Spyder Comp - Fahrrad HERCULES - Kostenlose Bedienungsanleitung
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| Produkttyp | City- und Trekkingfahrrad |
| Modell | Spyder Comp |
| Marke | Hercules |
| Rahmenmaterial | Aluminium |
| Gewicht (ca.) | 15 kg |
| Zulässiges Gesamtgewicht | 120 kg |
| Reifengröße | 28 Zoll |
| Empfohlener Reifendruck | 3,5 - 4,5 bar |
| Bremsen | Felgenbremse (je nach Ausführung Scheibenbremse) |
| Schaltung | Kettenschaltung mit Drehgriffschalter |
| Federung | Federgabel, einstellbar |
| Beleuchtung | Nabendynamo mit Scheinwerfer und Rücklicht |
| Betriebstemperatur | 5 °C bis 35 °C |
| Lagertemperatur | 5 °C bis 25 °C |
| Wartungsintervall | Inspektion alle 6 Monate |
| Reinigung | Nebelfeuchtes Tuch mit Neutralseife |
| Sicherheit | Helm empfohlen, Checkliste vor jeder Fahrt |
| Zubehör | Kindersitz, Fahrradanhänger (mit Freigabe) |
Häufig gestellte Fragen - Spyder Comp HERCULES
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BEDIENUNGSANLEITUNG Spyder Comp HERCULES
WICHTIG VOR GEBRAUCH SORGFÄLTIG LESEN AUFBEWAHREN FÜR SPÄTERES NACHSCHLAGEN
BEDIENUNGSANLEITUNG
DE
FAHRRÄDER
Avanos • Cargo City 3-G • Pippa • Robo • Sonic • Spyder Tessano • Tourer • Uno • Valencia • Versa • Viverty
| 18-D-0001 | 18-D-0002 | 18-D-0003 | 18-D-0004 | 18-D-0005 | 18-D-0006 | 18-D-0007 | 18-D-0008 | 18-D-0009 |
| 18-D-0010 | 18-D-0011 | 18-D-0012 | 18-D-0013 | 18-D-0014 | 18-D-0015 | 18-D-0016 | 18-D-0017 | 18-D-0018 |
| 18-D-0019 | 18-D-0020 | 18-D-0021 | 18-D-0022 | 18-D-0023 | 18-D-0024 | 18-D-0025 | 18-D-0026 | 18-D-0027 |
| 18-D-0028 | 18-D-0029 | 18-D-0030 | 18-D-0031 | 18-D-0032 | 18-D-0035 | 18-D-0036 | 18-D-0049 | 18-D-0050 |
| 18-D-0051 | 18-D-0052 | 18-D-0053 | 18-D-0054 | 18-D-0055 | 18-D-0056 | 18-D-0057 | 18-D-0058 | 18-D-0059 |
| 18-D-0060 | 18-K-0002 | 18-L-0001 | 18-L-0003 | 18-M-0001 | 18-M-0002 | 18-M-0003 | 18-M-0004 | 18-M-0005 |
| 18-M-0006 | 18-M-0007 | 18-M-0008 | 18-M-0009 | 18-M-0010 | 18-M-0011 | 18-M-0012 | 18-M-0013 | 18-M-0014 |
| 18-M-0016 | 18-M-0017 | 18-M-0018 | 18-M-0019 | 18-M-0020 |
Copyright
© HERCULES GMBH
Weitergabe und Vervielfältigung dieser Betriebsanleitung sowie Verwertung und Mitteilung ihres Inhalts sind verboten, soweit nicht ausdrücklich gestattet. Zuwiderhandlung verpflichten zu Schadenersatz. Alle Rechte für den Fall der Patent-, Gebrauchsmuster- oder Geschmacksmustereintragung vorbehalten.
Datenblatt
Name, Vorname des Käufers:
Kaufdatum:
Modell:
Rahmennummer:
Typennummer:
Reifengröße:
Empfohlener Reifenfülldruck (bar)*: vorne: hinten:
Firmenstempel und Unterschrift:
*Die zulässigen Reifenfülldrücke nach einem Reifenwechsel den Reifenmarkierungen entnehmen und beachten. Der hier empfohlene Reifenfülldruck darf nicht überschritten werden.
1 Technische Daten
Fahrrad
Transporttemperatur 5 °C - 25 °C
Lagertemperatur 5 °C - 25 °C
Temperatur Betrieb 5 °C - 3 5 °C
Temperatur Arbeitsumgebung 15 °C - 25 °C
Tabelle 1: Technische Daten Fahrrad
Anzugsmoment
Anzugsmoment Achsmutter 35 Nm - 40 Nm
Maximales Anzugsmoment Klemmschrauben Lenker*
5 N m - 7 N m
Tabelle 2: Anzugsmomente
*sofern auf dem Bauteil keine anderen Angaben stehen
1 Technische Daten 2
2 Zu dieser Anleitung 7
2.1 Hersteller
2.2 Gesetze, Normen und Richtlinien 8
2.3 Mitgeltende Unterlagen 8
2.4 Änderungen vorbehalten 8
2.5 Identifizieren
2.5.1 Betriebsanleitung
2.5.2 Fahrrad
2.6 Zu Ihrer Sicherheit 12
2.6.1 Einweisung, Schulung und Kundendienst 12
2.6.2 Grundlegende Sicherheitshinweise 13
2.6.3 Warnhinweise
2.6.4 Sicherheitskennzeichen
2.7 Zu Ihrer Information 14
2.7.1 Handlungsanweisungen
2.7.2 Informationen auf dem Typenschild 14
2.7.3 Sprachkonventionen
2.8 Typenschild
3 Sicherheit
3.1 Anforderungen an den Fahrer 18
3.2 Persönliche Schutzausrüstung 18
3.3 Bestimmungsgemäße Verwendung 18
3.3.1 City- und Trekkingfahrrad 19
3.3.2 Kinder- und Jugendfahrrad 19
3.3.3 Faltrad
3.3.4 Lastenrad
3.4 Nicht bestimmungsgemäße Verwendung 21
3.5 Sorgfaltspflicht
3.5.1 Betreiber
3.5.2 Fahrer
4 Beschreibung
4.1 Übersicht
4.2 Lenker
4.3 Laufrad und Gabel 25
4.3.1 Ventil
4.3.2 Federung
4.4 Bremssystem
| 4.4.1 | Felgenbremse |
| 4.4.1.1 | Verriegelungshebel |
| 4.4.2 | Scheibenbremse |
| 4.4.3 | Rücktrittbremse |
| 4.5 | Antriebssystem |
| 4.6 | Fahrlicht |
5 Transport, Lagerung und Montage 32
5.1 Transport 32
5.2 Lagern 33
5.2.1 Betriebspause
5.2.1.1 Betriebspause vorbereiten 33
5.2.1.2 Betriebspause durchführen 33
5.3 Montage 34
5.3.1 Auspacken 34
5.3.2 Lieferumfang
5.3.3 In Betrieb nehmen 35
5.3.4 Laufräder mit Schnellspanner montieren 37
6 Fahrrad an Fahrer anpassen 38
6.1 Sattel einstellen 38
6.1.1 Sitzhöhe ermitteln 38
6.1.2 Sattelstütze mit Schnellspanner festspannen 39
6.1.3 Sitzposition und Sattelneigung einstellen 40
6.2 Lenker einstellen 40
6.3 Vorbau einstellen 41
6.3.1 Mit Schnellspanner, Ausführung I 41
6.3.2 Mit Schnellspanner, Ausführung II 42
6.4 Spannkraft der Schnellspanner prüfen 43
6.4.1 Werkzeuglos einstellbar 44
6.5 Grundeinstellung der Federung und Dämpfung 46
6.5.1 Härte der Federelemente einstellen 46
6.5.1.1 Härte der Stahlfedergabel einstellen 46
6.5.1.2 Härte der Luftfederelemente einstellen 47
6.5.1.3 Vorderrad
6.5.2 Greifweite des Bremshebels einstellen 48
6.5.3 Hydraulisch betätigte Felgenbremse 48
6.5.4 Hydraulisch betätigte Scheibenbremse 49
7 Betrieb 50
7.1 Vor jeder Fahrt 52
7.2 Seitenständer nutzen 54
7.3 Gepäckträger nutzen 55
7.4 Gangschaltung
7.5 Fahrlicht nutzen 57
7.6 Bremsen
7.6.1 Bremse nutzen 59
7.6.2 Rücktrittbremse nutzen 59
7.7 Federung und Dämpfung 60
7.7.1 Federung des Vorderrads sperren 60
7.7.1.1 Gabelsperre am Federkopf 60
7.7.1.2 Gabelsperre am Lenker, Ausführung I 61
7.7.1.3 Gabelsperre am Lenker, Ausführung II 61
7.7.1.4 Gabelsperre am Lenker, Ausführung III 62
7.7.1.5 Gabelsperre am Lenker, Ausführung IV 62
7.7.1.6 Gabelsperre am Lenker, Ausführung V 62
7.8 Falten
7.8.1 Faltrad falten 63
7.8.1.1 Pedal falten 63
7.8.2 Vorbau, Ausführung I, falten 64
7.8.2.1 Vorbau, Ausführung II, falten 65
7.8.2.2 Sattelstütze einschieben 65
7.8.2.3 Rahmen falten 65
7.8.3 Fahrbereitschaft wiederherstellen 67
7.8.3.1 Rahmen auseinanderfalten 67
7.8.3.2 Pedal auseinanderfalten 68
8 Instandhaltung 69
8.1 Reinigen und Pflegen 70
8.1.1 Grundreinigung und Konservieren 70
8.1.2 Kette
8.2 Instandhalten
8.2.1 Laufrad
8.2.2 Bremssystem
8.2.3 Elektrische Leitungen und Bremszüge 73
8.2.4 Gangschaltung
8.2.5 Ketten- bzw. Riemenspannung 74
8.3 Inspektion
8.4 Korrigieren und Reparieren 76
8.4.1 Nur Originalteile nutzen 76
8.4.2 Seitenständer einstellen 77
8.4.3 Laufrad Schnellspanner 78
8.4.4 Schnellspanner festspannen 79
8.4.5 Fülldruck korrigieren 81
8.4.5.1
Blitzventil
8.4.5.2 Französisches Ventil 82
8.4.6 Gangschaltung einstellen 83
8.4.6.1 Seilzugbetätigte Gangschaltung, einzügig 83
8.4.6.2 Seilzugbetätigte Gangschaltung, zweizügig 84
8.4.6.3 Seilzugbetätigter Drehgriffschalter, zweizügig 85
8.4.7 Bremsbelagverschleiß ausgleichen 86
8.4.7.1 Hydraulisch betätigte Felgenbremse 86
8.4.7.2 Seilzugbetätigte Felgenbremse 87
8.4.7.3
Scheibenbremse
8.4.8 Beleuchtung austauschen 88
8.4.9 Scheinwerfer einstellen 88
8.4.10 Reparaturen durch den Fachhändler 88
8.5 Zubehör 89
8.5.1 Kindersitz 90
8.5.2 Fahrradanhänger 92
9 Wiederverwerten und Entsorgen 93
10 Tabellenverzeichnis 94
11 Sachregister 95
2 Zu dieser Anleitung
Diese Bedienungsanleitung vor der Inbetriebnahme des Fahrrads lesen, um alle Funktionen richtig und sicher anzuwenden. Sie ersetzt nicht die persönliche Einweisung durch den ausliefernden HERCULES-Fachhändler. Die Bedienungsanleitung ist Bestandteil des Fahrrads. Wenn es eines Tages weiterveräußert wird, ist sie dem Folgeeigentümer zu übergeben.
Diese Bedienungsanleitung richtet sich in der Hauptsache an den Fahrer und den Betreiber des Fahrrads, die in der Regel technische Laien sind.

Textpassagen, die sich ausdrücklich an Fachpersonal (z. B. Zweiradmechaniker) richten, sind durch ein blaues Werkzeugsymbol gekennzeichnet.
Das Personal von allen HERCULES-Fachhändlern erkennt aufgrund seiner fachlichen Ausbildung und Schulung Risiken und vermeidet Gefährdungen, die bei Wartung, Pflege und Reparatur des Fahrrads auftreten. Informationen für Fachpersonal haben für technische Laien keinen zur Handlung auffordernden Charakter.
2.1 Hersteller
Der Hersteller des Fahrrads ist die:
HERCULES GMBH
Longericher Straße 2
D-50739 Köln
Tel.: +49 4471 18735-0
Fax: +49 4471 18735-29
E-Mail: info@hercules-bikes.de
Internet: www.hercules-bikes.de
2.2 Gesetze, Normen und Richtlinien
Diese Bedienungsanleitung berücksichtigt die wesentlichen Anforderungen aus:
- der EN ISO 4210-2:2015, Fahrräder – Sicherheitstechnische Anforderungen an Fahrräder – Teil 2: Anforderungen für City- und Trekkingfahrräder, Jugendfahrräder, Geländefahrräder (Mountainbikes) und Rennräder,
- der EN 11243:2016, Fahrräder – Gepäckträger für Fahrräder - Anforderungen und Prüfverfahren,
- der EN 82079-1:2012, Erstellen von Gebrauchsanleitungen – Gliederung, Inhalt und Darstellung – Teil 1: Allgemeine Grundsätze und ausführliche Anforderungen.
- der EN ISO 17100:2016-05 Übersetzungsdienstleistungen - Anforderungen an Übersetzungsdienstleistungen
2.3 Mitgeltende Unterlagen
Die ständig aktualisierten Zubehörfreigabe- und Teilelisten liegen den HERCULES-Fachhändlern vor.
Alle anderen Informationen sind nicht mitgeltend.
2.4 Änderungen vorbehalten
Die in dieser Bedienungsanleitung enthaltenen Informationen sind zum Zeitpunkt des Drucks freigegebene technische Spezifikationen. Bedeutende Veränderungen werden in einer neuen Ausgabe der Bedienungsanleitung berücksichtigt.
2.5 Identifizieren
2.5.1 Betriebsanleitung
Die Identifikationsnummer dieser Bedienungsanleitung besteht aus der Dokumentennummer, der Versionsnummer und dem Erscheinungsdatum. Sie befindet sich auf dem Deckblatt und in der Fußzeile.
Identifikationsnummer 034-11460_1.0_14.12.2017
Tabelle 76: Identifikationsnummer der Bedienungsanleitung
2.5.2 Fahrrad
Diese Bedienungsanleitung der Marke HERCULES bezieht sich auf das Modelljahr 2018. Der Produktionszeitraum ist Juli 2017 bis Juni 2018. Sie wird im Juli 2017 herausgegeben.
Die Bedienungsanleitung ist Bestandteil folgender Fahrräder:
Typennr. Modell Fahrradart
18-D-0001 Tessano Pro City- und Trekkingrad
18-D-0002 Tessano Pro City- und Trekkingrad
18-D-0003 Tessano Comp City- und Trekkingrad
18-D-0004 Tessano Comp City- und Trekkingrad
18-D-0005 Tessano Sport City- und Trekkingrad
18-D-0006 Tessano Sport City- und Trekkingrad
18-D-0007 Tessano 8 City- und Trekkingrad
18-D-0008 Tessano 8 City- und Trekkingrad
18-D-0009 Avanos Pro City- und Trekkingrad
18-D-0010 Avanos Pro City- und Trekkingrad
18-D-0011 Avanos COMP City- und Trekkingrad
Tabelle 77: Zuordnung Typennummer, Modell und Fahrradart
Typennr. Modell Fahrradart
18-D-0012 Avanos COMP City- und Trekkingrad
18-D-0013 Avanos 24 City- und Trekkingrad
18-D-0014 Avanos 24 City- und Trekkingrad
18-D-0015 Avanos 24 City- und Trekkingrad
18-D-0016 Tourer 24 Sport City- und Trekkingrad
18-D-0017 Tourer 24 Sport City- und Trekkingrad
18-D-0018 Tourer 24 Sport City- und Trekkingrad
18-D-0019 Tourer 21 City- und Trekkingrad
18-D-0020 Tourer 21 City- und Trekkingrad
18-D-0021 Tourer 21 City- und Trekkingrad
18-D-0022 Valencia R8 HS City- und Trekkingrad
18-D-0023 Valencia R8 HS City- und Trekkingrad
18-D-0024 Valencia R8 HS City- und Trekkingrad
18-D-0025 Valencia R7 City- und Trekkingrad
18-D-0026 Valencia R7 City- und Trekkingrad
18-D-0027 Valencia R7 City- und Trekkingrad
18-D-0028 Valencia R7 City- und Trekkingrad
18-D-0029 Uno R7 City- und Trekkingrad
18-D-0030 Uno R7 City- und Trekkingrad
18-D-0031 Uno R3 City- und Trekkingrad
18-D-0032 Uno R3 City- und Trekkingrad
18-D-0035 Viverty R7 City- und Trekkingrad
18-D-0036 Viverty F7 City- und Trekkingrad
18-D-0049 Spyder Street Pro City- und Trekkingrad
18-D-0050 Spyder Street Pro City- und Trekkingrad
18-D-0051 Spyder Pro City- und Trekkingrad
18-D-0052 Spyder Pro City- und Trekkingrad
18-D-0053 Spyder Street Comp City- und Trekkingrad
18-D-0054 Spyder Street Comp City- und Trekkingrad
Tabelle 77:
Zuordnung Typennummer, Modell und Fahrradart
Typennr. Modell Fahrradart
18-D-0055 Spyder Comp City- und Trekkingrad
18-D-0056 Spyder Comp City- und Trekkingrad
18-D-0057 Spyder Street City- und Trekkingrad
18-D-0058 Spyder Street City- und Trekkingrad
18-D-0059 Spyder City- und Trekkingrad
18-D-0060 Spyder City- und Trekkingrad
18-K-0002 Cargo City 3-G Lastenrad
18-L-0001 Versa R7 Faltrad
18-L-0003 Versa 7 Faltrad
18-M-0001 Sonic Disc 24 Kinder- und Jugendrad
18-M-0002 Sonic Disc 24 Kinder- und Jugendrad
18-M-0003 Sonic 21 Kinder- und Jugendrad
18-M-0004 Sonic 21 Kinder- und Jugendrad
18-M-0005 Sonic 21 Kinder- und Jugendrad
18-M-0006 Sonic 21 Kinder- und Jugendrad
18-M-0007 Sonic 21 Offroad Kinder- und Jugendrad
18-M-0008 Sonic 7 Kinder- und Jugendrad
18-M-0009 Sonic 7 Offroad Kinder- und Jugendrad
18-M-0010 Robo R3 Kinder- und Jugendrad
18-M-0011 Robo R3 Kinder- und Jugendrad
18-M-0012 Pippa R7 Kinder- und Jugendrad
18-M-0013 Pippa R7 Kinder- und Jugendrad
18-M-0014 Pippa R7 Kinder- und Jugendrad
18-M-0016 Pippa R7 Kinder- und Jugendrad
18-M-0017 Pippa R3 Kinder- und Jugendrad
18-M-0018 Pippa R3 Kinder- und Jugendrad
18-M-0019 Pippa R3 Kinder- und Jugendrad
18-M-0020 Sonic 7 Kinder- und Jugendrad
Tabelle 77: Zuordnung Typennummer, Modell und Fahrradart
3.5 Zu Ihrer Sicherheit
Das Sicherheitskonzept des Fahrrads besteht aus vier Elementen:
- die Einweisung des Fahrers bzw. des Betreibers, sowie die Wartung und Reparatur des Fahrrads durch den HERCULES-Fachhändler,
• das Kapitel allgemeine Sicherheit,
• die Warnhinweise in dieser Anleitung und - die Sicherheitskennzeichen auf den Typenschildern.
3.5.1 Einweisung, Schulung und Kundendienst
Den Kundendienst führt der ausliefernde HERCULES-Fachhändler aus. Er gibt seine Kontaktdaten auf der Rückseite und dem Datenblatt dieser Bedienungsanleitung an. Sollte dieser nicht erreichbar sein, finden Sie auf der Internetseite weitere kundendienstbereite HERCULES-Fachhändler.

Der mit Reparaturen und Wartungsarbeiten beauftragte HERCULES-Fachhändler wird regelmäßig geschult.
Der Fahrer oder der Betreiber des Fahrrads wird spätestens bei der Übergabe des Fahrrads vom ausliefernden HERCULES-Fachhändler über die Funktionen des Fahrrads persönlich aufgeklärt.
Jeder Fahrer, dem dieses Fahrrad bereitgestellt wird, muss eine Einweisung in die Funktionen des Fahrrads erhalten. Diese Bedienungsanleitung ist jedem Fahrer zur Kenntnisnahme und Beachtung in gedruckter Form auszuhändigen.
3.5.2 Grundlegende Sicherheitshinweise
Diese Bedienungsanleitung besitzt ein Kapitel mit allgemeinen Sicherheitshinweisen
[▷ Kapitel 3, Seite 21]. Das Kapitel ist erkennbar durch einen grauen Hintergrund.
3.5.3 Warnhinweise
SIGNALWORT
Gefährliche Situationen und Handlungen sind durch Warnhinweise gekennzeichnet. In dieser Bedienungsanleitung werden Warnhinweise wie folgt dargestellt:
Art und Quelle der Gefahr
Beschreibung der Gefahr und die Folgen.
▶ Maßnahmen
In der Bedienungsanleitung werden folgende Piktogramme und Signalwörter für Warnungen und Hinweise verwendet:

GEFAHR
Führt bei Nichtbeachtung zu schweren Verletzungen oder zum Tod. Hoher Risikograd der Gefährdung.

WARNUNG
Kann bei Nichtbeachtung zu schweren Verletzungen oder zum Tod führen. Mittlerer Risikograd der Gefährdung.

VORSICHT
Kann zu leichten oder mittelschweren Verletzungen führen. Niedriger Risikograd der Gefährdung.
HINWEIS
Kann bei Nichtbeachtung zu einem Sachschaden führen.
Tabelle 5: Bedeutung der Signalwörter
3.5.4 Sicherheitskennzeichen
Auf den Typenschildern des Fahrrads werden folgende Sicherheitskennzeichen verwendet:


Allgemeine Warnung
Gebrauchsanleitungen beachten
Tabelle 6: Sicherheitskennzeichen auf dem Produkt
3.6 Zu Ihrer Information
3.6.1 Handlungsanweisungen
Handlungsanweisungen sind nach folgendem Muster aufgebaut:
√ Voraussetzungen (optional)
▶ Handlungsschritt
→ Ergebnis des Handlungsschritts (optional)
3.6.2 Informationen auf dem Typenschild
Auf den Typenschildern der Produkte befinden sich neben den Warnhinweisen weitere wichtige Informationen zum Fahrrad:

nur für die Straße geeignet, keine Geländefahrten und Sprünge
geeignet für Straßen- und Geländefahrten und Sprüngen bis zu 15 cm
geeignet für raue Geländefahrten und Sprüngen bis zu 61 cm
geeignet für raue Geländefahrten und Sprüngen bis zu 122 cm
geeignet für schwerstes Gelände
Tabelle 7: Einsatzgebiet
| City- und Trekkingfahrrad | |
| Kinderfahrrad / Jugendrad | |
| BMX-Fahrrad | |
| Geländefahrrad | |
| Rennrad | |
| Lastenrad | |
| Faltrad |
Tabelle 8: Fahrradart
3.6.3 Sprachkonventionen
Das in dieser Bedienungsanleitung beschriebene Fahrrad kann mit alternativen Komponenten ausgerüstet sein. Die Ausstattung des Fahrrads ist durch die jeweilige Typennummer
[▷ Tabelle 7, Seite 17] definiert. Falls es zutreffend ist, wird auf alternativ eingesetzte Komponenten durch die Hinweise alternative Ausstattung bzw. alternative Ausführung hingewiesen.
Alternative Ausstattung beschreibt zusätzliche Komponenten, die nicht Bestandteil jedes Fahrrads dieser Anleitung sein müssen.
Alternative Ausführung erklärt verschiedene Varianten von Komponenten, falls sich diese in der Verwendung unterscheiden.
In dieser Bedienungsanleitung werden folgende Schreibweisen verwendet:
Schreibweise Verwendung
kursiv Einträge im Sachregister GESPERRT Anzeigen auf dem
Bildschirm
[▷ Beispiel,
Seitennumerierung]
- Aufzählungen
Querverweise
Tabelle 9: Schreibweisen
2.1 Typenschild
Das Typenschild befindet sich auf dem Rahmen. Auf dem Typenschild sind folgende Informationen:

Abbildung 2: Typenschild, Beispiel
1 zulässiges Gesamtgewicht
2 Hersteller
3 Typennummer
4 Fahrradnorm
5 Fahrradart
6 Sicherheitshinweise
7 Einsatzgebiet
3
S
i
C
3.1 Anforderungen an den Fahrer
Die körperlichen und geistigen Fähigkeiten des Fahrers müssen zur Teilnahme am Straßenverkehr ausreichen. Bei Minderjährigen obliegt die Feststellung der Eignung zur Nutzung des Fahrrads alleine den Erziehungsberechtigten.
3.2 Persönliche Schutzausrüstung
Es wird das Tragen eines geeigneten Schutzhelms empfohlen. Darüber hinaus wird empfohlen, fahrradtypische, enganliegende Kleidung und festes Schuhwerk zu tragen.
3.3 Bestimmungsgemäße Verwendung
Das Fahrrad darf nur in einwandfreiem, funktionstüchtigem Zustand verwendet werden. National können von der Serienausstattung abweichende Anforderungen an das Fahrrad gestellt werden. Für die Teilnahme am Straßenverkehr gelten teils besondere Vorschriften bezüglich de Lichttechnischen Ausstattung und anderer Bauteile.
Die allgemeingültigen Gesetze sowie die Vorschriften zur Unfallverhütung und zum Umweltschutz des jeweiligen Verwenderlandes müssen beachtet werden. Alle Handlungsanweisungen und Checklisten in dieser Bedienungsanleitung gehören auch zur bestimmungsgemäßen Verwendung. Die Montage von freigegebenem Zubehör durch Fachpersonal ist zulässig.
Jedes Fahrrad ist einer Fahrradart zugeordnet, aus der sich die bestimmungsgemäße Verwendung ergibt
3.3.1 City- und Trekkingfahrrad

City- und Trekkingfahrräder sind für den täglichen, komfortablen Einsatz auf befestigten Straßen und Wegen ausgelegt. Sie sind zur Teilnahme am Straßenverkehr geeignet.
City- und Trekkingfahrräder sind keine Sporträder. Bei sportlichem Einsatz ist mit reduzierter Fahrstabilität und gemindertem Komfort zu rechnen. City- und Trekkingfahrräder sind zum Fahren im Gelände ungeeignet.
3.3.2 Kinder- und Jugendfahrrad

Diese Bedienungsanleitung muss vor der Inbetriebnahme von den Erziehungsberechtigten des minderjährigen Fahrers gelesen und verstanden werden.
Der Inhalt dieser Bedienungsanleitung muss den Fahrern altersgerecht vermittelt werden.
Die Kinder und Jugendfahrräder sind zur Teilnahme am Straßenverkehr geeignet. Aus orthopädischen Gründen ist die Größe des Fahrrads regelmäßig zu prüfen. Die Einhaltung des zulässigen Gesamtgewichts muss wenigstens quartalsweise überprüft werden.
Kinder- und Jugendfahrräder sind keine Spielzeuge.
3.3.3 Faltrad

Das Faltrad ist für den Einsatz auf befestigten Straßen im Straßenverkehr ausgelegt. Das Faltrad ist zusammenfaltbar und damit für den raumsparenden Transport, beispielsweise im öffentlichen Personennahverkehr oder im Pkw, geeignet.
Das Faltrad ist kein Reise- oder Sportrad. Die Faltbarkeit des Faltrads erfordert den Einsatz kleiner Laufräder sowie langer Bremsleitungen und Bowdenzüge. Unter erhöhter Belastung ist deshalb mit reduzierter Fahrstabilität und Bremsleistung, gemindertem Komfort und reduzierter Haltbarkeit zu rechnen.
3.3.4 Lastenrad

Das Lastenrad ist besonders für den täglichen Transport von Lasten auf befestigten Straßen im Straßenverkehr ausgelegt.
Der Transport von Lasten erfordert Geschicklichkeit und körperliche Fitness, um das zusätzliche Gewicht zu balancieren. Die sehr unterschiedlichen Beladungszustände und Gewichtsverteilungen erfordern besondere Übung und Geschicklichkeit beim Bremsen und bei der Kurvenfahrt.
Die Fahrradlänge, die Breite und der Wendekreis erfordern eine längere Gewöhnungsphase. Das Lastenrad verlangt vorausschauendes Fahren. Der Straßenverkehr und der Wegezustand sind dementsprechend zu beachten.as Lastenrad ist kein Sportrad.
3.4 Nicht bestimmungsgemäße Verwendung
Die Missachtung der bestimmungsgemäßen Verwendung löst die Gefahr von Personen- und Sachschäden aus. Für folgende Verwendungen ist das Fahrrad nicht geeignet:
- Fahrten mit einem beschädigten oder unvollständigen Fahrrad,
• das Befahren von Treppen, - das Durchfahren von tiefem Wasser,
- das Verleihen des Fahrrads an nicht eingewiesene Fahrer,
• die Mitnahme weiterer Personen, - das Fahren mit übermäßigem Gepäck,
- freihändiges Fahren,
• das Fahren auf Eis und Schnee, - unsachgemäße Pflege,
- unsachgemäße Reparatur,
- harte Einsatzgebiete wie im professionellen Wettbewerb und
- Trickfahrten oder Kunstflugbewegungen.
3.5 Sorgfaltspflicht
Die Sicherheit des Fahrrads kann nur dann umgesetzt werden, wenn sämtliche dafür notwendige Maßnahmen getroffen werden.
3.5.1 Betreiber
Der Sorgfaltspflicht des Betreibers obliegt es, die Maßnahmen zu planen und ihre Ausführung zu kontrollieren.
Der Betreiber:
- stellt diese Bedienungsanleitung dem Fahrer für die Dauer der Fahrradnutzung zur Verfügung. Bei Bedarf übersetzt er die Bedienungsanleitung in eine dem Fahrer verständliche Sprache.
- weist den Fahrer vor der ersten Fahrt in die Funktionen des Fahrrads ein. Nur unterwiesene Fahrer dürfen fahren.
- weist den Fahrer auf die bestimmungsgemäße Verwendung und das Tragen einer persönlichen Schutzausrüstung hin.
- beauftragt ausschließlich Fachkräfte zur Wartung und Reparatur des Fahrrads.
3.5.2 Fahrer
Der Fahrer:
- lässt sich vor der ersten Fahrt einweisen. Fragen zur Bedienungsanleitung klärt er mit dem Betreiber oder dem HERCULES-Fachhändler.
- trägt eine persönliche Schutzausrüstung.
übernimmt im Falle der Weitergabe des Fahrrads alle Pflichten des Betreibers.
4 Beschreibung
4.1 Übersicht

Abbildung 2: Fahrrad von rechts, Beispiel Solero SL
1 Vorderrad
2 Gabel
3 Radschützer vorne
4 Scheinwerfer
5 Lenker
6 Vorbau
7 R a h m e n
8 Sattelstütze
9 S a t t e l
10 Gepäckträger
11 Reflektor und Rücklicht
12 Radschützer hinten
13 Hinterrad
14 Seitenständer
15 Kette
16 Rahmennummer
17 Kettenschutz
18 Typenschild
4.2 Lenker

Abbildung 2: Detailansicht Fahrrad aus Fahrerposition, Beispiel 1

Abbildung 3: Detailansicht Fahrrad aus Fahrerposition, Beispiel 2
1 Bremshebel hinten
2 G I o c k e
3 Scheinwerfer
4 Bremshebel vorne
5 Schalthebel
6 Drehgriffschalter der Schaltung
7 Schalthebel
4.3 Laufrad und Gabel

Abbildung 4: Komponenten des Laufrads, Beispiel Vorderrad
3 Federgabelkopf mit Einstellrad
4 Gabel
5 Speiche
6 Schnellspanner
7 N a b e
8 Ventil
9 Ausfallende der Federgabel
4.3.1 Ventil
Jedes Laufrad besitzt ein Ventil. Es dient zum Befüllen des Reifens mit Luft. Auf jedem Ventil befindet sich eine Ventilkappe. Die aufgeschraubte Ventilkappe hält Staub und Schmutz fern.
Das Fahrrad besitzt entweder ein klassisches Blitzventil oder ein Französisches Ventil.
4.3.2 Federung
Eine Federgabel verbessert den Bodenkontakt und den Komfort über zwei Funktionen: die Federung und die Dämpfung.

Abbildung 5: Fahrrad ohne Federung (1) und mit Federung (2) beim Fahren über ein Hindernis
Bei der Federung wird ein Stoß, z. B. durch einen im Weg liegenden Stein, nicht über die Gabel direkt in den Körper des Fahrers geleitet, sondern durch das Federsystem aufgefangen. Die Federgabel wird dadurch zusammengestaucht. Das Zusammenstauchen kann gesperrt werden, sodass eine Federgabel wie eine starre Gabel reagiert.
4.4 Bremssystem
Das Bremssystem des Fahrrads besteht entweder aus:
- einer Felgenbremse am Vorder- und Hinterrad,
- einer Scheibenbremse am Vorder- und Hinterrad oder
- aus einer Felgenbremse am Vorder- und Hinterrad und einer zusätzlichen Rücktrittbremse.
4.4.1 Felgenbremse
(Alternative Ausstattung)

Abbildung 6: Komponenten der Felgenbremse mit Detail, Beispiel
1 Hinterradbremse
2 Bremsklotz
3 Bremsarm
4 Felge
5 Lenker mit Bremshebeln
6 Vorderradbremse
Die Felgenbremse stoppt die Bewegung des Laufrads, indem der Fahrer die Bremshebel zieht und hierdurch zwei gegenüberliegende Bremsklötze auf die Felgen presst.
Es gibt zwei alternative Ausführungen der Felgenbremse:
• die hydraulisch betätigte Felgenbremse und
• die Seilzug betätigte Felgenbremse.
4.4.1.1 Verriegelungshebel
(Alternative Ausstattung)
Das Fahrrad mit hydraulisch betätigten Felgenbremsen ist mit jeweils einem Verriegelungshebel an der Vorder- und Hinterradbremse ausgestattet

Abbildung 7: Verriegelungshebel der Felgenbremse, am Hinterrad (1) und Vorderrad (2)

Die Verriegelungshebel sind nicht beschriftet. Nur ein HERCULES-Fachhändler darf die Verriegelungshebel einstellen.
4.4.2 Scheibenbremse
(Alternative Ausstattung)

Abbildung 8: Bremssystem eines Fahrrads mit einer Scheibenbremse, Beispiel
1 Bremsscheibe
2 Bremssattel mit Bremsbelägen
3 Lenker mit Bremshebeln
4 Vorderrad Bremsscheibe
5 Hinterrad Bremsscheibe
Bei einem Fahrrad mit einer Scheibenbremse ist die Bremsscheibe mit der Nabe des Laufrads fest verbunden. Wird der Bremshebel gezogen, werden die Bremsbeläge auf die Bremsscheibe gepresst und die Bewegung des Laufrads gestoppt.
4.4.3 Rücktrittbremse
(Alternative Ausstattung)

Abbildung 9: Bremssystem eines Fahrrads mit einer Rücktrittbremse, Beispiel
1 Hinterrad Felgenbremse
2 Lenker mit Bremshebeln
3 Vorderrad Felgenbremse
4 Pedal
5 Rücktrittbremse
Die Rücktrittbremse stoppt die Bewegung des Hinterrads, indem der Fahrer die Pedale entgegengesetzt der Fahrbewegung tritt.
4.5 Antriebssystem
Das Fahrrad wird mit Muskelkraft durch das Kettengetriebe angetrieben. Die Kraft, die durch das Treten der Pedale in Fahrtrichtung aufgewendet wird, treibt das vordere Kettenrad an. Über die Kette wird die Kraft auf das hintere Kettenrad und dann an das Hinterrad übertragen.

Abbildung 10: Schema Antriebssystem
1 Fahrtrichtung
2 K e t t e
3 hintere Kettenrad
4 vordere Kettenrad
5 Pedal
4.6 Fahrlicht
Zu dem Fahrlicht gehört der Scheinwerfer und das Rücklicht. Der Nabendynamo versorgt beide Lampen mit Strom.
5 Transport, Lagerung und Montage
5.1 Transport
HINWEIS
Liegt das Fahrrad flach, können Öle und Fette aus dem Fahrrad austreten.
Liegt der Transportkarton mit einem Fahrrad flach oder hochkant, bietet er keinen ausreichenden Schutz vor Schäden am Rahmen und an den Laufrädern.
Das Fahrrad nur stehend transportieren.
HINWEIS
Fahrradträgersysteme, bei denen das Fahrrad auf dem kopfstehend am Lenker oder Rahmen fixiert wird, erzeugen beim Transport unzulässige Kräfte an den Bauteilen. Hierdurch kann ein Bruch der tragenden Teile entstehen.
▶ Niemals Fahrradträgersysteme nutzen, bei denen das Fahrrad auf dem kopfstehend am Lenker oder Rahmen fixiert wird.
▶ Beim Transport das Gewicht des fahrfertigen Fahrrads berücksichtigen.
▶ Loses Zubehör, beispielsweise Trinkflaschen, vor dem Transport des Fahrrads entfernen.
▶ Beim Transport mit dem Pkw ein geeignetes Fahrradträgersystem verwenden.

Der HERCULES-Fachhändler berät bei der fachgerechten Auswahl und sicheren Verwendung eines geeigneten Trägersystems.
5.2 Lagern
HINWEIS
Liegt das Fahrrad flach, können Öle und Fette aus dem Fahrrad austreten.
Liegt der Transportkarton mit einem Fahrrad flach oder hochkant, bietet er keinen ausreichenden Schutz vor Schäden am Rahmen und an den Laufrädern.
▶ Das Fahrrad nur stehend lagern.
▶ Fahrrad trocken und sauber lagern.
5.2.1 Betriebspause
Sollte das Fahrrad, z. B. im Winter, länger als acht Wochen außer Betrieb genommen werden, muss eine Betriebspause vorbereitet werden.
5.2.1.1 Betriebspause vorbereiten
√ Das Fahrrad mit einem nebelfeuchten Tuch reinigen und mit einem Wachsspray konservieren. Niemals die Reibflächen der Bremse wachsen.

Vor langen Standzeiten empfiehlt sich eine Inspektion, Grundreinigung und Konservierung durch den HERCULES-Fachhändler
5.2.1.2 Betriebspause durchführen
▶ Fahrrad in trockener und sauberer Umgebung lagern.
5.3 Montage

√ Das Fahrrad in einer sauberen und trockenen Umgebung montieren.
√ Die Arbeitsumgebung soll eine Temperatur von 15 °C - 25 °C haben.
Temperatur Arbeitsumgebung
15 °C - 25 °C
√ Wird ein Montageständer verwendet, muss dieser für ein Maximalgewicht von 30 kg zugelassen sein.
√ Universalwerkzeuge, ein Drehmomentschlüssel mit einem Arbeitsbereich von 5 Nm bis 40 Nm und die von der HERCULES empfohlenen Spezialwerkzeuge müssen vorhanden sein.
5.3.1 Auspacken

Verletzung der Hände durch Kartonage
Der Transportkarton ist mit Metallklammern verschlossen. Es besteht beim Auspacken und Zerkleinern der Verpackung die Gefahr von Stich- oder Schnittverletzungen.
▶ Geeigneten Handschutz tragen.
▶ Metallklammern mit einer Zange entfernen, bevor der Transportkarton geöffnet wird.
Das Verpackungsmaterial besteht hauptsächlich aus Pappe und Kunststofffolie.
▶ Die Verpackung nach den behördlichen Auflagen entsorgen.
5.3.2 Lieferumfang
Das Fahrrad wurde im Werk zu Testzwecken vollständig montiert und anschließend für den Transport zerlegt.
Zum Lieferumfang gehört:
• das Fahrrad, zu 98% vormontiert,
- das Vorderrad,
• die Pedale und
• die Bedienungsanleitung.
5.3.3 In Betrieb nehmen
Da die Erstinbetriebnahme des Fahrrads Spezialwerkzeuge und besondere Fachkenntnisse erfordert, ist diese ausschließlich von geschultem Fachpersonal durchzuführen.
Die Praxis zeigt, dass ein unverkauftes Fahrrad spontan zu Probefahrten an Endverbraucher abgegeben wird, sobald es fahrbereit aussieht.
Jedes Fahrrad nach dem Aufbau sofort in den voll einsatzfähigen Zustand bringen.
Zur Erstinbetriebnahme gehören folgende Arbeiten:
▶ Die Laufräder montieren und die Pedale montierten.
▶ Lenker und Sattel in Funktionsposition bringen.
Sämtliche Komponenten auf festen Sitz prüfen.
Alle Einstellungen und das Anzugsmoment der Achsmuttern prüfen.
Anzugsmoment Achsmutter 35 Nm - 40 Nm
▶ Den gesamten Kabelbaum auf ordnungsgemäße Verlegung prüfen:
- Ein Kontakt des Kabelbaums mit beweglichen Teilen ist zu vermeiden.
• Die Leitungswege müssen glatt und frei von scharfen Kanten sein.
- Bewegliche Teile dürfen keinen Druck oder Zug auf den Kabelbaum ausüben.
▶ Den Scheinwerfer einstellen.
Verkauf des Fahrrads
Das Datenblatt auf der ersten Seite dieser Bedienungsanleitung ausfüllen.
Das Fahrrad an den Fahrer anpassen.
▶ Den Seitenständer einstellen, den Schalthebel einstellen und dem Käufer die Einstellungen zeigen.
▶ Betreiber oder Fahrer in alle Funktionen des Fahrrads einweisen.
5.3.4 Laufräder mit Schnellspanner montieren

Sturz durch gelösten Schnellspanner
Ein defekter oder falsch montierter Schnellspanner kann sich in der Bremsscheibe verfangen und das Rad blockieren. Ein Sturz ist die Folge.
▶ Vorderrad-Schnellspannhebel auf der gegenüberliegenden Seite der Bremsscheibe montieren.

Sturz durch defekten oder falsch montierten Schnellspanner
Die Bremsscheibe wird im Betrieb sehr heiß. Teile des Schnellspanners können hierdurch beschädigt werden. Der Schnellspanner lockert sich. Ein Sturz mit Verletzungen ist die Folge.
Der Vorderrad-Schnellspannhebel und die Bremsscheibe müssen gegenüber liegen.

Sturz durch Fehleinstellung der Spannkraft
Eine zu hohe Spannkraft beschädigt den Schnellspanner, sodass er seine Funktion verliert.
Eine nicht ausreichende Spannkraft führt zu ungünstiger Krafteinleitung. Die Federgabel oder der Rahmen kann brechen. Ein Sturz mit Verletzungen ist die Folge.
▶ Niemals mit einem Werkzeug (z. B. Hammer oder Zange) einen Schnellspanner befestigen.
▶ Nur Spannhebel mit vorschriftsmäßig eingestellter Spannkraft nutzen.
▶ Spannhebel öffnen.
Geöffneten Spannhebel mit der Radachse von der rechten Seite durch die Nabe schieben.
Je nach Ausführung das Laufrad festspannen und die Spannkraft einstellen.
2 Fahrrad an Fahrer anpassen

Der HERCULES-Fachhändler prüft alle Werkseinstellungen und stimmt beim Verkauf die Einstellung des Sattels, des Lenkers, der Federgabel und des Feder-Dämpfer-Elements auf den Fahrer ab.
2.1 Sattel einstellen
2.1.1 Sitzhöhe ermitteln

Sturz durch zu hoch eingestellte Sattelstütze
Eine zu hoch eingestellte Sattelstütze führt zum Bruch der Sattelstütze oder des Rahmens. Ein Sturz mit Verletzungen ist die Folge.
▶ Die Sattelstütze nur bis zur Markierung der Mindesteinstecktiefe aus dem Rahmen ziehen.

Abbildung 1: Detailansicht Sattelstützen, Beispiele der Markierung der Mindesteinstecktiefe
1 III-Markierung der Mindesteinstecktiefe
2 Sattelstütze I
3 Sattelstütze II
4 MIN-Markierung der Mindesteinstecktiefe
Aus ergonomischer Sicht soll die Sitzhöhe so eingestellt sein, dass die Ferse des ausgestreckten Beins das Pedal am tiefsten Punkt berührt.

Abbildung 16: Ermittlung der Sattelhöhe
2.1.2 Sattelstütze mit Schnellspanner festspannen

Der HERCULES-Fachhändler führt dem Fahrer oder Betreiber die Funktion des Schnellspanners vor.

Abbildung 17: Schnellspanner der Sattelstütze in der Endposition
1 Spannhebel der Sattelstütze
2 Sattelstütze
3 Rändelmutter
Festspannen
√ Die Sattelstütze nur im Stand festspannen.
Der Spannhebel der Sattelstütze ist nicht beschriftet. Ob er geöffnet oder geschlossen ist, ist erkennbar durch seine Formgebung.
- Zum Schließen, den Spannhebel der Sattelstütze bis zum Anschlag an die Sattelstütze drücken.
- Zum Öffnen, den Spannhebel der Sattelstütze von der Sattelstütze wegziehen.
▶ Die Spannkraft der Schnellspanner prüfen.
2.1.3 Sitzposition und Sattelneigung einstellen

Um die Sitzlänge und die Sattelneigung einzustellen, werden Spezialwerkzeuge benötigt. Der HERCULES-Fachhändler stimmt die Einstellung des Sattels auf den Fahrer ab.
2.2 Lenker einstellen

√ Die Lenkereinstellung darf nur im Stand vorgenommen werden.
Vorgesehene Schraubverbindungen lösen, justieren und mit dem maximalen Anzugsmoment der Klemmschrauben des Lenkers klemmen.
maximales Anzugsmoment der Klemmschrauben des Lenkers*
5 N m - 7 N m
*sofern auf dem Bauteil keine anderen Angaben stehen
Tabelle 30: maximales Anzugsmoment Klemmschraube Lenker
2.3 Vorbau einstellen
2.3.1 Mit Schnellspanner, Ausführung I (Alternative Ausführung)

Sturz durch Fehleinstellung der Spannkraft
Eine zu hohe Spannkraft beschädigt den Schnellspanner, sodass er seine Funktion verliert.
Eine nicht ausreichende Spannkraft führt zu ungünstiger Krafteinleitung. Hierdurch können Bauteile brechen. Ein Sturz mit Verletzungen ist die Folge.
▶ Niemals mit einem Werkzeug (z. B. Hammer oder Zange) einen Schnellspanner befestigen.
▶ Nur Spannhebel mit vorschriftsmäßig eingestellter Spannkraft nutzen.
▶ Spannhebel des Schnellspanners des Vorbaus öffnen.
Sicherungshebel am Vorbau nach oben ziehen und gleichzeitig den Lenker in die gewünschte Position schwenken.
→ Der Sicherungshebel rastet spürbar ein.
▶ Den Lenker auf erforderliche Höhe ausziehen.
▶ Den Schnellspanner verriegeln.
▶ Die Spannkraft der Schnellspanner prüfen.

Abbildung 2: Geschlossener Spannhebel (2) mit Rändelmutter (3) und Sicherungshebel (1) am Vorbau
2.3.2 Mit Schnellspanner, Ausführung II (Alternative Ausführung)

VORSICHT
Sturz durch Fehleinstellung der Spannkraft
Eine zu hohe Spannkraft beschädigt den Schnellspanner, sodass er seine Funktion verliert.
Eine nicht ausreichende Spannkraft führt zu ungünstiger Krafteinleitung. Ein Sturz mit Verletzungen ist die Folge.
▶ Niemals mit einem Werkzeug (z. B. Hammer oder Zange) einen Schnellspanner befestigen.
▶ Nur Spannhebel mit vorschriftsmäßig eingestellter Spannkraft nutzen.
▶ Den Spannhebel des Schnellspanners des Vorbaus öffnen.
▶ Den Lenker in gewünschte Position schwenken.
Der Lenker rastet mit einem hörbaren Klickgeräusch ein.
▶ Den Schnellspanner verriegeln.
▶ Die Spannkraft der Schnellspanner prüfen.

Abbildung 2: Vorbau, Ausführung II mit Spannhebel (1), Entsperrknopf (2) und Rändelmutter (3)
2.4 Spannkraft der Schnellspanner prüfen
▶ Die Schnellspanner des Vorbaus oder der Sattelstütze öffnen und schließen.
→ Die Spannkraft ist ausreichend, wenn der Spannhebel aus der geöffneten Endposition bis zur Mitte locker bewegt werden kann und ab der Mitte mit den Fingern oder dem Handballen gedrückt werden muss.
Spannkraft einstellen
▶ Sollte sich der Spannhebel des Lenkers nicht bis in seine Endposition bewegen lassen, die Rändelmutter herausdrehen.
▶ Sollte die Spannkraft des Spannhebels der Sattelstütze nicht ausreichen, die Rändelmutter hineindrehen.

Kann die Spannkraft nicht eingestellt werden, muss der HERCULES-Fachhändler den Schnellspanner überprüfen.
2.4.1 Werkzeuglos einstellbar
(Alternative Ausführung)

√ Die Einstellung des werkzeuglos einstellbaren Vorbaus darf nur im Stand vorgenommen werden.
Den Sicherungsknopf auf der linken Seite des Vorbaus drücken.

Mit gedrücktem Sicherungsknopf den Spannhebel des Vorbaus nach oben ziehen.

In der geöffneten Position den Vorbau individuell einstellen.

Nachdem der Vorbau eingestellt ist, den Spannhebel des Vorbaus nach unten drücken und verriegeln.
Abbildung 3: Handlungsschritte werkzeuglosen Vorbau einstellen
Die Verriegelung des Spannhebels des Vorbaus wird durch ein vernehmbares Klickgeräusch in der
Endstellung signalisiert. Der verriegelte Spannhebels des Vorbaus lässt sich nicht mehr anheben.
2.5 Grundeinstellung der Federung und Dämpfung
Die hier gezeigte Anpassung stellt eine Grundeinstellung dar. Der Fahrer soll je nach Untergrund und seinen Vorlieben die Grundeinstellung ändern.
Es ist ratsam, die Grundeinstellung zu notieren. So kann sie als Ausgangspunkt für spätere, optimierte Einstellungen und zur Sicherheit gegen unbeabsichtigte Veränderungen dienen.
2.5.1 Härte der Federelemente einstellen
2.5.1.1 Härte der Stahlfedergabel einstellen

√ Die Einstellung der Stahlfedergabel nur im Stand vornehmen.
Das Einstellrad kann sich unter einer Kunststoffabdeckung am Kopf des linken Federbeins befinden. Die Kunststoffabdeckung nach oben abnehmen.
Abbildung 4: Einstellrad der Federgabel, Beispiel
Mit dem Einstellrad am linken Federgabelkopf die Härte der Stahlfedergabel einstellen. Die Härte der Stahlfedergabel durch Drehen des Einstellrads in Richtung Plus oder Minus korrigieren.
→ Die optimale Einstellung auf das Gewicht des Fahrers ist erreicht, wenn das Federbein unter der Ruhelast des Fahrers 3 mm einfedert.
▶ Gegebenenfalls die Kunststoffabdeckung nach dem Einstellen der Federgabel wieder anbringen.
2.5.1.2 Härte der Luftfederelemente einstellen
HINWEIS
Fahren ohne Fülldruck zerstört die Radaufhängung, den Rahmen und die Luftfederelemente.
▶ Niemals ohne Fülldruck in den Luftfederelementen fahren.
HINWEIS
Eine gewöhnliche Luftpumpe kann den erforderlichen Druck nicht ausreichend feinfühlig aufbauen.
▶ Eine spezielle Dämpferpumpe zur Korrektur des Fülldrucks verwenden.
2.5.1.3 Vorderrad

√ Die Einstellung der Luftfedergabel nur im Stand vornehmen.
Das Gabel-Ventil befindet sich unter einer Schraubabdeckung am Kopf des linken Federbeins. Die Schraubabdeckung abdrehen.
Abbildung 5: Gabel-Ventil, Beispiel
Als Ausgangswert den Fülldruck mit Hilfe der Fülldruckempfehlungen auf der Luftfedergabel einstellen.
▶ O-Ring auf den Standrohren bzw. dem Kolben auf den minimal möglichen Federweg einstellen.
▶ Auf das Fahrrad aufsitzen und wieder absitzen.
▶ Position des verschobenen O-Rings ablesen.
→ Die optimale Einstellung auf das Gewicht des Fahrers ist erreicht, wenn die ermittelte Position zwischen 20 - 30% liegt.
▶ Bei einer Fehleinstellung, den Fülldruck über das Gabel-Ventil einstellen.
▶ Schraubabdeckung wieder aufdrehen.
2.5.2 Greifweite des Bremshebels einstellen (Alternative Ausstattung)
2.5.3 Hydraulisch betätigte Felgenbremse (Alternative Ausführung)

Sturz durch Fehleinstellung der Greifweite
Bei falsch eingestellten oder falsch montierten Bremszylindern kann die Bremsleistung jederzeit vollständig verloren gehen. Ein Sturz mit Verletzungen kann die Folge sein.
Nachdem die Greifweite eingestellt wurde, die Position des Bremszylinders überprüfen und bei Bedarf korrigieren.
▶ Niemals die Korrektur der Position des Bremszylinders ohne Spezialwerkzeuge durchführen. Zur Korrektur einen HERCULES-Fachhändler beauftragen.

Bei leicht angezogenem Bremshebel den Schieber in eine der drei Positionen stellen.
→ Der Fahrer kann bequem den Bremshebel nutzen.

Abbildung 6: Bremshebel mit Schieber (1) und seinen drei Positionen (2)
2.5.4 Hydraulisch betätigte Scheibenbremse (Alternative Ausführung)
▶ Die Greifweite mit der Rändelschraube des Bremshebels einstellen.
Der Fahrer kann bequem den Bremshebel nutzen.

Abbildung 7: Bremshebel (1) mit Rändelschraube (2)
7 Betrieb

Sturz durch lose Kleidung
Die Speichen der Laufräder und das Kettengetriebe können Schnürsenkel, Schals und andere lose Teile einziehen. Ein Sturz mit Verletzungen kann die Folge sein.
▶ Festes Schuhwerk und enganliegende Kleidung tragen.

Sturz durch Verschmutzung
Grobe Verschmutzungen können Funktionen des Fahrrads, beispielsweise die der Bremsen, der Beleuchtung oder der Reflektoren, stören. Ein Sturz mit Verletzungen kann die Folge sein.
▶ Vor der Fahrt grobe Verschmutzungen entfernen.

Sturz durch schlechte Straßenverhältnisse
Lose Gegenstände, beispielsweise Äste und Zweige, können sich in den Laufrädern verfangen und einen Sturz verursachen.
▶ Straßenverhältnisse beachten.
Langsam fahren und frühzeitig bremsen.
HINWEIS
Bei Bergabfahrten können hohe Geschwindigkeiten erreicht werden. Das Fahrrad ist nur für ein kurzzeitiges Überschreiten der 25 km/h ausgelegt. Insbesondere die Reifen können bei höherer Dauerbelastung versagen.
▶ Werden höhere Geschwindigkeiten als 25 km/h erreicht, das Fahrrad abbremsen.
HINWEIS
Durch Hitze oder direkte Sonneneinstrahlung kann der Reifenfülldruck über den zulässigen Maximaldruck ansteigen. Hierdurch kann der Reifen zerstört werden.
▶ Niemals das Fahrrad in der Sonne abstellen.
An heißen Tagen regelmäßig den Reifenfülldruck kontrollieren und bei Bedarf regulieren.
Aufgrund der offenen Bauweise kann eindringende Feuchtigkeit bei frostigen Temperaturen einzelne Funktionen des Fahrrads stören.

Sollte das Fahrrad bei Temperaturen unter 3 °C betrieben werden, muss zuvor der HERCULES-Fachhändler das Fahrrad für den Winterdienst vorbereiten.
Geländefahrten belasten stark die Gelenke der Arme. Dem Zustand der Fahrbahn entsprechend alle 30 bis 90 Minuten eine Fahrpause einlegen.
7.1 Vor jeder Fahrt

VORSICHT
Sturz durch unerkannte Schäden
Nach einem Sturz, Unfall oder dem Umfallen des Fahrrads können schwer erkennbare Schäden, z. B. am Bremssystem, den Schnellspannern oder dem Rahmen vorhanden sein. Ein Sturz mit Verletzungen kann die Folge sein.
▶ Fahrrad außer Betrieb nehmen und einen HERCULES-Fachhändler mit der Prüfung beauftragen.

VORSICHT
Sturz durch Materialermüdung
Bei Materialermüdung kann ein Bauteil plötzlich versagen. Ein Sturz mit Verletzungen kann die Folge sein.
Fahrrad sofort bei Anzeichen für eine Materialermüdung außer Betrieb nehmen. Den HERCULES-Fachhändler mit der Prüfung der Sachlage beauftragen.
▶ Regelmäßig den HERCULES-Fachhändler mit einer Grundreinigung beauftragen. Während der Grundreinigung sucht der HERCULES-Fachhändler das Fahrrad nach Anzeichen für Materialermüdung ab.
▶ Vor jeder Fahrt das Fahrrad prüfen.
→ Bei Abweichungen von der Checkliste vor jeder Fahrt oder Auffälligkeiten jeder Art darf das Fahrrad nicht verwendet werden, bis die Ursache geklärt ist.
Checkliste vor jeder Fahrt
| ☐ | Das Fahrrad auf Vollständigkeit prüfen. |
| ☐ | Auf ausreichend Sauberkeit prüfen, z. B. Beleuchtung, Reflektor und Bremse. |
| ☐ | Die feste Montage der Radschützer, des Gepäckträgers und des Kettenschutzes kontrollieren. |
| ☐ | Den Rundlauf des Vorder- und Hinterrads prüfen. Dies ist besonders wichtig, falls das Fahrrad transportiert oder mit einem Schloss gesichert wurde. |
| ☐ | Die Ventile und den Reifenfülldruck kontrollieren. Bei Bedarf vor der Fahrt regulieren. |
| ☐ | Die Vorder- und Hinterradbremse prüfen, ob sie ordnungsgemäß funktionieren. Dafür die Bremshebel im Stand ziehen, um zu prüfen, ob der Gegendruck in der gewohnten Bremshebelposition aufgebaut wird. |
| ☐ | Die Funktion des Fahrlichts überprüfen. |
| ☐ | Auf ungewöhnliche Geräusche, Vibrationen, Gerüche, Verfärbungen, Verformungen, Abrieb oder Verschleiß prüfen. Dies deutet auf eine Materialermüdung hin. |
| ☐ | Auf ein ungewohntes Betriebsgefühl beim Bremsen, Treten oder Lenken achten. |
| ☐ | Alle Schnellspanner überprüfen, ob sie sich vollständig geschlossen in ihrer Endposition befinden. |
| ☐ | Bei einem Fahrrad mit hydraulischer Felgenbremse überprüfen, ob sich die Verriegelungshebel vollständig geschlossen in ihrer Endposition befinden. |
7.2 Seitenständer nutzen

VORSICHT
Sturz durch heruntergeklappten Seitenständer
Der Seitenständer klappt nicht automatisch hoch. Beim Fahren mit heruntergeklapptem Seitenständer besteht Sturzgefahr.
▶ Den Seitenständer vor der Fahrt vollständig hochklappen.
HINWEIS
Wegen der hohen Gewichtskraft des Fahrrads kann der Seitenständer in weichen Untergrund einsinken, das Fahrrad kann kippen und umfallen.
Das Fahrrad nur auf ebenen und festem Untergrund abstellen.
Die Standsicherheit besonders dann prüfen, wenn das Fahrrad mit Zubehör ausgerüstet oder mit Gepäck beladen ist.
Seitenständer hochklappen
▶ Vor der Fahrt den Seitenständer mit dem Fuß vollständig hochklappen.
Fahrrad abstellen
▶ Vor dem Abstellen den Seitenständer mit dem Fuß vollständig runterklappen.
▶ Fahrrad vorsichtig abstellen und Standfestigkeit prüfen.
7.3 Gepäckträger nutzen

Sturz durch beladenen Gepäckträger
Bei einem beladenen Gepäckträger ändert sich das Fahrverhalten des Fahrrads, insbesondere beim Lenken und Bremsen. Dies kann zum Kontrollverlust führen. Ein Sturz mit Verletzungen kann die Folge sein.
▶ Die sichere Verwendung eines beladenen Gepäckträgers üben, bevor das Fahrrad im öffentlichen Raum verwendet wird.

Sturz durch ungesichertes Gepäck
Lose oder ungesicherte Gegenstände auf dem Gepäckträger, z. B. Gurte, können sich im Hinterrad verfangen. Ein Sturz mit Verletzungen kann die Folge sein.
Auf dem Gepäckträger befestigte Gegenstände können die Reflektoren und das Fahrlicht des Fahrrads verdecken. Das Fahrrad kann im Straßenverkehr übersehen werden. Ein Sturz mit Verletzungen kann die Folge sein.
▶ Auf dem Gepäckträger angebrachte Gegenstände ausreichend sichern.
▶ Niemals dürfen die am Gepäckträger befestigten Gegenstände die Reflektoren, den Scheinwerfer oder das Rücklicht verdecken.

VORSICHT
Quetschung der Finger durch Federklappe
Die Federklappe des Gepäckträgers arbeitet mit hoher Spannkraft. Es besteht die Gefahr, die Finger zu quetschen.
▶ Niemals Federklappe unkontrolliert zuschnappen lassen.
▶ Beim Schließen der Federklappe auf die Position der Finger achten.
HINWEIS
Auf dem Gepäckträger ist seine maximale Tragfähigkeit ausgewiesen.
▶ Niemals beim Bepacken des Fahrrads das zulässige Gesamtgewicht überschreiten.
▶ Niemals die maximale Tragfähigkeit des Gepäckträgers überschreiten.
▶ Niemals den Gepäckträger ändern.
Das Gepäck möglichst ausgewogen auf die linke und rechte Seite des Fahrrads verteilen.
▶ Die Verwendung von Packtaschen und Gepäckkörben wird empfohlen.
7.4 Gangschaltung
Die Wahl des passenden Gangs ist Voraussetzung für körperschonendes Fahren. Die optimale Trittfrequenz liegt zwischen 40 und 60 Umdrehungen pro Minute.
▶ Mit dem Schalthebel der Schaltung den passenden Gang einlegen.
→ Die Gangschaltung wechselt den Gang.
7.5 Fahrlicht nutzen
Das Fahrlicht wird am Scheinwerfer an- und ausgestellt.
▶ Auf den ausgestellten Schalter drücken.
Das Licht leuchtet während der Fahrt auf.
▶ Auf den eingeschalteten Schalter drücken.
→ Das Licht ist ausgeschaltet.

Abbildung 15: Detail Scheinwerfer von hinten mit Schalter (1), Beispiel
7.6 Bremsen

VORSICHT
Sturz durch Fehlanwendung
Eine unsachgemäße Handhabung der Bremse kann zu Kontrollverlust oder Stürzen führen, die Verletzungen zur Folgen haben können.
▶ Gewicht so weit wie möglich nach hinten und unten verlagern.
▶ Bremsen und Notbremsungen üben, bevor das Fahrrad im öffentlichen Raum verwendet wird.

VORSICHT
Sturz durch Nässe
Auf nassen Straßen können die Reifen ins Rutschen kommen. Ebenfalls muss bei Nässe mit einem verlängerten Bremsweg gerechnet werden. Das Bremsgefühl weicht vom gewohnten Gefühl ab. Hierdurch kann es zu einem Kontrollverlust oder Sturz kommen, die Verletzungen zur Folgen haben können.
Langsam fahren und frühzeitig bremsen.

VORSICHT
Sturz nach Reinigung, Pflege oder Reparatur
Nach der Reinigung, Pflege oder Reparatur des Fahrrads kann die Bremswirkung vorübergehend ungewöhnlich schwach sein. Ein Sturz mit Verletzungen kann die Folge sein.
Nach Reinigung, Pflege oder Reparatur einige Bremsungen durchführen.

VORSICHT
Verbrennungen durch heißgelaufene Bremse
Die Bremsen können im Betrieb sehr heiß werden. Bei Berührung kann es zu einer Verbrennung kommen.
▶ Niemals die Komponenten der Bremse direkt nach der Fahrt berühren.
7.6.1 Bremse nutzen
▶ Den Bremshebel ziehen, bis die gewünschte Geschwindigkeit erreicht ist.
7.6.2 Rücktrittbremse nutzen (Alternative Ausstattung)
√ Die beste Bremswirkung wird erzielt, wenn sich die Pedale beim Bremsen in der 3-Uhr- bzw. 9-Uhr-Position befinden. Zur Überbrückung des Leerweges zwischen der Fahr- und der Bremsbewegung empfiehlt es sich, ein Stück über die 3-Uhr- bzw. 9-Uhr-Position hinwegzutreten, bevor entgegengesetzt der Fahrtrichtung getreten und gebremst wird.
▶ Die Pedale entgegen der Fahrtrichtung treten, bis die gewünschte Geschwindigkeit erreicht ist.
7.6 Federung und Dämpfung
7.6.1 Federung des Vorderrads sperren (Alternative Ausstattung)
In der offenen Position der Gabelsperre federt das Federsystem und entlastet damit den Fahrer und das Fahrrad. Daher sollte das Fahren mit geöffneter Gabelsperre im Alltag bevorzugt werden.
Bei z. B. Bergauf- oder schnellen Fahrten wird die Kraft, die in den Antrieb gegeben wird, vom Federsystem aufgenommen und bis zu 50% abgeschwächt. In diesen Fällen empfiehlt sich eine geschlossene Federgabel.
Die Gabelsperre kann sich je nach Ausführung direkt an der Gabel oder am Lenker befinden.
7.6.1.1 Gabelsperre am Federkopf

Um die Federung des Vorderrads zu sperren, Sperrhebel in die Position LOCK schieben.
Um die Federung des Vorderrads zu entsperren, Sperrhebel in die Position OPEN schieben.
Abbildung 1: Gabelsperre am Federkopf mit Sperrhebel (1), Beispiel
7.6.1.2 Gabelsperre am Lenker, Ausführung I
Um das Federsystem zu sperren, den eingeschobenen Sperrschieber drücken.
Der Sperrschieber bleibt in der herausgeschobenen Position stehen. Die gesperrte Gabelsperre ist durch ein Vorhängeschloss-Symbol erkennbar.

Um die Federung des Vorderrads zu entsperren, herausgeschobenen Sperrschieber drücken.
→ Die geöffnete Gabelsperre ist durch einen eingeschobenen Sperrschieber erkennbar.
Abbildung 2: Gabelsperre am Lenker, Ausführung I, mit Sperrschieber (1)
7.6.1.3 Gabelsperre am Lenker, Ausführung II
Um das Federsystem zu sperren, den schwarzen Sperrhebel drücken. Der Sperrhebel ist durch ein geschlossenes Vorhängeschloss-Symbol erkennbar.

Um die Federung des Vorderrads zu entsperren, den blauen Entsperrhebel drücken.
Der Entsperrhebel ist durch ein geöffnetes Vorhängeschloss-Symbol erkennbar.
Abbildung 3: Gabelsperre am Lenker, Ausführung II, mit Sperrhebel (1) und Entsperrhebel (2) (Beispiel)
7.6.1.4 Gabelsperre am Lenker, Ausführung III

Um die Federung des Vorderrads zu sperren oder zu entsperren, den langen Hebel drücken.
Um die Funktion des langen Hebels zurückzusetzen, den kurzen Hebel drücken.
Abbildung 4: Gabelsperre am Lenker, Ausführung III, mit kurzem (1) und langen (2) Hebel, Beispiel
7.6.1.5 Gabelsperre am Lenker, Ausführung IV

Um die Federung des Vorderrads zu sperren, den Sperrhebel nach oben schieben. Um die Federung des Vorderrads zu entsperren, den Entsperrknopf drücken.
Abbildung 5: Gabelsperre am Lenker, Ausführung IV, mit Sperrhebel (1) und Entsperrknopf (2)
7.6.1.6 Gabelsperre am Lenker, Ausführung V
Um die Federung des Vorderrads zu sperren, den oberen Sperrhebel drücken.
Der Sperrhebel ist durch ein geschlossenes Vorhängeschloss-Symbol erkennbar.

Um die Federung des Vorderrads zu entsperren, den seitlichen Entsperrhebel drücken.
Der seitliche Entsperrhebel ist durch ein geöffnetes Vorhängeschloss-Symbol erkennbar.
Abbildung 6: Gabelsperre am Lenker, Ausführung V, mit Sperrhebel (1) und Entsperrhebel (2)
7.7 Falten
(Alternative Ausstattung)
HINWEIS
▶ Niemals Seilzüge, elektrische Leitungen oder Bremsleitungen beim Falten quetschen oder knicken.
7.7.1 Faltrad falten
Das Fahrrad wird in fünf Schritten gefaltet.
▶ Den Seitenständer nutzen.
Das Pedal falten.
▶ Den Vorbau falten.
▶ Die Sattelstütze einschieben.
▶ Den Rahmen falten.
7.7.1.1 Pedal falten
▶ Mit dem Fuß das Pedal gegen die Tretkurbel drücken.

Abbildung 47: Pedal gegen Tretkurbel (1) drücken
▶ Pedal gegen die Tretkurbel falten.

Abbildung 48: Pedal nach unten (I) oder oben (II) falten
7.7.2 Vorbau, Ausführung I, falten (Alternative Ausführung)
▶ Den Spannhebel des Vorbau-Schnellspanners öffnen.
▶ Den Sicherungshebel am Vorbau nach oben ziehen und gleichzeitig den nach rechts oder links um 90° schwenken.
→ Der Lenker rastet spürbar ein.
▶ Den Lenker einschieben.
▶ Den Spannhebel des Vorbau-Schnellspanners schließen.

Abbildung 49: Geöffneter Spannhebel des Vorbau-Schnellspanners (3) am Vorbau (2), Ausführung I, mit Sicherungshebel am Vorbau (1)
7.7.2.1 Vorbau, Ausführung II, falten (Alternative Ausführung)
▶ Den Spannhebel des Vorbau-Schnellspanners öffnen.
▶ Den Entsperrknopf drücken.
▶ Den Lenker nach rechts oder links um 90° schwenken.
→ Der Lenker rastet spürbar ein.
▶ Den Spannhebel des Vorbau-Schnellspanners schließen.

Abbildung 50: Vorbau, Ausführung II mit Spannhebel des Vorbau-Schnellspanners (1) und Entsperrknopf (2)
7.7.2.2 Sattelstütze einschieben
▶ Den Spannhebel des Schnellspanners der Sattelstütze öffnen.
▶ Den Sattel auf ein Minimum einschieben.
▶ Den Spannhebel des Schnellspanners der Sattelstütze schließen.
7.7.2.3 Rahmen falten
▶ Den Rahmen-Sicherungshebel nach oben schwenken.
→ Der Rahmen-Spannhebel lässt sich frei öffnen.
▶ Den Rahmen-Spannhebel öffnen.
▶ Den Rahmen bis zu Anschlag einschwenken.

Abbildung 51: Rahmen, mit geschlossenen Rahmen-Spannhebel (1) und geöffnetem Rahmen-Sicherungshebel (2)
7.7.3 Fahrbereitschaft wiederherstellen

Der HERCULES-Fachhändler führt dem Betreiber bzw. Fahrer das Falten, die Wiederherstellung der Fahrbereitschaft und die Verwendung der Schnellspanner vor.
Die Fahrbereitschaft wird in fünf Schritten wiederhergestellt.
▶ Das Antriebssystem ausschalten.
▶ Den Seitenständer nutzen.
▶ Den Rahmen auseinanderfalten.
▶ Den Vorbau einstellen.
▶ Den Sattel einstellen.
▶ Das Pedal auseinanderfalten.
7.7.3.1 Rahmen auseinanderfalten
▶ Den Rahmen komplett auseinanderfalten.
▶ Den Rahmen-Spannhebel schließen.
→ Der Rahmen Spannhebel liegt am Anschlag an. Der Rahmen-Sicherungshebel hält den Rahmen Spannhebel. Der Rahmen-Spannhebel ist geschlossen.

Abbildung 52: Rahmen, mit geschlossenen Rahmen-Spannhebel (1) und geschlossenen Rahmen-Sicherungshebel (2)
7.7.3.2 Pedal auseinanderfalten
Mit dem Fuß von vorne das Pedal gegen die Tretkurbel drücken.

Abbildung 53: Pedal gegen Tretkurbel (1) drücken
▶ Mit dem Fuß das Pedal nach oben bzw. unten falten.

Abbildung 54: Pedal nach oben falten
8 Instandhaltung
Checkliste Reinigung
| ☐ | Kette schmieren monatlich | |
| ☐ | Grundreinigung und Konservierung aller Bauteile | mindestens halbjährlich |
Checkliste Instandhalten
| □ Verschleiß der Reifen prüfen wöchentlich | |
| □ Verschleiß der Felgen prüfen wöchentlich | |
| □ Reifendruck prüfen wöchentlich | |
| □ Verschleiß der Bremsen prüfen monatlich | |
| □ Elektrische Leitungen und Bowdenzüge auf Beschädigungen und Funktionalität prüfen | monatlich |
| □ Kettenspannung prüfen monatlich | |
| □ Spannung der Speichen prüfen vierteljährlich | |
| □ Einstellung Gangschaltung prüfen vierteljährlich | |
| □ Federgabel auf Funktion und Verschleiß prüfen | vierteljährlich |
Checkliste Inspektion
| □ | Inspektion durch den Fachhändler halbjährlich |
8.1 Reinigen und Pflegen
Alle Pflegemaßnahmen müssen regelmäßig durchgeführt werden [▷ Checkliste, Seite 53]. Die Pflege kann vom Betreiber und Fahrer durchgeführt werden. Im Zweifel ist der Rat des HERCULES-Fachhändlers einzuholen.
8.1.1 Grundreinigung und Konservieren

Sturz durch Bremsversagen
Nach der Reinigung, Pflege oder Reparatur des Fahrrads kann die Bremswirkung vorübergehend ungewöhnlich schwach sein. Ein Sturz mit Verletzungen kann die Folge sein.
▶ Niemals Pflegemittel oder Öle auf die Bremsscheiben bzw. Bremsklötze, und die Bremsflächen der Felgen aufbringen.
Nach Reinigung, Pflege oder Reparatur einige Probebremsungen durchführen.
HINWEIS
Bei der Verwendung eines Dampfstrahlers kann Wasser ins Innere der Lager gelangen. Die dort vorhandenen Schmiermittel werden verdünnt, die Reibung erhöht und hierdurch auf Dauer die Lager zerstört.
▶ Niemals Fahrrad mit einem Dampfstrahler reinigen.
HINWEIS
Gefettete Teile, z. B. die Sattelstütze, der Lenker oder der Vorbau, können nicht mehr sicher geklemmt werden.
▶ Niemals auf Klemmbereiche Fette oder Öle aufbringen.
Das Fahrrad mit einem nebelfeuchten Tuch reinigen. Ein wenig Neutralseife ins Reinigungswasser geben.
Das Fahrrad anschließend mit Wachs oder Öl konservieren.
8.1.2 Kette
▶ Die Kette und die Kettenräder mit einem dafür vorgesehenen Pflegemitteln reinigen und schmieren.
8.2 Instandhalten
Die folgenden Instandhaltungen müssen regelmäßig durchgeführt werden [▷ Checkliste, Seite 53]. Diese können vom Betreiber und Fahrer vorgenommen werden. Im Zweifel ist der Rat des HERCULES-Fachhändlers einzuholen.
8.2.1 Laufrad
▶ Den Reifenfülldruck gemäß den Angaben [▷ Datenblatt, Seite 1] überprüfen und gegebenenfalls korrigieren.
▶ Den Verschleiß der Reifen prüfen.
▶ Den Verschleiß der Felgen prüfen.
• Die Felgen einer Felgenbremse mit unsichtbarem Verschleißindikator sind verschlissen, sobald der Verschleißanzeiger im Bereich des Felgenstoßes sichtbar wird.
• Die Felgen mit sichtbarem Verschleißindikator sind verschlissen, sobald die schwarze, umlaufende Rille der Belagreibfläche unsichtbar wird. Es wird empfohlen, bei jedem zweiten Bremsbelagwechsel auch die Felgen zu erneuern.
▶ Spannung der Speichen prüfen.
8.2.2 Bremssystem
Bei Fahrrädern mit einer Felgenbremse die Position der Bremsklötze überprüfen. Die Bremsklötze müssen genau auf die Felgen ausgerichtet sein.
Die Bremsklötze der Felgenbremse erneuern, wenn das Profil (Kontrollkerben) eine Resttiefe von 1 mm erreicht hat.
▶ Die Bremsbeläge der Scheibenbremse erneuern, wenn eine Belagstärke von 0,5 mm erreicht ist.
8.2.3 Elektrische Leitungen und Bremszüge
Alle sichtbaren elektrischen Leitungen und Bremszüge auf Beschädigung prüfen. Sind z. B. Hüllen gestaucht, ist das Fahrrad still zu legen, bis die Bremszüge ausgetauscht sind.
▶ Alle elektrischen Leitungen und Bowdenzüge auf Funktionalität prüfen.
8.2.4 Gangschaltung
▶ Die Einstellung der Gangschaltung und des Schalthebels bzw. des Drehgriffschalters der Schaltung prüfen und gegebenenfalls korrigieren.
8.2.5 Ketten- bzw. Riemenspannung
HINWEIS
Eine zu hohe Ketten- bzw. Riemenspannung erhöht den Verschleiß.
Eine zu geringe Ketten- bzw. Riemenspannung kann dazu führen, dass die Kette bzw. der Riemen von den Kettenrädern abspringt.
▶ Ketten- bzw. Riemenspannung monatlich überprüfen.
▶ Die Ketten- bzw. Riemenspannung über eine komplette Umdrehung der Kurbel an drei bis vier Stellen prüfen.
Lässt sich die Kette bzw. der Riemen mehr als 2 cm drücken, muss die Kette bzw. der Riemen vom HERCULES-Fachhändler nachgespannt werden.
Lässt sich die Kette bzw. der Riemen weniger als 1 cm nach oben und unten drücken, muss die Kette bzw. der Riemen entsprechend entspannt werden.
→ Die optimale Ketten- bzw. Riemenspannung ist erreicht, wenn sich die Kette bzw. der Riemen in der Mitte zwischen Ritzel und Zahnrad maximal 2 cm drücken lässt. Die Kurbel muss sich darüber hinaus ohne Widerstand drehen lassen.

Abbildung 17: Ketten- bzw. Riemenspannung prüfen

8.3 Inspektion

Sturz durch Materialermüdung
Wird die Lebensdauer eines Bauteils überschritten, kann das Bauteil plötzlich versagen. Ein Sturz mit Verletzungen kann die Folge sein.
▶ Eine halbjährliche Grundreinigung des Fahrrads durch den HERCULES-Fachhändler, vorzugsweise während der vorgeschriebenen Servicearbeiten, in Auftrag gegeben.
Spätestens alle sechs Monate muss eine Inspektion durch den HERCULES-Fachhändler erfolgen [▷ Checkliste, Seite 53]. Nur damit ist die Sicherheit und Funktion des Fahrrads gewährleistet.

Während der Grundreinigung sucht der HERCULES-Fachhändler das Fahrrad auf Anzeichen für Materialermüdung ab.
Die elektrischen Anschlüsse werden geprüft, gereinigt und konserviert. Die elektrischen Leitungen werden auf Schäden abgesucht.
Die weiteren Pflegemaßnahmen entsprechen denen, die nach EN 4210 für ein Fahrrad empfohlen sind. Der Felgen- und Bremsenverschleiß wird besonders beachtet. Die Speichen werden nach Befund nachgespannt.
8.5 Korrigieren und Reparieren
8.5.1 Nur Originalteile nutzen
Die einzelnen Bauteile des Fahrrads sind sorgfältig ausgewählt und aufeinander abgestimmt.
Es dürfen ausschließlich Originalteile zur Instandhaltung und Reparatur verwendet werden.
Die ständig aktualisierten Zubehörfreigabe- und Teilelisten liegen den HERCULES-Fachhändlern vor.
8.4.2 Laufrad Schnellspanner

Sturz durch gelösten Schnellspanner
Ein defekter oder falsch montierter Schnellspanner kann sich in der Bremsscheibe verfangen und das Rad blockieren. Ein Sturz ist die Folge.
▶ Vorderrad-Schnellspannhebel auf der gegenüberliegenden Seite der Bremsscheibe montieren.

Sturz durch defekten oder falsch montierten Schnellspanner
Die Bremsscheibe wird im Betrieb sehr heiß. Teile des Schnellspanners können hierdurch beschädigt werden. Der Schnellspanner lockert sich. Ein Sturz mit Verletzungen ist die Folge.
Der Vorderrad-Schnellspannhebel und die Bremsscheibe müssen gegenüber liegen.

Sturz durch Fehleinstellung der Spannkraft
Eine zu hohe Spannkraft beschädigt den Schnellspanner, sodass er seine Funktion verliert.
Eine nicht ausreichende Spannkraft führt zu ungünstiger Krafteinleitung. Die Federgabel oder des Rahmens kann brechen. Ein Sturz mit Verletzungen ist die Folge.
▶ Niemals mit einem Werkzeug (z. B. Hammer oder Zange) einen Schnellspanner befestigen.
▶ Nur Spannhebel mit vorschriftsmäßig eingestellter Spannkraft nutzen.
Der Spannhebel des Schnellspanners ist mit OPEN und CLOSE beschriftet. Wenn OPEN lesbar ist, ist der Schnellspanner geöffnet. Ist CLOSE lesbar, ist der Schnellspanner festgespannt.
Der Laufrad-Schnellspanner ist festgespannt, wenn der Spannhebel aus der geöffneten Endposition bis zur Mitte locker bewegt werden kann und ab der Mitte mit den Fingern oder dem Handballen gedrückt werden muss.
8.4.2.1 Schnellspanner festspannen
▶ Den geöffneten Spannhebel festhalten. Auf der gegenüberliegenden Seite die Stellmutter festschrauben.
▶ Den Spannhebel festspannen.
→ Die Endposition des Spannhebels ist im Rechten Winkel zur Gabel bzw. zum Rahmen.

Abbildung 18: Laufrad Schnellspanner, Ausführung I, mit Spannhebel (2), Gabel (1) und Stellmutter (3)
Spannkraft der Schnellspanner prüfen und einstellen
Kann der Spannhebel nicht mit bloßem Handdruck seine ordnungsgemäße Endposition erreichen oder ist er zu locker, muss seine Spannkraft neu eingestellt werden.
▶ Den Spannhebel komplett öffnen.
▶ Die Stellmutter ein Stück lösen.
▶ Den Spannhebel festspannen.
▶ Steht der Spannhebel noch nicht in der ordnungsgemäßen Endposition, Handlungsschritte wiederholen, bis die ordnungsgemäßen Endposition erreicht ist.
8.4.3 Fülldruck korrigieren
8.4.3.1 Blitzventil
Der Fülldruck kann beim einfachen Blitzventil nicht gemessen werden. Daher wird der Fülldruck im Füllschlauch bei langsamen Pumpen mit der Fahrradluftpumpe gemessen.
√ Es wird empfohlen, eine Fahrradluftpumpe mit Druckmessgerät zu verwenden. Die Bedienungsanleitung der Fahrradluftpumpe muss beachtet werden.
▶ Die Ventilkappe abschrauben.
▶ Die Fahrradluftpumpe ansetzen.
Langsam den Reifen aufpumpen und dabei den Fülldruck beachten.
Der Fülldruck ist gemäß den Angaben [▷ Datenblatt, Seite 1] korrigiert.
▶ Sollte der Fülldruck zu hoch sein, die Überwurfmutter lösen, Luft ablassen und die Überwurfmutter wieder festziehen.
▶ Die Fahrradluftpumpe abnehmen.
▶ Die Ventilkappe festschrauben.
√ Die Felgenmutter mit den Fingerspitzen leicht gegen die Felge schrauben.
Abbildung 14: Blitzventil mit Überwurfmutter (1) und Felgenmutter (2)
8.4.3.2 Französisches Ventil

√ Es wird empfohlen, eine Fahrradluftpumpe mit Druckmessgerät zu verwenden. Die Bedienungsanleitung der Fahrradluftpumpe muss beachtet werden.
▶ Die Ventilkappe abschrauben.
▶ Die Rändelmutter ungefähr vier Umdrehungen öffnen.
▶ Vorsichtig die Fahrradluftpumpe ansetzen, sodass der Ventileinsatz nicht verbogen wird.
▶ Den Reifen aufpumpen und dabei den Fülldruck beachten.
Der Fülldruck ist gemäß den Angaben [▷ Datenblatt, Seite 1] korrigiert.
▶ Die Fahrradluftpumpe abnehmen.
▶ Die Rändelmutter mit den Fingerspitzen festziehen.
▶ Die Ventilkappe festschrauben.
▶ Die Felgenmutter mit den Fingerspitzen leicht gegen die Felge schrauben.
Abbildung 15: Französisches Ventil mit Ventileinsatz (1), Rändelmutter (2) und Felgenmutter (3))
8.4.6 Gangschaltung einstellen
Sollten sich die Gänge nicht sauber einlegen lassen, muss die Einstellung der Schaltzugspannung eingestellt werden.
▶ Die Einstellhülse vorsichtig vom Schaltgehäuse wegziehen und dabei drehen.
▶ Die Funktion der Gangschaltung nach jeder Korrektur prüfen.

Lässt sich die Gangschaltung auf diesem Weg nicht einstellen, muss der HERCULES-Fachhändler die Montage der Gangschaltung überprüfen.
8.4.6.1 Seilzugbetätigte Gangschaltung, einzügig (Alternative Ausstattung)
Um eine leichtgängige Schaltung zu erhalten, die Einstellhülsen am Schalthebelgehäuse verstellen.

Abbildung 1: Einstellhülse (1) der einzügigen, seilzugbetätigten Gangschaltung mit Schalthebelgehäuse (2), Beispiel
8.4.6.2 Seilzugbetätigte Gangschaltung, zweizügig (Alternative Ausstattung)
Um eine leichtgängige Schaltung zu erhalten, die Einstellhülsen unter der Kettenstrebe des Rahmens einstellen.
Der Schaltzug weist bei leichtem Herausziehen ein Spiel von ca. 1 mm auf.

Abbildung 2: Einstellhülsen (2) an zwei alternativen Ausführungen (A bzw. B) einer zweizügigen, seilzugbetätigten Gangschaltung an der Kettenstrebe (1)
8.4.6.3 Seilzugbetätigter Drehgriffschalter, zweizügig (Alternative Ausstattung)
Um eine leichtgängige Schaltung zu erhalten, die Einstellhülsen am Schalthebelgehäuse einstellen.
→ Beim Drehen des Drehgriffschalters ist ein Drehspiel von etwa 2 - 5 mm (1/2 Gang) spürbar.

Abbildung 3: Drehgriffschalter mit Einstellhülsen (1) und Spiel der Gangschaltung (2).
8.4.6 Bremsbelagverschleiß ausgleichen
8.4.6.1 Hydraulisch betätigte Felgenbremse (Alternative Ausstattung)
Mit der Einstellschraube am Bremshebel der hydraulischen Felgenbremse wird der Bremsbelagverschleiß ausgeglichen. Besitzt das Profil der Bremsklötze nur noch eine Resttiefe von 1 mm, müssen die Bremsklötze erneuert werden.
Um den Leerweg zu verkürzen und den Bremsbelagverschleiß auszugleichen, Einstellschraube hineindrehen.
Um den Leerweg zu verlängern, die Einstellschraube herausdrehen.
In der optimalen Einstellung ist der Druckpunkt, also der Punkt, an dem die Bremse greift, nach 10 mm Leerweg erreicht.

Abbildung 51: Bremshebel (1) der hydraulisch betätigten Felgenbremse mit Einstellschraube (2)
8.4.6.2 Scheibenbremse
(Alternative Ausstattung)
Der Bremsbelagverschleiß der Scheibenbremse erfordert kein Nachstellen.
8.4.7 Beleuchtung austauschen
Alternativ kann eine 3-Watt- oder 1,5-Watt-Beleuchtungsanlage eingebaut sein.
▶ Im Austausch nur Komponenten der entsprechenden Leistungsklasse verwenden.
8.4.8 Scheinwerfer einstellen
Der Scheinwerfer ist so einzustellen, dass sein Lichtkegel 10 m vor dem Fahrrad auf die Fahrbahn fällt.
8.4.9 Reparaturen durch den Fachhändler

Für viele Reparaturen werden Spezialkenntnisse und -werkzeuge benötigt. Beispielsweise darf nur ein HERCULES-Fachhändler folgende Reparaturen durchführen:
- Reifen und Felgen wechseln,
- Bremsklötze und Bremsbeläge wechseln,
- Kette tauschen bzw. spannen.
8.5 Zubehör
Zur Ladungssicherung und zur sicheren Verwendung der Nutzfläche wird besonderes Zubehör empfohlen. Die zulässige Nutzlast reduziert sich um die Masse des verwendeten Zubehörs.
Beschreibung Artikelnummer
Transportbox
455-00068
Seitenwände 455-00069
Kindersitz 455-00073
Tabelle 27: Zubehör
*Die Bedienungsanleitungen des Zubehörs liegen dieser Betriebsanleitung bei.
8.5.1 Kindersitz

VORSICHT
Sturz durch unsachgemäße Handhabung
Bei der Verwendung von Kindersitzen verändern sich die Fahreigenschaften und die Standsicherheit des Fahrrads erheblich. Hierdurch kann es zu einem Kontrollverlust und einem Sturz mit Verletzungen kommen.
▶ Die sichere Verwendung des Kindersitzes üben, bevor das Fahrrad im öffentlichen Raum verwendet wird.

VORSICHT
Quetschgefahr durch offenliegende Federn
Das Kind kann sich die Finger an offenliegenden Federn oder offener Mechanik des Sattels bzw. der Sattelstütze quetschen.
▶ Niemals Sättel mit offenliegenden Federn montieren, wenn ein Kindersitz verwendet wird.
▶ Niemals gefederte Sattelstützen mit offener Mechanik bzw. offenliegenden Federn montieren, wenn ein Kindersitz verwendet wird
▶ Die gesetzlichen Bestimmungen zur Verwendung von Kindersitzen beachten.
▶ Die Bedienungs- und Sicherheitshinweise zum Kindersitzsystem beachten.
▶ Niemals Gesamtgewicht des Fahrrads überschreiten.
HINWEIS

Der HERCULES-Fachhändler berät bei der Auswahl des zum Kind und Fahrrad passenden Kindersitzsystems. Im Lieferumfang der handelsüblichen Kindersitze ist gewöhnlich kein Material enthalten, dass zur Anpassung des Fahrrads an den Kindersitz benötigt wird. Darüber hinaus können Kenntnisse, Fertigkeiten und Werkzeuge erforderlich sein, die einem technischen Laien nicht zur Verfügung stehen. Zur Erhaltung der Arbeits- und Produktsicherheit ist die Erstmontage eines Kindersitzes deshalb vom HERCULES-Fachhändler vorzunehmen. Bei der Montage eines Kindersitzes achtet der HERCULES-Fachhändler darauf, dass der Sitz und die Befestigung des Sitzes zum Fahrrad passen, alle Bauteile montiert und solide befestigt werden, Schaltzüge, Bremszüge, hydraulische und elektrische Leitungen ggf. angepasst werden, die Bewegungsfreiheit des Fahrers nicht eingeschränkt wird und dass das zulässige Gesamtgewicht des Fahrrads nicht überschritten wird. Der HERCULES-Fachhändler gibt eine Einweisung in den Umgang mit dem Fahrrad und dem Kindersitz.
8.5.2 Fahrradanhänger

Sturz durch Bremsversagen
Bei überhöhter Anhängerlast kann die Bremse nicht mehr ausreichend wirken. Der lange Bremsweg kann einen Sturz oder einen Unfall mit Verletzungen verursachen.
HINWEIS
▶ Niemals angegebene Anhängerlast überschreiten.
▶ Die Bedienungs- und Sicherheitshinweise zum Anhängersystem sind zu beachten.
▶ Die gesetzlichen Bestimmungen zur Verwendung von Fahrradanhängern sind zu beachten.
▶ Nur bauartgenehmigte Kupplungssysteme verwenden.
Ein Fahrrad, das für den Anhängerbetrieb freigegeben ist, ist mit einem entsprechenden Hinweisschild ausgestattet. Es dürfen nur Fahrradanhänger verwendet werden, deren Stützlast und Gesamtmasse die zulässigen Werte nicht übersteigen.

Der HERCULES-Fachhändler berät bei der Auswahl des zum Fahrrad passenden Anhängersystems. Im Lieferumfang der handelsüblichen Fahrradanhänger ist gewöhnlich kein Material enthalten, dass zur Anpassung des Fahrrads an den Anhänger benötigt wird. Darüber hinaus können Kenntnisse, Fertigkeiten und Werkzeuge erforderlich sein, die einem technischen Laien nicht zur Verfügung stehen. Zur Erhaltung der Arbeits- und Produktsicherheit ist deshalb die Erstmontage eines Anhängers vom HERCULES-Fachhändlervorzunehmen
9 Wiederverwerten und Entsorgen
Das Fahrrad ist ein Wertstoff. Es muss entsprechend den geltenden gesetzlichen Vorschriften getrennt vom Hausmüll entsorgt und einer Verwertung zugeführt werden.
Durch getrenntes Sammeln und Recycling werden die Rohstoffreserven geschont und es ist sichergestellt, dass beim Recycling des Produkts alle Bestimmungen zum Schutz von Gesundheit und Umwelt eingehalten werden.
▶ Niemals das Fahrrad zwecks Entsorgung zerlegen.
Das Fahrrad kann bei jedem HERCULES-Fachhändler gerne kostenfrei zurückgeben werden. Je nach Region stehen weitere Entsorgungsmöglichkeiten zur Verfügung.
10 Tabellenverzeichnis
Tabelle 1: Technische Daten Fahrrad, 2
Tabelle 2: Anzugsmomente, 2
Tabelle 3: Identifikationsnummer der Bedienungsanleitung, 9
Tabelle 4: Zuordnung Typennummer, Modell und Fahrradart, 9
Tabelle 5: Bedeutung der Signalwörter, 13
Tabelle 6: Sicherheitskennzeichen auf dem Produkt, 14
Tabelle 7: Einsatzgebiet, 15
Tabelle 8: Fahrradart, 15
Tabelle 9: Schreibweisen, 16
Tabelle 10: maximales Anzugsmoment Klemmschraube Lenker, 40
Tabelle 11: Empfohlenes Zubehör, 89
11 Sachregister
A
Alternative Ausführung, 16
Alternative Ausstattung, 16
B
Beleuchtung siehe Fahrlicht
Betriebspause,
- durchführen, 33
- vorbereiten, 33
Bremsarm, 27
Bremsbelägen, 29
Bremse,
Rücktrittbremse, 27, 29, 30
Bremshebel, 24
Bremsklotz, 27
- warten, 72
Bremssattel, 29
Bremsscheibe, 29
D
Dämpfung, 26
Datenblatt, 1
Drehgriffschalter der Schaltung,
- prüfen, 73
Drehgriffschalter, 24
E
Einsatzgebiet, 15
Erstinbetriebnahme, 35
F
Fahrlicht,
- austauschen, 88
- Funktion überprüfen, 53
Fahrradart, 15
Fahrradständer siehe Seiten- ständer
Fahrtrichtung, 31
Federgabel, 26
- sperren, 60
Federkopf, 25
Federung, 26
Felge, 25
- prüfen, 72
- wechseln, 88
Felgenbremse,
hydraulisch betätigt, 28
Seilzug betätigt, 28
G
Gabel, 25
Ausfallende, 25
Gangschaltung,
- schalten, 57
- warten, 73
Gepäckträger, 23
- ändern, 56
- kontrollieren, 53
- nutzen, 55
Gewicht,
zulässiges Gesamtgewicht, 17
Glocke, 24
Grundreinigung, 71
H
Hinterrad siehe Laufrad
Hinterradbremse 29
Hinterradbremse, 27, 30
K
Kette, 23, 31
- reinigen 71
- tauschen 88
- warten, 74
Kettengetriebe, 31
Kettenrad, 31
Kettenschutz, 23
- kontrollieren 53
Kettenspannung, 74
Klingel siehe Glocke
L
Lagern siehe Lagerung
Lagerung, 33
Laufrad,
- warten, 72
Lenker, 23, 24
- einstellen, 40
- montieren, 35
- reinigen, 70
M
Markierung der Mindestein-
stecktiefe, 38
Modell, 1
N
Nabe, 25
Nabendynamo, 31
P
Pedal, 30, 31
R
Radschützer, 23
- kontrollieren, 53
Rahmen, 23
Rahmennummer, 1
Rändelmutter, 39
Reflektor, 23
Reifen, 25
- prüfen, 72
- wechseln, 88
Reifenfülldruck, 1
- überprüfen, 72
Reifengröße, 1
Riemenspannung, 74
Rollenbremse,
-bremsen, 59
Rücklicht, 23
Rücktrittbremse, 27, 29, 30
-bremsen, 59
S
Sattel, 23
- festspannen, 39
- montieren, 35
- Sattelhöhe ermitteln, 38
- Sattelneigung ändern, 40
- Sitzlänge ändern, 40
Sattelstütze, 23
- festspannen, 43, 48, 67
- reinigen 70
Schalthebel, 24
- einstellen, 75, 77, 82, 83, 86
- prüfen, 73
Transportieren siehe Trans- port
Typennummer, 1, 17
v
Ventil, 25
Blitzventil 25
Französisches Ventil, 25
Verpackung, 34
Verriegelungshebel, 28
Vorderrad siehe Laufrad
Vorderradbremse 29, 30
Vorderradbremse, 27
- bremsen, 59
Text und Bild:
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Longericher Straße 2
D-50739 Köln
Übersetzung:
Tanner Translations GmbH+Co
Markenstrasse 7
D-40227 Düsseldorf
Bedienungsanleitung: 034-11550_1.1_14. Dezember
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Tel.: +49 4471 18735-0
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