MIELE G 7824 - Geschirrspüler

G 7824 - Geschirrspüler MIELE - Kostenlose Bedienungsanleitung

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BEDIENUNGSANLEITUNG G 7824 MIELE

Reinigungs- und Desinfektionsautomat G 7823 / G 7824

Lesen Sie unbedingt die Gebrauchs-

anweisung vor Aufstellung -

Installation - Inbetriebnahme.

Dadurch schützen Sie sich und

vermeiden Schäden an Ihrem Gerät.

de - DE, AT, CH, LU

M.-Nr. 07 776 610

Inhalt

Sicherheitshinweise und Warnungen 4

Am Gerät angebrachte Symbole 8

Zweckbestimmung....9

Gerätebeschreibung 11

Bedienelemente....14

Enthärtungsanlage (Option) 16

Wasserenthärtungsanlage einstellen. 16

Regenerationsanzeige. 16

Wasserenthärter aufbereiten 17

Salzgefäß füllen. 18

Salzgefäß aufsetzen 18

Regeneration durchführen 19

Automatische Wagenkennung (Option) 20

Wagenkodierung 21

Wagenkodierung einstellen 22

Anwendungstechnik 24

Proteinnachweis. 24

Spülgut einordnen 25

OP-Instrumentarium (OP) 26

Ophthalmologie 27

Anästhesie-Instrumentarium (AN) 28

Babyflaschen (BC)....29

OP-Schuhe (OS) 31

Transferwagen für die Ver- und Entsorgung 32

Chemische Verfahrenstechnik 34

Dosierung flüssiger Prozesschemikalien 39

Dosierautomaten vorbereiten 40

Behälter mit Prozesschemikalien füllen 40

Dosiersysteme entlüften 42

Bedienebene wechseln 4 4

Programm starten 44

Programmablauf 46

Ausschalten 47

Programmabbruch. 47

Programm unterbrechen 48

Datentransfer 49

Instandhaltungsmaßnahmen 50

Wartung 50

Prozessvalidierung 51

Routineprüfungen 51

Siebe im Spülraum reinigen....52

Grobsieb reinigen....52

Flächensieb und Micro-Feinfilter reinigen 53

Sprüharme reinigen 54

Bedienungsblende reinigen 5 5

Front des Gerätes reinigen 55

Spülraum reinigen 5 5

Türdichtung reinigen 5 5

Wagen, Module und Einsätze 56

Eingebauter Drucker (Option) 57

Papierrolle austauschen 57

Farbbandkassette austauschen 57

Kundendienst 58

Heizung umschalten 59

Umschaltung Dampf/Elektro - Elektro/Dampf....59

Elektroanschluss 60

Wasseranschluss....61

Technische Daten 62

Optionale Geräteausstattung 63

Sonderausstattung OXIVARIO und ORTHOVARIO....64

Gerätedefinition 64

Anwendungsgebiete. 65

Sicherheitshinweise und Warnungen 66

Behälter mit H₂O₂-Lösung anschließen 6 6

Entsorgung des Altgerätes 67

Dieses Gerät entspricht den vorgeschriebenen Sicherheitsbestimmungen. Ein unsachgemäßer Gebrauch kann jedoch zu Schäden an Personen und Sachen führen.

Lesen Sie die Gebrauchsanweisung aufmerksam durch, bevor Sie dieses Gerät benutzen. Dadurch schützen Sie sich und vermeiden Schäden an dem Gerät.

Bewahren Sie die Gebrauchsanweisung sorgfältig auf!

Bestimmungsgemäße Verwendung

Der Reinigungs- und Desinfektions-automat ist ausschließlich für die in der Gebrauchsanweisung genannten Anwendungsgebiete zugelassen. Jegliche andere Verwendung, Umbauten und Veränderungen sind unzulässig und möglicherweise gefährlich.

Die Reinigungs- und Desinfektionsverfahren sind nur für Instrumente bzw. Medizinprodukte konzipiert, die vom Hersteller als wiederaufbereitbar deklariert sind. Die Hinweise der Spülgut- und Instrumentenhersteller sind zu beachten.

Der Hersteller haftet nicht für Schäden, die durch bestimmungswidrige Verwendung oder falsche Bedienung verursacht werden.

Das Gerät ist ausschließlich für die Verwendung in Innenräumen vorgesehen.

Der Einbau und die Montage dieses Gerätes an nichtstationären Aufstellungsorten dürfen nur von Fachbetrieben / Fachleuten durchgeführt werden, wenn sie die Voraussetzungen für den sicherheitsgerechten Gebrauch dieses Gerätes sicherstellen.

Beachten Sie folgende Hinweise, um Verletzungsgefahren zu vermeiden!

Das Gerät darf nur durch den Miele Kundendienst in Betrieb genommen, gewartet und repariert werden. Zur bestmöglichen Erfüllung von Richtlinien bzw. der Medizinprodukte-Betreiberverordnung wird der Abschluss eines Miele Instandhaltungs-/Wartungsvertrages empfohlen. Durch unsachgemäße Reparaturen können erhebliche Gefahren für den Benutzer entstehen!

Das Gerät darf nicht in explosionsgefährdeten und frostgefährdeten Bereichen aufgestellt werden.

Die elektrische Sicherheit dieses Gerätes ist nur dann gewährleistet, wenn es an ein vorschriftsmäßig installiertes Schutzleitersystem angeschlossen wird. Es ist sehr wichtig, dass diese grundlegende Sicherheitsvoraussetzung geprüft und im Zweifelsfall die Hausinstallation durch einen Fachmann überprüft wird.

Der Hersteller kann nicht für Schäden verantwortlich gemacht werden, die durch einen fehlenden oder unterbrochenen Schutzleiter verursacht werden (z.B. elektrischer Schlag).

Ein beschädigtes oder undichtes Gerät kann Ihre Sicherheit gefährden. Gerät sofort außer Betrieb setzen und den Miele Kundendienst informieren.
Die Bedienungspersonen müssen eingewiesen und regelmäßig geschult werden. Nicht eingewiesenem und geschultem Personal ist der Umgang mit dem Reinigungs- und Desinfektionsautomaten zu untersagen.
Vorsicht beim Umgang mit Prozesschemikalien (Reinigungs- und Neutralisationsmittel, Reinigungsverstärker, Klarspüler, usw.)! Es handelt sich dabei zum Teil um ätzende und reizende Stoffe.

Die geltenden Sicherheitsvorschriften beachten! Schutzbrille und Handschuhe benutzen! Bei allen Prozesschemikalien sind die Sicherheitshinweise und Sicherheitsdatenblätter der Hersteller zu beachten!

Der Reinigungs- und Desinfektionsautomat ist nur für den Betrieb mit Wasser und empfohlenen Prozesschemikalien ausgelegt. Das Gerät darf nicht mit organischen Lösemitteln oder entflammbaren Flüssigkeiten betrieben werden. Es bestehen u. a. Explosionsgefahr und die Gefahr von Sachbeschädigung durch die Zerstörung von Gummi- und Kunststoffteilen und das dadurch verursachte Auslaufen von Flüssigkeiten.

Das Wasser im Spülraum ist kein Trinkwasser!

Bei stehender Einordnung von scharfen, spitzen Gegenständen auf die Verletzungsgefahr achten und so einsortieren, dass von diesen keine Verletzungen ausgehen können.
Beim Betrieb des Reinigungs- und Desinfektionsautomaten die mögliche hohe Temperatur berücksichtigen. Beim Öffnen der Tür unter Umgehung der Verriegelung besteht Verbrennungs-, Verbrühungs- bzw. Verät-zungsgefahr oder bei Desinfektionsmitteleinsatz die Gefahr der Inhalation toxischer Dämpfe!
Können bei der Aufbereitung in der Spülflotte flüchtige toxische/chemische Substanzen entstehen (z. B. Aldehyde im Desinfektionsmittel), sind die Abdichtung der Tür und gegebenenfalls die Funktion des Dampfkondensators regelmäßig zu kontrollieren. Das Öffnen der Tür des Reinigungs- und Desinfektionsautomaten während einer Programmunterbrechung ist in diesem Fall mit einem besonderen Risiko verbunden.
Beachten Sie im Notfall bei Kontakt mit toxischen Dämpfen oder Prozesschemikalien die Sicherheitsdatenblätter der Hersteller der Prozesschemikalien!
Wagen, Module, Einsätze und Beladung müssen vor der Entnahme erst abkühlen, danach evtl. Wasserreste aus schöpfenden Teilen in den Spülraum entleeren.
Nach der Trocknung mit dem Trocknungsaggregat zunächst nur die Tür öffnen, damit sich das Spülgut, der Wagen, die Module und Einsätze abkühlen können.

Die Dampfheizung ist bis zu einem Druck von 1000 kPa (10 bar) zugelassen. Das entspricht einer Siedetemperatur von 179 °C bei Wasser.
Der Reinigungs- und Desinfektionsautomat und dessen unmittelbarer Umgebungsbereich darf zur Reinigung nicht abgespritzt werden, z.B. mit einem Wasserschlauch oder Hochdruckreiniger.
Trennen Sie das Gerät vom elektrischen Netz, wenn es gewartet wird.

Beachten Sie folgende Hinweise, um die Qualitätssicherung bei der Aufbereitung medizinischer Produkte zu gewährleisten und um Patientengefährdung und Sachschäden zu vermeiden!

Sofern das Gerät für behördlich angeordnete Entseuchungen eingesetzt wurde, muss der Dampfkondensator und seine Verbindungen zur Spülkammer und zum Ablauf des Gerätes im Falle einer Reparatur oder Austausch desinfiziert werden.
▶ Eine Programmunterbrechung darf nur in Ausnahmefällen durch autorisierte Personen erfolgen.
▶ Den Reinigungs- und Desinfektions-standard der Desinfektionsverfahren in der Routine hat der Betreiber nachweisbar sicherzustellen. Die Verfahren sollten regelmäßig thermoelektrisch sowie durch Ergebniskontrollen dokumentierbar überprüft werden. Bei chemothermischen Verfahren sind zusätzliche Prüfungen mit Chemo- bzw. Bio-Indikatoren erforderlich.

Für die thermische Desinfektion sind Temperaturen und Einwirkzeiten anzuwenden, die gemäß Normen und Richtlinien sowie mikrobiologischen, hygienischen Kenntnissen die erforderliche Infektionsprophylaxe bereitstellen.
Programme zur Desinfektion unter Zugabe eines chemischen Desinfektionsmittels bei moderaten Temperaturen von beispielsweise 65 °C oder niedriger sind für die behördlich anerkannte Entseuchung gemäß §18 IfSG in Reinigungs- und Desinfektionsautomaten nicht anerkannt. Sie sollten nur angewendet werden, wenn es aufgrund der Temperaturempfindlichkeit des Spülgutes erforderlich ist. Die Desinfektionsparameter basieren auf den Gutachten der Desinfektionsmittelhersteller. Ihre Angaben zu Handhabung, Einsatzbedingungen und Wirksamkeit sind besonders zu beachten. Die Anwendung derartiger chemo-thermischer Verfahren ist der Verantwortung des Betreibers überlassen.
OP-Schuhe sollten nur in einem für diese Anwendung installierten Automaten gereinigt und desinfiziert werden.
Prozesschemikalien können unter gewissen Umständen zu Schäden am Gerät führen. Es wird empfohlen den Empfehlungen des Miele Kundendienstes zu folgen. Bei Schadensfällen und dem Verdacht auf Materialunverträglichkeiten wenden Sie sich an die Miele Anwendungstechnik.

Vorausgehende Behandlungen (z.B. mit Reinigungs- oder Desinfektionsmitteln), aber auch bestimmte Anschmutzungen sowie Prozesschemikalien, auch kombiniert durch chemische Wechselwirkung, können Schaum verursachen. Schaum kann das Reinigungs- und Desinfektionsergebnis beeinträchtigen.

Das Aufbereitungsverfahren muss so eingestellt werden, dass kein Schaum aus dem Spülraum austritt. Austretender Schaum gefährdet den sicheren Betrieb des Reinigungs- und Desinfektionsautomaten.

Das Aufbereitungsverfahren muss regelmäßig kontrolliert werden, um Schaumbildung zu erkennen.

Um Sachbeschädigungen an Reinigungs- und Desinfektionsautomaten und verwendetem Zubehör durch die Einwirkung von Prozesschemikalien, eingebrachter Verschmutzung sowie deren Wechselwirkung zu vermeiden, die Hinweise im Kapitel "Chemische Verfahrenstechnik" berücksichten.

Die anwendungstechnische Empfehlung von Prozesschemikalien (wie z. B. Reinigungsmittel) bedeutet nicht, dass der Gerätehersteller die Einflüsse der Prozesschemikalien auf das Material des Reinigungsgutes verantwortet. Beachten Sie, dass Formulierungsänderungen, Lagerbedingungen usw, welche vom Hersteller der Chemikalien nicht bekanntgegeben wurden, die Qualität des Reinigungsergebnisses beeinträchtigen können.

Achten Sie bei der Verwendung von Prozesschemikalien bitte unbedingt auf die Hinweise des Herstellers. Setzen Sie die jeweiligen Prozesschemikalien nur für den vom Hersteller vorgesehenen Anwendungsfall ein, um Materialschäden und ggf. heftigste chemische Reaktionen (z.B. Knallgasreaktion) zu vermeiden.

Bei kritischen Anwendungen, in denen besonders hohe Anforderungen an die Aufbereitungsqualität gestellt werden, sollten die Verfahrensbedingungen (Prozesschemikalien, Wasserqualität etc.) vorab mit der Miele Anwendungstechnik abgestimmt werden.

Wenn an das Reinigungs- und Nachspülergebnis besonders hohe Anforderungen gestellt werden, muss durch den Betreiber eine regelmäßige Qualitätskontrolle zur Absicherung des Aufbereitungsstandards erfolgen.

Die Wagen, Module und Einsätze zur Aufnahme des Spülgutes sind nur bestimmungsgemäß zu verwenden. Instrumente mit Hohlräumen müssen innen vollständig mit Spülflotte durchströmt werden.

Restflüssigkeit enthaltende Gefäße müssen vor dem Einordnen entleert werden.

Es dürfen keine nennenswerten Reste von Lösemitteln und Säuren, insbesondere Salzsäure und chloridhaltige Lösungen mit dem Einbringen des Reinigungsgutes in den Spülraum gelangen. Ebenfalls keine korrodierenden Eisenwerkstoffe! Lösemittel in Verbindung mit der Anschmutzung dürfen (besonders bei Gefahrenklasse A1) nur in Spuren vorhanden sein.
Achten Sie darauf, dass die Edelstahlaußenverkleidung nicht mit salzsäurehaltigen Lösungen/Dämpfen in Kontakt kommt, um Korrosionsschäden zu vermeiden.
Beachten Sie die Installationshinweise der Gebrauchsanweisung und die Installationsanweisung.

Benutzung von Zubehör

Es dürfen nur Miele Zusatzgeräte für den entsprechenden Verwendungszweck angeschlossen werden. Die Typbezeichnung der einzelnen Geräte nennt Ihnen die Miele Anwendungstechnik.
Es dürfen nur Miele Wagen, Module und Einsätze verwendet werden. Bei Veränderung des Miele Zubehörs oder bei Verwendung anderer Wagen, und Einsätze kann Miele nicht sicherstellen, dass ein ausreichendes Reinigungs- und Desinfektionsergebnis erreicht wird. Dadurch ausgelöste Schäden sind von der Garantie ausgenommen.

Es dürfen nur Prozesschemikalien eingesetzt werden, die von ihrem Hersteller für das jeweilige Anwendungsgebiet freigegeben sind. Der Hersteller der Prozesschemikalien trägt die Verantwortung für negative Einflüsse auf das Material des Spülgutes und des Reinigungs- und Desinfektionsautomaten.

Am Gerät angebrachte Symbole

MIELE G 7824 - Am Gerät angebrachte Symbole - 1

Achtung: Gebrauchsanweisung beachten!

MIELE G 7824 - Am Gerät angebrachte Symbole - 2

Achtung: Gefahr durch elektrischen Schlag!

Entsorgung des Altgerätes

▶ Bitte beachten, dass das Altgerät durch Blut oder andere Körperflüssigkeiten kontaminiert sein kann und deshalb vor der Entsorgung dekontaminiert werden muss.

Entsorgen Sie aus Gründen der Sicherheit und des Umweltschutzes alle Reste von Prozesschemikalien unter Beachtung der Sicherheitsvorschriften (Schutzbrille und Handschuhe benutzen!).

Entfernen bzw. zerstören Sie auch den Türverschluss, damit sich Kinder nicht einschließen können. Danach das Gerät einer ordnungsgemäßen Entsorgung zuführen.

Bei Geräten mit Tanksystem muss das Wasser im Tank vorher entfernt werden.

Der Hersteller haftet nicht für Schäden, die infolge von Nichtbeachtung der Sicherheitshinweise und Warnungen verursacht werden.

In dem Miele Reinigungs- und Desinfektionsgerät können wiederaufbereitbare Medizinprodukte gereinigt, gespült, desinfiziert (thermisch bzw. chemisch-thermisch) und getrocknet werden.

Dazu sind auch die Informationen der Hersteller der Medizinprodukte (EN ISO 17664) zu beachten.

Beispielhafte Anwendungsgebiete sind:

– chirurgische Instrumente,
- minimalinvasive Instrumente,
- Instrumentarium der Anästhesie und Intensivpflege,
– Babyflaschen und Sauger,
- Container aus Edelstahl und Aluminium (auch farbeloxiertes Aluminium),
- OP-Schuhe.

Der Begriff Spülgut wird in dieser Gebrauchsanweisung allgemein verwendet, wenn die aufzubereitenden Gegenstände nicht näher definiert sind.

Die Aufbereitung von Instrumenten erfolgt zwecks Standardisierung vorzugsweise durch maschinelle Reinigungsverfahren.

Soweit zum Personal- bzw. Patientenschutz die Desinfektion erforderlich ist, erfolgt diese vorzugsweise mit thermischer Desinfektion, z. B. mit dem DESIN vario TD-Verfahren.

Gemäß dem A 0 -Konzept der EN ISO 15883-1 erfolgt die thermische Desinfektion mit den Parametern 80 °C (+ 5 °C, - 0 °C) und 10 min Einwirkzeit (A 0 600) bzw. mit 90 °C (+ 5 °C, - 0 °C) und 5 min Einwirkzeit (A 0 3000), je nach erforderlicher Desinfektionswirkung. Der Wirkungsbereich des A 0 3000 umfasst auch die Inaktivierung von HBV.

Gegebenenfalls sind für die Desinfektion regional gesetzliche oder amtliche Weisungen zu beachten (z. B. für die BRD gemäß § 18 IfSG).

Die Reinigungsbedingungen sind optimal an die Anschmutzung und Art des aufzubereitenden Spülgutes anzupassen.

Die Verwendung entsprechender Prozesschemikalien ist auf die Reinigungsproblematik sowie ggf. auf die Analytik bzw. die analytische Methode abzustimmen.

Das Reinigungsergebnis ist maßgeblich für die Sicherheit der Desinfektion, Sterilisation sowie Rückstandfreiheit und somit für die sichere Wiederverwendung.

Die Reinigung ist für wiederaufzubereitende Medizinprodukte am besten mit dem DESIN vario TD-Verfahren oder wenn angezeigt mit dem ORTHOVA-RIO- bzw. OXIVARIO-Verfahren möglich.

Wichtig für die adäquate Reinigung der Instrumente und Geräte ist die Anwendung darauf abgestimmter Beladungssträger (Wagen, Module, Einsätze usw.). Das Kapitel "Anwendungstechnik" gibt dazu Beispiele.

Der Reinigungs- und Desinfektionsautomat ist für eine Nachspülung mit Brauch- oder aufbereitetem Wasser (z.B. Aqua destillata, Rein(st)wasser, vollentsalztes Wasser (VE), demineralisiertes Wasser in anwendungstechnisch angemessener Qualität) ausgestattet.

Gemäß EN ISO 15883 ist das Gerät für die Validierung der Prozesse qualifizierbar.

Unreine Seite
MIELE G 7824 - Beispielhafte Anwendungsgebiete sind: - 1

text_image Mioho ① ② ③ ④ ⑤ ⑥

① Griffleiste

② Elektronische Steuerung "Profitronic" (siehe auch Programmierhandbuch)

③ Bedienelemente

④ Hauptschalter (mit "Not-Aus-Funktion" für Service Tätigkeiten)

⑤ Klapptür (geschlossen)

⑥ Montageklappe

Unreine Seite

MIELE G 7824 - Unreine Seite - 1

① Aufnahmestutzen für Salzgefäß (Wasserenthärter)
② Siebkombination
③ Klapptür (geöffnet)
④ Vorratsbehälter für Dosiersysteme DOS 1 / DOS 3 (optional DOS 2 / DOS 4)

Reine Seite (nur G 7824)
MIELE G 7824 - Unreine Seite - 2

① Griffleiste
② Türöffner
③ Klapptür (geschlossen)

④ Printer (optional)
G 7823: auf der unreinen Seite
⑤ Montageklappe

Bedienelemente

Miele

PROFESSIONAL

MIELE G 7824 - PROFESSIONAL - 1

text_image 1-0 ① ② ③ ④ ⑤ ⑥ ⑦ ◀ > - + ⑧ ⑨ ⑩ ⑪ 22 24 2 20 4 18 6 16 8 14 10 12 10 22 24 2 2 4 6 ◀ ◀ OPC

① Display

mit Bildschirmschoner; d.h. die Hintergrundbeleuchtung schaltet sich nach ca. 15 min automatisch aus; beliebige Taste drücken, um die Displaybeleuchtung wieder einzuschalten

Während des Betriebs auftretende Fehlermeldungen werden im Display angezeigt. Eine Tabelle mit allen Fehlermeldungen finden Sie im Programmierhandbuch.

② Ein/Aus-Taste (I-0)

bewegt den Cursor nach links:

  • zum vorherigen Menüpunkt
    – zum vorherigen Parameter
  • zur vorherigen Eingabestelle

④ Cursor-Taste rechts ▶

bewegt den Cursor nach rechts:

– zum nächsten Menüpunkt
– zum nächsten Parameter
– zur nächsten Eingabestelle

⑤ Minus-Taste

  • Programmwahl für die Programmplätze ab 24
    – seitenweise zurückblättern in Menüs
    – Ziffern und Buchstaben eingeben
    – Voreinstellungen ändern, z.B. Serviceparameter

⑥ Plus-Taste +

  • Programmwahl für die Programmplätze ab 24
    – seitenweise vorblättern in Menüs
    – Ziffern und Buchstaben eingeben
    – Voreinstellungen ändern, z. B. Serviceparameter

⑦ Türschalter

⑧ Start-Taste

  • Programm starten
    – Eingabemodus aktivieren
    – Werte und Einstellungen bestätigen
  • Menüpunkte bestätigen, um in das entsprechende Untermenü zu gelangen

⑨ Stop-Taste

  • Programm abbrechen
    – Eingabemaske verlassen ohne zu speichern
  • Menü verlassen

⑩ Service-Schnittstelle OPC

⑪ Programmwähler

Wahl der Programmplätze 1-23

Um gute Reinigungsergebnisse zu erzielen, benötigt der Reinigungs- und Desinfektionsautomat weiches (kalkarmes) Wasser. Bei hartem Leitungswasser legen sich weiße Beläge auf Spülgut und Spülraumwänden ab. Leitungswasser ab einer Wasserhärte von 4 °dH (0,7 mmol/l) muss deshalb enthältet werden. Das geschieht in der eingebauten Enthärtungsanlage automatisch.

  • Die Enthärtungsanlage benötigt Regeneriersalz.
  • Der Reinigungs- und Desinfektions-automat muss genau auf die Härte Ihres Leitungswassers programmiert werden.
    – Das zuständige Wasserwerk gibt Auskunft über den genauen Härtegrad des Leitungswassers.

Werkseitig ist die Wasserenthärtungsanlage auf eine Wasserhärte von 19 °dH (3,4 mmol/l) eingestellt.

Bei abweichender Wasserhärte (auch unter 4 °dH) muss die werkseitige Einstellung über die Elektronische Steuerung verändert werden.

Bei schwankender Wasserhärte (z. B. 8 - 17 °dH) die Enthärtungsanlage immer auf den höchsten Wert einstellen (in diesem Beispiel 17 °dH)!

Die eingebaute Wasserenthärtungsanlage kann von 1 - 60° d Heinge stellt werden.

In einem eventuellen späteren Kunden- dienstfall erleichtern Sie dem Techniker die Arbeit, wenn die Leitungswasser- härte bekannt ist.

Tragen Sie hier bitte die Leitungswasserhärte ein:

°dH

Wasserenthärtungsanlage einstellen

Bei der ersten Inbetriebnahme muss der Miele Kundendienst die örtliche Wasserhärte in der Profitronic einstellen, (siehe Programmierhandbuch, Kapitel Betriebsinformation/Regenerieren).

Regenerationsanzeige

Wenn nach entsprechenden Spülvorgängen die Meldung REGENERIEREN im Display erscheint, ist der eingebaute Wasserenthärter erschöpft und kann kein enthärtetes Wasser mehr liefern. Er muss dann sofort nach Programmende mit Regeneriersalz aufbereitet werden.

Sollte dieses aus betrieblichen Gründen nicht möglich sein und sind bereits weitere Spülabläufe durchgeführt worden, so muss zweimal hintereinander regeneriert werden.

Wasserenthärter aufbereiten

Verwenden Sie nur reine Siedesalze, vorzugsweise spezielle, möglichst grobkörnige Regeneriersalze mit einer Körnung von ca. 1 - 4 mm, wie z. B. das Regeneriersalz "BROXAL compact" oder "Calgonit Professional". Keinesfalls andere Salze, z. B. Speisesalz, Viehsalz oder Tausalz, verwenden. Diese können wasserunlösliche Bestandteile enthalten, welche eine Funktionsstörung des Wasserenthärters verursachen!

Das Salzgefäß fasst ca. 2 kg Salz.

Wenn nur Siedesalze in feinerer Körnung zur Verfügung stehen, bitte mit dem Miele Kundendienst Rücksprache halten.

Siedesalze mit einer Körnung größer als 4 mm können nicht eingesetzt werden.

⚠️ Füllen Sie auf keinen Fall Reinigungsmittel o.ä. in das Salzgefäß! Dadurch kann es

- zur Zerstörung des Enthärters und - zur Verstopfung des Siebvers- schlusses kommen.

Folge: Druckaufbau im Salzgefäß. Beim Abnehmen des Salzgefäßes besteht dann ein Verätzungsrisiko durch ätzende alkalische Lösung sowie Verletzungsgefahr! Überzeugen Sie sich bitte vor jedem Füllen des Salzgefäßes, dass Sie eine Salzpackung in der Hand halten.

Enthärtungsanlage (Option)

Salzgefäß füllen

MIELE G 7824 - Salzgefäß füllen - 1

■ Siebverschluss herausschrauben.
■ Salzgefäß mit Regeneriersalz füllen und mit dem Siebverschluss schließen.

Salzgefäß aufsetzen

MIELE G 7824 - Salzgefäß aufsetzen - 1

■ Wagen aus dem Spülraum nehmen.
■ Kunststoffdeckel oben rechts im Spülraum abschrauben.

⚠️ Im Kunststoffdeckel befindet sich eine kleine Menge Restwasser, die abhängig vom vorherigen Programmablauf sehr heiß sein kann.

MIELE G 7824 - Salzgefäß aufsetzen - 2

■ Salzgefäß aufsetzen und festschrauben.

Regeneration durchführen

■ Tür schließen.
■ Wasserhähne öffnen.
■ Programmwahl REGENERIEREN.

Das Regenerieren läuft automatisch ab.

Danach:

■ Gerät ausschalten.
■ Salzgefäß vorsichtig abschrauben, damit sich eventuell vorhandener Wasserdruck erst abbauen kann. Keine Gewaltanwendung! Lässt sich das Gefäß nicht von Hand lösen, benachrichtigen Sie den Miele Kundendienst.

■ Enthärterdeckel wieder aufschrauben.

■Wagen einschieben.

■ Wasserhähne schließen.

■ Salzgefäß außerhalb des Spülraumes entleeren.

■ Salzgefäß und Siebverschluss mit klarem Wasser abwaschen.

Der Wasserdruck (Fließdruck an der Zapfstelle) muss mindestens 100 kPa (1 bar) betragen.

Ist der Fließdruck unter 100 kPa (1 bar) oder stark schwankend, kann der Wasserenthärter nicht ordnungsgemäß aufbereitet werden. Es können sich dann nach erfolgter Regeneration noch Salzreste im Salzgefäß befinden.

Zur restlosen Ausnutzung des Salzes und zum Ausspülen des Enthärters muss dann das Programm REGENERIEREN erneut eingeschaltet werden.

Automatische Wagenkennung (Option)

In der Bedienebene C ordnet die Automatische Wagenkennung (AWK) einem gültig kodierten Wagen einen festen Programmplatz von 1 bis 15 zu.

Die Wagenkodierung am Wagen und der Programmplatz mit dem entsprechenden Programm in der Elektronischen Steuerung müssen aufeinander abgestimmt werden.

Dazu:

■ Jeden Wagen vor der ersten Inbetriebnahme kodieren, siehe "Wagenkodierung", und
■ das zur Kodierung des Wagens passende Spülprogramm dem entsprechenden Programmplatz zuordnen.

Programmplatzänderung siehe Programmierhandbuch unter "Systemfunktion/Wahlschalter-Organisation".

⚠️ Bevor das Programm gestartet wird, muss unbedingt überprüft werden, ob das für diesen Wagen erforderliche Programm im Display angezeigt wird!

Unzureichende Reinigungs- bzw. Desinfektionsergebnisse können sonst die Folge sein!

Achten Sie deshalb immer darauf, dass die Programme für Wagen mit AWK (auf den festgelegten Programmplätzen) nicht willkürlich vertauscht werden.

Wagenkodierung

Die automatische Wagenkennung ordnet einem Wagen einen Programmplatz zu. Dazu müssen die Wagen mit einer Magnetleiste (über eine Bitkombination) kodiert sein.

In der Bedienebene C steht für einen kodierten Wagen nur das Programm zur Verfügung, das dem entsprechenden Programmplatz zugeordnet ist.

Nachdem ein kodierter Wagen eingeschoben wurde und die Tür des Gerätes geschlossen ist, wählt die automatische Wagenkennung das zugeordnete Programm aus.

⚠ An der Magnetleiste, besonders an ihrer Unterseite, dürfen keine metallischen Kleinteile oder Instrumententeile haften, die durch den starken Magnetismus angezogen wurden.

Durch anhaftende metallische Gegenstände kann die Kodierung falsch abgelesen werden.

Das Programm wird mit ◇ gestartet.

Die Kodierung erfolgt über fünf Bits:

MIELE G 7824 - Wagenkodierung - 1

  • Bit 1 bis 4 bestimmen den Wagencode,
  • Bit 5 dient der Kontrolle (Parity-Bit).

Bit 6 steuert bei Wagen mit seitlicher Wagenankupplung (WAK) die Wassereinlaufmenge und die Umwälzpumpe. Seine Einstellung kann nicht verändert werden.

Wagen ohne seitliche Ankupplung werden mit Schienen kodiert, die kein Bit 6 enthalten!

Automatische Wagenkennung (Option)

Halterung mit Wagenkodierung

15 verschiedene Codes sind einstellbar. Sie sind den Programmplätzen 1 bis 15 zugeordnet.

Unter dem Menüpunkt Systemfunktion/Wahlschalter-Organisation müssen Sie die passenden Programme auf die ersten 15 Programmplätze legen.

Programm-platzBit 1Bit 2Bit 3Bit 4Bit 5 Parity-Bit
-00000
110001
201001
311000
400101
510100
601100
711101
800011
910010
1001010
1111011
1200110
1310111
1401111
1511110

Die Summe der Kodierung muss eine gerade Zahl ergeben.

(Die Einstellung des Bit 6 (WAK) bleibt dabei unberücksichtigt!)

Ergibt die Summe der Kodierung eine ungerade Zahl, erscheint die Meldung WAGENKENNUNG PRÜFEN.

Ist der Wagencode gleich 0, erscheint die Meldung WAGENKENNUNG FEHLT. In beiden Fällen kann kein Programm gestartet werden. Die Wagenkennung muss neu eingestellt werden.

Wagenkodierung einstellen

Um die Kodierung eines Wagens mit automatischer Wagenkennung (AWK) einzustellen oder zu ändern, gehen Sie folgendermaßen vor:

MIELE G 7824 - Wagenkodierung einstellen - 1

■ Schiene mit AWK abschrauben (Innen-Sechskant-Schlüssel) und aus der Halterung nehmen.

MIELE G 7824 - Wagenkodierung einstellen - 2

■ Magnetleiste aus der Schiene nehmen.

Automatische Wagenkennung (Option)

MIELE G 7824 - Automatische Wagenkennung (Option) - 1

■ Kodierung des Programmplatzes einstellen.

MIELE G 7824 - Automatische Wagenkennung (Option) - 2

■ Magnetleiste in die Schiene einsetzen.

Die Magnetleiste muss so in die Schiene eingelegt sein, dass die laut Tabelle eingestellten Bit-Kodierungen durch die runden Fenster in der Schiene erkennbar sind.

MIELE G 7824 - Automatische Wagenkennung (Option) - 3

■ Schiene in die Halterung am Wagen legen und festschrauben.

Bit 6 (WAK) ist kein Bestandteil der veränderbaren Magnetleiste.

Achten Sie darauf, Wagen mit seitlicher Ankupplung mit einer Schiene zu kodieren, deren Bit 6 auf I eingestellt ist.

Wagen ohne seitliche Ankupplung müssen mit einer Schiene ohne sechstes Bit kodiert sein.

Magnetleisten der Reinigungs- und Desinfektionsautomaten G 7823 / G 7824 / G 7825 / G 7826 müssen graue Magnete enthalten,

Magnetleisten der Reinigungs- und Desinfektionsautomaten G 7827 / G 7828 müssen schwarze Magnete enthalten.

Der Reinigungs- und Desinfektionsautomat ist mit verschiedenen Wagen ausrüstbar, die nach Art und Form des zu reinigenden und desinfizierenden Spülgutes mit den unterschiedlichsten Modulen und Einsätzen ausgestattet werden können.

Wagen, Module und Einsätze müssen entsprechend der Aufgabenstellung ausgewählt werden.

Ausstattungsbeispiele und Hinweise zu den einzelnen Anwendungsgebieten finden Sie auf den nächsten Seiten.

Prüfen Sie vor jedem Programmstart folgende Punkte (Sichtkontrolle):

  • Ist das Spülgut spültechnisch richtig eingeordnet/angeschlossen?
  • Sind die Sprüharme sauber und können sie frei rotieren?
  • Ist die Siebkombination frei von groben Verschmutzungen (vorhandene große Teile entfernen, evtl. Siebkombination reinigen)?
  • Ist der Adapter zur Wasserversorgung der Sprüharme bzw. der Düsen richtig angekoppelt?
  • Sind die Behälter mit den Prozesschemikalien ausreichend gefüllt?

Prüfen Sie nach jedem Programmende folgende Punkte:

  • Kontrollieren Sie das Reinigungsergebnis des Spülgutes mittels Sichtkontrolle.
  • Befinden sich sämtliche Hohlkörperinstrumente noch auf den entsprechenden Düsen?

⚠️ Instrumente, die sich während der Aufbereitung von den Adaptern gelöst haben, müssen noch einmal aufbereitet werden.

  • Sind die Lumen der Hohlkörperinstrumente durchgängig?
  • Sind die Düse und Anschlüsse fest mit dem Wagen/Einsatz verbunden?

Proteinnachweis

Das Reinigungsergebnis sollte stichprobenartig durch eine proteinanalytische Kontrolle überprüft werden, z. B. mit dem Miele Test Kit.

Spülgut einordnen

  • Das Spülgut grundsätzlich so einordnen, dass alle Flächen vom Wasser umspült werden können. Nur dann kann es sauber werden!
  • Das Spülgut darf nicht ineinander liegen und sich gegenseitig abdecken.
  • Instrumente mit Hohlräumen müssen innen vollständig mit Spülflotte gespült bzw. durchströmt werden.
  • Bei Instrumenten mit engen, langen Hohlräumen muss vor dem Einsetzen in die Spülvorrichtung bzw. beim Anschluss der Spülvorrichtung die Durchspülbarkeit sichergestellt sein.
  • Hohlgefäße mit den Öffnungen nach unten in die entsprechenden Wagen, Module und Einsätze stellen, damit das Wasser ungehindert ein- und austreten kann. Um Glasbruch zu vermeiden, evtl. Abdeckungen verwenden.
  • Leichtes Spülgut mit einem Abdecknetz (z. B. A 6) sichern bzw. Kleinteile in eine Kleinteilesiebschale legen, damit sie den Sprüharm nicht blockieren oder durch die Magnetleiste der automatischen Wagenkennung angezogen werden.
  • Spülgut mit tiefem Boden möglichst schräg einstellen, damit das Wasser ablaufen kann.
  • Hohe schlanke Hohlgefäße möglichst im mittleren Bereich der Wagen einordnen. Dort werden sie von den Sprühstrahlen besser erreicht.

  • Wagen mit Adapter müssen richtig ankuppeln.

  • Module müssen in den Modulwagen richtig ankuppeln.
  • Die Sprüharme dürfen nicht durch zu hohe oder nach unten durchstehende Teile blockiert werden. Evtl. Drehkontrolle von Hand durchführen.
  • Um Korrosion zu vermeiden, empfiehlt es sich, nur spültechnisch einwandfreie Instrumente aus Edelstahl zu verwenden.
  • Thermolabiles Instrumentarium nur mit einem chemothermischen Verfahren reinigen und desinfizieren.

⚠ Einweginstrumente dürfen auf keinen Fall aufbereitet werden.

Vorabräumen

Spülgut vor dem Einordnen entleeren (ggf. seuchengesetzliche Bestimmungen beachten).

⚠️ Reste von Säuren und Lösemittel, insbesondere Salzsäure und chloridhaltige Lösungen, dürfen nicht in den Spülraum gelangen.

Instrumentenentsorgung

Die Instrumentenentsorgung zur Aufbereitung erfolgt vorzugsweise trocken.

OP-Instrumentarium (OP)

Die Entsorgungszeit von OP-Instrumentarium bis zur Aufbereitung sollte möglichst kurz gehalten werden.

Für OP-Instrumentarium mit einer längeren Entsorgungszeit eignen sich die Reinigungs- und Desinfektionsverfahren OXIVARIO bzw. ORTHOVARIO, siehe Kapitel "Sonderausstattung".

Die Desinfektion chirurgischer Instrumente, auch die der minimalinvasiven Chirurgie, erfolgt vorzugsweise thermisch.

Für die Nachspülung sollte möglichst vollentsalztes Wasser verwendet werden, um ein fleckenfreies Ergebnis zu erzielen und Korrosion zu vermeiden. Bei der Verwendung von Brauchwasser mit mehr als 100 mg Chlorid/l besteht Korrosionsgefahr.

OP-Container können thermisch mit dem Programm CONTAINER oder auch chemothermisch aufbereitet werden. Bei eloxierten Aluminiumcontainern muss auf jeden Fall vollentsalztes Wasser für die Nachspülung eingesetzt werden. Sie dürfen nicht mit dem Programm gem. § 18 IfSG bei 93 °C mit 10 min Einwirkzeit in Verbindung mit einem alkalischen Reinigungsmittel aufbereitet werden.

Den Wagen für OP-Instrumentarium und OP-Container liegen separate Gebrauchsanweisungen bei.

Bei der Aufbereitung englumige Instrumente z. B. der minimalinvasiven Chirurgie ist die intensive gründliche Innenreinigung äußerst wichtig. Nur die Programme Vario-TD und OXIVARIO sind adäquat auf die gründliche Reinigung ausgerichtet. Die spezifischen Beladungsvorschriften sind unbedingt zu beachten, darüber hinaus ggf. auch die Verfahrensabstimmung und Verwendung der materialverträglichen Reinigungsmittel für diese empfindlichen Instrumente.

Für die Nachspülung sollte vollentsalztes Wasser mit einem Leitwert von 15 S/cm (Microsiemens pro Zentimeter) eingesetzt werden.

Besonders englumige Instrumente müssen gegebenenfalls manuell vorgereinigt werden. Hinweise der Instrumentenhersteller beachten!

Ophthalmologie

Augen-OP-Instrumente können in einem speziellen Injektorwagen maschinell gereinigt und desinfiziert werden.

Die obere Ebene ist mit unterschiedlichen Anschlüssen für Hohlkörperinstrumente, z. B. Spül- und Saughandgriffe und Kanülen, ausgestattet.

In das Auflagegitter eingesteckte Sili- konaufnahmen und -anschläge fixieren und sichern dabei die Instrumente an den Schlauchanschlüssen des Injektor- wagens.

Die untere Ebene des Injektorwagens wird mit Einsätzen E 441/1 oder Siebschalen E 142 zur Aufbereitung von Instrumenten ohne Hohlkörper bestückt.

⚠ In Reinigungs- und Desinfektionsautomaten, in denen englumige ophthalmologische Instrumente aufbereitet werden, dürfen keine Abdecknetze aus Kunststofffasern verwendet werden.

Dem Wagen für Augen-OP-Instrumentarium liegt eine separate Gebrauchsanweisung bei.

Anästhesie-Instrumentarium (AN)

Die Desinfektion erfolgt in der Regel thermisch mit dem Programm DES-VAR-TD-AN.

Sie kann bei Bedarf aber auch chemo-thermisch erfolgen. Dazu sind die Wassermengen in den chemischen Desinfektionsprogrammen zu erhöhen. Die Desinfektionsleistung chemo-thermischer Verfahren ist bedingt durch das verwendete Desinfektionsmittel.

Soweit keine anschließende Sterilisation erfolgt, ist zur Vermeidung von Wasserkeimwachstum für die Lagerung eine vollständige Trocknung erforderlich.

Dazu muss unbedingt eine ausreichende Trocknungszeit gewählt werden.

Den Wagen für Anästhesie-Instrumentarium liegen separate Gebrauchsanweisungen bei.

Babyflaschen (BC)

Babyflaschen können z. B. in Containern E 135, Weithalssauger im E 364 und Schraubkappensauger im E 458 gereinigt und desinfiziert werden.

  • Nur Babyflaschen mit spülmaschinenfester Füllmarkierung verwenden.
  • Flaschen, die bis zur Aufbereitung länger als 4 Std. gelagert werden, mit Wasser füllen, um ein Antrocknen der Nahrungsreste zu vermeiden.

Soweit keine anschließende Sterilisation erfolgt, ist zur Vermeidung von Wasserkeimwachstum für die Lagerung eine vollständige Trocknung erforderlich.

Dazu muss unbedingt eine ausreichende Trocknungszeit gewählt werden.

Den Einsätzen für Babyflaschen und für Babyflaschensauger liegen separate Gebrauchsanweisungen bei.

Einordnung in E 555
MIELE G 7824 - Babyflaschen (BC) - 1

untere Ebene mit3E135
MIELE G 7824 - Babyflaschen (BC) - 2

■ Den Auflagerahmen mittig in die obere Ebene des Wagens E 555 legen.
■ Je einen Container E 135 von jeder Seite auf den Haken des Auflagerahmens stellen.

Die Schrägstellung der Container sorgt dafür, das der Flascheninnenraum vollständig von den Sprühstrahlen erreicht wird.

Die beiden gesperrten Ecken des Einsatzes müssen an den mit X gekennzeichneten Stellen positioniert sein. In diesem Bereich wird das Flascheninnere nicht ausreichend von den Sprühstrahlen erreicht und die Flaschen werden nicht vollständig gereinigt.

OP-Schuhe (OS)

OP-Schuhe aus Polyurethan und/oder Einlegesohlen werden chemo-ther-misch bei 60 °C gereinigt und desinfiziert. Ein thermisches Desinfektionsverfahren (Programm SCHUH-TD-75/2) kann angewendet werden, wenn der Hersteller eine entsprechende Thermostabilität bestätigt.

Hinsichtlich der Desinfektionsleistung chemo-thermischer Verfahren sind die Hersteller chemischer Desinfektionsmittel anzusprechen.

OP-Schuhe sollten nur in einem für diese Anwendung installierten Reinigungs- und Desinfektionsautomaten gereinigt und desinfiziert werden.

Dazu kann der Wagen E 550 mit einem entsprechenden Einsatz, z. B. E 730 verwendet werden.

Bei der Reinigung von OP-Schuhen fallen größere Mengen Flusen an. Kontrollieren Sie deshalb häufig die Siebe im Spülraum und reinigen Sie diese wenn nötig (siehe Kapitel "Instandhaltungsmaßnahmen, Siebe im Spülraum reinigen").

Transferwagen für die Ver- und Entsorgung

⚠️ Bei Desinfektionsmaßnahmen gemäß § 18 IfSG sind kontaminierte Flächen des Transferwagen nach Abschluss der Beladung des Reinigungs- und Desinfektionsautomaten einer Scheuerdesinfektion mit einem Verfahren der Liste des Robert Koch-Instituts gemäß § 18 IfSG zu unterziehen. Im anderen Fall können auch Desinfektionsmittel aus der Liste der DGHM (Deutsche Gesellschaft für Hygiene und Mikrobiologie) verwendet werden.

Die Höhe des Transferwagens ist an den Füßen einstellbar.

Sie muss so eingestellt werden, dass die geöffnete Tür des Reinigungs- und Desinfektionsautomaten unter den seitlichen Sperren am Transferwagen gehalten wird.

Für die Versorgung von Reinigungs- und Desinfektionsautomaten ohne Bodenwanne muss unter Umständen die Position des Fußpedals am Transferwagen geändert werden.

MIELE G 7824 - Transferwagen für die Ver- und Entsorgung - 1

■ Fußpedal abschrauben ①.

■ Kontermuttern ② an der Stellschraube ③ lösen.

■ Stellschraube ③ weiter durch das Fußpedal schrauben, so dass der Anschlagpunkt früher erreicht wird.

■ Stellschraube wieder kontern.

■ Fußpedal anschrauben.

MIELE G 7824 - Transferwagen für die Ver- und Entsorgung - 2

■ Wagen mit beiden Haken in die Aufnahmeösen des Transferwagens einhängen.

■ Zum Anheben des Wagens das Fußpedal am Transferwagen nach unten treten.

■ Transferwagen bis zum Anschlag unter die geöffnete Tür des Reinigungs- und Desinfektionsautomaten fahren, damit der Wagen auf dessen Tür gestellt werden kann.

■ Laufrollen feststellen.

MIELE G 7824 - Transferwagen für die Ver- und Entsorgung - 3

■ Zum Absenken des Wagens Fußpedal vollständig durchtreten.

■ Nach Programmende den Transferwagen so an den Reinigungs- und Desinfektionsautomaten heranfahren, dass dessen Tür unter den seitlichen Sperren am Transferwagen gehalten wird.

■ Wagen bis zum Anschlag auf die geöffnete Tür ziehen, damit er mit dem Transferwagen angehoben und weggefahren werden kann.

allgemeine Hinweise
Wirkung Maßnahme
Werden Elastomere (Dichtungen und Schläuche) und Kunststoffe des Reinigungs- und Desinfektionsautomaten beschädigt, kann dies z. B. zum Quellen, Schrumpfen, Verhärten, Verspröden der Materialien und zur Rissbildung in den Materialien führen. Sie können deshalb ihre Funktion nicht erfüllen, wodurch es in der Regel zu Undichtigkeiten kommt.– Ursachen der Schädigung sind festzustellen und abzustellen.Siehe auch Informationen zu "ange-schlossene Prozesschemikalien", "eingebrachte Verschmutzung" und "Reaktion zwischen Prozesschemikalien und Verschmutzung".
Eine starke Schaumentwicklung während des Programmablaufs beeinträchtigt die Reinigung und Spülung des Spülgutes. Aus dem Spülraum austretender Schaum kann zu Sachschäden am Reinigungs- und Desinfektionsautomaten führen.Bei Schaumentwicklung ist grundsätzlich der Reinigungsprozess nicht standardisiert und nicht validiert.– Ursachen der Schaumbildung sind festzustellen und abzustellen.– Das Aufbereitungsverfahren muss regelmäßig kontrolliert werden, um Schaumbildung zu erkennen.Siehe auch Informationen zu "ange-schlossene Prozesschemikalien", "eingebrachte Verschmutzung" und "Reaktion zwischen Prozesschemikalien und Verschmutzung".
Eine Korrosion des Edelstahls des Spülraums und des Zubehörs kann ein unterschiedliches Erscheinungsbild haben:– Rostbildung (rote Flecken/Verfärbungen),– schwarze Flecken/Verfärbungen,– weiße Flecken/Verfärbungen (glatte Oberfläche ist angeätzt).Eine Lochfraßkorrosion kann zu Undichtigkeiten des Reinigungs- und Desinfektionsautomaten führen. Je nach Anwendung kann die Korrosion das Reinigungs- und Spülergebnis beeinträchtigen (Laboranalytik) oder eine Korrosion des Spülguts (Edelstahl) induzieren.– Ursachen der Korrosion sind festzustellen und abzustellen.Siehe auch Informationen zu "ange-schlossene Prozesschemikalien", "eingebrachte Verschmutzung" und "Reaktion zwischen Prozesschemikalien und Verschmutzung".
angeschlossene Prozesschemikalien
Wirkung Maßnahme
Die Inhaltsstoffe der Prozesschemikalien haben einen starken Einfluss auf die Haltbarkeit und Funktionalität (Förderleistung) der Dosiersysteme. Die Dosiersysteme (Dosierschläuche und Pumpe) sind in der Regel für einen bestimmten Typ an Prozesschemikalien ausgelegt.Allgemeine Einteilung:– alkalische bis pH-neutrale Produkte,– saure bis pH-neutrale Produkte,– Wasserstoffperoxid.– Vom Miele Kundendienst oder der Miele Anwendungstechnik empfohlenne Prozesschemikalien verwenden.– Regelmäßige Sichtprüfung des Dosiersystems auf Schäden durchführen.– Regelmäßige Prüfung der Förderleistung des Dosiersystems durchführen.
Die Prozesschemikalien können die Elastomere und Kunststoffe des Reinigungs- und Desinfektionsautomaten und des Zubehörs schädigen.– Vom Miele Kundendienst oder der Miele Anwendungstechnik empfohlenne Prozesschemikalien verwenden.– Regelmäßige Sichtprüfung aller frei zugänglichen Elastomere und Kunststoffe auf Schäden durchführen.
Folgende oxidierende Prozesschemikalien können die Elastomere (Schläuche und Dichtungen) und ggf. Kunststoffe des Reinigungs- und Desinfektionsautomaten schädigen:– Salpetersäure,– Peressigsäure,– aktivchlorhaltige Produkte.Die Reinigungstemperatur sollte begrenzt werden auf:– 50 °C bei Salpetersäure,– 35 °C bei Peressigsäure,– 80 °C bei aktivchlorhaltigen Produkten.
Folgende Prozesschemikalien können im starken Maße Sauerstoff freisetzen:– Wasserstoffperoxid,– Peressigsäure.– Nur geprüfte Verfahren wie OXIVARIO oder OXIVARIO PLUS verwenden.– Bei Wasserstoffperoxid sollte die Reinigungstemperatur niedriger als 70 °C sein.– Rücksprache mit Miele Kundendienst oder Miele Anwendungstechnik halten.

Chemische Verfahrenstechnik

angeschlossene Prozesschemikalien
Wirkung Maßnahme
Folgende Prozesschemikalien können zu einer starken Schaumbildung führen:– tensidhaltige Reinigungsmittel und Klarspüler,– Emulgatoren.Die Schaumbildung kann auftreten:– im Programmblock, in dem die Prozesschemikalie dosiert wird,– im darauf folgenden Programmblock durch Verschleppung,– bei Klarspüler im folgenden Programm durch Verschleppung.– Die Prozessparameter des Reini-gungsprogramms, wie Dosiertempe-ratur, Dosierkonzentration usw.,müssen so eingestellt werden, dass der Gesamtprozess schaumarm/-frei ist.– Hinweise des Herstellers der Pro-zesschemikalien beachten.
Entschäumer, speziell auf Silikonbasis, können zu Folgendem führen:– Beläge im Spülraum,– Beläge auf dem Spülgut,– Elastomere und Kunststoffe des Reinigungs- und Desinfektionsautomaten schädigen,– bestimmte Kunststoffe (z.B. Polycarbonate, Plexiglas, usw.) des Spülgutes angreifen.– Entschäumer nur in Ausnahmefällen verwenden, bzw. wenn sie für den Prozess unbedingt notwendig sind.– Periodische Reinigung des Spülraumes und des Zubehörs ohne Spülgut und ohne Entschäumer mit dem Programm ORGANICA.– Rücksprache mit Miele Kundendienst oder Miele Anwendungstechnik halten.
eingebrachte Verschmutzungen
Wirkung Maßnahme
Folgende Stoffe können die Elastomere (Schläuche und Dichtungen) und ggf. Kunststoffe des Reinigungs- und Desinfektionsautomaten schädigen:– Öle, Wachse, aromatische und unge-sättigte Kohlenwasserstoffe,– Weichmacher,– Kosmetika, Hygiene- und Pflegemittel wie Creme (Bereich Analytik, Abfüllung).– Umrüstung des Reinigungs- und Desinfektionsautomaten auf fettbeständigere Elastomere.– In Abhängigkeit der Nutzung des Reinigungs- und Desinfektionsautomaten periodisch untere Türdichtung mit einem fusselfreien Tuch oder Schwamm abwischen.Spülraum und Zubehör ohne Spülgut mit Programm ORGANICA reinigen.– Zur Aufbereitung des Spülgutes Programm "OEL" (sofern vorhanden) oder Sonderprogramm mit Dosierung von Emulgatoren verwenden.
Folgende Stoffe können zu einer star-ken Schaumentwicklung beim Reinigen und Spülen führen:– Behandlungsmittel z.B. Desinfektionsmittel, Spülmittel usw.– Reagenzien für die Analytik z.B. für Mikrotiterplatten,– Kosmetika, Hygiene- und Pflegemittel wie Shampoo und Creme (Bereich Analytik, Abfüllung),– allgemein schaumaktive Stoffe wie Tenside.– Spülgut vorher ausreichend mit Wasser aus- bzw. abspülen.– Reinigungsprogramm mit ein- oder mehrmaligem kurzen Vorspülen mit Kalt- oder Warmwasser wählen.– Unter Berücksichtigung der Anwendung Zugabe von Entschäumer, wenn möglich frei von Silikonölen.
Folgende Stoffe können zu einer Korrosion des Edelstahls der Spülkammer und des Zubehörs führen:– Salzsäure,– sonstige chloridhaltige Stoffe z.B. Natruimchlorid usw.– konz. Schwefelsäure,– Chromsäure,– Eisenpartikel und Späne.– Spülgut vorher ausreichend mit Wasser aus- bzw. abspülen.– Spülgut nur tropftrocken auf die Wa-gen, Körbe, Einsätze stellen und in den Spülraum einbringen.

Chemische Verfahrenstechnik

Reaktion zwischen Prozesschemikalien und Verschmutzung
Wirkung Maßnahme
Natürliche Öle und Fette können mit alkalischen Prozesschemikalien verseift werden. Dabei kann es zu einer starken Schaumbildung kommen.Programm "OEL" (sofern vorhanden) verwenden.Sonderprogramm mit Dosierung von Emulgatoren (pH-neutral) in Vorspülung verwenden.Unter Berücksichtigung der Anwendung Zugabe von Entschäumer, wenn möglich frei von Silikonölen.
Stark proteinhaltige Anschmutzungen wie Blut können mit alkalischen Prozesschemikalien zu einer starken Schaumbildung führen.Reinigungsprogramm mit ein- oder mehrmaligem kurzen Vorspülen mit Kaltwasser wählen.
Unedle Metalle wie Aluminium, Magnesium, Zink können mit stark sauren oder alkalischen Prozesschemikalien Wasserstoff freisetzen (Knallgasreaktion).Hinweise der Hersteller der Prozesschemikalien beachten.

⚠️ Verwenden Sie nur spezielle Prozesschemikalien für Reinigungs- und Desinfektionsautomaten und beachten Sie die Anwendungsempfehlungen der Hersteller!

Der Reinigungs- und Desinfektionsautomat ist serienmäßig mit zwei Dosier-pumpen ausgestattet:

  • Dosiersystem DOS 1 (blau) zur Dosierung von flüssigen Reinigern. Die Dosierleistung beträgt 120 ml/min.
  • Dosiersystem DOS 3 (rot) zur Dosierung von sauren Prozesschemikalien wie Neutralisations- oder Nachspülmittel. Die Dosierleistung beträgt 20 ml/min.

zusätzliche DOS-Pumpen (optional):

  • Dosiersystem DOS 2 (weiß) zur Dosierung von sauren Prozesschemikalien, z.B. Neutralisationsmittel/Pflegemittel. Die Dosierleistung beträgt 20 ml/min.
  • Dosiersystem DOS 4 (grün) zur Dosierung eines schaumarmen, maschinengerechten Desinfektionsmittels oder eines weiteren Reinigungsmittels. Die Dosierleistung beträgt 120 ml/min.

Je nach Aufgabenstellung des Reinigungs- und Desinfektionsautomaten werden über diese Dosiereinrichtungen die erforderlichen flüssigen Prozesschemikalien dosiert.

Alle speziellen Hinweise zu den Reinigungsverfahren OXIVARIO und ORTHOVARIO und zum Anschluss des Vorratsbehälters mit H_2O_2 -Lösung sind im Kapitel "Sonderausstattung OXIVARIO und ORTHOVARIO" zusammengefasst.

Sonderausstattung OXIVARIO:

Der Reinigungs- und Desinfektionsautomat kann für das OXIVARIO Reinigungsverfahren mit einer zusätzlichen Dosierpumpe und einem Zwischenbehälter für Wasserstoffperoxidlösung (H₂O₂-Lösung) ausgestattet beziehungsweise nachgerüstet sein. Der Anschlussschlauch für H₂O₂-Lösung ist schwarz gekennzeichnet.

Das Dosiersystem DOS 2 dosiert die H_2O_2 -Lösung.

Sonderausstattung ORTHOVARIO:

Um das Reinigungsverfahren ORTHO-VARIO nutzen zu können, muss der Reinigungs- und Desinfektionsautomat zusätzlich zur Sonderausstattung OXI-VARIO mit einer speziellen Dosierpumpe im Dosiersystem DOS 4 ausgerüstet sein (Nachrüstung):

- Dosiersystem DOS 4 (grün) zur Dosierung eines speziellen Tensidreinigers. Die Dosierleistung beträgt 105 ml/min.

Die Sonderausstattung ORTHOVA- RIO schließt die Dosierung chemischer Desinfektionsmittel im Dosier-system DOS 4 aus.

Dosierautomaten vorbereiten

Die flüssigen Prozesschemikalien können in 5 l Kunststoffbehälter gefüllt werden, die farblich auf die entsprechenden Dosiersysteme abgestimmt sind.

Bei der ersten Inbetriebnahme oder wenn die Meldung BEHÄLTER DOS 1 und/oder DOS 2, 3, 4 FÜLLEN nach dem Einschalten oder nach Programmende blinkend im Display erscheint, Vorratsbehälter mit der entsprechenden flüssigen Prozesschemikalie anschließen bzw. füllen.

Erscheint die Meldung DOSIERSYSTEM 1 und/oder DOSIERSYSTEM 2, 3, 4 PRÜFEN blinkend im Display, Vorratsbehälter und Dosierleitung überprüfen und ggf. leere Behälter füllen oder gegen volle Behälter austauschen.

Das Programm wurde automatisch angehalten.

Bei der ersten Inbetriebnahme oder nach der Meldung DOSIERSYSTEM... PRÜFEN, DOS-Füll-Programm zur Entlüftung des Dosier-systems starten (siehe "Dosiersysteme entlüften").

⚠ Vorsicht beim Umgang mit Prozesschemikalien! Es handelt sich dabei zum Teil um ätzende und reizende Stoffe!

Die geltenden Sicherheitsvorschriften beachten!

Schutzbrille und Handschuhe benutzen!

Behälter mit Prozesschemikalien füllen

■ Den Reinigungs- und Desinfektionsautomaten mit dem Hauptschalter ausschalten.

MIELE G 7824 - Behälter mit Prozesschemikalien füllen - 1

■ Die Montageklappe anheben, nach vorne kippen und von den unteren Halterungen herunterheben.
■ Schublade rechts (mit Behälter für flüssige Prozesschemikalie) aufziehen.
■ Vorratsbehälter aus dem Reinigungs- und Desinfektionsautomaten nehmen, öffnen und mit der gewünschten Prozesschemikalie füllen, farbliche Kennzeichnung beachten.
■ Die Montageklappe auf die unteren Halterungen aufsetzen, gegen den Reinigungs- und Desinfektionsautomaten drücken und absenken.

MIELE G 7824 - Behälter mit Prozesschemikalien füllen - 2

■ Sonde in die Öffnung des Behälters stecken und festschrauben, farbliche Kennzeichnung beachten.

Sind die Vorratsbehälter gefüllt, erlischt die entsprechende Meldung.

Die Behälter nachfüllen, wenn die Meldung BEHÄLTER DOS 1, 2, 3 oder 4 FÜLLEN im Display angezeigt wird. Dadurch wird verhindert, dass sie ganz leer gesaugt werden.

Wenn ein Vorratsbehälter nicht gefüllt wird, kann die Füllstandsabfrage für das nicht genutzte Dosiersystem ausgeschaltet und damit eine entsprechende Fehlermeldung vermieden werden (siehe Programmierhandbuch unter "Maschinenfunktion/ Behälterabfrage").

Dosiersysteme entlüften

Vor der ersten Inbetriebnahme des Reinigungs- und Desinfektionsautomaten, oder wenn ein Behälter einmal nicht rechtzeitig aufgefüllt und ein oder mehrere Dosiersystem(e) leer gesaugt wurde(n), muss das/die Dosiersystem(e) für flüssige Prozesschemikalien entlüftet werden. Dazu:

■ I-0 Taste drücken.
■ Bedienebene B wählen.
■ je nach Bedarf wählen: Programm DOS1-FÜLLEN Programm DOS2-FÜLLEN Programm DOS3-FÜLLEN Programm DOS4-FÜLLEN (siehe unter Betrieb/ B. Freie Programmwahl).

■ Start-Taste ◇ drücken.

Die Serviceprogramme DOS -FÜL-LEN wurden werkseitig auf die Programmplätze 58-61 gelegt, sie können auch auf andere Programmplätze verschoben werden.

Zur Wahrung der Funktionssicherheit sind in bestimmten Zeiträumen Wartungsarbeiten durchzuführen.

Die Arbeiten dürfen nur vom Miele Kundendienst (Medizin-Produkteberater) ausgeführt werden.

1 - 1 1/2 jährlich

Dosierschläuche in den Dosiersystemen tauschen.

Werden externe Pumpen für die Dosierung eingesetzt, informieren Sie bitte den Miele Kundendienst. Die Hinweise im Programmierhandbuch/Maschinenfunktion sind zu beachten.

Hauptschalter

Der Hauptschalter mit "Not-Aus-Funktion" steht auf I-ON.

Einschalten

■ Wasserhähne (falls geschlossen) aufdrehen.
■ I-0 Taste drücken.

In der Bedienebene A, B und D wird der zuletzt gewählte PROGRAMM-NAME und in der Bedienebene C AUTOMATISCHE WAGENKENNUNG angezeigt.

Türverriegelung

Die Klapptür kann nur geöffnet werden, wenn:

  • der Reinigungs- und Desinfektions- automat elektrisch angeschlossen ist,
  • der rote Hauptschalter (mit "Not-Aus-Funktion") auf I-ON steht,
  • die Ein/Aus-Taste I-0 gedrückt ist und
  • kein Reinigungs- oder Desinfektionsprogramm abläuft.

Tür öffnen

■ Türschalter ☐ drücken, in die Griffleiste der Tür fassen und die Tür öffnen.

Um die Tür reinen Seite (Durchschubmodell) zu öffnet, gelten außerdem folgende Bedingungen:

  • DESIN-Programme sind programm- gemäß ohne Fehler abgelaufen, oder
  • die Funktion "Schleuse" ist aktiviert (siehe Programmierhandbuch unter "Maschinenfunktion/Schleuse").

⚠️ Fassen Sie nicht an die Heizkörper unter dem Flächensieb, wenn Sie während oder nach Ende des Programms die Tür öffnen. Selbst einige Minuten nach beendetem Programm können Sie sich daran verbrennen.

Wenn für die Boilerheizung die Boiler-Bereitschaft programmiert wurde, sollten Sie bei geöffneter Tür unbedingt auf austretendes heißes Wasser bzw. heißen Wasserdampf achten! Das Zuflussrohr befindet sich, von der unreinen Seite gesehen, unter der linken Korbführungsschiene.

Tür schließen

Tür hochklappen und bis zum Einrasten fest andrücken.

Bedienebene wechseln

Mit der elektronischen Steuerung sind vier Bedienebenen wählbar:

A = Festprogramm / freigegebene Programme

B = Freie Programmwahl

C = AWK - Automatische Wagenkennung (Programmwahl über Wagenkodierung) - Option -

D = Programmieren / freie Programmwahl / Code ändern (siehe Programmierhandbuch)

Um die Bedienebene zu wechseln:

■ Taste ◀ und ▶ gleichzeitig drücken. Im Display werden die Bedienebenen A B C D angezeigt.
■ Bedienebene mit ◀ oder ▶ wählen.
■ Gewählte Bedienebene mit ◇ bestätigen.
■ Code eingeben, wenn im Display gefordert.

Die werkseitige Codierung bei Auslieferung ist >0000<.

Dazu:

  • Start-Taste ◇ drücken. Es erscheint [0000],
  • Zahlen mit + und - eingeben,
  • Zahlenposition mit < oder > wählen,
  • Code mit ◇ bestätigen.

Bei Falscheingabe erscheint: CODE FALSCH, BITTE NEUEINGABE

■ Tür schließen.

Eigenen Code wählen/ändern

Der werkseitig eingestellte Code ist veränderbar, siehe Programmierhandbuch/Systemfunktion.

Code 1 für Ebene ABC

Code 2 für Ebene ABCD

Programm starten

Detaillierte Angaben und wichtige Hinweise zu den Miele Standardprogrammen finden Sie in der Programmübersicht des beiliegenden Programmierhandbuches.

⚠️ Bei der Aufbereitung von Medizinprodukten müssen Programm- bzw. Dosierveränderungen dokumentiert werden (MPBetreibV). Reinigungs- und Desinfektionsleistung sind ggf. erneut zu validieren.

A. Festprogramm

Festprogramm(e) in der Bedienebene B oder D einmalig zusammenstellen und für die Bedienebene A freigeben (siehe Programmierhandbuch/Systemfunktion – Programme für Bedienebene A freigeben).

■ Bedienebene A wählen.
■ Im Display überprüfen, ob das benötigte Programm angezeigt wird. Wenn mehrere Festprogramme zusammengestellt und freigegeben wurden, über den Programmwähler das gewünschte Programm wählen.
■ Start-Taste ◇ drücken.

B. Freie Programmwahl

■ Bedienebene B wählen.

In der Bedienebene B haben Sie drei Möglichkeiten der Programmwahl.

  1. Die Programmplätze 1 - 23 können mit dem Programmwähler angewählt werden.
    ■ Programmwähler auf die gewünschte Programmnummer stellen.

Der Programmname erscheint im Display.

  1. Die Programme ab Platz 24 sind über + und - wählbar.

■ Programmwähler auf 24 stellen.
■ + drücken (wechselt vorwärts), bis das gewünschte Programm angezeigt wird.
■ drücken (wechselt rückwärts), bis das gewünschte Programm angezeigt wird.

  1. Das Menü PROGRAMM-ÜBERSICHT listet alle gespeicherten Programme auf. In diesem Menü können Sie ein Programm auswählen.

Dazu:

■ Programm-Übersicht mit ◀ wählen und mit ◇ bestätigen.
■ Programm mit ◀ oder ▶ wählen.
■ Gewähltes Programm mit ◇ bestätigen.

Die Programm-Übersicht wird verlassen, das gewählte Programm im Display angezeigt.

Nach Wahl einer der drei Möglichkeiten:

■ Start-Taste ◇ drücken.

Das Programm läuft ab.

Weitere Hinweise zur Programmwahl finden Sie im Programmierhandbuch/ Bedienebene B.

C. Automatische Wagenkennung (AWK)

■ Bedienebene C wählen.
■ Wagen mit Kodierung einschieben.

An der Magnetleiste, besonders an ihrer Unterseite, dürfen keine metallischen Kleinteile oder Instrumententeile haften, die durch den starken Magnetismus angezogen wurden. Durch anhaftende metallische Gegenstände kann die Kodierung falsch abgelesen werden.

■ Tür schließen.

⚠ Bevor das Programm durch Drücken der Start-Taste gestartet wird, muss unbedingt überprüft werden, ob das für diesen Wagen erforderliche Programm im Display angezeigt wird!

Unzureichende Reinigungs- bzw. Desinfektionsergebnisse können sonst die Folge sein! Achten Sie deshalb immer darauf, dass die Programme für Wagen mit AWK (auf den festgelegten Programmplätzen) nicht willkürlich vertauscht werden.

■ Start-Taste ◇ drücken.

Programmablauf

Nach dem Start läuft das Programm automatisch ab. Es ist beendet, wenn im Display PROGRAMM-ENDE erscheint und die Hintergrundbeleuchtung blinkt (beliebige Taste drücken, um das Blinken abzuschalten).

Generelles Abschalten des Blinksignals siehe Programmierhandbuch/Systemfunktion.

Detaillierte Angaben zum Programmablauf finden Sie im Anhang des Programmierhandbuches.

Wenn sich die Hintergrundbeleuchtung im Display nach ca. 15 min automatisch ausschaltet, kann sie durch Betätigung einer Taste des Tastenfeldes wieder aktiviert werden.

⚠️ Während des Programmablaufs dürfen Farbband oder Papierrolle des eingebauten Druckers nicht gewechselt werden.

Ausschalten

■ I-0 Taste drücken und herausspringen lassen.
■ Wasserhähne schließen.

Programmabbruch

Ein Programmabbruch ist nur in den Bedienebenen B und D möglich.

Bei der Leistungsqualifizierung muss zur Beurteilung der Reinigung vor der Desinfektionsstufe abgebrochen werden (gemäß EN ISO 15883-1).

In der Bedienebene B oder D

■ Stop-Taste 📋 drücken.

Das Programm wird unterbrochen. Im Display erscheint ABBRECHEN ODER >FORTSETZEN<.

⚠️ Bei angeordneten Entseuchungen muss kontaminiertes Wasser vor Einleitung in das öffentliche Abwassernetz durch Zugabe von Desinfektionsmittel dekontaminiert werden. Die Tür der unreinen Seite lässt sich dafür öffnen.

■ Mit Cursor-Taste ▶ >ABBRECHEN< wählen, Cursor > < blinken.

■ Start-Taste ◇ drücken (das Programm wird abgebrochen und das Wasser abgepumpt).

Im Display erscheint WASSERABLAUF.

■ Nach dem Abpumpen kann das gewünschte Programm gewählt und gestartet werden.

Programm unterbrechen

Eine Programmunterbrechung ist nur in den Bedienebenen B und D möglich.

Wenn in zwingenden Fällen, z.B. wenn sich Spülgut stark bewegt, die Tür geöffnet werden muss (gewollter Eingriff):

Nach Unterbrechung eines DES-IN-Programms mit anschließender Programmfortsetzung bitte die Anzeige am Schluss des Programms beachten. Wenn die Anzeige PRO-ZESS-PARAMETER NICHT ERFÜLLT erscheint, wurde die Tür nach der Desinfektion geöffnet und damit die DESIN-Parameter nicht erfüllt. Ggf. ist das Programm zu wiederholen.

In der Bedienebene B oder D

■ Stop-Taste 📋 drücken, das Programm wird unterbrochen.
Im Display erscheint ABBRECHEN ODER >FORTSETZEN<.

■ Tür öffnen. Hinweis für Geräte mit reiner und unreiner Seite: Bei der Einstellung SCHLEUSE NEIN kann die Tür der unreinen Seite und bei der Einstellung SCHLEUSE JA die Tür der reinen oder unreinen Seite geöffnet werden.

Bei Reinigungs- und Desinfektions- automaten als Medizinprodukt (nach EN ISO 15883) sollte immer SCHLEUSE NEIN eingestellt sein.

⚠ Vorsicht! Das Spülgut kann heiß sein. Es besteht Verbrühungs- bzw. Verbrennungsgefahr.

Bei Programmen mit chemo-thermischer Desinfektion können Dämpfe mit hohem Desinfektionsmittelgehalt austreten!

■ Teile standsicher einordnen. Dabei gegebenenfalls Infektionsschutzmaßnahmen beachten und Handschuhe tragen.
■ Tür schließen.
■ Start-Taste ◇ drücken.

Das Programm wird fortgesetzt.

Für den Datentransfer zwischen Profi- tronic und externem Protokolldrucker oder PC ist jedes Gerät mit einem 5 m langen Schnittstellenkabel ausgestattet.

Das Schnittstellenkabel befindet sich aufgewickelt in dem Gerät und darf nur durch den Miele Kunden-dienst angeschlossen werden.

Die serielle Schnittstelle ist RS 232 kompatibel.

Schnittstellen-Konfiguration siehe Programmierhandbuch/PC/Druck Funktion.

Verschiedene Druckertypen können als externe Drucker eingesetzt werden:

– Epson-kompatibler Zeichensatz (eine Liste geeigneter Drucker erhalten Sie beim Miele Kundendienst).
- HP Laserjet.

Pin-Belegung 9-poliger Sub-D-Stecker des Schnittstellenkabels:

5 GND (Masse)
3 TXD (Senden)
2 RXD (Empfangen)

1-4-6 (Brücken)

7-8 (Brücken)

Es kann ein handelsübliches Null-Modem- oder Laplink Kabel angeschlossen werden.

Das Verlängerungskabel zum Drucker/PC darf max. 10 m lang sein.

Bei Anschluss eines Druckers oder PC's ist Folgendes zu beachten:

  • nur TÜV- oder VDE-genehmigte PC's oder Drucker verwenden (IEC 60950),
  • die Bauart des Druckers oder PC's ist dem Aufstellungsort anzupassen!

Die Einstellungen der Druckfunktionen des Protokolldruckers sind im Kapitel PC/Druck Funktion im Programmierhandbuch beschrieben.

Sie haben die Möglichkeit, folgende Ausdrucke zu erhalten:

① Programmausdruck
② Zusatzfunktionsausdruck
③ Spülprotokollausdruck
④ Fehlerprotokollausdruck

Wartung

Periodische Wartungen müssen für diesen Reinigungs- und Desinfektionsautomaten nach 1000 Betriebsstunden oder mindestens einmal halbjährlich durch den Miele Kundendienst erfolgen.

Die Wartung umfasst folgende Punkte:

– elektrische Sicherheit nach VDE 0701/0702,
- Türmechanik und Türdichtung,
- Verschraubungen und Anschlüsse im Spülraum,
– Wasserzu- und -ablauf,
– interne und externe Dosiersysteme,
– Sprüharme,
– Siebkombination,
- Sammeltopf mit Ablaufpumpe und Rückschlagventil,
– Dampfkondensator,
- alle Wagen, Module und Einsätze, falls vorhanden:
- das Trocknungsaggregat,
– den angeschlossenen Drucker.

Im Rahmen der Wartung wird die Funktionskontrolle folgender Punkte durchgeführt:

– ein Programmablauf als Probelauf,
- eine thermoelektrische Messung,
- eine Dichtigkeitsprüfung,
- alle sicherheitsrelevanten Messsysteme (Anzeige von Fehlerzuständen).

Prozessvalidierung

Die angemessene Leistung der Reinigungs- u. Desinfektionsverfahren in der Routine hat der Betreiber sicherzustellen.

In einigen Ländern wird dieses auch durch nationale Gesetze, Verordnungen oder Empfehlungen gefordert. In Deutschland sind dies z. B. MPBetreibV, RKI-Richtlinien und die gemeinsame Validierungsleitlinie der DGKH, DGSV und AKI.

Auch international werden die Anwender mit der Norm EN ISO 15883 zu diesen Kontrollen angehalten.

Routineprüfungen

Täglich vor Arbeitsbeginn müssen Routineprüfungen durch den Betreiber durchgeführt werden. Für die Routineprüfungen wird mit dem Reinigungs- und Desinfektionsautomaten eine Checkliste ausgeliefert.

Folgende Punkte sind zu kontrollieren:

– die Siebe im Spülraum,
- die Sprüharme im Reinigungs- und Desinfektionsautomaten und an den Wagen und Modulen,
- der Spülraum und die Türdichtung und
– die Wagen, Module und Einsätze.

Siebe im Spülraum reinigen

Die Siebe am Boden des Spülraumes verhindern, dass grobe Schmutzteile in das Umwälzsystem gelangen.

Die Siebe können durch die Schmutzteile verstopfen. Deshalb müssen die Siebe täglich kontrolliert und falls erforderlich gereinigt werden.

⚠️ Ohne Siebe darf nicht gespült werden.

⚠️ Verletzungsgefahr durch Glas-splitter, Nadeln usw.

Grobsieb reinigen
MIELE G 7824 - Siebe im Spülraum reinigen - 1

■ Griffstege zusammendrücken, Grobsieb herausnehmen und säubern.

■ Sieb wieder einstecken und darauf achten, dass es richtig einrastet.

Flächensieb und Micro-Feinfilter reinigen

■ Grobsieb herausnehmen.
■ Feinsieb, zwischen Grobsieb und Micro-Feinfilter, ebenfalls herausnehmen.

MIELE G 7824 - Flächensieb und Micro-Feinfilter reinigen - 1

■ Micro-Feinfilter an den beiden Griffstegen durch zwei Linksdrehungen abschrauben

MIELE G 7824 - Flächensieb und Micro-Feinfilter reinigen - 2

■ und zusammen mit dem Flächensieb herausnehmen.
■ Siebe reinigen.
■ Siebkombination in der umgekehrten Reihenfolge wieder einbauen. Das Flächensieb muss am Spülraumboden glatt anliegen.

Sprüharme reinigen

Es kann vorkommen, dass sich Reste in den Düsen der Sprüharme festsetzen. Die Sprüharme sollen deshalb täglich kontrolliert werden.

■ Reste mit einem spitzen Gegenstand in den Sprüharmdüsen nach innen drücken und unter fließendem Wasser gut ausspülen.

Dazu die Sprüharme wie folgt abnehmen:

■ Eingeschobene Wagen entnehmen.

Sprüharme des Reinigungs- und Desinfektionsautomaten:

MIELE G 7824 - Sprüharme reinigen - 1

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■ Die Befestigungsklammer an der Sprüharmführung lösen und den Sprüharm nach oben bzw. unten abziehen.

MIELE G 7824 - Sprüharme reinigen - 2

■ Den Dichtring und die Lagerschalen abnehmen und reinigen.

■ Die Lagerschalen und den Dichtring wieder montieren.

Sprüharme an den Wagen/Modulen:

■ Die Mutter (Linksgewinde) mit dem Sprüharm nach rechts drehen und den Sprüharm nach unten abziehen.

■ Die Sprüharme nach der Reinigung wieder festschrauben.

Nach dem Einsetzen überprüfen, ob sich die Sprüharme leicht drehen.

Bedienungsblende reinigen

■ Die Bedienungsblende nur mit einem feuchten Tuch oder einem handelsüblichen Glas- oder Kunststoffreiniger reinigen.
Zur Wischdesinfektion ein geprüftes und gelistetes Mittel verwenden.

⚠️ Keine Scheuermittel und keine Allzweckreiniger verwenden! Diese können aufgrund ihrer chemischen Zusammensetzung erhebliche Beschädigungen der Kunststoff-oberfläche hervorrufen.

Front des Gerätes reinigen

■ Die Edelstahl-Front nur mit einem feuchten Tuch und Handspülmittel oder mit einem nicht scheuernden Edelstahl-Reiniger reinigen.
■ Um eine schnelle Wiederanschmutzung (Fingerabdrücke, usw.) zu verhindern, kann anschließend ein Edelstahl-Pflegemittel verwendet werden (z. B. Neoblank, erhältlich über den Miele Kundendienst).

⚠️ Keine salmiakhaltigen Reiniger sowie Nitro- und Kunstharzverdün-nung verwenden! Diese Mittel können die Oberfläche beschädigen.

⚠️ Der Reinigungs- und Desinfektionsautomat und dessen unmittelbarer Umgebungsbereich darf zur Reinigung nicht abgespritzt werden, z. B. mit einem Wasserschlauch oder Hochdruckreiniger.

Spülraum reinigen

Der Spülraum ist weitestgehend selbstreinigend.

Sollten sich trotzdem Ablagerungen bilden, wenden Sie sich an den Miele Kundendienst.

Türdichtung reinigen

Die Türdichtung regelmäßig mit einem feuchten Tuch abwischen, um An- schmutzungen zu entfernen.

Beschädigte oder undichte Türdichtungen durch den Miele Kundendienst ersetzen lassen.

Wagen, Module und Einsätze

Um die Funktion von Wagen, Modulen und Einsätzen sicherzustellen, müssen sie täglich kontrolliert werden. Eine Checkliste liegt dem Reinigungs- und Desinfektionsautomaten bei.

Folgende Punkte sind zu prüfen:

  • Sind die Laufrollen in einwandfreiem Zustand und fest mit dem Wa-gen/Einsatz verbunden?
  • Ist die Wagenankopplung richtig eingestellt und festgeschraubt?
  • Sind in Wagen des modularen Systems die Verschlusskappen in den Modulankopplungen funktionsfähig?
  • Sind alle Spüldüsen, Spülhülsen und Schlauchadapter fest mit dem Wagen/Einsatz verbunden?
  • Sind alle Spüldüsen, Spülhülsen und Schlauchadapter für die Spülflotte frei durchgängig?
  • Sitzen die Kappen und Verschlüsse fest auf den Spülhülsen?

Falls vorhanden:

– Sind die Sprüharme frei drehbar?
- Sind die Düsen der Sprüharme frei von Verstopfungen, siehe Kapitel "Instandhaltungsmaßnahmen/Sprüharme reinigen"?
- Ist die Magnetleiste der Automatischen Wagenkennung frei von anhaftenden metallischen Gegenständen?
- Sind die Schrauben der Schiene für die Magnete der Automatische Wagenkennung festgezogen?

Eingebauter Drucker (Option)

Papierrolle austauschen

Wenn die rote Kontrolllampe am Drucker aufleuchtet, Papierrolle austauschen.

Dazu:

■ Frontklappe des Druckers oben öffnen und nach unten aufklappen.
■ Leere Papierrolle mit Durchsteckachse dem Rollenhalter entnehmen und neue Papierrolle in umgekehrter Reihenfolge einlegen.
■ Papier nach oben auf die Papier-transportrolle (Schlitz hinter Farbbandkassette) zurückführen, wobei der grüne Taster für den Papiertransport solange gedrückt wird bis das Papier oberhalb der Farbbandkassette wieder austritt.
■ Papier durch den Schlitz der Frontklappe führen und Frontklappe schließen.

Ersatz-Papierrollen (Breite 58 mm / Rollen-Außendurchmesser ca. 50 mm) sind über den Miele Kundendienst oder den Fachhandel zu beziehen.

Farbbandkassette austauschen

■ Frontklappe des Druckers oben öffnen und nach unten aufklappen.
■ Farbbandkassette (oberhalb der Papierrolle) nach vorne aus der Halterung ziehen und neues Farbband in umgekehrter Reihenfolge aufstecken. Das Papier muss dabei zwischen Farbband und Kassette geführt werden.
■ Rädchen für den manuellen Farbbandtransport (rechts) solange im Uhrzeigersinn drehen bis das Band straff gespannt ist.
■ Papier durch den Schlitz der Frontklappe führen und Frontklappe schließen.

Ersatz-Farbbandkassetten sind über den Miele Kundendienst oder den Fachhandel zu beziehen.

⚠️Reparaturen dürfen nur durch den Miele Kundendienst durchgeführt werden. Durch unsachgemäße Reparaturen können erhebliche Gefahren für den Benutzer entstehen.

Um einen unnötigen Kundendiensteinsatz zu vermeiden, sollte beim ersten Auftreten einer Fehlermeldung überprüft werden, ob dieser Fehler nicht durch eine evtl. Fehlbedienung entstanden ist.

Eine Übersicht über alle im Display dargestellten Fehlermeldungen finden Sie im Programmierhandbuch, Kapitel "Meldungen".

Können die Störungen trotz der Hinweise in der Gebrauchsanweisung und im Programmierhandbuch nicht behoben werden, benachrichtigen Sie bitte den Miele Werkkundendienst unter der Telefonnummer:

D Deutschland 0800 22 44 666

A Österreich 050 800 390* (* österreichweit zum Ortstarif)

L Luxemburg (00352) 4 97 11-20/22

■ Nennen Sie dem Kundendienst Modell und Nummer des Gerätes.

Beide Angaben finden Sie auf dem Typenschild (siehe Kapitel "Elektroanschluss").

Umschaltung Dampf/Elektro - Elektro/Dampf

Bei einem umschaltbaren Reinigungs- und Desinfektionsautomaten kann über das Serviceprogramm DAMPF>>ELEK-TRO oder ELEKTRO>> DAMPF eine Umschaltung der Heizungsart vorgenommen werden.

■ Programm DAMPF>>ELEKTRO oder ELEKTRO>>DAMPF wählen (siehe Betrieb / B. Freie Programmwahl).
■ Start-Taste ☐ drücken. Wenn das Serviceprogramm beendet ist, erscheint im Display eine Mel- dung.
■ Befehl >WEITER< mit ◊ bestätigen.

Alle Arbeiten, die den Elektroanschluss betreffen, dürfen nur von einer zugelassenen oder anerkannten Elektro-Fachkraft durchgeführt werden.

  • Die Elektroanlage muss nach DIN VDE 0100 ausgeführt sein!
  • Anschluss über Steckdose gemäß nationalen Bestimmungen (Steckdose muss nach der Geräteinstallation zugänglich sein). Eine elektrische Sicherheitsprüfung, z. B. bei der Instandsetzung oder Wartung, kann ohne große Umstände durchgeführt werden. Ein Hauptschalter mit allpoliger Trennung vom Netz ist zu installieren. Der Hauptschalter muss eine Kontaktöffnungsweite von mindestens 3 mm aufweisen, sowie in der Nullstellung abschließbar sein.
  • Zur Erhöhung der Sicherheit empfiehlt der VDE in seiner Leitlinie DIN VDE 0100 Teil 739, dem Gerät einen FI-Schutzschalter mit einem Auslösestrom von 30 mA (DIN VDE 0664) vorzuschalten.
  • Die Drehrichtung von motorischen Antrieben ist vom elektrischen Anschluss des Gerätes abhängig. Gerät phasenrichtig mit Rechtsdrehfeld anschließen.
  • Ein Potentialausgleich ist durchzuführen.
  • Technische Daten siehe Typenschild oder beiliegenden Schaltplan!

⚠️ Weitere Hinweise zum Elektroanschluss finden Sie in dem beiliegenden Installationsplan.

Das Gerät darf nur mit der auf dem Typenschild angegebenen Spannung, Frequenz und Absicherung betrieben werden.

Das Typenschild mit den entsprechenden Prüfzeichen (VDE, DVGW usw.) befindet sich auf dem Abdeckblech hinter der Serviceklappe der unreinen Seite.

Der Schaltplan liegt dem Gerät bei.

Sondervorschriften für Österreich

Der Anschluss darf nur an eine nach ÖVE-EN1 ausgeführte Elektroanlage erfolgen. Die Absicherung muss über einen Leitungsschutzschalter (Sicherung) 20 bzw. 35 A erfolgen. Zur Erhöhung der Sicherheit empfiehlt der ÖVE dem Gerät einen FI-Schutzschalter mit einem Auslösestrom von 30 mA (ÖVE-SN 50) vorzuschalten.

Elektroanschluss für die Schweiz

Der Anschluss des Reinigungs- und Desinfektionsautomaten kann über Schalter oder Stecker erfolgen. Die Installation muss von einem zugelassenen Elektroinstallateur unter Berücksichtigung der SEV-Vorschriften vorgenommen werden.

⚠️ Beachten Sie unbedingt den beiliegenden Installationsplan!

  • Das verwendete Wasser sollte zumindest Trinkwasserqualität entsprechend der europäischen Trinkwasserverordnung besitzen.
    Hoher Eisengehalt kann zu Fremdrost an Spülgut und Gerät führen.
    Bei einem Chloridgehalt im Brauchwasser von mehr als 100mg/l steigt das Korrosionsrisiko für das Spülgut stark an.
  • In bestimmten Regionen (z. B. Alpenländern) können aufgrund der spezifischen Wasserzusammensetzung Ausfällungen auftreten, die ein Betreiben des Dampfkondensators nur mit enthärtetem Wasser zulassen.

Sondervorschriften für Österreich:

Wasserzulauf

In die Kaltwasserleitung ist gemäß § 18 und § 22 der "Verordnung zur Durchführung des Wasserversorgungsgesetzes 1960" unmittelbar vor der Anschlussstelle des Gerätes ein Handabsperrventil einzubauen.

Für die Verbindungsleitung von der Anschlussstelle am Gerät mit der Innenanlage sind nur die im § 12, Abs. 1 der "Verordnung zur Durchführung des Wasserversorgungsgesetzes 1960" aufgezählten Rohre zu verwenden.

Die Verwendung von Gummi- oder Kunststoffschläuchen als Druckverbindungsleitung zwischen Innenanlage und Gerät ist nur dann gestattet, wenn sie:

  • samt den eingebundenen Anschlussarmaturen einem Mindestdruck von 1500 kPa standhält
  • während der Inbetriebnahme des Gerätes hinreichend beaufsichtigt sind und
  • nach der jeweiligen Verwendung des Gerätes durch Sperrung des Wasserzuflusses vor dem Gummi- oder Kunststoffschlauch zuverlässig außer Betrieb gesetzt, oder überhaupt von der Innenanlage getrennt wird.

Wasserablauf

Der Anschluss an die nach der Bestimmung der Ö-Norm B 2501 - Hauskanal-Anlagen - hergestellten Abflussleitung kann direkt erfolgen.

Technische Daten

Höhe1536 mm (einschl. 100 mm Sockel und Deckel)1928 mm (einschl. 100 mm Sockel und MAV)
Breite 90 cm
Tiefe77 cm
Tiefe bei geöffneter Tür133,7 cm
Gewicht (inkl. Sockel, DKWK und MAV)ca. 350 kg
Betriebsgewicht ca. 500 kg
Spannung siehe Typenschild
Anschlusswert siehe Typenschild
Absicherung siehe Typenschild
Druckluftanschluss600 kPa (bei Dampfbetrieb erforderlich)
Dampfanschluss mit Elektro-TA250 - 1000 kPa / 140 - 180 °C
Wasserdruck (Fließdruck)100 - 1000 kPa Überdruck
WasseranschlussKalt-, Warm- und AD-Wasserbis max. 70 °C
Umgebungstemperatur5 °C bis 40 °C
relative Luftfeuchte:maximallinear abnehmend bis80 % für Temperaturen bis 31 °C50 % für Temperaturen bis 40 °C
Höhe über NN bis 1500 m#
Verschmutzungsgrad(nach IEC/EN 61010-1)P2
Schutzart (nach IEC 60529)IP20 (Eindringen von Staub)
Geräuschemissionswerte in dB (A),Schalldruckpegel LpA im Reinigenund Trocknen< 7 0
Prüfzeichen VDE, Funkschutz
CE-KennzeichnungMPG-Richtlinie 93/42/EWG, Klasse IIb
HerstelleradresseMiele & Cie. KG, Carl-Miele-Str. 29,33332 Gütersloh, Germany

An einem Aufstellort über 1500 m Höhe ist der Siedepunkt der Spülflotte herabgesetzt. Deshalb ggf. die Desinfektionstemperatur absenken und die Wirkzeit verlängern (A₀-Wert).

Optionen

  • Trocknungsaggregat (TA)
  • Dampfkondensator (DK)
  • Wasserenthärter
  • Drucker zur Prozeßdokumentation (PRT)
  • Dosiersystem DOS 2 und DOS 4
  • Nachrüstsatz OXIVARIO
  • Nachrüstung ORTHOVARIO durch den Miele Kundendienst

Gerätedefinition

Der Reinigungs- und Desinfektionsautomat kann für das OXIVARIO-Verfahren mit zwei zusätzlichen Dosierpumpen und einem Zwischenbehälter für Wasserstoffperoxidlösung (H₂O₂-Lösung) ausgestattet beziehungsweise nachgerüstet sein. Das Dosiersystem DOS 2 dosiert in diesen Fällen die H₂O₂-Lösung.

Für das ORTHOVARIO-Verfahren muss das Dosiersystem DOS 4 mit einer speziellen Dosierpumpe für einen speziellen Tensidreiniger ausgerüstet sein (Nachrüstung).

Für die speziellen Verfahren stehen die Programme OXIVARIO PLUS, OXIVA-RIO und ORTHOVARIO zur Verfügung. Im Auslieferungszustand sind die Programme den Programmplätzen 51 bis 53 zugeordnet.

Die OXIVARIO-Verfahren nutzen die Aktivsauerstofffreisetzung unter alkalischen Bedingungen. Der verwendete Reiniger muss tensidfrei sein und einen pH-Wert zwischen 11 und 11,5 haben.

Das Verfahren ORTHOVARIO reinigt in der ersten Reinigungsphase mit einem materialverträglichen Tensidreiniger und nutzt in der zweiten Phase ebenfalls die Aktivsauerstofffreisetzung, erzeugt bei einem pH zwischen 10,0 und 11,0 bei einer etwas höheren Temperatur von 65 °C.

Anwendungsgebiete

Das Verfahren OXIVARIO mit alkali- scher Reinigung ist ausgelegt für die Aufbereitung von chirurgischen Instru- menten, die besondere Anforderungen an die Reinigung stellen.

Insbesondere eignet sich das Verfahren zur Aufbereitung von OP-Instrumenten z. B. aus dem Bereich der HF (=Hochfrequenz)-Chirurgie, der Knochenchirurgie, bei Instrumenten, die aufgrund einer längeren Zeit bis zur Aufbereitung antrocknen und bei Anti-septica-Einflüssen.

Das Reinigungsverfahren ist schonend genug für minimalinvasive Instrumente einschließlich Optiken, soweit diese vom Hersteller für die alkalische Reinigung freigegeben sind.

Es ist nicht geeignet für eloxiertes Aluminium.

Bei Titanlegierungen, z. B. Implantaten, ist die Materialverträglichkeit nicht immer gegeben. Fragen Sie den Hersteller.

Das Verfahren ORTHOVARIO ist ausgelegt für eine materialverträgliche Aufbereitung von alkali-empfindlichen Instrumenten aus Aluminium, besonders für den Bereich der orthopädischen Instrumente, z. B. für Motorensysteme.

Auf Grund der oxidativen Wirkung ist auch dieses für Titanlegierungen, insbesondere farbcodierte Implantate nicht anwendbar.

⚠️ Die Verfahren reinigen so gründlich, dass zur Prävention von Schäden Instrumente mit aufeinander gleitendem Metall sorgfältig direkt nach der Aufbereitung mit geeigneten Mitteln gepflegt werden müssen.

Sicherheitshinweise und Warnungen

⚠️Die nachfolgend aufgeführten Sicherheitshinweise und Warnungen gelten zusätzlich zu den am Anfang der Gebrauchsanweisungen aufgeführten!

H_2O_2 -Lösung darf ausschließlich in Spezialbehältern der Firmen Ecolab und Dr. Weigert mit den zugehörigen Adaptern eingesetzt werden.
Sicherheitshinweise (Sicherheitsdatenblätter) der Hersteller unbedingt beachten.
Vorsicht beim Umgang mit H_2O_2 -Lösung, es handelt sich um eine ätzende Prozesschemikalie!

Die geltenden Sicherheitsvorschriften beachten!

Schutzbrille und Handschuhe benutzen!

Leere Behälter gemäß den Herstellerangaben entsorgen.
H_2O_2 -Lösung darf keinesfalls mit anderen Prozesschemikalien vermischt werden. Es besteht die Gefahr einer heftigen chemischen Reaktion, z. B. einer Verpuffung.
Es soll ausschließlich spezieller Tensidreiniger der Firmen Ecolab und Dr. Weigert verwendet werden.

Behälter mit H_2O_2 -Lösung anschließen

Der Anschlussschlauch für den Vorratsbehälter der H_2O_2 -Lösung ist mit einem schwarzen Aufkleber gekennzeichnet. Er wird ohne Adapter geliefert, da sich die Entnahmesysteme der Vorratsbehälter je nach Lieferant unterscheiden.

■ Adapter des entsprechenden Lieferanten mit dem Anschlussschlauch (schwarz) verbinden.
■ Vorratsbehälter mit H_2O_2 -Lösung anschließen.
■ Serviceprogramm DOS2-FÜLLEN starten.

Im Gegensatz zu den anderen Prozess-chemikalien soll der Vorratsbehälter mit H_2O_2 -Lösung vor dem Austausch vollständig entleert werden.

Erst wenn die Meldung BEHÄLTER DOS 2 FÜLLEN angezeigt wird, einen neuen Vorratsbehälter mit H₂O₂-Lösung anschließen und das Serviceprogramm DOS2-FÜLLEN starten.

Erscheint die Meldung DOSIERSYSTEM 2 PRÜFEN, Vorratsbehälter und Dosierleitung überprüfen. Das Programm wurde automatisch angehalten.

Elektrische und elektronische Altgeräte enthalten vielfach noch wertvolle Materialien. Sie enthalten aber auch schädliche Stoffe, die für ihre Funktion und Sicherheit notwendig waren. Im Restmüll oder bei falscher Behandlung können diese der menschlichen Gesundheit und der Umwelt schaden. Geben Sie Ihr Altgerät deshalb auf keinen Fall in den Restmüll.

MIELE G 7824 - Behälter mit H_2O_2 -Lösung anschließen - 1

Nutzen Sie stattdessen die an Ihrem Wohnort eingerichtete Sammelstelle zur Rückgabe und Verwertung elektrischer und elektronischer Altgeräte. Informieren Sie sich gegebenenfalls bei Ihrem Händler.

Bitte sorgen Sie dafür, dass Ihr Altgerät bis zum Abtransport kindersicher aufbewahrt wird.

Deutschland:

Miele & Cie. KG

Carl-Miele-Straße 29

33332 Gütersloh

Telefon: 05241 89-0

Telefax: 05241 89-2090

Miele im Internet: www.miele-professional.de

Österreich:

Miele Gesellschaft m.b.H.

Mielestraße 1 – 5071 Wals bei Salzburg

Telefon 050 800 - 0 - Telefax 050 800 - 81 219

Miele im Internet: www.miele-professional.at

E-Mail: info@miele.at

Verkauf: Telefon 050 800 - 81 420 - Telefax 050 800 - 81 429

E-Mail: vertrieb-professional@miele.at

Service Telefon 050 800 - 390

Schweiz:

Miele AG

Limmatstrasse 4, 8957 Spreitenbach

Telefon 056 417 20 00 Zentrale

Telefon 056 417 27 51 - Telefax 056 417 24 69

Miele Service Professional 0 800 551 670

E-Mail: info.mieleprofessional@miele.ch

Internet: http://www.miele-professional.ch

Luxemburg:

Miele S.à r.l.

Miele im Internet: www.miele.lu

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Produktinformationen

Marke : MIELE

Modell : G 7824

Kategorie : Geschirrspüler