Logano S735 - Chaudière centrale de chauffage BUDERUS - Kostenlose Bedienungsanleitung
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BEDIENUNGSANLEITUNG Logano S735 BUDERUS
Öl-/Gas-Spezialheizkessel
Logano S635 und S735

Dieses Produkt entspricht in seiner Konstruktion und in seinem Betriebsverhalten den zutreffenden europäischen Richtlinien sowie ggf. ergänzenden nationalen Anforderungen. Die Konformität wurde nachgewiesen.
Die Konformitätserklärung steht Ihnen im Internet unter www.heiztechnik.buderus.de zur Verfügung oder kann alternativ bei der zuständigen Buderus-Niederlassung angefordert werden.
Zu dieser Anleitung
Die vorliegende Bedienungsanleitung enthält wichtige Informationen zur sicheren und sachgerechten Bedienung und Wartung der Öl-/Gas-Spezialheizkessel Logano SE635, SK635 (im Dokument als S635 bezeichnet), SK735 und SE735 (im Dokument als S735 bezeichnet).
Die Bedienung der beiden Öl-/Gas-Spezialheizkessel Logano S635 und S735 erfolgt gleichermaßen. Bei Unterschieden werden diese im Text explizit genannt.
Der richtige Brennstoff
Für einen reibungslosen Betrieb benötigt die Heizungsanlage den richtigen Brennstoff. Ihr Fachhandwerker trägt bei Inbetriebnahme in der unten stehenden Tabelle ein, mit welchem Brennstoff Sie Ihre Heizungsanlage betreiben müssen.

VORSICHT!
ANLAGENSCHADEN
durch falschen Brennstoff.
- Verwenden Sie ausschließlich den für Ihre Heizungsanlage angegebenen Brennstoff.

ANWENDERHINWEIS
Wenn Sie Ihre Heizungsanlage auf eine andere Brennstoffart umstellen möchten, empfehlen wir Ihnen, sich von Ihrem Fachhandwerker beraten zu lassen.
Verwenden Sie diesen Brennstoff:
Stempel/Unterschrift/Datum
1 Zu Ihrer Sicherheit ....4
1.1 Bestimmungsgemäße Verwendung .....4
1.2 Aufbau der Hinweise....4
1.3 Beachten Sie diese Sicherheitshinweise .....4
2 Produktbeschreibung ....6
3 Richtiges Füll- und Ergänzungswasser verwenden .....7
3.1 Wasserbezeichnung....7
3.2 Wasserbeschaffenheit .8
4 Heizungsanlage in Betrieb nehmen .....9
4.1 Heizungsanlage betriebsbereit stellen .9
4.2 Regelgerät und Brenner in Betrieb nehmen .....9
5 Heizungsanlage außer Betrieb nehmen 10
5.1 Regelgerät und Brenner außer Betrieb nehmen ..... 10
5.2 Heizungsanlage im Notfall außer Betrieb nehmen ..... 10
6 Brennerstörungen beheben 11
7 Heizungsanlage warten. 12
7.1 Warum ist eine regelmäßige Wartung wichtig? 12
7.2 Wasserdruck prüfen und korrigieren 13
1 Zu Ihrer Sicherheit
Die Öl-/Gas-Spezialheizkessel Logano S635 und S735 sind nach den neuesten technologischen Erkenntnissen und sicherheitstechnischen Regeln konstruiert und gefertigt.
Dabei wurde auf die Bedienungsfreundlichkeit besonderer Wert gelegt. Zur sicheren, wirtschaftlichen und umweltfreundlichen Nutzung der Heizungsanlage empfehlen wir Ihnen, die Sicherheitshinweise und die Bedienungsanleitung zu beachten.
1.1 Bestimmungsgemäße Verwendung
Die Öl-/Gas-Spezialheizkessel Logano S635 und S735 sind für Erwärmung von Heizungswasser konzipiert worden. Alle nach EN 267 oder EN 676 baumustergeprüften Öl- beziehungsweise Gas-Brenner können eingesetzt werden, wenn deren Arbeitsfelder mit den technischen Daten des Heizkessels übereinstimmen.
Bei diesem Heizkessel finden die Regelgeräte Logamatic 4212, 4311 und 4312 ihre Verwendung.
1.2 Aufbau der Hinweise
Es werden zwei Gefahrenstufen unterschieden und durch Signalwörter gekennzeichnet:

WARNUNG!
LEBENSGEFAHR
Kennzeichnet eine möglicherweise von einem Produkt ausgehende Gefahr, die ohne ausreichende Vorsorge zu schweren Körperverletzungen oder sogar zum Tode führen kann.

VORSICHT!
VERLETZUNGSGEFAHR/ ANLAGENSCHADEN
Weist auf eine potenziell gefährliche Situation hin, die zu mittleren oder leichten Körperverletzungen oder zu Sachschäden führen kann.

ANWENDERHINWEIS
Hier erhalten Sie Anwendertipps für eine optimale Gerätenutzung und -einstellung sowie sonstige nützliche Informationen.
1.3 Beachten Sie diese Sicherheitshinweise
Durch eine unsachgemäße Bedienung des Logano S635 und S735 können Sachschäden entstehen.
- Betreiben Sie den Heizkessel nur bestimmungsgemäß und in einwandfreiem Zustand.
- Lassen Sie die Heizungsanlage von einem Heizungsfachmann installieren.
- Lassen Sie sich von Ihrer Heizungsfachfirma ausführlich in die Bedienung der Heizungsanlage einweisen.
- Lesen Sie diese Bedienungsanleitung sorgfältig durch.

WARNUNG!
LEBENSGEFAHR
durch Explosion entzündlicher Gase. Bei Gasgeruch besteht Explosionsgefahr.
- Kein offenes Feuer! Nicht rauchen! Kein Feuerzeug benutzen!
- Funkenbildung vermeiden!
Keine elektrischen Schalter betätigen, auch nicht Telefon, Stecker oder Klingel!
Gas-Hauptabsperreinrichtung schließen! - Fenster und Türen öffnen!
- Hausbewohner warnen, aber nicht klingeln!
- Gebäude verlassen!
Gasversorgungsunternehmen und Heizungsfachfirma von außerhalb des Gebäudes anrufen! - Eventuell Polizei oder Feuerwehr alarmieren!
- Bei hörbarem Ausströmen sofort gefährdeten Bereich verlassen!
1.3.1 Aufstellraum 1.3.2 Arbeiten an der Heizungsanlage

WARNUNG!
LEBENSGEFAHR
durch Vergiftung.
Unzureichende Luftzufuhr kann zu gefährlichen Abgasaustritten führen.
- Achten Sie darauf, dass Zu- und Abluftöffnungen nicht verkleinert oder verschlossen sind.
- Wenn Sie den Mangel nicht unverzüglich beheben, darf der Heizkessel nicht betrieben werden.

WARNUNG!
BRANDGEFAHR
durch entzündliche Materialien oder Flüssigkeiten.
- Lagern Sie keine entzündlichen Materialien oder Flüssigkeiten in unmittelbarer Nähe des Wärmeerzeugers.

VORSICHT!
KESSELSCHADEN
durch verunreinigte Verbrennungsluft.
- Benutzen Sie niemals chlorhaltige Reinigungsmittel und Halogenkohlenwasserstoffe (z. B. in Sprühdosen, Lösungs- und Reinigungsmitteln, Farben, Klebern).
● Vermeiden Sie starken Staubbefall. - Hängen Sie keine Wäsche zum Trocknen im Aufstellraum auf.

VORSICHT!
ANLAGENSCHADEN
durch Frost.
- Achten Sie darauf, dass der Aufstellraum des Heizkessels frostsicher bleibt.

WARNUNG!
LEBENSGEFAHR
durch Explosion entzündlicher Gase.
- Achten Sie darauf, dass die Montage, der Gas-, Öl- und Abgasanschluss, die Erstinbetriebnahme, der Stromanschluss, die Wartung und Instandhaltung nur von einer Fachfirma ausgeführt werden.
- Achten Sie darauf, dass die Arbeiten an gasführenden Teilen von einer konzessionierten Fachfirma ausgeführt werden.

VORSICHT!
ANLAGENSCHADEN
durch fehlende oder mangelhafte Reinigung und Wartung.
- Lassen Sie einmal jährlich die Heizungsanlage von einer Fachfirma inspizieren, reinigen und warten.
- Wir empfehlen Ihnen, einen Vertrag über eine jährliche Inspektion und eine bedarfsorientierte Wartung abzuschließen.
2 Produktbeschreibung
Die Hauptbestandteile der Öl-/Gas-Spezialheizkessel Logano S635 und S735 sind:
- Kesselblock (Abb. 1, Pos. 1). Der Kesselblock überträgt die vom Brenner erzeugte Wärme an das Heizungswasser.
- Kesselmantel (Verkleidung, Abb. 1, Pos. 3), Wärmeschutz (Abb. 1, Pos. 4). Kesselmantel und Wärmeschutz verhindern den Energieverlust.
- Regelgerät (Abb. 1, Pos. 2) Das Regelgerät dient der Überwachung und der Steuerung aller elektrischen Bauteile der Öl-/Gas-Spezialheizkessel Logano S635 und S735.

Abb. 1 Öl-/Gas-Spezialheizkessel Logano S635/S735
Pos. 1: Kesselblock
Pos. 2: Regelgerät
Pos. 3: Kesselmantel (Verkleidung)
Pos. 4: Wärmeschutz
3 Richtiges Füll- und Ergänzungswasser verwenden
Dieses Kapitel gibt Ihnen allgemeine Informationen zur Bezeichnung des Wassers in Ihrer Heizungsanlage.
Beachten Sie die grundsätzlichen anlagenspezifischen Anforderungen an die Wasserbeschaffenheit im Kapitel 3.2 „Wasserbeschaffenheit“.
3.1 Wasserbezeichnung
Als Wärmeträger wird in Ihrer Heizungsanlage Wasser eingesetzt. Je nach Verwendungszweck wird das Wasser unterschiedlich bezeichnet.
– Heizungswasser:
Wasser, das sich in Ihrer Heizungsanlage befindet.
- Füllwasser:
Wasser, mit dem die Heizungsanlage vor der ersten Inbetriebnahme befüllt wird.
– Ergänzungswasser:
Wasser, mit dem Sie die Heizungsanlage nach einem eventuellen Wasserverlust wieder auffüllen.
3.2 Wasserbeschaffenheit
Jedes Wasser beinhaltet Materialien, z. B. Ca (HCO 3 ) 2 (Calziumhydrogencarbonat), die die Funktion Ihrer Heizungsanlage beeinflussen können. Dies kann zu Korrosion, Steinbildung oder Ablagerungen führen.
Damit Ihre Heizungsanlage dauerhaft wirtschaftlich, funktions- und betriebssicher sowie energiesparend arbeitet, empfehlen wir Ihnen, die Wasserbeschaffenheit des Füll- und Ergänzungswassers zu prüfen und ggf. aufbereiten zu lassen.

ANLAGENSCHADEN
durch Korrosion oder Steinbildung aufgrund von Füll- und Ergänzungswasser, welches nicht den anlagenspezifischen Anforderungen entspricht.
- Fragen Sie Ihren Heizungsfachmann oder Ihr zuständiges Wasserversorgungsunternehmen (WVU) nach der Ca (HCO_3)_2 -Konzentration (Calzium-hydrogencarbonat) in Ihrem Versorgunsgebiet.
- Wenn das Füll- und Ergänzungswasser nicht den anlagenspezifischen Anforderungen entspricht, muss es aufbereitet werden. Wenden Sie sich in diesem Fall an Ihren Heizungsfachmann.
Für die richtige Verwendung und Aufbereitung des Füll- bzw. Ergänzungswassers müssen Sie die nachfolgende Tabelle unbedingt beachten.
Die Tabelle ist ein Auszug aus dem Arbeitsblatt K8 „Wasseraufbereitung für Warmwasser-Heizanlagen“ und VDI 2035 „Richtlinie für Wasseraufbereitung“.
| Gesamtkesselleistung in kW | Ca (HCO3)2-Konzentration in mol/m3 | Maximale Füll- und Ergänzungswassermenge Vmax in m3 | Heizungswasser pH-Wert |
| 100 < Q ≤ 350 ≤ 2,0 | V | max = dreifaches Anlagenvolumen 8,2 - 9,5 | |
| 350 < Q ≤ 1000 ≤ 1,5 | |||
| 100 < Q ≤350 | >2,0 | Vmax = 0,0313 · (kW)Ca(HCO_3)_2(^3) | 8,2 - 9,5 |
| 350 < Q ≤ 1000 >1,5 |
Tab. 1 Anforderungen an das Füll-, Ergänzungs- und Heizungswasser
4 Heizungsanlage in Betrieb nehmen
Dieses Kapitel erklärt Ihnen, wie Sie Ihre Heizungsanlage betriebsbereit stellen sowie das Regelgerät und den Brenner in Betrieb nehmen können.
4.1 Heizungsanlage betriebsbereit stellen
Damit die Heizungsanlage von Ihnen in Betrieb genommen werden kann, müssen Sie Folgendes prüfen:
- den Wasserdruck der Heizungsanlage (siehe Kapitel 7.2 „Wasserdruck prüfen und korrigieren“, Seite 13),
- ob die Brennstoffzufuhr an der Brennstoff-Hauptabsperreinrichtung geöffnet ist,
- ob der Heizungsnotschalter eingeschaltet ist.
Lassen Sie sich von Ihrem Fachhandwerker zeigen, wo sich bei Ihrer Heizungsanlage der Füllhahn im Rohrsystem befindet.
4.2 Regelgerät und Brenner in Betrieb nehmen
Nehmen Sie Ihren Heizkessel über das Regelgerät in Betrieb (im Beispiel hier, Abbildung 2: Logamatic 4312). Mit der Inbetriebnahme des Regelgerätes nehmen Sie automatisch den Brenner mit in Betrieb. Der Brenner kann anschließend vom Regelgerät gestartet werden. Weitere Informationen dazu können Sie in der Bedienungsanleitung des jeweiligen Regelgerätes oder Brenners nachlesen.
- Stellen Sie den Kesselwassertemperaturregler (Abb. 2, Pos. 1) auf „AUT“.
- Stellen Sie den Betriebsschalter (Abb. 2, Pos. 2) in Stellung „I“ (EIN).

ANWENDERHINWEIS
Beachten Sie die Bedienungsanleitung des Regelgerätes.

text_image
90 AUT 70 60 50 1 2Abb. 2 Regelgerät (hier z. B.: Logamatic 4312)
Pos. 1: Kesselwassertemperaturregler
Pos. 2: Betriebsschalter
5 Heizungsanlage außer Betrieb nehmen
Dieses Kapitel erklärt Ihnen, wie Sie Ihren Heizkessel, das Regelgerät und den Brenner außer Betrieb nehmen können. Des Weiteren wird Ihnen erklärt, wie Sie die Heizungsanlage im Notfall abschalten können.

ANLAGENSCHADEN
durch Frost.
Die Heizungsanlage kann bei Frost einfrieren, wenn sie nicht in Betrieb ist, z. B. durch eine Störabschaltung.
- Schützen Sie bei Frostgefahr die Heizungsanlage vor dem Einfrieren.
- Wenn die Heizungsanlage aufgrund einer Störabschaltung mehrere Tage im abgeschalteten Zustand verweilt, dann müssen Sie das Heizungswasser am tiefsten Punkt der Heizungsanlage über den KFE-Hahn ablassen, um sie bei Frostgefahr vor dem Einfrieren zu schützen. Der Entlüfter am höchsten Punkt der Heizungsanlage muss dabei geöffnet sein.
- Schließen Sie an der Brennstoff-Hauptabsperreinrichtung die Brennstoffzufuhr.
5.1 Regelgerät und Brenner außer Betrieb nehmen
Nehmen Sie Ihren Heizkessel über das Regelgerät außer Betrieb (im Beispiel hier Regelgerät 4212, Abb. 2, Seite 9). Mit der Außerbetriebnahme des Regelgerätes wird der Brenner automatisch mit abgeschaltet.
- Stellen Sie den Betriebsschalter (Abb. 2, Pos. 2) in Stellung „0“ (AUS).

ANWENDERHINWEIS
Weitere Informationen dazu können Sie in der Bedienungsanleitung des jeweiligen Regelgerätes nachlesen.
5.2 Heizungsanlage im Notfall außer Betrieb nehmen

ANWENDERHINWEIS
- Schalten Sie die Heizungsanlage nur bei einem Notfall über die Sicherung des Heizungsraumes oder den Heizungsnotschalter ab.
- In anderen Gefahrenfällen sofort Brennstoff-Hauptabsperreinrichtung schließen und Heizungsanlage über die Sicherung des Heizraumes oder über den Heizungs-notschalter stromlos schalten (siehe Kapitel 1.3 „Beachten Sie diese Sicherheitshinweise“, Seite 4).
6 Brennerstörungen beheben
Die Störungen der Heizungsanlage werden im Display des Regelgerätes angezeigt, nähere Informationen zu den Störanzeigen finden Sie in der Serviceanleitung des jeweiligen Regelgerätes. Zusätzlich wird die Brennerstörung über eine Störlampe am Brenner signalisiert.

VORSICHT!
ANLAGENSCHADEN
durch Frost.
Die Heizungsanlage kann bei Frost einfrieren, wenn sie nicht in Betrieb ist, z. B. durch eine Störabschaltung.
- Wenn die Heizungsanlage aufgrund einer Störabschaltung mehrere Tage im abgeschalteten Zustand verweilt, dann müssen Sie das Heizungswasser am tiefsten Punkt der Heizungsanlage über den KFE-Hahn ablassen, um sie bei Frostgefahr vor dem Einfrieren zu schützen. Der Entlüfter am höchsten Punkt der Heizungsanlage muss dabei geöffnet sein.
- Drücken Sie den Entstörtaster des Brenners (siehe Bedienungsanleitung des Brenners).

VORSICHT!
ANLAGENSCHADEN
durch zu häufiges Drücken des Entstörtasters.
Wenn Sie den Entstörtaster bei Nichtanspringen des Brenners mehr als dreimal direkt hintereinander drücken, dann kann der Zündtrafo des Brenners beschädigt werden.
- Versuchen Sie die Störungen nicht mehr als dreimal direkt hintereinander über den Entstörtaster zu beheben.
Wenn auch nach drei Versuchen der Brenner nicht startet, können Sie die notwendigen Informationen für die Entstörung des Brenners der jeweiligen technischen Unterlage des Brenners entnehmen.
7 Heizungsanlage warten
Dieses Kapitel erklärt Ihnen, warum eine regelmäßige Wartung Ihrer Heizungsanlage wichtig ist. Des Weiteren zeigt es Ihnen, wie Sie den Wasserdruck Ihrer Heizungsanlage selbst kontrollieren und korrigieren können.

ANLAGENSCHADEN
durch fehlende oder mangelhafte Reinigung und Wartung.
- Lassen Sie einmal jährlich die Heizungsanlage von einer Fachfirma inspizieren, reinigen und warten.
- Wir empfehlen Ihnen, einen Vertrag über eine jährliche Inspektion und eine bedarfsorientierte Wartung abzuschließen.
7.1 Warum ist eine regelmäßige Wartung wichtig?
Aus den folgenden Gründen sollten Sie Ihre Heizungsanlage regelmäßig warten lassen:
– um einen hohen Wirkungsgrad zu erhalten und die Heizungsanlage sparsam (niedriger Brennstoffverbrauch) zu betreiben,
– um eine hohe Betriebssicherheit zu erreichen,
- um die umweltfreundliche Verbrennung auf hohem Niveau zu halten.
7.2 Wasserdruck prüfen und korrigieren
Um die Funktion Ihrer Heizungsanlage zu gewährleisten, muss sich genügend Wasser in Ihrer Heizungsanlage befinden.
- Wenn der Wasserdruck in der Heizungsanlage zu niedrig ist, müssen Sie die Heizungsanlage mit Ergänzungswasser (siehe Kapitel 3 „Richtiges Füll- und Ergänzungswasser verwenden“, Seite 7) auffüllen.

VORSICHT!
ANLAGENSCHADEN
durch häufiges Nachfüllen.
Wenn Sie die Heizungsanlage häufig mit Ergänzungswasser auffüllen müssen, dann kann die Heizungsanlage, je nach Wasserbeschaffenheit, durch Korrosion oder Steinbildung beschädigt werden.
- Benachrichtigen Sie Ihre Heizungsfachfirma, wenn Sie häufig Ergänzungswasser nachfüllen müssen.
● Prüfen Sie den Wasserdruck einmal monatlich.
7.2.1 Wann müssen Sie den Wasserdruck der Heizungsanlage prüfen?
– Das neu eingefüllte Füll- oder Ergänzungswasser verliert in den ersten Tagen viel Volumen, da es noch stark ausgast. Bei neu befüllten Anlagen sollten Sie daher den Wasserdruck des Heizungswassers erst täglich und dann in immer größer werdenden Intervallen prüfen.

ANWENDERHINWEIS
Wenn das Füll- oder Ergänzungswasser ausgast, können sich in der Heizungsanlage Luftpolster bilden.
- Entlüften Sie die Heizungsanlage über die Heizkörper, gegebenenfalls füllen Sie die Heizungsanlage mit Ergänzungswasser auf.
- Wenn das Heizungswasser kaum noch an Volumen verliert, müssen Sie den Wasserdruck des Heizungswassers einmal monatlich kontrollieren.
Im Allgemeinen wird zwischen offenen und geschlossenen Anlagen unterschieden. Offene Anlagen werden in der Praxis nur noch selten installiert. Deshalb wird Ihnen anhand der geschlossenen Heizungsanlage beispielhaft erklärt, wie Sie den Wasserdruck prüfen können.
Alle Voreinstellungen hat bereits der Fachhandwerker bei der ersten Inbetriebnahme durchgeführt.
7.2.2 Offene Anlagen
Bei offenen Anlagen muss der Hydrometerzeiger (Abb. 3, Pos. 1) innerhalb der roten Markierung (Abb. 3, Pos. 3) stehen.
7.2.3 Geschlossene Anlagen
Bei geschlossenen Anlagen muss der Manometerzeiger (Abb. 4, Pos. 2) innerhalb der grünen Markierung (Abb. 4, Pos. 3) stehen. Der rote Zeiger (Abb. 4, Pos. 1) des Manometers muss auf den für die Heizungsanlage erforderlichen Druck eingestellt sein.
● Prüfen Sie den Wasserdruck der Heizungsanlage

ANLAGENSCHADEN
durch häufiges Nachfüllen.
VORSICHT!
Wenn Sie die Heizungsanlage häufig mit Ergänzungswasser auffüllen müssen, dann kann die Heizungsanlage, je nach Wasserbeschaffenheit, durch Korrosion und Steinbildung beschädigt werden.
- Sorgen Sie dafür, dass die Heizungsanlage entlüftet ist.
-
Überprüfen Sie die Heizungsanlage auf Dichtheit und das Ausdehnungsgefäß auf Funktionsfähigkeit.
-
Wenn der Manometerzeiger (Abb. 4, Pos. 2) die grüne Markierung (Abb. 4, Pos. 3) unterschreitet, dann ist der Wasserdruck der Heizungsanlage zu gering. Füllen Sie die Heizungsanlage mit Ergänzungswasser (siehe Kapitel 3 „Richtiges Füll- und Ergänzungswasser verwenden“, Seite 7) auf.
- Füllen Sie das Ergänzungswasser über den Füllhahn im Rohrsystem der Heizungsanlage ein.
● Entlüften Sie die Heizungsanlage.
● Prüfen Sie erneut den Wasserdruck.

text_image
1 2 m WS 3Abb. 3 Hydrometer für offene Heizungsanlagen
Pos. 1: Hydrometerzeiger
Pos. 2: grüner Zeiger
Pos. 3: rote Markierung

text_image
1 2 3 4 2 3Abb. 4 Manometer für geschlossene Heizungsanlagen
Pos. 1: roter Zeiger
Pos. 2: Manometerzeiger
Pos. 3: grüne Markierung
Heizungsfachbetrieb:
Buderus
Deutschland
BBT Thermotechnik GmbH
Buderus Deutschland, D-35573 Wetzlar
www.heiztechnik.buderus.de
info@heiztechnik.buderus.de
Österreich
Buderus Austria Heiztechnik GmbH
Karl-Schönherr-Str. 2, A-4600 Wels
www.buderus.at
office@buderus.at
Schweiz
Buderus Heiztechnik AG
Netzibodenstr. 36, CH-4133 Pratteln
www.buderus.ch
info@buderus.ch