Dürkopp Adler 541 - Nähmaschine

541 - Nähmaschine Dürkopp Adler - Kostenlose Bedienungsanleitung

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BEDIENUNGSANLEITUNG 541 Dürkopp Adler

Bedienungsanleitung zur

238, 239, 245, 249, 372, 380 und 541

Bedienungsanleitung zur

238, 239, 245, 249, 372, 380 und 541

InhaltSeiteContentsPage
1.Allgemeines41.General4
1.1.Maschinentypen41.1.Machine types4
1.2.Motorentypen41.2.Motor types4
1.2.1.Motorschutzschalter51.2.1.Motor protective switch5
1.3.Zusatzausstattungen51.3.Additional equipment5
2.Wartung82.Maintenance8
2.1.Reinigen82.1.Cleaning8
2.2.Ölen82.2.Oiling8
3.Nadeln und Nähfäden123.Needles and threads12
3.1.Nadeln123.1.Needles12
3.2.Nähfäden133.2.Threads13
4.Unterfaden aufspulen144.Winding the bobbin14
5.Spule auswechseln155.Changing the bobbin15
6.Unterfaden einfädeln156.Threading the lower thread15
7.Oberfaden einfädeln167.Threading the upper thread16
8.Unterfaden heraufholen188.Drawing up the lower thread18
9.Fadenspannungen regulieren189.Regulating the thread tension18
10.Nähfußdruck einstellen1910.Regulating the sewing foot pressure19
11.Stichlänge einstellen2011.Adjusting the stitch length20
12.Nähen2212.Sewing22
12.1.Ärmel einnähen2312.1.Inserting the sleeves23
12.2.Bedienungshinweise zum Fadenabschneider (-15000)2412.2.Operating instructions for the thread cutter (-15000)24
12.3.Bedienungshinweise zur Verriegelungsautomatik (-113000)2412.3.Operating instructions for the automatic back-tacking equipment (-113000)24
13.Hinweise zu den DÜRKOPP 372, 376 und 380 mit abschaltbaren Nadelstangen2613.Instructions for DÜRKOPP 372, 376 and 380 with disconnectable needle bars26
13.1.Nadelstange abschalten2713.1.Disconnecting a needle bar27
13.2.Nadelstange einschalten2713.2.Connecting a needle bar27
14.Hinweise zur DÜRKOPP 541 mit Z 116-12-5412814.Instruction for DÜRKOPP 541 with Z 116-12-54128

Achtung!

Netzspannung und Betriebsspannung müssen übereinstimmen.

Arbeiten an der elektrischen Ausrüstung sind nur von den dazu befugten Personen auszuführen und bei herausgezogenem Netzstecker vorzunehmen.

Bei in Betrieb befindlicher Maschine dürfen die Schutzvorrichtungen nicht entfernt sein.

Die Maschine nur bei ausgeschaltetem Motorschutzschalter und abgebremstem Motor einfädeln.

Für die DÜRKOPP 238-313000 ist eine spezielle Zusatzanleitung vorhanden.

Note:

Nachstehende Motorentypen sind zur Zeit der Drucklegung dieser Anleitung erhältlich.

^+ FW = Fadenwischer NL = Nähfußlüftung

Die Motoren sind für Drehstrom 220/380V 3\~ 50/60 Hz ausgelegt.

Die Drehzahl beträgt je nach Motortyp 1400 bzw. 2800 U/min bei 50Hz, 1700 bzw. 3400 U/min bei 60Hz.

Motoren für andere Spannungen auf Anfrage.

Arbeiten an der elektrischen Ausrüstung dürfen nur von dazu be-fugen Personen bei herausgezogenem Netzstecker vorgenommen werden.

1.2.1 Motorschutzschalter

Der Motorschutzschalter ist je nach Motortyp wie folgt einzustellen.

1.2.1. Motor protective switch

1.3. Zusatzausstattungen

Handtaster zum Umschalten für Rückwärtstransport an beliebiger Stelle der Naht für Maschinen mit automatischer Nahtverriegelung (-1!3000) Teile-Nr. 238 10421k.

Knieschalter zum Ausschalten der Riegelfunktion am Nahtanfang und Nahtende für Maschinen mit automatischer Nahtverriegelung (-113000) Teile-Nr. Z 118 681.

Elektrische Schalteinheit zum Ausschalten des Fadenabschneiders und des Fadenwischers für

Maschinen mit Fadenabschneider (-15000) Teile-Nr. 2121 151.

Pneumatischer Ausschalter für Fadenabschneider, für Maschinen mit automatischer Nahtverriegelung (-113000). Teile-Nr. 380 10591.

Transportlängen-Schnellverstellung für alle Unterklassen Teile-Nr. 245 3541.

Kreuzwickel-Spulvorrichtung für exaktes Aufspulen von Lacetband und dicken Zierfäden. Teile-Nr. 245 1691.

Fadenvorzieher zum Vorziehen des Oberfadens während des Schneidens für Maschinen mit Fadenabschneider (-15000) und für Maschinen mit automatischer Nahtverriegelung (-113000) Teile-Nr. 380 8871.

Ausschaltbare Doppel-Zusatzspannung für Zweinadelmaschinen ohne Fadenabschneider. Auch für Einnadelmaschinen geeignet, wenn mit zwei Oberfäden genäht wird. Teile-Nr. 380 621. Für Maschinen mit Fadenabschneider (-15000) und für Maschinen mit automatischer Nahtverriege-lung (-113000) Teile-Nr. 380 645.

Fadenspannungsumschaltung durch Handhebel bei Einnadelmaschinen mit Doppelspannung. Teile-Nr. 245 2824.

Fadenregulator, insbesondere für Maschinen mit großen Stichlängen. Durch entsprechendes Verstellen kann bei kleinen Stichlängen die für einen guten Stichanzug erforderliche geringere Fadenmenge reguliert werden. Teile-Nr. 380 3854.

Fadenöler für die Klassen 372 und 380. Teile-Nr. 372 651.

S-Einrichtung für mechanisches Umschalten von Vorwärts- auf Rückwärtstransport mittels Pedal. Teile-Nr. 238 6851k.

Außerdem sind folgende Zusatzgeräte lieferbar:

Z 115: Nähfußlüftung, pneumatisch-

für Maschinen ohne Fadenabschneider Teile-Nr. Z115701; elektropneumatisch - für Maschinen mit Fadenabschneider Teile-Nr. Z115801.

Z 116: Stichstellerbetätigung durch Handventil, pneumatisch, für Maschinen mit und ohne Fadenabschneider Teile-Nr. Z 116241.

Elektropneumatische Nahtverriegelung, über Pedal gesteuert, für Maschinen mit und ohne Fadenabschneider. Teile-Nr. Z 1161001

Automatische Mehrweitensteuerung und Stichlockerung, elektropneumatisch, für DÜRKOPP 541-103 u. -15103. Teile-Nr. Z 1161901

Z 117. Elektropneumatische Nähfußlüftung kombiniert mit pneumatischer Stichstellerbetätigung für Maschinen mit Fadenabschneider (-15000) Teile-Nr. Z 117 941.

Z 120: Fadenwischer, Fadenblasvor- richtung

Fadenblasvorrichtung für Kl. 249 und 380 mit Fadenabschneider (-15000) und automatischer Nahtverriegelung (-113000) Teile-Nr. Z1202301.

Fadenwischer, pneumatisch, für Kl. 245, 249 und 380 mit Fadenabschneider (15000) Teile-Nr. Z1201601.

Fadenwischer, elektromagnetisch, für Kl. 245, 249 und 380 mit Fadenabschneider (-15000) und automatischer Nahtverriegelung (-113000) Teile-Nr. 21201501.

Z 126: Pneumatische Nadelausschaltung für K1. 372, 376 und 380. Ausschaltung für eine Nadel, rechts oder links, Teile-Nr. Z126181.

Ausschaltung für beide Nadeln, wechselweise links oder rechts Teile-Nr. Z126241.

Z 127: Walzenobertransport Anheben und Herablassen der Walze durch Handhebel. Für Maschinen ohne Fadenabschneider Teile-Nr. Z127881.

Pneumatisches Anheben und Herablassen der Walze gleichzeitig mit dem Nähfuß. Bei Rückwärtstransport durch Handhebel Teile-Nr. 2127931.

Elektropneumatisches Anheben und Herablassen der Walze gleichzeitig mit dem Nähfuß, auch bei Rückwärtstransport. Teile-Nr. 21271041.

Elektropneumatisches Anheben und Herablassen der Walze gleichzeitig mit dem Nähfuß, auch bei Rückwärtstransport. Mit Steuerung für: Ständig angehobene Walze, Absenken der Walze 1 - 99 Stiche nach Nähbeginn und einstellbarem Anklemmzeitpunkt bei Ausrüstung mit Stapler. Teile-Nr. Z1271101.

Z132: Nadelkühlung, pneumatisch, unterhalb der Stichplatte Teile-Nr. Z132191

2 2. Wartung

2.1. Reinigen

Eine saubergehaltene Maschine bewahrt vor Störungen. Deshalb die Gegend um Greifer und Fadenabschneider sowie unter der Stichplatte regelmaßig reinigen.

Zum Reinigen des Greifers das vollständige Spulengehäuse aus dem Greifer herausnehmen. Hierzu bei hochgestelltem Fadenhebel den Greiferdeckel entfernen und unter leichtem Hin- und Herdrehen des Handrades das Spulengehäuse aus dem Greifer nehmen.

2.2. ölen

Zum Ölen Spinesso 10 oder ein anderes dieser Qualität entsprechendes Öl verwenden.

Die in den folgenden Abbildungen mit einem Öltropfen gekennzeichneten Schmierstellen der Maschine sind täglich mit einigen Tropfen Öl zu versehen.

Die Ölstelle 1 (Abb.1) der Greiferbahn muß mehrmals täglich geölt werden.

Außerdem müssen alle anderen beweglichen Teile der Maschine (Gelenke, Lagerstellen usw.) regelmäßig geschmiert werden.

Die von außen zu erreichenden Ölstellen sind mit roter Farbe markiert. Das in der Ölfangschale 2 (Abb. 2) befindliche Filzstück 3 muß stets genügend mit Öl getränkt sein und mit den Zahnrädern des Greiferantriebs Kontakt haben.

Beim Anschrauben der Ölfangschale 2 ist zu beachten, daß das Filzstück 3 zwischen Greiferbock und Ölfangschale festgeklemmt wird.

3. Nadeln und Nähfäden

Die Wahl der Nadeln und Garne ist von entscheidender Bedeutung für ein einwandfreies Arbeiten der Maschine und für die Güte der Naht.

3.1. Nadeln

Die Nadeldicke richtet sich nach Nähgut- und Garndicke. Das Nadelöhr muß so groß sein, daß der Faden dicht, aber leicht hindurchgeht. Bei rauhen oder ungleich dicken Garnen ist hierauf besonders zu achten.

Folgende Nadelsysteme können verwendet werden:

Wenn beim Vernähen von Lacetband Fehlstiche auftreten sollten, dann können bei den mit einem ^+ gekennzeichneten Ziernahtmaschinen folgende Nadelsysteme verwendet werden:

Für Kl. 245 = 2134-85 cl für Kl. 380 = 2134-85 cl für rechte Nadel 2134-85 cr für linke Nadel.

Da diese Nadeln eine ausgeprägtere Hohl- kehle als die serienmäßigen Nadeln haben, muß der Greifer näher an die Nadel herange- stellt werden.

Note:

Beim Einsetzen einer neuen Nadel ist zu beachten, daß die der langen Nadelrille gegenüberliegende Hohlkehle stets zum Greifer zeigt und die Nadel so tief wie möglich in die Bohrung der Nadelstange hineingeschoben wird.

Wegen der vielseitigen Verwendungsmöglichkeiten der Maschinen können nachstehende Angaben nur als Richtlinien dienen.

Folgende Nähfäden sind u.a. zu verwenden:

Für DÜRKOPP 238, 249, 380-105, 380-305, 541

Synth. Nähzwirne Nm 80/3, 100/3, 120/2 Baumwollzwirne Ne 40/3, 50/3 Umspinnzwirne Nm 80/3, 80/2

Für DÜRKOPP 239 und 372

Synth. Nähzwirne Nm 50/3, 70/3, 80/3, 100/3 Baumwollzwirne Ne 40/3, 50/3 Umspinnzwirne Nm 50/2, 80/3

Für DÜRKOPP 245, 380-535 u. -585

Synth. Nähzwirne bis Nm 11/3 Seide bis Nm 20/3 Perlgarn, Lacetband u.ä.

Alle aufgeführten Fäden können als Ober- und Unterfaden verwendet werden.

3.2. Threads

4. Unterfaden aufspulen

Das Aufspulen des Unterfadens erfolgt während des Nähens.

Der Fadenweg ist aus Abbildung 7 ersichtlich. Das Fadenende ist mehrmals im Uhrzeigersinn um die Spulennabe zu wickeln.

Der Spuler schaltet automatisch ab, sobald die Spule gefüllt ist. Durch Zurückziehen der Spulerklappe 4 (Abb.7) kann der Spulvorgang vorzeitig unterbrochen werden.

Zur Beachtung!

Um einen störungsfreien Abzug des Unterfadens und somit ein einwandfreies Nahtbild zu erzielen, dies insbesondere bei dicken Zierfäden, Lacetband oder zwei Unterfäden auf einer Spule, ist es rat-sam, den Unterfaden mit der DÜRKOPP-Kreuzwickel-Spulvorrichtung aufzuspulen. Sie ist unter der Teile-Nr. 245 1691 erhältlich.

5. Spule auswechseln

Nadelstange in Höchststellung bringen und Stichplattenschieber öffnen. Beim Anheben des Spulengehäuse-Oberteils wird gleichzeitig die Gehäuseklappe 5 (Abb. 8) hochgeklappt. Die volle Spule so in das Gehäuse-Oberteil legen, daß sie beim Nachziehen des Fadens sich in die in Abb. 8 angegebene Richtung dreht. Gehäuseklappe 5 schließen.

6. Unterfaden einfädeln

Den Faden durch den Schlitz 6 unter die Spannungsfeder 7 ziehen.

Bei Maschinen, die zum Nähen von Ecken eingesetzt werden oder mit einem Fadenabschneider ausgestattet sind, den Faden auch durch die Bohrung 8 fädeln.

Bei den DÜRKOPP 245-531, 380-535 und -585 den Faden ebenfalls durch die Boh-rung 8 fädeln.

Bei Maschinen, deren Spulengehäuse-Oberteil mit der Rückholfeder 9 (Abb.9) ausgestattet ist, sind herkömmliche Nähfaden gemäß Abbildung 9 einzufädeln.

Lacetband ist gemäß Abb. 10 einzufädeln. Außerdem ist die Spannungsfeder 7 (Abb. 9) zu entfernen.

Wenn Lacetband nicht einwandfrei verarbeitet wird, kann der Greifer mit einem anderen Greiferdeckel (ohne Spitze) versehen werden. Bestell-Nr. 2451645.

7. Oberfaden einfädeln

Der Fadenweg ist aus den Abbildungen 11, 12 und 13 ersichtlich.

Von der Garnrolle nach oben zum Abzugsarm.

Dort je nach Nähgutdicke und Gleitfähigkeit des Garnes durch so viele Führungsösen fädeln, daß der Faden, ohne übermäßig gebremst zu worden, gleichmäßig und ohne zu springen von der Rolle abgezogen wird.

Dann Einnadelmaschinen gemäß Abbildung 12 (DÜRKOPP 541) und Zweinadelmaschinen gemäß Abbildung 13 einfädeln.

Die DÜRKOPP 245-531 ist mit einer Doppelspannung und Fadenführungsteilen ausgestattet, um zwei Oberfäden mit einer Nadel zu vernähen.

8. Unterfaden heraufholen

Nach dem Einfädeln das Oberfadenende festhalten und durch Drehen am Handrad in Drehrichtung einen sogenannten Luftstich machen. Dann das Fadenende anziehen. Dabei wird der vom Oberfaden umschlungene Unterfaden mit heraufgezogen. Den Nähfuß anheben und beide Fäden nach hinten streichen.

Wenn am Nahtanfang der Oberfaden nach unten durchgezogen werden soll, darf er nicht unter den Nähfuß geklemmt werden.

9. Fadenspannungen regulieren

Die Verschlingung der Nähfäden soll in der Mitte des Nähgutes liegen. Obenliegende Verschlingung: Oberfadenspannung zu stark oder Unterfadenspannung zu schwach. Untenliegende Verschlingung: Oberfadenspannung zu schwach oder Unterfadenspannung zu stark. Dicke und harte Ware erfordert stärkere Fadenspannungen als dünne und weiche Ware. Zu feste Fadenspannungen können bei dünnerer Ware ein unerwünschtes Kräuseln zur Folge haben.

Das Regulieren der Oberfadenspannung erfolgt durch Verdrehen der Spannungsmutter 10 (Abb. 14).

Die Unterfadenspannung wird durch Ver- drehen der Schraube 11 (Abb. 15) reguliert.

Die im Spulengehäuse befindliche sternförmige Bremsscheibe soll beim Abstoppen der Maschine ein Nachlaufen der Spule verhindern. Dabei darf die Spule jedoch nicht so stark gebremst werden, daß die Unterfadenspannung zu fest wird. Hierzu erforderlichenfalls die Bremsscheibe entsprechend richten. Bei Maschinen ohne Fadenabschneider kann die Bremsscheibe ggf. entfernt werden.

10. Nähfußdruck einstellen

Der Druck des Nähfußes muß der jeweiligen Näharbeit angepaßt sein. Dicke und harte Ware benötigt einen stärkeren Druck als dünne und weiche Ware.

Der Druck soll gerade so stark sein, daß das Nähgut, ohne auf der Unterseite beschädigt zu werden, gleichmäßig und sicher transportiert wird.

Durch Tieferschrauben der Hülse 12 (Abb. 16) wird der Druck verstärkt, durch Höherschrauben verringert.

Bei den DÜRKOPP 239, 241, 372 und 541 liegen während des Nähens Transportfuß und Hüpferfuß abwechselnd auf dem Nähgut auf. Ein Verändern des Auflagedruckes wirkt sich gleichmäßig auf beide Füße aus.

11. Stichlänge einstellen

(außer bei DÜRKOPP 241 und 541)

Das Einstellen der Stichlänge erfolgt durch den Stichstellerhandhebel 13 (Abb. 17). Dieser wird durch eine Zugfeder bis zu einem durch die Rändelmutter 14 einstellbaren Anschlag nach oben gezogen.

Wird der Stichstellerhandhebel von oben zur Mitte bewegt, werden die Vorwärtsstiche kleiner.

Bei Marke "O" erfolgt kein Transport mehr. Nach Überschreiten der Nullmarke näht die Maschine rückwärts. Das Umschalten von Vor- auf Rückwärtsstich kann sowohl während des Nähens als auch bei Stillstand der Maschine vorgenommen werden. Das Umschalten während des Nähens muß sehr schnell erfolgen, da anderenfalls der Faden von der Nadel abgestochen werden kann.

Bei mit einer S-Einrichtung ausgestatteten Maschinen kann das Umschalten außer mit der Hand auch durch ein Pedal erfolgen.

Bei Maschinen mit Verriegelungsautomatik (-113000) kann die Vorwärtsstichlänge durch Verstellen des Klobens 15 (Abb. 18) und die Rückwärtsstichlänge durch Verstellen des Klobens 16 verändert werden.

Bei DÜRKOPP 241 und 541 läßt sich der Untertransport nach Lösen der Mutter 17 (Abb. 19) durch Verschieben der Zugstange 18 in Pfeilrichtung A vergrößern und in Richtung B verkleinern.

Nach Verändern des Untertransportes muß auch der Obertransport neu eingestellt werden, so daß Gleichlauf zwischen beiden Transporten besteht.

Dazu Kontermutter 19 (Abb. 20) lösen und Rändelmutter 20 entsprechend verdrehen. Kontermutter 19 wieder fest anziehen. Dann Schraube 21 lösen und Zeiger 22 auf "0" stellen.

Mittels Kniehebel bzw. Pedal kann der Mehrvorschub des Obertransportes zum Untertransport reguliert werden. Der Zeiger 22 in Verbindung mit der Skala 23 gibt einen Anhalt über den jeweils eingestellten Mehrtransport.

Die maximale Obertransportlänge kann nach Lösen der Schraube 24 durch entsprechendes Einstellen des Klobens 25 begrenzt werden.

Die maximale Stichlänge der einzelnen Maschinentypen ist aus folgender Tabelle ersichtlich.

Maschinentyp machine typmax. Stichlänge max. stitch length
238vorwärts und rückwärts bis 4 mm forwards and backwards up to 4 mm
239vorwärts bis 7 mm forwards up to 7 mmrückwärts bis 6 mm backwards up to 6 mm
241, 541nur vorwärts bis 4 mm only forwards up to 4 mm
245vorwärts bis 10 mm forwards up to 10 mmrückwärts bis 3 mm backwards up to 3 mm
249, 372vorwärts und rückwärts bis 4,8 mm forwards and backwards up to 4,8 mm
376vorwärts und rückwärts bis 3,6 mm forwards and backwards up to 3,6 mm
380-105, -305vorwärts und rückwärts bis 4,8 mm forwards and backwards up to 4,8 mm
380-535vorwärts bis 7 mm forwards up to 7 mmrückwärts bis 5 mm backwards up to 5 mm
380-585vorwärts bis 10 mm forwards up to 10 mmrückwärts bis 3 mm backwards up to 3 mm

12. Nähen

Zum Auflegen und Herausnehmen der Nähteile muß der Fadenhebel im oberen Totpunkt stehen. Maschine nur laufen lassen, wenn Nähgut aufgelegt ist.

Richtige Drehrichtung beachten.

Fadenenden nach hinten unter Nähfuß legen oder während der ersten Stiche festhalten. Verdeckt das Nähgut den Unterfaden, genügt es, den Oberfaden festzuhalten.

Soll der Oberfaden auf die Nähgutunterseite gezogen werden, darf er nicht unter den Drückerfuß geklemmt werden.

Der Nähguttransport darf nur von der Maschine ausgeführt werden. Ziehen des Nähgutes kann zu Nadelbruch führen.

12. Sewing

Zum Nähen scharfer Ecken Nadel in Nähteil einstechen lassen, Nähfuß anheben und Nähteil um Nadel drehen.

Bei Zweinadelmaschinen müssen zum Wenden des Nähteils die Nadeln außerhalb des Stoffes sein.

12.1. Ärmel einnähen (DÜRKOPP 541)

Vor Nähbeginn Stoffanschlag 26 (Abb. 21) auf gewünschten Nahtabstand einstellen.

Am Nahtanfang ca.10 Stiche nähen, Nadel einstechen lassen und Nähfuß anheben. Dann Zwischenblech 27 bis zur Anlage zwischen beide Stofflagen schwenken.

Beim Weiternähten läßt sich durch Betätigen des Kniehebels bzw. Pedals der Obertransport zum Untertransport vergrößern.

Etwa 3 cm vor Fertigstellung der Naht Zwischenblech 27 zurückschwenken und Naht beenden.

12.1. Inserting the sleeves (DÜRKOPP 541)

12.2. Bedienungshinweise zum Fadenabschneider (-15000)

Nähantrieb und Fadenabschneider werden mit nur einem Pedal gesteuert. Beim Betätigen dieses Pedals ergeben sich folgende Funktionen:

  1. Pedal nicht betätigt = Ruhestellung.

  2. Pedal ein wenig nach vorn niedertreten = Maschine näht mit geringer Stichzahl.

  3. Pedal weiter nach vorn niedertreten = Maschine wird schneller bis zur max. Tourenzahl.

  4. Pedal in Ruhestellung zurückbewegen = Maschine stoppt in der 1. Nadelposition.

  5. Pedal über Ruhestellung hinaus bis zum Anschlag rückwärts niedertreten = Nadel in Hochstellung (2. Nadelposition), Nähfäden werden abgeschnitten.

Ein erneutes Abschneiden ist erst nach einer weiteren Umdrehung der Maschine möglich.

Das Rückwärtstreten des Pedals zum Abschneiden der Nähfäden kann sowohl bei laufender als auch bei stehender Maschine erfolgen.

12.3. Bedienungshinweise zur Verriegelungs- automatik (-113000)

Der Nähantrieb sowie die Automatik zum Anheben und Herablassen des Nähfußes, Verriegeln von Nahtanfang und Nahtende, Abschneiden der Nähfäden und Anheben des Nähfußes wird mit dem Kupp-lungspedal gesteuert.

Beim Betätigen des Kupplungspedals ergeben sich folgende Maschinenfunktionen:

  1. Pedal nicht betätigt = Ruhestellung. Hierbei steht die Nadel in Hochstellung, der Nähfuß ist abgesenkt.

  2. Pedal bis zum ersten Druckpunkt rückwärts niedertreten = Nähfuß wird angehoben.

Durch Zurückbewegen des Pedals in Ruhestellung kann der Fuß wieder herabgelassen werden. Dieser Vorgang kann beliebig oft wiederholt werden.

Der Anfangsriegel wird ausgeführt und anschließend so lange vorwärts genäht, wie das Pedal niedergetreten wird.

  1. Pedal in Ruhestellung zurückbewegen = Maschine stoppt in 1. Nadelposition. Der Nähfuß bleibt abgesenkt.

Soll er abgehoben werden, ohne daß die Nähfäden abgeschnitten werden, so ist das Pedal aus der Ruhestellung bis zum ersten Druckpunkt zurückzutreten.

  1. Pedal bis zum Anschlag rückwärts niederteten = Nahtende wird verriegelt, Nähfäden werden abgeschnitten.

Solange das Pedal in dieser Stellung gehalten wird, bleibt der Nähfuß angehoben. Kehrt es in die Ruhestellung zurück, wird der Fuß abgesenkt.

Das Rückwärtstreten des Pedals zum Verriegeln der Naht und Abschneiden der Nähfäden kann sowohl bei stehender als auch bei laufender Maschine erfolgen.

Zur Beachtung!

Soll zu Beginn einer neuen Naht das Oberfadenende auf die Nähgutunterseite gezogen werden, so ist darauf zu achten, daß das Oberfadenende nicht unter den Nähfuß geklemmt wird. Es soll lose aus dem Nadelöhr heraushängen.

Das kann durch entsprechendes Wegnehmen und Anlegen des Nähgutes oder durch den Anbau des DÜRKOPP-Fadenwischers Z 120 erreicht werden.

  1. Hinweise zu den DÜRKOPP 372, 376 und 380 mit abschaltbaren Nadelstangen

Das Abschalten einer Nadelstange erfolgt durch seitliches Verstellen des Hebels 28 (Abb. 22) nach links oder rechts.

Hebel 28 in linker Stellung:

linke Nadelstange abgeschaltet, rechte Nadelstange arbeitet.

Hebel 28 in rechter Stellung:

rechte Nadelstange abgeschaltet, linke Nadelstange arbeitet.

Hebel 28 in Mittelstellung:

beide Nadelstangen arbeiten.

Das Wiedereinschalten der ausgekuppelten Nadelstange erfolgt durch Drücken des Tasters 29. Hierdurch bewegt der Hebel 28 sich selbsttätig in die Mittelstellung zurück.

13.1. Nadelstange abschalten

Die abzuschaltende Nadelstange wird immer in ihrer höchsten Stellung arre- tiert, unabhängig davon, zu welchem Zeitpunkt das Abschalten erfolgt. Die Nadel macht somit nach dem Schalten noch einen Stich, wenn der Schaltvor- gang während der Abwärtsbewegung der Nadelstange erfolgt.

Soll kein Stich mehr erfolgen, dann muß der Schaltvorgang während der Aufwärtsbewegung der Nadelstange vorgenommen werden, u.zw. bevor diese ca. 3 mm vor ihrem höchsten Punkt steht.

Wurde versehentlich zu spät geschaltet, so ist das Handrad entgegen der Drehrichtung so weit zurückzudrehen, bis die Nadelstange ihren höchsten Punkt überschritten hat.

Bei anschließendem Vorwärtsdrehen des Handrades wird die Nadelstange in Höchststellung arretiert.

13.2. Nadelstange einschalten

Nach Betätigen des Tasters 29 (Abb. 22) folgt die abgeschaltete Nadelstange in dem Moment der arbeitenden Nadelstange, wenn diese ihren höchsten Punkt überschreitet.

Wenn vor Betätigen des Tasters 29 der höchste Punkt bereits überschritten wurde, jedoch beim nächsten Einstich der arbeitenden Nadel auch bei der bisher abgeschalteten Nadel ein Stich entstehen soll, dann kann durch entsprechend weites Zurückdrehen des Handrades die Nadelstange eingekuppelt werden.

  1. Hinweise zur DÜRKOPP 541

mit Z116-12-541

Das Zusatzgerät Z116-12-541, Bestell-Nr. Z1162061, ist eine elektropneumatische Mehrweitensteuerung mit programmierbarer Mehrweitenfolge und automatischer Stichlockerung.

Bedienung

Die Mehrweitensteuerung kann mit sieben Kodierschaltern programmiert werden. Jeder Schalter entspricht einem Programmschritt. Die sieben Schritte sind untereinander beliebig kombinierbar.

Beispiel:

SchrittfolgeCode-Nr.
1. = Glattnähen1
2. = Mehrweite 12
3. = Mehrweite 23
4. = Mehrweite 34
5. = Mehrweite 23
6. = Mehrweite 12
7. = Glattnähen1

Reichen weniger Programmschritte aus, dann sind die nicht benötigten Kodierschalter auf "0" zu stellen. Hierdurch werden diese Schritte übersprungen.

Der Wechsel von einem Schritt zum anderen erfolgt durch Knietaster b3. In Mittelstellung des dreistufigen Kipp- schalters b8 wird nach Beendigung des Näh- und Abschneidevorgangs die Schrittfolge automatisch umgeschaltet, so daß der näch- ste Ärmel in umgekehrter Reihenfolge ein- genäht wird.

Durch Betätigen des Tasters b7 kann die Schrittfolge manuell umgeschaltet werden. Die Richtung der jeweiligen Schritte wird durch Leuchtdioden im Taster b7 angezeigt.

Bei nach oben gekipptem Schalter b8 verläuft die Schrittfolge immer von links nach rechts, bei nach unten gekipptem Schalter b8 von rechts nach links.

  1. Instructions for DÜRKOPP 541

with Z116-12-541

Die Stichlockerung erfolgt automatisch, wenn Kippschalter b6 nach oben gekippt ist.

Wenn der Hüpferfuß 3 im Anfangsbereich des Polsters ansteigt, schaltet die Automatik ein, d. h. die Oberfadenspannung 6 wird geöffnet.

Hierzu wird bei jedem Stich die Nähgutdicke abgetastet.

Bei nach unten gekipptem Schalter b6 kann die Stichlockerung manuell mit Taster b5 eingeschaltet werden.

Der Schaltzustand wird mit einer Leuchtdiode im Taster b5 angezeigt. Sie leuchtet bei eingeschalteter Stichlockerung auf. Der Stoffanschlag 1 läßt sich durch Niedertreten des Pedals 2 anheben.

Obertransportlänge einstellen

Zum Einnähen von Mehrweite wird der Ober- transport zum Untertransport vergrößert. Dazu können drei unterschiedliche Ober- transportlängen (Mehrweiten) eingestellt werden.

Das Einstellen erfolgt nach Lösen der Befestigungsschrauben 13, 14 und 15 durch Höher- oder Tiefersetzen der Zylinder 16, 17 und 18.

Skalenstift 19 dient dabei als Anhalt. Zylinder 16 = Mehrweite 1 (Code-Nr. 2) Zylinder 17 = Mehrweite 2 (Code-Nr. 3) Zylinder 18 = Mehrweite 3 (Code-Nr. 4)

Der Gleichlauf von Ober- und Untertransport wird mit Schraube 20 eingestellt. Er ist unter Code-Nr. 1 abrufbar.

Stichlockerung einstellen

Das automatische Einschalten der Stich- lockerung wird durch die Annäherungs- schalter b1 und b2 gesteuert.

Schalter b1 - Nadelstange unten Schalter b2 - Stoffdickenabfrage

Grundeinstellung der Annäherungsschalter

  1. Hauptschalter ein und Schalter b6 nach oben in Stellung "Automatik".
  2. Annäherungsschalter bl nach Lösen der Schrauben 21 nach hinten wegschwenken.
  1. Durch Drehen am Handrad den Transportfuß 9 auf seinen höchsten Punkt stellen. In dieser Position befindet Bolzen 10 sich in seiner hinteren Endstellung.
  2. Annäherungsschalter b2 mit Rändelschraube 8 so einstellen, daß er vor Lüfterkloben 12, d. h. vor Metall steht. Zwischen Lüfterkloben 12 und Schalter b2 einen Abstand von ca. 0,5 mm einstellen.
  3. Annäherungsschalter b1 langsam an Bolzen 10 heranschwenken, bis Spannung 6 ausgelöst wird. Zur Sicherheit noch 1 mm dazugeben und Schrauben 21 fest anziehen. Zwischen Schalter b1 und Bolzen 10 einen Abstand von ca. 0,5 mm einstellen. Der so eingestellte Annäherungsschalter b1 bewirkt, daß die Stichlockerung nur während des Nähens und nicht beim Lüften der Nähfüße eingeschaltet wird.

Einschaltzeitpunkt der automatischen Stich- lockerung

Der Einschaltzeitpunkt der automatischen Stichlockerung ist abhängig von der jeweiligen Nähgutdicke.

Er kann durch Verdrehen der Rändelschraube 8, d. h. durch Höher- oder Tieferstellen des Annäherungsschalters b2 eingestellt werden.

Dazu verfährt man wie folgt:

  1. Hauptschalter einschalten und die Stofflagen unter Hüpferfuß 3 legen.
  2. Transportfuß 9 durch Drehen am Handrad in Höchststellung bringen.
  3. Schalter b6 nach oben kippen (Automatik)
  4. Mit Rändelschraube 8 Annäherungsschalter b2 so tief stellen, daß Oberfadenspannung 6 geöffnet wird. Dann Schalter b6 geringfügig höherstellen, so daß die Oberfadenspannung 6 schließt.
  5. Maschine von Hand an den Anfangsbereich des Polsters herandrehen. Der Hüpferfuß hebt an und schaltet die Stichlockerung ein. Den Einschaltzeitpunkt auch im Nähbetrieb überprüfen und erforderlichenfalls korrigieren.

  6. By turning the handwheel set the feeding foot 9 to its topmost point. Now the bolt 10 will be in its rear final position.

  7. Adjust the proximity switch b2 by the knurled screw 8 so that it stands before the lifting block 12, i. e. before the metal. Adjust the distance between the lifting block 12 and the switch b2 for about 0.5 mm.
  8. Move the proximity switch b1 slowly towards the bolt 10 until the tension 6 is released. For more safety, add still 1 mm and tighten the screws 21. Set the distance between the switch b1 and the bolt 10 for about 0.5 mm. This adjustment of the proximity switch b1 will ensure that the stitches are slackened only while sewing and not while lifting the sewing feet.

Nach Verändern der Hubhöhe der Nähfüße muß die Einstellung der Annäherungsschalter korrigiert werden.

Oberfadenspannung einstellen

Fadenspannung 7 so regulieren, daß im Polsterbereich der gewünschte lose Stichanzug erreicht wird.

Fadenspannung 6 so regulieren, daß zusammen mit Spannung 7 der normale Stichanzug erzielt wird, d. h. die Verknotung der Nähfäden in der Mitte des Nähgutes liegt.

Note:

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Produktinformationen

Marke : Dürkopp Adler

Modell : 541

Kategorie : Nähmaschine