programmbeschreibung: ≡ Speicher
Die gewünschte Option wird zunächst mittels gedrücktem Drehgeber ausgewählt und mit ENTER bzw. Drücken des Drehgebers aufgerufen:
„Modell löschen“

Zu löschendes Modell mit Drehgeber auswählen. Mit ESC gelangt man zur vorherigen Bildschirmseite zurück. Drücken Sie ENTER oder den Drehgeber, um zur nächsten Bildschirmseite zu wechseln:

Wählen Sie „NEIN“ oder „JA“ über den Drehgeber und bestätigen Sie Ihre Wahl mit ENTER oder Drücken des Drehgebers.
Achtung:
Der Löschvorgang Ist unwiderruflich. Alle Modellspeicherdaten werden auf die Standardeintragungen zurückgesetzt.
Soll der gerade aktive Modellspeicher der Grundanzeige gelöscht werden, muss unmittelbar der Modelltyp „Heli“ oder „Fläche“ definiert werden. Wird dagegen ein nicht aktiver Speicherplatz gelöscht, dann erscheint in der Modellauswahl „***frei***“.
„Kopieren Modell → Modell“

Nach der Auswahl des zu kopierenden Modells im Fenster „Kopieren von Modell“ und Bestätigung mit ENTER bzw. Drücken des Drehgebers, ist in einem weiteren Fenster „Kopieren nach Modell“ der Zielspeicher einzugeben, zu bestätigen oder mit ESC abzubrechen. Ein bereits belegter Speicherplatz kann überschrieben werden. Der Kopiervorgang ist sicherheitshalber nochmals zu bestätigen:

„Kopieren MC22 → extern“
Nach Auswahl des Modellspeicherplatzes im Fenster „Kopieren von Modell“ ist der Kopiervorgang auf einen PC oder einen zweiten mc-22-Sender zu bestätigen.

Der Kopiervorgang wird durch einen horizontalen Balken angezeigt.
„Kopieren extern → MC22“
Wählen Sie im Fenster „Kopieren nach Modell“ den Zielspeicher aus und bestätigen Sie die Eingabe wie zuvor. Das Laden von einem PC bzw. anderen Sender muss auch hier extra bestätigt werden:

Die Übertragung ist dann von dem zweiten Sender bzw. PC aus zu starten.
Hinweis:
Besteht keine Verbindung zu einem PC bzw. zu einem anderen Sender, ist der Empfangssender aus- und wieder einzuschalten, um den Kopiervorgang abzubrechen.
„Kopieren Flugphase“

In „Kopieren von Phase“ ist die zu kopierende Flugphase 1 ... 4 für Flächenmodelle bzw. für Hubschraubermodelle mit dem Drehgeber auszuwählen, mit ENTER bzw. Kurzduck auf den Drehgeber zu bestätigen und in einem weiteren Fenster „Kopieren nach Phase“ das Ziel auszusuchen und zu bestätigen. Wie oben beschrieben, folgt eine weitere Sicherheitsabfrage.
Codeausblendung aus Multifunktionsliste

Ausblenden Codes
„Sichern alle Modelle → PC“

Im Unterschied zum Befehl „Kopieren MC22 → extern“ werden sukzessive alle belegten Modellspeicherplätze automatisch zum PC übertragen.
Hinweis:
Bei zu niedriger Senderakkuspannung sind alle Kopier- und Löschfunktionen sicherheitshalber gesperrt. Im Display erscheint eine entsprechende Meldung:


In diesem Menü lassen sich die beim gerade aktiven Modell nicht mehr benötigten Funktionen oder diejenigen, die nicht mehr verändert werden sollen, aus der Multifunktionsliste ausblenden.
Bei der Flugphasenprogrammierung empfiehlt sich z. B. das Ausblenden aller flugphasenunabhängigen Einstellungen, wie Modulation, Steueranordnung, Servoeinstellungen etc.. Die Multifunktionsliste kann dann bis auf wenige Menüs eingeschränkt werden und die Funktionsauswahlliste gewinnt an Übersicht. Die Funktionen werden nicht deaktiviert, lediglich der direkte Zugriff wird blockiert.
Die auszublendende Funktion ist mit dem Drehgeber anzuwählen und mittels Kurzdruck auf den Drehgeber aus- oder einzublenden.
Achtung:
Im Auslieferzustand des Senders ist im Menü »Allgemeine Einstellungen« der Expertenmode auf „nein“ eingestellt. Beim Anlegen eines neuen Modellspeichers werden dadurch bestimmte Menüpunkte ausgeblendet. Sollen daher nach dem Anlegen eines neuen Modellspeichers alle Menüpunkte in diesem zur Verfügung stehen, so ist vorher diese Einstellung auf „ja“ zu bringen.
Ausnahme: Das Menü »Fail Safe« steht nur in der Sendebetriebsart „PCM20“ oder „SPCM20“ zur Verfügung, das Menü »TS-Mischer« nur bei mehr als 1 Taumelscheibenservo.

Grundeinstell. Modell
Modellspezifische Basiseinstellungen
| GRUNDEINSTELLUNGEN MODELL | ||||
| ►Modellname | < | > | ||
| Steueranordnung | 2 | |||
| Modulation | PPM18 | |||
| Trimmschritte | 4 | 4 | 4 | 4 |
Bevor mit der Programmierung flugspezifischer Parameter begonnen wird, sind einige Grundeinstellungen, die nur den gerade aktiven Modellspeicher betreffen, vorzunehmen. Wählen Sie die Menüzeile wie gewohnt mit gedrücktem Drehgeber aus.
Modellname
Maximal 11 Zeichen können für einen Modellnamen vergeben werden. Wechseln Sie mit gedrücktem Drehgeber zur nächsten Bildschirmseite (☐), um aus einer Zeichenliste den Modellnamen eingeben zu können:
| !“#$%&( )”+,-./0123456789;;<=>?@ABCDEFGHIJKLMNOPQRSTUVWXYZ{ }^`abcdefghijklmnopqrstuvwxyz{}~_NCueäääçëëiÄAEæÆöööüyÖÜ |
| Modelname <DV20> |
Wählen Sie mit dem Drehgeber das gewünschte Zeichen im inversen Zeichenfeld aus. Ein Kurzdruck auf den Drehgeber (oder ein Weiterdrehen im gedrückten Zustand) wechselt zur nächstfolgenden Stelle, an der Sie das nächste Zeichen wählen können. CLEAR setzt an die Stelle ein Leerzeichen.
Mit gedrücktem Drehgeber erreichen Sie jedes Zeichen innerhalb des Namens (angezeigt durch einen Doppelpfeil <-->).
Der Modellname erscheint in der Grundanzeige und in den Menüs »Modellauswahl« und »Kopieren/Lö-
schen«.
Steueranordnung
Grundsätzlich gibt es 4 verschiedene Möglichkeiten, die vier Steuerfunktionen Querruder, Höhenruder, Seitenruder und Gas bzw. Bremsklappen beim Flächenmodell sowie Rollen, Nicken, Heckrotor und Gas/Pitch beim Hubschraubermodell den beiden Steuerknüppeln zuzuordnen. Welche dieser Möglichkeiten benutzt wird, hängt von den individuellen Gewohnheiten des einzelnen Modellfliegers ab. Nach der Anwahl von „Steueranordnung“ erscheint am unteren Bildschirmrand SEL. Drücken Sie den Drehgeber. Die aktuelle Steueranordnung wird invers dargestellt. Wählen Sie nun mit dem Drehgeber zwischen den Möglichkeiten 1 bis 4 aus. CLEAR wechselt zur Steueranordnung „1“.
Steueranordnung Flächenmodelle




Steueranordnung Hubschraubermodelle

MODE 3
Gas rechts

MODE 4
Gas links

Modulation
Nach Anwahl dieser Zeile drücken Sie wiederum den Drehgeber und wählen die erforderliche Modulationsart über den Drehgeber aus. Die eingestellte Modulationsart ist unmittelbar aktiv, d. h., Sie können die Signalübertragung zum Empfänger sofort testen. CLEAR schaltet auf die Modulationsart „PCM20“ um.
Der Sender mc-22 unterscheidet zwischen 4 verschiedenen Modulationsarten, und zwar:
PCM20: System-Auflösung von 512 Schritten pro Steuerfunktion für Empfänger vom Typ „mc“ und „DS mc“ für bis zu 10 Servos.
SPCM20: Super-PCM Modulation mit hoher System-Auflösung von 1024 Schritten pro Steuerfunktion für Empfänger vom Typ „smc“ für bis zu 10 Servos.

M o d e l l t y p
Modelltypfestlegung
für
Flächenmodelle
PPM18: meistgenutzter Standard-Übertragungsmodus (FM oder FMsss) für alle übrigen GRAUPNER-PPM-FM-Empfänger für bis zu 9 Servos.
PPM24: PPM-Multiservo-Übertragungsmodus für den gleichzeitigen Betrieb von 12 Servos für den Empfänger „DS 24 FM S“.
Hinweis:
Falls Sie Ihre Modelle überwiegend mit der gleichen Steueranordnung und Modulationsart betreiben, können Sie in dem „senderspezifischen“ Menü »Allgemeine Einstellungen«, Seite 112, diese Angaben bereits vorwählen. Diese beiden Vorgaben werden beim Anlegen eines neuen Modellspeicherplatzes automatisch übernommen und können dann, wie vorstehend beschrieben, aber auch wieder modell-spezifisch angepasst werden.
Trimmschritte
Die vier digitalen Trimmhebel verschieben den Neutralpunkt des jeweiligen Steuerknüppels bei jedem Druck („Klick“) in die jeweilige Richtung des Trimmhebels um eine hier einstellbare Schrittweite:

Mit dem Drehgeber „K1“, „QR“ (Querrudertrimmhebel), „HR“ (Höhenrudertrimmhebel) oder „SR“ (Seitenrudertrimmhebel) anwählen, Drehgeber kurz drücken und Wert zwischen 1 und 10 einstellen.
Im Helikopterprogramm verändern Sie entsprechend die Schrittweite für „GAS“, „ROLL“, „NICK“ und „HECK“. Der Trimmweg beträgt max. ca. ± 30% des Steuerweges.

In diesem Menü werden alle modellcharakteristischen Funktionen festgelegt. Zeile anwählen und nach Kurzdruck auf den Drehgeber erforderliche Option vorgeben:
Motor
„kein“: Sie verwenden ein Segelflugmodell ohne Antrieb. Die Warnmeldung „Gas zu hoch“, s. Seite 20, 44, ist deaktiviert.
„Gas min hinten“: Die Leerlaufposition des Gas-/Bremsklappensteuerknüppels (K1) befindet sich hinten, d. h. zum Piloten hin.
„Gas min vorn“: Die Leerlaufposition des Gas-/Bremsklappensteuerknüppels (K1) befindet sich vorn, d. h. vom Piloten weg.
Hinweise:
- Die K1-Trimmung wirkt entsprechend nur hinten oder vorn, also nur in der Leerlaufposition. Überprüfen Sie z. B. die Einstellung im Menü »Servoanzeige«.
- Abschalttrimmung: Beachten Sie diese Funktion, die auf Seite 26 beschrieben ist.
Leitwerk
„normal“: Der größte Teil der Flächenmodelle hat ein „Normalleitwerk“. Dazu zählen alle Motor- und Segelflugmodelle, bei denen über jeweils ein Servo Höhen-, Seitenruder und Motordros-
sel bzw. Drehzahlsteller oder Bremsklappen betätigt werden.
„V-Leitwerk“: Die Höhen- und Seitenrudersteuerung erfolgt über zwei getrennt angelenkte, V-förmig angeordnete Ruder. Die Koppelfunktion für die Seiten- und Höhenrudersteuerung wird vom Programm automatisch übernommen. Der Höhenruder- und Seitenrudersteuerweg sollte über »Dual/Rate«, Seite 62, eingestellt werden, die Servowege im Menü »Servoeinstellung«, Seite 52.
„Delta/Nurflügel“: Die Quer- und Höhenrudersteuerung erfolgt über ein Servo je Tragflächenhälfte. Wahlfrei kann ein weiteres je Seite angesteuert werden.
„2 HR Sv 3+8“: Diese Option ist für Modelle mit zwei Höhenruderservos gedacht. Bei Höhenruderbetätigung läuft das am Ausgang 8 angeschlossene Servo mit. Die Höhenrudertrimmung wirkt auf beide Servos. Ein Geber, der dem Eingang 8 im Menü »Gebereinstellungen« zugewiesen ist, ist aus Sicherheitsgründen softwaremäßig vom Servo „8“ getrennt.
Querruder/Wölbklappen
Stellen Sie hier die Anzahl von Querruder- und Wölbklappenservos ein.
Hinweis:
Nur beim Modelltyp „normal“ mit 1 Querruder- und 1 Wölbklappenservo sind alle Empfängerausgänge getrennt voneinander steuerbar. Ansonsten sind die Empfängerausgänge bereits softwaremäßig entsprechend gekoppelt.

H e l i t y p
Modelltypfestlegung
für
Helimodelle
Softwaremäßig sind fertige Mischer für bis zu je 2 Querruder- und Wölbklappenservos vorgesehen. Die zugehörigen Mischer und deren Einstellmöglichkeiten werden abhängig von den Vorgaben in diesem Menüpunkt im Menü »Flächenmischer« aktiviert.
Zusätzliche Flächenservos können unter Zuhilfenahme des Menüs »Kreuzmischer«, Seite 106 in einfachster Weise integriert werden.
Bremse
Diese Funktion dürfte sowohl für Segelflug- und Elektromodelle wie auch für Modelle mit Verbrennungsmotor mit Landeklappen von Interesse sein. Die im Menü »Flächenmischer« beschriebenen Mischer:
• Bremse → 3 Höhenruder
• Bremse → 6 Wölbklappe
• Bremse → 5 Querruder
können durch den K1-Steuerknüppel („Eingang 1“) oder einem, dem Eingang 8 oder 9 (siehe Menü »Gebereinstellungen«) zugeordneten Proportionalgeber oder Schalter betätigt werden. Auch diese Einstellung nehmen Sie über den Drehgeber wie gewohnt vor.
Nachdem Sie die Einstellung unter „Motor“ vorgenommen haben, bestimmen Sie nun die Lage des Mischerneutralpunktes (Offset, Seite 98): Wechseln Sie zum STO-Feld, bewegen Sie den Geber des Einganges 1, 8 oder 9 in die gewünschte Position (Landeklappen in Neutralstellung) und legen Sie abschließend den Offset-Punkt durch einen Kurzdruck auf den Drehgeber fest. Wird der Offset nicht ganz ans Ende des Geberweges gelegt, so ist der Rest des Weges „Leerweg“, d. h. beeinflusst nicht länger einen der oben aufgeführten Mischer.
| HELITYP | |
| Taumelscheibentyp | 1 Servo |
| ►Rotor-Drehrichtung | links |
| Pitch min | hinten |
| Expo Gaslimit | 0% |
| ▼▲ | SEL |
Für die Ansteuerung der Taumelscheibe existieren mehrere Programme, die sich dadurch unterscheiden, wie viele Servos für die Pitchsteuerung vorgesehen sind. Mit gedrücktem Drehgeber zunächst die Zeile „Taumelscheibentyp“ anwählen und nach Kurzdruck auf den Drehgeber die Servozahl im inversen Feld festlegen. Analog werden die übrigen Parameter in der 2. bis 4. Zeile eingestellt, s. weiter unten.
Die Empfängerausgänge sind, wie auf Seite 35 beschrieben, zu belegen.
Taumelscheibentyp
„1 Servo“: Die Taumelscheibe wird über ein Roll-/Nickservo gekippt. Die Pitchsteuerung erfolgt über ein separates Servo.
„2 Servo“: Die Taumelscheibe wird für die Pitchsteuerung durch zwei Rollservos axial verschoben; die Nicksteuerung wird durch eine mechanische Ausgleichswippe entkoppelt (HEIM-Mechanik).
3Sv (2Roll): Symmetrische Dreipunktansteuerung der Taumelscheibe über drei um jeweils 120° versetzte Anlenkpunkte, mit denen ein Nickservo (vorn oder hinten) und zwei Rollservos (seitlich links und rechts) verbunden sind. Für die Pitchsteuerung verschieben alle drei Servos die Taumelscheibe axial.
3Sv (2Nick): Symmetrische Dreipunktansteuerung wie vor, jedoch um 90° gedreht, d. h.
ein Rollservo seitlich und zwei Nickservos vorn und hinten.
4Sv (90°): Vierpunktansteuerung der Taumel-scheibe über jeweils zwei Roll- und zwei Nickservos.
CLEAR schaltet auf „1 Servo“ um. Die TS-Mischanteile sind ebenso wie die Taumelscheibendrehung im Menü »Helimischer« einzustellen.
Hinweis:
Sollte keiner der Taumelscheibenmischer zu Ihrem Modell passen, so kann im Menü »Helimischer« unter „Taumelscheibendrehung“ auch ein Taumelscheibentyp angepasst werden.
Taumelscheibentyp: 1 Servo

In dieser Zeile wird der Hauptrotordrehsinn eingegeben:
„links“: von oben gesehen dreht der Hauptrotor gegen den Uhrzeigersinn.
„rechts“: von oben gesehen dreht der Hauptrotor im Uhrzeigersinn.
CLEAR schaltet um auf „links“.

Diese Angabe ist erforderlich, damit die Mischer für den Drehmoment- und Leistungsausgleich sinngemäß richtig arbeiten können, und zwar im:
Menü »Helimischer«: Kanal 1 → Heckrotor, Heckrotor
Roll
Boll
Nick
Nick
→G
→ Heckrot
→Gas,
→ Heckro
→ Gas.
Pitch min
Nun wird die Betätigungsrichtung des Gas-/Pitchsteuerknüppels an Ihre Steuergewohnheiten angepasst. Von dieser Einstellung hängen die Funktionen aller anderen Optionen des Helikopterprogramms ab, soweit sie die Gas- und Pitchfunktion betreffen, also z. B. die Gaskurve, Leerlauftrimmung, Kanal 1 → Heckrotormischer usw..
Es bedeuten:
„vorn“: minimale Pitcheinstellung, wenn der Pitchknüppel (K1) vorne
„hinten“: minimale Pitcheinstellung, wenn der Pitchknüppel (K1) hinten.
CLEAR schaltet auf „vorn“ um.
Hinweis:
Die K1-Trimming wirkt nur auf das Gasservo. Eine ggf. erforderliche Trimmung der Pitchservos wird auf der Seite 104 im Beispiel 3 beschrieben.

Hinweise:
- Da Sie üblicherweise Ihre Modelle mit der gleichen Pitch-min-Richtung betreiben werden, können Sie im „senderspezifischen“ Menü »Allgem. Einstell«, Seite 112, diese Angabe bereits vorwählen. Diese Vorgabe wird beim Anlegen eines neuen Modellspeichers in das Menü »Helityp« automatisch übernommen und kann dann wie beschrieben, aber auch wieder modellspezifisch angepasst werden.
- Standardmäßig ist der so genannte „Gaslimiter“ gesetzt (siehe Seite 60), mit dem über den Eingang 12 im Menü »Gebereinstellungen« das Gasservo getrennt von den Pitchservos in Richtung maximaler Auslenkung begrenzt werden kann.
Expo Gaslimit
Der Funktion „Gaslimit“, die im Menü „Gebereinstellungen“ beschrieben wird, kann eine exponentielle Kurvencharakteristik zugeschrieben werden. Über den Drehgeber ist ein Wert zwischen - 100% und
+ 100% für den Progressionsgrad einstellbar. Sinnvoll z. B., wenn der Gaslimiter gleichzeitig die Leerlaufeinstellung regulieren soll. Weitere Details zum Gaslimiter siehe Menü „Gebereinstellungen«, Seite 60.
Beispiel zweier Expo-Gas-limit-Kurvencharakteristiken für 100% Servoweg:
durchgezogene Linie: neg. Expo-Werte;
gestrichelte Linie: pos. Expo-Werte


Servoeinstellungen
Servorichtung,
-mitte,
-weg,
-begre
| Servo 1 | => | 0% | 100% | 100% | 50% | 150% |
| Servo 2 | => | 0% | 100% | 100% | 150% | 150% |
| Servo 3 | => | 0% | 100% | 100% | 150% | 150% |
| Servo 4 | => | 0% | 100% | 100% | 150% | 150% |
| Umk Mittel -Servoweg+ | -Begrenz.+ | |||||
| SEL SEL SYM ASY SYM ASY | ||||||
In diesem Menü werden Parameter, die ausschließlich das jeweils angeschlossene Servo betreffen, eingestellt, und zwar die Servodrehrichtung, die Neutralstellung, der Servoweg und eine Wegbegrenzung.
Grundsätzliche Bedienschritte:
- Mit gedrücktem Drehgeber das betreffende Servo 1 bis 12 anwählen.
- Durch Drehen des Drehgebers in der unteren Zeile SEL, SYM oder ASY anwählen, um die jeweiligen Einstellungen vornehmen zu können.
- Drehgeber drücken. Das entsprechende Eingabefeld wird invers dargestellt.
- Mit Drehgeber gewünschten Wert einstellen.
- Abschließend wieder Drehgeber drücken, um Eingabe zu beenden.
Wichtig:
Die Ziffern der Servobezeichnungen beziehen sich auf die an den entsprechenden Empfängerausgängen angeschlossenen Servos. Eine Übereinstimmung mit der Nummerierung der Steuerfunktionseingänge im Sender wäre rein zufällig und ist normalerweise bei den teilweise komplexen Spezialprogrammen nicht gegeben. Daher beeinflusst auch eine Änderung der Steueranordnung nicht die Nummerierung der Servos.
Beginnen Sie mit der Servoeinstellung grundsätzlich in der linken Spalte!
Spalte 2 „Umk“
Die Servodrehrichtung wird an die praktischen Gegebenheiten im jeweiligen Modell angepasst, so dass bei der Montage der Steuergestänge und Anlenkungen keinerlei Rücksicht auf den vorgegebenen Drehsinn der Servos genommen werden muss. Die Laufrichtung wird symbolisiert durch die Zeichen „=“ und „<=“. Die Servodrehrichtung ist vor dem Einstellen der nachfolgenden Optionen festzulegen! CLEAR setzt die Laufrichtung auf „=“ zurück.

Spalte 3 „Mitte“
Die Servoweg-Mittenverstellung ist zur Anpassung von Servos, die nicht dem Standard (Servo-Mittelstellung bei 1,5 ms) entsprechen, sowie für (extreme) Verstellzwecke, z. B. bei der Einstellung der Neurallage von Rudern am Modell, vorgesehen. Unabhängig von den Trimmhebeln und eventuellen

Mischereinstellungen kann die Neutralstellung im Bereich von -125 bis +125% des normalen Servoweges verschoben werden. Die Einstellung bezieht sich unabhängig von allen anderen Trimm- und Mischereinstellungen direkt auf das betreffende Servo. CLEAR setzt den Wert wieder auf „0%“ zurück.
Spalte 4 „Servoweg“
In dieser Spalte wird der Servoweg symmetrisch oder asymmetrisch für jede Seite eingestellt. Der Einstellbereich beträgt 0 ... + 150% des normalen Servoweges. Die eingestellten Werte beziehen sich dabei auf die Einstellungen in der Spalte „Mitte“.
Zur Einstellung eines „symmetrischen“, d. h. steuerseitenunabhängigen Weges, ist SYM und zur Einstellung eines asymmetrischen Weges ist ASY anzuwählen. Bewegen Sie in letzterem Fall den zugehörigen Geber (Steuerknüppel, Schieberegler, Drehregler oder Schaltmodul) in die jeweilige Endstellung, so dass nach Drücken des Drehgebers das inverse Servoweg-Feld zwischen dem linken (negative Richtung) und rechten Feld (positive Richtung) umspringt.
CLEAR setzt die veränderten Parameter auf 100% zurück.
Die nebenstehende Abb. zeigt ein Beispiel einer seitenabhängigen Servowegestellung: -50% und +150%.

Wichtig:
Im Unterschied zum Menü »Gebereinstellungen« bezieht sich diese Einstellung direkt auf das betreffende Servo, unabhängig davon, wie das Steuersignal für dieses Servo zustande kommt, also entweder direkt von einem Steuerknüppel oder über beliebige Mischerkfunktionen.
Spalte 5 „Wegbegrenzung“
Das Zusammenwirken von Mischern, aber auch anderen Parametern, wie z. B. deutliche Mittenverstellung plus Wegvergrößerung, kann dazu führen, dass die resultierenden Servoausschläge die normalen Stellwege überschreiten. Da alle GRAUPNER/JR-Servos eine Reserve von zusätzlich 50% des normalen Weges besitzen, wird der Stellweg normalerweise bei 150% durch den Sender begrenzt, um ein mechanisches Auflaufen der Servos zu verhindern.
In einigen Fällen kann es jedoch sinnvoll sein, den Begrenzereinsatz schon bei geringeren Servowegen wirken zu lassen, wenn z. B. Ausschlagwerte mechanisch begrenzt sind und die im Fluge normalerweise benutzten Steuerwege nicht unnötig durch Wegreduktion mittels der oben beschriebenen Servowegeinstellung verringert werden sollen.
Beispiel:
Ein Servo wird getrennt von zwei Gebern über Mischer angesteuert und kann aus modellspezifischen Gründen nur einem maximalen Servoweg von 100% folgen, weil es bei mehr als 100 % mechanisch anlaufen würde.
Solange nur jeweils ein Geber benutzt wird, ist das auch weiter kein Problem. Zu einem solchen u. a. Strom fressenden jedoch wird es, wenn sich die Signale bei gleichzeitiger Benutzung der beiden Geber zu einem Gesamtweg von mehr als 100% addieren.
Um solchem vorzubeugen, sollte unbedingt der Weg per individueller Wegbegrenzung entsprechend begrenzt werden.
Wählen Sie das SYM-Feld an, um die Wegbegrenzung symmetrisch zu beiden Seiten zwischen 0 und +150% des normalen Weges festzulegen und das ASY-Feld für eine seitenabhängige Begrenzung. Drücken Sie nun den Drehgeber und stellen Sie wiederum mittels Drehgeber die Wegbegrenzungswerte ein. Im Fall einer asymmetrischen Einstellung bewegen Sie dabei das zugehörige Bedienelement in die entsprechende Endstellung. Das inverse Feld springt zwischen der negativen und positiven Richtung um. (CLEAR = 150%).
Die Abb. zeigt bei einer Wegeinstellung von +150% die Wegbegrenzung des Servos auf 90%.


Gebereinstellungen
Einstellungen der Gebereingänge 1 bis 12
| Eing. 5 | Geb. 5 | 0% | +100%+100% | 0.0 | 0.0 |
| Eing. 6 | Geb. 6 | 0% | +100%+100% | 0.0 | 0.0 |
| Eing. 7 | Geb. 7 | 0% | +100%+100% | 0.0 | 0.0 |
| Eing. 8 | Geb. 8 | 0% | +100%+100% | 0.0 | 0.0 |
| «normal » | Offset | - Weg + | -Zeit+ | ||
| SEL √- | SYM | SYM ASY | |||
Neben den 2 Kreuzknüppeln für die Steuerfunktionen 1 bis 4 lassen sich an den Steckplätzen CH5 bis CH10 weitere Geber (Schieberegler, Drehregler, Schaltmodule) anschließen.
Die Funktionseingänge 11 und 12 dagegen sind reine „Software-Eingänge“ und können nur durch Geber CH5 ... CH10 oder mit Extern-, Fest- oder Geberschaltern (G1 ... G4 bzw. G1i ... G4i) belegt werden.
Im Neuzustand befinden sich bei der mc-22 die zwei Geber der Mittelkonsole an folgenden Eingängen:
| Bedienelement | Senderbuchse | Funktionseingang |
| Schieber links oder alternativ2-Kanal-Schalt-modul links | CH6 | 6 |
| Schieber rechts CH7 7 | ||
Diese beiden, wie auch andere an den Funktionseingängen 5 bis 10 angeschlossenen Bedienelemente können nun in diesem Menü völlig wahlfrei jedem beliebigen Funktionseingang (Seite 24/25) zugeordnet werden. D. h. aber ebenso, dass jedes einzelne dieser Bedienelemente bei Bedarf auch gleichzeitig mehreren Funktionseingängen zugeteilt werden kann, z. B. den Eingängen 11 und 12. Darüber hinaus kann jedem Eingang wahlweise auch ein Extern-, Fest- oder Geberschalter zugewiesen werden, siehe weiter unten.
Des Weiteren lassen sich die Funktionseingänge 5 bis 8 flugphasenspezifisch belegen, sofern in den Menüs »Phaseneinstellung« und »Phasenzuwei-
sung« Flugphasenprogramme definiert wurden. Die den jeweiligen Flugphasen zugewiesenen Namen erscheinen dann in der unteren Bildschirmzeile, z. B. «normal». Die Funktionseingänge 9 bis 12 können in jedem Modellspeicher (1 bis 30) dagegen nur einmal belegt werden.
Grundsätzliche Bedienschritte:
- Mit gedrücktem Drehgeber den betreffenden Eingang 5 bis 12 anwählen.
- Durch Drehen des Drehgebers in der unteren Zeile SEL, Schaltsymbol, SYM oder ASY anwählen, um die jeweiligen Einstellungen vornehmen zu können.
- Drehgeber drücken: Zu veränderndes Eingabefeld wird invers dargestellt.
- Mit Drehgeber Einstellung vornehmen.
- Drehgeber drücken, um die Eingabe zu beenden.
Spalte 2 „Geber- oder Schalterzuordnung“
Wählen Sie mit gedrücktem Drehgeber einen der Funktionseingänge 5 bis 12 an. Wechseln Sie mit dem Drehgeber zu SEL bzw. aktivieren Sie bei bereits inversem SEL durch Kurzdruck auf den Drehgeber die Möglichkeit der Zuordnung:
Ansteuern durch Geber:
Wählen Sie den betreffenden Geber 5 bis 10 aus, sofern der entsprechende Steckplatz auf der Senderplatine belegt ist, oder schalten Sie um auf „frei“, wenn der Eingang vom Geber abgekoppelt werden soll. In diesem Fall und auch wenn ein nicht vorhandener Geber zugewiesen wurde, steht das zugehörige Servo dieses Einganges in Neutralstellung und ist nur noch über Mischer ansteuerbar.
Tipp:
Schalten Sie alle nicht benötigten Eingänge auf „frei“, um eine Fehlbedienung über nicht benötigte Geber auszuschließen.
Ansteuern durch Externschalter:
Falls der Eingang wie ein Schaltmodul betätigt werden soll, Ihnen aber kein weiteres Schaltmodul zur Verfügung steht, können Sie alternativ jedem Eingang einen Externschalter zuweisen. Über einen einfachen Schalter (z. B. Best.-Nr. 4160, 4160.1 u. a., siehe Anhang) kann zwischen den beiden Endwerten hin und her geschaltet werden, z. B. Motor EIN/AUS.
Über einen 2-Weg-Moment- (Best.-Nr. 4160.44) oder Differentialschalter (Best.-Nr. 4160.22) erreichen Sie die gleiche Wirkung wie mit einem 2-Kanal-Schaltmodul Best.-Nr. 4151, siehe Anhang.
Wechseln Sie zunächst zum Schaltersymbol-Feld und drücken Sie anschließend auf den Drehgeber:
| Eing. 5 | Geb. 5 | 0% | +100% | +100% | 0.0 | 0.0 |
| Eing. 6 | Geb. 6 | 0% | +100% | +100% | 0.0 | 0.0 |
| Eing. 7 | Ge | - Gewünschten Schalterin die EIN Position(erw. Schalt.: ENTER) | 0.0 | 0.0 | ||
| Eing. 8 | Ge | 0.0 | 0.0 | |||
| «normal » | Offset - Weg + | -Zeit+ | ||||
| SEL | SYM | SYM ASY | ||||
Weisen Sie ausgehend von der Mittelstellung des 2-Wege-Schalters eine Schaltrichtung zu – vorzugsweise sollte dies die „zweite“ sein. D. h., möchten Sie z. B. eine Funktion nach vorne, also vom Körper weg, zweistufig einschalten, dann beginnen Sie von der Mitte ausgehend, mit der Richtung vom Körper weg! Im Display wird daraufhin eine weitere Schaltertaste anstelle des linken SEL-Feldes eingeblendet. Stellen Sie nun den Schalter zurück in die Mitte. Drücken Sie anschließend wiederum den Drehgeber und weisen Sie wieder ausgehend von der Mittelstellung nun die andere Schaltrichtung zu.
Im Display wird nun die Schalternummer mit einem Schaltsymbol, das die Schaltrichtung anzeigt, eingebendet, z. B.:
| Eing. 5 | 8□7□ | 0% | +100%+100% | 0.0 | 0.0 |
| Eing. 6 | Geb. 6 | 0% | +100%+100% | 0.0 | 0.0 |
| Eing. 7 | Geb. 7 | 0% | +100%+100% | 0.0 | 0.0 |
| Eing. 8 | Geb. 8 | 0% | +100%+100% | 0.0 | 0.0 |
| «normal » | Offset | -Weg + | -Zeit+ | ||
| SYM | SYM ASY | ||||
(Die Schalternummer bezieht sich auf die Anzeige im Menü »Schalteranzeige«, Seite 70).
Wie auf Seite 25 bereits beschrieben, kann auch ein Geber selbst als Schalter benutzt werden, d. h., der Eingang kann bei einer im Menü »Geberschalter« noch einzustellenden Geberposition zwischen den beiden Endpositionen hin und her geschaltet werden.
Anstatt einen Schalter in die „EIN-Position“ zu bewegen, drücken Sie ENTER, um zu den „erweiterten Schaltern“ zu gelangen:

Mittels Drehgeber den gewünschten Geberschalter G1 ... G4 oder einen der softwaremäßig „umgepolten“ (Schaltrichtung!) Geberschalter G1i ... G4i auswählen und durch einen Kurzdruck auf den Drehgeber bestätigen.
Über die beiden Festschalter wird dem Eingang ein konstantes Signal zugeführt:
FXI = 100 %, FXA = -100 %
(Andere Werte durch Ändern der Standardeinstellung in Spalte 4 einstellbar.)
Um einen Schalter zu löschen, drücken Sie bei der Anzeige:
„Gewünschten Schalter in die EIN-Position“
die CLEAR-Taste.
Weitere Informationen zu den Geberschaltern sind im Menü »Geberschalter«, Seite 70, zu finden. Dort müssen Sie u. a. einem zugewiesenen Geberschalter noch einen Geber zuordnen!
Spalte 3 „Offset“
Die Steuermitte des jeweiligen Gebers, d. h. seinen Nullpunkt, ändern Sie in dieser Spalte. Der Verstellbereich liegt zwischen - 125% und + 125%. CLEAR setzt den Offset-Wert auf 0% zurück. Auf der Seite 78 bzw. auf der Seite 125 finden Sie ein Anwendungsbeispiel im Zusammenhang mit der Flugphasenprogrammierung.
Spalte 4 „- Weg +“
Hier stellen Sie den Steuerweg zwischen - 125% und + 125% ein. Damit lässt sich die Geberrichtung softwaremäßig auch umpolen. Im Unterschied zur Servowegeinstellung wirkt die Steuerwegeinstellung jedoch auf alle Misch- und Koppeleingänge, d. h. letztendlich auf alle Servos, die über den betreffenden Geber betätigt werden.
Der Steuerweg kann symmetrisch (SYM) zu beiden Seiten des Bedienelementes oder asymmetrisch (ASY) eingestellt werden. Im letzteren Fall müssen Sie das entsprechende Bedienelement in die jeweilige Richtung bewegen. Das jeweils invers dargestellte Feld lässt sich dann mittels Drehgeber verändern. CLEAR setzt den Steuerweg auf 100% zurück.
Tipp:
Im Menü »Servoanzeige« können Sie die Einstellungen unmittelbar überprüfen.
Spalte 5 „Zeit“
Für alle Funktionseingänge 5 ... 12 lässt sich eine symmetrische oder asymmetrische Zeitverzögerung zwischen 0 und 9,9 s programmieren. Wählen Sie mittels Drehgeber in der rechten Spalte SYM oder ASY und drücken Sie nun den Drehgeber.
Bei asymmetrischer Einstellung der Zeitverzögerung ist der zugehörige Geber in die jeweilige Endposition zu bewegen (bzw. der zugehörige Schalter in die entsprechende Richtung zu drücken), um mittels Drehgeber die seitenabhängige Zeitverzögerung vorgeben zu können.
Anwendung:
Einziehfahrwerk mit Abdeckklappen (mit 2 Servos gesteuert):
- ausfahren: Klappen schnell, Rad langsam
- einfahren: Rad schnell, Klappen langsam.
Beispiel:
Klappen: Servo 11
Rad: Servo 12

Über Geber-„Offset“ und „Weg“ können Sie den Weg der zugehörigen Servos 11 und 12 beeinflussen. Nutzen Sie das Menü »Servoanzeige« zur Kontrolle.

Gebereinstellungen
Einstellungen der Gebereingänge 1 bis 12
| Eing. 5 | Geb. 5 | 0% | +100%+100% | 0.0 | 0.0 |
| Gas | frei | 0% | +100%+100% | 0.0 | 0.0 |
| Gyro | frei | 0% | +100%+100% | 0.0 | 0.0 |
| Eing. 8 | Geb. 8 | 0% | +100%+100% | 0.0 | 0.0 |
| «normal » | Offset - Weg + -Zeit+ | ||||
| SEL | SYM SYM ASY | ||||
Auch im Heli-Programm lassen sich an den Steckplätzen CH5 bis CH10 weitere Geber (Schiebe-regler, Drehregler, Schaltmodule) anschließen.
Die Funktionseingänge 11 und 12 dagegen sind reine „Software-Eingänge“ und können nur durch Geber CH5 ... CH10 oder mit Extern-, Fest- oder Geberschaltern (G1 ... G4 bzw. G1i ... G4i) belegt werden.
Im Neuzustand befinden sich bei der mc-22 die zwei Geber der Mittelkonsole an folgenden Eingängen:
| Bedienelement | Senderbuchse | Funktionseingang |
| Schieber links oder alternativ | CH6 | 6 |
| 2-Kanal-Schalt-modul links | ||
| Schieber rechts CH7 7 | ||
Diese beiden, wie auch andere an den Funktionseingängen 5 bis 10 angeschlossenen Bedienelemente können nun in diesem Menü völlig wahlfrei jedem beliebigen Funktionseingang (Seite 24/25) zugeordnet werden. D. h. aber ebenso, dass jedes einzelne dieser Bedienelemente bei Bedarf auch gleichzeitig mehreren Funktionseingängen zugeteilt werden kann, z. B. den Eingängen 11 und 12. Darüber hinaus kann jedem Eingang wahlweise auch ein Extern-, Fest- oder Geberschalter zugewiesen werden, siehe weiter unten.
Der Funktionseingang „6“ ist allerdings softwaremäßig durch die Einstellung „frei“ abgekoppelt, also unwirksam, da dieser Steuerkanal beim Helikopter für das Gasservo reserviert ist.
Über den Geber 7 wird die Kreiselausblendung gesteuert, siehe Menü »Helimischer«, Seite 91.
Der Funktionseingang 12 ist mit Gaslimit bezeichnet, dessen Funktion am Ende dieser Menübeschreibung erläutert wird, Seite 60.
Des Weiteren lassen sich die Funktionseingänge 5 bis 8 flugphasenspezifisch belegen, sofern in den Menüs »Phaseneinstellung« und »Phasenzuweisung« Flugphasenprogramme definiert wurden. Die den jeweiligen Flugphasen zugewiesenen Namen erscheinen dann in der unteren Bildschirmzeile,
z. B. «normal». Die Funktionseingänge 9 bis 12 können in jedem Modellspeicher (1 bis 30) dagegen nur einmal belegt werden.
Grundsätzliche Bedienschritte:
- Mit gedrücktem Drehgeber den betreffenden Eingang 1 bis 12 anwählen.
- Durch Drehen des Drehgebers in der unteren Zeile SEL, Schaltsymbol, SYM oder ASY anwählen, um die jeweiligen Einstellungen vornehmen zu können.
- Drehgeber drücken: Zu veränderndes Eingabefeld wird invers dargestellt.
- Mit Drehgeber Einstellung vornehmen.
- Drehgeber drücken, um die Eingabe zu beenden.
Spalte 2 „Geber- oder Schalterzuordnung“
Wählen Sie mit gedrücktem Drehgeber einen der Funktionseingänge 5 bis 12 an. Wechseln Sie mit dem Drehgeber zu SEL bzw. aktivieren Sie bei bereits inversem SEL durch Kurzdruck auf den Drehgeber die Möglichkeit der Zuordnung:
Ansteuern durch Geber:
Wählen Sie den betreffenden Geber 5 bis 10 aus, sofern der Steckplatz auf der Senderplatine belegt ist, oder schalten Sie um auf „frei“, wenn der Eingang vom Geber abgekoppelt werden soll. In diesem Fall und auch wenn ein nicht vorhandener Geber zugewiesen wurde, steht das zugehörige Servo dieses Einganges in Neutralstellung und ist nur noch über Mischer ansteuerbar.
Tipp:
Schalten Sie alle nicht benötigten Eingänge auf „frei“, um eine Fehlbedienung über nicht benötigte Geber auszuschließen.
Ansteuern durch Externschalter:
Falls der Eingang wie ein Schaltmodul betätigt werden soll, Ihnen aber kein weiteres Schaltmodul zur Verfügung steht, können Sie alternativ jedem Eingang einen Externschalter zuweisen. Über einen einfachen Schalter (z. B. Best.-Nr. 4160, 4160.1 u. a., siehe Anhang) kann zwischen den beiden Endwerten hin und her geschaltet werden, z. B. Motor für eine Sonderfunktion EIN/AUS.
Über einen 2-Weg-Moment- (Best.-Nr. 4160.44) oder Differentialschalter (Best.-Nr. 4160.22) erreichen Sie die gleiche Wirkung wie mit einem 2-Kanal-Schaltmodul Best.-Nr. 4151, siehe Anhang.
Wechseln Sie zunächst zum Schaltersymbol-Feld und drücken Sie anschließend auf den Drehgeber:
| Eing. 5 | Geb. 5 | 0% | +100% | +100% | 0.0 | 0.0 |
| Gas | fre | 0,0 | +100% | +100% | 0.0 | 0.0 |
| Gyro | fre | Gewünschten Schalter | 0.0 | 0.0 | ||
| Eing. 8 | Ge | in die EIN Position | 0.0 | 0.0 | ||
| «normal » | (erw_Schalt: ENTER) | 0.0 | 0.0 | |||
| Offset - Weg + | -Zeit+ | |||||
| SEL | SYM ASY | SYM ASY | ||||
Weisen Sie ausgehend von der Mittelstellung des 2-Wege-Schalters eine Schaltrichtung zu – vorzugsweise sollte dies die „zweite“ sein. D. h., möchten Sie z. B. eine Funktion nach vorne, also vom Körper weg, zweistufig einschalten, dann beginnen Sie von der Mitte ausgehend, mit der Richtung vom Körper
weg! Im Display wird daraufhin eine weitere Schaltertaste anstelle des linken SEL-Feldes eingeblendet. Stellen Sie nun den Schalter zurück in die Mitte. Drücken Sie anschließend wiederum den Drehgeber und weisen Sie wieder ausgehend von der Mittelstellung nun die andere Schaltrichtung zu.
Im Display wird nun die Schalternummer mit einem Schaltsymbol, das die Schaltrichtung anzeigt, eingebendet, z. B.:

(Die Schalternummer bezieht sich auf die Anzeige im Menü »Schalteranzeige«, Seite 70).
Wie auf Seite 25 bereits beschrieben, kann auch ein Geber selbst als Schalter benutzt werden, d. h., der Eingang kann bei einer im Menü »Geberschalter« noch einzustellenden Geberposition zwischen den beiden Endpositionen hin und her geschaltet werden.
Anstatt einen Schalter in die „EIN-Position“ zu bewegen, drücken Sie ENTER, um zu den „erweiterten Schaltern“ zu gelangen:

Mittels Drehgeber den gewünschten Geberschalter G1 ... G4 oder einen der softwaremäßig „umgepolten“ (Schaltrichtung!) Geberschalter G1i ... G4i auswählen und durch einen Kurzdruck auf den Drehgeber bestätigen.
Über die beiden Festschalter wird dem Eingang ein konstantes Signal zugeführt:
FXI = 100%, FX = -100%
(Andere Werte durch Ändern der Standardeinstellung in Spalte 4 einstellbar.)
Um einen Schalter zu löschen, drücken Sie bei der Anzeige
„Gewünschten Schalter in die EIN Position“ die CLEAR-Taste.
Beispielanzeige Geberschalter:

Weitere Informationen zu den Geberschaltern sind im Menü »Geberschalter«, Seite 70, zu finden. Dort müssen Sie u. a. einem zugewiesenen Geberschalter noch einen Geber zuordnen!
Spalte 3 „Offset“
Die Steuermitte des jeweiligen Gebers, d. h. seinen Nullpunkt, ändern Sie in dieser Spalte. Der Verstellbereich liegt zwischen - 125% und + 125%. CLEAR setzt den Offset-Wert auf 0% zurück.
Spalte 4 „- Weg +“
Hier stellen Sie den Steuerweg zwischen - 125% und + 125% ein. Damit lässt sich die Geberrichtung softwaremäßig auch umpolen. Im Unterschied zur Servowegeinstellung wirkt die Steuerwegeinstellung jedoch auf alle Misch- und Koppeleingänge, d. h. letztendlich auf alle Servos, die über den betreffenden Geber betätigt werden können.
Der Steuerweg kann symmetrisch (SYM) zu beiden Seiten des Bedienelementes oder asymmetrisch (ASY) eingestellt werden. Im letzteren Fall müssen Sie den Steuerknüppel in die jeweilige Richtung bewegen. Das jeweils invers dargestellte Feld lässt sich dann mittels Drehgeber verändern. CLEAR setzt den Steuerweg auf 100% zurück.
Spalte 5 „Zeit“
Für alle Funktionseingänge 5 ... 12 lässt sich eine symmetrische oder asymmetrische Zeitverzögerung zwischen 0 und 9,9 s programmieren. Wählen Sie mittels Drehgeber in der rechten Spalte SYM oder ASY und drücken Sie nun den Drehgeber. Bei asymmetrischer Einstellung der Zeitverzögerung ist der zugehörige Geber in die jeweilige Endposition zu bewegen (bzw. der zugehörige Schalter in die entsprechende Richtung zu drücken), damit das inverse Feld von der einen zur anderen Seite wechselt, um mittels Drehgeber die seitenabhängige Zeitverzögerung vorgeben zu können.
Anwendung:
Einziehfahrwerk
• ausfahren: langsam
- einfahren: schnell oder umgekehrt.
(Beispieleinstellung siehe Seite 57, rechte Spalte)
Überprüfen Sie die Einstellungen im Menü »Servoanzeige«.

Gebereinstellungen
Gaslimit-Funktion
Gaslimit: Eingang 12 (Gaslimit und K1-Trimmung, Gaslimit und Expo-Gaslimit)
Bedeutung und Anwendung von „Gaslimit“
Wird der K1-Knüppel während des Fluges in die Pitchminimum-Position gebracht, befindet sich das Gasservo normalerweise nicht in seiner Leerlaufposition. Die zugehörige Gaskurveneinstellung erfolgt im Menü »Helimischer«. (Für unterschiedliche Flugphasen können Sie individuelle Gaskurven über die Flugphasenprogrammierung, Seite 75 ... 78, einstellen.)
Da sich (normalerweise) in keiner dieser Flugphasen das Gasservo bei Pitchminimum-Position in Leerlaufstellung befindet, kann der Motor nicht gestartet werden, da der Vergaser zu weit geöffnet sein wird. Bei zu weit geöffnetem Vergaser werden Sie beim Einschalten des Senders entsprechend akustisch gewarnt, und in der Grundanzeige erscheint die Meldung:

Hier kommt der Gaslimiter zum Einsatz. Über einen separaten Geber, z. B. einen unbenutzten Schieberegler des Senders, kann das Gasservo von der eingestellten Gaskurve getrennt und unter ausschließliche Kontrolle dieses Gebers gebracht werden.
Der Funktionseingang 12 ist im Heli-Programm für die Funktion Gaslimit reserviert.
Über einen, dem Eingang 12 zugewiesenen Geber kann das am Empfängerausgang 6 angeschlossene Gasservo in seinem Ausschlag unabhängig vom K1-Knüppel begrenzt und so z. B. auch in Leerlaufposition gebracht werden.
Mit diesem Geber kann aber auch das Gasservo in Richtung Vollgas begrenzt, das Gas also limitiert
werden. Dieses „Gaslimit“ ist so lange wirksam, solange der eingestellte Wert dieses Gebers geringer ist als der maximale Ausschlag des Gasservos, den Sie mit dem K1-Steuerknüppel erreichen können.
ACHTUNG:
Falls Sie den Funktionseingang 12 auf „frei“ setzen oder keinen Geber zuordnen, schalten Sie damit nicht die Funktion Gaslimit ab, sondern den Limiter auf „Halbgas“.
Mit der Funktion „Gaslimit“ ist auch ein erheblicher Sicherheitsgewinn verbunden, wenn Sie z. B. den Hubschrauber mit laufendem Motor zum Startplatz tragen: Der Geber wird einfach in seine Minimumstellung gebracht, so dass eine versehentliche Betätigung des K1-Steuerknüppels das Gasservo nicht beeinflusst.
Die Einstellung des rechten Pluswertes in der Spalte „Weg“ muss unbedingt so groß gewählt werden, dass in dessen Maximumposition die über den K1-Knüppel erreichbare Vollgasstellung nicht limitiert wird – üblicherweise wird dies ein Wert zwischen 100 und 125 % sein. Der linke Minuswert des Eingangs sollte in Verbindung mit der digitalen K1-Trimmung dagegen ermöglichen, den Vergaser so weit zu schließen, dass der Motor auch abgestellt werden kann. Belassen Sie daher den unteren Wert des Gaslimit-Schiebers bei + 100%.
| Eing. 9 | Geb. 9 | 0% | +100%+100% | 0.0 | 0.0 |
| Eing.10 | Geb.10 | 0% | +100%+100% | 0.0 | 0.0 |
| Eing.11 | frei | 0% | +100%+100% | 0.0 | 0.0 |
| Gasl.12 | Geb. 7 | 0% | +100%+125% | 0.0 | 0.0 |
| Offset - Weg + -Zeit+ | |||||
| SEL | SYM ASY | SYM ASY | |||
Tipp:
Bedienen Sie sich des Menüs »Servoanzeige«, um den Einfluss des Gaslimit-Schiebers beobachten zu
können. Denken Sie daran, dass bei der mc-22 der Servoausgang 6 das Gasservo ansteuert.
Hinweis:
Ein fallweise am Ausgang 12 angeschlossenes Servo kann unabhängig davon über Mischer für andere Anwendungen benützt werden, wenn im Menü »Nur Mix Kanal« dieses Servo vom Bedienelement am Funktionseingang 12 getrennt wird, siehe Seite 105.
Gaslimit in Verbindung mit der Digitaltrimmung: In Verbindung mit einem Gaslimit-Schieber setzt die K1-Trimmung eine Markierung in der eingestellten Leerlaufposition des Motors, von der aus der Motor über die Trimmung abgestellt werden kann. Befindet sich dabei die Trimmung im Endbereich (siehe Displayanzeige), so erreicht man bei einem Klick sofort wieder die Markierung, d. h. die Leerlaufeinstellung.
Diese Abschalttrimmung wirkt nur in der unteren Hälfte des Schieberweges als Leerlauftrimmung auf das Gaslimit. D. h., nur in diesem Bereich wird die Markierungslinie gesetzt und auch gespeichert:

Oberhalb der Mitte ist keine Abschalttrimmung vorgesehen.
Bringen Sie also vor dem Anlassen des Motors den Gaslimiter in Richtung Motorleerlauf. Das Gasservo reagiert jetzt nur noch auf die Stellung des K1-
Trimmhebels, aber nicht mehr auf den Gas-/Pitchsteuerknüppel. Nach dem Starten des Motors ist zu testen, ob sich der Motor über den K1-Trimmhebel auch wieder einwandfrei abstellen lässt.
Gaslimit in Verbindung mit „Expo Gaslimit“ Im Menü »Helityp«, Seite 52
Über die Exponential-Kurvencharakteristik kann die Steuerempfindlichkeit des Gaslimit-Schiebers verändert werden, beispielsweise, wenn der Gaslimiter die Leerlaufeinstellung regulieren soll. Die Expo-Gaslimit-Charakteristik wird im Menü »Helityp«, Seite 52, beschrieben.
Zeitverzögerung für den Gaslimiter
Um das schlagartige Öffnen des Vergasers sicher zu vermeiden, sollten Sie dem Gaslimiter-Eingang 12 eine asymmetrische Zeitverzögerung zuweisen, wenn der Geber an den oberen Anschlag geführt wird. Dies gilt insbesondere, wenn Sie den Gaslimiter über einen Externschalter oder ein Schaltmodul steuern.
Beispiel:
Der K1-Knüppel steht in Pitchminimum-Position, aber entsprechend der im Menü »Helimischer« eingestellten Gaskurve befindet sich das Gasservo nicht gleichzeitig in der Motorleerlaufstellung. Der Gaslimiter-Geber (Schieberegler) ist bereits zugewiesen.
In der Spalte „Weg“ stellen Sie den Steuerweg so ein, dass die Motorleerlaufstellung am unteren Anschlag liegt:
- Mittels Drehgeber das ASY- oder SYM-Feld anwählen.
- Drehgeber drücken.
- Bei Anwahl ASY Geber in die entsprechende Richtung schieben. In den inversen Feldern mit dem Drehgeber die erforderlichen Maximum- und
Minimumwerte (normalerweise + 100% und + 125%) einstellen.
- Drehgeber drücken, um Eingabe zu beenden.
- In der Spalte „- Zeit +“ das ASY-Feld anwählen.
- Zugewiesenen Geber an den oberen Anschlag setzen, so dass das inverse Feld nach rechts springt.
- Mittels Drehgeber die gewünschte Zeitverzögerung von z. B. 4,0 s eingeben. Die Zeitvorgabe wählen Sie abhängig davon, wie weit der Vergaser in Pitchminimum-Position geöffnet ist. Der eingestellte Wert ist durch Versuche zu optimieren.
- Drehgeber drücken oder ESC-Taste betätigen.
Die Anzeige könnte also wie folgt aussehen:
| Eing. 9 | Geb. 9 | 0% | +100%+100% | 0.0 | 0.0 |
| Eing.10 | Geb.10 | 0% | +100%+100% | 0.0 | 0.0 |
| Eing.11 | frei | 0% | +100%+100% | 0.0 | 0.0 |
| Gasl.12 | Geb. 7 | 0% | +100%+125% | 0.0 | 4.0 |
| Offset - Weg + -Zeit+ | |||||
| ▲ SEL √_ | SYM ASY | SYM ASY | |||
Hinweis:
Die Gasbegrenzung des Gaslimiters wird in der Gaskurve „Kanal 1 → Gas“ im Menü »Helimischer«, Seite 88/90 durch einen horizontalen Balken sichtbar gemacht. Die zugehörige Grafik sei hier vorweggenommen:

Gaslimiter-Position
Das Ausgangssignal zum Gasservo über den K1-Knüppel kann nicht größer werden, als die Lage des horizontalen Balkens vorgibt.
In diesem Beispiel ist der Gaslimit-Geber auf - 60% eingestellt und begrenzt damit die Wirkung des K1-Knüppels auf das Gasservo bereits bei ca. - 60% Steuerweg.
Hinweis:
Natürlich könnten Sie den Motor auch über einen Flugphasenwechsel (siehe Menüs »Sonderschalter«, »Phaseneinstellung« und »Phasenzuweisung«, Seite 72-78) in eine zum Anlassen geeignete Leerlaufstellung bringen, indem Sie entweder in die Autorotationsphase („AR“) oder eine andere Flugphase wechseln und die AR-Gasservostellung vorwählen bzw. über das Menü »Helimischer«, Seite 88, den Mischer „Kanal 1 → Gas“ derart einstellen, dass sich der Motor in der Pitchminimumposition im Leerlauf befindet. Diese beiden Alternativen werden aber nur selten benutzt. Sie sollten sich stattdessen gleich zu Beginn angewöhnen, den Gaslimiter einzusetzen, siehe auch Seite 89.

Dual Rate/Expo
Steuercharakteristik für Quer, Höhe, Seite

Die Dual-Rate-Funktion ermöglicht eine flugphasenabhängige Umschaltung der Steuerausschläge für Quer-, Höhen- und Seitenruder (Steuerfunktionen 2 ... 4) während des Fluges über einen Externschalter. Eine individuelle Kurvencharakteristik der Steuerfunktion 1 (Gas/Bremse) wird im Menü »Kanal 1 Kurve« über bis zu 5 getrennt programmierbare Punkte eingestellt.
Die Steuerausschläge sind pro Schalterposition und Flugphase zwischen 0 und 125% des normalen Steuerweges einstellbar. Dual Rate wirkt wie die Servoweg-Einstellung im Menü »Servoeinstellung«, allerdings bezieht sich die Dual-Rate-Funktion nicht direkt auf das Servo, sondern auf die entsprechende Steuerfunktion, unabhängig davon, ob diese auf ein einzelnes Servo oder über beliebig komplexe Misch- und Koppelfunktionen auf mehrere Servos wirkt.
Die Exponentialsteuerung ermöglicht für Werte größer 0% eine feinfühligere Steuerung des Modells im Bereich der Mittellage der jeweiligen Steuerfunktion (Quer-, Höhen- und Seitenruder), ohne auf den vollen Ausschlag in Steuerknüppelendstellung verzichten zu müssen. Umgekehrt wird für Werte kleiner 0% die Geberwirkung um seine Neutrallage vergrößert und in Richtung Vollausschlag verringert. Der Grad der „Progression“ kann also insgesamt von - 100% bis + 100% eingestellt werden, wobei 0% der normalen, linearen Steuercharakteristik entspricht.
Eine weitere Anwendung ergibt sich bei den heute meist üblichen Drehservos: Die Ruderansteuerung
verläuft nämlich nichtlinear, d. h., mit zunehmendem Drehwinkel der Anlenkscheibe bzw. des Hebelarmes wird die Ruderauslenkung über das Steuergestänge – abhängig davon, wie weit außen das Gestänge an der Drehscheibe angeschlossen ist – immer geringer. Mit Expo-Werten größer 0% kann diesem Effekt gegengesteuert werden, so dass mit größer werdendem Knüppelausschlag der Drehwinkel überproportional zunimmt.
Auch die Expo-Einstellung bezieht sich direkt auf die jeweilige Steuerfunktion, unabhängig davon, ob diese auf ein einzelnes Servo oder über beliebige Misch- und Koppelfunktionen auf mehrere Servos wirkt. Die Expo-Funktion ist wie die Dual-Rate-Funktion während des Fluges umschaltbar, wenn ihr ein Schalter zugewiesen wird, und kann auch flugphasenabhängig programmiert werden.
Da die Schalterzuordnung sowohl für die Dual-Rateals auch die Expo-Funktionen völlig frei gestaltet werden kann, lassen sich auch mehrere Funktionen über ein und denselben Schalter betätigen. Demzufolge besteht auch die Möglichkeit, Dual Rate und Expo über einen einzigen Schalter miteinander zu verknüpfen, was insbesondere bei sehr schnellen Modellen Vorteile bringen kann.
In der Display-Grafik werden die Kurvencharakteristiken unmittelbar dargestellt. Die mittlere senkrechte Linie bewegt sich nach Anwahl der entsprechenden Zeile synchron zum jeweiligen Steuerknüppel, um den geberwegabhängigen Kurvenwert besser beurteilen zu können.
Flugphasenabhängige Dual-Rate- und Expo-Einstellungen:
Falls Sie in den Menüs »Phaseneinstellung« und »Phasenzuweisung« verschiedene Flugphasen erstellt und jeweils einen passenden Namen zugewiesen haben, erscheint dieser im Display unten links, z. B. «normal». Betätigen Sie also gegebenenfalls die entsprechenden Schalter, um zwischen den Flugphasen umzuschalten.
Programmierung:
Dual-Rate-Funktion
Falls Sie eine Umschaltung zwischen zwei möglichen Varianten wünschen, wählen Sie das - Feld und ordnen Sie, wie auf Seite 29 im Abschnitt

„Extern- und Geberschalterzuordnung“ beschrieben, einen Externschalter oder einen der Geberschalter G1 ... G4 bzw. einen der umgepolten Geberschalter G1i ... G4i zu. Bei den „G“-Schaltern dient der Steuerknüppel selbst als Schalter, siehe Seite 25/29.
Dem Geberschalter muss (!) anschließend im Menü »Geberschalter« der betreffende Steuerknüppel zugewiesen werden. Der zugewiesene Schalter erscheint in der Displayanzeige zusammen mit einem Schaltersymbol, das die Schaltrichtung bei Betätigung des Schalters anzeigt.
Wechseln Sie zum SEL-Feld, um getrennt für jede der beiden Schalterstellungen den Dual-Rate-Wert mit dem Drehgeber im inversen Feld zu verändern, z. B. in der Flugphase „normal“:

Die Dual-Rate-Kurve wird simultan in der Grafik dargestellt. (CLEAR = 100%).
Beispiele verschiedener Dual-Rate-Werte:

Achtung:
Der Dual-Rate-Wert sollte aus Sicherheitsgründen mindestens 20% vom gesamten Steuerweg betragen.
Exponential-Funktion
Falls Sie eine Umschaltung zwischen zwei möglichen Varianten wünschen, wechseln Sie zum Feld und ordnen Sie, wie auf Seite 29 beschrieben, einen Externschalter oder einen der Geberschalter zu. Der zugewiesene Schalter erscheint in der Displayanzeige zusammen mit einem Schaltersymbol, das die Schaltrichtung bei Betätigung des Schalters anzeigt.
Beispielsweise besteht nun die Möglichkeit, in der einen Schalterrichtung mit linearer Kurvencharakteristik zu fliegen und in der anderen Schalterrichtung einen von 0% verschiedenen Wert vorzugeben.
Wählen Sie das SEL-Feld, um getrennt für jede der beiden Schalterstellungen den Expo-Wert mit dem Drehgeber im inversen Feld zu verändern, z. B. in der Flugphase „normal“:

Die Expo-Kurve wird simultan in der Grafik dargestellt. (CLEAR = 0%).
Beispiele verschiedener Expo-Werte:

In diesen Beispielen beträgt der Dual-Rate-Wert jeweils 100%.
Kombination Dual Rate und Expo
Falls Sie der Dual-Rate- und Expo-Funktion denselben Schalter zugeordnet haben, werden beide Funktionen gleichzeitig umgeschaltet, z. B.:

Asymmetrische Einstellung von Dual Rate und Expo
Um eine asymmetrische, d. h. eine von der Richtung des jeweiligen Steuerknüppels abhängige Dual-Rate- und/oder Expo-Einstellung vorzunehmen, ist bei der Schalterauswahl einer der Geberschalter G1 ... G4 bzw. G1i ... G4i zu definieren.
Im Menü »Geberschalter« ordnen Sie z. B. dem Geberschalter „G1“ den „Geber 3“ (= Höhenruder-Steuerknüppel) für die Höhenrudersteuerung zu, belassen aber den Schaltpunkt in der Neutrallage des Steuerknüppels. Kehren Sie wieder zum Dual-Rate-/Expo-Menü zurück. Bewegen Sie den Höhenrudersteuerknüppel in den jeweiligen Endausschlag, um getrennt für jede Richtung den Dual-Rate- und/oder Expo-Wert einzugeben, z. B. für:
„Höhenruder“:

und „Tiefenruder“:

Die gestrichelte senkrechte Linie zeigt die momentane Höhenruder-Steuerknüppelposition.

Dual Rate/Expo
Steuercharakteristik für Roll, Nick, Heck

Die Dual-Rate-Funktion ermöglicht eine flugphasenabhängige Umschaltung der Steuerausschläge für die Roll-, Nick- und Heckrotorservos, d. h. der Steuerfunktionen 2 ... 4, während des Fluges über einen Externschalter. Eine individuelle Kurvencharakteristik der Steuerfunktion 1 (Motor/Pitch) wird im Menü »Kanal 1 Curve« oder getrennt für Gas und Pitch im Menü »Helimischer« über bis zu 5 getrennt programmierbare Punkte eingestellt.
Die Steuerausschläge sind pro Schalterposition und Flugphase zwischen 0 und 125% des normalen Steuerweges einstellbar. „Dual Rate“ wirkt wie die Servoweg-Einstellung im Menü »Servoeinstellung«, allerdings bezieht sich die Dual-Rate-Funktion nicht direkt auf das Servo, sondern auf die entsprechende Steuerfunktion, unabhängig davon, ob diese auf ein einzelnes Servo oder über beliebig komplexe Misch- und Koppelfunktionen auf mehrere Servos wirkt.
Die Exponentialsteuerung ermöglicht für Werte größer 0% eine feinfühligere Steuerung des Modells im Bereich der Mittellage der jeweiligen Steuerfunktion (Roll, Nick und Heckrotor), ohne auf den vollen Ausschlag in Steuerknüppelendstellung verzichten zu müssen. Umgekehrt wird für Werte kleiner 0% die Geberwirkung um seine Neutrallage vergrößert und in Richtung Vollausschlag verringert. Der Grad der Progression kann also insgesamt von - 100% bis + 100% eingestellt werden, wobei 0% der normalen, linearen Steuercharakteristik entspricht.
Eine weitere Anwendung ergibt sich bei den heute meist üblichen Drehservos: Die Ruderansteuerung
verläuft nämlich nichtlinear, d. h. mit zunehmendem Drehwinkel der Anlenkscheibe bzw. des Hebelarmes wird die Ruderauslenkung über das Steuergestänge – abhängig davon, wie weit außen das Gestänge an der Drehscheibe angeschlossen ist – immer geringer. Mit Expo-Werten größer 0% kann diesem Effekt gegengesteuert werden, so dass mit größer werdendem Knüppelausschlag der Drehwinkel überproportional zunimmt.
Auch die Expo-Einstellung bezieht sich direkt auf die entsprechende Steuerknüppelfunktion, unabhängig davon, ob diese auf ein einzelnes Servo oder über beliebige Misch- und Koppelfunktionen auf mehrere Servos wirkt. Die Expo-Funktion ist wie die Dual-Rate-Funktion während des Fluges umschaltbar, wenn ihr ein Schalter zugewiesen wird, und kann auch flugphasenabhängig programmiert werden.
Da die Schalterzuordnung sowohl für die Dual-Rateals auch die Expo-Funktionen völlig frei gestaltet werden kann, lassen sich auch mehrere Funktionen über ein und denselben Schalter betätigen. Demzufolge besteht auch die Möglichkeit, Dual Rate und Expo über einen einzigen Schalter miteinander zu verknüpfen, was insbesondere bei sehr schnellen Modellen Vorteile bringen kann, siehe weiter unten.
In der Grafik werden die Kurvencharakteristiken unmittelbar dargestellt. Die mittlere senkrechte Linie bewegt sich nach Anwahl der entsprechenden Zeile synchron zum jeweiligen Steuerknüppel, um den geberwegabhängigen Kurvenwert besser beurteilen zu können.
Flugphasenabhängige Dual-Rate- und Expo-Einstellungen:
Falls Sie in den Menüs »Sonderschalter«, »Phaseneinstellung« und »Phasenzuweisung« verschiedene Flugphasen erstellt und jeweils einen passenden Namen zugewiesen haben, erscheint dieser im Display unten links, z. B. «normal». Betätigen Sie also gegebenenfalls die entsprechenden Schalter, um zwischen den Flugphasen umzuschalten.
Programmierung:
Dual-Rate-Funktion
Falls Sie eine Umschaltung zwischen zwei möglichen Varianten wünschen, wählen Sie das √-. Feld und ordnen Sie, wie auf Seite 29 beschrieben,

einen Externschalter oder einen der Geberschalter G1 ... G4 bzw. einen der umgepolten Geberschalter G1i ... G4i zu.
Bei den „G“-Schaltern dient der Steuerknüppel selbst als Schalter. Dem Geberschalter muss (!) anschließend im Menü »Geberschalter« der betreffende Steuerknüppel zugewiesen werden. Der zugewiesene Schalter erscheint in der Displayanzeige zusammen mit einem Schaltersymbol, das die Schaltrichtung bei Betätigung des Schalters anzeigt.
Wechseln Sie zum SEL-Feld, um getrennt für jede der beiden Schalterstellungen den Dual-Rate-Wert mit dem Drehgeber im inversen Feld zu verändern, z. B. in der Flugphase „normal“:

Die Dual-Rate-Kurve wird simultan in der Grafik dargestellt. (CLEAR = 100%).
Beispiele verschiedener Dual-Rate-Werte:

Der Dual-Rate-Wert sollte aus Sicherheitsgründen mindestens 20% vom gesamten Steuerweg betragen.
Exponential-Funktion
Falls Sie eine Umschaltung zwischen zwei möglichen Varianten wünschen, wechseln Sie zum Feld und ordnen Sie, wie auf Seite 29 beschrieben, einen Externschalter oder einen der Geberschalter zu. Der zugewiesene Schalter erscheint in der Displayanzeige zusammen mit einem Schaltersymbol, das die Schaltrichtung bei Betätigung des Schalters anzeigt.
Beispielsweise besteht nun die Möglichkeit, in der einen Schalterrichtung mit linearer Kurvencharakteristik zu fliegen und in der anderen Schalterrichtung einen von 0% verschiedenen Wert vorzugeben.
Wählen Sie das SEL-Feld, um getrennt für jede der beiden Schalterstellungen den Expo-Wert mit dem Drehgeber im inversen Feld zu verändern, z. B. in der Flugphase „normal“:

Die Expo-Kurve wird simultan in der Grafik dargestellt. (CLEAR = 0%).
Beispiele verschiedener Expo-Werte:

In diesen Beispielen beträgt der Dual-Rate-Wert jeweils 100%.
Kombination Dual Rate und Expo
Falls Sie der Dual-Rate- und Expo-Funktion denselben Schalter zugeordnet haben, werden beide Funktionen gleichzeitig umgeschaltet, z. B.:

Asymmetrische Einstellung von Dual Rate und Expo
Um eine asymmetrische, d. h. eine von der Richtung des jeweiligen Steuerknüppels abhängige Dual-Rate- oder Expo-Einstellung vorzunehmen, ist bei der Schalterauswahl einer der Geberschalter G1 ... G4 bzw. G1i ... G4i zu definieren. Wechseln Sie zur betreffenden Steuerfunktion, z. B. „Nick“, und wählen Sie einen Geberschalter aus, z. B. „G1“. Im Menü »Geberschalter« ordnen Sie diesem Geberschalter den „Geber 3“ (= Nick-Steuerknüppel) für die Nicksteuerung zu, belassen aber den Schaltpunkt in der Neutrallage des Steuerknüppels.
Wechseln Sie zum SEL-Feld in der Spalte „DUAL“ bzw. „EXPO“. Nun bewegen Sie den Steuerknüppel für „Nick“ in den jeweiligen Endausschlag, um getrennt für jede Richtung den Dual-Rate- und/oder Expo-Wert mit dem Drehgeber im inversen Feld einzugeben, z. B. für
„Nick ziehen“:

und „Nick drücken“:

Die gestrichelte senkrechte Linie zeigt die momentane Nick-Steuerknüppelposition.
Kanal 1 Kurve
Steuercharakteristik
Gas/Störklappen

Da in den meisten Fällen die Vergaserkennlinie oder die Wirkung der Brems- bzw. Störklappen nichtlinear verläuft, kann sie in diesem Menü entsprechend angepasst werden. Das Menü ermöglicht also eine Veränderung der Steuercharakteristik des Gas- bzw. Bremsklappensteuerknüppels, unabhängig davon, ob diese Steuerfunktion auf ein einzelnes Servo oder über beliebige Mischer auf mehrere Servos wirkt.
Die Steuerkurve kann durch bis zu 5 Punkte, im folgenden „Stützpunkte“ genannt, entlang dem gesamten Steuerknüppelweg festgelegt werden.
Die grafische Darstellung vereinfacht die Festlegung der Stützpunkte und deren Einstellung wesentlich. In der softwaremäßigen Grundeinstellung beschreiben 3 Stützpunkte, und zwar die beiden Endpunkte am unteren Steuerknüppelweg „L“ (low = -100% Steuerweg) und am oberen Steuerknüppelweg „H“ (high = +100% Steuerweg) sowie der Punkt „1“ genau in Steuermitte eine lineare Kennlinie.
Setzen und Löschen von Stützpunkten
Mit dem Bedienelement (Gas-/Bremsklappensteuerknüppel) wird in der Grafik eine senkrechte Linie synchron zwischen den beiden Endpunkten „L“ und „H“ verschoben. Die momentane Steuerknüppelposition wird auch numerisch in der Zeile „Eingang“ angezeigt (- 100% bis + 100%). Der Schnittpunkt dieser Linie mit der jeweiligen Kurve ist als „Ausgang“ bezeichnet und kann an den Stützpunkten zwischen - 125% und + 125% variiert werden. Dieses Steuersignal wirkt auf alle nachfolgenden
Misch- und Koppelfunktionen. In dem obigen Beispiel befindet sich der Steuerknüppel bei - 60% Steuerweg und erzeugt wegen der linearen Charakteristik ein Ausgangssignal von - 60%.
Zwischen den beiden Endpunkten „L“ und „H“ können bis zu max. 3 Stützpunkte gesetzt werden. Der minimale Abstand zweier aufeinander folgender Stützpunkte beträgt ca. 30% Steuerweg.
Verschieben Sie den Steuerknüppel und sobald das inverse Fragezeichen ? erscheint, können Sie durch Druck auf den Drehgeber an der entsprechen-den Steuerknüppelposition einen Stützpunkt setzen. Die Reihenfolge, in der die bis zu zwei weiteren Punkte zwischen den Randpunkten „L“ und „H“ erzeugt werden, ist unbedeutend, da die jeweiligen Stützpunkte automatisch immer von links nach rechts fortlaufend neu durchnummeriert werden.
Beispiel:

Anmerkung:
Der Steuerknüppel steht in diesem Beispiel bereits in unmittelbarer Nähe des rechten Stützpunktes „H“. Aus diesem Grunde erscheint der „Punkt“-Wert „+100%“ invers.
Um einen der gesetzten Stützpunkte 1 bis max. 3 wieder zu löschen, ist der Steuerknüppel in die Nähe des betreffenden Stützpunktes zu setzen. Sobald die Stützpunktnummer sowie der zugehörige Wert in der Zeile „Punkt“ eingebendet werden, können Sie diesen durch Drücken der CLEAR-Taste löschen.
Beispiel Stützpunkt 3 löschen:

Hinter „Punkt“ erscheint nach dem Löschen wieder das invers dargestellte Fragezeichen?
Änderung der Stützpunktwerte
Bewegen Sie den Steuerknüppel auf den zu verändernden Stützpunkt „L (low), 1 ... 3 oder H (high)“. Nummer und aktueller Kurvenwert dieses Punktes werden angezeigt. Mit dem Drehgeber kann im inversen Feld der momentane Kurvenwert zwischen - 125% und + 125% verändert werden, und zwar ohne die benachbarten Stützpunkte zu beeinflussen.
Beispiel:

Exemplarisch wurde in diesem Beispiel der Stützpunkt „2“ auf + 90% gesetzt.
Drücken der CLEAR-Taste löscht den Stützpunkt.
Hinweis:
Sollte der Steuerknüppel nicht exakt auf den Stützpunkt eingestellt sein, beachten Sie bitte, dass der Prozentwert in der Zeile „Ausgang“ sich immer auf die momentane Steuerknüppelposition bezieht.

K a n a l
Steuercharakteristik
Gas-/Pitchkurve
Verrunden der Kanal-1-Kurve
In dem nachfolgenden Beispiel ist, wie im letzten
Abschnitt beschrieben, exemplarisch der
Stützpunktwert 1 auf + 50%,
Stützpunktwert 2 auf + 90% und
Stützpunktwert 3 auf + 0%
gesetzt.

Dieses „eckige“ Kurvenprofil lässt sich durch einfachen Tastendruck automatisch verrunden. Drücken Sie dazu auf die ENTER-Taste links neben dem
„Kurvensymbol“

Hinweis:
Die hier gezeigten Kurven dienen nur zu Demonstrationszwecken und stellen keinesfalls reelle Gas- bzw. Bremsklappenkurven dar.
Konkrete Anwendungsbeispiele finden Sie bei den Programmierbeispielen auf den Seiten 121 und 137.
Beispiel Geberumkehr
Um die Geberrichtung, z. B. bei Bremsklappenbetätigung, zu drehen, so dass die Bremsklappen in der hinteren Position eingefahren und entsprechend in der vorderen Position ausgefahren sind, brauchen Sie die Kanal-1-Kurve nur zu spiegeln. Heben Sie den Punkt „L“ auf + 100% an und senken Sie den Punkt „H“ auf - 100% ab. Das folgende Beispiel demonstriert die Geberumkehr für eine einfache lineare Gebercharakteristik:

Natürlich lässt sich die K1-Geberrichtung auch im Menü »Modelltyp« durch Vorgabe der „Gasminimum-Position“ umkehren. Dabei ändert sich dann auch die Wirkrichtung der K1-Trimmung, siehe Seite 49.

Da in den meisten Fällen die Vergaserkennlinie oder die Pitchwirkung nichtlinear verläuft, kann sie in diesem Menü entsprechend angepasst werden.
Mit diesem Menü ist eine Veränderung der Steuercharakteristik des Motor- bzw. Pitchsteuerknüppels möglich, d. h., die eingestellte Kurve wirkt gleichermaßen auf das Gasservo wie auf die Pitchservos.
Im Unterschied zum Menü »Kanal 1 Curve« bei den Flächenmodellen kann beim Heli diese Option flugphasenabhängig angepasst werden, sofern in den Menüs »Sonderschalter«, »Phaseneinstellung« und »Phasenzuweisung« (Seite 72, 76, 77) Flugphasen spezifiziert wurden. Die jeweilige Flugphasenbezeichnung wird links unten im Display (s. o.) eingebendet, z. B. «Schwebe».
Die Steuerkurve kann durch bis zu 5 Punkte, die so genannten „Stützpunkte“, entlang dem gesamten Steuerknüppelweg festgelegt werden.
Beachten Sie dabei, dass die hier eingestellte Kurvencharakteristik als Eingangssignal auf die Mischer im Menü »Helimischer«, Seite 86 wirkt:
![graph TD A["Pitch-Knüppel"] --> B["K1-Kurve"] B --> C["Menü »Helimischer« Pitch"] B --> D["K1 → Gas"] B --> E["K1 → Heckrotor"]](/content/2026/05/814952/images/050b00c87e18f241d657b8354c60d1b71d055d8f780a2b1f8daf6aba97da6d8a.jpg)
In der softwaremäßigen Grundeinstellung beschreiben 3 Stützpunkte, und zwar die beiden Endpunkte
am unteren Steuerknüppelweg „L“ (low = -100% Steuerweg) und am oberen Steuerknüppelweg „H“ (high = +100% Steuerweg) sowie der Punkt „1“ genau in Steuermitte eine lineare Kennlinie.
Die Endpunkte der „Kanal-1-Kurve“ sollten Sie bei ± 100% belassen werden, da ansonsten in den nachgeschalteten Kurvenmischern des Menüs »Helimischer« der Kurvenbereich u. U. nicht mehr voll genutzt werden kann.
Programmierung im Einzelnen: Schalten Sie zunächst gegebenenfalls auf die gewünschte Flugphase um.
Setzen und Löschen von Stützpunkten
Mit dem Bedienelement (Motor- bzw. Pitchsteuerknüppel) wird in der Grafik eine senkrechte Linie synchron zwischen den beiden Endpunkten „L“ und „H“ verschoben. Die momentane Steuerknüppelposition wird auch numerisch in der Zeile „Eingang“ angezeigt.
Der Schnittpunkt dieser Linie mit der jeweiligen Kurve ist als „Ausgang“ bezeichnet und kann an den Stützpunkten zwischen - 125% und + 125% variiert werden. Dieses Steuersignal wirkt auf die Motor- und Pitchservos sowie auf alle nachfolgenden Misch- und Koppelfunktionen. In dem obigen Beispiel befindet sich der Steuerknüppel bei - 60% Steuerweg und erzeugt wegen der linearen Charakteristik ein Ausgangssignal von - 60%.
Zwischen den beiden Endpunkten „L“ und „H“ können bis zu max. 3 Stützpunkte gesetzt werden. Der minimale Abstand zweier aufeinander folgender Stützpunkte beträgt ca. 30% Steuerweg.
Verschieben Sie den Steuerknüppel und sobald das inverse Fragezeichen erscheint, können Sie durch Druck auf den Drehgeber an der entsprechenden Steuerknüppelposition einen Stützpunkt setzen. Die
Reihenfolge, in der die bis zu zwei weiteren Punkte zwischen den Randpunkten „L“ und „H“ erzeugt werden, ist unbedeutend, da die jeweiligen Stützpunkte automatisch immer von links nach rechts fortlaufend neu durchnummeriert werden.
Beispiel:

Anmerkung:
Der Steuerknüppel steht in diesem Beispiel bereits in unmittelbarer Nähe des rechten Stützpunktes „H“. Aus diesem Grunde erscheint der „Punkt“-Wert „+100%“ invers.
Um einen der gesetzten Stützpunkte 1 bis max. 3 wieder zu löschen, ist der Steuerknüppel in die Nähe des betreffenden Stützpunktes zu setzen. Sobald die Stützpunktnummer sowie der zugehörige Wert in der Zeile „Punkt“ eingebendet werden, können Sie diesen durch Drücken der CLEAR-Taste löschen.
Beispiel Stützpunkt 3 löschen:

Hinter „Punkt“ erscheint nach dem Löschen wieder das invers dargestellte Fragezeichen?
Änderung der Stützpunktwerte
Bewegen Sie den Steuerknüppel auf den zu verändernden Stützpunkt „L (low), 1 ... 3 oder H (high)“. Nummer und aktueller Kurvenwert dieses Punktes werden angezeigt. Mit dem Drehgeber kann im inversen Feld der momentane Kurvenwert zwischen - 125% bis + 125% verändert werden, und zwar ohne die benachbarten Stützpunkte zu beeinflussen.
Beispiel:

Exemplarisch wurde in diesem Beispiel der Stützpunkt „2“ auf + 90% gesetzt.
Drücken der CLEAR-Taste löscht den Stützpunkt.
Hinweis:
Sollte der Steuerknüppel nicht exakt auf den Stützpunkt eingestellt sein, beachten Sie bitte, dass der Prozentwert in der Zeile „Ausgang“ sich immer auf die momentane Steuerknüppelposition bezieht.
Verrunden der Kanal-1-Kurve:
In dem nachfolgenden Beispiel ist, wie im letzten
Abschnitt beschrieben, exemplarisch der:
Stützpunktwert 1 auf + 50%,
Stützpunktwert 2 auf + 90% und
Stützpunktwert 3 auf + 0%
gesetzt.

Dieses „eckige“ Kurvenprofil lässt sich durch einfachen Tastendruck automatisch verrunden. Drücken Sie dazu auf die ENTER-Taste links neben dem „Kurvensymbol“

Hinweis:
Die hier gezeigten Kurven dienen nur zu Demonstrationszwecken und stellen keinesfalls reelle Gasbzw. Pitchkurven dar.
0%
0%

Schalteranzeige
Schalterstellungen

Geberschalter
Zuordnung
der
Geberschalter
| Schalter | 1 | 2 | 3 | 4 | 5 | 6 | 7 | 8 |
| Geber-Schalter | G1 | G2 | G3 | G4 |
Diese Funktion dient zur Funktionskontrolle und Übersicht der eingebauten Externschalter und der programmierbaren Geberschalter.
Beim Betätigen eines Schalters wird durch den Wechsel einer Anzeige vom AUS- zum EIN-Symbol oder umgekehrt die Schalternummer erkennbar. Ein geschlossener Schalter wird übersichtlichkeitshalber durch ein inverses Feld, d. h. auf dunklem Hintergrund, zusätzlich kenntlich gemacht.
Bei den Geberschaltern G1 ... G4 werden bei Betätigung des entsprechenden Bedienelementes, das im Menü »Geberschalter« zuzuweisen ist, die Geberschalternnummer und die Schaltrichtung erkennbar.
Hinweis:
Die hier gezeigte Nummerierung 1 bis 8 der Externschalter entspricht der Zählung auf der Senderplatine von 0 bis 7. Für die Programmierung ist die Schalternummerierung aber völlig unerheblich.
Für eine Vielzahl von Sonderfunktionen kann es wünschenswert sein, deren Umschaltung nicht mit einem der normalen Externschalter auszulösen, sondern automatisch bei einer bestimmten, aber frei programmierbaren Geber- bzw. Steuerknüppelposition.
Anwendungsbeispiele:
- Zu- oder Abschaltung einer bordeigenen Glühkerzenheizung in Abhängigkeit von der Vergaserstellung bzw. Motordrehzahl. (Der Schalter für die Glühkerzenheizung wird dabei senderseitig über einen Mischer angesteuert.)
- Ein- und Ausschalten einer Stoppuhr zur Messung der reinen Laufzeit von Elektromotoren.
- Automatisches Abschalten eines „Combi“-Mischers (Quer → Seite) beim Ausfahren der Bremsklappen, um z. B. bei Landungen am Hang die Querlage des Modells der Bodenkontur anzupassen, ohne dass durch das ansonsten mitlaufende Seitenruder auch noch zusätzlich die Flugrichtung beeinflusst wird.
- Ausfahren der Landeklappen, Nachtrimmen des Höhenruders und/oder bestimmte Dual-Rate-, Exponential- und Differentialumschaltungen beim Landeanflug ausführen, sobald der Gassteuerknüppel über den Schaltpunkt hinaus bewegt wird. Über einen getrennt zugeordneten Externschalter in der 5. Spalte lässt sich die Wirksamkeit des Geberschalters ein- und ausschalten.
Das mc-22-Programm ist mit insgesamt 4 dieser so genannten Geberschalter G1 bis G4 ausgestattet, die uneingeschränkt in die freie Programmierbarkeit der Externschalter mit einbezogen, d. h. einer Funktion zugeordnet, und gegebenenfalls umgepolt (invertiert) werden können.
An den Programmstellen, an denen Schalter zugewiesen werden können, haben Sie also die Möglichkeit, einen der maximal 8 Externschalter oder einen der Geberschalter G1 ... G4 bzw. alternativ einen der gleichen, aber invertierten Geberschalter G1i ... G4i aus einer Liste auszuwählen.
Die invertierten Geberschalter ermöglichen in Kombination mit einem zusätzlichen Externschalter, siehe weiter unten, eine „UND“- oder „ODER“-Verknüpfung herzustellen. Auf diese Weise lässt sich der Geberschalter unabhängig von der jeweiligen Geberstellung mit dem zugeordneten Externschalter entweder in die EIN-Position oder alternativ in die AUS-Position bringen.
Grundsätzliche Bedienschritte:
- In der unteren Zeile befindet sich zunächst nur das SEL-Feld.
- Mit gedrücktem Drehgeber den betreffenden Geberschalter 1 bis 4 anwählen.
- Drehgeber kurz drücken.
- Drehgeber drehen, um zugehörigen Geber auszuwählen.
- Drehgeber drücken. Auswahl wird beendet.
- Wechseln zu den neu hinzugekommenen Feldern (STO, SEL Schaltersymbol) durch Drehen des Drehgebers.
- Drehgeber drücken.
- Mit Drehgeber Einstellung vornehmen.
- Drehgeber drücken, um die Eingabe zu beenden.
- Verlassen des Menüs mit der ESC-Taste.
Programmierung:
Einem Geberschalter einen Geber zuordnen
Wählen Sie den Geberschalter 1 bis 4 aus und ordnen Sie diesem mittels Drehgeber einen der Geber 1 bis 10 zu. Z. B. soll der Geber 6 dem „Geberschalter „G1“ zugewiesen werden. (CLEAR) schaltet zurück auf „frei“). Jetzt werden am unteren Display-Rand weitere Felder sichtbar:
| GEBERSCHALTER | ||||||
| G1 | Geb. 6 | 0% => | G1 | |||
| G2 | frei | 0% => | G2 | |||
| G3 | frei | 0% => | G3 | |||
| G4 | frei | 0% => | G4 | |||
Schaltpunkt festlegen
Verschieben Sie das inverse Feld nun in die Spalte STO (store, speichern).
Schaltpunkt festlegen: Geber in gewünschte Position bringen und Drehgeber kurz drücken.
Bewegen Sie den ausgewählten Geber in die Position, in der der Schaltpunkt, d. h. die Umschaltung EIN/AUS, liegen soll und drücken Sie einmal auf den Drehgeber. Die aktuelle Position wird angezeigt, im Beispiel „+ 50%“. Der Schaltpunkt lässt sich jederzeit wieder ändern.
Geberschaltrichtung
In der 4. Spalte wird die Schaltrichtung des Geberschalters mittels Drehgeber im inversen Feld invertiert.
| GEBERSCHALTER | |||||
| G1 Geb. 6 | 0% | <= | G1 | ||
| G2 | frei 0% => | G2 | |||
| G3 | frei 0% => | G3 | |||
| G4 | frei 0% => | G4 | |||
| SEL STO SEL | |||||
Wählen Sie zuvor das SEL-Feld an. CLEAR schaltet die Schaltrichtung auf „=>“ zurück.
Hinweis:
Falls der Geberschalter, z. B. G1, mehrfach belegt ist, muss beachtet werden, dass sich die hier eingestellte Schaltrichtung auf alle G1- und G1i-Schalter bezieht.
Die aktuelle Schalterstellung des Geberschalters wird in der äußerst rechten Spalte durch das Schaltsymbol angezeigt.
In dem aufgeführten Beispiel ist der Geberschalter „G1“ geschlossen, solange sich der Geber 6 unterhalb von +50% Steuerweg befindet; er öffnet, sobald der Schaltpunkt überschritten wird, also oberhalb von +50% bis zum oberen Anschlag.



G1
offen
G1 geschlossen
Hinweis:
Der Schaltzustand kann durch die Steckrichtung des Gebers auf der Senderplatine oder durch Geberumkehr im Menü »Gebereinstellungen« ebenfalls invertiert werden.
Geberschalter deaktivieren
Der Geberschalter ist über einen getrennten Schalter deaktivierbar, so dass er z. B. nur in bestimmten Flugsituationen zugeschaltet werden kann.
Wechseln Sie also zum √-Feld in der 5. Spalte. Im einfachsten Fall wählen Sie einen der Externschalter, wie auf Seite 29 im Abschnitt „Extern- und Geberschalterzuordnung“ beschrieben. Die Nummer dieses Externschalters, z. B. Nr. 6, erscheint im Display in der vorletzten Spalte zusammen mit einem Schaltsymbol, das die momentane Schalterrichtung dieses einen Externschalters anzeigt.
| GEBERSCHALTER | |||||
| G1 | Geb. 6 | +50% | <= | 6 | G1 |
| G2 | frei | 0% | => | G2 | |
| G3 | frei | 0% | => | G3 | |
| G4 | frei | 0% | => | G4$ | |
Solange dieser Externschalter geöffnet ist, ist der Geberschalter „G1“ in der rechten Spalte aktiv, d. h., er schaltet am Schaltpunkt; wird der Externschalter geschlossen, bleibt jetzt auch der Geberschalter unabhängig von der Geberposition und Schaltrichtung ständig geschlossen.
Bei komplexeren Anwendungen kann es aber auch erforderlich sein, diesen Geberschalter über einen zweiten Geberschalter zu deaktivieren.
Beispiel:
Dem Geberschalter „G1“ wurde die Steuerfunktion 1 (= Geber 1) zugewiesen. Der Schaltpunkt liegt in seiner Mittelstellung, also bei 0%. Dem Geberschalter „G2“ ordnen Sie den Schieberegler zu, der z. B. dem „Eingang 7“ im Menü »Gebereinstellungen« zugewiesen wurde. Der Schaltpunkt dieses Gebers liege bei + 50%. Bei den im Display angegebenen
Sonderschalter

Schalter: Autorotation, Autorot. K1-Position
Schaltrichtungen der 4. Spalte ist nun der Geberschalter „G1“ so lange geschlossen, wie sich der „Geber 7“ unterhalb + 50% Steuerweg befindet, also geöffnet ist:
Geberpositionen und Geberschalterstellungen:



"G2" geschlossen
"G1" Immer geschlossen unabhängig von Position des Gebers 1



Diese Vielfalt an Schaltmöglichkeiten bietet Ihnen genügend Spielraum für spezielle Anwendungen im gesamten Modellflugbereich.
Hinweis:
Bei Verwendung eines 3-Stufen-Schaltmoduls (Best.-Nr. 4151) für die Bedienung des Geberschalters müssen Sie den Schaltpunkt zuvor mittels eines Proportionalgebers, z. B. mit einem der einge-
bauten Schieberegler, programmieren.
Weisen Sie zunächst in der 2. Spalte den entsprechenden Proportionalgeber zu und stellen Sie den Schaltpunkt derart ein, dass später die gewünschte Schalterstellung des 3-Stufenschalters diesen Wert sicher überschreitet, z. B. - 10% oder + 10%. Ansonsten erfolgt keine zuverlässige Schaltfunktion, da erst bei eindeutigem Über- bzw. Unterschreiten des eingestellten Wertes der Geberschalter umschaltet! Abschließend machen Sie die Geberzuordnung rückgängig und weisen wieder den 3-Stufenschalter zu.

Innerhalb eines Modellspeicherplatzes bietet das mc-22-Programm die Möglichkeit, für jedes Hubschraubermodell insgesamt 4 unabhängige Einstellungen für verschiedene Flugzustände – einschließlich der in diesem Menü beschriebenen Autorotationsflugphase – zu programmieren. Die drei übrigen Flugphasenschalter legen Sie im Menü »Phaseneinstellung« und »Phasenzuweisung« fest. Überspringen Sie dieses Menü, wenn Ihnen die erforderliche Flugerfahrung fehlt.
Was versteht man unter Autorotation?
Unter Autorotation versteht man einen Flugzustand, bei dem die Hauptrotorblätter anfangs so angestellt werden, dass die beim Sinkflug den Rotor durchströmende Luft diesen auf hoher Drehzahl hält (= Windmühlenprinzip). Die hierbei gespeicherte Energie muss beim Abfangen des Sinkfluges durch eine entsprechende Blattverstellung in Auftrieb umgesetzt werden.
Anflugwinkel bei unterschiedlichen Windverhältnissen.

72 Programmbeschreibung: ✅ Schalter
Durch die Autorotation ist sowohl ein Original- wie auch ein Modell-Hubschrauber in der Lage, ohne Antrieb, z. B. bei Motorausfall, sicher zu landen. Voraussetzung dafür ist jedoch ein gut geschulter und mit seinem Fluggerät vertrauter Pilot. Schnelle Reaktion und ein gutes Augenmaß sind notwendig, da die vorhandene Drehenergie des Rotors nur einmal zum Abfangen zur Verfügung steht.
Beim Einsatz auf Wettbewerben muss der Antriebsmotor bei Autorotation abgestellt sein! Für den Trainingsbetrieb ist es dagegen vorteilhaft, den Motor bei Autorotation auf Leerlauf zu halten, damit in kritischen Situationen sofort Vollgas gegeben werden kann.
Autorotation
Mit dem Autorotationsschalter wird in die Autorotationsflugphase umgeschaltet, in der die Ansteuerungen für „Gas“ und „Pitch“ getrennt und alle Mischer, die das Gasservo beinhalten, abgeschaltet werden. Dieser Flugphase ist der nicht veränderbare Name «Autorot» zugewiesen, der in der Grundanzeige und in allen flugphasenabhängigen Menüs eingeblendet wird (Liste siehe Seite 74).
Autorotationsschalter setzen:
Drücken Sie den Drehgeber und weisen Sie einen Schalter zu, wie auf Seite 29 beschrieben. Dieser Schalter hat absoluten Vorrang vor allen weiteren Flugphasenschaltern.
Autorotation K1 Position
Die Autorotationsflugphase kann auch alternativ durch einen Schaltpunkt des Gas-/Pitchsteuerknüppels K1 aktiviert werden. Sobald Sie diese Displayzeile angewählt haben, erscheint das Speicherfeld STC.
Bewegen Sie den K1-Steuerknüppel in die gewünschte Schaltposition und drücken Sie den Drehge-
ber. Der momentane Wert wird angezeigt. In der rechten Spalte wird abschließend noch ein Aktivierungsschalter zugewiesen.


K1-Steuerknöppel
In die gewünschte
Position bringen.
Funktionsweise „Autorot K1 Pos.“:
Sobald nach Schließen dieses Aktivierungsschalters der Schaltpunkt einmal unterschritten wird, schaltet das Programm auf „Autorotation“ um und bleibt dann unabhängig von der K1-Position so lange in dieser Flugphase, bis der Aktivierungsschalter, in diesem Beispiel Nr. 2, wieder auf „AUS“ steht.
„Autorotation K1 Pos.“ hat Vorrang vor den übrigen drei Flugphasenschaltern des Menüs »Phaseneinstellung« und »Phasenzuweisung«.
Autorotationsparametereinstellungen
Die zugehörigen Parametereinstellungen für
- Pitchservos
• Gasservo - Heckrotorservo
- sowie eine eventuelle Taumelscheibendrehung
- Kreiseleinstellung
werden im Menü »Helimischer« (siehe Seite 96) vorgenommen.
Alle übrigen autorotationsflugabhängigen Menüs sind in der Tabelle auf der Seite 74 zusammengestellt.

Wie programmiere ich eine Flugphase?
Bedeutung der Flugphasenprogrammierung
Allgemeine Hinweise zur Flugphasenprogrammierung
Häufig sind während eines Fluges verschiedene Klappenstellungen beim Flächenflugzeug oder Pitch- und Gasservo-Einstellungen beim Helikopter in bestimmten Flugabschnitten (z. B. Startphase, Landeanflug, Schwebeflug, Autorotation u. a.) erforderlich. Die mc-22 ermöglicht nun, solche Voreinstellungen über Extern- oder auch Geberschalter automatisch abzurufen.
Sehr nützlich erweisen sich die Flugphasen auch bei der Flugerprobung. Über einen Schalter können Sie während des Fluges zwischen verschiedenen Einstellungen umschalten, um die für das betreffende Modell günstigste Programmiervariante schneller zu finden.
Die grundsätzliche Programmierung erfolgt in drei Teilschritten
- Sie müssen zunächst Flugphasen einrichten, d. h., einzelnen Phasen weisen Sie einen Namen zu, der unter anderem in der Grundanzeige eingeblendet wird. Damit beim Umschalten zwischen verschiedenen Phasen der Übergang nicht abrupt verläuft, können Sie eine Zeitspanne für ein „weiches“ Umschalten in die jeweilige Phase vorsehen.
Bei den Flächenprogrammen nehmen Sie diese Einstellungen im Menü »Phaseneinstellung« vor. Bei den Heli-Programmen beginnen Sie im Menü »Sonderschalter«, falls Sie sich für die Autorotation interessieren, ansonsten starten Sie auch hier die Programmierung im Menü »Phaseneinstellung«. - Im nächsten Schritt setzen Sie im Menü »Phasenzuweisung« die erforderlichen „Phasenschalter“.
- Sind diese gesetzt, können Sie in den flugpha-
74 Programmbeschreibung: Flugphasen
senabhängigen Menüs, siehe nachfolgende Tabellen, mit der Programmierung der Einstellungen der einzelnen Flugphasen beginnen.
Liste flugphasenabhängiger Menüs bei den Flächenprogrammen:
| Menü | Seite |
| »Gebereinstellungen« | 56 |
| »Dual Rate/Expo« 62 | |
| »Phaseneinstellung« | 75 |
| »Phasenzuweisung« | 77 |
| »Unverzögerte Kanäle« 78 | |
| »Flächenmischer« | 82 |
| »Mix aktiv / Phase« 104 |
Liste flugphasenabhängiger Menüs bei den Heli- kopterprogrammen:
| Menü | Seite |
| »Gebereinstellungen« | 58 |
| »Dual Rate/Expo« 64 | |
| »Kanal 1 Kurve« 67 | |
| »Sonderschalter« | 72 |
| »Phaseneinstellung« | 76 |
| »Phasenzuweisung« | 77 |
| »Unverzögerte Kanäle« 78 | |
| »Helimischer« | 86 |
| »Mix aktiv / Phase« 104 |
Alle anderen Menüs sind modellabhängig und daher nicht für jede Flugphase getrennt programmierbar. Veränderungen in allen anderen Menüs wirken sich also immer auf alle Flugphasen des jeweiligen Modells aus. Gegebenenfalls sollten Sie die nicht veränderbaren Menüs im Menü »Ausblenden Codes«, Seite 47 bei der Flugphasenprogrammierung aus der Multifunktionsliste entfernen. Ein Beispiel zur Flugphasenprogrammierung ist auf Seite 124 zu finden.
Phaseneinstellung
Einrichten von Flugphasen
| Phase 1 | 0.0s | * | |
| Phase 2 | 0.0s | - | |
| Phase 3 | 0.0s | - | |
| Phase 4 | 0.0s | - | |
| Name | Umsch. Zeit | Status | |
| SEL | SEL | ||
Innerhalb eines Modellspeicherplatzes bietet die mc-22 die Möglichkeit, bis zu 4 voneinander abweichende Einstellungen für unterschiedliche Flugzustände, üblicherweise als Flugphasen bezeichnet, zu programmieren.
Das Einrichten von Flugphasen für Flächenmodelle beginnen Sie in diesem Menüpunkt, in dem Sie den einzelnen Phasen einen Namen und die Zeitspanne für ein (weiches) Umschalten in diese Phase zuweisen.
Spalte „Name“
Drücken Sie den Drehgeber und wählen Sie für die betreffende Phase 1 bis 4 aus einer Liste den passenden Phasennamen, der in allen phasenabhängigen Menüs (siehe Liste Seite 74) und in der Grundanzeige eingeblendet wird. Sie müssen aber nicht notwendigerweise fortlaufend mit der Phase 1 beginnen.
Die „Phase 1“ ist aber immer die „Normalphase“, die dann aktiv ist, wenn
- im Menü »Phasenzuweisung« kein Phasenschalter gesetzt ist oder
- bestimmten Schalterkombinationen keine Phase zugeordnet wurde.
Der Phasenname „normal“ könnte daher für die „Phase 1“ durchaus sinnvoll sein. Die Namen selbst haben keinerlei programmtechnische Bedeutung, sondern dienen lediglich im Zuge der weiteren Programmierung zur Identifizierung der jeweils eingeschalteten Flugphase.
Spalte „Umsch. Zeit“
Wenn Sie zwischen Flugphasen wechseln, ist es ratsam, in dieser Spalte eine Umschaltzeitdauer zwischen 0 und 9,9 s im inversen Feld für einen „weichen“ Übergang in (!) die jeweilige Phase zu programmieren. Daher besteht auch die Möglichkeit, beim Wechsel von z. B. Phase 1 nach 3 eine andere Zeit einzugeben als für den Wechsel von Phase 3 nach 1. (CLEAR = 0.0 s)
Beispiel:
| Phase 1 | normal | 4.0s | + |
| Phase 2 | Start | 2.0s | * |
| Phase 3 | Landung | 5.0s + | |
| Phase 4 | 0.0s | - | |
| Name | Umsch. Zeit | Status | |
| ▼ | SEL | SEL |
Von jeder anderen Phase in die Phase 1 „normal“ beträgt die Umschaltzeit 4,0 s. Beim Wechsel von z. B. der Phase 1 in die Phase 3 beträgt die Umschaltzeit dagegen 5.0 s.
Sinnvoll sind solche unsymmetrischen Umschaltzeiten z. B. beim Wechsel zwischen extrem unterschiedlichen Flugphasen, wie z. B. zwischen Kunstflug und Normalflug.
Hinweis:
Die hier eingestellte „Umschaltzeit“ wirkt gleichzeitig auch auf das »Flächenmischer«-Menü, siehe Seite 82. Der Wechsel zwischen flugphasenabhängigen Mischern verläuft dann ebenfalls nicht abrupt.
Im letzten Schritt setzen Sie dann im Menü »Phasenzuweisung«, Seite 77, die erforderlichen „Phasenschalter“. Sind diese gesetzt, können Sie in den flugphasenabhängigen Menüs mit der Programmierung der Einstellungen der einzelnen Flugphasen beginnen.
Spalte „Status“
Welcher der Phasen 1 ... 4 bereits ein Schalter zugeteilt wurde, ist in der rechten Display-Spalte ausgewiesen:
| Zeichen | Bemerkung |
| - | Kein Schalter vorgesehen |
| + | Phase über Schalter aufrufbar |
| * | Kennzeichnet die im Moment aktive Phasennummer |
Hinweis:
Hilfreich bei der Programmierung verschiedener Flugphasen ist der Befehl „Kopieren Flugphase“ im Menü »Kopieren/Löschen«. Zunächst werden die Parameter für eine bestimmte Flugphase ermittelt und diese dann in die nächste Flugphase kopiert, wo sie anschließend den Erfordernissen entsprechend modifiziert werden.

Phaseneinstellung
Einrichten von Flugphasen
| ▶Autorot | Autorot | 0.0s | → | - | |
| Phase 1 | 0.0s | * | |||
| Phase 2 | 0.0s | - | |||
| Phase 3 | 0.0s | - | |||
| Name Umsch. Zeit StatusSEL | |||||
Innerhalb eines Helikopter-Modellspeicherplatzes bietet die mc-22 die Möglichkeit, neben der Autorotationsflugphase, die im Menü »Sonderschalter« gesetzt werden kann, bis zu 3 weitere, voneinander abweichende Einstellungen für unterschiedliche Flugzustände zu programmieren.
Das Einrichten von Flugphasen beginnen Sie in diesem Menüpunkt, indem Sie den einzelnen Phasen einen Namen und eine Zeitspanne für „weiches“ Umschalten in diese Phase zuweisen.
Spalte „Name“
Die erste Zeile, sprich die oberste Flugphase, ist dem Autorotationsflug, siehe Menü »Sonderschalter«, vorbehalten. Demzufolge kann der vorgegebene Name nicht geändert werden.
Wählen Sie Phase 1 bis 3 an, drücken Sie den Drehgeber und wählen Sie aus einer Liste einen passenden Namen aus. Bestätigen Sie abschließend den Namen durch Drücken des Drehgebers. Sie müssen aber nicht notwendigerweise fortlaufend mit der Phase 1 beginnen.
Die „Phase 1“ ist aber immer die „Normalphase“, die dann aktiv ist, wenn
- im Menü »Phasenzuweisung« kein Phasenschalter gesetzt ist oder
- bestimmten Schalterkombinationen keine Phase zugeordnet wurde.
Der Phasenname „normal“ könnte daher für die „Phase 1“ durchaus sinnvoll sein. Die Namen selbst haben keinerlei programmtechnische Bedeutung, sondern dienen lediglich im Zuge der weiteren Programmierung zur Identifizierung der jeweils eingeschalteten Flugphase. Die Phasennamen werden in allen flugphasenabhängigen Menüs, siehe Liste Seite 74, und in der Grundanzeige eingeblendet.
Spalte „Umsch. Zeit“
Wenn Sie zwischen Flugphasen wechseln, ist es ratsam, in dieser Spalte eine Umschaltzeitdauer zwischen 0 und 9,9 s im inversen Feld für einen „weichen“ Übergang in (!) die jeweilige Phase zu programmieren. Daher besteht auch die Möglichkeit, beim Wechsel von z. B. Phase 1 nach 3 eine andere Zeit einzugeben als für den Wechsel von Phase 3 nach 1.
In die Autorotationsflugphase wird allerdings aus Sicherheitsgründen in jedem Fall ohne jegliche Zeitverzögerung geschaltet. Der Pfeil „→“ in der Spalte „Umsch. Zeit“ besagt, dass aus (!) der Autorotation heraus in (!) eine andere Phase eine Verzögerungszeit gesetzt werden kann.
(CLEAR = 0.0 s)
Beispiel:
| Autorot | Autorot | 2.0s→ | + | ||
| Phase | 1 | normal | 3.0s | * | |
| Phase | 2 | Akro | 1.0s | + | |
| Phase | 3 | 0.0s | - | ||
| Name | Umsch. Zeit | Status | |||
| SEL | |||||
„Autorot“: von dieser Phase in jede andere wird mit 2,0 s umgeschaltet. Umgekehrt beträgt die Zeit immer 0,0 s.
„Phase 1“: in diese Phase wird von Phase 2 (und
3*) mit 3,0 s weich umgeschaltet
„Phase 2“: in diese Phase wird von Phase 1 (und 3*) mit 1,0 s umgeschaltet.
* In diesem Beispiel ist Phase 3 nicht belegt.
Sinnvoll sind solche unsymmetrischen Umschaltzeiten z. B. beim Wechsel zwischen extrem unterschiedlichen Flugphasen, wie z. B. zwischen Kunstflug und Normalflug.
Hinweis:
Die hier eingestellte „Umschaltzeit“ wirkt gleichzeitig auch auf das »Helimischer«-Menü, siehe Seite 86, um einen abrupten Übergang bei einem Flugphasenwechsel zu verhindern.
Im letzten Schritt setzen Sie dann im Menü »Phasenzuweisung« die erforderlichen „Phasenschalter“. Sind diese gesetzt, können Sie in den flugphasenabhängigen Menüs mit der Programmierung der Einstellungen der einzelnen Flugphasen beginnen.
Spalte „Status“
Welcher der Phasen bereits ein Schalter zugeteilt wurde, ist in der rechten Display-Spalte ausgewiesen:
| Zeichen | Bemerkung |
| - | Kein Schalter vorgesehen |
| + | Phase über Schalter aufrufbar |
| * | Kennzeichnet die im Moment aktive Phasennummer |

Hinweis:
Hilfreich bei der Programmierung verschiedener Flugphasen ist der Befehl „Kopieren Flugphase“ im Menü »Kopieren/Löschen«. Zunächst werden die Parameter für eine bestimmte Flugphase ermittelt und diese dann in die nächste Flugphase kopiert, wo sie anschließend den Erfordernissen entsprechend modifiziert werden.

Im vorherigen Menü »Phaseneinstellung« für Heli bzw. Fläche haben Sie Phasennamen festgelegt. In diesem Menü müssen Sie nun die Schalter- bzw. Schalterkombinationen festlegen, über die Sie die jeweilige Phase aufrufen wollen. Ausnahme im Heli-Menü: Einer der beiden Autorotationsschalter muss im Menü »Sonderschalter« gesetzt werden.
Folgende Prioritäten sind zu beachten:
- Die Autorotationsphase (nur im Heli-Modus) hat unabhängig von den Schalterstellungen der übrigen Phasen immer (!) Vorrang. Sobald der Autorotationsschalter betätigt wird, erscheint folgende Display-Anzeige:

- Der Phasenschalter „A“ besitzt Priorität vor allen nachfolgenden Schalterstellungen „B“ bis „D“.
Benützen Sie also den Schalter „A“ nur dann, wenn Sie aus jeder anderen Flugphase – außer der Autorotationsphase – unmittelbar in die, diesem Schaltern zugewiesene wechseln wollen.
Programmierung der Flugphasenschalter
Die Extern- wie auch fallweise die softwareseitigen Geberschalter werden in gewohnter Weise zugewiesen. Die Reihenfolge der Zuordnung ist unerheb-
lich, Sie müssen nur darauf achten, dass Sie die für Sie „richtigen“ Schalter zuweisen. (Im Heli-Programm achten Sie also darauf, dass Sie einen eventuell bereits zugewiesenen Autorotationsschalter im Menü »Phasenzuweisung« nicht nochmals vergeben.)
Beispiel Flächenmodell für 4 Flugphasen mit Phasenpriorität
Sie benötigen z. B. drei einfache EIN-/AUS-Schalter, z. B. Best.-Nr. 4160 oder 4160.1.

Wechseln Sie nach der Schalterzuordnung mittels Drehgeber zum Feld SEL und legen Sie für jede Schalterstellung bzw. Kombination von Schalterstellungen einen der im Menü »Phasenzuweisung« ausgewählten Phasennamen fest, beispielsweise „1 normal“, „2 Start“, „3 Strecke“, „4 Landung“.
Dem geschlossenen („I“) Prioritätsschalter „A“ weisen Sie sinnvollerweise diejenige Phase zu, in die Sie unabhängig von den Schalterstellungen „B“ und „C“ direkt schalten wollen, z. B. in die Phase „Start“, wenn über den gleichen Schalter ein E-Motor eingeschaltet wird oder in die Phase „normal“ ... z. B. im Notfall. Bei geöffnetem „A“-Schalter („X“) wählen Sie nach eigenem Ermessen für die Schalterstellungen „B“ und „C“ die übrigen drei Phasen, siehe Tabelle weiter unten.
Theoretisch könnten Sie mittels der drei Einzel- schalter – für den Fall, dass diese alle geöffnet sind – im Menü »Phaseneinstellung« noch eine fünfte Flugphase definieren. Da dieses Beispiel aber nur

U n v e r z ð
kanalabhängige
Flugphasenverzögerung
von vier Flugphasen ausgeht, können Sie auch für diese Schaltergrundstellungen z. B. ebenfalls die Phase „1 normal“ festlegen.
Beispiel:
| Phasenschalter & Steckplatz | Phasennummer & Phasenname | |||
| A | B | C | D | |
| 1 | 2 | 3 | ||
| | | oder lodbr | | | 2 Start | |
| | | 3 Strecke | |||
| | | 4 Landung | |||
| | | | | 1 normal | ||
| nicht belegt, also de-faultmäßig: 1 normal | ||||
In diesem Beispiel sind die drei Externschalter 1, 2 und 3 (gemäß Nummerierung Menü »Schalteranzeige«) zugewiesen. Anstelle der beiden Einzelschalter an den Anschlussbuchsen 2 und 3 könnten Sie alternativ auch den Differential-Schalter (3-Weg-Schalter) Best.-Nr. 4160.22 einbauen.
Nehmen Sie nun die erforderlichen Einstellungen in allen flugphasenabhängigen Menüs vor.
Tipps:
Nutzen Sie insbesondere auch die Möglichkeit der Geberoffset-Einstellung im Menü »Gebereinstellungen«:
Flugphasenabhängig lassen sich z. B. Wölbklappeneinstellungen der Wölbklappenservos (Empfängerausgänge 6 + 7) und auch der Querruderklappen (Empfängerausgänge 2 + 5, nicht bei Delta/Nurflügel) einstellen.
In der Spalte „Offset“ nehmen Sie die von der Flugphase „normal“ abweichenden Einstellungen für die Quer- und Wölbklappen vor:
| Eing. 5 | Geb. 5 | -7% | +100%+100% | 0.0 | 0.0 |
| Eing. 6 | Geb. 6 | -12% | +100%+100% | 0.0 | 0.0 |
| Eing. 7 | Geb. 7 | 0% | +100%+100% | 0.0 | 0.0 |
| Eing. 8 | Geb. 8 | 0% | +100%+100% | 0.0 | 0.0 |
| «Speed » | Offset | -Weg + | -Zeit+ | ||
| ▲ SEL ↓ | SYM | SYM ASYASY | |||
Dabei gilt:
- „Offset Eingang 5“ beeinflusst die Wölbklappenstellung der Querruderklappen und
- „Offset Geber 6“ die entsprechende Position der Wölbklappen.
Positive sowie negative Ausschlagsveränderungen sind möglich.
Höhenruderveränderungen erfolgen über den Digitaltrimmhebel des Höhenrudersteuerknüppels. Auch diese Trimmeinstellungen werden flugphasenabhängig abgespeichert.
Beachten Sie hierzu auch das Beispiel „Verwenden von Flugphasen“ auf der Seite 124-125.
| UNVERZÖGERTEKANÄLE | |||||||||
| unverzögert | ● | ||||||||
| normal | 1 | 2 | 3 | 4 | 5 | 6 | 7 | 8 | 9 |
| «normal » | 1011 | 12 | |||||||
Im Menü »Phaseneinstellung« stellen Sie eine Umschaltzeit für den Wechsel in eine andere Flugphase ein. In diesem Menü können Sie nun flugphasenabhängig die dort eingestellte Umschaltverzögerung für einzelne Kanäle wieder abschalten, z. B. für Motor-Aus bei Elektromodellen oder Head-Lock bei Heli-Kreiseln aktivieren bzw. deaktivieren usw..
Verschieben Sie mittels Drehgeber den „•“ auf den entsprechenden Kanal und drücken Sie den Drehgeber. Das Schaltersymbol ☐ wechselt von „normal“ nach „unverzögert“.
| UNVERZÖGERTEKANÄLE | |||||||||
| unverzögert | 1 | 2 | 3 | 4 | 5 | 6 | 7 | 8 | 9 |
| normal | |||||||||
| «normal» | |||||||||

en in der Grundanzeige

Die Sendergrundanzeige enthält standardmäßig bereits vier Uhrenanzeigen. Um Uhreneinstellungen vornehmen zu können, wählen Sie mit gedrücktem Drehgeber die entsprechende Displayzeile an.
„Modellzeit“
Diese Uhr zeigt die aktuell registrierte Gesamtzugriffszeit auf den derzeit aktiven Modellspeicherplatz. Ggf. können Sie die automatische Zeiterfassung über einen rechts im Display zugeordneten Schalter auch beeinflussen, indem Sie mit diesem die „Modellzeit“-Uhr nach Bedarf ein- und ausschalten. Ein Kurzduck auf den Drehgeber bei inversem CLR-Feld setzt die Anzeige auf „0:00h“ zurück.
„Akkuzeit“
Zur Überwachung des Senderakkus wird mit diesem Betriebszeitmesser die Gesamteinschaltdauer des Senders seit dem letzten Ladevorgang erfasst. Ein Externschalter kann nicht zugewiesen werden.
Die Akkuzeit wird nach jedem Ladevorgang automatisch auf null gestellt.
Ein Druck auf den Drehgeber bei inversem CLR-Feld setzt die Anzeige ebenfalls auf „0:00h“ zurück.
„Stoppuhr“ und „Flugzeituhr“
Diese beiden (vorwärts oder rückwärts laufenden) Uhren befinden sich in der rechten Bildschirmhälfte der Grundanzeige. Wählen Sie die Zeile „Stoppuhr“ bzw. „Flugzeituhr“ an:

Die Stoppuhr lässt sich mit jedem beliebigen der zur Verfügung stehenden Schalter starten und stoppen. Wechseln Sie dazu zum Schaltersymbol-Feld am unteren Bildschirrmand. Die Zuordnung eines Schalters erfolgt, wie auf Seite 29 beschrieben.
In der Grundanzeige setzt CLEAR die zuvor wieder angehaltene Uhr auf den programmierten Startwert, siehe weiter unten (Abschnitt „Alarm“ und „Timer“).
Die Flugzeituhr kann über einen zugeordneten Schalter gestartet und bei wieder geöffnetem Schalter in der Grundanzeige durch Druck auf ESC gestoppt und CLEAR auf null gesetzt werden! Daher empfiehlt sich als Externschalter der Momentschalter Best.-Nr. 4160.11. Bei Wahl eines Geberschalters vergessen Sie bitte nicht, diesem im Menü »Geberschalter« einen entsprechenden Geber zuzuweisen und den Schaltpunkt entlang dem Geberweg festzulegen. Beispielsweise kann der Startimpuls beim Einschalten des Elektromotors erfolgen.
Umschaltung zwischen „vorwärts“ und „rückwärts“
Vorwärts laufende Uhr:
Werden die Uhren nach Schalterzuordnung mit dem Anfangswert „0:00“ gestartet, laufen sie vorwärts bis maximal 999 min und 59 s, um dann wieder bei 0:00 zu beginnen.
„Timer“ (rückwärts laufende Uhr):
In der Spalte „Timer“ wählen Sie über das linke SEL-Feld die Startzeit zwischen 0 und 180 min und
über das rechte SEL-Feld eine Startzeit zwischen 0 und 50 s. (CLEAR = „0“ bzw. „00“).
Vorgehensweise:
- SEL-Feld mit Drehgeber anwählen
- Kurzdruck auf Drehgeber
- Im inversen Minuten- bzw. Sekundenfeld mittels (nicht gedrücktem) Drehgeber Zeitvorwahl treffen
- Eingabe beenden durch kurzen Druck auf den Drehgeber.
Die Uhren starten bei diesem Anfangswert nach Betätigung des zugeordneten Schalters rückwärts („Timerfunktion“). Ggf. zuvor in der Grundanzeige CLEAR drücken. Nach Ablauf der Zeit bleibt der Timer nicht stehen, sondern läuft weiter, um die nach null abgelaufene Zeit ablesen zu können.
Rückwärts laufende Uhren werden in der Grundanzeige durch einen blinkenden Doppelpunkt zwischen dem Minuten- und Sekundenfeld kenntlich gemacht.

„Alarm“-Timer
In der Spalte „Alarm“ können Sie in 5-s-Schritten zwischen 5 und maximal 90 s den Zeitpunkt vor Ablauf des Timers festlegen, ab dem ein akustisches Signal ertönen soll, damit Sie während des Fluges die Anzeige nicht ständig beobachten müssen.
90 s vor null: alle 10 Sekunden
30 s vor null: 3-fach-Ton
20 s vor null: 2-fach-Ton
10 s vor null: jede Sekunde
5 s vor null: jede Sekunde mit erhöhter Frequenz null: verlängertes Tonsignal
Das Zurücksetzen der „Timer“ erfolgt durch Drücken von CLEAR bei angehaltener Uhr.
Hinweis:
Ein Anwendungsbeispiel „Uhrenbetätigung über den K1-Steuerknüppel“ ist auf Seite 123 zu finden.
Was ist ein Mischer?
Grundsätzliche Funktion
Flächenmischer

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abhängig
vom
gewählten
Modelltyp
Bei vielen Modellen ist oftmals eine Mischung verschiedener Anlenkungen im Modell wünschenswert, z. B. eine Kopplung zwischen Quer- und Seitenru- der oder die Kopplung von 2 Servos, wenn zwei Ruderklappen über getrennte Servos angesteuert werden sollen. In all diesen Fällen wird der Signalfluss am „Ausgang“ der geberseitigen Steuerfunktion „abgezweigt“, um dieses Signal dann in definierter Weise auf den „Eingang“ eines anderen Steuerkanals und damit letztlich einen Empfängerausgang wirken zu lassen.
Beispiel: Ansteuerung von zwei Höhenruderservos über den Höhenrudersteuerknüppel:
![graph LR A["Bedienelement (Geber)"] --> B["Steuerfunktionseingang"] B --> C["Steuerkanal (Empfängerausgang)"] C --> D["Servo 1"] B --> E["Mischer-menus"] E --> F["Servo 2"]](/content/2026/05/814952/images/d0b5689c1aafd3171c569fa0af22bf57d803e28f24619ffd2558a4f5f4ba1e7e.jpg)
Die Software des Senders mc-22 enthält bereits eine Vielzahl vorprogrammierter Koppelfunktionen, bei denen zwei (oder mehrere) Steuerkanäle miteinander vermischt werden. So kann der als Beispiel genannte Mischer bereits im Menü »Modelltyp« softwaremäßig aktiviert werden.
Daneben stellt die Software im Flächen- und Heli-Programm in jedem Modellspeicher jeweils vier frei programmierbare Linear-, zwei Kurvenmischer sowie zwei so genannte Kreuzmischer bereit.
Lesen Sie dazu auch die allgemeinen Anmerkungen zu „freien Mischern“ ab der Seite 98 dieses Handbuches.
| Querruderdiff. | + | 0% | ||||
| Wölbklappendiff. | + | 0% | ||||
| Querr. | 2->4 | Seitenr. | + | 0% | ||
| Querr. | 2->7 | Wölbkl. | + | 0% | ||
| Bremse | ->3 | Höhenr. | + | 0% | ||
| Bremse | ->6 | Wölbkl. | + | 0% | ||
| Bremse | ->5 | Querr. | + | 0% | ||
| Höhenr. | 3->6 | Wölbkl. | + | 0% | + | 0% |
| Höhenr. | 3->5 | Querr. | + | 0% | + | 0% |
| Wölbkl. | 6->3 | Höhenr. | + | 0% | + | 0% |
| Wölbkl. | 6->5 | Querr. | + | 0% | + | 0% |
| Diff.-Reduktion | + | 0% | ||||
| «normal » | SYM ASY | |||||
Das mc-22-Programm enthält eine Reihe fertig programmierter Koppelfunktionen, bei denen lediglich der Mischanteil und ein eventueller Schalter gesetzt werden müssen.
Je nach vorgegebenem »Modelltyp« (Leitwerkstyp und Zahl der Flächenservos), siehe Seite 49, erscheint eine unterschiedliche Anzahl vorprogrammierter Mischerfunktionen.
Alle Funktionen sind darüber hinaus flugphasenabhängig programmierbar. Falls Sie in den Menüs »Phaseneinstellung« und »Phasenzuweisung« verschiedene Flugphasen vorgesehen haben, erscheint der Flugphasenname am unteren Displayrand, z. B. «normal».
In der obigen Displayanzeige sind die (maximal) möglichen Mischerkfunktionen aufgelistet. Falls Ihr Modell beispielsweise nicht mit Wölblappenservos ausgestattet ist und Sie im Menü »Modelltyp« auch keine Wölblappenservos eingetragen haben, werden alle Wölblkappenmischer vom Programm automatisch ausgeblendet. Das Menü gewinnt dadurch nicht nur an Übersichtlichkeit. Es werden auch eventuelle Programmierfehler vermieden.
Anmerkungen:
- Die Steuerung der Bremsklappenmischer kann im Menü »Modelltyp« vom Steuereingang 1 auf 8 oder 9 umprogrammiert werden.
- Für die Wölbklappensteuerung ist ein beliebiger, dem „Eingang 6“ zugewiesener Geber erforderlich, siehe Menü »Gebereinstellungen«, Seite 56. Dieser steuert die beiden an den Empfängerausgängen 6 und 7 befindlichen Wölbklappenservos, sofern im Menü »Modelltyp« Wölbklappen vorgegeben worden sind.
- Falls Ihr Sender mit einem 2-Kanal-Schaltmodul und einem Schieberegler ausgestattet ist, sollten Sie ggf. die beiden 5-poligen Stecker auf der Senderplatine vertauschen oder im Menü »Gebereinstellungen« dem „Eingang 6“ den Geber 7, d. h., den Schieberegler zuordnen. Bei Auslieferung der Fernsteuerung befindet sich nämlich der Schieberegler an der Buchse „CH7“. Ein dem Eingang 7 zugeordneter Geber ist bei Vorgabe von 2 Wölbklappenservos softwaremäßig abgekoppelt, um eine Fehlbedienung auszuschließen.
Grundsätzliche Programmierung:
- Mit gedrücktem Drehgeber Mischer anwählen. Je nach Mischer erscheint in der unteren Displayzeile SEL oder SYM und ASY (zur seitenabhängigen Mischereinstellung) sowie √-
- Mit Drehgeber eines dieser Felder anwählen.
- Drehgeber kurz drücken (inverses Feld wechselt in die angewählte Zeile).
- Mittels Drehgeber Differenzierungsgrad bzw. Mischanteil einstellen und ggf. Schalter zuordnen. Negative und positive Parameterwerte sind vorgesehen, um die jeweilige Funktion an die Servodrehrichtung bzw. die Ausschlagrichtung der Ruder anpassen zu können. (CLEAR = 0%.)
- Eingabe beenden durch kurzen Druck auf den Drehgeber.
Schalter zuordnen
Alle Flächenmischer sowie die Differenzierungsreduktion sind über einen beliebigen Extern- oder Geberschalter optional ein-/ausschaltbar. Bei Aufruf dieser Zeile erscheint dann das bekannte Schaltersymbol: √-.
Hinweis:
Da alle Mischer flugphasenabhängig programmiert werden können, verhindert die im Menü »Phaseneinstellung«, Seite 75, eingestellte Umschaltzeit, dass sich die Klappenstellungen bei einem Flugphasenwechsel abrupt ändern.
Mischerneutralpunkte (Offset)
Die Mischer
• Querruder → NN
• Höhenruder → NN
• Wölbklappe → NN
haben in der Gebernullstellung (Gebermittelstellung) ihren Neutralpunkt, d. h. keine Wirkung. Bei Voll-ausschlag wird der eingestellte Wert gemischt.
Bei den Mischern:
- Bremsklappe → NN
ist der Mischernullpunkt („Offset“) in diejenige Position des Gebers zu stellen, bei der die Bremsklappen eingefahren sind.
Legen Sie im Menü »Modelltyp« in der Zeile „Bremse“ den Eingang (1, 8 oder 9) und den Offset fest, siehe Seite 50. Bei „Eingang 1“ beachten Sie bitte, dass die Einstellung in der Zeile „Motor“ auch die Wirkung der K1-Trimmung festlegt.
Mischerfunktionen
Je nach Servozahl erscheint neben dem Mischer „Querr. 2 → 4 Seitenr.“ noch mindestens der „Bremse → 3 Höhenruder“-Mischer in der Liste.
Ist bei einem Mehrklappenflügel ein „Krähen- oder Butterfly-System“ (siehe weiter unten) ohne zusätzliche Störklappen vorgesehen, so kann der dadurch freie Ausgang 1 im Menü »Nur Mix Kanal«, Seite 105, vom Steuerfunktionseingang 1 (Gas-/Bremsknüppel) getrennt und mithilfe eines „freien Mischers“ (Seite 99) anderweitig verwendet werden. Ähnliches gilt bei gänzlich fehlendem Bremssystem bzw. fehlender Motorregulierung
Im Folgenden werden nun die einzelnen Optionen des Flächenmischer-Menüs der Reihe nach besprochen.
Querruderdifferenzierung
Die Querruderdifferenzierung gleicht einen unerwünschten Nebeneffekt aus, der als „negatives Wendemoment“ bezeichnet wird: Am nach unten ausschlagenden Ruder entsteht prinzipiell ein größerer Widerstand als an einem gleich weit nach oben ausschlagenden. Daraus resultiert ein Drehmoment um die Hochachse und in der Folge ein „Herausdrehen“ aus der vorgesehenen Flugrichtung. Dieser Effekt tritt naturgemäß bei Segelflugzeugen mit hoher Streckung stärker auf als bei Motorflugzeugen mit ihren deutlich kürzeren Hebelarmen und muss normalerweise durch gleichzeitigen und gegensinnigen Seitenruderausschlag kompensiert werden. Dies verursacht jedoch zusätzlichen Widerstand und verschlechtert daher die Flugleistung.
Die Querruderdifferenzierung bewirkt nun, sofern für jedes Querruder ein eigenes Servo vorhanden ist, dass das jeweils nach unten ausschlagende Querruder einen geringeren Ausschlag ausführt als das nach oben ausschlagende. Das negative Wende-
moment wird dabei reduziert.
Diese Art elektronischer Differenzierung hat im Gegensatz zu mechanischen Lösungen, die meist schon beim Bau des Modells fest eingestellt werden müssen und zudem bei starken Differenzierungen leicht ein zusätzliches Spiel in der Steuerung hervorrufen, erhebliche Vorteile:
Jedes Querruder wird über ein separates Servo angesteuert, welche deshalb auch gleich in die Flächen eingebaut werden können. Durch die dann wiederum kürzeren Anlenkungen ergeben sich reproduzierbarere und spielfreiere Querruderstellungen.
Der Grad der Differenzierung kann jederzeit verändert werden und im Extremfall lässt sich der Querruderausschlag nach unten in der so genannten „Split“-Stellung sogar ganz unterdrücken. Auf diese Weise wird also nicht nur das negative Wendemoment unterdrückt, sondern es kann u. U. sogar ein positives Wendemoment entstehen, so dass bei Querruderausschlag eine Drehung um die Hochachse in Kurvenrichtung erzeugt wird. Gerade bei großen Segelflugmodellen lassen sich auf diese Weise „saubere“ Kurven allein mit den Querrudern fliegen, was sonst nicht o. w. möglich ist.

Der Einstellbereich von - 100% bis + 100% erlaubt unabhängig von den Drehrichtungen der Querruderservos, die richtige Differenzierungsrichtung einzustellen. „0%“ entspricht der Normalanlenkung, d. h. keine Differenzierung und „- 100%“ bzw. „+ 100%“ der Split-Funktion.
Niedrige Absolutwerte sind beim Kunstflug erforderlich, damit das Modell bei Querruderausschlag exakt um die Längsachse dreht. Mittlere Werte um ca.
- 50% bzw. + 50% sind typisch für die Unterstützung des Kurvenflugs in der Thermik. Die Split-Stellung (- 100%, + 100%) wird gern beim Hangflug eingesetzt, wenn mit den Querrudern allein eine Wende geflogen werden soll.
Anmerkung:
Negative Werte sind bei richtiger Kanalbelegung meist nicht erforderlich.
Wölbklappendifferenzierung
Der Querruder-/Wölbklappen-Mischer, siehe weiter unten, ermöglicht, die Wölbklappen als Querruder anzusteuern. Die Wölbklappendifferenzierung bewirkt analog zur Querruderdifferenzierung, dass bei einer Querruderfunktion der Wölbklappen der jeweilige Ausschlag nach unten reduziert werden kann.
Der Einstellbereich von - 100% bis + 100% erlaubt eine seitenrichtige Anpassung der Differenzierung. Ein Wert von „0%“ entspricht der Normalanlenkung, d. h., der Servoweg nach unten ist gleich dem Servoweg nach oben.. - 100%“ bzw. „+ 100%“ bedeutet, dass bei der Querrudersteuerung der Wölbklappen der Weg nach unten auf null reduziert ist („Split“).
Anmerkung:
Negative Werte sind bei richtiger Kanalbelegung meist nicht erforderlich.
Querruder 2 → 4 Seitenruder

Das Seitenruder wird in einstellbarem Maße bei Querrudersteuerung mitgenommen, wodurch insbesondere in Verbindung mit der Querruderdifferenzierung das negative Wendemoment unterdrückt wird, was ein „sauberes“ Kurvenfliegen erleichtert. Das Seitenruder bleibt natürlich weiterhin getrennt steuerbar. Über einen optionalen Extern- oder Geberschalter ist dieser Mischer zu- und abschaltbar, um gegebenenfalls das Modell auch über die Querruder bzw. das Seitenruder allein steuern zu können.
Querruder 2 → 7 Wölbklappe

Mit diesem Mischer wird ein einstellbarer Mischanteil der Querrudersteuerung in die Wölbklappenkanäle eingemischt. Bei Querruderausschlag bewegen sich dann die Wölbklappen sinngemäß wie die Querruder, normalerweise aber mit geringerem Ausschlag, d. h., der Mischanteil ist betragsmäßig kleiner als 100%. Der Einstellbereich von - 150% bis + 150% erlaubt, die Ausschlagrichtung je nach
Drehrichtung der Wölbklappenservos sinngemäß den Querrudern anzupassen.
Die drei folgenden Mischer „Bremse → NN“ werden über die Steuerfunktion 1, 8 oder 9 betätigt, je nachdem, welchen Eingang Sie der Funktion „Bremse“ im Menü »Modelltyp« zugeordnet haben. Legen Sie dort auch den Offset (Mischer-neutralpunkt) fest.
Bremse → 3 Höhenruder
Durch das Ausfahren von Störklappen, besonders aber beim Einsatz eines Butterfly-Systems (siehe nächste Seite) kann die Bahnneigung eines Modells ungünstig beeinflusst werden. Ähnliche Effekte können z. B. auch beim Gasgeben bzw. -wegnehmen eines mit unpassendem Sturz eingebauten Motors auftreten. Mit diesem Mischer können derartige Momente durch Zumischen eines Korrekturwertes auf das Höhenruder kompensiert werden. (Einstellbereich: - 150% bis + 150%).

Bremse → 6 Wölbklappe
Bei Betätigung der Bremssteuerfunktion 1, 8 oder 9 können beide Wölbklappenservos zur Landung individuell zwischen -150% und +150% Mischanteil ver- stellt werden – üblicherweise nach unten.

Mit diesem Mischer werden bei Betätigung der Bremssteuerfunktion 1, 8 oder 9 beide Querruderservos bei der Landung individuell in einem Bereich von - 150% bis + 150% verstellt – üblicherweise nach oben. Aber auch beim Ausfahren von Störklappen ist es sinnvoll, die Querruder etwas nach oben auszufahren.
Kombination der Mischer Bremse → NN: „Krähenstellung“ oder „Butterfly“

Wurden die drei letzten Bremsklappenmischer ge-
setzt, ist eine besondere Klappenkonstellation, die auch „Krähenstellung“ oder „Butterfly“ genannt wird, einstellbar: In der Butterfly-Stellung fahren beide Querruder nach oben und die Wölbklappen nach unten aus. Über den dritten Mischer wird das Höhenruder so nachgetrimmt, dass sich die Fluggeschwindigkeit infolge der veränderten Auftriebseigenschaften gegenüber dem Normalflug nicht ändert.
Dieses Zusammenspiel der Wölbklappen und Querruder sowie des Höhenruders dient zur Gleitwinkelsteuerung beim Landeanflug. Die Butterfly-Klappenstellung kann wahlweise auch ohne Brems- bzw. Störklappen geflogen werden.
Bei über die gesamte Tragflächenhinterkante durchgehenden Querrudern, die gleichzeitig als Wölbklappen dienen, können die beiden Mischer „Bremse → 5 Querruder“ und „Bremse → 3 Höhenruder“ gemeinsam verwendet werden, um die als Wölbklappen dienenden Querruder stark nach oben zu stellen und das Höhenruder entsprechend nachzutrimmen.
Bei Verwendung der Querruderdifferenzierung wird die Querruderwirkung durch das extreme Hochstellen der Querruder in der Butterfly-Klappenstellung erheblich beeinträchtigt, weil die Querruderausschläge nach unten durch die eingestellte Differenzierung verringert oder gegenüber den Ausschlägen nach oben sogar unterdrückt werden. Die Ausschläge nach oben können aber wiederum nicht weiter vergrößert werden, weil die Querruder schon nahe der bzw. ohnehin in Extremposition stehen. Abhilfe schafft hier die „Differenzierungsreduktion“, die weiter unten in einem eigenen Abschnitt erläutert wird.
Höhenruder 3 → 6 Wölbklappe

Zur Unterstützung des Höhenruders bei engem Wenden und beim Kunstflug kann die Wölbklappenfunktion über diesen Mischer durch die Höhenrudersteuerung mitgenommen werden. Die Mischerrichtung ist so zu wählen, dass bei gezogenem Höhenruder die Klappen nach unten und umgekehrt bei gedrücktem Höhenruder (Tiefenruder) nach oben – also gegenläufig – ausschlagen.
Höhenruder 3 → 5 Querruder

Mit diesem Mischer können Sie die Höhenruderwirkung ähnlich dem vorherigen Mischer unterstützen.
Wölbklappe 6 → 3 Höhenruder
Beim Setzen von Wölbklappen, egal ob per Offset-Einstellung im Menü »Gebereinstellungen« oder mittels einem dem „Eingang 6“ zugewiesenen Geber, können als Nebeneffekte auf- oder abkippende Momente um die Querachse entstehen. Ebenso gut kann aber auch erwünscht sein, dass z. B. das Mo

flugphasenabhängige
Helikopter-Mischer
dell beim leichten Hochstellen der Wölbklappen auch eine etwas flottere Gangart an den Tag legt. Mit diesem Mischer kann beides erreicht werden.
Über diesen Mischer wird beim Ausfahren der Wölbklappen, abhängig vom eingestellten Wert, automatisch die Stellung des Höhenruders korrigiert. Der erzielte Effekt ist also nur abhängig von der Größe des eingestellten Korrekturwertes.

Um eine gleichmäßigere Auftriebsverteilung über die gesamte Spannweite zu erzielen, wird mit diesem Mischer ein einstellbarer Anteil der Wölbklappensteuerung in die Querruderkanäle 2 und 5 übertragen. Dadurch bewegen sich die Querruder bei Wölbklappenausschlag sinngemäß wie die Wölbklappen, normalerweise aber mit geringerem Ausschlag.

Differenzierungsreduktion
Weiter oben wurde die Problematik bei der Butterfly-Konfiguration angesprochen, nämlich, dass bei Verwendung der Querruderdifferenzierung die Querruderwirkung durch das extreme Hochstellen der Querruder stark beeinträchtigt sein kann, weil einerseits ein weiterer Ausschlag des einen Querruders nach oben (fast) nicht mehr möglich ist und andererseits der Ausschlag des nach unten laufenden Ruders durch die eingestellte Differenzierung mehr oder weniger „behindert“ wird. Damit aber ist letztlich die Querruderwirkung insgesamt spürbar geringer als in der Normalstellung der Ruder.
Um dem soweit wie möglich entgegenzuwirken, sollten Sie unbedingt von der „Differenzierungsreduzierung“ Gebrauch machen. Diese reduziert beim Ausfahren des Bremssystems den Grad der Querruder-differenzierung kontinuierlich und in einstellbarem Maße bzw. hebt diese, je nach Einstellung, sogar auf.
Ein Wert von 0% bedeutet, dass die senderseitig programmierte „Querruderdifferenzierung“ bestehen bleibt. Ein Wert gleich dem eingestellten %-Wert der Querruderdifferenzierung bedeutet, dass diese bei maximaler Butterflyfunktion, d. h. voll ausgefahrenen Klappen, völlig aufgehoben ist. Bei einem Reduktionswert größer als die eingestellte Querruderdifferenzierung wird diese bereits vor dem Vollausschlag des Bremssteuerknüppels aufgehoben.

In diesem Menü werden mit Ausnahme der Mischer für die Autorotationsflugphase, auf die ab Seite 96 eingegangen wird, alle flugphasenabhängigen Helimischer beschrieben. Diese Mischer dienen zur Grundeinstellung eines Hubschraubermodells.
Zur Flugphasenprogrammierung siehe Menüs:
• »Sonderschalter«, Seite 72
■ »Phaseneinstellung«, Seite 76
- »Phasenzuweisung», Seite 77
Die jeweils aktive Flugphase wird am unteren Displayrand eingeblendet, z. B. «normal».
Allgemeine Informationen zu Mischern (siehe auch Seite 82 und 98)
Ein Pfeil „→“ kennzeichnet einen Mischer. Ein solcher „zweigt“ den Signalfluss einer Steuerfunktion an einer bestimmten Stelle ab, um diesen dann in definierter Weise auch auf einen anderen Steuerkanal und damit letztlich Empfängerausgang wirken zu lassen. So bedeutet beispielsweise der Mischer „Nick → Heckrotor“, dass bei Betätigung des Nicksteuerknüppels das Heckrotorservo proportional zum eingestellten Wert mitläuft.
Für die Einstellungen der Pitchkurven in allen Flugphasen sowie der beiden Mischer „Kanal 1 → Gas“ sowie „Kanal 1 → Heckrotor“ stehen 5-Punkt-Kurven zur Verfügung. Bei diesen Mischern können nichtlineare Mischverhältnisse entlang des Steuerknüppelweges programmiert werden, siehe auch Menü »Kanal 1 Kurve«, Seite 67.
Wechseln Sie auf die Displayseite für die 5-Punkt-Kurveneinstellung durch Kurzdruck auf den Drehgeber oder über die ENTER-Taste, siehe weiter unten. Die Kurveneinstellung erfolgt analog zur Kanal-1-Kurveneinstellung für Helikopter, soll aber im Folgenden nochmals detailliert beschrieben werden, um Ihnen das Blättern zu ersparen.
Grundsätzliche Programmierung:
- Mit gedrücktem Drehgeber Mischer anwählen. Je nach Mischer erscheint in der unteren Displayzeile SEL oder die Pfeiltaste ▶, über die zur zweiten Bildschirmseite gewechselt wird.
- Kurzdruck mittels Drehgeber bei inversem SEL-Feld erlaubt die direkte Einstellung der linearen Mischanteile: Mittels Drehgeber Mischanteil einstellen. (CLEAR = 0%.)
- Zweiter Kurzdruck beendet Eingabe.
- ESC blättert zurück.
Pitch

Kurzdruck auf den Drehgeber oder Betätigung der ENTER-Taste wechselt zur zweiten Bildschirmseite.
Im Unterschied zum Menü »Kanal 1 Kurve« bezieht sich diese Anzeige nur auf die Steuerkurve der Pitchservos, während die „Kanal-1-Kurve“ auf alle Servos wirkt, die über den Gas-/Pitchsteuerknüppel angesteuert werden.
Hinweis:
Beachten Sie, dass für die hier programmierte Pitchsteuerkurve das Ausgangssignal der Option „Kanal-1-Kurve“ als Eingangssignal wirkt: Die senkrechte Linie im Diagramm, die sich synchron mit dem Gas-/Pitchsteuerknüppel bewegt, folgt der aktuellen Kanal-1-Kurvencharakteristik.
Die Steuerkurve kann durch bis zu 5 Punkte, die so genannten „Stützpunkte“, entlang dem gesamten Steuerknüppelweg flugphasenabhängig festgelegt werden.
Zu Beginn sind die drei vorgegebenen Stützpunkte ausreichend, um die Pitchkurve einzustellen. Diese drei Punkte, und zwar die beiden Endpunkte „Pitch low (L)“ = - 100% Steuerweg und „Pitch high (H)“ = + 100% Steuerweg sowie ein weiterer Punkt genau in Steuermitte mit „1“ bezeichnet, beschreiben zunächst eine lineare Charakteristik für die Pitchkurve.
Programmierung im Einzelnen:
Schalten Sie zunächst auf die gewünschte Flugphase um, deren Name im Display erscheint, z. B. «normal».
Setzen und Löschen von Stützpunkten
Mit dem Gas-/Pitchsteuerknüppel wird in der Grafik eine senkrechte Linie synchron zwischen den beiden Endpunkten „L“ und „H“ verschoben. Die momentane Steuerknüppelposition wird auch numerisch in der Zeile „Eingang“ angezeigt. Der Wert liegt zwischen - 100% und + 100%.
Der Schnittpunkt dieser Linie mit der jeweiligen Kurve ist als „Ausgang“ bezeichnet und kann an den
Stützpunkten zwischen - 125% und + 125% variiert werden. Dieses Steuersignal wirkt nur auf die Pitchservos. In dem obigen Beispiel befindet sich der Steuerknüppel bei - 60% Steuerweg und erzeugt wegen der linearen Charakteristik ein Ausgangssignal von - 60%.
Zwischen den beiden Endpunkten „L“ und „H“ können bis zu max. 3 Stützpunkte gesetzt werden. Der minimale Abstand zweier aufeinander folgender Stützpunkte beträgt ca. 30% Steuerweg. Verschieben Sie den Steuerknüppel und sobald das inverse Fragezeichen ? erscheint, können Sie durch Druck auf den Drehgeber an der entsprechenden Steuerknüppelposition einen Stützpunkt setzen. Die Reihenfolge, in der die bis zu zwei weiteren Punkte zwischen den Randpunkten „L“ und „H“ erzeugt werden, ist unbedeutend, da die jeweiligen Stützpunkte automatisch immer von links nach rechts fortlaufend neu durchnummeriert werden.
Beispiel:

Anmerkung:
Der Steuerknüppel steht in diesem Beispiel bereits in unmittelbarer Nähe des rechten Stützpunktes „H“. Aus diesem Grunde erscheint der „Punkt“-Wert +100%“ invers.
Um einen der Stützpunkte 1 bis max. 3 wieder zu löschen, ist der Steuerknüppel in die Nähe des betreffenden Stützpunktes zu setzen. Stützpunktnummer sowie der zugehörige Stützpunktwert werden in der Zeile „Punkt“ eingeblendet. Drücken Sie nun die
CLEAR-Taste.
Beispiel Stützpunkt 3 löschen:

Hinter „Punkt“ erscheint nach dem Löschen wieder das inverse Fragezeichen ?.
Änderung der Stützpunktwerte
Bewegen Sie den Steuerknüppel auf den zu verändernden Stützpunkt „L (low), 1 ... 3 oder H (high)“. Nummer und aktueller Kurvenwert dieses Punktes werden angezeigt. Mit dem Drehgeber kann im inversen Feld der momentane Kurvenwert zwischen - 125% bis + 125% verändert werden, und zwar ohne die benachbarten Stützpunkte zu beeinflussen.
Beispiel:

Exemplarisch wurde in diesem Beispiel der Stützpunkt „2“ auf + 90% gesetzt.
Drücken der CLEAR-Taste löscht den Stützpunkt.
Hinweis:
Sollte der Steuerknüppel nicht exakt auf den Stützpunkt eingestellt sein, beachten Sie bitte, dass der Prozentwert in der Zeile „Ausgang“ sich immer auf die momentane Steuerknüppelposition bezieht.
Verrunden der Pitchkurve
In dem nachfolgenden Beispiel sind, wie im letzten Abschnitt beschrieben, exemplarisch der: Stützpunktwert 1 auf + 50%, Stützpunktwert 2 auf + 90% und Stützpunktwert 3 auf + 0% gesetzt.

Dieses „eckige“ Kurvenprofil lässt sich durch einfachen Tastendruck automatisch verrunden. Drücken Sie die ENTER-Taste links neben dem „Kurven-symbol“:

Hinweis: 0%
Die hier gezeigten Kurven dienen nur zu Demonstrationszwecken und stellen keinesfalls reelle Pitchkurven dar.
Konkrete Anwendungsbeispiele finden Sie bei den Programmierbeispielen auf den Seiten 142-143.
Die folgenden drei Diagramme zeigen typische 3-Punkt-Pitchkurven für unterschiedliche Flugphasen, wie Schwebeflug, Kunstflug und 3D-Flug.
Der senkrechte Balken gibt die momentane Steuerknüppelposition an. Bitte beachten Sie, dass Trimmwerte größer + 100% und kleiner - 100% im Display nicht mehr dargestellt werden können.
0% Beispiel-Pitchkurven unterschiedlicher Flugphasen:

Nutzen Sie die Möglichkeit, jeden einzelnen Stützpunkt unabhängig von den benachbarten Punkten mittels Drehgeber abgleichen zu können!
Wechseln Sie nach Festlegung der Pitchkurve über ESC zur ersten Bildschirmseite und wählen Sie ggf. die nächste Zeile an:
Kanal 1 → Gas
Kurzdruck auf den Drehgeber oder Betätigung der ENTER-Taste wechselt zur zweiten Bildschirmseite.

Im Unterschied zum Menü »Kanal 1 Kurve« bezieht sich diese Anzeige nur auf die Steuerkurve des Gasservos, während die „Kanal-1-Kurve“ auf alle Servos wirkt, die über den Gas-/Pitchsteuerknüppel angesteuert werden. Beachten Sie, dass für die hier
programmierte Gaskurve das Ausgangssignal der Option „Kanal-1-Kurve“ als Eingangssignal wirkt: Die senkrechte Linie im Diagramm, die sich synchron mit dem Gas-/Pitchsteuerknüppel bewegt, folgt also der aktuellen Kanal-1-Kurvencharakteristik.
Auch die Gaskurve kann durch bis zu 5 Punkte, die so genannten „Stützpunkte“, entlang dem gesamten Steuerknüppelweg flugphasenabhängig festgelegt werden.
Setzen, verändern und löschen Sie Stützpunkte in gleicher Weise, wie im vorherigen Abschnitt für die Pitchkurve erläutert. Legen Sie die Gaskurve zunächst mit den drei Punkten fest, die softwaremäßig bereits gesetzt sind, und zwar mit den beiden Randpunkten „L“ und „H“ sowie Punkt „I“ in der Steuermitte, um die Motorleistungskurve mit der Pitchkurve abzustimmen:
- In jedem Fall ist in Endstellung des Gas-/Pitchsteuerknüppels der Vergaser ganz geöffnet (außer beim Autorotationsflug, siehe weiter unten).
- Für den Schwebeflugpunkt, der normalerweise in Steuermitte liegt, ist die Vergaserstellung derart mit der Pitchkurve abzugleichen, dass sich die angestrebte Systemdrehzahl ergibt.
- In der Minimumstellung des Gas-/Pitchsteuerknüppels ist die Gaskurve so einzustellen, dass der Motor mit deutlich gegenüber dem Leerlauf erhöhter Drehzahl läuft und die Kupplung sicher greift. Das Anlassen und Abstellen des Motors erfolgt in jedem Fall über den Gaslimiter, siehe weiter unten, innerhalb der jeweiligen Flugphase; eine eventuell von anderen Fernsteuersystemen zu diesem Zweck gewohnte Programmierung von zwei Flugphasen – „mit Gasvorwahl“ und „ohne Gasvorwahl“ – erübrigt sich daher und sollte aus Sicherheitsgründen unbedingt vermieden werden.
Hinweis:
Die Erhöhung der Systemdrehzahl unterhalb des Schwebeflugpunktes lässt sich im mc-22-Programm wesentlich flexibler und feiner optimieren als durch die so genannte „Gasvorwahl“ bei den bisherigen mc-Fernsteueranlagen.
Stellen Sie sicher, dass zum Anlassen des Motors der Gaslimiter geschlossen ist, der Vergaser also nur noch mit der Leerlauftrimmung um seine Leerlaufposition herum eingestellt werden kann. Beachten Sie hierzu unbedingt die Sicherheitshinweise auf der Seite 95. Ist der Leerlauf beim Einschalten des Senders zu hoch eingestellt, werden Sie optisch und akustisch gewarmt!

Die folgenden drei Diagramme zeigen (typische) 3-Punkt-Gaskurven für unterschiedliche Flugphasen, wie Schwebeflug, Kunstflug und 3D-Flug.
Bitte beachten Sie, dass Trimmwerte größer + 100% und kleiner - 100% im Display nicht mehr dargestellt werden können.
Beispiel-Gaskurven unterschiedlicher Flugphasen:

Hinweise zur Anwendung der „Gaslimit“-Funktion: In jedem Fall sollten Sie von der Gaslimitfunktion Gebrauch machen (Menü »Gebereinstellungen«, Seite 60). Damit ist am unteren Anschlag des Gas-limit-Schiebreglers das Gasservo vollständig vom Gas-/Pitchknüppel getrennt; der Motor befindet sich im Leerlauf und reagiert nur noch auf die K1-Trim-mung. Diese Möglichkeit gestattet Ihnen, aus jeder Flugphase heraus den Motor anlassen zu können. Nach dem Starten schieben Sie den Gaslimiter an den gegenüberliegenden Anschlag, um das Gas-servo wieder vollständig über den Gas-/Pitchsteuer-knüppel betätigen zu können. Damit das Gasservo am oberen Anschlag nicht durch den Gaslimiter begrenzt wird, sollten Sie im Menü »Gebereinstellu-gen« den Geberweg auf 125% stellen.
Für eine feinfühligere Steuerwegkurve des Gaslimit-Schiebers können Sie auch „Expo-Gaslimit“ (Seite 52) verwenden. Damit erzielen Sie die Möglichkeit, die Leerlaufstellung in die reproduzierbare, gerastete Mittelstellung des Schiebers zu legen: Stellen Sie den Gaslimiter in seine Mittelstellung und verstellen Sie den Wert für „EXPO-Gaslimit“ so weit, bis Sie in der gerasteten Mittelstellung des Schiebers einen einwandfreien Leerlauf des Motors erreichen. In dieser Position lässt sich dann der Motor einwandfrei starten. Zum Abschalten schieben Sie – also auch ohne die K1-Abschalttrimmung – den Gaslimit-Geber an den unteren Anschlag.
Die Gasbegrenzung des Gaslimiters wird in der Gaskurve durch einen horizontalen Balken in der Grafik sichtbar gemacht:
Kunstflug
3D-Flug

Das Ausgangssignal zum Gasservo kann nicht größer werden, als der horizontale Balken vorgibt, in diesem Bild also max. ca. - 70%.
Kanal 1 → Heckrotor

Dieser Mischer dient zum statischen Drehmomentausgleich (DMA). Stellen Sie sicher, dass im Menü »Helityp«, Seite 50, die richtige Hauptrotordrehrichtung eingegeben wurde.
Die Mischereinstellung ist derart vorzunehmen, dass der Hubschrauber bei längeren senkrechten Steig- und Sinkflügen nicht durch das gegenüber dem Schwebeflug veränderte Drehmoment des Hauprotors um die Hochachse wegdreht. Im Schwebeflug sollte die Trimmung nur über den digitalen Heckrotortrimmhebel erfolgen. Voraussetzung für eine sichere Einstellung des Drehmomentausgleiches ist, dass die Pitch- und Gaskurven korrekt eingestellt wurden, die Rotordrehzahl also im gesamten Verstellbereich des Kollektivpitches konstant bleibt.
Diese dritte 5-Punkt-Kurve bezieht sich nur auf die Steuerkurve des Heckrotorservos bei Bewegung des Gas-/Pitchsteuerknüppels, während die „Kanal-1-Kurve“, Seite 67 auf alle Servos wirkt, die über
den Gas-/Pitchsteuerknüppel angesteuert werden. Beachten Sie, dass auch für die hier programmierte Heckrotorkurve das Ausgangssignal der „Kanal-1-Kurve“ als Eingangssignal wirkt: Die senkrechte Linie im Diagramm, die sich synchron mit dem Gas-/Pitchsteuerknüppel bewegt, folgt der aktuellen Kanal-1-Kurvencharakteristik aus dem Menü »Kanal 1 Kurve«.
Softwaremäßig ist eine 3-Punkt-Heckrotorkurve mit einem linearen Mischanteil von 30% vorgegeben. Sie können, wie oben beschrieben, über zwei weitere Stützpunkte den Mischer modifizieren und dadurch auch ober- und unterhalb des Schwebeflugpunktes asymmetrische Mischanteile vorsehen.
Belm Autorotationsflug wird dieser Mischer automatisch abgeschaltet.
Heckrotor → Gas
Über den Heckrotor, der normalerweise das Drehmoment des Hauptrotors auf den Rumpf kompensiert, erfolgt auch die Steuerung des Hubschraubers um die Hochachse. Die Erhöhung des Heckrotorschubes erfordert eine entsprechende Anpassung der Motorleistung, um die Systemdrehzahl konstant zu halten.
In diesem Mischer wird die Gasmitnahme durch den Heckrotor eingestellt. Diese Gasmitnahme erfolgt nur einseitig nach der Seite, bei der der Heckrotorschub vergrößert wird. Der Einstellbereich beträgt demzufolge 0 bis + 100%. Die Richtung ist abhängig vom Drehsinn des Hauptrotors (links oder rechts), der seinerseits im Menü »Helityp« richtig vorgegeben sein muss. Bei linksdrehenden Systemen, z. B. HEIM/GRAUPNER-Helikopter, erfolgt die Gasmitnahme bei Bewegung des Heckrotorsteuerknüppels nach links, bei rechtsdrehenden Hauptrotoren entsprechend nach rechts.
In der Autorotationsflugphase wird dieser Mischer automatisch abgeschaltet.
Einstellhinweise:
Um den Mischerwert optimal einstellen zu können, sind entweder mehrere schnelle Pirouetten in Richtung des Hauprotor-Drehsinnes zu fliegen (beim HEIM-System also links herum) oder es ist bei stärkerem Wind mit entsprechend großem Heckrotorausschlag quer zum Wind zu schweben. Stellen Sie den Mischerwert so ein, dass sich die Drehzahl nicht verringert. Für das HEIM-System liegt der Wert bei ca. 30%.
Roll → Gas und Nick → Gas
Nicht nur eine Pitchvergrößerung erfordert eine entsprechende Gasmitnahme, sondern auch große zyklische Steuerbewegungen, d. h. das Kippen der Taumelscheiben in eine beliebige Richtung. Im mc-22-Programm kann die Gasmitnahme für Roll- und Nicksteuerung getrennt angepasst werden.
Vorteile ergeben sich vor allem im Kunstflug, z. B. beim Fliegen von Rollen, wo mit mittleren Kollektiv-pitchwerten, bei denen der Vergaser nur etwa zur Hälfte geöffnet ist, zyklische Steuerausschläge eingesteuert werden, die eine wesentlich höhere Motorleistung erfordern.
Der Mischwert kann zwischen 0 und +100% variiert werden. Die richtige Mischrichtung wird automatisch berücksichtigt.
In der Autorotationsflugphase wird dieser Mischer automatisch abgeschaltet.
Roll → Heckrotor und Nick → Heckrotor
Nicht nur eine Pitchvergrößerung erfordert einen entsprechenden Drehmomentausgleich über den Heckrotor, sondern auch große zyklische Steuerbewegungen, wie oben das Kippen der Taumelscheiben in eine beliebige Richtung.
Das mc-22-Programm sieht auch hier eine für beide Kippbewegungen (Roll und Nick) getrennte Einstellmöglichkeit vor.
Vor allem im extremen Kunstflug mit sehr großen Ausschlägen in der Nicksteuerung, z. B. „Bo-Turn“ (senkrechtes Hochziehen und Überkippen um die Nickachse) und enge Loopings, führt das bei diesen Flügen nicht kompensierte Drehmoment dazu, dass sich das Modell in der Figur mehr oder weniger stark um die Hochachse dreht. Das Flugbild wird negativ beeinflusst.
Diese beiden Mischer ermöglichen einen statischen Drehmomentausgleich in Abhängigkeit vom Kippen der Taumelscheibe in irgendeine Richtung. Die Mischer arbeiten dabei derart, dass sie ausgehend von der Mittelstellung der Roll- und Nicksteuerknüppel den Heckrotorschub immer vergrößern, also unabhängig von der Steuerrichtung immer einen Heckrotausschlag in die gleiche Richtung bewirken. Der Mischwert kann zwischen 0 und +100% variiert werden.
Die Richtung der Beimischung wird automatisch durch die Festlegung der Hauptrotordrehrichtung im Menü »Helityp«, Seite 51 festgelegt.
In der Autorotationsflugphase wird dieser Mischer automatisch abgeschaltet.
Kreiselausblendung
Es sei vorangestellt, dass diese Funktion bei den heute üblichen Gyro-Systemen im Normalfall nicht benutzt werden darf. Beachten sie dazu bitte aber die jeweiligen Bedienungshinweise. Dennoch wurde dieses Menü beibehalten, um allen Anforderungen und auch Gewohnheiten gerecht zu werden.
Mit diesem Programmteil lässt sich die Wirkung des Gyrosensors („Kreisel“) in Abhängigkeit von der Heckrotorsteuerknüppelbetätigung beeinflussen, sofern ein Gyrosystem eingesetzt wird, bei dem die Kreiselwirkung über einen Zusatzkanal – bei den GRAUPNER/JR-mc-Fernlenksystemen Kanal 7 – vom Sender her eingestellt werden kann. Die Kreiselausblendung reduziert die Kreiselwirkung mit zunehmendem Heckrotor-Steuerknüppelausschlag linear entsprechend dem eingestellten Wert. Ohne Kreiselausblendung, bei einem Wert von 0%, ist die Kreiselwirkung unabhängig vom Knüppelausschlag konstant.
Die Kreiselwirkung kann aber mit einem in der Zeile „Gyro 7“ im Menü »Gebereinstellungen«, Seite 58 zugewiesenen Schieber, z. B. Geber 7, der bei Auslieferung der Anlage an der Buchse CH7 auf der Senderplatine angeschlossen ist, stufenlos zwischen minimaler und maximaler Kreiselwirkung variiert werden: Die Kreiselwirkung ist maximal bei Vollausschlag des Schiebereglers und null am gegenüberliegenden Anschlag. Softwaremäßig steht es Ihnen natürlich frei, den Wirkbereich über die Geberwegeinstellung zu beiden Seiten einzuschränken.
Abhängig von der Stellung des Schiebereglers beträgt die Kreiselwirkung bei Vollausschlag des Heckrotorsteuerknüppels:
„momentane Schieberposition minus Wert der Kreiselausblendung“
Befindet sich der Schieberegler in der Neutrallage, reduziert sich demzufolge die Kreiselwirkung bei einer Kreiselausblendung von 100% mit zunehmendem Heckrotorausschlag bis auf null und für Werte zwischen 100% und dem Maximalwert von 199% kann eine vollständige Kreiselausblendung – je nach Schiebereglerposition – bereits vor Heckrotor-vollausschlag erreicht werden, s. Abb. Seite 92.
Beim GRAUPNER/JR-Kreisel NEJ-120 BB, Best.-Nr. 3277 wird sowohl der untere als auch der obere Wert über Drehregler eingestellt: Regler 1 stellt die minimale Kreiselwirkung in der unteren Stellung des Schiebereglers ein, Regler 2 die maximale Wirkung in der oberen Endstellung des Schiebers; die Umschaltung zwischen diesen beiden Werten erfolgt ungefähr in der Mitte des Schieberweges.
Die Gyrosysteme PIEZO 900, PIEZO 2000 und PIEZO 3000 besitzen dagegen eine proportionale, stufenlose Einstellbarkeit der Gyrowirkung; siehe dazu die Beispieldiagramme weiter unten.
Die (statische) Einstellbarkeit der Kreiselwirkung gibt Ihnen die Möglichkeit, beispielsweise normale, langsame Flüge mit maximaler Stabilisierung zu fliegen, bei schnellen Rundflügen und im Kunstflug jedoch die Kreiselwirkung zu reduzieren. Nutzen Sie erforderlichenfalls für unterschiedliche Einstellungen die Flugphasenprogrammierung.
- Lineare Kreiselausblendung: 0% bis 199%. In Mittelstellung des Heckrotorsteuerknüppels ergibt sich die mit dem Schieberegler „7“ eingestellte Kreiselwirkung. Sie kann mit dem Schieber 7 stufenlos von null „min“ bis zum Maximum „max“ eingestellt werden, sofern der Geberweg nicht eingeschränkt ist. Die effektive Kreiselwirkung berechnet sich bei Heckrotorvollausschlag wie folgt:
„momentane Schieberposition minus Wert für Kreiselausblendung“,
d. h., bei 0% Kreiselausblendung bleibt die Kreiselwirkung bei Heckrotorknüppelbetätigung konstant, bei 50% verringert sie sich bis zur Hälfte, wenn der Schieber 7, wie hier gezeigt, bis +50% Steuerweg verschoben wird, und erst bei >150% ist sie in dieser Schieberposition bereits vor Heckrotorvollausschlag auf null reduziert.

- Lineare Kreiselausblendung bei verringertem Geberweg, z. B. - 50% bis + 80% Steuerweg. Die Kreiselwirkung kann stufenlos innerhalb dieser Gebergrenzen variiert werden. Auch hier sind zu Demonstrationszwecken Kreiselwirkungen in Ab-
hängigkeit vom Heckrotorausschlag für verschiedene Parameterwerte der Kreiselausblendung eingezeichnet.

Einstellung des Gyro-Sensors
Um eine maximal mögliche Stabilisierung des Hub-schraubers um die Hochachse durch den Kreisel zu erzielen, sollten Sie folgende Hinweise beachten:
- Die Ansteuerung sollte möglichst leichtgängig und spielfrei sein.
• Das Steuergestänge darf nicht federn. - Ein starkes und v. a. schnelles Servo verwenden.
Je schneller als Reaktion des Gyro-Sensors auf eine erkannte Drehung des Modells eine entsprechend korrigierende Schubänderung des Heckrotors wirksam wird, um so weiter kann der Einstellregler für die Kreiselwirkung aufgedreht werden, ohne dass das Heck des Modells zu pendeln beginnt und um so besser ist auch die Stabilität um die Hochachse. Andernfalls besteht die Gefahr, dass das Heck des Modells bereits bei geringer eingestellter Kreiselwirkung zu pendeln beginnt, was dann durch eine entsprechende weitere Reduzierung der Krei-
selwirkung über den Schieber „7“ verhindert werden muss.
Auch eine hohe Vorwärtsgeschwindigkeit des Modells bzw. Schweben bei starkem Gegenwind kann dazu führen, dass die stabilisierende Wirkung der Seitenflosse zusammen mit der Kreiselwirkung zu einer Überreaktion führt, was wiederum durch Pendeln des Rumpfchecks erkennbar wird. Um in jeder Situation eine optimale Stabilisierung am Kreisel zu erreichen, kann die Kreiselwirkung vom Sender aus über den Schieber „7“ in Verbindung mit der Kreiselausblendung und/oder den beiden Einstellungen am Kreisel NEJ-120 BB angepasst werden.
Weitere Hinweise zu Kreiseln mit mehrstufig einstellbarer Kreiselwirkung (z. B. NEJ-120 BB)
Da Sie die Kreiselwirkung senderseitig über den Schieberegler nicht proportional vorgeben können, muss mit dem kreiseleigenen Regler 1 die (geringere) Kreiselwirkung eingestellt werden (z. B. für den Kunstflug) und mit Regler 2 die höhere Kreiselwirkung (z. B. für den Schwebeflug). Auch wenn für Funktion 7 ein Schieberegler verwendet wird, erfolgt lediglich ein Umschalten zwischen diesen beiden Werten und keine proportionale Einstellung.
Drehen Sie daher den Regler 2 so weit auf, dass das Modell bei Windstille im Schwebeflug gerade eben nicht pendelt, entsprechend wird der Regler 1 so weit aufgedreht, dass das Modell auch bei Höchstgeschwindigkeit und extremem Gegenwind nicht mit dem Heck pendelt. Sie können – je nach Wetterlage und vorgesehenem Flugprogramm – die Kreiselwirkung vom Sender aus entsprechend umschalten, gegebenenfalls mit der Kreiselausblendung auch abhängig vom Heckrotorsteuerausschlag.
Die Abstimmung von Gas- und Pitchkurv
Praktisches Vorgehen
Taumelscheibendrehung
Hinweis:
Sollte keiner der im Menü »Helityp« in der Zeile „Taumelscheibentyp“ einstellbaren Typen passen, so kann hier ggf. eine Anpassung erfolgen.
Bei einigen Rotorkopfansteuerungen ist es erforderlich, die Taumelscheibe bei der zyklischen Steuerung in eine andere Richtung zu neigen als die beabsichtigte Neigung der Rotorebene. Beispielsweise beim HEIM-System und der Verwendung eines Vierblattrotors sollte die Ansteuerung mit diesem Menüpunkt softwaremäßig um 45" nach rechts gedreht werden, damit die Steuergestänge von der Taumelscheibe zum Rotorkopf genau senkrecht stehen können und somit eine korrekte Blattsteuerung ohne unerwünschte Differenzierungseffekte gewährleistet ist. Eine mechanische Änderung des Steuergestänges erübrigt sich damit. Negative Winkel bedeuten eine virtuelle Linksdrehung, positive Winkel eine virtuelle Rechtsdrehung des Rotorkopfes. CLEAR setzt den Eingabewert auf „0°“ zurück.
Die Gas- und Kollektivpitch-Steuerung erfolgt zwar über separate Servos, diese werden aber (außer in der Autorotationsflugphase) immer gemeinsam vom Gas-/Pitchsteuerknüppel betätigt. Die Kopplung wird durch das Helikopterprogramm automatisch vorgenommen.
Der Trimmhebel der Steuerfunktion 1 wirkt im mc-22-Programm nur auf das Gasservo, z. B. als Leerlauftrimmung (siehe Abschalttrimmung Seite 23).
Die Abstimmung von Gas und Pitch, also der Leistungskurve des Motors mit der kollektiven Blattverstellung, ist der wichtigste Einstellvorgang beim Hubschraubermodell. Das Programm der mc-22 sieht eine unabhängige Einstellung der Gas-, Pitch- und Heckrotorsteuerkurven neben der K1-Steuerkurve (Menü »Kanal 1 Kurve«, Seite 67), wie oben beschrieben, vor.
Diese Kurven können zwar durch bis zu 5 Punkte charakterisiert werden, in der Regel reichen aber weniger Punkte aus. Grundsätzlich wird empfohlen, zunächst mit den 3-Punkt-Kurven zu beginnen, wie sie standardmäßig vom Programm auf der jeweiligen zweiten Display-Seite vorgegeben werden. Dabei lassen sich für die Mittelstellung „1“ und die beiden Endstellungen („low“ und „high“) des Gas-/Pitchsteuerknüppels individuelle Werte eingeben, die die Steuerkurven insgesamt festlegen.
Vor einer Einstellung der Gas- und Pitchfunktion sollten aber zunächst die Gestänge aller Servos gemäß den Einstellhinweisen zum jeweiligen Hubschrauber mechanisch korrekt vorjustiert werden.
Anmerkung:
Der Schwebeflugpunkt sollte normalerweise in der Mittelstellung des Gas-/Pitchsteuerknüppels liegen. In Sonderfällen, z. B. für das „3-D“-Fliegen, können jedoch auch davon abweichende Schwebeflugpunkte programmiert werden, also
beispielsweise ein Punkt für die Normalfluglage oberhalb der Mitte und ein Punkt für die Rückenfluglage unterhalb der Mitte.
Leerlaufelnstellung und Gaskurve
Die Leerlaufeinstellung erfolgt ausschließlich bei geschlossenem Gaslimiter – normalerweise mit dem Trimmhebel der K1-Funktion, in Sonderfällen auch mit dem Gaslimiter (Schieberegler) selbst. Die Einstellung des unteren Punktes „L“ (low) der Gaskurve bewirkt eine Einstellung der Sinkflugdrehzahl des Motors, ohne die Schwebeflugeinstellung zu beeinflussen.
Hier können Sie die Flugphasenprogrammierung nutzen, um verschiedene Gaskurven – bei älteren mc-Anlagen „Gasvorwahl“ genannt – einzustellen. Als sinnvoll erweist sich diese erhöhte Systemdrehzahl unterhalb des Schwebeflugpunktes z. B. bei schnellen, steilen Landeanflügen mit weit zurückgenommenem Pitch und beim Kunstflug.
Die Abb. zeigt eine 3-Punkt-Kurve mit schwach veränderlicher Drosseleinstellung unterhalb des Stützpunktes „1“. Die Kurve wurde zudem verrundet, wie oben beschrieben.

Flugphasenabhängig unterschiedliche Gaskurven werden programmiert, um sowohl für den Schwebeals auch Kunstflug eine jeweils optimale Abstimmung zu verwenden:
- Niedrige Systemdrehzahl mit ruhigen, weichen Steuerreaktionen und geringer Geräuschentwicklung im Schwebeflug.
- Höhere Drehzahl für den Kunstflug im Bereich der Maximalleistung des Motors. In diesem Fall wird
die Gaskurve auch im Schwebeflugbereich anzupassen sein.
Die Grundeinstellung
Obgleich Pitch- und Gaskurven im mc-22-Sender in einem weiten Bereich elektronisch eingestellt werden können, sollten Sie alle Anlenkungen im Modell gemäß den Hinweisen in den jeweiligen Hubschrauberanleitungen schon mechanisch korrekt eingestellt haben. Erfahrene Hubschrauberflieger helfen Ihnen sicherlich gern bei der Grundeinstellung.
Die Vergaseransteuerung muss so eingestellt sein, dass die Drossel in Vollgasstellung gerade eben vollständig geöffnet ist. In Leerlaufstellung des Gas-limiters muss sich der Vergaser mit dem K1-Trimmhebel gerade eben völlig schließen lassen, ohne dass das Servo mechanisch aufläuft.
Nehmen Sie diese Einstellungen sehr sorgfältig vor, indem Sie das Steuergestänge entsprechend anpassen und/oder auch den Einhängepunkt am Servo- bzw. Vergaserhebel verändern. Erst danach sollten Sie die Feinabstimmung des Gasservos elektronisch optimieren.
Achtung:
Informieren Sie sich über Gefahren und Vorsichtsmaßnahmen beim Umgang mit Motoren und Hubschraubern, bevor Sie den Motor zum ersten Mal starten!
Mit dieser Grundeinstellung sollte der Motor unter Beachtung der jeweiligen Motorbetriebsanleitung gestartet und der Leerlauf mit dem Trimmhebel des Gas-/Pitchknüppels eingestellt werden können. Die Leerlaufposition, die Sie vorgeben, wird in der Grundanzeige des Senders durch einen Querbalken bei der Positionsanzeige des K1-Trimmhebels angezeigt. Siehe dazu Beschreibung der digitalen Trimmung auf der Seite 26 des Handbuches.
Die folgende Vorgehensweise geht von dem Normalfall aus, dass Sie den Schwebeflugpunkt genau in die Steuermitte legen möchten. Etwa in Mittelstellung des Pitchsteuerknüppels sollte das Modell vom Boden abheben und mit in etwa vorgesehener Drehzahl schweben. Ist das nicht der Fall, dann gehen Sie wie folgt vor:
1. Das Modell hebt erst oberhalb der Mittelstellung des Pitchsteuerknüppels ab.
a) Drehzahl ist zu niedrig Abhilfe: Erhöhen Sie im Mischer „Kanal 1 → Gas“ den Parameterwert für das Gasservo in der Knüppelmittelstellung.

b) Die Drehzahl ist zu hoch. Abhilfe: In der „Pitchkurve“ den Wert der Blattanstellung für den Pitch in der Knüppelmittelstellung vergrößern.

2. Das Modell hebt schon unterhalb der Mittelstellung ab.
a) Drehzahl ist zu hoch Abhilfe: Verringern Sie die Vergaseröffnung im Mischer „Kanal 1 → Gas“ für die Knüppelmittelstellung.

b) Drehzahl ist zu niedrig Abhilfe: Verringern Sie den Pitch-Blattanstellwinkel in der „Pitchkurve“ für die Knüppelmittelstellung.

Wichtig: Diese Einstellung ist so lange durchzuführen, bis das Modell in Mittelstellung des Gas-/Pitchsteuerknüppels mit der richtigen Drehzahl schwebt. Von der korrekten Ausführung ist die gesamte weitere Einstellung der Modellparameter abhängig!
Die Standardabstimmung
Auf der Basis der zuvor beschriebenen Grundeinstellung, bei der das Modell im Normalflug in Mittelstellung des Gas-/Pitchsteuerknüppels mit der vorgesehenen Drehzahl schwebt, wird die Standardabstimmung vervollständigt: Gemeint ist eine Abstimmung, mit der das Modell sowohl Schwebe- als auch Rundflüge in allen Phasen bei konstanter Drehzahl durchführen kann.
Die Steigflug-Einstellung
Die Kombination der Gasschwebeflugeinstellung, der Pitcheinstellung für den Schwebeflugpunkt und der Maximumposition („Pitch high“) ermöglicht nun in einfacher Weise, eine vom Schwebeflug bis zum
maximalen Steigflug konstante Drehzahl zu erreichen.
Führen Sie zunächst einen längeren senkrechten Steigflug aus, indem Sie den Pitchsteuerknüppel in die Endstellung bringen. Die Motordrehzahl sollte sich gegenüber der Schwebeflugeinstellung nicht ändern. Sinkt die Drehzahl im Steigflug ab, obwohl der Vergaser bereits vollständig geöffnet ist und somit bei (optimal eingestelltem) Motor keine weitere Leistungssteigerung möglich ist, dann verringern Sie den maximalen Blattwinkel bei Vollausschlag des Pitchsteuerknüppels, also in der Position „Pitch high“. Umgekehrt ist der Anstellwinkel zu vergrößern, falls sich die Motordrehzahl beim Steigflug erhöhen sollte. Wählen Sie also den Punkt „H“ (high) an und verändern Sie den Stützpunktwert mit dem Drehgeber.

Dieses Bild zeigt nur Veränderungen des Pitchmaximumwertes „H“.
Bringen Sie das Modell anschließend wieder in den Schwebeflug, der wiederum in der Mittelstellung des K1-Knüppels erreicht werden sollte. Muss für den Schwebeflugpunkt der Pitchknüppel jetzt von der Mittellage weg in Richtung höherer Werte bewegt werden, dann kompensieren Sie diese Abweichung, indem Sie den Pitchwinkel im Schwebeflug ein wenig erhöhen, bis das Modell wieder in Knüppelmittelstellung schwebt. Schwebt das Modell umgekehrt unterhalb der Mittelstellung, dann ist der Anstellwinkel entsprechend zu verringern. Unter Umständen kann es erforderlich sein, die Vergaseröffnung im Schwebeflugpunkt zu korrigieren.
Dieses Bild zeigt nur die Veränderung des Schwebeflugpunktes, d. h. Pitchminimum und Pitchmaximum wurden belassen bei -100% bzw. +100%.
Modifizieren Sie diese Einstellungen so lange, bis sich wirklich eine konstante Drehzahl über den gesamten Steuerweg zwischen Schwebe- und Steigflug ergibt.
Die Sinkflug-Einstellung
Die Sinkflug-Einstellung wird nun so vorgenommen, dass Sie das Modell aus dem Vorwärtsflug aus größerer Höhe mit voll zurückgenommenem Pitch sinken lassen und den Pitchminimumwert („Pitch low“) so einstellen, dass das Modell in einem Winkel von 60 ... 80° fällt.
Dieses Bild zeigt nur Veränderungen des Pitchminimumwertes „L“.
Wenn Sie dieses Flugbild erreicht haben, stellen Sie den Wert für „Gas low (L)“ so ein, dass die Drehzahl weder zu- noch abnimmt. Die Abstimmung von Gas und Pitch ist damit abgeschlossen.



Abschließende wichtige Hinweise
Vergewissern Sie sich vor dem Anlassen des Motors, dass der Gaslimiter vollständig geschlossen ist und der Vergaser nur noch mit dem Trimmhebel betätigt werden kann. Beim Einschalten des Senders werden Sie optisch und akustisch gewarnt, falls der Vergaser zu weit geöffnet sein sollte. Ansonsten besteht bei zu weit geöffnetem Vergaser die Gefahr, dass der Motor unmittelbar nach dem Starten mit hoher Drehzahl läuft und die Fliehkraftkupplung sofort greift. Daher sollten Sie den
Rotorkopf beim
Anlassen stets festhalten.
Sollte der Motor dennoch einmal versehentlich mit weit geöffnetem Vergaser gestartet werden, gilt immer noch:
Nerven behalten!
Rotorkopf unbedingt festhalten!
Keinesfalls loslassen,
sondern sofort das Gas zurücknehmen, auch auf die Gefahr hin, dass der Antrieb im Extremfall beschädigt wird, denn
SIE müssen gewährleisten,
dass sich der Hubschrauber
in keinem Fall unkontrolliert bewegt.
Die Reparaturkosten einer Kupplung oder des Motors sind vernachlässigbar im Vergleich zu den Schäden, die ein unkontrolliert mit den Rotorblättern um sich schlagender Modellhubschrauber verursachen kann.
Achten Sie darauf, dass sich keine
weiteren Personen im Gefährdungsbereich
des Helikopters aufhalten.
Die Umschaltung von der Leerlauf- auf die Flugeinstellung mit erhöhter Systemdrehzahl darf nicht abrupt erfolgen. Der Rotor wird dadurch schlagartig
Programmbeschreibung: →- Mischer
Helimischer
Autorotationseinstellungen
beschleunigt, was zu einem vorzeitigen Verschleiß von Kupplung und Getriebe führen würde. Auch können die im Regelfall frei schwenkbar befestigten Hauptrotorblätter einer derartig ruckartigen Beschleunigung nicht folgen, schwenken daher weit aus ihrer normalen Lage aus und schlagen u. U. sogar in den Heckausleger.
Nach dem Anlassen des Motors sollten Sie die Systemdrehzahl mit dem Gaslimiter langsam hochfahren; wird für den Gaslimiter ein Externschalter benutzt, so sollte für diesen über das Menü »Gebereinstellungen«, Seite 59, unbedingt eine Zeitkonstante von ca. 5 Sekunden für das Hochfahren der Systemdrehzahl (Öffnen des Gaslimiters) programmiert werden, aber keine Zeitverzögerung für das Schließen des Gaslimiters.
| Pitch => | |
| Gasposition AR | - 90% |
| Heckrotoroffset AR 0% | |
| Kreiselausblendung | 0% |
| Taumelscheibendrehung | 0° |
| «Autorot» | |
Die in diesem Display aufgelisteten Einstellmöglichkeiten treten an die Stelle der Helimischer, wenn Sie in die Phase „Autorotation“ oder „Autorotation K1 Pos.“ umschalten, d. h., eine Autorotation muss aktiv sein (siehe »Sonderschalter«, Seite 72).
Durch die Autorotation ist sowohl ein Original- wie auch ein Modellhubschrauber in der Lage, z. B. bei Motorausfall, sicher zu landen. Auch bei Ausfall des Heckrotors ist das sofortige Abstellen des Motors und die Landung in Autorotation die einzige Möglichkeit, eine unkontrollierbare, schnelle Drehung um die Hochachse und den damit vorprogrammierten Absturz zu verhindern.
Beim Autorotationsflug wird der Hauptrotor nicht mehr durch den Motor angetrieben, sondern allein durch die Luftströmung durch die Rotorebene im Sinkflug.
Da die im solcherart in Drehung gehaltenen Rotor gespeicherte Energie beim Abfangen des Hubschraubers aufgezehrt wird und deshalb nur einmal zur Verfügung steht, ist nicht nur Erfahrung im Umgang mit Hubschraubermodellen zwingend erforderlich, sondern auch eine wohlüberlegte Einstellung der oben genannten Funktionen.
Der fortgeschrittenere Pilot sollte in regelmäßigen Abständen Autorotationslandungen üben, nicht nur, um auf Wettbewerben einen einwandfreien Flugstil zu beweisen, sondern auch, um bei Morausfällen den Hubschrauber aus größerer Höhe schadenfrei landen zu können. Dazu sind im Programm eine
Reihe von Einstellmöglichkeiten vorgesehen, die hilfreich sind, um den ansonsten motorbetriebenen Kraftflug zu ersetzen.
Beachten Sie, dass die Autorotationseinstellung eine vollwertige 4. Flugphase darstellt, die über sämtliche flugphasenabhängigen Einstellmöglichkeiten verfügt, also insbesondere Gebereinstellungen, Trimmungen, Pitchkurveneinstellung etc.. Besonderheiten gegenüber den Kraftflugphasen ergeben sich bei den folgenden Funktionen:
• Gasposition AR:
Trennung des Motorservos von der Pitchsteuerung. Das Gasservo nimmt die hier eingestellte Position „- 90%“ ein. Weitere Hinweise siehe Abschnitt Gaseinstellung.
- Heckrotoroffset:
Stellen Sie den Heckrotorblattwinkel zwischen - 125% und + 125% ein. (CLEAR = 0%.)
Der Kanal 1 → Heckrotor-Mischer wird in Autorotation abgeschaltet. Einstellhinweise siehe Abschnitt Heckrotoreinstellung.
Pitcheinstellung: „Pitch“
Im Kraftflug wird der maximale Blattwinkel durch die zur Verfügung stehende Motorleistung begrenzt, in der Autorotation jedoch erst durch den Strömungsabriss an den Hauptrotorblättern. Für einen dennoch ausreichenden Auftrieb auch bei absinkender Drehzahl ist ein größerer Pitchmaximumwert einzustellen. Stellen Sie zunächst einen Wert ein, der etwa 10 bis 20% über dem normalen Pitchmaximumwert liegt, um zu verhindern, dass beim Abfangen im Sinkflug in der Autorotation der Helikopter wieder steigt. Dann nämlich wird die Rotordrehzahl zu früh soweit abfallen und zusammenbrechen, dass der Hubschrauber schließlich aus noch großer Höhe herunterfällt.
Die Pitchminimumeinstellung kann sich u. U. von der Normalflugeinstellung unterscheiden. Das hängt von den Steuergewohnheiten im Normalflug ab. Für die Autorotation müssen Sie in jedem Fall einen so großen Pitchminimumwert einstellen, dass Ihr Modell aus dem Vorwärtsflug mit mittlerer Geschwindigkeit in einen Sinkflug von ca. 60 ... 70 Grad bei voll zurückgenommenem Pitch gebracht werden kann.
Wenn Sie, wie die meisten Heli-Piloten, eine derartige Einstellung ohnehin schon im Normalflug benutzen, können Sie diesen Wert einfach übertragen.

Anflugwinkel bei unterschiedlichen Windverhältnissen.
Ist der Winkel zu flach, erhöhen Sie den Wert und umgekehrt.
Der Pitchknüppel selbst befindet sich in der Autorotation nun nicht etwa grundsätzlich in der unteren Position, sondern typischerweise zwischen der Schwebeflugposition und dem unteren Anschlag, um gegebenenfalls z. B. auch die Längsneigung über die Nicksteuerung noch korrigieren zu können.
Sie können den Anflug verkürzen, indem Sie leicht die Nicksteuerung ziehen und den Pitch gefühlvoll verringern oder den Anflug verlängern, indem Sie die Nicksteuerung drücken und den Pitch vorsichtig erhöhen.
Gaseinstellung: „Gasposition AR“
Im Wettbewerb wird erwartet, dass der Motor vollständig abgeschaltet wird. In der Trainingsphase ist sicherlich hiervon abzuraten. Stellen Sie die Drossel so ein, dass der Motor in der Autorotation im sicheren Leerlauf gehalten wird, um ihn jederzeit wieder durchstarten zu können.
Heckrotoreinstellung: „Heckrotoroffset AR“
Im Normalflug ist der Heckrotor so eingestellt, dass er im Schwebeflug das Drehmoment des Motors kompensiert. Er erzeugt also auch in der Grundstellung bereits einen gewissen Schub. Dieser Schub wird dann durch die Heckrotorsteuerung und durch die verschiedenen Mischer für alle Arten von Drehmomentausgleich variiert und je nach Wetterlage, Systemdrehzahl und anderen Einflüssen mit der Heckrotortrimmung nachgestellt.
In der Autorotation jedoch wird der Rotor nicht durch den Motor angetrieben. Dadurch entstehen auch keine zu kompensierenden Drehmomente mehr, die der Heckrotor ausgleichen müsste. Daher werden alle entsprechenden Mischer automatisch abgeschaltet.
Da in der Autorotation nicht länger der oben erwähnte Schub erforderlich ist, muss die Heckrotorgrundstellung anders sein.
Schalten Sie den Motor ab und stellen Sie den Hubschrauber waagerecht auf. Bei eingeschalteter Sende- und Empfangsanlage klappen Sie die Heckrotorblätter nach unten und ändern nun über „Heckrotoroffset“ den Anstellwinkel auf null Grad. Die Heckrotorblätter stehen von hinten betrachtet parallel zueinander. Je nach Reibung und Laufwiderstand des Getriebes kann es sein, dass der Rumpf sich noch etwas dreht. Dieses relativ schwache Drehmoment muss dann gegebenenfalls über den Heckrotorblatteinstellwinkel korrigiert werden. In jedem Fall liegt
dieser Wert zwischen null Grad und einem Einstellwinkel entgegen der Richtung des Einstellwinkels im Normalflug.
Allgemeine Anmerkungen zu frei programmierbaren Mischern
In den beiden Menüs »Flächenmischer« und »Heli-mischer« auf den vorherigen Seiten sind eine Viel-zahl fertig programmierter Koppelfunktionen beschrieben worden. Die grundsätzliche Bedeutung von Mischern sowie das Funktionsprinzip sind Ihnen auf der Seite 82 bereits erläutert worden. Im Fol-genden erhalten Sie allgemeinere Informationen zu den „freien Mischern“:
Die mc-22 bietet in jedem Modellspeicherplatz frei programmierbare Mischer, bei denen Sie den Ein- und Ausgang nach eigenem Ermessen definieren können:
• 4 Linearmischer mit den Nummern 1 bis 4
• 2 Kurvenmischer mit den Nummern 5 und 6
Diese insgesamt 6 Mischer sind sicherlich in den meisten Fällen ausreichend, auf jeden Fall aber dann, wenn Sie die Möglichkeiten der Flugphasenprogrammierung nutzen. Im Menü »MIX akt. / Phase«, Seite 105, haben Sie die Möglichkeit, jeden beliebigen dieser 6 Mischer flugphasenabhängig zu aktivieren bzw. deaktivieren.
Den „freien Mischern“ wird als Eingangssignal eine beliebige Steuerfunktion (1 bis 12) oder über den so genannten „Schaltkanal“, siehe weiter unten, ein beliebiger Externschalter zugeordnet. Das auf dem Steuerkanal anliegende und dem Mischereingang zugeführte Signal wird von dessen jeweiligem Geber und der eingestellten Gebercharakteristik, wie sie z. B. durch die Menüs »Dual Rate / Expo«, »Kanal 1 Kurve« und »Gebereinstellungen« vorgegeben sind, bestimmt.
Der Mischerausgang wirkt auf einen frei wählbaren Steuerkanal (1 bis - je nach Empfängertyp - max. 12) der, bevor er das Signal zum Servo leitet, nur noch durch das Menü »Servoeinstellungen«, also die Funktionen Servoumkehr, Neutralpunktver-
schiebung, Servoweg und Servowegbegrenzung beeinflusst werden kann.
Eine Steuerfunktion darf gleichzeitig für beliebig viele Mischereingänge verwendet werden, wenn z. B. Mischer parallel geschaltet werden sollen. Umgekehrt dürfen auch beliebig viele Mischerausgänge auf ein und denselben Steuerkanal wirken.
Für komplexere Anwendungen lassen sich auch Mischer in Reihe schalten: In diesem Fall wird als Eingangssignal des „in Reihe“ geschalteten Mischers nicht das (geberseitige) Signal am „Ausgang“ einer Steuerfunktion, sondern das „weiter hinten“, am „Eingang“ eines Steuerkanals anliegende Signal(gemisch) benutzt. Beispiele folgen weiter unten, bei der Beschreibung der freien Mischer.
Softwaremäßig ist der frei programmierbare Mischer zunächst immer eingeschaltet. Wahlweise kann dem Mischer aber auch ein EIN-/AUS-Schalter zugewiesen werden. Achten Sie aber wegen der Vielzahl schaltbarer Funktionen auf unbeabsichtigte Doppelbelegungen eines Schalters.
Die beiden wesentliche Parameter der Mischer sind ...
… der Mischanteil, der bestimmt, wie stark das Eingangssignal auf den am Ausgang des Mischers angeschlossenen Steuerkanal wirkt. Bei den Linearmischern kann der Mischanteil symmetrisch oder asymmetrisch eingestellt und bei den zwei Kurvenmischern 5 und 6 zusätzlich über bis zu 5 Punkte nach eigenen Vorgaben konfiguriert werden, um auch extrem nichtlineare Kurven realisieren zu können.
... der Neutralpunkt eines Mischers, der auch als „Offset“ bezeichnet wird. Der Offset ist derjenige Punkt auf dem Steuerweg eines Gebers (Steuerknüppel, Dreh- oder Schaltmodul), bei dem der Mischer den an seinem Ausgang angeschlossenen
Steuerkanal gerade nicht beeinflusst. Normalerweise trifft dies in Mittelstellung des Gebers zu. Der Offset kann aber auch auf eine beliebige Stelle des Geberweges gelegt werden. Da die Kurvenmischer völlig frei gestaltet werden können, ist die Vorgabe eines Mischerneutralpunktes auch nur bei den 4 Linearmischem sinnvoll.
Schaltkanal „S“ als Mischereingang
Oftmals ist aber auch nur ein konstantes Steuersignal am Mischereingang erforderlich, um z. B. bei einem störklappenlosen Elektrosegler den Elektromotor an dem dadurch freien Kanal 1 ein- und ausschalten zu können oder ein an Steuerkanal 12 angeschlossenes Fahrwerk ein- bzw. auszufahren.
Über einen zugewiesenen Schalter kann dann zwischen den zwei Mischerendpunkten hin und her geschaltet und über den Mischanteil dann beim Drehzahlsteller die Motordrehzahl bzw. der Servoausschlag für das Fahrwerk eingestellt werden, so, als würden Sie einen der Schieberegler zügig von der einen in die andere Endstellung bewegen. Zur Unterscheidung wird diese Steuerfunktion des Mischereinganges im Programm mit dem Buchstaben „S“ für „Schaltkanal“ gekennzeichnet.
Falls der entsprechende Mischerausgang nicht zusätzlich über den normalen Geber beeinflusst werden soll – wie z. B. im Falle des vorstehend genannten Elektroseglers, wenn bei diesem mit dem am Kanal 1 angeschlossenen Gas-/Bremsknüppel ein Butterflysystem betätigt werden soll – trennen Sie im Menü »Nur MIX Kanal«, Seite 105, diesen Geber vom Steuerkanal des Mischerausganges durch einfachen Tastendruck ab. Auch hierzu wird in der nun folgenden Menübeschreibung ein Beispiel die Funktion verdeutlichen.

| LinearMIX 1 | ??→?? | - | -- | |
| LinearMIX 2 | ??→?? | - | -- | |
| LinearMIX 3 | ??→?? | - | -- | |
| LinearMIX 4 | ??→?? | - | -- | |
| KurvenMIX 5 ?? | ?? | -- | - | |
| KurvenMIX 6 ?? | ?? | -- | - | |
| Typ von nach Einst. | ||||
Für jeden der Modellspeicherplätze 1 bis 30 stehen 4 Linear- und 2 Kurvenmischer mit der zusätzlichen Möglichkeit nichtlinearer Steuerkennlinien zur Verfügung.
Das Menü »MIX akt. / Phase« (Seite 105) gestattet darüber hinaus, flugphasenabhängig nur bestimmte Mischer zu aktivieren. Im Menü »Freie Mischer« sind dann in der entsprechenden Flugphase die gesperrten Mischer ausgeblendet.
Im ersten Teil wollen wir aber zunächst nur die Programmierung der obigen Displayseite besprechen. Danach befassen wir uns mit der Festlegung von Mischanteilen sowohl bei den Linear- als auch bei den Kurvenmischern auf der zweiten Display-Seite dieses Menüs.
Grundsätzliche Programmierung:
- Mit gedrücktem Drehgeber Mischer 1 ... 6 anwählen.
- Mischereingang „von“ und -ausgang „nach“ festlegen.
- Reihenschaltung von Mischern bei Bedarf hinzufügen (Spalte: Typ).
- Einbeziehung der Trimmhebel für das Mischereingangssignal optional zulassen (Spalte: Typ).
- Mischerschalter bei Bedarf zuweisen.
- Mischanteile auf der zweiten Displayseite definieren.
- Mit ESC zurück, zur ersten Seite wechseln.
Mischer „von → nach“
Nach Kurzdruck auf den Drehgeber wählen Sie in der angewählten Mischerzeile im inversen Feld der Spalte „von“ mit dem Drehgeber eine der Steuerfunktionen 1 ... 12 bzw. S aus.
Übersichtlichkeitshalber sind die Steuerfunktionen 1 ... 4 im Flächenprogramm folgendermaßen gekennzeichnet:
| K1 | Gas-/Bremsklappensteuerknüppel |
| QR | Querrudersteuerknüppel |
| HR | Höhenrudersteuerknüppel |
| SR | Seitenrudersteuerknüppel |
Hinweis:
Vergessen Sie nicht, der gewählten Steuerfunktion 5 ... 12 im Menü »Gebereinstellungen« einen Geber zuzuordnen!
Schaltkanal:
Der Buchstabe „S“ (Schaltkanal) bewirkt, dass dem Mischereingang ein konstantes Eingangssignal zugeführt wird, z. B. um einen Motor ein- und auszuschalten. Sie sparen für Anwendungen dieser Art die Belegung eines Proportionalmoduls. (Siehe auch im Abschnitt „Allgemeine Anmerkungen zum Thema Mischer“, Seite 98).
In der Spalte „nach“ ist ein weiteres SEL-Feld eingeblendet. Hier legen Sie das Ziel des Mischers, d. h. den Mischerausgang, auf einen der Steuerkanäle fest. Gleichzeitig werden weitere Felder in der unteren Zeile des Displays eingeblendet.
Beispiel:
| LinearMIX 1 | 6→HR | 6| | ein => | |
| ▶LinearMIX 2 | Tr | K1→HR | G4 | aus => |
| LinearMIX 3 | 8→10 | => | ||
| LinearMIX 4 | S → 9 | 7 | => | |
| KurvenMIX 5 ?? | ?? | --->- | ||
| KurvenMIX 6 ?? | ?? | --->- | ||
| Typ von nach Einst. | ||||
In diesem Beispiel wurden bereits vier Mischer definiert. Den zweiten Mischer kennen Sie bereits aus dem Menü »Flächenmischer« („Bremse → 3 Höhenruder“). Grundsätzlich sollten Sie diese vorprogrammierten Mischer zuerst nutzen. Falls Sie allerdings unsymmetrische Mischanteile benötigen oder sogar nichtlineare Kurven programmieren wollen oder den Mischerneutralpunkt verschieben müssen, dann stellen oder belassen Sie die vorprogrammierten Mischer auf „0“ und ersetzen diese durch freie Mischer.
Mischer löschen
Um einen bereits definierten Mischer gegebenenfalls wieder zu löschen, drücken Sie im inversen Feld der Spalte „von“ einfach die CLEAR-Taste.
Mischerschalter
Den drei Linearmischern 1, 2 und 4 in obiger Abbildung wurden beispielhaft die Extern- und Geberschalter „6“, „G4“ und „7“ zugewiesen.
Das Schaltsymbol zeigt den aktuellen Schaltzustand. Der äußerst rechten Spalte entnehmen Sie, ob der jeweilige Mischer gerade „aus“- oder „ein“-geschaltet ist. Mischer, die nicht über einen Schalter aktiviert werden, sind grundsätzlich eingeschaltet!
Dem 4. Mischer muss ein Schalter zugeordnet werden, wenn Sie zwischen zwei noch zu bestimmen-
den festen Mischwerten, die den beiden Endpunkten eines (Proportional-) Gebers entsprechen, umschalten wollen. Der „Schaltkanal“-Mischer lässt sich aber nicht zusätzlich noch „ein“- oder „aus“-schalten wie die übrigen Mischer.
Bei der Wahl eines Geberschalters (G1 ... G4 oder G1i ... G4i) beachten Sie bitte, diesem auch im Menü »Geberschalter« einen Geber zuzuordnen.
Spalte „Typ“
Einbeziehung der Trimmung
Bei den Steuerfunktionen 1 ... 4 können Sie gegebenenfalls die Trimmung der digitalen Trimmhebel - ebenfalls auf den Mischereingang wirken lassen. Mit dem Drehgeber wählen Sie in einem solchen Fall im inversen Feld des angewählten Mischers „Tr“ aus.
Reihenschaltung von Mischern
Wie auf Seite 98 bereits erläutert, können Sie auch Mischer in Reihe schalten: Ähnlich einem V-Kabel wird von einem „in Reihe“ geschalteten Mischer das bereits auf dem Weg zum Servo befindliche „Eingangssignal“ eines Steuerkanals abgezweigt und auf einen weiteren Kanal übertragen, siehe Seite 25. Wählen Sie in der Spalte „Typ“ den Pfeil „→“ bzw. „Tr →“, falls gleichzeitig auch die Trimmung auf den Mischereingang wirken soll.
Beispiel:
Reihenschaltung von Mischern gemäß nachfolgender Einstellung:
| LinearMIX 1 | 6 | 7 → => | ||
| LinearMIX 2 | → | 7 → 8 | => | |
| LinearMIX 3 | ?? → ?? | - - - - | ||
| LinearMIX 4 ?? | ?? | → -- | ||
| Typ von nach Einst. | ||||
zwei Mischer (MIX 6 → 7 und 7 → 8) a) ohne Reihenschaltung
![graph TD A["4Ω 5Ω 6Ω"] --> B["6"] B --> C["6"] C --> D["+"] A --> E["MIX 1"] E --> F["7"] F --> G["+"] H["4Ω 5Ω 6Ω"] --> I["7"] I --> J["MIX 2"] J --> K["8"] K --> L["+"]](/content/2026/05/814952/images/1d84875442bbfab69afa5d8696c0fc56a6103be67342b5f242214817995295cd.jpg)
b) die gleichen Mischer in Reihenschaltung
![graph TD A["4.5Ω MAX"] --> B["6"] C["4.5Ω MAX"] --> D["7"] B --> E["MIX 1"] D --> F["MIX 2"] E --> G["6"] F --> H["7"] G --> I["Terminal Block"] H --> J["Terminal Block"]](/content/2026/05/814952/images/1290d3904b7237a5d977414c2eabb0bc261a94c15d92799ce348dcacd8272d33.jpg)
In diesem ganz einfachen Beispiel „übernimmt“ im Fall der Reihenschaltung des Mischers 2, dieser nicht wie unter a) dargestellt, allein das geberseitige Signal der Steuerfunktion 7, sondern wie unter b) zu
sehen, das gesamte, auf Steuerkanal 7 vorhandene servoseitige Signal(gemisch) und leitet dieses seinem eingestellten Mischanteil entsprechend an den Steuerkanal 8 weiter. Die Wirkung des Gebers „6“ reicht in diesem Fall also bis zum Ausgang „8“. Eine derartige Reihenschaltung lässt sich beliebig fortsetzen, so dass z. B. über einen weiteren Mischer „8 → 12“ das Gebersignal von „6“ unter Berücksichtigung der entsprechenden Mischanteile bis zum Ausgang „12“ wirkt. Natürlich bleibt auch bei der Reihenschaltung jeder einzelne Mischer über den entsprechenden Geber des jeweiligen Mischereinganges steuerbar. Entsprechend wirken auch die Flächen- und Hellmischer auf „in Reihe“ geschaltete Mischer.
Weitere Besonderheiten freier Mischer
Mischereingang = Mischerausgang
Mischer, bei denen der Mischereingang gleich dem Mischerausgang, z. B. 8 → 8, gesetzt wurde, vergrößern den Servoausschlag bei Mischwerten > 0%, verkleinern ihn umgekehrt bei negativen Werten, bis bei einem Wert von - 100% der Servoausschlag auf null reduziert und zwischen - 100% und - 150% die Mischrichtung sogar umgedreht ist!
Ein Anwendungsbeispiel für diesen Mischertyp finden Sie auf der Seite 127.
Tipp:
Wenn Sie die betreffende Steuerfunktion, hier „8“, im Menü »Nur MIX Kanal«, Seite 105, vom Steuerkanal „8“ trennen, dann bestimmt ausschließlich der noch festzulegende Mischanteil die Servoreaktion. Damit können Sie in Analogie zum Menü »Kanal 1 Kurve« mit den Mischern 1 ... 4 lineare oder mit den Kurvenmischern 5 und 6 auch 5-Punkt-Steuerkurven für beliebige Geber definieren, sowie diese bei Bedarf auch in die Flugphasenumschaltung einbeziehen.
Bevor wir zur Festlegung des Mischanteiles kommen und abschließend einige Beispiele folgen, müssen wir uns noch Gedanken machen, was passiert, wenn wir einen Mischer auf die softwaremäßig vorgegebene Kopplung von Querruder-, Wölbklappen- oder Pitchservos wirken lassen:
- Flächenmodelle:
Je nach Anzahl der im Menü »Modelltyp« eingestellten Tragflächenservos sind die Ausgänge 2 und 5 am Empfänger für die Querruderservos und die Ausgänge 6 und 7 für die beiden Wölbklappenservos reserviert.
Werden Mischerausgänge auf derartige Kopplungen programmiert, muss deren steuerkanalabhängige Wirkrichtung berücksichtigt werden:
Mischer | Wirkung
| NN → 2 | Querruderwirkung bleibt erhalten |
| NN → 5 | Querruder erhalten Wölbklappenfunktion |
| NN → 6 | Wölbklappenwirkung bleibt erhalten |
| NN → 7 | Wölbklappen erhalten Querruderfunktion |
- Helikoptermodelle:
Bei den Helimischern sind je nach Helityp für die Pitchsteuerung bis zu 4 Servos an den Empfängerausgängen 1, 2, 3 und 5 möglich, die softwaremäßig für die Funktionen Pitch, Roll und Nick miteinander verknüpft sind. Es ist nicht ratsam, außerhalb des Menüs »Helimischer« zusätzlich noch einen freien Mischer in die belegten Kanäle einzumischen, da sich zum Teil sehr komplizierte Zusammenhänge ergeben. Zu den wenigen Ausnahmen zählt die „Pitchtrimmung über einen getrennten Geber“, wie das Beispiel Nr. 3 auf der Seite 104 zeigt.
Wichtige Hinweise:
- Beachten Sie insbesondere bei Reihenschaltungen, dass sich die Mischwege der einzelnen Mischer bei gleichzeitiger Steuerknüppelbewegung addieren und das Servo u. U. mechanisch aufläuft. Gegebenenfalls den „Servoweg“ bzw. die Werte der „Wegbegrenzung“ im Menü »Servoeinstellung« verringern und/oder die Mischwerte reduzieren.
- Bedingt durch die Datenkomprimierung vor der Übertragung, kann es bei PCM-Empfängern und der Verwendung von mehr als 8 Servoausgängen vorkommen, dass bei den Mischern „1 → 9“, „1 → 10“ und „2 → 10“ die an den Ausgängen 9 und 10 angeschlossenen Servos etwas „hakelig“ laufen. Beim neueren SPCM-Verfahren können diese Effekte an den Ausgängen 9 und 10 bei solchen Mischerkombinationen auftreten, bei denen mehrere Servos parallel über einen Geber angesteuert werden. Hierbei handelt es sich also um keine Fehlfunktion der Fernsteueranlage.
Mischanteile und Mischerneutralpunkt
Nachdem wir bis jetzt die Mannigfaltigkeit an Mischfunktionen erläutert haben, beschreiben wir im Folgenden das Einstellen von linearen und nichtlinearen Mischerkurven.
Die Mischerkurven werden für jeden der insgesamt 6 Mischer auf einer zweiten Displayseite programmiert. Wählen Sie die gewünschte Mischernummer an und wechseln Sie mit dem Drehgeber zur Pfeiltaste „→“. Nach einem Kurzdruck auf den Drehgeber bzw. über die ENTER-Taste gelangen Sie zur Grafikseite.
Linearmischer 1 ... 4: Einstellen linearer Kurven
An einem anwendungsnahen Beispiel wollen wir im Folgenden eine lineare Mischkurve für die folgende Problemstellung definieren:
Bei einem Motormodell sollen die beiden an den Empfängerausgängen 6 und 7 befindlichen Wöblklappenservos, die im Menü »Modelltyp« vorgesehen wurden, als Landeklappen eingesetzt werden, d. h., bei Betätigung eines Gebers dürfen sie nur nach unten ausschlagen. Dies erfordert gleichzeitig aber eine Höhenruderkorrektur.
Ordnen Sie im Menü »Gebereinstellungen« dem Eingang 6 einen freien Linearschieber, z. B. den Geber 7 zu (falls Geber 6 kein Schieberegler ist). Ein Geber an Eingang 6 steuert nämlich in diesem Fall die beiden an den Empfängerausgängen 6 und 7 angeschlossenen Servos standardmäßig als Wölbklappen.
Menü »Gebereinstellungen«
| Eing. 5 | Geb. 5 | 0% | +100%+100% | 0.0 | 0.0 |
| Eing. 6 | Geb. 7 | 0% | +100%+100% | 0.0 | 0.0 |
| Eing. 7 | frei | 0% | +100%+100% | 0.0 | 0.0 |
| Eing. 8 | Geb. 8 | 0% | +100%+100% | 0.0 | 0.0 |
| «normal » | Offset | - Weg + | -Zeit+ | ||
| SEL | SYM | SYM ASY | |||
Hinweis:
Bei Auswahl von zwei Wölbklappen „2 WK“ im Menü »Modelltyp« ist der Eingang 7 automatisch gesperrt, um eine Fehlfunktion zu vermeiden. Sie sollten aber dennoch übersichtlichkeitshalber den Eingang 7 auf „frei“ schalten!
Schieben Sie diesen Geber zunächst an den oberen Anschlag und justieren Sie die Landeklappen so, dass diese in dieser Stellung die Neutrallage einnehmen. Wenn Sie den Schieberausschlag reduzieren, sollten sich die Klappen nach unten bewegen, anderenfalls müssen Sie die Servodrehrichtung anpassen.
Betrachten wir jetzt den ersten Mischer des Displays auf der Seite 99 für die Höhenruderkorrektur 6 → HR, dem der Schalter 6 zugewiesen wurde:

Wechseln Sie mittels Drehgeber in der unteren Zeile zum Pfeil: ☐. Ein Kurzdruck auf den Drehgeber öffnet die zweite Bildschirmseite:

Wenn diese Anzeige erscheint, wurde der Mischer noch nicht über den zugewiesenen Externschalter – hier „6“ – aktiviert. Also Schalter betätigen:

Die durchgezogene vertikale Linie in der Grafik repräsentiert die momentane Geberposition des Gebers am Eingang 6. Die durchgezogene horizontale Linie gibt den Mischanteil an, der momentan über den gesamten Steuerknüppelweg konstant den Wert null hat; demzufolge wird das Höhenruder der Klappenbetätigung noch nicht folgen.
Zunächst sollten Sie den Offset (Mischerneutralpunkt) festlegen:
Die punktierte vertikale Linie kennzeichnet die Lage des Mischerneutralpunktes („Offset“), also desjenigen Punktes entlang dem Steuerweg, bei dem der Mischer den an seinem Ausgang angeschlossenen Steuerkanal nicht beeinflusst. Standardmäßig befindet sich dieser Punkt in der Steuermitte.
Da sich in unserem Beispiel die Klappen am oberen Anschlag des Schiebereglers in ihrer Neutrallage befinden, müssen wir den Mischereneutralpunkt genau in diesen Punkt verlegen. Schieben Sie den Geber 6 in Richtung +100%, wählen Sie mittels Drehgeber STO an und drücken Sie kurz den Drehgeber. Die punktierte vertikale Linie wandert in diesen Punkt, den neuen Mischereneutralpunkt, der definitionsgemäß immer den „OUTPUT“-Wert null beibehält.
Wir wollen der besseren Darstellung wegen diesen als „Offset“ bezeichneten Wert allerdings auf nur +75% einstellen.

(Über Anwahl von CLR setzen Sie den Mischerneutralpunkt automatisch auf die Steuermitte zurück).
Symmetrische Mischanteile
Jetzt werden die Mischwerte oberhalb und unterhalb des Mischerneutralpunktes – ausgehend von der momentanen Lage des Mischerneutralpunktes – definiert. Wählen Sie das SYM-Feld, um den Mischwert symmetrisch zum gerade eingestellten Offset-Punkt festzulegen. Nach Kurzdruck des Drehgebers
legen Sie die Werte in den beiden linken inversen Feldern zwischen - 150% und + 150% fest. Der eingestellte Mischwert bezieht sich dabei immer auf 100% Steuerweg! Negative Mischwerte drehen die Mischrichtung um. Drücken der CLEAR-Taste löscht den Mischanteil.
Der für unsere Zwecke „optimale“ Wert muss sicherlich erfolgen werden.

Da wir den Mischerneutralpunkt weiter oben auf +75% Steuerweg eingestellt haben, wird das Ruder „HR“ bereits in Neutrallage der Landeklappen eine (geringe) „Tiefenruderwirkung“ zeigen, die natürlich nicht erwünscht ist. Verschieben Sie also, wie weiter oben bereits beschrieben, den Mischerneutralpunkt auf 100% Steuerweg.
Wenn Sie jetzt den Offset von 75% sogar auf 0% Steuerweg zurücksetzen würden, erhielten Sie folgendes Bild:

Asymmetrische Mischanteile
Häufig werden aber auf den beiden Seiten eines Mischerneutralpunktes unterschiedliche Mischwerte benötigt.
Wenn Sie das ASY-Feld anwählen und in dem nachfolgenden Beispiel den Höhenrudersteuerknüppel in die entsprechende Richtung bewegen, lassen sich die Mischanteile für jede Steuerrichtung getrennt einstellen:

Hinweis:
Im Falle eines Schaltkanalmischers vom Typ „S → NN“ müssen Sie den zugeordneten Schalter umlegen. Die vertikale Linie springt zwischen der linken und rechten Seite.
Einstellen der 5-Punkt-Kurvenmischer 5 und 6
Diese beiden Kurvenmischer erlauben, extrem nichtlineare Mischerkurven durch bis zu 3 frei positionierbare Punkte zwischen den beiden Endpunkten „L“ (low = -100% Steuerweg) und „H“ (high = +100% Steuerweg) entlang dem Steuerweg zu definieren.
Falls Sie die Beschreibung des Menüs »Kanal 1 Kurve« oder die Programmierung von 5-Punkt-Kurven im Menü »Helimischer« bereits gelesen haben, können Sie die folgende Beschreibung überschlagen.
Programmierung im Einzelnen
Die Steuerkurve wird durch bis zu 5 Punkte, die so genannten „Stützpunkte“ festgelegt. In der software-mäßigen Grundeinstellung sind 3 Stützpunkte bereits definiert und zwar die beiden Endpunkte „L“ und „H“ sowie der Punkt „1“ genau in Steuermitte der Kurve, siehe nächste Abbildung.
Wir betrachten im Folgenden einen „beliebigen“ Mischer, dem wir eine nichtlineare Kurvencharakteristik zuschreiben wollen.
Die im Folgenden gezeigten Beispiele dienen allerdings nur zu Demonstrationszwecken und stellen keine realistischen Mischerkurven dar.

Setzen und Löschen von Stützpunkten
Mit dem Geber des Mischereinganges, hier die Steuerfunktion 8, wird in der Grafik eine senkrechte Linie synchron zwischen den beiden Endpunkten verschoben. Die momentane Geberposition wird auch numerisch in der Zeile „Eingang“ angezeigt. Der Schnittpunkt dieser Linie mit der jeweiligen Kurve ist als „Ausgang“ bezeichnet und kann zwischen - 125% und + 125% an den Stützpunkten variiert werden, siehe weiter unten. Dieses Steuersignal wirkt auf den Mischerausgang.
In dem obigen Beispiel befindet sich der Steuerknüppel bei - 45% Steuerweg. Das Ausgangssignal beträgt aber noch 0%.
Zwischen den beiden Endpunkten „L“ und „H“ können bis zu insgesamt 3 Stützpunkte mit einem mi-
nimalen Abstand von ca. 30% Steuerweg gesetzt werden. Verschieben Sie den Steuerknüppel und sobald das inverse Fragezeichen? sichtbar ist, lassen sich durch Kurzdruck auf den Drehgeber weitere Punkte im Schnittpunkt mit der momentanen Steuerkurve fixieren. Die Reihenfolge, in der weitere Punkte erzeugt werden, ist unbedeutend, da die jeweiligen Stützpunkte automatisch immer von links nach rechts fortlaufend neu durchnummeriert werden.
Beispiel:

Sie könnten nun in dieser Position des Gebers zwischen „L“ und „H“ den 3. Stützpunkt erzeugen.
Um einen der gesetzten Stützpunkte zwischen „L“ und „H“ wieder zu löschen, ist der Steuerknüppel auf den Stützpunkt zu setzen. Stützpunktnummer sowie der zugehörige Stützpunktwert („OUTPUT“) werden in der Zeile „Punkt“ eingeblendet. Betätigen Sie die CLEAR-Taste. Die Stützpunkte „L“ und „H“ können nicht gelöscht werden.
Änderung der Stützpunktwerte
Um die Stützpunktwerte zu verändern, bewegen Sie den Steuerknüppel auf den zu verändernden Stützpunkt „L, 1 ... 3 oder H“.
Nummer und aktueller Kurvenwert dieses Punktes werden angezeigt. Mit dem Drehgeber wird im inversen Feld der momentane Kurvenwert zwischen - 125% und + 125% verändert, und zwar ohne die benachbarten Stützpunkte zu beeinflussen.
Beispiel:

Exemplarisch wurde in diesem Beispiel der Stützpunkt „2“ auf + 90% gesetzt.
Drücken der CLEAR-Taste löscht den Stützpunkt.
Hinweis:
Sollte der Steuerknüppel nicht exakt auf den Stützpunkt eingestellt sein, beachten Sie bitte, dass der Prozentwert in der Zeile „Ausgang“ sich immer auf die momentane Steuerknüppelposition bezieht.
Kurve verrunden
Dieses „eckige“ Kurvenprofil lässt sich durch einfachen Tastendruck automatisch verrunden. Drücken Sie die ENTER-Taste links neben dem „Kurvensymbol“

Konkrete Anwendungsbeispiele finden Sie bei den Programmierbeispielen (Seite 131 oder 137).
Beispiele:
- Der Externschalter Nummer 7 soll ein am Empfängerausgang 9 angeschlossenes Servo für die Schleppkupplung schalten. Im nachfolgenden Display wurde der 4. Linearmischer hierfür eingerichtet, und zwar mit dem Schaltkanal „S“ als Mischereingang:

Einen eventuell mit dem Eingang 9 verknüpften Geber sollten Sie im Code »Nur Mix Kanal« oder im Menü »Gebereinstellungen« softwaremäßig entkoppeln. Für beide Schaltrichtungen des Externschalters „7“ legen Sie die Mischanteile und Mischrichtungen, wie weiter oben beschrieben, fest.
Alternativ erreichen Sie dieselbe Wirkung allein über das Menü »Gebereinstellungen«, indem Sie einem freien Eingang statt eines Gebers einen Externschalter zuordnen. Erforderlichenfalls ließe sich dann sogar eine Verzögerungszeit programmieren.
- Der K1-Knüppel soll wechselweise zur Steuerung eines E-Motors bzw. des Bremssystems eines „Hotliners“ benützt werden. Die (Minimal-) Ausstattung sei wie folgt:
• Querruder: Empfängerausgänge 2 + 5
• Höhenruder: Empfängerausgang 3
• Motorsteller: Empfängerausgang 6
Falls der Ausgang 6 anderweitig belegt ist, muss für den Motorsteller der nächste freie Platz be-
nutzt werden.
Im Menü »Modelltyp« wählen Sie entsprechend „2QR“ und legen den Bremssteuerknüppel auf „Eingang 1“.
Nun programmieren Sie zunächst zwei Flugphasen.
Im Menü »Gebereinstellung« belassen Sie z. B. den flugphasenabhängigen Eingang 6 einmal auf „frei“ und in der anderen Flugphase ordnen Sie den offenen FX-Festschalter zu und setzen anschließend einen freien Mischer „K1 → 6“ mit einem Mischanteil von 100% für den Motorsteller.
Im Menü »MIX akt. / Phase« wird dieser Mischer in derjenigen Flugphase aktiviert, in welcher Eingang 6 „frei“ ist und deaktiviert in derjenigen, in welcher der Festschalter wirkt.
Sinngemäß nehmen Sie abschließend im flugphasenabhängigen Menü »Flächenmischer« die Einstellungen für die beiden Mischer „Bremse → 5 Querruder“ und „Bremse → 3 Höhenruder“ vor und überprüfen die Brems-Offset-Einstellung für diese Mischer im Menü »Modelltyp«.
- Das letzte Beispiel bezieht sich auf Hubschraubermodelle:
Wenn Sie im Heliprogramm die Pitchtrimmung über einen Schieberegler, z. B. über den Geber 6 am Eingang 8 (Menü »Gebereinstellungen«, Eingang 6 auf „frei“ setzen und Eingang 8 Geber 6 zuweisen) vornehmen möchten, definieren Sie einfach einen freien Mischer 8 → 1 mit einem symmetrischen Mischanteil von z. B. 25%. Dieser Geber wirkt dann aufgrund der internen Kopplung gleichermaßen auf alle vorhandenen Pitchservos, ohne das Gasservo zu beeinflussen.

IX aktiv / Phase
Nur Mix Kanal
flugphasenabhängige Mischerauswahl

Trennung Steuerfunktion und Steuerkanal

Flugphasenabhängig können die „freien Mischer“ des vorherigen Menüs deaktiviert werden. Völlig wahlfrei haben Sie die Möglichkeit, bestimmten Flugphasen bestimmte Mischer zuzuordnen.
Schalten Sie in die gewünschte Flugphase um und blättern Sie durch dieses Menü mit gedrücktem Drehgeber. Die Mischer des Menüs »Freie Mischer« werden in der mittleren Spalte angezeigt.
Wird in der rechten Spalte nach Anwahl des SEL-Feldes und anschließendem Kurzdruck auf den Drehgeber der jeweilige Mischer auf „nein“ gesetzt, so wird er in der unten angezeigten Flugphase abgeschaltet und im Menü »Freie Mischer« aus der Liste ausgeblendet.
Tipp:
Übersichtlichkeitshalber sollten Sie alle nicht belegten Linear- und Kurvenmischer auf „nein“ setzen.

In diesem Menü kann der normale Signalfluss zwischen eingangsseitiger Steuerfunktion und ausgangsseitigem Steuerkanal unterbrochen, die „klassische“ Geber-/Servoverbindung also damit de facto getrennt werden.
Der durch das Setzen eines Kanals auf „Nur MIX“ sozusagen servolos gewordene Steuerknüppel, Geber (CH5 ... CH10) oder Externschalter wirkt dann nur noch auf Mischereingänge ...
… und das an einem auf „Nur Mix“ gesetzten Kanal angeschlossene Servo ist auch nur noch mit auf seinen Steuerkanal programmierten Mischern erreichbar, eben „nur (mit) MIX(ern)“.
Bei jedem beliebigen auf „Nur Mix“ gesetzten Kanal können Sie deshalb sowohl dessen Steuerfunktion wie auch dessen Steuerkanal unabhängig voneinander für irgendwelche Sonderfunktionen benutzen, siehe nebenstehende Beispiele.
Wählen Sie über den Drehgeber den Kanal 1 bis 12 (●) und drücken Sie kurz den Drehgeber zur Umschaltung zwischen „nur MIX“ (☐) und „normal“ (☐).
Beispieleinstellung:

Beispiele:
- Ein Anwendungsbeispiel im Zusammenhang mit dem Schaltkanal „S“ als Mischereingang eines Mischers „S → 9“ wurde bereits als Beispiel 1 auf der vorherigen Seite erwähnt. Wird Kanal 9 zusätzlich auf „nur MIX“ gesetzt, steht der Eingang 9 im Menü »Gebereinstellung« dann für andere Zwecke zur Verfügung.
- Bei Modellen ohne spezielle Bremsklappen kann die Butterfly-Funktion (s. Seite 85) als Landehilfe angewendet werden. Diese wird aber ebenso wie „normale“ Bremsklappen, meist mit dem K1-Knüppel gesteuert. Das (Störklappen-)Servo an Kanal 1 fehlt dann üblicherweise und so kann der Empfängerausgang 1 – wenn Kanal „1“ auf „nur MIX“ gesetzt wurde – über frei programmierbare Mischer anderweitig verwendet werden. Z. B. zum Anschluss eines Motorreglers. Ausgehend vom Beispiel 2 der vorhergehenden Seite müsste dann der beschriebene Mischer von „K1 → K1“ und parallel dazu ein zweiter Mischer „S → K1“ programmiert werden. Diesem zweiten Mischer wird als Schalter dann der gleiche zugewiesen, welcher bereits zum Umschalten der Flugphasen benutzt wird. Eingestellt wird dieser Mischer dann so, dass der Motor beim Schalten IN die Bremsphase zuverlässig AUS ist. (Ggf. müssen Sie die Mischrichtung umkehren.) Sinngemäß aktivieren oder deaktivieren Sie dann im Menü »MIX akt. / Phase« wechselweise einen der beiden Mischer.
- Sind dagegen spezielle Bremsklappen eingebaut, und Sie wollen z. B. die Wirkung eines Butterfly-Systems ohne und mit Störklappen testen, dann setzen Sie den Kanal 1 einfach auf „nur MIX“ und programmieren einen freien Mischler „K1 → K1“, um über das Servo 1 die Bremsklappen wieder anzusteuern zu können. Über einen ebenfalls zugewiesenen Schalter können Sie dann diesen Mischer nach Belieben zu- und abschalten.

Kreuzmischer
ch-/gegensinnige Kopplung 2er Kanäle

Die beiden Kreuzmischer koppeln eine gleich- „▲ ▲“ und eine gegensinnige „▲▼“ Steuerfunktion ähnlich einem V-Leitwerks-Mischer, bei jedoch freier Kanalwahl und wahlweiser Differenzierung der ge- gensinnigen Funktion.
Softwaremäßig sind solche „Kreuzmischer“ bereits für die beiden Querruderservos an den Empfängerausgängen 2 und 5 sowie für die beiden Wölbklappenservos an den Ausgängen 6 und 7 realisiert. Betätigt werden diese über den Querrudersteuerknüppel und denjenigen Geber, der im Menü »Gebereinstellungen« dem Eingang „6“ zugewiesen wurde. Jeder weitere Mischer „NN → 2“ steuert die beiden Querruder sinngemäß wie Querruder, also gegenläufig, und ein Mischer „NN → 5“ dagegen sinngemäß wie Wölbklappen, also gleichläufig. Entsprechend steuert ein freier Mischer „NN → 6“ die beiden Wölbklappen sinngemäß wie Wölbklappen, ein Mischer „NN → 7“ dagegen sinngemäß wie Querruder, siehe Seite 101.
Analog dazu können über die beiden frei programmierbaren Kreuzmischer dieses Menüs je zwei weitere Empfängerausgänge gekoppelt werden, was ansonsten nur mit einer aufwendigeren Programmierung freier Mischer möglich wäre.
Die Programmierung soll an einem Beispiel durchgeführt werden (siehe auch Beispiel Seite 132):
Insbesondere bei Scale-Modellen von Hochleistungssegelflugzeugen sind oftmals insgesamt nicht 4, sondern 6 Klappen für die überlagerte Querruder-
Wölbklappenfunktion vorhanden. Die beiden zusätzlichen Klappen werden z. B. an die Empfängerausgänge 8 und 9 angeschlossen.
Wählen Sie zunächst mit gedrücktem Drehgeber Diff. den Mischer 1 oder 2 an.
Nach Kurzdruck auf den Drehgeber im linken SEL-Feld geben Sie im inversen Feld ▲??▲mit dem Drehgeber den Ausgang „8“ und über das mittlere SEL-Feld entsprechend den Ausgang „9“ ein:

Hinweis:
Die Symbole „▲ ▲“ und „▲ ▼“ kennzeichnen die gleich- bzw. gegensinnige Wirkung des betreffenden Eingangs und nicht Servodrehrichtungen! Falls also Ruderklappen in die falsche Richtung ausschlagen sollten, vertauschen Sie einfach die beiden Eingänge oder benutzen Sie die Servoumkehr im Code »Servoeinstellung«, Seite 52.
In der rechten Spalte legen Sie analog zum Menü »Flächenmischer«, Seite 83, den „Differenzierungsgrad“ fest. Dieser bewirkt, dass bei gegensinnigem Ausschlag die jeweils nach unten ausschlagende Ruderklappe einen kleineren Weg ausführt als die nach oben ausschlagende Klappe auf der gegenüberliegenden Seite. Damit ist die oben angesprochene Kreuzkopplung für die Servos 8 + 9 perfekt.
(CLEAR löscht den Kreuzmischer bzw. setzt den Differenzierungsgrad auf 0% zurück.)
Diese beiden zusätzlichen Servos sollen nun bei Querruderbetätigung der Servos 2 + 5 wie Querru-
der und bei Wölbklappenbetätigung der Servos 6 + 7 wie Wölbklappen mitgeführt werden. Für diese Kombinationssteuerung benötigen Sie lediglich noch einen freien Mischer, der den Querrudersteuerknüppel mit den beiden Servos 8 und 9 verknüpft. Wechseln Sie zum Menü »freie Mischer« und definieren Sie einen noch nicht belegten Mischer, z. B. Linearmischer 1, wie folgt:

sein Mischer „QR → 8“ würde die beiden Servos wie Wölbklappen bewegen, also gleichsinnig: „▲ ▲“.
Legen Sie abschließend die Mischereinstellung auf der zweiten Displayseite fest. Gegebenenfalls können Sie noch einen Schalter zuweisen, wie in diesem Beispiel geschehen.
Um die beiden zusätzlichen Klappen auch als Wölbklappen betätigen zu können, ordnen Sie im Menü »Gebereinstellungen« dem Eingang 8 den gleichen Geber zu, wie dem Eingang 6 (z. B. Geber 6), mit dem ja bereits die vorhandenen Wölbklappen an den Ausgängen 6 und 7 betätigt werden. Alternativ zu dieser Geberzuordnung können Sie auch einen zweiten Linearmischer „6 → 8“ definieren, was den gleichen Effekt zeigt.
Falls die Klappenansteuerung in verschiedenen Flugphasen unterschiedlich erfolgen soll, sind weitere freie Mischer zu programmieren, die Sie dann im Menü »MIX akt. / Phase« für die jeweilige Flugphase aktivieren können. Lediglich der Differenzierungsgrad lässt sich nur auf einen Wert einstellen, da für »Kreuzmischer« keine flugphasenabhängige

T S - M i s c h e r
P i t c h - , R o l l
Programmierung vorgesehen ist.
Tipp:
Alle Einstellungen können Sie unmittelbar im Menü »Servoanzeige« überprüfen.
Weitere Anwendungsbeispiele:
• Modell mit 2 Bremsklappen:
Kreuzmischer 1: ▲ K1 ▲ und ▲ 8 ▼, Diff.= 0%. Ein zweites Servo am Ausgang 8 bewegt sich bei Betätigung des Bremsklappensteuerknüppels als Bremsklappe mit. Die Trimmung wirkt auf beide Servos. Belassen Sie sicherhaltshalber den Ausgang 8 im Menü »Gebereinstellungen« auf „frei“.
- Modell mit 2 Seitenrudern mit Differenzierung (z. B. gepfeilter Nurflügel):
Kreuzmischer 1: ▲ 8 ▲ und ▲ SR ▼, Diff.= - 75%. Bei Seitenruderbetätigung läuft das zweite, am Ausgang 8 angeschlossene Servo mit. (Die Drehrichtung wäre umgedreht, wenn die Servos über einen Geber am Eingang 8 angesteuert würden.) Die Trimmung des Seitenrudersteuerknüppels wirkt auch hier auf beide Servos.
Sollen die Seitenruder beim Betätigen der Bremsklappen nach außen ausschlagen, so programmieren Sie zusätzlich einen freien Mischer K1 → 8 mit einem Offset von + 100%; siehe auch Seite 131.
- V-Leitwerk mit Seitenruderdifferenzierung: Im Menü »Modelltyp« muss der Leitwerkstyp „normal“ eingetragen sein.
Kreuzmischer 1: ▲ HR ▲ und ▲ SR ▼, Diff.= (z. B.) - 75%
Je nach Betätigung bewegen sich beide Servos sinngemäß wie Höhenruder- bzw. Seitenruderklappen. Die Differenzierung ist gemäß der Zuordnung im Kreuzmischer nur bei Seitenruderbetätigung wirksam. In diesem Fall sind beide zugehörigen Trimmhebel wirksam. Zusätzliche freie Mischer erübrigen sich auch hier.

Im Menü »Helityp« haben Sie festgelegt, wie viele Servos für die Pitchsteuerung an Ihrem Helikopter eingebaut sind, siehe Seite 50. Mit dieser Festlegung werden automatisch die Funktionen für Rollen, Nicken und Pitch entsprechend miteinander gekoppelt, so dass Sie selbst keine weiteren Mischer definieren müssen.
Bei Hubschraubermodellen, die mit nur 1 Pitchservo angesteuert werden, wird dieser Menüpunkt natürlich überflüssig, da die insgesamt drei Taumelscheibenservos für Pitch, Nicken und Rollen getrennt voneinander betrieben werden. In diesem Fall steht dieses Menü in der Multifunktionsliste nicht zur Verfügung. Bei allen anderen Anlenkungen mit 2 ... 4 Pitchservos sind die Mischanteile und -richtungen standardmäßig, wie im obigen Display zu sehen, mit jeweils 61% voreingestellt und können bei Bedarf nach Kurzdruck auf den Drehgeber zwischen - 100% und + 100% variiert werden. (CLEAR = 61%.)
Sollte die Taumelscheibensteuerung (Pitch, Roll und Nick) nicht ordnungsgemäß den Steuerknüppeln folgen, so verändern Sie zunächst die Mischrichtungen (+ bzw. -), bevor Sie versuchen, die Servodrehrichtungen anzupassen.
Bei der HEIM-Mechanik mit 2 Pitchservos ...
- wirkt der Pitchmischer auf die beiden Pitchservos an den Empfängeranschlüssen 1 + 2,
- wirkt der Rollmischer ebenfalls auf die beiden Pitchservos. (Allerdings ist die Drehrichtung der
Servos dann gegenläufig.)
- wirkt der Nickmischer allein nur auf das Nickservo.
Hinweis:
Achten Sie darauf, dass bei einer Veränderung der Mischwerte die Servos nicht mechanisch auflaufen.

Fail-Safe-Einstellung
Fail Safe in der Übertragungsart „PCM20“

Dieses Menü erscheint in der Multifunktionsliste nur im PCM20-Sendemodus. Diese Betriebsart muss im speicherplatzspezifischen Menü »Grundeinstellungen Modell« vorgegeben sein. Die PCM20-Übertragungsart betrifft alle Empfänger mit „mc“ in der Typenbezeichnung (mc-12, mc-18, mc-20, DS 20 mc usw.).
Die Fail-Safe-Programmierung im SPCM20-Mode wird anschließend besprochen.
In diesem Menü kann sowohl das Verhalten des Empfängers im Fall einer Störung der Übertragung zwischen Sender und Empfänger bestimmt als auch ein Servo in eine bestimmte Position bewegt werden, sobald die Empfängerbatterie eine bestimmte Spannung unterschreitet („Batterie Fail Safe“).
Fail Safe bei Übertragungsstörungen
Die systembedingte höhere Betriebssicherheit der Pulse-Code-Modulation (PCM) gegenüber einer Puls-Position-Modulation (PPM) ergibt sich daraus, dass der im (PCM-)Empfänger eingebaute Mikroprozessor auch „unsauber“ empfangene Steuersignale noch aufbereiten kann. Erst wenn diese, z. B. durch Fremdstörungen, zu sehr verfälscht oder gar verstümmelt wurden, ersetzt jener die gestörten Signale automatisch durch die zuletzt als korrekt erkannten und deshalb im Empfänger zwischengespeicherten Steuersignale. Durch dieses zeitlich begrenzte „Halten“ werden z. B. auch kurzzeitige Störungen, wie Feldstärkelöcher o. Ä. ausgeblendet, welche sonst zu den bekannten „Wacklern“ führen würden.
Achtung:
Nutzen Sie bei Verwendung der PCM-Übertragungsarten PCM und SPCM deren Sicherheitspotenzial, indem Sie für einen Fail-Safe-Fall die Motordrosselposition bei Verbrennermodellen auf Leerlauf bzw. die Motorfunktion bei Elektromodellen auf Stopp programmieren. Das Modell kann sich dann im Störungsfall nicht so leicht selbstständig machen und so, wenn dies z. B. am Boden passiert, Sach- oder gar Personenschäden hervorrufen.
Solange Sie noch keine Fail-Safe-Programmierung im Sendemodus PCM20 vorgenommen haben, erscheint beim Einschalten des Senders in der Basisanzeige für einige Sekunden eine Warnanzeige:

Bei länger andauernden Störungen der Übertragung zwischen Sender und Empfänger bietet der PCM20-Betriebsmodus zwei verschiedene Möglichkeiten der so genannten „FAIL-SAFE“-Programmierung, zwischen denen über das linke SEL-Feld umgeschaltet werden kann:
1. „halt“-Programm
Wenn Sie nach Kurzdruck auf den Drehgeber „halt“ einstellen, bleiben die Servos im Falle einer Übertragungsstörung an der vom Empfänger zuletzt als gut erkannten Position so lange stehen, bis ein neues, korrektes Steuersignal eintrifft.
- Varlabel programmierbares FAIL-SAFE mit Überschreibungsmöglichkeit (Anzeige: „25 s, 0.5 s oder 1.0 s“)
Wenn Sie anstatt „halt“ eine Zeitvorwahl einstellen, ändert sich zunächst die Anzeige wie folgt:

Jetzt wird bei einer Störung zunächst der „halt“-Modus wirksam und erst nach Ablauf der eingestellten Verzögerungszeit nehmen die Servos die zuvor festgelegte Position ein. Sobald der Empfänger wieder einwandfreie Steuersignale empfängt, werden diese Fail-Safe-Positionen von den Servos sofort wieder verlassen.
Die Verzögerungszeit vom Beginn einer Störung bis zum Auslösen des FAIL-SAFE-Programms ist in drei Stufen einzustellen: 0,25 s, 0,5 s und 1,0 s, um unterschiedlichen Modellgeschwindigkeiten Rechnung zu tragen.
CLEAR setzt die Fail-Safe-Einstellung im inversen Feld auf „halt“ zurück.
Festlegung der Servopositionen
Die FAIL-SAFE-Servopositionen sind für die Empfängerausgänge 1 ... 8 frei programmierbar.
Wählen Sie dazu über den Drehgeber das STO-Feld an. Bringen Sie nun die Servos 1 ... 8 über die Geber des Senders in die gewünschten Positionen und drücken Sie abschließend kurz auf den Drehgeber, um die Positionen als „Fail Safe“ zu speichern. In regelmäßigen Abständen werden diese Daten zum Speicher des Empfängers übertragen, so dass der Empfänger im Störungsfall

F a i l - S
a
Fail Safe in der Übertragungsart „SPCM20“
darauf zurückgreifen kann.
Die Abspeicherung wird im Display während des Kurzdrucks kurzzeitig eingeblendet:

Die FAIL-SAFE-Servopositionen können jederzeit durch Anwahl des Menüpunktes und Speichern der aktuellen Sendereinstellung überschrieben werden.
Anmerkung:
Für die je nach PCM-Empfängertyp vorhandenen Ausgänge 9 und 10 stehen keine einstellbaren Fail-Safe-Positionen zur Verfügung; vielmehr nehmen beide Servos im Fall einer Störung die Mittelstellung ein.
Empfängerbatterle FAIL SAFE
Sobald die Empfängerakkuspannung einen bestimmten Wert unterschreitet, wird ein der „Batterie F.S.“-Funktion fest zugeordnetes Servo in eine von drei wählbaren Positionen gefahren, um das Absinken der Empfängerbatterie anzuzeigen. In den Programmen für Flächenmodelle ist es das am Kanal 1 angeschlossene Servo (Gas/Störklappe). In den Hubschrauberprogrammen wird das am Kanal 8 angeschlossene Servo benutzt (Empfänger mc-12 ausgenommen), mit dem z. B. eine optische Warnanzeige eingeschaltet werden kann.
Achtung:
Die Funktion „Batterie Fail Safe“ ist zwar als zusätzlicher Sicherheitsbeitrag anzusehen, Sie sollten sich aber keinesfalls darauf verlassen. Sie können nicht davon ausgehen, dass Sie in jedem Fall rechtzeitig „gewarnt“ werden. Insbesondere deshalb nicht, weil das Entladeverhalten u. a. abhängig ist vom Typ und Alter des verwendeten Akkus.
Für die Position, in die das Servo 1 bzw. 8 läuft, sind drei verschiedene Werte programmierbar, wenn Sie die Einstellung über das rechte SEL-Feld vornehmen, und zwar:
• + 75% Ausschlag in die eine Richtung,
• 0% Servomittelstellung oder
- 75% Ausschlag in die andere Richtung.

Wählen Sie mit dem Drehgeber die gewünschte Servoposition aus.
Über die CLEAR-Taste schalten Sie die „Batterie F.S.“-Funktion auf „aus“.
Durch kurze Betätigung des zugehörigen Bedienelementes (Gassteuerknüppel bei den Flächenmodellen, zugewiesener Geber für Kanal 8 bei den Hubschraubermodellen oder auch des Gebers eines Mischereinganges, der auf das Servo 1 bzw. 8 wirkt) wird das FAIL-SAFE-Servo wieder entriegelt, so dass die Servofunktion wieder auf den vom Piloten gewünschten Ausschlag geht. Die Landung des Modells muss aber sofort nach der ersten FAIL-SAFE-Meldung eingeleitet werden.

Dieses Menü erscheint in der Multifunktionsliste nur in der Sendebetriebsart SPCM20, die Sie im speicherplatzspezifischen Menü »Grundeinstellungen Modell« vorgeben. Die SPCM20-Übertragungsart betrifft alle Empfänger mit „smc“ in der Typenbezeichnung (smc-19, smc-20, smc-19 DS, smc-20 DS usw.). Die Fail-Safe-Programmierung im PCM20-Mode wurde im vorherigen Abschnitt erläutert.
Die systembedingte höhere Betriebssicherheit der Pulse-Code-Modulation (PCM) gegenüber einer Puls-Position-Modulation (PPM) ergibt sich daraus, dass der im (PCM-)Empfänger eingebaute Mikroprozessor auch „unsauber“ empfangene Steuersignale noch aufbereiten kann. Erst wenn diese, z. B. durch Fremdstörungen, zu sehr verfälscht oder gar verstümmelt wurden, ersetzt jener die gestörten Signale automatisch durch die zuletzt als korrekt erkannten und deshalb im Empfänger zwischengespeicherten Steuersignale. Durch dieses zeitlich begrenzte „Halten“ werden z. B. auch kurzzeitige Störungen, wie Feldstärkelöcher o. Ä. ausgeblendet, welche sonst zu den bekannten „Wacklern“ führen würden.
Achtung:
Nutzen Sie bei Verwendung der PCM-Übertragungsarten PCM und SPCM deren Sicherheitspotenzial, indem Sie für einen Fail-Safe-Fall die Motordrosselposition bei Verbrennermodellen auf Leerlauf bzw. die Motorfunktion bei Elektromodellen auf Stopp programmieren. Das Modell

L e h r e r /
Verbindung zweier Sender für L/S-Betrieb
kann sich dann im Störungsfall nicht so leicht selbstständig machen und so, wenn dies z. B. am Boden passiert, Sach- oder gar Personenschäden hervorrufen.
Solange Sie noch keine Fail-Safe-Programmierung im Sendemodus SPCM20 vorgenommen haben, erscheint beim Einschalten des Senders in der Basisanzeige für einige Sekunden eine Warnanzeige:

Die Funktion „Fail Safe“ bestimmt das Verhalten des Empfängers im Fall einer Störung der Übertragung vom Sender zum Empfänger. Im Sendemodus SPCM kann jedes Servo wahlweise:
- die momentane Position beibehalten („halt“): Alle auf „Halten“ programmierten Servo bleiben im Falle einer Übertragungsstörung so lange an den vom Empfänger zuletzt noch als korrekt erkannten Positionen stehen, bis ein neues, korrektes Steuersignal beim Empfänger eintrifft, oder
- es bewegt sich beim Auftreten einer Übertragungsstörung in eine frei wählbare Position („Pos“). Im Unterschied zum PCM20-Modus können die Empfängerausgänge 1 ... 8 bei SPCM beliebig im „halt“- oder „Positions“-Modus (ohne Verzögerungszeitvorgabe) programmiert werden. Die Empfängerausgänge 9 und 10 bleiben im „Halt“-Modus.
Wählen Sie über den Drehgeber den Kanal 1 bis 8 (●) und drücken Sie kurz den Drehgeber, um zwischen „halt-„ (☐) und „Positions“-Modus (☐) umzu-
schalten:

Wählen Sie anschließend das STO-Feld an und bringen Sie die Servos, die Sie in den Positionsmodus geschaltet haben, über die zugehörigen Bedienelemente gleichzeitig in die gewünschten Positionen. Mit dem Kurzdruck auf den Drehgeber werden diese Positionen als Fail-Safe-Einstellung gespeichert. In regelmäßigen Abständen werden diese Daten zum Speicher des Empfängers übertragen, so dass der Empfänger im Störungsfall darauf zurückgreifen kann.
Die Abspeicherung wird im Display kurzzeitig einge- blendet:


Bis zu acht Steuerfunktionen des Lehrersenders „L“ können einzeln oder in beliebiger Kombination an den Schülersender „S“ übergeben werden.
Wählen Sie über den Drehgeber den Kanal 1 bis 8 (●) und drücken Sie kurz den Drehgeber, um zwischen „L (Lehrer)“ 📋) und „S (Schüler)“ 📋 umzuschalten:
Das vom Schüler zu steuernde Modell muss komplett, d. h. mit all seinen Funktionen einschließlich Trimmung und etwaigen Mischfunktionen, in einen Modellspeicherplatz des Lehrer-Senders einprogrammiert sein. Vom Schüler-Sender werden im Falle einer Übergabe von Steuerfunktionen lediglich die Signale der Steuerknüppel und gegebenenfalls die der zusätzlich angeschlossenen Geber benutzt.
Alle erforderlichen Einbauteile sind in dem optoelektronischen Lehrer-Schüler-System Best.-Nr. 3289 enthalten. Eine Einbaubeschreibung finden Sie im Anhang.
Verwenden Sie vorzugsweise den Momentschalter Best.-Nr. 4160.1 oder den Kicktaster (auf Momentschalter-Funktion umgebaut, siehe Anhang) mit der Best.-Nr. 4144, um die Steuerung jederzeit an den Lehrersender zurückgeben zu können.
Einstellung Lehrersender
Rechts im Display müssen Sie einen Lehrer-Schüler-Umschalter zuordnen. Der Lehrersender kann wahlweise im PPM18-, PPM24-, PCM20- oder SPCM20-Mode betrieben werden.
Einstellung Schülersender
Der Sender ist mit dem jeweiligen Anschlussmodul für Schülersender auszurüsten, das anstelle des HF-Moduls an die Senderplatine angeschlossen wird und die Übertragung der Steuerimpulse auf das Lichtleiterkabel umsetzt.
Als Schülersender können die Sender D14, FM414, FM4014, FM6014, mc-10*, mc-12*, mc-14, mc-15, mc-16, mc-16/20, mc-17, mc-18, mc-20, mc-22, mx-22** und mc-24 des GRAUPNER / JR-Programms mit 4 bis 8 Steuerfunktionen benutzt werden.
* Schülermodul Best.-Nr. 3290.10 erforderlich
** Schülermodul Best.-Nr. 3290.33 erforderlich
Wichtig:
Unabhängig von der Modulationsart des Lehrersenders Ist der Schülersender immer im PPM-Mode zu betreiben!
Die Steuerfunktionen des Schüler-Senders müssen ohne Zwischenschaltung irgendwelcher Mischer direkt auf die Steuerkanäle, d. h. Empfängerausgänge, wirken.
Bei Sendern der Serie mc oder mx wird am besten ein freier Modellspeicher gelöscht, so dass dieser in der Grundstellung betrieben wird. Die Steueranordnung des Schülersenders wird den Gewohnheiten des Schülers entsprechend und je nach Sendertyp entweder durch Umstecken der Anschlusskabel der Bedienelemente oder (bei den Sendern der mc-bzw. mx-Serie) durch Wahl der Steueranordnung 1 ... 4 angepasst. Ebenso werden die Gas-/Pitchum-kehr und die Leerlauftrimmung im Schülersender entsprechend eingestellt.
Bei den Sendern vom Typ „D“ und „FM“ ist zusätzlich die Servolaufrichtung zu überprüfen und gegebenenfalls zu korrigieren. Alle anderen Funktionen werden vom Lehrersender ausgeführt.
Bei der Zuordnung der Steuerfunktionen sind die üblichen Konventionen einzuhalten:
Kanal Funktion
| 1 | Motordrossel/Pitch |
| 2 | Querruder/Rollen |
| 3 | Höhenruder/Nicken |
| 4 | Seitenruder/Heckrotor |
Lehrer-Schüler-Betrieb
Beide Sender werden über das Lichtleiterkabel miteinander verbunden: Stecker mit der Kennzeichnung „M“ (Master) in die Buchse des Lehrersenders und Stecker mit der Aufschrift „S“ (Student) in die Buchse des Schülersenders stecken. Beide Sender müssen eingeschaltet werden.
Nun wählen Sie die zu übergebenden Funktionen 1 ... 8 im Lehrer-Sender aus:

Funktionsüberprüfung
Betätigen Sie den zugewiesenen Lehrer-Schüler-Schalter:
□ das Lehrer-Schüler-System arbeitet einwandfrei, wenn die Anzeige von „*L“ wechselt nach „*S“.
☐ erscheint links im Display die Anzeige „-S“, ist die Verbindung vom Schüler- zum Lehrersender gestört. In diesem Fall werden alle Funktionen, unabhängig von der Schalterstellung, automatisch vom Lehrersender gesteuert, so dass das Modell in keinem Moment steuerlos bleibt.
Sowohl im »Lehrer-Schüler«-Menü als auch in der Grundanzeige erscheint die Warnmeldung:

Mögliche Fehlerursachen:
- Interface im Schülersender nicht richtig anstelle des HF-Moduls angeschlossen
• Schülersender nicht betriebsbereit - Schülersender nicht auf PPM-Mode umgeschaltet
- Lichtleitersteckverbindung nicht einwandfrei
- Lichtleiterkabel aus Stecker gelöst: In diesem
Fall ist durch leichtes Drücken auf das Anschlusssteckerende ① die Klemmvorrichtung des Lichtleiterkabels zu lösen und das Lichtleiterkabel ② bis zum An-

schlag einzuschieben. Achten Sie darauf, dass keinerlei Verunreinigungen in die Lichtleiteröffnungen gelangen.

Allgem. Einstellungen
Sendergrundeinstellungen
| ALLGEMEINE GRUNDEINSTELLUNGEN | |
| Besitzername | <Emil Eigen |
| Vorgabe Steueranordn. 1 | |
| Vorgabe Modulation | PPM18 |
| ►Expertenmode | nein |
| Vorgabe Pitch min vorn | |
| ▼ | SEL |
In diesem Menü werden allgemeine Grundeinstellungen eingegeben ... senderspezifische wie z. B. der Besitzername, aber auch Vorgaben für neue Modellspeicher.
Wählen Sie die betreffende Zeile an und drücken Sie kurz auf den Drehgeber.
Die Vorgaben für
• „Steueranordnung“,
- „Modulation“,
- „Expertenmode“,
• „Pitch min“
werden automatisch in einen neu eröffneten Modellspeicher übernommen. Sie lassen sich aber in den Menüs »Grundeinstellungen Modell«, »Ausblenden Codes« und »Helityp« jederzeit individuell ändern. Eine Änderung der „Vorgaben“ in diesem Menü wirkt sich also nur auf danach neu angelegte Modellspeicher aus.
Besitzername
Maximal 15 Zeichen können für den Besitzernamen vergeben werden.
Wechseln Sie mit gedrücktem Drehgeber zur nächsten Bildschirmseite (☐) ...
| !#$%&(')*+,-./0123456789;<=>? |
| @ABCDEFGHIJKLMNOPQRSTUVWXYZ[^]^ |
| ^abcdefghijklmnopqrstuvwxyz{~N |
| ÇüéäääçëëïiAAEæÆööüüyOU |
... um aus der Zeichenliste den Besitzernamen zusammensetzen zu können. Wählen Sie mit dem Drehgeber das gewünschte Zeichen aus. Ein Kurzdruck auf den Drehgeber übernimmt das gewählte Zeichen und wechselt zur nächstfolgenden Stelle. Mit gedrücktem Drehgeber erreichen Sie jedes Zeichen innerhalb des Namens. (Im Display erscheint ein Doppelpfeil „<-->“.)
CLEAR setzt an die Stelle ein Leerzeichen.
Steueranordnung
Grundsätzlich gibt es 4 verschiedene Möglichkeiten, die vier Steuerfunktionen Querruder, Höhenruder, Seitenruder und Gas bzw. Bremsklappen beim Flächenmodell sowie Rollen, Nicken, Heckrotor und Gas/Pitch beim Hubschraubermodell den beiden Steuerknüppeln zuzuordnen. Welche dieser Möglichkeiten benutzt wird, hängt von den individuellen Gewohnheiten des einzelnen Modellfliegers ab.
Am unteren Bildschirmrand erscheint SEL. Nach einem Kurzdruck auf den Drehgeber wählen Sie nun eine der Möglichkeiten 1 bis 4 aus. CLEAR wechselt zur Steueranordnung „1“.
Steueranordnung Flächenmodelle




Steueranordnung Hubschraubermodelle





S e r v o a r
Anzeige der Servosteuerpositionen
Vorgabe Modulation
Der Sender mc-22 unterscheidet zwischen 4 verschiedenen Modulationsarten, und zwar:
- PCM20: System-Auflösung von 512 Schritten pro Steuerfunktion für Empfänger vom Typ „mc“ und „DS mc“.
- SPCM20: Super-PCM Modulation mit hoher System-Auflösung von 1024 Schritten pro Steuerfunktion für Empfänger vom Typ „smc“ und „R330“.
- PPM18: meistgenutzter Standard-Übertragungsmode (FM oder FMsss) für alle übrigen GRAUPNER/JR-PPM-FM-Empfänger.
- PPM24: PPM-Multiservo-Übertragungsmode für den gleichzeitigen Betrieb von 12 Servos für den Empfänger „DS 24 FM S“.
CLEAR schaltet auf die Modulationsart „PCM20“ um.
Expertenmode
Mit „Expertenmode“ ändern Sie die Multifunktionsliste. Die Funktion ist nur wirksam beim Erstellen eines neuen Modellspeichers.
„nein“: Die Multifunktionsliste enthält nur eine begrenzte Auswahl von Menüs. Dies dient in erster Linie dem Einsteiger, der für die Programmierung seines Modells in der Regel nur einige wenige Optionen benötigen wird. Unabhängig von dieser Vorgabe, haben Sie im Menü »Ausblenden Codes« jederzeit die Möglichkeit, ausgeblendete Menüs wieder einzublenden oder weitere auszublenden.
„ja“: Die Multifunktionsliste zeigt alle Menüs der mc-22.
Ausnahmen:
Das Menü »Fail Safe« ist nur vorhanden, wenn sich der Sender im Betriebsmodus
„PCM20“ oder „SPCM20“ befindet. Das Menü »TS-Mischer« ist nur aufgeführt, wenn im Menü »Helityp« für den Taumelscheibentyp mehr als „1 Servo“ vorgegeben ist.
Pitch min (nur für Hubschraubermodelle)
Legen Sie die Betätigungsrichtung des Gas-/Pitchsteuerknüppels bei den Heliprogrammen Ihren Steuergewohnheiten entsprechend fest. Von dieser Einstellung hängen die Funktionen aller anderen Optionen des Helikopterprogramms ab, soweit sie die Gas- und Pitchfunktion betreffen, also z. B. die Gaskurve, Leerlauftrimmung, Kanal 1 → Heckrotormischer usw..
Es bedeuten:
„vorn“: minimale Pitcheinstellung vorne, der Pitchknüppel (K1) zeigt vom Piloten weg
„hinten“: minimale Pitcheinstellung hinten, der Pitchknüppel (K1) zeigt zum Piloten.
CLEAR schaltet auf „vorn“ um.
Hinweis:
Die Steuerrichtung des K1-Steuerknüppels im Flächenprogramm ändern Sie im Menü »Modelltyp«.

Die aktuelle Steuerposition eines jeden Servos wird unter Berücksichtigung der Gebereinstellungen, der Servoeinstellungen, der Dual-Rate-/Expo-Funktionen, des Zusammenwirkens verschiedener Mischer usw. in einem Balkendiagramm exakt zwischen
- 150% und + 150% des normalen Weges angezeigt. 0% entspricht genau der Servomittelstellung.
Hinweise:
- Die Anzahl der in diesem Menü gezeigten Kanäle entspricht den im Sender mc-22 zur Verfügung stehenden 12 Steuerkanälen. Die Anzahl der tatsächlich nutzbaren ist jedoch abhängig vom verwendeten Empfängertyp bzw. von der Anzahl der daran angeschlossenen Servos und kann deshalb u. U. erheblich geringer sein.
- Nutzen Sie diese Anzeige während der Modellprogrammierung, da Sie unmittelbar alle Einstellungen am Sender überprüfen können. Dies entbindet Sie allerdings nicht davon, vor dem ersten Modellbetrieb alle Programmierschritte sorgfältig auch am Modell zu testen, um Fehler auszuschließen!

Eingabesperre

Der Zugriff auf das Multifunktionsmenü kann gegen unbefugte Benutzung durch eine 4-stellige Geheimzahl aus den Ziffern 1 bis 4, die Sie über das linke Tastenfeld eingeben, gesperrt werden.
Drücken Sie zur Zifferneingabe (solange am linken Displayrand die Ziffern 1 ... 4 eingeblendet sind) die Tasten ENTER = 1, ESC = 2, CLEAR = 3 und/oder HELP = 4:

Ein Kurzdruck auf den Drehgeber (CLR) löscht die eingegebenen Ziffern.
Merken Sie sich die Geheimzahl gut oder bewahren Sie diese sorgfältig auf. Ansonsten muss der Sender zur Entschlüsselung an den GRAUPNER-Service eingeschickt werden.
Drücken Sie abschließend die ENTER- oder ESC-Taste zur Bestätigung der 4-stelligen Geheimzahl.
Die Sperre wird beim nächsten Ausschalten des Senders aktiv. Die Steuerung bleibt aber weiterhin betriebsbereit. Beim nächsten Zugriff auf das Multifunktionsmenü ist jedoch bereits die Eingabe der richtigen Zahlenkombination erforderlich:

Bei einer falschen Eingabe ist ein erneuter Versuch erst nach Ablauf einer Zeitsperre möglich.

Löschen der Geheimzahl
Soll die Geheimzahl zu einem späteren Zeitpunkt wieder gelöscht werden, drücken Sie unmittelbar nach Aufruf dieses Menüs den Drehgeber zweimal.

Beim ersten Druck auf den Drehgeber wird die Geheimzahl gelöscht (CLR). Bei der zweiten Drehgeberbetätigung erscheint die Anzeige:

Verlassen Sie nun das Menü über die ENTER- oder ESC-Taste. (Da links im Display die vier inversen Ziffern 1, 2, 3, 4 fehlen, haben die seitlichen Tasten wieder ihre ursprüngliche Funktion).
Wollen Sie das Menü ohne Eingabe einer Geheimzahl direkt wieder verlassen, brauchen Sie den Drehgeber nur 1x zu drücken, da der Löschvorgang (CLR) entfällt.
Tipp:
Falls Sie generell auf eine Programmiersperre verzichten wollen, sollten Sie gegebenenfalls dieses Menü aus der Multifunktionsliste über das Menü »Ausblenden Codes« entfernen, damit kein Unbefugter eine Geheimzahl einträgt.

Programmbeschreibung: Globale Funktionen
mc-22-Programmiertechnik
Vorbereitende Maßnahmen z. B. an einem Flächenmodell
Modelle in eine mc-22 zu programmieren ...
... ist einfacher, als es möglicherweise auf den ersten Blick aussieht!
Grundvoraussetzung für eine „saubere“ Programmierung ist allerdings, und dies gilt nicht nur für die mc-22, sondern prinzipiell für alle programmierbaren Sender, der mechanisch korrekte Einbau aller Fernsteuerkomponenten in das Modell! Spätestens beim Anschluss der Anlenkungen sollte deshalb darauf geachtet werden, dass die Servos sich in ihrer jeweiligen Neutralstellung befinden und deren Ruderhebel auch in der gewünschten Stellung, anderenfalls sollten Sie den Ruderhebel lösen und ihn um einen oder mehrere Zacken versetzt wieder befestigen. Die praktisch in jedem modernen Sender gebotene Möglichkeit, die Neutralstellung eines Servos zu beeinflussen, ist zu deren Feinjustierung gedacht. Größere Abweichungen von „0“ können im Laufe der weiteren Signalverarbeitung im Sender zu weiteren Asymmetrien führen. In diesem Sinne: Das krumme Fahrgestell eines Autos wird um keinen Deut gerader, wenn lediglich das Lenkrad auf „gerade“ getrimmt wird! Auch sollten die passenden Ruderwege durch entsprechendes Anpassen der Anlenkpunkte und weniger durch übermäßige Strapazierung der Wegeinstellungen im Sender erzielt werden. Hier gilt ebenfalls: Wegeinstellungen dienen in erster Linie zum Abgleich herstellungsbedingter Toleranzen bei den Servos und zu deren Feinjustierung, weniger zum Ausgleich von Nachlässigkeiten.
Werden in einem Flächenmodell zwei getrennte Querruderservos verwendet, können die Querruder, angesteuert über entsprechende Mischer, auch als Bremsklappen hochgestellt werden – was allerdings eher in einem Segler bzw. Elektrosegler denn in einem Motormodell sinnvoll ist. In einem solchen Fall sollten die Ruderarme – ausgehend von der Neutrallage – um einen Zacken nach vorne geneigt, also zur Nasenleiste zeigend, auf das jeweilige Servo aufgesetzt werden.

Die durch diese asymmetrische Montage erreichte mechanische Differenzierung trägt der Tatsache Rechnung, dass die Bremswirkung der hochgestellten Querruder mit deren Ausschlag steigt und deshalb üblicherweise nach oben mehr Weg als nach unten benötigt wird.
Sinngemäß ist auch bei getrennt angesteuerten Wölbklappenservos zu verfahren, wenn geplant wird, diese in ein Butterfly-System zu integrieren. Da die Bremswirkung dieser auch als „Krähenstellung“ bezeichneten Klappenstellung weniger von den hochgestellten Querrudern als vom Ausschlag der Wölbklappen nach unten beeinflusst wird, sollten die Ruderarme in diesem Fall etwas nach hinten, zur Endleiste geneigt eingebaut werden. Dadurch steht dann mehr Weg für den Ausschlag nach unten zur Verfügung. Bei einer solchen Kombination von abgesenkten Wölbklappen mit hochgestellten Querrudern sollten letztere nur mäßig hochgestellt werden, da sie bei einem derartigen Butterfly-System mehr zum Stabilisieren und Steuern als zum Bremsen dienen. In diesem Zusammenhang noch ein Tipp zum „Sehen“ der Bremswirkung: Klappen spreizen und von vorne unter die Fläche schauen. Je größer die projizierte Fläche der abstehenden Ruder, um so größer ist die Bremswirkung.

Eine ähnlich asymmetrische Montage der Ruderarme kann z. B. an Spreiz- bzw. Landeklappen auch in einem Motormodell sinnvoll sein.
Ist ein Modell soweit fertig gestellt und mechanisch abgestimmt, kann im Prinzip mit der Programmierung des Senders begonnen werden.
Die vorliegende Anleitung versucht der Praxis zu folgen, indem erst die allgemeinen Grundeinstellungen beschrieben und diese dann in den nachfolgenden Schritten verfeinert bzw. spezialisiert werden. Nach dem Erstflug und im Zuge des weiteren Einfliegens eines Modells bedarf nun mal die eine oder andere Einstellung gelegentlich einer Nachjustierung. Mit zunehmender Praxis eines Piloten wird aber auch häufig der Wunsch nach Erweiterungen bzw. Ergänzungen von Einstellungen wach. Aus dieser Intention resultiert, dass nicht immer die Reihenfolge der Optionen eingehalten bzw. die eine oder andere Option auch mehrfach genannt wird.
Spätestens jetzt aber, unmittelbar vor Beginn einer Modellprogrammierung, sollten Sie sich auch Gedanken über eine sinnvolle Belegung der Steuerorgane machen.
Bei Modellen, bei welchen die Betonung auf „Motor“ liegt, gleichgültig ob von einem Elektro- oder Verbrennungsmotor angetrieben, wird es diesbezüglich wohl kaum Probleme geben, weil die Belegung der beiden Knüppelaggregate mit den vier Grundfunktionen „Leistungsregelung (= Gas)“, „Seite“, „Höhe“ und „Quer“ weitgehend festliegt!? Sie müssen allerdings im Menü ...
»Modelltyp« (Beschreibung Seite 49)
| MODELLTYP | ||
| Motor | Gas min hinten | |
| Leitwerk | normal | |
| Querruder/Wölbklappen | 1 QR | |
| Bremse | Offset +100% | Eingang 1 |
| ▼ | SEL | |
festlegen, ob Sie die Gasminimum-Position lieber „vorn“ oder „hinten“ haben möchten, weil beim Anlegen des Modellspeichers vom Programm grundsätzlich „kein (Motor)“ eingetragen wird.
(Der Unterschied „kein“ bzw. „Gas min vorn/hinten“ liegt in der Wirkung der K1-Trimming, die bei „kein“ über den gesamten Steuerknüppelweg und bei „Gas min vorn/hinten“ nur in Richtung Leerlauf wirkt.) Auch wird damit die „Wirkrichtung“ des K1-Knüppels entsprechend angepasst, so dass Sie bei einem Wechsel von „vorn“ nach „hinten“ oder umgekehrt nicht noch zusätzlich die Drehrichtung des Gasservos anpassen müssen. Außerdem erscheint bei einer Einstellung „Gas min vorn/hin-
ten“ aus Sicherheitsgründen eine Warnanzeige im Display und es ertönt ein Warnton, falls sich beim Einschalten des Senders der Gas-S Richtung Vollgas befinden sollte.

Darüber hinaus werden Sie sich also allenfalls über „Sonderfunktionen“ Gedanken machen müssen. Bei Seglern oder Elektroseglern dagegen sieht gelegentlich die Sache schon anders aus. Da stellt sich dem einen oder anderen schon mal die Frage, wie betätige ich den Antrieb und wie das Bremssystem. Nun, auch hierbei haben sich bestimmte Lösungen als praktisch und andere als weniger praktisch erwiesen.
So ist es sicherlich weniger praktisch, wenn beim Landeanflug eines Segelflugmodells ein Knüppel eventuell losgelassen werden muss, um mittels eines anderen Gebers die Störklappen oder eine Krähenstellung passend zu steuern. Da dürfte es wohl schon sinnvoller sein, entweder die Funktion des K1-Knüppels umschaltbar zu gestalten (siehe Programmierbeispiel Seite 126) oder die Steuerung des Bremssystems auf dem Knüppel zu belassen und den Motor über einen der übrigen Geber oder gar über einen Schalter zu steuern!? Da in einem derartigen Modell ein Elektromotor üblicherweise ohnehin nur die Funktion einer „Starthilfe“ besitzt, um das Modell entweder mit voller Kraft in den Himmel zu „heben“ oder allenfalls mit „halber“ Kraft von einem Aufwindfeld zum nächsten zu „schleppen“, ist ein Schalter meist ausreichend. Wenn zu diesem Zweck auch noch ein „leicht erreichbarer“ Schalter ausgewählt wird, kann der Motor ein- und ausgeschaltet werden, ohne einen der Knüppel loslassen zu müssen – sogar im Landeanflug.
Ähnliches gilt übrigens für die Steuerung von Klappen, egal, ob nur Querruder oder über die ganze Spannweite reichende Klappen(kombinationen) angehoben oder abgesenkt werden sollen.
Zur Steuerung der Wölbklappen reicht ein Externschalter mit langem Griff (Best.-Nr. 4160) oder der Differentialschalter mit der Best.-Nr. 4160.22 völlig
aus, der vorzugsweise auf der Seite des Senders außen montiert wird, wo sich auch der Gas-/Bremsknüppel befindet. Dieser ist dort jederzeit erreichbar, ohne dass der Knüppel losgelassen werden muss.
Zur Steuerung des Motors besonders geeignet ist dagegen der Zwei- bzw. Drei-Funktions-Knüppelschalter mit der Best.-Nr. 4143 bzw. 4113, der in den GRAUPNER-Service-stellen nachgerüstet werden kann.

Wird auf einen Knüppelschalter verzichtet, dann sollte der Motorschalter auf der Seite des Senders montiert sein, welche der das Modell haltenden Hand abgewandt ist. Mit anderen Worten: Wird das Modell aus der rechten Hand gestartet, dann sollte der Motorschalter links außen sitzen und umgekehrt.
Ist nun alles soweit gediehen, kann mit der Programmierung begonnen werden.
Erste Schritte bei der Programmierung eines neuen Modells
Beispiel: Flächenmodell ohne Motorantrieb
Bei der Erstinbetriebnahme eines neuen Senders sollten erst im Auswahlmenü ...
»Allgem. Einstell.« (Beschreibung Seite 112)

Anmerkung
Sollte bei einem V-Leitwerk „hoch/tief“ und/oder „links/rechts“ falsch herum laufen, dann beachten Sie bitte die Hinweise in der Tabelle auf Seite 33, rechte Spalte. Gleichartig ist, wenn notwendig, bei den Querrudern und Wölbklappen zu verfahren. Die nachfolgenden Einstellungen beziehen sich auf ein Modell mit „normalem“ Leitwerk; für Modelle mit V-Leitwerk können die Einstellungen jedoch praktisch unverändert übernommen werden. Nicht ganz so einfach zu übernehmen sind diese Angaben jedoch auf ein Delta-/Nurflügelmodell. Ein spezielles Programmierbeispiel für diesen Modelltyp finden Sie auf Seite 129. »Servoeinstellung«, (Beschreibung Seite 52)| Servo 1 | => | 0% | 100% | 100% | 150% | 150% |
| Servo 2 | => | 0% | 100% | 100% | 150% | 150% |
| Servo 3 | => | 0% | 100% | 100% | 150% | 150% |
| Servo 4 | => | 0% | 100% | 100% | 150% | 150% |
| Umk Mittel -Servoweg+ | -Begrenz.+ | |||||
| SEL SEL SYM ASY SYM | ASY | |||||
Hinweis
Die in diesem Menü vorhandenen Einstellmöglichkeiten für asymmetrische Servowege dienen nicht zur Erzielung von Differenzierungen bei Querrudern und/oder Wölblkappen. Dazu gibt es im Einstellmenü »Flächenmischer« besser geeignete Optionen bzw. für ein V-Leitwerk die Option »Kreuzmischer«. In der letzten Spalte, bei Wegbegrenzung, können und sollten gegebenenfalls die Grundeinstellungen von jeweils 150% deutlich zurückgenommen werden. Die an dieser Stelle eingegebenen Werte wir- ken quasi als „Limiter“, womit de facto eingestellt wird, wann bzw. an welchem Punkt des Weges das Servo nicht mehr weiterlaufen soll, damit es nicht mechanisch anläuft und deswegen z. B. unnötig Strom zieht. Entscheidend für den einzustellenden Wert ist hier also das Ende des zur Verfügung stehenden mechanischen Spielraums an Servo, Ruder und/oder Anlenkung. Als Beispiel hierzu sei ein Modell mit Kreuzleitwerk gewählt, bei welchem sich das Seitenruder in einem keilförmigen Ausschnitt des Höhenruders bewegt. Um zu verhindern, dass das Seiten- am Höhenruder anläuft und dieses eventuell blockiert, wird üblicherweise der Weg mechanisch (am Gestänge) so eingestellt, dass das Ruder bei vollem Knüppelausschlag gerade eben nicht anläuft. Solange nun das Seitenruder ausschließlich mit dem entsprechenden Knüppel gesteuert wird, gibt es weiter auch keine Probleme damit. In dem Moment aber, in dem zusätzlich zum normalen Seitenrudersignal noch ein Mischer auf das Seitenruder einwirkt, z. B. „Quer → Seite“-Mischer, können sich die beiden Signale zu einem übergroßen aufaddieren. Eine richtig eingestellte Wegbegrenzung verhindert in diesem Fall zuverlässig das mechanische Anlaufen des Seitenruders. Die Wegbegrenzung sollte aber auch nicht zu klein gewählt werden, damit der Seitenruderausschlag nicht permanent zu weit eingeschränkt wird. Mit den bisherigen Einstellungen lassen sich bereits Flächenmodelle und Motormodelle (letztere, wenn Sie im Menü »Modelltyp« die Leerlaufsteuerknüppelrichtung angeben) im Prinzip fliegen. „Feinheiten“ fehlen. Feinheiten, die auf Dauer sicherlich mehr Spaß beim Fliegen bereiten. Deshalb sollten Sie sich, wenn Sie Ihr Modell bereits sicher fliegen können, mit dem Menü ...»Flächenmischer« (Beschreibung Seite 82)
| Querruderriff. + 0% | |
| Wölbklappendiff. + 0% | |
| Querr. 2 >4 Seitenr. + 0% | |
| Querr. 2 >7- Wölbkl. + 0% | |
| Bremse >3 Höhenr. + 0% | |
| Bremse >6 Wölbkl. + 0% | |
| Bremse >5 Querr. + 0% | |
| Höhenr. 3 >6 Wölbkl. + 0% + 0% | |
| Höhenr. 3 >5 Querr. + 0% + 0% | |
| Wölbkl. 6→3 Höhenr. + 0% + 0% | |
| Wölbkl. 6→5 Querr. + 0% + 0% | |
| Diff.-Reduktion + 0% | |
| «normal » | SYM ASY √_ |
Erweiterungen: Einbindung eines Elektroantriebs in die Modellprogrammierung
 Der K1-Geber ist bereits für die Bremsklappen reserviert, d. h., für den E-Motor muss nach anderen Möglichkeiten „gesucht“ werden: Ein Elektroantrieb kann auf verschiedene Arten eingeschaltet werden. Die einfachste Methode, einen E-Motor in eine Modellprogrammierung einzubinden, besteht in der Verwendung eines 2-Kanal-Schaltmoduls (z. B. Best.-Nr. 4151 oder 4151.1) oder eines 2-Kanal-Proportionalmoduls (z. B. Best.-Nr. 4152 oder 4111) als Geber. Alternativ ist aber auch ein Zwei-Stufen-Extern-schalter (Best.-Nr. 4160 oder 4160.1) oder ein Drei-Stufen-Externschalter (Best.-Nr. 4160.22) als Geber verwendbar. Prinzipiell können Sie auch einen der Schalter auf der Mittelkonsole verwenden, wenn er für Sie „griffgünstig“ beim Modellstarten aus der Hand sitzt, siehe Anmerkung Seite 117, rechte Spalte.Beispiel 1
Verwendung eines 2-Kanal-Moduls
Wird eines der eingebauten 2-Kanal-Module (Schaltmodul oder Linearschieber) verwendet, so gestaltet sich die Anbindung recht einfach. Es muss lediglich der Motorsteller (Fahrtregler) an den entsprechenden Servoanschluss des Empfängers eingesteckt werden. Denken Sie aber daran, dass je nach Modelltyp und Zahl der Quer- und Wölbklappenservos die Ausgänge 2 + 5 bzw. 6 + 7 bereits miteinander verknüpft sind. Schließen Sie also das 2-Kanal-Modul an z. B. CH8 oder CH9 auf der Senderplatine an oder wenden Sie die einfachere Methode an, indem Sie einen der eingebauten Geber einem anderen Eingang zuweisen. Dies geschieht im Menü ...»Gebereinstellungen« (Beschreibung Seite 56)
 Ordnen Sie z. B. den an CH7 angeschlossenen Geber dem Eingang „8“ zu und stellen Sie den Eingang „7“ auf „frei“ wie im obigen Bild gezeigt. Die Einstellung der zum Motorsteller passenden Servowege erfolgt im Menü ...»Servoeinstellung« (Beschreibung Seite 52)
Beispiel 2
Verwendung eines Zwei-Stufen-Externschalters (Externschalter, Best.-Nr. 4160 oder 4160.1)
Diese Variante realisiert eine reine EIN/AUS-Funktion. Empfängerseitig wird entweder ein einfacher elektronischer Schalter oder – wenn ein sanfter Motorenanlauf gewünscht wird – ein stufenloser Motorsteller (Fahrtregler) benötigt. Die dazu nötigen Einstellungen erfolgen im Menü ...»Gebereinstellungen« (Beschreibung Seite 56)
 Überprüfen Sie zunächst, welcher Eingang wirklich frei ist (siehe dazu Beispiel 1), z. B. Eingang 8, wenn 2 Querruder- und 2 Wölbklappenservos im Menü »Modelltyp« vorgegeben worden sind.  Zunächst wird in der zweiten Spalte das Schalter-symbol aktiviert (nach Anwahl des Symbols Kurzdruck auf den Drehgeber) und der gewünschte Externschalter, hier „1“, von der gewünschten Motor-AUS-Position in Richtung Motor EIN betätigt. Die Einstellung der zum Motorsteller (Fahrtregler) passenden Steuerwege kann in der 4. Spalte vorgenommen werden. Soll der regelbare Motor bei Verwendung eines stufenlosen Motorstellers (Fahrtregler) sanft Anlaufen und/oder Auslaufen, so können in der rechten Spalte Verzögerungszeiten eingestellt werden.Uhrenbetätigung durch Steuerknüppel oder Geber
Beispiel 3
Verwendung eines Drei-Stufen-Externschalter (Differential-Schalter, Best.-Nr. 4160.22)
Diese Variante ermöglicht das mehrstufige Schalten des Antriebsmotors nach der Methode AUS-Halbgas-Vollgas. Empfängerseitig wird ein Motorsteller (Fahrtregler) benötigt. Die dazu nötigen Einstellungen erfolgen wieder im Menü ...»Gebereinstellungen« (Beschreibung Seite 56)
bei einem noch freien Eingang (s. dazu Beispiel 2). Wir gehen davon aus, dass wir die Schalter 6 und 7 gemäß dem Menü »Schalteranzeige« verwenden. Zunächst wird in der zweiten Spalte das Schaltersymbol aktiviert und der Externschalter, z. B. „7“, von der gewünschten Motor-Halbgas- in Richtung Motor-Vollgas-Position betätigt.| Eing. 5 | Geb. 5 | 0% | +100%+100% | 0.0 | 0.0 |
| Eing. 6 | Geb. 6 | 0% | +100%+100% | 0.0 | 0.0 |
| Eing. 7 | Geb. 7 | 0% | +100%+100% | 0.0 | 0.0 |
| Eing. 8 | 7 | 0% | +100%+100% | 0.0 | 0.0 |
| Offset - Weg + -Zeit+ | |||||
| √ √ | SYM | SYM ASY | |||
| Modellzeit Akkuzeit | 0 | |||||
| Stoppuhr | 0:00 | 0s | G1 | $ | ||
| Flugzeit | 0:00 | 0s | Timer | |||
| ▼▲ | SEL SEL | SEL | / | |||
| GEBERSCHALTER | |||||
| G1 | Geb. 1 | 0% | => | G1 | |
| G2 | frei | 0% | => | G2 | |
| G3 | frei | 0% | => | G3 | |
| G4 | frei | 0% | => | G4 | |
| SEL STO SEL | |||||
| - 80% => | $1 | |
| 0% => | G2 | |
| 0% => | G3 | |
| 0% => | G4 | |
| STO | SEL | / - |
Tipp:
Wenn bei einem E-Modell die Motorlaufzeit durch die Akkukapazität begrenzt ist, lassen Sie die Stoppuhr rückwärts laufen. Geben Sie die maximal erlaubte Motorlaufzeit in der Spalte „Timer“ vor, z. B. „5 min“, und lassen Sie kurz vor Ablauf der zulässigen Zeit, z. B. „30 s“ vorher, den Piezo-Summer Warntöne abgeben:| Modellzeit | 0 | ||||
| Akkuzeit | |||||
| Stoppuhr | 5:00 | 30s | G1 | ||
| Flugzeit | 0:00 | 0s | Timer | ||
| SEL SEL | SEL | _ | |||
Verwenden von Flugphasen
Innerhalb eines jeden Modellspeichers können bis zu 4 verschiedene Flugphasen (Flugzustände) mit voneinander unabhängigen Einstellungen programmiert werden. Jede dieser Flugphasen kann über einen Schalter oder Schalterkombinationen aufgerufen werden. In einfachster Weise lässt sich so zwischen unterschiedlichen Einstellungen, die für verschiedene Flugzustände, wie z. B. normal, Thermik, Speed, Strecke usw. programmiert sind, bequem während des Fluges umschalten. Über die Flugphasenprogrammierung können Sie aber auch einfach nur leicht modifizierte Änderungen, z. B. von Mischern, im Fluge durch einfaches Umschalten ausprobieren, um die für das jeweilige Modell optimale Einstellung leichter zu finden.Und so wird's gemacht ...
Das Modell ist bereits im Sender in einem Modell-speicher einprogrammiert, eingestellt, eingeflogen und fertig getrimmt.1. Schritt
»Phaseneinstellung« (Beschreibung Seite 75)| Phase 1 | normal | 2.0s | * |
| Phase | 2 | Thermik | 1.0s |
| Phase 3 | Speed | 3.0s - | |
| Phase 4 | 0.0s | - | |
| Name | Umsch. Zeit Status | ||
| SEL SEL | |||
Hinweis:
Mit Ausnahme der Phase 1, welcher immer der Name „normal“ zugeordnet werden sollte, da sie immer dann aktiv ist, wenn die Flugphasen deaktiviert sind, ist es völlig belanglos, welcher Phase welcher Name zugeordnet wird! Im Alltag eines Modellfliegers reichen meistens drei Flugphasen völlig aus: - „Thermik“ für Start und „Obenbleiben“, - „normal“ für normale Bedingungen und - „Speed“ als Schnellgang. In der Spalte „Umsch.Zeit“ kann festgelegt werden, in welcher Zeit bei einem Wechsel von einer anderen in (!) diese Flugphase „übergeblendet“ werden soll, um einen „weichen“ Übergang der unterschiedlichen Servostellungen zu ermöglichen. So wird ein unter Umständen stark belastender Wechsel verhindert. Die „Status“-Spalte zeigt Ihnen durch einen Stern „*“ die gerade aktive Flugphase an.2. Schritt
Um zwischen den einzelnen Flugphasen wechseln zu können, ist die Zuordnung eines Schalters notwendig. Bestens geeignet für eine Umschaltung von bis zu 3 Flugphasen ist ein links oder rechts außen im Sender montierter Differential-Schalter, Best.-Nr. 4160.22. Jede der beiden Schalterendstellungen wird von der Mittelstellung ausgehend einem Flugphasenschalter zugeordnet. Die Zuordnung des Schalters erfolgt im Menü ... »Phasenzuweisung« (Beschreibung Seite 77)   Zunächst das Schaltersymbol unterhalb von „B“ anwählen, einen Kurzdruck auf den Drehgeber ausüben und den Schalter in die eine Endstellung betätigen. Schalter wieder in die Mittelstellung bringen.  Anschließend das Schaltersymbol unterhalb von „C“ anwählen und nach einem Kurzdruck auf den Drehgeber den Schalter in die andere Endstellung drücken. Der Schalter ist programmiert. Danach müssen den jeweiligen Schalterstellungen entsprechende Flugphasen zugeteilt werden. Da Sie den Flugphasen bereits Namen zugeteilt haben, erscheint rechts im Display zunächst der Name der Phase „1“.  Nun bringen Sie den Schalter zuerst in die eine Endstellung und wechseln im Display nach rechts, zum SEL-Feld. Mit dem Drehknopf des Senders wählen Sie die für diese Schalterstellung gewünschte Flugphase (in diesem Beispiel „2 Thermik“):  Genauso verfahren Sie mit der Schaltermittelstel- lung, welcher die Bezeichnung „1 normal“ zugewiesen wird.  Zuletzt stellen Sie noch bei der anderen Schalter-Endstellung den Namen „Speed“ ein. Durch einen Kurzdruck auf den Drehgeber schließen Sie die Namenszuweisung ab. Die vor der Zuordnung eines Phasenschalters gemachten Modell-Einstellungen befinden sich nun in der Flugphase „1 normal“. Das ist diejenige Phase, welche in der Schaltermittelstellung aufgerufen wird.3. Schritt
Um nun nicht alle zuvor für das Modell vorgenommenen Einstellungen in den „neuen“ Flugphasen von Grund auf neu machen zu müssen, was aber durchaus ebenso möglich wäre, empfiehlt sich als Nächstes das Kopieren der bereits eingeflogenen Programmierung der Flugphase „normal“ in die beiden anderen Flugphasen. Dies geschieht, im Menü ... »Kopieren / Löschen« (Beschreibung Seite 45)  Menüpunkt „Kopieren Flugphase“ mit dem Drehgeber anwählen und anschließend ENTER drücken bzw. Kurzdruck auf den Drehgeber ausüben. In dem nun erscheinenden Fenster „Kopieren von Phase“ wird „normal“ angewählt ...  und anschließend wieder ENTER gedrückt, worauf die Anzeige in „Kopieren nach Phase“ wechselt. Hier wird nun das Ziel (zuerst Thermik) ausgewählt und durch erneuten Druck auf ENTER bestätigt. Nach der Bestätigung der nachfolgenden Sicherheitsabfrage werden dann alle Einstellungen entsprechend der Auswahl kopiert. In gleicher Weise ist mit der anderen Phase (normal → Speed) zu verfahren.4. Schritt
Nun sind zwar schon drei Phasen programmiert und auch die Einstellungen kopiert, es gibt auch schon einen „weichen“ Übergang, nur ... es existieren noch keine flugphasenspezifischen Einstellungen. Um diese zu erhalten, wird ins Menü ... »Flächenmischer« (Beschreibung Seite 82)  gewechselt. Der Flugphasenname der aktuellen Flugphase erscheint am unteren Rand des Displays. Wird nun die Schalterstellung geändert, erscheint der Name der durch den Schalter ausgewählten Flugphase, aber mit den zuvor kopierten Einstellungen der Flugphase „normal“. Deshalb müssen nun die gewünschten flugphasenspezifischen Änderungen – in Abhängigkeit der durch die Schalterstellung gewählten Flugphase – den Anforderungen der jeweiligen Flugphase entsprechend eingestellt oder verändert werden. Hinweis Die Liste angezeigter Mischer ist abhängig vom gewählten Modelltyp. Nachdem alle Einstellungen durchgeführt worden sind, kann zwischen unterschiedlichen Flugphasen hin und her gewechselt werden. Beim Betätigen des Schalters wird aber bald auffallen, dass sich an den Grundstellungen der Ruder, insbesondere der Tragflächenklappen, jedoch nichts ändert!5. Schritt
Um nun die Klappenstellungen den unterschiedlichen Erfordernissen der einzelnen Flugphasen anzupassen, werden zunächst im Menü ... »Gebereinstellungen« (Beschreibung Seite 56)  in der Spalte „Offset“ die von der Flugphase „normal“ abweichenden Einstellungen für (z. B.) die Quer- und Wölbklappen vorgenommen. Dabei gilt: „Offset Eingang 5“ beeinflusst die Querruderklappen, „Offset Eingang 6“ die Wölbklappen. Positive sowie negative Ausschlagsveränderungen sind möglich. (Die eventuell notwendige Trimmung des Höhenruders erfolgt über die im Menü »Flächenmischer« enthaltene Option „Wölbkl. 6 → 3 Höhenr.“) Diese Einstellungen sind für jede Flugphase getrennt vorzunehmen.Betätigung des E-Motors und Butterfly mit K1-Steuerknüppel (Butterfly als Landehilfe: hochgestellte Querruder und abgesenkte Wölbklappen)
Aus der Überschrift geht die Aufgabenstellung bereits hervor, so dass wir gleich loslegen können. Falls vor der Neuanlage des betreffenden Modellspeichers in der Zeile Expertenmode des Menüs »Allgem. Einstellungen« „nein“ eingestellt war (standardmäßiger Eintrag), ist zu beachten, dass deshalb im Multifunktionsmenü dieses Modellspeichers nur eine begrenzte Anzahl von Funktionen sichtbar sind. Im Menü ... »Ausblenden Codes« (Beschreibung Seite 47)  können Sie individuell die für dieses Beispiel notwendigen Menüpunkte mit dem Drehgeber anwählen und über einen Kurzdruck auf den Drehgeber im aktuellen Modellspeicher wieder einblenden. Da dieses Beispiel schon eher etwas für „Experten“ ist, sollte vielleicht der Expertenmode auf „ja“ gestellt werden, damit dann zukünftig nach der Einrichtung „freier“ Modellspeicher von vornherein alle Menüs der mc-22 zugänglich sind. Im Menü ... »Modelltyp« (Beschreibung Seite 49)  stellen Sie zunächst in der Zeile „Motor“ ein, ob die Gasminimum-Position „vorn“ oder „hinten“ liegen soll. Die Trimmung wirkt dann nur in Richtung „Leerlauf“ des Motors und ist nicht wie beim Eintrag „kein“, an jeder Stelle des K1-Knüppels gleich wirksam. Das „Leitwerk“ stellen Sie entsprechend Ihrem Modell ein, hier „normal“. In der Zeile „Querruder/Wölbklappen“ geben Sie die korrekte Anzahl der Querruder- und Wölbklappenservos ein. Die letzte Zeile belassen Sie bei der Standardeintragung, so dass der Neutralpunkt der „Bremse“ bei der Einstellung „Gas min vorn“ am unteren K1-Knüppelanschlag liegt (ggf. anpassen). Für die weitere Programmierung benötigen wir „Flugphasen“. Diese werden in nur zwei Schritten programmiert. Wechseln Sie ins Menü ... »Phaseneinstellung« (Beschreibung Seite 75)  und ordnen Sie der „Phase 1“ mit Kurzdruck auf den Drehgeber und anschließender Auswahl aus einer Liste den Namen „normal“ zu. Der Stern in der rechten Spalte zeigt an, welche Phase gerade aktiv ist. Solange noch keine Phasenschalter zugewiesen sind, ist dies immer Phase 1. Daher sollten Sie diese Phase bevorzugt auch „normal“ nennen. Der „Phase 2“ geben Sie dem Beispiel entsprechend den Namen „Landung“. Gegebenenfalls tragen Sie auch eine passende Umschaltzeit ein. Im zweiten Schritt müssen Sie diesen Flugphasen einen Schalter zuweisen, mit dem während des Fluges zwischen den beiden Flugphasen umgeschaltet werden kann. In diesem Fall reicht ein einziger Schalter, z. B. einer der Schalter auf der Mittelkon- sole, aus. Die Schalterzuordnung erfolgt im Menü ... »Phasenzuweisung« (Beschreibung Seite 77)  Mit dem Drehgeber wählen Sie das Schaltersymbol unter „B“. Nach einem Kurzduck auf den Drehgeber betätigen Sie den gewünschten Schalter, z. B. den linken Schalter auf der Mittelkonsole. Dieser erhält standardmäßig die Nummer „1“. Beiden Schalterstellungen, also EIN (I) und AUS (X) ist rechts im Display zunächst die Phase „normal“ zugeordnet. Mit dem Drehgeber wählen Sie SEL. Nach einem Kurzdruck auf den Drehgeber aktivieren Sie die Auswahlliste der Phasen, die Sie im Menü »Phaseneinstellung« eingerichtet haben. Beispielsweise nennen Sie die Phase bei der vorderen Schalterstellung „normal“ und bei der hinteren „Landung“ (oder umgekehrt). Diese Phasennamen erscheinen nun in allen flugphasenabhängigen Menüs und natürlich auch in der Grundanzeige des Senders. Schalten Sie nun in die Flugphase Landung und stellen Sie im Menü ... »Flächenmischer« (Beschreibung Seite 82)  in der Zeile „Bremse → 5 Querr.“ den gewünschten Ausschlag der Querruder bei Betätigung des K1-Knüppels („Bremse“) nach oben ein. Anschließend wechseln Sie mit gedrücktem Drehgeber zur Zeile „Bremse → 6 Wölbkl.“, um den gewünschten Ausschlag der Wölbklappen bei K1-Betätigung nach unten vorzugeben. Diese Klappenstellung bezeichnet man als „Krähenstellung“ oder „Butterfly“, siehe auch Seite 85. In der Flugphase „Landung“ soll der Kanal-1-Knüppel natürlich nicht den E-Motor einschalten. Um dies zu verhindern, wechseln Sie zum Menü ... »Nur Mix Kanal« (Beschreibung Seite 105)  und setzen mit einem Kurzdruck auf den Drehgeber Kanal 1 auf „nur Mix“ wie in der Abbildung gezeigt. Da aber in der Flugphase „normal“ der Motor über K1 betätigt werden soll, andererseits aber das Menü »Nur Mix Kanal« nicht flugphasenabhängig eingestellt werden kann, müssen wir im Menü ... »Freie Mischer« (Beschreibung Seite 99)  diese Möglichkeit schaffen. Programmieren Sie einfach einen Mischer, z. B. Linear MIX 1, von „K1 nach K1“. Auf der zweiten Display-Seite stellen Sie den Mischanteil auf symmetrisch +100%:  Warum? In »Nur Mix Kanal« haben Sie die Steuerfunktion K1 vom Ausgang 1 getrennt, so dass das Servo am Ausgang 1 nur noch über Mischer erreichbar ist (daher der Name „Nur Mix Kanal“). Diesen Mischer haben wir soeben erstellt. Damit machen wir aber unsere bisherigen „Anstrengungen“ wieder zunichte, wenn wir nicht genau diesen Mischer im Menü ... »MIX akt. / Phase« (Beschreibung Seite 105)| MIX AKTIV IN PHASE | |||
| LinearMIX | 1 | K1 → K1 | nein |
| LinearMIX | 2 | ?? → ?? | ja |
| LinearMIX | 3 | ?? → ?? | ja |
| LinearMIX | 4 | ?? → ?? | ja |
| «Landung» | SEL | ||
Programmierbeispiel: Parallel laufende Servos
Häufig wird ein zweites, parallel laufendes Servo benötigt, wenn z. B. ein zweites Höhenruder oder Seitenleitwerk durch ein separates Servo oder eine große Ruderklappe durch zwei Servos gleichzeitig gesteuert werden soll. Gleiches gilt, wenn hohe Stellkräfte ein zweites Servo erfordern. Diese Aufgabe könnte auch dadurch gelöst werden, indem beide Servos mittels eines V-Kabels einfach modellseitig miteinander verbunden werden. Dies hat jedoch den Nachteil, dass die so kombinierten Servos nicht mehr einzeln und separat vom Sender aus justiert werden können – der Vorzug einer durch eine Computer-Fernlenkanlage frei justierbaren Servoeinstellung ist nicht mehr gegeben. Die erste Variante der beiden nachfolgenden Beispiele ist für Anwendungen dieser Art vorzuziehen, da Derartiges unter Verwendung eines »Kreuzmischers« einfacher und schneller zu programmieren ist. Im Gegensatz dazu erlaubt die zweite Variante unter Verwendung des Menüs »Freie Mischer« allerdings auch asymmetrische und/oder nichtlineare Kurven. Wir wollen zwei Seitenruder „parallel schalten“. Das zweite Seitenruder befinde sich an dem noch freien Empfängerausgang 8.Variante 1
Im Menü ...»Kreuzmischer« (Beschreibung Seite 106)
wählen Sie einen der beiden Kreuzmischer aus und geben über SEL, wie in der Abbildung gezeigt, „SR“ und „8“ ein.  Die gegensinnige Auslenkung ▲ ▼“, die über den „Eingang 8“ erfolgen würde, darf hier natürlich nicht zum Tragen kommen. Daher sollten Sie unbedingt im Menü ...»Gebereinstellungen« (Beschreibung Seite 56)
 sicherstellen, dass „Eingang 8“ auf „frei“ eingestellt ist, damit die Steuerfunktion vom Steuerkanal getrennt ist. Falls bereits beide Kreuzmischer anderweitig belegt sein sollten, machen Sie Gebrauch von der nachfolgenden Variante.Variante 2
Bei dieser zweiten Möglichkeit setzen wir im Menü ...»Freie Mischer« (Beschreibung Seite 99)
 einen Mischer „Tr SR → 8“. In der Spalte „Typ“ warten Sie die Einstellung „Tr“ aus, damit die Seitenru- dertrimmung auf beide Seitenruderservos wirkt. Anschließend wechseln Sie zur Grafikseite und stellen einen symmetrischen Mischanteil von + 100% ein:  Auch hier sollte der Eingang 8 Menü im »Gebereinstellungen« auf „frei“ programmiert sein. Alternativ lässt sich die Steuerfunktion 8 vom Steuerkanal 8 trennen im Menü ...»Nur Mix Kanal« (Beschreibung Seite 105)
Programmierbeispiel: Delta- und Nurflügel
Was eingangs der Flächenmodell-Programmierung auf der Seite 116 an allgemeinen Anmerkungen zum Einbau und zur Abstimmung der RC-Anlage in ein Modell gesagt wurde, gilt natürlich auch für Delta- und Nurflügelmodelle! Ebenso die Anmerkungen zum Einfliegen und dem Verfeinern von Einstellungen bis hin zur Programmierung von Flugphasen.  Delta- und Nurflügelmodelle unterscheiden sich rein äußerlich durch die ihnen jeweils eigene, charakteristische Form bzw. Geometrie von einem „normalen“ Modell deutlich. Die Unterschiede in deren Servoanordnung sind dagegen subtiler. So sind bei „klassischen“ Delta-/Nurflügelmodellen im Regelfall nur zwei Ruder vorhanden, welche sowohl für „Quer“ als auch für „hoch/tief“ zuständig sind, ähnlich der Seiten-/Höhenruderfunktion an einem V-Leitwerk. Bei neueren Konstruktionen dagegen kann es durchaus sein, dass ein (oder zwei) innen liegende Ruder eine reine Höhenruderfunktion besitzen und die außen liegenden Querruder die Funktion hoch/tief nur noch unterstützen. Auch liegt bei einem 4- bis sogar 6-Klappenflügel die Anwendung von Wölbklappenfunktionen und/oder sogar eines Butterflysystems heute durchaus im Bereich des Möglichen. Bei „klassischen“ Delta-/Nurflügelkonstruktionen sollte folgende Belegung der Empfängerausgänge verwendet werden (siehe auch Seite 33):  Bei „modern“ ausgelegten Delta-/Nurflügelkonstruktionen und auch „Enten“ hat sich dagegen die „normale“ Belegung bewährt:  Abhängig von der gewählten Anschlussbelegung wählen Sie im Menü ... »Modelltyp« (Beschreibung Seite 49)  in der Zeile: „Motor“: kein (Motor). K1-Trimming wirkt gleichmäßig entlang dem gesamten Steuerweg oder „Gas min vorn /hinten“. Trimmung wirkt nur in Richtung Leerlauf. „Leitwerk“: Typ „Delta/Nurfl.“ oder „normal“ „Querr./Wölbkl.“:2 Querruder „2QR“ und – sofern vorhanden – zwei Wölbklappen „2WK“. „Bremse“: bleibt (nur interessant, wenn das Modell einen Motor und separate Bremsklappen besitzt). Diese Einstellungen wirken sich in erster Linie auf das Angebot an Flächenmischern aus. Beim Leitwerkstyp „Delta/Nurflügel“ werden Höhen- und Querrudersteuerung softwaremäßig automatisch gemischt. Den senderseitigen Steuerweg des Höhen- und Querrudersteuerknüppels können Sie im Menü »Dual Rate/Exponential«, Seite 62, beeinflussen. Bei dieser Wahl wirken alle Einstellungen der Flächenmischer vom Typ „NN → Höhenruder“ im Menü ... »Flächenmischer« (Beschreibung Seite 82)  auf die Höhenruderfunktion hoch/tief der beiden kombinierten Quer-/Höhenruderservos. Die Wölbklappenmischer sowie die Wölbklappendifferenzierung erscheinen in der Liste nur, falls Sie beim Modelltyp „Delta/Nurflügel“ auch „1 WK“ bzw. „2 WK“ eingetragen haben.Programmierung eines Delta-Modell mit Leitwerkseinstellung „normal“
Wurden dagegen im Menü »Modelltyp« der Leitwerkstyp „normal“ gewählt und die Empfängerausgänge gemäß dem unteren Anschlussplan auf der vorigen Seite belegt, dann funktioniert die Querruderfunktion zwar ordnungsgemäß, aber noch nicht die Höhenruderfunktion der beiden Querruderservos. Befindet sich am „klassischen“ Höhenruderanschluss „3“ ein Servo für Sonderfunktionen, dann vergessen Sie nicht, den Steuerfunktionseingang „3“ im Menü ... »Nur Mix Kanal« (Beschreibung Seite 105)  vom Höhenrudersteuerkanal zu trennen, damit das zugehörige Servo nicht versehentlich über den Höhenrudersteuerknüppel betätigt wird! In der Leitwerkstyp-Einstellung „normal“ wird die Höhen- bzw. Tiefenruderwirkung des entsprechenden Steuerknüppels auf die vorgesehenen zwei Querruder- und zwei Wölbklappenservos erst dann erreicht, wenn bei den getrennt in ihrer Wirkung einstellbaren Flächenmischern „Höhenruder → NN“ im Menü ...»Flächenmischer« (Beschreibung Seite 82)
von null abweichende Werte eingestellt wurden. (Die nachfolgenden Einstellungen sind modellspezifisch und dürfen nicht o. w. übernommen werden.) Bei dieser Art der Einstellung wird das schwanzlose Modell wie eine „normale“ Vierklappen-Tragfläche (2 Querruder und 2 Wölbklappen) mit all ihren Möglichkeiten betrachtet! Bei dieser Betrachtungsweise werden die ursprünglich nur zum Momentenausgleich und zur Erzielung spezieller Effekte gedachten Mischer „Höhenruder → NN“ durch die Einstellung von höheren Werten als üblich zur Übertragung des Höhenrudersignals auf die Ruder des schwanzlosen Modells „missbraucht“.  Da die beiden (eventuell vorhandenen) Wölbklappen bei einem Delta-Modell in der Regel nicht getrennt über den „Geber 6“ angesteuert werden, sondern nur über die oben aufgeführten Flächenmischer, sollten Sie diesen Geber zunächst im Menü »Nur Mix Kanal« oder, wie im nächsten Bild zu sehen, vom Eingang 6 trennen. Den Geber 6 sollten Sie stattdessen für die Höhenrudertrimmung der Querruder einsetzen, da bei keinem der Flächenmischer die Trimmung der digitalen Trimmhebel, insbesondere die des Höhenrudersteuerknüppels, auf den jeweiligen Mischereingang übertragen wird.Anmerkung:
Falls der Sender mc-22 mit einem 2-Kanal-Schalt-modul an CH6 auf der Senderplatine ausgestattet ist, steht Ihnen für die Trimmung auch der Geber 7 zur Verfügung. Wechseln Sie also zum Menü ...»Gebereinstellungen« (Beschreibung Seite 56)
und reduzieren Sie den zum „Eingang 5“ gehörigen Geberweg auf ca. 15% und weisen diesem Eingang den Geber 6 (bzw. 7) zu:| Eing. 5 | Geb. 6 | 0% | + 15%+ 15% | 0.0 | 0.0 |
| Eing. 6 | frei | 0% | +100%+100% | 0.0 | 0.0 |
| Eing. 7 | frei | 0% | +100%+100% | 0.0 | 0.0 |
| Eing. 8 | Geb. 8 | 0% + Offset | +100%+100% 0 - Weg + | 0 | 0.0 -Zeit+ |
| SEL ↙_ | SYM ASY | SYM ASY | |||
| LinearMIX 1 | Tr | HR→5 | => | |
| LinearMIX 2 | Tr | HR→6 | => | |
| LinearMIX 3 | ??→?? | ----- | ||
| LinearMIX 4 | ??→?? | ----- | ||
| Typ von nach | Einst. | |||
| SEL SEL SEL | → | |||
Programmierbeispiel: 6-Klappen-Flügel
Die mc-22 Programmierung unterstützt serienmäßig die komfortable Ansteuerung von bis zu 4 Servos für die Querruder/Wölbklappen-Funktion. Sind die Tragflächen mit 6 Klappen ausgestattet, so kann man durch Verwendung eines Kreuz- und eines freien Mischers zwei weitere Servos als Querruder/Wölbklappen ansteuern. Im Folgenden betrachten wir ein Modell ohne Motorantrieb. Die Servos sollten wie folgt an den Empfänger angeschlossen werden: | Ruder | Empfängerausgang |
| Querruder 2 + 5 | |
| Wölbklappen 6 + 7 | |
| zusätzliche Klappen 8 + 1 | |
| Höhenruder | 3 |
| Seitenruder | 4 |
»Modelltyp« (Beschreibung Seite 49)
 In der Zeile „Querruder/Wölbklappen“ wählen Sie „2QR 2WK“ aus. Wechseln Sie ins Menü ...»Nur Mix Kanal« (Beschreibung Seite 105)
 und stellen Sie den Kanal 1 auf „nur Mix Kanal“. Dadurch wird der Gas-/Bremssteuerknüppel (K1) vom Servo 1 „abgeklemmt“. Im Menü ...»Kreuzmischer« (Beschreibung Seite 106)
 stellen Sie den Mischer 1 auf ▲ 8▲ und ▲K1▼ ein. Dieser Kreuzmischer verbindet die Servo 8 und 1 für die Funktion als Querruderklappen (8 und 1 gegen-sinnige Bewegung: ▲K1▼) bzw. als Wölbklappen (8 und 1 gleichsinnige Bewegung ▲ 8▲). Wechseln Sie zum Menü ...»Freie Mischer« (Beschreibung Seite 99)
 Hier weisen Sie dem 1. Linear-Mischer „TR“ und „QR → K1“ zu. Dieser Mischer steuert die beiden inneren Wölbklappenservos 8 + 1 als Querruderfunktion (gegensinnige Bewegung der Klappen). Auf der 2. Display-Seite ...  geben Sie dann einen zum Modell passenden Mischwert ein. Um die Wölbklappenservos 6 + 7 auch als Querruder betätigen zu können, setzen Sie im Menü ...»Flächenmischer« (Beschreibung Seite 82)
 im Abschnitt „Querr. 2 → 7 Wölbkl.“ einen für die Querrudersteuerung der Wölbklappen entsprechenden Wert.132 Programmierbeispiele: Flächenmodelle
Die bisherigen Einstellungen können Sie im Menü »Servoanzeige« überprüfen: - Bei Querrudersteuerung bewegen sich die Servos 8 + 1 und 6 + 7 genauso wie die Servos 2 + 5 . Der Querruder-Trimmhebel wirkt auf die Servos 2 + 5 und 8 + 1 und ... - ... der K1-Steuerknüppel betätigt noch keine Servos. (Achtung: Servoanzeige(!) bei Querruderbetätigung gleichsinnig, bei Wölbklappenbetätigung gegensinnig.) Als Nächstes werden im Menü ... »Servoeinstellungen« (Beschreibung Seite 52)| Servo 1 | => | 0% | 100% | 100% | 150% | 150% |
| Servo 2 | => | 0% | 100% | 100% | 150% | 150% |
| Servo 3 | => | 0% | 100% | 100% | 150% | 150% |
| Servo 4 | => | 0% | 100% | 100% | 150% | 150% |
| Umk | Mittel | -Servoweg+ | -Begrenz.+ | |||
| ▼ | SEL | SEL | SYM | ASY | SYM | ASY |
Damit ist die Basis-Programmierung des 6-Klappen-Flügels abgeschlossen.
Wölbklappenpositionierung mit Flugphasen
Flugphasenabhängig werden nun die Wölbklappen-positionierungen programmiert. Programmieren Sie zunächst mit den Menüs »Phaseneinstellung« und »Phasenzuweisung« zwei oder mehr Flugphasen. Ein Flugphasenprogrammierbeispiel ist auf Seite 124 zu finden. Anschließend wechseln Sie zum flugphasenabhängigen Menü ...»Gebereinstellungen« (Beschreibung Seite 56)
| Eing. 5 | Geb. 5 | 0% | +100% | +100% | 0.0 | 0.0 |
| Eing. 6 | Geb. 6 | 0% | +100% | +100% | 0.0 | 0.0 |
| Eing. 7 | frei | 0% | +100% | +100% | 0.0 | 0.0 |
| Eing. 8 | Geb. 8 | 0% | +100% | +100% | 0.0 | 0.0 |
| «normal » | Offset - Weg + -Zeit+ | |||||
| ▼ SEL √- SYM SYM ASY | ||||||
Eine Wölbklappenstellung pro Flugphase
Passen Sie dazu in jeder Flugphase den Offset der Eingänge 5, 6 und 8 zur entsprechenden Positionierung der Klappen an („Phasentrimmung“).  Genügt Ihnen eine Wölbklappenposition je Flugphase, dann sollten Sie anschließend noch im Menü ...»Gebereinstellungen« (Beschreibung Seite 56)
| Eing. 5 | frei + | 15% | +100% | +100% | 0 | 0 | 0.0 |
| Eing. 6 | frei + | 10% | +100% | +100% | 0 | 0 | 0.0 |
| Eing. 7 | frei | 0% | +100% | +100% | 0.0 | 0 | 0.0 |
| Eing. 8 | frei + | 3% | +100% | +100% | 0.0 | 0 | 0.0 |
| «normal » | Offset - Weg + -Zeit+ | ||||||
| ▲ SEL SEL SYM ASY SYM ASY | |||||||
variable Wölbklappenstellungen pro Flugphase mit (jeweils) nur 1 Schieberegler (Best.-Nr. 4152) Yoder 3-Wege-Schaltmodul Best.-Nr. 4151) ...
dann können Sie die so vorgegebenen Grundstellungen aller 6 Klappen auch über nur einen einzigen Geber variieren. Dazu wird im Menü ... »Gebereinstellungen« (Beschreibung Seite 56) den Eingängen 5, 6 und 8 jeweils der gleiche, an die Senderplatine angeschlossene Schieberegler oder Schalter zugewiesen – idealerweise jeder Flugphase ein anderer Geber, damit die gefundene Einstellung beim Wechsel von Flugphasen erhalten bleibt:| Eing. 5 | Geb. 6 | 0% + | 50%+ | 50% | 0.0 | 0.0 |
| Eing. 6 | Geb. 6 | 0% + | 50%+ | 50% | 0.0 | 0.0 |
| Eing. 7 | frei | 0% + | 100%+ | 100% | 0.0 | 0.0 |
| Eing. 8 | Geb. 6 | 0% + | 50%+ | 50% | 0.0 | 0.0 |
| «normal » | Offset - Weg + -Zeit+ | |||||
| SEL | SYM SYM ASY | |||||
Höhenruderausgleich bei Wölbklappenbetätigung
 Sollte sich im Flug zeigen, dass nach dem Setzen der Klappen eine Korrektur des Höhenruders erforderlich wird, so kann diese Korrektur im Menü ...»Flächenmischer«
 eingestellt werden. Wählen Sie hierzu den Mischer „Wölbkl. 6 → 3 Höhenr.“ flugphasenabhängig an und geben einen passenden Wert ein. Wenn Sie den Eingängen 5, 6 und 8 den gleichen Geber zugeordnet haben – wie oben angegeben – dann bewegen sich alle 6 Klappen gleichzeitig, während das Höhenruder dem eingestellten Mischanteil für die Wölbklappen 6 +7 folgt.Wölbklappenmitnahme bei Höhenruderbetätigung
Eine Wölbklappenmitnahme bei Höhenruderbetätigung – normalerweise nur im „Schnelligang“ zur Erhöhung der Agilität um die Querachse benutzt – nehmen Sie ebenfalls im Menü ...»Flächenmischer« (Beschreibung Seite 82)
 vor. Stellen Sie die Mischer „Höhenr. 3 → 6 Wölbkl.“ und „Höhenr. 3 → 5 Querr.“ flugphasenabhängig ein. Nicht nur die Wölbklappen (Servos 6 + 7), sondern auch die Querruderklappen (Servos 2 + 5) werden nun dem Mischanteil entsprechend als Wölbklappen nachgeführt ... üblicherweise gegenläufig zum Höhenruder. Um% die beiden inneren Wölbklappen (Servos 8 + 1) ebenfalls nachzuführen, ist im Menü ...»Freie Mischer« (Beschreibung Seite 99)
pro Flugphase ein Mischer von „HR → 8“ zu setzen. Der Mischer HR → 8 bewirkt – sofern der obige Kreuzmischer auf Seite 132 gesetzt ist – eine gleichsinnige Mitnahme der inneren Wölbklappen bei Höhenruderbetätigung. Bei z. B. zwei Flugphasen also:  Auf der zweiten Display-Seite ist ein dem Modell angepasster Mischanteil einzustellen. Damit die Mischer LinearMIX 2 und LinearMIX 3 nur flugphasenabhängig wirken, müssen Sie im Menü ...»MIX akt. / Phase« (Beschreibung Seite 105)
| 0% | MIX | AKTIV | IN | PHASE |
| LinearMIX | 1 | QR→K1 | ja | |
| LinearMIX | 2 | HR→8 | ja | |
| LinearMIX | 3 | HR→8 | nein | |
| LinearMIX | 4 | ??→?? | ja | |
| ▼ | «normal » | SEL |
Verwendung von Bremsklappen
Falls das Modell noch zusätzliche Bremsklappen besitzt (und Ihr Empfänger über einen weiteren Ausgang verfügt), können Sie diese über den K1-Steuerknüppel, der bislang keine Funktion hat, steuern. Allerdings müssen Sie einen weiteren freien Mischer „K1 → 9“ setzen, wobei das am Ausgang 9 angeschlossene Servo die Bremsklappen aus- und einfahren soll. Für eine Höhenruderkorrektur beim Ausfahren der Bremsklappen bedienen Sie sich des Flächenmischers „Bremse → 3 Höhenr.“ im »Flächenmischer«-Menü (s. o.). Damit sich aber das Höhenruder bei eingefahrenen Bremsklappen in einer, der Stellung des Höhenrudersteuerknüppels entsprechenden Position befindet, muss der Mischerneutralpunkt (Offset) verstellt werden. Dies erfolgt im Menü ...»Modelltyp« (Beschreibung Seite 49)
 Im Abschnitt »Bremse« wird zuerst der K1-Steuerknüppel in die entsprechende Stellung gebracht – normalerweise die vordere –, ab welcher dieser Bremsklappenmischer einsetzen soll und nach Anwahl von STO der Einsetzpunkt über einen Kurzdruck auf den Drehgeber bestätigt. Wird jetzt der K1-Steuernküppel über diesen Punkt hinaus zum Piloten bewegt, so wird das Höhenruder dem Mischanteil entsprechend mitgeführt. Unterhalb dieses Punktes bleibt der Mischer inaktiv, wodurch auch die Wahl eines „Totweges“ möglich ist.Bremsklappenmischer (Krähenstellung)
Die Mischer „Bremse → 3 Höhenruder“, „Bremse → 5 Querruder“ und „Bremse → 6 Wölbklappen“ können Sie so einstellen, dass die Querruder 2 + 5 nach oben und die Wölbklappen 6 + 7 nach unten ausfahren, während das Höhenruder nachgetrimmt wird (siehe im Abschnitt „Flächenmischer“, Seite 85).  Um auch die inneren Wölbklappen 8 + 1 nachzuführen, ist ein weiterer freier Mischer, und zwar „K1 → 8“ erforderlich. Dieser Mischer bewirkt eine gleichsinnige Mitnahme der inneren Wölbklappen in Abhängigkeit des K1-Steuerknüppelausschlages. Den Mischemeutralpunkt des betreffenden Linearmischers legen Sie an die gleiche Position des K1-Steuerknüppels, bei der die Bremsklappen eingefahren sind. Falls aber bereits aufgrund der bishergen Programmierung die vier Linearmischer belegt sind, weichen Sie im Menü ... »Freie Mischer«| LinearMIX 2 | HR | $ → | => | |
| LinearMIX 3 | HR | 8→ | ||
| LinearMIX 4 | K1 | →9 | ||
| KurvenMIX 5 | K1→8 | |||
| Typ von nach Einst. SEL SEL | ||||
Reduktion der Querruder- und Wölbklappendifferenzierung (Servos 2 + 5 sowie 6 + 7)
Zur Verbesserung der Querruderwirkung in dieser Krähenstellung kann es durchaus sinnvoll sein, eine eventuell programmierte Querruderdifferenzierung wieder etwas zu reduzieren. Verwenden Sie in diesem Fall die „Differenzierungsreduzierung“ im »Flächenmischer«-Menü«, die den Grad der Querruderdifferenzierung in einstellbarem Maße kontinuierlich wieder reduziert, wenn Sie mit dem K1-Steuer- knüppel die Ruder in die Krähenstellung bringen. Siehe dazu Seite 86.Querruderdifferenzierung der inneren Wölbklappen (Servos 8 + 1)
Eine differenzierte Ansteuerung der zusätzlichen Klappen 8 + 1 als Querruder stellen Sie im »Kreuzmischer«-Menü ein, siehe weiter oben. Die Anwendung der vorstehend beschriebenen Differenzierungsreduktion dagegen ist an den Klappen 8 + 1 nicht möglich und an den innersten Klappen auch nicht unbedingt notwendig.Programmierbeispiel: F3A-Modell
F3A-Modelle gehören zur Gruppe motorbetriebener Flächenmodelle. Sie werden von einem Verbrennungs- oder Elektromotor angetrieben. Modelle mit Elektromotor sind nicht nur in der internationalen Modellkunstflugklasse F3A, sondern auch in der Elektrokunstflugklasse F5A einsetzbar.  Die grundsätzlichen Anmerkungen und Hinweise zum mechanischen Einbau einer Fernlenkanlage, auf die bereits beim ersten Programmierbeispiel auf der Seite 116 hingewiesen wurde, gelten natürlich auch für F3A-Modelle und brauchen daher nicht nochmals hier erwähnt zu werden. Einwandfrei gebaute F3A-Modelle zeigen ein weitgehend neutrales Flugverhalten. Im Idealfall reagieren sie sehr gutmütig aber präzise auf Steuerbewegungen, ohne dass die einzelnen Flugachsen sich gegenseitig beeinflussen. F3A-Modelle werden über Querruder, Höhenruder und Seitenruder gesteuert. In der Regel wird jedes Querruder über je ein Servo betätigt. Dazu kommt die Regelung der Antriebsleistung des Motors (Gasfunktion) und in vielen Fällen ein Einziehfahrwerk. Die Belegung der Kanäle 1 bis 5 unterscheidet sich somit nicht von der der vorher beschriebenen Flächenmodelle: Die Zusatzfunktion „Einziehfahrwerk“ ist auf einem der Zusatzkanäle 6 bis 9 vorzusehen. Am besten wird das Fahrwerk über einen Kanalschalter ohne Mittelstellung betätigt. Zusätzlich kann – wenn nötig – noch eine Gemischverstellung für den Vergaser vorgesehen werden. Dazu benutzt man einen Schieberegler am Sender, der einen der noch unbelegten Zusatzkanäle betätigt.  Bei der Belegung der Zusatzkanäle am Sender empfiehlt es sich, darauf zu achten, dass die dazu erforderlichen Bedienelemente gut erreichbar sind, da man im Flug – insbesondere beim Wettbewerbseinsatz – „recht wenig Zeit hat“, die Steuerknüppel loszulassen.Programmierung
Da die Grundprogrammierung des Senders bereits ausführlich auf den Seiten 118ff beschrieben wurde, sollen hier nur F3A-modellspezifische Tipps angefügt werden. Im Menü ... »Servoeinstellung« (Beschreibung Seite 52)| Servo 1 | => | 0% | 100% | 100% | 150% | 150% |
| Servo 2 | => | 0% | 100% | 100% | 150% | 150% |
| Servo 3 | => | 0% | 100% | 100% | 150% | 150% |
| Servo 4 | => | 0% | 100% | 100% | 150% | 150% |
| Umk Mittel -Servoweg+ | -Begrenz.+ | |||||
| SEL SEL SYM ASY SYM | ASY | |||||
»Modelltyp« (Beschreibung Seite 49)
wird dann die Leerlauftrimmung bei Kanal 1 aktiviert (normalerweise hinten, Vollgas vorne). Die digitale Trimmung wirkt in Richtung Leerlauf. Die „Abschalttrimmung“ (Seite 26) ermöglicht es Ihnen, mit einem einfachen Tasten-, „Klick“ der Trimmung unmittelbar von Motor „AUS“ zu der vorher eingestellten Leerlaufposition zurückzukehren.  Die übrigen Einstellungen belassen Sie wie in der Abbildung gezeigt. Nach dem Einfliegen und Eintrimmen des Modells empfiehlt es sich, den Trimmweg für Höhen- und Querruder zu reduzieren. Das Modell reagiert dann wesentlich weicher auf eine Verstellung der Trimmhebel. Ein „Übertrimmen“ wird so eher vermieden, weil bei vollem Trimmweg u. U. die Verstellung um einen Trimmschritt schon eine zu starke Wirkung zeigen kann: Ein Modell, das vorher leicht nach links zog, hängt dann nach dem Trimmen z. B. schon etwas nach rechts. Reduzieren Sie ggf. die Schrittweite der digitalen Trimmung im Menü ... »Grundeinstellung Mod« (Beschreibg. Seite 48)  für alle 4 Trimmhebel. Die „Empfindlichkeit“ können Sie im Menü »Servoanzeige« überprüfen. Eventuell ist es notwendig, für die Betätigung des Einziehfahrwerks und der Gemischverstellung über das Menü ... »Gebereinstellungen« (Beschreibung Seite 56) einem bestimmten Eingang ein entsprechendes Bedienelement, beispielsweise für das Fahrwerk einer EIN/AUS-Externschalter an Eingang 8 und für die Gemischverstellung einen Proportionalgeber, z. B. Geber 7 auf der Mittelkonsole, dem Eingang 7 zu-zuordnen.  (Für das Einziehfahrwerk kann eine Verzögerungszeit beim Ein- und Ausfahren vorgegeben werden, die allerdings nicht bei dem Fahrwerkservo C2003, Best.-Nr. 3890 wirksam ist). Bei Betätigung des Schalters „2“ wird das Fahrwerk ein- bzw. ausgefahren. Der Steuerweg der Bedien- elemente ist anzupassen und kann über eine nega- tive Wegeinstellung auch umgedreht werden. F3A-Modelle fliegen recht schnell und reagieren dementsprechend „hart“ auf Steuerbewegungen der Servos. Da aber kleine Steuerbewegungen und Korrekturen optisch nicht wahrnehmbar sein sollten, weil dies beim Wettbewerbseinsatz unweigerlich zu Punktabzügen führt, empfiehlt sich, eine exponentielle Steuercharakteristik der Steuerknüppel einzustellen. Wechseln Sie zum Menü ... »Dual Rate/Exponential« (Beschr. Seite 62)  Bewährt haben sich Werte von ca. + 30% auf Querruder, Höhen- und Seitenruder, die Sie mit dem Drehgeber in der rechten Spalte einstellen. Damit lässt sich das F3A-Modell weich und sauber steuern. (Manche Experten verwenden sogar bis zu + 60% Exponentialanteil). Da (manche) Verbrennungsmotoren nicht sonderlich linear auf Bewegungen des Gasknüppels reagieren, kann über das Menü ... »Kanal 1 Kurve« (Beschreibung Seite 66) eine „verbogene“, d. h. nichtlineare Gaskurve, eingestellt werden. Insbesondere Viertaktmotoren mit Rootsgebläse, z. B. OS Max FS 120 SP Super Charger, verlangen ein steiles Ansteigen der Kurve im unteren Drehzahlbereich. Die entsprechenden Werte müssen allerdings individuell angepasst wer- den. Die K1-Steuerkurve für den Motor könnte folgendermaßen aussehen:  Nur drei Stützpunkte, und zwar bei - 100% Steuerweg (=“L, low”), + 100% Steuerweg (=“H, high”) und bei - 50% Steuerweg („1“) ergeben die obige ver-rundete Kurve. Grundsätzliche Vorgehensweise: 1. Löschen Sie den in der softwaremäßigen Grund- einstellung programmierten Stützpunkt „1“ in Steuermitte, indem Sie den K1-Steuerknüppel auf die Steuermitte schieben und die seitliche CLEAR-Taste drücken. 2. Verschieben Sie nun den K1-Steuerknüppel und damit die vertikale Linie in der Grafikanzeige auf ca. - 50% Steuerweg und drücken Sie kurz den Drehgeber. 3. Um die dargestellte Kurvenform zu erzielen, heben Sie diesen Punkt mit dem Drehgeber auf ca. 0% im inversen Feld in der Zeile „Punkt“ an. 4. Abschließend verrunden Sie die Kurve mit der linken ENTER-Taste. Falls weitere Stützpunkte zwischen dem linken („L“) und rechten („H“) Ende erforderlich sind, wiederholen Sie die Schritte 2 und 3 in analoger Weise. Falls Sie die Fernlenkanlage im PCM-20- oder SPCM-20-Mode betreiben, empfiehlt sich, über das Menü ... »FAIL-SAFE-Einstellig.« (Beschr. Seite 108) eine entsprechende Fail-Safe-Position zu speichern. Im Folgenden betrachten wir den PCM20-Mode:  Da in der Grundstellung des Senders „halten“ vorgegeben ist, ist „nichts zu tun“ das schlechteste, was bei einem Motormodell getan werden kann, da der Empfänger die zuletzt als korrekt erkannten Steuerimpulse kontinuierlich an die Servos im Modell weitergibt, jene also „hält“. Das Modell könnte so z. B. unsteuerbar und somit unkontrollierbar übers Flugfeld „rasen“ und Piloten oder Zuschauer gefährden! Deshalb sollte schon bedacht werden, ob zur Vermeidung derartiger Risiken nicht doch wenigstens z. B. der Motor gedrosselt oder sogar ausgestellt, alle Ruder auf neutral und das Fahrwerk ausgefahren werden sollte!? Diese Einstellungen sollten allerdings nach dem Eintrimmen des Modells nochmals wiederholt werden. Das „Batterie-Fail-Safe“, das bei Unterschreiten einer bestimmten Empfängerakkuspannung anspricht, „fixiert“ den Vergaser bei wahlweise - 75%, 0% oder + 75% Steuerweg des zugehörigen Gasservos. Diese „Fixierung“ kann durch eine Bewegung des Gasknüppels jederzeit wieder aufgehoben werden. Da F3A-Modelle in der Regel über zwei Querruderservos verfügen, hat es sich bewährt, beim Landen beide Querruder etwas nach oben zu fahren. Da- durch fliegt das Modell in den meisten Fällen etwas langsamer und stabiler zur Landung an. Dazu ist es nötig, Mischer über das Menü ...»Freie Mischer« (Beschreibung Seite 99ff)
entsprechend zu programmieren. Ausgefahren werden die Querruder als Landehilfe üblicherweise in Abhängigkeit von der Stellung des Gashebels ab etwa Halbgas in Richtung Leerlauf. Je weiter dann der Knüppel in Richtung Leerlauf gebracht wird, umso mehr schlagen die Querruder nach oben aus. Umgekehrt werden beim „Gasgeben“ die Querruder wieder eingefahren, um ein plötzliches Wegsteigen des Modells zu verhindern. Damit das Modell bei ausgefahrenen Querruder-Landeklappen nicht steigt, muss etwas Tiefenruder beigemischt werden. Setzen Sie also für diese beiden Flugaufgaben die zwei im nachfolgenden Display gezeigten Linearmischer. Die Aktivierung der Mischer erfolgt über ein und denselben Externschalter, z. B. Schalter Nr. „8“, der beiden Mischern zugeordnet werden muss.  Drücken Sie ENTER (oder den Drehgeber), um die jeweiligen Mischanteile auf der zweiten Display-Seite einzustellen. In beiden Fällen bleibt der Mischerneutralpunkt in der K1-Steuermitte liegen. Oberhalb der Steuermitte geben Sie nach Anwahl des ASY-Feldes für beide Mischer 0% ein und unterhalb der Steuermitte in Richtung Leerlauf für den: LinearMIX 1: -60% ... -80% und LinearMIX 2: -5% ... -10%. Beispiel LinearMIX 1:  Damit ist die Grundeinstellung eines F3A-Modells abgeschlossen.Kompensation von modellspezifischen Fehlern
Leider passiert es immer wieder, dass kleinere modellspezifische „Fehler“ über die Mischer einer Computer-Fernsteuerung kompensiert werden müssen. Bevor Sie sich allerdings mit diesen Einstellungen beschäftigen, sollte dafür gesorgt werden, dass das Modell einwandfrei gebaut, optimal an Quer- und Längsachse ausgewogen ist sowie Motorsturz und Motorseitenzug in Ordnung sind.Beeinflussung von Längs- und Querachse durch das Seitenruder
Oft geschieht es, dass bei Betätigung des Seitenruders auch das Verhalten um die Längs- und Querachse beeinflusst wird. Dies ist besonders störend im so genannten Messerflug, bei dem der Auftrieb des Modells bei ausgeschlagenem Seitenruder allein durch den Rumpf erzeugt wird. Dabei kann es zum Drehen des Modells und zu Richtungsänderungen kommen, als ob man Quer- bzw. Höhenruder steuern würde. Es muss gegebenenfalls also eine Korrektur um die Querachse (Höhenruder) und/oder um die Längsachse (Querruder) erfolgen. Dies lässt sich ebenfalls über »Freie Mischer« der mc-22 leicht durchführen. Dreht z. B. das Modell bei nach rechts ausgefahrenem Seitenruder im Messerflug um die Längsachse nach rechts weg, so lässt man das Querruder über den Mischer leicht nach links ausschlagen. Analog verfährt man bei Richtungsänderungen um die Querachse mit einem Mischer auf das Höhenruder: a) Korrektur um die Querachse (Höhenruder) LinearMIX 3: SR → HR Einstellung asymmetrisch. Die entsprechenden Werte müssen erfolgen werden. b) Korrektur um die Längsachse (Querruder) LinearMix 4: SR → QR Einstellung asymmetrisch. Die entsprechenden Werte müssen erfolgen werden. Meist genügen hier relativ kleine Mischwerte, die im Bereich unter 10% liegen, sich aber von Modell zu Modell unterscheiden können. Bei Verwendung der Kurvenmischer 5 und 6 können die Mischverhältnisse dem entsprechenden Ausschlag des Seitenruders noch genauer angepasst werden. Auch dafür kann man keine Werte angeben, da dies zu modellspezifisch wäre.Senkrechter Auf- und Abstieg
Manche Modelle neigen dazu, in senkrechten Auf- und Abwärtspassagen von der Ideallinie abzuweichen. Um dies zu kompensieren, ist eine von der Gashebelstellung abhängige Mittelstellung des Höhenruders notwendig. Fängt sich z. B. das Modell im senkrechten Abstieg bei gedrosseltem Motor von selbst ab, muss bei dieser Gasstellung etwas Tiefenruder zugemischt werden. Wenn die freien Mischer belegt sind, können Sie hierfür auch den Kurvenmischer „KurvenMIX 5: K1 → HR“ als Linearmischer einsetzen. Die entsprechenden Mischwerte liegen in der Regel unter 5% und müssen wiederum erfolgen werden.Wegdrehen um die Längsachse im Leerlauf
Wird das Gas zurückgenommen, dreht das Modell möglicherweise im Leerlauf um die Längsachse weg. Mit dem Querruder muss dann gegengehalten werden. Eleganter ist es aber, diesen Effekt über einen Mischer zu korrigieren. Setzen Sie ggf. auch hier einen Kurvenmischer ein: „KurvenMIX 6: K1 → QR“, den Sie wieder als Linearmischer programmieren, allerdings mit sehr kleinem Mischanteil. Die Einstellungen sollten bei ruhigem Wetter vorgenommen werden. Oft genügt es, den Mischer nur halbseitig zwischen Halbgas und Leerlauf zu verwenden. Setzen Sie dazu einen Stützpunkt in die Steuermitte.Wegdrehen bei ausgefahrenen Querrudern/ Landeklappen
Fährt man zur Landung die Querruder nach oben, ergibt sich durch unterschiedliche Servowege der Querruderservos oder durch Bauungenauigkeiten oft ein Wegdrehen um die Längsachse. Das Modell zieht also von selbst nach links oder rechts. Auch dies lässt sich leicht über einen Mischer in Abhängigkeit von der Stellung der Querruder-/Lande-klappen kompensieren. Wenn Sie unter Abschnitt (2) den Flächenmischer verwenden, steht Ihnen der KurvenMIX 5 noch zur Verfügung: „KurvenMIX 5: K1 → QR“. Der Mischer muss über den Externschalter für die Querruder-/Landeklappenfunktion ein- und ausgeschaltet werden können. Er arbeitet also nur bei aktivierter Querruder-/ Landeklappenfunktion. Der entsprechende Wert muss erfolgen werden.Zusammenfassung
Die auf dieser Seite beschriebenen Einstellungen dienen insbesondere dem „Experten“, der ein vollkommen neutrales, präzise fliegendes F3A-Kunstflugmodell zur Verfügung haben möchte. Es soll nicht verschwiegen werden, dass dazu recht viel Zeit, Mühe, Fingerspitzengefühl und Know-how erforderlich ist. Experten programmieren sogar während des Fluges. Dies zu tun ist einem fortgeschrittenen Anfänger, der sich an ein F3A-Kunstflugmodell wagt, nicht anzuraten. Er sollte sich am besten an einen erfahrenen Piloten wenden und Schritt für Schritt mit ihm die erwähnten Einstellungen durchführen, bis sein Modell die erhoffte Neutralität im Flugverhalten aufweist. Dann kann er beginnen, mit einem einwandfrei fliegenden Modell sich den nicht immer leicht auszuführenden Kunstflugfiguren zu widmen.Programmierbeispiel: Hubschraubermodell
In diesem Programmierbeispiel wird vorausgesetzt, dass Sie sich mit der Beschreibung der Einzelmenüs beschäftigt haben und Ihnen auch die generelle Handhabung des Senders geläufig ist. Außerdem sollte der Hubschrauber entsprechend der dazugehörigen Anleitung mechanisch exakt aufgebaut sein. Die elektronischen Möglichkeiten des Senders sollten keineswegs dazu dienen, grobe mechanische Ungenauigkeiten auszubügeln. Wie so oft im Leben gibt es auch beim Programmieren der mc-22 verschiedene Wege und Möglichkeiten, um ein bestimmtes Ziel zu erreichen. Im folgenden Beispiel soll Ihnen eine klar strukturierte Linie angeboten werden, um zu einer sinnvollen Programmierung zu kommen. Gibt es mehrere Möglichkeiten, wird zunächst auf eine möglichst einfache und übersichtliche Lösung hingewiesen. Funktioniert später der Hubschrauber damit einwandfrei, steht es Ihnen natürlich frei, andere – für Sie vielleicht bessere Lösungen – auszuprobieren.  Als Programmierbeispiel dient der Hubschrauber STARLET 50 von GRAUPNER, mit 3 um jeweils 120° versetzte Anlenkpunkte, Einsteigerabstimmung ohne erhöhte Gaskurve, ohne senderseitige Kreiselbeeinflussung und ohne Drehzahlregler. Bewusst wurde diese einfache Programmierung gewählt, auch um zu demonstrieren, dass mit relativ wenig Programmieraufwand ein recht gut fliegender Hubschrauber entstehen kann. Dennoch wollen wir nicht gänzlich auf Erweiterungsmöglichkeiten verzichten: Im Anschluss an die grundsätzliche Beschreibung finden Sie Einstellhinweise zur Kreiselwirkung, zu Drehzahlreglern und anderen Heli-Mechaniken. Bei der Erstprogrammierung ist einmalig die Grund- einstellung des Senders auf Ihre Steuergewohnhei- ten notwendig. Dazu wechseln Sie zum Menü ...»Allgem. Einstell.« (Beschreibung Seite 112)
 und dann nach einem Kurzdruck auf den Drehgeber oder Betätigen der ENTER-Taste wählen Sie  den Modelltyp „Heli“. Die Anzeige wechselt unmittelbar zur Grundanzeige, wenn Sie die Einstellung durch einen Kurzdruck (oder ENTER) bestätigen. Erscheint die Warnung „Gas zu hoch“, kann diese durch Bewegen des Pitchknüppels in die Minimum-Stellung gelöscht werden. Der Speicher sollte nun den entsprechenden Namen bekommen, der im Menü ...»Grundeinst. Modell« (Beschreibung Seite 48)
 programmiert wird. Nach der Eingabe des Modellnamens werden nochmals die schon vorgenommenen Grundeinstellungen überprüft, die Sie an dieser Stelle gegebenenfalls speicherplatzbezogen verändern können. Unter „Trimmschritte“ stellen Sie die Schrittweite bei jedem „Klick“ der digitalen Trimmtasten ein. Beim Heli wirkt die K1-Trimmung nur auf das Gasservo. Auf die Besonderheiten („Abschaltrimmung“) soll hier nicht nochmals eingegangen werden. Lesen Sie dazu bitte auf der Seite 26 und 60 nach. (Dank der digitalen Trimmung werden Trimmwerte bei einem Modellwechsel automatisch abgespeichert). Die erste, rein hubschrauberspezifische Einstellung erfolgt im Menü ...»Helityp« (Beschreibung Seite 50)
 Unter „Taumelscheibentyp“ wählen Sie die Ansteuerung der Taumelscheibe bzw. der Pitchfunktion: „3 Servo (2 Roll)“. Im zweiten Untermenü wird die Drehrichtung des Hauptrotors, von oben gesehen, festgelegt, im Beispiel „links“. „Pitch min“ wird noch- nochmals überprüft, während „Expo Gaslimit“ noch uninteressant ist. Spätestens jetzt sollten auch die Servos in der vorgesehenen Reihenfolge in den Empfänger eingesteckt werden:  Die Mischanteile und Mischrichtungen der Taumelscheibenservos für Pitch, Roll und Nick sind im Menü ...»TS-Mischer« (Beschreibung Seite 107)
 bereits voreingestellt auf jeweils + 61%. Sollte die Taumelscheibe den Steuerknüppelbewegungen nicht ordnungsgemäß folgen, ändern Sie ggf. zuerst die Mischrichtungen von „+“ nach „-“ bevor Sie die Servodrehrichtungen im Menü »Servoeinstellung« verändern.Hinweis:
Beachten Sie, dass bei der mc/mx-22 und mc-24 gegenüber den bisherigen GRAUPNER-mc-Fernlenkanlagen das erste Pitchservo und das Gasservo miteinander vertauscht sind. Nun werden im Menü ...»Servoeinstellungen« (Beschreibung Seite 52)
 die Wege und Laufrichtungen der einzelnen Servos angepasst. Grundsätzlich sollte man bestrebt sein, möglichst +/- 100% Servoweg einzuhalten, um die beste Auflösung und Stellgenauigkeit zu erhalten. Über „Umk“ wird die Laufrichtung festgelegt, dabei genau prüfen, ob die Richtung auch stimmt. Das Heckrotorservo muss so laufen, dass die Nase (!) des Helis der Heckknüppelrichtung folgt. Bei einem Blick ins Menü.»Gebereinstellungen« (Beschreibung Seite 60)
 fällt auf, dass dem Eingang 12 der Geber 7 zugeordnet ist. Dieser Eingang dient als Gaslimiter. Er wirkt ausschließlich auf den Ausgang „6“, an dem sich das Gasservo befindet. Dem Gaslimiter ist der Schieberegler, der bei Auslieferung der Anlage an der Buchse CH7 auf der Senderplatine eingesteckt ist, zugewiesen. Nochmals zur Erinnerung: Der Gaslimiter steuert nicht das Gasservo, er begrenzt nur den Weg dieses Servos nach oben, entsprechend der Gaslimiterstellung. Gesteuert wird das Gasservo generell vom Pitchknüppel auf der eingestellten Gaskurve. Verwiesen sei an dieser Stelle auf die Seiten 60 und 89 des Handbuches. Anschließend wechseln Sie in der Spalte „Weg“ zum ASY-Feld und erhöhen bei ganz nach vorne geschobenem Gaslimiter den invers unterlegten Wert von 100% auf 125%. Damit wird sichergestellt, dass der Gaslimiter später im Flug auf jeden Fall den gesamten Gasweg durch den Pitchsteuerknüppel freigibt. Ein weiteres Bedienelement wird im Menü ... »Sonderschalter« (Beschreibung Seite 72)  aktiviert. Auch wenn man fliegerisch noch nicht so weit ist, sollte der Autorotationsschalter zumindest als Not-Ausschalter für den Motor eingesetzt werden. Dazu das Untermenü „Autorotation“ anwählen, Drehgeber kurz drücken und einen EIN/AUS-Schalter (2-Stufenschalter) in Stellung „EIN“ bringen. Rechts erscheint die Schalternummer (hier z. B. „2“), unter der sich der Schalter im Menü »Schalteranzeige« wiederfinden lässt. Dieser Schalter sollte sich am Sender an einer Stelle befinden, die – ohne einen Knüppel loszulassen – leicht erreichbar ist, z. B. oberhalb des Pitchknüppels. Noch ein Tipp: Gewöhnen Sie sich an, allen Schaltern eine gemeinsame Einschaltrichtung zu geben; dann reicht vor dem Flug ein Blick über den Sender – alle Schalter aus. In weiteren Untermenüs könnten jetzt Flugphasenschalter zugeordnet werden, was aber bei dieser Einfachprogrammierung noch nicht vorgesehen ist. Damit haben Sie jetzt die senderseitigen Grundeinstellungen vorgenommen, wie sie später bei weiteren Modellprogrammierungen immer wieder notwendig sind. Die eigentliche helispezifische Einstellung erfolgt vorwiegend im Menü ... »Helimischer« (Beschreibung Seite 86)  Gleich in der ersten Zeile erscheint die Funktion „Pitch“. Ein Kurzdruck auf den Drehgeber wechselt ins entsprechende Untermenü. Hier erscheint die grafische Darstellung der Pitchkurve, die zunächst nur durch drei Punkte („L“ (low), „1“ und „H“ (high)) definiert ist, was auch in den meisten Fällen ausreicht. Tipp: Versuchen Sie immer, zunächst mit diesen drei Punkten auszukommen, mehr Punkte „verkomplizieren“ die Sache und sind im Moment eher eine Belastung. Bezugspunkt für den Schwebeflug sollte generell die mechanische Pitchknüppelmittelstellung sein, da diese Position am ehesten dem normalen Steuergefühl entspricht. Die Kurvenabstimmung erlaubt zwar andere Einstellungen, da muss man aber schon genau wissen, was man tut. Zunächst stellen Sie den Pitchknüppel in die Mitte. Die Servos, die Sie zuvor nach Herstellerangabe eingestellt hatten, stehen mit ihren Hebeln rechtwinklig zum Servogehäuse (im Normalfall). An den Steuerstangen zu den Blättern wird nun mechanisch der Schwebeflugpitchwert von 4° bis 5° eingestellt. Damit fliegen im Prinzip alle bekannten Hubschrauber. Anschließend drücken Sie den Pitchknüppel ganz nach vorne auf Pitchmaximum – Pitchminimum wurde weiter oben auf „hinten“ gelegt. Die durchgezogene vertikale Linie zeigt Ihnen die momentane Steuerknüppelposition an. Diesen Punkt der Pitchkurve „H“ (high) verändern Sie mit dem Drehgeber, so dass Pitchmaximum etwa 9° an den Hubschrauberrotorblättern ergibt. Eine Rotorblatteinstellehre, z. B. GRAUPNER-Einstellehre Best.-Nr. 61, ist bei der Winkelablesung sehr nützlich. Der Punkt „H“ dürfte bei etwa 50% liegen. Nun ziehen Sie den Pitchknüppel ganz zurück in die Pitchminimumposition, Punkt „L“ (low). Je nach fliegerischem Können des Piloten stellen Sie den Blattanstellwinkel auf 0 bis - 4° ein. Damit ergibt sich nun eine am Schwebeflugpunkt leicht geknickte Linie, die so genannte Pitchkurve, die z. B. folgendermaßen aussehen kann:  Sie sollten jetzt noch die ENTER-Taste betätigen, um die Kurve zu verrunden. Wenn Sie nun in die Autorotationsphase schalten – unten im Display wird der Flugphasenname „Autorot“ eingeblendet – erscheint die „alte“ Pitchkurve wieder. Stellen Sie nun die gleichen Werte wie in der Normalphase ein, lediglich im oberen Steuerknüppelpunkt, bei „H“, kann der Pitchwinkel um etwa 2° vergrößert werden. Damit hat man später (!) beim Autorotieren etwas mehr Einstellwinkel zum Abfangen des Modells. Nach dem Einstellen der Pitchkurve geht es mit ESC zurück in die Menüliste der Helimischer. Wechseln Sie zur Zeile „Kanal 1 → Gas“, um die Gaskurve – bei wieder abgeschalteter Autorotation – einzustellen. Zuerst muss der Einstellbereich der Leerlauftrimmung mit dem Punkt „L“ der Gaskurve abgestimmt werden. Dazu stellen Sie den Punkt „L“ auf etwa 65% ein.  Bei geschlossenem Gaslimiter und ganz geöffneter Leerlauftrimmung bewegen Sie den Pitchknüppel am Minimum-Anschlag etwas hin und her. Das Gas- servo darf dabei nicht mitlaufen. Damit haben Sie jetzt einen nahtlosen Übergang von der Leerlauftrimmung auf die Gaskurve. Die weiteren Einstellungen entlang der Gaskurve müssen später im Flug durchgeführt werden. Wenn Sie aus dieser Grafik heraus versuchsweise in die Autorotationsphase (AR) umschalten, erscheint die Anzeige „Kanal 1 → Gas aus“, d. h., dass das Gasservo auf einen Festwert geschaltet ist, der wie folgt eingestellt werden kann: Gehen Sie mit ESC zurück zur Menüliste. Solange Sie sich noch in der Autorotationsphase befinden, werden neue Untermenüs aufgelistet, und zwar:| Pitch => | |
| Gasposition AR | - 90% |
| Heckrototoffset AR 0% | |
| Kreiselausblendung | 0% |
| Taumelscheibendrehung | 0° |
| «Autorot» | SEL |
»Kanal 1 Kurve« (Beschreibung Seite 67)
Diese Funktion ist eine Art „komfortable Exponentialkurve“ für den Pitchknüppel und die daran angeschlossenen Mischfunktionen, siehe Seite 67.  Wenn überhaupt, sollte diese Kurve erst ganz am Schluss, wenn alle Abstimmungen erledigt sind, „vorsichtig“ angewendet werden. Auf keinen Fall darf sie zur Gas-/Pitchabstimmung benutzt werden! Durch Überlagerungen entstehen dann „gemeine“ Effekte. Damit sind zunächst alle helispezifischen Einstellungen erledigt, die auf der „Werkbank“ gemacht werden können. Die weitere Feinabstimmung muss nun im Flug erfolgen. Die dabei erflogenen (hoffentlich) geringfügigen (digitalen) Trimmeinstellungen werden ja automatisch abgespeichert. Größere Abweichungen sollten Sie aber erst mechanisch nachjustieren oder aber die bisher besprochenen Einstellungen entsprechend anpassen.Weitere Einstellungen
Mit diesem Programmierbeispiel haben Sie einen Hubschrauber mit einer Grundabstimmung für das Schwebeflugtraining und einfache Rundflüge. Je nach Können und fliegerischer Erfahrung sind natürlich auch weitere Funktionen aktivierbar. Will man mit verschiedenen Drehzahlen und Trimmungen fliegen, aktiviert man so genannte „Flugphasen“, die über zugeordnete Schalter aufgerufen werden können. Dazu rufen Sie zunächst das Menü ...»Phaseneinstellung« (Beschreibung Seite 76)
 auf. „+“: Phasenschalter vorhanden „*“: gerade aktive Phase Vorher sollten Sie überlegen, ob Sie über Einzel- schalter oder, sinnvollerweise, über einen Dreistu- fenschalter (Differentialschalter Best.-Nr. 4160.22) neben der Autorotationsphase bis zu 3 weitere Flugphasen aktivieren wollen. Die letztere Möglich- keit ist logischer und u. U. übersichtlicher. Im Menü ist die Zeile „Autorot“ bereits angewählt. Die Autoro- tationsphase hat bei Aktivierung immer absoluten Vorrang vor eventuell anderen Phasen, denen Sie Schalter zuweisen. In diesem Menü vergeben Sie aber zunächst einmal den Phasen 1 bis 3 „griffige“ Namen, die aus einer Liste übernommen werden. Diese Bezeichnung dient der besseren Unterscheidung und wird später im Display bei allen flugphasenabhängigen Menüs angezeigt. Anschließend geben Sie in der nächsten Spalte die Umschaltzeit ein, mit der von dieser Phase in die jeweilige nächste Phase gewechselt werden soll. Etwa 1 s sollte genügen. Auch dieser Wert kann später dem eigenen Geschmack angepasst werden. Beachten Sie, dass in die Autorotationsphase, dessen Name mit „Autorot“ festgelegt ist, ohne Zeitverzögerung umgeschaltet wird. Hier geben Sie erforderlichenfalls diejenige Zeit vor, die bei einem Wechsel von der Autorotationsphase in eine andere Phase wirksam sein soll. Um zwischen den einzelnen Flugphasen wechseln zu können, ist abschließend die Zuordnung der Einzelschalter bzw. des 3-Stufenschalters notwendig. Die Zuordnung des Schalters erfolgt im Menü ...»Phasenzuwelsung« (Beschreibung Seite 77)
 Weisen Sie unter „B“ oder „C“ z. B. den Differential-schalter zu. Nun müssen Sie der jeweiligen Schalterstellung die entsprechende Flugphase aus dem Menü »Phaseneinstellung« zuteilen. Da Sie den Flugphasen bereits Namen zugeteilt haben, erscheint rechts im Display zunächst der Name der Phase „1“. Falls der bereits zugewiesene Autorotationsschalter betätigt wurde, erscheint im Display „Autorot“. Zur Erinnerung: Die Autorotationsphase hat absoluten Vorrang. Bringen Sie den Schalter zuerst in die erste Endstellung und wechseln nach rechts im Display zum SEL-Feld. Mit dem Drehknopf des Senders wählen Sie die für diese Schalterstellung gewünschte Flug- phase (in diesem Beispiel „2 Schwebe“) und bestätigen ggf. durch einen Kurzduck oder mit ENTER oder aber Sie drücken den Schalter gleich in die andere Endstellung und legen für diese Schalterstellung z. B. den Namen „Akro“ fest. Die Schaltermitte erhält dann den Namen „normal“. (Vertauschte Namensbelegungen für die 3 Schalterstellungen sind natürlich ebenso möglich.) Die vor der Zuordnung eines Phasenschalters gemachten Modell-Einstellungen befinden sich nun in der Flugphase 1 („normal“). Das ist diejenige Phase, welche nach der obigen Festlegung in der Schaltermittelstellung aufgerufen wird. Diese bereits erflogene Normaleinstellung kann in die anderen Flugphasen kopiert werden, so dass zunächst auf jeder Phase gleich geflogen werden kann. Dazu bedienen Sie sich des Menüs »Kopieren/Löschen«, Seite 46. Beim Betrieb der Flugphasen ist es möglich, für jede einzelne Phase Änderungen in den phasenabhängigen Menüs vorzunehmen. Da die mc-22 eine digitale Trimmung besitzt, werden im Heli-Programm neben den flugphasenabhängigen Menü-Einstellungen auch alle 4 Trimmpositionen flugphasenabhängig abgespeichert.Drehzahlregler
Irgendwann kommt der Wunsch auf, einen Drehzahlregler in den Hubschrauber einzubauen, z. B. mc-Heli-Control, um mit verschiedenen Drehzahlen zu fliegen. Sinnvollerweise koppelt man dabei die einzelnen Drehzahlen mit den Flugphasen, so dass auch weitere, zusätzliche Anpassungen möglich sind. Zur senderseitigen Programmierung ist Voraussetzung, dass der Drehzahlregler entsprechend der Hersteller-Anleitung eingebaut und programmiert wurde. Natürlich lässt auch hier die mc-22 wieder mehrere Möglichkeiten zu, um in den einzelnen Phasen verschiedene Drehzahlen zu realisieren. Es gibt „superkomfortable“ Bedienmöglichkeiten, die allerdings einen hohen senderseitigen Programmieraufwand benötigen und daher eher dem erfahrenen Piloten vorbehalten sein sollten. Im folgenden Beispiel nimmt man zwar eine Einschränkung gewisser Komfort-Merkmale in Kauf, aber die Drehzahlregelung ist absolut ausreichend und vor allem auch noch genügend übersichtlich beim Programmieren und nicht zuletzt auch bei der Bedienung. Die Vorgehensweise ähnelt der Einstellung der Kreiselwirkung. Sie benutzen hier den verstellbaren Endanschlag eines 2-Kanal-Schaltmoduls, das an der Buchse CH8 auf der Senderplatine angeschlossen wird (die Verwendung eines (weiteren) Schiebe- oder Drehreglers ist ebenso möglich). Dazu wird das Menü ...»Gebereinstellungen« (Beschreibung Seite 58)
 nochmals aufgerufen. Vorgabe: Der Regler wurde so programmiert, dass das Schaltmodul (Geber 8) am hinteren Anschlag „Regler aus“ bedeutet, während der vordere Anschlag die jeweilige Drehzahl festlegt.  Der Geberweg entspricht der nebenstehenden Kurve. In Phase 1 „normal“ soll der Drehzahlregler generell abgeschaltet sein! Diese Phase dient vorwiegend zum Prüfen des Motors und allgemeiner Einstellungen. Dies erreichen Sie, indem Sie z. B. mit dem Drehgeber die Zeile „Eingang 8“ anwählen, den Geberweg zunächst symmetrisch auf null reduzieren und anschließend diesen Gebernullpunkt (Spalte „Offset“ nach - 100% (bis - 125%) verschieben. Im Menü »Servoanzeige« können Sie überprüfen, dass unabhängig von der Geberstellung der angezeigte „Servoweg“ des Kanals 8 bei - 100% verharrt. Das Schaltmodul hat jetzt keinen Einfluss mehr auf den Regler, der ja gemäß der obigen Vorgabe bei - 100% „ausgeschaltet“ sein sollte. In der „Schwebe“-Flugphase (Phase 2) soll eine niedrige Schwebedrehzahl von etwa 1350 U/min eingestellt werden. Dazu schalten Sie in die entsprechende Flugphase und wählen wieder „Eingang 8“ an. Die aktuelle Flugphase ist unten links im Display eingeblendet. Das Schaltmodul stehe nun wieder vorne, was „Drehzahlregler aktiviert“ bedeutet. In der Spalte „Weg“ wechseln Sie zum ASY-Feld und stellen den entsprechenden Wert auf 0%. Je nach Reglertyp kann dieser Wert natürlich variieren. Er muss später mittels Drehzahlmesser eingestellt werden. Ist ein Wert unterhalb des 0-Punktes nötig, müssen Sie wiederum in der Spalte „Offset“ den Wert entsprechend ändern. Die gleiche Prozedur wird auch in der Flugphase 3 „Akro“ durchgeführt, diesmal mit einem Prozentwert von ca. 40% – natürlich abhängig vom Reglertyp – für hohe Kunstflugdrehzahl. Trotz dieser vergleichsweise einfachen Drehzahlreglerprogrammierung können so verschiedene Flugphasen mit den eingestellten Drehzahlen abgerufen werden. Dabei bleibt das Schaltmodul immer in vorderster Position. Dennoch haben Sie jederzeit die Möglichkeit, durch Zurückziehen des Schaltmoduls in die hinterste Position, den Drehzahlregler unabhängig von der Flugphase abzuschalten, siehe »Servoanzeige« Kanal 8. Wenn Sie Ihren Heli nach diesem Programmierbeispiel eingestellt haben, ist er zwar kein Wettbewerbshubschrauber, aber er lässt bereits recht anspruchsvolles Fliegen zu. Weitere Funktionen sollten Sie erst dann aktivieren, wenn das Modell einwandfrei fliegt, damit die (erhofften) Verbesserungen auch nachvollziehbar sind. Aktivieren Sie weitere Funktionen möglichst einzeln, damit Sie die Änderung auch tatsächlich erkennen und zuordnen können. Denken Sie daran, nicht die Menge der eingesetzten Funktionen zeichnet den guten Piloten aus, sondern das, was er auch aus wenigen fliegerisch machen kann.NAUTIC-Multi-Proportionalmodule Für Übertragungsarten PPM18 und PPM24
 Senderseitig erforderliches Modul  NAUTIC-Multi-Prop-Modul Best.-Nr. 4141 (bis zu zwei Module anschließbar)Funktionshinweise
Das NAUTIC-Multi-Prop-Modul erweitert eine Steuerfunktion auf vier Funktionen, d. h., es stehen pro Modul empfangsseitig drei zusätzliche Servoanschlüsse zur Verfügung. Senderseitig lassen sich zwei Prop-Module einbauen.Bedingungen, unter denen die Funktionseingänge CH8...CH10 für den Anschluss eines NAUTIC-Multi-Prop-Moduls belegt werden können:
1. Speicherplatz mit Menü »Grundeinstell. Mod.« auf PPM18- oder PPM24-Mode um-schalten. 2. Der verwendete Steuerkanal darf weder als Eingangs- noch als Ausgangskanal eines Mischers, gleichgültig ob »Flächenmischer« oder »Freier Mischer« benutzt werden!Wichtig:
Vor Anschluss der NAUTIC-Schalt- bzw. Prop-Module bitte folgende Einstellungen vornehmen: 1. Über den Code »Kopieren/Löschen« muss der betreffende Modellspeicher gelöscht und auf den Modelltyp „Fläche“ programmiert werden! 2. Der „Servoweg“ des jeweiligen Kanals, an den ein NAUTIC-Modul angeschlossen ist, muss über Code »Servoeinstellung« auf symmetrisch 150% eingestellt werden. 3. Die Servodrehrichtung nicht umkehren und die Servomitte auf 0% belassen! (Sollte eines der am empfängerseitigen Decoder angeschlossenen Servos bei Vollausschlag etwas „zittern“, ist die Servomitte in einem Bereich von ca. -20% bis +20% nachzujustieren. Die sendersetilige Inbetriebnahme ist damit abgeschlossen.Einbau und Anschluss im Sender mc-22
Die Module werden gemäß den Hinweisen auf Seite 15 des Handbuches in den freien Modulplätzen montiert. Die 5-polige Steckerleiste kann unter Berücksichtigung der oben erläuterten Einschränkungen an eine der Buchsen CH8 bis CH10 auf der Senderplatine angeschlossen werden. Das 1-adrige Kabel mit vierpoligem Stecker wird über das Adapterkabel Best.-Nr. 4184.4 mit dem Schnittstellenverteiler Best.-Nr. 4182.3 (oder mit dem mc-22/mc-24 Anschlussadapter Best.-Nr. 4184.1) verbunden. Die dem Adapterkabel beiliegenden Kurzschlussbrücken müssen auf die senderseitigen NAUTIC-Module aufgesteckt werden! Wird ein zweites Modul eingebaut, ist die noch freie 1-adrige Litze mit 4-poligem Stecker des zweiten Moduls mit dem bereits eingebauten Modul zu verbinden. Anschluss im Sender mc-22 NAUTIC-Expert-Schaltfunktionen
Für Übertragungsarten PPM18 und PPM24
 Senderseitig erforderliches Modul  16-Kanal-NAUTIC-Expert-Modul Best.-Nr. 4108 (bis zu zwei Module anschließbar)Funktionshinweise
Das NAUTIC-Expert-Modul erweitert eine Steuerfunktion auf 16 Schaltkanäle. Alle acht Schalter haben eine Mittelstellung, wodurch eine echte vorwärts-stopp-rückwärts-Funktion möglich ist, wenn empfangsseitig z. B. ein Schaltmodul mit der Best.-Nr. 3754.1 oder das Umpolmodul Best.-Nr. 3754.2 benutzt wird. Von den acht Schaltem sind drei Schalter beidseitig und zwei einseitig selbstneutralisierend. Die übrigen drei Schalter sind für eine vorwärts-stopp-rückwärts-Funktion ausgelegt und daher nicht selbstneutralisierend. Sendersetig können zwei Module mit insgesamt 32 Schaltfunktionen auf den Modulplätzen montiert werden.Bedingungen, unter denen die Funktionseingänge CH8...CH10 für den Anschluss eines NAUTIC-Expert-Moduls belegt werden können:
1. Speicherplatz im Menü »Grundeinstell. Mod.« auf PPM18- oder PPM24-Mode umschalten. 2. Der verwendete Steuerkanal darf weder als Eingangs- noch als Ausgangskanal eines Mischers, gleichgültig ob »Flächenmischer« oder »Freier Mischer«, benutzt werden!Wichtig:
Vor Anschluss der NAUTIC-Schalt- bzw. Prop-Module bitte folgende Einstellungen vomehmen: 1. Über den Code »Kopieren/Löschen« muss der betreffende Modellspeicher gelöscht und auf den Modelltyp „Fläche“ programmiert werden! 2. Der „Servoweg“ des jeweiligen Kanals, an den ein NAUTIC-Modul angeschlossen ist, muss über Code »Servoeinstellung« auf symmetrisch 150% eingestellt werden. 3. Die Servodrehrichtung nicht umkehren und die Servomite auf 0% belassen! (Sollte eines der am empfängersetitigen Decoder angeschlossenen Servos bei Vollausschlag etwas „zitterm“, ist die Servomite in einem Bereich von ca. -20% bis +20% nachzujustieren. Die senderseitige Inbetriebnahme ist damit abgeschlossen.Einbau und Anschluss im Sender mc-22
Die Module werden gemäß den Hinweisen auf Seite 15 des Handbuches in den freien Modulplätzen montiert. Die 5-polige Steckerleiste kann unter Berücksichtigung der oben erläuterten Einschränkungen an eine der Buchsen CH8 bis CH10 auf der Senderplatine angeschlossen werden. Das 1-adrige Kabel mit vierpoligem Stecker wird über das Adapterkabel Best.-Nr. 4184.4 mit dem Schnittstellenverteiler Best.-Nr. 4182.3 (oder mit dem mc-22/mc-24 Anschlussadapter Best.-Nr. 4184.1) verbunden. Die dem Adapterkabel beiliegenden Kurzschlussbrücken müssen auf die senderseitigen NAUTIC-Module aufgesteckt werden! Wird ein zweites Modul eingebaut, ist die noch freie 1-adrige Litze mit 4-poligem Stecker des zweiten Moduls mit dem bereits eingebauten Modul zu verbinden. Anschluss im Sender mc-22 Kombination NAUTIC-Prop- und NAUTIC-Expert-Modul
Für Übertragungsarten PPM18 und PPM24
 Senderseitig erforderliche Module  NAUTIC-Multi-Prop-Modul Best.-Nr. 4141  16-Kanal-NAUTIC-Expert-Modul Best.-Nr. 4108 (Modul-Beschreibungen siehe Seite 147, 148)Funktionshinweise
Bei Verwendung einer Kombination aus NAUTIC-Expert-Modul und NAUTIC-Prop-Modul wird empfangsseitig ein Ausgang für den Anschluss von 4 Servos und der zweite Empfängerausgang für den Anschluss von 16 Schaltfunktionen belegt. Der Anschluss beider Module erfolgt wie bereits auf Seite 147 bzw. 148 beschrieben. Beachten Sie die dort beschriebenen Einstellhinweise und Anschlussvoraussetzungen. Die dem Adapterkabel Best.-Nr. 4184.4 beiliegenden Kurzschlussbrücken müssen auf beide senderseitigen NAUTIC-Module aufgesteckt werden! Anschluss im Sender mc-22 NAUTIC-Zubehör
NAUTIC-Zubehör Empfangsseitig erforderlich| Best.-Nr. | Modul | Anmerkung |
| 4159 | 2-/16-Kanal-NAUTIC-Expert-Schaltbaustein | Für jedes 16-Kanal-NAUTIC-Expert-Modul im Sender ist ein 2-/16-Kanal-NAUTIC-Expert-Schaltbaustein erforderlich. |
| 4142 NA | JTIC-Multi-Prop-Decoder | Vier Servos anschließbar |
| 3941.6 | Pachbuchse mit 3-adrigem Anschlusskabel | Für Anschluss von Verbrauchern bis max. 0,7 A pro Schaltkanal |
| 3936 oder 3936.1 | Synchronverteiler 320 bzw. 100mm Kabel-länge | Für Anschluss von NAUTIC-Schalt- oder Umpolmodulen |
| 3754.1 | NAUTIC-Schalt-modul | Direkter Anschluss oder zwei Module über Syn-chronverteiler |
| 3754.2 | NAUTIC-Umpol-modul | Paralleler An-schluss an 2 Kanäle oder über Synchronverteiler an 1 Kanal |
| Stromaufnahme ca. 3 mA |
| Abmessungen ca. 69x42x20 mm |
| Gewicht ca. 47 g |
| Stromaufnahme ca. | 10 mA |
| Abmessungen ca. | 69x42x20 mm |
| Gewicht ca. | 27 g |
NAUTIC-Expert-Modul-Anschluss
empfangsseitig
Es können 16 Schaltfunktionen pro Schaltbau- stein angesleuert werden. 8 Verbraucher, wie Glühlampen, LEDs etc. – jedoch keine E-Motoren –, mit einer Stromaufnahme bis zu je 0,7 A können direkt angeschlossen werden. (Batterieanschluss Abb. 1) Je Anschlussbuchse sind zwei Schaltfunktionen über das 3-adrige Kabel Best.-Nr. 3941.6 möglich (Abb. 2). Für Elektromotoren und Verbraucher mit höheren Strömen stehen NAUTIC-Schalt- oder -Umpolmodule zur Verfügung (Abb. 3 + 4). Um eine vorwärts-stopp-rückwärts-Funktion zu erhalten, das Umpolmodul über das Synchronverteilerkabel mit dem Expert-Schaltbaustein verbinden, wobei ein Stecker des Umpolmoduls verpolt eingesteckt werden muss (Kanten dieses Steckers etwas abschleifen). Für direkt angeschlossene Verbraucher und zum Schalten der Relais ist eine extreme Stromversorgung erforderlich, z. B. GRAUPNER Empfänger-Stromversorgung ausreichender Kapazität. Andere Akkus bis max. 30 V werden über das Anschlusskabel Best.-Nr. 3941.6 angeschlossen.  Abb. 1  Abb. 2 Dreladriges Kabel mit Flachbuchse  Abb. 3  Abb. 4  * Kanten des Steckers abschrägen   Nautic-Schaltmodul Best.-Nr. 3754.1  Nautic-Umpolmodul Best.-Nr. 3754.2 Technische Daten| Schaltmodul3754.1 | Umpolmodul3754.2 | |
| Erregerspannung | 4,8 ... 12 V 4,8 ... 12 V | |
| Schallstrom max. | 16 A 16 A | |
| Schaltspannung bis ca. | 24 V 24 V | |
| Abmessungen in mm ca. | 50x27x26 | 50x30x26 |
| Gewicht ca. 25 g | 45 g | |
Lehrer-Schüler-System mit Lichtleiterkabel
 Best.-Nr. 3289 Ermöglicht programmierbare Einzel-, Mehrfach- oder Gesamt-Funktionsübergabe an den Schülersender. Geeignet für den Ausbau des Senders mc-22 zum Lehrersender.Hinweis:
Für den Anschluss muss der Lehrersender mit einem Schnittstellenverteiler Best.-Nr. 4182.3 ausgerüstet sein. Wird kein weiteres Zusatzsystem angeschlossen, kann anstelle des Schnittstellenverteilers auch der mc-22/mc-24-Anschlussadapter (Best.-Nr. 4184.1) verwendet werden. Für die Sicherheitsumschaltung ist ein Moment-Schalter Best.-Nr. 4160.11 oder die Kicktaste Best.-Nr. 4144 erforderlich.Geeignete Schülersender:
D 14, FM 414, FM 4014, FM 6014, mc-10, mc-12, mc-14, mc-15, mc-16, mc-16/20, mc-17, mc-18, mc-20, mc-22, mx-22 und mc-24. Die Auswahl der Einzelübergabe-Funktionen erfolgt im Menü »Lehrer/Schüler« (Seite 111) des Lehrersenders, der wahlweise in der Betriebsart PPM18, PPM24, PCM20 oder SPCM20 benutzt werden kann. Der Schülersender wird in der Grundstellung betrieben. Bei Sendern der Serie mc bzw. mx ist der ausgewählte Modellspeicherplatz zu löschen, der PPM-Mode (mc-22/mx-22/mc-24: PPM18- oder PPM24-Mode) einzuschalten und gegebenenfalls ein Modellname einzugeben. Alle anderen Einstellungen sowie Misch- und Koppelfunktionen werden vom Lehrer-Sender übertragen. Lediglich die Steueranordnung kann den Bedürfnissen angepasst werden. Bei den Sendern D 14, FM 414, FM 4014, FM 6014, FM 6014/PCM 18 ist die Servolaufrichtung und Steueranordnung zu überprüfen und gegebenenfalls durch Umstecken der entsprechenden Kabel im Sender anzupassen.Ersatzteil und Einzelkomponenten:
Best.-Nr. 3290.2 Lehrerbuchse, einzeln Best.-Nr. 3290.3 Schülerbuchse, erforderlich für zusätzliche Schülersender. Best.-Nr. 3290.4 Lichtleiterkabel für Lehrer-Schüler-SystemAnschlussbelegung im Lehrersender mc-22
Das Lehrermodul wird an eine geeignete Stelle im Sendergehäuse eingebaut. Der 10-polige Stecker des Lehrermoduls ist mit dem Schnittstellenverteiler (oder mit dem mc-22/mc-24-Anschlussadapter, Best.-Nr. 4184.1) zu verbinden. Bei der Verbindung des Lehrersenders mit einem Schülersender über das optoelektronische Lichtleiterkabel ist der Stecker des Lichtleiterkabels mit der Bezeichnung „M“ (Master) in das Lehrermodul zu stecken. Die softwaremäßige Einstellung erfolgt im Code »Lehrer/Schüler«. Anschluss im Lehrersender siehe Skizze auf der nächsten Seite.Anschlussbelegung im Schülersender mc-22
Das Anschlusskabel vom Schülermodul abstecken. (Es wird bei diesen Sendertypen nicht mehr benötigt). Die Schülerbuchse wird in einem freien Steckplatz im Gehäuse festgeschraubt. 4-polige Steckverbindung am HF-Modul des mc-22-Senders lösen und in die 4-polige Schülerbuchse stecken. Anschluss im Schülersender siehe Skizze auf der nächsten Seite.Lehrer-Schüler-System
Anschluss im Sender mc-22
Zubehör
Anschlussbelegung im Lehrersender mc-22  Anschlussbelegung im Schülersender mc-22   Schnittstellenverteiler für mc-22 Best.-Nr. 4182.3 Erforderlich für den Anschluss mehrerer Zusatzsysteme, z. B. Lehrer-Schüler-System (Best.-Nr. 3289), NAUTIC-Module und Kopierfunktion zwischen zwei Søndern mc-22 über das Kopierkabel Best.-Nr. 4179.2 bzw. von/zu einem PC über das PC-Interface-Kabel Best.-Nr. 4182.9. Für den Einbau der DIN-Buchse muss das HF-Modul ausgeschraubt und die mc-22-Zierblende zwischen den beiden Moduleinbauplätzen entfernt werden. Eine passende Zierblende mit der erforderlichen Bohrung liegt bei. Der Einbau kann über die GRAUPNER-Servicestellen erfolgen.  NAUTIC-Anschlussadapter mc-22/mc-24 Best.-Nr. 4184.4 Zum Anschluss der NAUTIC-Module an den mc-22-Schnittstellenverteller Best.-Nr. 4182.3. Die dem Adapterkabel beillegenden Kurzschlussbrücken müssen auf die senderseitigen NAUTIC-Module aufgesteckt werden.  mc-22/mc-24-Anschlussadapter Best.-Nr. 4184.1 Erforderlich, wenn kein Schnittstellenverteiler im Sender vorhanden ist und nur das L/S-System oder das NAUTIC-Modul ange-schlossen werden soll.  PC-Interface-Kabel mc-22/PC einzeln Best.-Nr. 4182.9 Unter dieser Best.-Nr. ist das PC-Interface-Kabel auch einzeln erhältlich, wenn der Schnittstellenverteiler bereits im Sender mc-22 vorhanden ist. PC-Interface mc-22/PC (Set) Best.-Nr. 4182 Erforderlich zur Kommunikation (kopieren und speichem) zwischen Sender mc-22 und Personal-Computer (IBM-kompatibel). Lieferumfang: PC-Anschlusskabel mit integriertem Interface, mc-22-Schnittstellenverteller mit Anschlussadapter (Best.-Nr. 4182.3) sowie Software.Zubehör
Moment-Schalter
Best.- Nr. 4160.11 Selbstneutralisierend, für Moment-Schaltfunktionen. Wird als Start-/Stopp-Taste für Stoppuhrfunktionen benötigt.2-Weg-Momentschalter
Best.-Nr. 4160.44 Selbstneutralisierend, für zwei Moment-Schaltfunktionen auf einem Schalter.Differential-Schalter (3-Weg-Schalter)
Best.-Nr. 4160.22 Wahlweise Umschaltung zwischen zwei oder drei Mischerfunktionen, Flugphasen usw..Extern-Schalter
Ein-/Aus-Schalter zum Bedienen von Sonderfunktionen, z. B. Mischern. Best.-Nr. 4160 für die Umschaltung einer Funktion, langer Griff Best.-Nr. 4160.1 für die Umschaltung einer Funktion, kurzer GriffSicherheits-Externschalter
Best.-Nr. 4147.1 für die Umschaltung einer Funktion Die Sicherheits-Ein/Aus-Schalter haben eine mechanische Verriegelung, die ein ungewolltes Umschalten während des Betriebes verhindert. Nur durch gleichzeitiges Hochheben und Klippen des Griffes lässt sich der Schalter betätigen. Wichtige Koppelfunktionen, die bei versehentlicher Auslösung zum Absturz des Flugmodells führen, sollten mit Sicherheitsschaltern abgesichert werden.   2-Kanal-Schaltmodul
Best.-Nr. 4151 mit langem Griff Best.-Nr. 4151.1 mit kurzem Griff Der Schalter hat 3 Stellungen, so dass z. B. Fahrtregler auf vorwärts-stopp-rückwärts geschaltet werden können. Auch für Eln-/Aus-Funktionen geeignet, wie Fahrwerk, Lampen usw.. Ohne Zierblende lässt sich das Schaltmodul auch in einen freien Optionsplatz des Senders einbauen.2-Kanal-Schaltmodul
Best: Nr. 4151.2 mit kurzem Griff Best: Nr. 4151.3 mit langem Griff Nachrüstmodul mit Schalter Ein/Aus. Geelignet zum Schalten von Fahrtregler, Fahrwerken, Lampen usw..2-Kanal Proportional-Modul
Best.-Nr. 4152 Erweiterungsmodul für Vollweg-Linearfunktionen; kann auch als proportionales Steuer-element, z. B. bei Mischern, Gaslimiter usw. verwendet werden.Proportional-Drehmodul
Best: Nr. 4111 Erweiterungsmodul für Proportional-Drehfunktionen.Zubehör
 Kicktaste* Best.-Nr. 4144 Bei Druck auf die Taste wird der Schalter eingeschaltet und springt bei erneutem Drücken auf die Aus-Stellung zurück. Durch Entfernen einer Sperrfeder kann die Kicktaste auf eine Momenttaste umgestellt werden, wobei die Funktion „ein“ nur so lange erhalten bleibt, als die Taste gedrückt wird. Wir empfehlen, den Umbau durch die GRAUPNER-Servicestellen vornehmen zu lassen.  Hinweis: Die Modellspeicherformate der mc-22 und mx-22 sind kompatibel, d. h., eine Modellprogrammierung der mc-22 kann in eine mx-22 und umgekehrt eingespielt werden. In der Regel wird dann natürlich die Belegung der Schalter und Geber an die unterschiedlichen Ausrüstungen der Sender anzupassen sein, da der Sender mx-22 bereits in der Serlenausstattung komplett ausgestattet ist.  Zwei-Funktions-Knüppelschalter Best.-Nr. 4143 Steuerknüppel mit 1-poligem Umschalter für zwei Schaltfunktionen. Wird für Sonderanwendungen eingesetzt; insbesondere für Wettbewerbspiloten erforderlich. Zum Kopieren zwischen Sendern mc-22/mc-22 oder auch mc-22/mx-22. Für den Anschluss am mc-22-Sender ist jeweils ein Schnittstellenverteiler (Best.-Nr. 4182.3) und für den Anschluss am Sender mx-22 ist das Lehrer/PC-Modul Best.-Nr. 3290 erforderlich. Kopierkabel mc-22/mc-22, mc-22/mx-22 Best.-Nr. 4179.2  Drel-Funktions-Knüppelschalter Best.-Nr. 4113 Der im Steuerknüppel integrierte Umschalter mit Mittelstellung ist für drei Schaltfunktionen ausgelegt. Einsetzbar für Sonderfunktionen z. B. bei Hochgeschwindigkeits- und F3B-Modellen zur Start-, Neutral- und Speed-Schaltung oder bei F3E-Modellen als Motorschalter für Aus-Halbgas-Vollgas.   Steuerknüppel mit Proportional-Drehregler Best.-Nr. 4112 Der im Steuerknüppel integrierte Proportional-Drehregler ist für Stellfunktionen oder als Motor-Drehzahlregler bzw. für ähnliche Sonderfunktionen verwendbar. Best.-Nr. 4809.35 für das 35-MHz-Band Best.-Nr. 4809.35.B für das 35B-MHz-Band Best.-Nr. 4809.40 für das 40-MHz-Band Best.-Nr. 4809.41* für das 41-MHz-Band * nur für Export Mit den Steckquarzen (siehe Seite 157) wird der jeweilige Frequenzkanal ausgewählt. Der Steckquarz im Sender muss die gleiche Nummer tragen wie der Steckquarz im Empfänger. Nur original GRAUPNER-Quarze verwenden. Der Einbau erfolgt über die GRAUPNER-Servicestellen. Soll die Kicktaste Best.-Nr. 4144 für die Lehrer-Schüler-Umschaltung verwendet werden, so muss vorher auf Momentaste umgestellt werden. HF-Sender-Module  Senderaufhängung Best.-Nr. 1127 Die Haltebügel lassen sich jeweils in Ruhe- und Arbeitsstellung einrasten. Die gesamte Senderoberfläche ist ungehindert zugänglich. Mit Ösen zur Befestigung eines Umhängeriemens. Der Einbau ist auf der Seite 15 beschrieben. (Umhängeriemen nicht im Lieferumfang enthalten.) Komfort-Umhängeriemen Best.-Nr. 71 38 mm brelt Längenverstellbarer Tragegurt mit extra weichem Nackenpolster. Das Nackenpolster ist mit einem Klettverschluss versehen und kann zum Reinigen leicht abgenommen werden. Komfort-Kreuzrlemen Best.-Nr. 72 38 mm breit mit 2 Karabinerha- ken Für Piloten, die auf einen festen Sitz des Senders besonderen Wert legen. Der Kreuz- riemen ist längenverstellbar und kann für er- müdungsfreie Bedlenung optimal angepasst werden. Breiter Umhängeriemen Best.-Nr. 1125 30 mm breit mit Karabinerha- ken  Aluminium-Senderkoffer mc-22 Best.-Nr. 10 Hochwertiger, abschließbarer, stabiler Alu-Koffer mit attraktivem Design. Eine schaumstoffgepolsterte Einlage ermöglicht Sender, Empfänger, Servos und Zubehörteile stoßgeschützt aufzubewahren bzw. zu transportieren. Abmessungen ca. 400 x 300 x 150 mm  1 Paar Kurzknüppel Best.-Nr. 1128 Für Daumensteuerung  Schutzkappen für Knüppelschalter Best.-Nr. 4110 (2 Stück) Die aus hochwertigem Aluminium hergestellten Schutzkappen schützen die empfindlichen Knüppelschalter und Kicktasten, insbesondere im Transportkoffer, vor Beschädigung.  Wendelantenne Best.-Nr. 1149.35 für das 35-MHz-Band Best.-Nr. 1149.40 für das 40-MHz-Band Flexible Kurzantenne für optimale Bewegungsfreiheit und behindierungsfreien Einsatz des Senders. Die Abstrahlleistung erreicht physikalisch bedingt nicht den hohen Wert einer Teleskopantenne, die auf volle Länge ausgezogen ist. Bei hohen Sicherheitsanforderungen, z. B. bei Speed- und Großmodellen, sollte jedoch zur Überbrückung größerer Entfermungen die dem Sender beigefügte Teleskopantenne verwendet werden. Gesamtlänge der Wendelantenne: ca. 400 mm.Zulässige Betriebsfrequenzen, lieferbare Quarze, Frequenzflaggen
! Der Betrieb der Fernsteueranlage ist nur auf den für das jeweilige EU-Land national zugelassenen Frequenzen/Kanälen zulässig. Bitte beachten Sie die jeweilige Gesetzeslage. Das Benutzen der Fernsteueranlage auf davon abweichenden Frequenzen/Kanälen ist verboten.| Frequenzband | Zulassung | Kanal Nr. | Sende-Frequenz MHz | FMsss Quarze | Präzisions-Quarze | DS Doppelsuper-Quarze Best.-Nr. | Flagge Best.-Nr. | Zugelassen in den Ländern (ohne Gewähr) | ||||||||||||
| Sonder Best.-Nr. | Empfänger Best.-Nr. | Sonder Best.-Nr. | Empfänger Best.-Nr. | D | B | A | DK | F | I | L | N | NL | ||||||||
| 35Whe-BandBand A | FE(ner für Flugmodelle aufgeschäft) | 81 | 35,310 | 3864.61 | 3865.61 | 3204.61 | 3205.61 | 3270.61 | 30.61 | |||||||||||
| 62 | 35,320 | 62 | 62 | 62 | 62 | 62 | 62 | |||||||||||||
| 63 | 35,330 | 63 | 63 | 63 | 63 | 63 | 63 | |||||||||||||
| 64 | 35,340 | 64 | 64 | 64 | 64 | 64 | 64 | |||||||||||||
| 65 | 35,350 | 65 | 65 | 65 | 65 | 65 | 65 | |||||||||||||
| 66 | 35,360 | 66 | 66 | 66 | 66 | 66 | 66 | |||||||||||||
| 67 | 35,370 | 67 | 67 | 67 | 67 | 67 | 67 | |||||||||||||
| 68 | 35,380 | 68 | 68 | 68 | 68 | 68 | 68 | |||||||||||||
| 69 | 35,390 | 69 | 69 | 69 | 69 | 69 | 69 | |||||||||||||
| 70 | 35,400 | 70 | 70 | 70 | 70 | 70 | 70 | |||||||||||||
| 71 | 35,410 | 71 | 71 | 71 | 71 | 71 | 71 | |||||||||||||
| 72 | 35,420 | 72 | 72 | 72 | 72 | 72 | 72 | |||||||||||||
| 73 | 35,430 | 73 | 73 | 73 | 73 | 73 | 73 | |||||||||||||
| 74 | 35,440 | 74 | 74 | 74 | 74 | 74 | 74 | |||||||||||||
| 75 | 35,450 | 75 | 75 | 75 | 75 | 75 | 75 | |||||||||||||
| 76 | 35,460 | 76 | 76 | 76 | 76 | 76 | 76 | |||||||||||||
| 77 | 35,470 | 77 | 77 | 77 | 77 | 77 | 77 | |||||||||||||
| 78 | 35,480 | 78 | 78 | 78 | 78 | 78 | 78 | |||||||||||||
| 79 | 35,490 | 79 | 79 | 79 | 79 | 79 | 79 | |||||||||||||
| 80 | 35,500 | 80 | 80 | 80 | 80 | 80 | 80 | |||||||||||||
| Band B(ner für Gegen, die für das Band B)zuglassenähne,NachalimmenGeherrigerGesälte Oberden Service | (ner für Flugmodelle aufgeschäft) | 102 | 35,630 | 3864.182 | 3865.182 | 3264.182 | 3265.182 | 3270.182 | 35.182 | |||||||||||
| 103 | 35,640 | 103 | 103 | 103 | 103 | 103 | 103 | |||||||||||||
| 104 | 35,650 | 104 | 104 | 104 | 104 | 104 | 104 | |||||||||||||
| 105 | 35,660 | 105 | 105 | 105 | 105 | 105 | 105 | |||||||||||||
| 106 | 35,670 | 106 | 106 | 106 | 106 | 106 | 106 | |||||||||||||
| 107 | 35,680 | 107 | 107 | 107 | 107 | 107 | 107 | |||||||||||||
| 108 | 35,690 | 108 | 108 | 108 | 108 | 108 | 108 | |||||||||||||
| 109 | 35,700 | 109 | 109 | 109 | 109 | 109 | 109 | |||||||||||||
| 110 | 35,710 | 110 | 110 | 110 | 110 | 110 | 110 | |||||||||||||
| 111 | 35,720 | 111 | 111 | 111 | 111 | 111 | 111 | |||||||||||||
| 40Whe-Band | MF | 59 | 40,665 | 4064.50 | 4065.50 | 3240.50 | 40.50 | |||||||||||||
| 61 | 40,675 | 61 | 61 | 51 | 51 | |||||||||||||||
| 62 | 40,685 | 62 | 62 | 52 | 52 | |||||||||||||||
| 63 | 40,695 | 63 | 63 | 53 | 53 | |||||||||||||||
| (ner für Schüller und Automodelle aufgeschäft) | 64 | 40,715 | 4064.54 | 4065.54 | 54 | 54 | ||||||||||||||
| 65 | 40,725 | 65 | 65 | 55 | 55 | |||||||||||||||
| 66 | 40,735 | 66 | 66 | 56 | 56 | |||||||||||||||
| 67 | 40,745 | 67 | 67 | 57 | 57 | |||||||||||||||
| 68 | 40,755 | 68 | 68 | 58 | 58 | |||||||||||||||
| 69 | 40,765 | 69 | 69 | 59 | 59 | |||||||||||||||
| 70 | 40,775 | 70 | 70 | 60 | 60 | |||||||||||||||
| 71 | 40,785 | 71 | 71 | 61 | 61 | |||||||||||||||
| 72 | 40,795 | 72 | 72 | 62 | 62 | |||||||||||||||
| 73 | 40,805 | 73 | 73 | 63 | 63 | |||||||||||||||
| 74 | 40,815 | 74 | 74 | 64 | 64 | |||||||||||||||
| 75 | 40,825 | 75 | 75 | 65 | 65 | |||||||||||||||
| 76 | 40,835 | 76 | 76 | 66 | 66 | |||||||||||||||
| 77 | 40,845 | 77 | 77 | 67 | 67 | |||||||||||||||
| 78 | 40,855 | 78 | 78 | 68 | 68 | |||||||||||||||
| 79 | 40,865 | 79 | 79 | 69 | 69 | |||||||||||||||
| 80 | 40,875 | 80 | 80 | 70 | 70 | |||||||||||||||
| 81 | 40,885 | 81 | 81 | 71 | 71 | |||||||||||||||
| 82 | 40,895 | 82 | 82 | 72 | 72 | |||||||||||||||
Zulassungszertifikate
Zulassungszertifikat  Konformität
EG-Konformitätserklärung  Konformitätszertifikat Anmeldung des Fernsteuerbetriebs in Deutschland
(Für andere EU-Länder gelten andere Bestimmungen! Bitte informieren Sie sich bei der für Ihr Land zuständigen Behörde) Für die Verwendung von Fernsteuersendem im 35-MHz-Band muss vor Inbetriebnahme bei der für Sie zuständigen Außenstelle der Regulierungsbehörde ein Antrag auf Zuteilung von Frequenzen gestellt werden. Diese Zuteilung ist personenbezogen, und muss, selbst wenn mehrere Fernsteuersender von einer Person betrieben werden, nur einmal beantragt werden. Fernsteueranlagen für das 27- und 40-MHz-Band dürfen anmelde- und gebührenfrei betrieben werden.Muster-Antragsformular für Sender im 35-MHz-Band
| (1) Antragsteller:Heinz MustermannGartenstr. 1a70153 Stuttgart | (2) Gebautodatum:12.03.1969 |
| (3) bei Firmen Ansprechpartner für Rückthagen (Name, Rufnummer): |
| Regulierungsbehörde für Telekommunikation und Post Außenstelle |
| Tel. | Ort. Datum |
| 0711/76365 | Stuttgart, 17.06.2003 |
| Antrag auf Zuteilung von Frequenzen zur Nutzung für eine Funkanlage zur Fernsteuerung von Modellen |
| Hewerk gem. Sondereinsschutzungszegers § 13. (4) Die Erhebung von verschiedenen Eigenheiten darum erfügt ausstüglichem zum Zwecke der Erflösung der uns durch Gesetz der Regierungszahlungs (RegTP) zugewinnenden Aufgaben und unter aktiver Wahrung der Daterschreibzinschreibungen, im Antrag und Zinsrück von Frequenzogene gemäß § 67 Telekommodotive-Insgesellschaft (TKO) zur Nutzung für das Betrauben der o.o. Fundanlage kann nur beaufwandte werden, wenn die im Antrag unterlieben Ängelten übründigt gegeben werden. Ohne die attributenen Ängelten ist ein Einklärn der beauftragten. Frequenzvertriebung nicht möglicht, die Daten werden ggf. in automatisierten Daten gewährlich und ggf zu statistischen Zerecksen verwirkelt. | |||
| (4) Frequenzvertriebungsstrasse (bei Änderungen) | (5) Kasswischens (wern besamt) | (6) Inzeichnswindlung: 1.7.2003 | |
| Kennzeichnung der Sendefunkanlage |
| ∅terangsräfte Sondereinsgesamt | |
| ☐ Sondereinsgesamt | 10. Gleichstromsenskapierungs Luft |
| 36. Pensionsbereich:35,010 - 35,200 MHz; 35,820 - 35,910 MHz | |
| (15) Zusätzliche Angaben oder Erkaustrungen | |
| Allgemeine Hinweise |
| Zugelteile Frequenzen dürfen nur zum Betrieben solcher Punkariagen genutzt werden, die den jeweiligen Vorschriften und Anforderungen für den vorgewebenen Anwendungszweck entsprechen. Sierengeprüfte Sendwaltungstelle müssen entsprechend gekerezeichnet sein. |
Außenstellen der Regulierungsbehörde
| PLZ | ORT | STRASSE | PLZ | ORT | STRASSE | ||
| 86159 | Augsburg | Morellensstr. | 33 | 78467 | Konstanz R | ||
| 95444 | Bayreuth Josephsplatz 8 | 47805 Krefeld Dießemer Bruch 61 | |||||
| 10117 | Berlin Maurerstr. | 69-75 84030 Landshut Liebigstr. 3 | |||||
| 53175 | Bonn | Dreizehnmorgenweg 6 | 25789 | Leer | Hermann-Lange-Ring 28 | ||
| 38122 | Braunschweig | Theodor-Heuss-Str. 5a | 04277 | Leipzig | Amo-Nitsche-Str. 43-45 | ||
| 28205 | Bremen | Bennigsenstr. 3 | 23617 | Stockelsdorf | Daimlerstr. 1 | ||
| 09111 | Chemnitz | Straße der Nationen 2-4 | 39110 | Magdeburg | Hohendodeleberstr. 4 | ||
| 03044 | Cottbus Hutungstr. | 51 59872 Meschede | Nördeltstr. 5 | ||||
| 64283 | Darmstadt | Neckarstr. 8-10 | 42781 | Haan | Fuhr 4 | ||
| 32758 | Detmold | Heldenoldendorferstr.136 | 5473 | Mühlheim | Aktienstr. 1-7 | ||
| 44379 | Dortmund | Alter Hellweg 56 | 80802 | München | Maria-Josepha-Str. 13-15 | ||
| 01069 | Dresden | Semperstr. 15 | 48155 Münster Hansaring 66 | ||||
| 52351 | Düren | Arnoldsweilerstr. 23 | 17033 | Neuroranienbg | Voßstr. 6 | ||
| 99091 | Erfurt | Zur allen Ziegelei 16 | 67433 | Neustadt | Schütt 13 | ||
| 65760 | Eschborn | Mergenthalerallee 35-37 | 90471 | Nürnberg | Bresslauerstr. 396 | ||
| 79106 | Freiburg | Engelbergerstr. 41k | 26135 | Oldenburg | Eylersweg 9 | ||
| 36043 | Fulda | Rangstr. 39 | 14557 | Wilhelmshorst | Eichenweg 5-7 | ||
| 37085 | Göttingen | Bertha-von-Sutter-Str. 1 | 45665 | Recklinghausen | August-Schmidt-Ring 9 | ||
| 05110 | Halle | Philipp-Müller-Str. 44/1 | 93059 | Regensburg | Im Gewerbepark A 15 | ||
| 20097 | Hamburg | Sachsenstr. 12-14 | 72762 | Reutlingen | Gustav-Schwab-Str. 34 | ||
| 30173 | Hannover | Willestr. 2 | 83026 | Rosenheim | Amulfstr. 13 | ||
| 25524 | Breitenburg | Postkamp 26 | 18059 Roslock Nobelstr. 55 | ||||
| 76135 | Karlsruhe | Steinhäuserstr. 20 | 66111 | Saarbrücken | Beethovenstr. 1 | ||
| 34117 | Kassel | Königstor 20 | 74523 | Schwäb.-Hall | Einkornstr. 109 | ||
| 24109 | Kiel | Wittland 10 | 19055 Schwerin Pappelgrund 16 | ||||
| 56072 | Koblenz | Im Acker 23 | 70565 | Stuttgart | Schockriederstr. 8c | ||