1265-5 - Nähmaschine Dürkopp Adler - Kostenlose Bedienungsanleitung
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BEDIENUNGSANLEITUNG 1265-5 Dürkopp Adler
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1 Über diese Anleitung.... 5
1.1 Für wen ist diese Anleitung?...... 5
1.2 Darstellungskonventionen – Symbole und Zeichen.... 6
1.3 Weitere Unterlagen.... 7
1.4 Haftung 8
2 Sicherheit 9
2.1 Grundlegende Sicherheitshinweise 9
2.2 Signalwörter und Symbole in Warnhinweisen.... 10
3 Gerätebeschreibung.... 13
3.1 Komponenten der Maschine.... 13
3.2 Bestimmungsgemäße Verwendung.... 13
3.3 Konformitätserklärung.... 14
4 Bedienung 15
4.1 Maschine für den Betrieb vorbereiten.... 15
4.2 Maschine ein- und ausschalten 15
4.3 Maschinenoberteil bedienen.... 16
4.4 Einfädelschema 17
4.4.1 Druckluft-Zufuhr trennen.... 18
4.5 Stoffgleitblech abnehmen und aufsetzen.... 20
4.6 Kantenanschlag 22
4.6.1 Mechanischer Kantenanschlag 22
4.6.2 Pneumatischer Kantenanschlag (optional) 23
4.7 Konturenführung 24
4.7.1 Konturenführung einstellen.... 25
4.7.2 Hilfsrolle einstellen.... 26
4.8 Differentialtransport.... 27
4.8.1 Schrittmotorgesteuerte Mehrweitenverteilung 27
4.9 Klebestation bedienen 33
4.9.1 Klebeband einlegen/wechseln 33
4.9.2 Klebestation einschalten.... 35
4.9.3 Temperatur einstellen 35
4.9.4 Kniefutter und Vorderhose verkleben 36
4.9.5 Klebeband-Vorschub einstellen 38
4.9.6 Stempel reinigen.... 39
4.10 Lichtschranke.... 40
4.10.1 Lichtschranke ausrichten 40
4.10.2 Lichtschranken Intensität einstellen.... 41
4.11 Stapler 42
4.11.1 Überwurfstapler bedienen.... 42
4.11.2 Klemmstapler bedienen 43
4.11.3 Wechselstapler bedienen.... 44
4.12 Luftdüsen 45
4.12.1 Einstellung der Luftdüsen in der Tischplatte.... 45
4.12.2 Einstellung der Luftzufuhr 46
4.12.3 Stärke der Luftzufuhr einstellen 46
4.13 Transportation.... 48
4.13.1 Puller einstellen.... 49
4.13.2 Puller bedienen.... 50
4.13.3 Ausrollvorrichtung bedienen 50
4.14 Nähen 50
5 Programmierung STEHA.... 55
5.1 Bedienfeld STEHA.... 55
5.1.1 Bildschirm starten 56
5.2 Navigieren im Bedienfeld.... 57
5.3 Programme aufrufen.... 57
5.4 Hauptbildschirm 59
5.4.1 Nahtspezifische Parameter einstellen.... 60
5.5 Funktionen Zugriffsebene 2 68
5.5.1 Globalparameter einstellen.... 69
5.5.2 Nahtfolgen 72
5.5.3 Vornähte 74
5.5.4 Naht Start-Modus....76
5.5.5 Nähmotor aktivieren.... 76
5.5.6 Tagesstückzähler zurücksetzen.... 76
5.5.7 Input - Output-Test.... 76
5.6 Manuelles Nähen....79
5.7 Maschinen-Parameter 80
5.8 Stapelvorgang.... 80
5.9 Einfädelmodus 81
5.10 Programmier-Menüs 81
5.10.1 Navigieren in Programmierebenen 82
5.10.2 Freien Speicherplatz belegen 82
5.10.3 INIT Parameter 82
5.10.4 Memory-Card....84
5.10.5 Diagnostik 87
5.10.6 Zusatzprogramme....90
6 Wartung 93
6.1 Reinigen....94
6.2 Schmieren....96
6.2.1 Maschinenoberteil-Schmierung prüfen 97
6.3 Pneumatisches System warten.... 97
6.3.1 Betriebsdruck einstellen.... 97
6.3.2 Kondenswasser ablassen.... 98
6.3.3 Filtereinsatz reinigen....99
6.4 Teileliste....100
7 Aufstellung 101
7.1 Lieferumfang prüfen.... 101
7.2 Transportsicherungen entfernen.... 101
7.3 Arbeitshöhe einstellen.... 102
7.4 Garnständer montieren.... 104
7.5 Überwurfstapler montieren (optional).... 105
7.6 Wechselstapler montieren (optional) 106
7.6.1 Ablagetisch montieren 109
7.7 Ablage-Verlängerung Klemmstapler montieren (optional)..... 110
7.8 Elektrischer Anschluss.... 111
7.9 Pneumatischer Anschluss.... 112
7.9.1 Druckluft-Wartungseinheit montieren.... 112
7.9.2 Betriebsdruck einstellen.... 112
7.10 Testlauf durchführen.... 113
8 Außerbetriebnahme.... 115
9 Entsorgung.... 117
10 Störungsabhilfe.... 119
10.1 Kundendienst.... 119
10.2 Fehler im Nähablauf.... 120
11 Technische Daten 123
11.1 Anforderungen für den störungsfreien Betrieb...... 123
11.2 Empfohlene Garne.... 124
1 Über diese Anleitung
Diese Anleitung wurde mit größter Sorgfalt erstellt. Sie enthält Informationen und Hinweise, um einen sicheren und langjährigen Betrieb zu ermöglichen.
Sollten Sie Unstimmigkeiten feststellen oder Verbesserungswünsche haben, bitten wir um Ihre Rückmeldung über den
Kundendienst (S. 119).
Betrachten Sie die Anleitung als Teil des Produkts und bewahren Sie diese gut erreichbar auf.
1.1 Für wen ist diese Anleitung?
Diese Anleitung richtet sich an:
- Bedienungspersonal:
Die Personengruppe ist an der Maschine eingewiesen und hat Zugriff auf die Anleitung. Speziell das Kapitel
Bedienung (S. 15) ist für das Bedienungspersonal wichtig.
- Fachpersonal:
Die Personengruppe besitzt eine entsprechende fachliche Ausbildung, die sie zur Wartung oder zur Behebung von Fehlern befähigt.
Speziell das Kapitel Aufstellung (S. 101) ist für das Fachpersonal wichtig.
Eine Serviceanleitung wird gesondert ausgeliefert.
Beachten Sie in Bezug auf die Mindestqualifikationen und weitere Voraussetzungen des Personals auch das Kapitel Sicherheit (S. 9).
1.2 Darstellungskonventionen – Symbole und Zeichen
Zum einfachen und schnellen Verständnis werden unterschiedliche Informationen in dieser Anleitung durch folgende Zeichen dargestellt oder hervorgehoben:

Richtige Einstellung
Gibt an, wie die richtige Einstellung aussieht.

Störungen
Gibt Störungen an, die bei falscher Einstellung auftreten können.

Abdeckung
Gibt an, welche Abdeckungen Sie demontieren müssen, um an die einzustellenden Bauteile zu gelangen.

Handlungsschritte beim Bedienen (Nähen und Rüsten)
Handlungsschritte bei Service, Wartung und Montage

Handlungsschritte bei Service, Wartung und Montage

Handlungsschritte über das Bedienfeld der Software
Die einzelnen Handlungsschritte sind nummeriert:
1.
Erster Handlungsschritt
2.
Zweiter Handlungsschritt
...
Die Reihenfolge der Schritte müssen Sie unbedingt einhalten.
.
Aufzählungen sind mit einem Punkt gekennzeichnet.
[NO TEXT]
Resultat einer Handlung
Veränderung an der Maschine oder auf der Anzeige/dem Bedienfeld.

Wichtig
Hierauf müssen Sie bei einem Handlungsschritt besonders achten.

Information
Zusätzliche Informationen, z. B. über alternative Bedienmöglichkeiten.

Reihenfolge
Gibt an, welche Arbeiten Sie vor oder nach einer Einstellung durchführen müssen.
Verweise
[NO TEXT]
Es folgt ein Verweis auf eine andere Textstelle.
Sicherheit
Wichtige Warnhinweise für die Benutzer der Maschine werden speziell gekennzeichnet. Da die Sicherheit einen besonderen Stellenwert einnimmt, werden Gefahrensymbole, Gefahrenstufen und deren Signalwörter im Kapitel Sicherheit (S. 9) gesondert beschrieben.
Ortsangaben
Wenn aus einer Abbildung keine andere klare Ortsbestimmung hervorgeht, sind Ortsangaben durch die Begriffe rechts oder links stets vom Standpunkt des Bedieners aus zu sehen.
1.3 Weitere Unterlagen
Die Maschine enthält gebaute Komponenten anderer Hersteller. Für diese Zukaufteile haben die jeweiligen Hersteller eine Risikobeurteilung durchgeführt und die Übereinstimmung der Konstruktion mit den geltenden europäischen und nationalen Vorschriften erklärt. Die bestimmungsgemäße Verwendung der eingebauten Komponenten ist in den jeweiligen Anleitungen der Hersteller beschrieben.
1.4 Haftung
Alle Angaben und Hinweise in dieser Anleitung wurden unter Berücksichtigung des Stands der Technik und der geltenden Normen und Vorschriften zusammengestellt.
Dürkopp Adler übernimmt keine Haftung für Schäden aufgrund von:
- Bruch- und Transportschäden
• Nichtbeachtung der Anleitung - nicht bestimmungsgemäßer Verwendung
- nicht autorisierten Veränderungen an der Maschine
- Einsatz von nicht ausgebildetem Personal
- Verwendung von nicht freigegebenen Ersatzteilen
Transport
Dürkopp Adler haftet nicht für Bruch- und Transportschäden. Kontrollieren Sie die Lieferung direkt nach dem Erhalt. Reklamieren Sie Schäden beim letzten Transportführer. Dies gilt auch, wenn die Verpackung nicht beschädigt ist.
Lassen Sie Maschinen, Geräte und Verpackungsmaterial in dem Zustand, in dem sie waren, als der Schaden festgestellt wurde. So sichern Sie Ihre Ansprüche gegenüber dem Transportunternehmen.
Melden Sie alle anderen Beanstandungen unverzüglich nach dem Erhalt der Lieferung bei Dürkopp Adler.
2 Sicherheit
Dieses Kapitel enthält grundlegende Hinweise zu Ihrer Sicherheit. Lesen Sie die Hinweise sorgfältig, bevor Sie die Maschine aufstellen oder bedienen. Befolgen Sie unbedingt die Angaben in den Sicherheitshinweisen. Nichtbeachtung kann zu schweren Verletzungen und Sachschäden führen.

2.1 Grundlegende Sicherheitshinweise
Die Maschine nur so benutzen, wie in dieser Anleitung beschrieben.
Die Anleitung muss ständig am Einsatzort der Maschine verfügbar sein.
Arbeiten an unter Spannung stehenden Teilen und Einrichtungen sind verboten. Ausnahmen regelt die DIN VDE 0105.
Bei folgenden Arbeiten die Maschine am Hauptschalter ausschalten oder den Netzstecker ziehen:
- Austauschen der Nadel oder anderer Nähwerkzeuge
• Verlassen des Arbeitsplatzes - Durchführen von Wartungsarbeiten und Reparaturen
- Einfädeln
Falsche oder fehlerhafte Ersatzteile können die Sicherheit beeinträchtigen und die Maschine beschädigen. Nur Original-Ersatzteile des Herstellers verwenden.
Transport Beim Transport der Maschine ein Hubwagen oder Stapler benutzen. Maschine maximal 20 mm anheben und gegen Verrutschen sichern.
Aufstellung
Die Anschlussleitung muss einen landesspezifisch zugelassenen Netzstecker haben. Nur qualifiziertes Fachpersonal darf den Netzstecker an der Anschlussleitung montieren.
Pflichten des Betreibers
Landesspezifische Sicherheits- und Unfallverhütungsvorschriften und die gesetzlichen Regelungen zum Arbeits- und Umweltschutz beachten.
Alle Warnhinweise und Sicherheitszeichen an der Maschine müssen immer in lesbarem Zustand sein. Nicht entfernen!
Fehlende oder beschädigte Warnhinweise und Sicherheitszeichen sofort erneuern.
Anforderungen an das Personal
Nur qualifiziertes Fachpersonal darf:
• die Maschine aufstellen/in Betrieb nehmen
- Wartungsarbeiten und Reparaturen durchführen
- Arbeiten an elektrischen Ausrüstungen durchführen
Nur autorisierte Personen dürfen an der Maschine arbeiten und müssen vorher diese Anleitung verstanden haben.
Betrieb Maschine während des Betriebs auf äußerlich erkennbare Schäden prüfen. Arbeit unterbrechen, wenn Sie Veränderungen an der Maschine bemerken. Alle Veränderungen dem verantwortlichen Vorgesetzten melden. Eine beschädigte Maschine nicht weiter benutzen.
Sicherheits- einrichtungen
Sicherheitseinrichtungen nicht entfernen oder außer Betrieb nehmen. Wenn dies für eine Reparatur unumgänglich ist, die Sicherheitseinrichtungen sofort danach wieder montieren und in Betrieb nehmen.
2.2 Signalwörter und Symbole in Warnhinweisen
Warnhinweise im Text sind durch farbige Balken abgegrenzt. Die Farbgebung orientiert sich an der Schwere der Gefahr. Signalwörter nennen die Schwere der Gefahr.
Signalwörter Signalwörter und die Gefährdung, die sie beschreiben:
| Signalwort Bedeutung | |
| GEFAHR (mit Gefahrenzeichen)Nichtbeachtung führt zu Tod oder schwerer Verletzung | |
| WARNUNG (mit Gefahrenzeichen)Nichtbeachtung kann zu Tod oder schwerer Verletzung führen | |
| VORSICHT (mit Gefahrenzeichen)Nichtbeachtung kann zu mittlerer oder leichter Verletzung führen | |
| ACHTUNG (mit Gefahrenzeichen)Nichtbeachtung kann zu Umweltschäden führen | |
| HINWEIS (ohne Gefahrenzeichen)Nichtbeachtung kann zu Sachschäden führen | |
Symbole Bei Gefahren für Personen zeigen diese Symbole die Art der Gefahr an:
| Symbol Art der | Gefahr |
![]() | Allgemein |
![]() | Stromschlag |
![]() | Einstich |
![]() | Quetschen |
![]() | Umweltschäden |
Beispiele Beispiele für die Gestaltung der Warnhinweise im Text:
GEFAHR

Art und Quelle der Gefahr!
Folgen bei Nichtbeachtung.
Maßnahmen zur Abwehr der Gefahr.
So sieht ein Warnhinweis aus, dessen Nichtbeachtung zu Tod oder schwerer Verletzung führt.
WARNUNG

Art und Quelle der Gefahr!
Folgen bei Nichtbeachtung.
Maßnahmen zur Abwehr der Gefahr.
So sieht ein Warnhinweis aus, dessen Nichtbeachtung zu Tod oder schwerer Verletzung führen kann.
VORSICHT

Art und Quelle der Gefahr!
Folgen bei Nichtbeachtung.
Maßnahmen zur Abwehr der Gefahr.
So sieht ein Warnhinweis aus, dessen Nichtbeachtung zu mittelschwerer oder leichter Verletzung führen kann.
ACHTUNG

Art und Quelle der Gefahr!
Folgen bei Nichtbeachtung.
Maßnahmen zur Abwehr der Gefahr.
So sieht ein Warnhinweis aus, dessen Nichtbeachtung zu Umweltschäden führen kann.
HINWEIS
Art und Quelle der Gefahr!
Folgen bei Nichtbeachtung.
Maßnahmen zur Abwehr der Gefahr.
So sieht ein Warnhinweis aus, dessen Nichtbeachtung zu Sachschäden führen kann.
3 Gerätebeschreibung
3.1 Komponenten der Maschine
Abb. 1: Komponenten der Maschine

(1) - Maschinenoberteil
(2) - Ausroller
(3) - Stapler
(4) - Steuerung
(5) - Fußschalter
(6) - Gestell
(7) - Schmutzabsaugbehälter
(8) - Klebestation für Kniefutter (optional)
(9) - Klemme für Kniefutter (optional)
(10) - Nähgutablage
(11) - Bedienfeld
(12) - Garnständer
3.2 Bestimmungsgemäße Verwendung
WARNUNG

Verletzungsgefahr durch spannungsführende, sich bewegende, schneidende und spitze Teile!
Nicht bestimmungsgemäße Verwendung kann zu Stromschlag, Quetschen, Schneiden und Einstich führen.
Alle Anweisungen der Anleitung beachten.
HINWEIS
Sachschäden durch Nichtbeachtung!
Nicht bestimmungsgemäße Verwendung kann zu Schäden an der Maschine führen.
Alle Anweisungen der Anleitung befolgen.
Die Maschine darf nur mit Nähgut verwendet werden, dessen Anforderungsprofil dem geplanten Anwendungszweck entspricht.
Die Maschine ist nur zur Verarbeitung von trockenem Nähgut bestimmt. Das Nähgut darf keine harten Gegenstände beinhalten.
Die für die Maschine zulässigen Nadelstärken sind im Kapitel Technische Daten (S. 123) angegeben.
Die Naht muss mit einem Faden erstellt werden, dessen Anforderungsprofil dem jeweiligen Anwendungszweck entspricht.
Die Maschine ist für den industriellen Gebrauch bestimmt.
Die Maschine darf nur in trockenen und gepflegten Räumen aufgestellt und betrieben werden. Wird die Maschine in Räumen betrieben, die nicht trocken und gepflegt sind, können weitere Maßnahmen erforderlich sein, die mit DIN EN 60204-31 vereinbar sind.
Nur autorisierte Personen dürfen an der Maschine arbeiten.
Für Schäden bei nicht bestimmungsgemäßer Verwendung übernimmt Dürkopp Adler keine Haftung.
3.3 Konformitätserklärung
Die Maschine entspricht den europäischen Vorschriften zur Gewährleistung von Gesundheitsschutz, Sicherheit und Umweltschutz, die in der Konformitäts- bzw. Einbau-Erklärung angegeben sind.
CE
4 Bedienung
Der Arbeitsablauf setzt sich aus verschiedenen Ablaufschritten zusammen. Um ein gutes Nähergebnis zu erhalten, ist eine fehlerfreie Bedienung notwendig.
4.1 Maschine für den Betrieb vorbereiten
WARNUNG

Verletzungsgefahr durch sich bewegende, schneidende und spitze Teile!
Quetschen, Schneiden und Einstich möglich.
Vorbereitungen möglichst nur bei ausgeschalteter Maschine vornehmen.
Treffen Sie vor dem Nähen mit der Maschine folgende Vorbereitungen:
- Nadel einsetzen oder wechseln
• Nadelfaden einfädeln - Greiferfaden einfädeln
• Fadenspannung einstellen
4.2 Maschine ein- und ausschalten
Abb. 2: Maschine ein- und ausschalten

text_image
① O I(1) - Hauptschalter

So schalten Sie die Maschine ein und aus:
-
Hauptschalter (1) in Position I drehen.
Die Maschine startet.
Steuerung und Bedienfeld der Maschine fahren hoch.
Auf dem Bedienfeld erscheint: WARTE AUF RESET -
Taste drücken.
Auf dem Bedienfeld erscheint: RESET

- Taste drücken.
Die Maschine referenziert und ist anschließend nähbereit.
4. Hauptschalter (1) in Position O drehen.
Die Maschine schaltet aus.
4.3 Maschinenoberteil bedienen
WARNUNG

Verletzungsgefahr durch spitze und sich bewegende Teile!
Einstich oder Quetschen möglich.
Maschinenoberteil Bedienung möglichst nur bei ausgeschalteter Maschine vornehmen.

Information
Die Bedienung des Maschinenoberteils (Nadel einsetzen oder wechseln, Nadelfaden und Greiferfaden einfädeln usw.) ist in der separat beiliegenden Pegasus-Bedienungsanleitung beschrieben.
Die Pegasus-Bedienungsanleitung liegt im Beipack der Maschine.
4.4 Einfädelschema

So gelangen Sie zum Einfädelschema im Maschinenoberteil:

- Auf dem Bedienfeld den Einfädelmodus (S. 81) aktivieren. Die Maschine befindet sich im Einfädelmodus.

- Stoffgleitblech abnehmen (S. 20).
- Absaugschlauch (5) nach unten abziehen.
Abb. 3: Einfädelschema (2)

(2) - Kantenanschlag in Grundstellung
(3) - Absaugschlauch
(4) - nach rechts schieben
(5) - Abdeckung

Störung
Ist der pneumatische Kantenanschlag in Grundstellung (4), kann die Abdeckung (7) nicht geöffnet werden. Dazu kann die Druckluft-Zufuhr kurzfristig getrennt werden (S. 18), damit der Kantenanschlag (8) manuell zum Nähfuß verschoben werden kann.
- Abdeckung (7) nach rechts schieben (6).
- Abdeckung (7) öffnet sich nach unten.
Abb. 4: Einfädelschema (3)

(6) - Kantenanschlag (7) - Einfädelschema
- Einfädelschema (9) für das Maschinenoberteil ist auf der Innenseite der Abdeckung (7) sichtbar.
Die Stichtypen sind nach Farben unterteilt.

So bringen Sie das Maschinenoberteil nach dem Einfädeln wieder in Nähbereitschaft:
- Abdeckung (7) nach oben klappen.
Abdeckung rastet ein. - Absaugschlauch (5) aufsetzen.
- Stoffgleitblech aufsetzen (☐ S. 20).
- Druckluf-Zufuhr verbinden (S. 18).
4.4.1 Druckluft-Zufuhr trennen
Abb. 5: Druckluft-Zufuhr trennen

(2) - in Pfeilrichtung
(3) - in Pfeilrichtung

So trennen Sie die Druckluft-Zufuhr:
- Unter dem Nähtisch am Pneumatiksystem, den blauen Ring (1) in Pfeilrichtung (2) ziehen.
Druckluft-Zufuhr wird getrennt.
Der Kantenanschlag (S. 17) kann jetzt manuell verschoben werden.

Wichtig
Hierauf müssen Sie achten: Beim trennen der Druckluft-Zufuhr werden Einheiten wie z. B. ein angeschlossener Stapler in seine Grundposition verschoben.

So verbinden Sie die Druckluft-Zufuhr:
- Unter dem Nähtisch am Pneumatiksystem, den blauen Ring (1) in Pfeilrichtung (3) schieben.
Druckluft-Zufuhr wird verbunden.
4.5 Stoffgleitblech abnehmen und aufsetzen
WARNUNG

Verletzungsgefahr durch spitze und sich bewegende Teile!
Einstich oder Quetschen möglich.
Maschine erst wieder in Betrieb nehmen, NACHDEM das Stoffgleitblech aufgesetzt wurde.
Abb. 6: Stoffgleitblech abnehmen und aufsetzen (1)

(1) - Stoffgleitblech (2) - Konturenführung
Abb. 7: Stoffgleitblech abnehmen und aufsetzen (2)

(1) - Stoffgleitblech
(4) - Tischplattenaussparung
(3) - Magnete
(5) - Ablagetisch
Das Stoffgleitblech (1) wird durch die Magnete (3) in der Tischplattenaussparung (4) gehalten.
Die Konturenführung (2) ist mit dem Stoffgleitblech (1) verbunden und bildet eine Einheit zum Abnehmen/Aufsetzen.
Stoffgleitblech abnehmen

So nehmen Sie das Stoffgleitblech ab:
- Konturenführung (2) mit dem Stoffgleitblech (1) vorsichtig nach oben von den Magneten (3) abziehen.
- Stoffgleitblech (1) zur Seite schwenken.
- Stoffgleitblech (1) auf dem Ablagetisch (5) ablegen.
Der untere Bereich des Maschinenoberteils ist jetzt (z.B. für das Einfädeln/Reinigen) frei zugänglich.
Stoffgleitblech aufsetzen

So setzen Sie das Stoffgleitblech auf:
- Stoffgleitblech (1) vorsichtig aufnehmen.
- Stoffgleitblech (1) in die Tischplattenaussparung (4) einsetzen.
Bis es durch die Magnete (3) einrastet.
4.6 Kantenanschlag
WARNUNG

Verletzungsgefahr durch spitze und sich bewegende Teile!
Einstich oder Quetschen möglich.
Einstellung und Funktionsprüfung nur unter größter Vorsicht durchführen.
4.6.1 Mechanischer Kantenanschlag
Abb. 8: Mechanischer Kantenanschlag

Richtige Einstellung mechanischer Kantenanschlag
Der mechanische Kantenanschlag (1) muss dicht am Nähfuß (2) anliegen, damit der Stoff sich beim Nähen nicht zwischen Nähfuß (2) und mechanischen Kantenanschlag (1) hochschieben kann.

So Stellen Sie den mechanischen Kantenanschlag ein:
- 2 Schrauben (4) lösen.
- Mechanischen Kantenanschlag (1) im Bereich des Langlochs (3) zum Nähfuß (2) verschieben.
- 2 Schrauben (4) festschrauben.
4.6.2 Pneumatischer Kantenanschlag (optional)
Abb. 9: Pneumatischer Kantenanschlag (1)

(2) - pneumatischer Kantenanschlag

Richtige Einstellung pneumatischer Kantenanschlag
Der pneumatische Kantenanschlag (2) muss dicht am Nähfuß (1) anliegen, damit der Stoff sich beim Nähen nicht zwischen Nähfuß (1) und Nähgutanschlag (2) hochschieben kann.

So Stellen Sie den pneumatischen Kantenanschlag ein:
- Stellrad (3) lösen.
- Kantenanschlag (2) dicht (blauer Pfeil) gegen den Nähfuß (1) schieben.
- Stellrad (3) festschrauben.
Abb. 10: Nähgutanschlag (2)

(1) - Nähfuß (2) - pneumatischer Kantenanschlag
Der pneumatische Kantenanschlag (2) ist ausfahrbar und somit für manuelles Führen und Beschneiden der Materialkante einsetzbar. Bei dieser Einstellung bewegt sich der pneumatische Kantenanschlag (2) vom Nähfuß (1) weg (blauer Pfeil).

Information
Mit der Ausstattung pneumatischer Kantenanschlag kann ein Taschenbeutel zwischen Hosenteil und Futter eingelegt und umstochen werden. Dabei wird die Nahtstrecke bis zum Ende der Tasche manuell vernäht, die Reststrecke der Naht wird vollautomatisch verarbeitet.
Die Strecke, die manuell genäht wird, ist durch den Parameter 10 der Nahtfunktion TRANSPORT SCHLIEßen bestimmt (S. 67).
Am Ende dieser Strecke senkt die Transporteinheit ab, der pneumatische Anschlag fährt zum Nähfuß und die Konturenführung übernimmt die Aussteuerung der Naht.
4.7 Konturenführung
WARNUNG

Verletzungsgefahr durch spitze und sich bewegende Teile!
Einstich oder Quetschen möglich.
Einstellung und Funktionsprüfung nur unter größter Vorsicht durchführen.
4.7.1 Konturenführung einstellen
Abb. 11: Konturenführung einstellen

(1) - Hilfsrolle
(2) - Luftdüse zum Anblasen
(3) - Konturenführung
(4) - Stellrad für den Hilfsrollendruck
(5) - Luftdüse zum Ausblasen
(6) - Stellrad für die Höhenverstellung der Konturenführung
(7) - Stellrad für die Materialhöhen Feineinstellung
(8) - Kantenanschlag in der Konturenführung
Die höhenverstellbare Konturenführung (3) sorgt für ein gleichmäßiges Anlegen und Führen des Nähguts vor dem Nähkopf. Abhängig von der Nähgut-Stärke kann die Konturenführung (3) mit dem Stellrad für die Höhenverstellung der Konturenführung (6) in der Höhe verstellt werden.
Die Hilfsrolle (1) gewährleistet eine genaue Führung des Nähguts gegen den Kantenanschlag (8) in der Konturenführung (3). Zusätzlich wird das Material durch die Luftdüse zum Anblasen (2) in die Richtung des Kantenanschlags (8) geführt.
Die Luftdüse zum Schlitz-Ausblasen (5) kommt zum Einsatz wenn bei Kniefutterverarbeitung die Schrittnaht vom Saum aus genäht wird. Das Ausblasen verhindert ein Umschlagen und ungewolltes Annähen von Material in der Schlitz-/Gesäßnaht.
Höhe der Konturenführung einstellen
So stellen Sie die Höhe der Konturenführung ein:
- Stellrad für Höhenverstellung der Konturenführung (6) in Pfeilrichtung ziehen.
- Stellrad für Höhenverstellung der Konturenführung (6) auf eine der 4 Rastpositionen drehen.
• Stellung 1: geringste Höhe
- Stellung 4: größtmögliche Höhe
Feineinstellung der Konturenführung einstellen

So stellen Sie die Feineinstellung der Konturenführung ein:
-
Stellrad für die Materialhöhen Feineinstellung (7) verdrehen.
-
Materialhöhe niedrig: im Uhrzeigersinn drehen.
- Materialhöhe hoch: gegen den Uhrzeigersinn drehen.
4.7.2 Hilfsrolle einstellen
Abb. 12: Hilfsrolle einstellen

(1) - Kantenanschlag in der Konturenführung
(2) - Hilfsrolle
(3) - Neigungsrichtung
(4) - Hilfsrollengestänge
(5) - Schraube
(6) - Stellrad für den Hilfsrollendruck
Druck der Hilfsrolle einstellen

So stellen Sie den Druck der Hilfsrolle ein:
-
Stellrad für den Hilfsrollendruck (6) verdrehen.
-
Druck der Hilfsrolle (2) stärker: im Uhrzeigersinn drehen.
- Druck der Hilfsrolle (2) geringer: gegen den Uhrzeigersinn drehen.
Neigung der Hilfsrolle einstellen

Richtige Einstellung
Die Hilfsrolle (2) sollte eine leichte Neigung Richtung Kantenanschlag (1) in der Konturenführung aufweisen. Dies dient dem besseren Transport des Nähguts.

So stellen Sie die Neigung der Hilfsrolle ein:
- Schraube (5) lösen.
- Hilfsrollengestänge (4) durch leichtes drehen in die Neigungsrichtung (3) positionieren.
3. Schraube (5) festschrauben.

Information
Die Hilfsrolle sollte ca. 15 cm vor Nahtende zugeschaltet werden, damit die Stoffkante am Nahtende nicht herausläuft.
Über die Maschinen-Parameter im Bedienfeld (S. 80) ist die Konturenführung programmierbar.
4.8 Differentialtransport
WARNUNG

Verletzungsgefahr durch spitze und sich bewegende Teile!
Einstich oder Quetschen möglich.
Einstellung und Funktionsprüfung nur unter größter Vorsicht durchführen.
Der Differentialtransport ermöglicht eine tadellose Passform durch partielle Einarbeitung von Mehrweite in der oberen oder unteren Stofflage.
4.8.1 Schrittmotorgesteuerte Mehrweitenverteilung
Abb. 13: Schrittmotorgesteuerte Mehrweitenverteilung (1)

(1) - Nähkopf (2) - Schrittmotor für den differenzierbaren
Obertransport
Der Schrittmotor für den differenzierbaren Obertransport (2) ist ein Positionierantrieb und befindet sich oberhalb des Nähtisches an der rechten Seite des Nähkopfes (1).
Abb. 14: Schrittmotorgesteuerte Mehrweitenverteilung (2)

(1) - Nähkopf (3) - Schrittmotor für den differenzierbaren Untertransport
Der Schrittmotor für den differenzierbaren Untertransport (3) befindet sich unterhalb des Nähtisches an der linken Seite des Nähkopfes (1).
Die schrittmotorgesteuerte, programmierbare Mehrweitenverteilung ermöglicht ein programmiertes Abrufen von Mehrweiten in der oberen und unteren Stofflage.
Die gesamte Nahtstrecke kann jeweils in bis zu maximal 5 frei wählbare Nahtabschnitte aufgeteilt werden. Für jeden Nahtabschnitt können die Parameter unabhängig von einander eingestellt werden. Die Aktivierung der Mehrweite betrifft immer die ausgewählte Strecke der gewünschten Mehrweite.
Es wird unterschieden in:
- Obertransport
- Einstellung Nahtspezifische Parameter (S. 60)
• Vornähte (S. 74)
• Differentialtransport
- Einstellung Nahtspezifische Parameter (S. 60)
• Vornähte (S. 74)
Mit der Auswahl für zusätzliche Mehrweite kann jeweils in allen 5 Bereichen der Naht zusätzliche Mehrweite eingearbeitet werden. Die Mehrweite wird verwendet bei Stoffwechsel mit gleichem Programmablauf, aber mit etwas mehr/weniger Mehrweite über alle aktivierten Mehrweitenbereiche der Naht.
Veränderung der Weitenzugabe
Abb. 15: Veränderung der Weitenzugabe (1)

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S1 S2 S3 S4 S5 C A B S5 S4 S3 S2 S1Das Hosenteil wird im Nähbereich jeweils in Streckenbereiche aufgeteilt:
| Naht Strecke Grundeinstellung [cm] | ||
| A | S 1 | |
| S2 30 | ||
| S3 45 | ||
| S4 60 | ||
| S5(Restlänge der Hose) | 255 | |
| B | S 5 | |
| S4 20 | ||
| S3 30 | ||
| S2 40 | ||
| S1(Strecke muss an jedem Nähteil experimentell ermittelt werden!) | Verbleibende Strecke von Foto-zelle bis Kniefutter(in der Regel 2 - 7 [cm]) | |
| Kniefutter C (Naht A) S1 | -S4 150 | |
| (Naht B) S5-S2 100 | ||
Für jeden dieser Streckenbereiche können folgende Einstellungen vorgenommen werden (☐ S. 60):
• Länge der Strecke
• Voreinstellung der dazugehörigen Weitenzugabe (Menge) über die Steuerung
- Aktivierung/Deaktivierung der einzelnen Strecke
- Funktion Langsam bei Differentialtransport
• Funktion Druck bei Obertransport
- Umschalten Nähbeginn am Saum und Nähbeginn am Bund bei Differentialtransport
Beispiele für Streckeneinteilungen
1) Seitennaht, Nähvorgang beginnt am Bund:
Abb. 16: Beispiel (1)

area
| Stage | Length (cm) | |-------|-------------| | S1 | 15 | | S2 | 30 | | S3 | 45 | | S4 | 60 | | S5 | 255 |2) Schrittnaht, Nähvorgang beginnt am Bund/Schlitz:
Abb. 17: Beispie (2)

text_image
S1 / 10 cm S2 / 20 cm S3 / 30 cm S4 / 40 cm S5 / 255 cm Nährichtung3) Seitennaht, Nähvorgang beginnt am Saum. Anlegeposition bei Verwendung der optionalen Klebestation:
Abb. 18: Beispiel (3)

text_image
S1 06 cm S2 20 cm S3 40 cm S4 60 cm S5 255 cm Nährichtung4) Schrittnaht, Nähvorgang beginnt am Saum.
Anlegeposition bei Verwendung der optionalen Klebestation:
Abb. 19: Beispiel (4)

text_image
Start S1 / 06 cm S2 / 10 cm S3 / 20 cm S4 / 30 cm S5 / 255 cm NährichtungZur Weitenzugabe können separat für Differenzialtransport und Ober- transport die Wertebereiche folgendermaßen eingestellt werden:
- Grundeinstellung der Weitenzugabe, wenn die Funktion Obertransport zugeschaltet ist.
- Separat einzustellende Weitenzugabe (Menge) für eine Einzelstrecke. Die Einzelstrecke muss aktiviert werden, damit die Einstellung wirksam wird.
• Die Länge einer Einzelstrecke, für die eine Weitenzugabe wirksam werden soll.
• Die Funktion LANGSAM NAEHEN (nur Differentialtransport).
• Die Funktion LEICHTER FUßDRUCK (nur Obertransport).
4.9 Klebestation bedienen

Information
Die genaue Bedienung der Klebestation ist in der separat beiliegenden A-senco TR-81 Universal-Temperaturregler-Bedienungsanleitung beschrieben. Die A-senco TR-81 Universal-Temperaturregler-Bedienungsanleitung liegt im Beipack der Maschine.
4.9.1 Klebeband einlegen/wechseln
Abb. 20: Klebeband einlegen/wechseln (1)

(3) - Griff der Klebebandhalterung
(2) - Führung
(4) - Klebeband mit Trägermaterial

So legen Sie das Klebeband ein:
- Kräftig am Griff der Klebebandhalterung (3) ziehen und die rechte Haltescheibe abziehen.
- Neue Rolle Klebeband mit Trägermaterial (4) einlegen.
- Darauf achten, dass sich die volle Rolle beim Abwickeln gegen den Uhrzeigersinn dreht.
- Darauf achten, dass die transparente Klebeseite vom Klebeband mit Trägermaterial (4) nach vorne zeigt.
- Rechte Haltescheibe wieder auf die Welle schieben und einrasten.
- Klebeband mit Trägermaterial (4) durch Führung (2) führen.
Abb. 21: Klebeband einlegen/wechseln (2)

(1) - Klappe
(5) - Transportrolle
(4) - Klebeband mit Trägermaterial
(6) - Trägermaterial
Abb. 22: Klebeband einlegen/wechseln (3)

-
Klappe (1) durch Drücken der Feder (9) nach oben und zur Seite drehen.
-
Klebeband mit Trägermaterial (4) vom Trägermaterial (6) trennen.
-
Trägermaterial (6) etwas einknicken und in den Schlitz (7) einführen.
-
Klebeband mit Trägermaterial (4) in die Nut (8) einlegen.
-
Transportrolle (5) manuell drehen und dadurch das Trägermaterial (6) hinter die Transportrolle (5) nach unten führen.
-
Position des Klebebands mit Trägermaterial (4) in der Nut (8) kontrollieren und Klappe (1) darüber einrasten.
4.9.2 Klebestation einschalten
Abb. 23: Klebestation einschalten

(1) - Hauptschalter (2) - Kippschalter

So schalten Sie die Klebestation ein und aus:
- Hauptschalter (1) in Position I drehen (S. 15).
Die Maschine schaltet ein. - Kippschalter (2) in Position I drücken.
Der Kippschalter (2) leuchtet.
4.9.3 Temperatur einstellen

Wichtig
Der obere Wert:
PV = Istwert und Display
Zeigt den aktuellen Heizwert an.
Der untere Wert:
SV = Sollwert und Statusanzeige
Zeigt den voreingestellten Heizwert an im Wechsel mit Low Alarm.

So stellen Sie die Temperatur ein:
- Klebestation einschalen (S. 35).
Der Temperaturregler zeigt die aktuelle Temperatur an. - Taste SET drücken, bis im Display Su angezeigt wird.
-
Taste drücken.
Die Istwertanzeige verändert ihren Wert nach unten.
Je länger die Taste gedrückt wird, umso schneller wird der Wert verändert. -
Taste ▲ drücken.
Die Istwertanzeige verändert ihren Wert nach oben.
Je länger die Taste gedrückt wird, umso schneller wird der Wert verändert.
4.9.4 Kniefutter und Vorderhose verkleben
WARNUNG

Verletzungsgefahr durch heißen Klebestempel!
Verbrennungen möglich.
Bereich um die Klebestation nicht berühren, der untere Stempel ist sehr heiß.
Abb. 24: Kniefutter und Vorderhose verkleben

(1) - Kniefutter-Klemmvorrichtung
(2) - Kniefutter
(3) - Oberer Stempel
(4) - Kippschalter
(5) - Taste zum Absenken der Kniefutter-Klemmvorrichtung
(6) - Trägermaterial
(7) - Klebeband mit Trägermaterial
(8) - Taste für den Klebevorgang
(9) - Transparentes Klebeband
(10) - Vorderhose

Wichtig
Um ein Verschieben des Kniefutters während des Nähens zu vermeiden, muss mit der Klebestation ein Klebepunkt gesetzt werden, der das Futter an der richtigen Position fixiert. Erst danach ist ein Vernähen von Kniefutter vom Saum zur Bundkante möglich.

So verkleben Sie das Kniefutter und die Vorderhose:
-
Kniefutter (2) unter Kniefutter-Klemmvorrichtung (1) anlegen.
-
Taste zum Absenken der Kniefutter-Klemmvorrichtung (5) drücken.
Die Kniefutter-Klemmvorrichtung (1) senkt ab und klemmt das Kniefutter (2) an der Saumkante.
Gleichzeitig wird das Klebeband mit Trägermaterial (7) vorgeschoben und das transparente Klebeband (9) wird vom Trägermaterial (6) getrennt.
- Vorderhose (10) anlegen und passend zum Kniefutter (2) ausrichten.
Das Kniefutter (2) muss beim Anlegen, je nach gewünschter Mehrweite überstehen.
- Taste für den Klebevorgang (8) drücken.
Der obere Stempel (3) fährt nach unten und der untere beheizte Stempel fährt nach oben. Die Stempel pressen die Vorderhose (10) und das Kniefutter (2) mit dem dazwischenliegenden, transparenten Klebeband (9) zusammen und fixieren es.
Nach der voreingestellten Klebezeit werden der obere Stempel (3) und die Kniefutter-Klemmvorrichtung (1) automatisch angehoben und der untere Stempel wird abgesenkt.
Kniefutter (2) und Vorderhose (10) sind verklebt und können zum Umstechen angelegt werden.

Information
Der Kippschalter (4) ermöglicht 2 verschiedene Positionen für den unteren, beheizten Stempel.
- Kippschalter (4) nach links gelegt:
Der untere, beheizte Stempel ist unten und kommt für den Klebevorgang hoch.
- Kippschalter (4) nach rechts gelegt:
Der untere, beheizte Stempel fährt nach oben und bleibt während des gesamten Arbeitsprozesses oben stehen.

Wichtig
In Position 2 (Kippschalter (4) nach rechts gelegt) kann durch eine zu hohe Temperatur das Kniefutter beschädigt werden oder schmelzen.
4.9.5 Klebeband-Vorschub einstellen
Abb. 25: Klebeband-Vorschub einstellen

Über einen Hebel (1) kann eingestellt werden, wie viel Klebeband vorgeschoben wird.

So stellen Sie den Klebeband-Vorschub ein:
- An Hebel (1) das gewünschte Loch wählen:
- mehr Klebeband: höheres Loch wählen
- weniger Klebeband: tieferes Loch wählen
4.9.6 Stempel reinigen
WARNUNG

Verletzungsgefahr durch heißen Klebestempel!
Verbrennungen möglich.
Stempel auskühlen lassen, bevor Sie ihn reinigen.
Abb. 26: Stempel reinigen

(1) - Kippschalter (2) - unterer Stempel

So reinigen Sie den Stempel:
- Kippschalter (1) nach rechts umlegen.
Der untere Stempel (2) fährt nach oben und bleibt während des gesamten Arbeitsprozesses oben stehen.

Wichtig
In dieser Position kann durch eine zu hohe Temperatur das Kniefutter beschädigt werden oder schmelzen.

-
Stempel reinigen.
-
Kippschalter (1) nach links umlegen.
Der untere Stempel (2) fährt nach unten.
4.10 Lichtschranke
Wichtig
Die Einstellung der Lichtschranke erfolgt bei eingeschalteter Nähanlage.
WARNUNG

Verletzungsgefahr durch spitze und sich bewegende Teile!
Einstich oder Quetschen möglich.
Einstellung und Funktionsprüfung nur unter größter Vorsicht durchführen.
4.10.1 Lichtschranke ausrichten
Abb. 27: Lichtschranke ausrichten

(5) - im vorderen Teil der Reflexfolie, mittig vom Kreis

Richtige Einstellung
Die Lichtschranke (7) so einstellen, dass sie vor der Nadel, auf Höhe des Messers vom Kantenschneider positioniert ist. Der Lichtstrahl (6) muss im vorderen Teil der Reflexfolie, mittig vom Kreis (5) auf der Reflexfolie (4) ausgerichtet sein.
- Automatischer Nähstart später: die Lichtschranke (7) im Langloch (8) in Nährichtung verschieben.
- Automatischer Nähstart früher: die Lichtschranke (7) im Langloch (8) gegen die Nährichtung verschieben.
So richten Sie die Lichtschranke aus:

- Zur Sicherheit den Einfädelmodus aktivieren (S. 81).
- Schrauben (1) lösen.
- Die Lichtschranke (7) im Bereich des Langlochs (8) in Nährichtung verschieben.
- Schrauben (1) festschrauben.
- Schraube (2) lösen.
- Halterung (9) mit Lichtschranke (7) im Bereich des Langlochs (3) verschieben.
- Schraube (2) festschrauben.
4.10.2 Lichtschranken Intensität einstellen
Abb. 28: Lichtschranken Intensität einstellen

text_image
10 2000 2000 1000 1000 1000 1000 1000 1000 1000 1000 1000 1000 1000 1000 1000 1000 1000 1000 1000 1000 1000 1000 1000 25 1000 25 1000 25 1000 25 1000 25 1000 25 1000 25 1000 25 1000 25 1000 25 1000 25 1000 25 1000 25 10 ①(1) - Potentiometer (2) - Leuchtdiode

Richtige Einstellung
Die Leuchtdiode (3) am Potentiometer (1) leuchtet dauerhaft Orange.

So stellen Sie die Intensität der Lichtschranke ein:
- Das Potentiometer (1) bis zum Anschlag gegen den Uhrzeigersinn einstellen.
Die Leuchtdiode (2) leuchtet Grün. Grün = Lichtschranke hat Strom und ist aktiv. - Potentiometer (1) im Uhrzeigersinn drehen, bis die Leuchtdiode (3) anfängt zu blinken.
- Potentiometer (1) weiter drehen bis die Leuchtdiode (3) sicher, dauerhaft Orange leuchtet.
Vorgang ist damit abgeschlossen.

Information
Wenn die Leuchtdiode nicht leuchtet, dann sollte die Lichtschranke
gereinigt, neu eingestellt oder ausgetauscht werden.
4.11 Stapler
WARNUNG

Verletzungsgefahr durch sich bewegende Teile!
Quetschen möglich.
Während des Stapelvorgangs NICHT in den Arbeitsbereich des Überwurf-/Klemm-/Wechselstaplers greifen.
4.11.1 Überwurfstapler bedienen
Auf dem Überwurfstapler (1) werden die fertig genähten Nähteile abgestapelt. Die abgestapelt und geklemmt gehaltenen Nähteile können bei betätigtem Fußschalter (2) entnommen werden. Die Ansteuerung des Staplers erfolgt durch einen Steuerimpuls. Die pneumatischen Funktionen sind aus dem Pneumatikschaltplan ersichtlich.
Abb. 29: Überwurfstapler bedienen (1)

(1) - Überwurfstapler (2) - Fußschalter
Nähgut abstapeln
So stapeln Sie das Nähgut ab:

1.
Tas

drücken.
[NO TEXT]
Der Abstapelvorgang wird einmal durchgeführt.
Abgestapelte Teile entnehmen
So entnehmen Sie abgestapelte Teile:
- Fußschalter (2) zum Öffnen des Überwurfstaplers (1) treten und getreten halten.
Der Überwurfstapler öffnet. - Abgestapelte Teile entnehmen.
4.11.2 Klemmstapler bedienen
Abb. 30: Klemmstapler bedienen (1)

Mit dem Klemmstapler (6) werden die fertig genähten Teile während des fortlaufenden Nähprozesses abgestapelt. Der Klemmstapler (6) ist standardmäßig mit zwei Armen für die Staplerablage (5) ausgestattet. Für großes/langes Nähgut gibt es einen Stapler mit einer Ablage-Verlängerung (S. 110).
Nähgut manuell abstapeln
So stapeln Sie das Nähgut ab:

- Taste drücken.
Der Abstapelvorgang wird einmal durchgeführt.

Information
Über die Nahtspezifischen Parameter im Bedienfeld (S. 67) ist der Stapler programmierbar.
4.11.3 Wechselstapler bedienen
Abb. 31: Wechselstapler bedienen (1)

(2) - eine Seite/Position
(3) - Ablagetisch
(4) - Gleitkante
(5) - Schiene
(6) - Stapelklemme
(7) - Nähtisch
(8) - Ausroller
Auf dem Wechselstapler (1) werden die fertig genähten Nähteile nach rechten und linken Nähteilen oder zur größeren Ablage von mehreren Bündeln getrennt abgestapelt. Dazu verfährt der Wechselstapler (1) seinen Ablagetisch (3) nach jedem Nähvorgang auf der Schiene (5) in Pfeilrichtung hin und her.
Sobald der Schwerpunkt des Nähteils vom Ausroller (8) über die Kante vom Nähtisch (7) verschoben wird, fährt die Stapelklemme (6) aus und fixiert das Nähteil an der Gleitkante (4) des Ablagetisches (3). Durch zusätzliche Blasdüsen an der Stapelklemme (6) werden die Nähteile über den Ablagetisch (3) des Wechselstaplers (1) sauber abgelegt.
Das Nähgut kann vom Ablagetisch (3) des Wechselstaplers (1) direkt entnommen werden.
Nähgut manuell abstapeln
So stapeln Sie das Nähgut ab:

- Taste drücken.
Der Abstapelvorgang wird einmal durchgeführt.

Information
Über die Programm-Parameter im Bedienfeld (S. 67) ist der Stapler programmierbar.
4.12 Luftdüsen
4.12.1 Einstellung der Luftdüsen in der Tischplatte
Abb. 32: Einstellung der Luftdüsen in der Tischplatte (1)

(1) - Luftdüsen Richtung Nähkopf (2) - Luftdüsen Richtung Stapler
Abb. 33: Einstellung der Luftdüsen in der Tischplatte (2)

flowchart
graph TD
A["③"] --> B["④"]
C["④"] --> D["⑤"]
style A fill:#f9f,stroke:#333
style B fill:#bbf,stroke:#333
style C fill:#f9f,stroke:#333
style D fill:#bbf,stroke:#333
(3) - Ausrichtung: ca. 20:00 und 22:00 Uhr (4) - Ausrichtung: ca. 12:00 und 21:00 Uhr

Richtige Einstellung
• Die Luftdüsen Richtung Stapler (1)
Ausrichtung: ca. 20:00 und 22:00 Uhr (3) unterstützt den Abtransport zum Stapler.
• Die Luftdüsen Richtung Nähkopf (2)
Ausrichtung: ca. 12:00 und 21:00 Uhr (4) unterstützt den Materialtransport zum Nähkopf während des Nähprozesses.
4.12.2 Einstellung der Luftzufuhr
Abb. 34: Einstellung der Luftzufuhr

Richtige Einstellung
Die Luftzufuhr für die Luftdüsen muss auf die jeweilige Nähgutstärke eingestellt sein.

So stellen Sie die Luftzufuhr für die Luftdüsen ein:
- Nähgut (1) auf dem Nähtisch, über den Luftdüsen platzieren.
- Die Luftzufuhr über Input/Output Test (☐ S. 76) testen.
Die Luft sollte das Nähgut leicht anheben, damit es mit nur 2 Fingern/fast automatisch in Richtung Nähkopf/Stapler geschoben wird.

Information
Wird das Nähgut nicht in Richtung Stapler/Nähkopf geschoben, müssen die Luftdüsen in der Tischplatte entsprechend justiert (S. 45) werden.
4.12.3 Stärke der Luftzufuhr einstellen
Die Luftdüsen in der Tischplatte unterstützen das saubere Transportieren des Nähguts während des fortlaufenden Nähprozesses. Durch Anheben und Weitertransportieren des Nähguts in Richtung Stapler wird die Gefahr reduziert, dass das Nähgut hängen bleibt.
Luftzufuhr mit dem Stellrad einstellen
Abb. 35: Stärke der Luftzufuhr einstellen (2)

text_image
⑥ ⑦ table jets foot pressure(2) - Stellrad (3) - Luftdüsen

So stellen Sie die Stärke der Luftzufuhr mit dem Stellrad ein:
-
Stellrad (6) verdrehen.
-
Blasluft stärker: in + Richtung drehen
- Blasluft geringer: in - Richtung drehen

Information
Über die Nahtspezifischen Parameter im Bedienfeld (☐ S. 68) sind die Luftdüsen (7) programmierbar.
4.13 Transportstation
WARNUNG

Verletzungsgefahr durch sich bewegende Teile!
Quetschen möglich.
Während des Transportvorgangs NICHT in den Arbeitsbereich der Transportstation greifen.
(1) - Druckeinstellung der Transportrolle
(3) - Puller
(2) - Ausrollvorrichtung
(4) - Nähfuß
Die Transportstation besteht aus dem Puller (3), der vorne auf Höhe des Nähfußes (4) und der Ausrollvorrichtung (2), die hinten angebracht ist. Diese werden beim Absenken für ihren Einsatz in Position gebracht.
Die Transportrolle des Pullers (3) wirkt von oben auf das Nähgut und kann mit der Druckeinstellung der Transportrolle (1) reguliert werden. So kann der Puller (3) optimal auf die Materialstärke eingestellt werden, um das Nähgut einwandfrei im Nähprozess zu führen. Dabei wird das Nähgut seitlich am Nähkopf entlang zur Ausrollvorrichtung (2) transportiert. Zusätzlich sorgt der Puller dafür, dass in dem Bereich kein Materialstau entsteht.
Die Ausrollvorrichtung (2) dient zum sicheren Positionieren des Nähguts für die Kettentrennung und anschließend zum Ausrollen in den Stapler. Bei kurzen Teilen ist sichergestellt, dass der Stapler durch die erweiterte Ausrollposition das Material anklemmen kann.
Abb. 37: Transportation (3)

(5) - Gestänge inklusive Gelenk zum zusätzlichen Anheben/Senken
4.13.1 Puller einstellen
Abb. 38: Puller einstellen

So stellen Sie den Druck für den Puller ein:
- Stellrad (1) in Pfeilrichtung (3) nach oben ziehen.
Stellrad (1) wird entriegelt (4).
Erkennbar durch die rote Markierung.
-
Stellrad (1) drehen.
-
Mehr Druck: Drehrichtung im Uhrzeigersinn
-
Weniger Druck: Drehrichtung gegen den Uhrzeigersinn
-
Stellrad (1) in Pfeilrichtung (5) nach unten drücken.
Stellrad (1) wird verriegelt
4.13.2 Puller bedienen
Die Fotozelle ermittelt die Abweichung der Stoffkontur von der Ideallinie und reguliert bei Bedarf die Geschwindigkeit des Pullers nach.
Geschwindigkeit für den Puller
- Puller schneller: wenn sich das Nähteil am Kantenanschlag aufwirft, den Wert erhöhen.
- Puller langsamer: wenn das Nähteil vom Kantenanschlag weg verschoben wird, den Wert verkleinern.
Die Grundgeschwindigkeit des Pullers kann über das Eingabefeld verändert werden.
i
Information
Über die Nahtspezifischen Parameter im Bedienfeld (☐ S. 66) ist der Pul- ler programmierbar.
4.13.3 Ausrollvorrichtung bedienen
Der Ausroller transportiert das Hosenteil auf dem Arbeitstisch vom Nähkopf zum Stapler.
i
Information
Über die Nahtspezifischen Parameter im Bedienfeld (S. 67) ist die Ausrollvorrichtung/Ausroller programmierbar.
4.14 Nähen
WARNUNG

Verletzungsgefahr durch spitze und sich bewegende Teile!
Einstich oder Quetschen möglich.
Nur qualifiziertes Fachpersonal darf die Maschine bedienen.
Abb. 39: Nähen (1)

Die Bedienung des Nähmaschinenoberteils (Nadel einsetzen, Nadel- und Greiferfaden einfädeln usw.) ist in der separat beiliegenden Pegasus-Bedienungsanleitung beschrieben.
Die Bedienungsanleitung liegt im Beipack der Nähanlage.

Information
Transport des Nähguts
Um den Transport des Nähguts im Bereich des Nähkopfs zu erleichtern, sollte die Funktion Tisch blasen (S. 45/ S. 80) und die Ausrollvorrichtung/Ausroller (S. 48/ S. 66) im Nahtanfangsbereich zugeschaltet werden.

So legen Sie Nähteile ein und starten den Nähprozess:
-
Nähgut auf dem Ablagetisch ablegen.
-
Über das Bedienfeld (S. 55) gewünschtes Nahtprogramm (S. 57) aufrufen.
Abb. 40: Nähen (1)

(1) - Nähgut
(3) - Tischplatte
(2) - Konturenführung

- Nähgut (1) von rechts auf die Tischplatte (3) und gerade unter die Konturenführung (2) legen.
Abb. 41: Nähen (3)

(2) - Konturenführung
(4) - Lichtschranke
(3) - Tischplatte

Wichtig
Der Nähvorgang beginnt automatisch, sobald das Nähgut unter die Lichtschranke (4) geschoben wird.
Die Konturenführung (2) senkt ab.
Das Nahtprogramm wird ausgeführt.
Abb. 42: Nähen (3)

(7) - Fußschalter
(8) - Staplerklemme
Der Puller (6) senkt sich ab und unterstützt den Transport des Nähguts.
Sobals das Nähgut die Lichtschranke verlassen hat, wird die Naht beendet und der Ausroller (5) senkt ab.
Die Konturenführung (2) und der Puller (6) fahren hoch.
Der Ausroller (5) transportiert das Nähgut aus dem Nähbereich heraus.
Die Staplerklemme (8) fährt nach vorn.
Der Ausroller (5) fährt wieder hoch.
Fertig vernähte Nähteile werden abgestapelt (☐ S. 42).
- Fußschalter (7) betätigen und Teile manuell aus dem Stapler entnehmen.
5 Programmierung STEHA
5.1 Bedienfeld STEHA
Abb. 43: Bedienfeld

text_image
beisler SEWING ① ② ③ ④ ⑤ STOP F1 F2 F3 F4 F5 F6 F7 F8 P 0 MC(1) - Bildschirm
(2) - Nummernblock
(3) - Pfeiltasten
(4) - Funktionstasten
(5) - Symbolleiste
Alle Einstellungen in der Software der Maschine erfolgen über das Bedienfeld.
| Taste Erläuterung | Einstellung | |
![]() | Memory-Speicher aufrufen (Programme M10 - 20) | S. 57 |
![]() ![]() | Direktanwahl Programme/Eingabe von Zahlenwerten | |
![]() ![]() | Nahtspezifische Parameter einstellen Nahtparameter anwählen/Maschinenfunktion anwählen | S. 59 |
![]() ![]() ![]() | Zugriffsebene 2 des Bedienermenüs aufrufen:Globalparameter einstellenNahtfolgenVornähteNaht Start-ModusNähmotor aktivierenTagesstückzähler zurücksetzenInput-Output-Test | S. 68 |
![]() | Manuelles Nähen einschalten S. 79 | |
![]() | Maschinen-Parameter wählen S. 80 | |
![]() | nicht belegt | |
![]() | Stapelvorgang aktivieren S. 80 | |
![]() | Einfädelmodus einschalten S. 81 | |
![]() | EntertasteEingabe bestätigen | |
![]() | Programmiermodus wählen S. 81 |
5.1.1 Bildschirm starten

So wird der Bildschirm gestartet:
- Hauptschalter der Maschine einschalten (☐ S. 15).
Die Maschine startet.
Die Steuerung initialisiert.
Der Startbildschirm wird angezeigt.
5.2 Navigieren im Bedienfeld
Die Navigation auf dem Bedienfeld erfolgt über die Funktionstasten, die Pfeiltasten und den Nummernblock.
Mithilfe der Funktionstasten und der Tasten des Nummernblocks lassen sich die verschiedenen Menüs und Programme öffnen.
Die Funktionstasten bekommen dabei in den Untermenüs neue Funktionen. Die Symbole zu den Funktionen erscheinen in einer Leiste am unteren Bildschirmrand.
5.3 Programme aufrufen
Im Memory Speicher der Programmsteuerung können bis zu 20 Programme (M01 - M20) programmiert sein. Jedem Programm können maximal 8 Nähte mit entsprechender Nahtnummer zugeordnet sein.
Die Nähte unterscheiden sich durch die Steuerungsparameter, die ihnen bei der Programmierung zugewiesen werden, und die Steuerungsfunktionen, die zugeschaltet sind.
Werkseinstellung Programme
Werkseitig ist die Nähanlage mit zehn Programmen vorprogrammiert.
| Programm-Nummer Naht-Nummer Ablauf | ||
| M01 4 Hinterhose Schrittnaht - Nähbeginn am Bund | ||
| M02 5 Hinterhose Seitennaht - Nähbeginn am Bund | ||
| M03 6/7 Vorderhose Schritt- und Seitennaht im Wechsel, Futter oben - Nähbeginn am Bund | ||
| N04 5/4 Vorderhose Seiten - und Schrittnaht im Wechsel, Futter unten - Nähbeginn am Bund | ||
| M05 4/5 Vorderhose Schritt - und Seitennaht im Wechsel, Futter unten - Nähbeginn am Bund (Programm für Nähanlagen mit Klebestation und Fotozelle 15) | ||
| Programm-Nummer Naht-Nummer Ablauf | ||
| M06 5/4 Vorderhose Seiten - und Schrittnaht im Wechsel, Futter unten - Nähbeginn am Saum (Programm für Nähanlagen mit Klebestation und Fotozelle 15) | ||
| M07 7/5 Vorderhose Seitennaht mit Taschenbeutel Futter oben und unten im Wechsel (Mit fahrbarem Anschlag) | ||
| M08 4/6 Vorderhose Schrittnaht, Futter unten und oben im Wechsel | ||
| M09 1 Nachnähen | ||
| M10 134135 Programm mit Vornähten | ||
| M11 - 20 Frei | ||

Information
Vornähte
Bund-, Schlitz- und Saumnaht können separat umstochen werden.
Die Eigenschaften der Vornähte werden in einer eigenen Parameterliste eingestellt. Diese Einstellungen wirken sich nur aus, wenn im Nahtprogramm "Vornähte" aktiviert sind.
Schritt- und Seitennähte
Schritt- und Seitennaht können entweder in einzelnen getrennten Nähvorgängen umstochen werden oder als kombinierter Nähvorgang mit Nahtwechsel verarbeitet werden.
Die entsprechend vorprogrammierten Nähte werden dazu im Schnellzugriff am Bedienfeld aktiviert.
Identisches Stichbild erzeugen
Falls bei Schritt- und Seitennaht ein gleiches Stichbild gefordert wird, muss dass Kniefutter immer in der gleichen Lage (immer unten) beigelegt werden.
Das Hosenteil wird dazu einmal bundseitig und einmal saumseitig angelegt (nur mit Klebestation möglich).
Programm aufrufen
So rufen Sie die Programme M01 - M09 auf:

- Mit den Tasten

Ziffernblock eingeben.
mmer des gewünschten Programms am
Das Programm erscheint auf dem Hauptbildschirm.

So rufen Sie die Programme M10 - M20 auf:
- Taste

drücken.
- Mit den Tasten 0 - 9 nacheinander die Ziffern des gewünschten Programms am Ziffernblock eingeben.
Das Programm erscheint auf dem Hauptbildschirm.
5.4 Hauptbildschirm
Abb. 44: Hauptbildschirm

text_image
M01 4 3 +00 00 +00 67 00 30 Σ = 0004 FUTTER UNTEN ①① ② ③(1) - Nahtbild aktive Naht im Programm
(2) - Symbole der Nahtfunktionen
(3) - Tagestückzähler
(4) - Startmodus der Nähanlage (manuell/Lichtschranke)
(5) - Nahtnummern
(6) - Bezeichnung des Programms
Aktivierte Funktionen sind schwarz hinterlegt.
Deaktivierte Funktionen sind nicht schwarz hinterlegt.
Nahtnummer aufrufen
So rufen Sie eine Nahtnummer (5) auf:

- Mit den Pfeiltasten wechseln.

zur gewünschten Nahtnummer
Die Nahtnummer ist angewählt und schwarz hinterlegt.
5.4.1 Nahtspezifische Parameter einstellen
Die Parameter eines Programmes können in drei Stufen verändert werden:
- Schnellverstellung der Hauptparameter über die Eingabefelder
- Zugriff auf die gesamte Parameterliste
- Parameter aktivieren oder deaktiveren
Nahtspezifische Parameter in der Zugriffsebene 1
| Symbol Erläuterung | Einstellung | |
![]() | ObertransportErhöhen oder verringern des Wertes | S. 62 |
![]() | DifferenzialtransportErhöhen oder verringern des Wertes | S. 62 |
![]() | PullerParameter 14, Geschwindigkeit | S. 66 |
![]() | AusrollerParameter 30, Ausrollstrecke | S. 66 |
![]() | PullergeschwindigkeitParameter 20, Langsam bei Hüftbogen | S. 68 |
Aktivierte Funktionen sind schwarz hinterlegt.
Deaktivierte Funktionen sind nicht schwarz hinterlegt.

Wichtig
Um eine korrekte Weitenverteilung zu erhalten, müssen die Transporteigenschaften von Differenzialtransport und Obertransport auf das Material des Kniefutters eingestellt werden.
Diese Anpassung ist erforderlich, wenn beim Nähen das Futter mit Mehrweite vernäht wird.
Schnellverstellung der Hauptparameter über die Eingabefelder
So stellen Sie die Hauptparameter über die Eingabefelder in der Schnellverstellung ein:

-
Taste oder drücken, bis das dem Bildzeichen zugeordnete Eingabefeld schwarz hinterlegt ist.
-
Mit den Pfeiltasten oder die Parameter direkt erhöhen oder verringern.
-
Um den Wert zu übernehmen, Taste drücken.
Zugriff auf die gesamte Parameterliste
So stellen Sie den Wert in der Parameterliste ein:

-
Taste oder drücken, bis das dem Bildzeichen zugeordnete Eingabefeld schwarz hinterlegt ist.
-
Taste drücken.
Die zur Naht gehörige Parameterliste öffnet sich.
-
Mit den Pfeiltasten oder den gewünschten Parameter anwählen.
-
Parameter verändern:
- Mit den Pfeiltasten oder die Parameter direkt erhöhen oder verringern. - Oder: Am Ziffernblock den zwei- bis dreistelligen Wert eingeben.
- Um den Wert zu übernehmen, Taste drücken.
Parameter aktivieren oder deaktiveren
So aktivieren oder deaktivieren Sie einen Parameter:

-
Taste oder drücken, bis das dem Bildzeichen zugeordnete Eingabefeld schwarz hinterlegt ist.
-
Taste drücken.
Die zur Naht gehörige Parameterliste öffnet sich.
- Taste drücken.
Der Parameter ist aktiviert/deaktiviert.
- Um den Wert zu übernehmen, Taste drücken.
Nahtspezifische Parameter in der Zugriffsebene 1
Obertransport

Im Programm kann durch die Schnellverstellung des Obertransportes eine Korrektur der Weitenverteilung vorgenommen werden. Dazu kann die Stellung des Obertransporteurs zum Haupttransporteurs verändert werden.
Diese Einstellung wirkt sich nur auf die Strecke der Naht aus, die für eine Weitenzugabe aktiviert wurde.
Wertebereich: -59 bis +59

So aktivieren/deaktivieren Sie die Funktion Druck:
-
Taste drücken und halten.
-
Ziffer der jeweiligen Strecke am Nummernblock mit den Tasten 1 bis 5 eingeben.
Die Funktion Druck ist für die ausgewählte Strecke aktiviert/deaktiviert.
Differenzialtransport

Die Stellung des Differenzialtransporteurs zum Haupttransporteur wird verändert.
Diese Einstellung wirkt sich nur auf die Strecke der Naht aus, die für eine Weitenzugabe aktiviert wurde.
Wertebereich: -59 bis +59
Veränderung der Weitenzugabe
Abb. 45: Veränderung der Weitenzugabe (1)

text_image
S1 S2 S3 S4 S5 C A B S5 S4 S3 S2 S1Das Hosenteil wird im Nähbereich jeweils in Streckenbereiche aufgeteilt:
| Naht Strecke Grundein | stellung [cm] | |
| A | S 1 | |
| S2 30 | ||
| S3 45 | ||
| S4 60 | ||
| S5(Restlänge der Hose) | 255 | |
| B | S 5 | |
| S4 20 | ||
| S3 30 | ||
| S2 40 | ||
| S1(Strecke muss an jedem Nähteil experimentell ermittelt werden!) | Verbleibende Strecke von Foto-zelle bis Kniefutter(in der Regel 2 - 7 [cm]) | |
| Kniefutter C (Naht A) S1 | -S4 150 | |
| (Naht B) S5-S2 | 100 |
Für jeden dieser Streckenbereiche kann die Länge der Strecke variiert und die dazugehörige Weitenzugabe (Menge) über die Steuerung voreingestellt werden.

So verändern Sie die Weitenzugabe:
-
Taste drücken, bis der Cursor auf dem Programm steht.
-
Taste drücken.
Die zur Naht gehörige Parameterliste öffnet sich.
Abb. 46: Veränderung der Weitenzugabe (2)

text_image
4 GRUNDEINSTELLUNG: 50 STRECKE: 1 2 3 4 5 LANGSAM: MENGE: 50 50 50 50 50 cm: 007 015 025 035 250 Shift F1 F2 F3 F4 F5 F6 F7 F8(1) - Grundeinstellung (4) - Langsam
(2) - Einzelne Strecken einstellbar (5) - Menge
(3) - Strecken aktiviert/deaktiviert (6) - Länge in cm
Eingabefeld Grundeinstellung (3) ist schwarz hinterlegt und kann verändert werden.
-
Mit den Pfeiltasten oder den gewünschten Parameter anwählen.
-
Parameter verändern:
-
Mit den Pfeiltasten oder die Parameter direkt erhöhen oder verringern.
-
Oder: Am Ziffernblock den zwei- bis dreistelligen Wert eingeben.
-
Um den Wert zu übernehmen, Taste drücken.

So aktivieren/deaktivieren Sie die Funktion Einzelne Strecken einstellbar (2):
- Taste drücken.
Der Parameter ist aktiviert/deaktiviert:
- Ist Einzelne Strecken einstellbar (2) aktiviert (schwarz hinterlegt), sind die Einstellungen Menge (5) und Länge in cm (6) für jede Strecke (3) aktiv.
- Ist Einzelne Strecken einstellbar (2) deaktiviert (nicht schwarz hinterlegt), ist die Grundeinstellung (1) über die ganze Naht aktiv.

So aktivieren/deaktivieren Sie eine Strecke:
- Um eine Strecke zu aktivieren/deaktivieren, die darunterliegende Funk-
tionstaste bis drücken.
Die Strecke ist aktiviert (schwarz hinterlegt) oder deaktiviert (nicht schwarz hinterlegt).
- Ist eine Strecke aktiviert, wird der im Hauptmenü veränderte Wert nur in dieser aktivierten Strecke übernommen.
- Ist eine Strecke deaktiviert, wird der im Hauptmenü veränderte Wert nicht übernommen.

So aktivieren/deaktivieren Sie die Funktion Langsam (4):
-
Taste drücken und halten.
-
Ziffer der jeweiligen Strecke am Nummernblock mit den Tasten 1 bis 5 eingeben.
Die Funktion Langsam (4) ist für die ausgewählte Strecke aktiviert/deaktiviert.
- Ist bei Langsam (4) ein schwarzer Balken ausgewählt, wird in dieser Strecke mit reduzierter Geschwindigkeit genäht.
- Ist bei Langsam (4) kein schwarzer Balken ausgewählt, ist die Maximale Geschwindigkeit aktiv.

So verändern Sie das Nahtschema:
- Taste drücken.
Umschalten zwischen Nähbeginn am Saum/Nähbeginn am Bund.

Pullergeschwindigkeit
Die Fotozelle ermittelt die Abweichung der Stoffkontur von der Ideallinie und reguliert bei Bedarf die Geschwindigkeit des Pullers nach.
- Werden die Hosenteile beim Transport seitlich vom Anschlag weg verschoben, ist die Geschwindigkeit zu hoch.
- Werfen sich die Hosenteile am Anschlag auf, ist die Geschwindigkeit zu gering.
Die Grundgeschwindigkeit des Pullers kann über das Eingabefeld verändert werden.
Parameter Puller
| Parameter | Bezeichnung Erläuterung | |
| 14 Puller Geschwindigkeit Hauptparameter | / Grundeinstellung der Dreh-geschwindigkeit für die Hauptnaht. | |
| 15 Puller schneller Erhöhen der Drehzahlstufen bei Fotozelle 16 dunkel, wenn sich das Nähteil am Anschlag aufwirft. | ||
| 16 Puller langsamer Absenken der Drehzahlstufen bei Fotozelle 16 hell, wenn das Nähteil vom Anschlag weg verschoben wird. | ||
| 17 Strecke bis Puller ab Strecke, bis nach dem Nähbeginn der Puller absenkt | ||
| 18 Strecke mit Puller ab Länge der Strecke, die der Puller abgesenkt ist. | ||
| 19 Strecke Puller lüften Länge der Strecke, die der Puller anhebt, um das Nähmaterial zu entspannen. | ||
| 33 Bis Hilfsrolle ab Strecke nach Nähbeginn, nach der die Konturenrolle sich absenkt Start am Bund = Fotozelle 13 Start am Saum = Fotozelle 15 | ||
| 34 Dauer Hilfsrolle ab Länge der Strecke, die die Konturenrolle abgesenkt mit steuert. | ||

Ausroller
Der Parameter verändert die Länge der Strecke, die der Ausroller das Hosenteil auf dem Arbeitstisch vom Nähkopf zum Stapler transportiert.
Parameter Ausroller
| Parameter | Bezeichnung Erläuterung | |
| 25 Strecke bis | Roller ab Nähstrecke nach | Nähbeginn, bis sich der Ausroller absenkt; nur bei schwerem Material erforderlich |
| 26 Strecke mit | Roller ab Länge der Strecke | die der Ausroller am Nahtbeginn abgesenkt ist. |
| 27 Bis Roller | Stop/Kettup Strecke, die der | Ausroller transportiert, um das Material anzuhalten und die Kette zu trennen. |
| 28 Roller Stop | Dauer/Kettup Zeitdauer, die | der Ausroller für die Abtrennung der Kette stoppt. |
| 30 Ausroller | Strecke Hauptparameter/ Gru | undeinstellung der Transportstrecke des Ausrollers zur Übergabe des Nähteils an den Stapler. |
| 31 Bis Stapler | starten Zeitdauer bis zum S | staplerstart, nachdem der Ausroller anhebt.(Nähstück fixieren, bis der Stapler das Nähstück sicher übernommen hat) |
| 32 Stapler Modus | Einstellung der unterschiedlichen Staplervorgänge (Staplertypen)00 = Funktion ausgeschaltet01 = Funktion einschalten02 = nicht belegt03 = Wechselstapler | |
| 10 Transport | schließen Funktionsverhalten | der Transporteinheit (Pul-ler und Ausroller)00 = die Transporteinheit bleibt immer in ihrer unteren Position01 -99 = die Transporteinheit senkt sich nach der hier eingestellten Strecke ab |

Information
Mit der Ausstattung pneumatischer Anschlag kann ein Taschenbeutel zwischen Hosenteil und Futter eingelegt und umstochen werden. Dabei wird die Nahtstrecke bis zum Ende der Tasche manuell vernäht, die Reststrecke der Naht wird vollautomatisch verarbeitet.
Die Strecke, die manuell genäht wird, ist durch den Parameter 10 der Nahtfunktion TRANSPORT SCHLIEßEN bestimmt.
Am Ende dieser Strecke senkt die Transporteinheit ab, der pneumatische Anschlag fährt zum Nähfuß und die Konturenführung übernimmt die Aussteuerung der Naht.

Pullergeschwindigkeit langsam am Hüftbogen
Der Parameter verändert den Grundwert der Pullergeschwindigkeit beim Abnähen des Hüftbogens.
Abhängig von der Stärke des Hüftbogens kann eine entsprechend angepasste Pullergeschwindigkeit eingestellt werden.
In Verbindung mit Fotozelle 15.
Parameter Pullergeschwindigkeit langsam am Hüftbogen
| Parameter | Bezeichnung Erläuterung | |
| 20 Langsam bei Hüftbogen Hauptparameter/ Grundeinstellung der Pul-lergeschwindigkeit für den Hüftbogen. | ||
| 21 Bis Hüftbogen langsam Strecke, in der mit der Hauptnaht-Pullerge-schwindigkeit genäht wird, bevor im Hüftbo-gen die Geschwindigkeit verringert wird.(Referenzpunkt ist Fotozelle 15) | ||
| 22 Dauer Hüftbogen langsam Strecke, die im Hüftbogen langsam genäht wird. | ||
| 35 Bis Schlitzblasen Länge der Strecke nach Fotozelle 13 hell, bis der Schlitz weggeblasen wird. | ||
| 36 Schlitzblasen Dauer Dauer des Blasvorgangs. | ||
| 11 | Bis Schwert schwenken | Transportstrecke ab Fotozelle 13 bzw. 15, bis das Schwert ausschwenkt. |
| 44 Puller schwenken Funktion ist nur bei Schrittnaht erforderlich.01 = Funktion eingeschaltet00 = Funktion ausgeschaltet | ||
| 45 Puller nach Hüftbogen Strecke, die der Puller nach DAUER HUEFT-BOGEN LANGSAM (Parameter 22) abge-senkt bleibt.Pullergeschwindigkeit, wie in Parameter 14 eingestellt. | ||

Parameter Schlitzrolle
| Parameter Bezeichnung Erläuterung | ||
| 37 | Bis Schlitzrolle ab | Wird bei Vornaht 3 mit Verknüpfung benötigt, um den Schlitzbogen besser zu führen. |
| 38 Dauer Schlitzrolle ab | Dauer, wie | lange die Schlitzrolle abgesenkt ist. |
5.5 Funktionen Zugriffsebene 2
So gelangen Sie in die Zugriffsebene 2:

- Taste drücken.
Die Bedienerebene 2 öffnet sich.
| Taste Erläuterung | Einstellung | |
![]() | Globalparameter einstellen 📄 S. 69 | |
![]() | Nahtfolgen 📄 S. 72 | |
![]() | Vornähte 📄 S. 74 | |
![]() | Naht Start-Modus 📄 S. 76 | |
![]() | Nähmotor aktivieren 📄 S. 76 | |
![]() | Tagesstückzähler zurücksetzen | S. 76 |
![]() | Input-Output-Test | S. 76 |
5.5.1 Globalparameter einstellen
Globalparameter sind Werte, die die Grundfunktionen der Nähanlage steuern.
Werden Globalparameter verändert, wirkt sich die Änderung auf alle gespeicherten Nahtprogramme aus.
HINWEIS
Sachschaden möglich!
Durch unsachgemäße Veränderungen der Werte kann die Verarbeitungsqualität beeinträchtigt oder Maschinenkomponenten beschädigt werden.
Die Globalparameter der Nähanlage sind werksseitig optimal eingestellt und aufeinander abgestimmt. Änderungen dürfen nur von qualifiziertem Fachpersonal vorgenommen werden.

So öffnen Sie die Globalparameter:
1.
Taste
drücken.
[Non-Text]
Die Bedienerebene 2 öffnet sich.
- Taste drücken.
Die Parameterliste öffnet sich.
-
Mit den Pfeiltasten oder den gewünschten Parameter anwählen.
-
Parameter verändern:
- Mit den Pfeiltasten oder die Parameter direkt erhöhen oder verringern. - Oder: Am Ziffernblock den zwei- bis dreistelligen Wert eingebe
-
Um den Wert zu übernehmen, Taste drücken.
-
Taste drücken.
Die Zugriffsebene 2 erscheint.
- Taste drücken.
Die Zugriffsebene 1 erscheint.
| Parameter | Bezeichnung Erläuterung | ||
| 01 FZ Fehlerzeit | Zeit Anfang | Zeitverzögerung zwischen Einlegevorgang (Lichtschranke erkennt dunkel) und Nähbeginn | |
| 02 FZ Dunkel | -> Fuß AB | Zeit bis der Nähfuß abgesenkt und der Nähstart beginnt (Einstellung ist abhängig vom Nähmaterial). | |
| 03 | Fadenlüftung Nahtanfang | Anzahl der Stiche, die der Oberfaden entspannt wird, um dann wieder unter Spannung gesetzt zu werden. | |
| 04 | Kettup Dauer am Anfang | Länge in cm der Kettup-Funktion am Nahtanfang.Bei dreifädigen Oberteilen muss länger gesaugt werden.Abschaltung zum Zwecke der Energie-Einsparung. | |
| 05 Nachnahen | Strecke | Strecke, in der Nachnähstiche gesetzt werden, wenn das Nähteil während des Nähvorgangs manuell aus der Näheinrichtung genommen wird (z.B. um die Kette zu trennen). | |
| 06 | Kettup Dauer am Ende | Zeitdauer der Kettup-Funktion am Nahtende. Abschaltung zum Zwecke der Energie-Einsparung. | |
| 07 Fadenlüftung am Ende | Anzahl der Stiche, bis der Oberfaden am Nahtende entspannt wird. | ||
| Parameter | Bezeichnung | Erläuterung | |
| 08 FZ Sperrzeit am Ende Zeitverzögerung | zum Einlegen eines neuen Nähteiles (Sperrzeit nach Lichtschranke hell). | ||
| 09 Fotozelle | 15 Ein/Aus Schaltzustand der | Fotozelle F15 nur bei optionaler Klebestation vorhanden).01 = Funktion einschalten00 = Funktion ausschaltenIst keine Lichtschranke montiert, erscheinteine Fehlermeldung. | |
| 10 Stapler -> | Ausroller auf Zeitdauer, die der | Ausroller abgesenkt ist und fixiert, bis der Stapler übernimmt. | |
| 11 Abtastzeit | Konture Reaktionszeit zur Änderung der Pullerge-schwindigkeit (Fotozelle 16) | ||
| 12 Fadenwächter EMPF Einstellung des F | Fadenwächters00 = Funktion ausgeschaltet01 = Hohe Reaktionsempfindlichkeit99 = Niedrige Reaktionsempfindlichkeit(Einstellung ist abhängig vom verwendetenNähgarn) | ||
| 13 EFKA Positionen oben Nadelposition be | beim Nähstart im Programm unten, beim Einfädeln Nadelposition oben. | ||
| 14 Stichlänge | Synchronisation der Absenkposition des Pul-lers auf die Stichlänge der Näheinrichtung. S. 71 | ||
| 15 Obertransport Max Pos Maximale Weitenzugabe. Sicherheitswert. Der Wert darf nicht verändert werden. | |||
| 16 Differenzial Max Pos Maximale Weitenzugabe. Sicherheitswert. Der Wert darf nicht verändert werden. | |||
| 20 Max. Geschwindigkeit | Absicherung der maximalen Nähgeschwin-digkeit | ||
| 29 C-Kopf Aus/Ein Modus | Bezieht sich auf die Klebestation.00 = Klebestation ausgeschaltet01 = Klebestation eingeschaltet | ||
| 37 Klemme zu | Zeit Stempel Klebestation | ||
Stichlänge
Wichtig
Die Veränderung der Stichlänge wirkt sich auf alle Nahtstrecken aus.
Abb. 47: Stichlänge

text_image
① ② A (3.7 mm) ③ B (2.8 mm)(1) - Puller
(2) - Handrad
(3) - Absenkposition

So stellen Sie die Stichlänge ein:
- Stichlänge am Handrad (2) einstellen. (Stufe 6 entspricht ungefähr 3,2 mm Stichlänge)
- Gewünschte Absenkposition (3) des Pullers (1) markieren.

- Anpassen des Parameters Stichlänge auf die Absenkposition des Pullers (1)
(Toleranzbereich 2 cm):
- Puller senkt zu früh ab (Pos A): Wert verringern
- Puller senkt zu spät ab (Pos B): Wert erhöhen
5.5.2 Nahtfolgen
In einem Programm können einzelne Nähte deaktiviert und die Abfolge der Nähte verändert werden.
Eine deaktivierte Naht ist nicht gelöscht, sondern kann jederzeit wieder aufgerufen und aktiviert werden.
Diese Funktion wirkt sich nur im aktuell aufgerufenem Programm aus.

So legen Sie die Nahtfolge fest:
-
Programm wählen.
-
Taste drücken.
Die Bedienerebene 2 öffnet sich.
- Taste drücken.
Abb. 48: Nahtfolge 1

text_image
M01 6 4 6 +00 B +00 50 00 50 Σ=0001 Futter oben- Mit den Tasten 0 - 9 die Nummer der ersten Naht am Ziffernblock eingeben.
- Mit der Pfeiltaste die nächste Stelle anwählen.
- Mit den Tasten 0 - die Nummer der nächsten Naht am Ziffernblock eingeben.
So fügen Sie eine Naht zwischen zwei Stellen ein:

- Mit den Pfeiltasten oder die Nahtnummer anwählen, vor der eine neue Stelle eingefügt werden soll.
Abb. 49: Nahtfolge 2

- Taste drücken.
Eine neue Stelle zwischen den Nahtnummern erscheint.
Abb. 50:

- Mit den Tasten 0 - 9 die Nummer der Naht am Ziffernblock eingeben.
- Um die Nahtfolge zu übernehmen, Taste drücken.
So löschen Sie eine Naht in einer Nahtfolge:
-
Programm wählen.
-
Taste drücken.
Die Bedienerebene 2 öffnet sich.
-
Taste drücken.
-
Mit den Pfeiltasten oder die Nahtnummer anwählen, die gelöscht werden soll.
-
Tasten drücken.
Die Naht wird gelöscht.
- Um die Nahtfolge zu übernehmen, Taste drücken.
5.5.3 Vornähte
Mit der Nähanlage 1265-7 können auch die Vornähte (Bund- (1), Schlitz- (2) und Saumnaht (3)) verarbeitet werden.
Abb. 51: Vornähte

text_image
1 2 3
So rufen Sie die Parameterliste Vornähte auf:
- Taste drücken.
Die Bedienerebene 2 öffnet sich.
- Taste drücken.
| Parameter Bezeichnung Erläuterung | |
| 1 Vornaht Geschwindigkeit Nähgeschwindigkeit | |
| Vornaht Obertransport Grundeinstellung Weitenzugabe | |
| Vornaht Differenzial Grundeinstellung Weitenzugabe | |
| Vornaht mit RolleStrecke in [cm], bis die Hilfsrolle absenkt, max. 99 [cm] | |
| 2 Vornaht Geschwindigkeit Nähgeschwindigkeit | |
| Vornaht Obertransport Grundeinstellung Weitenzugabe | |
| Vornaht Differenzial Grundeinstellung Weitenzugabe | |
| Vornaht mit RolleStrecke in [cm], bis die Hilfsrolle absenkt, max. 99 [cm] |
| Parameter | Bezeichnung Erläuterung | |
| 3 Vornaht Geschwindigkeit Nähgeschwindigkeit | ||

Wichtig
Die verknüpfte Hauptnaht darf sonst nicht im Programm verwendet werden.
5.5.4 Naht Start-Modus
Als Startmodus des Nähablaufs stehen zwei Möglichkeiten zur Verfügung:
- Start durch Fotozelle (automatischer Ablauf)
- Start mit Fußpedal
So ändern Sie den Startmodus:

- Taste drücken.
Die Bedienerebene 2 öffnet sich.
-
Um zwischen den beiden Startmodi zu wechseln, Taste drücken.
-
Start mit Fußpedal aus
• mit Fußpedal ein
5.5.5 Nähmotor aktivieren
So aktivieren Sie den Nähmotor:

- Taste drücken.
Die Bedienerebene 2 öffnet sich.
- Taste drücken und gedrückt halten.
Der Nähmotor läuft, solange Sie die Taste gedrückt halten.
5.5.6 Tagesstückzähler zurücksetzen
So setzen Sie den Tagesstückzähler zurück:

- Taste drücken.
Die Bedienerebene 2 öffnet sich.
- Taste drücken.
Der Tagesstückzähler wird auf 0 zurückgesetzt.
5.5.7 Input - Output-Test
Über den Input-Output-Test können die Ein- und Ausgänge der Nähanlagensteuerung zur Fehlersuche und zur Überprüfung von einzelnen Maschinenschritten angewählt werden.
Die Ausgänge (Out) werden separat aufgerufen und getestet. Die entsprechenden Eingänge (Inp) werden bei aktivem Ausgang angezeigt.
Aktivierte Ein- / Ausgänge sind durch unterlegte Kennnummern gekennzeichnet.
Abb. 52: Input - Output-Test

text_image
INP: 01 02 03 04 05 06 07 08 09 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21 22 23 24 25 26 27 28 29 30 31 32 33 34 35 36 37 38 39 40 41 42 43 44 45 46 47 48 49 50 51 52 53 54 55 56 57 58 59 60 OUT: ▶01 02 03 04 05 06 07 08 09 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21 22 23 24 25 26 27 28 29 30 31 32 33 54 35 36 37 38 39 40 41 42 43 44 45 46 47 48 49 50 51 52 53 54 55 56 57 58 59 60
Die Eingänge werden direkt getestet.
Beispiel: Fotozelle 13


So testen Sie einen Eingang:
- Ein Stück Papier (1) zwischen Fotozelle 13 und Auflageblech schieben.
Input-Nr. 13 wird schwarz hinterlegt.
Outputtest
- Taste drücken.
Die Bedienerebene 2 öffnet sich.
-
Taste drücken.
-
Mit den Pfeiltasten oder die Zahlenreihe anwählen.
-
Mit den Pfeiltasten oder die Kennnummer anwählen.
-
Taste drücken.
Die Kennnummer wird schwarz hinterlegt und der Ausgang aktiviert.
- Taste drücken.
Der Ausgang ist deaktiviert.
Eingangselemente
| Signal Input- | Nr. Erläuterung | |
| S02 02 GND | Brücke auf Fotozelle | 15, wenn ohne Saumerkennung „FZ 15“ |
| S04 04 Taster | Futterklemme | |
| S05 05 Taster | Kleben Start | |
| S09 09 Faden | wächter | |
| S13 13 Fotozelle Programm-Start | ||
| S15 15 Fotozelle | Saumerkennung | |
| S16 16 Fotozelle | Konturenaussteuerung | |
Ausgangselemente
| Ventil Output-Nr. Erläuterung Einstellung | |||
| Y01 01 Nähfuß Lüften | |||
| Y02 02 | Konturenführung blasen | Ein | |
| Y03 | 03 | Konturenführung | Auf/Ab |
| Y04 04 Schlitzleiste blasen | Ein | ||
| Y05 05 Puller | Ab/Auf | ||
| Y06 06 Ausroller | Ab/Auf | ||
| Y07 07 Puller | schwenken | Ein | |
| Y08 08 | Transporteinheit | Auf/Ab | |
| Y09 09 Schwert schwenken | Ein | ||
| Y10 10 Spannungslüftung | Ein | ||
| Y11 | 11 | Hilfsrolle | Ab/Auf |
| Y12 12 Nähfuß hoher Druck | Ein | ||
| Y13 | 13 | Schlitzrolle (optional) | Ein |
| Y14 14 Klebestempel | Ab/Auf | ||
| Y15 15 Futterklammer | Ab/Auf | ||
| Y16 16 Anschlag fahrbar | zurück/vor | ||
| Y26 26 Stapler fahren (optional) | Ein | ||
| Y27 | 27 | Stapler Start | Impuls |
| Y30 30 Tischblasen | Ein | ||
| Y31 31 Kettab sauben | Ein | ||
| Y32 32 Schmutzsaugen | Ein | ||
5.6 Manuelles Nähen
Die Funktion “manuelles Nähen” dient zum Testen des Nähkopfes und der Näheinrichtung und zur Aufbesserung von Nähfehlern. “Manuelles Nähen” kann im Direktzugriff aufgerufen werden.
So aktivieren Sie die Funktion:

- Taste drücken.
Es erscheint das Symbol für dem Bildschirm.
Sie können nun die Nähgeschwindigkeit durch Druck auf das Pedal (falls vorhanden) steuern.

So deaktivieren Sie die Funktion:
1.
Tas

drücken.
[Non-Text]
Der Bildschirm zeigt den Hauptbildschirm.
5.7 Maschinen-Parameter
Die Einstellungen bestimmen das Nähverhalten der Nähanlage.
So öffnen Sie die Maschinen-Parameter:

1.
Tas

drücken.
[NO TEXT]
Die Maschinen-Parameter öffnen sich.
| Parameter | Bezeichnung Erläuterung | |
| 01 Nähen langsam | Drehzahl bei verringerten | er Nähgeschwindigkeit während der Anfahrstrecke (Softstart). |
| 02 Nähen schnell | Drehzahl der Haupt-Näh | geschwindigkeit. |
| 03 Annähen langsam | Strecke des verlang | samten Nähstarts (Softstart). |
| 05 Strecke bis | Konture ab Nahtstrecke, die | beim Nähbeginn zurückgelegt wird, bevor die Konturenführung abgesenkt wird. |
| 06 Bis Tisch | blasen ein Nahtstrecke, die | beim Nähbeginn zurückgelegt wird, bevor die Blasdüsen der Arbeitsplatte mit Druckluft versorgt werden. |
| 07 Tisch blasen | Dauer | Strecke, die ein Nähteil durch Druckluft mittransportiert wird. |
| 09 Reduzierte | Drehzahl | Reduzierte Drehzahl des Nähkopfes, die mit der Funktion NAEHEN LANGSAM für schwierige Nahtstrecken (S1 - S5) eingeschaltet wird (Referenzpunkt ist Lichtschranke F13 bzw. F15). |
5.8 Stapelvorgang
So aktivieren Sie den Stapelvorgang:

1.
Tas

drücken.
[Non-Text]
Der Stapelvorgang wird ausgeführt.
5.9 Einfädelmodus
So aktivieren Sie den Einfädelmodus:

1.

drücken.
Der Einfädelmodus wird ausgeführt.
5.10 Programmier-Menüs
Die Programmiermenüs ermöglichen die Erstellung von Programmen und den dazugehörigen Nähten. Grundsätzlich ist es möglich, ein völlig neues Programm zu erstellen.
Weitere Möglichkeiten sind:
- ein werksseitig geliefertes Programm auf einen freien Speicherplatz im Memory-Speicher zu kopieren und an die Produktionsbedingungen anzupassen.
- ein bereits modifiziertes Programm auf eine freien Speicherplatz im Memory-Speicher zu kopieren und weiter anzupassen.
Um ein neues Programm zu erstellen, sind folgende Arbeitsschritte erforderlich:
- Freien Speicherplatz belegen
- Nähte hinzufügen oder bestehende Nähte in ein Programm kopieren
- Nähte konfigurieren (an die Produktion anpassen)
| Taste Erläuterung | Einstellung | |
![]() | INIT Parameter• EPROM Global Parameter• EPROM Naht Parameter• Kopieren von Naht Nummer (Programm Nummer)• Nahtprogramm löschen | S. 82 |
![]() | Memory-Card• Akt. Naht -> Card• Card -> akt. Naht• Masch. Speicher -> Card• Card -> Masch. Speicher• Memory Card Format | S. 84 |
![]() | Diagnostik• Service Test• Nähkopf Test | S. 87 |
![]() | Zusatzprogramme• Systemupdate• Sprachen Wahl• Stückzähler | S. 90 |
5.10.1 Navigieren in Programmierebenen
Werden die Programmier-Menüs aufgerufen, wird immer das zuletzt bearbeitete Menü angezeigt. Welche Programmierebene dabei aufgerufen wurde, ist an der den Funktionen vorgestellten Ziffer erkennbar. Um bestimmte Funktionen aufrufen zu können, muss in den Programmier-Menüs und Service-Menüs zurückgeblättert werden.

So rufen Sie die Programmier-Menüs auf:
- Taste drücken.

So blättern Sie eine Stufe zurück:
- Pfeiltaste drücken.
5.10.2 Freien Speicherplatz belegen
Werksseitig sind die Speicherplätze M01 - M10 mit Programmen belegt. Die Speicherplätze M11 - M20 sind frei.

So belegen Sie einen freien Speicherplatz:
-
Taste drücken.
-
Mit den Tasten

Ziffernblock eingeben.
5.10.3 INIT Parameter
• EPROM Global Parameter
• EPROM Naht Parameter
• Kopieren von Naht Nummer (Programm Nummer)
- Nahtprogramm löschen
EPROM Global Parameter
So öffnen Sie die Eprom Global Parameter:

- Taste drücken.
Die Programmierebene öffnet sich.
- Taste drücken.
Die Funktion INIT Parameter öffnet sich.
- Taste drücken.
Die Funktion EPROM Global Parameter öffnet sich.
EPROM Naht Parameter

So öffnen Sie die Eprom Naht Parameter:
- Taste drücken.
Die Programmierebene öffnet sich. - Taste drücken.
Die Funktion INIT Parameter öffnet sich. - Taste drücken.
Die Funktion EPROM Naht Parameter öffnet sich.
Kopieren von Naht Nummer (Programm Nummer)

Wichtig
Das aktive Programm wird überschrieben.

So kopieren Sie eine Naht Nummer:
- Taste drücken.
Die Programmierebene öffnet sich. - Taste drücken.
Die Funktion INIT Parameter öffnet sich. - Taste drücken.
Die Funktion KOPIEREN VON NAHT NR. öffnet sich. - Mit den Tasten - die Nummer des zu kopierenden Programms am Ziffernblock eingeben.
- Taste drücken.
Der Kopiervorgang erfolgt.
Im Display erscheint OK BITTE WARTEN!
Im Anzeigefeld des Programm wird die Programmnummer mit den Nähten angezeigt.
Nahtprogramm löschen

Information
Ein Programm besteht aus mehreren Nähten.
Die Inhalte diese Nähte, die Nahtparameter, können komplett gelöscht werden.
Das aktuell aufgerufene Programm kann nicht gelöscht werden.

So löschen Sie ein Nahtprogramm:
- Taste drücken.
Die Programmierebene öffnet sich.
- Taste drücken.
Die Funktion INIT Parameter öffnet sich.
- Taste drücken.
Die Funktion NAHT LOESCHEN öffnet sich.
-
Mit den Tasten - die Nummer des zu löschenden Programms am Ziffernblock eingeben.
-
Taste drücken.
Der Kopiervorgang startet.
Im Display erscheint eine Sicherheitsabfrage: SIND SIE SICHER?
- Taste drücken.
Die neue Einstellung wird gespeichert.
Die Anzeige schaltet ins Auswahlmenü zurück.
Der Löschvorgang erfolgt.
Im Display erscheint OK BITTE WARTEN!
5.10.4 Memory-Card
- Akt. Naht -> Card
- Card -> akt. Naht
• Masch. Speicher -> Card
• Card -> Masch. Speicher
(1) - Steckplatz (2) - Memory-Stick
Akt. Naht -> Card (Daten auf dem Memory-Stick speichern)
Die Speicherfunktion ermöglicht wahlweise die Sicherung nur eines ausgewählten Programmes oder die Sicherung alle Programme.

So sichern Sie ein Programm im Memory-Speicher:
-
Memory-Stick (2) in den Steckplatz (1) am Bedienteil stecken.
-
Taste drücken.
Die Programmierebene öffnet sich.
- Taste drücken.
Die Funktion Memory-Card öffnet sich.
4 Taste drücken
Die Funktion Akt. Naht -> Card öffnet sich.
- Taste drücken.
Die aktive Naht wird im Memory-Speicher gespeichert.
Im Display erscheint OK BITTE WARTEN!

So sichern Sie alle Programme im Memory-Speicher:
-
Memory-Stick (2) in den Steckplatz (1) am Bedienteil stecken.
-
Taste drücken.
Die Programmierebene öffnet sich.
- Taste drücken.
Die Funktion MEMORY-CARD öffnet sich.
- Taste drücken.
Die Funktion MASCH SPEICHER -> CARD öffnet sich.
- Taste drücken.
Alle Programme werden im Memory-Speicher gespeichert.
Im Display erscheint OK BITTE WARTEN!
Card -> akt. Naht (Datenübertragung vom Memory-Stick in die Steuerung)
Auf dem Memory-Stick gesicherte Daten können wahlweise als einzelnes Programm oder als komplette Datenmenge aller Programme in die Steuerung überspielt werden.

Wichtig
Wird die komplette Datenmenge aller Programme in die Steuerung überspielt, werden alle Daten (z. B. auch zwischenzeitlich geänderte Nähte) überschrieben.
Änderungen an Nähten sollten deshalb immer sofort als Einzelsicherung auf dem Memory-Stick abgespeichert werden.

So laden Sie ein ausgewähltes Programm vom Memory-Speicher in die Steuerung:
-
Memory-Stick in den Steckplatz am Bedienteil stecken (S. 85).
-
Taste drücken.
Die Programmierebene öffnet sich.
- Taste drücken.
Die Funktion MEMORY-CARD öffnet sich.
- Taste drücken.
Die Funktion CARD -> AKT. NAHT öffnet sich.
- Taste drücken.
Das angezeigte Programm wird übertragen.
Im Display erscheint OK BITTE WARTEN!

So laden Sie alle Programme vom Memory-Speicher in die Steuerung:
-
Memory-Stick in den Steckplatz am Bedienteil stecken (☐ S. 85).
-
Taste drücken.
Die Programmierebene öffnet sich.
- Taste drücken.
Die Funktion MEMORY-CARD öffnet sich.
- Taste drücken.
Die Funktion CARD -> MASCH SPEICHER öffnet sich.
- Taste drücken.
Alle Programme werden übertragen.
Im Display erscheint OK BITTE WARTEN!
Memory Card Format
Werden zusätzliche Memory-Sticks (als Zubehör erhältlich) zur Datensicherung benutzt, muss das Speichermedium vor der ersten Nutzung formatiert werden.
So formatieren Sie ein Speichermedium:
-
Memory-Stick in den Steckplatz am Bedienteil stecken (S. 85).
-
Taste drücken.
Die Programmierebene öffnet sich.
- Taste drücken.
Die Funktion MEMORY-CARD öffnet sich.
- Taste drücken.
Die Funktion MEMORY CARD FORMAT öffnet sich.
Im Display erscheint eine Sicherheitsabfrage: SIND SIE SICHER?
- Taste drücken.
Die Formatierung erfolgt.
Im Display erscheint OK BITTE WARTEN!
5.10.5 Diagnostik
Im Menü Diagnostik sind Service-Funktionen zusammengefasst, die dazu dienen, Nähanlagen Aggregate sowie die Initiatoren zur Ansteuerung der Aggregate zu testen.
HINWEIS
Sachschaden möglich!
Bei den Tests werden einzelne Maschinenaggregate oder Maschinenabläufe gestartet. Sind Bauteile ganz oder teilweise demontiert oder nicht funktionsbereit, kann dies zu Beschädigung von Maschinenkomponenten führen.
Test nur in betriebsbereitem Zustand vornehmen. Test nur durch qualifiziertem Fachpersonal vornehmen.

So öffnen Sie die Diagnostik:
- Taste drücken.
Die Programmierebene öffnet sich. - Taste drücken.
Die Diagnostik öffnet sich. - Testfunktionen aufrufen.
| Taste 1 | Taste 2 | Taste 3 | Erläuterung |
![]() | ![]() | ![]() | EEPROM 2K (S. 89) |
![]() | EEPROM 8K (S. 89) | ||
![]() | RAM 8K (S. 89) | ||
![]() | I/O Modul Dauertest (S. 89) | ||
![]() | I/O Analog Output | ||
![]() | ![]() | RS232 Test | |
![]() | I/O Adapter Test | ||
![]() | Kommunikations Test | ||
![]() | ![]() | Nähmotor Ansteuern (☐ S. 89)(Ist-Drehzahl wird mit der Soll-Drehzahl des Nähmotors verglichen) | |
![]() | Nähmotor und Puller(Test der Schrittmotoren) | ||
![]() | Ausroller(Test der Ausrollstrecke) | ||
![]() | Obertransport(Test der Transportfunktion des Obertransports) | ||
![]() | Differenzial(Test der Funktion des Differenzialtransports) | ||
![]() | Sollwertgeber(Test des Sollwertgebers) | ||
Speicher Test
Wichtig
Es werden alle Daten in den Speichern gelöscht.
I/O Modul Dauertest
VORSICHT

Verletzungsgefahr durch automatisch nacheinander geschaltete Ausgänge!
Quetschen möglich.
Test nur mit größtmöglicher Vorsicht und Abstand zu beweglichen Maschinenteilen durchführen.
Nähmotor ansteuern
So vergleichen Sie die Ist-Drehzahl mit der Soll-Drehzahl:
- Test Nähmotor ansteuern aufrufen.
- Mit den Tasten - die Drehzahl am Ziffernblock eingeben.
- Taste drücken.
Der Motor startet und die Ist-Drehzahl wird gemessen und angezeigt.
Die gemessene Drehzahl kann mit der Prüfzahl verglichen werden. - Taste drücken.
Der Test wird beendet.
5.10.6 Zusatzprogramme
Systemupdate
So führen Sie ein Systemupdate durch:

- Taste drücken.
Die Programmierebene öffnet sich. -
Taste drücken.
Die Funktion ZUSATZPROGRAMME öffnet sich. -
Taste drücken.
Die Funktion Systemupdate öffnet sich.
-
Gewünschte Funktion anwählen:
-
Taste drücken für Funktion Eprom -> Card
- Taste drücken für Funktion Card -> Eprom
- Taste drücken für Funktion Text -> Card
- Taste drücken für Funktion Card -> Texte
-
Taste drücken für Funktion RS 232 -> Card
-
Taste drücken.
Auf dem Bildschirm erscheint die Frage: SIND SIE SICHER?
- Taste drücken.
Systemupdate wird ausgeführt.
Sprachen Wahl
So wählen Sie die Sprache der Menüführung und der am Display angezeigten Hinweise aus:
- Taste drücken.
Die Programmierebene öffnet sich. - Taste drücken.
Die Funktion ZUSATZPROGRAMME öffnet sich. -
Taste drücken.
Die Funktion Sprachenauswahl öffnet sich. -
Gewünschte Sprache anwählen.
Ausgewählte Sprache wird übernommen.
Stückzähler
Die Anzahl der insgesamt mit der Nähanlage verarbeiteten Nähteilen wird in einer Zählfunktion erfasst. Diese Zählfunktion läßt sich nicht auf Null zurücksetzen.

So rufen Sie den Stückzähler auf:
- Taste drücken.
Die Programmierebene öffnet sich.
- Taste drücken.
Die Funktion ZUSATZPROGRAMME öffnet sich.
- Taste drücken.
Die Funktion Stückzahler öffnet sich.
- Zählerstand ablesen.
6 Wartung
WARNUNG

Verletzungsgefahr durch spitze Teile!
Einstich und Schneiden möglich.
Bei allen Wartungsarbeiten Maschine vorher ausschalten oder in den Einfädelmodus schalten.
WARNUNG

Verletzungsgefahr durch sich bewegende Teile!
Quetschen möglich.
Bei allen Wartungsarbeiten Maschine vorher ausschalten oder in den Einfädelmodus schalten.
Dieses Kapitel beschreibt Wartungsarbeiten, die regelmäßig durchgeführt werden müssen, um die Lebensdauer der Maschine zu verlängern und die Qualität der Naht zu erhalten.
Weitergehende Wartungsarbeiten darf nur qualifiziertes Fachpersonal durchführen.
Wartungsintervalle
| Durchzuführende Arbeiten Betriebsstunden | ||||
| 8 40 | 160 500 | |||
| Maschinenoberteil | ||||
| Nähstaub und Fadenreste entfernen ● | ||||
| Ölstand kontrollieren ● | ||||
| Erster Ölwechsel ● | ||||
| Folge Ölwechsel alle 2 Jahre | ||||
| Steuerkasten | ||||
| Nähstaub und Fadenreste entfernen ● | ||||
| Absaugvorrichtung | ||||
| Behälter entleeren ● | ||||
| Nähstaub und Fadenreste unter dem Gleitblech entfernen ● | ||||
| Pneumatisches System | ||||
| Wasserstand im Druckregler prüfen ● | ||||
| Filtereinsatz in der Wartungseinheit reinigen ● | ||||
| Dichtigkeit des Systems prüfen | ● | |||
6.1 Reinigen
WARNUNG

Verletzungsgefahr durch auffliegende Partikel!
Auffliegende Partikel können in die Augen gelangen und Verletzungen verursachen.
Schutzbrille tragen.
Druckluft-Pistole so halten, dass die Partikel nicht in die Nähe von Personen fliegen.
Darauf achten, dass keine Partikel in die Ölwanne fliegen.
HINWEIS
Sachschäden durch Verschmutzung!
Nähstaub und Fadenreste können die Funktion der Maschine beeinträchtigen.
Maschine wie beschrieben reinigen.
HINWEIS
Sachschäden durch lösungsmittelhaltige Reiniger!
Lösungsmittelhaltige Reiniger beschädigen die Lackierung.
Nur lösungsmittelfreie Substanzen zum Reinigen benutzen.
Abb. 54: Reinigen

(1) - Fadenführungen
(2) - Unter dem Stoffgleitblech
(3) - Absaugbehälter

So reinigen Sie die Maschine:
- Maschine am Hauptschalter ausschalten.
- Den gesamten Bereich um die Fadenführungen (1) mit der Druckluft-pistole ausblasen.
- Den gesamten Bereich unter dem Stoffgleitblech (2) mit der Druckluft-pistole ausblasen.
- Absaugbehälter (3) abnehmen und leeren.
6.2 Schmieren
VORSICHT

Verletzungsgefahr durch Kontakt mit Öl!
Öl kann bei Hautkontakt Ausschläge hervorrufen.
Hautkontakt mit Öl vermeiden.
Wenn Öl auf die Haut gekommen ist, Hautbereiche gründlich waschen.
HINWEIS
Sachschäden durch falsches Öl!
Falsche Ölsorten können Schäden an der Maschine hervorrufen.
Nur Öl benutzen, das den Angaben der Anleitung entspricht.
ACHTUNG

Umweltschäden durch Öl!
Öl ist ein Schadstoff und darf nicht in die
Kanalisation oder den Erdboden gelangen.
Altöl sorgfältig sammeln.
Altöl sowie ölbehaftete Maschinenteile den
nationalen Vorschriften entsprechend entsorgen.
Die Maschine ist mit einer zentralen Schmierung ausgestattet. Die Lagerstellen werden aus dem Ölbehälter versorgt.
Informationen zum Nachfüllen und zur Spezifikation des zu verwendenden Öls sind in der separat beiliegenden Betriebsanleitung des Nähkopf-Herstellers beschrieben (Betriebsanleitung Maschinenoberteil).
• Mobile Velcocite Oil No10
6.2.1 Maschinenoberteil-Schmierung prüfen
Abb. 55: Maschinenoberteil-Schmierung prüfen

text_image
PEGASUS 1 2 3 4(1) - Schauglas
(3) - Ölstand
(2) - Minimalstand-Markierung
(4) - Maximalstand-Markierung

Richtige Einstellung
Der Ölstand (3) ist zwischen der Minimalstand-Markierung (2) und der Maximalstand-Markierung (4).
So prüfen Sie die Maschinenoberteil-Schmierung:

-
Täglich den Ölstand (3) am Schauglas (1) kontollieren.
-
Öl nachfüllen, wenn der Ölstand (3) die Minimalstand-Markierung (2) erreicht/darunter steht (Betriebsanleitung Maschinenoberteil).
6.3 Pneumatisches System warten
6.3.1 Betriebsdruck einstellen
HINWEIS
Sachschäden durch falsche Einstellung!
Falscher Betriebsdruck kann Schäden an der Maschine hervorrufen.
Sicherstellen, dass die Maschine nur bei richtig eingestelltem Betriebsdruck benutzt wird.

Richtige Einstellung
Der zulässige Betriebsdruck ist im Kapitel Technische Daten (S. 123) angegeben. Der Betriebsdruck darf nicht mehr als ±0,5 bar abweichen.
Prüfen Sie täglich den Betriebsdruck.
Abb. 56: Betriebsdruck einstellen

So stellen Sie den Betriebsdruck ein:
- Druckregler (1) hochziehen.
- Druckregler drehen, bis das Manometer (2) die richtige Einstellung anzeigt:
- Druck erhöhen = im Uhrzeigersinn drehen
- Druck verringern = gegen den Uhrzeigersinn drehen
- Druckregler (1) herunterdrücken.
6.3.2 Kondenswasser ablassen
HINWEIS
Sachschäden durch zu viel Wasser!
Zu viel Wasser kann Schäden an der Maschine hervorrufen.
Bei Bedarf Wasser ablassen.
Im Wasserabscheider (2) des Druckreglers sammelt sich Kondenswasser.

Richtige Einstellung
Das Kondenswasser darf nicht bis zum Filtersatz (1) ansteigen.
Prüfen Sie täglich den Wasserstand im Wasserabscheider (2).
Abb. 57: Kondenswasser ablassen

(1) - Filtereinsatz
(3) - Ablass-Schraube
(2) - Wasserabscheider

So lassen Sie Kondenswasser ab:
- Maschine vom Druckluft-Netz trennen.
- Auffang-Behälter unter die Ablass-Schraube (3) stellen.
- Ablass-Schraube (3) vollständig herausdrehen.
- Wasser in den Auffang-Behälter laufen lassen.
- Ablass-Schraube (3) festschrauben.
- Maschine an das Druckluft-Netz anschließen.
6.3.3 Filtereinsatz reinigen
HINWEIS
Beschädigung der Lackierung durch lösungsmittelhaltige Reiniger!
Lösungsmittelhaltige Reiniger beschädigen den Filter.
Nur lösungsmittelfreie Substanzen zum Auswaschen der Filterschale benutzen.
Abb. 58: Filtersatz reinigen

(2) - Wasserabscheider

So reinigen Sie den Filtersatz:
- Maschine vom Druckluft-Netz trennen.
- Kondenswasser ablassen (S. 98).
- Wasserabscheider (2) abschrauben.
- Filtereinsatz (1) abschrauben.
- Filtereinsatz (1) mit der Druckluft-Pistole ausblasen.
- Filterschale mit Waschbenzin auswaschen.
- Filtereinsatz (1) festschrauben.
- Wasserabscheider (2) festschrauben.
- Ablass-Schraube (3) festschrauben.
- Maschine an das Druckluft-Netz anschließen.
6.4 Teileliste
Eine Teileliste kann bei Dürkopp Adler bestellt werden. Oder besuchen Sie uns für weitergehende Informationen unter: www.duerkopp-adler.com

7 Aufstellung
WARNUNG

Verletzungsgefahr durch schneidende Teile!
Beim Auspacken und Aufstellen ist Schneiden möglich.
Nur qualifiziertes Fachpersonal darf die Maschine aufstellen.
Schutz-Handschuhe tragen
WARNUNG

Verletzungsgefahr durch sich bewegende Teile!
Beim Auspacken und Aufstellen ist Quetschen möglich.
Nur qualifiziertes Fachpersonal darf die Maschine aufstellen.
Sicherheitsschuhe tragen.
7.1 Lieferumfang prüfen
Der Lieferumfang ist abhängig von Ihrer Bestellung. Prüfen Sie nach Erhalt, ob der Lieferumfang korrekt ist.
7.2 Transportsicherungen entfernen
Vor der Aufstellung alle Transportsicherungen entfernen:
• Schutzfolien
- Sicherungsbänder am Garnständer, Gestell, Stapler usw.
- Oberteilbefestigungen
7.3 Arbeitshöhe einstellen
WARNUNG

Verletzungsgefahr durch sich bewegende Teile!
Beim Lösen der Schrauben an den Gestellholmen kann sich die Tischplatte durch ihr Eigengewicht absenken. Quetschen möglich.
Beim Lösen der Schrauben darauf achten, dass die Hände nicht eingeklemmt werden.
VORSICHT

Gefahr der Schädigung des Bewegungsapparates durch falsche Einstellung!
Der Bewegungsapparat des Bedienungspersonals kann bei Nichthaltung der ergonomischen Anforderungen geschädigt werden.
Arbeitshöhe an die Körpermaße der Person anpassen, die die Maschine bedienen wird.
Abb. 59: Arbeitshöhe einstellen (1)

(1) - Tischplatte-Oberkante
(Beispiel: 1280)
(2) - Boden
Die Arbeitshöhe ist optional zwischen 815/850 mm und 1200 mm in der Höhe einstellbar (☐ S. 123). Der Abstand wird von der Tischplatte-Oberkante (1) bis zum Boden (2) gemessen.
Abb. 60: Arbeitshöhe einstellen (2)

Abb. 61: Arbeitshöhe einstellen (3)

(3) - Schrauben (Beispiel: 1281)

So stellen Sie die Arbeitshöhe ein:
- Schrauben (3) an den Gestellholmen lösen.
- Tischplatte auf die gewünschte Höhe einstellen.

Wichtig
Tischplatte an beiden Seiten gleichmäßig herausziehen oder hineinschieben, um ein Verkanten zu verhindern.
- Schrauben (3) festschrauben.
7.4 Garnständer montieren
Abb. 62: Garnständer montieren

(1) - Garnständer-Rohr
(2) - Schrauben
(3) - Halterung

So montieren Sie den Garnständer:
- Garnständer-Rohr (1) in Halterung (3) einsetzen.
- Schrauben (2) festschrauben.
7.5 Überwurfstapler montieren (optional)
Abb. 63: Überwurfstapler montieren (1)

(1) - Schrauben
(2) - Halterung
(3) - Pneumatikschlauch
(4) - Erdungsleitung (5) - Pneumatikschlauch

So montieren Sie den Überwurfstapler:
- Überwurfstapler mit der Halterung (2) an das Gestell der Nähanlage heranstellen.
- Halterung (2) mit Schrauben (1) am Gestell der Nähanlage anschrauben.
Die Schrauben (1) noch nicht ganz festschrauben.
Abb. 64: Überwurfstapler montieren (2)

(6) - Ausstreifer (7) - Tischplattenkante

-
Überwurfstapler so ausrichten, dass der Ausstreifer (6) parallel zur Tischplattenkante (7) steht.
-
Schrauben (1) festschrauben.
-
Erdungsleitung (4) am Überwurfstapler festschrauben.
- Pneumatikschlauch (3) und (5) auf den Pneumatikverteiler aufstecken.
7.6 Wechselstapler montieren (optional)
Abb. 65: Wechselstapler montieren (1)

(6) - Gestell der Nähanlage

So montieren Sie den Wechselstaplerstapler:
- Wechselstapler (3) mit der Halterung (4) an das Gestell der Nähanlage (6) heran stellen.
- Halterung (4) mit Schrauben (5) am Gestell der Nähanlage (6) anschrauben.
Die Schrauben (5) noch nicht ganz festschrauben. - Wechselstapler (3) so ausrichten, dass er parallel zur Tischplattenkante (1) des Nähtisches steht.
- Schrauben (5) festschrauben.
Abb. 66: Wechselstapler montieren (2)

- Pneumatikschlauch (8) am Pneumatikverteiler (7) der Stapelklemme (2) aufstecken.
-
Pneumatikschläuche am Zylinder aufstecken.
-
Schwarzen Pneumatikschlauch (12) am Pneumatikventil (11) aufstecken
- Blauen Pneumatikschlauch (13) am Pneumatikventil (9) aufstecken
Abb. 67: Wechselstapler montieren (3)

(12) - Schwarzer Pneumatikschlauch
(13) - Blauer Pneumatikschlauch
(14) - Schwarzen Pneumatikschlauch sichern
(15) - Holm
(16) - Blauen Pneumatikschlauch sichern
(17) - Gestell

- Schwarzen und blauen Pneumatikschlauch (12+13) durch den Holm (15) in Pfeilrichtung stecken.
- Pneumatikschläuche korrekt am Gestell (17) nach oben verlegen und sorgfälltig mit Schellen/Kabelbindern sichern.
- Zur linken Seite den Schwarzen Pneumatikschlauch sichern (14)
- Zur rechten Seite den Blauen Pneumatikschlauch sichern (16)
Abb. 68: Wechselstapler montieren (4)

(12) - Schwarzer Pneumatikschlauch
(18) - Pneumatikventil
(13) - Blauer Pneumatikschlauch
(19) - Pneumatikventil

- Schwarzen Pneumatikschlauch (12) am Pneumatikventil (18) aufstecken.
- Blauen Pneumatikschlauch (13) am Pneumatikventil (19) aufstecken.
7.6.1 Ablagetisch montieren
Abb. 69: Ablagetisch montieren

(1) - Schrauben
(2) - Oberer Ablagetisch
(3) - Unterer Ablagetisch
(4) - Nähtisch
(5) - Ablage-Winkel
(6) - Schrauben
(7) - Schiene
Die Nähanlage ist mit dem unteren Ablagetisch (3) ausgestattet. Die Zusatzoption mit einem zweifachen Ablagetisch wird durch den oberen Ablagetisch (2) ergänzt.

So montieren Sie den Ablagetisch:
- Ablage-Winkel (5) aus Richtung des Nähtisches (4) in die Schiene (7) führen.
- Schrauben (6) festschrauben.
- Für die 2. Seite die Handlungsschritte 1. bis 2. wiederholen.
- Unteren Ablagetisch (3) auf die Ablage-Winkel (5) auflegen.
- Schrauben (1) festschrauben.
- Zur Montage des oberen Ablagetischs (2) die Handlungsschritte 1. bis 5. wiederholen.
Ablagetisch ausrichten

So richten Sie den Ablagetisch aus:
- Schrauben (6) lösen
-
Unteren Ablagetisch (2) auf die gewünschte Höhe einstellen.
-
Schrauben (6) festschrauben.
- Zur Ausrichtung des oberen Ablagetisches (2) die Handlungsschritte 7. bis 9. wiederholen.

Wichtig
Ablagetisch (2)/(3) an beiden Seiten gleichzeitig verschieben, um eine Schräglage zu verhindern.
7.7 Ablage-Verlängerung Klemmstapler montieren (optional)
Abb. 70: Ablage-Verlängerung Klemmstapler montieren

(4) - Aussparung
(5) - Hebel
(6) - Ablage-Verlängerung
Die Basismaschine ist standardmäßig mit der 2-fach Ablage (3) für den Klemmstapler (2) ausgestattet. Für großes/langes Nähgut gibt es einen zusätzlichen Arm als Ablage-Verlängerung (6), die ergänzt werden kann.

So montieren Sie die Ablage-Verlängerung:
- Ablage-Verlängerung (6) auf die Halterung (1) schieben.
- Ablage-Verlängerung auf den gewünschten Abstand einstellen.
- Der minimale/maximale Abstand wird durch die Aussparung (4) vorgegeben.
- Mit dem Hebel (5) die Ablage-Verlängerung (6) auf der Halterung (1) arretieren.
7.8 Elektrischer Anschluss
GEFAHR

Lebensgefahr durch spannungsführende Teile!
Durch ungeschützten Kontakt mit Strom kann es zu gefährlichen Verletzungen von Leib und Leben kommen.
Nur qualifiziertes Fachpersonal darf Arbeiten an der elektrischen Ausrüstung vornehmen.

Wichtig
Die auf dem Typenschild des Nähantriebs angegebene Spannung muss mit der Netzspannung überstimmen.
Netzanschluss herstellen

So stellen Sie den Netzanschluss her:
- Netzstecker anschließen.
7.9 Pneumatischer Anschluss
HINWEIS
Sachschäden durch geölte Druckluft!
In der Druckluft mitgeführte Ölteilchen können zu Funktionsstörungen der Maschine und Verschmutzungen des Nähguts führen.
Sicherstellen, dass keine Ölteilchen in das Druckluft-Netz gelangen.
HINWEIS
Sachschäden durch falsche Einstellung!
Falscher Netzdruck kann Schäden an der Maschine hervorrufen.
Sicherstellen, dass die Maschine nur bei richtig eingestelltem Netzdruck benutzt wird.
Das pneumatische System der Maschine und der Zusatzausstattungen muss mit wasserfreier, ungeölter Druckluft versorgt werden. Der Netzdruck muss 8 – 10 bar betragen.
7.9.1 Druckluft-Wartungseinheit montieren
So montieren Sie die Druckluft-Wartungseinheit:
- Den Anschluss-Schlauch mit einer Schlauchkupplung R 1/4" an das Druckluft-Netz anschließen.
7.9.2 Betriebsdruck einstellen
HINWEIS
Sachschäden durch falsche Einstellung!
Falscher Betriebsdruck kann Schäden an der Maschine hervorrufen.
Sicherstellen, dass die Maschine nur bei richtig gestelltem Betriebsdruck benutzt wird.

Richtige Einstellung
Der zulässige Betriebsdruck ist im Kapitel Technische Daten (S. 123) angegeben. Der Betriebsdruck darf nicht mehr als ±0,5 bar abweichen.
Prüfen Sie täglich den Betriebsdruck.
Abb. 71: Betriebsdruck einstellen

So stellen Sie den Betriebsdruck ein:
- Druckregler (1) hochziehen.
- Druckregler drehen, bis das Manometer (2) die richtige Einstellung anzeigt:
- Druck erhöhen = im Uhrzeigersinn drehen
- Druck verringern = gegen den Uhrzeigersinn drehen
- Druckregler (1) herunterdrücken.
7.10 Testlauf durchführen
Führen Sie nach der Aufstellung einen Testlauf durch, um die Funktionalität der Maschine zu prüfen.
8 Außerbetriebnahme
WARNUNG

Verletzungsgefahr durch fehlende Sorgfalt!
Schwere Verletzungen möglich.
Maschine NUR im ausgeschaltetem Zustand säubern.
Anschlüsse NUR von ausgebildetem Personal trennen lassen.
VORSICHT

Verletzungsgefahr durch Kontakt mit Öl!
Öl kann bei Hautkontakt Ausschläge hervorrufen.
Hautkontakt mit Öl vermeiden.
Wenn Öl auf die Haut gekommen ist, Hautbereiche gründlich waschen.

So nehmen Sie die Maschine außer Betrieb:
- Maschine ausschalten.
- Netzstecker ziehen.
- Maschine vom Druckluft-Netz trennen, falls vorhanden.
- Ölrückstände mit einem Tuch aus der Ölwanne aufnehmen und aus- wischen.
- Bedienfeld abdecken, um es vor Verschmutzungen zu schützen.
- Steuerung abdecken, um sie vor Verschmutzungen zu schützen.
- Je nach Möglichkeit die ganze Maschine abdecken, um sie vor Verschmutzungen und Beschädigungen zu schützen.
9 E n t s o r g u n g
ACHTUNG

Gefahr von Umweltschäden durch falsche Entsorgung!
Bei nicht fachgerechter Entsorgung der Maschine kann es zu schweren Umweltschäden kommen.
IMMER die nationalen Vorschriften zur Entsorgung befolgen.

Die Maschine darf nicht im normalen Hausmüll entsorgt werden.
Die Maschine muss den nationalen Vorschriften entsprechend angemessen entsorgt werden.
Bedenken Sie bei der Entsorgung, dass die Maschine aus unterschiedlichen Materialien (Stahl, Kunststoff, Elektronikteile ...) besteht. Befolgen Sie für deren Entsorgung die nationalen Vorschriften.
10 Störungsabhilfe
10.1 Kundendienst
Ansprechpartner bei Reparaturen oder Problemen mit der Maschine:
Dürkopp Adler GmbH
Potsdamer Str. 190
33719 Bielefeld
Tel. +49 (0) 180 5 383 756
Fax +49 (0) 521 925 2594
E-Mail: service@duerkopp-adler.com
Internet: www.duerkopp-adler.com

10.2 Fehler im Nähablauf
| Fehler Mögliche Ursachen Abhilfe | ||
| Ausfädeln am Nahtanfang | Nadelfaden-Spannung ist zu fest | Nadelfaden-Spannung prüfen |
| Fadenreißen Nadelfaden | und Greiferfaden sind nicht korrekt eingefädelt | Einfädelweg prüfen |
| Nadel ist verbogen oder scharfkantig | Nadel ersetzen | |
| Nadel ist nicht korrekt in die Nadelstange eingesetzt | Nadel korrekt in die Nadelstange einsetzen | |
| Verwendeter Faden ist ungeeignet | Empfohlenen Faden benutzen | |
| Fadenspannungen sind für den verwendeten Faden zu fest | Fadenspannungen prüfen | |
| Fadenführende Teile wie z. B. Fadenrohre, Fadenführung oder Fadengeber-Scheibe sind scharfkantig | Einfädelweg prüfen | |
| Stichplatte, Greifer oder Spreizer wurden durch die Nadel beschädigt | Teile durch qualifiziertes Fachpersonal nachbearbeiten lassen | |
| Fehlstiche Nadelfaden und | und Greiferfaden sind nicht korrekt gefä-delt | Einfädelweg prüfen |
| Nadel ist stumpf oder verbogen | Nadel ersetzen | |
| Nadel ist nicht korrekt in die Nadelstange eingesetzt | Nadel korrekt in die Nadelstange einsetzen | |
| Verwendete Nadelstärke ist ungeeignet | Empfohlene Nadelstärke benutzen | |
| Garnständer ist falsch montiert | Montage des Garnständers prüfen | |
| Fadenspannungen sind zu fest | Fadenspannungen prüfen | |
| Stichplatte, Greifer oder Spreizer wurden durch die Nadel beschädigt | Teile durch qualifiziertes Fachpersonal nachbearbeiten lassen | |
| Fehler Mögliche Ursachen Abhilfe | ||
| Lose Stiche Fadenspannhungen sind nicht dem Nähgut, der Nähgutdicke oder dem verwendeten Faden angepasst | Fadenspannungen prüfen | |
| Nadelfaden und Greiferfaden sind nicht korrekt eingefädelt | ||
| Nadelbruch Nadelstärke | ist für das Nähgut oder den Faden ungeeignet | Empfohlene Nadelstärke benutzen |
11 Technische Daten
Daten und Kennwerte
| Technische Daten Einheit 1265-7 | ||
| Maschinentyp Ein-Kopf-Nähanlage zum Versäu- | bern und Umstechen von langen Hosenteilen mit und ohne Kniefutter. | |
| Nähstichtyp 503 2-fädig/504 3-fädig | ||
| Greifertyp Kettenstichgreifer, | Überwendlichgreifer | |
| Anzahl der Nadeln 1 | ||
| Nadelsystem B27 | ||
| Nadelstärke [Nm] 80 - 110 | ||
| Fadenstärke [Nm] Bauschgarn | D-TEX 110-1 | |
| Stichlänge | [mm] | OT max 5mm/ min. 1mmUT max 4mm/ min. 1mm |
| Drehzahl maximal | [min-1] | 6500 |
| Drehzahl bei Auslieferung | [min-1] | Je nach Naht:Vornähte 1-2-3 mit 6000Langnähte o. Kniefutter 4-5-6-7mit 6000Langnähte m. Kniefutter 4-5-6-7mit 5500 |
| Nahtbreite | [mm] | 6/ 5/ 4 |
| Nähgut | leicht/mittel | |
| Netzspannung | [V] | 1x230 |
| Netzfrequenz | [Hz] | 50/60 |
| Betriebsdruck | [bar] | 6 |
| Länge | [mm] | 1500 |
| Breite | [mm] | 900 |
| Höhe Basisanlage | [mm] | 1400 |
| Tischhöhe | [mm] | 815-1200 |
| Gewicht | [kg] | 150 |
| Bemessungsleistung | [kVA] | 0,9 |
| Anschlussleistung | [kV]A | 0,9 |
11.1 Anforderungen für den störungsfreien Betrieb
Die Druckluftqualität muss gemäß ISO 8573-1: 2010 [7:4:4] sichergestellt sein
11.2 Empfohlene Garne
Nadelsystem: B27
Empfohlene Nadeldicke:
• Nm 80 für sehr dünnes Nähgut
• Nm 90 für dünnes Nähgut
• Nm 100 für mittelschweres Nähgut
• Nm 110 für schweres Nähgut
Hohe Nähsicherheit und gute Vernähbarkeit wird mit folgenden Umspinnzwirnen erzielt:
- Zweifach Polyester Endlos Polyester umsponnen (z.B. Epic Poly-Poly, Rasant x, Saba C, ...)
- Zweifach Polyester Endlos Baumwolle umsponnen (z.B. Frikka, Koban, Rasant, ...)
Falls diese Garne nicht zu beschaffen sind, können auch die in der Tabelle angegebenen Polyesterfaser- oder Baumwollgarne vernäht werden.
Zweifach-Umspinnzwirne werden von Garnherstellern vielfach mit gleicher Bezeichnung wie Dreifach-Polyesterfasergarne (3zyl.-gesponnen) angeboten. Dies führt zu Unsicherheiten bezüglich Zwirnung und Garndicke.
Im Zweifelsfall Faden aufdrehen und prüfen, ob er 2- oder 3-fach gezwirnt ist. Die Etikett-Nr. 120 auf der Garnrolle eines Umspinnzwirnes entspricht z.B. der Garndicke Nm 80/2 (siehe eingeklammerte Tabellenwerte).
Bei monofilen Fäden können Nadelfäden und Greiferfäden der gleichen Dicke verwendet werden. Die besten Ergebnisse werden dabei mit weichen und dehnbaren Fäden (Software) der Fadendicke 130 Denier erzielt.
Empfohlene Garndicken
| NadeldickeNm | Umspinnzwirn Umspinnzwirn | |||
| NadelfadenPolyester-endlosEtikett-Nr. | GreiferfadenPolyester-umspannenEtikett-Nr. | NadelfadenPolyester-endlosEtikett-Nr. | GreiferfadenBaumwolle-umsponnenEtikett-Nr. | |
| 8090100-110 | 120 (NM 80/2)100 (Nm 65/2) | 120 (NM 80/2)100 (Nm 65/2) | 120 (NM 80/2)100 (Nm 65/2) | 120 (NM 80/2)100 (Nm 65/2) |
| NadeldickeNm | Polyesterfasergarn(3zyl.-gesponnen) | Baumwollgarn | ||
| Nadelfaden Greiferfaden Nadelfaden Greiferfaden | ||||
| 8090100-110 | Nm 120/3Nm 80/3-120/3Nm 70/3-100/3 | Nm 120/3Nm 80/3-120/3Nm 70/3-100/3 | NeB 60/3-80/3NeB 50/3-70/3NeB 40/3-60/3(1NeB = 1,6934 Nm) | NeB 60/3-80/3NeB 50/3-70/3NeB 40/3-60/3(1NeB = 1,6934 Nm) |
beisler
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