CENTURION

City Speed 1 - Fahrrad CENTURION - Kostenlose Bedienungsanleitung

Finden Sie kostenlos die Bedienungsanleitung des Geräts City Speed 1 CENTURION als PDF.

📄 136 Seiten Deutsch DE Herunterladen 💬 KI-Frage
Notice CENTURION City Speed 1 - page 1
Waehlen Sie Ihre Sprache und Ihre E-Mail-Adresse: wir senden Ihnen eine speziell uebersetzte Version.

Benutzerfragen zu City Speed 1 CENTURION

0 Frage zu diesem Gerät. Beantworten Sie die, die Sie kennen, oder stellen Sie Ihre eigene.

Eine neue Frage zu diesem Gerät stellen

Die E-Mail bleibt privat: Sie dient nur dazu, Sie zu benachrichtigen, wenn jemand auf Ihre Frage antwortet.

Noch keine Fragen. Stellen Sie die erste.

Laden Sie die Anleitung für Ihr Fahrrad kostenlos im PDF-Format! Finden Sie Ihr Handbuch City Speed 1 - CENTURION und nehmen Sie Ihr elektronisches Gerät wieder in die Hand. Auf dieser Seite sind alle Dokumente veröffentlicht, die für die Verwendung Ihres Geräts notwendig sind. City Speed 1 von der Marke CENTURION.

BEDIENUNGSANLEITUNG City Speed 1 CENTURION

Sehr geehrte Kundin, sehr geehrter Kunde,

mit dem Kauf dieses CENTURION-Fahrrades haben Sie sich für ein Qualitätsprodukt entschieden. Ihr neues Rad wurde aus sorgfältig entwickelten und gefertigten Teilen mit Know-how zusammengestellt. Ihr CENTURION-Fachhändler hat das Rad fertig montiert und einer Funktionskontrolle unterzogen. So können Sie vom ersten Meter an mit Freude und einem sicheren Gefühl in die Pedale treten.

In diesem Handbuch haben wir für Sie viele Tipps zur Bedienung Ihres Rades und eine Menge Wissenswertes rund um die Fahrradtechnik, die Wartung und Pflege zusammengefasst. Lesen Sie diese Broschüre bitte gründlich durch, es lohnt sich, selbst wenn Sie schon Ihr ganzes Leben lang Fahrrad fahren. Gerade die Fahrradtechnik hat sich in den letzten Jahren stark weiterentwickelt. Bevor Sie zum ersten Mal losfahren, sollten Sie deshalb zumindest das Kapitel 3. „Vor der ERSTEN Fahrt“ durchlesen.

Um beim Rad fahren stets Spaß zu haben, sollten Sie bevor Sie auf das Rad sitzen, stets die im Kapitel 4. „Vor JEDER Fahrt“ beschriebene Mindest-Funktionsprüfung durchführen. Wenn Sie die ausführlich beschriebenen Wartungs- und Instandsetzungsarbeiten durchführen, müssen Sie stets berücksichtigen, dass die Anleitungen und Hinweise ausschließlich für CENTURION Fahrräder gelten. Die Tipps sind nicht auf andere Räder übertragbar. Durch eine Vielzahl von Ausführungen und Modellwechsel kann es dazu kommen, dass die beschriebenen Arbeiten nicht ganz vollständig sind. Beachten Sie bitte deshalb unbedingt die Anleitungen unserer Komponentenzulieferer, die Ihnen Ihr CENTURION-Fachhändler ausgehändigt hat.

Beachten Sie, dass die Anleitungen je nach Erfahrung und/oder handwerklichem Geschick des Durchführenden ergänzungsbedürftig sein können. Manche Arbeiten können zusätzliches (Spezial-) Werkzeug oder zusätzliche Anleitungen erfordern.

Muten Sie sich im Interesse Ihrer eigener Sicherheit nicht zuviel zu. Fragen Sie im Zweifelsfall Ihren CENTURION-Fachhändler um Rat!

CENTURION City Speed 1 - Sehr geehrte Kundin, sehr geehrter Kunde, - 1

Bevor Sie losfahren noch ein paar Dinge, die uns als Radler sehr am Herzen liegen: Fahren Sie nie ohne angepassten Helm und achten Sie darauf, dass Sie immer radgerechte Bekleidung, zumindest aber enge Beinkleider und Schuhwerk mit griffiger und fester Sohle tragen.

Fahren Sie im Straßenverkehr immer rücksichtsvoll und halten Sie sich an die Verkehrsregeln, damit Sie sich und andere nicht gefährden.

Beachten Sie die gesetzlichen Regelungen für den Gebrauch von Fahrrädern abseits der Straße. Diese sind in den einzelnen Ländern unterschiedlich. Respektieren Sie bitte die Natur, wenn Sie durch Wald und Wiesen touren. Radeln Sie ausschließlich auf ausgeschilderten und befestigten Wegen.

Zunächst möchten wir Sie mit den Teilen Ihres Fahrrades vertraut machen.

Klappen Sie dazu die vordere und die hintere Umschlagseite der Broschüre aus. Hier finden Sie jeweils ein Rad, an dem alle notwendigen Bauteile vorhanden sind. Lassen Sie die Seite während des Lesens ausgeklappt. So können Sie die im Text erwähnten Teile schnell finden.

Die Abbildungen zeigen beliebige CENTURION-Fahrräder – nicht jedes Fahrrad sieht so aus. Es gibt mittlerweile sehr viele Fahrradtypen, die speziell für die verschiedenen Einsatzzwecke entworfen und dementsprechend ausgerüstet wurden. Im CENTURION-Programm finden Sie:

City-Räder/All Terrain Bikes (ATB)

Cross-Räder

Fitness-Bikes

Besteht Ihr Rad aus Carbon (CFK) finden Sie wichtige Hinweise ab Kapitel 28. „Besonderheiten des Werkstoffes Carbon“.

Wenn Sie ein Rad mit Hinterrad-federung erworben haben, beachten Sie bitte das Kapitel 15. „Die Hinterbaufederung (LRS-System)“.

Hinweise zu dieser Bedienungsanleitung

Das Inhaltsverzeichnis hilft Ihnen, damit Sie die entsprechenden Anleitungsteile schnell auffinden.

Beachten Sie diese Symbole besonders!

Dieses Symbol bedeutet eine mögliche Gefahr für Ihr Leben und Ihre Gesundheit, wenn entsprechenden Handlungsaufforderungen nicht nachge -kommen wird, bzw. wenn nicht entsprechende Vorsichts-Maßnahmen getroffen werden.

Dieses Symbol warnt Sie vor Fehlverhalten, welches Sach- und Umweltschäden zur Folge hat.

dieses Symbol gibt Informationen über die Handhabung des Produkts oder den jeweiligen Teil der Bedienungsanleitung, auf den besonders aufmerksam gemacht werden soll.

Die oben geschilderten möglichen Konsequenzen werden in der Anleitung nicht immer wieder geschildert, wenn diese Symbole auftauchen!

2. Inhaltsverzeichnis

CENTURION

  1. Einleitung ....1

  2. Inhaltsverzeichnis ....3

  3. Vor der ersten Fahrt 5

  4. Vor jeder Fahrt ......7

  5. Nach einem Sturz ......9

  6. Gesetzliche Anforderungen für die Teilnahme am Straßenverkehr 11

6.1 In Deutschland 11

6.2 In Österreich 13

6.3 In der Schweiz 14

  1. Zur Handhabung von Schnellspannern .....15

  2. Anpassen des Fahrrades an den Fahrer ... 17

8.1 Einstellen der richtigen Sitzhöhe ..... 17

8.2 Einstellung der Lenkerhöhe .....20

8.2.1 Konventionelle Vorbauten 20

8.2.2 Verstellbare Vorbauten 21

8.2.3 Vorbauten für gewindelose Systeme, sogenanntes Aheadset*-system .....22

8.3 Korrektur der Sitzlänge und Einstellen der Sattelneigung 24

8.3.1 Verschieben und waagerecht Einstellen des Sattels 24

8.4 Regulierung der Griffweite zu de n Bremshebeln 25

8.5 Verstellung der Neigung von Lenker, Bremsgriffen und Lenkerhörnchen .....25

8.6 Einstellen der Lenkerposition durch Verdrehen des Lenkers 26

8.7 Lenkerhörnchen (Bar Ends) einstellen .....27

8.8 Sitzposition auf BMX-Rädern und Dirt-Bikes 28

  1. Die Bremsanlage 29

9.1 Funktionsweise und Verschleiß .....29

9.2 Felgenbremsen (allgemein) 30

9.3 Kontrolle, Nachstellen und Synchro-nisation von V-Bremsen (V-Brakes) 30

9.3.1 Funktionskontrolle 30

9.3.2 Synchronisieren und Nachstellen ..... 31

9.4 Kontrolle, Nachstellen und Synchron isation von Renn- bzw. Seitenzugbremsen 31

9.4.2 Höhenverstellung der Beläge 32

9.4.3 Synchronisation und Nachstellen der Seitenzugbremsen 32

9.5 Rücktrittbremsen 32

9.6 Hydraulische Felgenbremsen 33

9.6.1 Kontrolle und Nachstellen von hydraulischen Felgenbremsen 33

9.7 Scheibenbremsen 34

9.7.1 Kontrolle und Nachstellen von hydraulischen Scheibenbremsen .....35

9.7.2 Kontrolle, Nachstellen und Synchronisation von mechanischen Scheibenbremsen .... 36

9.8 Cantilever-Bremsen - Besonderheiten .....37

9.8.1 Funktionskontrolle 37

9.8.2 Synchronisieren und Nachstellen der Cantilever-Bremsen 37

  1. Die Schaltung ....38

10.1 Kettenschaltung ....38

10.1.1 Funktionsweise und Bedienung .....38

10.1.2 Kontrolle und Nachstellen der Schaltung 40

10.1.3 Hinteres Schaltwerk .....41

10.1.3.1 Endanschläge einstellen .....41

10.1.4 Vorderer Umwerfer 43

10.2 Kettenpflege 43

10.2.1 Kettenverschleiß ....44

10.3 Nabenschaltungen 45

10.3.2 Nachstellen 45

  1. Die Laufräder .....46

11.1 Reifen, Schläuche, Felgenband, Ventile, Luftdruck ....46

11.2 Felgenrundlauf, Speichenspannung .....49

11.3 Laufradbefestigung mit Radmuttern oder Schnellspannern ....50

11.4 Beheben einer Reifenpanne .....51

11.4.1 Radausbau 51

11.4.2 Reifendemontage 52

11.4.3 Reifenmontage 53

11.4.4 Radeinbau 55

  1. Das Lenkungslager ....56

12.1 Kontrolle des Lenkungslagerspiels .....56

12.2 Einstellen des konventionellen ....56 Steuerlagers ....56

12.3 Einstellen des gewindelosen ....57 Lenkungslagers (Aheadset) .... 57

  1. Die Federgabel....59

13.1 Einstellung von Federgabeln 59

13.2 Wartung von Federgabeln 61

  1. Die gefederte Sattelstütze ......62

14.1 Einstellung 62

14.2 Kontrolle und Wartung .....63

  1. Die Hinterbaufederung (LRS-System) .....64

15.1 Allgemeine Hinweise zur Einstellung des Fahrwerks 65

15.2 Einstellen des DT-Swiss-Federbeins .....66

15.2.1 Einstellen der DT Swiss Shocks SSD 210L-Stoßdämpfer ....66

2. Inhaltsverzeichnis

CENTURION

15.2.2 Einstellen der Zugstufendämpfung .....69

15.2.3 Korrekturen in der Fahrpraxis .....69

15.3 Einstellen des german: A. Federbeines ....70

15.3.1 Einstellen der Federhärte .....70

15.3.2 Einstellen der Zugstufendämpfung .....74

15.3.3 Korrekturen in der Fahrpraxis .....75

15.3.4 Umbau bzw. Nachrüsten der Stahlfeder 75

15.4 Einstellen des X-Fusion Federbeines .....76

15.4.1 Einstellen des negativen Federwegs .....76

15.4.2 Einstellen der Zugstufen-Dämpfung .....78

15.4.3 Korrekturen in der Fahrpraxis .....78

15.5 Einstellen des MANITOU SPV LRS-Swinger Stoßdämpfers ..... 79 15.5.1 Einstellen der Zugstufendämpfung .....83 15.5.2 Einstellen des SPV-Drucks und Korrekturen in der Fahrpraxis ..... 84

15.6 Pflege, Kontrolle und Wartung der LRS-Hinterbaufederung 85

15.6.1 Pflege 85

15.6.2 Kontrolle 85

15.6.3 Wartung 86

  1. Die Pedale 89

16.1 Funktionsweise verschiedener Systeme im Überblick 89

16.2 Einstellung und Wartung .....90

  1. Die Lichtanlage 92

17.1 Funktionsweise 91

17.2 Defektsuche 92

17.3 Einstellung des vorderen Schein-....92 werfers....92

  1. Dirt Bikes – Besonderheiten .....93

  2. Kinderräder 94

19.1 An die Eltern 94

19.2 Hinweise zu BMX-Rädern 95

19.3 Einstellung von Kinderrädern .....95

19.4 Stützräder 97

  1. Helme, Zubehör 98

20.1 Helme 98

20.2 Zubehör 98

  1. Gepäck 99

  2. Mitnahme von Kindern ....100

22.1 Kindersitze 100

22.2 Kinderanhänger 101

  1. Autotransport 102

  2. Waschen und Pflege 103

  3. Aufbewahrung 104

  4. Service- und Wartungszeitplan .....105

  5. Komplettierung bzw. Aufbau von CENTURION-Rahmen....107

  6. Besonderheiten des Werkstoffes Carbon 109

28.1 Carbon - Besonderheiten .....109

28.1.1 Pflegehinweise .....110

28.1.2 Schutz der Oberfläche .....110

28.2 CENTURION-Rahmensets 111

28.2.1 Größenbestimmung .....111

28.2.2 Vor der ersten Fahrt .....111

28.2.3 Komplettierung bzw. Aufbau von .....112 CENTURION-Rahmen ..... 112

28.2.4 Lenkungslager bzw. Steuersatz .....114

28.2.5 Tret-Innenlager 114

28.2.6 Chainsuck-Schutz 114

28.2.7 Hinterbaubreite 115

28.2.8 Wechselbares Schaltauge .....115

28.2.9 Umwerferbefestigung 115

28.2.10 Zulässige Anzugsmomente bei Satteklem me mit Innnensechskant-Schraube .....116

28.2.11 Flaschenhalter .....116

28.3 Carbon-Gabeln 118

28.3.1 Vor der ersten Fahrt .....118

28.3.2 Nachstellen des Lenkungslagers .....118

28.3.3 Montage von Gabeln mit CFK-Schaft 119

28.4 Carbon-Lenker und Vorbauten .....122

28.4.1 Vor der ersten Fahrt 122

28.4.2 Montage 122

28.5 Carbon-Sattelstütze 126

28.5.1 Vor der ersten Fahrt .....126

28.5.2 Einstellen der Sattelhöhe .....126

28.5.3 Sattel verschieben und Winkel einstellen 127

28.5.4 Montage der Carbon-Sattelstütze .....128

28.5.5 Montage des Sattels .....128

  1. Empfohlene Anzugs-Drehmomente .....129

29.1 Empfohlene Anzugsdrehmomente Campagnolo-/Shimano-/Avid-/Sram-Bauteile 130

29.2 Empfohlene Anzugsdrehmomente FSA-Bauteile 131

29.3 Empfohlene Anzugsdrehmomente weiterer Bauteile 132

  1. Sachmangelhaftung und Garantie ..... 133

30.1 Einführung 133

30.2 Hinweise zum Verschleiß 134

30.3 Garantie auf CENTURION-Fahrräder ....135

3. Vor der ersten Fahrt

CENTURION

  1. Rennräder und Fitnessbikes sind zum ausschließlichen Einsatz auf geteerten Wegen und Straßen mit glatter Oberfläche konstruiert.

City-, Cross- und Trekkingräder sind für die Straße und auch für gute Wegstrecken auf befestigtem Terrain vorgesehen.

Mountainbikes sind auch für den Off Road-Einsatz geeignet. Nicht jedoch für Sprünge, Dual Slalom, Freeride und Downhill.

Dirt Bikes sind je nach Typ auch für Sprünge, Dual Slalom, Freeride und Downhill zu verwenden.

BMX Räder sind für den Einsatz auf abgesichertem Gelände vorgesehen. Es gibt verschiedene Typen die entweder für Trick und Showfahrten auf ebenem Untergrund, für Sprünge und Freestyle im speziellen Hindernissparcour oder für Rennen ausgestattet sind.

Überschätzen Sie sich zu Ihrer eigenen Sicherheit nicht. Manche Show eines Profis sieht einfach aus, birgt aber Gefahren für Leib und Leben. Tragen Sie stets ausreichende Schutzkleidung.

Benutzen Sie das Fahrrad ausschließlich gemäß seinem Bestimmungszweck, sonst besteht die Gefahr, dass das Fahrrad den Belastungen nicht gewachsen ist und versagt! Bei nicht bestimmungsgemäßen Gebrauch erlischt die Garantie. Beachten Sie die Vorschriften zur Teilnahme am öffentlichen Straßenverkehr in den jeweiligen Ländern.

CENTURION City Speed 1 - CENTURION - 1

  1. Jedes unserer Fahrräder ist für ein maxi- males Gesamtgewicht ausgelegt. Fahrer, Gepäck und Fahrrad werden zusammengerechnet.

Im Kapitel 27. "Komplettierung bzw.

Aufbau von CENTURION Rahmen" finden

Sie eine Tabelle, aus der sie pro Radmodell ersehen können wie viel Sie zuladen dürfen. Hier eine Kurzübersicht:

Rennräder, Fitnessbikes und Mountain bikes 120 kg.

Cross- und Trekkingräder:

Herrenversion 120 kg,

Damenversion 100 kg.

Cityräder: 100 kg.

Wie viel Gepäck Sie auf den Träger laden dürfen, ist auf diesem selbst vermerkt.

Bevor Sie mit Ihrem Rad einen Anhängen ziehen oder einen Kindersitz

montieren schauen Sie bitte im Kapitel 27. "Komplettierung bzw. Aufbau von

CENTURION Rahmen" und im Kapitel 22.

"Mitnahme von Kindern nach".

3. Vor der ersten Fahrt

CENTURION

  1. Sind Sie mit der Bremsanlage vertraut? Prüfen Sie, ob Sie die Vorderradbremse mit demselben Handbremshebel (rechts oder links) bedienen können, wie Sie es gewohnt sind. Ist dies nicht der Fall, müssen Sie die neue Anordnung regelrecht trainieren, da unbedachtes Betätigen der Vorderradbremse zum Sturz führen kann! Oder lassen Sie die Bremshebel durch Ihren CENTURION-Fachhändler umbauen.

Moderne Bremsen haben unter Umständen eine sehr viel stärkere Bremswirkung als Ihre bisherige Bremse!

Machen Sie zuerst einige Probebrem- sungen abseits des Straßenverkehrs! Näheres finden Sie im Kapitel 9. „Die Bremsanlage“ und in den beigelegten Anleitungen.

CENTURION City Speed 1 - CENTURION - 1

Beachten Sie, dass die Bremswirkung und die Reifenhaftung bei Nässe stark nachlässt. Fahren Sie bei feuchter Fahrbahn besonders vorausschauend und deutlich langsamer als bei Trockenheit.

  1. Sind Sie mit der Schaltungsart und der Funktion vertraut? Machen Sie sich ggf. auf einer unbelebten Fläche mit der neuen Schaltung vertraut. Näheres finden Sie im Kapitel 10. „Die Schaltung“.

  2. Sind Sattel und Lenker richtig eingestellt? Der Sattel sollte so eingestellt sein, dass Sie das Pedal in unterster Stellung mit der Ferse gerade noch erreichen können. Prü- fen Sie, ob Sie den Boden noch mit den Fußspitzen erreichen können, wenn sie im Sattel sitzen. Der CENTURION-Fachhänd- ler hilft Ihnen, wenn Sie mit Ihrer Sitzposi- tion nicht zurrecht kommen. Näheres finden Sie im Kapitel 8. „Anpas- sen des Fahrrades an den Fahrer“.

  3. Wenn Sie Klick- bzw. Systempedale am Rad haben: Sind sie schon einmal mit den dazugehörigen Schuhen gefahren? Machen Sie sich zuerst im Stand sorg fältig mit dem Einrast- und Lösevorgang vertraut.

Näheres finden Sie im Kapitel 16. „Die Pedale“ und lesen Sie zusätzlich die Gebrauchsanleitung der Pedale durch, welche Sie beiliegend finden.

  1. Wenn Sie ein Fahrrad mit Federung erworben haben, sollten Sie vom CENTURION-Fachhändler die korrekte Fahrwerk-seinstellung vornehmen lassen. Unkorrekte Einstellung der Federelemente kann zu mangelhafter Funktion oder Schäden am Feder-element führen. Auf jeden Fall verschlechtert sich das Fahrverhalten und sie erreichen nicht die maximale Fahrsicherheit.

CENTURION City Speed 1 - CENTURION - 2

Näheres finden Sie in den Kapiteln 13. „Die Federgabel“, 14. „die gefederte Sattelstütze“, 15. „Die Hinterbaufederung (LRS-System)“ und in den beigelegten Anleitungen.

4. Vor jeder Fahrt

CENTURION

Bevor Sie losfahren müssen Sie folgende Punkte überprüfen:

  1. Sind die Schnellspanner oder Verschraubungen an Vorder- und Hinterrad, Sattelstütze und sonstigen Bauteilen korrekt geschlossen?

Näheres im Kapitel 7. „Zur Handhabung von Schnellspanner“.

Nicht ordnungsgemäß geschlossene Schnellspanner können dazu führen, dass sich Teile des Fahrrades lösen. Schwere Stürze wären die Folge!

CENTURION City Speed 1 - CENTURION - 1

  1. Sind die Reifen in gutem Zustand und haben beide Reifen genügend Druck (Daumenprobe, wie weit gibt der Reifen unter dem Druck des Daumens nach)?

Näheres im Kapitel 11. „Die Laufräder“.

CENTURION City Speed 1 - CENTURION - 2

  1. Lassen Sie beide Röder frei drehen, um den Rundlauf zu prüfen. Beobachten Sie dazu den Spalt zwischen Bremsbelag und Felge, bzw. bei Rädern mit Scheibenbremsen zwischen Rahmen und Felge. Mangelhafter Rundlauf kann auch auf seitlich aufgeplatzte Reifen, gebrochene Achsen und gerissene Speichen hinweisen.

Näheres im Kapitel 11. „Die Laufräder“.

CENTURION City Speed 1 - CENTURION - 3

  1. Machen Sie eine Bremsprobe im Stand, indem Sie die Bremshebel mit Kraft zum Lenker ziehen. Die Bremsbeläge bei Felgenbremsen müssen dabei die Felgenflanken ganzflächig treffen. Sie dürfen die Reifen nicht berühren. Der Hebel darf sich nicht zum Lenker durchziehen lassen!

Bei Scheibenbremsen muss der Druckpunkt sofort stabil sein, lässt sich erst nach mehrmaligem Betätigen des Bremshebels ein stabiler Druckpunkt erfühlen, sollten Sie das Rad beim Händler überprüfen lassen.

Näheres im Kapitel 9. „Die Bremsanlage“.

4. Vor jeder Fahrt

CENTURION

  1. Wenn Sie im Straßenverkehr fahren wollen, müssen Sie Ihr CENTURION-Rad gemäß den Richtlinien Ihres Landes ausrüsten. Fahren ohne Licht und Reflektoren bei schlechter Sicht und bei Dunkelheit ist sehr gefährlich. Sie werden von anderen Verkehrsteilnehmern nicht gesehen. Schalten Sie schon bei einbrechender Dunkelheit das Licht an.

Näheres im Kapitel 6. „Gesetzliche Anforderungen“.

  1. Lassen Sie Ihr Fahrrad aus geringer Höhe auf den Boden springen. Gehen Sie auftretenden Klappergeräuschen nach. Prüfen Sie gegebenenfalls Lager und Schraubverbindungen.

  2. Bei einem gefederten Rad machen Sie einen Fahrwerkscheck: Stützen Sie sich auf das Rad und prüfen Sie, ob die Federelemente wie gewohnt ein- und ausfedern.

CENTURION City Speed 1 - CENTURION - 1

  1. Stellen Sie ggf. sicher, dass die Parkstütze vollständig eingeklappt ist, bevor Sie losfahren.

CENTURION City Speed 1 - CENTURION - 2

  1. Vergessen Sie nicht ein hochwertiges Schloss mit auf die Fahrt zu nehmen. Nur wenn Sie Ihr Fahrrad mit einem festen Gegenstand verbinden, beugen Sie dem Diebstahl wirkungsvoll vor.

CENTURION City Speed 1 - CENTURION - 3

Fahren Sie nicht, wenn Ihr Fahrrad an einem dieser Punkte fehlerhaft ist! Suchen Sie im Zweifel Ihren CENTURION-Fachhändler auf! Ein fehlerhaftes Fahrrad kann zu schweren Unfällen führen!

5. Nach einem Sturz

CENTURION

  1. Prüfen Sie, ob die Laufräder noch fest in den Ausfallenden geklemmt sind und ob die Felgen mittig im Rahmen, respektive der Gabel stehen. Versetzen Sie die Räder in Drehung und beobachten Sie den Spalt zwischen den Bremsbelägen und den Felgenflanken. Verändert sich der Spalt stark und können Sie vor Ort nicht zentrieren, müssen Sie die Bremsen etwas öffnen, damit die Felge ohne zu streifen zwischen den Belägen durchlaufen kann. Beachten Sie, dass die volle Bremswirkung nicht mehr zur Verfügung steht.

Näheres im Kapitel 9. „Die Bremsanlage“ und Kapitel 11. „Die Laufräder“

CENTURION City Speed 1 - CENTURION - 1

  1. Kontrollieren Sie, ob Lenker und Vorbau nicht verbogen oder angebrochen sind, und ob sie noch gerade stehen. Prüfen Sie, ob der Vorbau fest in der Gabel sitzt, indem Sie versuchen, den Lenker gegenüber dem Vorderrad zu verdrehen. Stützen Sie sich auch kurz auf die Bremsgriffe um den sicheren Halt des Lenkers im Vorbau zu checken.

Näheres im Kapitel 8. „Anpassen des Fahrrades an den Fahrer“ und Kapitel 12. „Das Lenkungslager“.

CENTURION City Speed 1 - CENTURION - 2

natural_image Person assembling a Centu bicycle frame (no visible text or symbols)
  1. Schauen Sie, ob die Kette noch auf den Kettenblättern und den Ritzeln liegt. Wenn das Rad auf die Schaltungsseite gestürzt ist, sollten Sie die Schaltungsfunktion über-

prüfen. Bitten Sie einen Helfer das Rad am Sattel hochzuheben und schalten Sie vorsichtig die Gänge durch. Besonders zu den kleinen Gängen hin, wenn die Kette auf die größeren Ritzel klettert, müssen Sie darauf achten, wie weit sich das Schaltwerk den Speichen nähert. Ein verbogenes Schaltwerk oder ein verbogenes Ausfallende kann dazu führen, dass das Schaltwerk in die Speichen gerät. Das Schaltwerk, das Hinterrad und der Rahmen können dabei zerstört werden.

Überprüfen Sie die Umwerferfunktion, denn ein verschobener Werfer kann dazu führen, dass die Kette abgeworfen und das Rad dadurch antriebslos wird.

Näheres im Kapitel 10. „Die Schaltung“

CENTURION City Speed 1 - CENTURION - 3

  1. Peilen Sie über die Sattelspitze entlang des Oberrohres oder zum Tretlagergehäuse, um sicherzustellen, dass der Sattel nicht verdreht ist.

CENTURION City Speed 1 - CENTURION - 4

  1. Heben Sie das Rad wenige Zentimeter an und lassen Sie es auf den Boden springen. Entstehen dabei Geräusche, sollten Sie nach losen Schraubenverbindungen fahnden.

  2. Schauen Sie zum Abschluss noch einmal über das ganze Fahrrad um eventuell entstandene Verbiegungen, Verfärbungen oder Risse zu erkennen.

Verbogene Teile, insbesondere solche aus Aluminium, können unvermittelt brechen. Sie dürfen nicht gerichtet, d.h. nicht gerade gebogen werden, denn auch danach besteht akute Bruchgefahr. Dies gilt insbesondere für die Gabel, den Lenker, den Vorbau, die Kurbeln, die Sattelstütze und die Pedale. Im Zweifel ist ein Tausch dieser Teile immer die bessere Wahl, denn Ihre Sicherheit geht vor.

  1. Wenn sich an Ihrem Fahrrad Bauteile aus Carbon befinden, beachten Sie unbedingt die Besonderheiten des Werkstoffes im Kapitel 28. „Besonderheiten des Werkstoffs Carbon“.

CENTURION City Speed 1 - CENTURION - 5

text_image shofire LAS CARBON AION

Fahren Sie, nur wenn die Prüfungen untadelig bestanden wurden, auf dem kürzesten Wege und sehr vorsichtig zurück. Vermeiden Sie starkes Beschleunigen und Bremsen und gehen Sie nicht in den Wiegetritt.

Wenn Sie Zweifel an der Tauglichkeit Ihres Rades haben, lassen Sie sich mit dem Kraftfahrzeug abholen, statt ein Sicherheitsrisiko einzugehen.

Zuhause angekommen muss das Rad noch einmal gründlich untersucht und die beschädigten Teile repariert werden. Gehen Sie im Zweifelsfall zu Ihrem CENTURION-Fachhändler.

6. Gesetzliche Anforderungen für die Teilnahme am Straßenverkehr

CENTURION

6.1 In Deutschland

Egal für welchen Radtyp Sie sich entschieden haben, wenn Sie mit Ihrem Fahrrad am öffentlichen Straßenverkehr teilnehmen wollen, muss Ihr Rad in Deutschland gemäß der Straßenverkehrs-Zulassungs-Ordnung (StVZO) ausgestattet sein! Die StVZO legt die Brems- und Beleuchtungsanlage fest und schreibt eine hell tönende Glocke vor. Darüber hinaus ist jeder Fahrradlenker verpflichtet, sein Rad in einem verkehrssicheren und fahrtüchtigen Zustand zu halten.

Für Radfahrer gelten bei der Teilnahme im Verkehr grundsätzlich dieselben Regeln wie für Kraftfahrzeuglenker. Machen Sie sich mit der Straßen-Verkehrs-Ordnung vertraut.

Die Bremsanlage

Ein Rad muss mindestens zwei unabhängig voneinander funktionierende Bremsen aufweisen, jeweils eine pro Vorder- und Hinterrad ist Pflicht.

CENTURION City Speed 1 - Die Bremsanlage - 1

Alle lichttechnischen Einrichtungen am Fahrrad müssen ein amtliches Prüfzeichen aufweisen. Erkennbar ist dies an einer Schlangenlinie mit dem Buchstaben K und einer fünfstelligen Zahl. Nur Beleuchtungseinrichtungen (auch Batterie- oder Akkuleuchten) mit diesen Erkennungsmerkmalen dürfen im Straßenverkehr eingesetzt werden.

Der § 67 StVZO schreibt folgende Beleuchtungseinrichtungen vor:

Das Vorder- und das Rücklicht müssen von einer gemeinsamen, fest installierten Energiequelle betrieben werden. Beide Leuchten müssen gleichzeitig funktionieren.

Die Nennleistung und -spannung des Dynamos müssen mindestens drei Watt und mindestens sechs Volt betragen.

Das Rücklicht muss in einer Höhe von mind. 25 cm über der Fahrbahnoberfläche angebracht werden. Die Mitte des Lichtkegels des Vorderlichtes darf höchstens 10 m vor dem Fahrrad auf die Fahrbahn treffen.

Über diese Lichtquellen hinaus müssen an jedem Fahrrad folgende Reflektoren fest montiert sein:

Vorne ein möglichst großflächiger weißer Strahler, der mit dem Scheinwerfer kombiniert sein kann.

Hinten mindestens zwei rote Rückstrahler, davon ein Großflächenrückstrahler mit Z-Markierung. Die Rückleuchte darf mit einem Strahler kombiniert sein.

Je zwei seitliche gelbe Reflektoren pro Laufrad, die gesichert angebracht sein müssen. Wahlweise dürfen auch weiße reflektierende Ringe über den gesamten Laufradumfang in den Speichen, an den Seitenwänden der Bereifung oder an den Felgen verwendet werden.

Je zwei gelbe Pedalstrahler pro Pedal, die nach vorne und hinten gerichtet sind.

Als Ergänzung darf eine zusätzlich einschaltbare Stand- bzw. Akku/Batteriebeleuchtung montiert werden. Die alleinige Verwendung von Akku- oder Batterieleuchten ist nicht zulässig.

6. Gesetzliche Anforderungen für die Teilnahme am Straßenverkehr

CENTURION

Neuregelung der Fahrrad-Sicherheitsvorschriften

Der §67 der StVZO wird in Zukunft geändert. Verfolgen Sie die Tagespresse, oder fragen Sie Ihren CENTURION-Fachhändler, ab wann die neuen Bestimmungen gültig werden.

Die wesentlichen Neuerungen betreffen die Lichtanlage. Künftig ist für den Scheinwerfer eine höhere Lichtstärke vorgeschrieben, welche nur mit Halogenscheinwerfern erreicht wird. Darüber hinaus muss die Lichtanlage von neuen Fahrrädern eine zweiadrige Verkabelung mit Steckverbindungen aufweisen. Wer viel bei Nacht mit dem Rad fährt, wird zu schätzen lernen, dass die Lichtanlage künftig auf zwölf Volt-Niveau arbeiten darf. Die Montage einer leistungsstärkeren zwölf Volt-Lichtanlage ist freiwillig. Einige Hersteller bieten diese Lichtanlagen bereits mit Ausnahmegenehmigung als Zubehör an. Fragen Sie Ihren CENTURION-Fachhändler.

Die zukünftige neue Regelung in der StVZO wird eine solche Lichtanlage auch für Geländewettkampfräder bis 13 kg erlauben. Bis dahin muss ein auf der Straße genutztes Mountainbike mit einer vollständigen Dynamolichtanlage ausgerüstet sein - so lautet das Gesetz!

CENTURION City Speed 1 - Neuregelung der Fahrrad-Sicherheitsvorschriften - 1

Sonderregelung für leichte Fahrräder

Bei Rennrädern, deren Gewicht unter elf Kilogramm liegt, ist die Verwendung einer Batteriebeleuchtung auch ohne stationäre Dynamobeleuchtungsanlage erlaubt. Die Beleuchtung muss bei diesen Sporträdern nur bei Dunkelheit fest am Fahrrad angebracht sein. Jedoch müssen die Lampen auch bei Trainingsfahrten bei Tage immer mitgeführt werden, z.B. im Rucksack. Batteriebeleuchtungen für vorne und hinten können auch einzeln einzuschalten sein, ihre Nennspannung darf unter den sonst vorgeschriebenen sechs Volt liegen.

Keine Ausnahme gibt es bei den Strahlern: Alle vorher aufgelisteten Reflektoren müssen am Fahrrad fix angebracht sein.

Bei offiziellen Wettkämpfen, zum Beispiel Radrennen, gelten die Bestimmungen der StVZO nicht, sofern sie auf abgesperrten Strecken stattfinden. Fragen Sie diesbezüglich den Veranstalter.

6. Gesetzliche Anforderungen für die Teilnahme am Straßenverkehr

CENTURION

6.2 In Österreich

Auszüge aus dem Bundesgesetzblatt für die Republik Österreich. 146. Verordnung Fahr- radverordnung.

Allgemeines: §1 (1) Jedes Fahrrad, das in Verkehr gebracht wird, muss – sofern sich aus den folgenden Bestimmungen nichts anderes ergibt – ausgerüstet sein:

  1. mit zwei voneinander unabhängig wirkenden Bremsvorrichtungen, mit denen auf trockener Fahrbahn eine mittlere Bremsverzögerung von 4 m/sec ^2 bei einer Ausgangsgeschwindigkeit von 20 km/h erreicht wird;
  2. mit einer Vorrichtung zur Abgabe von akustischen Warnzeichen:
  3. mit einem hellleuchtenden, mit den Fahr - rad fest verbundenen Scheinwerfer, der die Fahrbahn nach vorne mit weißem oder hellgelbem, ruhenden Licht mit einer Licht- stärke von mindestens 100 cd beleuchtet;
  4. mit einem roten Rücklicht mit einer Licht - stärke von mindestens 1 cd;

  5. mit einem weißen, nach vorne wirkenden Rückstrahler mit einer Lichteintrittsfläche von mindestens 20 cm ^2 ; der Rückstrahler darf mit dem Scheinwerfer verbunden sein;

  6. mit einem roten, nach hinten wirkenden Rückstrahler mit einer Lichteintrittsfläche von mindestens 20 cm ^2 ; der Rückstrahler darf mit dem Rücklicht verbunden sein;
  7. mit gelben Rückstrahlern an den Pedalen; diese können durch gleichwertige Einrichtungen ersetzt werden;
  8. mit Reifen, deren Seitenwände ringförmig zusammenhängend weiß oder gelb rückstrahlend sind, oder an jedem Rad mit mindestens zwei nach beiden Seiten wirkenden Rückstrahlern mit einer Lichteintrittsfläche von mindestens 20 cm ^2 oder mit anderen rückstrahlenden Einrichtungen, die in der Wirkung den zuvor genannten entsprechen; wenn das Fahrrad für den Transport mehrere Personen.... Entfällt, CENTURION Fahrräder sind nur für den Transport von einer Person vorgesehen (Ausnahme Kindersitz und Kinderanhänger)!

(4) Bei Tageslicht und guter Sicht dürfen Fahrräder ohne die in Abs. 1 Z.3 und 4 genannte

CENTURION City Speed 1 - In Österreich - 1

Ausrüstung verwendet werden.

Rennfahrräder § 4 (1) Als Rennfahrrad gilt ein Fahrrad mit folgenden technischen Merkmalen:

Eigengewicht des fahrbereiten Fahrrades höchstens 12kg;

Rennlenker;

äußerer Felgendurchmesser mindestens 630mm;

äußere Felgenbreite höchstens 23mm.

(2) Rennfahrräder dürfen ohne die in § 1 Abs. 1 Z 2 bis 8 genannte Ausrüstung in Verkehr gebracht werden; bei Tageslicht und guter Sicht dürfen Rennfahrräder ohne diese Ausrüstung verwendet werden.

6. Gesetzliche Anforderungen für die Teilnahme am Straßenverkehr

CENTURION

6.3 In der Schweiz

Auszüge aus den Artikeln 213 bis 218 Verordnungen über die technischen Anforderungen an Strassenfahrzeuge

Fahrräder, ausgenommen jene des Bundes (Art. 34 Abs. 6 VVV), müssen eine gut sichtbare Vignette (Art. 34 VVV) tragen.

• Räder, Bremsen

Fahrräder müssen mit zwei kräftigen Bremsen versehen sein, von denen die eine auf das Vorder- und die andere auf das Hinterrad wirkt.

- Beleuchtung, Rückstrahler

Fahrräder müssen, wenn eine Beleuchtung nach Artikel 30 Absatz 1 VRV erforderlich ist, mit einem nach vorn weiss und einem nach hinten rot leuchtenden, ruhenden Licht ausgerüstet sein. Diese Lichter können fest angebracht oder abnehmbar sein.

Die Lichter müssen nachts bei guter Witterung auf 100 m sichtbar sein und dürfen nicht blenden.

An Fahrrädern müssen ein nach vorn und ein nach hinten gerichteter Rückstrahler mit einer Leuchtfläche von mindestens 10 cm ^2 fest angebracht sein. Die Rückstrahler müssen nachts bei guter Witterung auf 100 m im Scheine eines Motorfahrzeug-Fernlichts sichtbar werden.

Zusätzlich sind nach der Seite wirkende, beispielsweise an den Rädern befindliche Rückstrahler erlaubt.

Die Pedale müssen vorn und hinten Rückstrahler mit einer Leuchtfläche von mindestens 5 cm ^2 tragen. Ausgenommen sind Rennpedale, Sicherheitspedale und dergleichen.

Anstelle der Rückstrahler können andere retroreflektierende Vorrichtungen verwendet werden, wenn sie in der Wirkung den Anforderungen an Rückstrahler nach Absatz 1 entsprechen.

- Zeichengebung, Warnvorrichtung, Diebstahlsicherung

Zur Zeichengebung für die Richtungs- änderung können die Radfahrer reflektieren- de Bänder oder Lichter am Unterarm tragen. Diese Vorrichtungen müssen weiss oder gelb leuchten.

CENTURION City Speed 1 - In der Schweiz - 1

Fahrräder, ausgenommen Fahrräder mit einem Leergewicht ohne Führer oder Führerin von höchstens 11 kg, müssen eine gut hörbare Glocke aufweisen; andere Warnvorrichtungen sind untersagt.

Fahrräder sind mit einer Diebstahlsicherung (Schloss, Schliesskabel, Schliesskette oder dergleichen) zu versehen.

7. Zur Handhabung von Schnellspannern

CENTURION

Handhabung von Schnellspannern

Trotz der einfachen Bedienungsweise von Schnellspannern passieren immer wieder Unfälle durch falsche Handhabung. Der Schnellspanner besteht im Wesentlichen aus zwei Bedienelementen:

  1. Der Handhebel auf einer Seite der Nabe: Er wandelt die Schließbewegung in eine Klemmkraft um.
  2. Die Klemmutter auf der gegenüberliegenden Seite der Nabe: Mit ihr wird auf einer Gewindestange die Vorspannung eingestellt.

Achten Sie darauf, dass die Bedienungshebel beider Schnellspanner immer auf der Gegenseite des Kettenantriebs sind. So vermeiden Sie, dass Sie das Vorderrad seitenverkehrt einbauen.

Vorgehensweise zur sicheren Befestigung eines Bauteils:

Öffnen Sie den Schnellspanner. Jetzt sollte der Schriftzug „Open“ (offen) lesbar sein.

CENTURION City Speed 1 - Handhabung von Schnellspannern - 1

Bewegen Sie den Hebel wieder in Richtung der Klemmposition; erkennbar daran, dass auf dem Hebel von außen „Close“ (geschlossen) zu lesen ist. Zu Beginn der Schließbewegung bis ungefähr zur Hälfte des Hebelweges, muss sich der Hebel sehr leicht, d.h. ohne Klemmwirkung, bewegen lassen.

CENTURION City Speed 1 - Handhabung von Schnellspannern - 2

Während der zweiten Hälfte des Weges muss die Hebelkraft deutlich zunehmen. Zum Schluss lässt sich der Hebel nur schwer bewegen. Benutzen Sie den Daumenballen und ziehen Sie zur Unterstützung mit den Fingern an einem festen Bauteil, z.B. der Gabel oder an der Hinterbaustrebe, nicht jedoch an einer Bremsscheibe oder Speiche.

CENTURION City Speed 1 - Handhabung von Schnellspannern - 3

In der Endstellung muss der Hebel parallel zum Rad liegen, er darf also nicht seitlich abstehen. Der Hebel muss so am Rahmen bzw. der Gabel anliegen, dass er nicht unbeabsichtigt geöffnet werden kann.

Überprüfen Sie den Sitz, indem Sie versuchen, den geschlossenen Hebel zu verdrehen. Drücken Sie auf das Ende des Handhebels von der Stirnseite her.

7. Zur Handhabung von Schnellspannern

CENTURION

Wenn sich der Spannhebel im Kreis drehen lässt, müssen Sie ihn wieder öffnen und die Vorspannung erhöhen. Drehen Sie dazu die Mutter auf der Gegenseite im Uhrzeigersinn um eine halbe Umdrehung.

CENTURION City Speed 1 - CENTURION - 1

Wiederholen Sie den Schließvorgang und überprüfen Sie den Sitz erneut. Lässt sich der Spannhebel nicht mehr drehen, klemmt der Spanner das Laufrad richtig.

Heben Sie abschließend das Laufrad einige Zentimeter vom Boden und geben Sie ihm einen Klaps von oben auf den Reifen. Ein sicher befestigtes Rad bleibt in den Achsaufnahmen des Rahmens.

CENTURION City Speed 1 - CENTURION - 2

Zur Kontrolle des Sattels versuchen Sie diesen gegenüber dem Rahmen zu Verdrehen.

CENTURION City Speed 1 - CENTURION - 3

Ungenügend geschlossene Schnellspanner können dazu führen, dass sich Bauteile lösen. Das kann zu einem Unfall mit schweren Verletzungen führen.

Wenn Sie den Schnellspanner schließen, stützen Sie Ihre Finger nicht an einer Bremsscheibe oder Speiche.

8. Anpassen des Fahrrades an den Fahrer

CENTURION

Anpassen des Rades

Die Körpergröße ist entscheidend für die Wahl der Rahmenhöhe ihres Fahrrades. Achten Sie insbesondere darauf, dass Sie genügend Freiheit im Schritt haben, damit Sie sich nicht verletzen, wenn Sie schnell absteigen müssen.

Mit der Wahl eines Fahrradtyps wird die Körperhaltung schon grob festgelegt. Verschiedene Bauteile an Ihrem Rad sind jedoch so konzipiert, dass sie in einem gewissen Maß auf Ihre Körperproportionen eingestellt werden können. Dazu gehören die Sattelstütze, der Lenkervorbau und die Bremsgriffe.

Machen Sie nach jeder Montage unbedingt den Kurzcheck in Kapitel 4. „Vor jeder Fahrt“ und führen Sie eine Probefahrt auf einer verkehrsfreien Fläche durch. So können Sie gefahrlos alles noch einmal überprüfen.

Sollten Sie Bedenken haben, ist es besser, ausschließlich die Positionskontrolle durchzuführen. Besprechen Sie ihre Änderungswünsche mit dem CENTURION-Fachmann. Dieser kann Ihre Vorstellungen im Zuge eines Werkstattaufenthaltes, z.B. der Erstinspektion, umsetzen.

8.1 Einstellen der richtigen Sitzhöhe

Die erforderliche Sitzhöhe wird durch den Tretvorgang festgelegt. Beim Treten sollen die Ballen der großen Zehen über der Mitte der Pedalachse stehen. Das Bein darf in der untersten Stellung der Tretkurbel, der weitesten Entfernung des Pedals vom Sattel, nicht maximal durchgestreckt sein, sonst wird das Pedalieren unrund. Überprüfen Sie die Sitzhöhe anhand der folgenden, einfach durchzuführenden Methode. Voraussetzung ist, dass Sie Schuhwerk mit einer flachen Sohle tragen.

Setzen Sie sich auf den Sattel und stellen Sie die Ferse auf das Pedal, das sich in der untersten Position befindet. In dieser Stellung sollte das Bein ganz durchgestreckt sein. Achten Sie darauf, dass die Hüfte gerade bleibt.

CENTURION City Speed 1 - Einstellen der richtigen Sitzhöhe - 1

Zu allen, in folgenden beschriebenen Arbeiten, gehört Erfahrung, geeignetes Werkzeug und handwerkliches Geschick. Ziehen Sie die Verschraubungen grundsätzlich mit großer Sorgfalt an. Erhöhen Sie die Schraubenkräfte schrittweise und prüfen Sie dazwischen immer wieder den festen Sitz des Bauteils. Benutzen Sie einen Drehmomentschlüssel und überschreiten Sie die maximalen Schraubenanzugsmomente nicht!

Um die Sitzhöhe einzustellen, müssen Sie den Sattelklemmbolzen oder den Schnellspanner lösen. (lesen Sie vorher Kapitel 7. „Zur Handhabung von Schnellspannern“)

Verwenden Sie für eine Sattelstützen-Klemmschraube geeignetes Werkzeug und drehen Sie diese entgegen dem Uhrzeigersinn zwei bis drei Umdrehungen auf.

CENTURION City Speed 1 - Einstellen der richtigen Sitzhöhe - 2

8. Anpassen des Fahrrades an den Fahrer

CENTURION

Die gelöste Sattelstütze kann jetzt in der Höhe verschoben werden.

Ziehen Sie die Sattelstütze nicht über die am Schaft vorhandene Markierung hinaus. Die Mindesteinstecktiefe beträgt das 2,5-fache des Durchmessers, d. h. bei einer Sattelstütze mit 30 mm Durchmesser müssen mindestens 75 mm der Sattelstütze im Rahmen verbleiben.

CENTURION City Speed 1 - CENTURION - 1

text_image LIMIT LINE Ø31.0 AL

Bei Rahmen mit längerem, über das Oberrohr hinausragendem Sitzrohr muss die Sattelstütze mindestens bis unterhalb des Oberrohres bzw. der hinteren Sitzstreben hineingeschoben werden! Das kann zu einer Mindesteinstecktiefe von 10 Zentimetern und mehr führen.

CENTURION City Speed 1 - CENTURION - 2

Achten Sie darauf, dass der Teil der Sattelstütze, der sich im Inneren des Sitzrohres befindet, immer gut gefettet ist.

Fetten Sie in keinem Fall Sattelstütze oder Sattelstützrohr, wenn Rahmen oder Sattelstütze aus Carbon sind. Beachten Sie dazu Kapitel 28.4 „Carbon- Lenker und Vorbauten“ und Kapitel 28.5 „Carbon Sattelstütze“.

Sollte Ihre Stütze im Sitzrohr nicht leicht gleiten, fragen Sie Ihren CENTURION-Fachhändler um Rat. Wenden Sie auf keinen Fall Gewalt an.

Richten Sie den Sattel wieder gerade aus, indem Sie über die Sattelspitze auf das Tret-lagergehäuse oder entlang des Oberrohres peilen.

CENTURION City Speed 1 - CENTURION - 3

Klemmen Sie die Stütze wieder fest. Drehen Sie dazu die Sattelstützenschraube im Uhrzeigersinn. Eine ausreichende Klemmwirkung wird bereits ohne Einsatz von großen Handkräften erreicht. Andernfalls passt die Sattelstütze nicht zum Rahmen.

Bei Rennrädern in sehr kleinen Rahmenhöhen kann die Gefahr bestehen, dass der Fuß mit dem Vorderrad kollidiert. Achten Sie deshalb ggf. auf korrekte Einstellung der Schuhplatten.

Fahren Sie nie, wenn die Stütze über die Ende-, Maximum-, oder Stoppmarkierung hinausgezogen wurde! Die Stütze könnte brechen oder der Rahmen Schaden davon nehmen.

8. Anpassen des Fahrrades an den Fahrer

CENTURION

Prüfen Sie den festen Sitz der Stütze. Halten Sie dazu den Sattel mit den Händen vorn und hinten fest und versuchen Sie Ihn zu verdrehen. Wenn er sich verdrehen lässt, müssen Sie die Klemmkraft erhöhen und den Test wiederholen.

CENTURION City Speed 1 - CENTURION - 1

Stimmt die Beinstreckung bei einer erneuten Überprüfung? Machen Sie die Kontrolle, indem Sie den Fuß samt Pedal in die tiefste Position bringen. Wenn der Großzehenballen in der Mitte des Pedals steht (ideale Tretposition), muss das Knie leicht angewinkelt sein. Ist dies der Fall, haben Sie die Sattelhöhe korrekt eingestellt.

CENTURION City Speed 1 - CENTURION - 2

Überprüfen Sie, ob Sie noch einen sicheren Stand auf dem Boden erreichen können. Ist dies nicht der Fall, sollten Sie zumindest anfangs den Sattel etwas tiefer stellen.

Die Position des Sattels ist sehr individuell. Finden Sie in Absprache mit Ihrem Fachhändler die für Sie optimale Position.

Wenn Sie Sitzbeschwerden z.B. Taubheitsgefühl haben, kann dies am Sattel liegen. Ihr CENTURION-Fachhändler hat sehr viele verschiedene Sättel zur Auswahl und berät Sie gerne.

8. Anpassen des Fahrrades an den Fahrer

CENTURION

8.2 Einstellung der Lenkerhöhe

Die Lenkerhöhe bestimmt die Neigung des Rückens. Wird der Lenker tief angebracht, sitzt der Fahrer windschnittig auf dem Rad und bringt viel Gewicht auf das Vorderrad. Die stark gebeugte Haltung ist aber anstrengender und unbequemer, denn die Belastung der Handgelenke, der Arme, des Oberkörpers und des Genicks nimmt zu.

Der Lenker ist bei konventionellen Vorbauten nur begrenzt höhenverstellbar, indem der Vorbau im Gabelschaft auf- und abgeschoben wird.

Bei verstellbaren Vorbauten kann die Höhe elegant durch Lösen und wieder Anziehen von Schrauben eingestellt werden. Beim gewindelosen System, dem sogenannten Aheadsetsystem, ist der Vorbau Teil des Lenkungslagersystems. Hier gestaltet sich die Positionsfindung schwieriger, da der Vorbau demontiert und neu angebaut werden muss.

Vorbauten gehören zu den tragen- den Teilen am Fahrrad. Ver- änderungen können Ihre Sicherheit gefähr- den. Wenn Sie sich nicht sicher sind, hilft Ihnen Ihr CENTURION-Fachhändler weiter.

8.2.1 Konventionelle Vorbauten

Öffnen Sie die Vorbauspindel um 2-3 Umdrehungen. Der Vorbau-Schaft müsste nun in der Gabel drehbar sein.

Ist dies nicht der Fall, muss die Schraube durch einen leichten Schlag mit dem Hammer gelöst werden. Bei Innensechskant-Schrauben müssen Sie zuerst den Schlüssel wieder in deren Kopf stecken, da diese in der Regel unzugänglich versenkt sind. Schlagen Sie gefühlvoll mit dem Hammer auf das Werkzeug.

CENTURION City Speed 1 - Konventionelle Vorbauten - 1

Versuchen Sie niemals, die Kopfmutter des Steuerlagers zu öffnen, wenn Sie den Vorbau verstellen möchten. An diesen Muttern wird das Lagerspiel verändert.

Die jetzt bewegliche Lenker-Vorbau-Einheit können Sie nun auf- und abschieben. Ziehen Sie den Vorbau nicht über die am Schaff vorhandene Markierung hinaus. Die Mindesteinstecktiefe beträgt laut DIN das 2,5-fache des Durchmessers.

CENTURION City Speed 1 - Konventionelle Vorbauten - 2

text_image POONVT Einstecktiefe

Eine größere Einstecktiefe bedeutet in jedem Fall eine höhere Sicherheit.

Richten Sie den Lenker wieder so aus, dass er bei Geradeausfahrt nicht schief steht.

Ziehen Sie die Vorbauspindel wieder fest. Beachten Sie das maximale Anzugsdrehmoment.

8. Anpassen des Fahrrades an den Fahrer

CENTURION

Überprüfen Sie den Sitz des Vorbaus indem Sie das Vorderrad zwischen die Beine nehmen und versuchen, den Lenker samt Vorbau zu verdrehen. Sollte sich der Vorbau verdrehen, müssen Sie die Schraubenanzugskraft erhöhen.

Sollte Ihnen der Lenker immer noch zu hoch oder zu tief sein, hilft nur der Austausch des Lenkervorbaus. Das Auswechseln ist relativ aufwändig, da unter Umständen die gesamten Armaturen abgebaut werden müssen. Lassen Sie sich in Ihrem Fachgeschäft über die verschiedenen Vorbautypen beraten.

Beachten Sie, dass Sie die Ver- schraubungen von Vorbau und Len- ker korrekt anziehen. Andernfalls wäre es möglich, dass Lenker oder Vorbau sich lösen oder brechen.

Fahren Sie nicht mit einem Rad, dessen Vorbau über die Markierung für die maximale Auszugshöhe herausgezogen wurde! Kontrollieren Sie, bevor Sie losfahren, alle Schrauben und machen Sie eine Bremsprobe!

8.2.2 Verstellbare Vorbauten

Bei verstellbaren Aheadset -Vorbauten kann die Höhe durch die Neigungsverstellung des vorderen Vorbaubereiches variiert werden.

Lösen Sie die seitliche Schraube der Sperrklinke etwa 3-5 Umdrehungen bis sich die Verzahnung löst. Drehen Sie die Schraube nicht ganz heraus, da sonst der Mechanismus auseinander fallen würde.

Schieben Sie die Schraube zur dem Kopf gegenüberliegenden Seite. Stellen Sie den jetzt beweglichen Vorbau nach Ihren Wünschen ein.

CENTURION City Speed 1 - Verstellbare Vorbauten - 1

Schieben Sie das gelöste Verstellteil wieder in den Vorbau ein bis die Sperrklinke sauber in die Verzahnung greift. Ziehen Sie die Schraube dann fest. Überschreiten Sie das maximale Drehmoment von 12 Nm nicht.

CENTURION City Speed 1 - Verstellbare Vorbauten - 2

Beachten Sie, dass sich bei der Verstellung des Vorbaus auch der Lenker und die Brems- und Schalthebel in der Position verändern. Korrigieren Sie diese gegebenenfalls wie im Kapitel 8. „Anpassen des Fahrrades an den Fahrer“ beschrieben.

8. Anpassen des Fahrrades an den Fahrer

CENTURION

Bei verstellbaren konventionellen Vorbauten wird die Neigungsverstellung des vorderen Vorbaubereichs über einen auf der Unterseite liegenden Mechanismus bewerkstelligt.

Lösen Sie die Schraube der Sperrklinke, die sich an der Unterseite des Vorbaus befindet, bis sich die Verzahnung löst. Sie müssen jedoch die Schraube nicht ganz herausdrehen, sonst fallen die Teile auseinander.

CENTURION City Speed 1 - CENTURION - 1

Stellen Sie den jetzt beweglichen Vorbau nach Ihren Wünschen ein. Drehen Sie die Schraube der Sperrklinke wieder vorsichtig an, bis Sie die Verzahnung sauber ineinander greift. Die Sperrklinken-Schraube muss dann festgezogen werden.

Überschreiten Sie das maximale Drehmoment von 10 Nm nicht.

Beachten Sie, dass sich bei der Verstellung des Vorbaus auch der Lenker und die Brems- und Schalthebel in der Position verändern. Korrigieren Sie diese gegebenenfalls wie im Kapitel 8. "Anpassen des Fahrrades an den Fahrer" beschrieben.

8.2.3 Vorbauten für gewindelose Systeme, sogenanntes Aheadset\*-system

(*Aheadset ist ein eingetragener Marken-name der Fa. Dia Compe, die das System entwickelt hat.)

Bei Rädern mit Aheadset-Lenkungslager-system wird mit Hilfe des Vorbaus die Lagervorspannung eingestellt. Wird der Vorbau verändert, muss das Lager neu justiert werden (siehe Kapitel 12. „Das Lenkungs-lager“). Eine Höhenregulierung ist begrenzt durch Veränderung der Zwischenringe, den so genannten Spacern, oder durch Umdrehen des Vorbaus, bei so genannten Flip-Flop-Modellen, möglich.

Demontieren Sie die Schraube für die Lagervorspannung oben am Gabelschaft und entfernen Sie den Deckel.

CENTURION City Speed 1 - Vorbauten für gewindelose Systeme, sogenanntes Aheadset\*-system - 1

8. Anpassen des Fahrrades an den Fahrer

CENTURION

Lösen Sie die Schrauben seitlich am Vorbau. Ziehen Sie den Vorbau von der Gabel. Jetzt können Sie die Zwischenringe (Spacer) herausnehmen.

Es dürfen nicht einfach mehr Spacer eingebaut werden um den Lenker zu erhöhen. Die Klemmung des Vorbaus muss den Gabelschaft bis ca. 3mm unterhalb der Vorbauoberkante klemmen.

Stecken Sie die entfernten Spacer wieder oberhalb des Vorbaus auf den Gabelschaft.

CENTURION City Speed 1 - CENTURION - 1

Wenn Sie den Vorbau umdrehen wollen, müssen Sie zusätzlich die vorderen Schrauben zur Lenkerbefestigung aufschrauben. Bei Vorbauten mit Deckeln kann der Lenker einfach herausgenommen werden. Ansonsten müssen die Lenkerarmaturen abgebaut werden (siehe hierzu Kapitel 8.5 „Verstellung der Neigung von Lenker, Bremsgriffen und Lenkerhörnchen“).

Positionieren Sie den Lenker mittig und schrauben Sie ihn wieder fest, nachdem Sie den Vorbau umgedreht haben (siehe Kapitel 8.5 „Verstellung der Neigung von Lenker, Bremsgriffen und Lenkerhörnchen“).

Stellen Sie das Lager neu ein und ziehen Sie den Vorbau fest, nachdem Sie ihn ausgerichtet haben (siehe hierzu Kapitel 12. „Das Lenkungslager“).

Kontrollieren Sie den sicheren Sitz des Lenkers im Vorbau, indem Sie versuchen, den Lenker nach unten zu verdrehen. Kontrollieren Sie auch, ob sich die Lenker-Vorbau-kombination gegenüber der Gabel verdrehen lässt. Nehmen Sie dazu das Vorderrad zwischen die Knie und versuchen Sie, den Lenker zu verdrehen. Wenn sich die Teile bewegen lassen, müssen Sie die Schrauben nochmals vorsichtig nachziehen und abermals den Sitz kontrollieren. Überschreiten Sie die maximalen Anzugsmomente nicht!

Verwenden Sie keinen Vorbau aus Sicht mit einem Lenker aus Alumi- nium, wenn diese Kombination nicht aus- drücklich vom Hersteller freigegeben ist.

Achten Sie darauf, dass das Vorbau- duge (die Lenkerklemmung) nicht scharfkantig ist.

Das Entfernen von Zwischenringen ist nur möglich, wenn der Gabelschaft gekürzt wird. Dieser Vorgang ist nicht mehr umkehrbar. Lassen Sie diese Arbeit, die ein Fall für den Fachmann im Fahrradgeschäft ist, erst durchführen, wenn Sie sich mit der Position sicher sind.

Beachten Sie, dass die Verschraubungen von Vorbau und Lenker mit vorgeschriebenen Drehmomenten ange zogen werden müssen. Andernfalls wäre es möglich, dass Lenker oder Vorbau sich lösen oder brechen.

Vorbauten haben sehr unterschiedliche Maße in der Länge, im Durchmesser des Schaffes und der Lenkerbohrung. Eine falsche Auswahl kann zu einer großen Gefahrenquelle werden: Lenker und Vorbauten können brechen und so zu einem Unfall führen.

Wenn Ihr Rennrad einen Gabelschaft aus Carbon aufweist beachten Sie die Kapitel 28.4 „Carbon- Lenker, Vorbauten“ und 28.5 „Carbon Sattelstütze“.

8. Anpassen des Fahrrades an den Fahrer

CENTURION

8.3 Korrektur der Sitzlänge und Einstellen der Sattelneigung

Den Abstand zwischen den Handgriffen des Lenkers und dem Sattel haben Einfluss auf die Rückenneigung und damit auf den Fahrkomfort und die Fahrdynamik. Über den Sattelstützenschlitten lässt sich diese Entfernung in geringem Umfang verändern.

Prinzipiell entsteht durch einen weit vorn montierten Sattel eine etwas entspanntere Sitzposition, auf einem Sattel der weit hinten montiert ist sitzen Sie etwas gestreckter. Durch Verschieben des Sattelgestells in der Sattelstütze wird jedoch auch der Tretvorgang beeinflusst, der Fahrer tritt mehr oder weniger weit von hinten in die Pedale.

Wenn der Sattel nicht waagerecht eingestellt ist, kann der Fahrer nicht entspannt pedalieren. Er muss sich ständig am Lenker abstützen, um nicht vom Sattel zu gleiten.

8.3.1 Verschieben und waagerecht Einstellen des Sattels

Bei Patentsattelstützen hält eine zentrale Innensechskant-Schraube den Kopf, der sowohl die Neigung als auch die vertikale Position des Sattels fixiert.

Einige Sattelstützen weisen zwei Schrauben auf, sie lassen eine noch genauere Regulierung der Winkelstellung zu. Bei so genannten Sattelkloben finden Sie meist zwei Muttern, die auf einem gemeinsamen, durchgehenden Gewindebolzen sitzen.

Öffnen Sie eine oder beide Schrauben am Kopf der Sattelstütze. Drehen Sie die Schraube dazu höchstens 2 bis 3 Umdrehungen auf, sonst kann der gesamte Mechanismus auseinanderfallen.

CENTURION City Speed 1 - Verschieben und waagerecht Einstellen des Sattels - 1

Verschieben Sie den Sattel wunschgemäß vor oder zurück. Oft ist hierzu ein kleiner Klaps auf den Sattel notwendig.

Achten Sie darauf, dass die Oberkante des Sattels waagerecht bleibt, während Sie die Schraube wieder zudrehen. Schrauben Sie die Schrauben mit dem erforderlichen Drehmoment an.

Prüfen Sie, ob der wieder festgeschraubte Sattel abkippt, indem Sie mit den Händen abwechselnd die Spitze und das Ende belasten.

Halten Sie unbedingt das Drehmoment dieser Verschraubung ein, denn zu schwach oder zu stark angezogene Schrauben können zum Versagen der Stütze führen.

Der Verstellbereich des Sattels ist sehr gering, einen wesentlich größeren Längenbereich decken die verschiedenen Vorbaulängen ab. Meist muss hierbei die Länge der Züge angepasst werden. Klemmen Sie den Sattel niemals in den Biegungen des Sattelgestells, dieses könnte dadurch zerstört werden.

Wenn sich eine Carbon-Sattelstütze ein Ihrem Fahrrad befindet beachten Sie vor einer Verstellung oder Montage unbedingt die Hinweise im Kapitel 28.5 "Carbon-Sattelstütze".

8. Anpassen des Fahrrades an den Fahrer

CENTURION

8.4 Regulierung der Griffweite zu den Bremshebeln

Bei den meisten Bremsgriffen von Mountainbikes, City- und Trekkingrädern ist der Abstand des Hebels zu den Lenkergriffen einstellbar. Für Fahrer mit kleinen Händen kann damit der Bremshebel in griffgünstige Nähe zum Lenker gebracht werden. Die Hebelstellung, in der die Bremse zu wirken beginnt, muss ebenfalls auf die Fingerlänge eingestellt werden.

Prüfen Sie, wann die Bremsbeläge die Felgen berühren. Kommt dieser Druckpunkt schon nach kurzem Hebelweg, muss zusätzlich zum Einstellen der Griffweite die Bremse verstellt werden (siehe hierzu Kapitel 9. „Die Bremsanlage“). Andernfalls würde die Bremse nach dem Einstellen bereits an den Felgen schleifen.

In der Regel befindet sich in der Nähe, wo der Bremszug in die Hebelarmatur hineinläuft, eine kleine Schraube. Drehen Sie die Schraube im Uhrzeigersinn hinein und beobachten Sie, wie der Hebel dabei wandert.

CENTURION City Speed 1 - Regulierung der Griffweite zu den Bremshebeln - 1

Wenn die Wunsch-Griffweite erreicht ist, überprüfen Sie unbedingt, ob noch genügend Leerweg am Hebel vorhanden ist, ehe die Beläge an den Felgen anliegen.

Der Bremshebel darf sich nicht bis zum Lenker durchziehen lassen. Die volle Bremskraft muss vorher erreicht werden!

8.5 Verstellung der Neigung von Lenker, Bremsgriffen und Lenkerhörnchen

Die Lenkerenden bei Mountainbikes und Trekking-Rädern sind meist etwas abgewinkelt. Stellen Sie den Lenker so ein, dass Ihre Handgelenke entspannt sind und nicht zu stark nach außen verdreht werden.

Beim Rennrad sollte das gerade Stück des Unterlenkers parallel zum Boden oder hinten leicht nach unten weisen. Die Enden der Bremsgriffe liegen in einer gedachten Verlängerung der Unterkante des Unterlenkerbogens. Diese Empfehlung ist nur ein Richtwert, wichtig ist dass die Bremse jederzeit gut erreichbar ist. Verstellungen der Bremsgriffe sind ein Job für den Fachmann, da das Lenkerband hinterher neu gewickelt werden muss.

CENTURION City Speed 1 - Verstellung der Neigung von Lenker, Bremsgriffen und Lenkerhörnchen - 1

8. Anpassen des Fahrrades an den Fahrer

CENTURION

8.6 Einstellen der Lenkerposition durch Verdrehen des Lenkers

Öffnen Sie die Innensechskantschrauben an der Unter- bzw. der Vorderseite des Vorbaus zwei bis drei Umdrehungen.

Verdrehen Sie den Lenker, bis er die von Ihnen gewünschte Stellung erreicht hat.

Achten Sie darauf, dass der Lenker vom Vorbau genau in der Mitte geklemmt wird.

Ziehen Sie jetzt die Schrauben wieder gleichmäßig und über Kreuz vorsichtig fest. Versuchen Sie den Lenker gegenüber dem Vorbau zu verdrehen. Ziehen Sie gegebenenfalls die Verschraubung nochmals nach.

CENTURION City Speed 1 - Einstellen der Lenkerposition durch Verdrehen des Lenkers - 1

Beachten Sie das maximale Drehmoment (siehe hierzu Kapitel 29. „Empfohlene Anzugsdrehmomente“).

Nachdem Sie den Lenker eingestellt haben, müssen Sie die Brems- und Schaltgriffe justieren (Ausnahme Rennrad).

Lösen Sie die Innensechskantschrauben an den Griffbandagen.

Verdrehen Sie den Griff auf dem Lenker. Setzen Sie sich auf den Sattel und legen Sie Ihre Finger auf den Bremshebel. Kontrollieren Sie, ob Ihre Hand mit dem Unterarm eine gerade Linie bildet.

CENTURION City Speed 1 - Einstellen der Lenkerposition durch Verdrehen des Lenkers - 2

Schrauben Sie die Griffe mit dem vorgegebenen Drehmoment wieder fest und machen Sie eine Verdrehkontrolle!

CENTURION City Speed 1 - Einstellen der Lenkerposition durch Verdrehen des Lenkers - 3

8. Anpassen des Fahrrades an den Fahrer

CENTURION

8.7 Lenkerhörnchen (Bar Ends) einstellen

Lenkerhörnchen bieten zusätzliche Griff- möglichkeiten. Sie werden in der Regel so eingestellt, dass die Hände angenehm darauf liegen, wenn der Radler im Stehen, im so genannten Wiegetritt fährt. Die „Bar Ends“, wie sie auch genannt werden, stehen dann annähernd parallel zum Boden bzw. leicht nach oben.

CENTURION City Speed 1 - Lenkerhörnchen (Bar Ends) einstellen - 1

Öffnen Sie die Schrauben, die sich meist an der Unterseite der Lenkerhörnchen befinden, ein bis zwei Umdrehungen.

Verdrehen Sie die Hörnchen nach ihren Wünschen und achten Sie darauf, dass beide Seiten im gleichen Winkel stehen.

Ziehen Sie die Schrauben mit dem benötigten Anzugsmoment wieder fest.

CENTURION City Speed 1 - Lenkerhörnchen (Bar Ends) einstellen - 2

Kontrollieren Sie den sicheren Halt, indem Sie die Hörnchen zu verdrehen versuchen.

CENTURION City Speed 1 - Lenkerhörnchen (Bar Ends) einstellen - 3

Beachten Sie, dass die Verschraufungen von Vorbau, Lenker, Hörnchen und Bremsen mit vorgeschriebenen Drehmomenten angezogen werden müssen. Die entsprechenden Werte finden Sie Kapitel 29. „Empfohlene Anzugsdrehmomente“ oder in den Vorgaben des Lenker- und Hörnchenherstellers..

Beachten Sie, dass die Anhaltezeit sich verlängert, wenn Sie mit den Händen auf den Bar Ends fahren, da die Bremshebel nicht ohne vorheriges Umgreifen zu erreichen sind.

8. Anpassen des Fahrrades an den Fahrer

CENTURION

8.8 Sitzposition auf BMX-Rädern und Dirt-Bikes

Die Sitzposition auf BMX und Dirt-Rädern ist nicht vergleichbar mit der auf anderen Rädern. Beim BMX und Dirt-Rad geht es um maximale Kontrolle und Beweglichkeit auf dem Rad. Zum längeren Pedalieren ist eine solche Sitzposition nur bedingt geeignet. Durch den sehr tief gestellten Sattel steigt, im Gegensatz zu klassischen Sitzposition, die Belastung der Kniegelenke stark an. Beachten Sie die Signale Ihres Körpers und befragen Sie gegebenenfalls einen Arzt.

CENTURION City Speed 1 - Sitzposition auf BMX-Rädern und Dirt-Bikes - 1

Bremsen werden benötigt, um die Fahrtgeschwindigkeit an die Verkehrsgegebenheiten anzupassen. Bei Bedarf müssen die Bremsen das Rad so schnell wie möglich zum Stillstand bringen können. Bei solchen Vollbremsungen kommt die Physik ins Spiel. Das Gewicht verlagert sich von hinten nach vorn, das Hinterrad wird entlastet. Dadurch wird die Stärke der Verzögerung auf griffigem Untergrund durch den drohenden Überschlag des Rades und nur in zweiter Linie von der Haftung der Reifen begrenzt. Speziell beim Bergabfahren verschärft sich diese Problematik. Bei einer Vollbremsung müssen Sie versuchen, Ihr Gewicht so weit wie möglich nach hinten zu verlagern.

CENTURION City Speed 1 - Sitzposition auf BMX-Rädern und Dirt-Bikes - 2

text_image Nicht zur Nachahmung!

Betätigen Sie beide Bremsen gleichzeitig und beachten Sie, dass die vordere Bremse durch die Gewichtsverlagerung die weit größeren Kräfte übertragen kann.

9.1 Funktionsweise und Verschleiß

Über Handhebel am Lenker oder den Rücktritt wird ein Bremsbelag auf eine Bremsfläche gedrückt. Durch die Reibung wird das Rad verzögert. Wenn Wasser, Schmutz oder Öl an die Reibflächen gelangt, ändert sich der Reibwert, die Verzögerung wird geringer. Dies ist der Grund, warum eine Bremse bei Regen etwas verzögert anspricht und schlechter abbremst. Am stärksten sind davon Felgenbremsen betroffen.

CENTURION City Speed 1 - Funktionsweise und Verschleiß - 1

Um wirkungsvoll verzögern zu können, müssen die Bremsen gelegentlich überprüft und nachgestellt werden.

Machen Sie sich vorsichtig mit Ihren Bremsen vertraut. Üben Sie Notbremsungen auf einer verkehrsfreien Fläche, bis Sie Ihr Rad sicher unter Kontrolle haben. Dies kann im Straßenverkehr Unfälle verhindern.

Die Bremshebelzuordnung zu den Bremskörpern, z. B. rechter Hebel wirkt auf die Hinterbremse, kann variieren. Machen Sie sich mit der Anordnung bitte vertraut, oder bitten Sie Ihren CENTURION-Fachhändler, die Bremsen nach Ihren Wünschen umzubauen.

Auf nassen, glatten Straßen und auf diesem Untergrund müssen Sie vorsichtig bremsen, denn hier rutschen die Reifen leicht weg. Setzen Sie deshalb generell ihre Fahrtgeschwindigkeit herab.

9. Die Bremsanlage

CENTURION

9.2 Felgenbremsen (allgemein)

Durch die Reibung kommt es zum Verschleiß der Bremsbeläge, aber auch der Felgen. Begünstigt wird der Verschleiß der Reibpartner durch viele Regenfahrten und Verschmutzung. Unterschreitet die Flanke einer Felge ein kritisches Maß, kann der Reifendruck die Felge zum Bersten bringen. Das Laufrad kann blockieren oder der Schlauch kann platzen – in beiden Fällen kann ein Sturz die Folge sein! Spätestens wenn Sie den zweiten Satz Bremsbeläge heruntergebremst haben, sollten Sie Ihren CENTURION-Fachhändler aufsuchen und die Felge kontrollieren lassen. Mit Spezialmessgeräten lässt sich die Wandstärke vom Fachmann überprüfen.

Manche Felgen sind mit einer umlaufenden Rille oder ähnlichem als Verschleißindikator ausgestattet. Sollte dieser an einer Stelle nicht mehr sichtbar sein, müssen Sie die Felge austauschen lassen.

CENTURION City Speed 1 - Felgenbremsen (allgemein) - 1

9.3 Kontrolle, Nachstellen und Synchronisation von V-Bremsen (V-Brakes)

Die gängigen V-Bremsen bestehen aus links und rechts der Felge getrennt voneinander angebrachten Bremsarmen. Wird der Bremshebel betätigt, werden die Arme über einen Seilzug zusammengezogen, die Beläge reiben auf den Felgenflanken.

9.3.1 Funktionskontrolle

Überprüfen Sie, ob die Bremsbeläge genau auf die Felgen ausgerichtet sind und genug Belagstärke aufweisen. Erkennbar ist dies an den Rillen im Bremsbelag. Sind diese abgebremst, ist es Zeit für den Austausch.

Die Bremsbeläge müssen gleichzeitig auf die Felge treffen und sie sollten zuerst mit dem vorderen Belagteil die Bremsflanken berühren. Der hintere Teil der Bremsbeläge sollte dann einen Abstand von einem Millimeter von der Bremsfläche haben. Von oben gesehen bilden die Bremsbeläge ein vorne geschlossenes V. Diese Einstellung vermeidet das Quietschen der Bremse.

Der Handhebel muss eine Wegreserve aufweisen, er darf sich selbst bei einer Vollbremsung nicht bis zum Lenker ziehen lassen.

Nässe setzt die Bremswirkung herab. Kalkulieren Sie bei Regen längere Anhaltewege ein! Verwenden Sie beim Austausch nur gekennzeichnete und zur Felge passende Bremsbeläge. Ihr CENTURION-Fachhändler berät Sie gerne. Achten Sie auf absolut wachs-, fett- und ölfreie Bremsflächen. Lassen Sie die Felgen regelmäßig vom Fachmann überprüfen und vermessen.

Beschädigte Bremszüge, bei denen zum Beispiel einzelne Drähte abstehen, müssen sofort ausgetauscht werden. Bremsversagen und ein Sturz können sonst die Folgen sein.

CENTURION City Speed 1 - Funktionskontrolle - 1

9.3.2 Synchronisieren und Nachstellen

Nahezu alle Bremsen haben an der Seite eines oder beider Bremskörper eine Schraube, mit der die Federvorspannung eingestellt wird. Drehen Sie langsam daran und beobachten Sie, wie die Beläge den gleichen Abstand zur Felge einnehmen.

CENTURION City Speed 1 - Synchronisieren und Nachstellen - 1

Lösen Sie zum Nachstellen der Bremse den gerändelten Konterring am Eingang des Zuges in den Bremsgriff oben am Lenker.

Drehen Sie die gerändelte und geschlitzte Zugschraube am Griff einige Umdrehungen heraus. Der Leerweg des Handhebels verringert sich.

CENTURION City Speed 1 - Synchronisieren und Nachstellen - 2

Halten Sie die Einstellschraube fest und drehen Sie den Konterring gegen das Hebelgehäuse fest. So kann sich die Einstellschraube nicht selbsttätig lösen.

Achten Sie darauf, dass der Schlitz in der Schraube nicht nach vorne und nicht nach oben zeigt, sonst können Wasser und Schmutz eindringen.

Die Einstellung der Beläge auf die Beigen erfordert viel handwerkliches Geschick. Überlassen Sie den Austausch der Beläge oder die Justierarbeit Ihrem CENTURION-Fachhändler.

9.4 Kontrolle, Nachstellen und Synchronisation von Renn- bzw. Seitenzugbremsen

Bei Seitenzugbremsen sind die Bremsarme gemeinsam aufgehängt, dadurch bilden sie ein geschlossenes System.

Funktionskontrolle

Überprüfen Sie, ob die Bremsbeläge genau auf die Felgen ausgerichtet sind und genug Belagstärke aufweisen, erkennbar an Rillen im Belag.

Treffen beide Bremsarme beim Ziehen des Handhebels gleichzeitig auf die Felge und berühren Sie dabei den Reifen nicht? Sie dürfen nicht in die Speichen klappen.

Bietet der Hebel der Bremse bei einer Vollbremsung einen genauen Druckpunkt und lässt er sich nicht bis zum Lenker durchziehen? Wenn alle Punkte in Ordnung sind, ist die Bremse korrekt justiert.

Machen Sie nach dem Nachstellen unbedingt eine Bremsprobe im Still - stand und vergewissern Sie sich, dass die Beläge bei starkem Zug mit ihrer gesamten Fläche die Felgenflanke berühren. Der Hebel darf sich nicht bis zum Lenker ziehen lassen.

9. Die Bremsanlage

CENTURION

9.4.2 Höhenverstellung der Beläge

Lösen Sie die Befestigungsschraube des Belags ein bis maximal zwei Umdrehungen. Schieben Sie den Belag in die richtige Höhe und ziehen Sie die Befestigungsschraube wieder fest.

9.4.3 Synchronisation und Nachstellen der Seitenzugbremsen

Drehen Sie bei Zweigelenk-Bremsen an der kleinen seitlich oder schräg oben angebrachten (Maden-)Schraube, bis die Beläge links und rechts den gleichen Abstand zur Felge haben. Kontrollieren Sie, ob die Schraube, mit der die Bremse am Rahmen festgeschraubt ist, noch richtig angezogen ist.

CENTURION City Speed 1 - Synchronisation und Nachstellen der Seitenzugbremsen - 1

Drehen Sie zum Nachstellen solange an der Rändelmutter bzw. gerändelten Schraube, durch die der Zug am Bremskörper hindurch läuft, bis der Hebelweg Ihren Ansprüchen genügt.

CENTURION City Speed 1 - Synchronisation und Nachstellen der Seitenzugbremsen - 2

9.5 Rücktrittbremsen

Diese Bremsart kommt bei einigen Cityrädern vor. Sie weist eine geschlossene Bauweise auf und ist mit einer Getriebenabe gekoppelt.

Die Rücktrittbremse wird durch zurückdrehen der Pedale aktiviert. Die beste Bremsleistung wird erzeugt, wenn ein Pedal waagerecht hinten steht und in dieser Stellung darauf getreten wird.

Bei Rücktrittbremsen muss gelegentlich die Spannung der Antriebskette kontrolliert werden. Die Kette sollte in der Mitte zwischen den Zahn-rädern nicht mehr als zwei Zentimeter nach oben und unten gezogen werden können.

Kontrollieren Sie regelmäßig den festen Sitz des Bremsankers am Rahmen oder an der Gabel.

CENTURION City Speed 1 - Rücktrittbremsen - 1

9.6 Hydraulische Felgenbremsen

CENTURION City Speed 1 - Hydraulische Felgenbremsen - 1

9.6.1 Kontrolle und Nachstellen von hydraulischen Felgenbremsen

Hydraulische Bremsen sind leistungsstark und dennoch verhältnismäßig wartungsarm.

Der Verschleiß der Bremsbeläge bewirkt auch bei hydraulisch betätigten Bremsen einen größer werdenden Handhebelweg. Dieser kann bei den meisten Typen an der Bedieneinheit, dem Bremshebel, mit einer Schraube oder einem Stellrad nachgestellt werden.

CENTURION City Speed 1 - Hydraulische Felgenbremsen - 2

Die Hersteller von hydraulischen Bremsen liefern ausführliche Anleitungen mit. Lesen Sie diese aufmerksam durch, bevor Sie das Laufrad ausbauen oder Wartungsarbeiten durchführen. Fehlbedienung kann zu Bremsversagen und Unfall führen.

Überprüfen Sie von Zeit zu Zeit die Stärke und die Ausrichtung der Beläge zur Felge. Abgenutzte Bremsbeläge lassen sich an den Indikatoren, dies sind in den meisten Fällen eingearbeitete Rillen, erkennen. Ist der Belag bis auf Höhe der Rille abgeschliffen, sollte der Austausch des Belags erfolgen.

CENTURION City Speed 1 - Hydraulische Felgenbremsen - 3

Halten Sie den Bereich des Bremsbelages in der hydraulischen Bremszange sauber, denn sonst kann der Belag nicht mehr vollständig in die Ruhestellung zurück gleiten. Überprüfen Sie gelegentlich die Leitungen und die Anschlüsse auf Dichtigkeit.

Geöffnete Anschlüsse oder undichte Leitungen führen dazu, dass die Bremswirkung stark abfällt. Suchen Sie bei Undichtigkeiten des Systems oder Knicken in den Leitungen ihren Fahrradhändler auf. Unfallgefahr!

9. Die Bremsanlage

CENTURION

9.7 Scheibenbremsen

Scheibenbremsen zeichnen sich durch enorme Bremswirkung bei gleichzeitig geringer Empfindlichkeit gegenüber Witterungseinflüssen aus. Bei Nässe sprechen Scheibenbremsen deutlich schneller an als Felgenbremsen und sie bringen nach kurzer Zeit die gewohnt hohe Wirkung. Weiterhin sind sie verhältnismäßig wartungsarm und sie verschleiben die Felgen nicht.

Nachteilig ist, dass Scheibenbremsen zu Geräuschentwicklung neigen, wenn sie feucht sind.

Um die Bremsen optimal bedienen zu können, lassen sich die Bremshebel auf die Handgröße einstellen. In der Regel geschieht dies über eine kleine Innensechskant-Schraube direkt am Handhebel.

CENTURION City Speed 1 - Scheibenbremsen - 1

Bei mechanischen Scheibenbremsen führt Belag-Verschleiß zu einem länger werdenden Bremshebelweg, deshalb müssen diese Typen regelmäßig nachgestellt werden.

Bei den von CENTURION verbauten hydraulischen Bremsen wird der Verschleiß automatisch ausgeglichen!

Öffnen Sie die Bremsleitungen nicht, es könnte Bremsflüssigkeit austreten, die sich sehr aggressiv verhält.

Lang anhaltendes Bremsen oder dauerhaftes Schleifenlassen führt zu einer Überhitzung des Bremssystems. Das kann ein starkes Nachlassen der Bremskraft, bis hin zum Totalausfall zur Folge haben. Ein schwerer Unfall kann die Folge sein.

Überprüfen Sie Ihre Fahrweise dahingehend und eignen Sie sich an, kurz aber kräftig zu bremsen und die Bremse zwischendurch immer wieder zu lösen. Halten Sie im Zweifel einen Moment an und lassen Sie die Brems-scheibe, bei gelöstem Bremshebel, abkühlen

Neue Bremsbeläge müssen eingebremst werden, damit sie die optimalen Verzögerungswerte erzielen. Beschleunigen Sie das Fahrrad dazu ca. 30- bis 50-mal auf etwa 30 km/h und bremsen Sie bis zum Stillstand ab.

Scheibenbremsen werden im Betrieb heiß. Berühren Sie deshalb die Brem sen, insbesondere nach längeren Abfahrten, nicht sofort nach dem Anhalten.

Die Hersteller von hydraulischen und mechanischen Scheibenbremsen liefern ausführliche Anleitungen mit. Lesen Sie diese aufmerksam durch, bevor Sie ein Laufrad ausbauen oder Wartungsarbeiten durchführen.

Beachten Sie auch die Hersteller-Websites: www.magura.com / www.sram.com www.shimano.com / www.hajos-sport.de www.tektro.com / www.hayesdiscbrake.com

9. Die Bremsanlage

CENTURION

9.7.1 Kontrolle und Nachstellen von hydraulischen Scheibenbremsen

Kontrollieren Sie die Leitungen und Anschlüsse regelmäßig bei gezogenem Hebel auf Undichtigkeiten. Tritt Bremsflüssigkeit aus, suchen Sie sofort Ihren CENTURION-Fachhändler auf, denn eine undichte Stelle kann die Bremse wirkungslos machen.

Um die Reichweite zum Hebel einzustellen, drehen Sie mit einem kleinen Schraubendreher bzw. Innensechskant an der Einstellschraube, die sich an der Einstellbuchse des Hebels befindet. Beachten Sie, dass die Schraube nur einen begrenzten Verstellbereich hat, versuchen Sie nicht, die Schraube über Ihre Grenzen hinauszudrehen.

Kontrollieren Sie den Verschleiß der Beläge an den Metallohren oder -nasen, die aus dem Bremssattel herausschauen. Nähern sich diese bis auf etwa einen Millimeter der Scheibe, müssen Sie die Beläge gemäß der Anleitung des Herstellers ausbauen und genau kontrollieren.

CENTURION City Speed 1 - Kontrolle und Nachstellen von hydraulischen Scheibenbremsen - 1

Geöffnete Anschlüsse oder undichtete Leitungen führen dazu, dass die Bremswirkung stark abfällt. Suchen Sie bei Undichtigkeiten des Systems oder Knicken in den Leitungen ihren CENTURION-Fachhändler auf. Fahren Sie auf keinem Fall weiter.

Auslaufende Bremsflüssigkeit ist gesundheitsschädlich! Die Flüssigkeit ist auch gegen Lack etc. aggressiv.

CENTURION City Speed 1 - Kontrolle und Nachstellen von hydraulischen Scheibenbremsen - 2

Reinigen Sie die Beläge und die Scheibe nur mit Spiritus oder Bremsenreiniger.

9. Die Bremsanlage

CENTURION

9.7.2 Kontrolle, Nachstellen und Synchronisation von mechanischen Scheibenbremsen

Überprüfen Sie regelmäßig, ob Sie einen definierten Druckpunkt erzielen, bevor der Hebel am Lenker anliegt.

Um die Reichweite zum Hebel einzustellen, drehen Sie mit einem kleinen Schraubendreher bzw. Innensechskant an der Einstellschraube, die sich an der Einstellbuchse des Hebels befindet. Beachten Sie, dass die Schraube nur einen begrenzten Verstellbereich hat, versuchen Sie nicht, die Schraube über Ihre Grenzen hinauszudrehen.

Belag-Verschleiß können Sie im begrenzten Maße direkt am Handhebel ausgleichen. Lösen Sie die Überwurfmutter an der Schraube durch die der Zug in den Hebel hinein läuft und drehen Sie die Schraube heraus, bis der Hebelweg Ihren Ansprüchen genügt.

Drehen Sie die Kontermutter wieder fest und achten Sie darauf, dass der Schlitz der Schraube nicht oben oder vorne steht, sonst dringt unnötig viel Schmutz und Feuchtigkeit ein.

CENTURION City Speed 1 - Kontrolle, Nachstellen und Synchronisation von mechanischen Scheibenbremsen - 1

Kontrollieren Sie nach dem Nachstellen die Funktion und ob die Beläge noch schleiffrei sind, wenn Sie den Bremshebel losgelassen haben und das Laufrad drehen.

Wenn Sie mehrfach nachstellen ändert sich die Stellung des Hebels am Bremssattel, die Wirkung der Bremse wird schwächer und kann im Extremfall nicht mehr genügend groß sein!

Direkt am Bremssattel sind weitere Verstell- möglichkeiten, die jedoch handwerkliches Geschick erfordern. Lesen Sie auf jeden Fall die Original-Anleitung des Bremsen- herstellers, bevor Sie die Bremse einstellen. Fragen Sie im Zweifelsfall Ihren CENTURION- Fachhändler um Rat.

CENTURION City Speed 1 - Kontrolle, Nachstellen und Synchronisation von mechanischen Scheibenbremsen - 2

Kontrollieren Sie den Verschleiß der Beläge an den Metallohren oder -nasen, die unten aus dem Bremssattel herausschauen. Nähern sich diese bis auf etwa einen Millimeter der Scheibe, müssen Sie die Beläge gemäß der Anleitung des Herstellers ausbauen und genau kontrollieren.

Beschädigte Züge sollten sofort ausge- tauscht werden, da sie reißen kön- nen. Nur am Handhebel nachgestellte Bremsen können dazu führen, dass die Bremswirkung stark abfällt.

9. Die Bremsanlage

CENTURION

9.8 Cantilever-Bremsen – Besonderheiten 9.8.1 Funktionskontrolle

Querfeldeinräder sind üblicherweise mit Cantilever-Bremsen ausgestattet und weisen einige Besonderheiten im Bremssystem auf. Um auch im schwierigen Gelände aus einer sicheren Griffposition am Oberlenker bremsen zu können, sind am Lenker Zusatzbremshebel angebracht. Diese Bremshebel können gleichberechtigt, mit den üblichen Rennradbremshebeln benutzt werden. Die gleichzeitige Benutzung beider Bremshebel für eine Bremse ist nicht möglich.

Da sich unter den Einsatzbedingungen beim Querfeldeinfahren übliche Seitenzugbremsen mit Schlamm zusetzten können, verfügen diese Räder über Cantileverbremsen die dem verschmutzen Reifen weitaus mehr Platz lassen und damit das Blockieren des Rades vermeiden können.

CENTURION City Speed 1 - Cantilever-Bremsen – Besonderheiten 9.8.1 Funktionskontrolle - 1

Die Bremsbeläge müssen wie bei allen Felgenbremsen genau auf die Felge ausgerichtet sein und ausreichend Bremsbelag aufweisen.

Weiterhin sollten die Bremsbeläge zuerst mit dem vorderen Belagteil die Bremsflanken berühren. Der hintere Teil der Bremsbeläge sollte dann einen Abstand von einem Millimeter von der Bremsfläche haben. Von oben gesehen bilden die Bremsbeläge ein vorne geschlossenes V. Diese V-förmige Einstellung vermeidet das Quietschen der Bremsbeläge.

Beide Bremsarme müssen gleichzeitig auf die Felge treffen, wenn am Hebel gezogen wird.

Die Hebel der Bremse müssen eine Wegreserve aufweisen und dürfen sich bei einer Vollbrem- sung nicht bis zum Lenker ziehen lassen.

9.8.2 Synchronisieren und Nachstellen der Cantilever-Bremsen

Nahezu alle Cantilever-Bremsen haben zur Synchronisation der Bremse an der Seite eines Bremskörpers eine Schraube, mit der die Federvorspannung eingestellt werden kann. Drehen Sie an dieser Schraube, bis die Beläge im gleichen Abstand zur Felge stehen.

CENTURION City Speed 1 - Synchronisieren und Nachstellen der Cantilever-Bremsen - 1

Lösen Sie zum Nachstellen der Bremse den gerändelten Konterring am Bremszuggegenhalter oder Handhebel.

Drehen Sie die gerändelte und geschlitzte Zugschraube einige Umdrehungen heraus. Der Leerweg des Handhebels verringert sich.

Halten Sie die Einstellschraube fest und drehen Sie den Konterraing gegen den Gegenhalter oder Handhebel fest. So kann sich die Einstellschraube nicht selbsttätig lösen.

Die Einstellung der Beläge auf die Felgen erfordert viel handwerkliches Geschick. Überlassen Sie den Tausch der Beläge und Justierarbeiten Ihrem Fachhändler.

Machen Sie nach dem Nachstellen unbedingt eine Bremsprobe im Still - stand und vergewissern Sie sich, dass die Beläge bei starkem Zug mit ihrer gesamten Fläche die Felgenflanke berühren.

10. Die Schaltung

CENTURION

Schaltung

Die Schaltung am Fahrrad dient der Anpassung der eigenen Leistungsfähigkeit an die Geländeform und die gewünschte Fahrgeschwindigkeit. In einem kleinen Gang (bei einer Kettenschaltung läuft die Kette vorne über das kleine Kettenblatt und hinten über ein großes Ritzel) können Sie steile Berge mit mäßigem Krafteinsatz hochfahren. Sie müssen dafür aber häufiger treten.

CENTURION City Speed 1 - Schaltung - 1

Bergab wird eine große Übersetzung (vorne großes Blatt, hinten kleines Ritzel) aufgelegt, Sie können mit einer Kurbelumdrehung viele Meter zurücklegen, die Geschwindigkeit ist dann entsprechend hoch.

Um kraftsparend zu radeln, müssen Sie häufig schalten. Wie bei einem Kraftfahrzeug müssen Sie Ihren "Motor" auf Touren halten, um die optimale Leistung zu entfalten. Auf der Ebene liegt eine vernünftige Umdrehungszahl der Kurbeln, kurz Trittfrequenz genannt, jenseits von 60 Umdrehungen pro Minute. Radrennfahrer kurbeln im flachen Gelände zwischen 90 und 110 Umdrehungen je Minute. Bergauf fällt die Frequenz naturgemäß etwas ab, Sie sollten aber trotzdem flüssig treten.

CENTURION City Speed 1 - Schaltung - 2

Tragen Sie stets enge Beinkleider oder verwenden Sie Hosenbänder oder ähnliches. So gehen Sie sicher, dass Ihre Hose nicht in die Kette oder in die Zahnräder gelangt.

Vermeiden Sie Gänge, in denen die Keite sehr schräg läuft.

10.1 Kettenschaltung

Die Kettenschaltung ist am Fahrrad die derzeit effektivste Kraftübertragung. Durch spezielle Zahnformen der Ritzel, flexible Ketten und genau rastende Schaltschritte in den Hebeln werden die Gangwechsel zur leichten Übung. Bei den meisten Schaltungen informiert eine Anzeige am Lenker über den Gang, in dem gerade gefahren wird.

10.1.1 Funktionsweise und Bedienung

Ein Schaltvorgang beginnt bei MTBs City- und Trekkingrädern entweder mit einem Tastendruck an einer Brems-Schaltgriffeinheit, oder einem kurzen Dreh des Handgelenks bei Drehgriffschaltern.

Bei den meisten Schaltern in Form von Drucktasten wird mit der großen Taste auf die größeren Zahnräder geschaltet. Der kleine Hebel, der aus Sicht des Fahrers vor dem Lenker liegt, bewegt die Kette zu den kleineren Zahnrädern hin.

10. Die Schaltung

CENTURION

CENTURION City Speed 1 - CENTURION - 1

Dies führt dazu, dass ein Schaltvorgang, der mit der rechten Hand auf die große Daumentaste eingeleitet wird, zu einer leichteren Übersetzung führt. Drücken Sie dagegen mit der linken Hand auf die große Daumentaste, schalten Sie auf das große Kettenrad, der Gang wird schwerer!

Bei den neuen Shimano Dual Control Bedienelementen wird der Bremshebel nach unten gedrückt, um hinten zu den kleineren und vorne zu den größeren Kettenrädern zu schalten, eine größere Übersetzung liegt dann auf. Durch nach oben Ziehen des Hebels oder durch Drücken der unter dem Lenker liegenden Daumentaste schaltet man hinten zu größeren und vorne zu kleineren Kettenrädern, d. h. zur kleineren Übersetzung hin.

CENTURION City Speed 1 - CENTURION - 2

Ähnlich verhält es sich bei den Drehgriffschaltern. Während ein Dreh des rechten Schalters zum Fahrer hin zu einem leichteren Gang führt, ergibt diese Bewegung linksseitig eine größere Übersetzung.

CENTURION City Speed 1 - CENTURION - 3

Bei Rennrädern sind die Schalter in den Bremsgriff integriert. Bei Campagnolo wird mit dem hinter dem Bremshebel liegenden Hebel zu den größeren Zahnrädern geschaltet, indem der kleine Hebel mit dem Zeige- oder Mittelfinger nach innen geschwenkt wird. Durch Druck mit dem Daumen auf die auf der Innenseite des Griffkörpers liegende Taste wird die Kette zu den kleineren Zahnrädern befördert.

Bei Shimano wird durch einen Schwenk des gesamten Bremshebels nach innen zu den größeren Zahnrädern geschaltet. Wird nur der kleine Hebel nach innen bewegt, wandert die Kette zu den kleineren Zahnrädern.

CENTURION City Speed 1 - CENTURION - 4

Der Schalthebel übermittelt über den Bowdenzug den Schaltbefehl zum Schaltwerk. Das Schaltwerk schwenkt, die Kette klettert auf das nächste Ritzel. Durch spezielle Weichen in den Kettenrädern funktioniert der Schaltvorgang bei korrekt eingestellter Schaltung auch unter Belastung. Dennoch besteht vor allem beim Schalten mit dem vorderen Umwerfer die Gefahr, dass die Kette durchrutscht. Wichtig für den ganzen Schaltvorgang ist deshalb, dass gleichmäßig und ohne großen Krafteinsatz weitergetreten wird, solange sich die Kette zwischen den Ritzeln bewegt!

Moderne Räder können bis zu 30 Gänge haben. Bei Gängen, in denen die Kette extrem schräg läuft sinkt der Wirkungsgrad, der Verschleiß schreitet schnell voran. Ein schlechter Kettenlauf ergibt sich, wenn die Kette vorne auf dem kleinsten Zahnrad und gleichzeitig auf den äußeren (kleinen) zwei oder drei Ritzeln hinten liegt oder wenn sie auf dem größten Kettenblatt vorne und auf den inneren (großen) Kettenräder des Hinterrades gefahren wird.

CENTURION City Speed 1 - CENTURION - 5

Treten Sie während des Schaltvorgangs nur locker mit, dies sorgt für exakte Schaltmanöver, verhindert Geräusche und mindert den Verschleiß.

Beim Schalten unter Last, d.h. während Sie sehr stark auf die Pedale treten, kann die Kette durchrutschen und das Kettenleben wird erheblich verkürzt.

Üben Sie das Schalten auf einem verkehrsfreien Gelände bis Sie mit der Funktionsweise der Hebel oder Drehgriffe vertraut sind.

10.1.2 Kontrolle und Nachstellen der Schaltung

Ihre Kettenschaltung wurde von Ihrem CENTURION-Fachhändler vor der Übergabe des Rades sorgfältig justiert. Auf den ersten Kilometern können sich jedoch die Bowdenzüge längen, wodurch die Schaltvorgänge unpräzise werden, die Kette klettert unwillig auf das nächste Ritzel.

CENTURION City Speed 1 - Kontrolle und Nachstellen der Schaltung - 1

10.1.3 Hinteres Schaltwerk

Spannen Sie den Zug bei ungenauen Schaltvorgängen an der Stellschraube, durch die der Bowdenzug in den Schalthebel, oder das Schaltwerk läuft nach.

CENTURION City Speed 1 - Hinteres Schaltwerk - 1

Bei Rennrädern sind am Schalthebel selbst keine Justagemöglichkeiten. Dafür befinden sich einstellbare Anschläge am Unterrohr. Drehen Sie die leicht einrastenden Schrauben in halben Umdrehungen heraus.

CENTURION City Speed 1 - Hinteres Schaltwerk - 2

Überprüfen Sie nach jedem Spannen, ob die Kette unmittelbar aufs nächst größere Ritzel klettert. Dazu müssen Sie die Kurbeln von Hand drehen oder mit dem Rad fahren.

Klettert die Kette leicht hoch, müssen Sie checken, ob die Kette beim Herunterschalten noch leicht auf die kleinen Ritzel läuft. Zur genauen Einstellung können mehrere Versuche notwendig sein.

Die vollständige Einstellung des Schaltwerks und des Umwerfers ist eine Arbeit nur für den geübten Mon- teur. Beachten Sie hierzu zusätzlich die Bedienungsanleitung des Schaltungsher- stellers. Wenn Sie mit der Schaltung Pro- bleme haben, wenden Sie sich bitte an Ihren CENTURION-Fachhändler.

10.1.3.1 Endanschläge einstellen

Um das Hineinlaufen des Schaltwerkes oder der Kette in die Speichen oder das Herabfallen der Kette vom kleinsten Ritzel zu vermeiden, wird der Schwenkbereich des Schaltwerkes durch so genannte Endanschlagschrauben begrenzt. Diese werden vom CENTURION-Fachhändler eingestellt, sie verändern sich bei normalem Gebrauch nicht.

Schalten Sie mit dem rechten Schalthebel auf den größten Gang. Der Schaltzug ist dann völlig entspannt, die Kette läuft automatisch auf dem kleinsten Ritzel. Schauen Sie von hinten auf das Zahnkranzpaket und prüfen Sie, ob die Leitrollen des Schaltwerks genau unter den Zahnspitzen des Ritzels liegen.

10. Die Schaltung

CENTURION

Korrigieren Sie die Position gegebenenfalls mit der Endanschlagschraube. Bei Schaltwerken sind die Schrauben oft mit "H" für high gear und "L" für low gear gekennzeichnet. Der hohe Gang bedeutet in diesem Fall die große Übersetzung, also das kleine Ritzel.

CENTURION City Speed 1 - CENTURION - 1

Bei nicht markierten Schrauben hilft nur der Versuch. Drehen Sie an einer Schraube, zählen Sie die Umdrehungen mit und beobachten Sie das Schaltwerk. Bewegt es sich nicht, drehen Sie gerade an der Schraube für den anderen Anschlag. Drehen Sie die Anzahl der Umdrehungen zurück.

Drehen Sie die Schraube rechts herum, wenn das Schaltwerk weiter innen, oder in der Gegenrichtung, wenn die Rollen weiter außen laufen sollen.

Schalten Sie auf das größte hintere Ritzel. Dabei ist Vorsicht geboten, damit das Schaltwerk nicht sofort in die Speichen gerät.

Liegt die Kette auf dem größten Zahnrad, sollten Sie bewußt überschalten und danach das Schaltwerk von Hand in Richtung der Speichen drücken.

Versetzen Sie dazu das Laufrad in Drehbewegung. Berührt der Leitrollenkäfig die Speichen oder klettert die Kette über das Ritzel, müssen Sie den Schwenkbereich begrenzen. Drehen Sie an der mit „L“ markierten Schraube, bis das Schaltwerk nicht mehr an die Speichen gelangt.

CENTURION City Speed 1 - CENTURION - 2

Klappt der Schaltvorgang noch nicht perfekt, ist dies eine Sache für den Fachmann.

Wenn das Rad umgekippt ist, oder ein Schlag auf das Schaltwerk erfolgte, besteht die Gefahr, dass das Schaltwerk oder dessen Befestigung verbogen ist. Nach solchen Zwischenfällen, oder wenn andere Laufräder in das Rad montiert werden, sollten Sie den Schwenkbereich kontrollieren und die Endanschlagschrauben gegebenenfalls nachjustieren.

Machen Sie unbedingt eine Probe- fahrt abseits des Straßenverkehrs, wenn Sie die Schaltung eingestellt haben.

10. Die Schaltung

CENTURION

10.1.4 Vorderer Umwerfer

Die Einstellung des vorderen Umwerfers erfordert viel Erfahrung, da der Bereich, in dem der Werfer die Kette gerade noch auf dem Kettenblatt hält, aber gerade noch nicht streift, extrem gering ist. Beachten Sie unbedingt die beiliegenden Bedienungsanleitungen des Herstellers.

Oft ist es sinnvoller, ein leichtes Schleifen der Kette am Umwerfer in Kauf zu nehmen, als zu riskieren, dass die Kette vom Blatt fällt und das Rad antriebslos wird. Wenn die Kette von den Kettenblättern fällt, muss der Schwenkbereich, wie beim hinteren Schaltwerk, mit den mit „H“ und „L“ bezeichneten Endanschlagschrauben begrenzt werden.

CENTURION City Speed 1 - Vorderer Umwerfer - 1

Beim vorderen Umwerfer kann es genau wie beim Schaltwerk zur Längung des Zuges und deshalb zu verschlechtertem Schaltverhalten kommen. Spannen Sie bei Bedarf den Zug an der Schraube, durch die der Bowdenzug in den Schaltgriff läuft, nach. Bei Rennrädern kann an der Schraube am Unterrohr des Rahmens nachgestellt werden. Bei Rennrad-Rahmen mit innen verlaufenden Zügen, stellen Sie am Zugversteller in der Nähe des Bremshebels nach.

Die Einstellung des vorderen Um- werfers ist sehr sensibel. Bei falscher Einstellung kann die Kette abspringen und zum Verlust des Antriebs führen. Die Ein- stellung ist eine Sache für den Profi in der Fachwerkstatt.

Machen Sie unbedingt eine Probe- fahrt abseits des Straßenverkehrs, wenn Sie die Schaltung eingestellt haben.

10.2 Kettenpflege

Regelmäßiges Schmieren der Antriebskette verlängert die Lebensdauer des gesamten Antriebs und sorgt für geschmeidigen Lauf. Die Menge des Schmiermittels ist jedoch nicht ausschlaggebend, sondern die Verteilung und die Regelmäßigkeit der Anwendung.

Reinigen Sie Ihre Kette und gegebenenfalls die Zahnräder von Zeit zu Zeit mit einem öli- gen Lappen vom abgelagerten Schmutz und Öl. Die Notwendigkeit zur Verwendung von speziellen Ketten-Entfettern besteht nicht.

CENTURION City Speed 1 - Kettenpflege - 1

Verwenden Sie zum Schutze der Umwelt nur biologisch abbauba -re Schmierstoffe, denn im Betrieb gelangt immer etwas Kettenschmierstoff auf den Boden, vor allem bei Nässe.

10. Die Schaltung

CENTURION

Tragen Sie auf die möglichst blanken Kettenglieder geeignete Schmierstoffe auf.

Drehen Sie dabei an der Kurbel und beträufeln Sie die Rollen. Drehen Sie anschließend die Kette mehrere Umdrehungen durch. Lassen Sie das Rad danach einige Minuten stehen, damit der Schmierstoff in die Kette eindringen kann.

CENTURION City Speed 1 - CENTURION - 1

Zum Schluss können Sie das überflüssige Schmiermittel mit einem Lappen abreiben, damit es beim Fahren nicht wegspritzt.

Achten Sie darauf, dass kein Schmierstoff auf die Bremsflächen der Felgen oder die Bremsscheibe gelangt. Die Bremse würde wirkungslos!

10.2.1 Kettenverschleiß

Ketten gehören zu den Verschleißteilen am Fahrrad, doch die Lebensdauer kann der Radfahrer mit beeinflussen. Achten Sie deshalb darauf, dass die Kette regelmäßig geschmiert wird, vor allem nach Regenfahrten. Versuchen Sie, Gänge mit geringem Kettenschräglauf zu benutzen und pedalieren Sie mit möglichst hoher Trittfrequenz.

Die Verschleißgrenze haben Ketten von Kettenschaltungen nach ca. 1.000 bis 3.000 km erreicht. Sehr stark gelängte Ketten kann das Schaltverhalten verschlechtern. Zudem nutzen sich die Ritzel und die Kettenblätter sehr stark ab, wenn über die Verschleißgrenze hinaus gefahren wird. Ein Austausch dieser Bauteile kann im Vergleich zum Kettentausch relativ teuer sein. Überprüfen Sie deshalb regelmäßig den Verschleißzustand der Kette.

Schalten Sie vorne aufs große Kettenblatt. Ziehen Sie die Kette mit Daumen und Zeigefinger vom Blatt ab. Lässt sich die Kette deutlich abheben, ist der Gliederstrang stark gelängt, er muss wahrscheinlich erneuert werden.

CENTURION City Speed 1 - Kettenverschleiß - 1

Zur genauen Kettenkontrolle verfügt Ihr CENTURION-Fachhändler über präzise Messgeräte. Der Austausch der Kette gehört in fachkundige Hände, denn nicht alle modernen Ketten besitzen ein Kettenschloss. Sie sind oft endlos ausgeführt, wodurch spezielles Werkzeug benötigt wird. Ihr CENTURION-Fachhändler kann Ihnen bei Bedarf die zu Ihrer Schaltung passende Kette auswählen und montieren.

Eine schlecht vernietete oder stark verschlissene Kette kann reißen und zum Sturz führen.

10. Die Schaltung

CENTURION

10.3 Nabenschaltungen

Ein Vorteil von Nabenschaltungen liegt in Ihrer gekapselten Bauweise und darin, dass alle Gänge mit einem Griff in Reihe durchgeschaltet werden können. Die Antriebskette hält auch vergleichsweise deutlich länger – regelmäßige Pflege vorausgesetzt. Nabenschaltungen gibt es in Kombination mit Freilauf und Felgenbremsen und mit integrierten Rücktrittbremsen.

CENTURION City Speed 1 - Nabenschaltungen - 1

10.3.1 Funktionsweise und Bedienung

Geschaltet wird entweder per Drehgriff oder per Daumenschalter, der gewählte Gang wird angezeigt. Sie können während des Schaltvorgangs entweder sehr locker mittreten oder das Rad antriebslos rollen lassen. Lesen Sie in der Bedienungsanleitung der Schaltung nach oder fragen Sie Ihren CENTURION-Fachhändler.

Achten Sie stets darauf, dass der Schaltvorgang möglichst geräuscharm abläuft.

CENTURION City Speed 1 - Funktionsweise und Bedienung - 1

Hinten an der Nabe müssen zur Einstellung zwei rote Markierungen zur Deckungsgleichheit gebracht werden. Dazu muss der Schaltzug am Schaltgriff am Lenker nachgestellt werden. Lesen Sie die Bedienungsanleitung des Schaltungsherstellers aufmerksam durch. Bei Fragen hilft Ihr CENTURION-Fachhändler.

Kontrollieren Sie regelmäßig, ob die Drehmomentabstützung der Nabe noch fest am Rahmen verschraubt ist.

CENTURION City Speed 1 - Funktionsweise und Bedienung - 2

Laufräder und Bereifung

Die Laufräder sind aus der Nabe, den Speichen und der Felge aufgebaut. Auf die Felge wird der Reifen montiert, in den der Schlauch eingelegt ist. Zum Schutz des empfindlichen Schlauches wird ein Felgenband auf die Speichennippel und den oft scharfkantigen Felgenboden gelegt.

CENTURION City Speed 1 - Laufräder und Bereifung - 1

text_image DE JANTE

Die Laufräder werden durch das Gewicht des Fahrers, des Gepäcks und durch Fahrbahnunebenheiten stark belastet. Obwohl die Räder sorgfältig hergestellt und zentriert ausgeliefert werden, setzen sich die Speichen und die Nippel. Schon nach einer kurzen Einfahrzeit von etwa 200 bis 400 Kilometern sollten Sie Ihre Laufräder beim CENTURION-Fachhändler nachzentrieren lassen. Nach dieser Einfahrzeit müssen Sie die Laufräder regelmäßig kontrollieren, wobei ein Nachspannen in der Regel selten nötig ist.

11.1 Reifen, Schläuche, Felgenband, Ventile, Luftdruck

Die Reifen sorgen für die Haftung und Traktion auf der Fahrbahn. Weiterhin sorgt er für Leichtlauf und Komfort durch die Aufnahme kleiner Stöße. Die Beschaffenheit des Reifenunterbaus, der so genannten Karkasse und die Art der Profilierung entscheiden über die Geländegängigkeit oder Straßeneignung. Da es eine Vielzahl unterschiedlicher Reifentypen für verschiedene Anwendungszwecke gibt, berät Sie Ihr CENTURION-Fachhändler gerne.

CENTURION City Speed 1 - Reifen, Schläuche, Felgenband, Ventile, Luftdruck - 1

Wenn Sie einen neuen Reifen aufziehen wollen, müssen Sie die Dimension des montierten Pneus beachten, die auf der Reifenflanke geschrieben steht. Es gibt zwei Bezeichnungen: Die genauere ist die genormte Millimeter Bezeichnung, die Kombination 37 – 622 bedeutet eine Reifenbreite von 37 mm im aufgepumpten Zustand und einen (Innen-)Durchmesser von 622 Millimetern. Die andere Größenbezeichnung für denselben Reifen wird in Zoll angegeben und lautet 28 x 1 5/8 x 1 3/8.

CENTURION City Speed 1 - Reifen, Schläuche, Felgenband, Ventile, Luftdruck - 2

text_image 52-559 (2.6x2.1)

11. Die Laufräder

CENTURION

Gut funktionieren kann ein Reifen nur, wenn er mit dem richtigen Luftdruck befüllt wurde. Der korrekte Fülldruck sorgt auch für einen besseren Widerstand gegen Pannen. Vor allem das Zerquetschen des Schlauches beim Überfahren einer Kante, der so genannte Snake Bite, zu deutsch Schlangenbiss, hat meist zu geringen Druck als Ursache.

Der vom Hersteller empfohlene Luftdruck steht in der Regel auf der Reifenflanke oder dem Typenetikett.

CENTURION City Speed 1 - CENTURION - 1

text_image (40-55 PS/2.8-4.5 BAR) MIN-MAX

Die Untergrenze der Druckangabe bedeutet maximalen Federungskomfort, optimal für Fahrten im Gelände.

Mit zunehmendem Druck wird der Rollwiderstand minimiert, der Komfort nimmt dagegen ab. Hart aufgepumpte Reifen eignen sich deshalb am besten für die Fahrt über Asphalt.

Höherer Druck senkt den Widerstand kaum mehr, der Reifen wird nur noch härter. Lassen Sie sich vom CENTURION-Fachhändler beraten.

Oft wird der Druck in der englischen Einheit PSI (Pound per Square Inch) angegeben. In der Tabelle sind die gängigsten Werte für den Luftdruck umgerechnet.

Der Reifen allein ist mit der Felge nicht luftdicht. Um den Druck im Inneren zu halten, wird der Schlauch in den Reifen eingelegt. Er wird durch ein Ventil befüllt.

Eine Ausnahme hiervon sind die klassischen Schlauchreifen bei Rennrädern, die aufgeklebt werden müssen und die neu entwickelten schlauchlosen Systeme für MTBs (z. B. UST). Hier sind Felge und Reifen auch ohne Schlauch luftdicht.

Im Fahrradbereich sind verschiedene Ventile gebräuchlich:

Sclaverand- oder Rennventil – wird inzwischen bei nahezu allen Fahrradgattungen verwendet. Das Ventil ist für höchste Drücke ausgelegt.

Schrader- oder Autoventil – wurde vom Kraftfahrzeug übernommen.

CENTURION verwendet ausschließlich Sclaverand Ventile.

CENTURION City Speed 1 - CENTURION - 2

Diese Ventiltypen sind durch eine Kunststoff-Abdeckkappe vor Schmutz geschützt. Nach dem Abschrauben kann das Autoventil mit der entsprechenden Pumpe direkt befüllt werden.

11. Die Laufräder

CENTURION

Beim Rennventil muss vor dem Pumpen die kleine, gerändelte Mutter etwas aufgeschraubt und kurz soweit zum Ventil hingedrückt werden, bis etwas Luft austritt. Oft sind die Ventilkörper bei Rennventilen nicht ganz festgedreht – dies führt zu schleichendem Luftverlust. Kontrollieren Sie den Sitz des Ventilkörpers im länglichen Schaft.

CENTURION City Speed 1 - CENTURION - 1

Schläuche mit Autoventil können Sie an der Tankstelle mit dem Pressluft-Spender befüllen. Betätigen Sie den Luftspender in kurzen Stößen, da sonst die Gefahr besteht, dass zuviel Luft in Ihren Reifen gelangt. Er könnte platzen! Um Luft abzulassen, müssen Sie nur den Stift in der Mitte des Ventils, beispielsweise mit einem Schlüssel, hineindrücken.

Oft sind Handpumpen nicht geeignet, den notwendigen Druck im Reifen aufzubauen.

Besser geeignet sind Stand- oder Fußpumpen mit Manometer, mit denen man zuhause die Druckkontrolle durchführt.

CENTURION City Speed 1 - CENTURION - 2

Bei Ihrem CENTURION-Fachhändler gibt es für alle Ventilarten Adapter. Mit dem entsprechenden Zusatzstück lässt sich ein Schlauch mit Rennventil an der Tankstelle aufpumpen.

Reifen, bei denen das Profil abgefahren ist, oder deren Flanken spröde oder brüchig sind, sollten Sie auswechseln. Der Aufbau des Reifens im Inneren kann Schaden nehmen, wenn Feuchtigkeit oder Schmutz hineingelangen.

Behandeln Sie Ihre Reifen pfleglich und überfahren Sie keine scharfen Kanten! Pumpen Sie Ihren Reifen nie über den maximal zulässigen Druck auf! Der Pneu könnte während der Fahrt von der Felge springen oder platzen.

Fahren Sie immer mit dem vorgeschriebenen Reifendruck und kontrollieren Sie ihn in regelmäßigen Intervallen.

Mangelhafte Felgenbänder müssen sofort ausgetauscht werden.

Beachten Sie unbedingt die Hinweise zu Montage und Pflege Ihres Reifens im Kapitel 11. „Die Laufräder“ und in der Bedienungsanleitung des Reifenherstellers.

Beachten Sie beim Austausch von z.B. verschlissenen Reifen, dass Sie sich an der ursprünglich verbauten Reifengröße orientieren. Breite Reifen auf zu schmalen Felgen können im Fahrbetrieb zu einem schwammigen Fahrverhalten führen und im Extremfall von der Felge rutschen, was einen Unfall zur Folge hätte.

11. Die Laufräder

CENTURION

11.2 Felgenrundlauf, Speichenspannung

Die gleichmäßige Spannung der Speichen ist für den runden Lauf des Rades verantwortlich. Verändert sich die Spannung einzelner Speichen, z.B. durch zu schnelles Überfahren einer Stufe oder einen Speichenbruch, geraten die Zugkräfte aus dem Gleichgewicht, die Felge läuft nicht mehr rund.

Schon bevor Sie diese Unregelmäßigkeit durch Schlingern bemerken, kann die Funktion Ihres Fahrrades beeinträchtig sein.

Die Seitenbereiche der Felgen stellen bei Fel- genbremsen gleichzeitig die Bremsfläche dar. Ist der Rundlauf nicht mehr gewährleistet, kann es zur Beeinträchtigung der Bremswirkung kommen.

Überprüfen Sie deshalb von Zeit zu Zeit den Rundlauf. Heben Sie dazu das Laufrad vom Boden und versetzen Sie es per Hand in Rotation. Beobachten Sie den Spalt zwischen der Felge und den Bremsbelägen, bzw. bei Scheibenbremsen zu Rahmen oder Gabel. Verändert sich dieser Spalt um mehr als einen Millimeter, sollte das Laufrad vom Fachmann nachgespannt werden.

CENTURION City Speed 1 - Felgenrundlauf, Speichenspannung - 1

Fahren Sie nicht mit Laufrädern, die unfund laufen. Bei extremen Seitenschlägen können die Bremsbacken von Felgenbremsen die Felgenfläche verfehlen und in die Speichen geraten! Dies führt in der Regel zum sofortigen Stillstand der Räder. Sturzgefahr!

Das Zentrieren von Laufrädern ist eine schwierige Arbeit, die Sie unbedingt Ihrem CENTURION-Fachhändler überlassen sollten!

Kontrollieren Sie regelmäßig den Zustand der Felgen. Bei Felgenbremsen verschleiben die Flanken, was zum Platzen des Schlauchs führen kann. Fragen Sie im Zweifelsfall Ihren CENTURION-Fachhändler.

11. Die Laufräder

CENTURION

11.3 Laufradbefestigung mit Radmuttern oder Schnellspannern

Die Laufräder werden mit den Achsen der Naben am Rahmen befestigt. Entweder wird die Achse mit Sechskant-Muttern oder mit einem Schnellspanner in den so genannten Ausfallenden fest geklemmt.

Die Radmuttern werden in der Regel mit einem 15 mm Maulschlüssel gelöst, bzw. festgedreht. Dieses Werkzeug sollte während einer Radtour mitgenommen werden, denn ohne dieses lassen sich Reifenpannen nur schwer beheben.

CENTURION City Speed 1 - Laufradbefestigung mit Radmuttern oder Schnellspannern - 1

Ganz ohne Werkzeug kommen Sie mit den Schnellspannern aus. Sie müssen lediglich einen Hebel umlegen und eventuell einige Umdrehungen aufschrauben und schon kann das Rad herausgenommen werden, siehe Kapitel 7. „Zur Handhabung von Schnellspannern“. Genauso leicht hat es allerdings auch ein potentieller Dieb!

Deshalb kann man den Schnellspanner durch eine Diebstahlsicherung ersetzen. Für diese benötigt man einen speziell kodierten Schlüssel oder einen Inbusschlüssel. Fragen Sie ihren CENTURION Fachhändler.

Am Vorderrad sind in der Regel Ausfall-sicherungen vorhanden, die dem Verlust des Laufrades vorbeugen sollen, falls sich die Befestigung löst.

CENTURION City Speed 1 - Laufradbefestigung mit Radmuttern oder Schnellspannern - 2

Wenn Ihr Rad mit Schnellspannern ausgestattet ist, beachten Sie unbedingt das Kapitel 7. „Zur Handhabung von Schnellspannern“.

Fahren Sie nie mit einem Fahrrad, dessen Laufradbefestigung Sie nicht vor Fahrtbeginn kontrolliert haben! Falls sich das Rad während der Fahrt löst, ist ein Sturz die Folge!

Schließen Sie Laufräder, die mit Schnellspannern befestigt sind, zusammen mit dem Rahmen an einen festen Gegenstand an, wenn Sie das Rad abstellen.

11. Die Laufräder

CENTURION

11.4 Beheben einer Reifenpanne

Eine Reifenpanne kann jeden Radler ereilen. Der "Plattfuß" muss allerdings nicht das Ende der Radtour bedeuten, wenn das notwendige Werkzeug zum Reifen- und Schlauchwechseln und ein Ersatzschlauch oder Flickzeug an Bord sind. Bei Rädern mit Schnellspannern werden lediglich zwei Montierhebel und eine Pumpe benötigt, bei Rädern mit Mutternbefestigung kommt noch der entsprechende Schlüssel hinzu.

11.4.1 Radausbau

Bei V-Brakes muss zuerst der Zug am Bremsarm ausgehängt werden. Fassen Sie dazu mit einer Hand um das Laufrad und drücken Sie die Bremsbeläge bzw. die Bremsarme zusammen. In dieser Stellung lässt sich der Außenzug bei V-Brakes leicht aushängen.

CENTURION City Speed 1 - Radausbau - 1

Bei Renn-Felgenbremsen öffnen Sie den Schnellentspannhebel an der Bremse (Shimano) oder verschieben den Stift in der Schalt-Bremsgriffhebeleinheit am Lenker (Campagnolo).

CENTURION City Speed 1 - Radausbau - 2

Bei Trommelbremsen, d. h. bei Nabenschaltungen ist der Anker, mit der die Antriebs- und Bremskräfte am Rahmen abgestützt werden, zu lösen.

CENTURION City Speed 1 - Radausbau - 3

Bei Scheibenbremsen sollten Sie vorher schauen, wo die Bremsbeläge, bzw. deren Verschleißindikatoren, dabei handelt es sich um Metallohren bzw. -nasen, sitzen. Später können Sie daran erkennen, ob die Beläge nach der Demontage noch an der dafür vorgesehenen Stelle sind. Lesen Sie die Anleitung des Bremsenherstellers durch.

CENTURION City Speed 1 - Radausbau - 4

Ziehen Sie bei ausgebautem Scheibenbremslaufrad keinesfalls am Bremshebel.

Bremsscheiben können heiß werden, lassen Sie diese vor der Demontage des Laufrades abkühlen.

11. Die Laufräder

CENTURION

Bei Hinterrädern mit Kettenschaltung sollten Sie vor der Demontage auf das kleinste Ritzel schalten. So steht das Schaltwerk ganz außen und behindert den Ausbau nicht. Öffnen Sie die Mutter entgegen dem Uhrzeigersinn oder den Schnellspanner wie beschrieben. Wenn das Vorderrad nach dem Lösen noch nicht herausgezogen werden kann, liegt dies sehr wahrscheinlich an einer Ausfallsicherung. Dabei handelt es sich entweder um Haltenasen in der Radaufnahme, dem sog. Ausfallende. In diesen Fällen müssen Sie die Vorspannmutter des Schnellspanners einige Umdrehungen öffnen und das Rad aus den Sicherungen fädeln.

CENTURION City Speed 1 - CENTURION - 1

Um den Ausbau des Hinterrades zu erleichtern, müssen Sie das Schaltwerk mit der Hand etwas nach hinten ziehen.

Heben Sie das Fahrrad etwas hoch und geben Sie dem Laufrad einen Klaps, dann fällt es nach unten heraus.

11.4.2 Reifendemontage

Schrauben Sie den Ventildeckel und die Befestigungsmutter vom Ventil und lassen Sie die Luft vollständig ab.

Drücken Sie den Reifen über den ganzen Umfang von der Felgenflanke in die Mitte der Felge. Dies erleichtert die Demontage.

Setzen Sie einen Kunststoff-Montierhebel knapp neben dem Ventil an der Unterkante des Reifens an und hebeln Sie die Reifenflanke über das Felgenhorn. Halten Sie den Hebel in dieser Stellung fest.

Schieben Sie den zweiten Hebel in etwa 10 Zentimetern Entfernung vom ersten zwischen Felge und Reifen und hebeln Sie die Flanke erneut über den Felgenrand.

Nachdem ein Teil der Reifenflanke über den Felgenrand (Horn) gehebelt wurde, kann die Flanke meist durch langsames Verschieben der Montierhilfe über den Umfang vollständig gelöst werden.

CENTURION City Speed 1 - Reifendemontage - 1

Nun können Sie den Schlauch herausziehen. Achten Sie darauf, dass das Ventil nicht in der Felge hängen bleibt und der Schlauch Schaden nimmt.

CENTURION City Speed 1 - Reifendemontage - 2

Flicken Sie den Schlauch gemäß der Bedienungsanleitung des Flickenherstellers oder ersetzen Sie diesen durch einen Neuen.

Wenn Sie den Reifen demontiert haben, sollten Sie auch gleich das Felgenband kontrollieren. Das Band sollte gleichmäßig sitzen, darf nicht beschädigt oder rissig sein und muss alle Speichen-Nippel und -Bohrungen bedecken.

Bei Felgen mit doppeltem Boden, sogenannten Hohlkammerfelgen, muss das Band den ganzen Boden bedecken, es darf jedoch auch nicht so breit sein, dass es an den Flanken hoch steht. Bei diesen Felgen sollten ausschließlich Felgenbänder aus Textilgewebe oder aus festem Kunststoff verwendet werden.

Wenn Sie Zweifel hinsichtlich Ihres Felgenbandes haben, fragen Sie Ihren CENTURION-Fachhändler.

CENTURION City Speed 1 - Reifendemontage - 3

text_image DE JANTE

Die zweite Reifenflanke kann bei Bedarf einfach von der Felge heruntergezogen werden.

Wenn Sie eine Panne haben, empfellt es sich, den Schlauch nicht komplett herauszunehmen. Lassen Sie das Ventil in der Felge stecken. Pumpen Sie den Schlauch auf. Suchen Sie das Loch, durch das die Luft zischend entweicht. Haben Sie das Loch entdeckt, suchen Sie die Stelle am Reifen und untersuchen Sie diese ebenfalls. Oft steckt der Fremdkörper noch im Reifen. Entfernen Sie diesen gegebenenfalls.

11.4.3 Reifenmontage

Achten Sie bei der Montage des Reifens darauf, dass keine Fremdkörper wie Schmutz oder Sand ins Innere gelangen und dass Sie den Schlauch nicht verletzen.

Stellen Sie die Felge mit einem Horn in den Reifen. Drücken Sie diese Flanke mit den Daumen komplett über das Horn der Felge. Dieser Vorgang sollte bei jedem Reifen ohne Werkzeug möglich sein.

CENTURION City Speed 1 - Reifenmontage - 1

Stecken Sie das Ventil des Schlauchs ins Ventil- loch der Felge.

Pumpen Sie den Schlauch leicht an, so dass er die runde Form annimmt, und legen Sie ihn vollständig ins Innere des Reifens. Achten Sie darauf, dass er dabei keine Falten wirft.

11. Die Laufräder

CENTURION

Beginnen Sie die Endmontage auf der gegenüberliegenden Seite des Ventils. Drücken Sie den Reifen soweit es geht mit den Daumen über die Felgenflanke. Achten Sie dabei darauf, dass der Schlauch nicht zwischen Reifen und Felge eingeklemmt und gequetscht wird. Schieben Sie den Schlauch deshalb mit einem Finger immer wieder ins Reifeninnere.

CENTURION City Speed 1 - CENTURION - 1

Arbeiten Sie sich gleichmäßig nach beiden Seiten am Umfang entlang. Zum Ende hin müssen Sie den Reifen kräftig nach unten ziehen, damit der schon montierte Bereich in den tiefen Felgenboden rutscht. Dies erleichtert die Montage auf den letzten Zentimetern spürbar.

Kontrollieren Sie nochmals den Sitz des Schlauches und drücken Sie den Reifen mit dem Handballen über das Horn.

Gelingt dies nicht, müssen Sie Kunststoff-Montierhebel verwenden. Achten Sie darauf, dass deren stumpfe Seite zum Schlauch zeigt und dass Sie den Schlauch nicht schädigen.

Drücken Sie das Ventil ins Reifeninnere, damit der Schlauch nicht unter dem Reifenkern eingeklemmt wird. Steht das Ventil gerade?

Wenn nicht, müssen Sie nochmals eine Flanke des Reifens demontieren und den Schlauch neu ausrichten. Wenn Sie sichergehen wollen, dass der Schlauch nicht unter der Flanke zerquetscht wird, sollten Sie den Reifen halbaufgepumpt über den gesamten Radumfang hin- und herwalken. Dabei lässt sich auch kontrollieren, ob sich das Felgenband verschoben hat.

Pumpen Sie den Schlauch bis zum gewünschten Reifendruck auf. Der maximale Druck steht meist an der Reifenflanke.

CENTURION City Speed 1 - CENTURION - 2

text_image (40-55 PS /2.8-4.5 BAR) MIN -MAX

Kontrollieren Sie den Sitz des Reifens anhand des Kontrollringes an der Felgenflanke. Der Ring muss über den ganzen Umfang des Reifens einen gleichmäßigen Abstand zum Felgenhorn haben.

CENTURION City Speed 1 - CENTURION - 3

Der Radeinbau verläuft in umgekehrter Reihenfolge wie der Ausbau. Vergewissern Sie sich, dass das Laufrad sauber in den Ausfallenden sitzt und mittig zwischen den Gabelbeinen oder den Hinterbaustreben läuft.

Achten Sie auf einen korrekten Sitz des Schnellspanners und der Ausfallsicherungen. Hängen Sie den Bremszug bei V-Bremsen sofort wieder ein!

Schließen Sie bei Rennbremsen den Entspannhebel.

Achten Sie bei Rädern mit Nabenschaltungen, bei Cityrädern auf die korrekte Anbringung der Einzelteile und spannen Sie die Kette vor dem Anziehen der Radmuttern, indem Sie das Laufrad nach hinten ziehen. Die Kette darf sich nicht mehr als zwei Zentimeter nach oben und nach unten ziehen lassen. Keinesfalls darf die Kette richtig durchhängen! Schrauben Sie die Momentstütze wieder fest. Kontrollieren Sie bei Scheibenbremsen vor dem Einbau des Laufrades, ob die Bremsbeläge exakt in den Aufnahmen im Brems- sattel sitzen. Erkennbar ist dies daran, dass der Schlitz zwischen den Belägen parallel verläuft und die Verschleißindikatoren an der dafür vorgesehen Stelle sind. Achten Sie darauf, dass Sie die Bremsscheibe zwischen die Bremsbeläge schieben.

Ziehen Sie am Bremshebel nachdem Sie das Laufrad eingebaut und den Schnellspanner geschlossen haben und versetzen Sie anschließend das Laufrad in Drehbewegung. Die Bremsscheibe darf nicht am Bremssattel und an den Bremsbelägen schleifen.

Prüfen Sie, ob die Bremsbeläge die Bremsflächen treffen. Kontrollieren Sie den Sitz der Radbefestigung und gegebenenfalls der Abstützung der Nabenschaltung. Machen Sie unbedingt eine Bremsprobe!

Kontrollieren Sie vor dem Weiterfahren, ob die Bremsflanken bzw. -scheiben nach der Montage noch frei von Fett oder anderen Schmiermitteln sind.

CENTURION City Speed 1 - CENTURION - 4

12. Das Lenkungslager

CENTURION

Lenkungslager bzw. Steuersatz

Die Gabel, der Vorbau, der Lenker und das Vorderrad sind mit dem Lenkungslager, auch Steuersatz genannt, im Rahmen drehbar gelagert. Damit sich das Fahrrad selbst stabilisieren kann und geradeaus fährt, muss sich dieser Lenkbereich sehr leicht drehen können. Die stoßartige Belastung welliger Fahrbahnen belastet das Lenkungslager sehr stark. Dadurch kann es vorkommen, dass es sich lockert und verstellt. Überlassen Sie das Nachstellen Ihrem CENTURION-Fachhändler.

12.1 Kontrolle des Lenkungslagerspiels

Überprüfen Sie das Spiel indem Sie die Finger um eine Lenkungslagerschale legen.

CENTURION City Speed 1 - Kontrolle des Lenkungslagerspiels - 1

Ziehen Sie mit der anderen Hand die Vorderradbremse und schieben Sie das Fahrrad kräftig vor und zurück.

Wenn das Lager Spiel hat, verschiebt sich die obere Schale spürbar gegenüber der unteren und Sie spüren ein Rucken.

Eine weitere Möglichkeit besteht darin, das Vorderrad etwas vom Boden zu heben und Fallenzulassen. Wenn das Lager Spiel hat, ist in diesem Bereich ein Klopfen zu hören.

Um die Leichtgängigkeit des Lagers zu prüfen, heben Sie mit einer Hand den Rahmen hoch, bis das Vorderrad keinen Bodenkontakt mehr hat. Bewegen Sie den Lenker von links nach rechts. Das Vorderrad muss sich leichtgängig und ohne Einrasten von ganz links nach ganz rechts und zurück schwenken lassen. Wenn der Lenker leicht angetippt wird, muss sich das Rad selbsttätig aus der Mittenstellung herausdrehen.

12.2 Einstellen des konventionellen Steuerlagers

Zum Einstellen des klassischen Steuersatzes benötigen Sie zwei flache Gabelschlüssel. Je nach Lagerdurchmesser beträgt die Maulweite der Schlüssel mindestens 32 Millimeter.

Halten Sie das Vorderrad zwischen den Beinen fest, setzen Sie beide Schlüssel an und lösen Sie die obere Kontermutter.

CENTURION City Speed 1 - Einstellen des konventionellen Steuerlagers - 1

Drehen Sie die obere Lagerschale etwas nach unten. Keinesfalls darf die Lagerschale festgedreht werden! Das Lager könnte sofort beschädigt werden.

12. Das Lenkungslager

CENTURION

Halten Sie die Lagerschale mit dem einen Schlüssel fest, damit die Einstellung beibehalten wird. Ziehen Sie die Kontermutter mit dem zweiten Maulschlüssel gegen die Lagerschale fest.

Führen Sie erneut die Spielkontrolle durch. Wenn sich die Gabel nicht frei und leicht dreht, haben Sie am Lager zuviel nachgestellt. Stellen Sie das Spiel erneut ein. Der Einstellungsvorgang kann einige Versuche benötigen. Wichtig ist, dass das Lager sich leicht und spielfrei dreht, nur so ist ihm ein langes Leben garantiert.

12.3 Einstellen des gewindelosen Lenkungslagers (Aheadset)

Dieses Lenkungslagersystem zeichnet sich dadurch aus, dass der Vorbau nicht in den Gabelschaft gesteckt wird, sondern außen um einen gewindelosen Gabelschaft geklemmt wird. Der Vorbau ist wichtiger Bestandteil des Lenkkopflagers. Seine Klemmung fixiert die Einstellung des Lagers.

Öffnen Sie die Vorbauklemmschrauben an der Seite des Vorbaus ein bis zwei Umdrehungen.

CENTURION City Speed 1 - Einstellen des gewindelosen Lenkungslagers (Aheadset) - 1

Ziehen Sie mit Gefühl die oben versenkt liegende Einstellschraube mit einem Innensechskant-Schlüssel etwas nach.

CENTURION City Speed 1 - Einstellen des gewindelosen Lenkungslagers (Aheadset) - 2

Richten Sie den Vorbau wieder aus, damit der Lenker bei Geradeausfahrt nicht schräg steht.

CENTURION City Speed 1 - Einstellen des gewindelosen Lenkungslagers (Aheadset) - 3

12. Das Lenkungslager

CENTURION

Ziehen Sie die Vorbauklemmschrauben mit einem Drehmomentschlüssel schrittweise bis zur Vorgabe des Maximalwertes im Kapitel 29. „Empfohlene Anzugsdrehmomente“ an, bis sich der Vorbau nicht mehr gegenüber der Gabel verdrehen lässt.

CENTURION City Speed 1 - CENTURION - 1

Führen Sie die vorne beschriebene Spielkontrolle durch. Das Lager darf nicht zu stramm justiert werden, sonst ist es schnell zerstört.

CENTURION City Speed 1 - CENTURION - 2

Um Lenkungslager einzustellen, benötigt man eine gewisse Erfahrung, deshalb sollten Sie diese Arbeit Ihrem CENTURION-Fachhändler überlassen. Beachten Sie in jedem Fall die Anleitung des Lagerherstellers.

Ziehen Sie die oben liegende Schraube nicht fest, es handelt sich lediglich um Spieleinstellung!

Kontrollieren Sie den sicheren Sitz des Verbaus nach dem Einstellen des Lagers, indem Sie das Vorderrad zwischen die Beine nehmen und versuchen, den Lenker dagegen zu verdrehen. Ein loser Vorbau kann zum Sturz führen.

Wenn mit lockerem Lenkungslager gefahren wird, werden die Belastungen auf die Gabel und das Lager selbst sehr hoch. Ein Gabelbruch mit schwerwiegenden Konsequenzen kann die Folge sein!

Bei Gabelschäften aus Carbon Rennrädern muss die Anleitung des Gabelherstellers genau befolgt werden. Zu strammes Anziehen der Vorbauschrauben kann den Gabelschaft schädigen.

13. Die Federgabel

CENTURION

Federgabeln

Alle CENTURION Mountainbikes, aber auch einige Trekking-Räder und Crossbikes sind mit Federgabeln ausgestattet. Das Fahrrad kann im Gelände oder auf schlechten Fahrbahnstücken besser kontrolliert werden, die Belastungen auf das Fahrrad und den Fahrer durch Stöße nehmen spürbar ab.

Wirkt ein Stoß auf das Vorderrad, wird der untere Teil der Gabel, die so genannten Tauchrohre, nach oben gedrückt. Diese gleiten auf den dünneren Standrohren, die mit dem Gabelkopf fest verbunden sind. Dabei wird eine Feder im Inneren zusammengedrückt. Diese drückt die Gabel nach dem Stoß wieder auseinander bis sie die ursprüngliche Stellung einnimmt.

Eine ideale Feder würde sich schlagartig entspannen, das Fahrrad wäre unfahrbar. Damit der Ausfedervorgang kontrolliert abläuft, ist ein Schwingungsdämpfer eingebaut.

In der Ausführung der Federelemente und der Dämpferart unterscheiden sich die Telegabeln. Als Federwerkstoffe kommen Stahlfedern, spezielle Kunststoffarten (Elastomere) oder Luft in einer abgeschlossenen Kammer oder Kombinationen von diesen zum Einsatz. Gedämpft wird in der Regel mit Öl oder durch die Eigendämpfung der Elastomere.

CENTURION City Speed 1 - Federgabeln - 1

Nahezu sämtliche Gabelhersteller legen ihren Gabeln gut gemachte Anleitungen bei. Lesen Sie diese sorgfältig durch, bevor Sie Veränderungen an der Gabel vornehmen. Einstellungs- und Wartungsarbeiten sind in jedem Fall eine Sache für den CENTURION-Fachhändler.

13.1 Einstellung von Federgabeln

Für eine optimale Funktion der Gabel muss diese auf das Fahrergewicht und den Einsatzzweck abgestimmt werden. Lassen Sie dies Ihren CENTURION-Fachhändler erledigen. Beachten Sie die Anleitungen des Herstellers.

Mit wenig Aufwand und einem einfachen Trick lässt sich eine erste Abstimmung der Gabel auf Ihre Anforderungen vornehmen.

Beginnen Sie die Abstimmung der Gabel mit vollständig zurückgedrehter Federvorspannung und auf der geringsten Dämpfungsstufe.

Ziehen Sie einen Kabelbinder so über das Standrohr, dass er sich noch leicht verschieben lässt. Kann aufgrund eines Faltenbalges über dem Standrohr kein Kabelbinder angebracht werden, bitten Sie einen Helfer im entlasteten Zustand von der Oberkante des Gabelkopfes zum Boden zu messen.

CENTURION City Speed 1 - Einstellung von Federgabeln - 1

Setzen Sie sich auf das Rad und messen Sie erneut.

Grundsätzlich sollte die Gabel beim Aufsitzen ca. 10 bis 25 % ihres maximalen Federweges einfedern. Ist dies nicht der Fall, müssen Sie die Federvorspannung oder den Luftdruck verändern.

Fahren Sie mit dem Rad über gemischtes Terrain und schauen Sie hinterher, wie viel des Federweges Sie ausgenutzt haben. Ist der Kabelbinder nur wenige Millimeter verschoben, ist die Gabel zu hart eingestellt; kontrollieren Sie, ob die Vorspannung der Federn vollständig zurückgedreht ist und lassen Sie gegebenenfalls die Federn austauschen oder reduzieren Sie den Luftdruck.

CENTURION City Speed 1 - Einstellung von Federgabeln - 2

Ist der Kabelbinder auf der ganzen Länge des Federwegs verschoben oder schlägt die Gabel mit hörbarem Geräusch durch, ist die Feder zu weich. Spannen Sie zuerst die Feder vor, bzw. erhöhen Sie den Luftdruck.

Wird das Verhalten nicht besser, sollten Sie die Federn vom CENTURION-Fachhändler austauschen lassen.

Genügt die Abstimmung der Feder ihren Wünschen, können Sie die Dämpfung optimieren. Verstellen Sie diese in kleinen Schritten und beobachten Sie die Ausfedergeschwindigkeit.

CENTURION City Speed 1 - Einstellung von Federgabeln - 3

Zu geringe Dämpfung gibt Ihnen beim Fahren ein Gefühl, als ob das Rad Sie abwerfen möchte, da der Ausfedervorgang schlagartig verläuft. Je mehr Sie die Dämpfung zudrehen, desto langsamer entspannt sich die Feder, je geringer ist der Aufschwingeffekt.

CENTURION City Speed 1 - Einstellung von Federgabeln - 4

Zu straffe Dämpfung bewirkt, dass die Gabel bei schnell aufeinander folgenden Stößen zusammensinkt, da sie nicht mehr schnell genug ausfedern kann.

Drehen Sie nicht unbedacht an Schrauben, in der Hoffnung, es han -dele sich um eine Einstellvorrichtung. Sie könnten den Befestigungsmechanismus lösen und einen Sturz verursachen. In der Regel sind die Verstelleinrichtungen mit Skalen oder mit + und - gekennzeichnet.

Wenn Sie keinen Kabelbinder über - Standrohr ziehen können, benöti- gen Sie einen Mitfahrer, der das Verhalten Ihrer Gabel während der Fahrt beobachtet und Tipps zur Einstellung geben kann.

Fahren Sie nicht, wenn die Gabel hörbar durchschlägt.

Eine Federgabel perfekt abzustimmen, kann ein länger andauernder und schwierig zu realisierender Vorgang sein. In Zweifelsfällen wenden Sie sich bitte an Ihren CENTURION-Fachhändler.

Nehmen Sie Einstellungen an der Gabel niemals während der Fahrt vor.

13. Die Federgabel

CENTURION

13.2 Wartung von Federgabeln

Federgabeln sind verhältnismäßig kompliziert aufgebaute Bauteile, die einige Wartung und Pflege erfordern. Nahezu alle Federgabelhersteller haben deshalb Servicecenter eingerichtet, bei denen Sie die Gabeln auf Herz und Nieren prüfen, und die turnusmäßigen Generalüberholungen durchführen lassen können.

Hier einige grundsätzliche Wartungstipps: Achten Sie bei allen Gabeltypen auf saubere Gleitflächen der Standrohre. Reinigen Sie die Gabeln mit Wasser und einem weichen Schwamm nach jeder Ausfahrt. Sprühen Sie, nachdem Sie das MTB gewaschen haben etwas Spray (MOTOREX Joker 440 oder Motorex Silicone) an die Standrohre der Federgabel, oder tragen Sie etwas Hydrauliköl (MOTOREX Fork Öl) sehr dünn auf.

CENTURION City Speed 1 - Wartung von Federgabeln - 1

Lassen Sie regelmäßig alle Verschraubungen an der Gabel mit einem Drehmomentschlüssel überprüfen.

Bei Gabeln mit Elastomer-Federung sollten die Kunststofffedern regelmäßig gereinigt und geschmiert werden. Hierzu darf ausschließlich harz- und säurefreies Fett verwendet werden. Einige Gabelhersteller liefern eigenes Fett zur Pflege. Halten Sie sich an die Herstellerempfehlungen.

Bei Gabeln mit Luftfederung müssen Sie regelmäßig den Druck kontrollieren, denn dieser entweicht mit der Zeit.

CENTURION City Speed 1 - Wartung von Federgabeln - 2

Wenn Sie die Schrauben an der Federgabel kontrollieren, benutzen Sie einen geeigneten Drehmomentschlüssel und halten Sie die Angaben des Gabelherstellers ein.

Kontrollieren Sie vor und nach den Abstimmungsarbeiten, ob die zentra-le Verschraubung oben in den Standrohren noch fest ist. Bei den meisten Gabeln sitzt in diesen Schrauben der Einstellmechanismus, er könnte sich beim Einstellen lösen!

Reichen die Verstellmöglichkeiten nicht aus, müssen andere Federn oder Dämpfer eingebaut werden. Viele Hersteller liefern Tuning- und Nachrüstsätze. Verwenden Sie ausschließlich vom Gabelhersteller freigegebenes Material. Der Tausch sollte vom CENTURION-Fachhändler durchgeführt werden. Eine falsche Montage kann zu Verletzungen und zu Stürzen führen.

Einige Gabelhersteller unterhalten spezielle Servicecenter, deren Adresse ihr CENTURION-Fachhändler kennt.

Federgabeln sind sehr kompliziert aufgebaut. Überlassen Sie Ihrem CENTURION-Fachhändler die Wartungsarbeiten und vor allem das Zerlegen der Gabel.

Die Federgabel muss je nach Lauf- listung und Beanspruchung, mindestens einmal im Jahr von einem autorisierten CENTURION-Fachhändler gewartet werden.

14. Die gefederte Sattelstütze

CENTURION

Gefederte Sattelstützen

Gefederte Sattelstützen erhöhen den Komfort auf holprigem Untergrund. Sie können sowohl auf der Straße und auf Feldwegen, als auch im Gelände eingesetzt werden. Gefederte Sattelstützen sind für Dirt-Biking, Dual-Slalom und Downhill-Fahrten etc. jedoch nicht geeignet.

CENTURION City Speed 1 - Gefederte Sattelstützen - 1

Die Stützen sind in der Regel auf ein durchschnittliches Fahrergewicht von etwa 75 Kilogramm eingestellt. Um die Federeigenschaften zu beeinflussen kann die Federvorspannung variiert und/oder andere Federn eingebaut werden.

14.1 Einstellung

Wenn Sie die Federvorspannung erhöhen wollen, müssen Sie die Sattelstütze aus dem Rahmen ausbauen. Markieren Sie deshalb zuerst die Position der Stütze, z.B. mit einem Filzstift oder mit Klebeband.

Öffnen Sie die Schraube oder den Schnellspanner der Sattelstützenklemmung am Rahmen und ziehen Sie die gefederte Stütze aus dem Rahmen.

Die Einstellschraube befindet sich in der Stütze selbst. Drehen Sie mit einem Innensechskant-Schlüssel im Uhrzeigersinn um die Vorspannung zu erhöhen. Um die Feder zu entspannen drehen Sie entgegen des Uhrzeigersinns. Drehen Sie die Einstellschraube nur soweit zurück (entgegen dem Uhrzeigersinn in der Draufsicht von unten), bis die Schraube bündig mit der Stütze abschließt und nicht weiter, sonst kann der Mechanismus versagen.

CENTURION City Speed 1 - Einstellung - 1

Sollte Ihnen der Verstellbereich nicht genügen, müssen Sie die Federn im Inneren der Stütze gegen härtere oder weichere Exemplare tauschen. Verwenden Sie nur vom Hersteller gelieferte Ersatzfedern.
Fetten Sie die Stütze in dem Bereich ein, mit dem sie in das Sattelrohr des Rahmens gesteckt wird (nicht bei Carbonrahmen, siehe Hinweise im Kapitel 28 „Besonderheiten des Werkstoffes Carbon“). Ziehen Sie die Sattelklemmung an und kontrollieren Sie den festen Sitz der Stütze (siehe Kapitel 8.1 „Einstellen der richtigen Sitzhöhe“).

14. Gefederte Sattelstütze

CENTURION

14.2 Kontrolle und Wartung

Fassen Sie den Sattel vorne und hinten an und bewegen Sie den Sattel quer zur Fahrtrichtung. So prüfen Sie, ob die Stütze seitliches Spiel aufweist.

CENTURION City Speed 1 - Kontrolle und Wartung - 1

Ist spürbar Spiel vorhanden, müssen Sie dieses vom CENTURION-Fachhändler reduzieren lassen, oder lesen Sie in der Stützenanleitung nach, wie das geht.

Prüfen Sie, ob die Stütze noch leicht läuft und ob kein Spiel mehr vorhanden ist. Stellen Sie bei Bedarf noch einmal nach, oder reduzieren Sie die Vorspannung wieder etwas.

CENTURION City Speed 1 - Kontrolle und Wartung - 2

text_image MIN INSERT KALLOY 27.2/350 03 09N

Beachten Sie die Mindesteinstecklänge! Fahren Sie nie, wenn die Stütze über die Ende-, Maximum- oder Stoppmarkierung hinaus gezogen wurde!

Die Hersteller der gefederten Sattel sitzen legen in der Regel gut gemachte Anleitungen bei. Lesen Sie diese sorgfältig durch, bevor Sie Veränderungen an der Einstellung oder Wartungsarbeiten vornehmen.

Drehen Sie die Schraube zur Feder- vorspannung maximal soweit heraus, dass sie bündig mit der Stütze abschließt.

Nach ca. 60 Betriebsstunden empfeh- die Hersteller eine Wartung der Stütze. Lassen Sie diese Abschmierarbeiten von Ihrem CENTURION-Fachhändler durchführen.

15. Die Hinterbaufederung (LRS-System)

CENTURION

Full-Suspension bzw. Hinterbaufederung

Vollgefederte Räder weisen neben einer Federgabel zusätzlich einen beweglichen Hinterbau auf, der über einen Stoßdämpfer gefedert und gedämpft wird. Dieser federt entweder mit Stahl- oder Luftfeder. Gedämpft wird üblicherweise mit Öl.

CENTURION City Speed 1 - Full-Suspension bzw. Hinterbaufederung - 1

Besonderheiten der Sitzposition

Vollgefederte Räder federn etwas ein, wenn sich der Fahrer auf den Sattel setzt (Negativ-Federweg). Dadurch kann es sein, dass der Sattel etwas nach hinten kippt; dies gilt es bei der Neigungseinstellung zu berücksichtigen. Bei Sitzproblemen sollten Sie die Sattelnase im Vergleich zur normalen Einstellung leicht absenken.

Darüber hinaus haben voll gefederte Räder eine deutlich größere Bodenfreiheit, als ungefederte Räder. Bei korrekt eingestellter Sattelhöhe kann der Boden mit den Füßen nicht erreicht werden. Stellen Sie den Sattel am Anfang etwas niedriger ein und üben Sie das Auf- und Absitzen.

CENTURION City Speed 1 - Besonderheiten der Sitzposition - 1

15.1 Allgemeine Hinweise zur Einstellung des Fahrwerks

CENTURION

Allgemeine Hinweise zur Einstellung des Fahrwerks

Bei der Auslieferung sollte Ihr Händler das Fahrwerk voreingestellt haben, d.h. die Feder wurde anhand der Rahmengröße und des zu erwartenden Fahrergewichtes ausgewählt, bzw. der Luftdruck eingestellt. Je nachdem, wie viel der Fahrer wiegt und wie er auf dem Fahrrad sitzt, muss die Charakteristik des Stoßdämpfers eingestellt werden.

Schon beim Aufsitzen auf das Fahrrad muss das Federbein der Hinterradschwinge (und die Federgabel) leicht eintauchen, damit etwas negativer Federweg entsteht. Beim Durchfahren eines Loches entspannt sich dann die Feder, die Hinterbau-Schwinge gleicht die Unebenheit aus.

Wird die Federspannung zu hoch gewählt, schwindet dieser Effekt, da das Rad bereits vollständig ausgefedert ist. Ein wesentlicher Sicherheits- und Komfortaspekt wird nicht genutzt.

Bei City-, Touren-, Trekking- und Cross Country-Einsatz wird der Negativfederweg üblicherweise auf 15 bis 30% des Federweges eingestellt.

Enduro-Fahrer und Freerider stellen den „SAG“ auf etwa 25 bis 40% je nach verwendetem Stoßdämpfer ein. Da dies auch ein wenig Geschmackssache ist, können Sie verschiedene Varianten probieren, bzw. je nach Terrain etwas variieren.

Das Federbein muss so abgestimmt werden, dass es nicht durchschlägt. Fühlbar und meist auch deutlich hörbar ist eine zu weiche Feder (bei ausschließlich Luftgefederten Modellen: zu geringer Luftdruck) an harten Schlägen, die durch das stoßartige, vollständige Zusammenschieben des Stoßdämpfers entstehen. Wenn ein Federbein häufig durchschlägt, nimmt es selbst und der Rahmen auf Dauer Schaden.

Die Dämpfung im Federbein regelt durch Ventile im Inneren den Durchfluss des Öls und damit die Geschwindigkeit, mit der das Federbein aus- und einfedert. So kann die Reaktion auf Hindernisse optimiert werden. Zur Abstimmung ist Fingerspitzengefühl erforderlich, da schon geringe Veränderungen am Stellrad große Wirkung zeigen. Versuchen Sie, sich grundsätzlich langsam in maximal Viertel Umdrehungen oder Klick für Klick an die optimale Einstellung heranzuarbeiten. Zudem ist es bei einigen Dämpfern möglich, das bei LRS-Modellen ohnehin schon geringe

Wippen des Hinterbaus beim Pedalieren weiter einzudämmen. Dies trifft auf die Modelle mit MANITOU SPV zu.

CENTURION City Speed 1 - Allgemeine Hinweise zur Einstellung des Fahrwerks - 1

15.2.1 Einstellen der DT Swiss SSD 210L und SSD 190-Stoßdämpfer

Neben den zuvor schon beschriebenen Vorzügen der Federungskinematik der LRS-Hinterbauten, bietet dieses spezielle Feder-Dämpfersystem die Möglichkeit, das Wippen des Fahrwerks durch eine Blockierung des Federbeins vollständig zu unterdrücken.

Die Blockierung (Lock-Out) des Feder-Elementes sollte nur auf befestigtem und glattflächigem Untergrund z.B. geteerten Straßen eingesetzt werden, da die Federung nicht mehr ansprechbereit ist.

Fahren mit geschlossenem Lockout auf ungebenem Untergrund kann dazu führen, dass der Stoßdämpfer bzw. der Rahmen beschädigt werden oder dass der Fahrer die Kontrolle über das Rad verliert.

CENTURION City Speed 1 - Einstellen der DT Swiss SSD 210L und SSD 190-Stoßdämpfer - 1

text_image schließen öffnen

Um das optimale Fahrverhalten zu erzielen, muss der Stoßdämpfer auf Ihr Körpergewicht, Ihre Sitzposition und Ihre Fahrgewohnheiten abgestimmt werden.

Lesen Sie deshalb bitte die folgenden Schritte vollständig durch und setzen Sie diese an Ihrem Rad um.

DT Swiss legt eine Montage- und Bedienungsanleitung bei. Lesen Sie auch diese Hinweise durch.

Suchen Sie sich einen waagerechten Platz, auf den Sie sich mit dem Fahrrad stellen und anlehnen können. Optimal wäre ein Geländer zum Festhalten oder ein Helfer, der Sie vor dem Umfallen bewahrt. Achten Sie darauf, dass Sie Ihre Sitzposition eingestellt haben und kontrollieren Sie den Reifendruck.

Schieben Sie den O-Ring an der Kolbenstange des Federbeins nach oben, bis er am Dämpferkörper anliegt.

CENTURION City Speed 1 - Einstellen der DT Swiss SSD 210L und SSD 190-Stoßdämpfer - 2

Setzen Sie sich langsam auf das Fahrrad und nehmen Sie Ihre übliche Fahrposition ein.

15.2 Einstellen des DT-Swiss-Federbeins

CENTURION

Steigen Sie ebenfalls sehr vorsichtig wieder ab. Messen Sie den Weg, den der O-Ring auf der Kolbenstange verschoben wurde. Der Weg, den der Ring verschoben wurde sollte im Bereich von 20-25% des gesamten Hubweges des Dämpfers liegen (d.h. bei ca. 16mm), sonst kann es zu Durchschlägen und damit der Beschädigung des Fahrwerkes kommen!

CENTURION City Speed 1 - CENTURION - 1

Der Stoßdämpfer hat einen Hub von 63 mm. In der Tabelle sehen Sie, was ihr Messwert hinsichtlich des negativen Federwegs bedeutet:

Am Federbein gemessener Wert (mm)Negativer Federweg in Prozent (%)Negativer Federweg am Hinterrad in mm bei 60mm FederwegNegativer Federweg am Hinterrad in mm bei 80mm FederwegNegativer Federweg am Hinterrad in mm bei 115mm Federweg
6 10 5 6,79,6
12 20 1013,3 19,2
19 30 1520 28,8
25 40 2026,7 38,3
31 50 2533,4 47,9
38 60 3040 57,5

Die hinterlegten Felder zeigen die empfohlene Abstimmung.

Generell gilt: großer Negativ-Federweg ergibt eine weiche Abstimmung, gut für Enduro und Freerider und für Komfortfahrer.

Kleiner Negativ-Federweg ergibt eine straffe Abstimmung, z.B. für Cross Country-Einsatz und Marathon. Den Federweg Ihres Modells finden Sie im Kapitel Modellübersicht.

Wenn der Negativ-Federweg nicht Ihren Wünschen entspricht, können Sie die Federhärte über den Luftdruck variieren.

Soll der Negativ-Federweg kleiner, d.h. der Dämpfer härter werden, erhöhen Sie den Druck.

Ein guter Wert mit der Abstimmung zu beginnen sind 4 bar. Pumpen Sie immer 0,5 bar mehr in den Stoßdämpfer, denn beim Abschrauben der Pumpe entweicht etwas Luft.

15.2 Einstellen des DT-Swiss-Federbeins

CENTURION

Schrauben Sie die schwarze Schutzkappe vom Dämpfer ab und schrauben Sie die Pumpe auf das Ventil.

CENTURION City Speed 1 - CENTURION - 1

Beim Abschraubender Ventilkappe und Beim An- und Absetzen der Pumpe kann Luft und etwas Öl unter hohem Druck entweichen. Achten Sie darauf das Sie nichts abbekommen und die Bremsflächen sauber bleiben.

Pumpen Sie mit einer speziellen Federbeinpumpe etwas höheren Druck hinein. Erhöhen Sie den Druck in Schritten von einem halben bar und überschreiten Sie den max. Druck von 18 bar (260 psi) keinesfalls!

Möchten Sie den Druck absenken, damit Sie mehr negativen Federweg erzielen, schrauben Sie ebenfalls eine spezielle Federbein-Pumpe an.

Lassen Sie etwas Druck über das Ablassventil der Pumpe ab. Auch hier empfehlen sich kleine Schritte.

Drehen Sie zum Abschluss der Einstellung die Schmutzschutzkappe wieder auf das Ventil.

Um eine exakte Befüllung zu erzielen, empfiehlt sich die Verwendung einer geeigneten Federbein-Pumpe, z.B. von MANITOU oder von PROCRAFT die Modelle Blow Up und Blow Up Compact. Diese können Sie über Ihren CENTURION- Händler beziehen!

Überschreiten Sie in der Federkammer (schwarzes Ventil) keinesfalls den maximalen Druck von 18 bar bzw. 260 psi!

15.2 Einstellen des DT-Swiss-Federbeins

CENTURION

15.2.2 Einstellen der Zugstufendämpfung

Die Dämpfung kann einfach durch das oben am Stoßdämpfer platzierte rote Handrad eingestellt werden. Dabei werden Ventilquerschnitte im Inneren des Ölbads verändert und so die Durchfluss- bzw. Durchströmmenge gesteuert.

Beginnen Sie mit ganz geöffneter Zugstufe. Drehen Sie das Rädchen gegen den Uhrzeigersinn, falls dies noch nicht der Fall sein sollte (Rebound -).

Allgemein wird die Zugstufen-Dämpfung für gut befunden, wenn der Hinterbau ein- bis eineinhalb mal nachwippt, nachdem man von einem hohen Bordstein heruntergefahren ist.

Drehen Sie das Verstellrädchen nur in ganz kleinen Schritten, (d. h. Klick für Klick) von der Offen-Stellung zur Zu-Stellung, bis die für Sie optimale Dämpfung erreicht wird.

Testen Sie, wie sich das Ansprechverhalten verändert. Drehen Sie das Stellrad zu weit zu, fließt das Öl im Inneren sehr langsam, die Dämpfung wird stark. Das Ausfedern wird extrem abgebremst, bei schnell aufeinander folgenden Stößen sinkt das Fahrwerk zusammen.

Drehen Sie das Einstellrad in die andere Richtung, wird die Dämpfung schwächer, das Federbein arbeitet „schneller“.

Bei Erhöhung der Zugstufendämpfung wird die Ausfedergeschwindigkeit verlangsamt, wodurch sich ein Aufschaukeln oder Wippen des Hinterbaus wirkungsvoll verhindern lässt. Eine zu hohe Zugstufen-Dämpfung verhindert allerdings, dass das Feder-Element schnell genug ausfedert und damit sensibel auf Boden-Unebenheiten anspricht.

15.2.3 Korrekturen in der Fahrpraxis

Machen Sie mit dem Rad eine Probefahrt im abwechslungsreichen Gelände. Wenn der Hinterbau dabei durchschlägt, muss die Federhärte verändert d.h. der Luftdruck in der Federkammer (schwarzes Ventil) erhöht werden.

Fahren Sie nicht, wenn das Federbein durchschlägt. Das Federbein selbst und der Rahmen können Schaden nehmen. Erhöhen Sie den Luftdruck, wie vorstehend beschrieben.

Schreiben Sie sich die in mühevoller kleinarbeit herausgefundenen Werte auf. Das erspart weitere Zeit bzw. die Wiederholung der Versuche, wenn die Luft einmal entwichen sein sollte.

Sie können dann das Federbein mit der PROCRAFT-Federbeinpumpe oder einer anderen, geeigneten Pumpe direkt wieder mit Ihrer Wunscheinstellung versehen.

15.3 Einstellen des german: A. Federbeines

CENTURION

Einstellen der Federbeine von german: A.
CENTURION City Speed 1 - CENTURION - 1

In german: A. Stoßdämpfern arbeiten Luftkammern, die eingestellt werden können. Den richtigen Luftdruck und damit die Federhärte direkt anhand des Fahrergewichtes abzuleiten, ist nicht möglich. Durch verschiedene Sitzpositionen, sehr unterschiedliche Einsatzgebiete, sowie den individuellen Geschmack des Fahrers kann die Abstimmung erheblich variieren. Das bedeutet für Sie, dass Sie für ein optimales Fahrverhalten experimentell vorgehen müssen.

Der Luftdruck sollte nie unter 3,5 bar sein, da das Federbein sonst keine Dämpfungsfunktion hat.

Das Federbein wird immer ohne zusätzliche Stahlfeder ausgeliefert. Die im Folgenden getroffenen Handlungsanweisungen sind in jedem Fall gültig, nur kann die Stahlfeder nicht ausgetauscht, jedoch in drei verschiedenen Härtegraden jederzeit nachgerüstet werden. Die Stahlfeder unterstützt dann das Federbein, empfehlenswert bei hohen Lasten und hoher Zuladung. Weiterhin kann der Luftdruck und die Zugstufendämpfung variiert werden.

15.3.1 Einstellen der Federhärte

Suchen Sie sich einen waagerechten Platz, auf dem Sie sich mit dem Fahrrad stellen und anlehnen können. Optimal wäre ein Geländer zum Festhalten oder ein Helfer, der Sie vor dem Umfallen bewahrt. Achten Sie darauf, dass Sie Ihre Sitzposition eingestellt haben und kontrollieren Sie den Reifendruck.

Schieben Sie den Gummiring (O-Ring) an der Kolbenstange des Federbeins nach oben, bis er am Dämpferkörper (Abstreifer des Ölzylinders) anliegt.

CENTURION City Speed 1 - Einstellen der Federhärte - 1

Setzen Sie sich langsam auf das Fahrrad und nehmen sie Ihre übliche Fahrposition ein.

CENTURION City Speed 1 - Einstellen der Federhärte - 2

15.3 Einstellen des german: A. Federbeines

CENTURION

Steigen Sie ebenfalls sehr vorsichtig wieder ab. Messen Sie den Weg, den der O-Ring auf der Kolbenstange verschoben wurde.

CENTURION City Speed 1 - CENTURION - 1

Der Weg, den der O-Ring verschoben wurde, sollte im Bereich von 20-25% sein (d.h. ca. 16mm), sonst kann es zu Durchschlägen und damit der Beschädigung des Fahrwerkes kommen! Der Stoßdämpfer hat einen Hub von ca. 65 mm.

In der Tabelle sehen Sie, was Ihr Messwert hinsichtlich des negativen Federwegs bedeutet:

Am Federbein gemessener Wert (mm)Negativer Federweg in Prozent (%)Negativer Federweg am Hinterrad in mm bei 60mm FederwegNegativer Federweg am Hinterrad in mm bei 80mm FederwegNegativer Federweg am Hinterrad in mm bei 115mm Federweg
57,64,568,7
1015,39112,217,5
152313818,426,4
2030,718,424,535,3
2538,42330,744,1
3046,127,636,853

Die hinterlegten Felder zeigen die empfohlene Abstimmung.

Generell gilt: großer Negativ-Federweg ergibt eine weiche Abstimmung, gut für Freerider, Enduro- und für Komfortfahrer. Kleiner Negativ-Federweg ergibt eine straffe Abstimmung, z.B. für Cross Country-Einsatz und Marathon.

Den Federweg Ihres Modells finden Sie im Kapitel Modellübersicht.

Wenn der Negativ-Federweg nicht Ihren Wünschen entspricht, können Sie die Federhärte über den Luftdruck variieren. Soll der Negativ-Federweg kleiner, d.h. der Dämpfer härter werden, erhöhen Sie den Druck.

Schrauben Sie die Schmutzkappe vom Dämpfer ab und schrauben Sie die Dämpferpumpe auf das Ventil.

CENTURION City Speed 1 - CENTURION - 2

15.3 Einstellen des german: A. Federbeines

CENTURION

Pumpen Sie mit einer speziellen Federgabelpumpe einen etwas höheren Druck hinein. Erhöhen Sie den Druck in Schritten von einem halben bar und überschreiten Sie den maximalen Druck von 20 bar (290 psi) keinesfalls!

CENTURION City Speed 1 - CENTURION - 1

Möchten Sie den Druck absenken, damit Sie mehr negativen Federweg erzielen, schrauben Sie ebenfalls eine spezielle Federbein-Pumpe auf. Lassen Sie etwas Druck über das Ablassventil der Pumpe ab. Auch hier empfehlen sich kleine Schritte.

CENTURION City Speed 1 - CENTURION - 2

Um eine exakte Befüllung zu erzielen, empfiehlt sich die Verwendung einer geeigneten Federgabel, bzw. Federbein-Pumpe, z.B. von MANITOU, von PROCRAFT die Modelle „Blow Up“ und „Blow Up Compact“ oder jede andere spezielle Federgabel-Pumpe.

CENTURION City Speed 1 - CENTURION - 3

Diese können Sie über Ihren CENTURION-Händler beziehen.

15.3 Einstellen des german: A. Federbeines

CENTURION

Wenn eine zusätzliche Stahlfeder beim Stoßdämpfer montiert ist, reduziert diese den benötigten Luftdruck massiv.

Drehen Sie zum Abschluss der Einstellung die Schmutzschutzkappe wieder auf das Ventil.

Überschreiten Sie keinesfalls den maximelen Druck von 20 bar bzw. 290 psi!

Sollte der Negativ-Federweg nicht gemäß Ihren Vorstellungen einstellbar sein, kann das an einer unpassenden bzw. nicht vorhandenen Stahlfeder liegen. Lesen Sie diesbezüglich das Kapitel 15.3.4 „Umbau bzw. Nachrüsten der Stahlfeder“.

15.3 Einstellen des german: A. Federbeines

CENTURION

15.3.2 Einstellen der Zugstufendämpfung

Die Zugstufendämpfung kann einfach durch das unten am Stoßdämpfer platzierte Handrad eingestellt werden. Dabei werden Ventilquerschnitte im Inneren des Ölbads verändert und so die Durchfluss- bzw. Durchströmmenge gesteuert.

Beginnen Sie mit ganz geöffneter Zugstufe. Drehen Sie das Rädchen ganz nach unten, falls dies noch nicht der Fall sein sollte.

CENTURION City Speed 1 - Einstellen der Zugstufendämpfung - 1

Allgemein wird die Zugstufen-Dämpfung für gut befunden, wenn der Hinterbau ein- bis eineinhalb mal nachwippt, nachdem man von einem hohen Bordstein heruntergefahren ist.

Drehen Sie das Verstellrädchen nur in ganz kleinen Schritten von der Offen-Stellung zur Zu-Stellung, bis die für Sie optimale Dämpfung erreicht wird.

CENTURION City Speed 1 - Einstellen der Zugstufendämpfung - 2

Testen Sie, wie sich das Ansprechverhalten verändert. Drehen Sie das Stellrad zu weit zu, fließt das Öl im Inneren sehr langsam, die Dämpfung wird stark.

Das Ausfedern wird extrem abgebremst, bei schnell aufeinander folgenden Stößen sinkt das Fahrwerk zusammen.

Drehen Sie das Einstellrad in die andere Richtung, wird die Dämpfung schwächer, das Federbein arbeitet „schneller“.

Bei Erhöhung der Zugstufendämpfung wird die Ausfedergeschwindigkeit verlangsamt, wodurch sich ein Aufschaukeln oder Wippen des Hinterbaus wirkungsvoll verhindern lässt. Eine zu hohe Zugstufen-Dämpfung verhindert allerdings, dass das Feder-Element schnell genug ausfedert und damit sensibel auf Boden-Unebenheiten anspricht.

Wenn Ihr Fahrrad mit einer Scheibenbremse ausgestattet ist, besteht die Gefahr, dass Sie sich verbrennen, wenn Sie die Dämpfung verstellen. Lassen Sie die Bremse zuerst abkühlen und vergewissern Sie sich, dass die Bremsscheibe ausreichend abgekühlt ist, bevor Sie Einstellungen vornehmen!

15.3 Einstellen des german: A. Federbeines

CENTURION

15.3.3 Korrekturen in der Fahrpraxis

Machen Sie mit dem Rad eine Probefahrt im abwechslungsreichen Gelände. Wenn der Hinterbau dabei durchschlägt, muss die Federhärte verändert d.h. erhöht werden.

Fahren Sie nicht, wenn das Federbein durchschlägt. Das Federbein selbst und der Rahmen können Schaden nehmen. Erhöhen Sie den Luftdruck, wie vorstehend beschrieben. Sollte der Druck nahe dem Maximaldruck liegen oder diesen gar erreichen, muss die Stahlfeder ersetzt oder eine Feder durch den CENTURION-Fachhändler eingebaut werden.

CENTURION City Speed 1 - Korrekturen in der Fahrpraxis - 1

15.3.4 Umbau bzw. Nachrüsten der Stahlfeder

Stahlfedern gibt es für die Federbeine von german:A. über den CENTURION-Fachhändler in drei verschiedenen Federraten. Diese sind an der Farbe erkennbar:

silber > geringste Federrate (weich) schwarz > mittlere Federrate (mittel) rot > größte Federrate (hart)

CENTURION City Speed 1 - Umbau bzw. Nachrüsten der Stahlfeder - 1

Zum Tausch muss das Federbein ausgebaut und die Feder gewechselt werden – eine Sache, die Sie bei Ihrem CENTURION-Fachhändler in Auftrag geben müssen.

Arbeiten an Ihrem Federbein sind immer eine Sache für Ihren CENTURION-Fachhändler.

15.4 Einstellen des X-Fusion Federbeines

CENTURION

Einstellen des X-Fusion Federbeins 15.4.1 Einstellen des negativen Federwegs

CENTURION City Speed 1 - Einstellen des X-Fusion Federbeins 15.4.1 Einstellen des negativen Federwegs - 1

Dieser Stoßdämpfer arbeitet mit einer leicht einstellbaren Stahlfeder im Zusammenspiel mit einer justierbaren Zugstufendämpfung. Verändert werden können die Federvorspannung, die Ausfedergeschwindigkeit (Zugstufen-Dämpfung) und die Federhärte durch Tausch der Stahlfeder. Im Auslieferungszustand ist eine Stahlfeder verbaut, die adäquat zur Rahmenhöhe gewählt ist. Wenn diese nicht zu Ihrem persönlichen Gewicht, Ihrer Sitzposition und Ihren Fahrgewohnheiten passt, kann diese vom Fachhändler ausgewechselt werden. Bevor sie solche Maßnahmen einleiten, stellen Sie ihr Fahrwerk ein.

Für die erste Einstellung benötigen Sie eine Person, die Ihnen hilft.

Achten Sie darauf, dass Sie zuerst Ihre Sitzposition einstellen und kontrollieren Sie den Reifendruck. Suchen Sie sich einen waage-rechten Platz, auf dem Sie sich auf dem Fahrrad sitzend anlehnen können. Optimal wäre ein Geländer zum Festhalten oder ein Helfer, der Sie vor dem Umfallen bewahrt.

Messen Sie den Abstand zwischen den Befestigungspunkten des Stoßdämpfers im entlasteten Zustand.

CENTURION City Speed 1 - Einstellen des X-Fusion Federbeins 15.4.1 Einstellen des negativen Federwegs - 2

Reinigen Sie das Verstellgewinde mit einem weichen Lappen und etwas Wasser, bevor Sie den Federteller bewegen.

Drehen Sie den Federteller entgegen des Uhrzeigersinns bis die Feder ganz entspannt ist. Drehen Sie den Teller wieder soweit heran, bis die Feder gerade anliegt. Der Teller sollte die Feder noch nicht vorspannen, die Feder nicht mehr seitlich verschiebbar sein.

CENTURION City Speed 1 - Einstellen des X-Fusion Federbeins 15.4.1 Einstellen des negativen Federwegs - 3

text_image entspannen vorspannen

Setzen Sie sich langsam auf das Fahrrad und nehmen sie Ihre übliche Fahrposition ein.

Ihr Helfer muss nun erneut den Abstand zwischen den Befestigungspunkten messen.

Der Weg, um den die Punkte nun näher beieinander liegen, sollte um etwa 20-25 % (d.h. etwa 16 mm) geringer sein, als der gesamte Hub des Stoßdämpfers von 65 mm. Federt der Dämpfer weiter ein, kann es zu Durchschlägen und damit zur Beschädigung des Fahrwerkes kommen!

15.4 Einstellen des X-Fusion Federbeines

CENTURION

In der Tabelle unten sehen Sie, was Ihr Messwert hinsichtlich des negativen Federwegs bedeutet:

Generell gilt: Großer Negativ-Federweg ergibt eine weiche Abstimmung, gut für Freerider, Enduro- und für Komfortfahrer. Kleiner Negativ-Federweg ergibt eine straffe Abstimmung, z.B. für Cross Country und Marathon.

Den Federweg Ihres Modells finden Sie im Kapitel 27 „Komplettierung bzw. Aufbau von CENTURION-Rahmen“ bzw. im Prospekt.

Wenn der Negativ-Federweg zu groß ist und daher nicht Ihren Wünschen entspricht, können Sie diesen über die Federvorspannung variieren. Drehen Sie den Federteller im Uhrzeigersinn eine Umdrehung und prüfen Sie erneut. Entspricht er immer noch nicht Ihren Wünschen spannen Sie erneut eine Umdrehung vor.

Sollten Sie mehr als volle drei Umdrehungen am Federteller benötigen, um den korrekten Negativ-Federweg einzustellen, ist dies ein Anzeichen, dass die Feder zu weich ist. Mehr als sechs Umdrehungen sollten Sie keinesfalls vorspannen!

Versuchen Sie niemals eine zu weiche Feder durch eine übermäßig hohe Vorspannung zu kompensieren. Spannen Sie die Feder nie mehr als 10mm vor. Dies kann die Feder und das Fahrwerk beschädigen sowie zu Verletzungen des Fahrers führen. Wenn die Feder zu weich ist lassen Sie beim CENTURION-Fachhändler eine Feder mit größerem Härtegrad einbauen.

CENTURION City Speed 1 - CENTURION - 1

Wenn der Negativ-Federweg zu gering ist und daher nicht Ihren Wünschen entspricht, muss die Feder gegen eine weichere ersetzt werden. Ihr Fachhändler berät Sie gerne und sollte diese aufwändige Arbeit für Sie durchführen.

Am Federbein gemessener Wert (mm)Negativer Federweg in Prozent (%)Negativer Federweg am Hinterrad in mm bei 60mm FederwegNegativer Federweg am Hinterrad in mm bei 80mm FederwegNegativer Federweg am Hinterrad in mm bei 115mm Federweg
57,64,568,7
1015,39,112,217,5
152313,818,426,4
2030,718,424,535,3
2538,42330,744,1
3046,127,636,853

Die hinterlegten Felder zeigen die empfohlene Abstimmung.

CENTURION City Speed 1 - CENTURION - 2

15.4.2 Einstellen der Zugstufen-Dämpfung

Die Zugstufendämpfung kann einfach durch das unterhalb der Feder am Stoßdämpfer platzierte Handrad eingestellt werden. Dabei werden Ventilquerschnitte im Inneren des Ölbads verändert und so die Durchfluss-bzw. Durchströmmenge gesteuert.

CENTURION City Speed 1 - Einstellen der Zugstufen-Dämpfung - 1

Beginnen Sie mit ganz geöffneter Zugstufe. Drehen Sie das Rädchen ganz entgegen des Uhrzeigersinns, falls dies noch nicht der Fall sein sollte.

Allgemein wird die Zugstufen-Dämpfung für gut befunden, wenn der Hinterbau ein- bis eineinhalb mal nachwippt, nachdem man von einem hohen Bordstein heruntergefahren ist.

Drehen Sie das Verstellrädchen bei Ihren Fahrversuchen nur in ganz kleinen Schritten, d. h. Klick für Klick von der Offen-Stellung zur Zu-Stellung, bis die für Sie optimale Dämpfung erreicht wird.

Testen Sie, wie sich das Ansprechverhalten verändert. Drehen Sie das Stellrad zu weit zu, fließt das Öl im Inneren sehr langsam, die Dämpfung wird stark.

Das Ausfedern wird extrem abgebremst, bei schnell aufeinander folgenden Stößen sinkt das Fahrwerk zusammen.

Drehen Sie das Einstellrad in die andere Richtung, wird die Dämpfung schwächer, das Federbein arbeitet „schneller“.

Bei Erhöhung der Zugstufendämpfung wird die Ausfedergeschwindigkeit verlangsamt, wodurch sich ein Aufschaukeln oder Wippen des Hinterbaus wirkungsvoll verhindern lässt. Eine zu hohe Zugstufen-Dämpfung verhindert allerdings, dass das Feder-Element schnell genug ausfedert und damit sensibel auf Boden-Unebenheiten anspricht.

CENTURION City Speed 1 - Einstellen der Zugstufen-Dämpfung - 2

15.4.3 Korrekturen in der Fahrpraxis

Machen Sie mit dem Rad eine Probefahrt im abwechslungsreichen Gelände. Wenn der Hinterbau dabei durchschlägt, muss die Federhärte verändert d.h. erhöht werden. Erhöhen Sie zuerst die Federvorspannung durch Drehen des Federtellers, siehe Kapitel 15.4.1 „Einstellen des negativen Federwegs“. Wenn dies nicht ausreicht bringen Sie Ihr Rad zu Ihrem CENTURION-Fachhändler, damit dieser eine Stahlfeder mit der nächst höheren Federkennung montiert.

Fahren Sie nicht, wenn das Federbein durchschlägt. Das Federbein selbst und der Rahmen können Schaden nehmen. In der Regel muss die Stahlfeder ersetzt werden.

15.5 Einstellen des MANITOU Swinger Air SPV 3 Way LRS-Stoßdämpfers

CENTURION

Einstellen des MANITOU Swinger Air SPV 3 Way LRS-Stoßdämpfers
CENTURION City Speed 1 - CENTURION - 1

Neben den zuvor schon beschriebenen Vorzügen der Federungskinematik der LRS-Hinterbauten, bietet dieses spezielle Feder-Dämpfersystem die Möglichkeit, das Ansprechverhalten auf Hindernisse bzw. Störeinflüsse einzustellen. Je nach Einstellung kann das von einigen Fahrern als nervend empfundene geringfügige Wippen durch den Tretvorgang gänzlich abgestellt werden. Die Federung arbeitet nur dann, wenn schnelle Bewegungen in das Fahrrad eingeleitet werden.

Beim revolutionären MANITOU SPV-Dämpfungssystem handelt es sich um eine automatische Regelung der Druckstufendämpfung, mit welcher störende Wipp-Einflüsse im Fahrbetrieb eliminiert werden können.

SPV (Stable Platform Valving) wirkt wie ein Filter, welcher unbeabsichtigte Einfederbewegungen des Federungssystems, wie sie vom Fahrer durch

- seine Tretbewegung - Verlagerung des Körperschwerpunktes im Fahrbetrieb

- Fahren im Wiegetritt ausgelöst werden, wirkungsvoll unterdrückt. Im Fachjargon spricht man von einer Regelung der langsamen Druckstufen-Dämpfung (low speed compression damping).

Schnelle Stöße (high speed compression damping), wie sie vom Untergrund durch Unebenheiten in Form von Steinen, Wurzeln oder Bodenwellen ausgelöst werden und auf die Federung wirken, können ungehindert das SPV-Ventil passieren.

Anders als bei einer herkömmlichen Blockierung (Lock-Out) des Feder-Elementes ist die Federung bei SPV auf die Anforderungen des Untergrundes ständig ansprechbereit und unterdrückt lediglich die störenden, vom Fahrer initiierten Bewegungen.

Die SPV-Intensität ist Geschmackssache und sollte individuell auf den Fahrer

Lesen Sie deshalb bitte die folgenden Schritte vollständig durch und setzen Sie diese an Ihrem Rad um.

Bevor Sie Einstellarbeiten vornehmen, müssen Sie beim SPV-System kontrollieren, dass mindestens 50 psi in der SPV-Kammer vorhanden sind. Drehen Sie die rote Schmutzkanpe des SPV-Ventils, das sich ein Stück unterhalb des oberen Befestigungsauges der Kolbenstange befindet, ab.

CENTURION City Speed 1 - CENTURION - 2

15.5 Einstellen des MANITOU Swinger Air SPV 3 Way LRS-Stoßdämpfers

CENTURION

Setzen Sie eine spezielle Federgabelpumpe an und befüllen Sie zuerst die SPV-Kammer (rotes Ventil) mit mindestens 50 psi (entspricht 3,5 bar)!

CENTURION City Speed 1 - CENTURION - 1

Achten Sie darauf, dass Sie zuerst Ihre Sitzposition einstellen und kontrollieren Sie den Reifendruck. Suchen Sie sich einen waagerechten Platz, auf dem Sie sich auf dem Fahrrad sitzend anlehnen können. Optimal wäre ein Geländer zum Festhalten oder ein Helfer, der Sie vor dem Umfallen bewahrt.

Schieben Sie den Gummiring (O-Ring) an der Kolbenstange des Federbeins nach unten, bis er am Dämpferkörper anliegt.

CENTURION City Speed 1 - CENTURION - 2

text_image WWW.Centurion.de LFWSWINGER SPV SPOK PHARMENATE

Setzen Sie sich langsam auf das Fahrrad und nehmen Sie Ihre übliche Fahrposition ein.

CENTURION City Speed 1 - CENTURION - 3

Steigen Sie ebenfalls sehr vorsichtig wieder ab. Messen Sie den Weg, den der O-Ring auf der Kolbenstange verschoben wurde. Der Weg, den der Ring verschoben wurde sollte im Bereich von 20-25% (d.h. bei ca. 16mm) liegen, sonst kann es zu Durchschlägen und damit der Beschädigung des Fahrwerkes kommen!

CENTURION City Speed 1 - CENTURION - 4

15.5 Einstellen des MANITOU Swinger Air SPV 3 Way LRS-Stoßdämpfers

CENTURION

Am Federbein gemessener Wert (mm)Negativer Federweg in Prozent (%)Negativer Federweg am Hinterrad in mm bei 60mm FederwegNegativer Federweg am Hinterrad in mm bei 80mm FederwegNegativer Federweg am Hinterrad in mm bei 115mm Federweg
5 8,4 5 67 9,6
10 16,710 13,3 19,2
15 25 1520 28,8
20 33,320 26,7 38,3
25 41,725 33,4 47,9
30 50 3040 57,5

Die hinterlegten Felder zeigen die empfohlene Abstimmung.

Der Stoßdämpfer hat einen Hub von ca. 65 mm. In der Tabelle sehen Sie, was ihr Messwert hinsichtlich des negativen Federwegs bedeutet:

Generell gilt: großer Negativ-Federweg ergibt eine weiche Abstimmung, gut für Enduro und Freerider und für Komfortfahrer. Kleiner Negativ-Federweg ergibt eine straffe Abstimmung, z.B. für Cross Country-Einsatz und Marathon. Den Federweg Ihres Modells finden Sie im Kapitel Modellübersicht.

Wenn der Negativ-Federweg nicht Ihren Wünschen entspricht, können Sie die Federhärte über den Luftdruck variieren.

Soll der Negativ-Federweg kürzer, d.h. der Dämpfer härter werden, erhöhen Sie den Druck.

Schrauben Sie die schwarze Schutzkappe vom Dämpfer ab und schrauben Sie die Pumpe auf das Ventil.

CENTURION City Speed 1 - CENTURION - 1

Pumpen Sie mit einer speziellen Federbeinpumpe einen etwas höheren Druck hinein. Erhöhen Sie den Druck in Schritten von einem halben bar und überschreiten Sie den max. Druck von 20,7 bar (300 psi) keinesfalls!

Möchten Sie den Druck absenken, damit Sie mehr negativen Federweg erzielen, schrauben Sie ebenfalls eine spezielle Federbein-Pumpe an.

CENTURION City Speed 1 - CENTURION - 2

Lassen Sie etwas Druck über das Ablassventil der Pumpe ab. Auch hier empfehlen sich kleine Schritte.

Drehen Sie zum Abschluss der Einstellung die Schmutzschutzkappe wieder auf das Ventil.

15.5 Einstellen des MANITOU Swinger Air SPV 3 Way LRS-Stoßdämpfers

CENTURION

Um eine exakte Befüllung zu erzielen, empfiehlt sich die Verwendung einer geeigneten Federbein-Pumpe.

CENTURION City Speed 1 - CENTURION - 1

Diese können Sie über Ihren CENTURION-Fachhändler beziehen!

Überschreiten Sie in der Feder- kammer (schwarzes Ventil) keinesfalls den maximalen Druck von 20,7 bar bzw. 300 psi!

15.5 Einstellen des MANITOU Swinger Air SPV 3 Way LRS-Stoßdämpfers

CENTURION

15.5.1 Einstellen der Zugstufendämpfung

Die Dämpfung kann einfach durch das unten am Stoßdämpfer platzierte blaue Handrad eingestellt werden. Dabei werden Ventilquerschnitte im Inneren des Ölbads verändert und so die Durchfluss- bzw. Durchströmmenge gesteuert.

Beginnen Sie mit ganz geöffneter Zugstufe. Drehen Sie das Rädchen gegen den Uhrzeigersinn, falls dies noch nicht der Fall sein sollte.

CENTURION City Speed 1 - Einstellen der Zugstufendämpfung - 1

Allgemein wird die Zugstufen-Dämpfung für gut befunden, wenn der Hinterbau ein- bis

eineinhalb mal nachwippt, nachdem man von einem hohen Bordstein heruntergefahren ist.

Drehen Sie das Verstellrädchen nur in ganz kleinen Schritten von der Offen-Stellung zur Zu-Stellung, bis die für Sie optimale Dämpfung erreicht wird.

CENTURION City Speed 1 - Einstellen der Zugstufendämpfung - 2

Testen Sie, wie sich das Ansprechverhalten verändert. Drehen Sie das Stellrad zu weit zu, fließt das Öl im Inneren sehr langsam, die Dämpfung wird stark. Das Ausfedern wird extrem abgebremst, bei schnell aufeinander folgenden Stößen sinkt das Fahrwerk zusammen.

Drehen Sie das Einstellrad in die andere Richtung, wird die Dämpfung schwächer, das Federbein arbeitet „schneller“.

Bei Erhöhung der Zugstufendämpfung wird die Ausfedergeschwindigkeit verlangsamt, wodurch sich ein Aufschaukeln oder Wippen des Hinterbaus wirkungsvoll verhindern lässt. Eine zu hohe Zugstufen-Dämpfung verhindert allerdings, dass das Feder-Element schnell genug ausfedert und damit sensibel auf Boden-Unebenheiten anspricht.

Wenn Ihr Fahrrad mit einer Scheibenbremse ausgestattet ist, besteht die Gefahr, dass Sie sich verbrennen, wenn Sie die Dämpfung verstellen. Lassen Sie die Bremse zuerst abkühlen und vergewissern Sie sich, dass die Bremsscheibe ausreichend abgekühlt ist, bevor Sie Einstellungen vornehmen!

15.5 Einstellen des MANITOU Swinger Air SPV 3 Way LRS-Stoßdämpfers

CENTURION

15.5.2 Einstellen des SPV-Drucks und Korrekturen in der Fahrpraxis

Machen Sie mit dem Rad eine Probefahrt im abwechslungsreichen Gelände. Wenn der Hinterbau dabei durchschlägt, muss die Federhärte verändert d.h. der Luftdruck in der Federkammer (schwarzes Ventil) erhöht werden.

Fahren Sie nicht, wenn das Federbein durchschlägt. Das Federbein selbst und der Rahmen können Schaden nehmen. Erhöhen Sie den Luftdruck, wie vorstehend beschrieben.

Wenn der Hinterbau zu stark wippt oder zu wenig anspricht, können Sie das Ansprechverhalten über die SPV-Kammer mit dem roten Ventil mit einer Federgabelpumpe variieren.

Der SPV-Mindestdruck beträgt 3,5 bar (entspricht 50 psi).

CENTURION City Speed 1 - Einstellen des SPV-Drucks und Korrekturen in der Fahrpraxis - 1

  • Eine Erhöhung des SPV-Drucks bewirkt eine straffere Abstimmung des SPV-Ventils (selbst im harten Wiegetritt kaum Wippbewegung, aber spürbar verschlechtertes Ansprechen auf kleine Stöße seitens des Untergrundes).
  • Eine Absenkung des SPV-Druckes (nicht unter 3,5 bar) verringert die Filterwirkung des SPV-Ventils (sensibles Ansprechen auf jegliche Bodenunebenheiten, aber Wippbewegungen im Fahrbetrieb möglich). Bei zu geringem SPV-Druck fällt die Zugstufendämpfung aus. Fahren Sie nicht mit weniger als 50 psi (3,5 bar). Ein ungedämpftes Federbein kann zu einem unkontrollierten Fahrverhalten führen und einen Unfall verursachen.

Überschreiten Sie in der SPV-kammer (rotes Ventil) keinesfalls den Maximaldruck von 175 psi (12 bar) und unterschreiten Sie nicht den Minimaldruck von 50 psi (3,5 bar)!

Um die für Sie optimale Einstellung herauszufinden, müssen Sie gegebenenfalls eine kleinere Testrunde mehrfach durchfahren. Variieren Sie den SPV-Druck und beobachten Sie das Fahrverhalten.

Schreiben Sie sich die in mühevoller kleinarbeit herausgefundenen Werte auf. Das erspart weitere Zeit bzw. die Wiederholung der Versuche, wenn die Luft einmal entwichen sein sollte.

Sie können dann das Federbein mit der MANITOU SPV-Federbeinpumpe oder einer anderen, geeigneten Pumpe direkt wieder mit Ihrer Wunscheinstellung versehen.

CENTURION City Speed 1 - Einstellen des SPV-Drucks und Korrekturen in der Fahrpraxis - 2

15.6 Pflege, Kontrolle und Wartung der LRS-Hinterbaufederung

CENTURION

Pflege, Kontrolle und Wartung der LRS-Hinterbaufederung

15.6.1 Pflege

Die Pflege des Hinterbaus beschränkt sich in der Regel auf sorgfältiges Reinigen des Lagerbereichs und des beweglichen Hinterbaus sowie des Federbeins. Verwenden Sie keinen Dampfstrahler und keine scharfen Reinigungsmittel!

Achten Sie darauf, dass Sie auch die Laufflächen des Dämpfers des öfteren mit einem weichen Tuch von Staub und Schmutz reinigen. Am besten machen Sie es sich zur täglichen Gewohnheit, wenn Sie auf staubigem Terrain oder bei Nässe und Schmutz gefahren sind.

Der gesamte Hinterbau kann, wie das restliche Fahrrad auch, schonend mit Reinigungsmitteln auf Seifenbasis aus dem Zweiradbereich gereinigt werden. Wir empfehlen MOTOREX Pflegeprodukte.

CENTURION City Speed 1 - Pflege - 1

Als Hilfsmittel können weiche Baumwolltücher verwendet werden.

Achten Sie bei Reinigungsarbeiten grundsätzlich darauf, dass die Schutzkappen des Ventils aufgeschraubt sind. Verdünnungen und aggressive Reinigungsmittel können Dichtungen und Aufkleber am Dämpfer angreifen. Abrasive Reinigungsmittel wie Stahlwolle, Politurmittel, etc. dürfen nicht verwendet werden!

Das untere Ende der Kolbenstange muss am Übergang zum Dämpfer-Abschluss in regelmäßigen Abständen gereinigt, getrocknet und mit etwas Schmiermittel versehen werden.

Sprühen Sie, nachdem Sie das Fahrrad gewaschen haben, etwas Spray, z.B. Motorex Joker 440, an die Federbeinaufnahmen und auf die Gelenke der Verbindungsglieder.

Dies schmiert diesen Bereich und vermeidet Geräusche.

CENTURION City Speed 1 - Pflege - 2

15.6.2 Kontrolle

Kontrollieren Sie regelmäßig, d.h. etwa alle 30 bis 40 Betriebsstunden, ob die Lagerung der Hinterradschwinge seitliches, oder die Lagerung des Federbeins vertikales Spiel aufweist.

Heben Sie zur Kontrolle das Fahrrad am Sattel hoch und versuchen Sie, das Hinterrad seitwärts hin- und herzubewegen.

Ziehen Sie eventuell einen Helfer hinzu, der den vorderen Bereich des Rahmens festhält.

CENTURION City Speed 1 - Kontrolle - 1

15.6 Pflege, Kontrolle und Wartung der LRS-Hinterbaufederung

CENTURION

Zur Überprüfung des vertikalen Spiels am Federbein oder am Umlenkhebel setzen Sie das Hinterrad sanft auf den Boden und heben es wieder leicht hoch. Achten Sie auf Klappergeräusche.

Lassen Sie gegebenenfalls auftretendes Spiel sofort von Ihrem CENTURION-Fachhändler beseitigen.

Die Schwinge ist unten, d.h. am Hauptlager, mit gedichteten Lagern bestückt. Diese sind weitgehend wartungsfrei. Kontrollieren Sie den sicheren Sitz der Lagerverschraubung und die Federbeinaufnahmen mit einem Drehmomentschlüssel. Bevor das Lager gegeneinander verschraubt werden kann, muss das Lager auf der linken Seite gelöst werden. Das empfohlene Drehmoment liegt bei 9-10 Nm.

CENTURION City Speed 1 - CENTURION - 1

Sprühen Sie den Bereich der Lagerungen und der Federbeinaufnahmen mit Sprühöl, z.B. MOTOREX Joker 440, ein, wenn Knackgeräusche auftreten.

Sollten Sie das Federbein vom Rahmen demontieren, beachten Sie bei der Demontage unbedingt die genaue Reihenfolge der Bauteile! Legen Sie diese der Reihe nach ab, dies vermeidet Fehler beim Zusammenbau.

Die Demontage des Hinterbaus ist eine Arbeit für den CENTURION-Fachhändler. Fehler bei der Montage können zu Beschädigungen und schweren Unfällen führen.

Pflegen Sie beim Zusammenbau die Gelenklager und die Federbeinaufnahme mit einem harz- und säurefreien Fett, z.B. MOTOREX Bike Grease 2000.

CENTURION City Speed 1 - CENTURION - 2

text_image BIKE GREASE 2000 MEMOROX

Halten Sie beim Zusammenbau die empfohlenen Anzugsmomente ein!

15.8.3 Wartung

Die LRS Feder-Elemente sind relativ wartungsarm, doch sollten Sie regelmäßig etwas Zeit für die Reinigung und Pflege aufwenden und zumindest alle 200 Betriebsstunden oder einmal pro Jahr das Federelement zum Service bringen.

Das vollständige Zerlegen des Dämpfers zu Wartungszwecken in seine Einzelteile ist eine Sache für den Fachmann und bedarf der Zustimmung durch CENTURION. Wird ein Federelement geöffnet, erlischt die Garantie.

Die Federbeine stehen unter Druck. Unbedachtes Demontieren kann zu explosionsartigem Druckverlust führen – Verletzungsgefahr!

Grundsätzlich ist ein Stoßdämpfer ein Verschleißteil! Es gibt eine nutzungsabhängige sowie eine nutzungsunabhängige Alterung verschiedener Bauteile eines Dämpfers. Durch die Nutzung verschleiben insbesondere Führungselemente sowie reibungsbehaftete Dichtungen.

Dieser Verschleiß ist in großem Maße von der Einsatzart und der Pflege abhängig.

15.7 Pflege, Kontrolle und Wartung der LRS-Hinterbaufederung

CENTURION

Starke Verschmutzung sowie der Einsatz in extremen Witterungsbedingungen erhöhen den Verschleiß.

Mechanische Belastungen z.B. bei Stürzen, sowie die Einleitung von Biegekräften durch Gepäck erhöhen die Verschleißgeschwindigkeit des Federbeins. Achten Sie deshalb darauf, dass sich Packtaschen nicht am Federbein abstützen.

Kontrollieren Sie nach Stürzen oder Unfällen den Stoßdämpfer auf Beschädigungen. Fragen Sie bei Zweifeln bei Ihrem CENTURION-Fachhändler um Rat.

Nutzungsunabhängig altern durch Lagerung, UV-Licht oder Feuchtigkeit einige Materialien, die als Dichtung oder Oberflächenbeschichtung eingesetzt werden. So sind eloxierte Oberflächen einer Alterung unterworfen, Veränderungen der Farbintensität sind daher normal.

Wartung, bzw. Revision beim Hersteller bzw. einem autorisierten Servicecenter

German:A.: Bei Verschleiß durch sehr starke Beanspruchung können sämtliche Verschleißteile (Radialgelenke, Ventil / Ventilgehäuse, Hauptdichtung des Luftkolbens, Öl) ersetzt werden. Durch eine Revision kann der Dämpfer vom Hersteller der LRS-Bikes bzw. dem Importeur bzw. einem autorisierten Servicecenter jederzeit wieder in einen technisch neuwertigen Zustand versetzt werden. Das heißt, Ihr Stoßdämpfer wird eingeschickt und Sie erhalten dafür sofort einen professionell neu aufgebauten Dämpfer mit optimierten Dichtungen.

CENTURION City Speed 1 - CENTURION - 1

Manitou: Die Wartungsarbeiten werden bei den nationalen Manitou-Importeuren ausgeführt.

DT Swiss: Die Wartungsarbeiten werden bei den nationalen DT Swiss-Importeuren ausgeführt.

CENTURION City Speed 1 - CENTURION - 2

X-Fusion: Die Wartungsarbeiten werden bei den nationalen X-Fusion-Importeuren ausgeführt.

In allen Fällen ist jedoch Ihr CENTURION-Fachhändler Ihr Ansprechpartner und leitet die entsprechenden Schritte ein.

15.7 Pflege, Kontrolle und Wartung der LRS-Hinterbaufederung

CENTURION

Um eine langjährige und ausfallsichere Nutzung zu gewährleisten, muss der Dämpfer in 12-monatigen Intervallen oder alle 200 Betriebsstunden einem Service beim Fachhandel unterzogen werden.

CENTURION City Speed 1 - CENTURION - 1

Die unten stehenden Intervalle sollten Sie unbedingt einhalten. Wie Sie die Prüfungen durchführen, steht im Kapitel 15.6 „Pflege, Kontrolle und Wartung“.

Nach jeder Fahrt: Reinigen Sie insbesondere die Funktionsteile am Hinterbau von anhaftendem Schmutz und Staub.

Vor jeder Fahrt: Stützen Sie sich kurz auf den Sattel und kontrollieren Sie, ob der Hinterbau ein- und ausfedert, wie Sie es gewohnt sind. Kontrollieren Sie gegebenenfalls den Luftdruck in der Dämpferkammer und bei Manitou zusätzlich in der SPV-Kammer.

Alle 8-10 Betriebsstunden: Prüfen Sie, ob der negative Federweg noch korrekt eingestellt ist. Kontrollieren Sie die Befestigungsschrauben des Federbeins und des Hinterbaus mit einem Drehmomentschlüssel, gemäß den Drehmoment-Angaben in dieser Anleitung.

Alle 30 bis 40 Betriebsstunden: Kontrollieren Sie, ob die Lagerung der Hinterradschwinge und / oder des Federbeins seitliches oder vertikales Spiel aufweist.

Alle 200 Betriebsstunden oder 12 Monate: Bringen Sie das Fahrrad zum Händler zur Inspektion. Der Stoßdämpfer muss kontrolliert und gegebenenfalls einer Revision unterzogen werden.

16. Die Pedale

CENTURION

Pedale

Nicht alle Schuhe eignen sich zum Radfahren. Schuhe, die beim Radfahren getragen werden, sollten eine steife Sohle haben und genügend Halt bieten. Ist die Sohle zu weich, besteht die Gefahr, dass sich das Pedal durchdrückt und der Fuß zu schmerzen beginnt. Auch ist die Kraftübertragung schlechter. Im Bereich der Ferse sollten die Schuhe keine breite Sohle haben, sonst kann die natürliche Fußstellung nicht eingenommen werden, da man beim Treten an den Streben des Hinterbaus anstößt. Knieschmerzen können die Folge sein.

CENTURION City Speed 1 - Pedale - 1

16.1 Funktionsweise verschiedener Systeme im Überblick

Zum sportlichen Fahren sind Pedale empfehlenswert, bei denen der Fuß mit einer lösbaren Verbindung ans Pedal gekoppelt ist, sog. System- oder Klickpedale. Die Verbindung sorgt dafür, dass der Fuß beim schnellen Treten oder bei Fahrten im holprigen Terrain nicht abrutscht. Das Pedal kann durch den fixen Halt auch geschoben bzw. gezogen werden, dies erleichtert das flüssige Pedalieren.

Bei den Systempedalen bildet ein spezieller Radschuh eine einrastende Verbindung mit dem Pedal. Üblicherweise nimmt man das Pedal zuerst mit der Plattenspitze auf und tritt dann einfach auf den waagerecht stehenden Pedalkörper. Bei den meisten Mountain-bikepedalen ist der Rastmechanismus beidseitig ausgeführt, das Umdrehen des Pedals entfällt, hier wird nur zugetreten. Mit einem deutlich hör- und spürbaren Klick, weswegen die Systempedale oft auch als Klickpedale bezeichnet werden, rastet der Schuh ein.

Die Verbindung wird bei allen gängigen Systemen durch einen Dreh der Ferse nach außen gelöst.

Lehnen Sie sich bei den ersten Versuchen in das Pedal einzurasten und auszuklinken an eine Wand an, oder lassen Sie sich von einer Person Stützhilfe leisten.

Üben Sie das Aufnehmen der Pedale, des Einrasten in das Pedal und das Auflösen der Verbindung durch den Dreh des Fußes nach außen zuerst im Stand, bevor Sie die Technik auf einer unbelebten Fläche verfeinern.

CENTURION City Speed 1 - Funktionsweise verschiedener Systeme im Überblick - 1

16.2 Einstellung und Wartung

Die verschiedenen Pedalsysteme unterscheiden sich in der technischen Ausführung teils sehr deutlich.

Einige grundsätzliche Einstellregeln sind allen Ausführungen gemeinsam:

Befestigen Sie die Pedalplatte so auf dem Schuh, dass der Fußballen über der Pedalachse steht.

Der Fuß sollte beim Tretvorgang seine natürliche Stellung einnehmen. Bei den meisten Menschen zeigt dann die Ferse etwas nach innen. Achten Sie darauf, dass die Befestigungsschrauben stets festgedreht sind, denn bei einer losen Platte wird das Aussteigen nahezu unmöglich!

Stellen Sie gegebenenfalls die Auslösehärte des Pedals auf Ihre Bedürfnisse ein. Anfangs ist eine geringe Vorspannung empfehlenswert. Drehen Sie an der kleinen Innensechskant-Schraube und prüfen Sie Vorspannung durch ein- und ausrasten.

CENTURION City Speed 1 - Einstellung und Wartung - 1

Offen liegende Federn und Mechanismen müssen regelmäßig von Schmutz gereinigt und nachgefettet werden.

Knarren oder Quietschen von Pedalplatten kann oft durch etwas Fett an den Kontaktpunkten der Platte zum Pedal behoben werden. Es kann auch ein Anzeichen von Abnutzung sein.

Prüfen Sie vor allem bei Kunststoffplatten regelmäßig den Verschleiß.

Kippeliger Stand auf dem Pedal deutet auf den Verschleiß der Platte oder der Schuhsohle hin.

Sprühen Sie den Bereich der Lagerungen und der Federbeinaufnahmen mit MOTOREX Sprühöl ein, wenn Knackgeräusche auftreten.

Lesen Sie die Bedienungsanleitung des Pedal- und des Schuhherstellers sorgfältig durch. Bei Fragen steht Ihnen Ihr CENTURION-Fachhändler gerne zur Verfügung.

Fahren Sie nur mit einem Pedalsystem, welches reibungslos ein- und ausrastet. Sollte das Pedal nicht sauber arbeiten, oder die Platte stark verschlissen sein, besteht Sturzgefahr, da der Schuh sich selbsttätig aus dem Pedal lösen kann.

17. Die Lichtanlage

CENTURION

Die Lichtanlage

Zur Teilnahme am öffentlichen Straßenverkehr ist eine funktionierende Lichtanlage zwingend vorgeschrieben (siehe Kapitel 6. „Gesetzliche Anforderungen...“)

Sie sollten wissen, wie die Lichtanlage aufgebaut ist, damit Sie eventuelle Störungen selbst beheben können.

Schwierigkeiten ergeben sich vor allem, wenn Sie viel bei Regen oder im Winter unterwegs sind.

Das Reibrad kann auf dem feuchten Gummi des Reifens durchrutschen, das Licht wird dunkler oder erlischt ganz.

Immer häufiger kommen deshalb Nabendnamos zum Einsatz, die witterungs-unabhängig funktionieren. Ein weiterer Vorteil dieser Dynamos ist der höhere Wirkungsgrad, d.h. der zusätzlich notwendige Krafteinsatz zur Erzeugung des Stroms ist geringer als bei normalen, an der Seite laufenden Dynamos.

Bei Seitenläufer-Dynamos wird meist von oben auf das Gelenk oder eine Taste gedrückt, dann schnappt der Dynamo an den Reifen und kann angetrieben werden.

Nabendynamos werden oft elegant per Knopfdruck vom Lenker aus eingeschaltet.

CENTURION City Speed 1 - Die Lichtanlage - 1

Der Dynamo erzeugt den zum Betrieb der Lampen notwendigen Strom. Von ihm geht jeweils zwei Kabel zum Vorder- und zum Rücklicht und zurück. Die Zuleitung wird bei einigen Schutzblechen auf einem Teil des Weges durch integrierte Leiterbahnen verwirklicht.

17. Die Lichtanlage

CENTURION

17.2 Defektsuche

Kontrollieren Sie zuerst die Birnchen im Vorder- und Rücklicht. Die Glühfäden müssen intakt sein. Schwarz beschlagene Glaskolben deuten auf einen Birnendefekt hin.

Überprüfen Sie die Kontakte und die Fassung der Glühlampe im Scheinwerfer. Sind diese weiß oder grünlich verfärbt und damit korrodiert? Entfernen Sie die Korrosionsschicht mit einem Schraubendreher oder Schmiergelleinen etc., bis die Kontaktflächen blank glänzen.

Folgen Sie dem Verlauf der Kabel und kontrollieren Sie, ob es schadhaft ist. Überprüfen Sie alle Kontaktpunkte. Oft sind Steckverbindungen durch Salz oder Regen korrodiert. Ziehen Sie Stecker auseinander und stecken Sie diese wieder zusammen.

Falls sich danach kein Erfolg eingestellt hat fragen Sie ihren CENTURION-Fachhändler der Ihnen die Lichtanlage fachgerecht reparieren wird.

CENTURION City Speed 1 - Defektsuche - 1

17.3 Einstellung des vorderen Schein- werfers

Die Mitte des durch das Vorderlicht ausgeleuchteten Bereichs darf höchstens 10 Meter vor dem Fahrrad auf die Fahrbahn treffen. Lösen Sie zur Korrektur der Einstellung die Befestigungsschrauben und neigen Sie den Scheinwerfer wie gewünscht. Ziehen Sie die Schrauben wieder an.

Eine unvollständige oder nicht funktionstüchtige Lichtanlage ist nicht nur gesetzwidrig, sondern gefährdet auch Ihr Leben. Unbeleuchtete Fahrradfahrer werden bei Dunkelheit leicht übersehen und riskieren schwere Unfälle!

18. Dirt Bikes – Besonderheiten

CENTURION

Besonderheiten von Dirt-Bikes

Dirtbikes sind für den harten Einsatz wie Freeride, Dirt, Street oder Dualslalom ausgelegt. Mit diesen Rädern darf gesprungen werden, allerdings sollten die ausgeführten Sprünge und Abfahrten nie das eigene Leistungsvermögen übersteigen. Auch diese Räder haben Grenzen in ihrer Belastbarkeit die vom Fahrer, dessen Fahrtechnik sowie dem Untergrund und den Hindernissen abhängt. Benutzen Sie das Fahrrad ausschließlich gemäß seinem Bestimmungszweck, sonst besteht die Gefahr, dass das Rad den Belastungen nicht gewachsen ist und versagt.

CENTURION City Speed 1 - Besonderheiten von Dirt-Bikes - 1

Beachten Sie auch, dass die Physik unerbittlich ist. Mancher Trick eines Profis sieht einfach aus, erfordert jedoch Anleitung, sehr viel

Übung und Erfahrung. Überschätzen Sie Ihr Fahrkönnen nicht.

Tragen Sie stets griffiges Schuhwerk und ausreichenden Schutzbekleidung wie Helm, Protektoren und Handschuhe. Am besten erlernen Sie den Umgang mit dem Rad in einem Verein.

Dirtbikes haben einen kürzeren Radstand und einen geringeren Nachlauf als herkömmliche Mountainbikes. Dies führt zu einem nervöseren Fahrverhalten, vor allem in Kurven und bei höherer Geschwindigkeit. Dies muss beim Fahren berücksichtigt werden.

Bashguard: Bashguards (Kettenblattschutz) erlauben es dem Fahrer mit dem Kettenblatt auf Hindernissen aufzusetzen, ohne dass die Kettenblätter dadurch gleich beschädigt werden. Allerdings schützt ein Bashguard nur bis zu einer bestimmten Belastung vor Defekten. Wird zu hart damit aufgesetzt kann die Kettenradgarnitur, die Lagerung oder der Rahmen beschädigt werden. Wie stark diese Beanspruchung ist, hängt vom Fahrer und dem Untergrund auf dem aufgesetzt wird ab, daher sollte der Bashguard nur behutsam eingesetzt werden.

Kettenführung: Sie schützt die Kette vor dem Herunterfallen vom Kettenblatt durch starke Erschütterungen wie sie bei Sprüngen, Rennen und verschiedenen Tricks auftreten.

CENTURION City Speed 1 - Besonderheiten von Dirt-Bikes - 2

Kinder zählen zu den schwächsten Verkehrsteilnehmern. Die Gründe hierfür sind in der mangelnden Erfahrung und Übung, aber auch in Ihrer geringen Größe zu finden, was deren Überblick und das Gesehen werden durch andere Verkehrsteilnehmer erschwert.

Wenn Sie Ihr Kind mit dem Fahrrad im Straßenverkehr teilnehmen lassen wollen, sollten Sie zu dessen Schutz zuvor einige Zeit in das Training zur Beherrschung des Rades und in die Verkehrserziehung investieren. Da Kinder nicht so aufmerksam sind, sollten Sie es sich auch zur Gewohnheit machen, das Rad regelmäßig zu kontrollieren und gegebenenfalls einzustellen und zu warten.

Bei Fragen hilft Ihr Fahrrad-Fachhändler vor Ort. Bedenken Sie, dass Sie zumindest bei den ersten Fahrten Ihrer Aufsichtspflicht nachkommen müssen – und überfordern Sie Ihr Kind nicht!

Erkundigen Sie sich auch nach den Verkehrsregeln in Ihrem Land. In Deutschland müssen Kinder z.B. bis zum 8.ten Lebensjahr auf dem Bürgersteig (Gehweg) fahren und bis zum vollendeten zehnten dürfen sie es!

Wichtig ist, dass das Kind das Rad sicher beherrscht, bevor es am Straßenverkehr teilnimmt. Als erste Schritte in diese Richtung empfehlen wir Fahrten mit einem Roller oder einem Laufrad, damit das Kind ein gutes Gefühl für das Gleichgewicht erlernt.

Ist dies geschafft, ist es notwendig, dass Sie dem Kind die Funktion von Bremse und Schaltwerk erklären, bevor das Kind auf das Fahrrad steigt. Üben Sie mit Ihrem Schützling die Bedienung der Funktionselemente abseits des Straßenverkehrs, am Besten auf einem unbelebten Platz oder auf einer Spielstraße.

Ist die Fahrtechnik soweit fortgeschritten, dass das Kind auch außerhalb verkehrfreier Räume radeln kann, bringen Sie ihm bei, wie Randsteine und Bahnschienen zu überqueren sind, d.h. dass diese Hindernisse in möglichst stumpfen Winkel zu überfahren sind. Davor muss sich der Fahrer vergewissern, dass von hinten oder vorne keine Gefahr droht.

Seien Sie auch Vorbild, wenn es um die Benutzung der Radwege geht. Empfehlenswert ist auch die Teilnahme des Kindes an einer Verkehrserziehung, wie sie an Schulen und von Verkehrsvereinen angeboten wird.

Schauen Sie bitte danach, dass das Kind neben einem angepassten Fahr - radhelm auch auffällige, d.h. helle Bekleidung trägt. Reflexstreifen zur besseren Sichtbarkeit sind empfehlenswert.

CENTURION City Speed 1 - Besonderheiten von Dirt-Bikes - 3

19.2 Hinweise zu BMX-Rädern

Reine BMX-Räder sind Sportgeräte und daher aufgrund Ihres Einsatzzweckes, Ihrer Geometrie und Übersetzung nur bedingt für die Verwendung als Kinderrad geeignet. Aufgrund der kleinen Rahmen, der Popularität des BMX-Sports und auf Drängen des Nachwuchses werden Sie jedoch gelegentlich als Kinderrad eingesetzt.

CENTURION City Speed 1 - Hinweise zu BMX-Rädern - 1

Wenn mit dem BMX-Rad am Straßenverkehr teilgenommen werden soll, muss es gemäß den jeweiligen Bestimmungen ausgestattet werden. In Deutschland regelt der § 67 die Beleuchtungseinrichtungen, die Glocke und die Bremsanlage. Fragen Sie Ihren Radhändler.

19.3 Einstellung von Kinderrädern

Noch wichtiger als bei Erwachsenen ist es, das Fahrrad auf die Proportionen des Kindes einzustellen. Bei der Sattelhöhe müssen Sie einen Kompromiss finden, bei dem das Kind im Sattel sitzend mit beiden Füßen den Boden erreicht und andererseits vernünftig treten kann.

CENTURION City Speed 1 - Einstellung von Kinderrädern - 1

Stellen Sie die Sattelhöhe so ein, dass das Bein ausgestreckt ist, wenn das Pedal ganz nach unten gedreht ist und das Kind mit der Ferse auf dem Pedal steht.

In der Gegenprobe sollte das Knie leicht angewinkelt sein, wenn die Ballen über der Mitte des Pedals positioniert sind.

CENTURION City Speed 1 - Einstellung von Kinderrädern - 2

Achten Sie bei der Kontrolle darauf, dass das Becken des Kindes dabei waagerecht bleibt. Prüfen Sie zum Abschluss, ob das Kind noch den Boden erreicht. Ist dies nicht der Fall, senken Sie die Sattelhöhe wieder etwas ab.

CENTURION City Speed 1 - Einstellung von Kinderrädern - 3

Wie Sie die Stütze in der Höhe verstellen, lesen Sie im Kapitel 8. „Anpassen des Fahrrades an den Fahrer“.

Überprüfen Sie die Sattelhöhe bei Kindern und Heranwachsenden zumindest alle 3 Monate!

Wenn der Lenker zu weit vom Sattel entfernt ist, fährt das Kind ebenfalls weniger entspannt als es könnte. Deshalb kann der Sattel verschoben werden. Öffnen Sie die Mutter des Sattelklobens (Klemmschelle) oben an der Sattelstütze mit einem Maulschlüssel ein bis zwei Umdrehungen.

CENTURION City Speed 1 - Einstellung von Kinderrädern - 4

Sie müssen die Mutter nicht ganz aufdrehen, sonst besteht die Gefahr, dass der Mechanismus auseinander fällt. Schieben Sie den Sattel in die gewünschte Position und drehen Sie die Mutter wieder an. Achten Sie darauf, dass der Sattel waagerecht steht und dass die Rasterung im Sattelkloben "einrastet", während Sie anziehen. Versuchen Sie den Sattel etwas zu kippen, dann merken Sie, ob der Mechanismus eingerastet ist. Ist dies der Fall, ziehen Sie die Mutter fest.

Prüfen Sie zum Abschluss nochmals den festen Sitz, indem Sie versuchen den Sattel abzukippen.

Kontrollieren Sie als nächstes, ob das Kind mit den Fingern den Bremshebel gut greifen kann.

CENTURION City Speed 1 - Einstellung von Kinderrädern - 5

Ist dies nicht der Fall, stellen Sie den Bremsgriff ein, wie dies in den Kapiteln 8. „Anpassen des Fahrrades an den Fahrer“ und Kapitel 9. „Die Bremsanlage“ beschrieben wird.

Wenn Sie Bremsen üben, ist es wichtig, dass Sie dem Kind sagen, dass bei Nässe die Bremswirkung und die Haftung nachlassen und dass es deshalb langsamer fahren muss.

19. Kinderräder

CENTURION

Machen Sie es sich zur Gewohnheit, zusammen mit Ihrem Kind die Prüfung In Kapitel 4. „Vor jeder Fahrt“ gemeinsam durchzuführen. So lernt Ihr Kind den richtigen Umgang mit dem Material und Sie können gegebenenfalls Mängel aufdecken, die sich im „Spielbetrieb“ eingestellt haben. Ermutigen Sie Ihr Kind auch, Ihnen mitzuteilen, wenn etwas am Fahrrad nicht mehr funktioniert. Stellen Sie den Mangel umgehend ab oder bringen Sie das Rad zur Reparatur, wenn Sie im Zweifel sind.

Kinder sind auch eitel. Kaufen Sie deshalb einen geprüften Fahrrad helm, der dem Kind auch gefällt. Deshalb und zur Ermittlung der richtigen Größe, sollten Sie das Kind zum Kauf mitnehmen. Gefällt der Helm und passt er, erhöhen Sie die Chance, dass der lebenswichtige Kopfschutz auch getragen wird!

19.4 Stützräder

Nach Expertenmeinung sind Stützräder zum Erlernen des Fahrradfahrens nur bedingt geeignet und aufgrund der Einprägung von Bewegungsabläufen sogar kontraproduktiv. Falls diese Fahrhilfen montiert sind, versuchen Sie daher so bald wie möglich darauf zu verzichten, da sich Ihr Kind sonst eine völlig falsche Fahrtechnik antrainiert. Wir empfehlen Ihr Kind voher mit dem Dreirad und dem Roller üben zu lassen. Wenn der Roller einwandfrei beherrscht wird, fällt eine Umgewöhnung auf das Fahrrad Ihrem Kind erfahrungsgemäß ganz leicht.

Sollten Sie sich für die Montage von Stütz-rädern entscheiden, montieren Sie wenn erforderlich zuerst die Räder an den Ausleger. Lösen und entfernen Sie dann die Rad-schrauben an einer Seite komplett, befestigen Sie den Ausleger zusammen mit der Abstützung an der Kettenstrebe.

CENTURION City Speed 1 - Stützräder - 1

Achten Sie darauf die Abstützung an der Kettenstrebe korrekt zu montieren, ziehen die Radmutter handfest an und wiederholen Sie das auch für das Stützrad der anderen Seite.

Richten Sie beide Stützräder dann so aus, dass bei genau senkrecht stehendem Fahrrad beide Stützräder den Boden berühren. Ziehen Sie dann die Radmuttern mit dem vorgeschriebenen Drehmoment fest.

CENTURION City Speed 1 - Stützräder - 2

Die Stützräder stellen nur eine unzureichende Fahrhilfe für kleinste Kinder dar und sollten sobald wie möglich demon- tiert werden um das Gleichgewichtsgefühl Ihres Kindes zu schulen.

20. Helme, Zubehör

CENTURION

20.1 Helme

Ein Radhelm ist bei den heutigen Verkehrsverhältnissen ein Muss. Ihr CENTURION-Fachhändler hat eine große Auswahl an Kopfschützern in verschiedenen Größen.

Lassen Sie sich beim Kauf Zeit und setzen Sie den Wunschhelm ruhig eine Weile auf. Ein guter Helm muss straff sitzen und darf nicht drücken. Achten Sie beim Helmkauf auf bestandene Prüfnormen.

CENTURION City Speed 1 - Helme - 1

Fahren Sie nie ohne Helm! Aber der sicherste Helm nützt nichts, wenn er nicht richtig paßt oder der Riemen nicht richtig eingestellt oder geschlossen ist!

20.2 Zubehör

Der Markt bietet jede Menge Zubehör, das den Spaß am Radfahren noch steigern soll. Elektronische Tachos ermitteln die Fahrt- und Durchschnittsgeschwindigkeit, die Tages- und Jahreskilometer sowie die Fahrtzeit. Luxusmodelle zeigen die höchste erreichte Geschwindigkeit, den Höhenunterschied, die Trittfrequenz und vieles mehr an.

Das wichtigste Zubehör für eine gelungene Radtour bleibt jedoch eine Luftpumpe und eine kleine Werkzeugtasche. Darin sollten zwei Montierhebel, die gängigen Innensechskant-Schlüssel, ein Schlauch, Flickzeug, sowie eine Telefonkarte und etwas Geld sein. So sind Sie gewappnet, wenn der Pannenteufel zuschlägt.

CENTURION City Speed 1 - Zubehör - 1

Vor dem Kauf zusätzlicher Klingeln oder Hupen sowie Beleuchtungseinrichtungen müssen Sie genau prüfen, ob dieses Zubehör erlaubt und geprüft und damit für den Straßenverkehr zugelassen ist. Zusätzliche Batterie-/Akkuleuchten müssen mit der Schlangenlinie und dem Buchstaben K gekennzeichnet sein.

Mehr Sicht nach hinten bieten Rückspiegel. Achten Sie beim Kauf auf eine solide, nicht vibrierende Befestigung.

Denken Sie auch an ein gutes Schloss, denn Fahrräder werden sehr häufig entwendet. Ihr CENTURION-Fachhändler berät Sie gerne über die verschiedenen Sicherheitsstufen der Schlösser.

Nachträglich angebrachtes Zubehör, z.B. Schutzbleche, Scheiben- oder Trommelbremsen, Gepäckträger etc., kann die Funktion Ihres Rades beeinträchtigen. Verlust der Kontrolle über das Fahrrad und Sturz können die Folge sein. Befragen Sie grundsätzlich Ihren CENTURION-Fachhändler, bevor Sie Zubehör irgendeiner Art an das Rad bauen.

21. Gepäck

CENTURION

Gepäcktransport

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, Gepäck auf dem Fahrrad mitzunehmen. Wie das Gepäck befördert wird, hängt in erster Linie von dessen Gewicht und Volumen und vom benutzten Fahrrad ab. Fahrer von MTBs oder Rennmaschinen transportieren das Gepäck oft im Rucksack auf dem Rücken. So beeinflusst die zusätzliche Last die Fahreigenschaften am wenigsten.

Es gibt jedoch mehrere Varianten, das Gepäck direkt am Rad zu befestigen.

Bei Fahrrädern mit Gepäckträger kann eine Tasche oder ein Korb auf der Trägerplatte mitgeführt werden. Dies ist für das Fahrverhalten des Rades die schlechteste Lösung. Es empfiehlt sich, die mitzunehmenden Dinge in stabilen Packtaschen zu befördern, dann liegt der Schwerpunkt niedriger.

Achten Sie beim Kauf der Taschen auf Wasserdichtigkeit, damit Sie beim ersten Regenguss keine negativen Überraschungen erleben.

Eine weitere Möglichkeit Gepäck zu verstauen bieten Lenkertaschen, die oft mit Schnell-

CENTURION City Speed 1 - Gepäcktransport - 1

verschlüssen angebracht werden. Lenkertaschen sind besonders geeignet für Wertgegenstände und Fotoausrüstungen.

Taschen für vorne an der Gabel, so genannte Lowrider-Taschen werden mit speziellen Haltern an der Gabel befestigt. Sie eignen sich als Zusatz für die große Tour. Schweres Gepäck ist darin gut aufgehoben, da das Fahrverhalten durch die gute Gewichtsverteilung wenig leidet.

Beladen Sie den Gepäckträger nie schwerer, als es die aufgedruckte oder eingeprägte zulässige Maximallast erlaubt. Überschreiten Sie keinesfalls die im Kapitel 3. „Vor der ersten Fahrt“ angegebene zulässige Gesamtbelastung des Rades.

Achten Sie beim Beladen des Rades auf eine günstige Lastverteilung. Schwere Gepäckstücke sollten so weit unten wie möglich gepackt werden. In die Lenkertasche und auf den Gepäckträger gehören die leichteren Dinge.

Überladen Sie Ihr Fahrrad nicht (Kapitel 3. „Vor der ersten Fahrt“) und beachten Sie die auf dem Gepäckträger aufgedruckte oder eingeprägte zulässige Belastung. Gepäck verändert generell die Fahreigenschaften Ihres Rades und verlängert den Bremsweg! Üben Sie deshalb das Fahren mit beladenem Fahrrad auf einer verkehrsfreien Fläche.

22. Mitnahme von Kindern

CENTURION

Die Mitnahme von Kindern ist nur mit speziellen Sitzen oder Kinderanhängern möglich bzw. erlaubt. Die Kindersitze werden am Rahmen des Rades befestigt. Die Befestigungen sind meist als Wechselhalter ausgeführt. Ein Sitz kann damit an mehreren Rädern befestigt werden, wenn diese jeweils mit einer passenden Befestigung ausgestattet sind.

22.1 Kindersitze

Erwerben Sie ausschließlich geprüfte Kindersitze (DIN/GS). Wichtig ist, dass das Kind im Sitz angeschnallt wird und die Füße in speziellen Haltern untergebracht sind.

CENTURION City Speed 1 - Kindersitze - 1

Setzen Sie dem mitfahrenden Kind immer einen Helm auf!

Kindersitze beeinflussen die Fahreigenschaften des Rades stark. Das Gewicht des Sitzes und des Kindes machen die Fahrt verhältnismäßig labil, das Rad neigt zum Schlingern. Üben Sie das Aufsteigen und das Fahren!

Besonders kritisch ist der Moment, wenn das Kind in den Kindersitz gesetzt wird, denn dann ist die Gefahr, dass das Rad umkippt, am größten. Vorteilhaft ist deshalb die Montage einer Parkstütze mit zwei Beinen, auf denen das Rad besser steht.

CENTURION City Speed 1 - Kindersitze - 2

Beladen Sie den Gepäckträger nie schwerer, als es die aufgedruckte oder eingeprägte zulässige Maximallast erlaubt. Überschreiten Sie keinesfalls die im Kapitel 3. „Vor der ersten Fahrt“ angegebene zulässige Gesamtbelastung des Rades.

Informieren Sie sich in Ihrem Land über die Regeln zum Transport von Kindern, bevor Sie ein Kind mitnehmen. Fragen Sie Ihren CENTURION-Fachhändler.

Decken Sie die Federn Ihres Sattels ab, damit das Kind seine Finger nicht einklemmen kann.

Kinder dürfen nur auf speziellen Sitzen, die auch die Füße sicher unter -bringen, mitgenommen werden. Das Kind darf in Deutschland höchstens 7 Jahre, der Fahrer muss mindestens 16 Jahre alt sein. Erkundigen Sie sich nach den Regelungen in Ihrem Land.

Nicht alle Rahmen, insbesondere die sehr Leichtgewichtigen, sind dafür geeignet, dass ein Kindersitz mit einem speziellen Halter montiert werden kann. Schauen Sie in der Tabelle im Kapitel 27. „Komplettierung bzw. Aufbau von CENTURION-Rahmen“ und Kapitel 28. „Besonderheiten des Werkstoffs Carbon“ nach. Und fragen Sie Ihren CENTURION-Fachhändler, wie Sie den Sitz am besten montieren können.

22. Mitnahme von Kindern

CENTURION

22.2 Kinderanhänger

In speziellen Kinderanhängern die hinter dem Rad hergezogen werden, können üblicherweise bis zu zwei Kinder untergebracht werden. Die Kinder können im Hänger spielen, ohne dass Spielsachen heraustallen. Einige Versionen bieten die Möglichkeit, ein Sonnen- oder Regenschutzdach anzubringen.

CENTURION City Speed 1 - Kinderanhänger - 1

Die Anhänger verändern hauptsächlich das Bremsverhalten, nicht aber die restlichen Fahreigenschaften des Rades. Ein Nachteil liegt in der Breite des Kinderanhängers, der das Rad seitlich deutlich überragt. Zudem sind die Anhänger flach, so dass sie übersehen werden können. Sichern Sie den Anhänger deshalb mit einem an einer längeren Stange angebrachten farbigen Wimpel und üben Sie das Fahren mit dem Gespann zunächst ohne „Besatzung“. Mit einem Rückspiegel können der Hänger und die Insassen während der Fahrt beobachtet werden.

Der Anhänger sollte zusätzlich mit allen Reflektoren ausgerüstet sein, die auch am Fahrrad verlangt werden. Beleuchten Sie die Rückseite des Hängers bei Nachtfahrten mit mindestens einer Batterie- oder Akkuleuchte. Diese Beleuchtungseinrichtungen sind in der in Zukunft in Kraft tretenden StVZO-Neuregelung vorgeschrieben.

Setzen Sie dem Kind immer einen passenden Helm auf. Ein Anhänger ist nur ein unvollkommener Schutz bei einem Unfall.

Bevor Sie mit Ihrem Rad einen Anheiger ziehen, schauen Sie bitte in Kapi tel 27. „Komplettierung bzw. Aufbau von CENTURION-Rahmen“ nach, ob Ihr Rad dafür geeignet ist. Fragen Sie auch Ihren CENTURION-Fachhändler um Rat.

Schnallen Sie das Kind immer an, denn unkontrollierte Bewegungen im Innern des Anhängers könnten diesen sonst zum Kippen bringen.

Setzen Sie dem mitfahrenden Kind immer einen Helm auf!

Beachten Sie, dass sich das Fahr- und Bremsverhalten ändert, wenn Sie mit einem Anhänger fahren.

Fahren Sie immer mit angemessener Geschwindigkeit und fahren Sie nicht im Gelände.

Überschreiten Sie niemals das zulässige Gesamtgewicht des Anhängers und beachten Sie unbedingt die Bedienungsanleitung des Hängers.

23. Autotransport

CENTURION

Transport des Rades mit dem Auto

Das Autofahren hat neben allen bekannten Nachteilen einen großen Vorteil. Der Transport des Rades ist sehr einfach. Nahezu jedes Autozubehörgeschäft und fast alle Autofirmen bieten Trägersysteme zum Radtransport an, damit das Rad nicht zerlegt werden muss. Üblicherweise werden die Räder auf dem Dach in eine Schiene gestellt und mit einer Klammer, die ans Unterrohr greift, befestigt.

Die immer mehr in Mode kommenden Heckträger bieten gegenüber den Dachträgern vor allem den Vorteil, dass das Rad zum Transport nicht so weit hochgehoben werden muss.

Achten Sie beim Kauf auf die Einhaltung der Sicherheitsnormen, TÜV/GS-Zeichen oder ähnliches.

Lesen Sie die Bedienungsanleitung des Trägers und halten Sie sich an die zulässige Nutzlast und die empfohlene/vorgeschriebene Höchstgeschwindigkeit.

Achten Sie darauf, dass die Beleuchtungseinrichtungen und das Kennzeichen ihres Autos nicht verdeckt werden. Unter Umständen ist ein zweiter Außenspiegel Pflicht.

CENTURION City Speed 1 - Transport des Rades mit dem Auto - 1

Bedenken Sie dass beim Transport des Rades außerhalb des Autos ihr Rad verstärkt den Witterungsverhältnissen ausgesetzt ist. Hohe Geschwindigkeit bei Regenwetter ist der Wirkung eines Dampfstrahlers gleichzusetzen. Das Wasser kann an den Dichtungen vorbei drücken und ins Innere der Lager und Bowdenzüge vordringen. Die Schmiermittel werden verdünnt, die Reibung wird erhöht. Auf Dauer führt das zur Zerstörung der Lager und Bowdenzüge.

Bei großvolumigen Rahmenrohren besteht bei den meisten Klemmen Quetschgefahr!

Informieren Sie sich über die Vorschriften und Regeln zum Transport von Fahrrädern in den Ländern, durch die Sie während Ihrer Reisen hindurch fahren. Unterschiede bestehen z. B. hinsichtlich der Kennzeichnung.

Kaufen Sie keine Trägersysteme, bei denen das Rad umgekehrt, d.h. mit dem Lenker und Sattel nach unten auf dem Träger befestigt wird. Bei dieser Befestigungsart werden der Lenker, der Vorbau, der Sattel und die Sattelstütze während der Fahrt sehr stark beansprucht. Bruchgefahr!

Beachten Sie die größere Höhe Ihres Fahrzeugs. Messen Sie die Gesamt-höhe Ihres Fahrzeugs und bringen Sie diese gut sichtbar im Cockpit oder auf dem Lenkrad an.

Räder mit hydraulischen Bremsen dür- keinesfalls kopfüber transportiert werden. Luft könnte in die Bremssättel gelangen und zum Ausfall der Bremse führen.

Montieren Sie bei Scheibenbremsen die Transportsicherungen, wenn Sie das Fahrrad ohne Laufräder transportieren.

24. Waschen und Pflege

CENTURION

Wenn Sie Ihr Rad vom CENTURION-Fachhändler abholen, hat er es für Sie fahrbereit montiert. Dennoch sollten Sie danach das Rad regelmäßig pflegen und die turnusmäßigen Wartungsarbeiten vom CENTURION-Fachhändler durchführen lassen. Nur dann kann die dauerhafte und sichere Funktion aller Teile gewährleistet werden. Ihre Fahrfreude und Ihre Fahrsicherheit bleiben so über viele Jahre erhalten.

Waschen und Pflegen des Rades

Antrocknender Schweiß, Schmutz und Salz vom Winterbetrieb schaden Ihrem Rad. Deshalb muss regelmäßiges Reinigen aller Bauteile des Fahrrades zu Ihren Pflichtübungen gehören.

Am einfachsten könnte man Schmutz und Mineralien mit einem Dampfstrahler ablösen. Die Schnell-Reinigung hat jedoch gravierende Nachteile. Der unter hohem Druck austretende und sehr scharfe Wasserstrahl kann an den Dichtungen vorbei drücken und ins Innere der Lager vordringen. Die Schmiermittel werden verdünnt, die Reibung wird erhöht. Auf Dauer führt dies zur Zerstörung der Lagerlaufflächen und dem weichen Lauf der Lager.

Wesentlich schonender ist die Radwäsche mit einem weichen Wasserstrahl oder einem Eimer Wasser, unter Zuhilfenahme eines Schwamms oder eines großen Pinsels, z.B. einer Kleisterquaste.

Die Reinigung von Hand hat einen weiteren positiven Nebeneffekt: Sie können so schadhafte Lackstellen, verschlissene Teile oder Defekte frühzeitig erkennen.

Verwenden Sie für pulverbeschichtete Rahmen niemals lösungsmittelhaltige Reinigungsmittel.

Nachdem das Rad wieder abgetrocknet ist, bessern Sie gegebenenfalls schadhafte Lackstellen aus. Konservieren Sie den Lack und die metallischen Oberflächen regelmäßig mit Hartwachs. Schützen Sie auch die Speichen, Naben etc. ebenfalls mit einem Wachsfilm. Weniger flächige Teile können einfach mit einem Handzerstäuber eingesprüht werden.

Nach Abschluss der Reinigungsarbeiten sollten Sie die Kette prüfen und gegebenenfalls schmieren (siehe Kapitel 10.2 „Kettenpflege“).

Muten Sie sich nur Arbeiten zu, bei denen Sie über das nötige Fachwissen und das passende Werkzeug verfügen.

Reinigen Sie Ihr Fahrrad nicht auf kurze Distanz mit einem sehr starken Wasserstrahl oder dem Dampfstrahler.

Achten Sie beim Putzen auf Risse, krotzspuren, Materialverbiegungen oder -verfärbungen. Setzen Sie sich im Zweifelsfall mit Ihrem CENTURION-Fachhändler in Verbindung. Lassen Sie beschädigte Bauteile umgehend ersetzen.

CENTURION City Speed 1 - Waschen und Pflegen des Rades - 1

text_image BKE SHINE WET LUBE DRIVE LUBE WETS LUBE

25. Aufbewahrung

CENTURION

Aufbewahrung bzw. Lagerung des Rades

Wenn Sie Ihr Rad während der Saison regelmäßig pflegen, müssen Sie beim kurzzeitigen Abstellen, abgesehen vom Diebstahlschutz, keine besonderen Vorkehrungsmaßnahmen treffen. Es empfiehlt sich, das Rad an einem trockenen, gut durchlüfteten Raum abzustellen.

Steht die Überwinterung des Fahrrades an, sind einige Dinge zu beachten:

Während der langen Standzeit verlieren die Schläuche allmählich die Luft. Steht das Rad längere Zeit auf den platten Reifen, kann der Reifenaufbau Schaden nehmen. Hängen Sie deshalb die Räder oder das gesamte Fahrrad auf, oder kontrollieren Sie regelmäßig den Reifendruck.

Säubern Sie das Rad und schützen Sie es gegen Korrosion, wie oben beschrieben.

Demontieren Sie die Sattelstütze und lassen Sie eventuell eingedrungene Feuchtigkeit austrocknen. Sprühen Sie etwas fein zerstäubtes Öl in das Sattelrohr (Ausnahme: verwenden Sie kein Öl wenn es sich um einen Carbon-

Rahmen handelt oder Sie eine Carbon-Sattelstütze verwenden).

Lagern Sie das Rad in einem trockenen Raum.

CENTURION City Speed 1 - Aufbewahrung bzw. Lagerung des Rades - 1

Schalten Sie vorne auf das kleine Blatt und hinten auf das kleinste Ritzel. So sind die Züge und Federn soweit als möglich entspannt. Beachten Sie, dass bei Nexave-Schaltungen die Feder des hinteren Schaltwerks entspannt ist, wenn die Kette auf dem größten Ritzel liegt.

CENTURION City Speed 1 - Aufbewahrung bzw. Lagerung des Rades - 2

Bringen Sie keine Pflegemittel und kein Kettenöl auf die Bremsbeläge und die Bremsflächen der Felgen, bzw. auf die Bremsscheiben! Drohendes Bremsversagen ist die Folge.

In den Wintermonaten gibt es bei CENTURION-Fachhändlern in der Regel kaum Wartezeiten. Zudem offerieren viele Fachgeschäfte Aktionspreise für den jährlichen Check. Nutzen Sie die Standzeit und bringen Sie Ihr Rad zum CENTURION-Fachhändler zur Inspektion!

26. Service- und Wartungszeitplan

CENTURION

Bereits nach 200 bis 400 Kilometern oder 4 bis 8 Wochen ist eine erste Inspektion fällig. Das Rad muss inspiziert und gewartet werden, da in der "Einfahrzeit" des Rades sich die Speichen setzen, die Züge längen, die Schaltung verstellt und die Lager einlaufen. Diesen Reife-Prozess kann man nicht vermeiden. Vereinbaren Sie deshalb mit Ihrem CENTURION-Fachhändler einen Termin für die Durchsicht Ihres neuen Rades. Die erste Inspektion beeinflusst maßgeblich die weitere Funktion Ihres Rades.

Nach der Einlaufphase sollten Sie Ihr Rad in regelmäßigen Abständen warten lassen. Die in der Tabelle angegebenen Zeitangaben sind als Anhaltspunkte für Radler gedacht, die zwischen 1000 und 2000 km pro Jahr fahren. Wenn Sie regelmäßig mehr, oder sehr viel auf schlechten Straßen oder im Gelände radeln, verkürzen sich die Inspektionsintervalle dem härteren Einsatz entsprechend.

Regelmäßige Inspektionen und der rechtzeitige Tausch von Verschleißteilen gehört zum bestimmungsgemäßen Gebrauch des Rades und haben daher auch einen Einfluss auf die Gewährleistung.

Bringen Sie Ihr Rad zu Ihrer eigenen Sicherheit nach 200 bis 400 km oder nach vier bis acht Wochen, spätestens jedoch nach drei Monaten, zum CENTURION-Fachhändler zur 1. Inspektion.

Bauteil Tätigkeit Vor jeder Monatlich Jährlich Sonstige Fahrt Intervalle

Beleuchtung kontrollieren X
BereitungLuftdruck kontrollierenX
BereitungProfilhöhe und Seitenwände kontrollierenX
Bremsen(Felgenbremse) Bremsprobe im StandHebelweg, Belagsstärke und Position zur Felge kontrollieren X
Bremsen (Felgenbremsen)Beläge säubernX
Bremsen (Scheibenbremse) Bremsprobe im StandHebelweg, Belagsstärke kontrollieren, Sichtkontrolle Dichtigkeit, X
BremszügeSichtkontrolleX
Bremse (Rücktritt)Bremsanker und Kettenspannung prüfenX
FedergabelSchrauben kontrollieren und nachziehenH
FedergabelÖl wechseln, bzw. Elastomere fettenH
Feder-SattelstützeWartenH

Die mit X gekennzeichneten Kontrollen können Sie selbst durchführen, wenn Sie über handwerkliches Geschick, etwas Erfahrung und geeignetes Werkzeug, z.B. einen Drehmomentsschlüssel verfügen. Sollten bei den Überprüfungen Mängel erkennbar sein, leiten Sie umgehend geeignete Maßnahmen ein. Bei Fragen oder Unklarheiten hilft Ihnen Ihr CENTURION-Fachhändler.
Die mit H gekennzeichneten Arbeiten sollten nur vom CENTURION-Fachhändler durchgeführt werden.

26. Service- und Wartungszeitplan

CENTURION

Bauteil Tätigkeit Vor jeder Monatlich Jährlich Sonstige Fahrt Intervalle

Full Suspension(gefederter Hinterbau) Warten H
Felgen (bei Felgenbremsen, Aluminium)Wandstärke kontrollieren, gegebenenfalls auswechseln Bremsbelägespätestens nachdem 2. Satz
InnenlagerLagerspiel kontrollierenx
InnenlagerDemontieren und Gewinde neu fettenH
Kettekontrollieren bzw. schmierenx
Kettekontrollieren bzw. wechselnab 1000 km
Kurbelkontrollieren bzw. nachziehenx
Lackkonservierenhalbjährlich
Laufräder/SpeichenRundlauf und Spannung prüfenx
Lenker, AluminumKontrollieren, gegebenenfalls austauschen 2 Jahremindestens alle
LenkungslagerLagerspiel kontrollierenx
Lenkungslagerneu fettenH
Metallische Oberflächenkonservierenhalbjährlich
NabenLagerspiel kontrollierenx x
Naben neu fettenH
PedaleLagerspiel kontrollierenx
PedaleRast-Mechanismus reinigen, schmierenx
Schaltwerk / UmwerferReinigen, schmierenx
SchnellspannerSitz kontrollierenx
Schrauben und MutternKontrollieren bzw. nachziehenx
VentileSitz kontrollierenx
Vorbau, SattelstützeAusbauen und neu fetten, bei Carbon nur säubernH
Züge Schaltung/Bremsenausbauen und fettenH

Die mit X gekennzeichneten Kontrollen können Sie selbst durchführen, wenn Sie über handwerkliches Geschick, etwas Erfahrung und geeignetes Werkzeug, z.B. einen Drehmomentsschlüssel verfügen. Sollten bei den Überprüfungen Mängel erkennbar sein, leiten Sie umgehend geeignete Maßnahmen ein. Bei Fragen oder Unklarheiten hilft Ihnen ihr CENTURION-Fachhändler.
Die mit H gekennzeichneten Arbeiten sollten nur vom CENTURION-Fachhändler durchgeführt werden.

27. Komplettierung bzw. Aufbau von CENTURION-Rahmen

CENTURION

Montieren Sie alle Anbauteile (Ausnahme Carbonstützen und Vorbauten auf Carbongabeln) mit hochwertigem Fett an den Rahmen. So vermeiden Sie Korrosion. Andernfalls können Sie möglicherweise das Rad nach einiger Zeit nicht mehr demontieren.

Bei Rennrahmen ist oft eine zum Rahmen passende (Carbon-)Gabel dabei. Beachten Sie die Hinweise zur Montage von Carbon-Gabelschäften, in der Anleitung des Gabelherstellers.

Wenn Sie einen Carbon (CFK) Rahmen aufbauen beachten Sie Kapitel 28. „Besonderheiten des Werkstoffs Carbon“.

Folgende Maße müssen Sie bei der Montage beachten:

Lenkungslager bzw. Steuersatz

Alle Rahmen werden mit eingepressten Schalen und/oder integriertem Steuersatz (integrated headset) ausgeliefert.

Tret-Innenlager

Alle Rahmen: BSC- bzw. BSA-Gewinde: 1,370" x 24TPI, (rechte Seite Linksgewinde!) Gehäusebreite siehe Tabelle auf der folgenden Seite.

Übliche Cartridge-Lagerungen können direkt mit hochwertigem Montagefett montiert werden. Bei Bedarf, z.B. bei Shimano Dura Ace und XTR-Lagern, können die Planflächen der Gehäuse nachgefräst werden, da Lack eventuell eine saubere Passung vereitelt. Sorgen Sie anschließend für Korrosionsschutz mit Wachs und Fett.

Hinterbaubreite

Siehe Tabelle auf der folgenden Seite.

Zulässige Federwege der Gabeln

Siehe Tabelle auf der folgenden Seite.

Wenn Fragen hinsichtlich der Kompatibilität einzelner Teile zum Rahmen bestehen, fragen Sie Ihren CENTURION-Fachhändler.

CENTURION City Speed 1 - Zulässige Federwege der Gabeln - 1

Wenn Sie in die Mountainbike-Rahmen eine Gabel einbauen, beach-ten Sie, dass der Gabelkopf sich frei unter dem Unterrohr durchdrehen kann!

Beachten Sie die Tabelle auf der folgenden Seite mit Maßen etc. und die Liste der Anzugsdrehmomente.

Klemmen Sie die Rahmen nicht an den Rohren in Ihrem Montage- ständer! Die dünnwandigen Rohre können beschädigt werden. Montieren Sie zuerst die Sattelstütze und klemmen Sie diese in den Ständer.

Derjenige, der den Rahmen zum Fahrrad komplettiert, muss selbst dafür Sorge tragen, dass die Zusammenstellung der Teile gemäß den Richtlinien der Hersteller, den allgemeinen Normen und dem Stand von Wissenschaft und Technik durchgeführt wird.

27. Komplettierung bzw. Aufbau von CENTURION-Rahmen

CENTURION

Name/KategorieRadartKindersitz-montage erlaubt?Anhänger erlaubt?Max. Zuladung Fahrer + Gepäck∅ der Sattel-stütze (mm) (∅ -0,1 mm)Gehäusebreite des Tret-Innen-lagers in mm (4)Hinterbau Breite (mm)Federweg-Hinterbau (mm)Zul. Federweg der Federgabel (mm)
Backfire Basic/SportMTB* Allround Hardtailja (1)ja12031,6BSA 73135/80 - 100
Backfire Light/HydroMTB* Race Hardtailneinja12031,6BSA 73135/80 - 100
Backfire CarbonMTB* Race Hardtailneinnein9031,6BSA 73135/80 - 100
Backfire FitMTB* Comfort Hardtailja (1)ja12031,6BSA 73135/80 - 100
Bock EQMTB* Street Hardtailja (1)ja12031,6BSA 73135/90 - 120
BockMTB* Dirt Hardtailneinja12031,6BSA 73135/110 - 140
Backfire LRSMTB* XC-Fully (LRS)neinja (2)12031,6BSA 731358080 - 120
Backfire LRS CarbonMTB* XC-Fully (LRS)neinja (2)9031,6BSA 731358080 - 120
NuminisMTB* All-Mountain-Fully (LRS)neinja (2)12031,6BSA 73135115100 - 130
Cross700C Cross Radja (1)ja12027,2BSA 68135/40 - 60
Cross Lady700C Cross Radja (1)ja10027,2BSA 68135/40 - 60
Cross SpeedFitness-Bikeja (1)ja12027,2BSA 68130/nur Starrgabel
Cross LRS700C Cross Rad vollgefedert (LRS)neinja (2)12031,6BSA 7313560 / 8060 - 80
Cross LRS Lady700C Cross Rad vollgefedert (LRS)neinja (2)10031,6BSA 7313560 / 8060 - 80
TrekkingTrekking-Radja (1)ja12027,2BSA 68135/40 - 60
Trekking LadyTrekking-Radja (1)ja10027,2BSA 68135/40 - 60
CityCity-Rad (tiefer Einstieg)ja (1)ja10027,2BSA 68130 / 135 (3)/40 - 60
City LRSCity-Rad (tiefer Einstieg) vollgefedert (LRS)neinja (2)10031,6BSA 7313560 / 8060 - 80
RoadRennradneinja12027,2BSA 68130/nur Starrgabel
Road CarbonRennradneinnein9031,6BSA 68130/nur Starrgabel

* Mountainbike
(1) Kindersitzmontage: nur Gepäckträger-Montage
(2) Bei vollgefederten Rädern: Hängerbetrieb nur mit spezieller Anhänger-Kupplung für Schnellspanner-Montage
(3) 130mm bei Nabenschaltung, 135mm bei Kettenschaltung
(4) Alle Rahmen haben BSA Gewinde (Wichtig: Rechte Seite mit Linksgewinde!)

28. Besonderheiten des Werkstoffes Carbon

CENTURION

28.1 Carbon - Besonderheiten

Wie bei allen Leichtbauteilen und insbesondere bei Produkten, die aus mit Kohlefaser verstärktem Kunststoff, auch Carbon oder kurz CFK genannt, bestehen, müssen auch bei den CENTURUION-Rahmen und Carbon-Gabeln einige Besonderheiten beachtet werden.

Carbon ist ein extrem fester Werkstoff, der eine hohe Belastbarkeit bei gleichzeitig geringem Gewicht der Bauteile ermöglicht. Allerdings hat Carbon die Eigenschaft, dass sich ein Bauteil nach einer Überlastung nicht verformt, obwohl die Struktur schon beschädigt sein kann. Eventuell eingetretene Überbeanspruchungen können zu Schäden führen, die nicht wie bei Stahl oder Aluminium erkennbare Verbiegungen aufweisen, sondern die Fasern im Innern schädigen.

Nach einer Überlastung kann ein vorgeschädigtes Carbonteil im weiteren Gebrauch schlagartig und ohne Vorwarnung versagen, was zum Sturz mit nicht vorhersehbaren Folgen führen kann. Deshalb legen wir es Ihnen nahe, dass Sie das Bauteil oder besser noch das ganze Fahrrad nach einem Zwischenfall, wie beispielsweise einem Sturz, zu Ihrem CENTURION-Fachhändler zur Kontrolle bringen. Gegebenenfalls kann dieser mit unserer Serviceabteilung Kontakt aufnehmen, um offene Fragen zu klären.

Beschädigte Bauteile aus CFK dürfen aus Sicherheitsgründen nie gerichtet oder repariert werden! Tauschen Sie ein beschädigtes Bauteil umgehend! Verhindern Sie durch geeignete Maßnahmen (z.B Zersägen) eine Weiterbenutzung durch Dritte.

Bauteile aus Carbon dürfen niemals hohen Temperaturen ausgesetzt werden. Lassen Sie diese deshalb niemals pulverbeschichten oder lackieren. Die dabei nötigen hohen Temperaturen könnten das Bauteil zerstören. Vermeiden Sie deshalb die Aufbewahrung im Kraftfahrzeug bei starker Sonneneinstrahlung und die Lagerung in der Nähe von Wärmequellen.

Komponenten aus CFK haben, wie alle sehr leicht gebauten Teile, nur eine begrenzte Lebensdauer. Tauschen Sie deshalb Lenker und Vorbauten, je nach Nutzung, in regelmäßigen Abständen (z. B. alle 3 Jahre) prophylaktisch aus, auch wenn diese keinen Unfall oder ähnliche Ereignisse durchlebt haben.

Sollte Ihr CENTURION-Carbon-Rahmen oder Ihre Carbon-Gabel Knackgeräusche von sich geben, oder äußerliche Schäden wie Kerben, Risse, Beulen, Verfärbungen etc. aufweisen, dürfen Sie das Fahrrad nicht mehr benutzen. Kontaktieren Sie bitte sofort Ihren CENTURION-Fachhändler, der dann das Bauteil sorgfältig prüft!

CENTURION City Speed 1 - Carbon - Besonderheiten - 1

28. Besonderheiten des Werkstoffes Carbon

CENTURION

28.1.1 Pflegehinweise

Reinigen Sie Bauteile aus kohlefaserverstärktem Kunststoff mit Wasser unter Zuhilfenahme eines weichen Lappens. Geben Sie eventuell etwas Spülmittel hinzu. Entfernen Sie hartnäckig anhaftendes Öl oder Fett mit einem Reinigungsmittel auf Petroleumbasis. Verwenden Sie keine Entfetter, die Aceton, Methylchlorid, Trichlorethylen etc. enthalten oder Lösungsmittel, lösungsmittelhaltige, nicht neutrale oder chemische Reinigungsmittel, denn diese können die Oberfläche angreifen!

Um die Oberfläche zu schützen und zum Glänzen zu bringen, verwenden Sie Autowachs. Poliermittel enthalten feste Bestandteile, die die Oberfläche angreifen können.

CENTURION City Speed 1 - Pflegehinweise - 1

28.1.2 Schutz der Oberfläche

Schützen Sie die gefährdeten Stellen ihres Rahmens, z.B. das Steuerrohr sowie die Unterseite des Unterrohrs etc. mit, bei Ihrem Händler erhältlichen, Aufklebern gegen Beschädigungen durch scheuernde Züge oder Steinschlag. Beachten Sie besonders die korrekte Montage des mitgelieferten Kettenstrebenschutzes und der Chainsuck-Schutzplatte aus Edelstahl (ausschließlich MTB-Hardtail).

CENTURION City Speed 1 - Schutz der Oberfläche - 1

28.2 CENTURION-Rahmensets

CENTURION

CENTURION City Speed 1 - CENTURION - 1

text_image Laser LAS CARBON SRION

CENTURION-Rahmensets

Bevor Sie zum ersten Mal losfahren, sollten Sie unbedingt das Kapitel 3. „Vor der ERSTEN Fahrt“ unten durchlesen.

Beachten Sie, dass die Anleitungen je nach Erfahrung und/oder handwerklichem Geschick des Durchführenden ergänzungsbedürftig sein können. Manche Arbeiten können zusätzliches (Spezial-) Werkzeug z.B. einen Drehmomentschlüssel oder zusätzliche Anleitungen erfordern.

Muten Sie sich im Interesse Ihrer eigenen Sicherheit nicht zuviel zu. Fragen Sie im Zweifelsfall Ihren CENTURION-Fachhändler um Rat!

28.2.1 Größenbestimmung

Zur Ermittlung der passenden Rahmengröße ziehen Sie bitte die Tabelle Rahmengeometrie im CENTURION-Katalog zu Rate.

28.2.2 Vor der ersten Fahrt

Rennrad-Rahmen

An unseren Carbon-Rennradrahmen ist die Montage eines Gepäckträgers nicht erlaubt! Weiterhin ist es nicht erlaubt einen Anhänger zu ziehen oder einen Kindersitz zu montieren!

Die Rennräder sind zum ausschließlichen Einsatz auf geteerten Wegen und Straßen mit glatter Oberfläche konstruiert.

Zulässiges Gesamtgewicht siehe Kapitel 27.

Mountainbike-Rahmen (Hardtail und Full-suspension)

Die CENTURION-Carbon-Mountainbike-Rahmen sind für die Verwendung als Cross Country- oder Marathon-Mountainbike und deren typische Nutzung vorgesehen. Für einen Einsatz bei extremen Manövern wie z.B. Freeriding, Dual Slalom, Downhill, Drops und ähnliche Einsatzzwecke sind die Carbon-Rahmen nicht konzipiert.

Zur Montage eines Gepäckträgers, eines Kindersitzes oder zur Verwendung eines Anhängers sowie zum zulässigen Gesamtgewicht beachten Sie die Tabelle im Kapitel 27.

Beachten Sie, dass die üblichen Klemmen eines Dachträgers die Rohre bzw. die Gabel beschädigen können. Verwenden Sie deshalb nur geeignete Träger beim Transport mit dem PKW. Fragen Sie Ihren CENTURION-Fachhändler.

28.2 CENTURION-Rahmensets

CENTURION

28.2.3 Komplettierung bzw. Aufbau von CENTURION-Rahmen

CENTURION-Rahmen werden auch einzeln zur individuellen Montage ausgeliefert. Bedenken Sie, dass der Aufbau eines Rades eine Sache für den ausgewiesenen Fachmann ist. Fehler können dazu führen, dass das Fahrrad unsicher ist. Geben Sie deshalb den Aufbau Ihres Rades bei einem autorisierten CENTURION-Partner in Auftrag.

Die Rahmen sind montagefertig vorbereitet, d.h. die Gewinde sind geschnitten, die Lagersitze und das Sitzrohr sind ausgerieben. Nacharbeiten des Rahmens ist in der Regel nicht erforderlich. Sollte es dennoch Probleme geben kontaktieren Sie Ihren CENTURION-Fachhändler.

Verändern Sie den Rahmen und dessen Funktionsteile, z.B. verstellbare Zugführung etc., nicht durch auffeilen, bohren etc.

Montieren Sie alle Anbauteile (Ausnahme Carbon-Sattelstützen und Vorbauten auf Gabeln mit Carbon-Gabelschaft) mit hochwertigem Montagefett an den Rahmen.

So vermeiden Sie Korrosion. Andernfalls können Sie möglicherweise das Rad nach einiger Zeit nicht mehr demontieren.

Fetten Sie in keinem Fall die Klemmfläche an der Verbindung zwischen Carbon-Gabelschäften bei Voll-Carbon Rennradgabeln sowie das Sattelstützrohr des Rahmens, wenn eine Carbon-Sattelstütze zum Einsatz kommt. Bei den CENTURION Carbonmodellen OHNE Aluminium-Einsatz am oberen Ende des Sattelrohres, darf das Carbon-Sattelrohr des Rahmens, unabhängig vom Einsatz einer Carbon- oder Aluminium-Sattelstütze IN KEINEM FALL gefettet werden! Das Fett lagert sich in der Oberfläche der Carbon-Bauteile ein und verhindert durch verringerte Reibbeiwerte eine sichere Klemmung innerhalb der erlaubten Anzugsmomente. Einmal gefettete Carbon-Komponenten können unter Umständen nie mehr sicher geklemmt werden!

Klemmen Sie die Rahmen nicht an den Rohren in Ihrem Montageständer! Die dünnwandigen Carbon-Rohre können beschädigt werden. Montieren Sie zuerst eine solide (Aluminium-)Sattelstütze als Montagehilfe und klemmen Sie diese in den Montageständer.

Im Fachhandel sind auch für Carbon-Rahmen besser geeignete Montageständer erhältlich.

CENTURION City Speed 1 - Komplettierung bzw. Aufbau von CENTURION-Rahmen - 1

Bei Rennrahmen-Sets ist eine zum Rahmen passende Gabel im Lieferumfang dabei. Beachten Sie die Hinweise in Kapitel 28.3 „Carbon-Gabeln“ zur Montage von Carbon-Gabeln.

28.2 CENTURION-Rahmensets

CENTURION

Klemmen Sie die Rahmen nicht an den Rohren in Ihrem Montageständer! Die dünnwandigen Carbon-Rohre können beschädigt werden. Montieren Sie zuerst eine solide (Aluminium-)Sattelstütze als Montagehilfe und klemmen Sie diese in den Montageständer. Im Fachhandel sind auch für Carbon-Rahmen besser geeignete Montageständer erhältlich, die den Rahmen entweder innen an drei Punkten aufspannen oder aber die Gabel und das Tretlagergehäuse aufnehmen.

Derjenige, der den Rahmen zum Fahrrad komplettiert, muss selbst dafür Sorge tragen, dass die Zusammenstellung der Teile gemäß den Richtlinien der Hersteller, den allgemeinen Normen und dem Stand von Wissenschaft und Technik durchgeführt wird. Wenn Fragen hinsichtlich der Kompatibilität einzelner Teile zum Rahmen bestehen, fragen Sie Ihren CENTURION-Fachhändler.

Um die Betriebssicherheit des Rades zu gewährleisten, müssen Sie die Übereinstimmung der Maße bei der Montage beachten und die Verschraubungen der Bauteile sorgfältig anziehen und regelmäßig kontrollieren. Am Besten eignet sich hierzu ein Drehmomentschlüssel, der hör- und fühlbar auslöst und knackt, wenn die gewünschte Anzugskraft erreicht ist.

CENTURION City Speed 1 - CENTURION - 1

Zugelassene Drehmomente finden Sie in dieser CENTURION-Bedienungsanleitung im Kapitel 29. „Empfohlene Anzugsdrehmomente“ und den Anleitungen der Komponentenhersteller.

Bei allen MTB und Straßenmodellen muss der Durchmesser der Sattelstützen 31,6 ± 0,05 mm, bzw. 27,2 ± 0,05 mm betragen.

Beachten Sie die Hinweise zur Montage und Einstellung der Sattelstütze in dieser Anleitung unter Kapitel 8. „Anpassen des Fahrrades an den Fahrer“.

Wenn Sie eine Sattelstütze montieren, beachten Sie auch die Hinweise zur Montage und Einstellung der Stütze und des Sattels in der dazugehörigen Bedienungsanleitung.

28.2 CENTURION-Rahmensets

CENTURION

28.2.4 Lenkungslager bzw. Steuersatz

Alle Carbonrahmen werden mit passendem, teil-integriertem Steuersatz (semi-integrated headset) ausgeliefert. Die darin enthaltenen, sehr flach auftragenden Lager-Schalen aus Aluminium müssen mit passendem Spezial-Werkzeug in das Steuerrohr eingezogen werden.

CENTURION City Speed 1 - Lenkungslager bzw. Steuersatz - 1

Der Durchmesser der für die CENTURION-Carbonrahmen passenden Gabelschäfte beträgt oben und unten 1 1/8" = 28,6 mm. Der Außendurchmesser der Lagerschalen am Lenkkopflager beträgt 50 mm, der Durchmesser des in den Rahmen einzupressenden Bundes der Schalen beträgt 44,05 + 0,05 mm.

Lesen Sie die Bedienungsanleitung für Car bongabeln in Kapitel 28.3 „Carbon-Gabeln“ durch, bevor Sie Arbeiten an der Gabel ausführen.

28.2.5 Tret-Innenlager

Alle MTB-Rahmen: BSA-Gewinde: 1,370" x 24 TPI, (rechte Seite Linksgewinde!) Die Gehäusebreite beträgt 73 ± 0,5 mm. Alle Rennrahmen: BSA-Gewinde: 1,370" x 24 TPI, (rechte Seite Linksgewinde!) Die Gehäusebreite beträgt 68 ± 0,5 mm.

CENTURION City Speed 1 - Tret-Innenlager - 1

Übliche Cartridge-Lagerungen können direkt mit hochwertigem Montagefett montiert werden. Bei Bedarf, z.B. bei Shimano

Hollowtech II (z.B. Dura Ace, Ultegra, XTR, XT- und LX-Lagern) können die Planflächen der Gehäuse nachgefräst werden, da Lack eventuell eine saubere Passung vereitelt.

Halten Sie sich an die Drehmomente des Lagerherstellers.

Zum Schutz der empfindlichen Rahmen-oberfläche im Tretlagerbereich gegen eine Verklemmung der Kette zwischen Rahmen und Kettenblatt ("Chain-suck"), ist an jedem MTB-Hardtail-Carbonrahmen eine entsprechende Schutzplatte aus Edelstahl angebracht. Achten Sie darauf, dass der Schutz immer an der richtigen Stelle, am Beginn der Kettenstrebe, fest angebracht ist.

CENTURION City Speed 1 - Tret-Innenlager - 2

28.2 CENTURION-Rahmensets

CENTURION

28.2.7 Hinterbaubreite

Rennradrahmen: 130 ± 0,5 mm (auch Cross Speed- und Cyclo-Rahmen) MTB-, Trekking-Rahmen: 135 ± 0,5 mm

28.2.8 Wechselbares Schaltauge

Kleben Sie die Schrauben mit mittelfesten Schraubenkleber (mit Werkzeug lösbar) ein und halten Sie sich an ein Drehmoment von 2-3 Nm. Überschreiten Sie das maximale Drehmoment von 3 Nm keinesfalls.

CENTURION City Speed 1 - Wechselbares Schaltauge - 1

28.2.9 Umwerferbefestigung

CENTURION-Carbon-Rennrad- Rahmen sind ausschließlich für die Montage eines Campagnolo- oder Shimano-Umwerfers mit Schellendurchmesser von 34,9 mm geeignet.

Shimano bietet eine im Durchmesser passende Befestigungsschelle für Anlöt-Werfer an.

CENTURION City Speed 1 - Umwerferbefestigung - 1

Die CENTURION-Carbon-MTB-Rahmen sind generell nicht für Top-Swing Umwerfer ausgelegt. Benutzen Sie ausschließlich Down-Swing-Modelle („Conventional-type“ mit hoher Schelle)

Die MTB-Carbon-Fullsuspension-Rahmen müssen mit einem Top-Route Umwerfer (Zuganlenkung von oben) ausgerüstet werden.

Der Außendurchmesser des Carbon-Sitzrohres an der Stelle der Umwerferbefestigung beträgt bei allen MTB-Modellen 34,9 mm.

Sollte die Schelle des Umwerfers an ihrer Innenseite erhabene Nocken aufweisen (z. B. Shimano Deore XT FD-M 761), müssen diese durch Abfeilen entfernt werden, bis die Innenseite der Schelle plan ist. Die Nocken können sonst beim Anziehen das Carbon-Sattelrohr beschädigen!

CENTURION City Speed 1 - Umwerferbefestigung - 2

Halten Sie sich an ein Drehmoment von 5-7 Nm. Überschreiten Sie das maximale Drehmoment von 7 Nm keinesfalls.

28.2 CENTURION-Rahmensets

CENTURION

Sattelstützenklemmung

Jedem CENTURION-Carbon-Rahmen liegt eine spezielle Klemmschelle zum Erreichen einer optimalen Klemmkraft bei. Verwenden Sie nur das beigelegte Modell.

CENTURION City Speed 1 - Sattelstützenklemmung - 1

28.2.10 Zulässige Anzugsmomente bei Sattelklemme mit Innnensechskant-Schraube

Halten Sie sich bei der Klemmung der Sattelstütze an ein Drehmoment von 6-8 Nm. Überschreiten Sie das maximale Drehmoment von 8 Nm keinesfalls.

CENTURION City Speed 1 - Zulässige Anzugsmomente bei Sattelklemme mit Innnensechskant-Schraube - 1

Fragen Sie Ihren CENTURION-Fachhändler zur Montage passender Klemmschellen. Prüfen Sie vor der Montage, dass Rahmen und Stütze in ihren Maßen zusammen passen.

28.2.11 Flaschenhalter

Halten Sie sich an ein Drehmoment von 2-3 Nm. Überschreiten Sie das maximale Drehmoment von 3 Nm keinesfalls.

CENTURION City Speed 1 - Flaschenhalter - 1

Fetten Sie in keinem Fall die Klemm- flache an der Verbindung zwischen Sattelstütze und Sattelrohr des Rahmens, wenn eine Carbon-Sattelstütze zum Einsatz kommt.

28.2 CENTURION-Rahmensets

Tasten Sie sich stets von unten an die maximalen Drehmomente heran und kontrollieren Sie den sicheren Sitz der Bauteile, wie dies im Kapitel 29. „Empfohlene Anzugsdrehmomente“ dieser Bedienungsanleitung oder den Anleitungen der Teilehersteller beschrieben wird.

Für Teile, bei denen keine Angaben vorliegen, ziehen Sie die Schrauben schrittweise an und kontrollieren Sie dazwischen immer wieder den festen Sitz des Bauteils, wie es in den jeweiligen Kapiteln dieser Bedienungsanleitung beschrieben wird.

Auf einigen Bauteilen sind die Anzugsmomente aufgedruckt oder aufgeklebt. Halten Sie sich an diese Werte. Beachten Sie auch die beiliegenden Anleitungen der Komponentenhersteller!

Halten Sie sich zu Ihrer eigenen Sicherheit an die Wartungsintervalle in dieser CENTURION-Bedienungsanleitung. Wir empfehlen dennoch die Wartung durch ihren CENTURION-Fachhändler.

CENTURION City Speed 1 - CENTURION-Rahmensets - 1

text_image 18Nm

CENTURION

28.3 Carbon-Gabeln

CENTURION

Carbon-Gabeln

28.3.1 Vor der ersten Fahrt

Die Rennrad-Gabeln sind ausschließlich für den Gebrauch im Straßensport bzw. im Triathlon vorgesehen. Für Fahrten auf unbefestigten Wegen, im Gelände und für Sprünge etc. sind die Gabeln genauso wenig geeignet wie für den Anhängerbetrieb und Fahrten mit schwerem Gepäck. Das maximal zugelassene Gesamtgewicht beträgt 120 kg (Fahrer, Gepäck, Fahrrad)

CENTURION City Speed 1 - Vor der ersten Fahrt - 1

Feilen Sie die Haltenasen am Ausfallende nicht ab und entfernen Sie diese nicht auf andere Weise. Diese Haltesicherungen sollen verhindern, dass das Vorderrad verloren geht, wenn der Schnellspanner versagt.

28.3.2 Nachstellen des Lenkungslagers

Lesen Sie das Kapitel 12 „das Lenkungslager“ und die Anleitung des Lenkungslager-Herstellers durch, ehe Sie damit beginnen das Lager einzustellen.

CENTURION City Speed 1 - Nachstellen des Lenkungslagers - 1

text_image Einstellen Lösen/ Anziehen

Beachten Sie, dass der Vorbau den Gabelschaft zerdrücken kann, wenn die Schrauben beim Festklemmen zu stark angezogen werden. Besonders Modelle mit Carbon-Gabelschaftrohr reagieren auf Überlastung der Schaft-Klemmung am Vorbau sehr empfindlich! Beachten Sie dazu das Kapitel 28.3.2 „Komplettierung bzw. Aufbau von CENTU - RION Rahmen“.

Verwenden Sie einen Drehmomentschlüssel, beginnen Sie mit 4 Nm und tasten Sie sich in Schritten von 0,5 Nm an das von der Vor-

bauart abhängige empfohlene Drehmoment von 4-7 Nm heran.

Klemmen Sie das Vorderrad zwischen die Knie und versuchen Sie den Lenker samt Vorbau zu verdrehen. Sollte sich der Vorbau noch gegenüber dem Vorderrad respektive der Gabel verdrehen lassen, müssen Sie das Moment schrittweise erhöhen. Überschreiten Sie 7 Nm keinesfalls.

CENTURION City Speed 1 - Nachstellen des Lenkungslagers - 2

Überschreiten Sie keinesfalls das vom Vorbauhersteller angegebene maxi - male Anzugsdrehmoment. Kontaktieren Sie im Zweifelsfall Ihren Radhändler. Kontrollieren Sie nochmals das Drehmoment und den festen Sitz des Vorbaus nach ca. 200 bis 400 km Fahrt und danach alle 2.000 km.

28.3 Carbon-Gabeln

CENTURION

28.3.3 Montage von Gabeln mit CFK-Schaft

Das Kürzen des Gabelschafts, das Aufpressen des Lagersitzes und die Montage der Gabel in den Rahmen ist eine Sache für den Fachmann. Diese Arbeitsschritte dürfen nur vom autorisierten CENTURION-Fachhändler durchgeführt werden. Bei unautorisierter Montage und Wartung erlischt die Garantie.

Jeder einzelne der folgenden Hinweise muss zwingend beachtet werden. Nicht Einhalten der Vorschriften kann zum Versagen der Gabel und möglicherweise zu einem Sturz mit schwerwiegenden Folgen führen.

CENTURION City Speed 1 - Montage von Gabeln mit CFK-Schaft - 1

- Der Gabelkonus muss im Innendurchmesser zum Presssitz auf dem Gabelschaft passen. Bei 1 1/8"-Gabeln beträgt der Durchmesser des Lagerkonussitzes 30,0 mm ± 0,05 mm.

CENTURION City Speed 1 - Montage von Gabeln mit CFK-Schaft - 2

- Die Aluminium-Lagersitze auf allen Gabeln sind üblicherweise vorbereitet. Sollte dennoch Nacharbeit notwendig sein, so bearbeiten Sie den Lagersitz des Gabelkonus nur mit einem geeigneten Fräswerkzeug nach. Scharfkantiges oder stumpfes Werkzeug kann zu Kerben führen, wodurch der Gabelschaft versagen kann. - Achten Sie bei den Kontaktflächen von Konus und Gabelsitz auf Sauberkeit und bringen Sie etwas Fett auf. Schlagen Sie

den Lagerkonus mit geeignetem Spezialwerkzeug auf, bis er waagerecht sitzt und kein Spalt mehr zwischen Lagerring und Gabelkopf vorhanden ist. Halten Sie beim Aufschlagen die Gabel in der Luft, setzen Sie die Gabel keinesfalls auf – Bruchgefahr!

CENTURION City Speed 1 - Montage von Gabeln mit CFK-Schaft - 3

- Spannen Sie die Gabel zum Absägen nicht in den Schraubstock ein, der Schaft könnte zerstört werden. Spannen Sie den Schaft in eine passende Vorrichtung (z.B. einen speziellen Spann-Kloben) und sägen Sie den Schaft mit einer Metallsäge mit scharfem Blatt und mit geringem Druck ab. Entgraten Sie die Schnittstelle sanft mit der Feile.

28.3 Carbon-Gabeln

CENTURION

Versiegeln Sie die Schnittstelle mit Zweikomponentenklebstoff (Epoxydharz), Klarlack oder mit Sekundenkleber.

CENTURION City Speed 1 - CENTURION - 1

- Verwenden Sie ausschließlich den mitgelieferten Konus-Mechanismus samt Schraube und Deckel als Widerlager für die Einstellschraube des Lenkungslagers. Einschlag-Krallen und nicht vollflächig anliegende Klemmmechanismen dürfen nicht verwendet werden, sie können den Schaft zerstören!

CENTURION City Speed 1 - CENTURION - 2

- Es dürfen nur Vorbauten mit symmetrischer Außenklemmung verwendet werden, d.h. die Klemmung sollte über die gesamte Umfangsfläche erfolgen. Asymmetrisch klemmende Vorbauten und Vorbauten mit Segmentklemmung können den Schaft zerstören und dürfen keinesfalls verwendet werden.

- Der Klemmbereich des Vorbaus muss frei von Graten sein und die Gabel muss sich großflächig im Inneren abstützen können. An CENTURION-Rädern verbautes Material ist geprüft und in der entsprechenden Kombination frei gegeben.

Der Gabelschaft stützt sich eventuell nur wenige Millimeter an der Oberkante des Vorbaus ab und wird dadurch eingeschnürt und beschädigt!

Verwenden Sie grundsätzlich einen gratfreien 5mm Zwischenring (Spacer) oberhalb des Vorbaus um die Fläche zu vergrößern. Achten Sie darauf, dass der Klemmbereich der Hülse und alle Spacer frei von Graten sind.

CENTURION City Speed 1 - CENTURION - 3

Wir empfehlen speziell für Carbon- schäfte ausgelegte Vorbauten.

Montieren Sie NIE eine Kralle als Widerlager oder ein Vorbausystem ohne Widerlager Klemmkonus-Ausführung.

28.3 Carbon-Gabeln

CENTURION

  • Carbonschäfte werden üblicherweise sehr präzise gefertigt, weshalb die Vorbauten normalerweise satt aufgeschoben werden können. Montieren Sie keine Vorbauten, die auf dem Schaft Spiel aufweisen.
  • Bringen Sie kein Fett oder Öl auf den Gabelschaft im Klemmbereich des Vorbaus!
  • Wenn alle Punkte beachtet wurden, sind in der Regel nur geringe Anzugskräfte für die Klemmschrauben notwendig. Beachten Sie dazu die Angaben zu den erforderlichen Drehmomenten im Kapitel 29.

„Empfohlene Anzugsdrehmomente“. Tasten Sie sich in 0,5 Nm Schritten mit Hilfe eines Drehmomentschlüssels an diese Werte heran.

Halten Sie grundsätzlich den niedrigen Wert ein, wenn die Angaben zweier zu kombinierender Teile verschieden sind.

- Kontrollieren Sie den verdrehsicheren Sitz des Vorbaus gegenüber der Gabel indem Sie versuchen, den Lenker gegenüber dem Vorderrad zu verdrehen.

CENTURION City Speed 1 - CENTURION - 1

- Falls der Gabel keine besonders lange Mutter beigelegt ist, verwenden Sie die vom Bremsenhersteller mitgelieferte Hülsenmutter zur Bremsbefestigung! Kontrollieren Sie, dass diese auf mindestens 8 Umdrehungen fasst!

CENTURION City Speed 1 - CENTURION - 2

Überschreiten Sie keinesfalls das vom Vorbauhersteller angegebene Drehmoment und das maximale Drehmoment der Gabel (Kapitel 29. „Empfohlene Anzugsdrehmomente“)! Prüfen Sie das Anzugsdrehmoment aller Schrauben nach 200 - 400 km Fahrt und dann erneut alle 2.000 km.

Carbon-Lenker und Vorbauten

Beachten Sie, dass die Anleitungen je nach Erfahrung und/oder handwerklichem Geschick des Durchführenden ergänzungsbedürftig sein können. Manche Arbeiten können zusätzliches (Spezial-) Werkzeug z.B. einen Drehmomentschlüssel oder zusätzliche Anleitungen erfordern.

28.4.1 Vor der ersten Fahrt

  • Carbon-Rennlenker und Vorbauten sind nur für den Einsatz bei Rennmaschinen und Triathlonrädern und deren typischer Nutzung vorgesehen.
  • Nutzen Sie bei Carbon-Rennlenkern auf keinen Fall Clip-On oder Aero-Aufsätze, ausser diese sind speziell dafür freigegeben.
  • Carbon-Mountainbike-Lenker und -Vor -bauten sind nur für den Einsatz bei Cross-Country, oder Marathon-Mountainbikes und deren typischer Nutzung vorgesehen.
  • Für eine Verwendung bei extremen Manövern wie z.B. für Freeriding, Dual Slalom, Downhill, Drops und ähnliche Einsatzzwecke sind die Carbon-Lenker und Vorbauten nicht konzipiert.

  • Achten Sie bei der Benutzung von Lenkerhörnchen unbedingt auf dafür frei gegebene Lenker. Carbonlenker sind in den meisten Fällen nicht für die Anbringung von Lenkerhörnchen geeignet. Die Carbonlenker sind grundsätzlich nicht für die Verwendung mit Lenkerhörnchen zugelassen.

  • Modifizieren oder ändern Sie den Lenker bzw. den Vorbau niemals.
  • Achten Sie darauf, dass Sie die Brems griffe jederzeit erreichen können.
  • Klemmen Sie die Lenkerhörnchen nur an ausdrücklich dafür frei gegebene Lenker.

28.4.2 Montage

  1. Bitte beachten Sie, dass der zum Lenker gewählte Vorbau immer den korrekten Klemmdurchmesser hat! Es sind z.B. nur Vorbauten mit 31,8 mm Klemmung für Lenker mit 31,8 mm Klemmdurchmesser zulässig.

Die Montage von nicht aufeinander abgestimmten Komponenten kann zum Versagen der Klemmung führen und einen schweren Sturz zur Folge haben. Unsere Empfehlung ist es, Komponenten vom gleichen Hersteller zu verwenden, da diese aufeinander abgestimmt sind.

Die MERIDA & CENTURION Germany GmbH (MCG) übernimmt keine Haftung für die Kombination eines Carbon-Lenkers oder -Vorbaus mit einem ungeeigneten Vorbau oder Lenker.

CENTURION City Speed 1 - Montage - 1

Muten Sie sich im Interesse Ihrer eigenen Sicherheit nicht zuviel zu. Fragen Sie im Zweifelsfall Ihren Fachhändler um Rat!

28.4 Carbon-Lenker und Vorbauten

CENTURION

Sollten Sie einen Vorbau eines anderen Herstellers bevorzugen, wenden Sie sich bitte an dessen Vertrieb, um sich hinsichtlich Carbon-Eignung und Klemmdurchmessers rückzuversichern. Bitte beachten Sie in diesen Fällen auch die Montage und Warnhinweise des Vorbau-Herstellers.

  1. Achten Sie vor der Montage auf scharfe Kanten oder Grate in beiden Klemmbereichen des Vorbaus. Verwenden Sie solche Vorbauten nicht, sondern tauschen Sie diese um. Nur wenn es nicht anders geht, sollten Sie diese Kanten oder Grate selbst entfernen.

CENTURION City Speed 1 - CENTURION - 1

Wenn Sie den Lenker an einem bestehen - den Vorbau austauschen, untersuchen Sie auch den bisher eingebauten Lenker nach dessen Ausbau. Einkerbungen im Klemmbereich weisen auf mangelhafte Verarbeitung des Vorbaus in diesen Bereichen hin.

Wenn sie den Vorbau an einer Vollcarbon-Gabel ersetzen, kontrollieren Sie unbedingt den Gabelschaft auf Unversehrtheit. Befragen Sie im geringsten Zweifel Ihren CENTURION-Fachhändler und tauschen Sie gegebenenfalls das beschädigte Teil aus – Ihre Sicherheit sollte Vorrang haben.

Beachten Sie, dass die Klemmbereiche absolut fettfrei sind, wenn Carbon ein Klemmpartner ist.

  1. Schieben Sie den Vorbau auf die Gabel. Dies sollte einerseits ohne Kraft möglich sein und andererseits sollte der Vorbau auf der Gabel kein Spiel aufweisen.

  2. Montieren Sie ihren Carbon-Lenker so, dass er zentriert im Vorbauauge sitzt. Auch der Lenker sollte ohne Kraft ins Vorbauauge zu schieben sein und kein Spiel aufweisen.

Die Enden des Rennlenkers sollten parallel zum Boden bzw. leicht nach unten geneigt positioniert werden.

CENTURION City Speed 1 - CENTURION - 2

Beim MTB-Lenker müssen die Enden des Lenkers leicht nach hinten, d.h. zum Fahrer hin, ausgerichtet sein.

28.4 Carbon-Lenker und Vorbauten

CENTURION

  1. Drehen Sie die am Gewinde und am Kopf gefetteten Schrauben mit den Fingern einige Umdrehungen ein. Drehen Sie alle Schrauben soweit ein, bis der Klemmschlitz bei der Lenkerklemmung zwischen Vorbaudeckel und Vorbaukorpus d.h. oben und unten gleich breit ist.

CENTURION City Speed 1 - CENTURION - 1

  1. Ziehen Sie dann nacheinander die Schrauben der beiden Klemmbereiche abwechselnd und schrittweise an, bis Sie mit dem Drehmomentschlüssel die Untergrenze der empfohlenen Drehmomente erreichen. Bei Vorbauten mit 4-Schrauben-Deckeln ziehen Sie die Schrauben über Kreuz an.

CENTURION City Speed 1 - CENTURION - 2

Prüfen Sie den sicheren Sitz des Lenkers im Vorbau, indem Sie versuchen den Lenker nach unten zu verdrehen. Kontrollieren Sie auch, ob sich die Lenker-Vorbaukombination gegenüber der Gabel verdrehen lässt. Nehmen Sie dazu das Vorderrad zwischen die Knie und versuchen Sie den Lenker zu verdrehen.

Sollte der Lenker oder der Vorbau dann noch nicht fest klemmen, erhöhen Sie das Schraubenanzugsmoment, bis Sie die Obergrenze des vom Vorbauhersteller angegebenen Momentes erreichen.

CENTURION City Speed 1 - CENTURION - 3

Beachten Sie dazu die Angaben zu den erforderlichen Drehmomenten im Kapitel 29. „Empfohlene Anzugsdrehmomente“. Halten Sie grundsätzlich den niedrigen Wert ein, wenn die Angaben zweier zu kombinierender Teile verschieden sind.

Prüfen Sie abermals den sicheren Sitz, wie oben beschrieben. Sollte sich der Lenker im Vorbau, bzw. der Vorbau auf der Gabel nicht ordnungsgemäß klemmen lassen, sind der Lenker und der Vorbau, bzw. der Vorbau und die Gabel nicht kompatibel zueinander. Tauschen Sie den Vorbau gegen ein geeignetes Modell.

28.4 Carbon-Lenker und Vorbauten

CENTURION

  1. Untersuchen Sie die Schalt-Bremshebel oder die Bremshebel auf Grate und scharfe Kanten in den Klemmbereichen. Demontieren Sie die Klemmbandagen von Rennradhebeln vollständig vom Griff, bevor Sie diese auf den Lenker schieben.

Vermeiden Sie bei der Montage grundsätzlich Rotationsbewegungen, um Kratzer zu vermeiden.

Erst nach der Positionierung der Rennrad-Bandagen auf dem Lenker, verschrauben Sie die Schellen wieder mit der Schalt-Bremseinheit.

Lesen Sie bitte vor der Montage auch die Anleitung des Schalt-Bremsgriff-Herstellers.

  1. Ziehen sie nach der finalen Ausrichtung der Griffe die Klemmschrauben mit der Untergrenze des empfohlenen Anzugs-drehmomentes fest. Sollten die Griffe dann noch nicht fest klemmen, erhöhen Sie das Schraubenanzugsmoment, bis Sie die Obergrenze des vom Komponentenhersteller angegeben Momentes erreichen.

CENTURION City Speed 1 - CENTURION - 1

Beachten Sie dazu die Angaben zu den erforderlichen Drehmomenten im Kapitel 29. „Empfohlene Anzugsdrehmomente“. Halten Sie grundsätzlich den niedrigen Wert ein, wenn die Angaben zweier zu kombinierender Teile verschieden sind.

Überschreiten Sie keinesfalls das vom Vorbau-, Lenker-, bzw. Gabelherstel - ler angegebene Drehmoment! Prüfen Sie das Anzugsdrehmoment aller Schrauben nach 200 - 400 km Fahrt und dann erneut alle 2.000 km.

Technische Daten

Mountainbike

Lenker:

Klemmbereich (Manschette):

Standard: 25,4 mm,

Oversized: 31,8 mm

Vorbau:

Lenker-Klemmbereich:

Standard: 25,4 mm

Oversized: 31,8 mm

Gabelschaft- Klemmbereich:

28,58 ± 0,05 mm (1 1/8")

Rennrad

Lenker:

Lenker-Klemmbereich:

Standard: 26 mm

Oversized: 31,8 mm

Vorbau:

Lenker-Klemmbereich:

Standard: 26,0 mm

Oversized: 31,8 mm

Gabelschaft- Klemmbereich:

28,58 ± 0,05 mm (1 1/8")

28.5 Carbon-Sattelstütze

CENTURION

CENTURION City Speed 1 - CENTURION - 1

28.5.1 Vor der ersten Fahrt

  • Carbon-Sattelstützen sind nur für den Einsatz bei Rennmaschinen, Triathlon- und Cross Country- sowie Marathon-Mountainbikes und deren typischer Nutzung vorgesehen. Für einen Einsatz bei extremen Manövern wie z.B. Freeriding, Dual Slalom, Downhill, Drops und ähnliche Einsatzzwecke sind die Carbon Sattelstützen nicht konzipiert
  • Montieren Sie Carbon-Sattelstützen nur an Rahmen mit geeigneter Sattelstützenklemmung. Spezielle Sattelstützenklemmungen reduzieren die am Klemmschlitz auftretenden Kräfte.

Verwenden Sie gegebenenfalls spezielle, für Carbon-Sattelstützen geeignete, Schellen.

28.5.2 Einstellen der Sattelhöhe

Lösen Sie die Schrauben der Sattelrohrklemmung um zwei bis drei Umdrehungen. Schieben Sie dann die Sattelstütze nach oben oder unten, bis die Sattelhöhe Ihren Bedürfnissen entspricht. Drehen Sie während dieser Einstellungsarbeit die Stütze keinesfalls im Rahmen da dadurch die Oberfläche verkratzen würde. Versuchen Sie nicht, mit Gewalt die Einstellung vorzunehmen.

Falls sich die Sattelstütze nicht leicht und gleitend im Sattelrohr auf und ab bewegen lässt, fragen Sie unbedingt Ihren CENTURION-Fachhändler um Hilfe.

CENTURION City Speed 1 - Einstellen der Sattelhöhe - 1

Fetten Sie in keinem Fall das Sattelstütz-ohr des Rahmens, wenn eine Carbon-Sattelstütze zum Einsatz kommt. Das Fett lagert sich in der Oberfläche der Carbon-Bauteile ein und verhindert durch verringerte Reibbeiwerte eine sichere Klemmung innerhalb der erlaubten Anzugsmomente. Einmal gefettete Carbon-Komponenten können unter Umständen nie mehr sicher geklemmt werden!

28.5 Carbon-Sattelstütze

CENTURION

Wenn sich der Sattel in der richtigen Höhe befindet, drehen Sie die Schraube oder den Spanner der Sitzrohrklemmung vorsichtig in halben Umdrehungen fest. Überprüfen Sie ständig, ob der Sattel schon ausreichend fest geklemmt ist. Halten Sie dazu den Sattel mit den Händen vorn und hinten fest und versuchen Sie Ihn zu verdrehen. Dreht er sich bei der Prüfung nicht, ist die Stütze fest.

CENTURION City Speed 1 - CENTURION - 1

Ihre Sattelstütze muss mindestens auf einer Länge von 100 mm (bei LRS-Rädern mind. 120 mm) im Rahmen stecken. Fahren Sie niemals mit Ihrem Rad, wenn die Minimum-Markierung auf Ihrer Stütze sichtbar ist. Eine größere Einstecktiefe bedeutet in jedem Fall eine höhere Sicherheit.

Achten Sie darauf, die Schraube oder den Spanner der Sattelrohrklemmung nicht zu fest anzuziehen. Ein Überdrehen kann eine Beschädigung der Sattelstütze zur Folge haben und damit für Unfall und Verletzung des Fahrers verantwortlich sein.

28.5.3 Sattel verschieben und Winkel einstellen

1-Schrauben-Klemmung

Wenn der Haltebolzen gelöst ist können Sie den Sattel vorwärts und rückwärts bewegen und gleichzeitig den Sattelwinkel einstellen. Nach dem die perfekte Längen- und Winkel-position gefunden ist, fixieren Sie den Bolzen so, dass beide Klammern am Sattelgestell anliegen. Halten Sie sich an das empfohlene Drehmoment.

CENTURION City Speed 1 - 1-Schrauben-Klemmung - 1

2-Schrauben-Klemmung

Lösen Sie den von unten zugänglichen Haltebolzen und verschieben Sie den Sattel horizontal um die Sitzlänge einzustellen. Stellen Sie dann unter Zuhilfenahme des zweiten, von oben zugänglichen Bolzens, den Sattelwinkel ein. Nachdem Sie die perfekte Position gefunden haben, fixieren Sie die Bolzen so, dass beide Klammern am Sattelgestell anliegen. Überschreiten Sie nicht das maximale Drehmoment.

Prüfen Sie, ob der wieder festgeschraubte Sattel abkippt, indem Sie mit den Händen abwechselnd die Spitze und das Ende belasten.

CENTURION City Speed 1 - 2-Schrauben-Klemmung - 1

28.5 Carbon-Sattelstütze

CENTURION

28.5.4 Montage der Carbon-Sattelstütze

Stellen Sie sicher, dass Ihre neue Carbon-Sattelstütze den zum Sitzrohr Ihres Rahmens passenden Durchmesser hat. Die Sattelstütze muss ohne Drücken oder Drehen leicht und spielfrei in den Rahmen gleiten. Verschiedene Maße von Rahmen und Stütze können zu einem Versagen der Sattelstütze führen.

Verwenden Sie kein Fett!

Bevor Sie die Carbon-Stütze in den Rahmen montieren, stellen Sie sicher dass das Sitzrohr absolut frei von Schmierstoffen und scharfen Kanten oder Graten ist. Säubern und entgraten Sie das Sitzrohr, wenn es notwendig ist.

CENTURION City Speed 1 - Verwenden Sie kein Fett! - 1

Carbon-Sattelstützen sind üblicherweise für die meisten Sportsättel mit einem Sattelgestelldurchmesser von 7 mm ausgelegt. Zur Sattelmontage lösen Sie den/die Haltebolzen zwei bis drei Umdrehungen. Sie müssen den kompletten Mechanismus nicht auseinander nehmen. Falls die Sattelschienen zu weit auseinander liegen, versuchen Sie nicht mit Gewalt diese in die Klemmnuten zu drücken. Der Klemmmechanismus oder die Sattelschiene könnten brechen und einen Unfall oder eine Verletzung des Fahrers zur Folge haben.

Überprüfen Sie nach den ersten 200-400 km den Sitz aller Schrauben mit dem vorgeschriebenen Drehmoment und im folgenden alle 2000 km. Gelöste Schraubverbindungen können zu einem Unfall führen.

Nicht exakt übereinstimmende Durchmesser von Sitzrohr und Carbon-Sat telstütze, oder Öl und Fett im Sitzrohr können zu einem Bruch der Sattelstütze führen. Ein Unfall oder eine Verletzung des Fahrers kann die Folge sein.

Technische Daten

Verfügbare Durchmesser 31,6 mm

Maximales Drehmoment

der Sitzrohrklemmung 8 Nm

Minimale Einstecktiefe bei:

LRS-Fahrrädern 120mm

Im Zweifel stecken Sie die Sattelstütze immer etwas tiefer in das Sattelrohr. Eine größere Einstecktiefe bedeutet immer höhere Sicherheit.

Empfohlenes Drehmoment der Sattelgestellklemmung

Ein-Schrauben-Klemmung 22 - 25 Nm

Zwei-Schrauben-Klemmung (M5) 5 - 7 Nm

Zwei-Schrauben-Klemmung (M6) 6 - 8 Nm

29. Empfohlene Anzugs-Drehmomente

Um die Betriebssicherheit des Rades zu gewährleisten, müssen die Verschraubungen der Bauteile sorgfältig angezogen und regelmäßig kontrolliert werden. Am Besten eignet sich hierzu ein Drehmomentschlüssel, der abschaltet, wenn das gewünschte Anzugsmoment erreicht ist.

CENTURION City Speed 1 - Empfohlene Anzugs-Drehmomente - 1

Tasten Sie sich stets von unten an die maximalen Drehmomente heran und kontrollieren Sie den sicheren Sitz der Bauteile, wie dies in den entsprechenden Kapiteln beschrieben wird.

Für Teile, bei denen keine Angaben vorliegen, ziehen Sie die Schrauben schrittweise an und kontrollieren Sie dazwischen immer wieder den festen Sitz des Bauteils, wie es in den jeweiligen Kapiteln beschrieben ist.

Auf einigen Bauteilen stehen die Anzugsmomente auf dem Bauteil selbst. Halten Sie sich an die Werte auf den Aufklebern und halten Sie grundsätzlich den niedrigen Wert ein, wenn die Angaben zweier zu kombinierender Teile verschieden sind

Beachten Sie auch die beiliegenden Anleitungen der Komponentenhersteller!

CENTURION

29. Empfohlene Anzugs-Drehmomente

CENTURION

29.1 Empfohlene Anzugsdrehmomente Campagnolo-/Shimano-/Avid-/Sram-Bauteile

Bauteil Verschraubung Campagnolo* Shimano** Avid/SRAM***Nm Nm Nm
Hinteres Schaltwerk Befestigungsbolzen 15 8 - 10 8 - 10Zugklemmschraube 6 4 - 6 4 - 5Leitrollenbolzen3 3 - 4
UmwerferBefestigungsschraubeZugklemmschraube 5 5 - 7 4,53,55 - 75 - 6,5
Brems-/Schalthebel Bolzen der Befestigungsschelle (Innensechskant)Bolzen der Betestigungsschelle (Schraubendreher)Schraube der Anschlagsockel am Rahmen (Schraubendreher)Befestigungsschraube der Schalthebeleinheit (Rapidfire)2,5 - 32,56 - 81,5 - 2
Scheibenbremsen Bolzen des Bremssattels am RahmenSchrauben der Bremsscheibe am Nabenkörper47
NabeBedienhebel des SchnellspannersKontermutter der Lagereinstellung bei Schnellspann-Naben9 - 123,510 - 25
FreilqufnabeFreilaufkörper-Befestigungsbolzen35 - 4940
Freilaufkörper-Befestigungsmutter35 - 4429 - 49
Zahnkranzpaket-Sicherungsring
Kurbelsatz Kurbelschraube (Fettfreier Vierkant)Kurbelschraube (Octalink)Kettenblattschraube35 - 508 - 1132 - 3834 - 44
Gedichtetes CartridgeInnenlager Gehäuse7049 - 69
Pedal Pedalachse4034
Schuh Schrauben der Schuhplatte5 - 8
Spike4
Bremse Befestigungsschraube (V-Bremse)Befestigungsschraube (Rennbremse)Zug-Klemmschraube 5 6 - 8 6 - 8Befestigungsschraube des BremsschuhsFixierungsschraube des Belages im Cartridge-Bremsschuh10 8 - 108 5 - 7 6 - 81 - 25 - 95 - 7

* Aus Campagnolo Technische Spezifikationen ** Aus Shimano Product Information and Tech Tipps; *** Aus SRAM technisches Handbuch/Avid installation and operation instructions

29. Empfohlene Anzugs-Drehmomente

CENTURION

29.2 Empfohlene Anzugsdrehmomente FSA-Bauteile

Modell Nr. Modell Name Schrauben Nm
Vorbauten ST-CX-120 XC-120 M5 Ti 8
ST-FR-200 FR-200 M5 Cromo 9
ST-FR-200 1,5 FR-200 One Point Five M6 Cromo 12
ST-RD-120RD-120 M5 Cromo 9
ST-RK-100K-Force Lite with Alloy Front CapM5 Ti 8
ST-RK-100KK-Force Lite with Carbon Front CapM5 Ti
ST-RK-200K-ForceM5 Ti 8
ST-DH-300 DH-300M6 Cromo 12
ST-BX-400Powder KegM8 Cromo 18
ST-BX-400 1,5Powder Keg One point FiveM8 Cromo 18
Alle InnenlagerAlloy Cups39,2 - 49
Kurbelschrauben (ISIS)M8 Stahl34 - 40
M12 Stahl49 - 59
M14 Stahl49 - 59
M14 Aluminium44 - 49
M15 Stahl49 - 59
M15 Aluminium49 - 59
KurbelschraubenBB-527 (X-Drive DH)BB-527 (X-Drive DH)3/8" Cromo39 - 49
BB-500 (Afterburner BMX)BB-500 (Afterburner BMX)M6-Thru Boron39 - 49
BB-511 (X-Drive BMX/Flatland)BB-511 (X-Drive BMX/Flatland)3/8" Cromo39 - 49
B-522B-522 (Smack Daddy/Wild Child)M14 Stahl39 - 49
BB-510 (CK40/Pig)BB-510 (CK40/Pig)M8 Stahl39 - 49
KettenblattschraubenAllen Cromo12
Allen Aluminium10
Torx Aluminium11

29. Empfohlene Anzugs-Drehmomente

CENTURION

29.3 Empfohlene Anzugsdrehmomente weiterer Bauteile

Maximale Anzugsmomente weiterer Bauteile Nm
Scheibenbremse (Magura) Befestigung des Bremssattels auf Rahmen/Gabel 6Schraube des Bremshebels am Lenker 4Schraube der Bremsscheibe am Nabenkörper 4Schraube des Ausgleichsbehälters <1
Scheibenbremse (Hayes) Befestigung des Bremssattels auf Rahmen/Gabel Schraube des Bremshebels am Lenker (Innensechskant) 3,4 - 4 (HFX9) Schraube der Bremsscheibe am Nabenkörper (6-Loch) 5,6 - 6,212,4
VorbautenKonventionelle Klemmung im Gabelschaft19 - 20
SattelstützeSattelbefestigungsschraube Doppelbolzen M55 - 7
Sattelbefestigungsschraube Doppelbolzen M66 - 8
Sattelbefestigungsschraube M7/M822 - 25
Sattelklemmschelle (nicht bei Carbon Stützen) 12
FlaschenhalterSchrauben 5Schrauben (Carbon-Rahmen) 3
Lenkerhörnchen6 -8

Wenn Sie sich bei der Montage nicht sicher sind oder Fragen zum richtigen Drehmoment von gegebenenfalls hier nicht aufgeführten Bauteilen haben, wenden Sie sich bitte an Ihren CENTURION-Fachhändler oder an die MCG GmbH.

30. Sachmangelhaftung und Garantie

CENTURION

30.1 Einführung

Ihr CENTURION-Fahrrad wurde sorgfältig gefertigt und Ihnen vom CENTURION-Fachhändler fertig montiert übergeben.

Während der ersten 2 Jahre nach dem Kauf haben Sie vollen Anspruch auf die gesetzliche Gewährleistung. Sollten Mängel auftreten, ist Ihr CENTURION-Fachhändler der Ansprechpartner.

Um die Bearbeitung Ihrer Reklamation reibungslos zu gestalten, ist es notwendig, dass Sie den Kaufbeleg und das Übergabeprotokoll dazu mitbringen. Bewahren Sie diese deshalb sorgfältig auf.

Im Interesse einer langen Lebensdauer und Haltbarkeit Ihres Rades dürfen Sie das Rad nur gemäß seines Einsatzzweckes siehe Kapitel 3. „Vor der ersten Fahrt“ benutzen. Beachten Sie auch die zulässigen Gewichte. Weiterhin müssen die Montagevorschriften der Hersteller (vor allem Drehmomente bei Schrauben) sowie weitere Hinweise im Kapitel 28. „Besonderheiten des Werkstoffs Carbon“ und besonders im Kapitel 28.2 „CENTURION-Rahmensets“ beachtet und die vorgeschriebenen Wartungsintervalle genau eingehalten werden.

Bitte beachten Sie die in diesem Handbuch und in den gegebenenfalls beigelegten weiteren Anleitungen aufgelisteten Prüfungen und Arbeiten im Kapitel 26. „Service- und Wartungszeitplan“ bzw. den unter Umständen nötigen Tausch sicherheitsrelevanter Bauteile wie Lenker, Bremsen usw.

CENTURION City Speed 1 - Einführung - 1

30. Sachmangelhaftung und Garantie

CENTURION

30.2 Hinweise zum Verschleiß

Einige Bauteile Ihres Rades unterliegen funktionsbedingt einem Verschleiß. Die Höhe des Verschleißes ist von der Pflege und Wartung und der Art der Nutzung des Fahrrades (Fahrleistung, Regenfahrt, Schmutz, Salz etc.) abhängig. Fahrräder, die oft im Freien abgestellt werden, können durch Witterungseinflüsse ebenfalls erhöhtem Verschleiß unterliegen.

Diese Teile bedürfen regelmäßiger Wartung und Pflege, dennoch erreichen Sie in Abhängigkeit der Nutzungsintensität und -bedingungen früher oder später das Ende Ihrer Lebensdauer. Die Teile müssen bei Erreichen ihrer Verschleißgrenze getauscht werden.

Dazu gehören:

• Die Antriebskette
• Die Bremszüge
• Die Griffgummis/das Lenkerband
• Die Kettenräder
• Die Lackierung
• Die Ritzel
• Die Schaltwerksrollen
• Die Schaltungszüge
• Die Reifen
- Der Sattelbezug
• Die Schmierstoffe

• Die Bremsbeläge

Die Beläge von Felgen- und Scheibenbremsen unterliegen funktionsbedingt einem Verschleiß. Bei sportlicher Nutzung oder Fahrten in bergigem Terrain kann der Wechsel der Beläge in kurzen Abständen erforderlich werden. Kontrollieren Sie den Belagszustand regelmäßig, und lassen Sie diese gegebenenfalls von einem CENTURION-Fachhändler austauschen.

• Die Felgen bei V-Brakes und hydraulischen Felgenbremsen

Beim Bremsen verschleißt nicht nur der Belag, sondern auch die Felge. Prüfen Sie deshalb die Felge regelmäßig, z.B. beim Aufpumpen des Reifens. Bei Felgen mit Verschleiß-Indikatoren werden Ringe, Farbmarkierungen oder Spalte sichtbar, wenn die Felge an die Verschleißgrenze kommt. Achten Sie auf die Angaben, die auf der Felge vermerkt sind. Lassen Sie die Wandstärke spätestens nach dem zweiten Satz Bremsbeläge vom CENTURION-Fachhändler überprüfen. Treten Verformungen oder feine Risse an den Felgenflanken auf, wenn der Luftdruck erhöht wird, deutet dies auf das Ende der Lebensdauer hin. Die Felge muss dann ersetzt werden.

• Die Lagerungen und Dichtungen bei Federgabeln und gefederten Hinterbauten

Die Dichtungen und Lagerungen sind ständig in Bewegung, wenn das Fahrwerk arbeitet. Durch Umwelteinflüsse (Regen, Schmutz etc.) kommt es prinzipbedingt zum Verschleiß dieser beweglichen Teile. Diese Bereiche müssen beim CENTURION-Fachhändler regelmäßig gereinigt und gewartet werden. Je nach Einsatzbedingungen kann dennoch nicht ausgeschlossen werden, dass die Teile durch Verschleiß bedingt ersetzt werden müssen, z.B. wenn sich Lagerspiel einstellt.

- Beleuchtungsanlage und Reflektoren

Die Beleuchtungsanlage ist für Ihre Sicherheit im Straßenverkehr, insbesondere im Dunkeln, sehr wichtig. Prüfen Sie die Funktion sowie den Zustand der Reflektoren vor jeder Fahrt. Glühlampen unterliegen funktionsbedingt einem Verschleiß. Führen Sie stets Ersatz-Glühbirnen mit sich, damit Sie diese bei Bedarf tauschen können.

30. Sachmangelhaftung und Garantie

CENTURION

30.3 Garantie auf CENTURION-Fahrräder

Für Ihr CENTURION-Fahrrad besteht eine Herstellergarantie (ab Datum des Verkaufs an den Erstkäufer) von

  • 5 Jahren auf Rahmenbruch für alle Aluminium- und Stahlrahmen.
  • 3 Jahren auf Rahmenbruch für alle Carbon-Rahmen.

Im Garantiefall behält es sich CENTURION vor, das jeweilige aktuelle Nachfolgemodell in der verfügbaren Farbstellung zu liefern - bei Nichtverfügbarkeit das jeweilig höherwertige Modell.

Stoßdämpfer, Federgabeln, SRAM- bzw. Shimano-Komponenten und andere Marken-Zubehörteile werden nicht über die Merida & Centurion Germany GmbH, sondern über die nationalen Vertreiber der Teile-Hersteller abgewickelt. Eine Ausnahme hiervon bildet das CENTURION-eigene LRS-Federelement. Dieses ist bei Merida & Centurion Germany GmbH zu reklamieren.

In allen Fällen ist jedoch Ihr CENTURION-Fachhändler Ansprechpartner und nimmt Ihre Anfragen entgegen.

Die Hersteller-Garantie gilt nur für den Erstkäufer unter Vorlage des Kunden-Kaufbelegs, des Übergabeprotokolls und des Fahrradpasses, aus dem Kaufdatum, Fachhändleradresse, Modell und Rahmennummer hervorgehen müssen.

Voraussetzung für die Garantie ist bestimmungsgemäßer Gebrauch eine Inspektion innerhalb der ersten 500 km oder im Laufe von sechs Monaten nach dem Kaufdatum, dass ausschließlich Original-Ersatz- bzw. Zubehörteile verwendet werden, dass Feder-systeme mindestens einmal jährlich vom CENTURION-Fachhändler gewartet werden.

Die Garantie schließt Arbeits- und Transportkosten, sowie durch Defekte verursachte Folgekosten nicht ein.

Bei Wettkampfeinsatz, Sprüngen oder Überbeanspruchungen anderer Art besteht kein Garantieanspruch.

Ausgeschlossen sind Schäden durch Verschleiß, Vernachlässigung (mangelnde Pflege und Wartung), Sturz, Überbelastung durch zu große Beladung, durch unsachgemäße Montage und Behandlung sowie durch Veränderung des Fahrrades (An- und Umbau von zusätzlichen Komponenten).

Im Interesse einer langen Lebensdauer und Haltbarkeit der Komponenten müssen die Montagevorschriften der Hersteller und die vorgeschriebenen Wartungsintervalle genau eingehalten werden. Bei Nichteinhaltung der Montage-Vorschriften und Prüf-Intervalle erlischt die Garantie. Bitte beachten Sie die in diesem Handbuch skizzierten Prüfungen bzw. den unter Umständen empfohlenen, regelmäßigen Austausch sicherheitsrelevanter Bauteile wie Lenker usw.

Text, Konzeption und Fotografie:

Ingenieurbüro Zedler

Tel.: +49 (0) 71 41-3 16 47

Fax: +49 (0) 71 41-3 16 48

info@zedler.de

www.zedler.de

Grafische Gestaltung:

Ott • DTP-Service

www.ott-dtp-service.de

Änderungen von technischen Details gegenüber den Angaben und Abbildungen der Betriebsanleitung sind vorbehalten.

© Nachdruck, Übersetzung und Vervielfältigung oder anderweitige wirtschaftliche Nutzung, auch auszugsweise, und auch auf elektronischen Medien ist ohne vorherige schriftliche Genehmigung nicht erlaubt.

Stand: August 2006

  1. Auflage
Inhaltsverzeichnis Klicken Sie auf einen Titel, um darauf zuzugreifen
Handbuch-Assistent
Angetrieben von Anthropic
Warten auf Ihre Nachricht
Produktinformationen

Marke : CENTURION

Modell : City Speed 1

Kategorie : Fahrrad