MIELE G 7836 - Geschirrspüler

G 7836 - Geschirrspüler MIELE - Kostenlose Bedienungsanleitung

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BEDIENUNGSANLEITUNG G 7836 MIELE

Reinigungs- und Desinfektionsautomat G 7836 CD

Lesen Sie unbedingt die Gebrauchs-

anweisung vor Aufstellung -

Installation - Inbetriebnahme.

Dadurch schützen Sie sich und

vermeiden Schäden an Ihrem Gerät.

de - DE, AT, CH, LU

M.-Nr. 07 775 950

Inhalt

Sicherheitshinweise und Warnungen 5

Bestimmungsgemäße Verwendung 5

Am Gerät angebrachte Symbole 9

Zweckbestimmung....1 1

Gerätebeschreibung 13

Bedienelemente....14

Tür öffnen und schließen 16

Elektrische Türverriegelung 16

Öffnen der Tür mit der Notentriegelung. 16

Enthärtungsanlage (Option) 17

Wasserenthärtungsanlage einstellen. 17

Regenerationsanzeige. 17

Wasserenthärter aufbereiten 18

Salzgefäß füllen. 19

Salzgefäß aufsetzen 19

Regeneration durchführen 20

Automatische Wagenkennung (AWK) 21

Wagenkodierung 22

Halterung mit Wagenkodierung 23

Wagenkodierung einstellen 23

Anwendungstechnik 25

Proteinnachweis. 25

Spülgut einordnen 26

Gefederter Adapter Wasserversorgung 27

Höhenverstellung eines Oberkorbes 27

OP-Instrumentarium (OP) 28

Ophthalmologie 29

Anästhesie-Instrumentarium (AN) 30

Babyflaschen (BC)....3 1

OP-Schuhe (OS) 32

Laborgeräte (LG) 33

Chemische Verfahrenstechnik 34

Dosierung flüssiger Prozesschemikalien 39

Dosierautomaten vorbereiten 40

Behälter mit Prozesschemikalien füllen 41

Dosiersysteme entlüften 42

Bedienebene wechseln 43

Programm starten 4 4

Programmablauf 45

Ausschalten 45

Programmabbruch....46

Programm unterbrechen 47

Datentransfer 48

Instandhaltungsmaßnahmen 49

Wartung 49

Prozessvalidierung 50

Routineprüfungen 50

Siebe im Spülraum reinigen....51

Grobsieb reinigen....51

Flächensieb und Micro-Feinfilter reinigen 52

Sprüharme reinigen 53

Bedienungsblende reinigen 54

Front des Gerätes reinigen 54

Spülraum reinigen 54

Türdichtung reinigen 54

Wagen, Körbe und Einsätze 55

Wartung Trocknungsaggregat (TA) 56

Grobfilter austauschen 56

Feinfilter austauschen....57

Eingebauter Drucker (Option) 58

Papierrolle austauschen 58

Farbbandkassette austauschen 58

Inhalt

Störungen beseitigen 59

Thermoschalter 59

Siebe im Wasserzulauf reinigen 60

Kundendienst 61

Aufstellen 62

Elektroanschluss 63

Wasseranschluss 65

Wasserzulauf anschließen 65

AD-Wasseranschluss (druckfest) für 60 - 1000 kPa (0,6 - 10 bar) Überdruck. 66

AD-Wasseranschluss (drucklos) für 8,5 - 60 kPa (0,085 - 0,6 bar) (optional) . 66

Wasserablauf anschließen. 68

Technische Daten 69

Optionale Geräteausstattung 70

Sonderausstattung OXIVARIO und ORTHOVARIO 71

Gerätedefinition 71

Anwendungsgebiete....72

Sicherheitshinweise und Warnungen 73

Behälter mit H_2O_2 -Lösung anschließen ..... 7 3

Entsorgung des Altgerätes 74

Dieses Gerät entspricht den vorgeschriebenen Sicherheitsbestimmungen. Ein unsachgemäßer Gebrauch kann jedoch zu Schäden an Personen und Sachen führen.

Lesen Sie die Gebrauchsanweisung aufmerksam durch, bevor Sie dieses Gerät benutzen. Dadurch schützen Sie sich und vermeiden Schäden an dem Gerät.

Bewahren Sie die Gebrauchsanweisung sorgfältig auf!

Bestimmungsgemäße Verwendung

Der Reinigungs- und Desinfektions-automat ist ausschließlich für die in der Gebrauchsanweisung genannten Anwendungsgebiete zugelassen. Jegliche andere Verwendung, Umbauten und Veränderungen sind unzulässig und möglicherweise gefährlich.

Die Reinigungs- und Desinfektionsverfahren sind nur für Instrumente bzw. Medizinprodukte sowie Laborgeräte konzipiert, die vom Hersteller als wiederaufbereitbar deklariert sind. Die Hinweise der Spülgut- und Instrumentenhersteller sind zu beachten.

Der Hersteller haftet nicht für Schäden, die durch bestimmungswidrige Verwendung oder falsche Bedienung verursacht werden.

Das Gerät ist ausschließlich für die Verwendung in Innenräumen vorgesehen.

Der Einbau und die Montage dieses Gerätes an nichtstationären Aufstellungsorten dürfen nur von Fachbetrieben / Fachleuten durchgeführt werden, wenn sie die Voraussetzungen für den sicherheitsgerechten Gebrauch dieses Gerätes sicherstellen.

Beachten Sie folgende Hinweise, um Verletzungsgefahren zu vermeiden!

Das Gerät darf nur durch den Miele Kundendienst in Betrieb genommen, gewartet und repariert werden. Zur bestmöglichen Erfüllung von GLP-Leitlinien, Richtlinien bzw. der Medizinprodukte-Betreiberverordnung wird der Abschluss eines Miele Instandhaltungs-/Wartungsvertrages empfohlen. Durch unsachgemäße Reparaturen können erhebliche Gefahren für den Benutzer entstehen!

Das Gerät darf nicht in explosionsgefährdeten und frostgefährdeten Bereichen aufgestellt werden.

Die elektrische Sicherheit dieses Gerätes ist nur dann gewährleistet, wenn es an ein vorschriftsmäßig installiertes Schutzleitersystem angeschlossen wird. Es ist sehr wichtig, dass diese grundlegende Sicherheitsvoraussetzung geprüft und im Zweifelsfall die Hausinstallation durch eine Fachkraft überprüft wird.

Der Hersteller kann nicht für Schäden verantwortlich gemacht werden, die durch einen fehlenden oder unterbrochenen Schutzleiter verursacht werden (z. B. elektrischer Schlag).

Ein beschädigtes oder undichtes Gerät kann Ihre Sicherheit gefährden. Gerät sofort außer Betrieb setzen und den Miele Kundendienst informieren.
Die Bedienungspersonen müssen eingewiesen und regelmäßig geschult werden. Nicht eingewiesenem und geschultem Personal ist der Umgang mit dem Reinigungs- und Desinfektionsautomaten zu untersagen.
Vorsicht beim Umgang mit Prozesschemikalien (Reinigungs- und Neutralisationsmittel, Reinigungsverstärker, Klarspüler, usw.)! Es handelt sich dabei zum Teil um ätzende und reizende Stoffe.

Die geltenden Sicherheitsvorschriften beachten! Schutzbrille und Handschuhe benutzen! Bei allen Prozesschemikalien sind die Sicherheitshinweise und Sicherheitsdatenblätter der Hersteller zu beachten!

Der Reinigungs- und Desinfektionsautomat ist nur für den Betrieb mit Wasser und empfohlenen Prozesschemikalien ausgelegt. Das Gerät darf nicht mit organischen Lösemitteln oder entflammbaren Flüssigkeiten betrieben werden.

Es bestehen u. a. Explosionsgefahr und die Gefahr von Sachbeschädigung durch die Zerstörung von Gummi- und Kunststoffteilen und das dadurch verursachte Auslaufen von Flüssigkeiten.

Das Wasser im Spülraum ist kein Trinkwasser!

Stellen oder setzen Sie sich nicht auf die geöffnete Tür, der Reinigungs- und Desinfektionsautomat könnte kippen oder beschädigt werden.
Bei stehender Einordnung von scharfen, spitzen Gegenständen auf die Verletzungsgefahr achten und so einsortieren, dass von diesen keine Verletzungen ausgehen können.
Beim Betrieb des Reinigungs- und Desinfektionsautomaten die mögliche hohe Temperatur berücksichtigen. Beim Öffnen der Tür unter Umgehung der Verriegelung besteht Verbrennungs-, Verbrühungs- bzw. Verätzungsgefahr oder bei Desinfektionsmitteleinsatz die Gefahr der Inhalation toxischer Dämpfe!
Können bei der Aufbereitung in der Spülflotte flüchtige toxische/chemische Substanzen entstehen (z. B. Aldehyde im Desinfektionsmittel), sind die Abdichtung der Tür und gegebenenfalls die Funktion des Dampfkondensators regelmäßig zu kontrollieren.

Das Öffnen der Tür des Reinigungs- und Desinfektionsautomaten während einer Programmunterbrechung ist in diesem Fall mit einem besonderen Risiko verbunden.

Beachten Sie im Notfall bei Kontakt mit toxischen Dämpfen oder Prozesschemikalien die Sicherheitsdatenblätter der Hersteller der Prozesschemikalien!
Wagen, Module, Einsätze und Beladung müssen vor der Entnahme erst abkühlen, danach evtl. Wasserreste aus schöpfenden Teilen in den Spülraum entleeren.

Nach der Trocknung mit dem Trocknungsaggregat zunächst nur die Tür öffnen, damit sich das Spülgut, der Wagen, die Module und Einsätze abkühlen können.
Fassen Sie nicht an die Heizkörper wenn Sie während oder nach Ende des Programms die Tür öffnen. Selbst einige Minuten nach beendetem Programm können Sie sich daran verbrennen.
Der Reinigungs- und Desinfektions-automat und dessen unmittelbarer Umgebungsbereich darf zur Reinigung nicht abgespritzt werden, z.B. mit einem Wasserschlauch oder Hochdruckreiniger.
Trennen Sie das Gerät vom elektrischen Netz, wenn es gewartet wird.

Beachten Sie folgende Hinweise, um die Qualitätssicherung bei der Aufbereitung medizinischer Produkte bzw. kritischen Laborglases zu gewährleisten und um Patientengefährdung und Sachschäden zu vermeiden!

Sofern das Gerät für behördlich angeordnete Entseuchungen eingesetzt wurde, muss der Dampfkondensator und seine Verbindungen zur Spülkammer und zum Ablauf des Gerätes im Falle einer Reparatur oder Austausch desinfiziert werden.
▶ Eine Programmunterbrechung darf nur in Ausnahmefällen durch autorisierte Personen erfolgen.

▶ Den Reinigungs- und Desinfektions-standard der Desinfektionsverfahren in der Routine hat der Betreiber nachweisbar sicherzustellen. Die Verfahren sollten regelmäßig thermoelektrisch sowie durch Ergebniskontrollen dokumentierbar überprüft werden. Bei chemothermischen Verfahren sind zusätzliche Prüfungen mit Chemo- bzw. Bio-Indikatoren erforderlich.
Für die thermische Desinfektion sind Temperaturen und Einwirkzeiten anzuwenden, die gemäß Normen und Richtlinien sowie mikrobiologischen, hygienischen Kenntnissen die erforderliche Infektionsprophylaxe bereitstellen.
Programme zur Desinfektion unter Zugabe eines chemischen Desinfektionsmittels bei moderaten Temperaturen von beispielsweise 65 °C oder niedriger sind für die behördlich anerkannte Entseuchung gemäß §18 IfSG in Reinigungs- und Desinfektionsautomaten nicht anerkannt. Sie sollten nur angewendet werden, wenn es aufgrund der Temperaturempfindlichkeit des Spülgutes erforderlich ist. Die Desinfektionsparameter basieren auf den Gutachten der Desinfektionsmittelhersteller. Ihre Angaben zu Handhabung, Einsatzbedingungen und Wirksamkeit sind besonders zu beachten. Die Anwendung derartiger chemo-thermischer Verfahren ist der Verantwortung des Betreibers überlassen.

OP-Schuhe sollten nur in einem für diese Anwendung installierten Automaten gereinigt und desinfiziert werden.
Prozesschemikalien können unter gewissen Umständen zu Schäden am Gerät führen. Es wird empfohlen den Empfehlungen des Miele Kundendienstes zu folgen. Bei Schadensfällen und dem Verdacht auf Materialunverträglichkeiten wenden Sie sich an die Miele Anwendungstechnik.
Vorausgehende Behandlungen (z.B. mit Reinigungs- oder Desinfektionsmitteln), aber auch bestimmte Anschmutzungen sowie Prozesschemikalien, auch kombiniert durch chemische Wechselwirkung, können Schaum verursachen. Schaum kann das Reinigungs- und Desinfektionsergebnis beeinträchtigen.
Das Aufbereitungsverfahren muss so eingestellt werden, dass kein Schaum aus dem Spülraum austritt. Austretender Schaum gefährdet den sicheren Betrieb des Reinigungs- und Desinfektionsautomaten.
Das Aufbereitungsverfahren muss regelmäßig kontrolliert werden, um Schaumbildung zu erkennen.
Um Sachbeschädigungen an Reinigungs- und Desinfektionsautomaten und verwendetem Zubehör durch die Einwirkung von Prozesschemikalien, eingebrachter Verschmutzung sowie deren Wechselwirkung zu vermeiden, die Hinweise im Kapitel "Chemische Verfahrenstechnik" berücksichten.

Die anwendungstechnische Empfehlung von Prozesschemikalien (wie z. B. Reinigungsmittel) bedeutet nicht, dass der Gerätehersteller die Einflüsse der Prozesschemikalien auf das Material des Reinigungsgutes verantwortet. Beachten Sie, dass Formulierungsänderungen, Lagerbedingungen usw, welche vom Hersteller der Chemikalien nicht bekanntgegeben wurden, die Qualität des Reinigungsergebnisses beeinträchtigen können.

Achten Sie bei der Verwendung von Prozesschemikalien bitte unbedingt auf die Hinweise des Herstellers. Setzen Sie die jeweiligen Prozesschemikalien nur für den vom Hersteller vorgesehenen Anwendungsfall ein, um Materialschäden und ggf. heftigste chemische Reaktionen (z.B. Knallgasreaktion) zu vermeiden.
Bei kritischen Anwendungen, in denen besonders hohe Anforderungen an die Aufbereitungsqualität gestellt werden, sollten die Verfahrensbedingungen (Prozesschemikalien, Wasserqualität etc.) vorab mit der Miele Anwendungstechnik abgestimmt werden.
Wenn an das Reinigungs- und Nachspülergebnis besonders hohe Anforderungen gestellt werden (z. B. chemische Analytik, spezielle industrielle Fertigungen etc.), muss durch den Betreiber eine regelmäßige Qualitätskontrolle zur Absicherung des Aufbereitungsstandards erfolgen.

Die Wagen, Körbe und Einsätze zur Aufnahme des Spülgutes sind nur bestimmungsgemäß zu verwenden. Instrumente mit Hohlräumen müssen innen vollständig mit Spülflotte durchströmt werden.
Restflüssigkeit enthaltende Gefäße müssen vor dem Einordnen entleert werden.
Es dürfen keine nennenswerten Reste von Lösemitteln und Säuren, insbesondere Salzsäure und chloridhaltige Lösungen mit dem Einbringen des Reinigungsgutes in den Spülraum gelangen. Ebenfalls keine korrodierenden Eisenwerkstoffe! Lösemittel in Verbindung mit der Anschmutzung dürfen (besonders bei Gefahrenklasse A1) nur in Spuren vorhanden sein.
Achten Sie darauf, dass die Edelstahlaußenverkleidung nicht mit salzsäurehaltigen Lösungen/Dämpfen in Kontakt kommt, um Korrosionsschäden zu vermeiden.
Nach Arbeiten am Leitungswassernetz muss die Wasserversorgungsleitung zum Reinigungs- und Desinfektionsautomaten entlüftet werden. Andernfalls können Bauteile des Reinigungs- und Desinfektionsautomaten beschädigt werden.
Beachten Sie die Installationshinweise in der Gebrauchsanweisung und die Installationsanweisung.

Benutzung von Zubehör

Es dürfen nur Miele Zusatzgeräte für den entsprechenden Verwendungszweck angeschlossen werden. Die Typbezeichnung der einzelnen Geräte nennt Ihnen die Miele Anwendungstechnik.
Es dürfen nur Miele Wagen, Körbe und Einsätze verwendet werden. Bei Veränderung des Miele Zubehörs oder bei Verwendung anderer Wagen und Einsätze kann Miele nicht sicherstellen, dass ein ausreichendes Reinigungs- und Desinfektionsergebnis erreicht wird. Dadurch ausgelöste Schäden sind von der Garantie ausgenommen.
Es dürfen nur Prozesschemikalien eingesetzt werden, die von ihrem Hersteller für das jeweilige Anwendungsgebiet freigegeben sind. Der Hersteller der Prozesschemikalien trägt die Verantwortung für negative Einflüsse auf das Material des Spülgutes und des Reinigungs- und Desinfektionsautomaten.

Am Gerät angebrachte Symbole

MIELE G 7836 - Am Gerät angebrachte Symbole - 1

Achtung: Gebrauchsanweisung beachten!

MIELE G 7836 - Am Gerät angebrachte Symbole - 2

Achtung: Gefahr durch elektrischen Schlag!

Entsorgung des Altgerätes

▶ Bitte beachten, dass das Altgerät durch Blut oder andere Körperflüssigkeiten kontaminiert sein kann und deshalb vor der Entsorgung dekontaminiert werden muss.

Entsorgen Sie aus Gründen der Sicherheit und des Umweltschutzes alle Reste von Prozesschemikalien unter Beachtung der Sicherheitsvorschriften (Schutzbrille und Handschuhe benutzen!).

Entfernen bzw. zerstören Sie auch den Türverschluss, damit sich Kinder nicht einschließen können. Danach das Gerät einer ordnungsgemäßen Entsorgung zuführen.

Bei Geräten mit Tanksystem muss das Wasser im Tank vorher entfernt werden.

Der Hersteller haftet nicht für Schäden, die infolge von Nichtbeachtung der Sicherheitshinweise und Warnungen verursacht werden.

In dem Miele Reinigungs- und Desinfektionsgerät können wiederaufbereitbare Medizinprodukte, Laborgeräte sowie Produktionsteile gereinigt, gespült, desinfiziert (thermisch bzw. chemisch-thermisch) und getrocknet werden.

Dazu sind auch die Informationen der Hersteller der Medizinprodukte (EN ISO 17664) sowie der Laborgeräte zu beachten.

Beispielhafte Anwendungsgebiete sind:

– chirurgische Instrumente,
- Instrumente der minimalinvasiven Chirurgie,
- Instrumentarium der Anästhesie und Intensivpflege,
– Babyflaschen und Sauger,
- OP-Schuhe,

oder

  • Laborgeräte aus Forschung und Produktion,
  • Laborgeräte analytischer und präparativer Bereiche,
  • Laborgeräte der Mikrobiologie und Biotechnologie.

Als Laborgeräte werden Geräte von der Abdampfschale bis zum Zentrifugen-röhrchen verstanden.

Der Begriff Spülgut wird in dieser Gebrauchsanweisung allgemein verwendet, wenn die aufzubereitenden Gegenstände nicht näher definiert sind.

Die Aufbereitung von Instrumenten bzw. Laborgeräten erfolgt zwecks Standardisierung vorzugsweise durch maschinielle Reinigungsverfahren.

Soweit zum Personal- bzw. Patientenschutz die Desinfektion erforderlich ist, erfolgt diese vorzugsweise mit thermischer Desinfektion, z. B. mit dem DESIN vario TD-Verfahren.

Gemäß dem A 0 -Konzept der EN ISO 15883-1 erfolgt die thermische Desinfektion mit den Parametern 80 °C (+ 5 °C, - 0 °C) und 10 min Einwirkzeit (A 0 600) bzw. mit 90 °C (+ 5 °C, - 0 °C) und 5 min Einwirkzeit (A _0 3000), je nach erforderlicher Desinfektionswirkung.

Der Wirkungsbereich des A_0 3000 umfasst auch die Inaktivierung von HBV.

Gegebenenfalls sind für die Desinfektion regional gesetzliche oder amtliche Weisungen zu beachten (z. B. für die BRD gemäß § 18 IfSG).

Die Reinigungsbedingungen sind optimal an die Anschmutzung und Art des aufzubereitenden Spülgutes anzupassen.

Die Verwendung entsprechender Prozesschemikalien ist auf die Reinigungsproblematik sowie ggf. auf die Analytik bzw. die analytische Methode abzustimmen.

Das Reinigungsergebnis ist maßgeblich für die Sicherheit der Desinfektion, Sterilisation sowie Rückstandfreiheit und somit für die sichere Wiederverwendung.

Die Reinigung ist für wiederaufzubereitende Medizinprodukte am besten mit dem DESIN vario TD-Verfahren oder wenn angezeigt mit dem ORTHOVA-RIO- bzw. OXIVARIO-Verfahren möglich.

Wichtig für die adäquate Reinigung der Instrumente und Geräte ist die Anwendung darauf abgestimmter Beladungssträger (Wagen, Module, Einsätze usw.). Das Kapitel "Anwendungstechnik" gibt dazu Beispiele.

Der Reinigungs- und Desinfektionsautomat ist für eine Nachspülung mit Brauch- oder aufbereitetem Wasser (z.B. Aqua destillata, Rein(st)wasser, vollentsalztes Wasser (VE), demineralisiertes Wasser in anwendungstechnisch angemessener Qualität) ausgestattet.

Gemäß EN ISO 15883 ist das Gerät für die Validierung der Prozesse qualifizierbar.

MIELE G 7836 - oder - 1

① elektronische Steuerung
② Serielle Schnittstelle, Rückseite (links oben, hinter Abdeckblech)
③ Messfühlerzugang für Validierung
④ Aufnahmestutzen für Salzgefäß (Wasserenthärter)
⑤ Sieb-Kombination
⑥ Serviceklappe

⑦ Vorratsbehälter für Dosiersysteme DOS 2 und DOS 4, optional
⑧ DOS-Schublade
⑨ Vorratsbehälter für Neutralisations mittel (rot) und flüssiges Reinigungsmittel (blau)
⑩ Trocknungsaggregat (TA)
⑪ Printer (optional)

Bedienelemente
MIELE G 7836 - oder - 2

text_image I-0 ① ② ③ ④ ⑤ ⑥ ⑦ ◀ > - + OPC ⑧ ⑨ ⑩ ⑪ 22 24 2 4 6 18 16 14 12 20 18 16 14 12 22 24 2 4 6 ⑧ ⑨ ⑩ ⑪

① Display

mit Bildschirmschoner; d.h. die Hintergrundbeleuchtung schaltet sich nach ca. 15 min automatisch aus; beliebige Taste drücken, um die Displaybeleuchtung wieder einzuschalten

Während des Betriebs auftretende Fehlermeldungen werden im Display angezeigt.

Eine Tabelle mit allen Fehlermeldungen finden Sie im Programmierhandbuch.

② Ein/Aus-Taste (I-0)

bewegt den Cursor nach links:

– zum vorherigen Menüpunkt
- zum vorherigen Parameter
- zur vorherigen Eingabestelle

④ Cursor-Taste rechts ▶

bewegt den Cursor nach rechts:

– zum nächsten Menüpunkt
– zum nächsten Parameter
– zur nächsten Eingabestelle

⑤ Minus-Taste

  • Programmwahl für die Programmplätze ab 24
    – seitenweise zurückblättern in Menüs
    – Ziffern und Buchstaben eingeben
    – Voreinstellungen ändern, z.B. Serviceparameter

⑥ Plus-Taste +

  • Programmwahl für die Programmplätze ab 24
    – seitenweise vorblättern in Menüs
    – Ziffern und Buchstaben eingeben
    – Voreinstellungen ändern, z. B. Serviceparameter

⑦ Türschalter

⑧ Start-Taste

  • Programm starten
    – Eingabemodus aktivieren
    – Werte und Einstellungen bestätigen
  • Menüpunkte bestätigen, um in das entsprechende Untermenü zu gelangen

⑨ Stop-Taste

  • Programm abbrechen
    – Eingabemaske verlassen ohne zu speichern
  • Menü verlassen

⑩ Service-Schnittstelle OPC

⑪ Programmwähler

Wahl der Programmplätze 1-23

Elektrische Türverriegelung

Das Gerät ist mit einer elektrischen Türverriegelung ausgestattet.

Die Tür kann nur geöffnet werden, wenn:

  • das Gerät elektrisch angeschlossen ist,
  • der Hauptschalter I-0 eingeschaltet ist und
  • kein Reinigungs- oder Desinfektionsprogramm abläuft.

Tür öffnen

■ Türschalter ☐ drücken, in die Griffleiste der Tür fassen und die Tür öffnen.

⚠️ Fassen Sie nicht an die Heizkörper, wenn Sie während oder nach Ende des Programms die Tür öffnen. Selbst einige Minuten nach beendetem Programm können Sie sich daran verbrennen.

Tür schließen

■ Tür hochklappen und bis zum Einrasten fest andrücken.

Öffnen der Tür mit der Notentriegelung

⚠️ Die Notentriegelung darf nur be- tätigt werden, wenn ein normales Öffnen der Tür nicht mehr möglich ist, z.B. bei einem Stromausfall. Achtung bei DESIN-Programmen – siehe Sicherheitshinweise und Warnungen!

Wenn sich zum Zeitpunkt der Notentriegelung viel heißes Wasser im Spülraum befindet und die Tür des Reinigungsautomaten rasch geschlossen wird, kann heißes Wasser austreten. Es besteht Verbrühungs- bzw. Verbrennungsgefahr.

■ Gerät ausschalten (Taste I-0).

MIELE G 7836 - Öffnen der Tür mit der Notentriegelung - 1

■ Die Serviceklappe entfernen und den Ring der Notentriegelung nach unten ziehen.

Um gute Reinigungsergebnisse zu erzielen, benötigt der Reinigungs- und Desinfektionsautomat weiches (kalkarmes) Wasser. Bei hartem Leitungswasser legen sich weiße Beläge auf Spülgut und Spülraumwänden ab. Leitungswasser ab einer Wasserhärte von 4 °dH (0,7 mmol/l) muss deshalb enthältet werden. Das geschieht in der eingebauten Enthärtungsanlage automatisch.

  • Die Enthärtungsanlage benötigt Regeneriersalz.
  • Der Reinigungs- und Desinfektions-automat muss genau auf die Härte Ihres Leitungswassers programmiert werden.
    – Das zuständige Wasserwerk gibt Auskunft über den genauen Härtegrad des Leitungswassers.

Werkseitig ist die Wasserenthärtungsanlage auf eine Wasserhärte von 19 °dH (3,4 mmol/l) eingestellt.

Bei abweichender Wasserhärte (auch unter 4 °dH) muss die werkseitige Einstellung über die Elektronische Steuerung verändert werden.

Bei schwankender Wasserhärte (z. B. 8 - 17 °dH) die Enthärtungsanlage immer auf den höchsten Wert einstellen (in diesem Beispiel 17 °dH)!

Die eingebaute Wasserenthärtungsanlage kann von 1 - 60° d He i n g e stellt werden.

In einem eventuellen späteren Kunden- dienstfall erleichtern Sie dem Techniker die Arbeit, wenn die Leitungswasser- härte bekannt ist.

Tragen Sie hier bitte die Leitungswasserhärte ein:

^ dH

Wasserenthärtungsanlage einstellen

Bei der ersten Inbetriebnahme muss der Miele Kundendienst die örtliche Wasserhärte in der Profitronic einstellen, (siehe Programmierhandbuch, Kapitel Betriebsinformation/Regenerieren).

Regenerationsanzeige

Wenn nach entsprechenden Spülvorgängen die Meldung REGENERIEREN im Display erscheint, ist der eingebaute Wasserenthärter erschöpft und kann kein enthärtetes Wasser mehr liefern. Er muss dann sofort nach Programmende mit Regeneriersalz aufbereitet werden.

Sollte dieses aus betrieblichen Gründen nicht möglich sein und sind bereits weitere Spülabläufe durchgeführt worden, so muss zweimal hintereinander regeneriert werden.

Wasserenthärter aufbereiten

Verwenden Sie nur reine Siedesalze, vorzugsweise spezielle, möglichst grobkörnige Regeneriersalze mit einer Körnung von ca. 1 - 4 mm, wie z. B. das Regeneriersalz "BROXAL compact" oder "Calgonit Professional". Keinesfalls andere Salze, z. B. Speisesalz, Viehsalz oder Tausalz, verwenden. Diese können wasserunlösliche Bestandteile enthalten, welche eine Funktionsstörung des Wasserenthärters verursachen!

Das Salzgefäß fasst ca. 2 kg Salz.

Wenn nur Siedesalze in feinerer Körnung zur Verfügung stehen, bitte mit dem Miele Kundendienst Rücksprache halten.

Siedesalze mit einer Körnung größer als 4 mm können nicht eingesetzt werden.

⚠️ Füllen Sie auf keinen Fall Reinigungsmittel o.ä. in das Salzgefäß! Dadurch kann es

- zur Zerstörung des Enthärters und - zur Verstopfung des Siebvers- schlusses kommen.

Folge: Druckaufbau im Salzgefäß. Beim Abnehmen des Salzgefäßes besteht dann ein Verätzungsrisiko durch ätzende alkalische Lösung sowie Verletzungsgefahr! Überzeugen Sie sich bitte vor jedem Füllen des Salzgefäßes, dass Sie eine Salzpackung in der Hand halten.

Salzgefäß füllen

MIELE G 7836 - Salzgefäß füllen - 1

■ Siebverschluss herausschrauben.
■ Salzgefäß mit Regeneriersalz füllen und mit dem Siebverschluss schließen.

Salzgefäß aufsetzen

MIELE G 7836 - Salzgefäß aufsetzen - 1

■ Wagen aus dem Spülraum nehmen.
■ Kunststoffdeckel oben rechts im Spülraum abschrauben.

⚠️ Im Kunststoffdeckel befindet sich eine kleine Menge Restwasser, die abhängig vom vorherigen Programmablauf sehr heiß sein kann.

MIELE G 7836 - Salzgefäß aufsetzen - 2

■ Salzgefäß aufsetzen und festschrauben.

Regeneration durchführen

■ Tür schließen.
■ Wasserhähne öffnen.
■ Programmwahl REGENERIEREN.

Das Regenerieren läuft automatisch ab.

Danach:

■ Gerät ausschalten.
■ Salzgefäß vorsichtig abschrauben, damit sich eventuell vorhandener Wasserdruck erst abbauen kann. Keine Gewaltanwendung! Lässt sich das Gefäß nicht von Hand lösen, benachrichtigen Sie den Miele Kundendienst.

■ Enthärterdeckel wieder aufschrauben.

■Wagen einschieben.

■ Wasserhähne schließen.

■ Salzgefäß außerhalb des Spülraumes entleeren.

■ Salzgefäß und Siebverschluss mit klarem Wasser abwaschen.

Der Wasserdruck (Fließdruck an der Zapfstelle) muss mindestens 100 kPa (1 bar) betragen.

Ist der Fließdruck unter 100 kPa (1 bar) oder stark schwankend, kann der Wasserenthärter nicht ordnungsgemäß aufbereitet werden. Es können sich dann nach erfolgter Regeneration noch Salzreste im Salzgefäß befinden.

Zur restlosen Ausnutzung des Salzes und zum Ausspülen des Enthärters muss dann das Programm REGENERIEREN erneut eingeschaltet werden.

In der Bedienebene C ordnet die Automatische Wagenkennung (AWK) einem gültig kodierten Wagen einen festen Programmplatz von 1 bis 15 zu.

Die Wagenkodierung am Wagen und der Programmplatz mit dem entsprechenden Programm in der Elektronischen Steuerung müssen aufeinander abgestimmt werden.

Dazu:

■ Jeden Wagen vor der ersten Inbetriebnahme kodieren, siehe "Wagenkodierung", und
■ das zur Kodierung des Wagens passende Spülprogramm dem entsprechenden Programmplatz zuordnen.

Programmplatzänderung siehe Programmierhandbuch unter "Systemfunktion/Wahlschalter-Organisation".

⚠️ Bevor das Programm gestartet wird, muss unbedingt überprüft werden, ob das für diesen Wagen erforderliche Programm im Display angezeigt wird!

Unzureichende Reinigungs- bzw. Desinfektionsergebnisse können sonst die Folge sein!

Achten Sie deshalb immer darauf, dass die Programme für Wagen mit AWK (auf den festgelegten Programmplätzen) nicht willkürlich vertauscht werden.

Wagenkodierung

Die automatische Wagenkennung ordnet einem Wagen einen Programmplatz zu. Dazu müssen die Wagen mit einer Magnetleiste (über eine Bitkombination) kodiert sein.

In der Bedienebene C steht für einen kodierten Wagen nur das Programm zur Verfügung, das dem entsprechenden Programmplatz zugeordnet ist.

Nachdem ein kodierter Wagen eingeschoben wurde (an der Magnetleiste dürfen sich keine Kleinteile befinden) und die Tür des Gerätes geschlossen ist, wählt die automatische Wagenkennung das zugeordnete Programm aus.

⚠ An der Magnetleiste, besonders an ihrer Unterseite, dürfen keine metallischen Kleinteile oder Instrumententeile haften, die durch den starken Magnetismus angezogen wurden. Durch anhaftende metallische Gegenstände kann die Kodierung falsch abgelesen werden.

Das Programm wird mit ◇ gestartet.

Die Kodierung erfolgt über fünf Bits:

MIELE G 7836 - Wagenkodierung - 1

- Bit 1 bis 4 bestimmen den Wagencode,

- Bit 5 dient der Kontrolle (Parity-Bit).

Halterung mit Wagenkodierung

15 verschiedene Codes sind einstellbar. Sie sind den Programmplätzen 1 bis 15 zugeordnet.

Unter "Systemfunktion 'Wahlschalter-Organisation'" müssen Sie die passenden Programme auf die ersten 15 Programmplätze legen.

Programm-platzBit 1Bit 2Bit 3Bit 4Bit 5 Parity-Bit
-00000
110001
201001
311000
400101
510100
601100
711101
800011
910010
1001010
1111011
1200110
1310111
1401111
1511110

Die Summe der Kodierung muss eine gerade Zahl ergeben.

Ergibt die Summe der Kodierung eine ungerade Zahl, erscheint die Meldung WAGENKENNUNG PRÜFEN.

Ist der Wagencode gleich 0, erscheint die Meldung WAGENKENNUNG FEHLT. In beiden Fällen kann kein Programm gestartet werden. Die Wagenkennung muss neu eingestellt werden.

Wagenkodierung einstellen

Um die Kodierung eines Wagens mit automatischer Wagenkennung (AWK) einzustellen oder zu ändern, gehen Sie folgendermaßen vor:

MIELE G 7836 - Wagenkodierung einstellen - 1

■ Schiene mit AWK abschrauben (Innen-Sechskant-Schlüssel) und aus der Halterung nehmen.

MIELE G 7836 - Wagenkodierung einstellen - 2

■ Magnetleiste aus der Schiene nehmen.

Automatische Wagenkennung (AWK)

MIELE G 7836 - Automatische Wagenkennung (AWK) - 1

■ Kodierung des Programmplatzes einstellen.

MIELE G 7836 - Automatische Wagenkennung (AWK) - 2

■ Schiene in die Halterung am Wagen legen und festschrauben.

MIELE G 7836 - Automatische Wagenkennung (AWK) - 3

■ Magnetleiste in die Schiene einsetzen.

Die Magnetleiste der Reinigungs- und Desinfektionsautomaten G 7835 und G 7836 muss graue Magnete enthalten.

Die Magnetleiste muss so in die Schiene eingelegt sein, dass die laut Tabelle eingestellten Bit-Kodierungen durch die runden Fenster in der Schiene erkennbar sind.

Der Reinigungs- und Desinfektionsautomat ist mit verschiedenen Wagen und Körben ausrüstbar, die nach Art und Form des zu reinigenden und desinfizierenden Spülgutes mit den unterschiedlichsten Einsätzen ausgestattet werden können.

Wagen, Körbe und Einsätze müssen entsprechend der Aufgabenstellung ausgewählt werden.

Ausstattungsbeispiele und Hinweise zu den einzelnen Anwendungsgebieten finden Sie auf den nächsten Seiten.

Prüfen Sie vor jedem Programmstart folgende Punkte (Sichtkontrolle):

  • Ist das Spülgut spültechnisch richtig eingeordnet/angeschlossen?
  • Sind die Sprüharme sauber und können sie frei rotieren?
  • Ist die Siebkombination frei von groben Verschmutzungen (vorhandene große Teile entfernen, evtl. Siebkombination reinigen)?
  • Ist der Adapter zur Wasserversorgung der Sprüharme bzw. der Düsen richtig angekoppelt?
  • Sind die Behälter mit den Prozesschemikalien ausreichend gefüllt?

Prüfen Sie nach jedem Programmende folgende Punkte:

  • Kontrollieren Sie das Reinigungsergebnis des Spülgutes mittels Sichtkontrolle.
  • Befinden sich sämtliche Hohlkörperinstrumente noch auf den entsprechenden Düsen?

⚠️ Instrumente, die sich während der Aufbereitung von den Adaptern gelöst haben, müssen noch einmal aufbereitet werden.

  • Sind die Lumen der Hohlkörperinstrumente durchgängig?
  • Sind die Düse und Anschlüsse fest mit dem Korb/Einsatz verbunden?

Proteinnachweis

Das Reinigungsergebnis sollte stichprobenartig durch eine proteinanalytische Kontrolle überprüft werden, z. B. mit dem Miele Test Kit.

Spülgut einordnen

  • Das Spülgut grundsätzlich so einordnen, dass alle Flächen vom Wasser umspült werden können. Nur dann kann es sauber werden!
  • Das Spülgut darf nicht ineinander liegen und sich gegenseitig abdecken.
  • Instrumente mit Hohlräumen müssen innen vollständig mit Spülflotte gespült bzw. durchströmt werden.
  • Bei Instrumenten mit engen, langen Hohlräumen muss vor dem Einsetzen in die Spülvorrichtung bzw. beim Anschluss der Spülvorrichtung die Durchspülbarkeit sichergestellt sein.
  • Hohlgefäße mit den Öffnungen nach unten in die entsprechenden Wagen, Körbe und Einsätze stellen, damit das Wasser ungehindert ein- und austreten kann. Um Glasbruch zu vermeiden, evtl. Abdeckungen verwenden.
  • Leichtes Spülgut mit einem Abdecknetz (z. B. A 6) sichern bzw. Kleinteile in eine Kleinteilesiebschale legen, damit sie den Sprüharm nicht blockieren oder durch die Magnetleiste der automatischen Wagenkennung angezogen werden.
  • Spülgut mit tiefem Boden möglichst schräg einstellen, damit das Wasser ablaufen kann.
  • Hohe schlanke Hohlgefäße möglichst im mittleren Bereich der Wagen/Körbe einordnen. Dort werden sie von den Sprühstrahlen besser erreicht.

  • Wagen/Körbe mit Adapter müssen richtig ankuppeln.

  • Die Sprüharme dürfen nicht durch zu hohe oder nach unten durchstehende Teile blockiert werden. Evtl. Drehkontrolle von Hand durchführen.
  • Um Korrosion zu vermeiden, empfiehlt es sich, nur spültechnisch einwandfreie Instrumente aus Edelstahl zu verwenden.
  • Thermolabiles Instrumentarium nur mit einem chemothermischen Verfahren reinigen und desinfizieren.

⚠ Einweginstrumente dürfen auf keinen Fall aufbereitet werden.

Vorabräumen

■ Spülgut vor dem Einordnen entleeren (ggf. seuchengesetzliche Bestimmungen beachten).

⚠️ Reste von Säuren und Lösemittel, insbesondere Salzsäure und chloridhaltige Lösungen, dürfen nicht in den Spülraum gelangen.

Instrumentenentsorgung

Die Instrumentenentsorgung zur Aufbereitung erfolgt vorzugsweise "trocken".

Gefederter Adapter Wasserversorgung

Der gefederte Wasserversorgungs-Adapter der Körbe bzw. Injektorwagen muss beim Einschieben in den Reinigungs- und Desinfektionsautomaten richtig ankoppeln, d.h. er muss um 4 - 5 mm höher als die Wasserzuführung in dem Reinigungs- und Desinfektionsautomaten eingestellt sein.

Ist das nicht der Fall, verstellbaren Adapter entsprechend anpassen.

MIELE G 7836 - Gefederter Adapter Wasserversorgung - 1

Höhenverstellung eines Oberkorbes

Der Oberkorb ist in drei Ebenen um jeweils 2 cm höhenverstellbar.

Je nach Einstellung des Oberkorbes und Verwendung eines Einsatzes, kann Spülgut verschiedener Höhen in die Körbe eingeordnet werden.

An der rechten Seite ist die Höhe im Oberkorb durch den Aufnahmestutzen für das Salzgefäß eingeschränkt.

Zum Verstellen des Oberkorbes:

■ Oberkorb bis zum Anschlag nach vorn ziehen und von den Laufschie- nen heben.
■ Rollenhalterungen an beiden Seiten des Korbes mit einem 7 mm Schraubenschlüssel abschrauben und wunschgemäß versetzen.

OP-Instrumentarium (OP)

Die Entsorgungszeit von OP-Instrumentarium bis zur Aufbereitung sollte möglichst kurz gehalten werden.

Für OP-Instrumentarium mit einer längeren Entsorgungszeit eignen sich die Reinigungs- und Desinfektionsverfahren OXIVARIO bzw. ORTHOVARIO, siehe Kapitel "Sonderausstattung".

Die Desinfektion chirurgischer Instrumente, auch die der minimalinvasiven Chirurgie, erfolgt vorzugsweise thermisch.

Für die Nachspülung sollte möglichst vollentsalztes Wasser verwendet werden, um ein fleckenfreies Ergebnis zu erzielen und Korrosion zu vermeiden. Bei der Verwendung von Brauchwasser mit mehr als 100 mg Chlorid/l besteht Korrosionsgefahr.

Gelenkinstumente geöffnet in die Siebschalen einlegen, sie sollten sich nicht gegenseitig abdecken.

Den Wagen für OP-Instrumentarium liegen separate Gebrauchsanweisungen bei.

Bei der Aufbereitung englumige In-strumente z. B. der minimalinvasiven Chirurgie ist die intensive gründliche Innenreinigung äußerst wichtig. Nur die Programme Vario-TD und OXIVARIO (Sonderausstattung) sind adäquat auf die gründliche Reinigung ausgerichtet. Die spezifischen Beladungsvorschriften sind unbedingt zu beachten, darüber hinaus auch die Verfahrensabstimmung und Verwendung der materialverträglichen Reinigungsmittel für diese empfindlichen Instrumente.

Für die Nachspülung sollte vollentsalztes Wasser mit einem Leitwert von 15 S/cm (Microsiemens pro Zentimeter) eingesetzt werden.

Besonders englumige Instrumente müssen gegebenenfalls manuell vorgereinigt werden. Hinweise der Instrumentenhersteller beachten!

Ophthalmologie

Augen-OP-Instrumente können in einem speziellen Injektorwagen maschinell gereinigt und desinfiziert werden.

Die obere Ebene ist mit unterschiedlichen Anschlüssen für Hohlkörperinstrumente, z. B. Spül- und Saughandgriffe und Kanülen, ausgestattet.

In das Auflagegitter eingesteckte Sili- konaufnahmen und -anschläge fixieren und sichern dabei die Instrumente an den Schlauchanschlüssen des Injektor- wagens.

Die untere Ebene des Injektorwagens wird mit Einsätzen E 441/1 oder Siebschalen E 142 zur Aufbereitung von Instrumenten ohne Hohlkörper bestückt.

⚠ In Reinigungs- und Desinfektionsautomaten, in denen englumige ophthalmologische Instrumente aufbereitet werden, dürfen keine Abdecknetze aus Kunststofffasern verwendet werden.

Dem Wagen für Augen-OP-Instrumentarium liegt eine separate Gebrauchsanweisung bei.

Anästhesie-Instrumentarium (AN)

Die Desinfektion erfolgt in der Regel thermisch mit dem Programm DES-VAR-TD-AN.

Sie kann bei Bedarf aber auch chemo-thermisch erfolgen. Dazu sind die Wassermengen in den chemischen Desinfektionsprogrammen zu erhöhen. Die Desinfektionsleistung chemo-thermischer Verfahren ist bedingt durch das verwendete Desinfektionsmittel.

Soweit keine anschließende Sterilisation erfolgt, ist zur Vermeidung von Wasserkeimwachstum für die Lagerung eine vollständige Trocknung erforderlich.

Dazu muss unbedingt eine ausreichende Trocknungszeit gewählt werden.

Den Wagen für Anästhesie-Instrumentarium liegen separate Gebrauchsanweisungen bei.

Babyflaschen (BC)

Babyflaschen können z. B. in Containern E 135, Weithalssauger im E 364 und Schraubkappensauger im E 458 gereinigt und desinfiziert werden.

  • Nur Babyflaschen mit spülmaschinenfester Füllmarkierung verwenden.
  • Flaschen, die bis zur Aufbereitung länger als 4 Std. gelagert werden, mit Wasser füllen, um ein Antrocknen der Nahrungsreste zu vermeiden.

Soweit keine anschließende Sterilisation erfolgt, ist zur Vermeidung von Wasserkeimwachstum für die Lagerung eine vollständige Trocknung erforderlich.

Dazu muss unbedingt eine ausreichende Trocknungszeit gewählt werden.

Den Einsätzen für Babyflaschen und für Babyflaschensauger liegen separate Gebrauchsanweisungen bei.

OP-Schuhe (OS)

OP-Schuhe aus Polyurethan und/oder Einlegesohlen werden chemo-ther-misch bei 60 °C gereinigt und desinfiziert. Ein thermisches Desinfektionsverfahren (Programm SCHUH-TD-75/2) kann angewendet werden, wenn der Hersteller eine entsprechende Thermostabilität bestätigt.

Hinsichtlich der Desinfektionsleistung chemo-thermischer Verfahren sind die Hersteller chemischer Desinfektionsmittel anzusprechen.

OP-Schuhe sollten nur in einem für diese Anwendung installierten Reinigungs- und Desinfektionsautomaten gereinigt und desinfiziert werden.

Dazu können folgende Körbe eingesetzt werden

– O 167 bis Schuhgröße 40,
- O 173 bis Schuhgröße 41 und
- U 168/1 bis Schuhgröße 45.

Alternativ können die Einsätze E 484 mit Bügeln für Schuhe E 487 oder für Sohlen E 489 in einem entsprechenden Unterkorb, z. B. U 874 verwendet werden.

Bei der Reinigung von OP-Schuhen fallen größere Mengen Flusen an. Kontrollieren Sie deshalb häufig die Siebe im Spülraum und reinigen Sie diese wenn nötig (siehe Kapitel "Instandhaltungsmaßnahmen, Siebe im Spülraum reinigen").

Laborgeräte (LG)

Laborgeräte mit einem weiten Hals, z. B. Bechergläser, Weithalserlenmey- erkolben und Petrischalen, oder mit ei- ner zylindrischen Form, z. B. Reagenz- gläser, können mittels rotierender Sprüharme innen und außen gereinigt und gespült werden. Hierbei werden die Laborgeräte in Voll-, Halb- sowie Vierteleinsätzen positioniert und in ei- nem leeren Unter- und Oberkorb mit Sprüharm gestellt.

Für Laborgeräte mit einem engen Hals, z. B. Enghalserlenmeyerkolben, Rundkolben, Messkolben und Pipetten, sind Injektorwagen bzw. Injektorkörbe erforderlich.

Hier werden ausschließlich grundsätzliche Hinweise gegeben, die beim Vorbereiten und Einordnen der Laborgeräte beachtet werden müssen.

Spülgut einordnen

Vorabräumen

■ Alle Laborgeräte vor dem Einordnen entleeren (ggf. einschlägige Bestimmungen beachten).

⚠️ Reste von Säuren und Lösemittel, insbesondere Salzsäure und chloridhaltige Lösungen, dürfen nicht in den Spülraum gelangen.

■ Bei Petrischalen Nährböden (Agar) ausstechen.

■ Bei Reagenzgläsern Blutrückstände oder Blutkuchen ausschütten bzw. ausstechen.

■ Stopfen, Korken, Etiketten, Siegel-lackreste usw. entfernen.

■ Kleinteile wie Stopfen und Hähne in geeignete Kleinteilekörbe gesichert einlegen.

Bitte beachten

■ Petrischalen o.ä., mit der Schmutzseite zur mittleren Querachse zeigend, in den entsprechenden Einsatz stellen.

■ Pipetten mit den Spitzen nach unten einstellen.

■ Viertelsegmentkörbe sollten mit mindestens 3 cm Abstand vom Rand des Wagens angeordnet werden.

MIELE G 7836 - Bitte beachten - 1

E 350 Injektorwagen 1/1 (E 380 mit Anschluss für TA)

für Enghalslaborgeräte mit 32 (33) Düsen/ Arretierungen.

Chemische Verfahrenstechnik

allgemeine Hinweise
Wirkung Maßnahme
Werden Elastomere (Dichtungen und Schläuche) und Kunststoffe des Reinigungs- und Desinfektionsautomaten beschädigt, kann dies z. B. zum Quellen, Schrumpfen, Verhärten, Verspröden der Materialien und zur Rissbildung in den Materialien führen. Sie können deshalb ihre Funktion nicht erfüllen, wodurch es in der Regel zu Undichtigkeiten kommt.– Ursachen der Schädigung sind festzustellen und abzustellen.Siehe auch Informationen zu "ange-schlossene Prozesschemikalien", "eingebrachte Verschmutzung" und "Reaktion zwischen Prozesschemikalien und Verschmutzung".
Eine starke Schaumentwicklung während des Programmablaufs beeinträchtigt die Reinigung und Spülung des Spülgutes. Aus dem Spülraum austretender Schaum kann zu Sachschäden am Reinigungs- und Desinfektionsautomaten führen.Bei Schaumentwicklung ist grundsätzlich der Reinigungsprozess nicht standardisiert und nicht validiert.– Ursachen der Schaumbildung sind festzustellen und abzustellen.– Das Aufbereitungsverfahren muss regelmäßig kontrolliert werden, um Schaumbildung zu erkennen.Siehe auch Informationen zu "ange-schlossene Prozesschemikalien", "eingebrachte Verschmutzung" und "Reaktion zwischen Prozesschemikalien und Verschmutzung".
Eine Korrosion des Edelstahls des Spülraums und des Zubehörs kann ein unterschiedliches Erscheinungsbild haben:– Rostbildung (rote Flecken/Verfärbungen),– schwarze Flecken/Verfärbungen,– weiße Flecken/Verfärbungen (glatte Oberfläche ist angeätzt).Eine Lochfraßkorrosion kann zu Undichtigkeiten des Reinigungs- und Desinfektionsautomaten führen. Je nach Anwendung kann die Korrosion das Reinigungs- und Spülergebnis beeinträchtigen (Laboranalytik) oder eine Korrosion des Spülguts (Edelstahl) induzieren.– Ursachen der Korrosion sind festzustellen und abzustellen.Siehe auch Informationen zu "ange-schlossene Prozesschemikalien", "eingebrachte Verschmutzung" und "Reaktion zwischen Prozesschemikalien und Verschmutzung".
angeschlossene Prozesschemikalien
Wirkung Maßnahme
Die Inhaltsstoffe der Prozesschemikalien haben einen starken Einfluss auf die Haltbarkeit und Funktionalität (Förderleistung) der Dosiersysteme. Die Dosiersysteme (Dosierschläuche und Pumpe) sind in der Regel für einen bestimmten Typ an Prozesschemikalien ausgelegt.Allgemeine Einteilung:– alkalische bis pH-neutrale Produkte,– saure bis pH-neutrale Produkte,– Wasserstoffperoxid.– Vom Miele Kundendienst oder der Miele Anwendungstechnik empfohlenne Prozesschemikalien verwenden.– Regelmäßige Sichtprüfung des Dosiersystems auf Schäden durchführen.– Regelmäßige Prüfung der Förderleistung des Dosiersystems durchführen.
Die Prozesschemikalien können die Elastomere und Kunststoffe des Reinigungs- und Desinfektionsautomaten und des Zubehörs schädigen.– Vom Miele Kundendienst oder der Miele Anwendungstechnik empfohlenne Prozesschemikalien verwenden.– Regelmäßige Sichtprüfung aller frei zugänglichen Elastomere und Kunststoffe auf Schäden durchführen.
Folgende oxidierende Prozesschemikalien können die Elastomere (Schläuche und Dichtungen) und ggf. Kunststoffe des Reinigungs- und Desinfektionsautomaten schädigen:– Salpetersäure,– Peressigsäure,– aktivchlorhaltige Produkte.Die Reinigungstemperatur sollte begrenzt werden auf:– 50 °C bei Salpetersäure,– 35 °C bei Peressigsäure,– 80 °C bei aktivchlorhaltigen Produkten.
Folgende Prozesschemikalien können im starken Maße Sauerstoff freisetzen:– Wasserstoffperoxid,– Peressigsäure.– Nur geprüfte Verfahren wie OXIVARIO oder OXIVARIO PLUS verwenden.– Bei Wasserstoffperoxid sollte die Reinigungstemperatur niedriger als 70 °C sein.– Rücksprache mit Miele Kundendienst oder Miele Anwendungstechnik halten.

Chemische Verfahrenstechnik

angeschlossene Prozesschemikalien
Wirkung Maßnahme
Folgende Prozesschemikalien können zu einer starken Schaumbildung führen:– tensidhaltige Reinigungsmittel und Klarspüler,– Emulgatoren.Die Schaumbildung kann auftreten:– im Programmblock, in dem die Prozesschemikalie dosiert wird,– im darauf folgenden Programmblock durch Verschleppung,– bei Klarspüler im folgenden Programm durch Verschleppung.– Die Prozessparameter des Reini-gungsprogramms, wie Dosiertempe-ratur, Dosierkonzentration usw.,müssen so eingestellt werden, dass der Gesamtprozess schaumarm/-frei ist.– Hinweise des Herstellers der Pro-zesschemikalien beachten.
Entschäumer, speziell auf Silikonbasis, können zu Folgendem führen:– Beläge im Spülraum,– Beläge auf dem Spülgut,– Elastomere und Kunststoffe des Reinigungs- und Desinfektionsautomaten schädigen,– bestimmte Kunststoffe (z.B. Polycarbonate, Plexiglas, usw.) des Spülgutes angreifen.– Entschäumer nur in Ausnahmefällen verwenden, bzw. wenn sie für den Prozess unbedingt notwendig sind.– Periodische Reinigung des Spülraumes und des Zubehörs ohne Spülgut und ohne Entschäumer mit dem Programm ORGANICA.– Rücksprache mit Miele Kundendienst oder Miele Anwendungstechnik halten.
eingebrachte Verschmutzungen
Wirkung Maßnahme
Folgende Stoffe können die Elastomere (Schläuche und Dichtungen) und ggf. Kunststoffe des Reinigungs- und Desinfektionsautomaten schädigen:– Öle, Wachse, aromatische und unge-sättigte Kohlenwasserstoffe,– Weichmacher,– Kosmetika, Hygiene- und Pflegemittel wie Creme (Bereich Analytik, Abfüllung).– Umrüstung des Reinigungs- und Desinfektionsautomaten auf fettbeständigere Elastomere.– In Abhängigkeit der Nutzung des Reinigungs- und Desinfektionsautomaten periodisch untere Türdichtung mit einem fusselfreien Tuch oder Schwamm abwischen.Spülraum und Zubehör ohne Spülgut mit Programm ORGANICA reinigen.– Zur Aufbereitung des Spülgutes Programm "OEL" (sofern vorhanden) oder Sonderprogramm mit Dosierung von Emulgatoren verwenden.
Folgende Stoffe können zu einer star-ken Schaumentwicklung beim Reinigen und Spülen führen:– Behandlungsmittel z.B. Desinfektionsmittel, Spülmittel usw.– Reagenzien für die Analytik z.B. für Mikrotiterplatten,– Kosmetika, Hygiene- und Pflegemittel wie Shampoo und Creme (Bereich Analytik, Abfüllung),– allgemein schaumaktive Stoffe wie Tenside.– Spülgut vorher ausreichend mit Wasser aus- bzw. abspülen.– Reinigungsprogramm mit ein- oder mehrmaligem kurzen Vorspülen mit Kalt- oder Warmwasser wählen.– Unter Berücksichtigung der Anwendung Zugabe von Entschäumer, wenn möglich frei von Silikonölen.
Folgende Stoffe können zu einer Korrosion des Edelstahls der Spülkammer und des Zubehörs führen:– Salzsäure,– sonstige chloridhaltige Stoffe z.B. Natruimchlorid usw.– konz. Schwefelsäure,– Chromsäure,– Eisenpartikel und Späne.– Spülgut vorher ausreichend mit Wasser aus- bzw. abspülen.– Spülgut nur tropftrocken auf die Wa-gen, Körbe, Einsätze stellen und in den Spülraum einbringen.

Chemische Verfahrenstechnik

Reaktion zwischen Prozesschemikalien und Verschmutzung
Wirkung Maßnahme
Natürliche Öle und Fette können mit alkalischen Prozesschemikalien verseift werden. Dabei kann es zu einer starken Schaumbildung kommen.Programm "OEL" (sofern vorhanden) verwenden.Sonderprogramm mit Dosierung von Emulgatoren (pH-neutral) in Vorspülung verwenden.Unter Berücksichtigung der Anwendung Zugabe von Entschäumer, wenn möglich frei von Silikonölen.
Stark proteinhaltige Anschmutzungen wie Blut können mit alkalischen Prozesschemikalien zu einer starken Schaumbildung führen.Reinigungsprogramm mit ein- oder mehrmaligem kurzen Vorspülen mit Kaltwasser wählen.
Unedle Metalle wie Aluminium, Magnesium, Zink können mit stark sauren oder alkalischen Prozesschemikalien Wasserstoff freisetzen (Knallgasreaktion).Hinweise der Hersteller der Prozesschemikalien beachten.

⚠️ Verwenden Sie nur spezielle Prozesschemikalien für Reinigungs- und Desinfektionsautomaten und beachten Sie die Anwendungsempfehlungen der Hersteller!

Der Reinigungsautomat ist serienmäßig mit zwei Dosierpumpen ausgestattet:

  • Dosiersystem DOS 1 (blau) zur Dosierung von flüssigen Reinigern. Die Dosierleistung beträgt 120 ml/min.
  • Dosiersystem DOS 3 (rot) zur Dosierung von sauren Prozesschemikalien wie Neutralisations- oder Nachspülmittel. Die Dosierleistung beträgt 20 ml/min.

Die zugehörigen Vorratsbehälter mit den Prozesschemikalien werden in die obere Schublade des Reinigungsautomaten gestellt.

zusätzliche DOS-Module (optional):

  • Dosiersystem DOS 2 (weiß) zur Dosierung von sauren Prozesschemikalien, z.B. Neutralisationsmittel. Die Dosierleistung beträgt 20 ml/min.
  • Dosiersystem DOS 4 (grün) zur Dosierung eines schaumarmen, maschinengerechten Desinfektionsmittels oder eines weiteren Reinigungsmittels. Die Dosierleistung beträgt 120 ml/min.

Die Vorratsbehälter für die optionalen Dosiersysteme werden in die untere Schublade des Reinigungsautomaten gestellt.

Stellen Sie immer zwei Vorratsbehälter in die untere Schublade, auch wenn nur ein optionales Dosiersystem nachgerüstet wird. Damit wird verhindert, dass die Vorratsbehälter beim Öffnen oder Schließen der Schublade umfallen.

Je nach Aufgabenstellung des Reinigungssautomaten werden über die Dosiereinrichtungen die erforderlichen flüssigen Prozesschemikalien dosiert.

Alle speziellen Hinweise zu den Reinigungsverfahren OXIVARIO und ORTHOVARIO und zum Anschluss des Vorratsbehälters mit H_2O_2 -Lösung sind im Kapitel "Sonderausstattung OXIVARIO und ORTHOVARIO" zusammengefasst.

Sonderausstattung OXIVARIO:

Der Reinigungsautomat kann für das OXIVARIO Reinigungsverfahren mit einer zusätzlichen Dosierpumpe und einem Zwischenbehälter für Wasserstoff-peroxidlösung (H₂O₂-Lösung) ausgestattet beziehungsweise nachgerüstet sein.

Der Anschlussschlauch für H_2O_2 -Lösung ist schwarz gekennzeichnet.

Das Dosiersystem DOS 2 dosiert in diesen Fällen die H_2O_2 -Lösung.

Sonderausstattung ORTHOVARIO:

Um das Reinigungsverfahren ORTHO-VARIO nutzen zu können, muss der Reinigungssautomat zusätzlich zur Sonderausstattung OXIVARIO mit einer speziellen Dosierpumpe im Dosiersystem DOS 4 ausgerüstet sein (Nachrüstung):

- Dosiersystem DOS 4 (grün) zur Dosierung eines speziellen Tensidreinigers. Die Dosierleistung beträgt 105 ml/min.

Die Sonderausstattung ORTHOVA- RIO schließt die Dosierung chemischer Desinfektionsmittel im Dosier-system DOS 4 aus.

Dosierautomaten vorbereiten

Die flüssigen Prozesschemikalien können in 5 l Kunststoffbehälter gefüllt werden, die farblich auf die entsprechenden Dosiersysteme abgestimmt sind.

Bei der ersten Inbetriebnahme oder wenn die Meldung BEHÄLTER DOS 1 und/oder DOS 2, 3, 4 FÜLLEN nach dem Einschalten oder nach Programmende blinkend im Display erscheint, Vorratsbehälter mit der entsprechenden flüssigen Prozesschemikalie anschließen bzw. füllen.

Erscheint die Meldung DOSIERSYSTEM 1 und/oder DOSIERSYSTEM 2, 3, 4 PRÜFEN blinkend im Display, Vorratsbehälter und Dosierleitung überprüfen und ggf. leere Behälter füllen oder gegen volle Behälter austauschen.

Das Programm wurde automatisch angehalten.

Bei der ersten Inbetriebnahme oder nach der Meldung DOSIERSYSTEM... PRÜFEN, DOS-Füll-Programm zur Entlüftung des Dosier-systems starten (siehe "Dosiersysteme entlüften").

⚠ Vorsicht beim Umgang mit Prozesschemikalien! Es handelt sich dabei zum Teil um ätzende und reizende Stoffe!

Die geltenden Sicherheitsvorschriften beachten!

Schutzbrille und Handschuhe benutzen!

Dosierung flüssiger Prozesschemikalien

Behälter mit Prozesschemikalien füllen

■ Den Reinigungsautomaten ausschalten.

MIELE G 7836 - Behälter mit Prozesschemikalien füllen - 1

■ Schublade des Steuerschrankes mit Behältern für flüssige Prozesschemikalien aufziehen.

MIELE G 7836 - Behälter mit Prozesschemikalien füllen - 2

■ Vorratsbehälter aus dem Reinigungssautomaten nehmen, öffnen und mit der gewünschten Prozesschemikalie füllen, farbliche Kennzeichnung beachten.

■ Sonde fest in die Öffnung des Behälters stecken und festschrauben, farbliche Kennzeichnung beachten.

Sind die Vorratsbehälter gefüllt, erlischt die entsprechende Meldung.

Die Behälter nachfüllen, wenn die Meldung BEHÄLTER DOS 1, 2, 3 oder 4 FÜLLEN im Display angezeigt wird. Dadurch wird verhindert, dass sie ganz leer gesaugt werden.

Wird ein Vorratsbehälter nicht benötigt, kann die Füllstandsabfrage für das nicht genutzte Dosiersystem ausgeschaltet und damit eine entsprechende Fehlermeldung vermieden werden (siehe Programmierhandbuch unter "Maschinenfunktion/Dosierung, Behälterabfrage").

Dosiersysteme entlüften

Vor der ersten Inbetriebnahme des Reinigungs- und Desinfektionsautomaten, oder wenn ein Behälter einmal nicht rechtzeitig aufgefüllt und ein oder mehrere Dosiersystem(e) leer gesaugt wurde(n), muss das/die Dosiersystem(e) für flüssige Prozesschemikalien entlüftet werden. Dazu:

■ I-0 Taste drücken.
■ Bedienebene B wählen.
■ je nach Bedarf wählen: Programm DOS1-FÜLLEN Programm DOS2-FÜLLEN Programm DOS3-FÜLLEN Programm DOS4-FÜLLEN (siehe unter Betrieb/ B. Freie Programmwahl).

■ Start-Taste ◇ drücken.

Die Serviceprogramme DOS -FÜL-LEN wurden werkseitig auf die Programmplätze 58-61 gelegt, sie können auch auf andere Programmplätze verschoben werden.

Zur Wahrung der Funktionssicherheit sind in bestimmten Zeiträumen Wartungsarbeiten durchzuführen.

Die Arbeiten dürfen nur vom Miele Kundendienst (Medizin-Produkteberater) ausgeführt werden.

1 - 1 1/2 jährlich

Dosierschläuche in den Dosiersystemen tauschen.

Werden externe Pumpen für die Dosierung eingesetzt, informieren Sie bitte den Miele Kundendienst. Die Hinweise im Programmierhandbuch/Maschinenfunktion sind zu beachten.

Einschalten

■ Wasserhähne (falls geschlossen) aufdrehen.
■ I-0 Taste drücken.

In der Bedienebene A, B und D wird der zuletzt gewählte PROGRAMM-NAME und in der Bedienebene C AUTOMATISCHE WAGENKENNUNG angezeigt.

Bedienebene wechseln

Mit der elektronischen Steuerung können vier Bedienebenen gewählt werden:

A = Festprogramm / freigegebene Programme

B = Freie Programmwahl

C = AWK - Automatische Wagenkennung (Programmwahl über Wagenkodierung) - Option -

D = Programmieren / freie Programmwahl / Code ändern (siehe Programmierhandbuch)

Um die Bedienebene zu wechseln:

■ Taste < und > gleichzeitig drücken. Im Display werden die Bedienebenen A B C D angezeigt.
■ Bedienebene mit ◀ oder ▶ wählen.
■ Gewählte Bedienebene mit ⏻ bestätigen.

■ Code eingeben, wenn im Display gefordert.

Die werkseitige Codierung bei Auslieferung ist >0000<.

Dazu:

  • Start-Taste ◇ drücken. Es erscheint [0000]
  • Zahlen mit + und - eingeben,
  • Zahlenposition mit ◀ oder ▶ wählen,
  • Code mit ◇ bestätigen.

Bei Falscheingabe erscheint: CODE FALSCH, BITTE NEUEINGABE.

■ Tür schließen.

Eigenen Code wählen/ändern

Der werkseitig eingestellte Code ist veränderbar, siehe Programmierhandbuch/Systemfunktion.

Code 1 für Ebene ABC

Code 2 für Ebene ABCD

Programm starten

Detaillierte Angaben und wichtige Hinweise zu den Miele Standardprogrammen finden Sie in der Programmübersicht des beiliegenden Programmierhandbuches.

⚠️ Bei der Aufbereitung von Medizinprodukten müssen Programm-bzw. Dosierveränderungen dokumentiert werden (MPBetreibV). Reinigungs- und Desinfektionsleistung sind ggf. erneut zu validieren.

A. Festprogramm

Festprogramm(e) in der Bedienebene B oder D einmalig zusammenstellen und für die Bedienebene A freigeben (siehe Programmierhandbuch/Systemfunktion – Programme für Bedienebene A freigeben).

■ Bedienebene A wählen.
■ Im Display überprüfen, ob das benötigte Programm angezeigt wird. Wenn mehrere Festprogramme zusammengestellt und freigegeben wurden, über den Programmwähler das gewünschte Programm wählen.
■ Start-Taste ◇ drücken.

B. Freie Programmwahl

■ Bedienebene B wählen.

In der Bedienebene B haben Sie drei Möglichkeiten der Programmwahl.

  1. Die Programmplätze 1 - 23 können mit dem Programmwähler angewählt werden.

■ Programmwähler auf die gewünschte Programmnummer stellen. Der Programmname erscheint im Display.
2. Die Programme ab Platz 24 sind über + und - wählbar.
■ Programmwähler auf 24 stellen.
■ + drücken (wechselt vorwärts), bis das gewünschte Programm angezeigt wird.
- drücken (wechselt rückwärts), bis das gewünschte Programm angezeigt wird.
3. Das Menü PROGRAMM-ÜBERSICHT listet alle gespeicherten Programme auf. In diesem Menü können Sie ein Programm auswählen.

Dazu:

■ Programm-Übersicht mit ✉ wählen und mit ◇ bestätigen.
■ Programm mit ◀ oder ▶ wählen.
■ Gewähltes Programm mit ◇ bestätigen.

Die Programm-Übersicht wird verlassen, das gewählte Programm im Display angezeigt.

Nach Wahl einer der drei Möglichkeiten:

■ Start-Taste ◇ drücken.

Das Programm läuft ab.

Weitere Hinweise zur Programmwahl finden Sie im Programmierhandbuch/Bedienebene B.

C. AWK - Automatische Wagenkennung

■ Bedienebene C wählen.
■ Wagen mit Kodierung einschieben.

An der Magnetleiste, besonders an ihrer Unterseite, dürfen keine metallischen Kleinteile oder Instrumententeile haften, die durch den starken Magnetismus angezogen wurden. Durch anhaftende metallische Gegenstände kann die Kodierung falsch abgelesen werden.

■ Tür schließen.

Bevor das Programm durch Drücken der Start-Taste gestartet wird, muss unbedingt überprüft werden, ob das für diesen Wagen erforderliche Programm im Display angezeigt wird!

Unzureichende Reinigungs- bzw. Desinfektionsergebnisse können sonst die Folge sein! Achten Sie deshalb immer darauf, dass die Programme für Wagen mit AWK (auf den festgelegten Programmplätzen) nicht willkürlich vertauscht werden.

■ Start-Taste ◆ drücken.

Programmablauf

Nach dem Start läuft das Programm automatisch ab. Es ist beendet, wenn im Display PROGRAMM-ENDE erscheint und die Hintergrundbeleuchtung blinkt (beliebige Taste drücken, um das Blinken abzuschalten).

Generelles Abschalten des Blinksignals siehe im Programmierhandbuch/Systemfunktion.

Detaillierte Angaben zum Programmablauf finden Sie im Anhang des Programmierhandbuches.

Wenn sich die Hintergrundbeleuchtung im Display nach ca. 15 min automatisch ausschaltet, kann sie durch Betätigung einer Taste des Tastenfeldes wieder aktiviert werden.

⚠️ Während des Programmablaufs dürfen Farbband oder Papierrolle des eingebauten Druckers nicht gewechselt werden.

Ausschalten

■ I-0 Taste drücken und herausspringen lassen.
■ Wasserhähne schließen.

Programmabbruch

Ein Programmabbruch ist nur in den Bedienebenen B und D möglich.

Bei der Leistungsqualifizierung muss zur Beurteilung der Reinigung vor der Desinfektionsstufe abgebrochen werden (gemäß EN ISO 15883-1).

In der Bedienebene B oder D

■ Stop-Taste 📋 drücken, das Programm wird unterbrochen.
■ Im Display erscheint bei Wassertemperaturen unter 40 °C ABBRECHEN ODER >FORTSETZEN<, bei Wassertemperaturen ab 40 °C >ABBRECHEN<.

⚠️ Bei angeordneten Entseuchungen muss kontaminiertes Wasser vor Einleitung in das öffentliche Abwassernetz durch Zugabe von Desinfektionsmittel dekontaminiert werden. Die Tür lässt sich dafür öffnen.

Wenn sich zum Zeitpunkt der Programmunterbrechung viel heißes Wasser im Spülraum befindet und die Tür des Reinigungsautomaten rasch geschlossen wird, kann heißes Wasser austreten. Es besteht Verbrühungs- bzw. Verbrennungsgefahr.

■ Mit Cursor-Taste < >ABBRECHEN< wählen, die Cursor > < blinken.
■ Start-Taste ☐ drücken. Das Programm wird abgebrochen und das Wasser abgepumpt. Im Display erscheint WASSERABLAUF.
■ Nach dem Abpumpen kann das gewünschte Programm gewählt und gestartet werden.

Programm unterbrechen

Eine Programmunterbrechung ist nur in den Bedienebenen B und D möglich.

Wenn in zwingenden Fällen, z.B. wenn sich Spülgut stark bewegt, die Tür geöffnet werden muss (gewollter Eingriff):

Nach Unterbrechung eines DES-IN-Programms mit anschließender Programmfortsetzung bitte die Anzeige am Schluss des Programms beachten. Wenn die Anzeige PRO-ZESS-PARAMETER NICHT ERFÜLLT erscheint, wurde die Tür nach der Desinfektion geöffnet und damit die DESIN-Parameter nicht erfüllt. Ggf. ist das Programm zu wiederholen.

In der Bedienebene B oder D

■ Stop-Taste 📋 drücken, das Programm wird unterbrochen.
Im Display erscheint bei Wassertemperaturen unter 40 °C ABBRECHEN ODER >FORTSETZEN<, bei Wassertemperaturen ab 40 °C >ABBRECHEN<.

■ Tür öffnen.

⚠ Vorsicht! Das Spülgut kann heiß sein. Es besteht Verbrühungs- bzw. Verbrennungsgefahr.

Bei Programmen mit chemo-thermischer Desinfektion können Dämpfe mit hohem Desinfektionsmittelgehalt austreten!

■ Teile standsicher einordnen. Dabei gegebenenfalls Infektionsschutzmaßnahmen beachten und Handschuhe tragen.

■ Tür langsam schließen.

⚠️Wenn sich zum Zeitpunkt der Programmunterbrechung viel heißes Wasser im Spülraum befindet und die Tür des Reinigungsautomaten rasch geschlossen wird, kann heißes Wasser austreten. Es besteht Verbrühungs- bzw. Verbrennungsgefahr.

Lag die Wassertemperatur bei der Programmunterbrechung unter 40 °C:

■ Start-Taste ◇ drücken.

Das Programm wird fortgesetzt.

Lag die Wassertemperatur bei der Programmunterbrechung über 40 °C:

■ Start-Taste ◇ drücken.

Das Programm wird abgebrochen und das Wasser abgepumpt. Im Display erscheint WASSERABLAUF.

Nach dem Abpumpen kann das Programm erneut gestartet werden.

Für den Datentransfer zwischen Profitronic und externem Protokolldrucker oder PC ist jedes Gerät auf der Geräterückseite mit einem 9-poligen Sub-D Stecker ausgestattet.

Die serielle Schnittstelle ist RS 232 kompatibel.

Schnittstellen-Konfiguration siehe Programmierhandbuch/PC/Druck Funktion.

Verschiedene Druckertypen können als externe Drucker eingesetzt werden:

- Epson-kompatibler Zeichensatz (eine Liste geeigneter Drucker erhalten Sie beim Miele Kundendienst).

- HP Laserjet

Pin-Belegung 9-poliger Sub-D-Stecker an der Geräterückseite:

5 GND(Masse)

3 TXD (Senden)

2 RXD (Empfangen)

1-4-6 (Brücken)

7-8 (Brücken)

Es kann ein handelsübliches Null-Modem- oder Laplink Kabel angeschlossen werden.

Das Verlängerungskabel zum Drucker/PC darf max. 13 m lang sein.

Bei Anschluss eines Druckers oder PC's ist Folgendes zu beachten:

  • nur TÜV- oder VDE-genehmigte PC's oder Drucker verwenden (IEC 60950),
  • die Bauart des Druckers oder PC's ist dem Aufstellungsort anzupassen!

Die Einstellungen der Druckfunktionen des Protokolldruckers sind im Kapitel PC/Druck Funktion im Programmierhandbuch beschrieben.

Sie haben die Möglichkeit, folgende Ausdrucke zu erhalten:

① Programmausdruck
② Zusatzfunktionsausdruck
③ Spülprotokollausdruck
④ Fehlerprotokollausdruck

Wartung

Periodische Wartungen müssen für diesen Reinigungs- und Desinfektionsautomaten nach 1000 Betriebsstunden oder mindestens einmal halbjährlich durch den Miele Kundendienst erfolgen.

Die Wartung umfasst folgende Punkte:

– elektrische Sicherheit nach VDE 0701/0702,
- Türmechanik und Türdichtung,
- Verschraubungen und Anschlüsse im Spülraum,
– Wasserzu- und -ablauf,
– interne und externe Dosiersysteme,
- Sprüharme,
– Siebkombination,
- Sammeltopf mit Ablaufpumpe und Rückschlagventil,
– Dampfkondensator,
- alle Wagen, Körbe und Einsätze,
– das Trocknungsaggregat,
falls vorhanden:
– den angeschlossenen Drucker.

Im Rahmen der Wartung wird die Funktionskontrolle folgender Punkte durchgeführt:

– ein Programmablauf als Probelauf,
- eine thermoelektrische Messung,
- eine Dichtigkeitsprüfung,
- alle sicherheitsrelevanten Messsysteme (Anzeige von Fehlerzuständen),
– die Sicherheitseinrichtungen.

Prozessvalidierung

Die angemessene Leistung der Reinigungs- u. Desinfektionsverfahren in der Routine hat der Betreiber sicherzustellen.

In einigen Ländern wird dieses auch durch nationale Gesetze, Verordnungen oder Empfehlungen gefordert. In Deutschland sind dies z. B. MPBetreibV, RKI-Richtlinien und die gemeinsame Validierungsleitlinie der DGKH, DGSV und AKI.

Auch international werden die Anwender mit der Norm EN ISO 15883 zu diesen Kontrollen angehalten.

Routineprüfungen

Täglich vor Arbeitsbeginn müssen Routineprüfungen durch den Betreiber durchgeführt werden. Für die Routineprüfungen wird mit dem Reinigungs- und Desinfektionsautomaten eine Checkliste ausgeliefert.

Folgende Punkte sind zu kontrollieren:

– die Siebe im Spülraum,
- die Sprüharme im Reinigungs- und Desinfektionsautomaten und an den Wagen und Körben,
- der Spülraum und die Türdichtung und
– die Wagen, Körbe und Einsätze.

Siebe im Spülraum reinigen

Die Siebe am Boden des Spülraumes verhindern, dass grobe Schmutzteile in das Umwälzsystem gelangen.

Die Siebe können durch die Schmutzteile verstopfen. Deshalb müssen die Siebe täglich kontrolliert und falls erforderlich gereinigt werden.

⚠️ Ohne Siebe darf nicht gespült werden.

⚠️ Verletzungsgefahr durch Glas-splitter, Nadeln usw.

Grobsieb reinigen
MIELE G 7836 - Siebe im Spülraum reinigen - 1

■ Griffstege zusammendrücken, Grobsieb herausnehmen und säubern.

■ Sieb wieder einstecken und darauf achten, dass es richtig einrastet.

Flächensieb und Micro-Feinfilter reinigen

■ Grobsieb herausnehmen.
■ Feinsieb, zwischen Grobsieb und Micro-Feinfilter, ebenfalls herausnehmen.

MIELE G 7836 - Flächensieb und Micro-Feinfilter reinigen - 1

■ Micro-Feinfilter an den beiden Griffstegen durch zwei Linksdrehungen abschrauben

MIELE G 7836 - Flächensieb und Micro-Feinfilter reinigen - 2

■ und zusammen mit dem Flächensieb herausnehmen.
■ Siebe reinigen.
■ Siebkombination in der umgekehrten Reihenfolge wieder einbauen. Das Flächensieb muss am Spülraumboden glatt anliegen.

Sprüharme reinigen

Es kann vorkommen, dass die Düsen in den Sprüharmen verstopfen.

Die Sprüharme sollen deshalb täglich kontrolliert werden.

■ Reste mit einem spitzen Gegenstand in den Sprüharmdüsen nach innen drücken und unter fließendem Wasser gut ausspülen.

Dazu die Sprüharme wie folgt abnehmen:

■ Eingeschobene Körbe entnehmen.

Sprüharm am Oberkorb oder Wagen (falls vorhanden):

■ Rändelmutter am Sprüharm lösen und den Sprüharm abnehmen.

Rändelmuttern aus Metall haben ein Linksgewinde.

Rändelmuttern aus Keramik haben ein Rechtsgewinde.

■ Oberen Sprüharm abschrauben.

■ Unteren Sprüharm nach Lösen der Rändelmutter abnehmen.

■ Die Sprüharme nach der Reinigung wieder einsetzen bzw. festschrauben.

Nach dem Einsetzen überprüfen, ob sich die Sprüharme leicht drehen.

Bedienungsblende reinigen

■ Die Bedienungsblende nur mit einem feuchten Tuch oder einem handelsüblichen Glas- oder Kunststoffreiniger reinigen.
Zur Wischdesinfektion ein geprüftes und gelistetes Mittel verwenden.

⚠️ Keine Scheuermittel und keine Allzweckreiniger verwenden! Diese können aufgrund ihrer chemischen Zusammensetzung erhebliche Beschädigungen der Kunststoff-oberfläche hervorrufen.

Front des Gerätes reinigen

■ Die Edelstahl-Front nur mit einem feuchten Tuch und Handspülmittel oder mit einem nicht scheuernden Edelstahl-Reiniger reinigen.
■ Um eine schnelle Wiederanschmutzung (Fingerabdrücke, usw.) zu verhindern, kann anschließend ein Edelstahl-Pflegemittel verwendet werden (z. B. Neoblank, erhältlich über den Miele Kundendienst).

⚠️ Keine salmiakhaltigen Reiniger sowie Nitro- und Kunstharzverdün-nung verwenden! Diese Mittel können die Oberfläche beschädigen.

⚠️ Der Reinigungs- und Desinfektionsautomat und dessen unmittelbarer Umgebungsbereich darf zur Reinigung nicht abgespritzt werden, z. B. mit einem Wasserschlauch oder Hochdruckreiniger.

Spülraum reinigen

Der Spülraum ist weitestgehend selbstreinigend.

Sollten sich trotzdem Ablagerungen bilden, wenden Sie sich an den Miele Kundendienst.

Türdichtung reinigen

Die Türdichtung regelmäßig mit einem feuchten Tuch abwischen, um An- schmutzungen zu entfernen.

Beschädigte oder undichte Türdichtungen durch den Miele Kundendienst ersetzen lassen.

Wagen, Körbe und Einsätze

Um die Funktion von Wagen, Körben und Einsätzen sicherzustellen, müssen sie täglich kontrolliert werden. Eine Checkliste liegt dem Reinigungs- und Desinfektionsautomaten bei.

Folgende Punkte sind zu prüfen:

  • Sind die Laufrollen in einwandfreiem Zustand und fest mit dem Wa-gen/Einsatz verbunden?
  • Ist die Wagenankopplung richtig eingestellt und festgeschraubt?
  • Sind in Wagen des modularen Systems die Verschlusskappen in den Modulankopplungen funktionsfähig?
  • Sind alle Spüldüsen, Spülhülsen und Schlauchadapter fest mit dem Wagen/Einsatz verbunden?
  • Sind alle Spüldüsen, Spülhülsen und Schlauchadapter für die Spülflotte frei durchgängig?
  • Sitzen die Kappen und Verschlüsse fest auf den Spülhülsen?

Falls vorhanden:

– Sind die Sprüharme frei drehbar?
- Sind die Düsen der Sprüharme frei von Verstopfungen, siehe Kapitel "Instandhaltungsmaßnahmen/Sprüharme reinigen"?
- Ist die Magnetleiste der Automatischen Wagenkennung frei von anhaftenden metallischen Gegenständen?
- Sind die Schrauben der Schiene für die Magnete der Automatische Wagenkennung festgezogen?

Wartung Trocknungsaggregat (TA)

Die Serviceprogramme WECHSEL TA-GROB und WECHSEL TA-FEIN wurden werkseitig auf die Programmplätze 62 und 63 gelegt, sie können auch auf andere Programmplätze verschoben werden (siehe Programmierhandbuch/Systemfunktion).

Grobfilter austauschen

Wenn im Display die Meldung GROB-FILTER TAUSCHEN blinkend angezeigt wird, muss der Grobfilter ausgetauscht werden.

■ Schublade des Steuerschrankes aufziehen.

MIELE G 7836 - Grobfilter austauschen - 1

■ Filtergitter am TA herausnehmen.

MIELE G 7836 - Grobfilter austauschen - 2

■ Grobfilter wechseln. Die weiche Filterseite zeigt nach vorne.
■ Filtergitter unten wieder einsetzen und nach oben andrücken.
■ Schublade des Steuerschrankes schließen.

Nach Austausch des Grobfilters Betriebsstundenzähler zurücksetzen.

Dazu:

■ Programm WECHSEL TA-GROB wählen.
■ Start-Taste ◇ drücken.

Wenn das Serviceprogramm beendet ist, erscheint im Display eine Meldung.

■ Befehl >WEITER< mit ◇ bestätigen.

Feinfilter austauschen

Wenn im Display die Meldung FEINFILTER TAUSCHEN blinkend angezeigt wird, muss der HEPA-Filter ausgetauscht werden.

Eine einwandfreie Funktion ist nur mit einem Original Miele-HEPA-Filter (Klassifizierung 13) gegeben.

Wenn möglich, sollte der Miele Kunden-dienst den Feinfilter im Rahmen einer Wartung austauschen.

Ist dies nicht möglich, den Feinfilter wie folgt wechseln:

■ Schublade des Steuerschrankes aufziehen.

MIELE G 7836 - Feinfilter austauschen - 1

■ Die oberen Befestigungsschrauben am Gehäuse des Grobfilters lösen und nach oben schwenken.

■ Das Gehäuse des Grobfilters abnehmen.

MIELE G 7836 - Feinfilter austauschen - 2

■ Den Feinfilter aus der Halterung ziehen und den neuen Feinfilter einschieben.
■ Das Gehäuse des Grobfilters wieder einsetzen und die Befestigungsschrauben nach unten schwenken.
■ Die Befestigungsschrauben festziehen.
■ Schublade des Steuerschrankes schließen.

Nach Austausch des HEPA-Filters Betriebsstundenzähler zurücksetzen. Dazu:

■ Programm WECHSEL TA-FEIN wählen (siehe unter "Betrieb" B. Freie Programmwahl).
■ Start-Taste ◇ drücken.

Wenn das Serviceprogramm beendet ist, erscheint im Display eine Meldung.

■ Befehl >WEITER< mit ◇ bestätigen.

Eingebauter Drucker (Option)

Papierrolle austauschen

Wenn die rote Kontrolllampe am Drucker aufleuchtet, Papierrolle austauschen.

Dazu:

■ Frontklappe des Druckers oben öffnen und nach unten aufklappen.
■ Leere Papierrolle mit Durchsteckachse dem Rollenhalter entnehmen und neue Papierrolle in umgekehrter Reihenfolge einlegen.
■ Papier nach oben auf die Papier-transportrolle (Schlitz hinter Farbbandkassette) zurückführen, wobei der grüne Taster für den Papiertransport solange gedrückt wird bis das Papier oberhalb der Farbbandkassette wieder austritt.
■ Papier durch den Schlitz der Frontklappe führen und Frontklappe schließen.

Ersatz-Papierrollen (Breite 58 mm / Rollen-Außendurchmesser ca. 50 mm) sind über den Miele Kundendienst oder den Fachhandel zu beziehen.

Farbbandkassette austauschen

■ Frontklappe des Druckers oben öffnen und nach unten aufklappen.
■ Farbbandkassette (oberhalb der Papierrolle) nach vorne aus der Halterung ziehen und neues Farbband in umgekehrter Reihenfolge aufstecken. Das Papier muss dabei zwischen Farbband und Kassette geführt werden.
■ Rädchen für den manuellen Farbbandtransport (rechts) solange im Uhrzeigersinn drehen bis das Band straff gespannt ist.
■ Papier durch den Schlitz der Frontklappe führen und Frontklappe schließen.

Ersatz-Farbbandkassetten sind über den Miele Kundendienst oder den Fachhandel zu beziehen.

Thermoschalter

Dieser Reinigungs- und Desinfektionsautomat ist mit einem wiedereinschaltbaren Thermoschalter ausgerüstet, der bei Überhitzung die Heizung ausschaltet. Eine Überhitzung kann z. B. entstehen, wenn großflächiges Spülgut die Heizkörper abdeckt oder wenn die Siebe im Spülraum verstopft sind.

Wenn im Display die Fehlermeldung "Heizung Spülraum prüfen" angezeigt wird, wie folgt vorgehen:

■ Die Fehlerursache beseitigen.
■ Die Serviceklappe abnehmen.
■ Den Auslöseknopf des Thermoschalters an der rechten Seite des Sockelblechs eindrücken.

Bei wiederholtem Auslösen des Thermoschalters unbedingt den Miele Kundendienst anfordern.

Siebe im Wasserzulauf reinigen

Zum Schutz des Wassereinlaufventils sind in der Schlauchverschraubung Siebe eingebaut. Sind die Siebe verschmutzt, müssen sie gereinigt werden, da sonst zu wenig Wasser in den Spülraum einläuft.

⚠ Das Kunststoffgehäuse des Wasseranschlusses enthält ein elektrisches Bauteil. Es darf nicht in Flüssigkeiten getaucht werden.

Zum Reinigen des Siebes

■ Gerät vom Netz trennen.
■ Wasserhahn schließen und das Wassereinlaufventil abschrauben.

MIELE G 7836 - Zum Reinigen des Siebes - 1

■ Großflächensieb (1) und Feinsieb (2) reinigen, ggf. erneuern.
■ Sieb und Dichtung wieder einsetzen; auf einwandfreien Sitz achten!
■ Wassereinlaufventil an den Wasserhahn schrauben. Dabei darf die Verschraubung nicht verkanten.
■ Wasserhahn öffnen.

Sollte Wasser austreten, ist die Verschraubung eventuell nicht fest genug angezogen oder verkantet angeschraubt.

■ Wassereinlaufventil gerade aufsetzen und festschrauben.

⚠️Reparaturen dürfen nur durch den Miele Kundendienst durchgeführt werden. Durch unsachgemäße Reparaturen können erhebliche Gefahren für den Benutzer entstehen.

Um einen unnötigen Kundendiensteinsatz zu vermeiden, sollte beim ersten Auftreten einer Fehlermeldung überprüft werden, ob dieser Fehler nicht durch eine evtl. Fehlbedienung entstanden ist.

Eine Übersicht über alle im Display dargestellten Fehlermeldungen finden Sie im Programmierhandbuch, Kapitel "Meldungen".

Können die Störungen trotz der Hinweise in der Gebrauchsanweisung und im Programmierhandbuch nicht behoben werden, benachrichtigen Sie bitte den Miele Werkkundendienst unter der Telefonnummer:

D Deutschland 0800 22 44 666

Ⓐ Österreich 050 800 390* (* österreichweit zum Ortstarif)

L Luxemburg (00352) 4 97 11-20/22

■ Nennen Sie dem Kundendienst Modell und Nummer des Gerätes.

Beide Angaben finden Sie auf dem Typenschild (siehe Kapitel "Elektroanschluss").

⚠️ Beachten Sie unbedingt den beiliegenden Installationsplan!

⚠️ Im Umgebungsbereich des Reinigungs- und Desinfektionsautomaten sollte nur Einrichtungsmobiliar für die anwendungsspezifische Nutzung eingesetzt werden, um das Risiko möglicher Kondenswasserschäden zu vermeiden.

Der Reinigungs- und Desinfektionsautomat muss standsicher und waagerecht stehen.

Bodenunebenheiten können mit den vorderen Schraubfüßen aus- bzw. angeglichen werden. Die Schraubfüße können bis zu 10 mm herausgeschraubt werden.

Bei eingeschraubten Füßen kann das Gerät auf untergebauten Rollen vor- oder zurückgerollt werden.

Alle Arbeiten, die den Elektroanschluss betreffen, dürfen nur von einer zugelassenen oder anerkannten Elektrofachkraft durchgeführt werden.

  • Die Elektroanlage muss nach DIN VDE 0100 ausgeführt sein!
  • Anschluss über Steckdose gemäß nationalen Bestimmungen, die Steckdose muss nach der Geräteinstallation zugänglich sein. Eine elektrische Sicherheitsprüfung, z. B. bei der Instandsetzung oder Wartung ist so ohne große Umstände durchführbar.
  • Ein Hauptschalter mit allpoliger Trennung vom Netz ist zu installieren. Der Hauptschalter muss eine Kontaktöffnungsweite von mindestens 3 mm aufweisen, sowie in der Nullstellung abschließbar sein.
  • Zur Erhöhung der Sicherheit wird dringend empfohlen, dem Gerät einen FI-Schutzschalter mit einem Auslösestrom von 30 mA (DIN VDE 0664) vorzuschalten.
  • Bei Austausch der Netzanschlussleitung ist ein Original Miele Ersatzteil oder eine entsprechende Leitung mit Aderendhülsen zu verwenden.
  • Die Drehrichtung von motorischen Antrieben ist vom elektrischen Anschluss des Gerätes abhängig. Gerät phasenrichtig mit Rechtsdrehfeld anschließen.
  • Ein Potentialausgleich ist durchzuführen.
  • Technische Daten siehe Typenschild oder beiliegenden Schaltplan!

Das Gerät darf nur mit der auf dem Typenschild angegebenen Spannung, Frequenz und Absicherung betrieben werden.

Eine Umschaltung kann gemäß beiliegendem Umschaltbild und Schaltplan vorgenommen werden.

Umschaltbild und Typenschild (mit Prüfzeichen VDE, DVGW usw.) befinden sich an der Rückseite des Gerätes und am Sockelblech (hinter der Servi- keklappe).

Der Schaltplan liegt dem Gerät bei.

Siehe auch beiliegenden Installationsplan!

Potentialausgleich anschließen

Für den Anschluss eines Potentialausgleichs ist an der Rückseite des Gerätes eine Anschlussschraube (↓) vorhanden.

Sondervorschriften für Österreich

Der Anschluss darf nur an eine nach ÖVE-EN1 ausgeführte Elektroanlage erfolgen. Die Absicherung muss über Leitungsschutzschalter (Sicherung) 16 A erfolgen. Zur Erhöhung der Sicherheit empfiehlt der ÖVE dem Gerät einen FI-Schutzschalter mit einem Auslösestrom von 30 mA (ÖVE-SN 50) vorzuschalten.

Elektroanschluss für die Schweiz

Der Anschluss des Reinigungs- und Desinfektionsautomaten kann über Schalter oder Stecker erfolgen. Die Installation muss von einem zugelassenen Elektroinstallateur unter Berücksichtigung der SEV-Vorschriften vorgenommen werden.

Wasserzulauf anschließen

⚠ Das Wasser im Reinigungs- und Desinfektionsautomaten ist kein Trinkwasser!

  • Der Reinigungs- und Desinfektionsautomat muss gemäß den örtlichen Vorschriften an das Wassernetz angeschlossen werden.
  • Das verwendete Wasser sollte zumindest Trinkwasserqualität entsprechend der europäischen Trinkwasserverordnung besitzen. Hoher Eisengehalt kann zu Fremdrost an Spülgut und Gerät führen. Bei Chloridgehalt im Brauchwasser von mehr als 100mg/l steigt das Korrosionsrisiko für das Spülgut stark an.
  • In bestimmten Regionen (z. B. Alpenländern) können aufgrund der spezifischen Wasserzusammensetzung Ausfällungen auftreten, die ein Betreiben des Dampfkondensators nur mit enthärtetem Wasser zulassen.
  • Ein Rückflussverhinderer ist nicht erforderlich; das Gerät entspricht den Richtlinien des DVGW.
  • Der Mindestfließdruck beträgt beim Kalt- und Warmwasseranschluss 150 kPa (1,5 bar) Überdruck und beim AD-Wasseranschluss 60 kPa (0,6 bar) Überdruck.
  • Der empfohlene Fließdruck beträgt beim Kalt- und Warm-Wasseranschluss ≥ 250 kPa (2,5 bar) Überdruck und für den AD-Wasseranschluss ≥ 150 kPa (1,5 bar) Überdruck, um übermäßig lange Zeiten

für den Wassereinlauf zu vermeiden.

- Der maximal zulässige statische Wasserdruck beträgt 1000 kPa (10 bar) Überdruck.

- Liegt der Wasserdruck nicht in dem Bereich von 150-1000 kPa, bitte den Miele Kundendienst nach den erforderlichen Maßnahmen fragen.

- Serienmäßig ist das Gerät für den Anschluss an Kalt- (blaue Markierung) und Warmwasser (rote Markierung) bis max. 70 °C ausgestattet. Die Zulaufschläuche sind an die Absperrventile für Kalt- und Warmwasser anzuschließen. Der Zulaufschlauch für den Dampfkondensator (ohne Wasserschutzeinrichtung) wird an das Absperrventil für Kaltwasser angeschlossen.

- Wenn keine Warmwasserleitung vorhanden ist, muss der Zulaufschlauch mit der roten Markierung für den Warmwasseranschluss auch an Kaltwasser angeschlossen werden. AD-Wasseranschluss (H₂O pur) siehe nächste Seite.

- Zum Anschluss sind bauseitig Absperrventile mit 3/4 Zoll Verschraubung erforderlich. Die Ventile sollten leicht zugänglich sein, da der Wasserzulauf außerhalb der Benutzungszeit geschlossen zu halten ist.

- Die Zulaufschläuche sind ca. 1,7 m lange Druckschläuche DN 10 mit 3/4 Zoll Verschraubung. Die Schmutzsiebe in den Verschraubungen dürfen nicht entfernt werden.

- Großflächen-Siebe (liegen im Beipack) zwischen Absperrventil und Zulaufschlauch installieren (Abb. siehe "Siebe im Wasserzulauf reinigen"). Das Großflächensieb für AD-Wasser ist aus Chrom-Nickelstahl; zu erkennen an der matten Oberfläche.

MIELE G 7836 - Wasserzulauf anschließen - 1

⚠️ Die Zulaufschläuche dürfen nicht gekürzt oder beschädigt werden (siehe Abb.!).

Siehe auch beiliegenden Installationsplan!

AD-Wasseranschluss (druckfest) für 60 - 1000 kPa (0,6 - 10 bar) Überdruck

Das Gerät wird serienmäßig für den Anschluss an ein druckfestes System von 60 - 1000 kPa (0,6 - 10 bar) Ü ausgeliefert. Bei einem Wasserdruck (Fließdruck) unter 150 kPa (1,5 bar) verlängert sich automatisch die Wassereinlaufzeit.

■ AD-Wasserzulaufschlauch (druckgeprüft und mit "H₂O pur" gekennzeichnet) mit 3/4 Zoll Verschraubung an den bauseitigen Absperrhahn für AD-Wasser anschließen.

⚠ Wird das Gerät nicht an AD-Wasser angeschlossen, müssen die Reinigungs- und Desinfektionsprogramme durch den Miele Kundendienst geändert werden. Der Zulaufschlauch verbleibt an der Rückseite des Gerätes.

AD-Wasseranschluss (drucklos) für 8,5 - 60 kPa (0,085 - 0,6 bar) (optional)

Für den Anschluss an 8,5 - 60 kPa Ü muss das Gerät, wenn nicht schon ab Werk bestellt (Sonderausführung), umgerüstet werden. Der Einbau einer Förderpumpe darf nur vom Miele Kundendienst ausgeführt werden.

Bei einem AD-Wasserbehälter (drucklos) muß der Auslaufstutzen mindestens auf der Höhe der Maschinenoberkante liegen (siehe "Installationsanweisung").

Sondervorschriften für Österreich!

In die Kaltwasserleitung ist gemäß § 18 und § 22 der "Verordnung zur Durchführung des Wasserversorgungsgesetzes 1960" unmittelbar vor der Anschlussstelle des Gerätes ein Handabsperrventil einzubauen.

Für die Verbindungsleitung von der Anschlussstelle am Gerät mit der Innenanlage sind nur die im § 12, Abs. 1 der "Verordnung zur Durchführung des Wasserversorgungsgesetzes 1960" aufgezählten Rohre zu verwenden.

Die Verwendung von Gummi- oder Kunststoffschläuchen als Druckverbindungsleitung zwischen Innenanlage und Gerät ist nur dann gestattet, wenn sie:

  • samt den eingebundenen Anschlussarmaturen einem Mindestdruck von 1500 kPa (15 bar) Überdruck standhält,
  • während der Inbetriebnahme des Gerätes hinreichend beaufsichtigt sind und
  • nach der jeweiligen Verwendung des Gerätes durch Sperrung des Wasserzuflusses vor dem Gummi- oder Kunststoffschlauch zuverlässig außer Betrieb gesetzt, oder überhaupt von der Innenanlage getrennt wird.

Wasserablauf anschließen

  • In den Ablauf des Geräten ist ein Rückschlagventil eingebaut, so dass kein Schmutzwasser über den Ablaufschlauch in das Gerät zurück fließen kann.
  • Das Gerät sollte vorzugsweise an ein separates, bauseitiges Ablaufsystem angeschlossen werden.

Wenn kein separater Anschluss vorhanden ist, empfehlen wir den Anschluss an einen Doppelkammer-Siphon.

Der bauseitige Anschluss muss zwischen 0,6 m und 1 m Höhe liegen, gemessen von der Unterkante des Gerätes.

Liegt der Anschluss tiefer als 0,6 m, Ablaufschlauch im Bogen auf mindestens 0,6 m Höhe verlegen.

Das Ablaufsystem muss eine Mindestabflussmenge von 50 l/min aufnehmen können.

  • Der Ablaufschlauch ist ca. 1,5 m lang und flexibel (lichte Weite 22 mm). Er darf nicht gekürzt werden. Schlauchschellen für den Anschluss liegen bei.
  • Längere Ablaufschläuche (bis 4 m) sind lieferbar.
  • Die Ablaufleitung darf höchstens 4 m lang sein.

Siehe auch beiliegenden Installationsplan!

Sondervorschriften für Österreich!

Der Anschluss an die nach der Bestimmung der Ö-Norm B 2501 - Hauskanal-Anlagen - hergestellten Abflussleitung kann direkt erfolgen.

Höhe 117,5 cm
Breite 90 cm
Tiefe70 cm
Tiefe bei geöffneter Tür126,5 cm
Gewicht (netto) 180 kg
Spannung, Anschlusswert, Absicherungsiehe Typenschild
Anschlusskabel ca. 1,8 m
Wassertemperatur:
Kaltwassermax. 20 °C
Warm- und AD-Wasseranschlussmax. 70 °C
statischer Wasserdruckmax. 1000 kPa Überdruck
Mindestfließdruck:
Kalt- und Warmwasseranschluss150 kPa Überdruck
AD-Wasseranschluss60 kPa Überdruck
empfohlener Fließdruck:
Kalt- und Warmwasseranschluss≥250 kPa Überdruck
AD-Wasseranschluss≥150 kPa Überdruck
AD-Wasseranschluss (drucklos)optional, 8,5 - 50 kPa
Abpumphöhemin. 0,6 m, max. 1 m
Dampfkondensator ca. 2 - 4 l/min
Umgebungstemperatur5 °C bis 40 °C
relative Luftfeuchte maximal80 % für Temperaturen bis 31 °C
linear abnehmend bis50 % für Temperaturen bis 40 °C
Höhe über NN bis 1500 m#
Verschmutzungsgrad P2 (nach IEC/EN 61010-1)
Schutzart (nach IEC 60529)IP20 (Eindringen von Staub)
Geräuschemissionswerte in dB (A), Schalldruckpegel LpA im Reinigen und Trocknen< 7 0
Prüfzeichen VDE, Funkschutz
CE-KennzeichnungMPG-Richtlinie 93/42/EWG, Klasse IIb
HerstelleradresseMiele & Cie. KG, Carl-Miele-Str. 29, 33332 Gütersloh, Germany

An einem Aufstellort über 1500 m Höhe ist der Siedepunkt der Spülflotte herabgesetzt. Deshalb ggf. die Desinfektionstemperatur absenken und die Wirkzeit verlängern (A₀-Wert).

Optionen

  • Drucker zur Prozessdokumentation
  • Dosiersysteme DOS 2 und DOS 4
  • Nachrüstsatz OXIVARIO
  • Nachrüstung ORTHOVARIO durch den Miele Kundendienst

Gerätedefinition

Der Reinigungs- und Desinfektionsautomat kann für das OXIVARIO-Verfahren mit zwei zusätzlichen Dosierpumpen und einem Zwischenbehälter für Wasserstoffperoxidlösung (H₂O₂-Lösung) ausgestattet beziehungsweise nachgerüstet sein. Das Dosiersystem DOS 2 dosiert in diesen Fällen die H₂O₂-Lösung.

Für das ORTHOVARIO-Verfahren muss das Dosiersystem DOS 4 mit einer speziellen Dosierpumpe für einen speziellen Tensidreiniger ausgerüstet sein (Nachrüstung).

Für die speziellen Verfahren stehen die Programme OXIVARIO PLUS, OXIVARIO und ORTHOVARIO zur Verfügung. Im Auslieferungszustand sind die Programme den Programmplätzen 51 bis 53 zugeordnet.

Die OXIVARIO-Verfahren nutzen die Aktivsauerstofffreisetzung unter alkalischen Bedingungen. Der verwendete Reiniger muss tensidfrei sein und einen pH-Wert zwischen 11 und 11,5 haben.

Das Verfahren ORTHOVARIO reinigt in der ersten Reinigungsphase mit einem materialverträglichen Tensidreiniger und nutzt in der zweiten Phase ebenfalls die Aktivsauerstofffreisetzung, erzeugt bei einem pH zwischen 10,0 und 11,0 bei einer etwas höheren Temperatur von 65 °C.

Anwendungsgebiete

Das Verfahren OXIVARIO mit alkali- scher Reinigung ist ausgelegt für die Aufbereitung von chirurgischen Instru- menten, die besondere Anforderungen an die Reinigung stellen.

Insbesondere eignet sich das Verfahren zur Aufbereitung von OP-Instrumenten z. B. aus dem Bereich der HF (=Hochfrequenz)-Chirurgie, der Knochenchirurgie, bei Instrumenten, die aufgrund einer längeren Zeit bis zur Aufbereitung antrocknen und bei Anti-septica-Einflüssen.

Das Reinigungsverfahren ist schonend genug für minimalinvasive Instrumente einschließlich Optiken, soweit diese vom Hersteller für die alkalische Reinigung freigegeben sind.

Es ist nicht geeignet für eloxiertes Aluminium.

Bei Titanlegierungen, z. B. Implantaten, ist die Materialverträglichkeit nicht immer gegeben. Fragen Sie den Hersteller.

Das Verfahren ORTHOVARIO ist ausgelegt für eine materialverträgliche Aufbereitung von alkali-empfindlichen Instrumenten aus Aluminium, besonders für den Bereich der orthopädischen Instrumente, z. B. für Motorensysteme.

Auf Grund der oxidativen Wirkung ist auch dieses für Titanlegierungen, insbesondere farbcodierte Implantate nicht anwendbar.

⚠️ Die Verfahren reinigen so gründlich, dass zur Prävention von Schäden Instrumente mit aufeinander gleitendem Metall sorgfältig direkt nach der Aufbereitung mit geeigneten Mitteln gepflegt werden müssen.

Sicherheitshinweise und Warnungen

⚠️Die nachfolgend aufgeführten Sicherheitshinweise und Warnungen gelten zusätzlich zu den am Anfang der Gebrauchsanweisungen aufgeführten!

H_2O_2 -Lösung darf ausschließlich in Spezialbehältern der Firmen Ecolab und Dr. Weigert mit den zugehörigen Adaptern eingesetzt werden.
Sicherheitshinweise (Sicherheitsdatenblätter) der Hersteller unbedingt beachten.
Vorsicht beim Umgang mit H_2O_2 -Lösung, es handelt sich um eine ätzende Prozesschemikalie!

Die geltenden Sicherheitsvorschriften beachten!

Schutzbrille und Handschuhe benutzen!

Leere Behälter gemäß den Herstellerangaben entsorgen.
H_2O_2 -Lösung darf keinesfalls mit anderen Prozesschemikalien vermischt werden. Es besteht die Gefahr einer heftigen chemischen Reaktion, z. B. einer Verpuffung.
Es soll ausschließlich spezieller Tensidreiniger der Firmen Ecolab und Dr. Weigert verwendet werden.

Behälter mit H_2O_2 -Lösung anschließen

Der Anschlussschlauch für den Vorratsbehälter der H_2O_2 -Lösung ist mit einem schwarzen Aufkleber gekennzeichnet. Er wird ohne Adapter geliefert, da sich die Entnahmesysteme der Vorratsbehälter je nach Lieferant unterscheiden.

■ Adapter des entsprechenden Lieferanten mit dem Anschlussschlauch (schwarz) verbinden.
■ Vorratsbehälter mit H_2O_2 -Lösung anschließen.
■ Serviceprogramm DOS2-FÜLLEN starten.

Im Gegensatz zu den anderen Prozess-chemikalien soll der Vorratsbehälter mit H_2O_2 -Lösung vor dem Austausch vollständig entleert werden.

Erst wenn die Meldung BEHÄLTER DOS 2 FÜLLEN angezeigt wird, einen neuen Vorratsbehälter mit H₂O₂-Lösung anschließen und das Serviceprogramm DOS2-FÜLLEN starten.

Erscheint die Meldung DOSIERSYSTEM 2 PRÜFEN, Vorratsbehälter und Dosierleitung überprüfen. Das Programm wurde automatisch angehalten.

Elektrische und elektronische Altgeräte enthalten vielfach noch wertvolle Materialien. Sie enthalten aber auch schädliche Stoffe, die für ihre Funktion und Sicherheit notwendig waren. Im Restmüll oder bei falscher Behandlung können diese der menschlichen Gesundheit und der Umwelt schaden. Geben Sie Ihr Altgerät deshalb auf keinen Fall in den Restmüll.

MIELE G 7836 - Behälter mit H_2O_2 -Lösung anschließen - 1

Nutzen Sie stattdessen die an Ihrem Wohnort eingerichtete Sammelstelle zur Rückgabe und Verwertung elektrischer und elektronischer Altgeräte. Informieren Sie sich gegebenenfalls bei Ihrem Händler.

Bitte sorgen Sie dafür, dass Ihr Altgerät bis zum Abtransport kindersicher aufbewahrt wird.

Deutschland:

Miele & Cie. KG

Carl-Miele-Straße 29

33332 Gütersloh

Telefon: 05241 89-0

Telefax: 05241 89-2090

Miele im Internet: www.miele-professional.de

Österreich:

Miele Gesellschaft m.b.H.

Mielestraße 1 – 5071 Wals bei Salzburg

Telefon 050 800 - 0 - Telefax 050 800 - 81 219

Miele im Internet: www.miele-professional.at

E-Mail: info@miele.at

Verkauf: Telefon 050 800 - 81 420 - Telefax 050 800 - 81 429

E-Mail: vertrieb-professional@miele.at

Service Telefon 050 800 - 390

Schweiz:

Miele AG

Limmatstrasse 4, 8957 Spreitenbach

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Produktinformationen

Marke : MIELE

Modell : G 7836

Kategorie : Geschirrspüler