Wago I/O-IPC-C6 - Ordinateur stick

I/O-IPC-C6 - Ordinateur stick Wago - Kostenlose Bedienungsanleitung

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BEDIENUNGSANLEITUNG I/O-IPC-C6 Wago

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Es wurden alle erdenklichen Maßnahmen getroffen, um die Richtigkeit und Vollständigkeit der vorliegenden Dokumentation zu gewährleisten. Da sich Fehler, trotz aller Sorgfalt, nie vollständig vermeiden lassen, sind wir für Hinweise und Anregungen jederzeit dankbar.

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Wir weisen darauf hin, dass die im Handbuch verwendeten Soft- und Hardware-Bezeichnungen und Markennamen der jeweiligen Firmen im Allgemeinen einem Warenzeichenschutz, Markenzeichenschutz oder patentrechtlichem Schutz unterliegen.

Inhaltsverzeichnis

1 Hinweise zu dieser Dokumentation....9

1.1 Gültigkeitsbereich 9
1.2 Urheberschutz 9
1.3 Symbole.... 10
1.4 Darstellung der Zahlensysteme 11
1.5 Schriftkonventionen 11

2 Wichtige Erläuterungen 12

2.1 Rechtliche Grundlagen.... 12
2.1.1 Änderungsvorbehalt 12
2.1.2 Personalqualifikation.... 12
2.1.3 Bestimmungsgemäße Verwendung.... 13
2.1.4 Technischer Zustand der Geräte 13
2.2 Sicherheitshinweise.... 14
2.3 Sicherheitseinrichtungen 15
2.4 Hinweise zum Betrieb 15
2.5 Spezielle Einsatzbestimmungen für ETHERNET-Geräte 15

3 Lieferumfang....16

4 Gerätebeschreibung....17

4.1 Übersicht der physikalischen Schnittstellen.... 19
4.2 Anzeigeelemente 21
4.3 Bedienelemente 22
4.4 Batterie 23
4.5 Bedruckung 24
4.6 Technische Daten 25
4.6.1 Gerätedaten 25
4.6.2 Systemdaten.... 26
4.6.3 Versorgung 26
4.6.4 Kommunikation....27
4.6.5 Schutz und Sicherheit 27
4.6.6 Laufzeitsystem....27
4.6.7 Umgebungsbedingungen 27
4.6.8 Anschlusstechnik....28
4.7 Normen und Richtlinien 28
4.7.1 Elektromagnetische Verträglichkeit 28
4.8 Zulassungen....29

5 Beschreibung der I/O-IPC-Schnittstellen 30

5.1 ETHERNET-Schnittstellen (X8, X9).... 30
5.2 Schnittstelle für die Elektronikversorgung (X4).... 31
5.3 Integrierte Ein- und Ausgänge (X5).... 32
5.4 USB-Schnittstellen (X10, X11) 35
5.5 Serielle RS-232-Schnittstelle (X6).... 36
5.6 DVI-I-Schnittstelle (X7) 37

6 Montage und Demontage des I/O-IPC 39

6.1 Hinweise zur Montage/Demontage.... 39

6.2 Benötigtes Zubehör für die Montage 40
6.3 Zulässige Einbaurichtungen des I/O-IPC 40
6.4 Befestigung des I/O-IPC auf einer Tragschiene.... 41
6.5 Anstecken der Busklemmen an den I/O-IPC 42
6.6 Demontage des I/O-IPC 44
6.6.1 Entfernen der Leitungen 44
6.6.2 Demontage des I/O-IPC von der Tragschiene 45

7 Versorgungsspannung anschließen 47

7.1 Hinweise....47
7.2 Benötigtes Zubehör 48
7.3 Einspeisung bei Verwendung der Potentialeinspeiseklemme 750-602 .. 49
7.4 Einspeisung bei Verwendung der Filterklemme 750-626....53
7.5 Sensor- und Aktorleitung an die Busklemmen anschließen 55

8 In Betrieb nehmen.... 56

8.1 Einschalten des I/O-IPC 56
8.2 Ermitteln der IP-Adresse des Host-PC....57
8.3 Einstellen einer IP-Adresse 58
8.3.1 Zuweisen einer IP-Adresse mittels BootP 58
8.3.2 Ändern einer IP-Adresse mittels „IPC Configuration Tool“...... 62
8.4 Test der Netzwerkverbindung 65
8.5 Ausschalten/Neustart....66

9 Konfigurieren 67

9.1 Konfiguration mittels Web-based Management (WBM)....67
9.1.1 Benutzerverwaltung des WBM 69
9.1.2 Seite „Information“ 70
9.1.3 Seite „CODESYS“ 71
9.1.4 Seite „TCP/IP“ 72
9.1.5 Seite „ETHERNET“ 73
9.1.6 Seite „NTP“ 73
9.1.7 Seite „Clock“ 74
9.1.8 Seite „Users“ 75
9.1.9 Seite „HMI Settings“ 76
9.1.10 Seite „Administration“ 78
9.1.11 Seite „Package Server“ 79
9.1.12 Seite „Mass Storage“ 81
9.1.13 Seite „Downloads“ 81
9.1.14 Seite „Port“ 82
9.1.15 Seite „MODBUS“ 82
9.1.16 Seite „SNMP“ 83
9.1.17 I/O Configuration 85
9.1.18 Seite „WebVisu“ 85
9.2 Konfiguration mit einem Terminalprogramm 86
9.3 Konfiguration mit Touchscreen/Monitor und USB-Tastatur 87

10 MODBUS/TCP....88

10.1 Prozessdaten des MODBUS-Servers 89
10.2 Zugriff auf das Prozessabbild über MODBUS 89
10.2.1 Registerdienste 90
10.2.2 Bitdienste....91

10.3 Konfigurationsregister....92
10.4 Adressierungsbeispiel 93

11 Laufzeitumgebung CODESYS 2.3 95

11.1 Schreibweise logischer Adressen....95
11.2 Zugriff auf die Prozessabbilder der Ein- und Ausgangsdaten über CODESYS 2.3....96
11.3 Adressierungsbeispiel 99
11.4 Installieren des Programmiersystems CODESYS 2.3 .... 100
11.5 Das erste Programm mit CODESYS 2.3.... 100
11.5.1 Starten Sie das Programmiersystem CODESYS.... 100
11.5.2 Anlegen eines Projekts und Auswahl des Zielsystems.... 101
11.5.3 Anlegen der Steuerungskonfiguration.... 103
11.5.4 Editieren des Programmbausteins 107
11.5.5 SPS-Programm in den I/O-IPC laden und ausführen (ETHERNET).... 109
11.5.6 SPS-Programm in den I/O-IPC laden und ausführen (RS-232)..... 111
11.5.7 Boot-Projekt erzeugen.... 113
11.6 Anlegen von Task-Prioritäten 114
11.6.1 Zyklische Task-Prioritäten 116
11.6.2 Freilaufende Tasks.... 117
11.7 Systemereignisse.... 118
11.8 Klemmenbussynchronisation 120
11.8.1 Fall 1: CODESYS-Task-Intervall kleiner als Klemmenbuszyklus eingestellt.... 120
11.8.2 Fall 2: CODESYS-Task-Intervall kleiner als doppelter Klemmenbuszyklus .... 121
11.8.3 Fall 3: CODESYS-Task-Intervall größer als doppelter Klemmenbuszyklus 122
11.8.4 Fall 4: CODESYS-Task-Intervall größer als 10 ms....123
11.9 CODESYS-Visualisierung.... 124
11.9.1 Einbinden von Schriften.... 126
11.9.2 Grenzen der CODESYS-Visualisierung.... 127
11.9.3 Beseitigung von Störungen der CODESYS-Web-Visualisierung.... 129
11.9.4 Häufig gestellte Fragen zur CODESYS-Web-Visualisierung...... 130

12 C-Funktionen als CODESYS-Bibliothek einbinden.... 132

12.1 Beispiel zum Einbinden einer dynamischen Library 132

12.1.1 Linux-Shared-Library entwickeln und übersetzen 132

12.1.2 Beschreibungsdatei für das CODESYS-Laufzeitsystem erzeugen .. 133

12.1.3 Library und INI-Datei kopieren und das CODESYS-Laufzeitsystem neu starten.... 134

12.1.4 Eine IEC-Library erzeugen.... 135

12.1.5 Bibliothek im CODESYS-Projekt einbinden.... 137

12.2 Besonderheiten.... 140

12.2.1 Datentypen.... 140

12.2.2 Strukturen 141

12.2.3 Parameterübergabe per Referenz oder per Value.... 142

12.3 Weitere Anwendungen.... 142

13 Betriebssystem.... 143

13.1 Verwendeter Linux-Kernel 143

13.3 Startablauf von Linux.... 145

13.4 Linux-Konsole.... 146

13.4.1 Zugriff auf die Linux-Konsole 146

13.4.1.1 Zugriff über Telnet 148

13.4.1.2 Zugriff über RS-232-Schnittstelle und Terminalprogramm ..... 149

13.4.1.3 Zugriff über Tastatur und Monitor (DVI- und USB-Schnittstelle).... 150

13.4.2 Installierte Anwendungen.... 151

13.4.3 Aufbau des Dateisystems 152

13.4.4 Installierte Shell (BASH) 155

13.4.5 Busybox und andere Hilfsprogramme.... 155

13.5 Treiber für spezielle Hardwareteile.... 157

13.6 Einbinden eines USB-Druckers 157

13.7 Installierte Dienste der ETHERNET-Schnittstelle.... 158

13.7.1 Telnet-Server (telnetd).... 158

13.7.2 FTP-Server (pure-ftpd).... 159

13.7.3 NFS-Server 160

13.7.4 FTP-Client 160

13.7.5 Webserver (lighttp).... 161

13.7.6 NTP-Client 161

13.7.7 NFS-Client.... 162

13.7.8 SNMP-Agent 162

14 Diagnose.... 164

14.1 Betriebs- und Statusmeldungen.... 164

14.2 Diagnosemeldungen (I/O-LED).... 167

14.2.1 Ablauf der Blinksequenz 168

14.2.2 Beispiel einer Diagnosemeldung mittels Blinkcode...... 169

14.2.3 Bedeutung der Blinkcodes und Maßnahmen zur Fehlerbehebung... 170

15 Service.... 175

15.1 Austausch der Batterie 175

15.2 Entsorgung 177

16 Einsatz in explosionsgefährdeten Bereichen 178

16.1 Beispielhafter Aufbau der Kennzeichnung 179

16.1.1 Kennzeichnung für Europa gemäß ATEX und IEC-Ex 179

16.1.2 Kennzeichnung für Amerika gemäß NEC 500.... 184

16.2 Errichtungsbestimmungen.... 185

16.2.1 Besondere Bedingungen für den sicheren Ex Betrieb (ATEX Zertifikat TÜV 07 ATEX 554086 X)....186

16.2.2 Besondere Bedingungen für den sicheren Ex Betrieb (ATEX Zertifikat TÜV 12 ATEX 106032 X)....187

16.2.3 Besondere Bedingungen für den sicheren Ex Betrieb (IEC-Ex Zertifikat IECEx TUN 09.0001 X)....188

16.2.4 Besondere Bedingungen für den sicheren Ex Betrieb (IEC-Ex Zertifikat IECEx TUN 12.0039 X)....189

16.2.5 ANSI/ISA 12.12.01 190

17 Busklemmen 191

17.1 Übersicht 191

17.2 Aufbau der Prozessdaten für MODBUS/TCP.... 192

17.2.1 Digitaleingangsklemmen.... 193

17.2.1.1 1-Kanal-Digitaleingangsklemmen mit Diagnose .... 193

17.2.1.2 2-Kanal-Digitaleingangsklemmen....193

17.2.1.3 2-Kanal-Digitaleingangsklemmen mit Diagnose .... 193

17.2.1.4 2-Kanal-Digitaleingangsklemmen mit Diagnose und Ausgangsdaten....194

17.2.1.5 4-Kanal-Digitaleingangsklemmen.... 194

17.2.1.6 8-Kanal-Digitaleingangsklemmen.... 194

17.2.1.7 8-Kanal-Digitaleingangsklemme PTC mit Diagnose und Ausgangsdaten....195

17.2.2 16-Kanal-Digitaleingangsklemmen.... 195

17.2.2.1 Digitalausgangsklemmen.... 196

17.2.2.2 1-Kanal-Digitalausgangsklemmen mit Eingangsdaten...... 196

17.2.2.3 2-Kanal-Digitalausgangsklemmen 196

17.2.2.4 2-Kanal-Digitalausgangsklemmen mit Diagnose und Eingangsdaten....197

17.2.2.5 4-Kanal-Digitalausgangsklemmen 198

17.2.2.6 4-Kanal-Digitalausgangsklemmen mit Diagnose und Eingangsdaten....198

17.2.2.7 8-Kanal-Digitalausgangsklemmen 198

17.2.2.8 8-Kanal-Digitalausgangsklemmen mit Diagnose und Eingangsdaten....199

17.2.2.9 16-Kanal-Digitalausgangsklemmen 199

17.2.2.10 8-Kanal-Digitaleingangsklemmen/-Digitalausgangsklemmen.... 200

17.2.3 Analogeingangsklemmen 201

17.2.3.1 1-Kanal-Analogeingangsklemmen 201

17.2.3.2 2-Kanal-Analogeingangsklemmen 201

17.2.3.3 4-Kanal-Analogeingangsklemmen 202

17.2.3.4 3-Phasen-Leistungsmessklemme....202

17.2.3.5 8-Kanal-Analogeingangsklemmen 203

17.2.4 Analogausgangsklemmen.... 204

17.2.4.1 2-Kanal-Analogausgangsklemmen.... 204

17.2.4.2 4-Kanal-Analogausgangsklemmen.... 204

17.2.4.3 8-Kanal-Analogausgangsklemmen.... 205

17.2.5 Sonderklemmen 206

17.2.5.1 Zählerklemmen 206

17.2.5.2 Pulsweitenklemmen 208

17.2.5.3 Serielle Schnittstellen mit alternativem Datenformat.... 208

17.2.5.4 Serielle Schnittstellen mit Standard-Datenformat 209

17.2.5.5 Datenaustauschklemmen 209

17.2.5.6 SSI-Geber-Interface-Busklemmen 209

17.2.5.7 Weg- und Winkelmessung.... 210

17.2.5.8 DC-Drive Controller 212

17.2.5.9 Steppercontroller 213

17.2.5.10 RTC-Modul.... 214

17.2.5.11 DALI/DSI-Masterklemme 214

17.2.5.12 DALI-Multi-Master-Klemme 215

17.2.5.13 LON ^® -FTT-Klemme....217

17.2.5.14 Funkreceiver EnOcean.... 217

17.2.5.15 MP-Bus-Masterklemme 217

17.2.5.16 Bluetooth ^® RF-Transceiver.... 218

17.2.5.17 Schwingstärke/Wälzlagerüberwachung VIB I/O 219

17.2.5.18 KNX/EIB/TP1-Klemme 219

17.2.5.19 AS-Interface-Masterklemme 220

17.2.6 Systemklemmen 221

17.2.6.1 Systemklemmen mit Diagnose 221

17.3 Mailboxklemmen 223

18 Anhang....224

18.1 WagoConfigToolLIB.lib 224

18.1.1 Aufrufe zur Bibliothek „WagoConfigToolLIB.lib“ 226

18.2 WagoLibNetSnmp.lib 247

18.2.1 snmpRegisterCustomOID_INT32() 248

18.2.2 snmpRegisterCustomOID_STRING() 249

18.2.3 snmpRegisterCustomOID_UINT32() 250

18.2.4 snmpGetValueCustomOID_INT32() 251

18.2.5 snmpGetValueCustomOID STRING() 252

18.2.6 snmpGetValueCustomOID_UINT32() 253

18.2.7 snmpSetValueCustomOID INT32().... 254

18.2.8 snmpSetValueCustomOID STRING() 255

18.2.9 snmpSetValueCustomOID_UINT32() 256

18.2.10 Rückmeldungen.... 257

18.2.11 Beispielprogramm „Test.pro“ 258

18.3 mod com.lib....261

18.4 SerComm.lib 261

18.5 WagoLibTerminalDiag.lib 261

18.6 WagoLibKBUS.lib....261

18.7 SysLibCom.lib 261

18.8 SysLibFile, SysLibDir, SysLibFileAsync.... 261

Abbildungsverzeichnis 263

Tabellenverzeichnis 266

1 Hinweise zu dieser Dokumentation

ACHTUNG

Wago I/O-IPC-C6 - ACHTUNG - 1

Betriebsanleitung lesen!

Zur Vermeidung von Personen- und Sachschäden installieren und betreiben Sie den I/O-IPC nur nach Anweisungen dieser Betriebsanleitung und der Systembeschreibung 750-xxx. Ferner beachten Sie unbedingt die Hinweise im Kapitel „Sicherheit“.

ACHTUNG

Wago I/O-IPC-C6 - ACHTUNG - 1

Örtliche Bestimmungen beachten!

Zur Einbindung der 750-Komponenten in Ihre Maschine oder Anlage sind bei allen Tätigkeiten die jeweils gültigen und anwendbaren Normen, Vorschriften und Richtlinien zu beachten.

ACHTUNG

Wago I/O-IPC-C6 - ACHTUNG - 1

Versorgungsauslegung des WAGO-I/O-SYSTEMs 750!

Ergänzend zu dieser Betriebsanleitung benötigen Sie die Systembeschreibung „Projektierungshinweise“, die unter www.wago.com erhältlich ist. Dort erhalten Sie unter anderem wichtige Informationen zu Potentialtrennung, Systemversorgung und Einspeisungsvorschriften.

Hinweis

Wago I/O-IPC-C6 - Hinweis - 1

Dokumentation aufbewahren!

Diese Dokumentation ist Teil des Produkts. Bewahren Sie deshalb die Dokumentation während der gesamten Lebensdauer des Gerätes auf. Geben Sie die Dokumentation an jeden nachfolgenden Besitzer oder Benutzer des Gerätes weiter. Stellen Sie darüber hinaus sicher, dass gegebenenfalls jede erhaltene Ergänzung in die Dokumentation mit aufgenommen wird.

1.1 Gültigkeitsbereich

Die vorliegende Dokumentation gilt für den WAGO-I/O-IPC-C6, 758-874/000-110 der Serie WAGO-I/O-SYSTEM 750.

1.2 Urheberschutz

Diese Dokumentation, einschließlich aller darin befindlichen Abbildungen, ist urheberrechtlich geschützt. Jede Weiterverwendung dieser Dokumentation, die von den urheberrechtlichen Bestimmungen abweicht, ist nicht gestattet. Die Reproduktion, Übersetzung in andere Sprachen sowie die elektronische und fototechnische Archivierung und Veränderung bedarf der schriftlichen Genehmigung der WAGO Kontakttechnik GmbH & Co. KG, Minden. Zuwiderhandlungen ziehen einen Schadenersatzanspruch nach sich.

1.3 Symbole

GEFAHR

Wago I/O-IPC-C6 - GEFAHR - 1

Warnung vor Personenschäden!

Kennzeichnet eine unmittelbare Gefährdung mit hohem Risiko, die Tod oder schwere Körperverletzung zur Folge haben wird, wenn sie nicht vermieden wird.

GEFAHR

Wago I/O-IPC-C6 - GEFAHR - 1

Warnung vor Personenschäden durch elektrischen Strom!

Kennzeichnet eine unmittelbare Gefährdung mit hohem Risiko, die Tod oder schwere Körperverletzung zur Folge haben wird, wenn sie nicht vermieden wird.

WARNUNG

Wago I/O-IPC-C6 - WARNUNG - 1

Warnung vor Personenschäden!

Kennzeichnet eine mögliche Gefährdung mit mittlerem Risiko, die Tod oder (schwere) Körperverletzung zur Folge haben kann, wenn sie nicht vermieden wird.

VORSICHT

Wago I/O-IPC-C6 - VORSICHT - 1

Warnung vor Personenschäden!

Kennzeichnet eine mögliche Gefährdung mit geringem Risiko, die leichte oder mittlere Körperverletzung zur Folge haben könnte, wenn sie nicht vermieden wird.

ACHTUNG

Wago I/O-IPC-C6 - ACHTUNG - 1

Warnung vor Sachschäden!

Kennzeichnet eine mögliche Gefährdung, die Sachschaden zur Folge haben könnte, wenn sie nicht vermieden wird.

ESD
Wago I/O-IPC-C6 - Warnung vor Sachschäden! - 1

Warnung vor Sachschäden durch elektrostatische Aufladung!

Kennzeichnet eine mögliche Gefährdung, die Sachschaden zur Folge haben könnte, wenn sie nicht vermieden wird.

Hinweis

Wago I/O-IPC-C6 - Hinweis - 1

Wichtiger Hinweis!

Kennzeichnet eine mögliche Fehlfunktion, die aber keinen Sachschaden zur Folge hat, wenn sie nicht vermieden wird.

Information

Wago I/O-IPC-C6 - Information - 1

Weitere Information

Weist auf weitere Informationen hin, die kein wesentlicher Bestandteil dieser Dokumentation sind (z. B. Internet).

1.4 Darstellung der Zahlensysteme

Tabelle 1: Darstellungen der Zahlensysteme

ZahlensystemBeispielBemerkung
Dezimal100Normale Schreibweise
Hexadezimal0x64C-Notation
Binär'100' '0110.0100'In Hochkomma, Nibble durch Punkt getrennt

1.5 Schriftkonventionen

Tabelle 2: Schriftkonventionen

SchriftartBedeutung
kursivNamen von Pfaden und Dateien werden kursiv dargestellt z. B.:C:\Programme\WAGO-I/O-CHECK
MenüMenüpunkte werden fett dargestellt z. B.:Speichern
>Ein „Größer als“- Zeichen zwischen zwei Namen bedeutet die Auswahl eines Menüpunktes aus einem Menü z. B.:Datei > Neu
EingabeBezeichnungen von Eingabe- oder Auswahlfeldern werden fett dargestellt z. B.:Messbereichsanfang
„Wert“Eingabe- oder Auswahlwerte werden in Anführungszeichen dargestellt z. B.:Geben Sie unter Messbereichsanfang den Wert „4 mA“ ein.
[Button]Schaltflächenbeschriftungen in Dialogen werden fett dargestellt und in eckige Klammern eingefasst z. B.:[Eingabe]
[Taste]Tastenbeschriftungen auf der Tastatur werden fett dargestellt und in eckige Klammern eingefasst z. B.:[F5]

2 Wichtige Erläuterungen

Dieses Kapitel beinhaltet ausschließlich eine Zusammenfassung der wichtigsten Sicherheitsbestimmungen und Hinweise. Diese werden in den einzelnen Kapiteln wieder aufgenommen. Zum Schutz vor Personenschäden und zur Vorbeugung von Sachschäden an Geräten ist es notwendig, die Sicherheitsrichtlinien sorgfältig zu lesen und einzuhalten.

2.1 Rechtliche Grundlagen

2.1.1 Änderungsvorbehalt

Die WAGO Kontakttechnik GmbH & Co. KG behält sich Änderungen, die dem technischen Fortschritt dienen, vor. Alle Rechte für den Fall der Patenterteilung oder des Gebrauchsmusterschutzes sind der WAGO Kontakttechnik GmbH & Co. KG vorbehalten. Fremdprodukte werden stets ohne Vermerk auf Patentrechte genannt. Die Existenz solcher Rechte ist daher nicht auszuschließen.

2.1.2 Personalqualifikation

Sämtliche Arbeitsschritte, die an dem I/O-IPC durchgeführt werden, dürfen nur von Elektrofachkräften mit ausreichenden Kenntnissen im Bereich der Automatisierungstechnik vorgenommen werden. Diese müssen mit den aktuellen Normen und Richtlinien für I/O-IPC und Automatisierungsumfeld vertraut sein.

Alle Eingriffe in die Steuerung sind stets von Fachkräften mit ausreichenden Kenntnissen in der SPS-Programmierung durchzuführen. Ferner sind detaillierte Kenntnisse des Betriebssystems Linux erforderlich.

2.1.3 Bestimmungsgemäße Verwendung

Der I/O-IPC dient ausschließlich zur Steuerung von Automatisierungsaufgaben. Er darf dabei nicht zur Übertragung und Verarbeitung von sicherheitsrelevanten Informationen genutzt werden, d. h., beispielsweise dürfen keine Not-Aus-Einrichtungen an diesem betrieben werden.

Der I/O-IPC ist ein Gerät der Klasse A und kann in Wohngebieten Funkstörungen verursachen. Ist dies der Fall, dürfen Sie den I/O-IPC nur nach Maßnahmen zur Reduzierung der Störaussendung einsetzen.

Der I/O-IPC ist für eine Betriebsumgebung vorgesehen, die keine höheren Anforderungen als die Schutzart IP20 an den I/O-IPC stellen darf.

Am I/O-IPC lassen sich bis zu 64 Busklemmen der Serie 750/753 anschließen. Mit der WAGO-Klemmenbusverlängerung (optional) ist die Nutzung von bis zu 250 Busklemmen möglich. Dabei sind folgende Systemgrenzen zu beachten:

• Die Gesamtlänge der Busklemmen hinter dem I/O-IPC darf einschließlich der Endklemme maximal 780 mm betragen.
• Die maximale Größe des Prozessabbilds für die Ein- und Ausgangsdaten darf jeweils 500 Byte nicht überschreiten.

Andere Anwendungen als die in dieser Anleitung beschriebenen sind nicht zulässig.

2.1.4 Technischer Zustand der Geräte

Die Geräte werden ab Werk für den jeweiligen Anwendungsfall mit einer festen Hard- und Software-Konfiguration ausgeliefert. Alle Veränderungen an der Hard- oder Software sowie der nicht bestimmungsgemäße Gebrauch der Komponenten bewirken den Haftungsausschluss der WAGO Kontakttechnik GmbH & Co. KG.

Wünsche an eine abgewandelte bzw. neue Hard- oder Software-Konfiguration richten Sie bitte an die WAGO Kontakttechnik GmbH & Co. KG.

2.2 Sicherheitshinweise

Zur Vermeidung von Personenschäden lesen und beachten Sie folgende Sicherheitshinweise, bevor Sie den I/O-IPC und die Busklemmen der Serie 750/753 verwenden.

GEFAHR

Wago I/O-IPC-C6 - GEFAHR - 1

Elektrische Spannung!

Betreiben Sie den I/O-IPC ausschließlich mit 24 V DC PELV- oder SELV-Spannungsquellen („Protective Extra Low Voltage“/„Safety Extra Low Voltage“). Bei Nichtbeachtung besteht die Gefahr eines Stromschlags.

  • Während des Betriebs können hohe Oberflächentemperaturen am Gehäuse des I/O-IPC auftreten. War der I/O-IPC in Betrieb, lassen Sie ihn abkühlen, bevor Sie diesen berühren.
  • Beachten Sie bei der Montage, Inbetriebnahme, Wartung und Störbehebung die für Ihre Anlage zutreffenden Unfallverhütungsvorschriften.
  • Beachten Sie für jede Tätigkeit die entsprechende Personenqualifikation im Kapitel „Personalqualifikation“.
  • Lesen und beachten Sie die Betriebsanleitungen der WAGO-Busklemmen, die Sie am I/O-IPC anschließen.

Zur Vermeidung von Sachschäden lesen und beachten Sie folgende Hinweise:

  • Die 750-Komponenten dürfen nicht mit Substanzen in Kontakt kommen, die kriechende und isolierende Eigenschaften besitzen. Andernfalls müssen Sie für die Geräte Zusatzmaßnahmen ergreifen wie den Einbau in ein Gehäuse, das gegen die oben genannten Substanzeigenschaften resistent ist.
    • Die 750-Komponenten enthalten elektronische Bauelemente, die bei elektrostatischer Entladung zerstört werden können (siehe auch Kapitel tech. Daten). Beim Umgang mit den Komponenten achten Sie auf gute Erdung der Umgebung (Personen, Arbeitsplatz und Verpackung). Berühren Sie keine elektrisch leitenden Bauteile, z. B. Datenkontakte und Leiterplatten.
  • Halten Sie genügend Abstand zu elektromagnetischen Störquellen ein (Frequenzumrichter, Motoren, ...), um eine hohe Störfestigkeit elektromagnetische Störstrahlungen zu erzielen. Verwenden Sie an den erforderlichen Stellen ausschließlich geschirmte Leitungen. Beachten Sie dazu die entsprechenden Normen für EMV-gerechte Installationen.
  • Tauschen Sie defekte oder beschädigte 750-Komponenten aus, da es andernfalls zu Funktionsstörungen kommen kann.
  • Achten Sie beim Verlegen sämtlicher Leitungen darauf, dass Sie diese nicht in Scherbereichen von beweglichen Anlagenteilen verlegen.

2.3 Sicherheitseinrichtungen

Alle 750-Komponenten entsprechen der Schutzart IP20. Unter anderem besteht daraus ein vollständiger Berührungsschutz vor elektrischen Spannungen und Strömen.

2.4 Hinweise zum Betrieb

Zur Einbindung der 750-Komponenten in Ihre Maschine oder Anlage sind bei allen Tätigkeiten die jeweils gültigen und anwendbaren Normen, Vorschriften und Richtlinien zu beachten. Darüber hinaus müssen die Not-Aus-Einrichtungen in allen Betriebsarten wirksam bleiben.

Zum Schutz vor elektromagnetischen Störungen

  • schließen Sie Ihre Anlage an Schutzerde (PE) an und
    • stellen Sie sicher, dass die Leitungsführung und die Installation der Versorgungs- und Signalleitungen korrekt sind.

Folgende Maßnahmen zur 24-V-Versorgung müssen vorhanden sein:

  • Äußerer Blitzschutz an Gebäuden
  • Innerer Blitzschutz der Versorgungs- und Signalleitungen
  • Sichere elektrische Trennung der Kleinspannung 24 V DC durch PELV-Spannungsquellen (Protective Extra Low Voltage) oder SELV-Spannungsquellen (Safety Extra Low Voltage)

2.5 Spezielle Einsatzbestimmungen für ETHERNET-Geräte

Wo nicht speziell beschrieben, sind ETHERNET-Geräte für den Einsatz in lokalen Netzwerken bestimmt. Beachten Sie folgende Hinweise, wenn Sie ETHERNET-Geräte in Ihrer Anlage einsetzen:

  • Verbinden Sie Steuerungskomponenten und Steuerungsnetzwerke nicht mit einem offenen Netzwerk wie dem Internet oder einem Büronetzwerk. WAGO empfiehlt, Steuerungskomponenten und Steuerungsnetzwerke hinter einer Firewall anzubringen.
  • Beschränken Sie den physikalischen und elektronischen Zugang zu sämtlichen Automatisierungskomponenten auf einen autorisierten Personenkreis.

  • Ändern Sie vor der ersten Inbetriebnahme unbedingt die standardmäßig eingestellten Passwörter! Sie verringern so das Risiko, dass Unbefugte Zugriff auf Ihr System erhalten.

  • Ändern Sie regelmäßig die verwendeten Passwörter! Sie verringern so das Risiko, dass Unbefugte Zugriff auf Ihr System erhalten.
  • Ist ein Fernzugriff auf Steuerungskomponenten und Steuerungsnetzwerke erforderlich, sollte ein „Virtual Private Network“ (VPN) genutzt werden.
  • Führen Sie regelmäßig eine Bedrohungsanalyse durch. So können Sie prüfen, ob die getroffenen Maßnahmen Ihrem Schutzbedürfnis entsprechen.
  • Wenden Sie in der sicherheitsgerichteten Gestaltung Ihrer Anlage „Defense-in-depth“-Mechanismen an, um den Zugriff und die Kontrolle auf individuelle Produkte und Netzwerke einzuschränken.

3 Lieferumfang

Zum Lieferumfang des I/O-IPC gehören folgende Komponenten:

• Potentialeinspeiseklemme 750-602
(ab HW-Version 11 nicht mehr im Lieferumfang enthalten)
- Buchse für den Anschluss der Versorgungsspannung
- Schutzkappen

4 Gerätebeschreibung

Bei dem Automatisierungsgerät I/O-IPC handelt es sich um einen Industrie-PC, der die Steuerungsaufgaben einer SPS/PLC erledigen kann. Er ist zur Montage auf einer Hutschiene geeignet und zeichnet sich durch verschiedene Schnittstellen aus.

Am I/O-IPC können Sie alle verfügbaren Busklemmen des WAGO-I/O-SYSTEMs 750/753 anschließen. Dadurch kann er analoge und digitale Signale aus dem Automatisierungsumfeld intern verarbeiten oder über eine der vorhandenen Schnittstellen anderen Geräten zur Verfügung stellen.

Mit den zwei eigenständigen ETHERNET-Schnittstellen sind Übertragungsraten von 10 Mbit/s oder 100 Mbit/s im Halbduplex- oder Vollduplexbetrieb möglich.

Für den Datenaustausch stehen implementierte MODBUS/TCP-, -UDP- und -RTU-Server zur Verfügung.

Automatisierungsaufgaben lassen sich in allen IEC-61131-3 kompatiblen Sprachen mit dem Programmiersystem CODESYS 2.3 (WAGO-I/O-PRO CAA) realisieren. Die Implementierung der CODESYS-Taskabarbeitung ist für Linux mit Echtzeiterweiterungen optimiert, um die maximale Leistung für Automatisierungsaufgaben bereitzustellen. Zur Visualisierung stehen neben der Entwicklungsumgebung auch die CODESYS-Target-Visualisierung und die Web-Visualisierung zur Verfügung.

Der I/O-IPC stellt 256 MB Programm- und Datenspeicher und 1023 kB Remanentspeicher bereit.

Über Funktionsbausteine können sowohl Clients als auch Server für TCP oder UDP programmiert werden.

Zur Konfiguration von Anwenderprogrammen dient unter anderem das Web-based Management (WBM). Dort sind unter anderem Informationen über die Konfiguration und den Status des I/O-IPC bereits als dynamische HTML-Seiten im I/O-IPC gespeichert. Bei Bedarf können Sie diese über einen Internet-Browser auslesen. Darüber hinaus lassen sich über ein implementiertes Dateisystem auch eigene HTML-Seiten hinterlegen oder Programme direkt aufrufen.

Die im Auslieferungszustand installierte Firmware basiert auf Linux mit speziellen Echtzeiterweiterungen des RT-Preempt-Patches. Zudem sind neben verschiedenen Hilfsprogrammen folgende Anwenderprogramme auf dem I/O-IPC installiert:

  • ein SNMP-Server/Client
  • ein Telnet-Server
    • ein FTP-Server (unterstützt zeitgleich zehn FTP-Verbindungen)

  • ein NTP-Client

  • ein BootP- und DHCP-Daemon
    • die CODESYS-Laufzeitumgebung.

Hinweis

Wago I/O-IPC-C6 - Hinweis - 1

Speicherkarte ist nicht im Lieferumfang enthalten!

Beachten Sie, der I/O-IPC wird ohne Speicherkarte ausgeliefert.

Für die Nutzung einer Speicherkarte müssen Sie diese separat dazu bestellen.

Der I/O-IPC kann auch ohne Speicherkartenerweiterung betrieben werden, die Verwendung einer Speicherkarte ist optional.

Hinweis

Wago I/O-IPC-C6 - Hinweis - 1

Nur empfohlene Speicherkarte verwenden!

Setzen Sie ausschließlich die von WAGO erhältliche Speicherkarte CF

(Art.-Nr. 758-879/000-000) ein, da diese für industrielle Anwendungen unter erschwerten Umweltbedingungen und für den Einsatz im I/O-IPC spezifiziert ist.

Die Kompatibilität zu anderen im Handel erhältlichen Speichermedien kann nicht gewährleistet werden.

4.1 Übersicht der physikalischen Schnittstellen

Wago I/O-IPC-C6 - Übersicht der physikalischen Schnittstellen - 1

text_image 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 DOSSEM USB USB

Abbildung 1: Übersicht der physikalischen Schnittstellen

ACHTUNG

Wago I/O-IPC-C6 - ACHTUNG - 1

Klemmenbus-Schnittstelle

Die Klemmenbus-Schnittstelle (Position 5) darf nicht demontiert werden. Diese Busklemme ist Bestandteil des I/O-IPCs.

Tabelle 3: Legende zur Abbildung „Übersicht der physikalischen Schnittstellen“

PositionBeschreibungFunktion
1USB-Schnittstelle (X10), Typ AZum Anschluss von USB-Geräten, wie z. B. Tastatur, USB-Speicher usw.
2USB-Schnittstelle (X11), Typ A
3ETHERNET-Schnittstelle (X8), RJ-45Schnittstellen zum Anschluss des I/O-IPC an ein ETHERNET-Netzwerk.
4ETHERNET -Schnittstelle (X9), RJ-45
5KlemmenbusschnittstelleDatenaustausch über den Klemmenbus.
6 Potentialeinspeiseklemme 750-602Anschluss der Feldversorgung (Sensoren/Aktoren).
7Steckplatz für CF-KarteSteckplatz für CF-Karten, Typ I und II.
8DVI-Schnittstelle (X7), D-Sub-Buchse, 24+5Zum Anschluss eines digitalen oder analogen Monitors. Zum Anschluss eines Monitors über ein VGA-Kabel wird ein „DVI zu VGA Adapter“ benötigt.
9Schnittstelle für die Elektronikversorgung (X4)Anschluss für die 24-V-Elektronikversorgung des I/O-IPC. Der Anschluss ist gegen Verpolung geschützt.
10Integrierte Ein- und Ausgänge (X5), 15-polige D-Sub-BuchseSchnittstelle zum Anschluss von direkten digitalen Signalgebern.
11Serielle RS-232-Schnittstelle (X6), 9-poliger D-Sub-SteckerPhysikalischer Anschluss an die Linux-Konsole, MODBUS/RTU, IO-Check oder CODESYS. Diese Schnittstelle ist über das Web-based Management oder über die Linux-Konsole konfigurierbar.

4.2 Anzeigeelemente

Wago I/O-IPC-C6 - Anzeigeelemente - 1

text_image 30 31 32 33 35 36 37 38 39 40 41 42 Rus Stop LH D GPT PCT PMT 43 44

Abbildung 2: Anzeigeelemente

Tabelle 4: Legende zur Abbildung „Anzeigeelemente“

PositionLEDFarbeErläuterung
30 ACT/LNK gelb/ausStatus zur Netzwerkverbindung der ETHERNET-Schnittstelle X8.
31 Spccdgrün/ausStatus zur Übertragungsgeschwindigkeit der ETHERNET-Schnittstelle X8.
32 ACT/LNK gelb/ausStatus zur Netzwerkverbindung der ETHERNET-Schnittstelle X9.
33 Speedgrün/ausStatus zur Übertragungsgeschwindigkeit der ETHERNET-Schnittstelle X9.
----
35 U2grün/rot/gelb/ausVom Anwender frei programmierbare Leuchtanzeige (zwei ansteuerbare LEDs).
36 U1grün/rot/gelb/ ausVom Anwender frei programmierbare Leuchtanzeige. (zwei ansteuerbare LEDs).
37 IDE/PWR grün/rotStatus der Versorgungsspannung, des internen Flash-Speichers sowie der CF-Karte.
38IOgrün/rotAnzeige der Störmeldungen durch einen Blinkcode.
39ERRaus Ohnc Funktion
40STA
41RDY
42RUN
43LED DausDiese LED wird nicht verwendet.
44 LED C grün/ausStatus zur 24-V-Versorgungsspannung mittels Potentialcinspeisecklemme 750-602.

Detaillierte Informationen zu den LEDs erhalten Sie ab Kapitel „LED-Signalisierung“.

4.3 Bedienelemente

Wago I/O-IPC-C6 - Bedienelemente - 1

text_image 34 21 45 20 50 Abbildung 3: Bedienelements 20

Abbildung 3: Bedienelemente

Tabelle 5: Legende zur Abbildung „Bedienelemente“

PositionBedienelementErläuterung
20Tragschienen-befestigungZur Befestigung des I/O-IPC an einer geerdeten Tragschiene.
21Beschriftungs-streifenZur 4-stelligen Kennzeichnung des I/O-IPC durch das WAGO-Schnellbezeichnungssystem Mini-WSB.
34Run/Stopp-SchalterRun: automatischer Start des Boot-Projekts (CODESYS) bei Start des I/O-IPC bzw. beim Starten des SPS-Programms.Stopp: stoppen des SPS-Programms.
45Resct-TasteZur Durchführung eines Neustarts des I/O-IPC.
50EntriegelungZum Entfernen der CF-Karte die Entriegelung reindrücken.

4.4 Batterie

Die 3-V-Batterie (52) vom Typ CR2025 (LiMnO _2 , ca.165 mAh) befindet sich unter verschraubten Abdeckung (51).

Die Batterie hält im Falle eines Stromausfalls die Spannungsversorgung für die Echtzeituhr (RTC) und den flüchtigen Speicher (SRAM) mit den CODESYS-Retain-Variablen aufrecht. Weitere Informationen erhalten Sie im Kapitel „Wartung“.

Wago I/O-IPC-C6 - Batterie - 1

text_image 51

Wago I/O-IPC-C6 - Batterie - 2

text_image 52 40 400

Abbildung 4: Batterie

4.5 Bedruckung

Seitlich des I/O-IPC befindet sich ein Etikett mit folgenden Informationen:

• A: Bezeichnung des I/O-IPC
• B: Bestellnummer des I/O-IPC

• C: Seriennummer des Gerätes

• D: Hardwarestand bei Auslieferung

• E: Firmwarestand bei Auslieferung

• F, G: MAC-Adressen für die ETHERNET-Schnittstellen X8 und X9. Die MAC-Adressen dienen zur Identifikation und zur Adressierung von ETHERNET-Geräten. Jede MAC-Adresse kommt weltweit nur einmal vor.

• H: Zulassungen für den I/O-IPC

• I: Hersteller

• J: ATEX-/IECEx-Kennzeichnung mit Ex-Logo

Wago I/O-IPC-C6 - Bedruckung - 1

Abbildung 5: Seitliche Beschriftung auf dem I/O-IPC

4.6 Technische Daten

4.6.1 Gerätedaten

Tabelle 6: Technische Daten Gerät

Breite236 mm
Höhe70 mmHöhe ab Oberkante Tragschiene
Tiefe100 mm
GehäusematerialAluminium
MontageartTS 35
GewichtCa. 1100 g

4.6.2 Systemdaten

Tabelle 7: Technische Daten – Systemdaten

Anzahl der anschließbaren Busklemmen am I/O-IPC64 StückMit Klemmenbusverlängerung (optional) bis zu 250 Stück.
Eingangsprozessabbild, max.500 Byte
Ausgangsprozessabbild, max.500 Byte
CPUCeleron® M, 600 MHz (17 W)
BiosInsyde
Unterstützte Bildschirmauflösungen640x480, 256 Farben800x600, 256 Farben1024x768, 256 Farben1280x1024, 256 Farben640x480, 16 bit800x600, 16 bit1024x768, 16 bit1280x1024, 16 bit640x480, 32 bit800x600, 32 bit1024x768, 32 bit1280x1024, 32 bit
SpeichererweiterungCompactFlash, Typ I/II
BetriebssystemLinux 2.6 mit RT-Preempt Patch
Hauptspeicher (RAM)256 MB
Interner Speicher (Flash)512 MB
Remanentspeicher (Retain)1023 kB
GrafikDVI, 1280x1024; LCD/Panel link
Anwenderspezifische Echtzeitunterstützung1024 kB PLC-SRAM mit Batterie-Backup; NMI-Timer

4.6.3 Versorgung

Tabelle 8: Technische Daten – Versorgung

SpannungsversorgungDC 24 V (-25 % ... + 30 %)
Eingangsstrom770 mA
Summenstrom für Busklemmen1000 mA

4.6.4 Kommunikation

Tabelle 9: Technische Daten – Kommunikation

LAN2 x10Base-T/100Base-TX
I/O-Schnittstelle, seriellEin 9-poliger D-Sub-Stecker gemäß EIA RS-232
I/O-Schnittstelle, USBZwei USB-Schnittstellen gemäß Spezifikation 2.0
I/O-Schnittstelle, USBZwei USB-Schnittstellen gemäß Spezifikation 2.0

4.6.5 Schutz und Sicherheit

Tabelle 10: Technische Daten – Schutz und Sicherheit

SchutzartIP20 gemäß EN 60529

4.6.6 Laufzeitsystem

Tabelle 11: Technische Daten – Laufzeitsystem

ProgrammierungCODESYS 2.3 (WAGO-I/O-PRO CAA)
IEC 61131-3AWL, KOP, FUP, ST, AS

4.6.7 Umgebungsbedingungen

Tabelle 12: Technische Daten – Umgebungsbedingungen

VibrationsfestigkeitGemäß IEC 60068-2-6
Feuchtigkeit5 – 95 % ohne Betauung
Lagertemperatur-10 °C ... +85 °C
Betriebstemperatur0 °C ... +55 °C

4.6.8 Anschlusstechnik

Tabelle 13: Technische Daten – Anschlusstechnik

AnschlusstechnikCAGE CLAMP®
Querschnitte0,08 mm ^2 – 2,5 mm ^2 /AWG 28 – 14
Abisolierlänge8 – 9 mm/0,33 Inch

4.7 Normen und Richtlinien

4.7.1 Elektromagnetische Verträglichkeit

Tabelle 14: Technische Daten – Elektromagnetische Verträglichkeit

Grenzwerte für Störaussendung und BetriebGemäß DIN EN 61000-6-4
Grenzwerte für Störfestigkeit und BetriebGemäß DIN EN 61000-6-2

4.8 Zulassungen

Information

Wago I/O-IPC-C6 - Information - 1

Weitere Informationen zu Zulassungen

Detaillierte Hinweise zu den Zulassungen können Sie dem Dokument „Übersicht Zulassungen WAGO-I/O-SYSTEM 750“ entnehmen. Dieses finden Sie im Internet unter: www.wago.com → Service → Downloads → Zusätzliche Dokumentation und Information für Automatisierungsprodukte → WAGO-I/O-SYSTEM 750 → Systembeschreibung.

Folgende Zulassungen wurden für den I/O-IPC 758-874/000-110 erteilt:

Wago I/O-IPC-C6 - Weitere Informationen zu Zulassungen - 1

Konformitätskennzeichnung

Wago I/O-IPC-C6 - Weitere Informationen zu Zulassungen - 2

cULus UL508

Folgende Ex-Zulassungen wurden für den I/O-IPC 758-874/000-110 erteilt:

TÜV 07 ATEX 554086 X

Wago I/O-IPC-C6 - Weitere Informationen zu Zulassungen - 3

I M2 Ex d I

II 3 G Ex nA IIC T4

II 3 D Ex tD A22 IP6X T135°C

IECEx TUN 09.0001 X

Ex d I

Ex nA IIC T4

Ex tD A22 IP6X T135°C

5 Beschreibung der I/O-IPC-Schnittstellen

5.1 ETHERNET-Schnittstellen (X8, X9)

Die beiden ETHERNET-Schnittstellen vom Typ RJ-45 basieren auf dem

Übertragungsstandard 10/100BASE-T. Dadurch ermöglichen sie, in Abhängigkeit des verwendeten ETHERNET-Netzwerks, einen Datenaustausch mit einer Übertragungsrate von jeweils 10 Mbit/s oder 100 Mbit/s im Halbduplex- sowie Vollduplexbetrieb.

Die LEDs „ACT/LNK“ und „Speed“ der beiden Ethernet-Schnittstellen geben den aktuellen Betriebsstatus an:

Tabelle 15: ACT/LNK- und Speed-LED

LEDFarbe/StausUrsache
ACT/LNKgelbVerbindung zum Ethernet-Netzwerk vorhanden
gelb blinkendDatenaustausch wird durchgeführt.
SpeedausÜbertragungsgeschwindigkeit 10 Mbit/s
grünÜbertragungsgeschwindigkeit 100 Mbit/s

Zum Anschluss des I/O-IPC über Ethernet an einen PC haben Sie folgende Möglichkeiten:

• Direkt, mithilfe eines Cross-over-Kabels
- Über einen Switch oder Hub in Verbindung mit einem Patchkabel Die nachfolgende Tabelle gibt Ihnen Auskunft zu der Anschlussbelegung der Ethernet-Schnittstellen:

Tabelle 16: Ethernet-Schnittstellen: Anschlussbelegung

AnschlussKontaktBeschreibung
Wago I/O-IPC-C6 - ETHERNET-Schnittstellen (X8, X9) - 1ACT/LINK SpeedAbbildung 6: RJ-45 CP1TD+
2TD-
3RD+
4Nicht belegt
5Nicht belegt
6RD-
7Nicht belegt
8Nicht belegt

5.2 Schnittstelle für die Elektronikversorgung (X4)

Über diese Schnittstelle speisen Sie die Elektronikversorgung für den I/O-IPC und für die am Klemmenbus angeschlossenen Busklemmen ein.

GEFAHR

Wago I/O-IPC-C6 - GEFAHR - 1

Elektrische Spannung!

Betreiben Sie den I/O-IPC ausschließlich mit 24 V DC PELV- (Protective Extra Low Voltage) oder SELV-Spannungsquellen (Safety Extra Low Voltage). Bei Nichtbeachtung besteht die Gefahr eines Stromschlags.

Tabelle 17: Schnittstelle für die Elektronikversorgung: Anschlussbelegung

AnschlussKontaktBeschreibung
Wago I/O-IPC-C6 - Elektrische Spannung! - 1Abbildung 7:Elektronikversorgung (X4)1V_IN (+)
2GND (-)
3Schirm (optional)

5.3 Integrierte Ein- und Ausgänge (X5)

Die 12-polige D-Sub-Buchse stellt zwei integrierte digitale Eingänge und zwei Ausgänge zur Verfügung. Diese dient zum direkten Anschluss von Sensoren oder Aktoren.

Hinweis

Wago I/O-IPC-C6 - Hinweis - 1

Für integrierte Ein-/Ausgänge nur geschirmte Leitungen verwenden!

Beachten Sie bei der Verwendung der integrierten Ein- und Ausgänge, dass diese nicht den Anforderungen der IEC-61131-2 genügen und nur der Anschluss von geschirmten Leitungen zulässig ist.

Die nachfolgende Tabelle gibt Ihnen Auskunft zur Belegung der integrierten Ein- und Ausgänge:

Tabelle 18: Digitale Ein- und Ausgänge: Anschlussbelegung

AnschlussKontaktBeschreibung
Wago I/O-IPC-C6 - Für integrierte Ein-/Ausgänge nur geschirmte Leitungen verwenden! - 11DIN0+
2DIN1+
3DOUT0+
4DOUT1+
5Nicht belegt
6Nicht belegt
7Nicht belegt
8Nicht belegt
9DIN0-
10DIN1-
11DOUT0-
12DOUT1-
13Nicht belegt
14Nicht belegt
15Nicht belegt

Digitale Eingänge

Die zwei digitalen Eingänge sind autark vom Klemmenbus. Dadurch werden digitale Signale auch bei einer Störung des Klemmenbusses verarbeitet.

SpannungsbereichLow: -3 V ... +5 VHigh: +11 V ... +30 V (+24-V-Standard)
Max. Strom pro Kanal5 mA
Kanäle2
EingangsimpedanzMin. 1,5 kΩMax. 6 kΩ bei 30 V
MerkmaleOptokoppler, 2 kVTiefpassfilter, 10 kHzStrombegrenzungÜberspannungsschutzVerpolungsschutz

Wago I/O-IPC-C6 - Digitale Eingänge - 1

text_image Voltage Source + - V I/O-IPC 1 + - DIN0 DIN1 2 9 - -DIN0 -DIN1 10

Abbildung 8: Anschluss der integrierten Eingänge

Digitale Ausgänge

ACHTUNG

Wago I/O-IPC-C6 - ACHTUNG - 1

Höchste Strombelastbarkeit der Ausgangskanäle: 0,1 A!

Beachten Sie für die digitalen Ausgangskanäle die maximale Strombelastbarkeit von 0,1 A. Eine Erhöhung des Stroms führt zur Überhitzung des Ausgangstreibers und zu Schäden am I/O-IPC.

Die zwei digitalen Ausgänge sind autark vom Klemmenbus. Dadurch werden digitale Signale auch bei einer Störung des Klemmenbusses verarbeitet.

Externe Spannungsquelle, max.24 V DC
SpannungsbereichAbhängig von externer Schaltung
Max. Strom pro Kanal0,1 A (typ.)
Kanäle2
MerkmaleOptokoppler 2 kV

Wago I/O-IPC-C6 - Höchste Strombelastbarkeit der Ausgangskanäle: 0,1 A! - 1

text_image External VCC External GND 3 I/O-IPC DOUT 0 -DOUT 0 11 4 DOUT 1 -DOUT 1 12

Abbildung 9: Anschluss der integrierten Ausgänge

5.4 USB-Schnittstellen (X10, X11)

Die USB-Schnittstellen dienen dem Anschluss von USB-Geräten, wie zum Beispiel USB-Speichern. Wenn das angeschlossene USB-Gerät nicht verwendet wird, können Sie dieses zu jeder Zeit entfernen. Bei einem angeschlossenen USB-Speicher ist darauf zu achten, dass Sie die geöffneten Dateien schließen, bevor Sie den USB-Speicher entfernen.

Die nachfolgende Tabelle gibt Ihnen Auskunft zu der Belegung der USB-Schnittstellen:

Tabelle 19: USB-Schnittstellen: Anschlussbelegung

AnschlussKontaktBeschreibung
Wago I/O-IPC-C6 - USB-Schnittstellen (X10, X11) - 11USB_VCC1
2USB_N1
Abbildung 10: USB-Schnittstelle3USB_P1
4USB_GND

ACHTUNG

Wago I/O-IPC-C6 - ACHTUNG - 1

Betrieb einer externen Festplatte ist nicht möglich!

Der Betrieb einer externen Festplatte mit USB-Anschluss ist am I/O-IPC nicht möglich.

Es kann nicht sichergestellt werden, dass die externe Festplatte über den USB-Anschluss mit dem erforderlichen Strom versorgt wird.

Dadurch können interne Schäden an den Geräten auftreten.

5.5 Serielle RS-232-Schnittstelle (X6)

Die nachfolgende Tabelle gibt Ihnen Auskunft zu der Belegung der RS-232-Schnittstelle:

Tabelle 20: RS-232-Schnittstelle: Anschlussbelegung

AnschlussKontaktBeschreibung
Wago I/O-IPC-C6 - Serielle RS-232-Schnittstelle (X6) - 1Abbildung 11: RS-232-Schnittstelle1DCD1
2RXD1
3TXD1
4DTR1
5GND
6DSR1
7RTS1
8CTS1
9RI1

ESD
Wago I/O-IPC-C6 - Serielle RS-232-Schnittstelle (X6) - 2

Offene Schnittstelle!

Wenn Sie die Schnittstelle nicht benötigen, verschließen Sie diese mit der mitgelieferten Schutzkappe, um mögliche Schäden durch elektrostatische Entladung zu vermeiden.

Darüber können Sie mit dieser Schnittstelle folgende Anwendungen und Dienste nutzen:

  • I/O-Check
  • MODBUS-RTU
    • CODESYS 2.3
  • Linux-Konsole

• Deutsche Tastaturbelegung
• Englische Tastaturbelegung

Es kann immer nur einer der Anwendungen oder Dienste auf die RS-232-

Schnittstelle zugreifen. Diese eindeutige Zuweisung lässt sich u. a. mit dem Web-based Management durchführen. Siehe dazu Kapitel „Seite Administration“.

Hinweis

Wago I/O-IPC-C6 - Hinweis - 1

Systemstart

Während des Systemstarts dürfen angeschlossene Geräte keine Daten an die RS-232-Schnittstelle senden, da andernfalls die Firmware nicht startet.

Wenn dieses jedoch nicht auszuschließen ist, kommentieren Sie in der Datei menu.lst (/boot/grub/menu.lst) den Parameter „serial“ aus:

01 #serial --unit=0 --speed=115200

02 terminal --timeout=2 console

Der Bootloader reagiert dann nicht auf die an der RS-232-Schnittstelle eingegebenen Daten.

5.6 DVI-I-Schnittstelle (X7)

Diese Schnittstelle überträgt analoge sowie digitale Signale und eignet sich zum Anschluss an digitalen Monitoren.

Die DVI-I-Schnittstelle überträgt auch analoge Bild-Signale, sodass der Anschluss von CRT-VGA-Monitoren unter Verwendung eines DVI-to-VGA-Adapters möglich ist.

ESD
Wago I/O-IPC-C6 - DVI-I-Schnittstelle (X7) - 1

Offene Schnittstelle!

Wenn Sie die Schnittstelle nicht benötigen, verschließen Sie diese mit der mitgelieferten Schutzkappe, um mögliche Schäden durch elektrostatische Entladung zu vermeiden.

Die nachfolgende Tabelle gibt Ihnen Auskunft zu der Belegung der DVI-I-Schnittstelle:

Tabelle 21: DVI-I-Schnittstelle: Anschlussbelegung

AnschlussKontaktBeschreibung
Wago I/O-IPC-C6 - Offene Schnittstelle! - 1 Abbildung 12: DVI-Schnittstelle1TXD2-
2TXD2+
3GND
4Nicht belegt
5Nicht belegt
6DDCCLK
7DDCDATA
8CRT_VSY
C1CRT_R
C4CRT_HSY
9TXD1-
10TXD1+
11GND
12Nicht belegt
13Nicht belegt
14VCC_DVI
15GND
16Nicht belegt
C2CRT_G
C5GND
17TXD0-
18TXD0+
19GND
20Nicht belegt
21Nicht belegt
22GND
23TXCP
24TXCN
C3CRT_B
C5AGND

6 Montage und Demontage des I/O-IPC

Der I/O-IPC hat eine erhöhte Wärmeentwicklung. Die überschüssige Wärme wird über die passive Wärmeabführung (Aluminium-Unterseite des I/O-IPC und Tragschiene) abgeführt. Insofern ist die Montage als wärmeleitende Verbindung immer auf einer Tragschiene durchzuführen.

6.1 Hinweise zur Montage/Demontage

Nachfolgende Hinweise sind stets zu beachten:

ACHTUNG

Wago I/O-IPC-C6 - ACHTUNG - 1

Belüftung des Einbauorts

Beim Einbau des I/O-IPC ist seitlich und nach oben mindestens ein Freiraum von 40 mm zu lassen, um eine ausreichende Wärmeabführung zu erreichen. Am Einbauort darf die Umgebungstemperatur während des Betriebs +55 °C nicht übersteigen.

ESD

Wago I/O-IPC-C6 - ESD - 1

Offene Schnittstelle!

Nicht benötigte Schnittstellen des I/O-IPC sind durch die mitgelieferten Schutzkappen zu verschließen, um mögliche Schäden durch elektrostatische Entladung zu vermeiden.

  • Wählen Sie eine ausreichend stabile Tragschiene aus und nutzen Sie ggf. für diese mehrere Montagepunkte (alle 20 cm), um ein Durchbiegen und Verdrehen der Tragschiene durch den I/O-IPC zu verhindern.
  • Verwenden Sie bei Nutzung von Tragschienen mit einer Höhe von 7,5 mm flache Nieten oder Senkkopfschrauben. Andernfalls lassen sich der I/O-IPC und die daran angeschlossenen Busklemmen nicht korrekt auf die Tragschiene montieren.
  • Achten Sie bei der Montage darauf, dass Sie die physikalischen Schnittstellen nicht verschmutzen. Dies kann zu Beschädigung und Korrosion der Kontakte führen.
  • Um eine Beschädigung des I/O-IPC zu vermeiden, montieren Sie ihn nicht in Scherbereichen von beweglichen Anlagen- oder Maschinenteilen.
    • Sorgen Sie für einen angemessenen Potenzialausgleich in Ihrer Anlage.
  • Die Tragschienen sind mit dem geerdeten Einbauort leitend zu verschrauben.

6.2 Benötigtes Zubehör für die Montage

Zur Montage des I/O-IPC benötigen Sie

  • gelochte oder ungelochte Tragschienen nach EN 60715 sowie
    • eine Endklemme 750-600.

6.3 Zulässige Einbaurichtungen des I/O-IPC

Der I/O-IPC ist waagerecht oder senkrecht auf eine Tragschiene zu montieren, die eine wärmeleitende Verbindung zum Befestigungsort hat. Bei der senkrechten Montage sind geeignete Maßnahmen zu treffen, wie beispielsweise eine Abrutschsicherung (B), damit der I/O-IPC bei Vibrations- und Schockbelastungen nicht herunterutscht.

Hinweis

Wago I/O-IPC-C6 - Hinweis - 1

Wärmeabführung

Um eine gute Wärmeabführung des I/O-IPC zu erreichen, empfehlen wir die Montage A 1 in Abb. 10.

Wago I/O-IPC-C6 - Wärmeabführung - 1

text_image Waagerecht A 1 Senkrecht A 2 B B

Abbildung 13: Einbaurichtungen des I/O-IPC; empfohlene Einbaurichtung (A 1)

6.4 Befestigung des I/O-IPC auf einer Tragschiene

Für die Montage des I/O-IPC auf einer Tragschiene befinden sich an der Unterseite vier Klemmhebel, die den I/O-IPC auf der Tragschiene festhalten.

Hinweis

Wago I/O-IPC-C6 - Hinweis - 1

Befestigung der Tragschienen

Wenn Sie Tragschienen mit einer Höhe von 7,5 mm einsetzen, dann verwenden Sie flache Nieten oder abgesenkte Schrauben zur Befestigung der Tragschiene. Andernfalls lassen sich der I/O-IPC und die daran angeschlossenen Busklemmen nicht korrekt auf die Tragschiene montieren.

Zur Montage gehen Sie wie nachfolgend beschrieben vor:

  1. Trennen Sie denjenigen Anlagenteil von der Stromversorgung, an dem Sie den I/O-IPC montieren.
  2. Zum Aufsetzen auf die Tragschiene (25) drücken Sie gleichzeitig die vier Hebel der Tragschienenbefestigung (20) zusammen. Drücken Sie den I/O-IPC auf die Tragschiene und lassen Sie die Hebel los.
  3. Kontrollieren Sie den festen Sitz des I/O-IPC auf der Tragschiene. Alle vier Klemmkeile (23) müssen hinter der Tragschienenkante eingerastet sein.
  4. Ist eine Seite nicht eingerastet, pressen Sie die entsprechenden Hebel zusammen, drücken die nicht eingerastete Seite auf die Tragschiene und lassen danach die Hebel wieder los

Wago I/O-IPC-C6 - Befestigung der Tragschienen - 1

text_image 20 25 20 23 23

Abbildung 14: Befestigung des I/O-IPC auf einer Tragschiene

6.5 Anstecken der Busklemmen an den I/O-IPC

Nach der Montage des I/O-IPC auf einer Tragschiene befestigen Sie die für Ihre Anwendung erforderlichen Busklemmen am I/O-IPC. Sie können an diese bis zu 64 Busklemmen der Serie 750/753 anstecken. Die Anzahl ist dabei abhängig von der Gesamtlänge der angesteckten Busklemmen. Diese darf maximal 780 mm einschließlich der Endklemme betragen und die maximale Größe des Prozessabbilds für die Ein- und Ausgangsdaten darf jeweils 500 Byte nicht überschreiten.

Beispiel zur Gesamtlänge:

Haben die einzelnen Busklemmen eine Breite von 12 mm, sind 64 Stück steckbar, bei einer Breite von 24 mm jedoch nur noch 32 Busklemmen.

Mit der optionalen WAGO-Klemmenbusverlängerung (bestehend aus Kopplerklemme 750-628 und Endklemme 750-627) ist es möglich, bis zu 250 Busklemmen zu nutzen. Hierbei gelten dieselben Einschränkungen wie für die Verwendung von 64 Busklemmen.

Information

Wago I/O-IPC-C6 - Information - 1

Verwendung der WAGO-Klemmenbusverlängerung

Informationen zur Verwendung der WAGO-Klemmenbusverlängerung erhalten Sie in den Dokumentationen 750-627 und 750-628, die auf der WAGO-Internetseite erhältlich sind.

Information

Wago I/O-IPC-C6 - Information - 1

Weiterführende Informationen und Anwendungshinweise zur Verwendung der WAGO-Busklemmen

Weiterführende Informationen und Anwendungshinweise zur Verwendung der WAGO-Busklemmen erhalten Sie in der Systembeschreibung des WAGO-I/O-SYSTEMs 750/753, den dazugehörigen Handbüchern und Datenblättern unter www.wago.com.

Zum Anstecken der Busklemmen gehen Sie wie nachfolgend beschrieben vor:

  1. Trennen Sie denjenigen Anlagenteil von der Stromversorgung, an dem Sie den I/O-IPC montieren.
  2. Stecken Sie die Busklemmen jeweils mit der Nut (71) in die Feder (70) der vorherigen.

GEFAHR

Wago I/O-IPC-C6 - GEFAHR - 1

Elektrische Spannung!

Bei Verwendung der 120/230-V-Busklemmen beachten Sie die Sicherheitshinweise im dazugehörigen Handbuch. Bei Nichtbeachtung besteht die Gefahr eines Stromschlags.

ACHTUNG

Wago I/O-IPC-C6 - ACHTUNG - 1

Höchste Strombelastbarkeit der Leistungskontakte: 10 A!

Die maximale Strombelastbarkeit der Leistungskontakte der Busklemmen darf 10 A nicht überschreiten. Eine Erhöhung des Stroms kann zur Überhitzung der Kontakte und zu Schäden an den Busklemmen führen.

  1. Stecken Sie als letztes die Endklemme an.

Durch das Anrasten einer weiteren Busklemme wird die Versorgungsspannung für die Sensoren und Aktoren automatisch über die Leistungskontakte weitergeleitet. Voraussetzung dafür ist, dass Sie Busklemmen verwenden, die über beidseitige Leistungskontakte verfügen.

Wago I/O-IPC-C6 - Höchste Strombelastbarkeit der Leistungskontakte: 10 A! - 1

Abbildung 15: Anstecken einer Busklemme an der Klemmenbusschnittstelle des I/O-IPC

6.6 Demontage des I/O-IPC

Zum Austauschen eines I/O-IPC, z. B. bei einem Variantenwechsel, gehen Sie wie in den nachfolgenden Kapiteln beschrieben vor.

VORSICHT

Wago I/O-IPC-C6 - VORSICHT - 1

Heiße Oberfläche!

Während des Betriebs können hohe Oberflächentemperaturen am Gehäuse des I/O-IPC auftreten. War der I/O-IPC in Betrieb, lassen Sie ihn abkühlen, bevor Sie diesen berühren.

6.6.1 Entfernen der Leitungen

Zum Entfernen der Leitungen vom I/O-IPC gehen Sie folgendermaßen vor:

  1. Trennen Sie denjenigen Anlagenteil von der Stromversorgung, an dem Sie den I/O-IPC demontieren.
  2. Lösen Sie die Arretierungsschrauben an den Steckverbindern der Datenkabel und ziehen Sie anschließend die Steckverbinder von den Schnittstellen des I/O-IPC ab.
  3. Entfernen Sie ggf. die Leitungen der ersten, an der Klemmenbusschnittstelle angeschlossenen Busklemme (A).

Wago I/O-IPC-C6 - Entfernen der Leitungen - 1

Abbildung 16: Schnittstellen des I/O-IPC

6.6.2 Demontage des I/O-IPC von der Tragschiene

Gehen Sie zur Demontage des I/O-IPC von der Tragschiene wie nachfolgend beschrieben vor:

  1. Trennen Sie denjenigen Anlagenteil von der Stromversorgung, an dem Sie den I/O-IPC montieren.
  2. Zum Abnehmen des I/O-IPC von der Tragschiene entfernen Sie die erste angeschlossene Busklemme. Ziehen Sie diese dazu an der orangefarbenen Entriegelungslasche (24) von der Tragschiene ab (A und B).
  3. Zum Abnehmen des I/O-IPC von der Tragschiene drücken Sie gleichzeitig mit beiden Händen die vier Hebel der Tragschienenbefestigung (20) bis zum Anschlag zusammen und ziehen den I/O-IPC ab (C).

ACHTUNG

Wago I/O-IPC-C6 - ACHTUNG - 1

Klemmenbus-Schnittstelle

Die Klemmenbus-Schnittstelle (Position 5) darf nicht demontiert werden. Diese Busklemme ist Bestandteil des I/O-IPCs.

Wago I/O-IPC-C6 - Klemmenbus-Schnittstelle - 1
Abbildung 17: I/O-IPC von der Tragschiene entfernen

7 Versorgungsspannung anschließen

Je nach Anwendungsbereich des I/O-IPC ist die Versorgungsspannung wie folgt anzuschließen:

Hinweis

Wago I/O-IPC-C6 - Hinweis - 1

Lieferumfang

Die Potentialeinspeiseklemme 750-602 ist ab HW-Version 11 nicht mehr im Lieferumfang enthalten.

Tabelle 22: Verwendung von 750-602/626 in Abhängigkeit des I/O-IPC-Anwendungsbereichs

AnwendungsbereichFilterklemmeAnschluss
Leitungslänge < 3 m750-602Siehe Kapitel „Einspeisung bei Verwendung der Potential-einspeiseklemme 750-602“
Leitungslänge > 3 m750-626Siehe Kapitel „Einspeisung bei Verwendung der Filterklemme 750-626“

7.1 Hinweise

GEFAHR

Wago I/O-IPC-C6 - GEFAHR - 1

Elektrische Spannung!

Betreiben Sie den I/O-IPC ausschließlich mit 24 V DC PELV- (Protective Extra Low Voltage) oder SELV-Spannungsquellen (Safety Extra Low Voltage). Bei Nichtbeachtung besteht die Gefahr eines Stromschlags.

Hinweis

Wago I/O-IPC-C6 - Hinweis - 1

Unterbrechung der Versorgungsspannung

Bei einer Unterbrechung der Versorgungsspannung von mehr als 1 ms wird der I/O-IPC zurückgesetzt und automatisch ein Neustart des I/O-IPC durchgeführt.

  • Zur Sicherstellung der galvanischen Trennung ist die Verwendung von jeweils einem Netzteil für den Anschluss der Elektronik- und Feldversorgung erforderlich.
  • Schließen Sie die Leitungen für die Versorgungsspannung nur im spannungsfreien Zustand an.
  • Halten Sie mit den Leitungen der Versorgungsspannung genügend Abstand zu elektromagnetischen Störquellen ein, um eine hohe Störfestigkeit der 750-Komponenten gegen elektromagnetische Störstrahlungen zu erzielen.
  • Achten Sie beim Verlegen sämtlicher Leitungen darauf, dass Sie diese nicht in Scherbereichen von beweglichen Maschinenteilen verlegen.
  • Achten Sie auf die korrekte Auslegung des Potenzialausgleichs.

7.2 Benötigtes Zubehör

Zum Anschluss der Versorgungsspannung an den I/O-IPC benötigen Sie ggf. die Filterklemme 750-626. Diese können Sie unter www.wago.com bestellen. Das zum Anschluss der Versorgungsspannung benötigte Zubehör (z. B. einzelne Leitungen) und Werkzeug ist von Ihnen bereitzustellen.

7.3 Einspeisung bei Verwendung der Potentialeinspeiseklemme 750-602

Hinweis

Wago I/O-IPC-C6 - Hinweis - 1

Lieferumfang

Die Potentialeinspeiseklemme 750-602 ist ab der HW-Version 11 nicht mehr im Lieferumfang enthalten.

Hinweis

Wago I/O-IPC-C6 - Hinweis - 1

Länge der Leitung für die Versorgungsspannung

Die Leitung für die Versorgungsspannung darf bei dieser Einspeisevariante eine Länge von 3 m zwischen Spannungsquelle und I/O-IPC nicht überschreiten. Falls eine längere Leitung benötigt wird, dürfen Sie die Versorgungsspannung nur wie in Kapitel „Einspeisung bei Verwendung der 750-626“ beschrieben anschließen.

ACHTUNG

Wago I/O-IPC-C6 - ACHTUNG - 1

Korrekten Leiterquerschnitt beachten!

Verwenden Sie ausschließlich für den Anschluss X4 und für die CAGE-CLAMP ^® -Anschlüsse der Potentialeinspeiseklemme Leiterquerschnitte von 0,08 mm ^2 … 2,5 mm ^2 (AWG 28 … 14).

Wago I/O-IPC-C6 - Korrekten Leiterquerschnitt beachten! - 1

text_image 60 61 62 44 63 63 63 64 Abbildung 18: 750-602

Tabelle 23: Anschlüsse, Kontakte und LEDs der Einspeiseklemme

PositionLED/ BedienelementFarbe/ StatusBedeutung
60Schutzleiter-Anschluss von Schutzerde
610 V DC-Masse (GND) der Versorgungsspannung
62Feldversorgung, 24 V DC-24-V-Versorgungsspannung für die Sensoren/Aktoren. Der Anschluss der Versorgungsspannung ist gegen Verpolung geschützt.Zur Einspeisung anderer Feldpotentialc, z. B. AC 230 V, stehen dafür vorgesehene Potentialeinspeiseklemmen zur Verfügung. Detaillierte Informationen darüber erhalten Sie in den Handbüchern der Einspeiseklemmen und in der Systembeschreibung 750-xxxx.
63Leistungskontakte-Weiterführung der feldseitigen Versorgungsspannung zu den angeschlossenen Busklemmen.
64Datenkontakte-Diese stellen die Versorgungsspannung (5 V, 1 A) für die Elektronik der am Klemmenbus angeschlossenen Busklemmen zur Verfügung. Die Spannungsversorgung erfolgt durch den I/O-IPC (Anschluss X4).
44LEDGrün/ausDie LED leuchtet, wenn die Feldversorgung vorhanden (siehe Pos. 62) ist. Andernfalls ist die LED aus.

Vorbereitung zum Anschluss der Versorgungsspannung:

- Sie haben jeweils zwei Versorgungsleitungen an zwei Spannungsquellen von +24 V DC und 0 V DC angeschlossen – bei ausgeschalteter Spannungsversorgung.

- Sie haben die mitgelieferte Buchse für den Anschluss X4 an die Versorgungsleitung folgendermaßen angeschlossen:

Tabelle 24: Anschluss für die Elektronikversorgung: Anschlussbelegung

Anschluss X4KontaktBeschreibung
Wago I/O-IPC-C6 - Vorbereitung zum Anschluss der Versorgungsspannung: - 1Abbildung 19: Elektronikversorgung (X4)1V_IN (+)
2GND (-)
3Schirm (optional)

Zum Anschluss der Elektronikversorgung des I/O-IPC und der Feldversorgung für die angeschlossenen Busklemmen, Sensoren und Aktoren gehen Sie folgendermaßen vor:

  1. Trennen Sie denjenigen Anlagenteil von der Stromversorgung, an dem Sie den I/O-IPC montieren.
  2. Schließen Sie die Elektronikversorgung an den I/O-IPC an, indem Sie die mit der Versorgungsleitung verbundene Buchse auf den Anschluss X4 (9) stecken. Sehen Sie eine Absicherung von 1,6 A vor.
  3. Sichern Sie anschließend die Buchse mittels der dazugehörigen Schrauben.
  4. Schließen die Feldversorgung an die Potentialeinspeiseklemme 750-602 (6) an, indem Sie gemäß der Abbildung 24 V mit „+“ und 0 V mit „-“ verbinden. Sehen Sie eine Absicherung von 10 A vor.

Wago I/O-IPC-C6 - Vorbereitung zum Anschluss der Versorgungsspannung: - 2

text_image V IN GND 1,6 A + - 24 V 0 V Einspeisung für die Elektronikversorgung 8 10 A + - 24 V 0 V Einspeisung für die Feldversorgung

Abbildung 20: Einspeisung bei Verwendung 750-602 bis HW10 (ohne Feldbus)

Wago I/O-IPC-C6 - Vorbereitung zum Anschluss der Versorgungsspannung: - 3

text_image 9 V IN GND 1,6 A + - 24 V 0 V Einspeisung für die Elektronikversorgung 10 A 24 V 0 V Einspeisung für die Feldversorgung

Abbildung 21: Einspeisung bei Verwendung 750-602 ab HW11 (ohne Feldbus)

7.4 Einspeisung bei Verwendung der Filterklemme 750-626

Sie benötigen die Filterklemme 750-626, sobald eine Versorgungsleitung die Länge von 3 m zwischen Spannungsquelle und I/O-IPC überschreitet.

ACHTUNG

Wago I/O-IPC-C6 - ACHTUNG - 1

Strombelastbarkeit beachten!

Für diese Einspeisevariante benötigen Sie die Filterklemme 750-626 ab HW-Version 4. Nur diese ist für die höhere Strombelastung des I/O-IPC ausgelegt. Die Filterklemme erhalten Sie unter www.wago.com.

ACHTUNG

Wago I/O-IPC-C6 - ACHTUNG - 1

Isolationsspannung beachten!

Bei Verwendung der Filterklemme 750-626 verringert sich die Isolationsspannung der Feld- und Elektronikversorgung gegen PE auf 50 V.

ACHTUNG

Wago I/O-IPC-C6 - ACHTUNG - 1

Korrekten Leiterquerschnitt beachten!

Verwenden Sie ausschließlich für die CAGE-CLAMP ^® -Anschlüsse der Filterklemme Leiterquerschnitte von 0,08 mm ^2 … 2,5 mm ^2 (AWG 28 … 14).

Vorbereitung zum Anschluss der Versorgungsspannung:

- Sie haben jeweils zwei Versorgungsleitungen an zwei Spannungsquellen von +24 V DC und 0 V DC angeschlossen – bei ausgeschalteter Spannungsversorgung.

- Sie haben die mitgelieferte Buchse für den Anschluss X4 an die Versorgungsleitung folgendermaßen angeschlossen:

Tabelle 25: Anschluss für die Elektronikversorgung: Anschlussbelegung

Anschluss X4KontaktBeschreibung
Wago I/O-IPC-C6 - Vorbereitung zum Anschluss der Versorgungsspannung: - 11V_IN (+)
2GND (-)
3Schirm (optional)

Zum Anschluss der Elektronikversorgung des I/O-IPC und der Feldversorgung für die angeschlossenen Busklemmen, Sensoren und Aktoren gehen Sie folgendermaßen vor:

  1. Trennen Sie denjenigen Anlagenteil von der Stromversorgung, an dem Sie den I/O-IPC montieren.
  2. Schließen Sie die Elektronikversorgung für den I/O-IPC an die Filterklemme 750-626 (6) an, indem Sie gemäß der Abbildung 24 V mit „+“ und 0 V mit „-“ verbinden. Sehen Sie eine Absicherung von 1,6 A vor.
  3. Leiten Sie die Elektronikversorgung von der Filterklemme (6) zum I/O-IPC, indem Sie die mit der Versorgungsleitung verbundene Buchse auf den Anschluss X4 (9) stecken.
  4. Schließen Sie die Feldversorgung an die Filterklemme 750-626 (6) an, indem Sie gemäß der Abbildung 24 V mit „+“ und 0 V mit „-“ verbinden. Sehen Sie eine Absicherung von 10 A vor.

Wago I/O-IPC-C6 - Vorbereitung zum Anschluss der Versorgungsspannung: - 2

text_image 0 V 24 V GND V_IN 9 1,6 A + - + 24 V 0 V Einspeisung für die Elektronikversorgung 10 A + - + 24 V 0 V Einspeisung für die Feldversorgung

Abbildung 22: Einspeisung bei Verwendung 750-626 (ohne Feldbus)

7.5 Sensor- und Aktorleitung an die Busklemmen anschließen

Weiterführende Informationen und Anwendungshinweise zur Verdrahtung einzelner WAGO-Busklemmen erhalten Sie in der Systembeschreibung des WAGO-I/O-SYSTEMs 750, den dazugehörigen Handbüchern und Datenblättern unter www.wago.com.

8 In Betrieb nehmen

8.1 Einschalten des I/O-IPC

Überprüfen Sie vor Einschalten des I/O-IPC, dass Sie

  • den I/O-IPC ordnungsgemäß montiert haben (siehe Kapitel „Montage und Demontage des I/O-IPC“),
  • alle benötigten Datenleitungen (siehe Kapitel „Beschreibung der I/O-IPC-Schnittstellen“) an die entsprechenden Schnittstellen angeschlossen und mit den an den Steckverbindern vorhanden Arretierungsschrauben befestigt haben,
  • die Elektronik- und Feldversorgung angeschlossen haben (siehe Kapitel „Versorgungsspannung anschließen“),
  • die Endklemme (750-600) befestigt haben (siehe Kapitel „Anstecken der Busklemmen an den I/O-IPC“),
  • einen angemessenen Potenzialausgleich an Ihrer Maschine/Anlage durchgeführt haben (siehe Systembeschreibung 750-xxx) und
  • die Schirmung ordnungsgemäß durchgeführt haben (siehe Systembeschreibung 750-xxx).

WARNUNG

Wago I/O-IPC-C6 - WARNUNG - 1

Warnung vor Personenschäden!

Bei Einsatz der I/O-IPC-Varianten 758-874/xxx, 758-875/xxx und 758-876/xxx in explosionsgefährdeten Bereichen beachten Sie unbedingt das Kapitel „Einsatz in explosionsgefährdeten Bereichen“.

Zum Einschalten des I/O-IPC und der daran angeschlossenen Busklemmen schalten Sie an Ihrem Netzteil die Versorgungsspannung ein. Nach der Initialisierungsphase startet das Betriebssystem Linux und anschließend das Programmiersystem CODESYS 2.3. Nach einem fehlerfreien Systemstart blinkt/leuchtet die I/O-LED des I/O-IPC grün.

Wenn Sie Ihre bestehende Firmware-Version aktualisieren, kann dies – abhängig von der Version – einige Minuten in Anspruch nehmen. Bitte warten Sie solange, bis das Betriebssystem erneut gestartet ist.

Hinweis

Wago I/O-IPC-C6 - Hinweis - 1

Keine Busklemmen entfernen

Während des Betriebs dürfen Sie keine Busklemmen entfernen oder hinzufügen, da dies ansonsten eine Störung des I/O-IPC und/oder der angeschlossenen Busklemmen zur Folge hat.

8.2 Ermitteln der IP-Adresse des Host-PC

Damit der Host-PC (z. B. Notebook) mit dem I/O-IPC über das ETHERNET-Netzwerk kommunizieren kann, müssen sich beide im gleichen Subnetz befinden.

Zum Ermitteln der IP-Adresse des Host-PC (mit Betriebssystem MS-Windows) mittels der MS-DOS-Eingabeaufforderung gehen Sie folgendermaßen vor:

  1. Klicken Sie auf „Start“ und wählen „Ausführen“.
  2. Geben Sie den Befehl cmd ein und drücken die Entertaste. Es öffnet sich die Eingabeaufforderung.
  3. Geben Sie den Befehl ipconfig ein und drücken die Entertaste.
  4. Es erscheinen die IP-Adresse, Subnetzmaske und das Standard-Gateway mit den dazugehörigen Parametern.

8.3 Einstellen einer IP-Adresse

Im Auslieferungszustand des I/O-IPC sind für die ETHERNET-Schnittstellen X8 und X9 folgende IP-Adressierungen vergeben:

Tabelle 26: Vorcingestellte IP-Adressierungen der Ethernet-Schnittstellen

Ethernet-SchnittstelleVoreinstellung
X8Dynamische Vergabe der IP-Adresse mittels Bootstrap-Protokoll (BootP)
X9Feste IP-Adresse 192.168.2.17.

Damit ein PC und der I/O-IPC miteinander kommunizieren können, passen Sie mit dem Web-based Management oder mit dem „IPC Configuration Tool“ die IP-Adressierung an Ihre Systemstruktur an (siehe Kapitel „Konfiguration“).

Beispiel zum Einbinden des I/O-IPC (192.168.2.17) in ein bestehendes Netzwerk:

Wenn die IP-Adresse Ihres Host-PC 192.168.1.2 lautet, dann muss sich der I/O-IPC im selben Subnetz befinden. Das heißt, bei der Netzmaske 255.255.255.0 müssen die ersten drei Stellen des I/O-IPC mit denen Ihres PC übereinstimmen. Daraus ergibt sich für den I/O-IPC folgender Adressraum:

Tabelle 27: Netzmaske 255.255.255.0

Host-PCSubnetzadressraum für den I/O-IPC
192.168.1. 2192.168.1.2 ... 192.168.1.254

Hinweis

Wago I/O-IPC-C6 - Hinweis - 1

IP-Adressen

Sie dürfen nicht IP-Adressen für beide ETHERNET-Schnittstellen im selben Subnetz vergeben. Dieses darf auch nicht vom BootP- oder DHCP-Server geschehen.

8.3.1 Zuweisen einer IP-Adresse mittels BootP

Der I/O-IPC kann seine IP-Adresse dynamisch (DHCP/BootP) von einem Server beziehen oder mit einer statischen IP-Adresse versehen sein. Im Gegenteil zu festen IP-Adressen werden dynamisch zugewiesene nicht remanent gespeichert. Daher ist bei jedem Neustart des I/O-IPC die Anwesenheit eines BootP- oder DHCP-Servers erforderlich.

Das Zuweisen der IP-Adresse mittels BootP ist hier exemplarisch an dem WAGO-BootP-Server erläutert.

Voraussetzung:

Der WAGO-BootP-Server ist auf Ihrem PC installiert. Dieser ist unter www.wago.com erhältlich.

WAGO-BootP-Server konfigurieren

  1. Notieren Sie sich die MAC-Adressen der ETHERNET-Schnittstellen des I/O-IPC. Diese finden Sie auf dem seitlichen Etikett des I/O-IPC. Siehe dazu Kapitel „Seitliche Beschriftung“.

  2. Starten Sie Ihren PC.

  3. Klicken Sie auf die „Start“-Schaltfläche und starten Sie den WAGO-BootP-Server unter Programme > WAGO Software > WAGO BOOTP Server.

  4. Öffnen Sie Konfigurationsdatei, indem Sie im BootP-Server auf die Schaltfläche [Edit BootPtab] klicken. In der Konfigurationsdatei ordnen Sie die MAC-Adressen je einer IP-Adresse aus demselben Netzwerk zu.

  5. Klicken Sie dazu in die markierte Zeile der Konfigurationsdatei:

Wago I/O-IPC-C6 - WAGO-BootP-Server konfigurieren - 1

Abbildung 23: Konfigurationszeile in der Konfigurationsdatei

  1. Ersetzen Sie die aus zwölf Zeichen bestehende MAC-Adresse der ersten ETHERNET-Schnittstelle hinter :ha= mit der, die auf dem seitlichen Etikett des I/O-IPC aufgedruckt ist.

  2. Geben Sie eine IP-Adresse nach ip= ein. In diesem Beispiel ist dies 192.168.1.100.

  3. Zur Adressierung der zweiten ETHERNET-Schnittstelle fügen Sie eine weitere Zeile mit der entsprechenden Zuordnung in der Datei bootptab.txt ein. Wiederholen Sie dazu die Handlungsschritte 5 bis 7.

  4. Speichern Sie die neuen Einstellungen in der Datei bootptab.txt. Klicken Sie dazu in das Menü „Datei“ und wählen Sie „Sichern“.

  5. Schließen Sie den Editor.

Tabelle 28: Erläuterungen der Konfigurationszeile

ParameterBeschreibung
Node_1Name des I/O-IPC mit den Busklemmen. Dieser ist frei wählbar.
ht=1Hardwaretyp des Netzwerks. Dieser lautet für ETHERNET 1.
ha=0030DE000200MAC-Adresse einer ETHERNET-Schnittstelle.
ip= 192.168.1.2ip= 192.168.1.100IP-Adresse für den I/O-IPC, die sich im selben Netzwerk befindet wie auch der Host-PC.
gw=192.168.1.1IP-Adresse für das Gateway. Für ein lokales Netzwerk brauchen Sie kein Gateway anzugeben.
Sm=255.255.255.0Subnetzmaske des Subnetzes, zu dem der I/O-IPC gehören soll.

IP-Adresse mittels des WAGO-BootP-Servers vergeben

  1. Zum Starten des BootP-Servers klicken Sie im geöffneten BootP-Dialogfenster auf die Schaltfläche [Start]. Diverse Meldungen werden im BootP-Dialogfenster angezeigt. Die Fehlermeldungen weisen darauf hin, dass einige Dienste (z. B. Port 67, Port 68) im Betriebssystem nicht definiert worden sind. Diese Fehlermeldung brauchen Sie nicht zu beachten.

Wago I/O-IPC-C6 - IP-Adresse mittels des WAGO-BootP-Servers vergeben - 1

text_image WAGO BootP Server Status Info Info version 1.0.0 Info reading "C:\Programme\WAGO Software\WAGO BootP Server\bootptab.txt" Info (:)read 2 entries (2 hosts) from "C:\Programme\WAGO Software\WAGO BootP Se... Error udp/bootps: unknown service -- assuming port 67 Error udp/bootpc: unknown service -- assuming port 68 Info:%recvd pkt from IP addr '192.168.1.100 Info:%request from Ethernet address 00:C0:EB:00:A1:83 Note:%unknown client Ethernet address 00:C0:EB:00:A1:83 Exit Start Stop Edit Bootptab Clear window

Abbildung 24: Dialogfenster des WAGO-BootP-Servers mit Nachrichten

  1. Führen Sie einen Neustart des I/O-IPC durch, indem Sie die Versorgungsspannung des I/O-IPC aus- und anschließend wieder einschalten oder Sie die Reset-Taste drücken. Es erscheint eine Anfrage (request) vom I/O-IPC. Der BootP-Server antwortet, dass die IP-Adresse akzeptiert wurde (keine Fehler). Die IP-Adresse ist nun vorübergehend im I/O-IPC vorhanden, aber nicht remanent gespeichert. Bei einem Neustart versucht der I/O-IPC wieder eine neue IP-Adresse vom BootP-Server zu bekommen.

  2. Klicken Sie auf die Schaltfläche [Stop] und danach auf die Schaltfläche [Exit], um den BootP-Server zu schließen.

  3. Um die IP-Adresse dauerhaft im I/O-IPC zu speichern, wählen Sie im Web-based Management auf der Seite „TCP/IP“ die Option „Static IP“ aus.

8.3.2 Ändern einer IP-Adresse mittels „IPC Configuration Tool“

Über das auf der Linux-Konsole erreichbare IPC-Configuration-Tool können Sie u. a. den ETHERNET-Schnittstellen X8 und X9 eine neue IP-Adresse zuweisen. Weitere Informationen zum IPC-Configuration-Tool erhalten Sie im Kapitel „Konfiguration“.

Vorbereitung:

Sie haben einen Monitor an der DVI-I-Schnittstelle und eine Tatstatur an der USB-Schnittstelle des I/O-IPC angeschlossen. Siehe dazu Kapitel „Zugriff über Tastatur und Monitor (DV1- und USB-Schnittstelle)“.

  1. Öffnen Sie über die Tastenkombination [Alt] + [F3] die dritte Konsole des I/O-IPC, auf der sich das IPC-Configuration-Tool befindet (Abbildungen können von der tatsächlichen abweichen).

Wago I/O-IPC-C6 - Vorbereitung: - 1

text_image WAGO IPC Configuration Tool Main Menu 0. QUIT 1. Information 2. TCP/IP 3. Ethernet 4. NTP 5. Clock 6. WBM Users 7. HMI Settings 8. Administration 9. Downloads 10. Port 11. Modbus 12. Webserver Select an entry or q to quit

Abbildung 25: Startbild des WAGO-IPC-Configuration-Tools

  1. Wählen Sie über die Tastatur (Pfeiltasten oder Nummernblock) den Eintrag TCP/IP aus und drücken Sie die [Enter]-Taste.
WAGO IPC-Configuration-Tool
Main Menu
0. QUIT 1. Information 2. TCP/IP 3. NTP 4. Clock 5. WBM Users 6. Administration 7. Port 8. Modbus
Select an entry or q to quit

Abbildung 26: TCP/IP

  1. Zum Ändern der Ethernet-Schnittstelle X8 wählen Sie TCP/IP Configuration eth0 oder TCP/IP Configuration eth1 für die Ethernet-Schnittstelle X9. Drücken Sie anschließend die [Enter]-Taste.

In diesem Beispiel wird die Ethernet-Schnittelle X8 zur Änderung der voreingestellten IP-Adresse ausgewählt:

WAGO IPC-Configuration-Tool
TCP/IP
0. Back to Main Menu 1. Hostname 2. Default Gateway 3. DNS Server 4. TCP/IP Configuration eth0 (X8) 5. TCP/IP Configuration eth1 (X9)
Select an entry or q to quit

Abbildung 27: TCP/IP-Configuration eth0 (X8)

  1. Wählen Sie IP-Address aus und drücken Sie die [Enter]-Taste.

Wago I/O-IPC-C6 - Vorbereitung: - 2

Abbildung 28: IP-Address

  1. Geben Sie die neue IP-Adresse für die ausgewählte Ethernet-Schnittstelle ein und bestätigen Sie diese mittels [OK]. Wollen Sie ohne eine Änderung ins Hauptmenü zurückkehren, wählen Sie [Abort].

Wago I/O-IPC-C6 - Vorbereitung: - 3

Vergabe der IP-Adressen

Sie dürfen nicht IP-Adressen für beide ETHERNET-Schnittstellen im selben Subnetz vergeben. Das darf auch nicht vom BootP- oder DHCP-Server geschehen.

8.4 Test der Netzwerkverbindung

Um zu überprüfen, ob Sie den I/O-IPC unter der von Ihnen vergebenen IP-Adresse im Netzwerk erreichen, führen Sie den Netzwerkdienst „ping“ durch. Öffnen Sie dazu unter MS-Windows die Eingabeaufforderung, indem Sie auf die „Start“-Schaltfläche klicken und Sie Programme > Ausführen wählen. Geben Sie im „Ausführen“-Dialog cmd ein und klicken Sie auf [OK].

  1. Geben Sie im DOS-Fenster den Befehl ping und die IP-Adresse des I/O-IPC ein: Beispiel: ping 192.168.2.17.

  2. Drücken Sie die Entertaste. Ihr PC sendet eine Anfrage, die vom I/O-IPC beantwortet wird. Die Antwort erscheint im DOS-Fenster. Wenn die Fehlermeldung „Timeout“ erscheint, hat der I/O-IPC sich nicht ordnungsgemäß gemeldet. Überprüfen Sie bitte Ihre Netzwerkeinstellung.

Wago I/O-IPC-C6 - Test der Netzwerkverbindung - 1

text_image C:\WINDOWS\system32\cmd.exe Microsoft Windows XP [Version 5.1.2600] ping 192.168.2.17 Ping wird ausgeführt für 192.168.2.17 mit 32 Bytes Daten: Antwort von 192.168.2.17: Bytes=32 Zeit<1ms TTL=64 Antwort von 192.168.2.17: Bytes=32 Zeit<1ms TTL=64 Antwort von 192.168.2.17: Bytes=32 Zeit<1ms TTL=64 Antwort von 192.168.2.17: Bytes=32 Zeit<1ms TTL=64 Ping-Statistik für 192.168.2.17: Pakete: Gesendet = 4, Empfangen = 4, Verloren = 0 (0% Verlust), Ca. Zeitangaben in Millisek.: Minimum = 0ms, Maximum = 0ms, Mittelwert = 0ms U:\>

Abbildung 30: Beispiel eines Funktionstests

  1. Haben Sie den Test erfolgreich durchgeführt, dann schließen Sie das DOS-Fenster.

8.5 Ausschalten/Neustart

VORSICHT

Wago I/O-IPC-C6 - VORSICHT - 1

Heiße Oberfläche!

Während des Betriebs können hohe Oberflächentemperaturen am Gehäuse des I/O-IPC auftreten. War der I/O-IPC in Betrieb, lassen Sie ihn abkühlen, bevor Sie diesen berühren.

Um den I/O-IPC auszuschalten, gehen Sie folgendermaßen vor:

  1. Beenden Sie die laufende Software und das Betriebssystem.
  2. Schalten Sie den I/O-IPC aus, indem Sie die Versorgungsspannung abschalten oder die Buchse der Versorgungsspannung vom Anschluss X4 (9) abziehen.

Um einen Neustart des I/O-IPC durchzuführen, drücken Sie den Reset-Taster (45) oder schalten den I/O-IPC aus und anschließend wieder ein.

Wago I/O-IPC-C6 - Heiße Oberfläche! - 1

Abbildung 31: Ausschalten/Neustart des I/O-IPC

9 Konfigurieren

Zur Konfiguration des I/O-IPC stehen Ihnen folgende Wege zur Verfügung:

  • Zugriff über den PC mittels Internet-Browser auf das Web-based Management (Kapitel „Konfiguration mittels Web-based Management (WBM)“)
  • Zugriff über den PC mittels eines Terminalprogramms (über ETHERNET und/oder RS-232-Schnittstelle) auf das „IPC Configuration Tool“ (Kapitel „Konfiguration mit einem Terminalprogramm“)
  • Zugriff über den I/O-IPC mittels Touchscreen/Monitor und USB-Tastatur auf das „IPC Configuration Tool“ (Kapitel „Konfiguration mit Touchscreen/Monitor und USB-Tastatur“)
  • Zugriff über das SPS-Programm CODESYS mittels der WagoConfigToolLIB.lib (Kapitel „Aufrufe zur Bibliothek „WagoConfigToolLIB.lib“)

Das „IPC Configuration Tool“ stellt dieselben Parameter zur Konfiguration des I/O-IPC zur Verfügung wie das WBM. Die Erläuterungen zu den Parametern entnehmen Sie bitte ab Kapitel „Seite Information“.

9.1 Konfiguration mittels Web-based Management (WBM)

Die implementierten HTML-Seiten (im Folgenden kurz: Seiten) des Web-based Managements dienen zur Konfiguration des I/O-IPC. Für den Zugriff auf das WBM über einen Internet-Browser gehen Sie folgendermaßen vor:

  1. Verbinden Sie den I/O-IPC über die ETHERNET-Schnittstelle X9 mit dem ETHERNET -Netzwerk.
  2. Um auf die Seiten zuzugreifen, geben Sie in die Adresszeile Ihres Internet-Browsers die voreingestellte IP-Adresse 192.168.2.17 ein. Beachten Sie, dass sich PC und I/O-IPC im selben Subnetz befinden müssen (siehe dazu Kapitel „Einstellen einer IP-Adresse“).

Wenn Sie einen BootP-Server auf Ihrem PC installiert haben und über BootP auf das WBM zugreifen möchten, nutzen Sie die andere Schnittstelle. Detaillierte Informationen dazu erhalten Sie im Kapitel „Zuweisen einer IP-Adresse mittels BootP“.

Hinweis

Wago I/O-IPC-C6 - Hinweis - 1

Startseite der I/O-IPC

Zeigt der I/O-IPC nicht die Startseite an, vergewissern Sie sich, dass die Einstellungen Ihres Internet-Browsers das Umgehen des Proxyservers für lokale Adressen gestattet. Ferner kontrollieren Sie, ob sich Ihr PC im gleichen Subnetz befindet wie der I/O-IPC.

Einige Seiten des WBM sind passwortgeschützt. Wählen Sie erstmalig einen Eintrag aus der Navigationsleiste, erscheint die Passwortabfrage:

Wago I/O-IPC-C6 - Startseite der I/O-IPC - 1

text_image Authentifizierung erforderlich ? Geben Sie Benutzernamen und Passwort für "WAGO Web Based Management" auf http://192.168.1.17 ein Benutzername: / Password: □ Den Passport-Manager benutzen, um dieses Passwort zu speichern. Abbrechen OK

Abbildung 32: Authentifizierung eingeben

9.1.1 Benutzerverwaltung des WBM

Um Einstellungen nur durch einen ausgewählten Personenkreis zu erlauben, begrenzen Sie über die Benutzerverwaltung den Zugriff auf die Funktionen des WBM.

ACHTUNG
Wago I/O-IPC-C6 - Benutzerverwaltung des WBM - 1

Passwörter

Ändern Sie die Passwörter entsprechend Ihren Vorstellungen ab, da die Standardpasswörter in dieser Betriebsanleitung dokumentiert sind. Somit liefern diese keinen hinreichenden Schutz. Siehe dazu Kapitel „Seite „Users““.

Tabelle 29: Benutzereinstellungen im Auslieferungszustand

BenutzerPasswort
useruser
adminwago

Für die Seiten des WBM sieht der Zugriff folgendermaßen aus:

Tabelle 30: Zugriffsrechte für die WBM-Seiten

Internetseite des WBMBenutzer
Information-
CODESYS
TCP/IPuser oder admin
ETHERNETuser oder admin
NTPuser oder admin
Clockuser oder admin
Usersadmin
HMI Settings
Administration
Package Server
Mass Storage
Downloads
Portuser oder admin
Modbususer oder admin
SNMPuser oder admin
I/O Configuration-
WebVisu

9.1.2 Seite „Information“

Nach Eingabe der IP-Adresse erscheint die Startseite „Information“ des Web-based Managements. Die Seite liefert Informationen zum I/O-IPC und zum ETHERNET-Netzwerk.

Wago I/O-IPC-C6 - Seite „Information“ - 1

text_image Web Based Management Navigation Information CoDeSys TCP/IP Ethernet NTP Clock Users HMI Settings Administration Package Server Mass Storage Downloads Port Modbus SNMP I/O-Configuration WebVisu Status Information Coupler Details Order Number 0758-0874-0000-0111 Processor Type:Intel(R) Celeran(R) M processor 600MHz Fieldbus Type Profibus-Master License Information Codesys-Runtime-License Firmware Revision 01.02.08[00] KBus PW Revision 01.03.11[00] CoDeSys Webserver Version 1 1.9.10 Network Details Etho (X8) State disabled Mac Address 00:80:82:62.06.F8 IP Address Subnet Mask Network Details Eth2 (X9) State enabled Mac Address 00:80:82:62.06.F9 IP Address 192 168 1.17 Subnet Mask 255.255 255.0

Abbildung 33: Seite „Information“ (Beispiel)

Die nachfolgende Tabelle erläutert die auf der Seite aufgeführten Parameter:

Tabelle 31: Beschreibung der Parameter der Seite „Information“

Coupler Details
Order NumberBestellnummer des I/O-IPC.
Processor TypeCPU-Typ des I/O-IPC
Fieldbus TypeFeldbustyp des I/O-IPC
Firmware RevisionFirmwarestand
Licence InformationAnzeige, dass das Laufzeitsystem CODESYS vorhanden ist.
Kbus FW RevisionFirmwarestand des Klemmenbus-Controllers
Network Details Eth0 (X8)/Eth1 (X9)
StateStatus der ETHERNET-Schnittstelle (aktiviert/deaktiviert).
Mac AddressMAC-Adresse, die zur Identifikation und Adressierung des I/O-IPC dient.
IP AddressAktuelle IP-Adresse des I/O-IPC.
Subnet MaskAktuelle Subnetzmaske des I/O-IPC.

9.1.3 Seite „CODESYS“

Auf der Seite „CODESYS“ erhalten alle Informationen zu dem in CODESYS erstellten SPS-Programm.

Tabelle 32: Beschreibung der Parameter der Seite „CODESYS“

Project Details
DateAnzeige von Projektinformationen, die der Programmierer im SPS-Programm eingetragen hat (in CODESYS unterProjekt >Projektinformation...).Die Informationen erscheinen nur bei einem ausgeführten SPS-Programm.Unter „Description“ werden bis zu 1024 Zeichen lange Beschreibungstexte dargestellt.
Title
Version
Author
Description
CODESYS State
StateSTOP: SPS-Programm wird nicht ausgeführtRUN: SPS-Programm wird ausgeführt
Tasks
Bei Ausführung cincs SPS-Programms erschinen für jeden Task folgende Informationen:- Number of tasks- Cycle count- Cycletime (mcsec)- Cycletime min (mcsec)- Cycletime max (mcsec)- Cycletime avg (mcsec)- Status- Mode- Priority- Interval (msec)- Event- Function pointer- Function index

9.1.4 Seite „TCP/IP“

Auf der Seite „TCP/IP“ können Sie die Parameter für die ETHERNET-Konfiguration verändern. Zum Übernehmen Ihrer Eingaben klicken Sie auf die Schaltfläche [SUBMIT].

Tabelle 33: Beschreibung der Parameter der Seite „TCP/IP“

Common Configuration Data
HostnameWenn Sie die dynamische Zuweisung einer IP-Adresse über DHCP ausgewählt haben, tragen Sie hier den Hostnamen ihres PC ein, damit Sie Ihren PC im ETHERNET-Netzwerk erreichen.
Default Gateway
NoneHier wählen Sie die Schnittstelle aus, die sie als Standard-Gateway nutzen möchten. Der I/O-IPC verwendet das Standard-Gateway, wenn die Zieladresse außerhalb des eigenen Netzwerks liegt.
X8
X9
ValueHier stellen Sie die Adresse des Standard-Gateways ein.
DNS-Server
Domain NameHier stellen Sie den Domainnamen ein.
DNS-Server 1, 2, ...Hier stellen Sie die Adresse des DNS-Servers ein.[CHANGE]: Übernehmen der DNS-Adresse.[DELETE]: Löschen der DNS-Adresse (Zeile wird entfernt).
Add DNS-ServerHier fügen Sie weitere DNS-Adressen hinzu.
TCP/IP Configuration Eth0/Eth1
State
EnabledHier aktivieren Sie die entsprechende ETHERNET-Schnittstelle.
DisabledHier deaktivieren Sie die entsprechende ETHERNET-Schnittstelle.
Type of IP Address Configuration
Static IPHier wählen Sie aus, ob Sie eine statische oder dynamische IP-Adressierung verwenden möchten.Static IP: Statische IP-AdressierungDHCP und BootP: Dynamische IP-Adressierung
DHCP
BootP
Configuration Data
IP AddressHier geben Sie eine statische IP-Adresse ein. Diese ist aktiv, wenn im Feld „Type of Address Configuration“ „Static IP“ aktiviert ist.
Subnet MaskHier geben Sie Subnetzmaske ein. Diese ist aktiv, wenn im Feld „Type of Address Configuration“ „Static IP“ aktiviert ist.

9.1.5 Seite „ETHERNET“

Auf der Seite „ETHERNET“ konfigurieren Sie die Übertragungsgeschwindigkeit und das Kommunikationsverfahren der ETHERNET-Schnittstelle des I/O-IPC. Zum Übernehmen Ihrer Eingaben klicken Sie auf die Schaltfläche [SUBMIT].

Tabelle 34: Beschreibung der Parameter der Seite „ETHERNET“

Transmission Mode Eth0 und Eth1
Autonegotiation onBei aktivierter Funktion stellen zwei miteinander verbundenen ETHERNET-Schnittstellen (z. B. von Computer und I/O-IPC) selbständig untereinander die maximal mögliche Übertragungsgeschwindigkeit und das Duplex-Verfahren her.
SettingsHier wählen Sie feste Übertragungsgeschwindigkeit und Kommunikationsverfahren aus:10 Bit oder 100 Mbit Halbduplex(Halbduplex: Informationen können nur gesendet oder empfangen werden)10 MBit oder 100 Mbit Vollduplex(Vollduplex: Informationen können gleichzeitig gesendet und empfangen werden)

9.1.6 Seite „NTP“

Auf der Seite „NTP“ konfigurieren Sie die NTP-Parameter zur Einstellung der Uhrzeit. Zum Übernehmen Ihrer Eingaben klicken Sie auf die Schaltfläche [SUBMIT].

Tabelle 35: Beschreibung der Parameter der Seite „NTP“

Configuration Data
EnabledHier aktivieren/deaktivieren Sie die Aktualisierung der Uhrzeit.
Disabled
PortHier geben Sie die Port-Nummer für den NTP-Zugriff ein (Grundeinstellung: 123)
Time ServerHier geben Sie die IP-Adresse des Time-Servers ein.
Update Time (sec)Hier legen Sie den Abfragezyklus des Time-Servers fest.

9.1.7 Seite „Clock“

Auf der Seite „Clock“ konfigurieren Sie die Echtzeituhr. Zum Übernehmen Ihrer Eingaben klicken Sie auf die Schaltfläche [CHANGE].

Hinweis

Wago I/O-IPC-C6 - Hinweis - 1

Eingabe der Zeitzone

Ihre Eingaben zur Zeitzone sind erst nach einem Neustart/Reset des I/O-IPC aktiv.

Tabelle 36: Beschreibung der Parameter der Seite „Clock“

Time and Date
Date on device localHier stellen Sie das Datum ein.
Time on device localHier stellen Sie die lokale Uhrzeit ein.
Time on device UTCHier stellen Sie die GMT-Zeit ein.
12-Hour-FormatUmschaltung zwischen 12h- und 24h-Darstellung der Uhrzeit.
Timezone
SelectHier wählen Sie die für Ihr Land zutreffende Zeitzone aus.Grundeinstellung:AST/ADT: „Atlantic Standard Time“, HalifaxEST/EDT: „Eastern Standard Time“, New York,TorontoCST/CDT: „Central Standard Time“, Chicago,WinnipegMST/MDT: „Mountain Standard Time“, Denver,EdmontonPST/PDT: „Pacific Standard Time“, Los Angeles,WhitchouseGMT/BST: „Greenwich Main Time“, GB, P, IRL, IS, ...CET/CEST: „Central European Time“, B, DK, D, F, I,CRO, NL, ...EET/EEST: „East European Time“, BUL, FI, GR, TR, ...CST: „China Standard Time“JST: „Japan/Korea Standard Time“
Edit TZ-StringFür nicht über den Parameter „Select“ auswählbarc Zeitzonen geben Sie hier die für Sie zutreffende Zeitzone ein. EineÜbersicht aller Zeitzonen erhalten Sie unterhttp://home.tiscali.nl/~t876506/TZworld.htmlInformationen dazu, wie Sie den TZ-String in Linux editieren, erhalten Sie unterhttp://www.minix-vmd.org/pub/Minix-vmd/1.7.0/wwwman/man5/TZ.5.html

9.1.8 Seite „Users“

Auf der Seite „Users“ ändern Sie die Passwörter der Benutzer admin und user. Sie müssen dazu als Benutzer admin angemeldet sein. Eine Übersicht der Passwörter finden Sie im Kapitel „Benutzerverwaltung des WBM“. Zum Übernehmen Ihrer Eingaben klicken Sie auf die Schaltfläche [SUBMIT].

ACHTUNG

Wago I/O-IPC-C6 - ACHTUNG - 1

Passwörter

Ändern Sie die Passwörter entsprechend Ihren Vorstellungen ab, da die Standardpasswörter in dieser Betriebsanleitung dokumentiert sind. Somit liefern diese keinen hinreichenden Schutz.

Tabelle 37: Beschreibung der Parameter der Seite „Users“

Configuration Data
Select UserHier wählen Sie den Benutzer (user oder admin) aus, für den Sie ein neues Passwort vergeben wollen.
New PasswordHier geben Sie das neue Passwort für den unter „Select User“ ausgewählten Benutzer ein.
Confirm PasswordHier geben Sie zur Kontrolle das neue Passwort erneut ein.

9.1.9 Seite „HMI Settings“

Auf der Seite „HMI Settings“ ändern Sie die grafische Auflösung für die DVI-I-Schnittstelle, konfigurieren den Touchscreen oder Monitor und wählen zwischen englisch- oder deutschsprachiger Tastaturbelegung.

Zum Speichern aller auf der Seite durchgeführten Einstellungen, klicken Sie auf die Schaltfläche [SUBMIT]. Die Einstellungen sind erst nach einem Neustart oder Reset des I/O-IPC aktiv.

Tabelle 38: Beschreibung der Parameter Screensaver und Cleanmode der Seite „HMI Settings“

Screensaver
DisplayZeigt an, ob das Display gerade ein- oder ausgeschaltet ist.aus: rotes Kreuz und Text „off“an: grüner Haken und Text „on“Das Display kann entweder durch den Screensaver (nach entsprechender Wartezeit), oder explizit durch den Benutzer ausgeschaltet werden.Auf der Webseite wird der aktuelle Wert zyklisch alle zwei Sekunden abgefragt und angezeigt (im Configtool wird nicht zyklisch, sondern nur einmalig abgefragt).Mit der Schaltfläche [Switch on] oder [Switch off] können Sie das Display ein- oder ausschalten.Diese Änderung wirkt sich jeweils sofort aus.
ScreensaverZeigt den Status der Screensaver-Funktionalität an.enabled: grüner Haken und Text „enabled“disabled: rotes Kreuz und Text „disabled“Bei eingeschaltetem Screensaver (enabled), wird das Display des Touchscreens nach der konfigurierten Wartezeit ausgeschaltet und jeweils nach Touchscreen- oder Tastatur-Eingabe wieder angeschaltet.Bei ausgeschaltetem Screensaver (disabled), kann das Display nur explizit durch den Benutzer ein- oder ausgeschaltet werden (siehe Punkt „Display“).Mit der Schaltfläche [Enable] oder [Disable] können Sie die Screensaver-Funktionalität sofort aktivieren oder deaktivieren.Dies wirkt sich nicht auf den aktuellen Zustand des Displays aus – auch wenn der Screensaver aktiviert wird, ändert sich der Zustand des Displays erst nach Ablauf der Wartezeit, bzw. Druck auf Touchscreen/Tastatur.
Wait time (sec)Der Parameter „Wait time“ wird nur ausgewertet, wenn der Parameter „"Screensaver“ den Status „enabled“ hat. Ist dies der Fall, so gibt der Wert die Zeit in Sekunden an, nach deren Ablauf der Bildschirmschoner aktiviert wird.Sie können die Wait time ändern, indem Sie den Wert im Input-Feld ändern und auf die Schaltfläche [Change] klicken.Die Änderungen wirken sich sofort auf die nächste Aktivierung des Screensavers aus.

Tabelle 38: Beschreibung der Parameter Screensaver und Cleanmode der Seite „HMI Settings“

Cleanmode
Actual StateZeigt an, ob der Cleanmode aktuell aktiv oder nicht aktiv ist aktiv: grüner Haken und Text „on“nicht aktiv: rotes Kreuz und Text „off“Bei aktiviertem Cleanmode werden Berührungen am Touchscreen ignoriert. Der Cleanmode kann durch den Benutzer wieder ausgeschaltet werden; spätestens wird er nach der eingestellten Timeout-Zeit automatisch ausgeschaltet (und der Touchscreen damit wieder benutzbar).Auf der Webseite wird der aktuelle Wert zyklisch alle zwei Sekunden abgefragt und angezeigt (im Configtool wird nicht zyklisch, sondern nur einmalig abgefragt).Mit der Schaltfläche [Switch on] oder [Switch off] können Sie den Cleanmode aktivieren oder der aktive Cleanmode unterbrochen werden. Diese Eingaben wirken sich sofort aus.
Timeout (sec)Hier wird die Timeout-Zeit des Cleanmodes angezeigt, d.h. die Zeit, in der bei aktiviertem Cleanmode Berührungen am Touchscreen ignoriert werden.Sie können die Timeout-Zeit ändern, indem Sie den Wert im Input-Feld ändern und auf die Schaltfläche [Change] klicken.Die Änderungen wirken sich sofort auf die nächste Aktivierung des Cleanmodes aus (aber nicht bei einen bereits aktivierten Cleanmode).
VGA-Configuration
Hier wählen Sie für den verwendeten Monitor die grafische Auflösung für die DVI-I-Schnittstelle aus. Um Ihre Eingaben zu übernehmen, klicken Sie auf die Schaltfläche [SUBMIT]. Wird auf dem Monitor/Touchscreen nur ein dunkles Bild angezeigt, stimmt die gewählte Auflösung nicht mit der des Monitors/Touchscreen überein. Wählen Sie eine andere Auflösung aus.
Show mouse pointerHierüber blenden Sie den Mauszeiger auf dem Monitor aus oder ein.
Touchscreen Configuration
Device-NameHier wählen Sie einen über USB angeschlossenen Touchscreen (mouse dev) aus. Der I/O-IPC unterstützt keine seriell anzuschließende Touchscreens.Ist ein ausgewählter Touchscreen nicht mehr angeschlossen, erscheint für diesen der Hinweis „(not available)“.
Driver-NameHier wählen Sie einen Gerätetreiber für den zuvor ausgewählten Touchscreen aus.
Execute calibration of touchscreen at next startWenn Sie diese Option aktivieren, erscheint beim nächsten Start des I/O-IPC vor Ausführung des SPS-Programms eine Oberfläche zum Kalibrieren des Touchscreens.
Hinweis→TouchscreenIst kein Touchscreen am I/O-IPC angeschlossen, muss diese Option deaktiviert bleiben, da andernfalls das SPS-Programm nicht startet.
Keyboard Layout
GermanHier wählen Sie zwischen englisch- oder deutschsprachiger Tastaturbelegung der Linux-Konsole aus.

9.1.10 Seite „Administration“

Über die Seite „Administration“ speichern Sie sämtliche durchgeführten Einstellungen: auf einer CF-Karte, im internen Speicher des I/O-IPC oder auf einem USB-Speicher.

Tabelle 39: Beschreibung der Parameter der Seite „Administration“

Create bootable image from active partition (Internal Flash)
Select destinationWählen Sie das Speichermedium aus, worauf Sie das Image kopieren möchten. Entweder von der CF-Karte auf den intern Flash-Speicher oder auf einen USB-Speicher oder umgekehrt. Über die Schaltfläche [Start Copy] starten Sie den Kopiervorgang.
Configuration of Serial Interface
CODESYS DebugHier wählen Sie den Dienst für die serielle Schnittstelle aus. Zum Übernehmen der Einstellung klicken Sie auf die Schaltfläche [SUBMIT].
IO-Check
MODBUS RTUWARNUNG!Aktivierung der Betriebsart „Control-Mode“ in WAGO-IO-CHECK!Wago I/O-IPC-C6 - Seite „Administration“ - 1Bei Verwendung von WAGO-IO-CHECK können Sie in der Betriebsart „Control-Mode“ - unabhängig davon, ob Feldbus oder SPS-Funktionalitäten aktiviert oder deaktiviert sind - Prozessdaten und Parameter überschreiben. Dadurch können Maschinenkomponenten in einen gefährlichen Zustand versetzt sowie Personal und Maschine gefährdet werden.Vor Änderung der Parameter und vor Änderung von Prozessdaten bringen Sie die Maschinenkomponenten in einen definierten und sicheren Zustand und schalten Sie die übergeordnete Steuerung aus. Vergewissern Sie sich vor Inbetriebnahme, dass sich kein Personal im Gefahrenbereich der Maschinenkomponenten aufhält.
Linux Console
Free Port (CODESYS Libs)Die serielle Schnittstelle steht für eigene Anwendungen zur Verfügung, wie beispielsweise CODESYS-Projekte mit Verwendung der Bibliothek SysLibCom.lib oder SerComm.lib).
File system Check
Select DeviceHierüber führen Sie eine Prüfung des Dateisystems für eines aus der Liste gewählte Gerät durch. Zum Starten der Prüfung klicken Sie auf die Schaltfläche [Start Check]. Wurde bei der Prüfung ein Problem erkannt, wird eine entsprechende Fehlermeldung oben auf der Seite über „Configuration of Serial Interface“ angezeigt („Error while filecheck. If more ...“).
Start Backup System
Start Backup SystemHierüber schalten Sie den Bootloader um, damit er beim nächsten Neustart die andere Systempartition startet. Hier befindet sich noch die ältere Version der Firmware, wenn Sie vorher über die Seite „Firmware Update“ die System-Firmware wiederhergestellt haben.
Reboot IPC
Über die Schaltfläche [Start Reboot] führen Sie einen Neustart des I/O-IPC durch.

9.1.11 Seite „Package Server“

Über die Seite „Package Server“ kopieren Sie von der aktuellen Partition des I/O-IPC die Firmware als „Backup-Pakete“ auf Geräte, die am I/O-IPC angeschlossen sind. Ein „Update-Paket“ kann alle oder folgende der einzelne Bestandteile enthalten: Das CODESYS-Projekt, I/O-IPC-Einstellungen sowie das Dateisystem.

Tabelle 40: Beschreibung der Parameter der Seite „Package Server“

BackupHierüber können Sie Backups von der aktiven Partition Ihres IPC auf ein ausgewähltes Ziel veranlassen. In der Tabelle visualisiert ein Pfeil die Richtung des Backups – von der aktiven Partition werden die Pakete auf das ausgewählte Ziel gesichert.Die Erstellung der Backup-Dateien nimmt auf dem IPC einige Zeit in Anspruch. Nach dem Klicken der Schaltfläche [SUBMIT] erscheint eine Fortschrittsanzeige.
Active PartitionHier wird Ihnen die aktuell aktive Partition Ihres IPC angezeigt. Die Backups können nur von dieser ausgeführt werden.
PackagesHier können Sie per Checkbox die Pakete auswählen, für die Sie ein Backup anlegen möchten:All: Auswahl aller „Backup-Pakete“CODESYS Project: CODESYS-ProjektSettings: alle Einstellungen die u. a. über das WBM vorgenommen werden können, wie z.B.IP-Adressen, ETHERNET-Settings, HMI-Konfiguration,System: dic komplette System-Partition
DestinationHier können Sie das Ziel auswählen, auf das Ihre Backups abgelegt werden sollen. Dafür werden Ihnen alle derzeit angeschlossenen Speichermedien angezeigt, wie z.B. die CF-Karte, der interne Flash-Speicher und diverse USB-Speicher. Das derzeit aktive Medium (von dem aus das Backup erstellt wird) erscheint nicht in dieser Liste.Zusätzlich enthält die Liste den Punkt „Network“. Wenn dieser ausgewählt wird, erfolgt die Ablage der Backup-Dateien auf Ihrem Computer durch einen Download über das Netzwerk: Es kann dabei nur ein Paket in einem Durchgang übertragen werden. Sollte der Menupunkt „Network“ angewählt werden, sind die Auswahl mehrerer Pakete und die Checkbox „All“ nicht möglich. Nach dem Klicken der Schaltfläche [SUBMIT] und der Erstellung der Backup-Datei wird Ihnen Ihr Browser das Browser-typische Download-Fenster anzeigen, um die Datei in dem Dateisystem Ihres Rechners zu speichern. Entfernen Sie beim Speichern möglichst keine Text-Teile des vorgeschlagenen Dateinamens, sondern fügen etwas hinzu (Nummern o.ä.): Die Packages können im ersten Schritt (nur) über den Dateinamen zugordnet werden.Das Backup der Pakete „CODESYS“ und „System“ erzeugt komprimierte Speicher-Abbilder kompletter Partitionen. Das Settings-Backup hingegen wird mit Hilfe der Configtools erstellt und in einer Text-Datei abgelegt. Diese können Sie mit einem normalen Text-Editor betrachten und bei Bedarf auch von Hand ändern. Dafür sind allerdings genaue Kenntnisse darüber nötig, in welchem Format die einzelnen Configtools die Parameterwerte ablegen, bzw. benötigen.

Tabelle 40: Beschreibung der Parameter der Seite „Package Server“

Activate auto update featureWenn Sie Pakete mit dieser Funktion erstellen, werden die Pakete automatisch beim Starten des Geräts von dem Speichermedium (CF-Karte/USB-Speicher) auf das Gerät kopiert.
HinweisWago I/O-IPC-C6 - Seite „Package Server“ - 1SicherheitsabfrageEs erfolgt keine Sicherheitsabfrage beim Booten. Alle Daten auf dem Speichermedium (CF-Karte/USB-Speicher) werden automatisch auf das System kopiert: alte Daten/Programme werden überspielt.
Restore
Beim Restore werden die zuvor abgelegten Backups auf dem aktiven Medium des IPC eingespielt.Von der ausgewählten Quelle werden die Pakete in die aktive Partition eingespielt. Nach dem Restore der „System“-, „Settings“ oder „CODESYS“-Pakete wird der IPC automatisch neu gestartet.Der Restore des Systems bietet gegenüber den anderen Paketen noch die Besonderheit, dass hierfür eine extra Partition zur Verfügung steht. Die Backup-Dateien werden dort hin kopiert, und erst nach dem automatischen Neustart des IPC mit umgeschaltetem Bootloader aktiv. Dadurch steht die alte Version des Systems (solange die Funktion „Restore“ nicht ausgeführt wird) noch zur Verfügung und kann über die Funktion „Start Backup System“ auf der WBM-Seite „Administration“ wieder aktiviert werden.
SourceHier werden Ihnen alle als Quelle von Backup-Dateien möglichen Speicher-Medien angezeigt. Die derzeit aktive Partition – also das Ziel des Restores - erscheint nicht in der Liste, sondern wird ganz rechts in der Tabelle unter „active partition“ angezeigt.
PackagesIn dieser Liste können Sie über Checkboxen auswählen, welche(s) Paket(e) sie wieder herstellen möchten. Um alle Pakete anzuwählen, ist die Checkbox „All“ vorhanden.„Network“ ist auch beim Restore ein Sonderfall: hier sendet der Browser die Backup-Dateien von Ihrem Computer als Upload zum IPC. Sie müssen selber festlegen, welche Dateien dafür verwendet werden sollen. Wird „Network“ ausgewählt, erscheinen deshalb zusätzliche Eingabefelder für die Dateinamen jeder Backup-Datei. Nach einem Klick auf den Schaltfläche [Browse...] wird das Datei-Auswahl-Menu Ihres Browsers geöffnet und Sie können die gewünschte Datei auswählen. Anschließend wird überprüft, ob der Name der angegebenen Datei zu den Namenskonventionen passt, die der IPC beim Download vorgegeben hat. Ist dies nicht der Fall, wird eine Warnmeldung ausgegeben. Der Upload der Datei ist trotzdem möglich, aber um die Sicherheit an dieser Stelle zu erhöhen ist es – wie beim Punkt Backup erwähnt - sinnvoll, bereits beim Download die eigentlichen Dateinamen nicht zu verändern. Die Warnmeldung erscheint natürlich auch, wenn sie versehentlich eine vollkommen unpassende Datei ausgewählt haben, oder eine Backup-Datei, die nicht zu einem anderen Paket gehört. Bitte überprüfen Sie dies sorgfältig, bevor sie trotz Warnung die „Restore“-Funktion ausführen.Bei allen anderen Auswahlmöglichkeiten im Menu „Source“, wird die Webseite selbständig ermitteln, welche auf dem ausgewählten Source-Medium zur Verfügung stehen. Dies nimmt einige Zeit in Anspruch, weshalb Ihnen währenddessen (in der Box für die Paket-Auswahl), eine entsprechende Meldung angezeigt wird. Dieser Vorgang ist auch beim ersten Aufruf der Webseite nötig. Danach werden die Checkboxen der nicht vorhandenen Pakete ausgegraht.
Active PartitionHier wird Ihnen das aktuell aktive Medium angezeigt. Dieses ist immer das Ziel des Restore.

9.1.12 Seite „Mass Storage“

Auf der Seite „Mass Storage“ bekommen Sie Informationen über die für den IPC verfügbaren Massenspeicher-Medien und können diesbezüglich unterschiedlich Aktionen ausführen lassen. Für jedes verfügbare Medium wird eine eigene Tabelle angezeigt.

Tabelle 41: Beschreibung der Parameter der Seite „Mass Storage“

Mass Storage
Speichermedium/aktive PartitionIn der Tabellenüberschrift wird das Speichermedium angegeben, also „Internal Flash“, „CF Card“, „USB1“, etc. Falls dieses Medium gerade aktiv ist, wird dahinter der Text „Active Partition“ ausgegeben.
DeviceDer Name des Devices im Dateisystem des Betriebssystems.
Volume nameHier erscheint der Name des Speichermediums.
BootflagEine Grafik und ein entsprechender Text zeigen an, ob der Speicher „Bootable“ oder „Not bootable“ ist.Über die Schaltfläche [SET/RESET BOOTFLAG] rechts in der Tabellenzeile können Sie das Bootflag dementsprechend setzen oder rücksetzen.Der interne Flash-Speicher muss immer bootfähig bleiben; die Schaltfläche wird hier deshalb nicht angezeigt.
FAT format MediumÜber die Schaltfläche [START FORMATTING] starten Sie die Formatierung des Mediums mit (genau) einer Partition im FAT32-Format.ACHTUNG Wago I/O-IPC-C6 - Seite „Mass Storage“ - 1Löschen vorhandener DatenLöschen vorhandener DatenBeim Formatieren werden die vorhandenen Daten gelöscht.Die gerade aktive Partition und der interne Flash dürfen nicht formatiert werden. Der Button wird hier deshalb nicht angezeigt.
Volume nameDiesen Namen erhält die neu formatierte Partition Ihres Mediums. Linux benutzt diesen Namen z.B., um die Partition später einzubinden.

Hinweis

Wago I/O-IPC-C6 - Hinweis - 1

Begrenzte Anzahl von USB-Sticks

Es können maximal 8 am I/O-IPC angeschlossene USB-Sticks dargestellt und bearbeitet werden. Alle weiteren USB-Sticks werden als „Unknown Medium“ gelistet/dargestellt und können nicht vom System verwendet werden.

9.1.13 Seite „Downloads“

Auf der Seite können Sie aktuelle I/O-IPC-Firmware, Feldbussoftware, Programmlizenzen und Update-Scripte über die Schaltfläche [Browse...] im Dateisystem des PC suchen und über [Download] in den I/O-IPC importieren. Über die Schaltfläche [Activate] aktivieren Sie die neuen Daten im I/O-IPC.

9.1.14 Seite „Port“

Auf der Seite zur Protokoll-Konfiguration wählen Sie die Protokolle aus, die Sie zur Kommunikation verwenden möchten. Sie haben die Wahl zwischen den folgenden Protokollen:

  • Telnet
    Bei Verwendung der Linux-Konsole über ETHERNET

• CODESYS-Webserver Zur Verwendung der CODESYS-Web-Visualisierung

- FTP Zum Transfer von Dateien

• CODESYS Für den Zugriff auf CODESYS

Zum Übernehmen Ihrer Eingaben klicken Sie auf die Schaltfläche [SUBMIT].

9.1.15 Seite „MODBUS“

Auf der Seite ändern Sie die MODBUS-Einstellungen. Wählen Sie, ob Sie MODBUS-UDP und/oder MODBUS-TCP als Protokoll zum Prozessdatenaustausch verwenden möchten. Ferner stellen Sie auf dieser Seite auch das Time-out (MODBUS-TCP) ein. Zum Übernehmen Ihrer Eingaben klicken Sie auf die Schaltfläche [SUBMIT].

Tabelle 42: Beschreibung der Parameter der Seite „MODBUS“

MODBUS UDP
Enabled/DisabledHier aktivieren oder deaktivieren Sie das MODBUS-UDP-Protokoll.
MODBUS TCP
Enabled/DisabledHier aktivieren oder deaktivieren Sie das MODBUS-TCP-Protokoll.
Timeout (msec)Hier stellen Sie die Zeitspanne der MODBUS-TCP-Verbindung ein, nach der die Verbindung bei einer Unterbrechung der Kommunikation automatisch beendet wird.
MODBUS RTU
StateAnzeige der aktuellen MODBUS-Verbindung, die auf Seite „Administration“ ausgewählt wurde.
Node-IDAuswahl einer MODBUS-Node-ID im Bereich 1 – 247.
Timeout (msec)Hier stellen Sie die Zeitspanne der MODBUS-RTU-Verbindung ein, nach der die Verbindung bei einer Unterbrechung der Kommunikation automatisch beendet wird.
BaudrateHier wählen Sie die Übertragungsgeschwindigkeit der seriellen Schnittstelle aus.
DatabitsAuswahl der zu übertragenden Databits.
ParityAktivieren/deaktivieren der Übertragungsfehlererkennung.
Stop-BitsHier wählen Sie die Anzahl der Stoppbits aus.
Flow-ControlHier stellen Sie die Flusskontrolle für Hardware und Software.

9.1.16 Seite „SNMP“

Auf der Seite zur SNMP-Konfiguration verändern Sie Parameter für das „Simple Network Management Protocol“. Zum Übernehmen Ihrer Eingaben klicken Sie auf die Schaltfläche [SUBMIT] bzw. zum Löschen auf [DELETE].

Im Header eines SNMP-Paketes muss jeweils der „Community Name“ übertragen werden. Durch ihn wird eine Art Zugriffsrecht vergeben. Da dieser jedoch im Klartext übertragen wird, gilt SNMP in seinen ersten Versionen (v1 und v2c) als ein äußerst unsicheres Protokoll.

Der IPC unterstützt SNMP in den Versionen v1, v2c und v3.

v2c bietet gegenüber v1 ein paar zusätzliche Funktionen und mit v3 wurde die Verschlüsselung und eine verbesserte Authentifizierung eingeführt. Bei SNMP-v3 ist der Nachrichtenaustausch an Benutzer gebunden.

Tabelle 43: Beschreibung der Parameter der Seite „SNMP“

General SNMP Configuration
Hier werden allgemeine SNMP-Informationsdaten konfiguriert.
Name of deviceGerätename (sysName)
DescriptionGerätebeschreibung (sysDescription)
Physical locationStandort des Gerätes (sysLocation)
ContactE-Mail-Kontaktadresse (sysContact)
SNMP v1/v2c Manager Configuration
Protocol enabledHier dc-/aktivieren Sie das SNMP-Protokoll für v1/v2c.
Local Community NameHier geben Sie den Community-Namen für die SNMP-Manager-Konfiguration an. Über den Community-Namen können Beziehungen zwischen SNMP-Mangern und -Agenten eingerichtet werden, die jeweils als Community bezeichnet werden und die Identifizierung sowie den Zugriff zwischen den SNMP-Teilnehmern steuern.Der Community-Name darf max. 32 Zeichen lang sein und keine Leerzeichen enthalten.Um das SNMP-Protokoll verwenden zu können, muss immer ein gültiger Community-Name angegeben sein. Standard ist "public".
SNMP v1/v2c Trap Receiver Configuration
Hier wird Ihnen eine Liste mit den Daten aller konfigurierten „Trap Receiver“ für v1/v2c angezeigt. Die Anzahl der Receiver ist im I/O-IPC prinzipiell nicht begrenzt. Sie haben die Möglichkeit, die einzelnen konfigurierten Receiver über [DELETE] zu löschen. Am Ende der Liste finden Sie ein Formular, mit dem ein kompletter neuer Trap-Receiver angelegt werden kann. Die einzelnen Konfigurationsdaten der bereits bestehenden Receiver können nicht geändert werden.
IP AddressIP-Adresse des Trap-Empfängers (Management-Station).
Community NameHier geben Sie den Community-Namen für die Trap-Receiver-Konfiguration an. Der Community-Name kann durch den Trap-Empfänger ausgewertet werden.Der Community-Name darf max. 32 Zeichen lang sein und keine Leerzeichen enthalten.
VersionSNMP-Version, über welche die Traps gesendet werden sollen: v1 oder v2c (Traps über v3 werden in einem gesonderten Formular konfiguriert).

Tabelle 43: Beschreibung der Parameter der Seite „SNMP“

SNMP v3 Configuration
Hier wird Ihnen eine Liste aller konfigurierten v3-User angezeigt. Die Anzahl der User ist im I/O-IPC prinzipiell nicht begrenzt. Sie haben die Möglichkeit, die einzelnen User über [DELETE] zu löschen. Am Ende der Liste finden Sie ein Formular, mit dem ein neuer User angelegt werden kann. Die einzelnen Konfigurationsdaten der bereits bestehenden User können nicht geändert werden.
Security Authentication NameBenutzer-Name. Dieser muss eindeutig sein; ein bereits vorhandener Benutzer-Name wird bei der Neu-Eingabe nicht akzeptiert.Der Security-Authentication-Name darf max. 32 Zeichen lang sein und keine Leerzeichen enthalten..
Authentication TypeAuthentifizierungs-Typ für die SNMP-v3-Pakete. Mögliche Werte sind:- keine Authentifizierung benutzen („None“)- Message Digest 5 („MD5“)- Secure Hash Algorithm („SHA“)
Authentication Key(min. 8 char.)Schlüssel-String für die Authentifizierung.Der Authentification-Key darf mind. 8 und max. 32 Zeichen lang sein und keine Leerzeichen enthalten..
PrivacyVerschlüsselungs-Algorithmus für die SNMP-Nachricht.Mögliche Werte sind:- keine Verschlüsselung („None“)- Data Encryption Standard („DES“)- Advanced Encryption Standard („AES“)
Privacy Key(min. 8 char.)Schlüssel-String für die Verschlüsselung („Privacy“) der SNMP-Nachricht. Wird hier nichts angegeben, wird automatisch der „Authentication Key“ verwendet.Der Privacy-Key darf mind. 8 und max. 32 Zeichen lang sein und keine Leerzeichen enthalten..
Notification Receiver IPIP-Adresse eines Trap-Empfängers für v3-Traps. Falls für diesen User keine v3-Traps gescendet werden sollen, bleibt das Feld leer.

Auf der Seite wird die am I/O-IPC angeschlossene Busklemmenkonfiguration mit den Prozesswerten der einzelnen Busklemmen angezeigt.

Tabelle 44: Beschreibung der Parameter der Seite „I/O Configuration“

I/O configuration and values
PosPosition der am I/O-IPC angeschlossenen Busklemme. Passive Busklemmen erscheinen nicht im WBM (z. B. 750-600, -602, ...).
ModuleArtikelnummer der Busklemme oder Kurzbezeichnung.
TypeBeschreibung, um welche Busklemme es sich handelt (8DI, 4AO, ...).
ChannelAngabe der Klemmenposition und Kanalnummer der Busklemme.
ValuesAnzeige der Prozessdaten zum Zeitpunkt der letzten Aktualisierung der Seite „I/O Configuration“. Zur Anzeige der aktuellen Prozessdaten aktualisieren Sie die Seite.

9.1.18 Seite „WebVisu“

Auf der Seite „WebVisu“ wählen Sie aus, ob bei Eingabe der IP-Adresse des I/O-IPC das WBM oder die CODESYS-Web-Visualisierung erscheinen soll. Zum Speichern aller auf der Seite durchgeführten Einstellungen klicken Sie auf die Schaltfläche [SUBMIT]. Die Einstellungen sind erst nach einem Neustart oder Reset des I/O-IPC aktiv. Zur Anzeige der CODESYS-Web-Visualisierung aktualisieren Sie zudem den Internet-Browser.

Um wieder in das WBM zu gelangen, geben zusätzlich zu der IP-Adresse die Port-Nummer „:8080“ an: http://192.168.2.17:8080 (Socket-Adresse).

Weitere Informationen zu der CODESYS-Web-Visualisierung erhalten Sie im gleichnamigen Kapitel.

9.2 Konfiguration mit einem Terminalprogramm

Sie können den I/O-IPC sowohl über ETHERNET mittels Telnet als auch über die Linux-Konsole mittels der RS-232-Schnittstelle über das IPC-Configuration-Tool konfigurieren. Zum Aufruf des IPC-Configuration-Tools melden Sie sich bei beiden Varianten an der Linux-Konsole an und geben den Befehl ipcconfig ein. Siehe dazu Kapitel „Zugriff über Telnet“ und Kapitel „Zugriff über RS-232-Schnittstelle und Terminalprogramm“.

Wago I/O-IPC-C6 - Konfiguration mit einem Terminalprogramm - 1

text_image WAGO IPC Configuration Tool Main Menu 3. QUIT 1. Information 2. TCP/IP 3. Ethernet 4. NTP 5. Clock 6. WBM Users 7. HMI Settings 8. Administration 9. Downloads 10. Port 11. Modbus 12. Webserver Select an entry or q to quit

Abbildung 34: Zugriff auf das IPC-Configuration-Tool mittels Telnet

9.3 Konfiguration mit Touchscreen/Monitor und USB-Tastatur

Vorbereitung:

Sie haben einen Monitor an der DVI-I-Schnittstelle und eine Tatstatur an der USB-Schnittstelle des I/O-IPC angeschlossen. Siehe dazu Kapitel „Zugriff über Tastatur und Monitor (DVI- und USB-Schnittstelle)“.

Mittels der Tastenkombination [Alt] + [F3] öffnen Sie die 3. Konsole des I/O-IPC, auf der sich das IPC-Configuration-Tool befindet. Diese Linux-Konsole kann nicht beendet werden. Demnach besitzt „QUIT“ in der Navigationsleiste keine Funktion.

Wago I/O-IPC-C6 - Vorbereitung: - 1

text_image WAGO IPC Configuration Tool Main Menu 0. QUIT 1. Information 2. TCP/IP 3. Ethernet 4. NTP 5. Clock 6. WBM Users 7. HMI Settings 8. Administration 9. Downloads 10. Port 11. Modbus 12. Webserver Select an entry or q to quit

Abbildung 35: Startbild des „IPC Configuration Tool“

10 MODBUS/TCP

Das modulare Konzept der Serie 750 ermöglicht es, bis zu 250 (mit Klemmenbusverlängerung) Busklemmen an den I/O-IPC anzuschließen. Dieser variable Aufbau sowie die große Anzahl verschiedener Busklemmen verhindert jedoch eine statische Zuordnung von Ein- und Ausgangsdaten auf feste MODBUS-Adressen. Einzige Ausnahme sind die „digitalen“ MODBUS-Dienste. Bei ihnen ist die MODBUS-Adresse identisch mit der Kanalnummer, d. h., den 47ten digitalen Eingang findet man immer an MODBUS-Adresse „46“.

Durch das Hinzufügen oder Entfernen von Busklemmen verändert sich der Aufbau der Prozessabbilder und damit auch die MODBUS-Adressen der einzelnen Kanäle der Busklemmen.

Die MODBUS-Kommunikation wird mittels Dienstaufrufen durchgeführt. Dazu sendet der MODBUS-Master (Client) ein Request-Telegramm an Port 502 des MODBUS-Slaves (Server). Der MODBUS-Slave liefert das Ergebnis des Dienstaufrufes in einem Response-Telegramm an den MODBUS-Master zurück. Die wesentlichsten Elemente eines MODBUS/TCP-Telegramms sind:

Tabelle 45: Elemente eines MODBUS/TCP-Telegramms

BegriffBeschreibung
UnitIDKennzeichnung, welches Gerät angesprochen werden soll (
FunctionCode (FC)Dienstkennung: Lese- oder Schreiboperation auf Bits oder Words
AddressStartadresse der Operation
CountDienstabhängig die Anzahl Bits oder Words
[Data]Prozessdaten

Die Dienstkennung bzw. der „FunctionCode“ (FC) bestimmt zunächst, ob es sich um eine Lese- oder Schreiboperation handelt. Zusätzlich bestimmt sie den Grunddatentyp, auf den die Operation angewendet werden soll. Damit ist auch die Bedeutung der Parameter „Address“ und „Count“ abhängig vom Funktionscode. So kann „address :=3“ für ein Bit oder ein Word im Ein- oder Ausgangsprozessabbild stehen.

Das MODBUS/TCP-Protokoll basiert im Wesentlichen auf den folgenden Grunddatentypen:

Tabelle 46: MODBUS-Grunddatentypen

DatentypLängeBeschreibung
Discrete Inputs1 BitDigitale Eingänge
Coils1 BitDigitale Ausgänge
Input Register16 BitAnaloge Eingangsdaten
Holding Register16 BitAnaloge Ausgangsdaten

Für jeden Grunddatentyp sind ein oder mehrere „FunctionCodes“ definiert.

10.1 Prozessdaten des MODBUS-Servers

Über die Word-Dienste des MODBUS-Servers erreichen Sie den ersten analogen Aus- bzw. Eingang oder den digitalen, wenn kein analoger Ausgang vorhanden ist.

Eine Besonderheit beim Zugriff über MODBUS ist, dass Sie mit den „digitalen“ MODBUS-Diensten an der I/O-IPC-Adresse 0 immer auf den ersten digitalen Ausgang bzw. Eingang des Klemmbusprozessabbildes zugreifen, obwohl digitale und analoge Prozessdaten des I/O-IPC und der Busklemmen in einem Prozessabbild zusammengefasst sind. Informationen zur Länge der Prozessdaten erhalten Sie im Kapitel „Aufbau der Prozessdaten für MODBUS/TCP“.

WARNUNG

Wago I/O-IPC-C6 - WARNUNG - 1

Aktivierung der Betriebsart „Control-Mode“ in WAGO-IO-CHECK! Bei Verwendung von WAGO-IO-CHECK können Sie in der Betriebsart „Control-Mode“ - unabhängig davon, ob Feldbus oder SPS-Funktionalitäten aktiviert oder deaktiviert sind - Prozessdaten und Parameter überschreiben. Dadurch können Maschinenkomponenten in einen gefährlichen Zustand versetzt sowie Personal und Maschine gefährdet werden.

Vor Änderung der Parameter und vor Änderung von Prozessdaten bringen Sie die Maschinenkomponenten in einen definierten und sicheren Zustand und schalten Sie die übergeordnete Steuerung aus. Vergewissern Sie sich vor Inbetriebnahme, dass sich kein Personal im Gefahrenbereich der Maschinenkomponenten aufhält.

10.2 Zugriff auf das Prozessabbild über MODBUS

Die folgende Tabelle beschreibt die MODBUS-Funktionscodes, mit denen Sie auf die Adressbereiche des Prozessabbilds für die am Klemmenbus angeschlossenen Ein- und Ausgänge zugreifen:

Tabelle 47: MODBUS-Funktionscodes

FCNameBeschreibung
FC1Read coilsRücklesen mehrerer digitaler Ausgangswerte
FC2Read inputs discreteLesen mehrerer digitaler Eingangswerte
FC3Read holding registersLesen mehrerer analoger Ausgangswerte
FC4Read input registersLesen mehrerer analoger Eingangswerte
FC5Write coilSchreiben eines einzelnen digitalen Ausgangswerts
FC6Write single registerSchreiben eines einzelnen analogen Ausgangswerts
FC15Force multiple coilsSchreiben mehrerer digitaler Ausgangswerte
FC16Write multiple registersSchreiben mehrerer analoger Ausgangswerte
FC23Read/write multiple registersSchreib- und Leseoperation auf analoge Ein- und Ausgangswerte

Mit den Registerdiensten ermitteln oder verändern Sie die Zustände von Analogein- und -ausgangsklemmen für die folgenden Adressbereiche:

Tabelle 48: Lesen von Analogeingangsklemmen mittels FC3, FC4, FC23

MODBUS-AdresseAdressen in CODESYSBeschreibung
0x0000 – 0x00FF(0 – 255)%IW0 ... %IW255Lesen analoger oder digitalerEingangswerte.Physikalischer Adressraum derEingangsdaten von 256 Wörtern.
0x100 – 0x1FF(256 – 511)%QW256 bis %QW511Lesen der PFC-Variablen
0x1000 – 0x2FFF(4096 – 12287)Siehe MODBUS-KonfigurationsregisterMODBUS-Konfigurationsregister
0x3000 – 0x3FFF(12288 – 16384)oder einstellbar bis max.0xFFFF (65534)%MW0 ... %MW4095%MW0 ... %MW53247Retain-Speicher (8 kB)Nichtflüchtige SPS-VariablenRetain-Speicher (24 kB)Nichtflüchtige SPS-Variablen

Tabelle 49: Schreiben von Analogausgangsklemmen mittels FC6, FC16, FC23

MODBUS-AdresseAdressen in CODESYSBeschreibung
0x0000 – 0x00FF(0 – 255)%QW0 ... %QW255Schreiben analoger oder digitaler Ausgangswerte.Physikalischer Adressraum der Ausgangsdaten von 256 Wörtern.
0x100 – 0x1FF(256 – 511)%IW256 bis %IW511Schreiben der PFC-Variablen
0x1000 – 0x2FFF(4096 – 12287)Siehe MODBUS-KonfigurationsregisterMODBUS-Konfigurationsregister
0x3000 – 0x3FFF(12288 – 16384)oder einstellbar bis max.%MW0 ... %MW4095Retain-Speicher (8 kB)Nichtflüchtige SPS-Variablen
0xFFFF (65534)%MW0 ... %MW53247Retain-Speicher (24 kB)Nichtflüchtige SPS-Variablen

10.2.2 Bitdienste

Mit den digitalen Bitdiensten ermitteln oder verändern Sie die Zustände von Digitalein- und -ausgangsklemmen für die folgenden Adressbereiche:

Tabelle 50: Lesen von Digitaleingangsklemmen mittels FC1, FC2

MODBUS-AdresseAdressen in CODESYSBeschreibung
0x0000 – 0x01FF(0 – 511)%IX 0.0 ... %IX 32.15+ OffsetwertEingangsprozessabbildDie bitweise Adressierung bei MODBUS beginnt bei der ersten Digitaleingangsklemme am Klemmenbus. Bei Verwendung von Analogeingangsklemmen wird der Adressbereich, welcher durch diese belegt wird, von der Adressierung übersprungen (Offsetwert).
0x0400 – 0x0401(1024 – 1025)%IX2300.0 ... %IX2300.1Integrierte digitale Eingänge
0x3000 – 0x7FFF(12288 – 32750)%MX0.0 ... %MX1279.15Retain-Speicher (8 kB)Nichtflüchtige SPS-Variablen

Tabelle 51: Schreiben von Digitalausgangsklemmen mittels FC5, FC15

MODBUS-AdresseAdressen in CODESYSBeschreibung
0x0000 – 0x01FF(0 – 511)%QX 0.0 ... %QX 32.15+ Offsetwert512 digitale Ausgangsdaten.Die bitweise Adressierung bei MODBUS beginnt bei der erstenDigitalausgangsklemme am Klemmcnbus.Bei Verwendung vonAnalogausgangsklemmen wird der Adressbereich, welcher durch diese belegt wird, von der Adressierung übersprungen (Offsetwert).
0x0400 – 0x0401(1024 – 1025)%QX2300.0 ... %QX2003.1Integrierte digitale Ausgänge
0x3000 – 0x7FFF(12288 – 32750)%MX0.0 ... %MX1023.15Retain-Speicher (8 kB)Nichtflüchtige SPS-Variablen

10.3 Konfigurationsregister

Mittels der MODBUS-Konfigurationsregister können Sie den I/O-IPC konfigurieren und Informationen über diesen auslesen.

Tabelle 52: Konfigurationsregister

MODBUS-AdresseLänge [Word]ZugriffBeschreibung
0x1031(4145)3ReadMAC-Adresse der ETHERNET-Schnittstelle X8.
0x1034(4148)3ReadMAC-Adresse der ETHERNET-Schnittstelle X9.
0x1030(4144)1Read/writeHier stellen Sie die Zeitspanne der MODBUS/TCP-Verbindung ein, nach der die Verbindung bei einer Unterbrechung der Kommunikation automatisch beendet wird.

10.4 Adressierungsbeispiel

Folgendes Adressierungsbeispiel verdeutlicht den Zugriff auf das Prozessabbild:

Tabelle 53: Anordnung der Busklemmen für das Adressierungsbeispiel

I/O-IPC750-400750-554750-402750-504750-454750-650750-468750-600
12345678

Tabelle 36: Adressierungsbeispiel

BusklemmeEingangsdatenAusgangsdatenBeschreibung
TypC'FC3, FC4FC1, FC2FC6FC5
750-40010008 000002DI, 24 V, 3 ms:1. Digitaleingangsklemme mit einer Datenbreite von 2 Bit. Da die Analogeingangsklemmen bereits die ersten 8 Wörter des Eingangsprozessabbilds besetzen, belegen die 2 Bit die niederwertigsten Bits des 8. Wortes.
200001
750-5541000002AO, 4 – 20 mA:1. Analogausgangsklemme mit einer Datenbreite von 2 Wörtern. Diese belegt die ersten 2 Wörter im Ausgangsprozessabbild.
200001
750-40210008 000024DI, 24 V:2. Digitaleingangsklemme mit einer Datenbreite von 4 Bit. Diese werden zu den 2 Bit der 750-400 hinzugefügt und in das 8. Wort des Eingangsprozessabbilds abgelegt.
200003
300004
400005
750-50410000400004DO, 24 V:1. Digitalausgangsklemme mit einer Datenbreite von 4 Bit. Da die Analogausgangsklemme bereits die ersten 4 Wörter des Ausgangsprozessabbilds besetzt, belegen die 4 Bit die niederwertigsten Bits des 4. Wortes.
20001
30002
40003
750-454100002AI, 4 – 20 mA:1. Analogeingangsklemme mit einer Datenbreite von 2 Wörtern. Diese belegt die ersten 2 Wörter im Eingangsprozessabbild.
20001
750-6501000200002RS232, C 9600/8/N/1:Die serielle Schnittstellenklemme ist eine Analogeingangs- und -ausgangsklemme, die sich sowohl im Eingangsprozessabbild als auch im Ausgangsprozessabbild mit je 2 Wörtern darstellt.
000300003
750-468100044AI, 0 – 10 V S.E:2. Analogeingangsklemme mit einer Datenbreite von 4 Wörtern. Da die Analogein- und -ausgangsklemmen 750-454 und 750-650 bereits die ersten 4 Wörter des Eingangsprozessabbilds belegen, werden die 4 Wörter dieser Busklemme hinter den der anderen hinzugefügt.
20005
30006
40007

Tabelle 36: Adressierungsbeispiel

BusklemmeEingangsdatenAusgangsdatenBeschreibung
Typ C^* FC3, FC4FC1, FC2FC6FC5
750-600EndklemmeDie passive Endklemme 750-600 überträgt keine Daten.

Analogein- und -ausgangsklemmen

Digitalcin- und -ausgangsklemmen

*C: Nummer des Ein-/Ausgangs

11 Laufzeitumgebung CODESYS 2.3

11.1 Schreibweise logischer Adressen

Den Zugriff auf individuelle Speicherelemente gemäß IEC 61131-3 ist nur durch folgende Zeichen möglich:

Tabelle 54: Schreibweise logischer Adressen

PositionZeichenBezeichnungAnmerkungen
1%Startet absolute Adresse-
2IEingang
QAusgang
MMerker
3XEinzelbitDatenbreite
BByte (8 Bits)
WWort (16 Bits)
DDoppelwort (32 Bits)
4Adresse

Nachfolgend zwei Beispiele:

Adressierung wortweise %QW27 (28. Wort)

Adressierung bitweise %IX1.9 (10. Bit im Wort 2)

Geben Sie die Zeichenfolge der absoluten Adresse ohne Leerstellen ein. Das erste Bit eines Wortes hat die Adresse 0.

11.2 Zugriff auf die Prozessabbilder der Ein- und Ausgangsdaten über CODESYS 2.3

Die folgende Tabelle beschreibt die Möglichkeiten, mit denen Sie auf die Adressbereiche des Prozessabbilds für die am Klemmenbus und am Feldbus (nur bei I/O-IPCs mit Feldbusanschluss) angeschlossenen Ein- und Ausgänge zugreifen:

Tabelle 55: Zugriff auf die Prozessabbilder der Ein- und Ausgangsdaten über CODESYS

Speicher-bereichBeschreibungZugriff über MODBUS-TCPZugriff über die SPSLogischer Adressbereich
Eingangs-prozessabbildAbbild der lokalen Eingangsklemmen (Klemmenbus, Busklemme 1 bis 64*) im RAM.LesenLesenWort %IW 0 bis %IW255
Byte %IB 0 bis %IB511
Ausgangs-prozessabbildAbbild der lokalen Ausgangsklemmen (Klemmenbus, Busklemme 1 bis 64*) im RAM.SchreibenLesen/ SchreibenWort %QW 0 bis %QW255
Byte %QB 0 bis %QB511
Eingangs-prozessabbild der SPSAbbild der SPS-Eingangsvariablen im RAM. Der Zugriff mit MODBUS/TCP ist möglich.Lesen/ SchreibenLesenWort %IW256 bis %IW511
Byte %IB 512 bis %IB 1023
Ausgangs-prozessabbild der SPSAbbild der SPS-Ausgangsvariablen im RAM. Der Zugriff mit MODBUS/TCP ist möglich.LesenLesen/ SchreibenWort %QW256 bis %QW511
Byte %QB 512 bis %QB 1023
Integrierter digitaler EingangAbbild der digitalen I/O-IPC-Eingangsbits 0,1 im RAM.-LesenBit %IX 2300.0 bis %IX 2300.1
Integrierter digitaler AusgangAbbild der digitalen I/O-IPC-Ausgangsbits 0,1 im RAM.-Lesen/ SchreibenBit %QX 2300.0 bis %QX 2300.1
Feldbus-Eingangsvariablen**Eingangsvariablen des konfigurierten Feldbusses im RAM.-LesenWort %IW2400 bis %IW31750
Byte %IB4800 bis %IB65535
Feldbus-Ausgangsvariablen**Ausgangsvariablen des konfigurierten Feldbusses im RAM.-Schreiben/ LesenWort %QW2400 bis %QW31750
Byte %QB4800 bis %QB65535

Tabelle 55: Zugriff auf die Prozessabbilder der Ein- und Ausgangsdaten über CODESYS

Speicher-bereichBeschreibungZugriff über MODBUS-TCPZugriff über die SPSLogischer Adressbereich
Merker-Variablen8 kB remanenter Speicher im SRAM. Deklariert mit „AT %M“. Erweiterbar auf 24 kB.Lesen/ SchreibenLesen/ SchreibenWort %MW0 bis %MW 4095
Byte %MB0 bis %MB8190 (%MW12287)
Retain-VariablenSymbolisch adressierbarer Retain-Speicher im SRAM: 1023 kB-Lesen/ Schreiben-

* Mit der WAGO-Klemmenbusverlängerung ist die Nutzung von bis zu 250 Busklemmen möglich. ** Nur bei I/O-IPCs mit Feldbusanschluss

Die Gesamtgröße des Speichers für die Merker- und Retain-Variablen beträgt 1023 kB. Verwenden Sie eine bitorientierte Adressierung, beachten Sie, dass die Basisadresse wortbasierend ist. Die Bits befinden sich im Bereich 0 bis15.

WARNUNG

Wago I/O-IPC-C6 - WARNUNG - 1

Aktivierung der Betriebsart „Control-Mode“ in WAGO-IO-CHECK! Bei Verwendung von WAGO-IO-CHECK können Sie in der Betriebsart „Control-Mode“ - unabhängig davon, ob Feldbus oder SPS-Funktionalitäten aktiviert oder deaktiviert sind - Prozessdaten und Parameter überschreiben. Dadurch können Maschinenkomponenten in einen gefährlichen Zustand versetzt sowie Personal und Maschine gefährdet werden. Vor Änderung der Parameter und vor Änderung von Prozessdaten bringen Sie die Maschinenkomponenten in einen definierten und sicheren Zustand und schalten Sie die übergeordnete Steuerung aus. Vergewissern Sie sich vor Inbetriebnahme, dass sich kein Personal im Gefahrenbereich der Maschinenkomponenten aufhält.

Anpassen des remanenten Speicherbereichs

Beim Anlegen eines Projekts erscheint ein Konfigurationsfenster zur Auswahl des Zielsystems (siehe Kapitel „Anlegen eines Projekts und Auswahl des Zielsystems“).

  1. Zum Anpassen des remanenten Speicherbereichs klicken Sie im Konfigurationsfenster „Zielsystem Einstellungen“ auf der Registerkarte „Speicheraufteilung“.

  2. Tragen Sie in das Feld „Memory“ und „Retain“ folgende Werte ein:

• Remanenter Speicherbereich von 8 kB

Memory: 16#2000 (8 kB)

Retain: 16#FDF00 (1015 kB)

Summe: 16#FFF00 (1023 kB)

- Remanenter Speicherbereich von 16 kB

Memory: 16#4000 (16 kB)

Retain: 16#FBF00 (1007 kB)

Summe: 16#FFF00 (1023 kB)

- Remanenter Speicherbereich von 24 kB

Memory: 16#6000 (24 kB)

Retain: 16#F9F00 (999 kB)

Summe: 16#FFF00 (1023 kB)

Wago I/O-IPC-C6 - - Remanenter Speicherbereich von 24 kB - 1

text_image Zielsystem Einstellungen Ko#figuration: WAGD_758-876-000-110_P14 Zielplattform Speicheraufteilung Allgemein Netzfunktionen Visualisierung Basis Code: Global: Memory: Input: Output: Retain: Große 16#1000000 pro Segment 16#8000000 16#2000 16#10000 16#10000 16#FDF00 Bereich Maximale Anzahl von Bausteinen: 4096 Größe des gesamten Datenspeichers: 16#800C000 Voreinstellung OK Abbrechen

Abbildung 36: Anpassen des remanenten Speicherbereichs

11.3 Adressierungsbeispiel

Folgendes Adressierungsbeispiel verdeutlicht den Zugriff auf das Prozessabbild:

Tabelle 56: Anordnung der Busklemmen für das Adressierungsbeispiel

I/O-IPC750-400750-554750-402750-504750-454750-650750-468750-600
12345678

Tabelle 36: Adressierungsbeispiel

BusklemmeEingangsdatenAusgangsdatenBeschreibung
Typ C^a
750-4001%IX8.02DI, 24 V, 3 ms:1. Digitaleingangsklemme mit einer Datenbreite von 2 Bit. Da die Analogeingangsklemmen bereits die ersten 8 Wörter des Eingangsprozessabbilds besetzen, belegen die 2 Bit die niederwertigsten Bits des 8. Wortes.
2%IX8.1
750-5541%QW02AO, 4 - 20 mA:1. Analogausgangsklemme mit einer Datenbreite von 2 Wörtern. Diese belegt die ersten 2 Wörter im Ausgangsprozessabbild.
2%QW1
750-4021%IX8.24DI, 24 V:2. Digitaleingangsklemme mit einer Datenbreite von 4 Bit. Diese werden zu den 2 Bit der 750-400 hinzugefügt und in das 8. Wort des Eingangsprozessabbilds abgelegt.
2%IX8.3
3%IX8.4
4%IX8.5
750-5041%QX4.04DO, 24 V:1. Digitalausgangsklemme mit einer Datenbreite von 4 Bit. Da die Analogausgangsklemme bereits die ersten 4 Wörter des Ausgangsprozessabbilds besetzt, belegen die 4 Bit die niederwertigsten Bits des 4. Wortes.
2%QX4.1
3%QX4.2
4%QX4.3
750-4541%IW02AI, 4 - 20 mA:1. Analogeingangsklemme mit einer Datenbreite von 2 Wörtern. Diese belegt die ersten 2 Wörter im Eingangsprozessabbild.
2%IW1
750-6501%IW2RS232, C 9600/8/N/1:Die serielle Schnittstellenklemme ist eine Analogeingangs- und -ausgangsklemme, die sich sowohl im Eingangsprozessabbild als auch im Ausgangsprozessabbild mit je 2 Wörtern darstellt.
%IW3
%QW2
%QW3
750-4681%IW44AI, 0 - 10 V S.E:2. Analogeingangsklemme mit einer Datenbreite von 4 Wörtern. Da die Analogein- und -ausgangsklemmen 750-454 und 750-650 bereits die ersten 4 Wörter des Eingangsprozessabbilds belegen, werden die 4 Wörter dieser Busklemme hinter den der anderen hinzugefügt.
2%IW5
3%IW6
4%IW7

Tabelle 36: Adressierungsbeispiel

BusklemmeEingangsdatenAusgangsdatenBeschreibung
TypC*
750-600EndklemmDec passive Endklemme 750-600 überträgt keine Daten.

Wago I/O-IPC-C6 - Adressierungsbeispiel - 1
*C: Nummer des Ein-/Ausgangs

11.4 Installieren des Programmiersystems CODESYS 2.3

Die Installation von CODESYS umfasst zusätzlich die WAGO-Targetfiles. Diese beinhalten alle gerätespezifischen Informationen für die WAGO-Produktserien 750/758.

Gehen Sie wie nachfolgend beschrieben vor, um die Programmiersoftware CODESYS 2.3 auf dem I/O-IPC zu installieren.

  1. Legen Sie die CD-ROM „WAGO-I/O-PRO CAA“ in Ihr Computerlaufwerk ein.
  2. Zur Installation des Programmiersystems folgen Sie den Anweisungen, die auf Ihrem Bildschirm erscheinen. Bei erfolgreicher Installation erscheint das CODESYS-Piktogramm auf Ihrem Desktop.

11.5 Das erste Programm mit CODESYS 2.3

Dieses Kapitel erläutert anhand eines Beispiels die relevanten Schritte, die Sie zur Erstellung eines CODESYS-Projekts benötigen. Es dient als Schnellstartanleitung und beinhaltet nicht den vollen Funktionsumfang von CODESYS 2.3.

Information

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Weitere Informationen

Eine detaillierte Beschreibung des vollen Funktionsumfangs entnehmen Sie bitte dem Handbuch „Handbuch für die SPS-Programmierung mit CODESYS 2.3“ auf der CD „WAGO-I/O-PRO CAA“ (759-911).

11.5.1 Starten Sie das Programmiersystem CODESYS

Starten Sie CODESYS durch einen Doppelklick auf das CODESYS-Piktogramm auf Ihrem Desktop oder über das über das Startmenü Ihres Betriebssystems.

Klicken Sie dazu auf die Schaltfläche „Start“ und wählen Programme > WAGO Software > CODESYS for Automation Alliance > CODESYS V2.3.

11.5.2 Anlegen eines Projekts und Auswahl des Zielsystems

  1. Klicken Sie in der Menüleiste auf Datei und wählen Sie Neu. Es öffnet sich das Fenster „Zielsystem Einstellung“. Hier sind alle verfügbaren Zielsysteme aufgelistet, die sich mit CODESYS 2.3 programmieren lassen.

  2. Öffnen Sie das Auswahlfeld des Fensters „Zielsystem Einstellung“ und wählen Sie den von Ihnen verwendeten I/O-IPC aus. In diesem Beispiel ist es der I/O-IPC vom Typ PROFIBUS-Master „WAGO_758-876-000-111“.

  3. Klicken Sie auf die Schaltfläche [OK]. Es öffnet sich das Konfigurationsfenster „Zielsystem Einstellungen“.

Wago I/O-IPC-C6 - Anlegen eines Projekts und Auswahl des Zielsystems - 1

text_image Zielsystem Einstellungen Configuration: None WAGO_758-874-000-112 WAGO_758-875-000-110 WAGO_758-875-000-111 WAGO_758-875-000-112 WAGO_758-876-000-110 WAGO_758-876-000-111 WAGO_758-876-000-112 WAGO_OC_750-806 WAGO_OC_750-819

Abbildung 37: Zielsystem-Einstellungen (1)

  1. Zum Übernehmen der Standardkonfiguration für den I/O-IPC klicken Sie auf die Schaltfläche [OK]. Es öffnet sich das Fenster „Neuer Baustein“.

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text_image Zielsystem Einstellungen Kofiguration: WAGO_758-876-000-111 Zielplattform Speicheraufteilung Allgemein Netzfunktionen Visualisierung Platform: Intel 386 compatible Fließkommaprozessor Voreinstellung OK Abbrechen

Abbildung 38: Zielsystem-Einstellungen (2)

  1. Legen Sie im Fenster „Neuer Baustein“ ein Programmbaustein an. In diesem Beispiel wird ein neuer Baustein „PLC_PRG“ in der Programmiersprache „ST“ angelegt.

  2. Klicken Sie auf [OK], um das Projekt zu erzeugen. Es öffnet sich die Programmieroberfläche.

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text_image Neuer Baustein Name des Bausteins: Typ des Bausteins Programm Funktionsblock Funktion Rückgabetyp: BOOL PLC PRG Sprache des Bausteins AWL KOP FUP AS SI CFC OK Abbrechen

Abbildung 39: Anlegen eines neuen Bausteins

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text_image CoDeSys - (Unbenannt)* - [PLC_PRG (PRG-ST)] Datei Bearbeiten Projekt Einfügen Extras Online Fenster Hilfe Bausteine PLC_PRG (PRG) 0001 PROGRAM PLC_PRG 0002 VAR 0003 END_VAR 0004 0001 0002 0003 0004 0005 0006

Abbildung 40: Programmicroberfläche mit dem Programmbaustein PLC_PRG

11.5.3 Anlegen der Steuerungskonfiguration

Hinweis

Wago I/O-IPC-C6 - Hinweis - 1

Vorgehensweise bei Anlegen der Steuerungskonfiguration

Verwenden Sie einen I/O-IPC mit einem Feldbusanschluss, dann gehen Sie zum Anlegen der Steuerungskonfiguration vor, wie im Kapitel „CANopen-Master in CODESYS 2.3“ bzw. „PROFIBUS-Master in CODESYS 2.3“ beschrieben.

Bei einer I/O-IPC-Variante ohne Feldbusanschluss gehen Sie entsprechend diesem Kapitel vor.

Die Steuerungskonfiguration dient dazu, den I/O-IPC mit den daran angeschlossenen Busklemmen zu konfigurieren und Variablen zu deklarieren, um auf die Ein- oder Ausgänge der Busklemmen zuzugreifen. Gehen Sie dazu folgendermaßen vor:

  1. Klicken Sie auf der Registerkarte „Ressourcen“.

Wago I/O-IPC-C6 - Vorgehensweise bei Anlegen der Steuerungskonfiguration - 1

text_image CoDeSys - (Unbenannt)* - [PLC_PRG (PRG-ST)] Datei Bearbeiten Projekt Einfügen Extras Online Fenster Hilfe Ressourcen Bibliothek lecsfc.lib 18.10.04 06:23:28: Globale Vari Bibliothek Standard.lib 18.10.04 06:23:28: Globale V Bibliothek SYSLIBCALLBACK.LIB 18.10.04 06:23:28 Globale Variablen Alarmkonfiguration Arbeitsbereich Bibliotheksverwalter Logbuch Parameter-Manager PLC - Browser Steuerungskonfiguration Taskkonfiguration Traceaufzeichnung Watch- und Rezepturverwalter Zielsystemeinstellungen BAuste... Datent... Visualis Ressou...

Abbildung 41: Registerkarte „Ressourcen“

  1. Klicken Sie im linken Fenster mit einem Doppelklick auf „Steuerungskonfiguration“. Es öffnet sich die Steuerungskonfiguration des I/O-IPC.

  2. Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf den Eintrag „K-Bus[Fix]“ und wählen Sie im Kontextmenü „Bearbeiten“.

Wago I/O-IPC-C6 - Vorgehensweise bei Anlegen der Steuerungskonfiguration - 2

text_image uration.pro - [Steuerungskonfiguration] ras Online Fenster Hilfe PLC Configuration K-Bus (* J 0750-9 0750-9 Bearbeiten Element ersetzen Löschen Entf Generic[VAR] Generic[VAR] Internal Dig: Fieldbus variables[FIX] Flag variables[FIX]

Abbildung 42: Steuerungskonfiguration: Bearbeiten

  1. Es öffnet sich der Dialog „Konfiguration“.

Wago I/O-IPC-C6 - Vorgehensweise bei Anlegen der Steuerungskonfiguration - 3

text_image Konfiguration Ein-/Ausgänge Pos. Artikelnummer Bezeichnung Konmenter 1 750-9999/500-... 8 DO Generic 2 750-9999/400-... 8 DI Generic 750-9999/500-008 - 8 DO Generic Name Adresse Typ Konmenter

Abbildung 43: Konfiguration

  1. Um die Konfiguration vorzunehmen oder zu ändern, können Sie mit der Schalfläche [Hinzufügen] neue Busklemmen hinzufügen.

Wago I/O-IPC-C6 - Vorgehensweise bei Anlegen der Steuerungskonfiguration - 4

text_image Configuration Ein-/Ausgänge 750-9999/500-008 - 8 DO Generic Pos. Artikelnummer Bezeichnung Kommentar 1 750-9999/500-... 8 DO Generic 2 750-9999/400-... 8 DI Generic Name Adresse Typ Kommentar

Abbildung 44: Schaltfläche „Busklemmen hinzufügen“

  1. Im neu erscheinenden Fenster „Modulauswahl“ können Sie nun die gewünschten Module auswählen.

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text_image Modulauswahl Modul-Katalog Filter 075x-1 Digital Input Counter Analog Input Special Interface Digital Output Analog Output Serial Interface gewählte Module OK Abbrechen

Abbildung 45: Fenster „Modulauswahl“

  1. Die Position einer Busklemme verändern Sie, indem Sie diese markieren und mittels der Pfeil-Tasten am rechten Rand des Fensters nach oben oder nach unten verschieben.

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text_image Konfiguration Ein-/Ausgänge | Bus Einstellungen | Pos. Artikelnummer Bezeichnung Kommentar 1 750-402 4 D1 24 V DC 3.0ms 2 750-504 4 DO 24/DC 0.5A 750-402 - 4 DI 24 V DC 3.0ms Name Adresse Typ Kommentar %DX0.0 BOOL Ch_1 Digital input %DX0.1 BOOL Ch_2 Digital input %DX0.2 BOOL Ch_3 Digital input %DX0.3 BOOL Ch_4 Digital input OK Abbrechen

Abbildung 46: I/O-Konfigurator mit eingetragenen Busklemmen

  1. Im rechten Teil des Konfigurationsfensters werden die einzelnen Ein- bzw. Ausgänge der jeweils ausgewählten Busklemme angezeigt. Hier können Sie in der Spalte „Name“ für jeden Ein- und Ausgang eine eigene Variable deklarieren. z. B. „Ausgang_1“, „Ausgang_2“, „Eingang_1“, „Eingang_2“.

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text_image Kurfiguration Ein-/Ausgänge | KBus Einstellungen | Pos. Antikolinnummer Bezeichnung Kommentar 1 750-9999/500-... 8 DO Generic 2 750-9999/400-... 8 DI Generic 750-9999/500-008 - 8 DO Generic Name Adresse Typ Kommentar Ausgang_1 %CX0.0 BOOL A 1: Digital Ausgang Aus %CX0.1 BOOL A 2: Digital Ausgang %CX0.2 BOOL A 3: Digital Ausgang %CX0.3 BOOL A 4: Digital Ausgang %CX0.4 BOOL A 5: Digital Ausgang %CX0.5 BOOL A 6: Digital Ausgang %CX0.6 BOOL A 7: Digital Ausgang %CX0.7 BOOL A 8: Digital Ausgang OK Abbrechen

Abbildung 47: Variablendeklaration

  1. Zum Beenden des I/O-Konfigurators klicken Sie auf [OK].

  2. In der Steuerungskonfiguration erscheinen unter „K-Bus[FIX]“ die eingefügten Busklemmen mit den dazugehörigen festen Adressen und die ggf. vorher eingestellten Variablennamen.

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text_image Steuerungskonfiguration X-Bus (* IPC-PE PROFIBUS DP Master *) [FIX] 0750-9395/0500-0008 B DO Generic[VAR] → Ausgang_1 AT %OX0 0: BOOL; (* Ch_1 Digital output *) [CHANNEL (O)] → Ausgang_2 AT %OX0 1: BOOL; (* Ch_2 Digital output *) [CHANNEL (Q)] → AT %OX0.2: BOOL; (* Ch_3 Digital output *) [CHANNEL (O)] → AT %OX0.3: BOOL; (* Ch_4 Digital output *) [CHANNEL (Q)] → AT %OX0.4: BOOL; (* Ch_5 Digital output *) [CHANNEL (Q)] → AT %OX0.5: BOOL; (* Ch_6 Digital output *) [CHANNEL (Q)] → AT %OX0.6: BOOL; (* Ch_7 Digital output *) [CHANNEL (Q)] → AT %OX0.7: BOOL; (* Ch_8 Digital output *) [CHANNEL (Q)] 0750-9395/0400-0008 B DI Generic[VAR] → Eingang_1 AT %IX0 0: BOOL; (* Ch_1 Digital input *) [CHANNEL (I)] → Eingang_2 AT %IX0 1: BOOL; (* Ch_2 Digital input *) [CHANNEL (I)] → AT %IX0.2: BOOL; (* Ch_3 Digital input *) [CHANNEL (I)] → AT %IX0.3: BOOL; (* Ch_4 Digital input *) [CHANNEL (I)] → AT %IX0.4: BOOL; (* Ch_5 Digital input *) [CHANNEL (I)] → AT %IX0.5: BOOL; (* Ch_6 Digital input *) [CHANNEL (I)] → AT %IX0.6: BOOL; (* Ch_7 Digital input *) [CHANNEL (I)] → AT %IX0.7: BOOL; (* Ch_8 Digital input *) [CHANNEL (I)] Internael Digital I/O[FIK] Fieldbus variables[FIK] Flag variables[FIK]

Abbildung 48: Steuerungskonfiguration: Busklemmen mit den dazugehörigen Adressen

11.5.4 Editieren des Programmbausteins

Zum Editieren des Programmbausteins PLC_PRG wechseln Sie auf der Registerkarte „Baustein“ und klicken Sie mit einem Doppelklick auf den Programmbaustein PLC_PRG.

Wago I/O-IPC-C6 - Editieren des Programmbausteins - 1

text_image CoDeSys - (Unbenannt)* - [PLC_PRG (PRG-ST)] Datei Bearbeiten Projekt Einfügen Extras Online Fenster Hilfe Bausteine PLC_PRG (PRG) 0001 PROGRAM PLC_PRG 0002 VAR 0003 END_VAR 0004 0001 0002 0003 0004 0005 0006

Abbildung 49: Programmbaustein

Folgendes Beispiel soll das Editieren des Programmbausteins verdeutlichen. Dazu wird ein Eingang einem Ausgang zugewiesen:

  1. Drücken Sie [F2], um die Eingabehilfe zu öffnen, oder Sie klicken auf die rechte Maustaste und wählen aus dem Kontextmenü „Eingabehilfe“.

Wago I/O-IPC-C6 - Editieren des Programmbausteins - 2

text_image Eingabehilfe ST-Operatoren ST-Schlüsselworte Standard-Funktionen Definierte Funktionen Standard-Funktionsblöcke Definierte Funktionsblöcke Lokale Variablen Globale Variablen Standard-Programme Definierte Programme System-Variablen Konvertierungen Enumerationswerte Globale Variablen DIN1 (BOOL) DIN2 (BOOL) DOUT1 (BOOL) DOUT2 (BOOL) KBus_DI_01 (BOOL) KBus_DI_02 (BOOL) KBus_DI_03 (BOOL) KBus_DI_04 (BOOL) KBus_DO_01 (BOOL) KBus_DO_02 (BOOL) KBus_DO_03 (BOOL) KBus_DO_04 (BOOL) D:\PROGRAMME\WAGO SOFTWARE\CODESYS V2 Strukturierte Darstellung OK Abbrechen

Abbildung 50: Eingabehilfe zur Auswahl der Variablen

  1. Selektieren Sie unter „Globale Variablen“ die zuvor deklarierte Variable „K-Bus_Do_01“ und klicken Sie zum Einfügen dieser auf [OK].
  2. Geben Sie hinter dem Variablennamen die Zuweisung:= ein.
  3. Wiederholen Sie Schritt 2 für die Variable „K-Bus_DI_01“.

Wago I/O-IPC-C6 - Editieren des Programmbausteins - 3

text_image CoDeSys - (Unbenannt)* - [PLC_PRG (PRG-ST)] Datei Bearbeiten Projekt Einfügen Extras Online Fenster Hilfe Bausteine PLC_PRG (PRG) 0001 PROGRAM PLC_PRG 0002 VAR 0003 END_VAR 0004 0001 K-Bus_Do_01:=KBus_DI_01; 0002 0003 0004 0005 0006 Bauste... Datent... Visualis... Ressou...

Abbildung 51: Beispiel einer Zuweisung

  1. Zum Kompilieren klicken Sie in der Menüleiste auf Projekt > Alles Übersetzen.

11.5.5 SPS-Programm in den I/O-IPC laden und ausführen (ETHERNET)

Voraussetzung:

Die Simulation ist deaktiviert (Online > Simulation).

Sie haben den PC über ein ETHERNET-Kabel (RJ-45) mit der ETHERNET-Schnittstelle des I/O-IPC verbunden. Siehe dazu Kapitel „ETHERNET-Schnittstellen (X8, X9)“.

  1. Klicken Sie in der Menüleiste auf Online und wählen Sie Kommunikationsparameter ... Es öffnet sich das Fenster „Kommunikationsparameter“.

  2. Zum Auswählen einer Kommunikationsverbindung klicken Sie im Fenster „Kommunikationsparameter“ auf [Neu]. Es öffnet sich das Fenster zum Anlegen einer Kommunikationsverbindung.

Wago I/O-IPC-C6 - Voraussetzung: - 1

text_image Kommunikationsparameter Kanäle 'localhost' über Tcp/lp Name Wert Kommentar OK Abbrechen Neu... Löschen Gateway... Aktualisieren

Abbildung 52: Anlegen einer Kommunikationsverbindung 1

  1. Geben Sie im Feld „Name“ eine beliebige Bezeichnung für Ihren I/O-IPC ein und klicken Sie auf „Tcp/Ip...“. Klicken Sie anschließend auf [OK].

Wago I/O-IPC-C6 - Voraussetzung: - 2

text_image Kommunikationsparameter: Neuer Kanal Name 'localhost' über Tcp/lp Gerät Name Info Serial (RS232) 3S Serial RS232 driver Tcp/lp (Level 2 Route) 3S Tcp/lp Level 2 Router Driver OK Abbrechen

Abbildung 53: Anlegen einer Kommunikationsverbindung 2

  1. Tragen Sie innerhalb des Fensters „Kommunikationsparameter“ im Feld „Address“ die IP-Adresse Ihres I/O-IPC ein und ändern Sie den Wert unter „Port“ auf 1200. Drücken Sie anschließend die Eingabetaste auf ihrer PC-Tastatur. Zum Schließen des Fensters klicken Sie in diesem auf [OK]. Zum Auswählen eines bereits angelegten I/O-IPC selektieren Sie diesen im linken Fenster und klicken Sie anschließend auf [OK].

Wago I/O-IPC-C6 - Voraussetzung: - 3

text_image Kommunikationsparameter Kanäle 'localhost' über Tcp/lp I/O-IPC_Maschineabsc Tcp/lp (Level 2 Route) Name Wert Kommentar Address 192.168... IP address or hostname Port 1200 TargetId 0 Motorola byteorder No OK Abbrechen Neu... Löschen Gateway... Aktualisieren

Abbildung 54: Anlegen einer Kommunikationsverbindung 3

  1. Übertragen Sie das SPS-Programm, indem Sie in der Menüleiste auf Online klicken und Einloggen wählen.
  2. Vergewissern Sie sich, dass sich der Run/Stopp-Schalter des I/O-IPC in Position „Run“ befindet.
  3. Starten Sie das SPS-Programm, indem Sie in der Menüleiste auf Online > Start klicken.

11.5.6 SPS-Programm in den I/O-IPC laden und ausführen (RS-232)

Voraussetzung:

Die Simulation ist deaktiviert (Online > Simulation).

Sie haben den PC über ein Nullmodemkabel mit der seriellen Schnittstelle des I/O-IPC verbunden. Siehe dazu Kapitel „Zugriff über RS-232-Schnittstelle und Terminalprogramm“.

  1. Wählen Sie im WBM oder über das IPC-Configuration-Tool für die Schnittstelle RS-232 CODESYS aus. Siehe dazu Kapitel „Seite Administration“.

  2. Klicken Sie in der Menüleiste auf Online und wählen Sie Kommunikationsparameter ... Es öffnet sich das Fenster „Kommunikationsparameter“.

  3. Zum Auswählen einer Kommunikationsverbindung klicken Sie im Fenster „Kommunikationsparameter“ auf [Neu]. Es öffnet sich das Fenster zum Anlegen einer Kommunikationsverbindung.

Wago I/O-IPC-C6 - Voraussetzung: - 1

text_image Kommunikationsparameter: Neuer Kanal Name 'localhost' über Tcp/lp. Gerät Name Info Serial (RS232) 3S Serial RS232 driver Tcp/lp (Level 2 Route) 3S Tcp/lp Level 2 Router Driver < < > OK Abbrechen

Abbildung 55: Anlegen einer Kommunikationsverbindung (RS-232) 1

  1. Geben Sie im Feld „Name“ eine beliebige Bezeichnung für Ihren I/O-IPC ein und klicken Sie auf „Serial (RS232)“. Klicken Sie anschließend auf [OK].

  2. Klicken Sie im Fenster „Kommunikationsparameter“ auf [Gateway] und wählen Sie für die Kommunikationsverbindung den Parameter „lokal“ aus. Zum Schließen der Fenster klicken Sie auf [OK].

Wago I/O-IPC-C6 - Voraussetzung: - 2

text_image Kommunikationsparameter Kanäle localhost' über Tcp/lp localhost' über Tcp WAGO_IPC dos20 WAGO_IPC WAGO_IPC_Serell Serial (RS232) Name Wert Kommentar Port COM1 Baudrate 115200 Parity Even Stop bits 1 Motorola byteorder No Flow Control Off OK Abbrechen Neu... Löschen

Abbildung 56: Anlegen einer Kommunikationsverbindung (RS-232) 2

  1. Geben Sie folgende Kommunikationsparameter der RS-232-Schnittstelle ein:

• Baudrate: 115200 bit/s
- Parity: Even
- Stop Bits: 1
- Motorolla Byteorder: No
- Flow Control: Off

  1. Übertragen Sie das SPS-Programm, indem Sie in der Menüleiste auf Online klicken und Einloggen wählen.
  2. Vergewissern Sie sich, dass sich der Run/Stopp-Schalter des I/O-IPC in Position „Run“ befindet.
  3. Starten Sie das SPS-Programm, indem Sie in der Menüleiste auf Online > Start klicken.

11.5.7 Boot-Projekt erzeugen

Damit nach einem Neustart des I/O-IPC das SPS-Programm wieder automatisch startet, erzeugen Sie ein Boot-Projekt. Wählen Sie dazu in der Menüleiste Online > Bootprojekt erzeugen. Beachten Sie, dass Sie noch in CODESYS angemeldet („eingeloggt“) sind.

Hinweis

Wago I/O-IPC-C6 - Hinweis - 1

Boot-Projekt automatisch laden

Darüber hinaus können Sie das Boot-Projekt automatisch beim Start des I/O-IPC laden. Klicken Sie auf die Registerkarte „Ressourcen“ und öffnen Sie die „Zielsystemeinstellungen“. Wählen Sie die Karteireiter „Allgemein“ aus und wählen „Bootprojekt automatisch laden“.

Wenn ein Bootprojekt (DEFAULT.PRG.und DEFAULT.CHK) unter /home/codesys vorhanden ist und der Schalter „Run/Stop“ des I/O-IPC auf „Run“ steht, beginnt der I/O-IPC automatisch mit der Abarbeitung des SPS-Programms. Steht dieser auf „Stop“, wird das SPS-Programm nicht gestartet.

Wenn ein SPS-Programm im I/O-IPC läuft, startet ein SPS-Task mit dem Lesen der Feldbusdaten (nur bei I/O-IPCs mit Feldbusanschluss), der Daten der integrierten Ein- und Ausgänge und der Busklemmen. Die im SPS-Programm geänderten Ausgangsdaten werden nach Abarbeitung der SPS-Task aktualisiert. Ein Wechsel der Betriebsart („Stop/Run“) wird nur am Ende eines SPS-Tasks durchgeführt. Die Zykluszeit umfasst die Zeit vom Start des SPS-Programms bis zum nächsten Start. Wird eine größere Schleife innerhalb eines SPS-Programms programmiert, verlängert sich die Task-Zeit entsprechend. Die Eingänge und Ausgänge werden während der Abarbeitung nicht aktualisiert. Diese Aktualisierungen finden nur am Ende eines SPS-Tasks statt.

11.6 Anlegen von Task-Prioritäten

Mit der Task-Konfiguration stellen Sie das Zeitverhalten und die Priorität einzelner Programmbausteine ein.

Hinweis

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Watchdog

In einem Anwenderprogramm ohne Task-Konfiguration gibt es keinen Watchdog, der die Zykluszeit des Anwenderprogramms (PLC_PRG) überwacht.

Legen Sie eine Task-Konfiguration folgendermaßen an:

  1. Zum Öffnen der Task-Konfiguration klicken Sie mit einem Doppelklick auf „Taskkonfiguration“ in der Spalte „Ressource“.

Wago I/O-IPC-C6 - Watchdog - 1

text_image CoDeSys - (Unbenannt)* - [Taskkonfiguration] Datei Bearbeiten Projekt Einfügen Extras Online Fenster Hilfe Ressourcen Bibliothek lecsfc.lib 18.10.04 06:23:28: Globale Van Bibliothek Standard.lib 18.10.04 06:23:28: Globale V Bibliothek SYSLIBCALLBACK.LIB 18.10.04 06:23:28 Globale Variablen Alarmkonfiguration Arbeitsbereich Bibliotheksverwalter Logbuch Parameter-Manager PLC - Browser Steuerungskonfiguration Taskkonfiguration Traceaufzeichnung Watch- und Rezepturverwalter Zielsystemeinstellungen Taskkonfiguration System-Ereignisse Task Abarbeitung

Abbildung 57: Task-Konfiguration

  1. Zum Anlegen einer Task-Konfiguration klicken Sie mit der rechten Maustaste auf „Taskkonfiguration“ und wählen im Kontextmenü „Task anhängen“.

  2. Um dem Task einen neuen Namen zuzuweisen (z. B. PLC_Prog), klicken Sie auf „Neue Task“. Wählen Sie anschließend den Typ des Tasks aus. In diesem Beispiel ist dies der Typ „Zyklisch“.

Wago I/O-IPC-C6 - Watchdog - 2

text_image Fenster Hilfe Taskkonfiguration System-Ereignisse NeueTask Taskeigenschaften Name: NeueTask Priorität (0..15): 1 Typ Zyklisch Freilaufend Ereignisgesteuert Extern ereignisgesteuert Eigenschaften Intervall (z.B.: t#200ms): ms

Abbildung 58: Task-Namen ändern 1

  1. Fügen Sie den zuvor erstellten Programmbaustein PLC_PRG ein (siehe Kapitel „Editieren des Programmbausteins“). Klicken Sie dazu mit der rechten Maustaste auf das „Uhr“-Symbol und wählen im Kontextmenü „Programmaufruf anhängen“. Anschließend klicken Sie auf die Schaltfläche [...] und auf [OK].

Wago I/O-IPC-C6 - Watchdog - 3

text_image TaskSys - [Unberneut] * [Taskconfiguration] File Edit View Insert Format View Insert Auto Tools Help Help Resourceform Biliothek lecol.lib 18.10.04 06:23:28, Giobale Vali Biliothek Standed in 18.10.04 06:23:28, Giobale V Biliothek SySLBCALLBACK, LIB 18.10.04 06:23:28 Globale Veränder Abnormalkonzugation Abnormalbereich Biliothek zomwales Logbuch Parameter-Manager PLC - Browser Steuerungskonligation Taskconfiguration Traceaufzeichnung Watch- und Reacurver maltes Zinbatszernstellungen Taskkonsfuration System-Ereignisse PLC_Prog Programmaltuf Programmaltuf Fingelshelle Definite Programme Definite Programme PLC_PFS (PPG) DK Abbrachen M1 Argumenten Stuktuiste Dastellung

Abbildung 59: Aufruf zum Anhängen des Programmbausteins

  1. Kompilieren Sie das Beispielprogramm, indem Sie in der Menüleiste Projekt > Übersetzen wählen.

11.6.1 Zyklische Task-Prioritäten

Für jeden Task können Sie eine Priorität vergeben, um die Reihenfolge der Abarbeitung der Tasks festzulegen.

Alle Tasks, die auf das Prozessabbild des Klemmenbusses zugreifen, werden mit diesem synchronisiert. Das bedeutet, dass die Tasks mit dem Zugriff auf das Prozessabbild des Klemmenbusses solange warten, bis mindestens ein korrekt abgeschlossener Klemmenbuszyklus ausgeführt wurde.

Tritt am Klemmenbus ein Fehler auf (z. B. defekte Busklemme), werden die Tasks, die auf das Prozessabbild des Klemmenbusses zugreifen, nicht mehr ausgeführt. Die Tasks können erst wieder abgearbeitet werden, wenn ihnen neue Eingangsdaten zur Verfügung stehen.

Wago I/O-IPC-C6 - Zyklische Task-Prioritäten - 1

text_image Fenster Hilfe Taskkonfiguration System-Ereignisse NeueTask Taskeigenschaften Name: NeueTask Einkontat (0..15): 1 Typ Zyklisch Freilaufend Ereignisgesteuert Extern ereignisgesteuert Eigenschaften Intervall (z.B.: t#200ms)

Abbildung 60: Task-Namen ändern 2

Hinweis

Wago I/O-IPC-C6 - Hinweis - 1

Reihenfolge der Task-Abarbeitung

Die unten stehenden Prioritäten geben nicht die Reihenfolgen der Task-Abarbeitung an. Die Tasks starten in beliebiger Reihenfolge.

Priorität 0 – 5:

Als Tasks mit den höchsten Prioritäten 0 – 5 sollten wichtige Rechenoperationen und hochsynchrone Zugriffe auf das Prozessabbild der Busklemmen ausgeführt werden. Die Tasks werden voll prioritätsgesteuert abgearbeitet und entsprechen den LinuxRT-Prioritäten -68 bis -63.

Priorität 6 – 10:

Als Tasks mit den mittleren Prioritäten 6 – 10 sollten Echtzeitzugriffe wie beispielsweise auf ETHERNET, Dateisystem, Feldbusdaten (nur bei I/O-IPCs mit Feldbusanschluss) und RS-232-Schnittstelle ausgeführt werden. Die Tasks werden voll prioritätsgesteuert abgearbeitet und entsprechen den LinuxRT-Prioritäten -50 bis -46.

Priorität 11 – 15:

Als Tasks mit den niedrigsten Prioritäten 11 – 15 sollten Anwendungen wie beispielsweise lang andauernde Rechenoperationen sowie nicht echtzeitrelevante Zugriffe auf Klemmenbus, ETHERNET, Dateisystem, Feldbusdaten (nur bei I/O-IPCs mit Feldbusanschluss) und RS-232-Schnittstelle ausgeführt werden. Die Programme innerhalb einer Priorität haben keinen Prioritätsunterschied, da jedem Task vom Betriebssystem die gleiche Rechenzeit zugewiesen wird („Completely Fair Scheduler“-Verfahren).

Hinweis

Wago I/O-IPC-C6 - Hinweis - 1

Freilaufende Tasks

Wenn Sie keine Task-Konfiguration vornehmen, wird das Programm PLC_PRG mit der niedrigsten Priorität zyklisch alle 10 ms ausgeführt. Die Laufzeit der „Freilaufenden Task“ wird nicht durch einen CODESYS-Watchdog überwacht.

11.6.2 Freilaufende Tasks

Bei Verwendung von „Freilaufenden Tasks“ ist das Eingabefeld „Priorität (0 … 15)“ in der unten stehenden Abbildung ohne Funktion, da diese im Betriebssystem die niedrigste Priorität besitzen.

Bei Verwendung mehrerer „Freilaufender Tasks“ übernimmt das Betriebssystem deren Verwaltung und weist jedem die gleiche Rechenzeit zu, da sich „Freilaufende Tasks“ in der Priorität nicht unterscheiden.

Wago I/O-IPC-C6 - Freilaufende Tasks - 1

text_image enster Hilfe Taskkonfiguration System-Ereignisse NeueTask Taskeigenschaften Name: NeueTask Priorität (0..15): 1 Typ Zyklisch Freilaufend Ereignisgesteuert Extern ereignisgesteuert

Abbildung 61: Freilaufende Tasks

11.7 Systemereignisse

In der CODESYS-Taskkonfiguration können neben zyklischen Tasks auch Event-Tasks verwendet werden. Diese Tasks werden bei bestimmten Ereignissen im Gerät aufgerufen.

Die Events können Sie im folgenden Dialog aktivieren und ein aufzurufendes Programm eintragen:

Wago I/O-IPC-C6 - Systemereignisse - 1

Abbildung 62: Systemereignisse

Die folgenden Events können aktiviert werden:

Tabelle 57: Events

NameBeschreibung
startDer Event wird unmittelbar nach dem Start des Anwenderprogramms aufgerufen.
stopDer Event wird unmittelbar nach dem Stoppen des Anwenderprogramms aufgerufen.
before_resetDer Event wird unmittelbar vor dem Rücksetzen des Anwenderprogramms aufgerufen.
after_resetDer Event wird unmittelbar nach dem Rücksetzen des Anwenderprogramms aufgerufen.
shutdownDer Event wird unmittelbar vor dem Runterfahren des Systems aufgerufen.
excpt_watchdogDer Event wird aufgerufen, wenn ein Task-Watchdog erkannt wurde.
excpt_access_violationDer Event wird aufgerufen, wenn ein Speicherzugriffsfehler auf einen ungültigen Speicherbereich erkannt wurde. (falscher Pointer, ungültiger Array-Index, ungültiger Dateideskriptor)
excpt_dividebyzeroDer Event wird aufgerufen, wenn eine Division durch Null erkannt wurde.
after_reading_inputsDieser Event wird unabhängig vom Anwenderprogramm nach dem Lesen aller Eingänge ausgelöst.
before_writing_outputsDieser Event wird vor dem Schreiben aller Ausgänge unabhängig vom Anwenderprogramm ausgelöst.
debug_loopDieser Event wird bei jedem Task-Aufruf ausgelöst, wenn in dieser Task ein Breakpoint erreicht wurde und dadurch die Abarbeitung dieser Task blockiert ist.

11.8 Klemmenbussynchronisation

Der Klemmenbuszyklus und der CODESYS-Task-Zyklus werden automatisch optimal synchronisiert: Abhängig von der Anzahl der gesteckten Busklemmen und dem schnellsten eingestellten CODESYS-Task-Zyklus des I/O-IPC. Dabei können die im Folgenden beschriebenen Synchronisierungsfälle auftreten.

Mit dem CODESYS-Task sind in diesem Kapitel nur Tasks innerhalb von CODESYS gemeint, die einen Zugriff auf den Klemmenbus enthalten. Tasks die nicht auf den Klemmenbus zugreifen, werden nicht wie im Folgenden beschrieben synchronisiert. Siehe dazu Kapitel „Anlegen von Task-Prioritäten“.

11.8.1 Fall 1: CODESYS-Task-Intervall kleiner als Klemmenbuszyklus eingestellt

Die Ausführung der CODESYS-Task wird mit der Zykluszeit des Klemmenbusses synchronisiert.

Der CODESYS-Task wird parallel zum Klemmenbuszyklus abgearbeitet. Das CODESYS-Task-Intervall wird auf die Klemmenbuszykluszeit verlängert. Das ist notwendig, damit jede CODESYS-Task mit neuen Eingangsdaten vom Klemmenbus startet und nach jeder CODESYS-Task die Ausgangswerte an den Klemmen auch gesetzt werden.

Wago I/O-IPC-C6 - Fall 1: CODESYS-Task-Intervall kleiner als Klemmenbuszyklus eingestellt - 1

Abbildung 63: Klemmenbussynchronisation 01

CTI: CODESYS-Task-Intervall

CT: CODESYS-Task, der auf die I/O-Klemmen des Klemmenbusses zugreift

KBZ: Klemmenbuszyklus

Beispiel:

CODESYS-Task-Intervall (CTI): 100 μs

Klemmenbuszyklus (KBZ): 350 μs

Ergebnis: Anpassung des CODESYS-Task-Intervalls an den Klemmenbuszyklus: 350 μs.

11.8.2 Fall 2: CODESYS-Task-Intervall kleiner als doppelter Klemmenbuszyklus

Die Ausführung des Klemmenbusses wird mit dem eingestellten CODESYS-Task-Intervall synchronisiert.

Am Ende des CODESYS-Tasks startet der Klemmenbuszyklus, der synchron zur schnellsten CODESYS-Task bearbeitet wird. So wird sichergestellt, dass bei Start jedes CODESYS-Tasks aktuelle Eingangsdaten vom Klemmenbus bereitstehen und die Ausgangswerte jedes CODESYS-Tasks an den Klemmen auch ausgegeben werden.

Wago I/O-IPC-C6 - Fall 2: CODESYS-Task-Intervall kleiner als doppelter Klemmenbuszyklus - 1

text_image CTI CT CT KBZ KBZ t

Abbildung 64: Klemmenbussynchronisation 02

CTI: CODESYS-Task-Intervall

CT: CODESYS-Task, der auf die I/O-Klemmen des Klemmenbusses zugreift

KBZ: Klemmenbuszyklus

Beispiel:

CODESYS-Task-Intervall (CTI): 500 μs

Klemmenbuszyklus (KBZ): 350 μs

Ergebnis: Ausführung des Klemmenbuszyklus alle 500 μs.

11.8.3 Fall 3: CODESYS-Task-Intervall größer als doppelter Klemmenbuszyklus

Die IO-Daten des Klemmenbusses werden einmal vor dem CODESYS-Task und einmal nach dem CODESYS-Task aktualisert.

Vor der Abarbeitung des CODESYS-Tasks wird der Klemmenbuszyklus ausgeführt, der die aktuellen Eingangsdaten für den CODESYS-Task zur Verfügung stellt. Nach Ausführung des CODESYS-Tasks wird ein weiterer Klemmenbuszyklus gestartet, der die Ausgangsdaten an den Klemmen zur Verfügung stellt.

So wird sichergestellt, das bei Start jedes CODESYS-Tasks die aktuellen Eingangsdaten vom Klemmenbus bereitstehen und die Ausgangswerte jedes CODESYS-Tasks schnell an den Klemmen ausgegeben werden. Es wird dabei die Verarbeitung von Klemmenbuszyklen vermieden, die unnötig viel Rechenzeit der CPU verwenden würden.

Wago I/O-IPC-C6 - Fall 3: CODESYS-Task-Intervall größer als doppelter Klemmenbuszyklus - 1

Abbildung 65: Klemmenbussynchronisation 03

CTI: CODESYS-Task-Intervall

CT: CODESYS-Task, der auf die I/O-Klemmen des Klemmenbusses zugreift

KBZ: Klemmenbuszyklus

Beispiel:

CODESYS-Task-Intervall (CTI): 2000 μs

Klemmenbuszyklus (KBZ): 350 μs

Ergebnis: Ausführung des Klemmenbuszyklus 350 μs vor der CODESYS-Task und einmal direkt nach der CODESYS-Task.

11.8.4 Fall 4: CODESYS-Task-Intervall größer als 10 ms

Die Synchronisierung erfolgt wie im Fall 3, jedoch würden die Ausgangsklemmen nach 150 ms ohne Klemmenbuszyklus in ihren Default-Zustand zurückgesetzt. Dieses wird dadurch vermieden, dass nach mindestens 10 ms auf jeden Fall ein Klemmenbuszyklus ausgeführt wird.

Die IO-Daten des Klemmenbusses werden einmal vor dem CODESYS-Task und einmal nach dem CODESYS-Task aktualisiert und zusätzlich wird alle 10 ms ein weiterer Klemmenbuszyklus ausgeführt.

Wago I/O-IPC-C6 - Fall 4: CODESYS-Task-Intervall größer als 10 ms - 1

flowchart
graph LR
    A["CT"] --> B["KBZ"]
    B --> C["KBZ"]
    C --> D["10 ms"]
    D --> E["CBZ"]
    E --> F["CBZ"]
    F --> G["CBZ"]
    G --> H["CBZ"]
    H --> I["CBZ"]
    I --> J["CBZ"]
    J --> K["CBZ"]
    K --> L["CBZ"]
    L --> M["CBZ"]
    M --> N["CBZ"]
    N --> O["CBZ"]
    O --> P["CBZ"]
    P --> Q["CBZ"]
    Q --> R["CBZ"]
    R --> S["CBZ"]
    S --> T["CBZ"]
    T --> U["CBZ"]
    U --> V["CBZ"]
    V --> W["CBZ"]
    W --> X["CBZ"]
    X --> Y["CBZ"]
    Y --> Z["CBZ"]
    Z --> AA["CBZ"]
    AA --> AB["CBZ"]
    AB --> AC["CBZ"]
    AC --> AD["CBZ"]
    AD --> AE["CBZ"]
    AE --> AF["CBZ"]
    AF --> AG["CBZ"]
    AG --> AH["CBZ"]
    AH --> AI["CBZ"]
    AI --> AJ["CBZ"]
    AJ --> AK["CBZ"]
    AK --> AL["CBZ"]
    AL --> AM["CBZ"]
    AM --> AN["CBZ"]
    AN --> AO["CBZ"]
    AO --> AP["CBZ"]
    AP --> AQ["CBZ"]
    AQ --> AR["CBZ"]
    AR --> AS["CBZ"]

Abbildung 66: Klemmenbussynchronisation 04

CTI: CODESYS-Task-Intervall

CT: CODESYS-Task, der auf die I/O-Klemmen des Klemmenbusses zugreift

KBZ: Klemmenbuszyklus

Beispiel:

CODESYS-Task-Intervall (CTI): 150000 μs

Klemmenbuszyklus (KBZ): 350 μs

Ergebnis: Ausführung des Klemmenbuszyklus 350 μs vor der CODESYS-Task, einmal direkt nach der CODESYS-Task und 10 ms nach dem letzten Klemmenbuszyklus.

11.9 CODESYS-Visualisierung

Die CODESYS-Web-Visualisierung basiert auf der Java-Technologie. Alle Java-Programme benötigen eine Java-Laufzeitumgebung (JRE), die auf dem Host-PC zusammen mit einem Internet-Browser installiert sein muss. Ein Applet wird im Dateisystem eines Webservers abgelegt und über eine HTML-Einstiegsseite für Internet-Browser zugänglich gemacht.

Alle Visualisierungsvarianten (HMI, Web-Visualisierung und Target-Visualisierung) erstellen Sie mit dem grafischen Editor von CODESYS. Über das Fenster „Zielsystemeinstellung“ wählen Sie die Visualisierungsvarianten aus. Aus den Informationen wird für jede dieser Seiten eine Beschreibungsdatei im XML-Format erzeugt. Sie finden diese Dateien im Installationspfad von CODESYS im Unterordner „visu“. Dort liegen auch die HTML-Startseite „webvisu.htm“, das Java-Archiv „webvisu.jar“ in dem das Applet (webvisu.class) komprimiert gespeichert ist.

Nach dem Erstellen einer Visualisierung sind zu deren Ausführung noch nachfolgende Schritte notwendig:

  1. Klicken Sie auf die Registerkarte „Ressourcen“ und öffnen Sie die „Zielsystemeinstellungen“. Wählen Sie aus, ob Sie sich die Visualisierung als „Web-Visualisierung“ über einen Internet-Browser und/oder als „Target-Visualisierung“ über einen an der DVI-I-Schnittstelle angeschlossenen Monitor anzeigen lassen wollen.

Wago I/O-IPC-C6 - CODESYS-Visualisierung - 1

text_image Zielsystem Einstellungen Konfiguration: WAGO_758-875-000-111_C10E_PDP-M Zielplattform Speicheraufteilung Allgemein Netzfunktionen Visualisierung Anzeigebreite in Pixel: 640 Anzeigehöhe in Pixel: 480 8.3 Dateformat verwenden Alarmbehandlung innerhalb der Steuerung Trenddatenaufzeichnung innerhalb der Steuerung Systemvariable 'CurrentVisu' aktivieren Vereinfachte Eingabebehandlung Web-Visualisierung Kqmprimierung Download der Visualisierungsdateien verhindern Tastaturbedienung für Tabelle Unterstützte Schriftarten im Zielsystem

Abbildung 67: Auswahl der Visualisierungsvariante in der Zielsystemeinstellung

  1. Erzeugen Sie eine Startseite für die Visualisierung. Klicken Sie in der Registerkarte „Visualisierung“ mit der rechten Maustaste auf den Ordner „Visualisierung“. Wählen Sie im Kontextmenü Objekt einfügen ... Es öffnet sich der Dialog „Neue Visualisierung“.

Wago I/O-IPC-C6 - CODESYS-Visualisierung - 2

text_image CoDeSys - (Unbenannt)* - [PLC_PRG (PRG-ST)] Data Bearbeiten Projekt Einfügen Extras Online Fenster Hilfe Visualisierungen Objekt einfügen... Objekt unbarennen... Objekt bearbeiten Objekt kopieren Objekt loschen Objekt konverberen... Objekt Eigenschaften... Projektdatenbank Aktienhinaufügen Neuer Ordner Knolten expanderen Knolten follebrier Instanz öffnen... Autrithium ausgeben Als Vorlage spochorn... Vom Übersetzeln ausschließen 0001 PROGRAM PLC_FRG 0002 VAR 0003 END_VAR 0004 0005 0006 0007 0008 0009 0010 0011 Bouleteira Dotentype Kreiert ein neues Obekt und fügt es in die Objektliste ein Z. 1, Sp. 1 ONLINE LIB LESEN

Abbildung 68: Erzeugern der Startvisualisierung PLC_VISU

  1. Geben Sie im Dialog „Neue Visualisierung“ für die Startvisualisierung den Namen PLC_VISU ein. Beim Systemstart erscheint dann diese Seite als Startseite.

Wenn Sie das SPS-Programm in den I/O-IPC übertragen (Online > Einloggen) und gestartet haben (Online > Start), wird die Target-Visualisierung automatisch angezeigt. Zur Anzeige der Web-Visualisierung geben Sie in die Adresszeile des verwendeten Internet-Browsers folgende URL ein:

http://:8080/webvisu.htm.

Ferner können Sie sich auch über das WBM die Web-Visualisierung anzeigen lassen (siehe Kapitel „Seite `WebVisu’“).

Hinweis

Wago I/O-IPC-C6 - Hinweis - 1

WAGO-Startbildschirm bei Target-Visualisierung

Bei der Target-Visualisierung wird der WAGO-Startbildschirm nur angezeigt, wenn kein CODESYS-Projekt geladen ist (ab FW09).

Hinweis

Wago I/O-IPC-C6 - Hinweis - 1

Weitere Informationen

Weitere Informationen (FAQ) zur CODESYS-Web-Visualisierung erhalten Sie im Kapitel „Häufig gestellte Fragen zur CODESYS-Web-Visualisierung“ und in der Online-Hilfe von CODESYS 2.3.

11.9.1 Einbinden von Schriften

Für die CODESYS-Target-Visualisierung stehen im Auslieferungszustand die Truetype-Schriftarten Arial und Courier zur Verfügung.

Zusätzlich können Sie auch beliebige TrueType-Schriften (*.ttf) einbinden. Dabei sind ggf. die Lizenzbedingungen der verwendeten Schriften zu berücksichtigen. Freie Schriftarten stehen u. a. kostenlos im Internet bereit:

ftp://microwindows.censoft.com/pub/microwindows/microwindows-fonts-0.90.tar.gz

Für die Verwendung dieser Fonts sind nachfolgende Schritte vorzunehmen:

  • Die Grafik-Bibliothek der CODESYS-Target-Visualisierung greift auf ein Verzeichnis im Dateisystem des WAGO-I/O-IPC zurück, in welches Sie diese Schriftarten ablegen müssen. Dieses Verzeichnis ist von Ihnen erstellen. Der einfachste Weg hierzu ist über einen FTP-Zugang vom PC aus (siehe Kapitel „FTP-Server (pure-fdtp)“)
  • Nach dem Anmelden befindet Sie sich im Ordner /home des I/O-IPC-Dateisystems. Kopieren Sie die Fonts in das Verzeichnis /home/codesys/fontz/truetype.
    • Die Extension der gewünschten Schriftart muss immer *.ttf lauten.
  • Der heruntergeladene Font-Name auf dem I/O-IPC muss immer in direktem Zusammenhang mit dem angezeigten Namen in der Windows-Auswahlbox hängen (z. B. Times New Roman.ttf). Dabei sind auch hier wieder die Groß- und Kleinschreibungen, aber auch Leerzeichen zu beachten. Andernfalls wird stattdessen automatisch eine Ersatzschriftart verwendet.

Tabelle 58: Namenskonvention für Fonts (Beispiel)

CODESYS-AuswahlboxFont-Name für Target-Visualisierung
ArialArial.ttfArialb.ttf (Bold)Ariali.ttf (Italic)Arialz.ttf (Bold Italic)
CourierCourier.ttfCourierb.ttf (Bold)Courieri.ttf (Italic)Courierz.ttf (Bold Italic)

11.9.2 Grenzen der CODESYS-Visualisierung

Der I/O-IPC unterstützt die in CODESYS integrierten Visualisierungsvarianten „TargetVisu“ und „WebVisu“. Abhängig von der Variante ergeben sich technologische Einschränkungen.

Hinweis

Wago I/O-IPC-C6 - Hinweis - 1

Darstellung eines ActiveX-Elementes in der „Target-Visu“

Die Darstellung eines ActiveX-Elementes in der „Target-Visu“ ist nicht möglich.

Verschiedene Optionen der komplexen Visualisierungsobjekte „Alarm“ und „Trend“ sind ausschließlich in der „HMI“ verfügbar. Dieses gilt z. B. für das Versenden von E-Mails als Reaktion auf einen Alarm oder für die Navigation

Die Web-Visualisierung auf dem I/O-IPC wird im Vergleich zur „HMI“ in wesentlich engeren physikalischen Grenzen ausgeführt. Kann die „HMI“ auf die nahezu unbeschränkten Ressourcen eines Desktop-PC zurückgreifen, ist beim Einsatz der Web-Visualisierung auf folgende Einschränkungen zu achten:

Anpassung an das Dateisystem

Die Gesamtgröße von SPS-Programm, Visualisierungsdateien, Bitmaps, Log-Dateien, Konfigurationsdateien usw. muss in das Dateisystem passen.

Der Prozessdatenspeicher

Die Web-Visualisierung verwendet ein eigenes Protokoll für den Austausch von Prozessdaten zwischen Applet und Steuerung. Der I/O-IPC überträgt die Prozessdaten ASCII-codiert. Als Trennzeichen zwischen zwei Prozesswerten dient das Pipe-Zeichen (,,|“). Damit ist der Platzbedarf einer Prozessdatenvariablen im Prozessdatenspeicher nicht nur abhängig vom Datentyp, sondern zusätzlich vom Prozesswert selbst. So belegt eine Variable vom Type „WORD“ zwischen einem Byte für die Werte 0 bis 9 und fünf Bytes für Werte ab 10000. Das gewählte Format (ASCII + |) erlaubt lediglich eine grobe Abschätzung des Platzbedarfes für die einzelnen Prozessdaten im Prozessdatenpuffer. Wird die Größe der ASCII-codierten Prozessdaten überschritten, arbeitet die Web-Visualisierung nicht mehr erwartungsgemäß.

Gleichzeitige Verbindungen

Das Laufzeitsystem unterstützt maximal 97 (Anzahl der CODESYS-Tasks im PLC-Programm) gleichzeitige TCP/IP Verbindungen auf Port 1200.

Die Rechnerleistung/Prozessorzeit

Der I/O-IPC basiert auf einem Echtzeitbetriebssystem. Dabei unterbrechen oder verdrängen hochpriore Prozesse, wie zum Beispiel das SPS-Programm, niederpriore Prozesse. Der Webserver, der für die Web-Visualisierung zuständig ist, zählt zu einem solch niederprioren Prozess.

Hinweis

Wago I/O-IPC-C6 - Hinweis - 1

Prozessorzeit

Achten Sie bei der Task-Konfiguration darauf, dass für alle Prozesse genügend Prozessorzeit zur Verfügung steht

Die Netzwerkbelastung

Die CPU des I/O-IPC ist sowohl für die Abarbeitung des SPS-Programms als auch für die Abwicklung des Netzwerkverkehrs zuständig. Die ETHERNET-Kommunikation verlangt, dass jedes empfangene Telegramm, unabhängig davon ob es für den I/O-IPC bestimmt ist oder nicht, bearbeitet wird.

Eine deutliche Reduzierung der Netzwerkbelastung ist durch die Verwendung eines Switches statt eines Hubs erreichbar.

Gegen Broadcast-Telegramme ist jedoch keine Maßnahme auf dem I/O-IPC vorhanden. Diese lassen sich nur beim Sender eindämmen oder mit konfigurierbaren Switches eindämmen, die über eine Broadcast-Limitierung verfügen. Ein Netzwerkmonitor wie z. B. „wireshark“ (www.wireshark.com) verschafft einen Überblick über die aktuelle Auslastung in ihrem Netzwerk.

11.9.3 Beseitigung von Störungen der CODESYS-Web-Visualisierung

Treten bei der Verwendung mit der CODESYS-Web-Visualisierung Probleme auf, versuchen Sie bitte zuerst mittels der nachfolgenden Tabelle eine Lösung zu finden. Lassen sich die Probleme nicht beheben, kontaktieren Sie bitte den WAGO-Support.

Tabelle 59: Fehler und deren Abhilfe

FehlerAbhilfe
Internet Explorer meldet „APPLET NOT INITIATED“Schließen Sie alle Fenster des Internet Explorers und starten Sie ihn erneut. Sollte der Fehler weiterhin auftreten, deutet dies auf eine fehlende oder zerstörte Datei hin.Überprüfen Sie mittels FTP, ob das Java-Archive „webvisu.jar“ vollständig im Ordner „/PLC“ des I/O-IPC vorhanden ist. Die Originaldatei finden Sie im Installationspfad von CODESYS (üblich unter C:\Programme\WAGO Software\CODESYS V2.3\Visu\webvisu.jar).Ersetzen Sie gegebenenfalls die beschädigte Datei mittels FTP oder erzwingen Sie in CODESYS mit Alles bereinigen >Alles übersetzen >Einloggen den Download aller Dateien.
Web-Visualisierung wird nicht angezeigtHaben Sie die JRE installiert? Prüfen Sie die Einstellungen der Firewall, z. B. ob der Port 8080 freigegeben ist.
Web-Visualisierung „friert“ ein.Web-Visualisierung bleibt nach längerer Zeit stehen.Die Aufrufintervalle in der Task-Konfiguration sind zu klein gewählt. Dadurch bekommt der Webserver des I/O-IPC, der mit einer niedrigen Priorität ausgeführt wird, nicht genügend oder keine Rechenzeit.Sollte keine (explizite) Task-Konfiguration angelegt worden sein, wird (implizit) das PLC_PRG als „Freilaufender Task“ mit der Prio 1 ausgeführt. Dies lässt dem Webserver zu wenig Rechenzeit. Legen Sie bei Verwendung der Web-Visualisierung immer eine Task-Konfiguration an. Dabei sollte das Aufrufintervall die drecifache mittlere Ausführungszeit nicht unterschreiten.Achten Sie bei der Ermittlung der Ausführungszeit darauf, dass das SPS-Programm „eingeschwungen“ ist.
Web-Visualisierung lässt sich nicht in den I/O-IPC ladenMöglicherweise passen nicht alle Dateien in das Dateisystem des I/O-IPC. Löschen Sie nicht benötigte Daten ( z. B. mittels FTP).
Bitmap wird nicht angezeigtEnthält der Name einer Bilddatei Umlaute, so kann der Webserver diesen Bildnamen nicht interpretieren.
Java-Konsole meldet: „Class not found“Die JRE findet im Java-Archiv „WebVisu.jar“ nicht den Einsprungspunkt für die Klasse „webvisu.class“. Vermutlich ist das Java-Archiv unvollständig. Löschen Sie die „WebVisu.jar“ aus dem Java-Cache und oder deaktivieren Sie den Cache. In diesem Fall wird das Archiv (Applet) neu vom I/O-IPC angefordert.Sollte das Problem weiter bestehen, laden Sie das Projekt erneut in den I/O-IPC.
Web-Visualisierung wird statisch angezeigt, alle Prozesswerte zeigen „0“Ursache ist, dass die Prozessdatenkommunikation fehlschlägt.Wird die Web-Visualisierung über einen Proxy-Server betrieben, so ist neben dem eigentlichen HTTP-Proxy für den Prozessdatenaustausch zusätzlich ein SOCKS-Proxy erforderlich.

11.9.4 Häufig gestellte Fragen zur CODESYS-Web-Visualisierung

Wie lässt sich das Applet für spezielle Bildschirmauflösungen optimieren?

Um die Web-Visualisierung für einen PDA oder eines Touchpanels mit fester Auflösung zu optimieren, empfiehlt sich folgendes Vorgehen:

Geben Sie in den „Zielsystemeinstellungen“ auf der Registerkarte „Visualisierung“ die Höhe und Breite des Zeichenbereiches in „Pixel“ an. Bei der Erstellung von Visualisierung wird dann der später sichtbare Bereich grau hinterlegt. Die tatsächliche Größe des Zeichenbereiches der Web-Visualisierung wird jedoch durch die Attribute „Hight“ und „Width“ des Tags HTML-APPLET in der Datei „webvisu.htm definiert. Passen Sie auch diese Parameter an die vorliegende Auflösung an.

Welche Java-Ausführungsumgebung sollte ich verwenden?

Empfohlen wird die Verwendung der Java2-Standard-Edition in der Version 1.5.0 (J2SE1.5.0_06) oder höher. Diese ist kostenfrei unter www.sun.com verfügbar. Getestet wurde auch Microsofts MSJVM3810. Des Weiteren stehen für PDAs Laufzeitumgebungen anderer Hersteller zur Verfügung (JamaicaVM, CrEme, ...). Zu beachten ist, dass sich diese Lösungen bei der Web-Visualisierung in Bezug auf den Leistungsumfang (z. B. Stabilität) anders verhalten können, als die oben genannten.

Sollte der Java-Cache verwendet werden?

Hier gibt es kein Ja oder Nein. Nach einer Standardinstallation ist der Cache aktiviert. Bei aktiviertem Cache legt das JRE verwendete Applets und Java-Archive in diesem ab. Für den zweiten Aufruf der Web-Visualisierung verkürzt sich dessen Startzeit deutlich, da das ca. 250 kB große Applet nicht erneut über das Netzwerk geladen werden muss, sondern schon im Cache bereitliegt. Dies ist besonders bei langsamen Netzwerkverbindungen interessant.

Hinweis:

Durch Netzwerkstörungen kann es vorkommen, dass die Java-Archive nicht vollständig in den Cache übertragen werden. In diesem Fall ist der Cache manuell zu leeren oder zu deaktivieren.

Warum kann das Visualisierungselement „TREND“ in der Web-Visualisierung nur „Online“ arbeiten?

Für die Visualisierungsprojekte sind folgende Einstellungen zu wählen: Registerkarte Ressourcen > Zielsystemeinstellungen.

Aktivieren Sie „Web-Visualisierung“ und „Trenddatenaufzeichnung innerhalb der Steuerung“. Andernfalls werden die Trenddaten auf der Festplatte des CODESYS-Entwicklungsrechners gespeichert. Dies macht eine permanente Verbindung zwischen I/O-IPC und dem CODESYS-Gateway erforderlich. Eine Unterbrechung dieser Verbindung kann zu unvorhersehbaren Verhalten des I/O-IPC führen.

Im Konfigurationsdialog TREND kann zwischen den Betriebsarten „Online“ und „Historie“ gewählt werden. Der I/O-IPC unterstützt für Visualisierungsprojekte nur die Betriebsart „Online“, da es keine Möglichkeit gibt, die maximale Größe (Quota) der Trenddateien (*.trd) zu konfigurieren. Ein unkontrolliertes Anwachsen der Trenddateien kann zu einem unvorhersehbaren Verhalten des I/O-IPC führen.

In den häufigsten Fällen ist die Verwendung des Visualisierungselement „HISTOGRAM“ die bessere Wahl, da hier die volle Kontrolle über Zeitpunkt und Anzahl der Messungen und damit dem benötigtem Speicherplatz besteht.

Was ist bei der Verwendung des Visualisierungselements „ALARMTABELLE“ in der Web-Visualisierung zu beachten?

Der Status dieser Visualisierungskomponente wird am besten mit „Add-On“ beschrieben, womit eine kostenlose Zugabe gemeint ist, für die keinerlei Garantien gewährt werden.

Für die Visualisierungsprojekte sind folgende Einstellungen zu wählen: Registerkarte Ressourcen > Zielsystemeinstellungen.

Aktivieren Sie „Web-Visualisierung“ (Haken setzen) und „Alarmbehandlung innerhalb der Steuerung“. Andernfalls werden die Alarmdaten auf dem CODESYS-Entwicklungsrechner bearbeitet. Dies macht eine permanente Verbindung zwischen I/O-IPC und dem CODESYS-Gateway erforderlich. Eine Unterbrechung dieser Verbindung kann zu unvorhersehbaren Verhalten des I/O-IPC führen.

12 C-Funktionen als CODESYS-Bibliothek einbinden

Zur Verwendung beliebiger C- oder auch Linux-Funktionalitäten in CODESYS steht die im Folgenden beschriebene Import-Schnittstelle zur Verfügung. Über diese können Sie Linux-Libraries dynamisch in das CODESYS-Laufzeitsystem laden und verwenden.

12.1 Beispiel zum Einbinden einer dynamischen Library

Die folgenden Kapitel erläutern Ihnen anhand eines Beispiels die Vorgehensweise zur Einbindung einer dynamischen Library mittels einer C-Funktion in CODESYS.

12.1.1 Linux-Shared-Library entwickeln und übersetzen

Bevor Sie C-Funktionen innerhalb eines CODESYS-Programms verwenden können, müssen Sie eine Linux-Shared-Library entwickeln und übersetzen. Gehen Sie dazu folgendermaßen vor:

  1. Erstellen Sie eine Datei mit den benötigten Funktionen. In diesem Beispiel wurde dazu die Datei „libmytest.c“ mit einer Funktion „MyTestFunction“ und den Datentypen „unsigned-short“ erstellt.

Abbildung 69: Datei „libmytest.c“

  1. Kompilieren und Linken Sie die Datei, indem Sie folgenden Befehl in die Linux-Konsole eingeben:
gcc libmytest.c -Wall -shared -o libmytest.so 

In Linux ist beim Aufrufen des Compilers „gcc“ der Parameter „-shared“ zu verwenden.

Bei einer fehlerfreien Kompilierung der Datei wird mit dem Parameter „-shared“ eine dynamische Library „libmytest.so“ erzeugt, welche die C-Funktion „MyTestFunction“ enthält.

Hinweis

Wago I/O-IPC-C6 - Hinweis - 1

Dateinamen der Linux-Libraries

Die Dateinamen der Linux-Libraries müssen mit lib beginnen.

12.1.2 Beschreibungsdatei für das CODESYS-Laufzeitsystem erzeugen

Erzeugen Sie eine Beschreibungsdatei mit dem Namen „extlibs.ini“, um die C-Funktionen dem CODESYS-Laufzeitsystem bekannt zu machen.

  1. Damit das Laufzeitsystem beim Starten die Linux-Library erkennt und korrekt einbinden kann, müssen Sie eine INI-Datei erstellen, die alle dynamisch zu ladenden Library-Namen und deren Funktionsnamen enthält. Für das Beispiel sieht die INI-Datei folgendermaßen aus:
[EXT_LIB_LIST]
1=mytest
[mytest]
1=MyTestFunction 

Abbildung 70: Datei „extlibs.ini“

  1. Wenn Sie weitere Libraries unter dem Eintrag EXT_LIB_LIST hinzufügen möchten, fügen Sie unter dem entsprechenden Library-Tag einen fortlaufenden Index, gefolgt vom Library-Namen (z. B. „2 = CSV-File“), ein. Die Angabe der Übergabe- und Rückgabe-Parameter der Funktionen ist an dieser Stelle nicht nötig.

Die entsprechend erweiterte Datei würde folgendermaßen aussehen:

[EXT_LIB_LIST]
1=mytest
2=CSV-File

[mytest]
1=MyTestFunction

[CSV-File]
1=ReadCSVString
2=WriteCSVString 

Abbildung 71: Datei „extlibs.ini“

12.1.3 Library und INI-Datei kopieren und das CODESYS-Laufzeitsystem neu starten

Zum Einbinden der Library und der INI-Datei in das CODESYS-Laufzeitsystem gehen Sie wie folgt vor:

  1. Kopieren Sie die beiden neu erstellten Dateien (libmytest.so und extlibs.ini) auf den I/O-IPC. Verwenden Sie dazu einen USB-Speicher, eine CF-Karte, FTP oder NFS.
  2. Kopieren Sie die Datei extlibs.ini in das Verzeichnis /home/codesys.
  3. Kopieren Sie die Library in das Verzeichnis /lib oder /usr/lib. Ferner gibt es auch die Möglichkeit, die neue Library an eine beliebige Stelle im I/O-IPC zu kopieren. Passen Sie dazu die Umgebungsvariable LD_LIBRARY_PATH in der verwendeten Linux-Konsole vor jedem neuen Starten von CODESYS an, z. B.:
env LD_LIBRARY_PATH=/home/codesys ./plclinux_rt 
  1. Bevor sich ein Neustart des CODESYS-Laufzeitsystems durchführen lässt, geben Sie folgenden Befehl in die Linux-Konsole ein:
ps A 
  1. Ermitteln Sie aus der angezeigten Liste die PID des Programms „plclinux_rt“

  2. Beenden Sie das CODESYS-Laufzeitsystem, indem Sie den Befehl kill mit der zuvor ermittelten PID eingeben, z. B.

kill 2069. 
  1. Zum Neustart des Laufzeitsystems geben Sie folgenden Befehl in die Linux-Konsole ein:
plclinux_rt &. 

Bei einer Unstimmigkeit zwischen INI-Datei und der Library wird beim Starten des CODESYS-Laufzeitsystems eine Fehlermeldung auf der Linux-Konsole angezeigt.

Hinweis

Wago I/O-IPC-C6 - Hinweis - 1

CODESYS-Laufzeitsystem

Das CODESYS-Laufzeitsystem muss durch einen Benutzer mit superuser-Rechten neu gestartet werden.

Hinweis

Wago I/O-IPC-C6 - Hinweis - 1

Änderung der Library

Ändern Sie nicht die Library, während diese vom CODESYS-Laufzeitsystem verwendet wird, da andernfalls Zugriffsverletzungen auftreten können.

12.1.4 Eine IEC-Library erzeugen

Um die hinzugefügte Library innerhalb von CODESYS als Bibliotheksfunktionen verwenden zu können, sind die Funktionsprototypen in einer externen CODESYS-Bibliothek anzulegen. Gehen Sie dazu folgendermaßen vor:

  1. Öffnen Sie ein neues CODESYS-Projekt, indem Sie in der Menüleiste Datei > Neu wählen.

  2. Wählen Sie im Fenster „Zielsystem Einstellung“ „None“ aus und klicken Sie auf die Schaltfläche [OK].

Wago I/O-IPC-C6 - Eine IEC-Library erzeugen - 1

text_image CoDeSys - (Unterwart)* Date: Bearbeiten Projekt Enfragen Extras Online Fenster Hits Zielsystem Einstellungen Konfiguration: None OK Abbrechen

Abbildung 72: Fenster „Zielsystem Einstellungen“

  1. Nehmen Sie die im Fenster „Neuer Baustein“ aufgeführten Einstellungen vor (siehe Abb.). Der Name des Bausteins muss mit dem der zuvor erstellten C-Datei übereinstimmen. Beachten Sie dabei die Groß- und Kleinschreibung.

Wago I/O-IPC-C6 - Eine IEC-Library erzeugen - 2

text_image Neuer Baustein Name des Bausteins: Typ des Bausteins Programm Funktionsblock Funktion Rückgabetyp: WORD MyTestFunction Sprache des Bausteins AWL KOP FUP AS ST CFC OK Abbrechen

Abbildung 73: Fenster „Neuer Baustein“

  1. Anschließend definieren Sie den Eingangsparameter mit value : WORD; und fügen Sie im Programmteil der Funktion (unteres Fenster) ein Semikolon ein. Andernfalls tritt ein CODESYS-Fehler auf.

Wago I/O-IPC-C6 - Eine IEC-Library erzeugen - 3

text_image CoDeSys - (Unbenannt)* Datei Bearbeiten Projekt Einfügen Extras Online Fenster Hilfe Bausteine MyTestFunction (FU) MyTestFunction (FUN-ST) 0001 FUNCTION MyTestFunction : WORD 0002 VAR_INPUT 0003 value:WORD; 0004 END_VAR 0005 VAR 0006 END_VAR 0007 0008 0009 0010 0011 0001: 0002 0003

Abbildung 74: Fenster „MyTestFunction“

  1. Wählen Sie in der Menüleiste Datei > Speichern unter. Geben Sie als Dateinamen „mytest.lib“ ein, wählen Sie den Dateityp „Externe Bibliothek“ aus und klicken Sie auf [Speichern].

Wago I/O-IPC-C6 - Eine IEC-Library erzeugen - 4

text_image Datei speichern unter Speichern Projects Robo Visu Dateiname: mytest.lib Dateityp: Externe Bibliothek (*.lib) Speichern Abbrechen Lizenzinfo bearbeiten...

Abbildung 75: Fenster „Datei speichern unter“

Sind mehrere Funktionen in der Library enthalten, lassen sich diese Funktionen hier auch einbinden. Dabei sind auch Funktionen mit mehreren Übergabeparametern möglich.

12.1.5 Bibliothek im CODESYS-Projekt einbinden

Um die zuvor erstellte Bibliothek mytest.lib in CODESYS einzubinden, gehen Sie folgendermaßen vor:

  1. Klicken Sie in der Menüleiste auf Datei und wählen Sie Neu.

  2. Öffnen Sie das Auswahlfeld der „Zielsystem Einstellung“ und wählen Sie den von Ihnen verwendeten I/O-IPC. In diesem Beispiel ist es der 758-876-111.

Wago I/O-IPC-C6 - Bibliothek im CODESYS-Projekt einbinden - 1

text_image Zielsystem Einstellungen Konfiguration: None WAGO_758-874-000-112 WAGO_758-875-000-110 WAGO_758-875-000-111 WAGO_758-875-000-112 WAGO_758-876-000-110 WAGO_758-876-000-111 WAGO_758-876-000-112 WAGO_OC_750-806 WAGO_OC_750-819

Abbildung 76: Zielsystem-Einstellungen (1)

  1. Klicken Sie auf die Schaltfläche [OK]. Es öffnet sich das Fenster „Zielsystem Einstellungen“.

  2. Klicken Sie im Fenster „Zielsystem Einstellungen“ auf die Schaltfläche [OK].

Wago I/O-IPC-C6 - Bibliothek im CODESYS-Projekt einbinden - 2

text_image Zielsystem Einstellungen Kofiguration: WAGO_758-876-000-111 Zielplattform Speicheraufteilung Allgemein Netzfunktionen Visualisierung Platform: Intel 386 compatible ✓ Fließkommaprozessor Voreinstellung OK Abbrechen

Abbildung 77: Zielsystem-Einstellungen (2)

  1. Klicken Sie im Fenster „Neuer Baustein“ auf [OK].

Wago I/O-IPC-C6 - Bibliothek im CODESYS-Projekt einbinden - 3

text_image Neuer Baustein Name des Bausteins: Typ des Bausteins Programm Funktionsblock Funktion Rückgabetyp: BOOL PLC_PRG Sprache des Bausteins AWL KOP FUP AS SI CFC OK Abbrechen

Abbildung 78: Fenster „Neuer Baustein“

  1. Klicken Sie auf den Karteireiter „Ressourcen“.

Wago I/O-IPC-C6 - Bibliothek im CODESYS-Projekt einbinden - 4

text_image CoDeSys - (Unbenannt)* Datei Bearbeiten Projekt Einfügen Extras Online Fenster Hilfe Ressourcen Bibliothek C:\Dokumente und Einstellungen\u010874.V Bibliothek lecsfc.lib 18.10.04 04:23:28: Globale Variable Bibliothek Standard.lib 18.10.04 04:23:28: Globale Varia Bibliothek SYSLIBCALLBACK_LIB 18.10.04 04:23:28: G Globale Variablen Alarmkonfiguration Arbeitsbereich Bibliotheksverwalter Logbuch PLC - Browser Steuerungskonfiguration Taskkonfiguration Traceaufzeichnung Watch- und Rezepturverwalter Zielsystemeinstellungen PLC_PRG (PRG-ST) 0001 PROGRAM PLC_PRG 0002 VAR 0003 END_VAR 0004 Lade Bibliothek C:\Dokumente und Einstellungen\u010874.V Bausteine Datentyp.. Visualisie Ressour...

Abbildung 79: Karteireiter „Ressourcen“

  1. Klicken Sie im linken Fenster mit einem Doppelklick auf „Bibliotheksverwaltung“.
  2. Klicken Sie in der Menüleiste auf Einfügen > Weitere Bibliothek und wählen Sie mytest.lib.
  3. Klicken Sie auf den Karteireiter „Bausteine“.
  4. Anschließend rufen Sie die Funktion in CODESYS wie folgt auf:

Wago I/O-IPC-C6 - Bibliothek im CODESYS-Projekt einbinden - 5

text_image CoDeSys - (Unbenannt)* Datei Bearbeiten Projekt Einfügen Extras Online Fenster Hilfe Bausteine PLC_PRG (PRG) PLC_PRG (PRG-ST) 0001 0002 0003 0004 0005 PROGRAM PLC_PRG VAR a: WORD; END_VAR 0001 MyTestFunction(a); 0002 0003 0004

Abbildung 13: Fenster „PLC_PRG(PRG)“

12.2 Besonderheiten

12.2.1 Datentypen

Alle CODESYS-Datentypen können als Übergabeparameter verwendet werden. Dabei werden die CODESYS-Datentypen in C wie folgt interpretiert:

Tabelle 60: Datentypen

Auch Strukturen lassen sich übergeben. Dabei ist es wichtig, dass die Datentypen exakt eingehalten werden. Zudem sind die Strukturen zwingend mit dem Attribut „packed“ zu definieren. Somit würde die folgende CODESYS-Struktur

TYPE t_teststruct :
STRUCT
a : BYTE; b : WORD;
c : INT;
d : DWORD;
e : REAL;
f : POINTER TO STRING;
END_STRUCT
END_TYPE 

Abbildung 80: Datei „Beispiel.lib“

in C wie folgt aussehen:

struct t_teststruct{ // Codesys-Style:
    char a; // BYTE
    unsigned short b; // WORD
    signed short c; // INT
    unsigned int d; // DWORD
    float e; // REAL
    char *f; // POINTER TO STRING
} __attribute__(packed)); 

Abbildung 81: Datei „Beispiel.h“

Zu beachten sind in der Datei „Beispiel.h“ die Datentypen und das Attribut „packed“.

Des Weiteren ist für jede in CODESYS erstellte Struktur eine init-Funktion in der Library zu erstellen. Für die Datei „Beispiel.h“ könnte die init-Funktion wie folgt aussehen:

Dabei muss sich der Name der Funktion aus dem Namen der Struktur und dem String „init“ zusammensetzen (z. B. t_teststructinit). Die Funktion wird beim Starten von CODESYS einmalig aufgerufen. Sie hat als Übergabeparameter einen Pointer auf die Struktur selbst und einen BOOL-Wert, der in diesem Fall nicht relevant ist.

12.2.3 Parameterübergabe per Referenz oder per Value

Es ist möglich, die Parameter mittels Referenz oder per Value zu übergeben. Dabei ist es wichtig, dass die richtige Reihenfolge und die Datentypen der Parameter zur Übergabe in die Funktion verwendet werden. Dazu sind die Datentypen aus der Tabelle im Kapitel „Datentypen“ zu beachten. Wird innerhalb des C-Programms auf falsch deklarierte Variablen zugegriffen, können Speicherzugriffsfehler auftreten. Diese führen zum Löschen (suspendieren) der Task durch das CODESYS-Laufzeitsystem.

12.3 Weitere Anwendungen

Ein Starten von beliebigen Linux-Programmen oder -Skripten ist über die Kapselung in eine C-Funktion möglich.

C-Funktionen können auch z. B. eine init-Funktion enthalten, welche eigene Linux-Threads erzeugt und somit eigenständige Programme enthält. Diese init-Funktionen lassen sich über CODESYS-System-Events, wie z. B. PLC-Start oder PLC-Stopp, aufrufen. Auf diesem Weg können auch komplette Applikationen in einem eigenen Thread gekapselt werden.

In init-Funktionen lassen sich auch Pointer auf gemeinsame Datenstrukturen übergeben, mit denen eine komfortable Datenschnittstelle zwischen CODESYS und C-Applikation ermöglicht wird.

13 Betriebssystem

13.1 Verwendeter Linux-Kernel

Für den I/O-IPC wird ein RT-Preempt Realtime-Kernel verwendet. Hierbei handelt es sich um einen Kernel, der mit dem entsprechenden Echtzeit-Patch versehen wurde. Dieser steht wie auch der Kernel unter GPL im Internet zur Verfügung: http://www.kernel.org/pub/linux/kernel/projects/rt/.

Diese Echtzeiterweiterung bringt die folgenden Vorteile:

• Voll prioritätsgesteuerte Prozesse im Echtzeitbereich.
- Möglichkeit zur Verwendung von Prozessen im User-Bereich mit dem CVS-Scheduler („Completely Fair Scheduling“).
• Priorisierung der Interrupt-Verarbeitung.
- Der System-Timer basiert auf dem Dynamic-Tick. Dadurch sind Reaktionszeiten im I/O-IPC nicht mehr an ein festes Zeitraster gebunden. Infolgedessen kann der I/O-IPC zyklische Prozesse in s-Bereich verarbeiten.

Als Bootloader für den I/O-IPC wird der GRUB verwendet. Zum Verändern der Starteinstellungen des Linux-Kernels drücken Sie innerhalb der von Ihnen eingestellten Wartezeit während der Startphase des GRUB eine der folgenden Tasten:

• Eine Taste auf der am I/O-IPC angeschlossenen Tastatur
• Bei einem geöffneten Terminalprogramm eine Taste auf der PC-Tastatur

Wago I/O-IPC-C6 - Verwendeter Linux-Kernel - 1

Abbildung 82: Serielle Konsole „Hyperterminal“

Im GRUB haben Sie die Wahl aus zwei Starteinstellungen für das Linux-Dateisystem:

• WAGO
Starten des Linux-Dateisystems vom internen Flash-Speicher.

- WAGO NFS

Starten des Linux-Dateisystems von einer zu definierenden, entfernten NFS-Partition.

Zum Ändern der Bootstrings (Übergabeparameter an den Kernel) drücken Sie auf der Tastatur die E-Taste. Dadurch können Sie eine feste IP-Adresse unter IP= festlegen bzw. unter VGA= die Auflösung des am I/O-IPC angeschlossenen Monitors einstellen.

Die Änderung des Startverhaltens wird nicht remanent gespeichert. Für die dauerhafte Speicherung ist im Linux-Dateisystem in der Datei /boot/grub/menu.lst der Parameter „default“ zu verändern.

13.3 Startablauf von Linux

Nach dem Einschalten des I/O-IPC startet zuerst das BIOS. Falls Sie dort die vom PC bekannten Einstellungen durchführen möchten, drücken Sie die Taste [Entf] bzw. [Del] auf der am I/O-IPC angeschlossenen Tastatur. Für den I/O-IPC sind an dieser Stelle keine Änderungen notwendig.

Im Anschluss an das BIOS startet der Bootloader GRUB, der den Kernel startet. Während der Hochlaufphase des Kernels wird die gesamte Hardware konfiguriert.

Nach der Hardwarekonfiguration startet der Kernel den ersten Userspace-Prozess (init). Wie bei großen Linux-Distributionen starten durch init die Startskripte in /etc/rc.d/... in alphabetischer und numerischer Reihenfolge.

Falls Sie eigene Anwenderprogramme starten möchten, können Sie weitere Einträge als Verweis auf Startskripte in diesem Verzeichnis anlegen. Diese Skripte werden automatisch beim Starten des I/O-IPCs ausgeführt.

Mit dem letzten rc.d-Skript wird CODESYS gestartet. Auf dem angeschlossenen Monitor wird die Target-Visualisierung von CODESYS angezeigt. Über [Alt] + [F2] der angeschlossenen Tastatur wechseln Sie auf die Linux-Konsole und mittels [Alt] + [F1] greifen Sie wieder auf die Target-Visualisierung zu.

Wago I/O-IPC-C6 - Startablauf von Linux - 1

Note

Verhalten beim Bootvorgang

Beim Bootvorgang wird eine Überprüfung des Dateisystems (Filesystem check) durchgeführt.

Diese Überprüfung kann die Anlaufzeit des Systems um mehrere Sekunden verzögern.

13.4 Linux-Konsole

Die Linux-Konsolen sind über die Tastatur wie folgt erreichbar:

1. Linux-Konsole2. Linux-Konsole3. Linux-Konsole
Target-VisualisierungLinuxIPC-Configuration-Tool
[Alt] + [F1][Alt] + [F2][Alt] + [F3]

Wenn Sie einzelne Konsolen deaktivieren wollen, müssen Sie die Datei /etc/inittab auf dem Gerät modifizieren. Das können Sie mit Hilfe des integrierten Editors vi oder über einen FTP-Upload / -Download tun. Die Datei /etc/inittab enthält die folgenden Zeilen:

tty1:2345:respawn:/sbin/getty 38400 tty1

tty2:23:respawn:/sbin/getty 38400 tty2

tty3:23:respawn:/etc/init.d/ipcconfig start

Die drei Kommandozeilen starten die in der Tabelle beschriebenen drei Konsolen. Kommentieren Sie einzelne Zeilen mit dem Zeichen „#“, wird die entsprechend kommentierte Linux-Konsole während des Systemstarts nicht mehr automatisch ausgeführt.

13.4.1 Zugriff auf die Linux-Konsole

GEFAHR

Wago I/O-IPC-C6 - GEFAHR - 1

Passwörter ändern

Die Standard-Passwörter sind in dieser Betriebsanleitung dokumentiert und bieten so keinen hinreichenden Schutz. Ändern Sie die Passwörter entsprechend Ihren Erfordernissen.

Sie können auf die Linux-Konsole über verschiedene Wege zugreifen. Zum einen über Telnet, zum anderen über die RS-232-Schnittstelle. Auch über einen Monitor an der DVI-I-Schnittstelle in Verbindung mit einer USB-Tastatur ist der Zugriff auf die Linux-Konsole möglich.

Im Auslieferungszustand des I/O-IPC sind die folgenden Benutzer eingerichtet:

Tabelle 61: Benutzer für die Linux-Konsole

Sie können auch eigene Benutzer anlegen und löschen:

sudo adduser [Benutzer]

sudo deluser [Benutzer] sudo

Hinweis

Wago I/O-IPC-C6 - Hinweis - 1

Vorsicht beim Löschen von Benutzern (user)!

Mit deluser können Sie auch Benutzer vom Typ superuser löschen. Das kann dazu führen, dass Sie anschließend keinen Zugriff mehr auf das Gerät haben. Wollen Sie den Zugriff wieder herstellen, muss das Gerät über einen Firmwaredownload zurückgesetzt werden.

13.4.1.1 Zugriff über Telnet

Um über Telnet auf den I/O-IPC zuzugreifen, verwenden Sie ein Terminalprogramm wie z. B. minicom (unter Linux) oder auch Hyperterminal (unter Windows).

Bei Verwendung des Hyperterminals sind in der Anmeldeoberfläche folgende Einstellungen anzupassen:

Hostadresse: IP-Adresse der verwendeten ETHERNET-Schnittstelle des I/O-IPC Verbinden über: TCP/IP

Ferner können Sie auch über die Konsole von Linux bzw. von MS-DOS mittels Telnet auf den I/O-IPC zugreifen. Gehen Sie dazu folgendermaßen vor:

  1. Verbinden Sie die ETHERNET-Schnitstelle X9 des I/O-IPC über ein ETHERNET-Patchkabel mit Ihrem PC.
  2. Öffnen Sie eine Konsole Ihres PC.
  3. Geben Sie den Befehl telnet ein.

Wago I/O-IPC-C6 - Zugriff über Telnet - 1

text_image C:\>telnet 192.168.2.17

Abbildung 83: Beispiel mit DOS-Konsole 1

  1. Geben Sie Ihren Benutzernamen ein (siehe Kapitel „Zugriff auf die Linux-Konsole“).

Wago I/O-IPC-C6 - Zugriff über Telnet - 2

text_image Telnet 192.168.2.17 WAGO-IO-IPC login: root Password: root@WAGO-IO-IPC:~

Abbildung 84: Beispiel mit DOS-Konsole 2

  1. Geben Sie das für Ihren Benutzer zugehörige Passwort ein. Die Linux-Konsole des I/O-IPC öffnet sich im HOME-Verzeichnis ( ^® ) des gewählten Benutzers.

13.4.1.2 Zugriff über RS-232-Schnittstelle und Terminalprogramm

Um über die RS-232-Schnittstelle mit Hilfe eines Terminalprogramms auf die Linux-Konsole zuzugreifen, gehen Sie folgendermaßen vor:

  1. Wählen Sie im WBM oder über das IPC-Configuration-Tool für die Schnittstelle die Linux-Konsole aus. Siehe dazu Kapitel „Administration“.
  2. Verbinden Sie die serielle Schnittstelle des PC über ein Nullmodemkabel mit der seriellen Schnittstelle X6 (11) des I/O-IPC.

Wago I/O-IPC-C6 - Zugriff über RS-232-Schnittstelle und Terminalprogramm - 1

text_image 11 Run Stop U2 U1 DESPAR D DNT GTA RST RST

Abbildung 85: RS-232-Schnittstelle X6

  1. Öffnen Sie auf Ihrem PC ein Terminalprogramm (Linux: z. B. minicom, Windows: z. B. Hyperterminal).

  2. Geben Sie im Terminalprogramm die voreingestellten Kommunikationsparameter der RS-232-Schnittstelle des I/O-IPC ein:

• Geschwindigkeit: 115200 bit/sek
- Datenbreite: 8 Bit
- Parität: keine
- Stoppbits: 1 Bit
- Flusssteuerung: keine

  1. Es erscheint das Startbild der Linux-Konsole.

  2. Geben Sie Ihren Benutzernamen ein (siehe Kapitel „Zugriff auf die Linux-Konsole“).

  3. Geben Sie das für Ihren Benutzer zugehörige Passwort ein. Die Linux-Konsole öffnet sich im HOME-Verzeichnis ( ^~ ) des gewählten Benutzers.

13.4.1.3 Zugriff über Tastatur und Monitor (DVI- und USB-Schnittstelle)

Um über einen an der DVI-I-Schnittstelle angeschlossenen Monitor/Touchscreen und eine mittels USB angeschlossene Tastatur auf die Linux-Konsole zuzugreifen, gehen Sie folgendermaßen vor:

  1. Schließen Sie einen Monitor an die DVI-I-Schnittstelle X7 (8) des I/O-IPC an.
  2. Schließen Sie eine USB-Tastatur an einem der beiden USB-Schnittstellen X10 (1) oder X11 (2) an.

Wago I/O-IPC-C6 - Zugriff über Tastatur und Monitor (DVI- und USB-Schnittstelle) - 1

text_image 1 2 8

Abbildung 86: DVI-I-Schnittstelle X7 und USB-Schnittstellen X10/11

  1. Nach dem Start von Linux erscheint – wenn erstellt – auf dem Monitor das Startbild der Target-Visualisierung.

Hinweis

Wago I/O-IPC-C6 - Hinweis - 1

Auflösung des Monitors/Touchscreen

Wenn nur ein dunkles Bild angezeigt wird, dann stimmt evtl. die Auflösung des Monitors/Touchscreen nicht. Ändern Sie die Auflösung mittels WBM (siehe Kapitel“Seite ,HMI Settings”“).

  1. Über die Tastenkombination [Alt] + [F2] wechseln Sie in die Linux-Konsole.

  2. Geben Sie Ihren Benutzernamen ein (siehe Kapitel „Zugriff auf die Linux-Konsole“).

  3. Geben Sie das für Ihren Benutzer zugehörige Passwort ein. Die Linux-Konsole des I/O-IPC öffnet sich im HOME-Verzeichnis ( ^® ) des gewählten Benutzers.

Über cat /proc/kmsg (alternativ dmesg) können Sie sich die Startmeldungen von Linux erneut anzeigen lassen.

13.4.2 Installierte Anwendungen

Ausgeliefert wird der I/O-IPC mit einem Basis-Image, welches bereits die wichtigsten Anwendungen im Dateisystem enthält. Folgende Anwendungen sind unter anderem enthalten:

  • Bootloader: GRUB
    • Dateisystem-Unterstützung für Ext2, Fat
    • Konsoleninitialisierung: getty
  • FTP-Client/-Server
    • Telnet-Client/-Server
  • SSH-Client/-Server
  • Webserver (lighttpd)
  • PHP5
  • BootP-/DHCP-Clients
  • NFS-Client
    • Event-Manager (udevd) zum automatischen Einbinden von USB-Speichern
  • NTP-Client

13.4.3 Aufbau des Dateisystems

Das Dateisystem des internen Flash-Speichers ist im Auslieferungszustand wie folgt partitioniert:

Tabelle 62: Aufbau des Dateisystems

BezeichnungGröße
Master-Boot-Record und Bootloader (grub)ca. 1,5 MB
1. Linux-System-Partitionca. 40 MB
2. Linux-System-Partitionca. 40 MB
Home-Partitionca. 40 MB
Restlicher Flash-Speicher, nicht partitioniert ca. 400 MB

Dabei enthält das Dateisystem, wie bei modernen Linux-Distributionen üblich, die folgenden Verzeichnisse mit den gängigen Programmen/Dateien:

Wago I/O-IPC-C6 - Aufbau des Dateisystems - 1

text_image bin Ausführbarc Programme boot Kernel-Image und Konfiguration des Bootloaders. dev Gerätetreiberdateien für die gesamte Peripherie des I/O-IPC etc Globale Konfigurationsdateien des I/O-IPC config- tools WAGO-spezifische Konfigurationstools network Konfigurationsdateien für die ETHERNET-Schnittstellen. init.d Startskripte rc.d Links auf Startskripte. Alle mit Sxx_benannten Skripte werden beim Booten des I/O-IPC ausgeführt. home guest Home-Verzeichnis eines Benutzers, der als guest angemeldet ist. user Home-Verzeichnis eines Benutzers, der als user angemeldet ist. codesys CODESYS-Verzeichnis: Dies beinhaltet ggf. die Boot-Applikation und die benötigten Dateien der Target- bzw. der Webvisualisierung. lib Verzeichnis mit allen dynamischen Libraries (shared objects).
Verzeichnis, welches alsmountpointfür die überautomount(udevd) eingebundenen Geräte (z. B. USB-Speicher) verwendet wird. Geräte die mit dem Dateisystem FAT formatiert sind, werden in /mediain einem Unterverzeichnis mit Ihrem Partitionsnamen eingebunden (weitere Details siehe Kapitel „SysLibFile, SysLibDir, SysLibFileAsync“)
media
mntmountpoint, der vom Benutzer verwendet werden kann. Im Auslieferungszustand hat dieses Verzeichnis keine Funktion.
procVirtuelles Verzeichnis, welches Informationen aus dem Kernel bereitstellt.
rootHome-Verzeichnis der Benutzerrootundadmin

Wago I/O-IPC-C6 - Aufbau des Dateisystems - 2

text_image sbin Ausführbare Programme, die von einem Benutzer verwendet werden können, der als superuser angemeldet ist. sys Virtuelles Verzeichnis, welches als Schnittstelle zu verschiedenen Kornel-Modulen verwendet wird. tmp RAM-Disk, welche für temporäre Dateien verwendet werden kann. Dateien, die in diesem Verzeichnis abgelegt werden, sind nach dem Wiedereinschalten nicht mehr vorhanden. Die RAM-Disk reserviert erst dann Teile des Speichers, wenn Dateien dort hineingeschrieben werden. usr Ausführbare Programme bin Ausführbare Programme, die von einem Benutzer verwendet werden können, der als superuser angemeldet ist. sbin Verzeichnis mit allen dynamischen Libraries (shared objects) lib Var www Verzeichnis, auf das der Webserver zugriff hat. Hier liegen die HTML-/SSI-Seiten des Webservers und der über das Web ausführbare CGI-Parser

13.4.4 Installierte Shell (BASH)

Für den I/O-IPC ist eine BASH (Bourne-Again-Shell) installiert, welche die Builtin-Kommandos wie z. B.: cd beinhaltet. Außerdem stellt die BASH die Umgebungsvariablen zur Verfügung und ermöglicht das Navigieren im Dateisystem ebenso wie das Starten von Programmen.

13.4.5 Busybox und andere Hilfsprogramme

Busybox vereint viele Programme aus den Standard-Linux-Distributionen in einem Programm, um den Speicherbedarf im Dateisystem zu minimieren. Das Programm wird nur über symbolische Links aufgerufen. Busybox wertet den aufrufenden Namen aus und kann so verschiedene Funktionen in einem Programm zusammenfassend realisieren.

Unter anderem stellt das Programm Busybox folgende Funktionen zur Verfügung:

- mount Einbinden von Laufwerken Durch die Namensvergabe (PC: Format > Volumenbezeichnung) eingebundener Speichermedien (z. B. CF-Karte, USB-Speicher), werden diese im Dateisystem (/media) angezeigt.

- reboot Neustart des I/O-IPC

- ifconfig Zeigt die aktuellen Einstellungen der ETHERNET-Schnittstelle an. Zum Ändern dieser Einstellungen verwenden Sie das WBM oder IPC-Configuration-Tool.

- rmdir Verzeichnis löschen

Hinweis

Wago I/O-IPC-C6 - Hinweis - 1

Kompilieren der Busybox

Beim Kompilieren von Busybox können Sie die zu installierenden Programme auswählen. Dadurch passen Sie die Programmgröße entsprechend der benötigten Funktion an. Beim I/O-IPC sind für das System alle notwendigen Funktionen implementiert.

Zudem sind weitere Programme auf dem I/O-IPC installiert wie z. B. cp oder ftp. Die im Kapitel „Installierte Anwendungen“ aufgeführten Programme gehören ebenso dazu wie folgende Hilfsprogramme (Beispiele):

  • htop, top
    Programm zur Anzeige der Prioritäten und der verbrauchten Ressourcen einzelner Prozesse.
  • sed
    Hilfsprogramm zum einfachen Parsen von Text-/Konfigurationsdateien.
  • gdbserver
    Remote-Debugger
  • cyclictest
    Messprogramm zum Erfassen der Echtzeitfähigkeit des Systems.
  • zip, unzip
    Zum Packen bzw. Entpacken von Zip-Archiven.

13.5 Treiber für spezielle Hardwareteile

Durch den echtzeitfähigen Kernel sind Userspace-I/O-Treiber (UIO) realisierbar. Dabei wird über eine Speicher-Mapping-Funktionalität direkt vom Userspace auf die Hardware zugegriffen. Dadurch greifen Sie auf die Prozessabbilder der angeschlossenen Busklemmen zu sowie auf andere Hardware-Bereiche.

13.6 Einbinden eines USB-Druckers

An den USB-Schnittstellen können Sie einen Drucker für ASCII-Texte anschließen.

Um beispielsweise die Wörter Test0, Test1 und Test2 auszudrucken, geben Sie folgende Befehle ein:

Geduckt erscheinen die Wörter Test auf einer Seite wie folgt:

Test0

Test1

Test2

13.7 Installierte Dienste der ETHERNET-Schnittstelle

Für die ETHERNET-Schnittstelle sind im Auslieferungszustand des I/O-IPC verschiedenste Client-/Server-Dienste aktiviert. Nachfolgend ist eine Auswahl an installierten Diensten aufgeführt:

  • Telnet-Server
    Der Telnet-Server ermöglicht die Verbindung mehrerer Teilnehmer eines Netzwerks mit der Linux-Konsole des I/O-IPC.
  • Telnet-Client
    Dieser dient zum Zugriff über ein Netzwerk auf die Konsole eines entfernten Telnet-Servers.
  • FTP-Server
    Der FTP-Server ermöglicht den Zugriff mehrerer Teilnehmer eines Netzwerks auf das Dateisystem des I/O-IPC.
  • FTP-Client
    Dieser ermöglicht den Austausch von Dateien mit fernen FTP-Servern.
  • Webserver
    Teilnehmer im Netzwerk können mit einem Internet-Browser Informationen über die Einstellungen des I/O-IPC abrufen und diesen konfigurieren.
  • NTP-Client
    Der NTP-Client erlaubt die Abfrage der genauen Uhrzeit von einem NTP-Server.
  • NFS-Client
    Dieser dient zum Einbinden von freigegebenen Netzwerklaufwerken von NFS-Servern.
  • SNMP-Server
    Durch den SNMP-Server ist es möglich, den I/O-IPC von einem PC zu überwachen und zu steuern. Ebenfalls besteht die Möglichkeit mittels SNMP Daten mit dem SPS-Programm auszutauschen (Siehe Anhang, Kapitel „WagoLibNetSnmp.lib“).

13.7.1 Telnet-Server (telnetd)

Der Telnet-Server ist im Auslieferungszustand des I/O-IPC aktiviert. Der telnetd-Daemon wird bei einer entsprechenden Anfrage über das ETHERNET aktiviert. Dadurch wird eine neue Linux-Konsole mit dem Zugang über Telnet erzeugt. Der Telnet-Daemon wird mit dem Skript /etc/rc.d/S07_telnetd gestartet bzw. gestoppt.

Zur Anmeldung am Telnet-Server geben Sie Ihren Benutzernamen und das dazugehörige Passwort ein. Die Linux-Konsole des I/O-IPC öffnet sich und das HOME-Verzeichnis des gewählten Benutzers wird angezeigt.

13.7.2 FTP-Server (pure-ftpd)

Das „File Transfer Protocol“ dient dazu, Dateien zwischen PC und dem I/O-IPC auszutauschen. Auf dem PC muss dabei nicht Linux installiert sein, da auch Windows FTP-Client-Funktionen bereitstellt.

Im Auslieferungszustand des I/O-IPC ist der FTP-Server aktiviert. Der FTP-Daemon wird mit dem Skript /etc/rc.d/S09_pureftd gestartet bzw. gestoppt und wartet danach auf entsprechende Anfragen.

Austausch der FTP-Dateien zwischen PC und I/O-IPC über ETHERNET

Um über ETHERNET mit FTP Dateien zwischen einem PC und dem I/O-IPC auszutauschen, ist ein FTP-Client nötig. Dazu können Sie sowohl einen Internet-Browser (Internet Explorer) als auch ein FTP-Programm (z. B. Filezilla, DOS-Konsole, Linux-Konsole) verwenden. Verwenden Sie für die FTP-Verbindung Port 21. Bei manchen FTP-Programmen, wie beispielsweise „Filezilla“, ist dieser nachträglich einzutragen.

Um beispielsweise den Windows-Internet-Explorer als FTP-Client zu nutzen, geben Sie folgende Adresse in die Adresszeile des Windows-Explorers ein:

ftp://username:password@hostname.

Beispiel: ftp://user:user@192.168.1.17.

Informationen zu Benutzern und Passwörtern der Linux-Konsole erhalten Sie im Kapitel „Zugriff auf die Linux-Konsole“.

Um beispielsweise die DOS-Konsole als FTP-Client zu nutzen, geben Sie in der Konsole folgenden Befehl ein:

ftp

C:\WINNT\system32\cmd.exe - ftp 192.168.1.17
Microsoft Windows 2000 [Version 5.00.2195]
(C) Copyright 1985-2000 Microsoft Corp.
U:\>ftp 192.168.1.17
Verbindung mit 192.168.1.17 wurde hergestellt.
220 FTP server ready.
Benutzer (192.168.1.17:(none)): root
331 User root OK. Password required
Kennwort:
230 OK. Current directory is /home
ftp> 

Abbildung 87: DOS-Konsole

Nachdem Sie sich angemeldet haben, können Sie mit help die Hilfe aufrufen, welche die verfügbaren Befehle der FTP-Konsole des Slaves beschreibt. Zum Beispiel:

put Datei.html // Schreibt die Datei in den I/O-IPC
get Bild.gif // Liest die Datei vom I/O-IPC
cd/ // Wechselt in das Root-Verzeichnis
help // Zeigt alle implementierten Kommandos an 

13.7.3 NFS-Server

Das NFS („Network File System“) ist ein Dienst, der den netzwerkübergreifenden Zugriff auf Dateien erlaubt. Wollen Sie z. B. das lokale Verzeichnis /home im Netzwerk freigeben, dann fügen Sie in der Konfigurationsdatei /etc/exports folgende Zeile hinzu:

/home *(rw, sync, all_squash, anonuid=<uid>, anongid=<gid>) 

Für und geben Sie die Linux-Benutzernummer und Gruppennummer ein, über die Sie angemeldet sind. Diese Nummern lassen sich wie folgt ermitteln:

> id
uid=0 (root) gid=0 (root) 

Für dieses Beispiel lautet die Zeile der Datei /etc/exports folgendermaßen:

/home *(rw, sync, all_squash, anonuid=0, anongid=0) 

13.7.4 FTP-Client

Der FTP-Client ermöglicht Dateien von einem FTP-Server zu laden bzw. zu schreiben. Der FTP-Client ist im Verzeichnis /bin installiert und steht so jedem User zur Verfügung. Verwenden Sie für die FTP-Verbindung Port 21.

Bedienung des FTP-Clients

Um den FTP-Client zu nutzen, muss auf einem fernen PC ein FTP-Server mit einem bekannten Benutzer für den FTP-Zugang vorhanden sein. Zum Starten des FTP-Clients geben Sie folgenden Befehl ein:

ftp <IP/hostname> 

Beispiel: ftp 192.168.1.11

Der FTP-Server fragt Benutzer und Passwort ab. Nach erfolgreicher Anmeldung können Sie Befehle auf dem Server ausführen. Mit help fragen Sie die verfügbaren Befehle des Servers ab. Der Server liefert dann eine Liste aller verfügbaren FTP-Befehle. Eine Beschreibung eines Befehls erhalten Sie mit help , wie z. B. help cd.

13.7.5 Webserver (lighttp)

Lighttp ist ein Programm unter GPL und zeichnet sich besonders durch seine Schnelligkeit aus. Die Syntax der Konfigurationsdatei ist am Apache-Webserver angelehnt wodurch er einfach einzurichten ist. Der Webserver verfügt auch über eine PHP5-Unterstützung, die bereits für die Webseiten des WBM verwendet wird.

Der Webserver ist im Auslieferungszustand des I/O-IPC aktiviert. Er stellt über das Web-based Management eine grafische Oberfläche zur Verfügung, über die Sie den I/O-IPC konfigurieren können. Siehe dazu Kapitel „Konfiguration mittels Web-based Management (WBM)“.

Die bereits hinterlegten Webseiten liegen im Verzeichnis /var/www. Im Verzeichnis /var/www/cgi-bin/ befindet sich ein CGI-Parser, der es ermöglicht, dynamische Webseiten zu erzeugen. Beispiele, die den CGI-Parser verwenden, liegen im Verzeichnis /var/www/wbm und realisieren das WBM zur Konfiguration des I/O-IPC.

13.7.6 NTP-Client

Der I/O-IPC stellt eine NTP-Client-Funktionalität durch das Programm ntpclient bereit. Mit NTP kann von einem entfernten NTP-Server die Uhrzeit abgefragt werden. Verwenden Sie für die NTP-Verbindung Port 123.

Für im Internet anzusprechende NTP-Server sind Routing und Firewall entsprechend einzustellen. Bei NTP wird die Zeit in einem 64-Bit-Wert übertragen und hat so eine Auflösung von ca. 0,25 ns. Die Genauigkeit der Zeitübertragung wird im Internet mit +/-10 ms und in lokalen Netzwerken mit bis zu +/-200 μs angegeben.

Die Konfiguration und Aktivierung/Deaktivierung des NTP-Clients führen Sie über das WBM durch.

13.7.7 NFS-Client

Ein NFS-Client ist im Kernel integriert, wodurch es ermöglicht wird, entfernte Laufwerke dem eigenen Dateisystem hinzuzufügen. Um ein Verzeichnis eines fernen Systems einzubinden, wird es wie eine Partition einer Festplatte mit dem Befehl mount der Linux-Verzeichnisstruktur zugeordnet. Um den NFS-Dienst zu nutzen, muss auf dem fernen PC ein NFS-Server mit einem entsprechend freigegebenen Verzeichnis vorhanden sein. Das Einbinden des entfernten Verzeichnisses in das Dateisystem des I/O-IPC wird mit dem folgenden Befehl durchgeführt:

mount -t nfs -o nolock <IP/hostname>:/<Verzeichnis>/<lokales Verzeichnis> 

Beispiel: > mount -t nfs -o nolock 192.168.1.12:/targetfs /mnt

Im Auslieferungszustand ist das Laufwerk /mnt vorhanden. Es dient zur Einbindung fremder Laufwerke. Der Zugriff auf das über NFS eingebundene Laufwerk wird wie bei einem Zugriff auf ein lokales Verzeichnis vorgenommen. Soll der I/O-IPC z. B. beim Systemstart automatisch Laufwerke einbinden, können Sie diese im Verzeichnis /etc/rc.d über ein Skript aufrufen.

13.7.8 SNMP-Agent

Das „Simple Network Management Protocol“ dient zum Überwachen und Steuern von Netzwerkkomponenten. Bei der Kommunikation via SNMP kommen SNMP-Manager (Clients) und SNMP-Agenten (Server) zum Einsatz.

Der auf einem PC installierte Manager steuert über ein TCP/IP-Netzwerk den auf dem I/O-IPC installierten Agenten. Er kann sowohl Anfragen an den I/O-IPC senden als auch Antworten von ihm erhalten. Der Agent dient zum Erfassen und Übertragen von Gerätedaten (Name, Status, OIDs usw.) dienen.

Die Daten eines Gerätes, auf die der Agent zugreift oder modifizieren kann, heißen SNMP-Objekte. Die SNMP-Objekten werden über die MIB-Datei (MIB bedeutet „Management Information Base“) dem Manager bekannt gegeben. Für die eindeutige Adressierung der einzelnen Infos innerhalb einer MIB sind OIDs zuständig (Object Identifier).

Die Konfiguration von dem SNMP-Agenten des I/O-IPC führen Sie über das Web-based Management (WBM) durch.

Das SNMP wird in der Version 1, 2c und 3 unterstützt. Im Auslieferungszustand des I/O-IPC ist der SNMP-Agent aktiviert. Bei SNMP in der Version 1 und 2c handelt es sich um einen gerätegebundenen Nachrichtenaustausch. Dazu muss die IP-Adresse des Managers angegeben werden. Mit dieser eingestellten IP-Adresse kann ein Manager mit dem Netzwerk-Teilnehmer kommunizieren. In der Version 3 vom SNMP ist der Nachrichtenaustausch an Benutzer gebunden. Jedes Gerät, welches die über das WBM eingestellten Passwörter kennt, kann Werte aus dem I/O-IPC lesen bzw. schreiben. Bei SNMPv3 können die Nutzdaten der SNMP-Nachrichten zudem auch verschlüsselt übertragen werden. So können die

angefragten und zu schreibenden Werte nicht im ETHERNET mitgehört werden. Deshalb wird SNMPv3 häufig in sicherheitsrelevanten Netzwerken verwendet.

Zum Anlegen kundenspezifischer Variablen (OID) steht Ihnen die CODESYS-Bibliothek WagoLibNetSnmp.lib zur Verfügung. Ausführliche Informationen zu den Datenpaketen, die über SNMP die Kommunikation ermöglicht erhalten Sie im Anhang, Kapitel „WagoLibNetSnmp.lib“.

14 Diagnose

14.1 Betriebs- und Statusmeldungen

In der unten stehenden Tabelle sind alle Betriebs- und Statusmeldungen des I/O-IPC beschrieben, die durch die LEDs angezeigt werden:

Wago I/O-IPC-C6 - Betriebs- und Statusmeldungen - 1

text_image 30 31 32 33 35 36 37 38 39 40 41 42 43 44 RST

Abbildung 88: Kennzeichnung der LEDs

Tabelle 63: Betriebs- und Statusmeldungen des I/O-IPC

PositionLEDFarbe/StatusUrsacheErläuterung/Abhilfe
30/32ACT/LNKAusI/O-IPC hat keine Verbindung zum Ethernet-Netzwerk.Überprüfen Sie die Verkabelung der ETHERNET-Schnittstellen X8/X9.
GelbVerbindung zum ETHERNET-Netzwerk ist vorhanden.-
Gelb blinkendDatenaustausch über das ETHERNET-Netzwerk findet statt.-
31/33SpeedGrünÜbertragungsgeschwindigkeit 100 Mbit/sÜbertragungsgeschwindigkeit wird von den Teilnehmerndes ETHERNET-Netzwerks definiert.
AusÜbertragungsgeschwindigkeit 10 Mbit/s
35U2Grün, rot, gelb, aus-Vom Anwender frei programmierbare LED (mittels der MiscLib.lib).
36U1Grün, rot, gelb, aus-Vom Anwender frei programmierbare LED (mittels der MiscLib.lib).

Tabelle 63: Betriebs- und Statusmeldungen des I/O-IPC

PositionLEDFarbe/StatusUrsacheErläuterung/Abhilfe
37IDE/PWRGrün24-V-Versorgungsspannung ist am I/O-IPC vorhanden.-
Rot24-V-Versorgungsspannung ist am I/O-IPC vorhanden und es wird auf den internen Flash-Speicher oder auf die CF-Karte zugegriffen.-
38IO- Grün-rot blinkend - ausDer I/O-IPC befindet sich in der Startphase. -
Grün blinkendKeine Störung am I/O-IPC.Geschwindigkeits-anzeige zur Aktualisierung des Klemmenbusses.Ohne CODESYS-Anwendung ist nur ein kurzes Blinken sichtbar.-
Rot blinkendAnzeige von Störmeldungen durch den Blinkcode.Werten Sie den Fehlercode aus.Detaillierte Informationen dazu entnehmen Sie bitte Kapitel„Diagnosemeldungen (I/O-LED)“.
41RDYAus - Ohne Funktion
42RUN

Tabelle 64: Betriebs- und Statusmeldungen des I/O-IPC

PositionLEDFarbe/StatusUrsacheErläuterung/Abhilfe
43Klemmenbus-schnittstelleAus-Leuchtet die LED, dann haben Sie die Versorgungsspannung nicht korrekt angeschlossen. Verwenden Sie zur Einspeisung die Potentialeinspeise- oder Filterklemme. Siche dazu Kapitel „Versorgungsspan-nung anschließen“.
44Potentialein-speiseklemme 750-602, LED CGrün24-V-Versorgungsspannung an den Leistungskontakten vorhanden.-
Aus24-V-Versorgungsspannung an den Leistungskontakten nicht vorhanden.Schließen Sie die Versorgungsspannung an.
Optionale Filterklemme 750-626, LED AGrün24-V-Versorgungsspannung vorhanden.-
Aus24-V-Versorgungsspannung nicht vorhanden.Schließen Sie die Versorgungsspannung an.
LED CGrün24-V-Versorgungsspannung an den Leistungskontakten vorhanden.-
Aus24-V-Versorgungsspannung an den Leistungskontakten nicht vorhanden.Schließen Sie die Versorgungsspannung an.

Tabelle 65: Betriebs- und Statusmeldungen der ERR- und STA-LED

PositionLEDFarbe/StatusUrsacheErläuterung/Abhilfe
39ERRAusOhne Funktion-
40STAAus

14.2 Diagnosemeldungen (I/O-LED)

Dieses Kapitel beschreibt detailliert die I/O-LED (38).

Diese zeigt Diagnosemeldungen des I/O-IPC in Form eines Blinkcodes an. Die Anzahl der Blinkimpulse weist auf Fehlercodes und Fehlerargumente hin, die der genauen Fehlerfindung dienen. Siehe dazu die folgenden Kapitel.

Bei mehreren aufgetretenen Diagnosemeldungen blinkt immer die als erste aufgetretene Diagnosemeldung, bis diese behoben ist. Erst im Anschluss daran wird eine evtl. weitere Diagnosemeldung angezeigt.

Wago I/O-IPC-C6 - Diagnosemeldungen (I/O-LED) - 1

text_image 38 I/O 64 51 40 38 64 51 40 38 64 51 40 38 64 51 40 38 64 51 40 38

Abbildung 89: Anzeige der Blinkcodes durch die I/O-LED

14.2.1 Ablauf der Blinksequenz

Eine Diagnose (Störung) wird immer zyklisch mit drei Blinksequenzen dargestellt:

  1. Die erste Blinksequenz (flackern) leitet die Störmeldung ein.
  2. Nach einer Pause von ca. 1 Sekunde erscheint die zweite Blinksequenz. Die Anzahl der Blinkimpulse gibt den Fehlercode an, der die Art des Fehlers beschreibt.
  3. Nach einer weiteren Pause erscheint die dritte Blinksequenz. Die Anzahl der Blinkimpulse gibt das Fehlerargument an, welches ergänzende Fehlerbeschreibungen liefert, z. B. an welchen der am I/O-IPC angeschlossenen Busklemmen ein Fehler vorliegt.

Wago I/O-IPC-C6 - Ablauf der Blinksequenz - 1

flowchart
graph TD
    A["Vorsorgungsspannung einschalten"] --> B["Start des I/O-IPC\nRote und grüne IO-LED blinken"]
    B --> C{Störung}
    C -->|Ja| D["1. Pause"]
    D --> E["Rote IO-LED\n2. Blinksequenz\nFehlercode (Anzahl Blinkimpulse)"]
    E --> F["2. Pause"]
    F --> G["Rote IO-LED\n3. Blinksequenz\nFehlerargument (Anz. Blinkimp.)"]
    G --> H["Betriebsbereit"]
    C -->|Nein| I["Grüne I/O-LED an,\nrote IO-LED aus"]
    I --> H

Abbildung 90: Ablaufdiagramm der Blinksequenz

14.2.2 Beispiel einer Diagnosemeldung mittels Blinkcode

Folgendes Beispiel verdeutlicht die Darstellung einer Diagnosemeldung mittels Blinkcode. Es wird ein Datenfehler am Klemmenbus angezeigt, der durch das Entfernen einer Busklemme verursacht wird, die sich an der 6. Position des I/O-IPC befindet.

Einleitung der Startphase

  1. Die I/O-LED beginnt mit der Einleitung der Startphase: Ein Zyklus von ca. 10 Hz (10 Blinkzeichen/Sekunde).
  2. Es folgt eine Pause von ca. einer Sekunde.

Fehlercode 4: Datenfehler am Klemmenbus

  1. Die I/O-LED blinkt 4 Zyklen von ca. 1 Hz.

  2. Es folgt eine Pause von ca.1 Sekunde.

Fehlerargument 5: Busklemme auf dem 6. Steckplatz

  1. Die I/O-LED blinkt 5 Zyklen von 1 Hz. Dies bedeutet, dass am Klemmenbus nach der 5ten Busklemme eine Unterbrechung aufgetreten ist.
  2. Der Blinkcode startet mit dem Flackern die erneute Einleitung der Startphase. Bei nur einer Störung wiederholt sich dieser Ablauf.

14.2.3 Bedeutung der Blinkcodes und Maßnahmen zur Fehlerbehebung

Dieses Kapitel beschreibt die durch die I/O-LED als Blinkcode ausgegebenen Diagnosen.

Lassen sich die nachfolgenden Diagnosen nicht mit den angegebenen Maßnahmen beseitigen, kontaktieren Sie bitte den WAGO-Support. Teilen Sie diesem den Blinkcode mit, der ausgegeben wird.

Tel.: +49 571 887 555

Fax: +49 571 887 8555

E-Mail: support@wago.com

Tabelle 66: Bedeutung der Blinkcodes und Maßnahmen zur Fehlerbechebung

FehlerargumentUrsacheBeseitigung
Fehlercode 1: Hardware- und Konfigurationsfehler
-Ungültige Parameter-Prüfsumme des Klemmenbuscontrollers (Klemmenbusschnittstelle)- Schalten Sie die Versorgungsspannung des I/O-IPC ab und wechseln Sie ihn aus.- Schalten Sie anschließend die Versorgungsspannung wieder ein.
1Während der Inlinecode-Generierung hat der interner Pufferspeicher die max. Datenmenge überschritten- Schalten Sie die Versorgungsspannung des I/O-IPC ab.- Reduzieren Sie die Anzahl der Busklemmen.- Schalten Sie die Versorgungsspannung wieder ein.
2Busklemme(n) mit nichtunterstütztem DatentypAktualisieren Sie die Firmware des I/O-IPC. Bleibt der Fehler bestehen, liegt ein Fehler an einer Busklemme vor. Ermitteln Sie diese wie folgt:- Schalten Sie die Versorgungsspannung aus.- Platzieren Sie die Endklemme in der Mitte der angeschlossenen Busklemmen.- Schalten Sie die Versorgungsspannung wieder ein.- Falls die I/O-LED noch rot blinkt, schalten Sie die Versorgungsspannung erneut aus und platzieren Sie die Endklemme in der Mitte der ersten Hälfte der Busklemmen (zum I/O-IPC hin).- Wenn die LED nicht mehr blinkt, schalten Sie die Versorgungsspannung ab und platzieren Sie die Endklemme in der Mitte der zweiten Hälfte der Busklemmen (weg vom I/O-IPC).- Schalten Sie die Versorgungsspannung wieder ein.Wiederholen Sie diese Prozedur so oft, bis Sie die defekte Busklemme ermittelt haben.Tauschen Sie diese anschließend aus.

Tabelle 66: Bedeutung der Blinkcodes und Maßnahmen zur Fehlerbehebung

FehlerargumentUrsacheBeseitigung
3Unbekannter Modultyp des Flash-Programmspeichers- Schalten Sie die Versorgungsspannung des I/O-IPC ab und wechseln Sie ihn aus.- Schalten Sie anschließend die Versorgungsspannung wieder ein.
4Fehler beim Beschreiben des Flash-Speichers aufgetreten- Schalten Sie die Versorgungsspannung des I/O-IPC ab und wechseln Sie ihn aus.- Schalten Sie anschließend die Versorgungsspannung wieder ein.
5Fehler beim Löschen eines Flash-Sektors aufgetreten
6Die Busklemmenkonfiguration nach einem Klemmenbus-Reset stimmt nicht mit der nach dem letzten Start des I/O-IPC überein.Starten Sie den I/O-IPC neu, indem Sie- die Versorgungsspannung abschalten und anschließend wieder einschalten oder- die Reset-Taste auf dem I/O-IPC drücken.
7Fehler beim Beschreiben des seriellen EEPROM aufgetreten- Schalten Sie die Versorgungsspannung des I/O-IPC ab und wechseln Sie ihn aus.- Schalten Sie anschließend die Versorgungsspannung wieder ein.
8Unzulässige Hardware-/Firmware-Kombination
9Ungültige Prüfsumme im seriellen EEPROM
10Initialisierung des seriellen EEPROM fehlgeschlagen
11Fehler beim Lesezugriff auf dem seriellen EEPROM aufgetreten- Schalten Sie die Versorgungsspannung des I/O-IPC ab und reduzieren Sie die Anzahl der Busklemmen.- Schalten Sie anschließend die Versorgungsspannung wieder ein.
12Zeit für Zugriff auf dem seriellen EEPROM überschritten- Schalten Sie die Versorgungsspannung des I/O-IPC ab und wechseln Sie ihn aus.- Schalten Sie anschließend die Versorgungsspannung wieder ein.
14Maximale Anzahl an Gateway- oder Mailboxklemmen überschritten- Schalten Sie die Versorgungsspannung des I/O-IPC ab.- Reduzieren Sie die Anzahl der Gateway- oder Mailboxklemmen.- Schalten Sie anschließend die Versorgungsspannung wieder ein.
Fehlercode 2: Nicht verwendet
---

Tabelle 66: Bedeutung der Blinkcodes und Maßnahmen zur Fehlerbechebung

FehlerargumentUrsacheBeseitigung
Fehlercode 3: Klemmenbus-Protokollfehler
-Störung der Klemmenbuskommunikation; defekte Busklemme kann nicht ermittelt werdenIst am I/O-IPC eine Potentialeinspeiseklemme (z. B. 750-602) angeschlossen, stellen Sie sicher, dass diese funktioniert (siehe dazu Kap. „LED-Signalisierung“). Ist die Einspciseklemme fehlerfrei, dann liegt eine Störung an einer Busklemme vor. Ermitteln Sie diese Busklemme wie folgt:- Schalten Sie die Versorgungsspannung aus.- Platzieren Sie die Endklemme in der Mitte der angeschlossenen Busklemmen.- Schalten Sie die Versorgungsspannung wieder ein.- Falls die I/O-LED noch rot blinkt, schalten Sie die Versorgungsspannung erneut aus und platzieren Sie die Endklemme in der Mitte der ersten Hälfte der Busklemmen (zum I/O-IPC hin).Wenn nur noch eine Busklemme übrig ist, aber die LED noch blinkt, dann ist diese oder die Klemmenbusschnittstelle des I/O-IPC defekt. Tauschen Sie die Busklemme oder den I/O-IPC aus.- Wenn die LED nicht mehr blinkt, schalten Sie die Versorgungsspannung ab und platzieren Sie die Endklemme in der Mitte der zweiten Hälfte der Busklemmen (weg vom I/O-IPC).- Schalten Sie die Versorgungsspannung wieder ein.Wiederholen Sie diese Prozedur so oft, bis Sie die defekte Busklemme ermittelt haben. Tauschen Sie diese anschließend aus.

Tabelle 66: Bedeutung der Blinkcodes und Maßnahmen zur Fehlerbehebung

FehlerargumentUrsacheBeseitigung
Fehlercode 4: Physischer Fehler am Klemmenbus
-Fehler in der Klemmenbus-Datenkommunikation oder Unterbrechung des Klemmenbusses am I/O-IPC- Schalten Sie die Versorgungsspannung des I/O-IPC ab.- Stecken Sie eine Busklemme für Prozessdaten an den I/O-IPC.- Stecken Sie als letztes die Endklemme an den I/O-IPC.Wird kein Fehlerargument von der I/O-LED ausgegeben, liegt ein Fehler an der Klemmenbusschnittstelle vor und der I/O-IPC ist auszutauschen.
n*Klemmenbusunterbrechung nach der n-ten Prozessdatenklemme.- Schalten Sie die Versorgungsspannung des I/O-IPC ab.- Tauschen Sie die (n+1)-te Prozessdatenklemme aus.- Schalten Sie die Versorgungsspannung wieder ein.Busklemmen, die keine Daten liefern, werden nicht beachtet (z. B. Einspeiseklemme ohne Diagnose).
Fehlercode 5: Klemmenbus-Initialisierungsfehler
n*Fehler in der Registerkommunikation während Klemmenbusinitialisierung- Schalten Sie die Versorgungsspannung des I/O-IPC ab.- Tauschen Sie die (n+1)-te Prozessdatenklemme aus.- Schalten Sie die Versorgungsspannung wieder ein.Busklemmen, die keine Daten liefern, werden nicht beachtet (z. B. Einspeiseklemme ohne Diagnose).
Fehlercode 6: Designfehler in der Knotenkonfiguration
5Maximalgröße des Prozessabbilds überschritten- Schalten Sie die Versorgungsspannung des I/O-IPC ab und reduzieren Sie die Anzahl der Busklemmen.- Schalten Sie die Versorgungsspannung wieder ein.
Fehlercode 7: Nicht verwendet
---
Fehlercode 8: Nicht verwendet
---

Tabelle 66: Bedeutung der Blinkcodes und Maßnahmen zur Fehlerbechebung

FehlerargumentUrsacheBeseitigung
Fehlercode 9: CPU-Ausnahmefehler
1UngültigeProgrammanweisungStörung der Programmabfolge.Kontaktieren Sie den WAGO-Support.
2Überlauf StapelspeicherStörung der Programmabfolge.Kontaktieren Sie den WAGO-Support.
3Unterlauf StapelspeicherStörung der Programmabfolge.Kontaktieren Sie den WAGO-Support.
4Ungültiges Ereignis (NMI)Störung der Programmabfolge.Kontaktieren Sie den WAGO-Support.

15 Service

In diesem Kapitel erhalten Sie Informationen zu Wartungs- und Servicetätigkeiten.

VORSICHT

Wago I/O-IPC-C6 - VORSICHT - 1

Heiße Oberfläche!

Während des Betriebs können hohe Oberflächentemperaturen am Gehäuse des I/O-IPC auftreten. War der I/O-IPC in Betrieb, lassen Sie ihn abkühlen, bevor Sie diesen berühren.

15.1 Austausch der Batterie

Wenn Sie bei fehlender Spannungsversorgung die Batterie wechseln, stellen Sie sicher, dass Sie eine neue Batterie vom Typ CR2025 (Li/MnO _2 , 165 mAh) folgender Hersteller einsetzen: Varta, Sony, Renata, Mitsubishi, Sanyo oder Toshiba.

Ein Kondensator sorgt kurze Zeit für die fehlende Spannungsversorgung der Echtzeituhr. Die Daten des SRAM bleiben dadurch beim Wechsel der Batterie erhalten.

VORSICHT

Wago I/O-IPC-C6 - VORSICHT - 1

Explosionsgefahr!

Eine falsch eingesetzte Batterie kann explodieren. Achten Sie darauf, dass Sie die Batterie korrekt einlegen (Pluspol obenliegend). Bei Nichtbeachtung besteht die Gefahr von Personen- und Sachschäden.

ESD

Wago I/O-IPC-C6 - ESD - 1

Elektrostatische Entladung!

Ohne die Frontplatte sind Teile der Leiterplatte zugänglich. Halten Sie notwendige ESD-Maßnahmen ein, um mögliche Schäden verursacht durch elektrostatische Entladung zu vermeiden.

Hinweis

Wago I/O-IPC-C6 - Hinweis - 1

Aufladen der Batterie

Sie dürfen diese Batterie nicht wieder aufladen. Öffnen Sie niemals die Batterie und werfen Sie diese auch nie ins Feuer.

Hinweis

Wago I/O-IPC-C6 - Hinweis - 1

Lebensdauer der Batterie

Die Lebensdauer der Batterie ist von der Umgebungstemperatur abhängig. Daher empfiehlt sich ein jährlicher Austausch.

Zum Auswechseln der Batterie gehen Sie folgendermaßen vor:

  1. Entfernen Sie das Feldbuskabel vom Anschluss X3 (bei den Varianten ohne Feldbusanschluss entfällt dieser Schritt).

  2. Demontieren Sie die Abdeckung (51) durch Entfernen der vier Schrauben (53) mit einem passenden Schraubendreher für Torx®-Schrauben

Bei Wandmontage halten Sie dabei die Abdeckung vor dem Lösen der letzten Schraube fest, damit die Abdeckung nicht herunterfällt.

  1. Entnehmen Sie die alte Batterie (52), indem Sie diese mit dem Finger nach unten gegen den Kontakt (54) drücken und dann zu sich herausziehen.

Wago I/O-IPC-C6 - Lebensdauer der Batterie - 1

text_image 53 51

Wago I/O-IPC-C6 - Lebensdauer der Batterie - 2

text_image 52 54

Abbildung 91: Batteriewechsel der Notstromversorgung 1
Wago I/O-IPC-C6 - Lebensdauer der Batterie - 3

text_image 53

Abbildung 92: Batteriewechsel der Notstromversorgung 2

  1. Legen Sie die neue Batterie, Typ CR2025, mit dem Pluspol obenliegend in die Halterung ein, sodass die Batteriekante am Kontakt (54) anliegt, und drücken Sie die Batterie hinein, bis diese fühlbar einrastet.

  2. Befestigen Sie die Frontplatte durch Festziehen der vier Schrauben (53). Achten Sie darauf, dass Sie die Gewinde nicht überdrehen. Bei einer senkrechten Montage des I/O-IPC halten Sie bis zur Befestigung der ersten Schraube die Frontplatte fest, damit diese nicht herunterfällt.

  3. Befestigen Sie das Feldbuskabel an Anschluss X3 (bei den Varianten ohne Feldbusanschluss entfällt dieser Schritt).

15.2 Entsorgung

Entsorgen Sie die 750-Komponenten entsprechend der für sie geltenden Gesetze. Sie können sich auch an einen zertifizierten Entsorgungsbetrieb wenden.

16 Einsatz in explosionsgefährdeten Bereichen

Das WAGO-I/O-SYSTEM 750 (elektrische Betriebsmittel) ist für den Einsatz in explosionsgefährdeten Bereichen der Zone 2 ausgelegt.

Die nachfolgenden Kapitel beinhalten die allgemeine Kennzeichnung der Komponenten sowie die zu berücksichtigenden Errichtungsbestimmungen. Die einzelnen Abschnitte im Kapitel „Errichtungsbestimmungen“ müssen berücksichtigt werden, falls die Busklemme die entsprechende Zulassung besitzt oder dem Anwendungsbereich der ATEX-Richtlinie unterliegt.

16.1 Beispielhafter Aufbau der Kennzeichnung

16.1.1 Kennzeichnung für Europa gemäß ATEX und IEC-Ex

Wago I/O-IPC-C6 - Kennzeichnung für Europa gemäß ATEX und IEC-Ex - 1

text_image ITEM-NO: 750-XXX WAGO 8DI 24V DC 3,0ms Hansastr. 27 D-32423 Minden 0,08-2,5mm³ 24V DC AG 28-4 SS* max surround temp 27ZA AND 77XM Fertigungssnummer Betriebsauftragsnummer No DS SW Hx TUEV DT MEX 594066 X I M2 Ex d I Mb II 3 G Ex nA IC T4 Cx II 3 D Ex fC IIC T105* C Cx ECEx TUN 09.0001 X Ex d I Mb Ex nA IC T4 Cx Ex fC IIC T105* C Cx PATENTS PENDING 0102

Abbildung 93: Beispiel für die seitliche Bedruckung der ATEX- und IECEx-zugelassenen Busklemmen.

TUEV 07 AEX 554086 X

1 M2 Ex d 1 Mb

II 3 G Ex nA IIC T4 Gc

II 3 D Ex tc IIIC T135° C Dc

IECEx TUN 09.0001 X

Ex d1Mb

Ex nA IIC T4 Gc

Ex tc IIC T135° C Dc

Wago I/O-IPC-C6 - Kennzeichnung für Europa gemäß ATEX und IEC-Ex - 2

Abbildung 94: Textdetail - Beispielbedruckung der ATEX- und IECEx-zugelassenen Busklemmen.

Tabelle 67: Beschreibung der Beispielbedruckung der ATEX- und IECEx-zuglassenen Busklemmen.

BedruckungstextBeschreibung
TÜV 07 ATEX 554086 XIECEx TUN 09.0001 XZulassungsbehörde bzw.Bescheinigungsummern
Stäube
IIGerätegruppe: alle außer Bergbau
3DGerätekategorie 3 (Zone 22)
ExExplosionsschutzkennzeichen
tc DcZündschutzart und Geräteschutzniveau (EPL):Schutz durch Gehäuse
IIICStaubgruppe: explosionsfähige Staubatmosphäre
T 135°CMax. Oberflächentemperatur des Gehäuses (ohne Staubablage)
Bergbau
IGerätegruppe: Bergbau
M2Gerätekategorie: hohes Maß an Sicherheit
ExExplosionsschutzkennzeichen
d MbZündschutzart und Geräteschutzniveau (EPL):druckfeste Kapselung
IElektrische Geräte im schlagwettergefährdeten Grubenbau
Gase
IIGerätegruppe: Alle außer Bergbau
3GGerätekategorie 3 (Zone 2)
ExExplosionsschutzkennzeichen
nA GcZündschutzart und Geräteschutzniveau (EPL):nicht funkendes Betriebsmittel
nC GcZündschutzart und Geräteschutzniveau (EPL):funkendes Betriebsmittel, in denen die Kontakte in geeigneter Weise geschützt sind
IICGasgruppe: explosionsfähige Gasatmosphäre
T4Temperaturklasse: Max. Oberflächentemperatur 135°C

Wago I/O-IPC-C6 - Kennzeichnung für Europa gemäß ATEX und IEC-Ex - 3

text_image ITEM-NO: 750-663/000-003 4F-Ex i DI 24V PROFIsafe V2 iPar Hansastr. 27 D-32423 Minden 0,08 - 2,5mm² Power Supply Ex i Only T2/1/4 T1/1/3 T2/1/2 T1/1/1 TUEV 12 ATEX 106032 X II 3 (I) D Ex tc [a Da] II C T135°C Dc M2 IM0 Ex d [a Ma] I Mb II 3 (I) G Ex nA [a Ga] II C T4 Gc EEEx TUN 120039 X Ex tc [a Da] II C T135°C Dc Ex d [a Ma] I Mb Ex nA [a Ga] II C T4 Gc Patents PENDING 0102

Abbildung 95: Beispiel für die seitliche Bedruckung der ATEX- und IECEx-zugelassenen Ex i Busklemmen.

TUEV 12 ATEX 106032 X

II 3 (1) D Ex tc [ia Da] IIC T135°C Dc

Abbildung 96: Textdetail - Beispielbedruckung der ATEX- und IECEx-zugelassenen Ex i Busklmmen.

Tabelle 68: Beschreibung der Beispielbedruckung der ATEX- und IECEx-zugelassenen Ex i Busklemmen.

BedruckungstextBeschreibung
TÜV 07 ATEX 554086 XIECEx TUN 09.0001XTÜV 12 ATEX 106032 XIECEx TUN 12.0039 XZulassungsbehörde bzw.Bescheinigungssummern
Stäube
IIGerätegruppe: alle außer Bergbau
3(1)DGerätekategorie 3 (Zone 22) dieSicherheitsvorrichtungen für Geräte der Kategorie 1 (Zone 20) enthalten
3(2)DGerätekategorie 3 (Zone 22) dieSicherheitsvorrichtungen für Geräte der Kategorie 2 (Zone 21) enthalten
ExExplosionsschutzkennzeichen
tc DcZündschutzart und Geräteschutzniveau (EPL):Schutz durch Gehäuse
[ia Da]Zündschutzart und Geräteschutzniveau (EPL):zugehöriges Betriebsmittel mit eigensicheren Stromkreisen für Zone 20
[ib Db]Zündschutzart und Geräteschutzniveau (EPL):zugehöriges Betriebsmittel mit eigensicheren Stromkreisen für Zone 21
IIICStaubgruppe: explosionsfähige Staubatmosphäre
T 135°CMax. Oberflächentemperatur des Gehäuses (ohne Staubablage)
Bergbau
IGerätegruppe: Bergbau
M2 (M1)Gerätekategorie: hohes Maß an Sicherheit, mit Stromkreisen, die ein sehr hohes Maß an Sicherheit darbieten
Ex d MbExplosionsschutzkennzeichen mit Zündschutzart und Geräteschutzniveau (EPL): druckfeste Kapselung
[ia Ma]Zündschutzart und Geräteschutzniveau (EPL):zugehöriges Betriebsmittel mit eigensicheren Stromkreisen
IElektrische Geräte im schlagwettergefährdeten Grubenbau

Tabelle 68: Beschreibung der Beispielbedruckung der ATEX- und IECEx-zugelassenen Ex i Busklemmen.

Gase
IIGerätegruppe: Alle außer Bergbau
3(1)GGerätekategorie 3 (Zone 2) die Sicherheitsvorrichtungen für Geräte der Kategorie 1 (Zone 0) enthalten
3(2)GGerätekategorie 3 (Zone 2) die Sicherheitsvorrichtungen für Geräte der Kategorie 2 (Zone 1) enthalten
ExExplosionsschutzkennzeichen
nA GcZündschutzart und Geräteschutzniveau (EPL): nicht funkendes Betriebsmittel
[ia Ga]Zündschutzart und Geräteschutzniveau (EPL): zugehöriges Betriebsmittel mit eigensicheren Stromkreisen für Zone 0
[ib Gb]Zündschutzart und Geräteschutzniveau (EPL): zugehöriges Betriebsmittel mit eigensicheren Stromkreisen für Zone 1
IICGasgruppe: explosionsfähige Gasatmosphäre
T4Temperaturklasse: Max. Oberflächentemperatur 135°C

16.1.2 Kennzeichnung für Amerika gemäß NEC 500

Wago I/O-IPC-C6 - Kennzeichnung für Amerika gemäß NEC 500 - 1

text_image ITEM-NO. 750-XXX WAGO Hansastr. 27 8DI 24V DC 3,0ms D-32423 Minden 0,08-2,5mm² CL I O V 2 Gp A B C D op tep code 14 Lungsstei 70ZA AND 70XM Fertigungsnummer Beitrabsauftragssnummer No DS SW HA 10kV 07 MEX SS4066 X I M2 Ex d I Mb II 3 G Ex nA IC T4 Gc II 3 G Ex trc IC 1105* C Ox ECEx TUN 090001 X Ex d I Mb Ex nA IC T4 Gc Ex trc IC 1105* C Ox PATENTS PENDING O102

Abbildung 97: Beispiel für seitliche Bedruckung der Busklemmen gemäß NEC 500

CL | DIV 2

Grp. A B C D

op temp code T4

Wago I/O-IPC-C6 - Kennzeichnung für Amerika gemäß NEC 500 - 2

22ZA AND 22XM

Abbildung 98: Textdetail - Beispielbedruckung der Busklemmen gemäß NEC 500

Tabelle 69: Beschreibung der Beispielbedruckung der Busklemmen gemäß NEC 500

BedruckungstextBeschreibung
CL IExplosionsschutzgruppe (Gefahrenkategorie)
DIV 2Einsatzbereich
Grp. ABCDExplosionsgruppe (Gasgruppe)
Op temp code T4Temperaturklasse

16.2 Errichtungsbestimmungen

Für die Errichtung und den Betrieb elektrischer Anlagen in explosionsfähigen Bereichen sind die am Einsatzort geltenden nationalen und internationalen Bestimmungen und Verordnungen zu beachten.

16.2.1 Besondere Bedingungen für den sicheren Ex Betrieb (ATEX Zertifikat TÜV 07 ATEX 554086 X)

  1. Für den Betrieb als Gc- oder Dc-Gerät (in Zone 2 oder 22) ist das WAGO-I/O-SYSTEM 750-*** in einem Gehäuse zu errichten, das die Anforderungen an ein Gerät nach den zutreffenden Normen (siehe Kennzeichnung) EN 60079-0, EN 60079-11, EN 60079-15 und EN 60079-31 erfüllt.
    Für den Betrieb als Gerät der Gruppe I, Kategorie M2, ist das Gerät in einem Gehäuse zu errichten, das einen ausreichenden Schutz gemäß EN 60079-0 und EN 60079-1 gewährleistet mit der Schutzart IP64.
    Die Übereinstimmung mit diesen Anforderungen und dem korrekten Einbau des Gerätes in ein Gehäuse oder Schaltschrank muss durch einen ExNB bescheinigt sein.

  2. Außerhalb des Gerätes sind geeignete Maßnahmen zu treffen, sodass die Bemessungsspannung durch vorübergehende Störungen um nicht mehr als 40% überschritten wird.

  3. DIP-Schalter, Kodierschalter und Potentiometer, die an die Busklemme angeschlossen sind, dürfen nur betätigt werden, wenn eine explosionsfähige Atmosphäre ausgeschlossen werden kann.

  4. Das Anschließen und Abklemmen von nicht eigensicheren Stromkreisen ist nur zulässig für die Installation, die Wartung und die Reparatur. Das zeitliche Zusammentreffen von explosiver Atmosphäre und der Installation, der Wartung und der Reparatur muss ausgeschlossen werden. Das ist ebenfalls und im Besonderen gültig für die Schnittstellen „Memory-Card“, „USB“, „Fieldbus connection“, „Configuration and programming interface“, „antenna socket“, „D-Sub“, „DVI-port“ und das „Ethernet interface“. Diese Schnittstellen sind keine energiebegrenzten oder eigensichere Kreise. Die Verwendung dieser Schnittstellen erfolgt in Verantwortung des Betreibers.

  5. Für die Typen 750-606, 750-625/000-001, 750-487/003-000, 750-484 und 750-633 muss folgendes berücksichtigt werden: Die Schnittstellenstromkreise müssen begrenzt werden auf die Überspannungskategorie I/II/III (Stromkreise ohne Netzversorgung/Stromkreise mit Netzversorgung) wie in der EN 60664-1 definiert.

  6. Bei austauschbaren Sicherungen ist Folgendes zu berücksichtigen: Die Sicherung darf nicht entfernt oder getauscht werden, wenn das Gerät in Betrieb ist.

  7. In der Nähe des Gerätes sind die folgenden Warnhinweise anzubringen: WARNHINWEIS – SICHERUNG NICHT UNTER SPANNUNG HERAUSNEHMEN ODER WECHSELN WARNHINWEIS – NICHT UNTER SPANNUNG TRENNEN WARNHINWEIS – NUR IN EINEM NICHT EXPLOSIONSGEFÄHRDETEN BEREICH TRENNEN

16.2.2 Besondere Bedingungen für den sicheren Ex Betrieb (ATEX Zertifikat TÜV 12 ATEX 106032 X)

  1. Für den Betrieb als Gc- oder Dc-Gerät (in Zone 2 oder 22) ist das WAGO-I/O-SYSTEM 750-*** Ex i in einem Gehäuse zu errichten, das die Anforderungen an ein Gerät nach den zutreffenden Normen (siehe Kennzeichnung) EN 60079-0, EN 60079-11, EN 60079-15 und EN 60079-31 erfüllt.
    Für den Betrieb als Gerät der Gruppe I, Kategorie M2, ist das Gerät in einem Gehäuse zu errichten, das einen ausreichenden Schutz gemäß EN 60079-0 und EN 60079-1 gewährleistet mit der Schutzart IP64.
    Die Übereinstimmung mit diesen Anforderungen und dem korrekten Einbau des Gerätes in ein Gehäuse oder Schaltschrank muss durch einen ExNB bescheinigt sein.
  2. Außerhalb des Gerätes sind geeignete Maßnahmen zu treffen, sodass die Bemessungsspannung durch vorübergehende Störungen um nicht mehr als 40% überschritten wird.
  3. Das Anschließen und Abklemmen von nicht eigensicheren Stromkreisen ist nur zulässig für die Installation, die Wartung und die Reparatur. Das zeitliche Zusammentreffen von explosiver Atmosphäre und der Installation, der Wartung und der Reparatur muss ausgeschlossen werden.
  4. Für das Gerät muss folgendes berücksichtigt werden: Die Schnittstellenstromkreise müssen begrenzt werden auf die Überspannungskategorie I/II/III (Stromkreise ohne Netzversorgung/Stromkreise mit Netzversorgung) wie in der EN 60664-1 definiert.

16.2.3 Besondere Bedingungen für den sicheren Ex Betrieb (IEC-Ex Zertifikat IECEx TUN 09.0001 X)

  1. Für den Betrieb als Gc- oder Dc-Gerät (in Zone 2 oder 22) ist das WAGO-I/O-SYSTEM 750-*** in einem Gehäuse zu errichten, das die Anforderungen an ein Gerät nach den zutreffenden Normen (siehe Kennzeichnung) IEC 60079-0, IEC 60079-11, IEC 60079-15, IEC 60079-31 erfüllt.
    Für den Betrieb als Gerät der Gruppe I, Kategorie M2, ist das Gerät in einem Gehäuse zu errichten, das einen ausreichenden Schutz gemäß IEC 60079-0 und IEC 60079-1 gewährleistet mit der Schutzart IP64.
    Die Übereinstimmung mit diesen Anforderungen und dem korrekten Einbau des Gerätes in ein Gehäuse oder Schaltschrank muss durch einen ExCB bescheinigt sein.

  2. Außerhalb des Gerätes sind Maßnahmen zu treffen, sodass die Bemessungsspannung durch vorübergehende Störungen um nicht mehr als 40% überschritten wird.

  3. DIP-Schalter, Kodierschalter und Potentiometer, die an die Busklemme angeschlossen sind, dürfen nur betätigt werden, wenn eine explosionsfähige Atmosphäre ausgeschlossen werden kann.

  4. Das Anschließen und Abklemmen von nicht eigensicheren Stromkreisen ist nur zulässig für die Installation, die Wartung und die Reparatur. Das zeitliche Zusammentreffen von explosiver Atmosphäre und der Installation, der Wartung und der Reparatur muss ausgeschlossen werden. Das ist ebenfalls und im Besonderen gültig für die Schnittstellen „Memory-Card“, „USB“, „Fieldbus connection“, „Configuration and programming interface“, „antenna socket“, „D-Sub“, „DVI-port“ und das „Ethernet interface“. Diese Schnittstellen sind keine energiebegrenzten oder eigensicheren Kreise. Die Verwendung dieser Schnittstellen erfolgt in Verantwortung des Betreibers.

  5. Für die Typen 750-606, 750-625/000-001, 750-487/003-000, 750-484 und 750-633 muss folgendes berücksichtigt werden: Die Schnittstellenstromkreise müssen begrenzt werden auf die Überspannungskategorie I/II/III (Stromkreise ohne Netzversorgung/Stromkreise mit Netzversorgung) wie in der IEC 60664-1 definiert.

  6. Bei austauschbaren Sicherungen ist Folgendes zu berücksichtigen: Die Sicherung darf nicht entfernt oder getauscht werden, wenn das Gerät in Betrieb ist.

  7. In der Nähe des Gerätes sind die folgenden Warnhinweise anzubringen: WARNHINWEIS – SICHERUNG NICHT UNTER SPANNUNG HERAUSNEHMEN ODER WECHSELN WARNHINWEIS – NICHT UNTER SPANNUNG TRENNEN WARNHINWEIS – NUR IN EINEM NICHT EXPLOSIONSGEFÄHRDETEN BEREICH TRENNEN

16.2.4 Besondere Bedingungen für den sicheren Ex Betrieb (IEC-Ex Zertifikat IECEx TUN 12.0039 X)

  1. Für den Betrieb als Gc- oder Dc-Gerät (in Zone 2 oder 22) ist das WAGO-I/O-SYSTEM 750-*** Ex i in einem Gehäuse zu errichten, das die Anforderungen an ein Gerät nach den zutreffenden Normen (siehe Kennzeichnung) IEC 60079-0, IEC 60079-11, IEC 60079-15 und IEC 60079-31 erfüllt.
    Für den Betrieb als Gerät der Gruppe I, Kategorie M2, ist das Gerät in einem Gehäuse zu errichten, das einen ausreichenden Schutz gemäß IEC 60079-0 und IEC 60079-1 gewährleistet mit der Schutzart IP64.
    Die Übereinstimmung mit diesen Anforderungen und dem korrekten Einbau des Gerätes in ein Gehäuse oder Schaltschrank muss durch einen ExCB bescheinigt sein.
  2. Außerhalb des Gerätes sind Maßnahmen zu treffen, sodass die Bemessungsspannung durch vorübergehende Störungen um nicht mehr als 40% überschritten wird.
  3. Das Anschließen und Abklemmen von nicht eigensicheren Stromkreisen ist nur zulässig für die Installation, die Wartung und die Reparatur. Das zeitliche Zusammentreffen von explosiver Atmosphäre und der Installation, der Wartung und der Reparatur muss ausgeschlossen werden.
  4. Für das Gerät muss folgendes berücksichtigt werden: Die Schnittstellenstromkreise müssen begrenzt werden auf die Überspannungskategorie I/II/III (Stromkreise ohne Netzversorgung/Stromkreise mit Netzversorgung) wie in der IEC 60664-1 definiert.

16.2.5 ANSI/ISA 12.12.01

A. „Dieses Gerät ist ausschließlich für den Einsatz in Class I, Division 2, Gruppen A, B, C, D oder nicht explosionsgefährdeten Bereichen geeignet.“
B. „Dieses Gerät muss in werkzeuggesicherte Gehäuse eingebaut werden.“
C. „WARNUNG - Explosionsgefahr - Der Austausch von Komponenten kann die Eignung für Class I, Division 2 beeinträchtigen.“
D. „WARNUNG - Klemmen Sie das Gerät nur dann ab, wenn die Versorgung ausgeschaltet ist oder wenn der Bereich als nicht-explosionsgefährdet gilt“ ist in der Nähe von Steckverbindern und Sicherungshaltern anzubringen, die für Bediener zugänglich sind.
E. Falls eine Sicherung vorhanden ist, muss folgende Information vorhanden sein: „Es muss ein Schalter vorgesehen sein, der für den Einsatzort geeignet ist, in dem das Gerät installiert wird, um die Sicherung von der Versorgung zu trennen.“
F. Für Baugruppen mit EtherCAT/Ethernet-Steckverbindern gilt: „Nur für den Einsatz in LAN, nicht für den Anschluss an Fernmeldeleitungen.“
G. „WARNUNG - Die Klemme 750-642 ist nur mit dem Antennenmodul 758-910 zu benutzen.”
H. Für Feldbuskoppler/-controller und Economy-Busmodule gilt: „Die Service-Schnittstelle ist nur für einen vorübergehenden Anschluss bestimmt. Verbinden oder trennen sie diese nur, wenn der Bereich als nicht-explosionsgefährdet gilt. Das Verbinden oder Trennen in einer explosionsgefährdeten Atmosphäre könnte zu einer Explosion führen.”
I. Für Geräte mit Sicherung gilt: „WARNUNG - Geräte mit Sicherungen dürfen nicht in Stromkreise integriert werden, die einer Überlast ausgesetzt sind, z.B. Motorkreise.“
J. Für Geräte mit SD-Karte gilt: „WARNUNG - Stecken oder ziehen Sie die SD-Karte bei anliegender Spannung nur dann, wenn es sicher ist, dass der Bereich frei von zündfähigen Gasen oder Dämpfen ist.”

Information

Wago I/O-IPC-C6 - Information - 1

Weitere Information

Einen Zertifizierungsnachweis erhalten Sie auf Anfrage. Beachten Sie auch die Hinweise auf dem Beipackzettel der Busklemme. Das Handbuch mit den oben aufgeführten Bedingungen für sicheren Gebrauch muss für den Anwender jederzeit zur Verfügung stehen.

17 Busklemmen

17.1 Übersicht

Für den Aufbau von Applikationen mit dem WAGO-I/O-SYSTEM 750/753 sind verschiedene Arten von Busklemmen verfügbar:

• Digitaleingangsklemmen
• Digitalausgangsklemmen
• Analogeingangsklemmen
• Analogausgangsklemmen
- Sonderklemmen
- Systemklemmen

Eine detaillierte Beschreibung zu jeder Busklemme und deren Varianten entnehmen Sie den Handbüchern zu den Busklemmen.

Sie finden diese Beschreibungen auf der Internetseite http://www.wago.com.

Information

Wago I/O-IPC-C6 - Information - 1

Weitere Information zum WAGO-I/O-SYSTEM

Aktuelle Informationen zum modularen WAGO-I/O-SYSTEM finden Sie auf der Internetseite http://www.wago.com.

17.2 Aufbau der Prozessdaten für MODBUS/TCP

Der Aufbau der Prozessdaten ist bei einigen Busklemmen bzw. deren Varianten feldbusspezifisch.

Bei MODBUS/TCP wird das Prozessabbild wortweise aufgebaut (mit word-alignment). Die interne Darstellung der Daten, die größer als ein Byte sind, erfolgt nach dem Intel-Format.

Im Folgenden wird für alle Busklemmen des WAGO-I/O-SYSTEMs 750 und 753 die feldbusspezifische Darstellung im Prozessabbild für MODBUS/TCP beschrieben und der Aufbau der Prozesswerte gezeigt.

ACHTUNG

Wago I/O-IPC-C6 - ACHTUNG - 1

Geräteschäden durch falsche Adressierung!

Zur Vermeidung von Geräteschäden im Feldbereich, müssen Sie bei der Adressierung einer an beliebiger Position im Feldbusknoten befindlichen Busklemme, die Prozessdaten aller vorherigen byte- bzw. bitweiseorientierten Busklemmen berücksichtigen.

Für das PFC-Prozessabbild des Feldbuscontrollers ist der Aufbau der Prozesswerte identisch.

17.2.1 Digitaleingangsklemmen

Die Digitaleingangsklemmen liefern als Prozesswerte pro Kanal je ein Bit, das den Signalzustand des jeweiligen Kanals angibt. Diese Bits werden in das Eingangsprozessabbild gemappt.

Einzelne digitale Busklemmen stellen sich mit einem zusätzlichen Diagnosebit pro Kanal im Eingangsprozessabbild dar. Das Diagnosebit dient zur Auswertung eines auftretenden Fehlers, wie z. B. Drahtbruch und/oder Kurzschluss.

Sofern in dem Knoten auch Analogeingangsklemmen gesteckt sind, werden die digitalen Daten immer, byteweise zusammengefasst, hinter die analogen Eingangsdaten in dem Eingangsprozessabbild angehängt.

17.2.1.1 1-Kanal-Digitaleingangsklemmen mit Diagnose

750-435

Tabelle 70: 1-Kanal-Digitaleingangsklemmen mit Diagnose

Eingangsprozessabbild
Bit 7Bit 6Bit 5Bit 4Bit 3Bit 2Bit 1Bit 0
Diagnosebit S 1Datenbit DI 1

17.2.1.2 2-Kanal-Digitaleingangsklemmen

750-400, -401, -405, -406, -410, -411, -412, -427, -438, (und alle Varianten), 753-400, -401, -405, -406, -410, -411, -412, -427

Tabelle 71: 2-Kanal-Digitaleingangsklemmen

Eingangsprozessabbild
Bit 7Bit 6Bit 5Bit 4Bit 3Bit 2Bit 1Bit 0
DatenbitDI 2Kanal 2DatenbitDI 1Kanal 1

17.2.1.3 2-Kanal-Digitaleingangsklemmen mit Diagnose

750-419,-421,-424,-425

753-421,-424,-425

Tabelle 72: 2-Kanal-Digitaleingangsklemmen mit Diagnose

Eingangsprozessabbild
Bit 7Bit 6Bit 5Bit 4Bit 3Bit 2Bit 1Bit 0
Diagnosebit S 2 Kanal 2Diagnosebit S 1 Kanal 1Datenbit DI 2 Kanal 2Datenbit DI 1 Kanal 1

17.2.1.4 2-Kanal-Digitaleingangsklemmen mit Diagnose und Ausgangsdaten

750-418

753-418

Die Digitaleingangsklemme liefert über die Prozesswerte im

Eingangsprozessabbild hinaus 4 Bit Daten, die im Ausgangsprozessabbild dargestellt werden.

Tabelle 73: 2-Kanal-Digitalcingangsklemmen mit Diagnose und Ausgangsdaten

Eingangsprozessabbild
Bit 7Bit 6Bit 5Bit 4Bit 3Bit 2Bit 1Bit 0
Diagnosebit S 2 Kanal 2Diagnosebit S 1 Kanal 1Datenbit DI 2 Kanal 2Datenbit DI 1 Kanal 1
Ausgangsprozessabbild
Bit 7Bit 6Bit 5Bit 4Bit 3Bit 2Bit 1Bit 0
Quittierungs bit Q 2 Kanal 2Quittierungs bit Q 1 Kanal 10 0

17.2.1.5 4-Kanal-Digitaleingangsklemmen

750-402, -403, -408, -409, -414, -415, -422, -423, -428, -432, -433, -1420, -1421, -1422, -1423

753-402, -403, -408, -409, -415, -422, -423, -428, -432, -433, -440

Tabelle 74: 4-Kanal-Digitaleingangsklemmen

Eingangsprozessabbild
Bit 7Bit 6Bit 5Bit 4Bit 3Bit 2Bit 1Bit 0
DatenbitDI 4Kanal 4DatenbitDI 3Kanal 3DatenbitDI 2Kanal 2DatenbitDI 1Kanal 1

17.2.1.6 8-Kanal-Digitaleingangsklemmen

750-430, -431, -436, -437, -1415, -1416, -1417, -1418

753-430,-431,-434

Tabelle 75: 8-Kanal-Digitaleingangsklemmen

Eingangsprozessabbild
Bit 7Bit 6Bit 5Bit 4Bit 3Bit 2Bit 1Bit 0
DatenbitDI 8Kanal 8DatenbitDI 7Kanal 7DatenbitDI 6Kanal 6DatenbitDI 5Kanal 5DatenbitDI 4Kanal 4DatenbitDI 3Kanal 3DatenbitDI 2Kanal 2DatenbitDI 1Kanal 1

17.2.1.7 8-Kanal-Digitaleingangsklemme PTC mit Diagnose und Ausgangsdaten

750-1425

Die Digitaleingangsklemme PTC liefert über einen logischen Kanal 2 Byte für das Ein- und Ausgangsprozessabbild.

Der Signalzustand der PTC-Eingänge DI1 ... DI8 wird über das Eingangsdatenbyte D0 an den Feldbuskoppler/-controller übertragen. Die Fehlerzustände werden über das Eingangsdatenbyte D1 übertragen.

Über das Ausgangsdatenbyte D1 werden die Kanäle 1 ... 8 ein- oder ausgeschaltet. Das Ausgangsdatenbyte D0 ist reserviert und hat immer den Wert „0“.

Tabelle 76: 8-Kanal-Digitalcingangsklemme PTC mit Diagnose und Ausgangsdaten

Eingangsprozessabbild
Eingangsbyte D0Eingangsbyte D1
Bit 7Signal-zu-standDI 8Kanal8Bit 6Signal-zu-standDI 7Kanal7Bit 5Signal-zu-standDI 6Kanal6Bit 4Signal-zu-standDI 5Kanal5Bit 3Signal-zu-standDI 4Kanal4Bit 2Signal-zu-standDI 3Kanal3Bit 1Signal-zu-standDI 2Kanal2Bit 0Signal-zu-standDI 1Kanal1Bit 7Draht-bruch/Kurz-schlussDB/KS8Kanal8Bit 6Draht-bruch/Kurz-schlussDB/KS7Kanal7Bit 5Draht-bruch/Kurz-schlussDB/KS6Kanal6Bit 4Draht-bruch/Kurz-schlussDB/KS5Kanal5Bit 3Draht-bruch/Kurz-schlussDB/KS4Kanal4Bit 2Draht-bruch/Kurz-schlussDB/KS3Kanal3Bit 1Draht-bruch/Kurz-schlussDB/KS2Kanal2Bit 0Draht-bruch/Kurz-schlussDB/KS1Kanal1
Ausgangsprozessabbild
Ausgangsbyte D0Ausgangsbyte D1
Bit 7Bit 6Bit 5Bit 4Bit 3Bit 2Bit 1Bit 0Bit 7Bit 6Bit 5Bit 4Bit 3Bit 2Bit 1Bit 0
0 00 0 00 0 0DI Off 8 Kanal 8 0: Kanaleinge-chaltet 1: KanalausgeschaltetDI Off 7 Kanal 7 0: Kanaleinge-chaltet 1: KanalausgeschaltetDI Off 6 Kanal 6 0: Kanaleinge-chaltet 1: KanalausgeschaltetDI Off 5 Kanal 5 0: Kanaleinge-chaltet 1: KanalausgeschaltetDI Off 4 Kanal 4 0: Kanaleinge-chaltet 1: KanalausgeschaltetDI Off 3 Kanal 3 0: Kanaleinge-chaltet 1: KanalausgeschaltetDI Off 2 Kanal 2 0: Kanaleinge-chaltet 1: KanalausgeschaltetDI Off 1 Kanal 1 0: Kanaleinge-chaltet 1: Kanalausgeschaltet

17.2.2 16-Kanal-Digitaleingangsklemmen

750-1400,-1402,-1405,-1406,-1407

Tabelle 77: 16-Kanal-Digitaleingangsklemmen

Eingangsprozessabbild
Bit 15Bit 14Bit 13Bit 12Bit 11Bit 10Bit 9Bit 8Bit 7Bit 6Bit 5Bit 4Bit 3Bit 2Bit 1Bit 0
Daten bitDI 16Kanal 16Daten bitDI 15Kanal 15Daten bitDI 14Kanal 14Daten bitDI 13Kanal 13Daten bitDI 12Kanal 12Daten bitDI 11Kanal 11Daten bitDI 10Kanal 10Daten bitDI 9Kanal 9Daten bitDI 8Kanal 8Daten bitDI 7Kanal 7Daten bitDI 6Kanal 6Daten bitDI 5Kanal 5Daten bitDI 4Kanal 4Daten bitDI 3Kanal 3Daten bitDI 2Kanal 2Daten bitDI 1Kanal 1

17.2.2.1 Digitalausgangsklemmen

Die Digitalausgangsklemmen liefern als Prozesswerte pro Kanal je ein Bit, das den Status des jeweiligen Kanals angibt. Diese Bits werden in das Ausgangsprozessabbild gemappt.

Einzelne digitale Busklemmen stellen sich mit einem zusätzlichen Diagnosebit pro Kanal im Eingangsprozessabbild dar. Das Diagnosebit dient zur Auswertung eines auftretenden Fehlers, wie Drahtbruch und/oder Kurzschluss. Bei einigen Busklemmen müssen, bei gesetztem Diagnosebit, zusätzlich die Datenbits ausgewertet werden.

Sofern in dem Knoten auch Analogausgangsklemmen gesteckt sind, werden die digitalen Daten immer, byteweise zusammengefasst, hinter die analogen Ausgangsdaten in dem Ausgangsprozessabbild angehängt.

17.2.2.2 1-Kanal-Digitalausgangsklemmen mit Eingangsdaten

750-523

Die Digitalausgangsklemmen liefern über das eine Prozesswert-Bit im Ausgangsprozessabbild hinaus 1 Bit, das im Eingangsprozessabbild dargestellt wird. Dieses Statusbit zeigt den „Handbetrieb“ an.

Tabelle 78: 1-Kanal-Digitalausgangsklemmen mit Eingangsdaten

Eingangsprozessabbild
Bit 7Bit 6Bit 5Bit 4Bit 3Bit 2Bit 1Bit 0
nicht genutztStatusbit “Hand-betrieb“
Ausgangsprozessabbild
Bit 7Bit 6Bit 5Bit 4Bit 3Bit 2Bit 1Bit 0
nicht genutztsteuert DO 1 Kanal 1

17.2.2.3 2-Kanal-Digitalausgangsklemmen

750-501, -502, -509, -512, -513, -514, -517, -535, (und alle Varianten), 753-501, -502, -509, -512, -513, -514, -517

Tabelle 79: 2-Kanal-Digitalausgangsklemmen

Ausgangsprozessabbild
Bit 7Bit 6Bit 5Bit 4Bit 3Bit 2Bit 1Bit 0
steuertDO 2Kanal 2steuertDO 1Kanal 1

17.2.2.4 2-Kanal-Digitalausgangsklemmen mit Diagnose und Eingangsdaten

750-507 (-508), -522,

753-507

Die Digitalausgangsklemmen liefern über die 2-Bit-Prozesswerte im Ausgangsprozessabbild hinaus 2 Bit Daten, die im Eingangsprozessabbild dargestellt werden. Dieses sind kanalweise zugeordnete Diagnosebits, die eine Überlast, einen Kurzschluss oder einen Drahtbruch anzeigen.

Tabelle 80: 2-Kanal-Digitalausgangsklemmen mit Diagnose und Eingangsdaten

Eingangsprozessabbild
Bit 7Bit 6Bit 5Bit 4Bit 3Bit 2Bit 1Bit 0
Diagnosebit S 2 Kanal 2Diagnosebit S 1 Kanal 1
Ausgangsprozessabbild
Bit 7Bit 6Bit 5Bit 4Bit 3Bit 2Bit 1Bit 0
steuertDO 2Kanal 2steuertDO 1Kanal 1

750-506,

753-506

Die Digitalausgangsklemmen liefern über die 4-Bit-Prozesswerte im Ausgangsprozessabbild hinaus 4 Bit Daten, die im Eingangsprozessabbild dargestellt werden. Dieses sind kanalweise zugeordnete Diagnosebits, die durch einen 2-Bit-Fehlercode eine Überlast, einen Kurzschluss oder einen Drahtbruch anzeigen.

Tabelle 81: 2-Kanal-Digitalausgangsklemmen mit Diagnose und Eingangsdaten 75x-506

Eingangsprozessabbild
Bit 7Bit 6Bit 5Bit 4Bit 3Bit 2Bit 1Bit 0
Diagnosebit S 3 Kanal 2Diagnosebit S 2 Kanal 2Diagnosebit S 1 Kanal 1Diagnosebit S 0 Kanal 1

Diagnosebits S1/S0, S3/S2: = '00' normaler Betrieb Diagnosebits S1/S0, S3/S2: = '01' keine Last angeschlossen/Kurzschluss gegen +24 V Diagnosebits S1/S0, S3/S2: = '10' Kurzschluss gegen GND/Überlast

Ausgangsprozessabbild
Bit 7Bit 6Bit 5Bit 4Bit 3Bit 2Bit 1Bit 0
nicht genutztnicht genutztsteuert DO 2 Kanal 2steuert DO 1 Kanal 1

17.2.2.5 4-Kanal-Digitalausgangsklemmen

Tabelle 82: 4-Kanal-Digitalausgangsklemmen

Ausgangsprozessabbild
Bit 7Bit 6Bit 5Bit 4Bit 3Bit 2Bit 1Bit 0
steuertDO 4Kanal 4steuertDO 3Kanal 3steuertDO 2Kanal 2steuertDO 1Kanal 1

17.2.2.6 4-Kanal-Digitalausgangsklemmen mit Diagnose und Eingangsdaten

750-532

Die Digitalausgangsklemmen liefern über die 4-Bit-Prozesswerte im Ausgangsprozessabbild hinaus 4 Bit Daten, die im Eingangsprozessabbild dargestellt werden. Dieses sind kanalweise zugeordnete Diagnosebits, die eine Überlast, einen Kurzschluss oder einen Drahtbruch anzeigen.

Tabelle 83: 4-Kanal-Digitalausgangsklemmen mit Diagnose und Eingangsdaten

Eingangsprozessabbild
Bit 7Bit 6Bit 5Bit 4Bit 3Bit 2Bit 1Bit 0
Diagnosebit S 4 Kanal 4Diagnosebit S 3 Kanal 3Diagnosebit S 2 Kanal 2Diagnosebit S 1 Kanal 1

Diagnosebit S = '0' kein Fehler

Diagnosebit S = '1' Drahtbruch, Kurzschluss oder Überlast

Ausgangsprozessabbild
Bit 7Bit 6Bit 5Bit 4Bit 3Bit 2Bit 1Bit 0
steuertDO 4Kanal 4steuertDO 3Kanal 3steuertDO 2Kanal 2steuertDO 1Kanal 1

17.2.2.7 8-Kanal-Digitalausgangsklemmen

750-530,-536,-1515,-1516

753-530,-534

Tabelle 84: 8-Kanal-Digitalausgangsklemmen

Ausgangsprozessabbild
Bit 7Bit 6Bit 5Bit 4Bit 3Bit 2Bit 1Bit 0
steuertsteuertsteuertsteuertsteuertsteuertsteuertsteuert
DO 8DO 7DO 6DO 5DO 4DO 3DO 2DO 1
Kanal 8Kanal 7Kanal 6Kanal 5Kanal 4Kanal 3Kanal 2Kanal 1

17.2.2.8 8-Kanal-Digitalausgangsklemmen mit Diagnose und Eingangsdaten

750-537

Die Digitalausgangsklemmen liefern über die 8-Bit-Prozesswerte im Ausgangsprozessabbild hinaus 8 Bit Daten, die im Eingangsprozessabbild dargestellt werden. Dieses sind kanalweise zugeordnete Diagnosebits, die eine Überlast, einen Kurzschluss oder einen Drahtbruch anzeigen.

Tabelle 85: 8-Kanal-Digitalausgangsklemmen mit Diagnose und Eingangsdaten

Eingangsprozessabbild
Bit 7Bit 6Bit 5Bit 4Bit 3Bit 2Bit 1Bit 0
Diagnosebit S 8 Kanal 8Diagnosebit S 7 Kanal 7Diagnosebit S 6 Kanal 6Diagnosebit S 5 Kanal 5Diagnosebit S 4 Kanal 4Diagnosebit S 3 Kanal 3Diagnosebit S 2 Kanal 2Diagnosebit S 1 Kanal 1

Diagnosebit S = '0' kein Fehler
Diagnosebit S = '1' Drahtbruch, Kurzschluss oder Überlast

Ausgangsprozessabbild
Bit 7Bit 6Bit 5Bit 4Bit 3Bit 2Bit 1Bit 0
steuertDO 8Kanal 8steuertDO 7Kanal 7steuertDO 6Kanal 6steuertDO 5Kanal 5steuertDO 4Kanal 4steuertDO 3Kanal 3steuertDO 2Kanal 2steuertDO 1Kanal 1

17.2.2.9 16-Kanal-Digitalausgangsklemmen

750-1500,-1501,-1504,-1505

Tabelle 86: 16-Kanal-Digitalausgangsklemmen

Ausgangsprozessabbild
Bit 15Bit 14Bit 13Bit 12Bit 11Bit 10Bit 9Bit 8Bit 7Bit 6Bit 5Bit 4Bit 3Bit 2Bit 1Bit 0
steuertDO 16Kanal16steuertDO 15Kanal15steuertDO 14Kanal14steuertDO 13Kanal13steuertDO 12Kanal12steuertDO 11Kanal11steuertDO 10Kanal10steuertDO 9Kanal9steuertDO 8Kanal8steuertDO 7Kanal7steuertDO 6Kanal6steuertDO 5Kanal5steuertDO 4Kanal4steuertDO 3Kanal3steuertDO 2Kanal2steuertDO 1Kanal1

17.2.2.10 8-Kanal-Digitaleingangsklemmen/-Digitalausgangsklemmen

750-1502,-1506

Tabelle 87: 8-Kanal-Digitalein-/-ausgangsklemmen

Eingangsprozessabbild
Bit 7Bit 6Bit 5Bit 4Bit 3Bit 2Bit 1Bit 0
DatenbitDI 8Kanal 8DatenbitDI 7Kanal 7DatenbitDI 6Kanal 6DatenbitDI 5Kanal 5DatenbitDI 4Kanal 4DatenbitDI 3Kanal 3DatenbitDI 2Kanal 2DatenbitDI 1Kanal 1
Ausgangsprozessabbild
Bit 7Bit 6Bit 5Bit 4Bit 3Bit 2Bit 1Bit 0
steuertDO 8Kanal 8steuertDO 7Kanal 7steuertDO 6Kanal 6steuertDO 5Kanal 5steuertDO 4Kanal 4steuertDO 3Kanal 3steuertDO 2Kanal 2steuertDO 1Kanal 1

17.2.3 Analogeingangsklemmen

Die Analogeingangsklemmen liefern je Kanal 16-Bit-Messwerte und 8 Steuer-/Statusbits.

MODBUS/TCP verwendet die 8 Steuer-/ Statusbits jedoch nicht, d. h. es erfolgt kein Zugriff und keine Auswertung.

In das Eingangsprozessabbild für den Feldbus werden bei dem Feldbuskoppler/-controller mit MODBUS/TCP deshalb nur die 16-Bit-Messwerte pro Kanal im Intel-Format und wortweise gemappt.

Sofern in dem Knoten auch Digitaleingangsklemmen gesteckt sind, werden die analogen Eingangsdaten immer vor die digitalen Daten in das Eingangsprozessabbild abgebildet.

Information

Wago I/O-IPC-C6 - Information - 1

Informationen zum Steuer-/Statusbyteaufbau

Den speziellen Aufbau der jeweiligen Steuer-/Statusbytes entnehmen Sie bitte der zugehörigen Busklemmenbeschreibung. Ein Handbuch mit der jeweiligen Beschreibung zu jeder Busklemme finden Sie auf der WAGO-Homepage unter: http://www.wago.com.

17.2.3.1 1-Kanal-Analogeingangsklemmen

750-491, (und alle Varianten)

Tabelle 88: 1-Kanal-Analogeingangsklemmen

Eingangsprozessabbild
OffsetBezeichnung der BytesBemerkung
High ByteLow Byte
0D1D0Messwert U_D
1D3D2Messwert U_ref

17.2.3.2 2-Kanal-Analogeingangsklemmen

750-452, -454, -456, -461, -462, -465, -466, -467, -469, -472, -474, -475, 476, -477, -478, -479, -480, -481, -483, -485, -492, (und alle Varianten), 753-452, -454, -456, -461, -465, -466, -467, -469, -472, -474, -475, 476, -477, 478, -479, -483, -492, (und alle Varianten)

Tabelle 89: 2-Kanal-Analogeingangsklemmen

Eingangsprozessabbild
OffsetBezeichnung der BytesBemerkung
High ByteLow Byte
0D1D0Messwert Kanal 1
1D3D2Messwert Kanal 2

17.2.3.3 4-Kanal-Analogeingangsklemmen

750-453, -455, -457, -459, -460, -468, (und alle Varianten),

753-453,-455,-457,-459

Tabelle 90: 4-Kanal-Analogcingangsklemmen

Eingangsprozessabbild
OffsetBezeichnung der BytesBemerkung
High ByteLow Byte
0D1D0Messwert Kanal 1
1D3D2Messwert Kanal 2
2D5D4Messwert Kanal 3
3D7D6Messwert Kanal 4

17.2.3.4 3-Phasen-Leistungsmessklemme

750-493

Tabelle 91: 3-Phasen-Leistungsmessklemme

Eingangsprozessabbild
OffsetBezeichnung der BytesBemerkung
High ByteLow Byte
0-S0Statusbyte 0
1D1D0Eingangsdatenwort 1
2-S1Statusbyte 1
3D3D2Eingangsdatenwort 2
4-S2Statusbyte 2
5D5D4Eingangsdatenwort 3
Ausgangsprozessabbild
OffsetBezeichnung der BytesBemerkung
High ByteLow Byte
0-C0Steuerbyte 0
1D1D0Ausgangsdatenwort 1
2-C1Steuerbyte 1
3D3D2Ausgangsdatenwort 2
4-C2Steuerbyte 2
5D5D4Ausgangsdatenwort 3

17.2.3.5 8-Kanal-Analogeingangsklemmen

Tabelle 92: 8-Kanal-Analogeingangsklemmen

Eingangsprozessabbild
OffsetBezeichnung der BytesBemerkung
High ByteLow Byte
0D1D0Messwert Kanal 1
1D3D2Messwert Kanal 2
2D5D4Messwert Kanal 3
3D7D6Messwert Kanal 4
4D9D8Messwert Kanal 5
5D11D10Messwert Kanal 6
6D13D12Messwert Kanal 7
7D15D14Messwert Kanal 8

17.2.4 Analogausgangsklemmen

Die Analogausgangsklemmen liefern je Kanal 16-Bit-Ausgabewerte und 8 Steuer-/Statusbits.

MODBUS/TCP verwendet die 8 Steuer-/Statusbits jedoch nicht, d. h. es erfolgt kein Zugriff und keine Auswertung.

In das Ausgangsprozessabbild für den Feldbus werden bei dem Feldbuskoppler/-controller mit MODBUS/TCP deshalb nur die 16-Bit-Ausgabewerte pro Kanal im Intel-Format und wortweise gemappt.

Sofern in dem Knoten auch Digitalausgangsklemmen gesteckt sind, werden die analogen Ausgangsdaten immer vor die digitalen Daten in das Ausgangsprozessabbild abgebildet.

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Den speziellen Aufbau der jeweiligen Steuer-/Statusbytes entnehmen Sie bitte der zugehörigen Busklemmenbeschreibung. Ein Handbuch mit der jeweiligen Beschreibung zu jeder Busklemme finden Sie auf der WAGO-Homepage unter: http://www.wago.com.

17.2.4.1 2-Kanal-Analogausgangsklemmen

750-550, -552, -554, -556, -560, -562, 563, -585, (und alle Varianten), 753-550, -552, -554, -556

Tabelle 93: 2-Kanal-Analogausgangsklemmen

Ausgangsprozessabbild
OffsetBezeichnung der BytesBemerkung
High ByteLow Byte
0D1D0Ausgabewert Kanal 1
1D3D2Ausgabewert Kanal 2

17.2.4.2 4-Kanal-Analogausgangsklemmen

750-553, -555, -557, -559, 753-553, -555, -557, -559

Tabelle 94: 4-Kanal-Analogausgangsklemmen

Ausgangsprozessabbild
OffsetBezeichnung der BytesBemerkung
High ByteLow Byte
0D1D0Ausgabewert Kanal 1
1D3D2Ausgabewert Kanal 2
2D5D4Ausgabewert Kanal 3
3D7D6Ausgabewert Kanal 4

17.2.4.3 8-Kanal-Analogausgangsklemmen

Tabelle 95: 8-Kanal-Analogausgangsklemmen

Ausgangsprozessabbild
OffsetBezeichnung der BytesBemerkung
High ByteLow Byte
0D1D0Ausgabewert Kanal 1
1D3D2Ausgabewert Kanal 2
2D5D4Ausgabewert Kanal 3
3D7D6Ausgabewert Kanal 4
4D9D8Ausgabewert Kanal 5
5D11D10Ausgabewert Kanal 6
6D13D12Ausgabewert Kanal 7
7D15D14Ausgabewert Kanal 8

17.2.5 Sonderklemmen

Bei einzelnen Klemmen wird neben den Datenbytes auch das Control-/Statusbyte eingeblendet. Dieses dient dem bidirektionalen Datenaustausch der Busklemme mit der übergeordneten Steuerung.

Das Controlbyte wird von der Steuerung an die Klemme und das Statusbyte von der Klemme an die Steuerung übertragen. Somit ist beispielsweise das Setzen eines Zählers mit dem Steuerbyte oder die Anzeige von Bereichsunter- oder überschreitung durch das Statusbyte möglich.

Das Control-/Statusbyte liegt im Prozessabbild stets im Low-Byte.

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Den speziellen Aufbau der jeweiligen Steuer-/Statusbytes entnehmen Sie bitte der zugehörigen Busklemmenbeschreibung. Ein Handbuch mit der jeweiligen Beschreibung zu jeder Busklemme finden Sie auf der Internetseite http://www.wago.com.

17.2.5.1 Zählerklemmen

750-404, (und alle Varianten außer /000-005), 753-404, (und Variante /000-003)

Die Zählerklemmen belegen insgesamt 5 Bytes Nutzdaten im Ein- und Ausgangsbereich des Prozessabbilds, 4 Datenbytes sowie ein zusätzliches Steuer-/Statusbyte. Die Busklemmen liefern dann 32-Bit-Zählerstände. Dabei werden mit word-alignment jeweils 3 Worte im Prozessabbild belegt.

Tabelle 96: Zählerklemmen 750-404, (und alle Varianten außer /000-005), 753-404, (und Variante /000-003)

Eingangsprozessabbild
OffsetBezeichnung der BytesBemerkung
High ByteLow Byte
0-SStatusbyte
1D1D0Zählerwert
2D3D2
Ausgangsprozessabbild
OffsetBezeichnung der BytesBemerkung
High ByteLow Byte
0-CSteuerbyte
1D1D0Zählersetzwert
2D3D2

750-404/000-005

Die Zählerklemmen belegen insgesamt 5 Bytes Nutzdaten im Ein- und Ausgangsbereich der Prozessabbilder, 4 Datenbytes sowie ein zusätzliches Steuer-/Statusbyte. Diese Busklemmen liefern pro Zähler 16-Bit-Zählerstände. Dabei werden mit word-alignment jeweils 3 Worte im Prozessabbild belegt.

Tabelle 97: Zählerklemmen 750-404/000-005

Eingangsprozessabbild
OffsetBezeichnung der BytesBemerkung
High ByteLow Byte
0-SStatusbyte
1D1D0Zählerwert Zähler 1
2D3D2Zählerwert Zähler 2
Ausgangsprozessabbild
OffsetBezeichnung der BytesBemerkung
High ByteLow Byte
0-CSteuerbyte
1D1D0Zählersetzwert Zähler 1
2D3D2Zählersetzwert Zähler 2

750-638,

753-638

Diese Zählerklemmen belegen insgesamt 6 Bytes Nutzdaten im Ein- und Ausgangsbereich des Prozessabbilds, 4 Datenbytes sowie zwei zusätzliche Steuer-/Statusbytes. Die Busklemmen liefern dann pro Zähler 16-Bit-Zählerstände. Dabei werden mit word-alignment jeweils 4 Worte im Prozessabbild belegt.

Tabelle 98: Zählerklemmen 750-638, 753-638

Eingangsprozessabbild
OffsetBezeichnung der BytesBemerkung
High ByteLow Byte
0-S0Statusbyte von Zähler 1
1D1D0Zählerwert von Zähler 1
2-S1Statusbyte von Zähler 2
3D3D2Zählerwert von Zähler 2
Ausgangsprozessabbild
OffsetBezeichnung der BytesBemerkung
High ByteLow Byte
0-C0Steuerbyte von Zähler 1
1D1D0Zählersetzwert von Zähler 1
2-C1Steuerbyte von Zähler 2
3D3D2Zählersetzwert von Zähler 2

17.2.5.2 Pulsweitenklemmen

750-511, (und alle Varianten /xxx-xxx)

Diese Pulsweitenklemmen belegen insgesamt 6 Bytes Nutzdaten im Ein- und Ausgangsbereich des Prozessabbilds, 4 Datenbytes sowie zwei zusätzliche Steuer-/Statusbytes. Dabei werden mit word-alignment jeweils 4 Worte im Prozessabbild belegt.

Tabelle 99: Pulsweitenklemmen 750-511, /xxx-xxx

Ein- und Ausgangsprozessabbild
OffsetBezeichnung der BytesBemerkung
High ByteLow Byte
0-C0/S0Steuer-/Statusbyte von Kanal 1
1D1D0Datenwert von Kanal 1
2-C1/S1Steuer-/Statusbyte von Kanal 2
3D3D2Datenwert von Kanal 2

17.2.5.3 Serielle Schnittstellen mit alternativem Datenformat

750-650, (und die Varianten /000-002, -004, -006, -009, -010, -011, -012, -013), 750-651, (und die Varianten /000-001, -002, -003), 750-653, (und die Varianten /000-002, -007),

753-650,-653

Hinweis

Wago I/O-IPC-C6 - Hinweis - 1

Das Prozessabbild der /003-000-Varianten ist abhängig von der parametrierten Betriebsart!

Bei den frei parametrierbaren Busklemmenvarianten /003-000 kann die gewünschte Betriebsart eingestellt werden. Der Aufbau des Prozessabbilds dieser Busklemme hängt dann davon ab, welche Betriebsart eingestellt ist.

Die seriellen Schnittstellenklemmen, die auf das alternative Datenformat eingestellt sind, belegen insgesamt 4 Bytes Nutzdaten im Ein- und Ausgangsbereich des Prozessabbilds, 3 Datenbytes und ein zusätzliches Steuer-/Statusbyte. Dabei werden mit word-alignment jeweils 2 Worte im Prozessabbild belegt.

Tabelle 100: Serielle Schnittstellen mit alternativem Datenformat

Ein- und Ausgangsprozessabbild
OffsetBezeichnung der BytesBemerkung
High ByteLow Byte
0 D0C/S DatenbyteSteuer-/Statusbyte
1D2D1Datenbytes

17.2.5.4 Serielle Schnittstellen mit Standard-Datenformat

750-650/000-001,-014,-015,-016

750-653/000-001,-006

Die seriellen Schnittstellenklemmen, die auf das Standard-Datenformat eingestellt sind, belegen insgesamt 6 Bytes Nutzdaten im Ein- und Ausgangsbereich des Prozessabbilds, 5 Datenbytes und ein zusätzliches

Steuer-/Statusbyte. Dabei werden mit word-alignment jeweils 3 Worte im Prozessabbild belegt.

Tabelle 101: Serielle Schnittstellen mit Standard-Datenformat

Ein- und Ausgangsprozessabbild
OffsetBezeichnung der BytesBemerkung
High ByteLow Byte
0 D0C/S DatenbyteSteuer-/Statusbyte
1D2D1Datenbytes
2D4D3

17.2.5.5 Datenaustauschklemmen

750-654, (und die Variante /000-001)

Die Datenaustauschklemmen belegen jeweils insgesamt 4 Datenbytes im Ein- und Ausgangsbereich des Prozessabbilds. Dabei werden mit word-alignment jeweils 2 Worte im Prozessabbild belegt.

Tabelle 102: Datenaustauschklemmen

Ein- und Ausgangsprozessabbild
OffsetBezeichnung der BytesBemerkung
High ByteLow Byte
0D1D0Datenbytes
1D3D2

17.2.5.6 SSI-Geber-Interface-Busklemmen

750-630, (und alle Varianten)

Hinweis

Wago I/O-IPC-C6 - Hinweis - 1

Das Prozessabbild der /003-000-Varianten ist abhängig von der parametrierten Betriebsart!

Bei den frei parametrierbaren Busklemmenvarianten /003-000 kann die gewünschte Betriebsart eingestellt werden. Der Aufbau des Prozessabbilds dieser Busklemme hängt dann davon ab, welche Betriebsart eingestellt ist.

Die SSI-Geber Interface Busklemmen mit Status belegen insgesamt 4 Datenbytes im Eingangsbereich des Prozessabbilds. Dabei werden mit word-alignment insgesamt 2 Worte im Prozessabbild belegt.

Tabelle 103: SSI-Geber Interface Busklemmen mit alternativem Datenformat

Eingangsprozessabbild
OffsetBezeichnung der BytesBemerkung
High ByteLow Byte
0D1D0Datenbytes
1D3D2

17.2.5.7 Weg- und Winkelmessung

750-631/000-004,-010,-011

Die Busklemme 750-631 belegt 5 Bytes im Eingangs- und mit 3 Bytes im Ausgangsbereich des Prozessabbilds. Dabei werden mit word-alignment jeweils 4 Worte im Prozessabbild belegt.

Tabelle 104: Weg- und Winkelmessung 750-631/000-004, --010, -011

Eingangsprozessabbild
OffsetBezeichnung der BytesBemerkung
High ByteLow Byte
0-Snicht genutztStatusbyte
1D1D0Zählerwort
2--nicht genutzt
3D4D3Latchwort
Ausgangsprozessabbild
OffsetBezeichnung der BytesBemerkung
High ByteLow Byte
0-CSteuerbyte von Zähler 1
1D1D0Zählersetzwert von Zähler 1
2--nicht genutzt
3--nicht genutzt

750-634

Die Busklemme 750-634 belegt 5 Bytes (in der Betriebsart Periodendauermessung mit 6 Bytes) im Eingangs- und mit 3 Bytes im Ausgangsbereich des Prozessabbilds. Dabei werden mit word-alignment jeweils 4 Worte im Prozessabbild belegt.

Tabelle 105: Incremental-Encoder-Interface 750-634

Eingangsprozessabbild
OffsetBezeichnung der BytesBemerkung
High ByteLow Byte
0-Snicht genutztStatusbyte
1D1D0Zählerwort
2-(D2) *)nicht genutzt(Periodendauer)
3D4D3Latchwort

*) Ist durch das Steuerbyte die Betriebsart Periodendauermessung eingestellt, wird in D2 zusammen mit D3/D4 die Periodendauer als 24-Bit-Wert ausgegeben.

Ausgangsprozessabbild
OffsetBezeichnung der BytesBemerkung
High ByteLow Byte
0-Cnicht genutztSteuerbyte
1D1D0Zählersetzwort
2--nicht genutzt
3--

750-637

Die Incremental-Encoder-Interface Busklemme belegt 6 Bytes Nutzdaten im Ein- und Ausgangsbereich des Prozessabbilds, 4 Datenbytes und zwei zusätzliche Steuer-/Statusbytes. Dabei werden mit word-alignment jeweils 4 Worte im Prozessabbild belegt.

Tabelle 106: Incremental-Encoder-Interface 750-637

Ein- und Ausgangsprozessabbild
OffsetBezeichnung der BytesBemerkung
High ByteLow Byte
0-C0/S0Steuer-/Statusbyte von Kanal 1
1D1D0Datenwerte von Kanal 1
2-C1/S1Steuer-/Statusbyte von Kanal 2
3D3D2Datenwerte von Kanal 2

750-635,

753-635

Die Digitale Impuls Schnittstelle belegt insgesamt 4 Datenbytes im Ein- und Ausgangsbereich des Prozessabbilds, 3 Datenbytes und ein zusätzliches Steuer-/Statusbyte. Dabei werden mit word-alignment jeweils 2 Worte im Prozessabbild belegt.

Tabelle 107: Digitale Impuls Schnittstelle 750-635

Ein- und Ausgangsprozessabbild
OffsetBezeichnung der BytesBemerkung
High ByteLow Byte
0 D0C0/S0 DatenbyteSteuer-/Statusbyte
1D2D1Datenbytes

17.2.5.8 DC-Drive Controller

750-636

Der DC-Drive-Controller 750-636 stellt dem Koppler über 1 logischen Kanal 6 Byte Ein- und Ausgangsprozessabbild zur Verfügung. Die zu sendenden und zu empfangenden Positionsdaten werden in 4 Ausgangsbytes (D0 ... D3) und 4 Eingangsbytes (D0 ... D3) abgelegt. 2 Steuerbytes (C0, C1) und 2 Statusbytes (S0, S1) dienen zur Steuerung der Busklemme und des Antriebs. Alternativ zu den Positionsdaten im Eingangsprozessabbild (D0 ... D3) können erweiterte Statusinformationen (S2 ... S5) eingeblendet werden. Die 3 Steuer- und Statusbytes für die Applikation (C1 ... C3, S1 ... S3) dienen zur Kontrolle des Datenflusses.

Die Umschaltung zwischen den Prozessdaten und den erweiterten Statusbytes im Eingangsprozessabbild erfolgt über Bit 3 (ExtendedInfo_ON) im Controlbyte C1 (C1.3). Mit Bit 3 des Statusbytes S1 (S1.3) wird die Umschaltung quittiert.

Tabelle 108: Antriebssteuerung 750-636

Eingangsprozessabbild
OffsetBezeichnung der BytesBemerkung
High ByteLow Byte
0S1S0Status S1Statusbyte S0
1 D1*) / S3**) D0*) / S2**)Istposition*) / Erweitertes Statusbyte S3**)Istposition (LSB*) / Erweitertes Statusbyte S2**)
2 D3*) / S5**) D2*) / S4**)Istposition (MSB*) / Erweitertes Statusbyte S3**)Istposition*) / Erweitertes Statusbyte S4**)

*) ExtendedInfo ON = '0'.

** ) ExtendedInfo_ON = '1'.

Ausgangsprozessabbild
OffsetBezeichnung der BytesBemerkung
High ByteLow Byte
0C1C0Steuerbyte C1Steuerbyte C0
1 D1D0 SollpositionSollposition (LSB)
2 D3D2Sollposition (MSB)Sollposition

17.2.5.9 Steppercontroller

750-670

Der Steppercontroller RS 422 / 24 V / 20 mA 750-670 stellt dem Feldbuskoppler über 1 logischen Kanal 12 Byte Ein- und Ausgangsprozessabbild zur Verfügung. Die zu sendenden und zu empfangenden Daten werden in Abhängigkeit von der Betriebsart in bis zu 7 Ausgangsbytes (D0 ... D6) und 7 Eingangsbytes (D0 ... D6) abgelegt. Das Ausgangsbyte D0 und das Eingangsbyte D0 sind reserviert und ohne Funktion. Ein Klemmenbus-Steuer- und Statusbyte (C0, S0) sowie 3 Steuer- und Statusbytes für die Applikation (C1 ... C3, S1 ... S3) dienen zur Kontrolle des Datenflusses.

Die Umschaltung zwischen beiden Prozessabbildern erfolgt über das Bit 5 im Controlbyte C0 (C0.5). Mit dem Bit 5 des Statusbytes S0 (S0.5) wird das Einschalten der Mailbox quittiert.

Tabelle 109: Steppercontroller RS 422 / 24 V / 20 mA 750-670

Eingangsprozessabbild
OffsetBezeichnung der BytesBemerkung
High ByteLow Byte
0ReserviertS0ReserviertStatusbyte S0
1D1D0Prozessdaten*) / Mailbox**)
2D3D2
3D5D4
4 S3D6 Statusbyte S3Prozessdaten*) / Reserviert**)
5S1S2Statusbyte S1Statusbyte S2

*) Zyklisches Prozessabbild (Mailbox ausgeschaltet).
**) Mailboxprozessabbild (Mailbox cingeschaltet)

Ausgangsprozessabbild
OffsetBezeichnung der BytesBemerkung
High ByteLow Byte
0ReserviertC0ReserviertControlbyte C0
1D1D0Prozessdaten*) / Mailbox**)
2D3D2
3D5D4
4 C3D6 Controlbyte C3Prozessdaten*) / Reserviert**)
5C1C2Controlbyte C1Controlbyte C2

*) Zyklisches Prozessabbild (Mailbox ausgeschaltet).
**) Mailboxprozessabbild (Mailbox eingeschaltet)

17.2.5.10 RTC-Modul

750-640

Das RTC-Modul belegt insgesamt 6 Bytes Nutzdaten im Ein- und Ausgangsbereich des Prozessabbilds, 4 Datenbytes, ein zusätzliches Steuer-/Statusbyte und jeweils ein Befehlsbyte (ID). Dabei werden mit word-alignment jeweils 3 Worte im Prozessabbild belegt.

Tabelle 110: RTC-Modul 750-640

Ein- und Ausgangsprozessabbild
OffsetBezeichnung der BytesBemerkung
High ByteLow Byte
0 IDC/S BefehlsbyteStcucr-/Statusbyte
1D1D0Datenbytes
2D3D2

17.2.5.11 DALI/DSI-Masterklemme

750-641

Die DALI/DSI-Masterklemme belegt insgesamt 6 Datenbytes im Ein- und Ausgangsbereich des Prozessabbilds, 5 Datenbytes und ein zusätzliches Steuer-/Statusbyte. Dabei werden mit word-alignment jeweils 3 Worte im Prozessabbild belegt.

Tabelle 111: DALI/DSI-Masterklemme 750-641

Eingangsprozessabbild
OffsetBezeichnung der BytesBemerkung
High ByteLow Byte
0D0SDALI-AntwortStatusbyte
1D2D1Message 3DALI-Adresse
2D4D3Message 1Message 2
Ausgangsprozessabbild
OffsetBezeichnung der BytesBemerkung
High ByteLow Byte
0 D0CDALI-Befehl,DSI-DimmwertSteuerbyte
1D2D1Parameter 2DALI-Adresse
2D4D3Command-ExtensionParameter 1

17.2.5.12 DALI-Multi-Master-Klemme

753-647

Die DALI-Multi-Master-Klemme belegt insgesamt 24 Byte im Ein- und Ausgangsbereich des Prozessabbildes.

Die DALI-Multi-Master-Klemme kann im „Easy-Modus“ (Standardeinstellung) und im „Full-Modus“ betrieben werden. Der „Easy-Modus“ wird zur Übermittlung einfacher binärer Signale für die Beleuchtungssteuerung verwendet. Eine Konfiguration oder Programmierung mittels DALI-Masterbaustein ist im „Easy-Modus“ nicht notwendig.

Veränderungen von einzelnen Bits des Prozessabbildes werden direkt in DALI-Kommandos für ein vorkonfiguriertes DALI-Netzwerk umgewandelt. Von dem 24-Byte-Prozessabbild können im „Easy-Modus“ 22 Bytes direkt zum Schalten von EVGs, Gruppen oder Szenen genutzt werden. Schaltbefehle werden über DALI- und Gruppenadressen übertragen, dabei wird jede DALI- und jede Gruppenadresse durch ein 2-Bit-Paar repräsentiert.

Der Aufbau der Prozessdaten ist im Einzelnen in den anschließenden Tabellen dargestellt.

Tabelle 112: Übersicht über das Eingangsprozessabbild im „Easy-Modus“

Eingangsprozessabbild
OffsetBezeichnung der BytesBemerkung
High ByteLow Byte
0 - $res.Status Broadcast schalten:Bit 0: 1-/2-Tasten-ModusBit 2: Broadcast-Status EIN/AUSBit 1,3-7: -
1DA4...DA7DA0...DA3Bitpaar für DALI-Adresse DA0:Bit 1: Bit gesetzt = EINBit nicht gesetzt = AUSBit 2: Bit gesetzt = FehlerBit nicht gesetzt = kein FehlerBitpaare DA1 bis DA63 analog zu DA0.
2DA12...DA15DA8...DA11
3DA20...DA23DA16...DA19
4DA28...DA31DA24...DA27
5DA36...DA39DA32...DA35
6DA44...DA47DA40...DA43
7DA52...DA55DA48...DA51
8DA60...DA63DA56...DA59
9 GA4...GA7 GA0...GA3Bitpaar für DALI-Gruppenadresse GA0:Bit 1: Bit gesetzt = EINBit nicht gesetzt = AUSBit 2: Bit gesetzt = FehlerBit nicht gesetzt = kein FehlerBitpaare GA1 bis GA15 analog zu GA0.
10 GA12...GA15 GA8...GA11
11--nicht verwendet

DA = DALI-Adresse
GA = Gruppenadresse

Tabelle 113: Übersicht über das Ausgangsprozessabbild im „Easy-Modus“

Ausgangsprozessabbild
OffsetBezeichnung der BytesBemerkung
High ByteLow Byte
0 - $res.Broadcast EIN/AUS und schalten:Bit 0: Broadcast EINBit 1: Broadcast AUSBit 2: Broadcast EIN/AUS/dimmenBit 3: Broadcast kurz EIN/AUSBit 4...7: reserviert
1DA4...DA7DA0...DA3Bitpaar für DALI-Adresse DA0:Bit 1: kurz: DA schalten EINlang: dimmen, hellerBit 2: kurz: DA schalten AUSlang: dimmen, dunklerBitpaare DA1 bis DA63 analog zu DA0.
2DA12...DA15DA8...DA11
3DA20...DA23DA16...DA19
4DA28...DA31DA24...DA27
5DA36...DA39DA32...DA35
6DA44...DA47DA40...DA43
7DA52...DA55DA48...DA51
8DA60...DA63DA56...DA59
9 GA4...GA7 GA0...GA3Bitpaar für DALI-Gruppenadresse GA0:Bit 1: kurz: GA schalten EINlang: dimmen hellerBit 2: kurz: GA schalten AUSlang: dimmen dunklerBitpaare GA1 bis GA15 analog zu GA0.
10 GA12...GA15 GA8...GA11
11Bit 8...15Bit 0...7Szene 0...15 schalten

DA = DALI-Adresse
GA = Gruppenadresse

17.2.5.13 LON ^® -FTT-Klemme

753-648

Das Prozessabbild der LON ^® -FTT-Klemme besteht aus einem Steuer-/Statusbyte und 23 Byte bidirektionaler Kommunikationsdaten, die von dem WAGO-I/O-PRO-Funktionsbaustein „LON_01.lib“ verarbeitet werden. Dieser Baustein ist für die Funktion der LON ^® -FTT-Klemme unbedingt erforderlich und stellt steuerungsseitig eine Anwenderschnittstelle zur Verfügung.

Die EnOcean Funkreceiverklemme belegt insgesamt 4 Bytes Nutzdaten im Ein- und Ausgangsbereich des Prozessabbilds, 3 Datenbytes und ein zusätzliches Steuer-/Statusbyte. Die 3 Bytes Ausgangsdaten werden jedoch nicht genutzt. Dabei werden mit word-alignment jeweils 2 Worte im Prozessabbild belegt.

Tabelle 114: Funkreceiver EnOcean 750-642

Eingangsprozessabbild
OffsetBezeichnung der BytesBemerkung
High ByteLow Byte
0D0SDatenbyteStatusbyte
1D2D1Datenbytes
Ausgangsprozessabbild
OffsetBezeichnung der BytesBemerkung
High ByteLow Byte
0-Cnicht genutztSteuerbyte
1--nicht genutzt

17.2.5.15 MP-Bus-Masterklemme

750-643

Die MP-Bus-Masterklemme belegt insgesamt 8 Bytes Nutzdaten im Ein- und Ausgangsbereich des Prozessabbildes, 6 Datenbytes und zwei zusätzliche Steuer-/Statusbytes. Dabei werden mit word-alignment jeweils 4 Worte im Prozessabbild belegt.

Tabelle 115: MP-Bus-Masterklemme 750-643

Ein- und Ausgangsprozessabbild
OffsetBezeichnung der BytesBemerkung
High ByteLow Byte
0 C1/S1 C0/S0erweitertes Steucr-/StatusbyteSteuer-/Statusbyte
1D1D0Datenbytes
2D3D2
3D5D4

17.2.5.16 Bluetooth ^® RF-Transceiver

750-644

Die Größe des Prozessabbildes der Bluetooth ^® -Busklemme ist in den festgelegten Größen 12, 24 oder 48 Byte einstellbar.

Es besteht aus einem Steuerbyte (Eingang) bzw. Statusbyte (Ausgang), einem Leerbyte, einer 6, 12 oder 18 Byte großen, überlagerbaren Mailbox (Modus 2) und den Bluetooth ^® -Prozessdaten in einem Umfang von 4 bis 46 Byte.

Die Bluetooth ^® -Busklemme belegt also jeweils 12 bis maximal 48 Bytes im Prozessabbild, wobei die Größen des Eingangs- und Ausgangsprozessabbildes stets übereinstimmen.

Das erste Byte enthält das Steuer-/Statusbyte, das zweite ein Leerbyte. Daran schließen sich bei ausgeblendeter Mailbox unmittelbar Prozessdaten an. Bei eingeblendeter Mailbox werden je nach deren Größe die ersten 6, 12 oder 18 Byte Prozessdaten von Mailbox-Daten überlagert. Die Bytes im Bereich hinter der optional einblendbaren Mailbox enthalten grundsätzlich Prozessdaten. Den internen Aufbau der Bluetooth ^® -Prozessdaten entnehmen Sie der Dokumentation des Bluetooth ^® RF-Transceivers 750-644.

Die Einstellung der Mailbox- und Prozessabbildgrößen erfolgt mit dem Inbetriebnahmetool WAGO-I/O-CHECK.

Tabelle 116: Bluetooth ^® RF-Transceiver 750-644

Ein- und Ausgangsprozessabbild
OffsetBezeichnung der BytesBemerkung
High ByteLow Byte
0 - C0/S0 nicht genutztSteuer-/Statusbyte
1D1D0Mailbox (0, 3, 6 oder 9 Worte) sowie Prozessdaten (2-23 Worte)
2D3D2
3D5D4
.........
max.23D45 D44

17.2.5.17 Schwingstärke/Wälzlagerüberwachung VIB I/O

750-645

Die Schwingstärke/Wälzlagerüberwachung VIB I/O belegt insgesamt 12 Bytes Nutzdaten im Ein- und Ausgangsbereich des Prozessabbilds, 8 Datenbytes und vier zusätzliche Steuer-/Statusbytes. Dabei werden mit word-alignment jeweils 8 Worte im Prozessabbild belegt.

Tabelle 117: Schwingstärke/Wälzlagerüberwachung VIB I/O 750-645

Ein- und Ausgangsprozessabbild
OffsetBezeichnung der BytesBemerkung
High ByteLow Byte
0 -C0/S0 nicht genutztSteuer-/Statusbyte (log. Kanal 1, Sensorcingang 1)
1 D1D0Datenbytes (log. Kanal 1, Sensoreingang 1)
2 -C1/S1 nicht genutztSteuer-/Statusbyte (log. Kanal 2, Sensorcingang 2)
3 D3D2Datenbytes (log. Kanal 2, Sensoreingang 2)
4 -C2/S2 nicht genutztSteuer-/Statusbyte (log. Kanal 3, Sensorcingang 3)
5 D5D4Datenbytes (log. Kanal 3, Sensoreingang 3)
6 -C3/S3 nicht genutztSteuer-/Statusbyte (log. Kanal 4, Sensorcingang 4)
7 D7D6Datenbytes (log. Kanal 4, Sensorcingang 4)

17.2.5.18 KNX/EIB/TP1-Klemme

753-646

Die KNX/TP1-Klemme erscheint im Router- sowie im Gerätemodus mit insgesamt 24 Bytes Nutzdaten im Ein- und Ausgangsbereich des Prozessabbildes, 20 Datenbytes und 1 Steuer-/Statusbyte. Die zusätzlichen Bytes S1 bzw. C1 werden als Datenbytes transferiert, aber als erweiterte Status- und Steuerbytes verwendet. Der Opcode dient als Schreib- und Lesekommando für Daten oder als Auslöser bestimmter Funktionen der KNX/EIB/TP1-Klemme. Mit word-alignment werden jeweils 12 Worte im Prozessabbild belegt. Im Routermodus ist kein Zugriff auf das Prozessabbild möglich. Telegramme werden nur getunnelt übertragen.

Im Gerätemodus erfolgt der Zugriff auf KNX-Daten über spezielle Funktionsbausteine der IEC-Applikation. Eine Konfiguration mittels der allgemeinen Engineering-Tool-Software (ETS) für KNX ist notwendig.

Tabelle 118: KNX/EIB/TP1-Klemme 753-646

Eingangsprozessabbild
OffsetBezeichnung der BytesBemerkung
High ByteLow Byte
0-S0nicht genutztStatusbyte
1S1OPErweitertes StatusbyteOpcode
2D1D0Datenbyte 1Datenbyte 0
3D3D2Datenbyte 3Datenbyte 2
4D5D4Datenbyte 5Datenbyte 4
5D7D6Datenbyte 7Datenbyte 6
6D9D8Datenbyte 9Datenbyte 8
7D11D10Datenbyte 11Datenbyte 10
8D13D12Datenbyte 13Datenbyte 12
9D15D14Datenbyte 15Datenbyte 14
10D17D16Datenbyte 17Datenbyte 16
11D19D18Datenbyte 19Datenbyte 18
Ausgangsprozessabbild
OffsetBezeichnung der BytesBemerkung
High ByteLow Byte
0-C0nicht genutztSteuerbyte
1C1OPErweitertes SteuerbyteOpcode
2D1D0Datenbyte 1Datenbyte 0
3D3D2Datenbyte 3Datenbyte 2
4D5D4Datenbyte 5Datenbyte 4
5D7D6Datenbyte 7Datenbyte 6
6D9D8Datenbyte 9Datenbyte 8
7D11D10Datenbyte 11Datenbyte 10
8D13D12Datenbyte 13Datenbyte 12
9D15D14Datenbyte 15Datenbyte 14
10D17D16Datenbyte 17Datenbyte 16
11D19D18Datenbyte 19Datenbyte 18

17.2.5.19 AS-Interface-Masterklemme

750-655

Das Prozessabbild der AS-Interface-Masterklemme ist in seiner Länge einstellbar in den festgelegten Größen von 12, 20, 24, 32, 40 oder 48 Byte.

Es besteht aus einem Control- bzw. Statusbyte, einer 0, 6, 10, 12 oder 18 Byte großen Mailbox und den AS-interface Prozessdaten in einem Umfang von 0 bis 32 Byte.

Mit word-alignment belegt die AS-Interface-Masterklemme also jeweils 6 bis maximal 24 Worte im Prozessabbild.

Das erste Ein- bzw. Ausgangswort enthält das Status- bzw. Controlbyte sowie ein Leerbyte.

Daran schließen sich für die fest eingeblendete Mailbox (Modus 1) die Worte mit Mailboxdaten an.

Wenn die Mailbox überlagerbar eingestellt ist (Modus 2), enthalten diese Worte Mailbox- oder Prozessdaten.

Die weiteren Worte enthalten die restlichen Prozessdaten.

Die Einstellung der Mailbox- und Prozessabbildgrößen erfolgt mit dem Inbetriebnahmetool WAGO-I/O-CHECK.

Tabelle 119: AS-Interface-Masterklemme 750-655

Ein- und Ausgangsprozessabbild
OffsetBezeichnung der BytesBemerkung
High ByteLow Byte
0 - C0/S0 nicht genutztSteuer-/Statusbyte
1D1D0Mailbox (0, 3, 5, 6 oder 9 Worte) sowie Prozessdaten (0-16 Worte)
2D3D2
3D5D4
.........
max.23D45 D44

17.2.6 Systemklemmen

17.2.6.1 Systemklemmen mit Diagnose

750-610,-611

Die Potentialeinspeiseklemmen 750-610 und -611 mit Diagnose liefern zur Überwachung der Versorgung 2 Bits Diagnosedaten.

Tabelle 120: Systemklemmen mit Diagnose 750-610, -611

Eingangsprozessabbild
Bit 7Bit 6Bit 5Bit 4Bit 3Bit 2Bit 1Bit 0
Diagnosebit S 2 SicherungDiagnosebit S 1 Spannung

Binäre Platzhalterklemmen

750-622

Die binären Platzhalterklemmen 750-622 verhalten sich wahlweise wie 2-Kanal-Digitaleingangs- oder -ausgangsklemmen und belegen je nach angewählter Einstellung pro Kanal 1, 2, 3 oder 4 Bits.

Dabei werden dann entsprechend 2, 4, 6 oder 8 Bits entweder im Prozesseingangs- oder -ausgangsabbild belegt.

Tabelle 121: Binäre Platzhalterklemmen 750-622 (mit dem Verhalten einer 2 DI)

Ein- oder Ausgangsgangsprozessabbild
Bit 7Bit 6Bit 5Bit 4Bit 3Bit 2Bit 1Bit 0
(Datenbit DI 8)(Datenbit DI 7)(Datenbit DI 6)(Datenbit DI 5)(Datenbit DI 4)(Datenbit DI 3)Datenbit DI 2Datenbit DI 1

17.3 Mailboxklemmen

Der I/O-IPC unterstützt Busklemmen, die nach dem Mailboxprinzip arbeiten, wie z.B. die 750-655 AS-Interface-Masterklemmen (Prozessdatengröße max. 500 Byte) oder die 750-670 Steppercontroller-Klemmen.

18 Anhang

18.1 WagoConfigToolLIB.lib

Mit dem Funktionsbaustein der CODESYS-Bibliothek „WagoConfigToolLIB.lib“ konfigurieren und parametrieren Sie den I/O-IPC wie mit dem WBM und „IPC Configuration Tool“. Dazu benötigen Sie die Aufrufe aus dem Kapitel „Aufrufe zur Bibliothek „WagoConfigToolLIB.lib“. Diese haben keine Auswirkung auf die Laufzeit der Tasks, da die Funktionen asynchron aufgerufen werden.

Wago I/O-IPC-C6 - WagoConfigToolLIB.lib - 1

flowchart
graph TD
    A["bEnable"] --> B["configToolFB"]
    C["stCallString"] --> B
    B --> D["bDone"]
    B --> E["bBusy"]
    B --> F["stResultString"]
    B --> G["iFbResult"]
    B --> H["iConfigToolResult"]
    B --> I["stConfigToolErrorString"]

Abbildung 99: Grafische Darstellung des Funktionsbausteins „ConfigToolFB“

Tabelle 122: Funktionsbaustein „ConfigTool“

ParameterNameDatentypBeschreibung
InputbEnableBOOLDer Funktionsbaustein startet mit der Verarbeitung, wenn an dem Eingang eine steigende Flanke registriert wird.
stCallStringSTRING (250)Geben Sie dort einen Aufruf so ein wie in der Linux-Konsole. Eine Übersicht der Aufrufe erhalten Sie im Kapitel „Aufrufe zur Bibliothek 'WagoConfigToolLIB.lib``".
OutputbDoneBOOLAnzcige, ob der Funktionsbaustein vollständig ausgeführt wird oder nach Meldung eines Fehlercodes abgebrochen wurde.
bBusyBOOLDer Funktionsbaustein bearbeitet einen Aufruf.
stResultStringSTRING (80)Rückgabewert, der auf der Linux-Konsole angezeigt wird.
OutputiFbResultINTDie Rückgabewerte haben folgende Bedeutung: 0: kein Fehler1: unzulässiger Eingabeparameter, z.B. ein Leerstring bei stCallString2: Fehler bei der Ausführung des Funktionsbausteins3: Unbekanntes Configtool4: Der Ergebnisstring des Configtools ist zu groß für den FB-Rückgabeparameter stResultString
iConfigToolResultINTDer Wert entspricht direkt dem Rückgabeparameter des Configtools.
stConfigToolError StringSTRING (150)Dieser Parameter zeigt die Fehlerbeschreibung an, wenn der Aufruf „iConfigToolResult“ einen Wert ≠ 0 liefert.

Tabelle 123: Funktion STRING TO IP

ParameterNameDatentypBeschreibung
InputstIpAddressSTRING(15)String mit der IP-Adresse in der Formxxx.xxx.xxx.xxx
In-/OutputipAddressARRAY[0..3] OFBYTEArray mit den Werten der einzelnen Bytes derIP-Adresse.
Return Value-BYTEStatus-Rückmeldung (Fehlercode).0 = kein Fehler255 = unzulässiger Parameter

Tabelle 124: Funktion IP TO STRING

ParameterNameDatentypBeschreibung
InputipAddressARRAY[0..3] OF BYTEArray mit den Werten der einzelnen Bytes der IP-Adresse.
In-/OutputstIpAddressSTRING(15)String mit der IP-Adresse in der Form xxx.xxx.xxx.xxx
Return Value-BYTEStatus-Rückmeldung (Fehlercode).Immer 0 = kein Fehler

18.1.1 Aufrufe zur Bibliothek „WagoConfigToolLIB.lib“

Die nachfolgende Tabelle erläutert die Aufrufe, die es Ihnen ermöglichen, über den Funktionsbaustein „ConfigToolFB“ (siehe Parameter „stCallString“) den I/O-IPC aus dem SPS-Programm oder aus Linux heraus zu konfigurieren und zu parametrieren. Dies ist neben WBM und „IPC Configuration Tool“ eine weitere Variante, den I/O-IPC für betriebliche Anforderungen zu konfigurieren.

Das Konfigurationsverzeichnis unter Linux lautet: /etc/config-tools/

Wago I/O-IPC-C6 - Aufrufe zur Bibliothek „WagoConfigToolLIB.lib“ - 1

flowchart
graph TD
    A["0001"] --> B["ConfigTool_FB"]
    B --> C["Done"]
    D["get_coupler_details processor-type"] --> E["bEnable"]
    D --> F["stCallString"]
    E --> G["bDone"]
    F --> H["bBusy"]
    G --> I["bBusy"]
    H --> J["stResultString"]
    I --> K["sResult='Intel(R) Pentium(R) M'"]
    J --> L["IFbResult"]
    K --> M["Status=0"]
    L --> N["IConfigToolResult"]
    M --> O["ConfigToolStatus=0"]
    N --> P["stConfigToolErrorString"]
    O --> Q["sConfigToolErrorString=''"]

Abbildung 100: Grafische Darstellung des Funktionsbausteins „ConfigToolFB“

Tabelle 125: Beschreibung der Konfigurierungsskripte zu „Information“

ParameterStatusAufrufAusgabe/EingabeGültigkeit
Information
Coupler Details: Ermittelt diverse Informationen des I/O-IPC
Order Number readget_coupler_detailsorder-numberBestellnummer desI/O-IPCsofort
Processor Type readgct_coupler_detailsprocessor-typeProzessortyp des I/O-IPCs
Fieldbus Type readget_coupler_detailsfieldbus-typeFeldbustyp des I/O-IPCs
FirmwareRevisionreadget_coupler_detailsfirmware-revisionFirmware-Version desI/O-IPCs
LicenceInformationreadget_coupler_detailslicense-informationCODESYS-Lizens-Information
Kbus FWRevisionreadgct_coupler_detailskbus-fw-revisionFirmware-Version desKlemmenbus-Controllers
CODESYSWebserverVersionreadgct_coupler_detailscodesys-webserver-versionCODESYS WebserverVersion
Network Details Eth0: Ermittelt die aktuell benutzten Parameter der ETHERNET-Schnittstellen
State readget_actual_eth_configeth0 stateStatus der Schnittstelle:enableddisabledsofort
Mac Address readgct_actual_cth_configeth0 mac-addressAnzeige der MAC-Adresse
IP Adress readgct_actual_cth_configeth0 ip-addressAnzeige der aktuellenIP-Adresse
Subnet Mask readgct_actual_cth_configeth0 subnet-maskAnzeige der aktuellenSubnet-Maske
Network Details Eth1
Siehe „Network Details Eth0“. Bei den Aufrufen jeweils eth0 durch eth1 ersetzen.

Tabelle 126: Beschreibung der Konfigurierungsskripte zu „CODESYS“

ParameterStatusAufrufAusgabe/EingabeGültigkeit
CODESYS
Project Details
Date readget_rts_info project dateAnzeige der in CODESYS angegebenen Projektinformationen (Menü > Projekt > Projektinformationen)sofort
Title readget_rts_info project title
Version readget_rts_info project version
Author readget_rts_info project author
Description readget_rts_info project description
CODESYS State
State readget_rts_info stateAnzeige des CODESYS- Status (RUN oder STOP)sofort

Tabelle 127: Beschreibung der Konfigurierungsskripte zu „TCP/IP“

ParameterStatusAufrufAusgabe/EingabeGültigkeit
TCP/IP
Common Configuration Data
Hostnamercadget_coupler_detailshostnameAnzeige des Hostnamens sofort
writechange_hostnamehostname=Änderung des Hostnamens.Geben Sie füreinen Hostnamen an.nachNeustart
Default Gateway
„Default Gateway“-Schnittstellereadget_coupler_detailsdefault-gatewayAnzeige des eingestellten Standard-Gatewayssofort
writeconfig_default_gatewayinterfacc=Hier wählen Sie die Schnittstelle aus, die Sie als Standard-Gateway nutzen möchten.Eingaben fürsind:eth0eth1none (kein Standard-Gateway ausgewählt)
Default Gateway Valuereadget_eth_configeth0 default-gatewayget_eth_configeth1 default-gatewayAnzeige der Adresse des Standard-Gateways.Führt beides zum gleichen Ergebnis, da der Wert immer gleichzeitig für beide Schnittstellen geschrieben wird.sofort
writeconfig_default_gatewaydefault-gateway-value=Hier stellen Sie die Adresse des Standard-Gateways ein.Derist eine IP-Adresse im Format Zahl. Zahl. Zahl. Zahl.nach Neustart
DNS-Server
Domain Namereadget_coupler_detailsdomain-nameAnzeige des Domainnamenssofort
writeedit_dns_serverdomain-name=Änderung des Domainnamens.Geben Sie fürden Domainnamen an.

Tabelle 127: Beschreibung der Konfigurierungsskripte zu „TCP/IP“

ParameterStatusAufrufAusgabe/EingabeGültigkeit
DNS-Server 1read get_dns_server 1DNS-Server-Adresse mit der laufenden Nummer 1.sofort
write/changeedit_dns_server dns-server-nr=1 change=change dns-server-name=Hier stellen Sie die Adresse des DNS-Servers mit der laufenden Nummer 1 ein.Derist eine IP-Adressc im Format Zahl.Zahl.Zahl.Zahl.
write/deleteedit_dns_server dns-server-nr=1 delete=deleteHier löschen sie den DNS-Server mit der laufenden Nummer 1.
DNS-Server 2-nSiehe „DNS-Server“ 1. Bei den Aufrufen jeweils die Servernummer anpassen (hochzählen).sofort
Add DNS-Serverwriteedit_dns_server add=add dns-server-name=Hier fügen Sie weitere DNS-Adressen hinzu.Derist eine IP-Adressc im Format Zahl.Zahl.Zahl.Zahl.sofort
TCP/IP Configuration Eth0
State
Device ID Eth0 readget_eth_config eth0 device-idDevice-ID der ETHERNET-Schnittstelle: X8 X9sofort
State Eth0readget_eth_config eth0 stateStatus der ETHERNET-Schnittstelle Eth0: enabled disabled
writeconfig_interfaces interface=eth0 config-type=static state=enabledSchnittstelle ausschalten: disabled Beim Einschalten ist immer der config-type mit anzugeben.

Tabelle 127: Beschreibung der Konfigurierungsskripte zu „TCP/IP“

ParameterStatusAufrufAusgabe/EingabeGültigkeit
Type of IP address configuration Eth0readget_eth_config eth0 config-typeWeg, über den die Schnittstelle ihrer IP-Adresse erhält:static (statisch eingestellt), dhcp (per DHC) oder bootp (per BootP)sofort
writeconfig_interfaces interface=eth0 config-type=<Wert> state=enabledVerfahren einschalten, über den die Schnittstelle ihrer IP-Adresse erhält. Eingaben fürsind:static (statisch eingestellt), dhcp (per DHC) oder bootp (per BootP)
IP address Eth0readget_eth_config eth0 ip-addressFür die Verwendung einer statischen IP-Adresse (Static IP) eingestellte Adresse.
writeconfig_interfaces interface=eth0 ip-address=<Wert>IP-Adresse für Static IP ändern. Dermuss eine IP-Adresse im Format Zahl.Zahl.Zahl.Zahl enthalten.
Subnet Mask Eth0readget_eth_config eth0 subnet-maskFür die Verwendung einer statischen IP-Adresse (Static IP) eingestellte subnet mask.
writeconfig_interfaces interface=eth0 subnet-mask=<Wert>Subnet-Mask für Static IP ändern. Dermuss eine IP-Adresse im Format Zahl.Zahl.Zahl.Zahl enthalten.
TCP/IP Configuration Eth1
Siehe „TCP/IP Configuration Eth0“. Bei den Aufrufen jeweils eth0 durch eth1 ersetzen.

Tabelle 128: Beschreibung der Konfigurierungsskripte zu „ETHERNET“

ParameterStatusAufrufAusgabe/EingabeGültigkeit
ETHERNET
Transmission Mode Eth0
Autonegotiationrcadget_eth_config eth0 autoncgStatus der Autonegotiation-Funktion abfragen: on offsofort
writeconfig_interfaces eth0 autoncg=onAutonegotiation-Funktion einschalten: on
config_interfaces interface=eth0 autoncg=off speed-duplex=Autonegotiation-Funktion ausschalten: off Hinweis: Beim Ausschalten der Autonegotiation-Funktion ist der Speed- und Duplex-Wert mit anzugeben. Eingaben für sind: 10-half 10-full 100-half 100-full
Speed and Duplex Settingsrcadget_eth_config eth0 speedAnzeige der ETHERNET-Geschwindigkeit
rcadget_eth_config eth0 duplexAnzeige des Duplex-Modus
writeconfig_interfaces interface=eth0 autoncg=off speed-duplex=Ändern der ETHERNET-Geschwindigkeit und des Duplex-Modus. Eingaben für sind: 10-half 10-full 100-half 100-full
Transmission Mode Eth1
Siehe „Transmission Mode Eth0“. Bei den Aufrufen jeweils eth0 durch eth1 ersetzen.

Tabelle 129: Beschreibung der Konfigurierungsskripte zu „NTP“

ParameterStatusAufrufAusgabe/EingabeGültigkeit
NTP
Configuration Data
Statereadget_ntp_config stateZustand des NTP-Servers abfragen: enabled disabledsofort
writeconfig_sntp state=<Wert>Eingaben für <Wert> sind: enabled disabled
Portreadget_ntp_config portPortnummer des NTP-Servers
writeconfig_sntp port=<Wert>Geben Sie für <Wert> die Portnummer an.
Time Serverreadget_ntp_config time-serverIP-Adresse des Time-Servers abfragen.
writeconfig_sntp time-server=<Wert>IP-Adresse des Time-Servers eingeben. Der <Wert> kann eine IP-Adresse im Format Zahl.Zahl.Zahl.Zahl oder einen Domain-Namen als String enthalten.
Update Time (seconds)readget_ntp_config update-timeAbfrage des Abfragezyklus des Time-Servers.
writeconfig_sntp update-time=<Wert>Geben Sie für <Wert> den Abfragezyklus (in s) des Time-Servers an.

Tabelle 130: Beschreibung der Konfigurierungsskripte zu „Clock“

ParameterStatusAufrufAusgabe/EingabeGültigkeit
Clock
Time and Date
Date on device, localreadget_clock_data date-localLokale Zeit und Datumsofort
writeconfig_clock type=local date=Datum ändern. Das Format für lautet: DD.MM.YYYY
Time on device, UTCreadget_clock_data time-utcUhrzeit/UTC
writeconfig_clock type=utc time=Uhrzeit ändern, bezogen auf UTC-Zeit. Das Format für lautet: hh:mm:ss xx
Time on device, localreadget_clock_data time-localUhrzeit/Lokalzeit
writeconfig_clock type=local time=Uhrzeit ändern, bezogen auf Lokalzeit. Das Format für lautet: hh:mm:ss xx
12-Hour-Formatreadget_clock_data display-modeDarstellungs-Format der Uhrzeit im 12 oder 24 Stunden-Format: 12-hour-format oder 24-hour-format
writeconfig_clock _ display_mode display-mode=Darstellungs-Format der Uhrzeit einstellen. Eingaben für sind: 12-hour-format 24-hour-format
Timezone
TZ-Stringreadget_clock_data tz-stringAktuell eingestellte Zeitzone – originaler TZ- String wie er im Betriebsystem abgelegt ist.nach Neustart
writeconfig_timezone tz-string=TZ-String direkt ändern. Beispiel für: CET-1CEST, M3.5.0/2,M10.5.0/3

Tabelle 131: Beschreibung der Konfigurierungsskripte zu „HMI Settings“

ParameterStatusAufrufAusgabe/EingabeGültigkeit
HMI Settings
Screensaver
Display-Statusreadget_touchscreen_config display-stateon – Display wird angezeigt (Screensaver ist aus).off – Display ist ausgeschaltet (Screensaver ist an).sofort
writechange_screen_state display-state=<Wert>=Wert=on – schaltet das Display sofort an.=off – schaltet das Display sofort aus.Das Ein-/Ausschalten erfolgt unabhängig davon, ob der Screensaver aktiviert ist. Ob das Display nach einer Wartezeit wieder ausgeschaltet, bzw. nach einer Berührung am Touchscreen wieder eingeschaltet wird, hängt davon ab, ob die Screensaver-Funktionalität aktiviert ist (siehe nächster Punkt).

Tabelle 131: Beschreibung der Konfigurierungsskripte zu „HMI Settings“

ParameterStatusAufrufAusgabe/EingabeGültigkeit
Screensaver-Statusreadget_rts3scfg_valueSCREENSAVEREnabledenabled– die Screensaver-Funktionalität ist aktiv geschaltet, d.h. nach der konfigurierten Wartezeit wird das Display automatisch ausgeschaltet und bei Benutzercingabe an Touchscreen oder Tastatur wieder cingeschaltet.disabled– die Screensaver-Funktionalität ist nicht frei geschaltet. Das Display wird somit nicht automatisch nach der Wartezeit ausgeschaltet, (oder nach Tastendruck eingeschaltet), sondern es verbleibt in dem Zustand, den der User expliziteinstellt.sofort
writechange_rts_configarea=SCREENSAVER state=<Wert><Wert>=enabled– die Screensaver-Funktionalität wird frei geschaltet, d.h. nach der konfigurierten Wartezeit wird das Display automatisch ausgeschaltet.<Wert>=disabled– die Screensaver-Funktionalität wird ausgeschaltet, d.h. der Screensaver beeinflusst das Display nicht. Es kann allerdings vom Benutzer generell ein- oder ausgeschaltet werden.
Screensaver-Wait timereadget_rts3scfg_valueSCREENSAVERWaitTimeLiefert den Zeitwert in Sekunden, nach dem bei aktiviertem Screensaver der Bildschirm ausgeschaltet wird.
writechange_rts_configarea=SCREENSAVERWaitTime=<Wert>Ändert den Zeitwert, nach dem bei aktiviertem Bildschirmschoner der Bildschirm ausgeschaltet wird.=Integer, Zeit in Sekunden

Tabelle 131: Beschreibung der Konfigurierungsskripte zu „HMI Settings“

ParameterStatusAufrufAusgabe/EingabeGültigkeit
Cleanmode-Statusrcadget_touchscreen_config cleanmode-stateon – Cleanmode ist aktuell eingeschaltet, d.h.Berührungen auf dem Touchscreen werden für die Dauer der eingestellten Timeout-Zeit ignoriert. Auf dem Screen wird ein Hinweisbild angezeigt.off – Cleanmode ist aktuell nicht eingeschaltet, Berührungen auf dem Touchscreen werden verarbeitet.sofort
writechange_screen_state cleanmode-state==Wert> = on: - der Cleanmode wird aktiviert für die im Timeout angegebene Zeitdauer.=off: - wenn der Cleanmode gerade aktiv ist, wird dieser wieder ausgeschaltet, ohne auf den Ablauf der Timeout-Zeit zu warten.
Cleanmode-Timeoutrcadget_rts3scfg_value CLEANMODE TimeoutLiefert den eingestellten Timeout-Wert des Cleanmodes in Sekunden, d.h. wenn der Cleanmode aktiviert wird, werden Benutzereingaben am Touchscreen für diese Zeitdauer ignoriert.
writechange_rts_config area=CLEANMODE Timeout==Wert> = Integer, Zeitwert in Sekunden.Ändert den Timeout-Wert des Cleanmodes.
VGA-Configuration
Video-Modercadshow_video_mode stringAnzeige des konfigurierten Video-Mode (Auflösung und Farbtiefe).sofort
writechange_video_mode video-string=Video-Mode ändern:Mögliche Eingaben fürsind z.B.:640x480+256+color800x600+16+bit1024x768+32+bit... (je nach unterstützter Auflösung und Farbtiefe)nach Neustart
Show Mouse-Pointerreadget_touchscreen_config mouse-pointerEinstellung Mouse-Pointersichtbar:yesnosofort
writeconfig_mousepointershow-mouse-pointer=Einstellung des Mouse-Pointer ändern. Mögliche Eingaben für:yesnonach Neustart

Tabelle 131: Beschreibung der Konfigurierungsskripte zu „HMI Settings“

ParameterStatusAufrufAusgabe/EingabeGültigkeit
Touchscreen Configuration
Device-Name readget_touchscreen_config device-nameGerätenamen auslesensofort
Driver-Name readget_touchscreen_config driver-nameTreibernamen auslesen
Execute calibration of touch-screen at next startreadget_touchscreen_config calibrate-touchscreen-flagLiefert Text checked, falls Kalibrierung eingestellt ist.sofort
writeconfig touchscreen calibrate-touchscreen=Kalibrieren des Touchscreen beim nächsten Starten des I/O-IPC.Eingaben fürsind: yes nonach Neustart
Keyboard Layout
Keyboard Layoutreadget_coupler_details keyboard-layoutKeyboard layout: German Englishsofort
writechange_keyboard_layout keyboard-layout=Eingaben fürsind: German English

Tabelle 132: Beschreibung der Konfigurierungsskripte zu „Administration“

ParameterStatusAufrufAusgabe/EingabeGültigkeit
Administration
Configuration of Serial Interface
Configuration of serial interfacereadget_coupler_detailsRS232-ownerBenutzer der scriellenSchnittstelle (RS-232).Mögliche Werte sind:CODESYSIO-CheckMODBUSLinuxNonesofort
writeconfig_RS232owner=Benutzer der scriellenSchnittstelle (RS-232).Eingaben fürsind:CODESYSIO-CheckMODBUSLinuxNone

Tabelle 132: Beschreibung der Konfigurierungsskripte zu „Administration“

ParameterStatusAufrufAusgabe/EingabeGültigkeit
File System Check
Filesystem Checkwritefilesystem_check device=<Wert>Dateisystem der angegebenen Gerätenamen oder für alle Geräte prüfen. Eingaben fürsind:hda1hda2hda3hda4hdb1hdb2hdb3hdb4allsofort
Start Backup System
Start Backup Systemwrite switch_bootloaderUmschalten des Bootloaders, damit nach dem nächsten Reboot die andere ältere Version der System-Firmware gestartet wird.nach Neustart
Reboot IPC
- write start_rebootNeustart des I/O-IPC durchführen.sofort

Tabelle 133: Beschreibung der Konfigurierungsskripte zu „Package Server“

ParameterStatusAufrufAusgabe/EingabeGültigkeit
Firmware Update
Medium der aktiven Partitionreadget_filesystem_dataactive-partition-mediumGibt das Medium der aktiven Partition aus (cf-card, internal-flash, usb1, usb2, ...).sofort
Firmware-Backup erstellenwritefirmware_backuppackage-settings=<Wert1>package-codesys=<Wert2>package-system=<Wert3>device-medium=<Wert4>auto-update=<Wert5>Erstellt ein Backup des angewählten Paketcs auf dem angegebenen Medium.Parmeter:= 1, wenn Paket Settings ausgewählt sein soll.= 1, wenn Paket CODESYS Project ausgewählt sein soll.= 1, wenn Paket System ausgewählt sein soll.= Zielmedium zum Speichern des Backups.(cf-card, internal-flash, usb1, usb2)= 1, wenn das Auto-Update aktiviert werden soll.Parameter, die nicht gesetzt (1) sein sollen, können entweder gleich 0 gesetzt werden oder komplett entfallen.

Tabelle 134: Beschreibung der Konfigurierungsskripte zu „Mass Storage“

ParameterStatusAufrufAusgabe/EingabeGültigkeit
Mass Storage
Bootflagreadget_device_databootflagLiefert den Wert des Bootflags eines Devices (0 = Device ist nicht bootable oder 1 = Device ist bootable).Geben Sie fürden Device-Namen an, z.B. hda, hdb,sofort
writechange_bootflag device=<Wert1>bootflag=<Wert2>Bootflag eines Devices setzen oder rücksetzen.=Device-Name, z.B. hda, hdb, ....=0 (Bootflag rücksetzen), 1 (Bootflag setzen).

Tabelle 135: Beschreibung der Konfigurierungsskripte zu „Port“

ParameterStatusAufrufAusgabe/EingabeGültigkeit
Port
Telnet
Telnet Portrcadget_port_state telnetStatus des Telnet-Servers auslesen: enabled disabledsofort
writeconfig_port port=telnet state=Eingaben fürsind: enabled disabled
CODESYS Webserver
CODESYS Webserver Portreadget_port_state codesys-webserverStatus des CODESYS-Webserver auslesen. Eingaben fürsind: enabled disabledsofort
writeconfig_port port=codesys-webserver state=Aktivieren/deaktivieren des CODESYS-Webservers. Eingaben fürsind: enabled disabled
FTP
FTP Portreadget_port_state ftpStatus des FTP-Servers auslesen. Eingaben fürsind: enabled disabledsofort
writeconfig_port port=ftp state=Eingaben fürsind: enabled disabled
CODESYS
CODESYS Portreadget_rts3scfg_value PLC DisableTcpIp ProgrammingStatus des Wert für „DisableTcpIpProgramming“ in der CODESYS-Konfiguration abfragen: YES: CODESYS-Port wird nicht benutzt. NO: CODESYS-Port wird benutzt.sofort
writechange_rts_config area=PLC disable-tcpip=Eingaben fürsind: YES: CODESYS-Port wird nicht benutzt. NO: CODESYS-Port wird benutzt.
CODESYS Port Numberrcadget_rts3scfg_value PLC TcpIpPortIn der CODESYS-Konfiguration cingestellter Wert des TCP/IP-Ports.
writechange_rts_config area=PLC TcpIpPort=CODESYS Portnummer ändern. Geben Sie fürdie TCP/IP-Portnummer an.

Tabelle 136: Beschreibung der Konfigurierungsskripte zu „MODBUS“

ParameterStatusAufrufAusgabe/EingabeGültigkeit
MODBUS
MODBUS/UDP
MODBUS/UDP Statusreadget_rts3scfg_valueMODBUS_UDP stateStatus von MODBUS/UDP: enableddisabledsofort
writechange_rts_configarea=MODBUS_UDP state=Aktivieren/deaktivieren des MODBUS/UDP-Servers.Eingaben fürsind: enableddisabled
MODBUS/TCP
MODBUS/TCP Statusreadget_rts3scfg_valueMODBUS_TCP stateStatus von MODBUS/TCP: enableddisabledsofort
writechange_rts_configarea=MODBUS_TCP state=Aktivieren/deaktivieren des MODBUS/TCP-Servers.Eingaben fürsind: enableddisabled
Timeout (msec)readget_rts3scfg_valueMODBUS_TCP TCPTimeoutTimeout-Wert fürMODBUS/TCP
writechange_rts_configarea=MODBUS_TCP timeout=Hier stellen Sie fürdie Zeitspanne (Timeout) der MODBUS/TCP-Verbindung ein (ms), nach der die Verbindung bei einer Unterbrechung der Kommunikation automatisch beendet wird.
MODBUS/RTU
Statereadget_rts3scfg_valueMODBUS_RTU stateStatus von MODBUS/RTU.Eingaben fürsind: enableddisabledsofort
writechange_rts_configarea=MODBUS_RTU timeout=Aktivieren/deaktivieren des MODBUS/RTU-Servers.Eingaben fürsind: enableddisabled
Node-IDreadget_rts3scfg_valueMODBUS_RTUNode_IDNode-ID fürMODBUS/RTU
writechange_rts_configarea=MODBUS_RTUnode-id=Node-ID (Zahl) fürMODBUS/RTU.Geben Sie fürdie Node-ID an.
Timeout (msec)readget_rts3scfg_valueMODBUS_RTU TimeoutTimeout-Wert fürMODBUS/RTU
writechange_rts_configarea=MODBUS_RTUTimeout=Timeout-Wert fürMODBUS/RTU ändern.Geben Sie fürdenTimeout-Wert in ms an.

Tabelle 136: Beschreibung der Konfigurierungsskripte zu „MODBUS“

ParameterStatusAufrufAusgabe/EingabeGültigkeit
Baudratereadget_rts3scfg_valueMODBUS_RTUBaudBaudrate fürMODBUS/RTUsofort
writechange_rts_configarea=MODBUS_RTUBaud=Ändern der Baudrate fürMODBUS/RTU. Eingabenfürsind:240048009600192003840057600115200
Databit readget_rts3scfg_valueMODBUS_RTUData_BitsData-Bit-Anzahl fürMODBUS/RTU
Parityreadget_rts3scfg_valueMODBUS_RTUParityParity-Wert fürMODBUS/RTU
writechange_rts_configarea=MODBUS_RTUParity=Ändern der Parity-Einstellung fürMODBUS/RTU. Eingabenfürsind:NoneOddEven
Stop-Bitsreadget_rts3scfg_valueMODBUS_RTUStop_BitsStop-Bits fürMODBUS/RTU
writechange_rts_configarea=MODBUS_RTUStop_Bits=Einstellen der Anzahl derStop-Bits fürMODBUS/RTU. Eingabenfürsind:12
Flow-Control readget_rts3scfg_valueMODBUS_RTUFlow_controlFlow-Control-Wert fürMODBUS/RTU

Tabelle 137: Beschreibung der Konfigurierungsskripte zu „Allgemeine SNMP-Informationsparameter“

ParameterStatusAufrufAusgabe/EingabeGültigkeit
Allgemeine SNMP-Informationsparameter
Name of devicereadget_snmp_data device-nameGibt den SNMP-Parameter „sysName“ aus.sofort
writeconfig_snmp device-name=Ändern des SNMP-Parameters „sysName“ (= String). *nach Neustart
Descriptionreadget_snmp_data descriptionGibt den SNMP-Parameter „sysDescr“ aus.sofort
writeconfig_snmp description=Ändern des SNMP-Parameters „sysDescr“ (= String). *nach Neustart
Physical locationreadget_snmp_data physical-locationGibt den SNMP-Parameters „sysLocation“ aus.sofort
writeconfig_snmp physical-location=Ändern des SNMP-Parameters „sysLocation“ (= String). *nach Neustart
Contactreadget_snmp_data contactGibt den SNMP-Parameters „sysContact“ aus.sofort
writeconfig_snmp contact=Ändern des SNMP-Parameters „sysContact“ (= String).nach Neustart
* Bei der Eingabe der Werte müssen die Leerzeichen entweder mit „+“ oder „%20“ aufgefüllt werden. Andernfalls wird die Eingabe nicht als zusammenhängender String erkannt.
SNMP-Manager -Konfiguration für v1 und v2c
Protokoll Status readget_snmp_data v1-v2c-stateLiefert den Status des SNMP-Protokolls für v1/v2c als String: enabled disabledsofort
Local Community Namereadget_snmp_data v1-v2c-community-nameGibt den für v1/v2c eingestellten Community-Namen aus.
Protokoll Status/ Community Namewriteconfig_snmp v1-v2c-state=Aktiviert/deaktiviert das v1/v2c-Protokoll (= enabled oder disabled) und vergibt einen Community-Namen. (= String ohne Leerzeichen, min. 1, max. 32 Zeichen). Hinweis: Beim Ausschalten ist kein Community-Name erforderlich. Das Einschalten ist nur mit der Angabe eines Community-Namens möglich. Das Speichern des Community-Namens ist nur bei aktiviertem Protokoll möglich.nach Neustart
SNMP-Trap-Receiver-Konfiguration für v1 und v2cEs können beliebig viele Trap-Receiver konfiguriert werden. Ein angelegter Trap-Receiver ist immer aktiv; zum Deaktivieren muss der Datensatz komplett gelöscht werden.

Tabelle 137: Beschreibung der Konfigurierungsskripte zu „Allgemeine SNMP-Informationsparameter“

ParameterStatusAufrufAusgabe/EingabeGültigkeit
IP-Adresse eines Trap-Receiversreadget_snmp_data v1-v2c-trap-receiver-addressGibt die IP-Adresse des Trap-Receiver aus, zu dem der I/O-IPC die v1- oder v2- Traps senden soll. Der Parameter(Zahl) dient dazu, die zusammengehörigen Daten der einzelnen konfigurierten Trap-Receiver kurzfristig (ohne zwischenzeitliche Änderungen der Daten) nacheinander auslesen zu können. Es ist eine laufende Nummer, die nicht mit den Daten selbst in Verbindung steht. Wird die Nummer weggelassen, werden die Daten des ersten Receivers ausgelesen.sofort
Community Namereadget_snmp_data v1-v2c-trap-receiver-community-nameGibt den Community-Namen aus, den der SNMP-Agent des IPCs im Trap-Header sendet. Parameter(Zahl) siehe Punkt „IP-Adresse eines Trap-Receivers“.
Trap-Version readget_snmp_data v1-v2c-trap-receiver-versionGibt die SNMP-Version aus („v1“ oder „v2c“), über die der SNMP-Agent die Traps an die zugehörige Trap-Receiver-Adresse sendet. Parameter(Zahl) siehe Punkt „IP-Adresse eines Trap-Receivers“.

Tabelle 137: Beschreibung der Konfigurierungsskripte zu „Allgemeine SNMP-Informationsparameter“

ParameterStatusAufrufAusgabe/EingabeGültigkeit
Anlegen/Löschen eines Trap-Receiverswriteconfig_snmpv1-v2c-trap-receiver-edit=<Wert1>v1-v2c-trap-receiver-address=<Wert2>v1-v2c-trap-receiver-community-name=<Wert3>v1-v2c-trap-receiver-version=<Wert4>Einen neuen Trap-Receiver hinzufügen (Wert1=add) oder Löschen eines bereits konfigurierten Trap-Receivers (Wert1=delete).Weitere Parameter:=IP-Adresse (Zahl.Zahl.Zahl.Zahl), an die der IPC die Traps senden soll.: Community-String (String), den der IPC in den Header des Traps einträgt.: SNMP-Version, über die die Traps gesendet werden (v1 oder v2c).Hinweis:Auch beim Löschen eines Trap-Empfängers müssen alle Parameter mitgegeben werden, da nur darüber der Datensatz eindeutig zu identifizieren ist.nach Neustart
Konfiguration von SNMP v3Es können beliebig viele SNMP-v3-User angelegt werden. Ein angelegter User ist immer aktiv; zum Dcaktivieren muss der komplette Datensatz gelöscht werden.
Authentication-Namercadget_snmp_datav3-auth-name<Nummer>Gibt den User-Namen des v3-Users aus.Der Parameterdient dazu, die zusammengehörigen Daten der einzelnen konfigurierten Trap-Receiver kurzfristig (ohne zwischenzeitliche Änderungen der Daten) nacheinander auslesen zu können. Es ist eine laufende Nummer, die nicht mit den Daten selbst in Verbindung steht. Wird die Nummer weggelassen, werden die Daten des ersten Users ausgelesen.sofort
Authentication-Verschlüsselungs-Typreadget_snmp_datav3-auth-type<Nummer>Gibt den Verschlüsselungstyp aus, den der v3-User benutzt (none, MD5 oder SHA). Parametersiehe Punkt „Authentication-Name“.

Tabelle 137: Beschreibung der Konfigurierungsskripte zu „Allgemeine SNMP-Informationsparameter“

ParameterStatusAufrufAusgabe/EingabeGültigkeit
Authentication-Schlüsselreadget_snmp_datav3-auth-keyGibt den Schlüssel-String für die Authentication aus.ParametersiehePunkt „Authentication-Name“.sofort
Privacy-Verschlüsselungs-Typreadget_snmp_datav3-privacyGibt den Privacy-Verschlüsselungstyp des v3-Users aus (none, DES oder AES).ParametersiehePunkt „Authentication-Name“.
Privacy-Schlüsselreadget_snmp_datav3-privacy-keyGibt des Schlüssel-String für Privacy aus. Ist hier nichts angegeben, wird der SNMP-Agent hierfür den „Authentication Key“ benutzen.ParametersiehePunkt „Authentication-Name“.
Trap-Receiver-Adressereadget_snmp_datav3-notification-receiverIP-Adresse eines SNMP-Managers, an den der Agent Traps für diesen v3-User sendet. Ist hier nichts angegeben, werden für diesen User keine Traps gesendet.ParametersiehePunkt „Authentication-Name“.

Tabelle 137: Beschreibung der Konfigurierungsskripte zu „Allgemeine SNMP-Informationsparameter“

ParameterStatusAufrufAusgabe/EingabeGültigkeit
Add new v3-Userwriteconfig_snmpv3-edit=addv3-auth-name=<Wert1>v3-auth-type=<Wert2>v3-auth-key=<Wert3>v3-privacy=<Wert4>v3-privacy-key=<Wert5>v3-notification-receiver=<Wert6>Anlegen eines neuen v3-Users.v3-auth-name: User-Name, String ohne Leerzeichen, maximal 32 Zeichen. Der User-Name darf noch nicht vergeben worden sein.Parameter:User-Name (= String)Verschlüsselungstyp. (= none, MD5 oder SHA).Schlüssel-String für die Authentifizierung, (= String mit mindestens 8 und maximal 32 Zeichen)Privacy-Verschlüsselungstyp (= none, DES oder AES).Privacy-Schlüssel-String (= String, mindestens 8 und maximal 32 Zeichen), kann leer sein; in diesem Fall wird der Authentication-Key verwendet. Als Notification Receiver (= zahl.zahl.zahl.zahl) wird die IP-Adresse eines Trap-Empfängers übertragen. Sollen keine v3-Traps gesendet werden, entfällt diese Angabe.nach Neustart
Delete v3-Userwriteconfig_snmpv3-edit=deletev3-auth-name=<Wert>Löschen eines vorhandenen v3-Users.Da beim Anlegen eines Users die doppelte Vergabe desselben User-Namens vom Skript unterbunden wird, reicht beim Löschen der Name, um einen Datensatz eindeutig zu identifizieren (= String).

Die Bibliothek WagoLibNetSnmp.lib ist eine externe CODESYS-Bibliothek. Sie dient dem Anlegen kundenspezifischer OIDs und Setzen/Abfragen deren Werte vom SPS Programm aus.

Dafür stehen folgende Funktionen zur Verfügung:

  • Anlegen/Registrieren: snmpRegisterCustomOID_xxxxx
  • Abfragen: snmpGetValueCustomOID_xxxxx
  • Setzen: snmpSetValueCustomOID_xxxxx

Hinweis

Wago I/O-IPC-C6 - Hinweis - 1

OID-Variablen

Bereits angelegte OID-Variablen bleiben solange bestehen bis das System neugestartet wurde bzw. das Programm neu auf die Steuerung geladen wurde. Bei einem "Online-Change" bleiben die OIDs erhalten.

Hinweis

Wago I/O-IPC-C6 - Hinweis - 1

Zur Verfügung stehender Variablenspeicher

Es stehen 8 kB an Variablenspeicher zur Verfügung. Somit können Sie max. 32 OIDs vom Typ „Octet String“ anlegen bzw. 2048 OIDs vom Typ „Integer“ oder „Gauge32“.

Variablen

Folgende Datentypen werden unterstützt:

Tabelle 138: Datentypen

OID-DatentypCODESYS-DatentypLänge (in Bytes)
IntegerDINT4
UInteger, Gauge32UDINT, DWORD4
Octet StringSTRING(255)255

Funktionen

Funktionen zum Registrieren kundenspezifischer OIDs:

Eine OID kann nur einmal registriert werden. Ein mehrfacher Aufruf dieser Funktion für gleiche OIDs liefert den Fehler:

2 (RET_ERR_OID_ALREADY_REGISTERED)

18.2.1 snmpRegisterCustomOID\_INT32()

Registrieren einer OID vom Datentyp: Integer (4 Byte)

Tabelle 139: Parameter snmpRegisterCustomOID_INT32()

ParameterBeschreibung
sOID : STRING(128)numerical OID i.e.: .1.3.6.1.4.1.8072.2.4.1.1.1.0
iDefValue : DINTdefault value i.e.: 2
bReadOnly : BOOLtrue, if read-only variable

Tabelle 140: Return snmpRegisterCustomOID_INT32()

ReturnBeschreibung
WORDerror number: 0 = ok
FUNCTION snmpRegisterCustomOID_INT32 : WORD
VAR_INPUT
    sOID : STRING(128) := '';
    iDefValue : DINT := 0;
    bReadOnly : BOOL := FALSE;
END_VAR 

18.2.2 snmpRegisterCustomOID\_STRING()

Registrieren einer OID vom Datentyp: Octet String (255 Byte)

Tabelle 141: Paremeter snmpRegisterCustomOID_STRING()

ParameterBeschreibung
sOID : STRING(128)numerical OID i.e.: .1.3.6.1.4.1.8072.2.4.1.1.1.0
sDefValue : STRING(255)default value i.e.: 'hallo world'
bReadOnly : BOOLtrue, if read-only variable

Tabelle 142: Return snmpRegisterCustomOID_STRING()

ReturnBeschreibung
WORDerror number: 0 = ok
FUNCTION snmpRegisterCustomOID_STRING : WORD
VAR_INPUT
    sOID : STRING(128) := '';
    sDefValue : STRING(255) := '';
    bReadOnly : BOOL := FALSE;
END_VAR

18.2.3 snmpRegisterCustomOID\_UINT32()

Registrieren einer OID vom Datentyp: UInteger, Gauge32 (4 Byte)

Tabelle 143: Paremeter snmpRegisterCustomOID_UINT32()

ParameterBeschreibung
sOID : STRING(128)numerical OID i.e.: .1.3.6.1.4.1.8072.2.4.1.1.1.0
uiDefValue : UDINT;default value i.e.: 2
bReadOnly : BOOLtrue, if read-only variable

Tabelle 144: Return snmpRegisterCustomOID_UINT32()

ReturnBeschreibung
WORDerror number: 0 = ok
FUNCTION snmpRegisterCustomOID_UINT32 : WORD
VAR_INPUT
    sOID : STRING(128) := '';
    uiDefValue : UDINT := 0;
    bReadOnly : BOOL := FALSE;
END_VAR 

18.2.4 snmpGetValueCustomOID\_INT32()

Abfragen des Wertes einer OID vom Datentyp: Integer (4 Byte)

Tabelle 145: Paremeter snmpGetValueCustomOID_INT32()

ParameterBeschreibung
sOID : STRING(128)numerical OID i.e.: .1.3.6.1.4.1.8072.2.4.1.1.1.0
iValue : DINTOID value

Tabelle 146: Return snmpGetValueCustomOID_INT32()

ReturnBeschreibung
WORDerror number: 0 = ok
iValue : DINTOID value
FUNCTION snmpGetValueCustomOID_INT32 : WORD
VAR_INPUT
    sOID : STRING(128) := '';
END_VAR
VAR_IN_OUT
    iValue : DINT;
END_VAR

18.2.5 snmpGetValueCustomOID\_STRING()

Abfragen des Wertes einer OID vom Datentyp: Octet String (255 Byte)

Tabelle 147: Paremeter snmpGetValueCustomOID_STRING()

ParameterBeschreibung
sOID : STRING(128)numerical OID i.e.: .1.3.6.1.4.1.8072.2.4.1.1.1.0
sValue : STRING(255);OID value

Tabelle 148: Return snmpGetValueCustomOID_STRING()

ReturnBeschreibung
WORDerror number: 0 = ok
sValue : STRING(255);OID value
FUNCTION snmpGetValueCustomOID_STRING : WORD
VAR_INPUT
    sOID : STRING(128) := '';
END_VAR
VAR_IN_OUT
    sValue : STRING(255);
END_VAR

18.2.6 snmpGetValueCustomOID\_UINT32()

Abfragen des Wertes einer OID vom Datentyp: UInteger, Gauge32 (4 Byte)

Tabelle 149: Paremeter snmpGetValueCustomOID_INT32()

ParameterBeschreibung
sOID : STRING(128)numerical OID i.e.: .1.3.6.1.4.1.8072.2.4.1.1.1.0
uiValue : UDINT;OID value

Tabelle 150: Return snmpGetValueCustomOID_INT32()

ReturnBeschreibung
WORDerror number: 0 = ok
uiValue : UDINT;OID value
FUNCTION snmpGetValueCustomOID_INT32 : WORD
VAR_INPUT
    sOID : STRING(128) := '';
END_VAR
VAR_IN_OUT
    uiValue : UDINT .= 0;
END_VAR

18.2.7 snmpSetValueCustomOID\_INT32()

Setzen des Wertes einer Old vom Datentyp: Integer (4 Byte)

Tabelle 151: Paremeter snmpSetValueCustomOID_INT32()

ParameterBeschreibung
sOID : STRING(128)numerical OID i.e.: .1.3.6.1.4.1.8072.2.4.1.1.1.0
iValue : DINTnew default value i.e.: 2

Tabelle 152: Return snmpSetValueCustomOID_INT32()

ReturnBeschreibung
WORDerror number: 0 = ok
FUNCTION snmpRegisterCustomOID_INT32 : WORD
VAR_INPUT
    sOID : STRING(128) := '';
    iDefValue : DINT := 0;
END_VAR 

18.2.8 snmpSetValueCustomOID\_STRING()

Setzen des Wertes einer OID vom Datentyp: Octet String (255 Byte)

Tabelle 153: Paremeter snmpSetValueCustomOID_STRING()

ParameterBeschreibung
sOID : STRING(128)numerical OID i.e.: .1.3.6.1.4.1.8072.2.4.1.1.1.0
sDefValue : STRING(255)new value i.e.: 'hallo world'

Tabelle 154: Return snmpSetValueCustomOID_STRING()

ReturnBeschreibung
WORDerror number: 0 = ok
FUNCTION snmpRegisterCustomOID_STRING : WORD
VAR_INPUT
    sOID : STRING(128) := '';
    sDefValue : STRING(255) := '';
END_VAR

18.2.9 snmpSetValueCustomOID\_UINT32()

Setzen des Wertes einer OID vom Datentyp: UInteger, Gauge32 (4 Byte)

Tabelle 155: Paremeter snmpSetValueCustomOID_UINT32()

ParameterBeschreibung
sOID : STRING(128)numerical OID i.e.: .1.3.6.1.4.1.8072.2.4.1.1.1.0
uiDefValue : UDINT;new value i.e.: 2

Tabelle 156: Return snmpSetValueCustomOID_UINT32()

ReturnBeschreibung
WORDerror number: 0 = ok
FUNCTION snmpRegisterCustomOID_UINT32 : WORD
VAR_INPUT
    sOID : STRING(128) := '';
    uiDefValue : UDINT := 0;
END_VAR 

18.2.10 Rückmeldungen

Folgende Fehlermeldungen können von den Funktionen zurückgeliefert werden:

Tabelle 157: Fehlermeldungen

WertDefinitionBeschreibung
0RET_SUCCESSAlles ok, keine Fehler
1RET_ERR_WRONG_OIDFalsche OID, nur numerische Variablen werden unterstützt z. B: .1.3.6.1.4.1.8072.2.4.1.1.1.0 Dabei sind maximal 32 Punkte zulässig.Der höchste numerische Wert darf nur 2^31-1 = 2147483647 betragen.
2RET_ERR_OID_ALREADY_REGISTEREDOID ist bereits registriert
3RET_ERR_OID_NOT_FOUNDOID ist nicht registriert -> OID über die snmpRegisterOID_xxx – Funktion registrieren
4RET_ERR_IPC_COMM_NOT_INITIALIZEDKommunikation zwischen der PLC-Runtime-Umgebung und dem Net-SNMP Agenten ist gestört -> System neu starten
5RET_ERR_IPC_COMM_FAILEDNicht genügendVariablenspeicher vorhanden -> nur 8 kB großerSpeicherbereich steht zur Verfügung

18.2.11 Beispielprogramm „Test.pro“

Das Beispiel-Programm „Test.pro“ veranschaulicht das Registrieren, Abfragen und Setzen kundenspezifischer OID’s:

Programmvariablen

PROGRAM PLC_PRG VAR

(* Flags *)
bRegisterOID_INT32:BOOL := FALSE;
bRegisterOID_STRING:BOOL := FALSE;
bRegisterOID_UINT32:BOOL := FALSE;
bSetValueOID_INT32:BOOL := FALSE;
bSetValueOID_STRING:BOOL := FALSE;
bSetValueOID_UINT32:BOOL := FALSE;
bGetValueOID_INT32:BOOL := FALSE;
bGetValueOID_STRING:BOOL := FALSE;
bGetValueOID_UINT32:BOOL := FALSE;
(*CustomOIDs *)
sCustomOID1:STRING(128) := '.1.3.6.1.4.1.8072.2.4.1.1.1.0'; (* Integer32 *)
sCustomOID2:STRING(128) := '.1.3.6.1.4.1.8072.2.4.1.1.2.0'; (* OctetString *)
sCustomOID3:STRING(128) := '.1.3.6.1.4.1.8072.2.4.1.1.3.0'; (* UInteger32 *)
(* Values *)
iValue:DINT := 11;
sValue:STRING(255) := 'test';
uiValue:UDINT := 33;
(* Error *)
wError:WORD := 0;
END_VAR

Programmblock

(* Register new OID with Integer value *)
IF bRegisterOID_INT32 = TRUE THEN
    wError := snmpRegisterCustomOID_INT32(sOID1, iValue, FALSE);
    bRegisterOID_INT32 := FALSE;
END_IF;
(* Register new OID with OctetString value*)
IF bRegisterOID_STRING = TRUE THEN
    wError := snmpRegisterCustomOID_STRING(sOID2, sValue, FALSE);
    bRegisterOID_STRING := FALSE;
END_IF;
(* Register new OID with UInteger value *)
IF bRegisterOID_UINT32 = TRUE THEN
    wError := snmpRegisterCustomOID_UINT32(sOID3, uiValue, FALSE);
    bRegisterOID_UINT32 := FALSE;
END_IF;
(* Set Integer value *)
IF bSetValueOID_INT32 = TRUE THEN
    wError := snmpSetValueCustomOID_INT32(sOID1, iValue+1);
    bSetValueOID_INT32 := FALSE;
END_IF;
(* Set OctetString value *)
IF bSetValueOID_STRING = TRUE THEN
    sValue := 'hello wolrd';
    wError := snmpSetValueCustomOID_STRING(sOID2, sValue);
    bSetValueOID_STRING := FALSE;
END_IF;
(* Set UInteger value *)
IF bSetValueOID_UINT32 = TRUE THEN
    wError := snmpSetValueCustomOID_UINT32(sOID3, uiValue+1);
    bSetValueOID_UINT32 := FALSE;
END_IF;
(* Get Integer value *)
IF bGetValueOID_INT32 = TRUE THEN
    wError := snmpGetValueCustomOID_INT32(sCustomOID1, iValue);
    bGetValueOID_INT32 := FALSE;
END_IF;
(* Get OctetString value *)
IF bGetValueOID_STRING = TRUE THEN
    wError := snmpGetValueCustomOID_STRING(sOID2, sValue);
    bGetValueOID_STRING := FALSE;
END_IF;
(* Get UInteger value *)
IF bGetValueOID_UINT32 = TRUE THEN
wError := snmpGetValueCustomOID_UINT32(sOID3, uiValue);
bGetValueOID_UINT32 := FALSE;
END_IF; 

Über das Visualisierungsformular „TEST“ können die CustomOID’s registriert, abgefragt und gesetzt werden:

Wago I/O-IPC-C6 - Programmvariablen - 1

text_image TEST OID: '1.3.6.1.4.1.8072.2.4.1.1.1.0' snmpRegisterOID_INT32 snmpSetValueOID_INT32 snmpGetValueOID_INT32 Value = 100 Error = 0 OID: '1.3.6.1.4.1.8072.2.4.1.1.3.0' snmpRegisterOID_UINT32 snmpSetValueOID_UINT32 snmpGetValueOID_UINT32 Value = 102 OID: '1.3.6.1.4.1.8072.2.4.1.1.2.0' snmpRegisterOID_STRING snmpSetValueOID_STRING snmpGetValueOID_STRING Value = 'hallo'

Abbildung 1: Visualisierungsformular "TEST"

18.3 mod\_com.lib

Informationen zu der Bibliothek erhalten Sie unter www.wago.com im Bereich „Downloads“.

Hinweis

Wago I/O-IPC-C6 - Hinweis - 1

Folgende Funktionen sind nicht implementiert:

Informationen zu der Bibliothek erhalten Sie unter www.wago.com im Bereich „Downloads“.

18.5 WagoLibTerminalDiag.lib

Informationen zu der Bibliothek erhalten Sie unter www.wago.com im Bereich „Downloads“.

18.6 WagoLibKBUS.lib

Mit der WagoLibKBUS-Bibliothek können Sie über Funktionsbausteine den task-synchronen, konsistenten Zugriff auf die Prozessdaten erreichen.

Informationen zu der Bibliothek erhalten Sie unter www.wago.com im Bereich „Downloads“.

18.7 SysLibCom.lib

Mit der SysLibCom-Bibliothek können Sie mit dem WAGO-USB-to-Serial Adapter (761-9005) am I/O-IPC eine zusätzliche RS-232-Schnittstelle anschließen. Der über die USB-Schnittstelle angeschlossene Adapter ist über COM3(=3) zu erreichen.

Weitere Informationen zu der SysLibCom.lib erhalten Sie in der CODESYS-Online-Hilfe.

18.8 SysLibFile, SysLibDir, SysLibFileAsync

Mit den folgenden CODESYS-Bibliotheken SysLibFile, SysLibDir und SysLibFile_Async kann im CODESYS auf das Filesystem zugegriffen werden.

Dabei können die folgenden Verzeichnisse genutzt werden:

  1. Speicher auf dem Bootmedium: home/codesys/
  2. Speicher auf einer mit FAT formatierten CF-Karte / USB-Stick: media//
  3. Flüchtiger Speicher (RAMdisk): tmp/

Beispiel:

h_file:=SysFileOpen(media/USBNAME1/data.log', 'a');

Der Partitionsname von CF-Karten/USB-Sticks kann über das WBM/Configtool bei der Formatierung angegeben werden. (siehe Kapitel „Konfiguration mittels Web-based Management (WBM)“).

Außerdem kann die CF-Karte/USB-Stick auch mit anderen Betriebssystemen formatiert werden. Der Partitionsname kann dabei auch angeben werden.

Beispiel bei WinXP:

Wago I/O-IPC-C6 - Beispiel bei WinXP: - 1

text_image Formatieren von PARTNAME (F:) Speicherkapazität: 963 MB Dateisystem: FAT32 Größe der Zuordnungseinheiten: Standardgröße Volumebezeichnung: USBNAME1 Formatierungsoptionen Schnellformatierung Komprimierung aktivieren MS-DOS-Startdiskette erstellen Starten Schließen

Abbildung 101: Formatieren von Partname

Hinweis

Wago I/O-IPC-C6 - Hinweis - 1

Weitere Informationen

Weitere Informationen zu der SysLibFile.lib, SysLibDir und SysLibFileAsync erhalten Sie in der CODESYS-Online-Hilfe.

Abbildungsverzeichnis

Abbildung 1: Übersicht der physikalischen Schnittstellen.... 19

Abbildung 2: Anzeigeelemente....21

Abbildung 3: Bedienelemente 22

Abbildung 4: Batterie 23

Abbildung 5: Seitliche Beschriftung auf dem I/O-IPC 24

Abbildung 6: RJ-45 CP 30

Abbildung 7: Elektronikversorgung (X4) 31

Abbildung 8: Anschluss der integrierten Eingänge....33

Abbildung 9: Anschluss der integrierten Ausgänge....34

Abbildung 10: USB-Schnittstelle....35

Abbildung 11: RS-232-Schnittstelle ....36

Abbildung 12: DVI-Schnittstelle....38

Abbildung 13: Einbaurichtungen des I/O-IPC; empfohlene Einbaurichtung (A 1) 40

Abbildung 14: Befestigung des I/O-IPC auf einer Tragschiene......41

Abbildung 15: Anstecken einer Busklemme an der Klemmenbusschnittstelle des I/O-IPC....43

Abbildung 16: Schnittstellen des I/O-IPC 44

Abbildung 17: I/O-IPC von der Tragschiene entfernen 46

Abbildung 18: 750-602 ....49

Abbildung 19: Elektronikversorgung (X4) 50

Abbildung 20: Einspeisung bei Verwendung 750-602 bis HW10 (ohne Feldbus)51

Abbildung 21: Einspeisung bei Verwendung 750-602 ab HW11 (ohne Feldbus) 52

Abbildung 22: Einspeisung bei Verwendung 750-626 (ohne Feldbus) .... 54

Abbildung 23: Konfigurationszeile in der Konfigurationsdatei....59

Abbildung 24: Dialogfenster des WAGO-BootP-Servers mit Nachrichten......61

Abbildung 25: Startbild des WAGO-IPC-Configuration-Tools ...... 62

Abbildung 26: TCP/IP....62

Abbildung 27: TCP/IP-Configuration eth0 (X8)....63

Abbildung 28: IP-Address....63

Abbildung 29: Enter new address 64

Abbildung 30: Beispiel eines Funktionstests ....65

Abbildung 31: Ausschalten/Neustart des I/O-IPC 66

Abbildung 32: Authentifizierung eingeben....68

Abbildung 33: Seite „Information“ (Beispiel) 70

Abbildung 34: Zugriff auf das IPC-Configuration-Tool mittels Telnet......86

Abbildung 35: Startbild des „IPC Configuration Tool“ 87

Abbildung 36: Anpassen des remanenten Speicherbereichs....98

Abbildung 37: Zielsystem-Einstellungen (1)....101

Abbildung 38: Zielsystem-Einstellungen (2)....101

Abbildung 39: Anlegen eines neuen Bausteins.... 102

Abbildung 40: Programmieroberfläche mit dem Programmbaustein PLC PRG 102

Abbildung 41: Registerkarte „Ressourcen“ 103

Abbildung 42: Steuerungskonfiguration: Bearbeiten.... 104

Abbildung 43: Konfiguration 104

Abbildung 44: Schaltfläche „Busklemmen hinzufügen“ 104

Abbildung 45: Fenster „Modulauswahl“ 105

Abbildung 46: I/O-Konfigurator mit eingetragenen Busklemmen ..... 105

Abbildung 47: Variablendeklaration....106

Abbildung 48: Steuerungskonfiguration: Busklemmen mit den dazugehörigen Adressen....106

Abbildung 49: Programmbaustein....107

Abbildung 50: Eingabehilfe zur Auswahl der Variablen 107

Abbildung 51: Beispiel einer Zuweisung.... 108

Abbildung 52: Anlegen einer Kommunikationsverbindung 1 .... 109

Abbildung 53: Anlegen einer Kommunikationsverbindung 2 .... 109

Abbildung 54: Anlegen einer Kommunikationsverbindung 3 .... 110

Abbildung 55: Anlegen einer Kommunikationsverbindung (RS-232) 1 ...... 111

Abbildung 56: Anlegen einer Kommunikationsverbindung (RS-232) 2 ...... 112

Abbildung 57: Task-Konfiguration....114

Abbildung 58: Task-Namen ändern 1 115

Abbildung 59: Aufruf zum Anhängen des Programmbausteins .... 115

Abbildung 60: Task-Namen ändern 2....116

Abbildung 61: Freilaufende Tasks 117

Abbildung 62: Systemereignisse....118

Abbildung 63: Klemmenbussynchronisation 01 .... 120

Abbildung 64: Klemmenbussynchronisation 02....121

Abbildung 65: Klemmenbussynchronisation 03 ...... 122

Abbildung 66: Klemmenbussynchronisation 04....123

Abbildung 67: Auswahl der Visualisierungsvariante in der Zielsystemeinstellung 124

Abbildung 68: Erzeugern der Startvisualisierung PLC_VISU 125

Abbildung 69: Datei „libmytest.c“ 132

Abbildung 70: Datei „extlibs.ini“ 133

Abbildung 71: Datei „extlibs.ini“ 133

Abbildung 72: Fenster „Zielsystem Einstellungen“ 135

Abbildung 73: Fenster „Neuer Baustein“ 135

Abbildung 74: Fenster „MyTestFunction“....136

Abbildung 75: Fenster „Datei speichern unter“ 136

Abbildung 76: Zielsystem-Einstellungen (1)....137

Abbildung 77: Zielsystem-Einstellungen (2)....137

Abbildung 78: Fenster „Neuer Baustein“ 138

Abbildung 79: Karteireiter „Ressourcen“ 138

Abbildung 80: Datei „Beispiel.lib“ 141

Abbildung 81: Datei „Beispiel.h“ 141

Abbildung 82: Serielle Konsole „Hyperterminal“ 144

Abbildung 83: Beispiel mit DOS-Konsole 1.... 148

Abbildung 84: Beispiel mit DOS-Konsole 2....148

Abbildung 85: RS-232-Schnittstelle X6....149

Abbildung 86: DVI-I-Schnittstelle X7 und USB-Schnittstellen X10/11 ...... 150

Abbildung 87: DOS-Konsole 159

Abbildung 88: Kennzeichnung der LEDs 164

Abbildung 89: Anzeige der Blinkcodes durch die I/O-LED .... 167

Abbildung 90: Ablaufdiagramm der Blinksequenz.... 168

Abbildung 91: Batteriewechsel der Notstromversorgung 1 .... 176

Abbildung 92: Batteriewechsel der Notstromversorgung 2....176

Abbildung 93: Beispiel für die seitliche Bedruckung der ATEX- und IECEx-zugelassenen Busklemmen. 179

Abbildung 94: Textdetail - Beispielbedruckung der ATEX- und IECEx-zugelassenen Busklemmen. 179

Abbildung 95: Beispiel für die seitliche Bedruckung der ATEX- und IECEx-zugelassenen Ex i Busklemmen....181

Abbildung 96: Textdetail - Beispielbedruckung der ATEX- und IECEx-zugelassenen Ex i Busklemmen....181

Abbildung 97: Beispiel für seitliche Bedruckung der Busklemmen gemäß NEC 500....184

Abbildung 98: Textdetail - Beispielbedruckung der Busklemmen gemäß NEC 500 184

Abbildung 99: Grafische Darstellung des Funktionsbausteins „ConfigToolFB“ 224

Abbildung 100: Grafische Darstellung des Funktionsbausteins „ConfigToolFB“ 226

Abbildung 101: Formatieren von Partname 262

Tabellenverzeichnis

Tabelle 1: Darstellungen der Zahlensysteme .... 11

Tabelle 2: Schriftkonventionen .... 11

Tabelle 3: Legende zur Abbildung „Übersicht der physikalischen Schnittstellen“ 19

Tabelle 4: Legende zur Abbildung „Anzeigeelemente“......21

Tabelle 5: Legende zur Abbildung „Bedienelemente“ 22

Tabelle 6: Technische Daten Gerät 25

Tabelle 7: Technische Daten – Systemdaten....26

Tabelle 8: Technische Daten – Versorgung 26

Tabelle 9: Technische Daten – Kommunikation 27

Tabelle 10: Technische Daten – Schutz und Sicherheit......27

Tabelle 11: Technische Daten – Laufzeitsystem....27

Tabelle 12: Technische Daten – Umgebungsbedingungen ...... 27

Tabelle 13: Technische Daten – Anschlusstechnik 28

Tabelle 14: Technische Daten – Elektromagnetische Verträglichkeit ..... 28

Tabelle 15: ACT/LNK- und Speed-LED 30

Tabelle 16: Ethernet-Schnittstellen: Anschlussbelegung 30

Tabelle 17: Schnittstelle für die Elektronikversorgung: Anschlussbelegung ..... 31

Tabelle 18: Digitale Ein- und Ausgänge: Anschlussbelegung....32

Tabelle 19: USB-Schnittstellen: Anschlussbelegung....35

Tabelle 20: RS-232-Schnittstelle: Anschlussbelegung 36

Tabelle 21: DVI-I-Schnittstelle: Anschlussbelegung.... 38

Tabelle 22: Verwendung von 750-602/626 in Abhängigkeit des I/O-IPC-Anwendungsbereichs....47

Tabelle 23: Anschlüsse, Kontakte und LEDs der Einspeiseklemme ..... 50

Tabelle 24: Anschluss für die Elektronikversorgung: Anschlussbelegung ..... 50

Tabelle 25: Anschluss für die Elektronikversorgung: Anschlussbelegung ..... 53

Tabelle 26: Voreingestellte IP-Adressierungen der Ethernet-Schnittstellen...... 58

Tabelle 27: Netzmaske 255.255.255.0 58

Tabelle 28: Erläuterungen der Konfigurationszeile 60

Tabelle 29: Benutzereinstellungen im Auslieferungszustand 69

Tabelle 30: Zugriffsrechte für die WBM-Seiten 69

Tabelle 31: Beschreibung der Parameter der Seite „Information“....70

Tabelle 32: Beschreibung der Parameter der Seite „CODESYS“......71

Tabelle 33: Beschreibung der Parameter der Seite „TCP/IP“....72

Tabelle 34: Beschreibung der Parameter der Seite „ETHERNET“ ...... 73

Tabelle 35: Beschreibung der Parameter der Seite „NTP“ 73

Tabelle 36: Beschreibung der Parameter der Seite „Clock“ 74

Tabelle 37: Beschreibung der Parameter der Seite „Users“ 75

Tabelle 38: Beschreibung der Parameter Screensaver und Cleanmode der Seite „HMI Settings“ 76

Tabelle 39: Beschreibung der Parameter der Seite „Administration“...... 78

Tabelle 40: Beschreibung der Parameter der Seite „Package Server“ ..... 79

Tabelle 41: Beschreibung der Parameter der Seite „Mass Storage“ 81

Tabelle 42: Beschreibung der Parameter der Seite „MODBUS“....82

Tabelle 43: Beschreibung der Parameter der Seite „SNMP“ 83

Tabelle 44: Beschreibung der Parameter der Seite „I/O Configuration“ ..... 85

Tabelle 45: Elemente eines MODBUS/TCP-Telegramms....88

Tabelle 46: MODBUS-Grunddatentypen....88

Tabelle 47: MODBUS-Funktionscodes 89

Tabelle 48: Lesen von Analogeingangsklemmen mittels FC3, FC4, FC23 ...... 90

Tabelle 49: Schreiben von Analogausgangsklemmen mittels FC6, FC16, FC23. 90

Tabelle 50: Lesen von Digitaleingangsklemmen mittels FC1, FC2 ...... 91

Tabelle 51: Schreiben von Digitalausgangsklemmen mittels FC5, FC15......91

Tabelle 52: Konfigurationsregister....92

Tabelle 53: Anordnung der Busklemmen für das Adressierungsbeispiel ..... 93

Tabelle 54: Schreibweise logischer Adressen....95

Tabelle 55: Zugriff auf die Prozessabbilder der Ein- und Ausgangsdaten über CODESYS 96

Tabelle 56: Anordnung der Busklemmen für das Adressierungsbeispiel ..... 99

Tabelle 57: Events....119

Tabelle 58: Namenskonvention für Fonts (Beispiel) ...... 126

Tabelle 59: Fehler und deren Abhilfe.... 129

Tabelle 60: Datentypen .... 140

Tabelle 61: Benutzer für die Linux-Konsole.... 146

Tabelle 62: Aufbau des Dateisystems .... 152

Tabelle 63: Betriebs- und Statusmeldungen des I/O-IPC .... 164

Tabelle 64: Betriebs- und Statusmeldungen des I/O-IPC 166

Tabelle 65: Betriebs- und Statusmeldungen der ERR- und STA-LED...... 166

Tabelle 66: Bedeutung der Blinkcodes und Maßnahmen zur Fehlerbehebung ... 170

Tabelle 67: Beschreibung der Beispielbedruckung der ATEX- und IECEx-zugelassenen Busklemmen. 180

Tabelle 68: Beschreibung der Beispielbedruckung der ATEX- und IECEx-zugelassenen Ex i Busklemmen....182

Tabelle 69: Beschreibung der Beispielbedruckung der Busklemmen gemäß NEC 500....184

Tabelle 70: 1-Kanal-Digitaleingangsklemmen mit Diagnose.... 193

Tabelle 71: 2-Kanal-Digitaleingangsklemmen .... 193

Tabelle 72: 2-Kanal-Digitaleingangsklemmen mit Diagnose....193

Tabelle 73: 2-Kanal-Digitaleingangsklemmen mit Diagnose und Ausgangsdaten 194

Tabelle 74: 4-Kanal-Digitaleingangsklemmen .... 194

Tabelle 75: 8-Kanal-Digitaleingangsklemmen .... 194

Tabelle 76: 8-Kanal-Digitaleingangsklemme PTC mit Diagnose und Ausgangsdaten 195

Tabelle 77: 16-Kanal-Digitaleingangsklemmen .... 195

Tabelle 78: 1-Kanal-Digitalausgangsklemmen mit Eingangsdaten .... 196

Tabelle 79: 2-Kanal-Digitalausgangsklemmen....196

Tabelle 80: 2-Kanal-Digitalausgangsklemmen mit Diagnose und Eingangsdaten 197

Tabelle 81: 2-Kanal-Digitalausgangsklemmen mit Diagnose und Eingangsdaten 75x-506....197

Tabelle 82: 4-Kanal-Digitalausgangsklemmen....198

Tabelle 83: 4-Kanal-Digitalausgangsklemmen mit Diagnose und Eingangsdaten 198

Tabelle 84: 8-Kanal-Digitalausgangsklemmen....198

Tabelle 85: 8-Kanal-Digitalausgangsklemmen mit Diagnose und Eingangsdaten 199

Tabelle 86: 16-Kanal-Digitalausgangsklemmen 199

Tabelle 87: 8-Kanal-Digitalein-/- -ausgangsklemmen 200

Tabelle 88: 1-Kanal-Analogeingangsklemmen....201

Tabelle 89: 2-Kanal-Analogeingangsklemmen.... 201

Tabelle 90: 4-Kanal-Analogeingangsklemmen 202

Tabelle 91: 3-Phasen-Leistungsmessklemme ...... 202

Tabelle 92: 8-Kanal-Analogeingangsklemmen.... 203

Tabelle 93: 2-Kanal-Analogausgangsklemmen 204

Tabelle 94: 4-Kanal-Analogausgangsklemmen 204

Tabelle 95: 8-Kanal-Analogausgangsklemmen 205

Tabelle 96: Zählerklemmen 750-404, (und alle Varianten außer /000-005), 753-404, (und Variante /000-003)....206

Tabelle 97: Zählerklemmen 750-404/000-005....207

Tabelle 98: Zählerklemmen 750-638, 753-638....207

Tabelle 99: Pulsweitenklemmen 750-511, /xxx-xxx....208

Tabelle 100: Serielle Schnittstellen mit alternativem Datenformat ..... 208

Tabelle 101: Serielle Schnittstellen mit Standard-Datenformat....209

Tabelle 102: Datenaustauschklemmen 209

Tabelle 103: SSI-Geber Interface Busklemmen mit alternativem Datenformat . 210

Tabelle 104: Weg- und Winkelmessung 750-631/000-004, --010, -011 .....210

Tabelle 105: Incremental-Encoder-Interface 750-634 ...... 211

Tabelle 106: Incremental-Encoder-Interface 750-637 ...... 211

Tabelle 107: Digitale Impuls Schnittstelle 750-635....212

Tabelle 108: Antriebssteuerung 750-636 212

Tabelle 109: Steppercontroller RS 422 / 24 V / 20 mA 750-670 ...... 213

Tabelle 110: RTC-Modul 750-640....214

Tabelle 111: DALI/DSI-Masterklemme 750-641 214

Tabelle 112: Übersicht über das Eingangsprozessabbild im „Easy-Modus“ ..... 216

Tabelle 113: Übersicht über das Ausgangsprozessabbild im „Easy-Modus“ ..... 216

Tabelle 114: Funkreceiver EnOcean 750-642....217

Tabelle 115: MP-Bus-Masterklemme 750-643 218

Tabelle 116: Bluetooth® RF-Transceiver 750-644....218

Tabelle 117: Schwingstärke/Wälzlagerüberwachung VIB I/O 750-645 ...... 219

Tabelle 118: KNX/EIB/TP1-Klemme 753-646 220

Tabelle 119: AS-Interface-Masterklemme 750-655....221

Tabelle 120: Systemklemmen mit Diagnose 750-610, -611 ...... 221

Tabelle 121: Binäre Platzhalterklemmen 750-622 (mit dem Verhalten einer 2 DI) 222

Tabelle 122: Funktionsbaustein „ConfigTool“ 224

Tabelle 123: Funktion STRING TO IP 225

Tabelle 124: Funktion IP TO STRING....225

Tabelle 125: Beschreibung der Konfigurierungsskripte zu „Information“ ...... 226

Tabelle 126: Beschreibung der Konfigurierungsskripte zu „CODESYS“ ...... 227

Tabelle 127: Beschreibung der Konfigurierungsskripte zu „TCP/IP“ ...... 227

Tabelle 128: Beschreibung der Konfigurierungsskripte zu „ETHERNET“ ..... 230

Tabelle 129: Beschreibung der Konfigurierungsskripte zu „NTP“ ...... 231

Tabelle 130: Beschreibung der Konfigurierungsskripte zu „Clock“ ...... 232

Tabelle 131: Beschreibung der Konfigurierungsskripte zu „HMI Settings“ ..... 233

Tabelle 132: Beschreibung der Konfigurierungsskripte zu „Administration“....236

Tabelle 133: Beschreibung der Konfigurierungsskripte zu „Package Server“ ... 238

Tabelle 134: Beschreibung der Konfigurierungsskripte zu „Mass Storage“ ..... 238

Tabelle 135: Beschreibung der Konfigurierungsskripte zu „Port“ ...... 239

Tabelle 136: Beschreibung der Konfigurierungsskripte zu „MODBUS“......240

Tabelle 137: Beschreibung der Konfigurierungsskripte zu „Allgemeine SNMP-Informationsparameter“ 242

Tabelle 138: Datentypen ....248

Tabelle 139: Parameter snmpRegisterCustomOID_INT32() 248

Tabelle 140: Return snmpRegisterCustomOID INT32() 248

Tabelle 141: Paremeter snmpRegisterCustomOID_STRING()....249

Tabelle 142: Return snmpRegisterCustomOID_STRING() 249

Tabelle 143: Paremeter snmpRegisterCustomOID_UINT32() 250

Tabelle 144: Return snmpRegisterCustomOID_UINT32() 250

Tabelle 145: Paremeter snmpGetValueCustomOID INT32() 251

Tabelle 146: Return snmpGetValueCustomOID_INT32() 251

Tabelle 147: Paremeter snmpGetValueCustomOID_STRING()....252

Tabelle 148: Return snmpGetValueCustomOID_STRING() 252

Tabelle 149: Paremeter snmpGetValueCustomOID_INT32()....253

Tabelle 150: Return snmpGetValueCustomOID_INT32() 253

Tabelle 151: Paremeter snmpSetValueCustomOID_INT32() 254

Tabelle 152: Return snmpSetValueCustomOID INT32() 254

Tabelle 153: Paremeter snmpSetValueCustomOID STRING()....255

Tabelle 154: Return snmpSetValueCustomOID_STRING() 255

Tabelle 155: Paremeter snmpSetValueCustomOID_UINT32() 256

Tabelle 156: Return snmpSetValueCustomOID_UINT32() 256

Tabelle 157: Fehlermeldungen 257

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Wago I/O-IPC-C6 - Tabellenverzeichnis - 1

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Produktinformationen

Marke : Wago

Modell : I/O-IPC-C6

Kategorie : Ordinateur stick