VarioComputer 410 VC - Blitz BRAUN - Kostenlose Bedienungsanleitung
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| Produkttyp | Blitzgerät |
| Marke | Braun |
| Modell | VarioComputer 410 VC |
| Abmessungen (B x H x T) | ca. 206 x 65 mm (Höhe x Tiefe) |
| Gewicht (ohne Kameraschiene) | 550 g |
| Stromversorgung | NC-Akku (410 VC), aufladbar |
| Ladezeit | 8–9 Stunden, danach Erhaltungsladung |
| Blitzenergie (ohne Computer) | 85 Ws |
| Leitzahl bei 100 ASA (Normalwinkel) | 41 m |
| Leitzahl bei 100 ASA (Weitwinkel) | 29 m |
| Computer-Arbeitsblenden | 4 / 5,6 / 8 / 11 / 16 / 22 |
| Betriebsarten | Computer (automatisch), manuell, VarioPower |
| VarioPower-Stufen | Lichtmenge von 1/2 bis 1/144 |
| Blitzfolgezeit (Computer) | 0,2–8 Sekunden (je nach Entfernung) |
| Blitzfolgezeit (manuel) | ca. 8 Sekunden (bei voller Ladung) |
| Leuchtzeit (kurzeste bei Computer) | 1/15.000 Sekunde |
| Farbtemperatur | 5000 K |
| Ausleuchtwinkel Normal | 75° × 49° (horizontal × vertikal) |
| Ausleuchtwinkel Weitwinkel | 94° × 64° (horizontal × vertikal) |
| Schwenkbereich Reflektor | 20° nach oben, 174° zur Seite |
| Sensor | Für Computerbetrieb, auf Objekt gerichtet |
| Bajonettanschluss | Kameraschiene mit Schnellverschluss |
| Stativgewinde | 1/4 und 3/8 Zoll |
| Zubehör (Auswahl) | Ladegerät, Synchronkabel, Weitwinkelscheibe, VarioControl SCA 1 |
Häufig gestellte Fragen - VarioComputer 410 VC BRAUN
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BEDIENUNGSANLEITUNG VarioComputer 410 VC BRAUN
Hinweise zum Gebrauch
Stand:
- März 1982
(Kaufdatum des Blitzgeräts, dem diese Anleitung beilag.)
Inhalt
-
Übersicht
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Akku laden (nur 410 VC)
-
Akku-Pflege (nur 410 VC)
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Batteriefach
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Batteriebestückung (nur 370 BVC)
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Anschließen und Befestigen
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Belichtungszeit
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Blendenwahl bei Computerbetrieb
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Blendenwahl bei manuellem Betrieb
-
Blendenwahl bei VarioPower-Betrieb
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Blitzen
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Blitzfolgezeit
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Indirekter Blitz
-
Weitwinkel-Blitz
-
Verwendung des Blitzgerätes mit Polaroid-Kameras
-
Verwendung des Blitzgerätes mit Kodak-Sofortbildkameras
-
Verwendung des Blitzgerätes mit Olympus OM 2 Kameras
-
Verwendung des Blitzgerätes an Spiegelreflexkameras mit Blitz-automatik
-
Zubehör
-
Technische Daten


1. Übersicht
a VarioReflektor
b Weitwinkelscheibe
c Sensor
d Kameraschiene
e Entriegelungstaste
f Batteriefachdeckel
g Anschlußbuchsen
h Ein/Ausschalter
i Betriebsartenschalter
k Bereitschaftsanzeige
I Handauslöser
m Computer- Kontrollanzeige
n Blendenscheibe
o Blendenwählhebel
p Sichtfenster VarioPower
s 1 Skala Filmempfindlichkeit
s 2 Skala Entfernungen bei VarioPower
s 3 Skala Blenden
s 4 Skala Entfernungen
s 5 Skala Belichtungskorrekturen für Kodak Sofortbild

(nur 410 VC, mit Ladegerät FR 8)
2.1 Zum Laden wird das ausgeschaltete Blitzgerät (Schalter h auf 0) mit dem Ladegerät und dieses mit der Steckdose verbunden, Bild 1. Achtung: Ladegerät muß auf richtige Spannung eingestellt sein, Bild 2.

2.2 Der Ladevorgang dauert 8–9 Stunden. Während dieser Zeit leuchtet die Kontrolllampe am Ladegerät. Anschließend schaltet das Ladegerät automatisch auf sog. Erhaltungsladung um; die Kontrolllampe erlischt. Mit dieser Erhaltungsladung kann das Blitzgerät beliebig lange bzw. dauernd geladen werden, ohne daß ein Überladen zu befürchten ist.
2.3 Lösen und Wiederherstellen der Verbindung zwischen Ladegerät und Netz bzw. Blitzgerät setzt den Ladezyklus erneut in Gang. Die Batterie nimmt jedoch auch dann keinen Schaden, wenn sie unmittelbar nacheinander mehr als einem vollen Ladezyklus ausgesetzt wird.

3.1 Der Akku ist entladen, wenn die Blitzfolgezeit, siehe 12.1, bei Betriebsart «manual», siehe 9, mehr als ½ min beträgt.
3.2 Um Akku und Blitzkondensator auch bei längerem Nichtgebrauch leistungsfähig zu erhalten, soll das Gerät entweder ständig geladen (sog. Erhaltungsladung) oder aber alle 6 Monate aufgeladen werden, siehe 2.2. Bei Erhaltungsladung empfiehlt es sich, das Gerät wenigstens alle 6 Monate einmal für ca. 3 Stunden laufen zu lassen oder ca. 30 Blitze auszulösen, siehe 11.2. Anschließend neu laden, siehe 2.
3.3 Bei Bedarf kann der Akku gewechselt (z. B. gegen einen voll geladenen ausgetauscht) werden. Dazu Batteriefachdeckel öffnen, siehe 4.1, und durch leichtes Aufstoßen des Gerätes (Bild 3) die Druckknopfbefestigung des Akkus lösen. Neuen Akku einführen und soandrücken, das Druckknöpfe einrasten. Deckel schließen.

4.1 Batterien bzw. Akku zur Stromversorgung sind im Stab des Gerätes untergebracht. Der Batteriefachdeckel am Fuß des Stabes hat einen Schnellverschluß. Zum Öffnen den Knebel in Pfeilrichtung drehen, bis Raste spürbar wird und der Markierungsstrich auf eine der Rippen am Rand zeigt, Bild 4. Deckel abziehen. Vor dem Wiederaufsetzen Knebel bis zum Klicken weiterdrehen; Knebel weist dann auf eine der Rippen, Bild 5. Nase in Deckel und Aussparung in Blitzgerätegehäuse beachten. Aufsetzen und zum Einrasten andrücken.

4.2 Batterien einlegen bei Gerät 370 BVC, siehe 5.2. Akku wechseln bei Gerät 410 VC, siehe 3.3.

5. Batteriebestückung
(nur 370 BVC)
5.1 Zur Stromversorgung ist das Batteriefach, siehe 4.1, mit 4 Batterien 1,5 V «Mignon» zu bestücken, Bild 6. Empfohlen werden als Trockenbatterien nur Alkali-Mangan-Zellen. Verwendbar sind auch NC-Sinterzellen (ca. 1,2 V) gleicher Größe, die mit dem Braun Ladegerät, Bild 6 a, oder handelsüblichen Ladegeräten wiederaufgeladen werden können.

5.2 Batterien in wechselnder Richtung (entsprechend den Markierungen an den Innenwänden des Stabes) einlegen.
5.3 Erschöpfte Batterien müssen ausgewechselt bzw. aufgeladen werden. Dabei immer den kompletten Satz auswechseln bzw. aufladen. Erschöpfung macht sich durch eine verlängerte Blitzfolgezeit, siehe 12.1, bemerkbar. Trockenbatterien sind verbraucht, wenn die Blitzfolgezeit mehr als 1 min, NC-Sinterzellen entladen, wenn sie mehr als 12 min beträgt.
5.4 Bei längerer Nichtbenutzung empfiehlt es sich, die Trockenbatterien aus dem Gerät zu entnehmen.

6. Anschließen und Befestigen
6.1 Meist wird das Blitzgerät mit der Kameraschiene (d) links oder rechts von der Kamera befestigt. Stab in der Bajonettfassung der Schiene durch kurze Drehung einrasten, Bild 7. Zum Lösen Entriegelungstaste(e) drücken und Stab drehen. Bild 8.
6.2 Für 6 x 6 Kameras ist ein Adapter erhältlich, der die Auflagefläche der Schiene verbreitert. Spezialschienen bzw. Befestigungswinkel gibt es auch für Polaroid- und Kodak-Sofortbildkameras, siehe 15. und 16.
6.3 Die mitgelieferte Kamera- schiene hat zusätzliche Ge- windebohrungen (1/4 und 3/8"), mit denen sie auf einem Stativ befestigt werden kann, Bild 9.
6.4 Blitzgerät und Kamera (Kontakt X oder 12 ) durch das mitgelieferte Synchronkabel verbinden, Bild 10. Längere Synchronkabel sind beim Braun Kundendienst erhältlich für den Fall, daß das Blitzgerät aus größerem Abstand von der Kamera eingesetzt werden soll.
6.5 Wenn Sie das mitgelieferte Reduzierstück in die Bohrung am Anfang des Langloches einschrauben, können Sie die Kameraschraube nicht verlieren.
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7. Belichtungszeit
7.1 Der Blitz hat bei abgeschaltetem Computer eine Leuchtzeit von ca. 1/300 sec. Bei Kameras mit Zentralverschluß kann eine entsprechend kurze Zeit eingestellt werden; empfohlen wird aber 1/125 sec.
7.2 Bei Kameras mit Schlitzverschluß darf als kürzeste Zeit nur die gewählt werden, bei der die Verschlußvorhänge das Bildfenster noch komplett freigeben. Meist ist dies 1/60 sec; die genaue Angabe ist der Bedienungsanleitung der Kamera zu entnehmen. Im Zweifelsfall zur Sicherheit 1/30 sec wählen.
7.3 Extrem kurze Leuchtzeiten bis unter 115 000 sec ergeben sich bei Computersteuerung, siehe 8., beim Fotografieren im Nahbereich, sowie bei VarioPower-Betrieb, siehe 10. Dies läßt sich z. B. für Aufnahmen sehr schneller Bewegungsvorgänge ausnutzen.

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8. Blendenwahl bei Computerbetrieb (rote Kennzeichnung)
8.1 Die zur Belichtung notwendige Lichtmenge wird vom Blitzgerät automatisch dosiert, wenn der Betriebsartenschalter (i) auf «computer» steht, Bild 11. Dabei kann der Benutzer unter 6 Blendenwerten wählen. Blendenscheibe (n) auf die verwendete Filmempfindlichkeit einstellen, Bild 12. Gewünschte Blende mit dem Wahlhebel (o) wählen, Bild 13, und an der Kamera einstellen.
8.2 Striche auf dem Wahlhebel (o) zeigen die Entfernung in Meter oder feet, bis zu der eine ausreichende Belichtung gewährleistet ist. (Starker Strich für Normalwinkel, dünne Linie für Weitwinkel, siehe 14.). Wenn Zweifel bestehen, ob die Reichweite bei der gewählten Blende genügt, Probeblitz auslösen, siehe 11.3.

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9. Blendenwahl bei manuellem Betrieb (weiße Kennzeichnung)
9.1 Mit Betriebsartenschalter (i) in Stellung «manual» ist die automatische Lichtdosierung abgeschaltet. Jeder Blitz strahlt die gleiche Lichtmenge ab. Die Belichtung wird allein durch die Kamerablende dosiert. Diese muß um so größer, d. h. die Blendenzahl um so niedriger sein, je weiter das Motiv entfernt ist. Den richtigen Wert für jede Distanz Blitzgerät — Objekt zeigt die (auf die Film-empfindlichkeit eingestellte) Blendenscheibe (n), Bild 14. Die Stellung des Wahlhebels (o) ist bei manuellem Betrieb ohne Bedeutung.
9.2 Blendenwahl bei indirektem und bei Weitwinkelblitz siehe 13.3 bzw. 14.2.
9.3 Die Reichweite des Blitzes läßt sich bei manuellem Betrieb durch die Wahl größerer Blendenöffnungen noch beträchtlich vergrößern (je volle Blendenstufe um ca. 40 %).

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10. Blendenwahl bei VarioPower Betrieb (blaue Kennzeichnung)
10.1 Um schnelle Blitzfolgezeiten (siehe 12.) oder kurze Leuchtzeiten (siehe 7.3) zu erzielen, oder große Blendenöffnungen auch bei hohen Filmempfindlichkeiten zu ermöglichen, kann die abgestrahlte Lichtmenge stufenweise von 12 bis 144 vermindert werden.

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10.2 Dazu Betriebsartenschalter (i) auf «VarioPower» stellen und mit dem Wahlhebel (o) den gewünschten Bruchteil der Lichtmenge in das Sichtfenster (p) bringen, Bild 15. Kamerablende wie bei manuellem Betrieb, siehe 9., entsprechend der Aufnahmedistanz wählen; Entfernung jedoch nicht auf weiß/grüner, sondern auf blauer Skala (s 2) ablesen, Bild 16.

11. Einschalten und Blitzen
11.1 Nach dem Einschalten mit Schalter (h), Bild 17, ist der Blitz bereit, wenn die Bereitschaftsanzeige (k) aufleuchtet. Er wird — über das Synchronkabel — automatisch beim Auslösen der Kamera gezündet.
11.2 Unabhängig von der Kamera kann der Blitz mit dem Handauslöser (I) gezündet werden. So sind z. B. Aufnahmen von Innenräumen nach der sog. Offenblitzmethode möglich. Dabei steht die Kamera im dunklen Raum mit geöffnetem Verschluß auf einem Stativ. Der Blitz wird mehrere Male nacheinander von Hand ausgelöst.
11.3 Bei Computerbetrieb, siehe 8., muß bei einem handausgelösten «Probeblitz» in Aufnahmerichtung die Computer-Kontrollanzeige (m), Bild 18, aufleuchten. Andernfalls größere Blende oder geringeren Abstand wählen oder auf manuellen Betrieb umschalten.
11.4 Bei längeren Aufnahme-pausen Gerät ausschalten, um Energie zu sparen.
12.1 Nach dem Blitzen dauert es eine gewisse Zeit, bis die Anzeige (k) erneut Bereitschaft signalisiert. Diese «Blitzfolgezeit» ist um so kürzer (bis unter 1 Sekunde), je geringer (bei Computer- oder VarioPower Betrieb) die abgestrahlte Lichtmenge war; und um so länger, je weiter die Batterie entladen ist.
12.2 Mit VarioPower lassen sich schnelle Blitz-Bildfolgen realisieren. Die Tabellen zeigen die Zeiten, die sich beim 410 VC, Bild 19, bzw. beim 370 BVC mit Alkali-Mangan-Zellen, Bild 20, oder mit NC-Sinterzellen, Bild 21, erzielen lassen. Bei Winderbetrieb mit 2 Bildern pro Sekunde sollten Sie nur frische bzw. vollgeladene Batterien verwenden und darüber hinaus nach Aufleuchten der Blitzbereitschaftsanzeige noch 10 Sekunden warten, bevor Sie Ihre Blitzserie beginnen. In diesem Fall erreichen Sie beim Braun 410 VC Serien von mindestens 15, beim Braun 370 BVC mit Alkali-Mangan-Zellen Serien von 6 bzw. mit NC-Zellen von 10 Bildern ohne Unterbrechung.

13.1 In der Regel zielt der Blitz auf das Objekt. Weicher wird die Beleuchtung, wenn der allseitig schwenkbare Reflektor gegen die Zimmerdecke, eine Wand, weißen Karton o. ä. strahlt, Bild 22.
13.2 Bleibt dabei der Sensor (c) auf das Objekt gerichtet, funktioniert die automatische Lichtdosierung, siehe 8. Da der Lichtweg länger wird, durch Probeblitz testen, siehe 11.3, ob das Licht ausreicht.
13.3 Bei manuellem Betrieb, siehe 9., ist der Weg: Blitzgerät — Reflexionsfläche — Objekt, zugrunde zu legen und zusätzlich die Blende um 1–2 Werte zu öffnen.
13.4 Der Reflektor ist bei indirektem Blitzen mindestens um 60° (besser: 90°) aus der Aufnahmerichtung zu schwenken, damit das Motiv nicht teilweise direkt beleuchtet wird, Bild 23.
13.5 Achtung: Getönte Reflexionsflächen bewirken Farbverfälschungen.

14. Weitwinkel-Blitz
14.1 Der Reflektor beleuchtet ein rechteckiges Feld, das bei allen Filmformaten das Bildfeld eines Normalobjektivs deckt. Durch Vorschwenken der unter dem Reflektor liegenden Streuscheibe, Bild 24, wird das ausgeleuchtete Feld soweit vergrößert, daß auch noch die Bildfelder von 28 mm Kleinbildobjektiven bzw. entsprechenden Weitwinkelobjektiven anderer Filmformate ausgeleuchtet werden.
14.2 Bei automatischer Lichtdosierung ist der verkürzte Arbeitsbereich, siehe 8.2, zu berücksichtigen. Bei manuellem Betrieb muß die Blende um 1 Wert weiter geöffnet werden, als sich nach dem Blendenrechner ergibt.
14.3 Für extreme Weitwinkel-aufnahmen bietet sich die Technik des indirekten Blitzens an, siehe 13.

15. Verwendung des Blitzgerätes mit Polaroid-Kameras
15.1 In den blau markierten Positionen P von Betriebsartenschalter (i) und Blendenwählhebel (o), Bild 25, strahlt das Blitzgerät genau die für Polaroid SX 70 Filme richtige Lichtmenge ab. Eventuell erforderliche Korrekturen zum Ausgleich abweichender Emulsions-empfindlichkeit werden mit der Hell-Dunkel-Steuerung der Kamera ausgeglichen; vgl. deren Bedienungsanweisung.
15.2 Für die Verbindung von Blitzgerät und Polaroid-Kamera ist das im Fachhandel erhältliche Braun Polaroid-Set erforderlich. Es besteht aus einer Kamera-zwinge, einem Bajonett-winkel für die mechanische, und einem Spezialadapter für die elektrische Verbindung, Bild 26.

16. Verwendung des Blitz- gerätes mit Kodak Sofort- bildkameras
16.1 Kodak-Kameras EK 4, 6, 8, 100, 200 und weitere Kodak Modelle mit deren Zündsystem sind über den Kodak-Blitz-Adapter (als Zubehör erhältlich) mit dem Blitzgerät zu verbinden, siehe Bild 27. Der Adapter sorgt dafür, daß die Kamerablende voll geöffnet bleibt und das Unterbelichtungssignal der Kamera nicht aufleuchtet.
16.2 Zur mechanischen Verbindung dient bei EK 8 die mitgelieferte Kameraschiene, bei EK 4, 6, 100 und 200 mit seitlichem Gewinde ein gesondert lieferbarer Bajonettwinkel, Bild 28.
16.3 Betriebsartenschalter (i) und Blendenwählhebel (o) auf gelbe Markierung K stellen, Bild 29. Das Blitzlicht wird automatisch dosiert. Zum Ausgleich eventuell abweichender Emulsionsemfindlichkeit Wahlhebel (o) nach rechts (volle Felder) für ½ oder 1 Blende mehr Licht (hellere Bilder), nach links (leere Felder) für entsprechend weniger Licht (dunklere Bilder) stellen.
17. Verwendung des Blitzgerätes mit Olympus OM 2 Kameras
In Stellung «manual» des Betriebsartenschalters (i) und über einen speziellen Adapter *) läßt sich das Blitzgerät über das Lichtmeßsystem der Olympus OM 2 steuern. Es ist dann mit allen an der Kamera einstellbaren Blenden verwendbar und gestattet die volle Ausnutzung des OM 2 Systems. Ausführliche Hinweise sind der Kamera-Bedienungsanleitung zu entnehmen.
*) in Österreich, Schweiz, Frankreich, Großbritannien und USA z. Z. nicht lieferbar.

- Verwendung des Blitzgerätes an Spiegelreflexkameras mit Blitz-automatik
18.1 In Verbindung mit dem Braun VarioControl SCA 1, s. Bild 30, und der entsprechenden SCA-Adapterplatte, s. Bild 31, läßt sich das Blitzgerät an die Blitzautomatik folgender Spiegel-reflexkameras adaptieren:
Canon: A-1, AE-1, AV-1, AT-1 Leica: R-4 MOT Minolta: XG-1, XG-2, XG-7, XD-5, XD-7, XD-11 Nikon: FE, EM Olympus: OM-1N, OM 10
18.2 Neben dieser Adaption bietet der VarioControl SCA 1 den Besitzern aller Kameras zwei bedeutende Vorteile:
a) vergrößerte Blitzreichweite bei höherempfindlichen Filmen durch VarioDistance (variable Grenzentfernung).
b) Übernahme aller Meß- und Regelfunktionen zentral von der Kamera aus, wenn das Blitzgerät getrennt von der Kamera eingesetzt wird.
19. Zubehör
Blitzgerätetasche Art. Nr. 3 943 010
6 x 6 Adapter für Kamera- schiene (siehe 6.2) Art. Nr. 3 660 010
Polaroid-Set (siehe 15.2) Art. Nr. 3 666 010
Kodak-Blitz-Adapter (siehe 16.1) Art. Nr. 3 667 010
Bajonettwinkel für Kodak- Sofortbildkameras mit seit- lichem Gewinde (siehe 16.2) Art. Nr. 3 668 010
Adapter für Olympus OM 2 (siehe 17) Art. Nr. 3 964 010
Fotozelle-S zur kabellosen Auslösung Art. Nr. 3 968 010
Reflexionsschirm FRS 2000 für weichere Ausleuchtung Art. Nr. 3 967 010
Flash-Power-Set zum externen Aufladen des NC-Akku 410 VC Art. Nr. 3 969 010
Filter-Set für Effektbeleuchtung Art. Nr. 3 965 010
VarioControl·SCA 1 Externer Sensor mit Vario- Distance und SCA-Adaption Art. Nr. 3 674 010
SCA 110 Adapterplatte für Vario- Control SCA 1 und Canon- Kameras Art. Nr. 3 674 110
SCA 120 Adapterplatte für Vario- Control SCA 1 und Olympus- Kameras Art. Nr. 3 674 120
SCA 130 Adapterplatte für Vario- Control SCA 1 und Minolta- Kameras Art. Nr. 3 674 130
SCA 140 Adapterplatte für Vario- Control SCA 1 und Nikon- Kameras Art. Nr. 3 674 140
SCA 150 Adapterplatte für Vario Control SCA 1 und Leica R-4 MOT Art. Nr. 3674150
20. Technische Daten
Daten für die Gerätetypen 410 VC und 370 BVC mit Alkali-Manganzellen (AM) bzw. NC-Sinterzellen (NC) sind, falls unterschiedlich, getrennt aufgeführt. Fehlt die Spezifizierung, sind die Daten identisch.
| 410 VC: 85 Ws370 BVC: 65 Ws | Blitzenergie bei abgeschaltetem Computer |
| 410 VC: 41 (135)370 BVC: 37 (125) | Leitzahl in m (feet) für 21 DIN= 100 ASA bei Normalwinkel |
| 410 VC: 29 (95)370 BVC: 26 (88) | Leitzahl in m (feet) für 21 DIN= 100 ASA bei Weitwinkel |
| 75^ × 49^ ( 75^ ) | Normal-Ausleuchtwinkelhorizontal x vertikal (diagonal) |
| 94^ × 64^ ( 92^ ) | Weit-Ausleuchtwinkelhorizontal x vertikal (diagonal) |
| 4 / 5,6 / 8 / 11 / 16 / 22 | Computer-Arbeitsblendenfür 21 DIN |
| 1,2 / 1 (3,9 / 3,3)0,8 / 0,6 (2,6 / 2)0,4 / 0,3 (1,3 / 1)0,4 / 0,3 (1,3 / 1)0,4 / 0,3 (1,3 / 1)0,4 / 0,3 (1,3 / 1) | Untere Grenze der Arbeitsbereiche (obere Grenze siehe Blendenscheibe des Gerätes)bei Computer-Arbeitsblenden für 21 DIN = 100 ASA mit Normalwinkel / Weitwinkel in Meter (feet) |
| 410 VC: 8 sec370 BVC (AM) 12 sec370 BVC (NC) 5 sec | Blitzfolgezeit bei abgeschaltetem Computer |
| 410 VC: 0,2– 8 sec370 BVC (AM) 0,2–12 sec370 BVC (NC) 0,2– 5 sec | Blitzfolgezeit bei Computer-betrieb, abhängig von Objekt-entfernung und -reflexion |
| 410 VC: 45370 BVC (AM) 100370 BVC (NC) 50 | Blitzzahl je Ladung bzw. je Batteriesatz, bei abgeschaltetem Computer |
| 410 VC: 1500370 BVC (AM) 3200370 BVC (NC) 1600 | Höchstmögliche Blitzzahl je Ladung bzw. Batteriesatz,bei Computerbetrieb |
| 410 VC: 4 h370 BVC (AM) 8 h370 BVC (NC) 3,5 h | Leerlauf des Gerätes ohne Blitzen |
| 410 VC: 1300 sec70 BVC: 1330 sec | Leuchtzeit (Zehntelwert) bei abgeschaltetem Computer |
| 115 000 sec | Kürzestmögliche Leuchtzeit (Zehntelwert) bei Computer-betrieb |
| 500 K | Farbtemperatur |
| 20° (174°) | Schwenkbereich des Vario-Reflektors nach oben (nachrechts bzw. links) |
| x 206 x 65 mm | Abmessungen: Breite x Höhe x Tiefe |
| 410 VC: 550 g370 BVC: 430 g | Gewichtohne Kameraschiene und bei 370 BVC ohne Batterien. |
| Technische Änderungen vorbehalten. |