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Westurance - Selle de vélo ROC - Kostenlose Bedienungsanleitung

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BEDIENUNGSANLEITUNG Westurance ROC

Vielen Dank für Ihr Vertrauen in unsere Mitarbeiter und in unsere ROC®-Sättel.

Hier haben wir Ihnen ein paar wichtige Informationen zusammen gestellt.

Lesen Sie sich bitte die folgende Anleitung sorgfältig durch.

Sie können die jeweiligen Kapitel durch anklicken der Button wählen, oder jede Seite durchblättern.

Allgemeine Informationen

Korrekte Lage des Sattels

Die häufigsten 12 FuA

ROC Westurance - Vielen Dank für Ihr Vertrauen in unsere Mitarbeiter und in unsere ROC®-Sättel. - 1

bevor Sie einen ROC Sattel benutzen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .

Gurtungen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Seite 4

Steigbügelriemen und Steigbügel . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .

Sattelpaddings . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Seite 9

Polsterung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 10

Demontage und Montage der Paddings .....Seite 11

Lederpflege . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 14

Infos Sattel

Korrekte Lage des Sattels....Seite 15

Sattelbaumanpassung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 17

Polsterungsanpassung/Kontrolle . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 20

Fragen und Antworten

Die 12 häufigsten Fragen und Antworten . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .

Allgemeine Infos

Bevor Sie einen ROC Sattel benutzen, lesen Sie dieses Kapitel bitte genau durch.

Es ist zwingend notwendig, dass der Sattel korrekt benutzt wird. Fehler, die durch unsachgemäße Handhabung entstehen, gehen zu Ihren Lasten. Sollten Unfälle passieren, die auf unsachgemässe Handhabung, oder mangelhafte Pflege zurückzuführen sind und zu Verletzungen oder Tod zufolge haben, können weder der Hersteller noch der Wiederverkäufer zur Verantwortung gezogen werden.

Sorgfaltspflicht

Prüfen Sie regelmäßig die Verschleißteile des Sattels, wie Gurt, Gurtstrippen, Steigbügelriemen und Sattelbaum.

Jeder Kontakt mit aggressiven Substanzen sollte vermieden werden.

Der Sattel sollte regelmäßig mit speziellen Sattelpflegeprodukten gepflegt werden, wie es in unserer Anleitung vorgeschlagen wird.

Leder ist ein Naturprodukt und gute Pflege verlängert das Leben ihres Sattels.

Wenn der Sattel unsachgemäß oder nicht gepflegt wird, enthebt uns dies von unseren Garantieverpflichtungen.

Der Gebrauch im Sport kann zu vorzeitiger Alterung von Teilen führen und entfällt auch aus den Garantieansprüchen.

Reparaturen und Modifikationen jeglicher Art sollten nicht vom Anwender vorgenommen werden. Wenn Handlungsbedarf besteht, stehen wir Ihnen als Hersteller zur Verfügung. Nach Stürzen, wobei der Sattel beteiligt war, sollten alle Teile sorgfältigst überprüft werden, auch auf eventuell nicht offensichtliche Beschädigungen.

Gurtungen

ROC Gurtung
ROC Westurance - Gurtungen - 1

Die ROC Gurtung ist eine Flaschenzuggurtung. Bedenken Sie bei der Flaschenzuggurtung halbiert sich ihr Kraftaufwand beim Gurten. Die Gurtung ist links und rechts gleich und kann von beiden Seiten gegurtet werden.

ROC Westurance - Gurtungen - 2

Der Gurt läuft immer durch die Gurtungstaschen an der Satteldecke.

ROC Westurance - Gurtungen - 3

Das Gurtende über die Rolle der Doppelschnalle in der Gurttasche (nicht über den Steg) fädeln.

ROC Westurance - Gurtungen - 4

Den Gurt mit dem Dorn fixieren und durch herausziehen einer Schlaufe vorspannen und

ROC Westurance - Gurtungen - 5

die Schlaufe dann an der Schnalle durchziehen. Den Gurt am Anfang so fest ziehen, dass sich noch eine flache Hand unter den Gurt schieben lässt.

Bei neuen Sätteln nach dem Aufsteigen sofort nachgurten, weil sich die Polsterung und der flexible Teil des Sattels sich erst ans Pferd anformt.

ROC Westurance - Gurtungen - 6

Um das offene Gurtende beim Abnehmen des Sattels nicht zu verschmutzen schlaufen Sie bitte das lose Ende wieder in die Gurtschnalle ein.

Sollten die Gurtlöcher im Laufe der Jahre evtl. fransig werden können sie wieder mit einem Lötkolben geglättet werden.

Englische Kurzgurtung

Bei der englischen Kurzgurtung werden die 2 Strippen wechselseitig gegurtet. Das ist für ihr Pferd angenehmer und für Sie Kräfte sparend.

ROC Westurance - Englische Kurzgurtung - 1

Das Gurtende sollte - egal welche Gurtung - zur Decke im voll gegurte-tem Zustand einen Abstand von max. 20cm haben.

ROC Westurance - Englische Kurzgurtung - 2

Steigbügelriemen und Steigbügel

1" Riemen (=2,5 cm schmal)

Die Schnalle kann oben an der Aufhängung oder unten am Steigbügel in Kombination mit einer elastischen Gamasche befestigt sein.

ROC Westurance - Steigbügelriemen und Steigbügel - 1

Sollten die Riemen in die Waden kneifen schaffen Hobbiletten oder Chaps Abhilfe.

Beim Classic oder Dressur kann der Riemen über oder unter dem Sattelblatt gelegt werden.

2" Riemen (= 5 cm breit)

Die Verstellung erfolgt mit einer Blevin Buckle. Zum verstellen die Gamasche hochschieben den Schieber abziehen und die Dornplatte in das neue Lochpaar stecken.

Mit der Hülse wieder fixieren. Bevor sie die Gamasche über die Verschnallung ziehenden Blevin Buckle möglichst nahe am zum Steigbügel ziehen.

ROC Westurance - 2" Riemen (= 5 cm breit) - 1

Die Gamasche mit dem Blevin Buckle sollte immer unterhalb des Deckensatzes zum liegen kommen, ansonsten ist die Beschädigung des Deckensatzes nicht ausgeschlossen.

ROC Westurance - 2" Riemen (= 5 cm breit) - 2

Fender

Die Fendereinstellung erfolgt genauso wie beim 2" Riemen. Das Fenderriemchen sollte nach der Verstellung wieder montiert werden.

ROC Westurance - Fender - 1

Neue Fender sind noch steif und drehen sich schlecht. Wie die Fender vorgeformt werden können Sie am Foto sehen.

Sattelpadding
ROC Westurance - Fender - 2

text_image Sport

ROC Westurance - Fender - 3

text_image Classic ROC?

ROC Westurance - Fender - 4

In 2 Materialien: Medi-Cheval oder Baumwolle Steppstoff
ROC Westurance - Fender - 5

Als Material zum Pferd wird Medicheval, ein Kunstfaserfell grau oder Baumwolle gesteppt schwarz verwendet. Beides kann bei 30 Grad in der Waschmaschine gewaschen werden. Bei sehr hartnäckiger Verschmutzung kann auch vorsichtig mit dem Hochdruckreiniger gearbeitet werden.

Polsterung

Die Hauptpolsterung wird von oben, in die Mitte der Paddings eingebaut.
ROC Westurance - Polsterung - 1

Die Balancepolster können in montiertem Zustand eingeschoben werden.
ROC Westurance - Polsterung - 2

Die Montage und Demontage der Paddings
Die Kunststoffplatten sind unverwüstlich und können zur Montage stark gebogen werden.
Bitte beachten Sie die genaue Reihenfolge und ihre Position zum Sattel. Dann wird's sehr einfach.

ROC Westurance - Polsterung - 3

Der Deckensatz wird über die gezackte Platte von vorne links und rechts aufgeschoben.

ROC Westurance - Polsterung - 4

Der Sattel steht dabei immer vor Ihnen und der Deckensatz ist von Ihnen abgewandt

ROC Westurance - Polsterung - 5

Den Deckensatz am hinteren Ende mit dem Sattel nehmen und um 180° drehen.
ROC Westurance - Polsterung - 6

Die hinteren Plattenenden schräg zur Mitte biegen und in die Deckentasche gleiten lassen.

ROC Westurance - Polsterung - 7

Den Deckensatz von hinten als erstes schräg zur Sattelmitte abziehen.

ROC Westurance - Polsterung - 8

Den Deckensatz von hinten als erstes schräg zur Sattelmitte abziehen.

Für die individuelle Polsterung für Ihr Pferd lesen Sie bitte das Kapitel Polsterungsanpassung/Kontrolle (Seite 20)

Lederpflege

Wir unterscheiden in Sattelleder und Sitzleder.

Das Sattelleder:

Blankleder (Farbe Natur) oder

Anilin gegerbt (Farbe Braun oder Schwarz).

Blankleder kann geölt (macht das Leder dunkler) oder gefettet werden.

Beides nur von der Wetterseite. Lederöl macht es weicher, Fett formbeständiger.

Anilingegerbtes Leder nur mit gutem Fett auf der Wetterseite behandeln.

Das Sitzleder:

Glattleder Farben: Schwarz, Braun oder Natur

Nubukleder Farben: Tabacco oder Schwarz.

Die Glattleder für den Sitz nur Fetten.

Nubukleder kann man um die Rauhheit zu behalten mit 1000er

Schleifpapier wieder aufrauen.

Es benötigt jedoch normalerweise keine Pflege, kann aber mit Nubuksprays imprägniert oder leicht gefettet werden.

Infos Sattel

Korrekte Lage des Sattels

Die korrekte Lage des Sattels sollte als Routine immer nach dem Reiten kontrolliert werden.

Es werden im Kurzcheck 4 Parameter kontrolliert. Das Pferd sollte dabei gleichmäßig auf allen vier Beinen stehen und in der Wirbelsäule gerade stehen.

1. Seitliche Balance

Der Sattel soll von der Seite gesehen vorne und hinten gleich hoch oder vorne max. bis zu 3cm höher liegen.

ROC Westurance - Seitliche Balance - 1

Der Sattel sollte von hinten gesehen waagerecht und mittig am Pferd liegen. Dazu ist es auch sinnvoll die Dornfortsätze hinter dem Sattel zu erspüren. Sie sollen mittig in die Deckensätze laufen.

ROC Westurance - Links-Rechts-Balance - 1

3. Sattelschwerpunkt

Bei Pferden und Ponnies mit ungünstiger Gurtlage neigen die Sättel zum vorrutschen und somit zum "klemmen" auf der Schulter. Man kann jedoch durch die Veränderung der Gurtlage und der Balancepolster den Sattel korrekt positionieren.

Bei ROC Sätteln ist die Vorderkante der Sättel mit der Hinterkante des gerade stehenden Vorderbeines wie auf den Fotos angezeichnet, richtig.

ROC Westurance - Sattelschwerpunkt - 1

Diese Position ist unabhängig von der Schulterlage immer korrekt.

4. Widerristfreiheit

ROC Westurance - Widerristfreiheit - 1

Zwischen Sattelbaumunterkante und Widerrist sollen 2-3 Finger Platz sein.

Sollte die Lage des Sattels nicht den hier gezeigten Fotos entsprechen finden Sie Lösungssechritte im Kapitel Sattelanpassung

Hinweis: Pferde sind wie Menschen Lebewesen und haben auch gute und weniger gute Tage. Die Ergebnisse dieser Routinekontrollen sollte in der Tendenz und nicht in einzelnen Tagesergebnissen gesehen werden. Ausreiber dürfen sein und eine gewisse Toleranz ist auch OK.

ACHTUNG! Kapitel Sattelbaumanpassung ist nur WICHTIG für ROC-Sättel die NICHT von uns angepasst wurden!

Sattelbaumanpassung

Die Anpassung des Sattelbaums wird mit montierter Gurt- und Panelplatte und ohne Deckensatz vorgenommen. Satteln Sie Ihr Pferd und gurten Sie leicht an.

ROC Westurance - Sattelbaumanpassung - 1

Prüfen Sie nun von der Seite ob sich die Panelplatte ans Pferd schmiegt. Diese Platte sollte zu 60% satt am Pferd liegen.

Die Panelplatte darf vorne an der Schulterkante 3cm überlappen und hinten 5cm über den letzten Rippenbogen gehen.

ROC Westurance - Sattelbaumanpassung - 2

Prüfen Sie immer von beiden Seiten. Viele Pferde sind asymmetrisch und man sollte aus beiden Seiten ein Mittel nehmen.

ROC Westurance - Sattelbaumanpassung - 3

Prüfen Sie von hinten entweder durch Sichtkontrolle oder indem Sie mit dem Arm hineinfahren die Wirbelkanalfreiheit. Sie sollte nicht weniger als 10cm betragen, das heißt die Panelplatte sollte sich jeweils erst nach 5cm links und rechts ans Pferd legen.

Der Sattelbaum kann bei dieser Prüfung zu breit oder zu eng sein.

Prüfen Sie die Lage der Begurtung. Im gegurtetem Zustand deckt sich der vordere Gurtaufhängepunkt immer in der senkrechten mit der Gurtvorderkante. Dabei sollte der Sattel wie im rechten Bild zum liegen kommen.

ROC Westurance - Sattelbaumanpassung - 4

Dieses Bild zeigt den Sattel zu weit vorne (Gurtpunkt zu weit hinten) Bild rechts umgekehrt.

ROC Westurance - Sattelbaumanpassung - 5

Es gibt Gurtplatten mit verschiedenen Anlenkpunkten zum Austausch.

Wenn die Gurtplatte nicht passt, machen Sie ein Foto von der Situation damit wir für Sie und Ihr Pferd die richtige Platte auszuwählen können.

Wenn Sie den Sattelbaum nach diesen Kriterien überprüft haben, und der Baum samt Gurtung mit den „wie soll es sein“-Foto übereinstimmt, haben Sie bereits 90% der Anpassung erledigt.

Im nächsten Teil geht es um die Polsterung.

Die Polsterung macht die restlichen 10% aus ist zuständig für die Balance und beeinflusst die Rittigkeit des Pferdes.

Polsterungsanpassung

ROC Westurance - Polsterungsanpassung - 1

Als Hauptpolsterung verwenden wir Stiftlatexplatten in 20, 25 und 30mm für unsere Sättel.

Stiftlatex hat den Vorteil, dass es zum Großteil aus natürlichen Rohstoffen hergestellt wird.

Die Federrate ist unabhängig von der Außentemperatur und durch die gelochte Struktur erreicht man eine hohe Durchlüftung unter dem Sattel.

ROC Westurance - Polsterungsanpassung - 2

Die Hauptpolsterung (2 Stück) werden von oben in der Mitte des Deckensatzes eingelegt.

ROC Westurance - Polsterungsanpassung - 3

text_image S M L FS

ROC Westurance - Polsterungsanpassung - 4

Zum Ausbalancieren verwenden wir Abstandsgewebe in den Stärken 5 und 10mm sowie in den Größen S, M, L und Full Size.

Abstandsgewebe sind Schlingengewebe mit einer extrem hohen Durchlüftung und werden unter anderem in belüfteten Autositzen verbaut. Sie haben flächig eine sehr hohe Tragfähigkeit und punktuell eine gut polsternde Wirkung mit hoher Rückstellung.

Die Full Size Polster werden wie die Latex Polster in die obere Polsterungstasche wenn notwendig eingebaut.

ROC Westurance - Polsterungsanpassung - 5

Die S, M und L Polster können bei montierter Decke (auch am Pferd bei offenem Gurt) getauscht werden.

ROC Westurance - Polsterungsanpassung - 6

Sie werden immer nach vorne bis zum Anschlag in die seitliche Polsterungstasche geschoben.

Die Bilder unten zeigen die vielen möglichen Varianten, wie die Balancepolster (ein- und zweilagig) in die Polsterungstasche montiert werden können.

ROC Westurance - Polsterungsanpassung - 7

Polsterung am Pferd

Beginnen Sie mit einer Hauptpolsterung aus Latex 30mm und jeweils 1x AG 10 S links und rechts.

Reiten Sie Ihr Pferd mit dieser Einstellung im Schritt ein paar Minuten links und rechts im gleichen Maße im Viereck herum. Sollten Sie kein Viereck haben, gehen Sie auf einen ebenen Weg ins Gelände. Steigen Sie danach vom Pferd indem Sie beide Beine aus dem Bügel nehmen und abspringen.

Jetzt kontrollieren Sie die Lage des Sattels nach den 4 Punkten Korrekte Lage des Sattels.

ROC Westurance - Polsterung am Pferd - 1

Liegt der Sattel vorne zu tief aber gerade wird links und rechts gleichmäßig nur vorne aufgepolstert.
ROC Westurance - Polsterung am Pferd - 2

Liegt der Sattel vorne zu tief und nach rechts wird nur links vorne mit AG 10 S oder M je nach Stärke aufgepolstert.
ROC Westurance - Polsterung am Pferd - 3

Liegt der Sattel vorne zu tief und nach links wird nur rechts vorne mit AG 10 S oder M je nach Stärke aufgepolstert.
ROC Westurance - Polsterung am Pferd - 4

Liegt der Sattel vorne und hinten gleich hoch aber nach rechts wird links das AG 10 S gegen AG 10 M oder L getauscht.

ROC Westurance - Polsterung am Pferd - 5

Liegt der Sattel vorne und hinten gleich hoch und nach links wird rechts das AG 10 S gegen AG 10 M oder L getauscht.

ROC Westurance - Polsterung am Pferd - 6

Reiten Sie wieder ein paar Minuten und kontrollieren Sie erneut die Lage. Wenn nötig ändern Sie die Polsterung weiter entsprechend der Grundregel:

  • Geht der Sattel nach links wird rechts mehr gepolstert
    -Geht der Sattel nach rechts wird links mehr gepolstert
  • Ist der Sattel vorne niedriger als hinten wird vorne aufgepolstert.

Wenn sich der Sattel in der Balance befindet reiten Sie Trab und Galopp auf beiden Händen oder im Gelände.

Nach 30-45 Min ist jedes Pferd warm und die endgültige Abstimmung auf die Balance kann erfolgen.

Die Balancepolster können in extremen Fällen nur auf einer Seite und dort sogar zweilagig sein. Es gibt in der Vielfalt der Variationen keine Einschränkung.

Durch diese Art der Polsterung wird Ihr Pferd permanent gestellt, d.h. die Muskulaturen der rechten und linken Körperhälfte werden in der Grundspannung symmetrischer.

Die Polsterung bzw. die Balance des Sattels sollte regelmäßig kontrolliert und angepasst werden um eine optimale Rittigkeit zu erhalten und dem Pferd keine schiefe Last zu sein. Kurze Kontrolle nach jedem Ritt für mehr Spaß für Sie und Ihr Pferd.

Fragen und Antworten

Die 12 häufigsten Fragen und Antworten nach dem Sattelkauf (Einige Aussagen die hier getroffen werden beziehen sich speziell auf das ROC Sattelsystem und haben keine Allgemeingültigkeit)

1. Mein ROC rutscht nach vorne und oder zur Seite!

Wenn der Sattel nach vorne rutscht lässt das Pferd den Sattel nicht liegen. Ursache ist in 95% aller Fälle, das die Polsterungsbalance nicht mehr stimmt. Das heißt der Sattel liegt nicht mehr gerade am Pferd und übt einen einseitigen Zug auf das Pferd aus. Um diesen Zug zu kompensieren muss es in der Lendenwirbelsäule dagegen spannen und das Pferd kann nicht mehr losgelassen gehen und schiebt die Lendenwirbelsäule hoch und sackt in der Brustwirbelsäule durch. Dadurch entsteht ein scheinbar überbautes Pferd das den Sattel nach vorne schiebt.

Die Korrektur erfolgt durch das Neueinstellen der seitlichen Balancepolster nach Satteldokumentation oder unsere Mitarbeiter.

Unter Kapitel Polsterungsanpassung/Kontrolle (Seite 20) können Sie dies selbst vornehmen.

2. Mein ROC liegt nur vorne und hinten auf, die Satteldecke ist nur vorne und hinten schmutzig?

Der Sattel liegt natürlich nicht hohl. Verursacht wird dies durch eine Besonderheit unseres Systems. Die zweigeteilten Decken sind fest am Sattel. Dadurch findet zwischen Pferd und Decke im Schulter- und Lendenbereich eine Bewegung statt und der Schmutz reibt sich an diesen Stellen in die Satteldecke. In der Mitte wo der Sattel satt liegt ist die Satteldecke sauber.

Ein Tipp zur Kontrolle: Je größer die saubere Fläche umso besser.

3. Mein Pferd ist nicht gleichmäßig nass geschwitzt unter dem ROC?

Das kommt beim ROC oft vor und hat seine Wurzeln in der Distanzreiterei. Wir waren immer bestrebt möglichst viel Wärme unter dem Sattel abzuleiten. Unser Satteldecken bestehen aus Medi Cheval, einem Hohlfaserflor der

durch seine Kapillarwirkung Feuchtigkeit vom Pferd wegsaugt.

Dahinter sind in der Decke Abstandsgewebe eingenäht die in der Autoindustrie zum belüften von Autositzen verwendet werden. In dieser Schicht kann die Feuchtigkeit seitlich austransportiert werden. Die nächste Schicht ist die Polsterung und die wirkt wie ein Luftpumpe. Bei jedem Trabschritt gehen die Polster auf und saugen frische Luft hinein um dann bei der Fußung des Pferdes wieder zusammengepresst zu werden. Da wir durch die teilweise unterschiedlichen Polsterungsstärken auch partiell unterschiedliche Belüftungen haben entstehen sehr unterschiedliche Schweißbilder. Wenn Sie ein schönes Schweißbild haben wollen legen Sie eine Plastikfolie zwischen Pferd und Sattel und in kürzester Zeit haben Sie einen vollflächigen Abdruck. Wer Sport treibt kennt wahrscheinlich den Vorteil von Funktionsbekleidung die unsere Satteldecken auch bieten.

4. Mein Pferd hat am auslaufenden Widerrist weiche Beulen nach dem Reiten die nach einiger Zeit wieder verschwinden. Ist das Satteldruck?

Es hat nichts mit Satteldruck zu tun. Es ist eine Art Galle zwischen den Dornfortsätzen und kommt nur vor bei Pferden mit Bindegewebsschwäche und Neigung zum Senkrücken. Bei unserem Sattel ist durch die offene Deckenkonstruktion kein Druck auf der Wirbelsäule und die Galle kann sich ausbreiten. Spannen Sie eine Satteldecke über den Widerrist entstehen Sie nur ansatzweise wie bei bandagierten Beinen. Das Grundproblem des Stoffwechsels besteht aber weiterhin.

5. Das Fell am hinteren Deckenrand scheuert sich ab?

Dies ist der einzige wirkliche Nachteil der geteilten fest aufgezogenen Satteldecken.

Durch die Bewegung in der Lende scheuert sich im Fellwechsel bei manchen Pferden vorwiegend runder Typ und feinem Fell im hinterem Sattelauslauf das Fell weg. Wir haben für diesen Fall eine Unterlegschabracke mit einem Gleitstreifen am hinteren Ende für Sie gemacht. Sollten Sie die ersten Spuren sehen lassen Sie sich ein Paar schicken bevor eine Hautreizung entsteht.

6. Wie sattle ich den ROC richtig?

Wenn Sie von der Hinterkante der Vorderbeine gerade nach oben gehen sollten Sie beim Classic an der Sattelblattvorderkante bei allen andern Typen an der vorderen Schraube, die die schwarze Platte fixiert, landen.

7. Die Leute im Stall, der Reitlehrer sagt der Sattel liegt auf der Schulter?

Das ist teilweise richtig. Unsere Sättel gehen mit weichen Strukturen (flexible Platte, Polsterung, Satteldecke) ca. 8cm über die Schulter. Und der Sattelbaum liegt von vorne gesehen oberhalb der Schulter. Das heißt die Schulter kann unter dem Sattelbaum in die Polsterung eintauchen. Der englischen Sattel muss hinter der Schulter platziert werden da das Kopfeisen oft enger ausfällt als die Schulterbreite und dadurch mit der Schulter kollidieren würde.

8. Darf ich die Paddingplatten zum Deckenaufziehen verbiegen?

Sie dürfen. Es handelt sich bei diesem Kunststoff um Polyethylen. Das ist sehr zäh und wird auch durch mehrmaliges biegen nicht brüchig. Es wird auch für Chemietanks im Außenbereich verwendet und ist UV beständig. Dieses Material formt sich plastisch und elastisch an das Pferd an und kann durch Erwärmung über 90Grad in seine ursprüngliche Form zurückgeführt werden.

Tipp: Es wird nur die gezackte Platte in die Deckentasche gesteckt.

9. Wie pflege ich das Leder meines ROC?

Siehe auch Kapitel Lederpflege Seite 14

Vorab: Das Leder immer nur von der Wetterseite behandeln und die Fleischseite zum Atmen offen lassen

Unsere Glattleder in braun oder schwarz können Sie mit Sattelseife pflegen und oder mit Lederfett geschmeidig halten. Beim Classic hat es sich als vorteilhaft erwiesen die Steigbügelriemen und das Blatt mit einem lederfettigem Tuch kurz abzuwischen. Dadurch bleibt das Sattelblatt vor dem Stegbügelabrieb verschont.

Unser Blank- bzw. Naturleder sollte vor der ersten Benutzung mit Lederfett oder Lederöl behandelt werden. Wenn Sie in Zukunft einen helleren honig-

farbenen Ton wollen verwenden Sie Lederfett.

Wenn Sie den Sattel dunkler und mehr zum rötlichen hin wollen verwenden Sie Lederöl.

Unsere Nubukleder sind sehr wartungsarm. Wer die nicht sehr einheitliche Patina nicht schätzt kann mit wenig Lederfett eine dunkleres und einheitliches Finish erreichen.

  1. Wie weiß ich, dass mein ROC noch richtig liegt?

Die einfachste Kontrolle ist nach dem Reiten. Wenn das Pferd gerade auf allen vier Beinen steht sollte der Sattel vorne und hinten gleich hoch bzw. vorne max. 2-3cm höher liegen. Von hinten gesehen sollte der Sattel Waagrecht und zentrisch über der Wirbelsäule liegen. Grundsätzlich sollte das Pferd ohne großes Zutun des Reiters taktklar, gerade und losgelassen gehen. Das Schweißbild ist kein Bewertungskriterium beim ROC. Wenn sich in diesen Kriterien kontinuierliche Abweichungen ergeben sollte die Polsterung entsprechend der Dokumentation geändert werden.

  1. Kann ich den Gurt und die Satteldecken waschen und wie?

Der Gurt und die Satteldecke kann bei 40 Grad in der Waschmaschine mit normalem Waschmittel ohne Weichspüler gewaschen werden. Idealerweise sollten die Decken mit der Pferdeseite zur Trommelwand in der Waschmaschine liegen. Trockner geeignet sind die Decken nicht. Beim Sattelgurt empfiehlt sich die Verwendung eines Waschsacks.

  1. Mein ROC ist zu vorne zu eng. Kann ich die Polster vorne herausnehmen?

Diese Aussage erfolgte fast immer nach einer Kontrolle am stehenden Pferd durch den Reiter oder anderen „Fachleuten“ und verunsichert unsere Kunden. Nach telefonischer Nachfrage durch uns wie das Pferd den zu reiten sei kommt so gut wie immer die Aussage „Gut“. Gehen Sie grundsätzlich nach den Richtlinien wie unter Pkt. 10 beschrieben. Sie können die Schulterfreiheit im Stand, Schritt oder Trab kontrollieren indem Sie mit der Hand vorn unter die Decken fassen. Der Unterschied zum stehenden Pferd ist mitunter gewaltig. Im Stehen kann es sein das der Sattel satt liegt. In der Bewegung hebt sich der Pferderücken und gibt die Schulter frei.

Eine Sattelkontrolle am stehenden Pferd entspricht nicht den tatsächlichen Verhältnissen!

Nun wünschen wir Ihnen viel Spass und viel Freude mit Ihrem neuen Sattel!

Sollten Sie noch andere Fragen haben, schreiben Sie uns doch einfach ein E-Mail.

ROC

Stefan Wanek

Tel: 09133-3596

E-Mail: post@r-o-c.de

Handbuch-Assistent
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Produktinformationen

Marke : ROC

Modell : Westurance

Kategorie : Selle de vélo