MIELE G 7862 - Geschirrspüler

G 7862 - Geschirrspüler MIELE - Kostenlose Bedienungsanleitung

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BEDIENUNGSANLEITUNG G 7862 MIELE

Reinigungs- und Desinfektionsautomat G 7862

Lesen Sie unbedingt die Gebrauchs-

anweisung vor Aufstellung -

Installation - Inbetriebnahme.

Dadurch schützen Sie sich und

vermeiden Schäden an Ihrem Gerät.

d e - D E

M.-Nr. 07 777 990

Inhalt

Sicherheitshinweise und Warnungen 5

Am Gerät angebrachte Symbole 10

Zweckbestimmung 11

Gerätebeschreibung 12

Ihr Beitrag zum Umweltschutz 14

Tür öffnen und schließen 15

Elektrische Türverriegelung 15

Tür öffnen 15

Tür schließen 15

Öffnen der Tür mit der Notentriegelung. 15

Enthärtungsanlage 16

Enthärtungsanlage programmieren. 16

Regeneriersalz einfüllen 18

Salzmangelanzeige 19

Anwendungstechnik 20

Spülgut einordnen 21

Gefederter Adapter Wasserversorgung 22

Höhenverstellung eines Oberkorbes 22

Allgemeine Hinweise 23

OP-Schuhe (OS) 23

HNO 24

G Y N 25

Chemische Verfahrenstechnik 27

Dosierung von Prozesschemikalien 31

Neutralisationsmittel einfüllen 31

Neutralisationsmittelmangelanzeige 32

Neutralisationsmitteldosierung einstellen 32

Nachspülmittel einfüllen (Option) 33

Nachspülmittelmangelanzeige 34

Nachspülmitteldosierung einstellen. 34

Reiniger zugeben 35

Zusatzfunktion Trocknung 📄 wählen 37

Programmablaufanzeige 38

Programmende 38

Ausschalten 39

Programm abbrechen 39

Programmierfunktionen 40

Für alle Programmierfunktionen gilt: 40

Programmiermodus aktivieren 40

Werte speichern und Programmiermodus beenden 40

Programmiermodus ohne Speichern beenden 40

Dosierung mit DOS 1....41

Dosierkonzentration einstellen 41

Dosiersystem entlüften 41

Summer 42

Programmparameter ändern 43

Temperatur ändern. 43

Wirkzeit ändern. 4 4

Werkseitige Grundeinstellung wiederherstellen 44

Uhrzeit und Datum einstellen.... 45

Datentransfer (optional) 46

Instandhaltungsmaßnahmen 47

Wartung 47

Prozessvalidierung 48

Routineprüfungen 48

Siebe im Spülraum reinigen....49

Grobsieb reinigen....49

Flächensieb und Mikrofeinfilter reinigen....50

Sprüharme reinigen 51

Bedienungsblende reinigen 52

Front des Gerätes reinigen 52

Spülraum reinigen 52

Türdichtung reinigen 52

Dosiersysteme 52

Körbe und Einsätze 53

Störungshilfe 54

Störungen beseitigen 62

Thermoschalter 62

Ablaufpumpe und Rückschlagventil reinigen 63

Siebe im Wasserzulauf reinigen 64

Kundendienst 65

Inhalt

Aufstellen 66

Reinigungs- und Desinfektionsautomat unter einer Arbeitsplatte einbauen . . . . 66

Elektroanschluss 68

Wasseranschluss. 69

Wasserzulauf anschließen 69

Wasserablauf anschließen. 71

Programmübersicht 72

Technische Daten 74

Dieses Gerät entspricht den vorgeschriebenen Sicherheitsbestimmungen. Ein unsachgemäßer Gebrauch kann jedoch zu Schäden an Personen und Sachen führen.

Lesen Sie die Gebrauchsanweisung aufmerksam durch, bevor Sie dieses Gerät benutzen. Dadurch schützen Sie sich und vermeiden Schäden an dem Gerät.

Bewahren Sie die Gebrauchsanweisung sorgfältig auf!

Bestimmungsgemäße Verwendung

Der Reinigungs- und Desinfektions-automat ist ausschließlich für die in der Gebrauchsanweisung genannten Anwendungsgebiete zugelassen. Jegliche andere Verwendung, Umbauten und Veränderungen sind unzulässig und möglicherweise gefährlich.

Die Reinigungs- und Desinfektionsverfahren sind nur für Instrumente bzw. Medizinprodukte konzipiert, die vom Hersteller als wiederaufbereitbar deklariert sind. Die Hinweise der Spülgut- und Instrumentenhersteller sind zu beachten. Der Hersteller haftet nicht für Schäden, die durch bestimmungswidrige Verwendung oder falsche Bedienung verursacht werden.

Das Gerät ist ausschließlich für die Verwendung in Innenräumen vorgesehen.

Der Einbau und die Montage dieses Gerätes an nichtstationären Aufstellungsorten dürfen nur von Fachbetrieben / Fachleuten durchgeführt werden, wenn sie die Voraussetzungen für den sicherheitsgerechten Gebrauch dieses Gerätes sicherstellen.

Beachten Sie folgende Hinweise, um Verletzungsgefahren zu vermeiden!

Das Gerät darf nur durch den Miele Kundendienst in Betrieb genommen, gewartet und repariert werden. Zur bestmöglichen Erfüllung der Medizinprodukte-Betreiberverordnung wird der Abschluss eines Miele Instandhaltungs-/Wartungsvertrages empfohlen. Durch unsachgemäße Reparaturen können erhebliche Gefahren für den Benutzer entstehen!

Das Gerät darf nicht in explosionsgefährdeten und frostgefährdeten Bereichen aufgestellt werden.

Die elektrische Sicherheit dieses Gerätes ist nur dann gewährleistet, wenn es an ein vorschriftsmäßig installiertes Schutzleitersystem angeschlossen wird. Es ist sehr wichtig, dass diese grundlegende Sicherheitsvoraussetzung geprüft und im Zweifelsfall die Hausinstallation durch eine Fachkraft überprüft wird.

Der Hersteller kann nicht für Schäden verantwortlich gemacht werden, die durch einen fehlenden oder unterbrochenen Schutzleiter verursacht werden (z.B. elektrischer Schlag).

Ein beschädigtes oder undichtes Gerät kann Ihre Sicherheit gefährden. Gerät sofort außer Betrieb setzen und den Miele Kundendienst informieren.

Die Bedienungspersonen müssen eingewiesen und regelmäßig geschult werden. Nicht eingewiesenem und geschultem Personal ist der Umgang mit dem Reinigungs- und Desinfektionsautomaten zu untersagen.

Vorsicht beim Umgang mit Prozesschemikalien (Reinigungs- und Neutralisationsmittel, Reinigungsverstärker, Klarspüler, usw.)! Es handelt sich dabei zum Teil um ätzende und reizende Stoffe. Die geltenden Sicherheitsvorschriften beachten! Schutzbrille und Handschuhe benutzen! Bei allen Prozesschemikalien sind die Sicherheitshinweise und Sicherheitsdatenblätter der Hersteller zu beachten!

Der Reinigungs- und Desinfektionsautomat ist nur für den Betrieb mit Wasser und empfohlenen Prozesschemikalien ausgelegt. Das Gerät darf nicht mit organischen Lösemitteln oder entflammbaren Flüssigkeiten betrieben werden. Es bestehen u. a. Explosionsgefahr und die Gefahr von Sachbeschädigung durch die Zerstörung von Gummi- und Kunststoffteilen und das dadurch verursachte Auslaufen von Flüssigkeiten.

Bei pulverförmigem Reiniger Staubinhalation vermeiden! Werden Reiniger verschluckt, können sie Verätzungen in Mund und Rachen verursachen oder zum Ersticken führen.

Das Wasser im Spülraum ist kein Trinkwasser!

Stellen oder setzen Sie sich nicht auf die geöffnete Tür, der Reinigungs- und Desinfektionsautomat könnte kippen oder beschädigt werden.

Bei stehender Einordnung von scharfen, spitzen Gegenständen auf die Verletzungsgefahr achten und so einsortieren, dass von diesen keine Verletzungsgefahren ausgehen können.

Beim Betrieb des Reinigungs- und Desinfektionsautomaten die mögliche hohe Temperatur berücksichtigen. Beim Öffnen der Tür unter Umgehung der Verriegelung besteht Verbrennungs-, Verbrühungs- bzw. Verätzungsgefahr oder bei Desinfektionsmitteleinsatz die Gefahr der Inhalation toxischer Dämpfe!

Können bei der Aufbereitung in der Spülflotte toxische, chemische Substanzen entstehen (z.B. Aldehyde im Desinfektionsmittel), sind die Abdichtung der Tür und gegebenenfalls die Funktion des Dampfkondensators regelmäßig zu kontrollieren.

Das Öffnen der Tür des Reinigungs- und Desinfektionsautomaten während einer Programmunterbrechung ist in diesem Fall mit einem besonderen Risiko verbunden.

Beachten Sie im Notfall bei Kontakt mit toxischen Dämpfen oder Prozesschemikalien die Sicherheitsdatenblätter der Hersteller der Prozesschemikalien!

Wagen, Körbe, Einsätze und Beladung müssen vor der Entnahme erst abkühlen. Danach evtl. Wasserreste aus schöpfenden Teilen in den Spülraum entleeren.

Fassen Sie nicht an die Heizkörper, wenn Sie während oder nach Ende des Programms die Tür öffnen. Selbst einige Minuten nach beendetem Programm können Sie sich daran verbrennen.
Der Reinigungs- und Desinfektionsautomat und dessen unmittelbarer Umgebungsbereich dürfen zur Reinigung nicht abgespritzt werden, z.B. mit einem Wasserschlauch oder Hochdruckreiniger.
Trennen Sie das Gerät vom elektrischen Netz, wenn es gewartet wird.

Beachten Sie folgende Hinweise, um die Qualitätssicherung bei der Aufbereitung medizinischer Produkte zu gewährleisten und um Patientengefährdung und Sachschäden zu vermeiden!

Sofern das Gerät für behördlich angeordnete Entseuchungen eingesetzt wurde, müssen der Dampfkondensator und seine Verbindungen zur Spülkammer und zum Ablauf des Gerätes im Falle einer Reparatur oder eines Austausches desinfinziert werden.
▶ Eine Programmunterbrechung darf nur in Ausnahmefällen durch autorisierte Personen erfolgen.
▶ Den Reinigungs- und Desinfektions-standard der Desinfektionsverfahren in der Routine hat der Betreiber nachweisbar sicherzustellen. Die Verfahren sollten regelmäßig thermoelektrisch sowie durch Ergebniskontrollen dokumentierbar überprüft werden. Bei chemothermischen Verfahren sind zusätzliche Prüfungen mit Chemo- bzw. Bio-Indikatoren erforderlich.

Für die thermische Desinfektion sind Temperaturen und Einwirkzeiten anzuwenden, die gemäß Normen und Richtlinien sowie mikrobiologischen, hygienischen Kenntnissen die erforderliche Infektionsprophylaxe bereitstellen.
Programme zur Desinfektion unter Zugabe eines chemischen Desinfektionsmittels bei moderaten Temperaturen von beispielsweise 65 °C oder niedriger sind für die behördlich anerkannte Entseuchung gemäß §18 IfSG in Reinigungs- und Desinfektionsautomaten nicht anerkannt. Sie sollten nur angewendet werden, wenn es aufgrund der Temperaturempfindlichkeit des Spülgutes erforderlich ist. Die Desinfektionsparameter basieren auf den Gutachten der Desinfektionsmittelhersteller. Ihre Angaben zu Handhabung, Einsatzbedingungen und Wirksamkeit sind besonders zu beachten. Die Anwendung derartiger chemo-thermischer Verfahren ist der Verantwortung des Betreibers überlassen.
Prozesschemikalien können unter gewissen Umständen zu Schäden am Gerät führen. Es wird empfohlen den Empfehlungen des Miele Kundendienstes zu folgen. Bei Schadensfällen und dem Verdacht auf Materialunverträglichkeiten wenden Sie sich an die Miele Anwendungstechnik.

Vorausgehende Behandlungen (z.B. mit Reinigungs- oder Desinfektionsmitteln), aber auch bestimmte Anschmutzungen sowie Prozesschemikalien, auch kombiniert durch chemische Wechselwirkung, können Schaum verursachen. Schaum kann das Reinigungs- und Desinfektionsergebnis beeinträchtigen.

Das Aufbereitungsverfahren muss so eingestellt werden, dass kein Schaum aus dem Spülraum austritt. Austretender Schaum gefährdet den sicheren Betrieb des Reinigungs- und Desinfektionsautomaten.

Das Aufbereitungsverfahren muss regelmäßig kontrolliert werden, um Schaumbildung zu erkennen.

Um Sachbeschädigungen an Reinigungs- und Desinfektionsautomaten und verwendetem Zubehör durch die Einwirkung von Prozesschemikalien, eingebrachter Verschmutzung sowie deren Wechselwirkung zu vermeiden, die Hinweise im Kapitel "Chemische Verfahrenstechnik" berücksichten.

Die anwendungstechnische Empfehlung von Prozesschemikalien (wie z.B. Reinigungsmitteln) bedeutet nicht, dass der Gerätehersteller die Einflüsse der Prozesschemikalien auf das Material des Reinigungsgutes verantwortet. Beachten Sie, dass Formulierungsänderungen, Lagerbedingungen usw, welche vom Hersteller der Chemikalien nicht bekanntgegeben wurden, die Qualität des Reinigungsergebnisses beeinträchtigen können.

Achten Sie bei der Verwendung von Prozesschemikalien (wie z.B. Reinigungsmitteln) unbedingt auf die Hinweise des jeweiligen Herstellers. Setzen Sie die Prozesschemikalien nur für den vom Hersteller vorgesehenen Anwendungsfall ein, um Materialschäden und ggf. heftigste chemische Reaktionen (z. B. Knallgasreaktion) zu vermeiden.

Bei kritischen Anwendungen, in denen besonders hohe Anforderungen an die Aufbereitungsqualität gestellt werden, sollten die Verfahrensbedingungen (Prozesschemikalien, Wasserqualität etc.) vorab mit der Miele Anwendungstechnik abgestimmt werden.

Die Wagen, Körbe und Einsätze zur Aufnahme des Spülgutes sind nur bestimmungsgemäß zu verwenden. Instrumente mit Hohlräumen müssen innen vollständig mit Spülflotte durchströmt werden.

Restflüssigkeit enthaltende Gefäße müssen vor dem Einordnen entleert werden.

Es dürfen keine nennenswerten Reste von Lösemitteln und Säuren, insbesondere Salzsäure und chloridhaltige Lösungen mit dem Einbringen des Reinigungsgutes in den Spülraum gelangen. Ebenfalls keine korrodierenden Eisenwerkstoffe!

Lösemittel in Verbindung mit der An- schmutzung dürfen (besonders bei Gefahrenklasse A1) nur in Spuren vorhanden sein.

Achten Sie darauf, dass die Edelstahlaußenverkleidung nicht mit salzsäurehaltigen Lösungen/Dämpfen in Kontakt kommt, um Korrosionsschäden zu vermeiden.
Nach Arbeiten am Leitungswassernetz muss die Wasserversorgungsleitung zum Reinigungs- und Desinfektionsautomaten entlüftet werden. Andernfalls können Bauteile des Reinigungs- und Desinfektionsautomaten beschädigt werden.
Beachten Sie die Installationshinweise in der Gebrauchsanweisung und die Installationsanweisung.

Benutzung von Zubehör

Es dürfen nur Miele Zusatzgeräte für den entsprechenden Verwendungszweck angeschlossen werden. Die Typbezeichnung der einzelnen Geräte nennt Ihnen die Miele Anwendungstechnik.
Es dürfen nur Miele Wagen, Körbe und Einsätze verwendet werden. Bei Veränderung des Miele Zubehörs oder bei Verwendung anderer Wagen und Einsätze kann Miele nicht sicherstellen, dass ein ausreichendes Reinigungs- und Desinfektionsergebnis erreicht wird. Dadurch ausgelöste Schäden sind von der Garantie ausgenommen.
Es dürfen nur Prozesschemikalien eingesetzt werden, die von ihrem Hersteller für das jeweilige Anwendungsgebiet freigegeben sind. Der Hersteller der Prozesschemikalien trägt die Verantwortung für negative Einflüsse auf das Material des Spülgutes und des Reinigungs- und Desinfektionsautomaten.

Am Gerät angebrachte Symbole

MIELE G 7862 - Am Gerät angebrachte Symbole - 1

Achtung: Gebrauchsanweisung beachten!

MIELE G 7862 - Am Gerät angebrachte Symbole - 2

Achtung: Gefahr durch elektrischen Schlag!

Entsorgung des Altgerätes

▶ Bitte beachten, dass das Altgerät durch Blut oder andere Körperflüssigkeiten kontaminiert sein kann und deshalb vor der Entsorgung dekontaminiert werden muss.

Entsorgen Sie aus Gründen der Sicherheit und des Umweltschutzes alle Reste von Prozesschemikalien unter Beachtung der Sicherheitsvorschriften (Schutzbrille und Handschuhe benutzen!).

Entfernen bzw. zerstören Sie auch den Türverschluss, damit sich Kinder nicht einschließen können. Danach das Gerät einer ordnungsgemäßen Entsorgung zuführen.

Der Hersteller haftet nicht für Schäden, die infolge von Nichtbeachtung der Sicherheitshinweise und Warnungen verursacht werden.

In dem Miele Reinigungs- und Desinfektionsautomat können wiederaufbereitbare Medizinprodukte in Artzpraxen gereinigt, gespült und desinfiziert (thermisch bzw. chemisch-thermisch) werden.

Dazu sind auch die Informationen der Hersteller der Medizinprodukte (EN ISO 17664) zu beachten.

Beispielhafte Anwendungsgebiet:

Instrumente und Zubehör aus den Bereichen:

  • Gynäkologie,
  • Urologie,
    – Hals-Nasen-Ohrenheilkunde,
    – Stationsuntensilien wie Nierenschalen, Schüsseln und OP-Schuhe.

Der Begriff Spülgut wird in dieser Gebrauchsanweisung allgemein verwendet, wenn die aufzubereitenden Gegenstände nicht näher definiert sind.

Die Aufbereitung von Instrumenten erfolgt zwecks Standardisierung vorzugsweise durch maschinelle Reinigungsverfahren.

Die Desinfektion erfolgt vorzugsweise mit thermischer Desinfektion, z. B. mit dem DESIN vario TD-Verfahren. Gemäß dem A₀-Konzept der EN ISO 15883-1 erfolgt die thermische Desinfektion mit den Parametern 80 °C (+ 5 °C, - 0 °C) und 10 min Einwirkzeit (A₀ 600) bzw. mit 90 °C (+ 5 °C, - 0 °C) und 5 min Einwirkzeit (A₀ 3000), je nach erforderlicher Desinfektionswirkung. Der Wirkungsbereich des A₀ 3000 umfasst auch die Inaktivierung von HBV.

Die Reinigungsbedingungen sind optimal an die Anschmutzung und Art des aufzubereitenden Spülgutes anzupassen.

Die Verwendung entsprechender Prozesschemikalien ist auf die Reinigungsproblematik abzustimmen.

Das Reinigungsergebnis ist maßgeblich für die Sicherheit der Desinfektion, Sterilisation sowie Rückstandfreiheit und somit für die sichere Wiederverwendung.

Die Reinigung ist für wiederaufzubereitende Medizinprodukte am besten mit dem DESIN vario TD-Verfahren möglich.

Wichtig für die adäquate Reinigung der Instrumente und Geräte ist die Anwendung darauf abgestimmter Beladungssträger (Körbe, Module, Einsätze usw.). Das Kapitel "Anwendungstechnik" gibt dazu Beispiele.

Gemäß EN ISO 15883 ist das Gerät für die Validierung der Prozesse qualifizierbar.

MIELE G 7862 - Beispielhafte Anwendungsgebiet: - 1

text_image Miele 1-0 min 8.88 °C 2 3 4 5 6 7 8 varioTD AN varioTD A ① ② ③ ④ ⑤ ⑥ ⑦ ⑧ ⑨

① Ein/Aus-Schalter I-0
② Türöffner
③ Zeitanzeige/Anzeige
④ Umschalttaste min für die Anzeige:

  • Ist-Temperatur
  • abgelaufene Spülzeit
  • aktiver Spülblock

⑤ Trocknungstaste 🎨 mit Kontroll-leuchte
⑥ Starttaste ◇ mit Kontrollleuchte
⑦ Programmablaufanzeige:

Regenerieren
Vorreinigen
Hauptreinigen
* Spülen / Nachspülen
Trocknung
→Programmende

⑧ Kontroll- / Mangelanzeigen:

Zulauf / Ablauf
Regeneriersalz
Neutralisationsmittel
* Nachspülmittel
OPC DOS optische Schnittstelle für

den Kundendienst;

bei angeschlossenem

DOS-Modul K 60:

flüssiger Reiniger

⑨ Programmwähler

Stop

Scan III / LANG
Scan II / MITTEL
Scan I / KURZ
UNIVERSAL

A frei programmierbares

Programm

Abpumpen

⊥ Abspülen

varioTD AN

varioTD

MIELE G 7862 - Beispielhafte Anwendungsgebiet: - 2

① Anschluss für DOS-Modul K 60 für flüssigen Reiniger auf der Geräte-rückseite
② Serviceklappe
③ Siebkombination
④ Vorratsbehälter für Regeneriersalz
⑤ Behälter für pulverförmige Reiniger

⑥ Duo-Vorratsbehälter für Nachspül- oder Neutralisationsmittel mit Dosierwähler
⑦ Füllstandsanzeigen für Nachspül- oder Neutralisationsmittel

auf der Geräterückseite:

- Schnittstellenstecker RS 232 (optional)

Entsorgung der Transportverpackung

Die Verpackung schützt das Gerät vor Transportschäden. Die Verpackungsmaterialien sind nach umweltverträglichen und entsorgungstechnischen Gesichtspunkten ausgewählt und deshalb recyclebar.

Das Rückführen der Verpackung in den Materialkreislauf spart Rohstoffe und verringert das Abfallaufkommen. Ihr Fachhändler nimmt die Verpackung zurück.

Entsorgung des Altgerätes

Elektrische und elektronische Altgeräte enthalten vielfach noch wertvolle Materialien. Sie enthalten aber auch schädliche Stoffe, die für ihre Funktion und Sicherheit notwendig waren. Im Restmüll oder bei falscher Behandlung können diese der menschlichen Gesundheit und der Umwelt schaden. Geben Sie Ihr Altgerät deshalb auf keinen Fall in den Restmüll.

MIELE G 7862 - Entsorgung des Altgerätes - 1

Nutzen Sie stattdessen die an Ihrem Wohnort eingerichtete Sammelstelle zur Rückgabe und Verwertung elektrischer und elektronischer Altgeräte. Informieren Sie sich gegebenenfalls bei Ihrem Händler.

Bitte sorgen Sie dafür, dass Ihr Altgerät bis zum Abtransport kindersicher aufbewahrt wird.

Elektrische Türverriegelung

Der Reinigungs- und Desinfektionsautomat ist mit einer elektrischen Türverriegelung ausgestattet.

Die Tür kann nur geöffnet werden, wenn:

■ der Reinigungs- und Desinfektions-automat elektrisch angeschlossen und
■ der Schalter I-0 eingeschaltet ist.

Tür öffnen

■ Türöffner bis zum Anschlag drücken, gleichzeitig in die Griffleiste fassen und die Tür öffnen.

⚠️ Fassen Sie nicht an die Heizkörper wenn Sie nach Ende des Programms die Tür öffnen. Selbst einige Minuten nach beendetem Programm können Sie sich daran verbrennen.

Die Tür kann nach dem Start eines Programms nicht mehr geöffnet werden und bleibt bis zum Programmende verriegelt. Von der elektrischen Türverriegelung ausgenommen sind die Programme ABSPÜLEN 1 und ABPUM-PEN 1.

Soll die Tür im Programmschritt "Trocknung" geöffnet werden können, muss dies durch den Kundendienst nachträglich programmiert werden.

Tür schließen

Tür hochklappen und bis zum Einrasten fest andrücken. Den Türöffner dabei nicht drücken.

Öffnen der Tür mit der Not- entriegelung

Die Notentriegelung darf nur betätigt werden, wenn ein normales Öffnen der Tür nicht mehr möglich ist, z. B. bei einem Stromausfall.

Achtung bei Desinfektionsprogrammen, siehe "Sicherheitshinweise und Warnungen"!

■ Programmwähler auf ▽ drehen.
■ Gerät mit Schalter I-0 ausschalten.

MIELE G 7862 - Öffnen der Tür mit der Not- entriegelung - 1

■ Von unten hinter die Serviceklappe greifen und den Ring der Notentriegelungsschnur nach unten ziehen.

Um gute Reinigungsergebnisse zu erzielen, benötigt der Reinigungs- und Desinfektionsautomat weiches (kalkarmes) Wasser. Bei hartem Leitungswasser legen sich weiße Beläge auf Spülgut und Spülraumwänden ab. Leitungswasser ab einer Wasserhärte von 4 °d (0,7 mmol/l) muss deshalb enthält werden. Das geschieht in der eingebauten Enthärtungsanlage automatisch.

  • Die Enthärtungsanlage benötigt Regeneriersalz.
  • Der Reinigungs- und Desinfektions-automat muss genau auf die Härte Ihres Leitungswassers programmiert werden.
    – Das zuständige Wasserwerk gibt Auskunft über den genauen Härtegrad des Leitungswassers.

Bei schwankender Wasserhärte (z. B. 8 - 17 °d) immer den höchsten Wert programmieren (in diesem Beispiel 17 °d).

Die eingebaute Enthärtungsanlage kann von 1 °d - 60 °d programmiert werden.

In einem eventuellen späteren Kunden- dienstfall erleichtern Sie dem Techniker die Arbeit, wenn die Leitungswasser- härte bekannt ist.

Tragen Sie bitte deshalb die Leitungswasserhärte ein:

°d

Enthärtungsanlage programmieren

■ Reinigungs- und Desinfektionsautomat ausschalten.
■ Programmwähler auf ▽ stellen.
■ Taste min und ☑ gedrückt halten und gleichzeitig das Gerät mit dem Schalter I-0 einschalten.

In der Anzeige erscheint die aktuelle Programmversion P....

Die Kontrollleuchte 📁 / 🐎 leuchtet.

■ Taste 🚗 1x drücken,

In der Anzeige erscheint E01.

■ Programmwähler eine Schalterstellung nach rechts drehen (1-Uhr-Stellung).

In der Anzeige erscheint die Zahl 19 (werkseitig eingestellte Wasserhärte in °d).

■ Taste min so oft drücken oder gedrückt halten, bis der gewünschte Wert (Härtegrad in °d) in der Anzeige erscheint.

Wasserhärteangaben in °d, mmol/l und °f finden Sie in der Tabelle auf der nächsten Seite.

Nach Erreichen der Ziffer 60 beginnt der Zähler wieder mit 0.

■ Taste ◇ drücken.

Es wird SP angezeigt.

■ Taste ◇ nochmals drücken.

Der gewünschte Wert wird gespeichert. Die Anzeige erlischt.

Das Gerät ist betriebsbereit.

Einstelltabelle

*) den Wert 0 nur für Reinigungs- und Desinfektionsautomaten ohne Enthärter einstellen.
**) werkseitige Einstellung

Regeneriersalz einfüllen

Verwenden Sie nur spezielle, möglichst grobkörnige Regeneriersalze oder reine Siedesalze mit einer Körnung von ca. 1 - 4 mm, wie z.B. das Regeneriersalz "BROXAL compact" oder "Calgonit Professional". Verwenden Sie keinesfalls andere Salze, z.B. Speisesalz, Viehsalz oder Tausalz. Diese können wasserunlösliche Bestandteile enthalten, welche eine Funktionsstörung des Enthärters verursachen!

Der Vorratsbehälter fasst ca. 2,5 kg Salz.

⚠️ Versehentliches Füllen des Salzbehälters mit Reiniger führt immer zur Zerstörung des Enthärters! Überzeugen Sie sich bitte vor jedem Füllen des Salzbehälters, dass Sie eine Salzpackung in der Hand halten.

■ Unterkorb herausnehmen.

■ Verschlusskappe abschrauben.

Vor der ersten Salzfüllung: Vorratsbehälter mit ca. 2,5 l Wasser füllen, damit das Salz sich auflösen kann. Nach der Inbetriebnahme befindet sich immer genügend Wasser im Vorratsbehälter.

MIELE G 7862 - Regeneriersalz einfüllen - 1

text_image SWE SALES

■ Einfülltrichter aufsetzen.
■ Regeneriersalz einfüllen.

Beim Einfüllen läuft ein Teil der Salzsole über.

MIELE G 7862 - Regeneriersalz einfüllen - 2

■ Gewinde und Dichtung des Vorratsbehälters von Salzresten säubern.
■ Verschlusskappe fest zuschrauben.
■ Sofort das Programm ABSPÜLEN ↑ starten, damit die übergelaufene Salzsole verdünnt und ausgespült wird.

Wenn sich der Programmablauf im Programm ⊥ nach dem Programmstart um einige Minuten verzögert, liegt keine Störung vor. In diesem Fall wird zuerst ein notwendiges Regenerieren des Enthärters durchgeführt.

Salzmangelanzeige
MIELE G 7862 - Regeneriersalz einfüllen - 3

flowchart
graph TD
    A["①"] --> B["○"]
    B --> C["○"]
    C --> D["○"]
    D --> E["○"]
    E --> F["○"]
    F --> G["○"]
    G --> H["○"]
    H --> I["○"]
    I --> J["○"]
    J --> K["○"]
    K --> L["○"]
    L --> M["○"]
    M --> N["○"]
    N --> O["○"]
    O --> P["○"]
    P --> Q["○"]
    Q --> R["○"]
    R --> S["○"]
    S --> T["○"]
    T --> U["○"]
    U --> V["○"]
    V --> W["○"]
    W --> X["○"]
    X --> Y["○"]
    Y --> Z["○"]
    Z --> AA["○"]
    AA --> AB["○"]
    AB --> AC["○"]
    AC --> AD["○"]
    AD --> AE["○"]
    AE --> AF["○"]
    AF --> AG["○"]
    AG --> AH["○"]
    AH --> AI["○"]
    AI --> AJ["○"]

Die Regeneration des Enthärters wird automatisch während eines Programmablaufs durchgeführt.

Während dieses Vorgangs leuchtet in der Programmablaufanzeige ① Ⓧ.

■ Regeneriersalz nachfüllen, wenn die Salzmangelanzeige ② ⇌ leuchtet.

Der Reinigungs- und Desinfektionsautomat ist mit je einem Unterkorb und einem Oberkorb ausrüstbar, die nach Art und Form des zu reinigenden und zu desinfizierenden Spülgutes mit unterschiedlichen Einsätzen ausgestattet oder gegen Spezialkörbe ausgetauscht werden können.

Körbe und Einsätze müssen entsprechend der Aufgabenstellung ausgewählt werden.

Ausstattungsbeispiele und Hinweise zu den einzelnen Anwendungsgebieten finden Sie auf den nächsten Seiten.

Prüfen Sie vor jedem Programmstart folgende Punkte (Sichtkontrolle):

  • Ist das Spülgut spültechnisch richtig eingeordnet/angeschlossen?
  • Sind die Lumen/Kanäle von Hohlkörperinstrumenten für die Spülflotte durchgängig?
  • Sind die Sprüharme sauber und können sie frei rotieren?
  • Ist die Siebkombination frei von groben Verschmutzungen (vorhandene große Teile entfernen, evtl. Siebkombination reinigen)?
  • Ist der Korbadapter zur Wasserversorgung der Sprüharme bzw. der Düsen richtig angekoppelt?
  • Sind die Behälter mit den Prozesschemikalien ausreichend gefüllt?

Prüfen Sie nach jedem Programmende folgende Punkte:

  • Kontrollieren Sie das Reinigungsergebnis des Spülgutes mittels Sichtkontrolle.
  • Befinden sich sämtliche Hohlkörperinstrumente noch auf den entsprechenden Düsen?

⚠️ Instrumente, die sich während der Aufbereitung von den Adaptern gelöst haben, müssen noch einmal aufbereitet werden.

  • Sind die Lumen der Hohlkörperinstrumente durchgängig?
  • Sind die Düsen und Anschlüsse fest mit dem Korb/Einsatz verbunden?

Proteinnachweis

Das Reinigungsergebnis sollte stichprobenartig durch proteinanalytische Kontrollen überprüft werden, z.B. mit dem Miele Test-Kit.

Spülgut einordnen

  • Das Spülgut grundsätzlich so einordnen, dass alle Flächen vom Wasser umspült werden können. Nur dann kann es sauber werden!
  • Das Spülgut darf nicht ineinander liegen und sich gegenseitig abdecken.
  • Instrumente mit Hohlräumen müssen innen vollständig mit Spülflotte durchströmt werden.
  • Bei Instrumenten mit engen, langen Hohlräumen muss vor dem Einsetzen in eine Spülvorrichtung bzw. beim Anschluss an eine solche die Durchspülbarkeit sichergestellt sein.
  • Hohlgefäße mit den Öffnungen nach unten in die entsprechenden Körbe und Einsätze stellen, damit das Wasser ungehindert ein- und austreten kann.
  • Spülgut mit tiefem Boden möglichst schräg einstellen, damit das Wasser ablaufen kann.
  • Hohe schlanke Hohlgefäße möglichst im mittleren Bereich der Körbe einordnen. Dort werden sie von den Spülstrahlen besser erreicht.
  • Leichtes Spülgut mit einem Abdecknetz (z.B. A 6) sichern bzw. Kleinteile in eine Kleinteilesiebschale legen, damit sie nicht die Sprüharme blockieren.
  • Wagen oder Körbe mit Adapter müssen richtig ankoppeln.
  • Die Sprüharme dürfen nicht durch zu hohe oder nach unten durchstehende Teile blockiert werden.

  • Nur spültechnisch einwandfreie Instrumente aus Instrumentenstahl verwenden, um Korrosion zu vermeiden.

  • Vernickelte Instrumente und Instrumente mit farbeloxiertem Aluminium sind für die maschinelle Aufbereitung ungeeignet.
  • Thermostabile Kunststoffteile verwenden.
  • Einweginstrumente dürfen auf keinen Fall aufbereitet werden.

Vorabräumen

■ Spülgut vor dem Einordnen entleeren, ggf. seuchengesetzliche Bestimmungen beachten.

⚠️ Reste von Säuren und Lösungsmittel, insbesondere Salzsäure und chloridhaltige Lösungen, dürfen nicht in den Spülraum gelangen.

Instrumentenentsorgung

Kontaminierte Instrumente sollen ohne Vorbehandlung direkt in den Reinigungs- und Desinfektionsautomaten gegeben werden (Trockenentsorgung).

Gefederter Adapter Wasserversorgung

Der gefederte Adapter zur Wasserversorgung der Körbe bzw. Injektorwagen muss beim Einschieben in den Reinigungs- und Desinfektionsautomaten richtig ankoppeln, d.h. er muss um 4 - 5 mm höher als die Wasserzuführung in dem Reinigungs- und Desinfektionsautomaten eingestellt sein.

Ist das nicht der Fall, verstellbaren Adapter entsprechend anpassen.

MIELE G 7862 - Gefederter Adapter Wasserversorgung - 1

Höhenverstellung eines Oberkorbes

Der Oberkorb ist in drei Ebenen um jeweils 2 cm höhenverstellbar.

Je nach Einstellung des Oberkorbes und Verwendung eines Einsatzes, kann Spülgut mit unterschiedlichen Höhen in die Körbe eingeordnet werden.

Zum Verstellen des Oberkorbes:

■ Oberkorb bis zum Anschlag nach vorn ziehen und von den Laufschienen heben.

■ Rollenhalterungen an beiden Seiten des Korbes mit einem 7mm Schraubenschlüssel abschrauben und wunschgemäß versetzen.

Allgemeine Hinweise

Die Antrocknungszeit bis zur Aufbereitung sollte möglichst kurz gehalten werden.

Die Desinfektion erfolgt vorzugsweise thermisch. Bei der Verwendung von Brauchwasser mit mehr als 100 mg Chlorid/l besteht Korrosionsgefahr für Edelstahlinstrumente.

Gelenkinstumente geöffnet in die Siebschalen einlegen, sie sollten sich nicht gegenseitig abdecken.

OP-Schuhe (OS)

OP-Schuhe aus Polyurethan und/oder Einlegesohlen werden chemo-thermisch bei 60 °C gereinigt und desinfiziert. Ein thermisches Desinfektionsverfahren kann angewendet werden, wenn der Hersteller eine entsprechende Thermostabilität bestätigt.

Hinsichtlich der Desinfektionsleistung chemo-thermischer Verfahren sind die Hersteller chemischer Desinfektionsmittel anzusprechen.

OP-Schuhe sollten nur in einem für diese Anwendung installierten Reinigungs- und Desinfektionsautomaten gereinigt und desinfiziert werden.

Dazu können folgende Körbe eingesetzt werden

– O 167 bis Schuhgröße 40,
- O 173 bis Schuhgröße 41 und
- U 168/1 bis Schuhgröße 45.

Alternativ können die Einsätze E 484 mit Bügeln für Schuhe E 487 oder für Sohlen E 489 in einem entsprechenden Unterkorb, z. B. U 874/2 verwendet werden.

Bei der Reinigung von OP-Schuhen können größere Mengen Flusen anfallen. Kontrollieren Sie deshalb häufig die Siebe im Spülraum und reinigen Sie diese wenn nötig (siehe Kapitel "Instandhaltungsmaßnahmen, Siebe im Spülraum reinigen").

HNO
MIELE G 7862 - OP-Schuhe (OS) - 1

für Ohrentrichter und Ohren- und Nasenspekula, einsetzbar in Ober- und Unterkorb.

■ Die Spekula in geöffnetem Zustand in den Einsatz stellen, damit alle Flächen von der Spülflotte erreicht werden.

MIELE G 7862 - OP-Schuhe (OS) - 2

für HNO-Instrumentarium, z. B. Ohrtrichter, einsetzbar im Oberkorb.

Die dünne Verchromung in Ohrtrichtern kann sehr empfindlich gegenüber Neutralisationsmitteln sein.

GYN

MIELE G 7862 - GYN - 1

für die Aufnahme von gynäkologischen Spekula.

Den Einsatz entsprechend der Abbildung beladen.

Einteilige Spekula:

■ Geöffnet zwischen die Streben des Einsatzes stellen.

Zweiteilige Spekula:

■ Unterteile in die schmalen Fächer des Einsatzes stellen, in der Abbildung links.

■ Oberteile in die breiten Fächer des Einsatzes stellen, in der Abbildung rechts.

Die Spekula jeweils zwischen zwei Streben einordnen, damit sie sich nicht berühren oder gegenseitig abdecken.

MIELE G 7862 - Zweiteilige Spekula: - 1

auf der linken Seite mit Haltegitter und 28 Düsen in Silikonaufnahmen für Hohlkörperinstrumente. Sie dienen der Direkteinspritzung, damit die Lumen der Hohlkörperinstrumente von der Flotte durchströmt und adäquat gereinigt und desinfiziert werden.

Die rechte Seite ist frei für Einsätze, z. B. E 337 zur Aufnahme von stehenden Instrumenten.

⚠️ Wegen der Verletzungsgefahr bei beidseitig spitzen Instrumenten oder bei der stehenden Einordnung von Instrumenten mit nach oben weisenden Sonden sollte die Beladung von hinten nach vorn und die Entladung umgekehrt vorgenommen werden.

allgemeine Hinweise
Wirkung Maßnahme
Werden Elastomere (Dichtungen und Schläuche) und Kunststoffe des Reinigungs- und Desinfektionsautomaten beschädigt, kann dies z. B. zum Quellen, Schrumpfen, Verhärten, Verspröden der Materialien und zur Rissbildung in den Materialien führen. Sie können deshalb ihre Funktion nicht erfüllen, wodurch es in der Regel zu Undichtigkeiten kommt.– Ursachen der Schädigung sind festzustellen und abzustellen.Siehe auch Informationen zu "ange-schlosse Prozesschemikalien", "einge-brachte Verschmutzung" und "Reaktion zwischen Prozesschemikalien und Verschmutzung".
Eine starke Schaumentwicklung während des Programmablaufs beeinträchtigt die Reinigung und Spülung des Spülgutes. Aus dem Spülraum austretender Schaum kann zu Sachäden am Reinigungs- und Desinfektionsautomaten führen.Bei Schaumentwicklung ist grundsätzlich der Reinigungsprozess nicht standardisiert und nicht validiert.– Ursachen der Schaumbildung sind festzustellen und abzustellen.– Das Aufbereitungsverfahren muss regelmäßig kontrolliert werden, um Schaumbildung zu erkennen.Siehe auch Informationen zu "ange-schlosse Prozesschemikalien", "einge-brachte Verschmutzung" und "Reaktion zwischen Prozesschemikalien und Verschmutzung".
Eine Korrosion des Edelstahls des Spülraums und des Zubehörs kann ein unterschiedliches Erscheinungsbild haben:– Rostbildung (rote Flecken/Verfärbungen),– schwarze Flecken/Verfärbungen,– weiße Flecken/Verfärbungen (glatte Oberfläche ist angeätzt).Eine Lochfraßkorrosion kann zu Undichtigkeiten des Reinigungs- und Desinfektionsautomaten führen. Je nach Anwendung kann die Korrosion das Reinigungs- und Spülergebnis beeinträchtigen (Laboranalytik) oder eine Korrosion des Spülguts (Edelstahl) induzieren.– Ursachen der Korrosion sind festzustellen und abzustellen.Siehe auch Informationen zu "ange-schlosse Prozesschemikalien", "einge-brachte Verschmutzung" und "Reaktion zwischen Prozesschemikalien und Verschmutzung".

Chemische Verfahrenstechnik

angeschlossene Prozesschemikalien
Wirkung Maßnahme
Die Inhaltsstoffe der Prozesschemikalien haben einen starken Einfluss auf die Haltbarkeit und Funktionalität (Förderleistung) der Dosiersysteme. Die Dosiersysteme (Dosierschläuche und Pumpe) sind in der Regel für einen bestimmten Typ an Prozesschemikalien ausgelegt.Allgemeine Einteilung:– alkalische bis pH-neutrale Produkte,– saure bis pH-neutrale Produkte,– Wasserstoffperoxid.– Von Miele Kundendienst oder Miele Anwendungstechnik empfohlene Prozesschemikalien verwenden.– Regelmäßige Sichtprüfung des Dosiersystems auf Schäden durchführen.– Regelmäßige Prüfung der Förderleistung des Dosiersystems durchführen.
Die Prozesschemikalien können die Elastomere und Kunststoffe des Reinigungs- und Desinfektionsautomaten und des Zubehörs schädigen.– Von Miele Kundendienst oder Miele Anwendungstechnik empfohlene Prozesschemikalien verwenden.– Regelmäßige Sichtprüfung aller frei zugänglichen Elastomere und Kunststoffe auf Schäden durchführen.
Folgende oxidierende Prozesschemikalien können die Elastomere (Schläuche und Dichtungen) und ggf. Kunststoffe des Reinigungs- und Desinfektionsautomaten schädigen:– Peressigsäure,– aktivchlorhaltige Produkte.Die Reinigungstemperatur sollte begrenzt werden auf:– 35 °C bei Peressigsäure,– 80 °C bei aktivchlorhaltigen Produkten.
Folgende Prozesschemikalien können im starken Maße Sauerstoff freisetzen:– Wasserstoffperoxid,– Peressigsäure.– Nur geprüfte Verfahren wie OXIVARIO oder OXIVARIO PLUS verwenden.– Bei Wasserstoffperoxid sollte die Reinigungstemperatur niedriger als 70 °C sein.– Rücksprache mit Miele Kundendienst oder Miele Anwendungstechnik halten.
Folgende Prozesschemikalien können zu einer starken Schaumbildung führen:– tensidhaltige Reinigungsmittel und Klarspüler,– Emulgatoren.Die Schaumbildung kann auftreten:– im Programmblock, in dem die Prozesschemikalie dosiert wird,– im darauf folgenden Programmblock durch Verschleppung,– bei Klarspüler im folgenden Programm durch Verschleppung.– Die Prozessparameter des Reini-gungsprogramms, wie Dosiertempe-ratur, Dosierkonzentartion usw.,müssen so eingestellt werden, dass der Gesamtprozess schaumarm/-frei ist.– Hinweise des Herstellers der Pro-zesschemikalien beachten.
Entschäumer, speziell auf Silikonbasis, können zu Folgendem führen:– Beläge im Spülraum,– Beläge auf dem Spülgut,– Elastomere und Kunststoffe des Reinigungs- und Desinfektionsautomaten schädigen,– bestimmte Kunststoffe (z.B. Polycarbonate, Plexiglas, usw.) des Spülgutes angreifen.– Entschäumer nur in Ausnahmefällen verwenden, bzw. wenn sie für den Prozess unbedingt notwendig sind.– Periodische Reinigung des Spülraumes und des Zubehörs ohne Spülgut und ohne Entschäumer mit dem Programm SPECIAL 93°C-10’.– Rücksprache mit Miele Kundendienst oder Miele Anwendungstechnik halten.

Chemische Verfahrenstechnik

eingebrachte Verschmutzungen
Wirkung Maßnahme
Folgende Stoffe können zu einer star-ken Schaumentwicklung beim Reinigen und Spülen führen:- Behandlungsmittel z.B. Desinfek-tionsmittel, Spülmittel usw.- allgemein schaumaktive Stoffe wie Tenside.- Spülgut vorher ausreichend mit Was-ser aus- bzw. abspülen.- Reinigungsprogramm mit ein- oder mehrmaligem kurzen Vorspülen mit Kalt- oder Warmwasser wählen.
Folgende Stoffe können zu einer Korro-sion des Edelstahls der Spülkammer und des Zubehörs führen:- Salzsäure,- sonstige chloridhaltige Stoffe z.B.Na-truimchlorid usw.- konz. Schwefelsäure,- Chromsäure,- Eisenpartikel und Späne.- Spülgut vorher ausreichend mit Was-ser aus- bzw. abspülen.- Spülgut nur tropftrocken auf die Wa-gen, Körbe, Einsätze stellen und in den Spülraum einbringen.
Reaktion zwischen Prozesschemikalien und Verschmutzung
Wirkung Maßnahme
Stark proteinhaltige Anschmutzungen wie Blut können mit alkalischen Prozesschemikalien zu einer starken Schaumbildung führen.– Reinigungsprogramm mit ein- oder mehrmaligem kurzen Vorspülen mit Kaltwasser wählen.
Unedle Metalle wie Aluminium, Magnesium, Zink können mit stark sauren oder alkalischen Prozesschemikalien Wasserstoff freisetzen (Knallgasreaktion).– Hinweise der Hersteller der Prozesschemikalien beachten.

⚠️ Verwenden Sie nur spezielle Prozesschemikalien für Reinigungs- und Desinfektionsautomaten und beachten Sie die Anwendungsempfehlungen der Hersteller. Beachten Sie unbedingt deren Hinweise zu toxikologisch unbedenklichen Restmengen.

Neutralisationsmittel einfüllen

Um Verfärbungs- und Korrosionsflecken auf den Instrumenten, besonders im Gelenkbereich, zu vermeiden, wird bei bestimmten Programmen im Zwischenspülen Neutralisationsmittel dosiert.

Neutralisationsmittel (pH-Einstellung: sauer) bewirkt ebenfalls, dass Reste alkalischer Reiniger auf der Oberfläche des Spülgutes neutralisiert werden.

Beim Einsatz mildalkalischer Reiniger sollte ein Neutralisationsmittel auf der Basis von Phosphorsäure verwendet werden. Beim Einsatz eines neutralen enzymatischen Flüssigreinigers ist ein Neutralisationsmittel auf der Basis von Zitronensäure einzusetzen.

Das Neutralisationsmittel wird im Programmabschnitt Spülen 2 nach der Hauptreinigung automatisch dosiert.

Die Vorratsbehälter fassen jeweils ca. 180 ml.

⚠️ Die Neutralisationsmittelbehälter nur mit Neutralisationsmittel für Reinigungs- und Desinfektionsautomaten füllen.

Auf keinen Fall Reiniger einfüllen. Dies führt immer zur Zerstörung der Neutralisationsmittelbehälter!

■ Tür waagerecht öffnen.

MIELE G 7862 - Neutralisationsmittel einfüllen - 1

■ Schraubverschlüsse öffnen.

MIELE G 7862 - Neutralisationsmittel einfüllen - 2

■ Neutralisationsmittel solange einfüllen, bis die Füllstandsanzeigen (Pfeil) dunkel sind, evtl. Trichter benutzen.

Dosierung von Prozesschemikalien

■ Schraubverschlüsse zuschrauben und evtl. verschüttetes Neutralisationsmittel gut abwischen.

Neutralisationsmittelmangel- anzeige

MIELE G 7862 - Neutralisationsmittelmangel- anzeige - 1

flowchart
graph TD
    A["PC"] --> B["DOS"]
    C["DO"] --> D["PC"]
    E["PC"] --> F["DOS"]
    G["DO"] --> H["PC"]
    I["DO"] --> J["DOS"]
    K["DO"] --> L["PC"]
    M["DO"] --> N["DOS"]
    O["DO"] --> P["PC"]
    Q["DO"] --> R["DOS"]
    S["DO"] --> T["PC"]
    U["DO"] --> V["DOS"]
    W["DO"] --> X["PC"]
    Y["DO"] --> Z["DOS"]

■ Die Vorratsbehälter für Neutralisationsmittel auffüllen, wenn die Neutralisationsmittelmangelanzeige aufleuchtet.

Neutralisationsmitteldosierung einstellen

MIELE G 7862 - Neutralisationsmitteldosierung einstellen - 1

Die Dosierwähler in beiden Einfüllöffnungen sind von 1 bis 6 einstellbar, das entspricht 1 - 6 m l.

Serienmäßig sind 5 ml je Dosierautomat eingestellt, das entspricht einer Gesamtmenge von 10 ml.

Nachspülmittel einfüllen (Option)

Die Nachspülmitteldosierung im Programmblock Nachspülen muss durch den Miele Kundendienst aktiviert werden.

Ist die Nachspülmitteldosierung aktiviert, entfällt die Neutralisationsmitteldosierung im Programmblock Spülen.

Nachspülmittel ist erforderlich, damit das Wasser als Film von dem Spülgut abläuft und das Spülgut nach dem Spülen leichter trocknet.

Das Nachspülmittel (z. B. Mielclear) wird in die beiden Vorratsbehälter gefüllt und in der eingestellten Menge automatisch dosiert.

Die Vorratsbehälter fassen jeweils ca. 180 ml.

⚠️ Die Nachspülmittelbehälter nur mit Nachspülmittel für Reinigungs- und Desinfektionsautomaten füllen. Auf keinen Fall Reiniger einfüllen. Dies führt immer zur Zerstörung der Nachspülmittelbehälter!

■ Tür waagerecht öffnen.

MIELE G 7862 - Nachspülmittel einfüllen (Option) - 1

■ Schraubverschlüsse öffnen.

MIELE G 7862 - Nachspülmittel einfüllen (Option) - 2

■ Nachspülmittel solange einfüllen, bis die Füllstandsanzeigen (Pfeil) dunkel sind, evtl. einen Trichter benutzen.

■ Schraubverschlüsse zuschrauben.

■ Eventuell verschüttetes Nachspülmittel gut abwischen, um starke Schaumbildung im folgenden Spülprogramm zu vermeiden.

Nachspülmittelmangelanzeige
MIELE G 7862 - Nachspülmittel einfüllen (Option) - 3

flowchart
graph TD
    A["PC"] --> B["DOS"]
    C["Start"] --> D["Process Step"]
    D --> E["End"]

■ Die Vorratsbehälter mit Nachspülmittel auffüllen, wenn die Nachspülmittelmangelanzeige ✱ aufleuchtet.

Nachspülmitteldosierung ein- stellen
MIELE G 7862 - Nachspülmittel einfüllen (Option) - 4

Die Dosierwähler in beiden Einfüllöffnungen sind von 1 bis 6 einstellbar, das entspricht 1 - 6 m l.

Serienmäßig sind 2 ml je Dosierautomat eingestellt, das entspricht einer Gesamtmenge von 4 ml.

Bleiben Flecken auf dem Spülgut zurück:

■ Dosierwähler höher einstellen.

Bleiben Wolken und Schlieren auf dem Spülgut zurück:

■ Dosierwähler niedriger einstellen.

Reiniger zugeben

⚠️ Verwenden Sie nur Reiniger für Reinigungs- und Desinfektionsautomaten. Keine Reiniger für Haushaltsgeschirrspüler verwenden!

Der Reinigungs- und Desinfektionsautomat kann auf Wunsch durch den Miele Kundendienst mit einem DOS-Modul K 60 (DOS 1, Dosierpumpe für flüssige Reiniger) ausgerüstet werden. Das DOS-Modul wird extern angeschlossen. Dosiersystem entlüften und Dosiermenge einstellen siehe Kapitel "Programmierfunktionen".

Vorzugsweise empfehlen wir die Dosierung von Flüssigreiniger über das DOS-Modul (Option).

⚠️Bei pulverförmigem Reiniger Staubinhalation vermeiden! Werden Reiniger verschluckt, können sie Verätzungen in Mund und Rachen verursachen oder zum Erstücken führen.

Beim Einsatz folgender Oberkörbe darf pulverförmiger Reiniger nur bei Programmen ohne Vorreinigen auf die Innenseite der Tür gegeben werden. In anderen Fällen Flüssigreiniger über DOS 1 dosieren:

-0176
-0183
- O 190/1.

Vor dem Programmstart pulverförmigen Reiniger in den Reinigerbehälter füllen (außer bei den Programmen ⊥ ABSPÜLEN und ⇌ ABPUMPEN).

Dosierungsbeispiel:

Im Programmabschnitt "Hauptreinigen" laufen ca. 10,5 l, bei AN-Programmen 16,5 l Wasser ein. Bei einer Reinigerkonzentration von ca. 3 g/l entspricht das ca. 30 g, bei AN-Programmen ca. 50 g Reiniger.

Evtl. abweichende Herstellerangaben beachten!

Dosierung von Prozesschemikalien

MIELE G 7862 - Dosierung von Prozesschemikalien - 1

■ Verschlussknopf drücken. Die Behälterklappe springt auf.

Nach einem Spülprogramm ist die Behälterklappe bereits geöffnet.

MIELE G 7862 - Dosierung von Prozesschemikalien - 2

■ Reiniger in die Kammer füllen.
■ Behälterklappe schließen.

⚠️ Nach dem Programmablauf kontrollieren, ob sich der Reiniger vollständig gelöst hat.

Ist das nicht der Fall, muss das Programm wiederholt werden.

Bei der Auswahl der Reiniger sollten auch aus ökologischen Gründen stets folgende Auswahlkriterien berücksichtigt werden:

■ Welche Alkalität wird zur Lösung des Reinigungsproblems benötigt?
■ Wird zur Pigmententfernung Aktiv-chlor als Inhaltsstoff zur Desinfektion oder Oxydation benötigt?
■ Sind Tenside besonders zur Dispergierung und Emulgierung erforderlich?
■ Für die thermischen Desinfektionsprogramme sollte ein geeigneter mildalkalischer, aktivchlorfreier Reiniger eingesetzt werden.

Spezielle Verschmutzungen können unter Umständen andere Zusammenstellungen von Reiniger und Zusatzmitteln erforderlich machen. Der Miele Kundendienst wird Sie in diesen Fällen beraten.

MIELE G 7862 - Dosierung von Prozesschemikalien - 3

text_image min °C 8.88 1-0 min °C PC DOS varioTD AN varioTD A

Einschalten

■ Tür schließen.
■ Wasserhähne aufdrehen.
■ Schalter I-0 drücken.

In der Ⓥ Position des Programmwählers leuchtet in der Anzeige ein Punkt.

Programm starten

Machen Sie die Wahl des Programms stets von der Art und dem Verschmutzungsgrad des Spülgutes abhängig. In der Programmübersicht am Ende der Gebrauchsanweisung sind die Programme und deren Anwendungsbereiche beschrieben.

■ Programmwähler nach links oder rechts auf das gewünschte Programm drehen.

In der Anzeige wird die erste Spültemperatur des gewählten Programms angezeigt, außer bei ⊥ und ↓.

Die Kontrollleuchte neben der Taste ◆ blinkt.

Zusatzfunktion Trocknung 🎨 wählen

Unmittelbar nach der Anwahl eines Programms kann die Zusatzfunktion "Trocknung" zugeschaltet werden, außer bei den Programmen ⊥ und ↓.

Dazu:

■ Taste 🎨 drücken.

Die Trocknung erfolgt durch Heizungs- taktung für 10 Min. Die Gesamtlaufzeit des Programms verlängert sich ent- sprechend.

■ Starttaste ◇ drücken.

In der Anzeige wird die Ist-Temperatur angezeigt.

Die Kontrollleuchte neben der Taste leuchtet.

Während des Programmablaufs sind die anderen Programme gesperrt. Wird der Programmwähler auf ein anderes Programm gedreht, erlischt die Anzeige. Die Werte werden erneut angezeigt, wenn der Programmwähler wieder auf dem gerade laufenden Programm steht.

Während des Programmablaufs kann zwischen den folgenden Anzeigen umgeschaltet werden:

  • Ist-Temperatur,
  • abgelaufene Programmdauer und

- aktiver Spülblock:

1 = Vorreinigen 1
2 = Vorreinigen 2
3 = Hauptreinigen 1
4 = Hauptreinigen 2
5 = Chemische Desinfektion *
6 = Spülen 1
7 = Spülen 2
8 = Spülen 3
9 = Spülen 4
10 = Nachspülen 1
11 = Nachspülen 2
13 = Trocknung

■ Taste min C drücken, um zwischen den Anzeigen umzuschalten.

Programmablaufanzeige

Die Kontrollleuchte des aktiven Programmabschnitts leuchtet während des Programmablaufs:

Regenerieren

Vorreinigen 1 + 2

Hauptreinigen 1 + 2 *

* Spülen 1 - 4 / Nachspülen 1 + 2

Trocknung

→Programmende (Programmparameter erreicht)

* Im frei programmierbaren Programm A kann auch der Spülblock 5 (Chemische Desinfektion) als zusätzlicher Spülschritt programmiert sein. Chemisches Desinfektionsmittel kann nicht dosiert werden!

Wenn der Spülblock 5 aktiv ist, leuchtet in der Programmablaufanzeige die Kontrollleuchte ///.

Programmende

Das Programm ist beendet, wenn die Kontrollleuchte → in der Programmablaufanzeige leuchtet und die Kontrollleuchte ◇ erlischt. In der Mitte der Anzeige wird eine ☐ angezeigt, alle anderen Kontrollleuchten erzeugen ein Lauflicht.

Serienmäßig ertönt gleichzeitig der Summer für max. 30 sek.

Die Funktion des Summers ist änderbar, siehe Kapitel "Programmierfunktionen".

Mit der Taste min ^ C kann die Gesamtlaufzeit des abgelaufenen Programms oder die aktuelle Isttemperatur abgerufen werden.

Sofort nach Programmende sollte die Tür des Reinigungs- und Desinfektionsautomaten für 10 - 15 min ca. 10 cm weit geöffnet werden. Wenn Sie den Reinigungs- und Desinfektionsautomaten erst nach dieser Zeit entladen, erreichen Sie eine gute Trocknung durch Eigenwärme und verhindern Korrosion.

Ausschalten

■ Schalter I-0 drücken und heraus-springen lassen.

Das Öffnen der Tür ist wegen der elektrischen Türverriegelung nur mit eingeschaltetem Schalter I-0 möglich (siehe "Tür öffnen und schließen").

Programm abbrechen

Ein bereits begonnenes Programm sollte nur in zwingenden Fällen abgebrochen werden, z. B. wenn sich das Spülgut stark bewegt.

Bei der Leistungsqualifizierung muss zur Beurteilung der Reinigung vor der Desinfektionsstufe abgebrochen werden (gemäß EN ISO 15883-1).

■ Programmwähler auf ▽ drehen.

Das Programm wird nach ca. 2 sek abgebrochen.

■ Tür öffnen 🔍.

⚠ Vorsicht! Das Spülgut kann heiß sein. Es besteht Verbrühungs- bzw. Verbrennungsgefahr.

■ Teile standsicher einordnen, ggf. Infektionsschutz-Maßnahmen beachten und Handschuhe tragen.
■ Wenn erforderlich, pulverförmigen Reiniger nachdosieren.
■ Tür schließen.
■ Programm ↓↓ starten.

Das Spülwasser wird abgepumpt.

■ Programm neu wählen und starten.

In der Anzeige wird eine evtl. notwendige Temperaturausgleichszeit rückwärts zählend angezeigt.

Dokumentieren Sie jede Änderung der werkseitigen Einstellung für einen eventuellen späteren Kundendienstfall.

Tragen Sie dazu die jeweilige Änderung in dem vorgesehenen Feld ein.

Allgemeine Hinweise:

  • Unbelegte Wahlschalterpositionen werden durch einen Balken (-) im mittleren Anzeigenelement dargestellt.
  • Die Programmierebene kann über die Schalterstellung abgefragt werden. Sie wird jeweils mit E . angezeigt.
  • Bei der Aufbereitung von Medizinprodukten müssen Programm- bzw. Dosierveränderungen dokumentiert werden (MPBetreibV). Reinigungs- und Desinfektionsleistung sind ggf. erneut zu validieren.

Für alle Programmierfunktionen gilt:

Programmiermodus aktivieren

■ Programmwähler auf ▽ stellen.

■ Gerät ausschalten.

■ Taste min C und ♦ gedrückt halten, gleichzeitig Schalter I-0 drücken.

In der Anzeige wird die aktuelle Programmversion P.. angezeigt. Die Kontrollleuchte 12 / leuchtet.

Werte speichern und Programmiermodus beenden

■ Taste ◇ drücken.

In der Anzeige erscheint SP.

■ Taste ☐ nochmals drücken.

Die Veränderung wird gespeichert.

Programmiermodus ohne Speichern beenden

■ Den Reinigungs- und Desinfektionsautomaten mit Schalter I-0 ausschalten.

Die Veränderung wird verworfen.

Dosierung mit DOS 1

Dosierkonzentration einstellen

Die Dosierkonzentration muss ausschließlich für flüssige Reiniger eingestellt werden. Sie ist entsprechend den Angaben des Spülmittelherstellers bzw. entsprechend den Erfordernissen einzustellen.

Bei Dosierung von pulverförmigem Reiniger über das Türdosiergerät darf der Wert nicht verändert werden.

Arbeitsschritt Anzeige / Ergebnis

■ Taste 📊 drücken, bis E02 angezeigt E02 wird.
■ Programmwähler auf 📄 stellen.

ohne angeschlossenes DOS-Modul: 10 = 10 sek Dosierdauer mit angeschlossenem DOS-Modul: 1.00 = 1,0 % Dosierkonzentration

■ Taste min so oft drücken oder gedrückt halten, bis der gewünschte Wert angezeigt wird, z. B. 0,50. 0.50 Die Dosierzeit/Dosierkonzentration ist eingestellt.

eingestellte Dosierkonzentration:

Dosiersystem entlüften

Das Dosiersystem muss nur dann entlüftet werden, wenn:

– die Dosierkonzentration erstmalig eingestellt wurde,
– der Vorratsbehälter des flüssigen Reinigers leergesaugt und nicht rechtzeitig aufgefüllt wurde.

Arbeitsschritt Anzeige / Ergebnis

■ Taste 🚗 drücken, bis E02 angezeigt E02 wird.
■ Programmwähler auf 📁 stellen. dol
■ Taste ☐ drücken. Das Dosiersystem wird automatisch entlüftet. Die Entlüftung ist beendet, wenn ☐ angezeigt wird.
■ Programmiermodus beenden. Danach Programm ⊥ starten. Die nach der Entlüftung in den Spülraum eingeflossenen Medien werden verdünnt und ausgespült.

Summer

Ein Summer ist für folgende Funktionen programmierbar:

  • am Programmende als konstanter Ton,
  • als Fehlermeldung als Tonfolge im 1 sek -Rhythmus, und
  • als Signal zur Probenentnahme als Tonfolge 3 x kurz im Wechsel mit 2 sek Pause.
    Die Probenentnahme muss vom Miele Kundendienst programmiert werden.

Die in der Anzeige dargestellten Ziffer entsprechen den folgenden Einstellungen:

20 Summer ausgeschaltet
21 Programmendeanzeige (werkseitige Einstellung)
22 Fehlermeldung
23 Programmendeanzeige + Fehlermeldung
24 Signal zur Probenentnahme
25 Programmendeanzeige + Signal zur Probenentnahme
26 Fehlermeldung + Signal zur Probenentnahme
27 Programmendeanzeige + Fehlermeldung + Signal zur Probenentnahme.

Arbeitsschritt Anzeige / Ergebnis

■ Taste 📄 drücken, bis E04 angezeigt wird.E04
■ Programmwähler auf 📋 stellen.21
■ Taste 📋 drücken oder gedrückt halten, bis die gewünschte Ziffer angezeigt wird, z. B. 26.26

eingestellter Wert: ____

Der Summer ertönt bei der festgelegten Einstellung für 30 sek.

Um ihn vorzeitig abzuschalten:

  • den Programmwähler auf Ⓥ stellen,
  • Taste min drücken,
    – die Netzspannung unterbrechen, z. B. die Tür öffnen.

Programmparameter ändern

Die Reinigungsprogramme A, // und varioTD können an spültechnische Anforderungen angepasst werden. Dazu können Temperatur und Wirkzeit in den Programmblöcken Hauptreinigen 1 und Nachspülen 2 verändert werden.

Die werkseitigen Einstellungen von Temperatur und Wirkzeit in den einzelnen Programmblöcken sind in der Programmübersicht am Ende der Gebrauchsanweisung aufgeführt.

Eine durchgeführte Änderung sollte dokumentiert werden, z. B. handschriftlich in der entsprechenden Spalte der Programmübersicht.

Einstellbarer Wertebereich für die Temperatur:

  • 30 °C - 93 °C in allen Programmen außer / / / ,
  • 30 °C - 70 °C im Programm ///.

Temperaturen über 55°C führen zur Blutdenaturierung und ggf. Fixierung. Beim Programm "varioTD" die Erfordernisse der jeweils angemessenen Infektionsprophylaxe beachten!

Einstellbarer Wertebereich für die Wirkzeit:

- 1 - 15 min.

Temperatur ändern

Arbeitsschritt Anzeige / Ergebnis

■ Taste 🚗 so oft drücken oder gedrückt halten, bis die Ebene des zu ändernden Programmblockes in der Anzeige erscheint. E09 für Hauptreinigen 1 E25 für Nachspülen 2
■ Programmwähler auf das zu verändernde Programm °C_65 stellen, z. B. ///.
■ Taste min drücken oder gedrückt halten, bis der ge- °C _70 wünschte Wert angezeigt wird, z. B. 70 °C.

Wirkzeit ändern

Arbeitsschritt Anzeige / Ergebnis

■ Taste 🚗 so oft drücken oder gedrückt halten, bis die Ebene des zu ändernden Programmblockes in der Anzeige erscheint. E10 für Hauptreinigen 1 E26 für Nachspülen 2
■ Programmwähler auf das zu verändernde Programm min ^-1 stellen, z. B. ///.
■ Taste min -drücken oder gedrückt halten, bis der gewünschte Wert angezeigt wird, z. B. 10.

Werkseitige Grundeinstellung wiederherstellen

Arbeitsschritt Anzeige / Ergebnis

■ Taste 🚗 so oft drücken oder gedrückt halten, E33 bis E33 in der Anzeige erscheint.

■ Programmwähler auf ein Programm stellen.

werkseitige Grundeinstellung: 00 Elektronik wurde umprogrammiert: PP

■ Wenn PP angezeigt wird, Taste min-c drücken. 00, die werkseitige Grundeinstellung ist wieder hergestellt.

Die Programmierung des Enthärters wurde auf die werkseitige Grundeinstellung zurückgesetzt. Eine Neueinstellung ist erforderlich, siehe Kapitel "Enthärtungsanlage programmieren".

Programmveränderungen in dem frei programmierbaren Programm A bleiben erhalten.

Uhrzeit und Datum einstellen

In der seriellen Schnittstelle sind Datum und Uhrzeit hinterlegt. Die Daten werden beim Protokolldruck ausgegeben.

Datum und Uhrzeit sind einstellbar, z.B. um von Sommer- auf Winterzeit umzustellen.

Die einzelnen Werte von Uhrzeit und Datum werden mit der Position des Programmwählers aktiviert:

1-Uhr-Stellung: Kalendertag 01 - 31
2-Uhr-Stellung: Monat 01 - 12
3-Uhr-Stellung: Jahr 00 - 99 = 2000 - 2099
4-Uhr-Stellung: Stunden 00 - 23
5-Uhr-Stellung: Minuten 00 - 59

Bei Anwahl der Ebene E34 ohne aktivierte serielle Schnittstelle wird auf allen Programmwählerpositionen ein - in der Anzeige dargestellt.

Arbeitsschritt Anzeige / Ergebnis

■ Taste 🚗 so oft drücken oder gedrückt halten, bis E34 E34 in der Anzeige erscheint.
Vor dem nächsten Arbeitsschritt ca. 30 sek warten. Die Steuerung liest die aktuellen Werte aus.
■ Programmwähler auf die Position des zu ändern-10 den Wertes stellen, z.B. 4-Uhr-Stellung, um die Stunden einzustellen.
■ Taste min so oft drücken oder gedrückt halten, bis 11 der gewünschte Wert angezeigt wird, z.B. 1 x.

Die geänderten Werte werden an die Schnittstelle übertragen, nachdem die Werte gespeichert wurden und der Programmiermodus beendet ist.

Deshalb vor dem Ausschalten des Reinigungs- und Desinfektionsautomaten ca.

30 sek warten!

Für den Datentransfer von Novotronic zu einem Protokolldrucker ist der Reinigungs- und Desinfektionsautomat mit einem Schnittstellenstecker ausgestattet.

Druckerkabel sind über den Miele Kundendienst zu beziehen.

Die serielle Schnittstelle ist RS 232 kompatibel.

Verschiedene Druckertypen mit einem Epson-kompatiblen Zeichensatz sind als Drucker einsetzbar. Eine Liste geeigneter Drucker erhalten Sie beim Miele Kundendienst.

Pin-Belegung 9-poliger Sub-D-Stecker: 5 GND (Masse) 3 TXD (Senden) 1-4-6 (Brücken) 7-8 (CTS)

Nach Norm IEC 60950 dürfen ausschließlich TÜV- oder VDE-genehmigte Drucker angeschlossen werden.

⚠️ Die Inbetriebnahme des Druckers darf nur durch den Miele Kundendienst vorgenommen werden.

Während des Programmablaufs wird ein Protokoll erstellt. Es kann auf einem externen Drucker ausgedruckt werden.

Es beinhaltet folgende Daten:

– Datum und Gerätenummer
- Programmstart und Programmname
- verwendete Spülblöcke
- Dosiersystem mit Dosiertemperatur und ggf. Dosiersollmenge
- Sollwerte für Temperatur und Wirkzeiten
- minimale Temperatur während der Wirkzeit
- alle Störungen (z.B. Wassereinlauf defekt)
- Programmende
– Warnhinweise, z.B. Salzmangel

Wartung

Periodische Wartungen müssen für diesen Reinigungs- und Desinfektionsautomaten nach 1000 Betriebsstunden oder mindestens einmal jährlich durch den Miele Kundendienst erfolgen.

Die Wartung umfasst folgende Punkte:

– elektrische Sicherheit nach VDE 0701/0702,
- Türmechanik und Türdichtung,
- Verschraubungen und Anschlüsse im Spülraum,
– Wasserzu- und -ablauf,
- interne und externe Dosiersysteme,
- Sprüharme,
– Siebkombination,
- Sammeltopf mit Ablaufpumpe und Rückschlagventil,
- alle Körbe, Einsätze und Module, falls vorhanden:

  • Dampfkondensator,
    – den angeschlossenen Drucker.

Im Rahmen der Wartung wird die Funktionskontrolle folgender Punkte durchgeführt:

– ein Programmablauf als Probelauf,
- eine thermoelektrische Messung,
- eine Dichtigkeitsprüfung,
- alle sicherheitsrelevanten Messsysteme (Anzeige von Fehlerzuständen).

Prozessvalidierung

Die Reinigungs- u. Desinfektionsverfahren in der Routine hat der Betreiber sicherzustellen.

In einigen Ländern wird dieses auch durch nationale Gesetze, Verordnungen oder Empfehlungen gefordert. In Deutschland sind dies z. B. MPBetreibV, RKI-Richtlinien und die Validierungsleitlinien DGKH, DGSV und AKI. Auch international werden die Anwender mit der Norm EN ISO 15883 zu diesen Kontrollen angehalten.

Routineprüfungen

Täglich vor Arbeitsbeginn müssen Routineprüfungen durch den Betreiber durchgeführt werden. Für die Routineprüfungen wird mit dem Reinigungs- und Desinfektionsautomaten eine Checkliste ausgeliefert.

Folgende Punkte sind zu kontrollieren:

– die Siebe im Spülraum,
- die Sprüharme im Reinigungs- und Desinfektionsautomaten und an den Körben,
- der Spülraum und die Türdichtung,
– die Dosiersysteme und
– die Körbe und Einsätze.

Siebe im Spülraum reinigen

Die Siebe am Boden des Spülraumes verhindern, dass grobe Schmutzteile in das Umwälzsystem gelangen.

Die Siebe können durch die Schmutzteile verstopfen. Deshalb müssen die Siebe täglich kontrolliert und falls erforderlich gereinigt werden.

⚠️ Ohne Siebe darf nicht gespült werden.

⚠️ Verletzungsgefahr durch Glas-splitter, Nadeln usw.

Grobsieb reinigen
MIELE G 7862 - Siebe im Spülraum reinigen - 1

■ Griffstege zusammendrücken, Grobsieb herausnehmen und säubern.

■ Sieb wieder einstecken und darauf achten, dass es richtig einrastet.

Flächensieb und Mikrofeinfilter reinigen

■ Grobsieb herausnehmen.
■ Feinsieb, zwischen Grobsieb und Mikrofeinfilter, ebenfalls herausnehmen.

MIELE G 7862 - Flächensieb und Mikrofeinfilter reinigen - 1

■ Mikrofeinfilter an den beiden Griffstegen durch zwei Linksdrehungen abschrauben.

MIELE G 7862 - Flächensieb und Mikrofeinfilter reinigen - 2

■ und zusammen mit dem Flächensieb herausnehmen.

■ Siebe reinigen.

■ Siebkombination in der umgekehrten Reihenfolge wieder einbauen. Das Flächensieb muss am Spülraumboden glatt anliegen.

Sprüharme reinigen

Es kann vorkommen, dass die Düsen in den Sprüharmen verstopfen.

Die Sprüharme sollen deshalb täglich kontrolliert werden.

■ Reste mit einem spitzen Gegenstand in den Sprüharmdüsen nach innen drücken und unter fließendem Wasser gut ausspülen.

Dazu die Sprüharme wie folgt abnehmen:

■ Eingeschobene Körbe entnehmen.

Sprüharm am Oberkorb oder Wagen (falls vorhanden):

■ Rändelmutter am Sprüharm lösen und den Sprüharm abnehmen.

Rändelmuttern aus Metall haben ein Linksgewinde.

Rändelmuttern aus Keramik haben ein Rechtsgewinde.

■ Oberen Sprüharm abschrauben.

■ Unteren Sprüharm nach Lösen der Rändelmutter abnehmen.

■ Die Sprüharme nach der Reinigung wieder einsetzen bzw. festschrauben.

Nach dem Einsetzen überprüfen, ob sich die Sprüharme leicht drehen.

Bedienungsblende reinigen

■ Die Bedienungsblende nur mit einem feuchten Tuch oder einem handelsüblichen Glas- oder Kunststoffreiniger reinigen.
Zur Wischdesinfektion ein geprüftes und gelistetes Mittel verwenden.

⚠️ Keine Scheuermittel und keine Allzweckreiniger verwenden! Diese können aufgrund ihrer chemischen Zusammensetzung erhebliche Beschädigungen der Kunststoff-oberfläche hervorrufen.

Front des Gerätes reinigen

■ Die Edelstahl-Front nur mit einem feuchten Tuch und Handspülmittel oder mit einem nicht scheuernden Edelstahl-Reiniger reinigen.
■ Um eine schnelle Wiederanschmutzung (Fingerabdrücke, usw.) zu verhindern, kann anschließend ein Edelstahl-Pflegemittel verwendet werden (z. B. Neoblank, erhältlich über den Miele Kundendienst).

⚠️ Keine salmiakhaltigen Reiniger sowie Nitro- und Kunstharzverdünung verwenden! Diese Mittel können die Oberfläche beschädigen.

⚠️ Der Reinigungs- und Desinfektionsautomat und dessen unmittelbarer Umgebungsbereich darf zur Reinigung nicht abgespritzt werden, z.B. mit einem Wasserschlauch oder Hochdruckreiniger.

Spülraum reinigen

Der Spülraum ist weitestgehend selbstreinigend.

Sollten sich trotzdem Ablagerungen bilden, wenden Sie sich an den Miele Kundendienst.

Türdichtung reinigen

Die Türdichtung regelmäßig mit einem feuchten Tuch abwischen, um An- schmutzungen zu entfernen.

Beschädigte oder undichte Türdichtungen durch den Miele Kundendienst ersetzen lassen.

Dosiersysteme

Den Verbrauch der verwendeten Prozesschemikalien regelmäßig kontrollieren, um Unregelmäßigkeiten bei der Dosierung zu erkennen.

Körbe und Einsätze

Um die Funktion von Körben und Einsätzen sicherzustellen, müssen sie täglich kontrolliert werden. Eine Checkliste liegt dem Reinigungs- und Desinfektionsautomaten bei.

Folgende Punkte sind zu prüfen:

  • Sind die Laufrollen in einwandfreiem Zustand und fest mit dem Korb/Einsatz verbunden?
  • Ist die Korbankopplung auf die richtige Höhe eingestellt und festgeschraubt?
  • Sind alle Spüldüsen, Spülhülsen und Schlauchadapter fest mit dem Korb/Einsatz verbunden?
  • Sind alle Spüldüsen, Spülhülsen und Schlauchadapter für die Spülflotte frei durchgängig?
  • Sitzen die Kappen und Verschlüsse fest auf den Spülhülsen?
  • Sind in Wagen des modularen Systems die Verschlusskappen in den Modulankopplungen funktionsfähig?

falls vorhanden:

– Sind die Sprüharme frei drehbar?
- Sind die Düsen der Sprüharme frei von Verstopfungen, siehe "Sprüharme reinigen"?
- Muss die Filterplatte in der Aufnahme für Hand- und Winkelstücke oder im E 478 für Sautterkanülen gewechselt werden?

Die nachfolgende Übersicht soll dabei helfen, die Ursachen einer Störung zu finden und zu beseitigen. Jedoch unbedingt beachten:

⚠️Reparaturen dürfen nur vom Miele Kundendienst durchgeführt werden. Durch unsachgemäße Reparaturen können erhebliche Gefahren für Sie entstehen.

Um einen unnötigen Kundendiensteinsatz zu vermeiden, sollte beim ersten Auftreten einer Fehlermeldung überprüft werden, ob dieser Fehler nicht durch eine evtl. Fehlbedienung entstanden ist.

Dazu:

■ Programmwähler auf ☑ stellen, die Fehleranzeige wird gelöscht.
■ Gerät mit Schalter I-0 ausschalten.
■ Gerät wieder einschalten und Programm neu starten.
■ Wenn die Störung wiederholt auftritt und nicht selbst behoben werden kann, benachrichtigen Sie bitte den Miele Kundendienst.
■ Geben Sie die Nummer der Fehleranzeige "F..." an.

Störung Ursache Behebung
Der Reinigungs- und Desinfektionsautomat läuft nicht an.Die Tür ist nicht richtig geschlossen.Tür fest zudrücken.
Die Sicherung ist herausgesprungen.Sicherung aktivieren (Mindestabsicherung siehe Typenschild).
Der Reinigungs- und Desinfektionsautomat ist nicht eingeschaltet.Schalter I-0 drücken und ein Programm wählen.
Der Reinigungs- und Desinfektionsautomat ist nicht betriebsbereit.Fehleranzeige: F 0 4 - F 1 7 F 2 0 - F --Miele Kundendienst rufen.
Fehleranzeige: F 31 - 33Die Ansteuerung der Do-siersysteme war fehlerhaft. Miele Kundendienst rufen.
Störung Ursache Behebung
Vor dem Programmstart blinkt die Kontrollleuchte DOS, ein Programmstart ist nicht möglich.Vor Behebung der Störung:– Programmwähler auf stellen, die Fehleranzeige wird gelöscht.– Reinigungs- und Desinfektionsautomat mit Schalter I-0 ausschalten.
Fehleranzeige: Fdo:Der Vorratsbehälter für flüssigen Reiniger ist leer.Den Vorratsbehälter für flüssigen Reiniger füllen oder gegen einen vollen Vorratsbehälter tauschen.
Danach:– Reinigungs- und Desinfektionsautomat einschalten.– Das Programm neu starten.
Einige Minuten nach dem Programmstart blinkt die Kontrollleuchte DOS, das Programm wurde abgebrochen.Vor Behebung der Störung:– Programmwähler auf stellen, die Fehleranzeige wird gelöscht.– Reinigungs- und Desinfektionsautomat mit Schalter I-0 ausschalten.
Fehleranzeige: Fdo:Fehler bei der Dosierung von flüssigem Reiniger.Den Vorratsbehälter für flüssigen Reiniger füllen oder gegen einen vollen Vorratsbehälter tauschen.Das Dosiersystem entlüften, siehe Kapitel "Programmierfunktion".
Danach:– Reinigungs- und Desinfektionsautomat einschalten.– Das Programm neu starten.

Störungshilfe

Störung Ursache Behebung
Vor dem Programmstart blinkt die Kontrollleuchte ☐, ein Programmstart ist nicht möglich.Vor Behebung der Störung:– Programmwähler auf ☑stellen, die Fehleranzeige wird gelöscht.– Reinigungs- und Desinfektionsautomat mit Schalter I-0 ausschalten.
Fehleranzeige: Fdo:Der Vorratsbehälter für Neutralisationsmittel ist leer.Den Vorratsbehälter füllen oder gegen einen vollen Vorratsbehälter tauschen.
Danach:– Reinigungs- und Desinfektionsautomat einschalten.– Das Programm neu starten.
Einige Minuten nach dem Programmstart blinkt die Kontrollleuchte ☐, das Programm wurde abgebrochen.Vor Behebung der Störung:– Programmwähler auf ☑stellen, die Fehleranzeige wird gelöscht.– Reinigungs- und Desinfektionsautomat mit Schalter I-0 ausschalten.
Fehleranzeige: Fdo:Fehler bei der Dosierung von Neutralisationsmittel.Den Vorratsbehälter füllen oder gegen einen vollen Vorratsbehälter tauschen.Das Dosiersystem entlüften, siehe Kapitel "Programmierfunktion".
Danach:– Reinigungs- und Desinfektionsautomat einschalten.– Das Programm neu starten.
Die Salzmangelanzeige § blinkt.Es wurde kein Regenerier-salz eingefüllt, der Enthärter konnte nicht regeneriert werden.Regeneriersalz einfüllen.
Einige Minuten nach dem Programmstart blinkt die Kontroll-leuchte ☎ / ☎, das Pro-gramm wurde abgebro-chen.Vor Behebung der Störung:- Programmwähler auf ▼ stellen, die Fehleranzei-ge wird gelöscht.- Reinigungs- und Desin-fektionsautomat mit Schalter I-0 ausschalten.
Fehleranzeige: F..E:Fehler beim Wasserzulauf.- Wasserhahn vollständig öffnen.- Sieb im Wasserzulauf reinigen.- Der Fließdruck am Was-seranschluss ist zu nied-rig. Fragen Sie einen In-stallateur nach mögli-cher Abhilfe.
Danach:- Reinigungs- und Desin-fektionsautomat ein-schalten.- Das Programm neu star-ten.

Störungshilfe

Störung Ursache Behebung
Das Spülprogrammwurde abgebrochen,die Kontrollleuchte/ blinkt.Vor Behebung der Stö-rung:– Programmwähler auf ☑stellen, die Fehleranzei-ge wird gelöscht.– Reinigungs- und Desin-fektionsautomat mit Schalter I-0 ausschalten.
Fehleranzeige: F..A:Fehler beim Wasserablauf.– Siebkombination im Spülraum reinigen.– Ablaufpumpe reinigen.– Rückschlagventil rein-gen.– Knick oder hochstehen-de Schlaufe aus dem Ablaufschlauch entfer-nen.
Danach:– Reinigungs- und Desin-fektionsautomat ein-schalten.– Wasser abpumpen.– Programm neu starten.
Das Wasser im Spül-raum wird nicht aufge-heizt; der Programm-ablauf dauert zu lange.Fehleranzeige: F01 - F03,F18, F19Der Reinigungs- und Desin-fektionsautomat ist mit ei-nem wiedereinschaltbaren Thermoschalter ausgerüstet,der bei Überhitzung die Hei-zung ausschaltet. Eine Überhitzung kann z. B. ent-stehen, wenn großflächiges Spülgut die Heizkörper ab-deckt oder wenn die Siebeim Spülraum verstopft sind.Fehlerursache beseitigen,dazu:– Siebkombination im Spülraum reinigen.– Spülgut anders einord-nen.– Thermoschalter wieder einschalten (siehe Kapitel "Störungen beseiti-gen, Thermoschalter".
Störung Ursache Behebung
Im Reinigerbehälter kleben nach dem Programmablauf Reinigerreste.Der Reinigerbehälter war beim Einfüllen noch feucht.Reiniger nur in einen trockenen Behälter füllen.
Die Klappe des Reinigerbehälters war durch Spülgut blockiert.Spülgut so einordnen, dass sich die Behälterklappe öffnen kann.
Die Klappe des Reinigerbehälters lässt sich nicht schließen.Verklebte Reinigerreste blockieren den Verschluss.Reinigerreste entfernen.
Schlagendes Geräusch im Spülraum.Ein Sprüharm schlägt an Spülgut.Programm abbrechen und das Spülgut, das die Sprüharme behindert, anders einordnen, siehe Programm abbrechen.
Klapperndes Geräusch im Spülraum.Spülgut bewegt sich im Spülraum.Programm abbrechen und das Spülgut feststehend einordnen, siehe Programm abbrechen.
Schlagendes Geräusch in der Wasserleitung.Wird eventuell durch bau-seitige Verlegung bzw. den zu geringen Querschnitt der Wasserleitung verursacht.Hat keinen Einfluss auf die Funktion des Reinigungs- und Desinfektionsautomaten, eventuell einen Installateur fragen.
Instrumente weisen Korrosion auf.Die Instrumente sind für die maschinelle Aufbereitung ungeeignet.Nur spültechnisch einwandfreie Instrumente aus Instrumentenstahl verwenden.
Im Programmablauf hat keine Neutralisation stattgefunden.– Vorratsbehälter für Neutralisationsmittel füllen.– Für die Programme ohne werkseitig eingestellten Neutralisations-schritt diesen programmieren lassen Miele (Kundendienst).

Störungshilfe

Störung Ursache Behebung
Instrumente weisen Korrosion auf.Der Chloridgehalt des Wassers ist zu hoch.Wasseranalyse durchführen lassen. Ggf. externe Wasseraufbereitung vornehmen und VE-Wasser verwenden.
Flug- oder Fremdrost sind in den Spülraum gelangt durch:– zu hohen Eisengehalt im Wasser,– mitgereinigte rostende Instrumente– Installation prüfen.– Rostende Instrumente aussortieren.
Die Verschlusskappe des Vorratsbehälters für Regeneriersalz ist nicht fest geschlossen.Verschlusskappe gerade aufsetzen und fest zudrehen.
Auf dem Spülgut befinden sich weiße Ablagerungen.Die Enthärtungsanlage ist auf einen zu niedrigen Wert programmiert.Leitungswasserhärte kontrollieren und Enthärtungsanlage richtig programmieren.
Im Vorratsbehälter befindet sich kein Regeneriersalz.Regeneriersalz einfüllen.
Die Verschlusskappe des Vorratsbehälters für Regeneriersalz ist nicht fest geschlossen.Verschlusskappe gerade aufsetzen und fest zudrehen.
Die Nachspülmittelmenge ist zu niedrig eingestellt, es bilden sich Wasserflecken.Dosiermenge für Nachspülmittel erhöhen.
Störung Ursache Behebung
Das Spülgut ist fleckig.Das über den AD-Wasseranschluss einlaufende Wasser ist nicht genügend enthärtetGgf. die Enthärterpatrone des Aquapurifikators aus-tauschen.
Das Reinigungsergebnis ist mangelhaft.Körbe und Einsätze wurden falsch oder zu voll beladen.Spülgut richtig einordnen.Körbe und Einsätze nicht überladen.
Der verwendete Reiniger ist für die Anschmutzung nicht geeignet.Geeigneten Reiniger für die maschinelle Aufbereitung verwenden.
Die Anschmutzung ist zu lange auf dem Spülgut an-getrocknet.Zwischen Anschmutzung und maschineller Reinigung maximal 6 Stunden vergehen lassen.
Ein Sprüharm ist blockiert.Spülgut so einordnen,dass es die Sprüharmenicht blockiert.
Düsen in den Sprüharmen oder an den Einsätzen sind verstopft.Spüldüsen kontrollieren und falls notwendig reinigen.
Der Korb oder Einsatz ist nicht richtig an die Wass-serzuführung adaptiert.Den Adapter für die Wasserversorgung des Korbes oder Einsatzes richtig ein-stellen.

Thermoschalter

Dieser Reinigungs- und Desinfektionsautomat ist mit einem wiedereinschaltbaren Thermoschalter ausgerüstet, der bei Überhitzung die Heizung ausschaltet. Eine Überhitzung kann z.B. entstehen, wenn großflächiges Spülgut die Heizkörper abdeckt oder wenn die Siebe im Spülraum verstopft sind.

Bei der Fehleranzeige: F01 - F03, F18, F19 (Wasser im Spülraum wird nicht aufgeheizt; der Programmablauf dauert zu lange) bitte wie folgt vorgehen:

■ Fehlerursache beseitigen.
■ Serviceklappe öffnen.
■ Auslöseknopf des Thermoschalters an der rechten Seite des Sockelblechs eindrücken.

Bei wiederholtem Auslösen des Thermoschalters unbedingt den Miele Kundendienst anfordern.

Ablaufpumpe und Rückschlag- ventil reinigen

Falls Sie am Ende eines Programms feststellen, dass das Spülwasser nicht vollständig abgepumpt worden ist, könnte die Ursache dafür sein, dass Fremdkörper die Ablaufpumpe oder das Rückschlagventil blockieren. Diese können leicht entfernt werden.

■ Siebkombination aus dem Spülraum nehmen.

MIELE G 7862 - Ablaufpumpe und Rückschlag- ventil reinigen - 1

■ Verschlussbügel umlegen.

■ Rückschlagventil nach oben abheben und unter fließendem Wasser gut ausspülen.

Unter dem Rückschlagventil befindet sich die Ablaufpumpe (Pfeil).

MIELE G 7862 - Ablaufpumpe und Rückschlag- ventil reinigen - 2

■ Vor dem Einsetzen des Rückschlagventils nachschauen, ob evtl. Fremdkörper die Ablaufpumpe blockieren.

■ Rückschlagventil sorgfältig wieder einsetzen und mit dem Verschlussbügel sichern.

Aus Sicherheitsgründen sollte das Spülgut erneut aufbereitet werden.

Siebe im Wasserzulauf reinigen

Zum Schutz des Wassereinlaufventils sind in der Schlauchverschraubung Siebe eingebaut. Sind die Siebe verschmutzt, müssen sie gereinigt werden, da sonst zu wenig Wasser in den Spülraum einläuft.

⚠ Das Kunststoffgehäuse des Wasseranschlusses enthält ein elektrisches Bauteil. Es darf nicht in Flüssigkeiten getaucht werden.

Zum Reinigen des Siebes

■ Gerät vom Netz trennen.
■ Wasserhahn schließen und das Wassereinlaufventil abschrauben.

MIELE G 7862 - Zum Reinigen des Siebes - 1

■ Großflächensieb (1) und Feinsieb (2) reinigen, ggf. erneuern.
■ Sieb und Dichtung wieder einsetzen; auf einwandfreien Sitz achten!
■ Wassereinlaufventil an den Wasserhahn schrauben. Dabei darf die Verschraubung nicht verkanten.
■ Wasserhahn öffnen.

Sollte Wasser austreten, ist die Verschraubung eventuell nicht fest genug angezogen oder verkantet angeschraubt.

■ Wassereinlaufventil gerade aufsetzen und festschrauben.

⚠ Das Gerät darf nur durch den Miele Kundendienst in Betrieb genommen, gewartet und repariert werden. Durch unsachgemäße Wartungen und Reparaturen können erhebliche Gefahren für den Benutzer entstehen.

Können Sie trotz der Hinweise in dieser Gebrauchsanweisung eine Störung nicht beheben, benachrichtigen Sie bitte den Miele Werkkundendienst unter der Telefonnummer:

D Deutschland 0800-2244666

A Österreich 050 800 390* (* österreichweit zum Ortstarif)

L Luxemburg (00352) 4 97 11-20/22

■ Nennen Sie dem Kundendienst das Modell und die achtstellige Maschinennummer des Gerätes.

Beide Angaben finden Sie auf dem Typenschild (siehe unter "Elektroanschluss").

■ Teilen Sie die Fehleranzeige aus der Anzeige des Reinigungs- und Desinfektionsautomaten mit.

Beachten Sie den beiliegenden Installationsplan!

⚠️ Im Umgebungsbereich des Reinigungs- und Desinfektionsautomaten sollte nur Einrichtungsmobiliar für die anwendungsspezifische Nutzung eingesetzt werden, um das Risiko möglicher Kondenswasserschäden zu vermeiden.

Der Reinigungs- und Desinfektionsautomat muss standsicher und waagerecht stehen.

Bodenunebenheiten und die Gerätehöhe können mit den vorderen Schraubfüßen aus- bzw. angeglichen werden.

Für folgende Aufstellungsvarianten ist der Reinigungs- und Desinfektionsautomat geeignet:

  • Frei aufstellen.
  • An- oder einstellen:

Der Reinigungs- und Desinfektionsautomat soll neben andere Geräte oder Möbel bzw. in eine Nische gestellt werden. Die Nische muss mindestens 60 cm breit und 60 cm tief sein.

- Unterbauen:

Der Reinigungs- und Desinfektions-automat soll unter eine durchgehende Arbeitsplatte oder Ablauffläche einer Spüle gestellt werden.

Der Einbauraum muss mindestens 60 cm breit, 60 cm tief und 82 cm hoch sein.

Reinigungs- und Desinfektionsautomat unter einer Arbeitsplatte einbauen

Für den Unterbau unter eine durchgehende Arbeitsplatte muss der Deckel des Reinigungs- und Desinfektionsautomaten wie folgt abgenommen werden:

■ Tür öffnen.

MIELE G 7862 - Reinigungs- und Desinfektionsautomat unter einer Arbeitsplatte einbauen - 1

■ Linke und rechte Befestigungsschraube herausdrehen.
■ Den Deckel des Reinigungs- und Desinfektionsautomaten ca. 5 mm vorziehen und nach oben abnehmen.

Reinigungs- und Desinfektionsautomaten mit Dampfkondensator:

Um eine Beschädigung der Arbeitsplatte durch Wasserdampf zu vermeiden, muss die beiliegende Schutzfolie (25 x 58 cm, selbstklebend) im Bereich des Dampfkondensators unter die Arbeitsplatte geklebt werden.

Reinigungs- und Desinfektionsautomat ausrichten und festschrauben

Um die Standfestigkeit zu gewährleisten, muss der Reinigungs- und Desinfektionsautomat, nachdem er ausgerichtet wurde, mit der Arbeitsplatte verschraubt werden.

■ Tür öffnen.

MIELE G 7862 - Reinigungs- und Desinfektionsautomat ausrichten und festschrauben - 1

■ Reinigungs- und Desinfektionsautomaten links und rechts durch die Löcher der vorderen Leiste mit der durchgehenden Arbeitsplatte verschrauben.

■ Bei eingebauten Reinigungs- und Desinfektionsautomaten dürfen die Fugen zu nebenstehenden Schränken oder Geräten nicht mit Silikon ausgespritzt werden, damit die Belüftung der Umwälzpumpe sichergestellt ist.

Abdeckblech/Arbeitsplattenschutz

Je nach Unterbausituation kann über den Miele Kundendienst ein Arbeitsplattenschutz angefordert werden.

Die Unterkante der Arbeitsplatte wird durch das Abdeckblech gegen Beschädigungen durch Wasserdampf geschützt.

Alle Arbeiten, die den Elektroanschluss betreffen, dürfen nur von einer zugelassenen oder anerkannten Elektrofachkraft durchgeführt werden.

  • Die Elektroanlage muss nach DIN VDE 0100 ausgeführt sein!
  • Anschluss über Steckdose gemäß nationalen Bestimmungen (Steckdose muss nach der Geräteinstallation zugänglich sein). Eine elektrische Sicherheitsprüfung, z.B. bei der Instandsetzung oder Wartung, kann dann ohne große Umstände durchgeführt werden. Ein Hauptschalter mit allpoliger Trennung vom Netz ist zu installieren. Der Hauptschalter muss eine Kontaktöffnungsweite von mindestens 3 mm aufweisen, sowie in der Nullstellung abschließbar sein.
  • Zur Erhöhung der Sicherheit wird dringend empfohlen, dem Gerät einen FI-Schutzschalter mit einem Auslösestrom von 30 mA (DIN VDE 0664) vorzuschalten.
  • Bei Austausch der Netzanschlussleitung ist ein Original Miele Ersatzteil oder eine entsprechende Leitung mit Aderendhülsen zu verwenden.
  • Technische Daten siehe Typenschild oder beiliegenden Schaltplan!

Das Gerät darf nur mit der auf dem Typenschild angegebenen Spannung, Frequenz und Absicherung betrieben werden.

Eine Umschaltung kann gemäß beiliegendem Umschaltbild und Schaltplan vorgenommen werden.

Das Typenschild befindet sich an der Rückseite des Gerätes und hinter dem Sockelblech auf der Kunststoff-Abdeckhaube.

Der Schaltplan liegt dem Gerät bei.

Siehe auch beiliegenden Installationsplan!

Potentialausgleich anschließen

Für den Anschluss eines Potentialausgleichs ist an der Rückseite des Gerätes eine Anschlussschraube ( ) vorhanden.

Sondervorschriften für Österreich

Der Anschluss darf nur an eine nach ÖVE-EN1 ausgeführte Elektroanlage erfolgen. Die Absicherung muss über Leitungsschutzschalter (Sicherung) 16 A erfolgen. Zur Erhöhung der Sicherheit empfiehlt der ÖVE dem Gerät einen FI-Schutzschalter mit einem Auslösestrom von 30 mA (ÖVE-SN 50) vorzuschalten.

Elektroanschluss für die Schweiz

Der Anschluss kann über Schalter oder Stecker erfolgen.

⚠️Die Installation muss von einem zugelassenen Elektro-Installateur unter Berücksichtigung der SEV-Vorschriften vorgenommen werden.

Wasserzulauf anschließen

⚠ Das Wasser im Reinigungs- und Desinfektionsautomaten ist kein Trinkwasser!

  • Der Reinigungs- und Desinfektionsautomat muss gemäß den örtlichen Vorschriften an das Wassernetz angeschlossen werden.
  • Das verwendete Wasser sollte zumindest Trinkwasserqualität entsprechend der europäischen Trinkwasserverordnung besitzen. Hoher Eisengehalt kann zu Fremdrost an Spülgut und Gerät führen. Bei Chloridgehalt im Brauchwasser von mehr als 100mg/l steigt das Korrosionsrisiko für das Spülgut stark an.
  • In bestimmten Regionen (z.B. Alpenländern) können aufgrund der spezifischen Wasserzusammensetzung Ausfällungen auftreten, die ein Betreiben des Dampfkondensators nur mit enthärtetem Wasser zulassen.
  • Ein Rückflussverhinderer ist nicht erforderlich; das Gerät entspricht den Richtlinien des DVGW.
  • Der Mindestfließdruck beträgt beim Kalt- und Warmwasseranschluss 100 kPa (1,0 bar) Überdruck.
  • Der empfohlene Fließdruck beträgt beim Kalt- und Warm-Wasseranschluss ≥ 250 kPa (2,5 bar) Überdruck, um übermäßig lange Zeiten für den Wassereinlauf zu vermeiden.
  • Der maximal zulässige statische Wasserdruck beträgt 1000 kPa (10 bar) Überdruck.

  • Liegt der Wasserdruck nicht in dem genannten Bereich, bitte den Miele Kundendienst nach den erforderlichen Maßnahmen fragen (evtl. leuchtet die Kontrollleuchte / ↓, Fehleranzeige "F E").

  • Serienmäßig ist das Gerät für den Anschluss an Kalt- (blaue Markierung) und Warmwasser (rote Markierung) bis max. 70 °C ausgestattet. Die Zulaufschläuche an die Absperrventile für Kalt- und Warmwasser anschließen.
  • Wenn keine Warmwasser-Leitung vorhanden ist, muss der Zulaufschlauch mit der roten Markierung für den Warmwasseranschluss auch an Kaltwasser angeschlossen werden.
  • Zum Anschluss sind bauseitig Absperrventile mit 3/4 Zoll Verschraubung erforderlich. Die Ventile sollten leicht zugänglich sein, da der Wasserzulauf außerhalb der Benutzungszeit geschlossen zu halten ist.
  • Die Zulaufschläuche sind ca. 1,7 m lange Druckschläuche DN 10 mit 3/4 Zoll Verschraubung. Die Schmutz siebe in den Verschraubungen dürfen nicht entfernt werden.
  • Großflächen-Siebe (liegen im Beipack) zwischen Absperrventil und Zulaufschlauch installieren (Abb. siehe "Siebe im Wasserzulauf reinigen"). Das Großflächensieb für AD-Wasser ist aus Chrom-Nickelstahl; zu erkennen an der matten Oberfläche.

MIELE G 7862 - Wasserzulauf anschließen - 1

⚠️ Die Zulaufschläuche dürfen nicht gekürzt oder beschädigt werden (siehe Abb.!).

Siehe auch beiliegenden Installationsplan!

Sondervorschriften für Österreich!

- In die Kaltwasserleitung ist gemäß § 18 und § 22 der "Verordnung zur Durchführung des Wasserversorgungsgesetzes 1960" unmittelbar vor der Anschlussstelle des Gerätes ein Handabsperrventil einzubauen.

- Für die Verbindungsleitung von der Anschlussstelle am Gerät mit der Innenanlage sind nur die im § 12, Abs. 1 der "Verordnung zur Durchführung des Wasserversorgungsgesetzes 1960" aufgezählten Rohre zu verwenden.

- Die Verwendung von Gummi- oder Kunststoffschläuchen als Druckverbindungsleitung zwischen Innenanlage und Gerät ist nur dann gestattet, wenn sie:

- samt den eingebundenen Anschlussarmaturen einem Mindestdruck von 1500 kPa (15 bar) standhält

- während der Inbetriebnahme des Gerätes hinreichend beaufsichtigt sind und

- nach der jeweiligen Verwendung des Gerätes durch Sperrung des Wasserzuflusses vor dem Gummi- oder Kunststoffschlauch zuverlässig außer Betrieb gesetzt, oder überhaupt von der Innenanlage getrennt wird.

Wasserablauf anschließen

  • In den Ablauf des Gerätes ist ein Rückschlagventil eingebaut, so dass kein Schmutzwasser über den Ablaufschlauch in das Gerät zurück fließen kann.
  • Das Gerät sollte vorzugsweise an ein separates, bauseitiges Ablaufsystem angeschlossen werden.

Wenn kein separater Anschluss vorhanden ist, empfehlen wir den Anschluss an einen Doppelkammer-Siphon.

Der bauseitige Anschluss muss, gemessen von der Unterkante des

Gerätes, zwischen 0,3 m und 1 m Höhe liegen.

Liegt der Anschluss tiefer als 0,3 m, Ablaufschlauch im Bogen auf mindestens 0,3 m Höhe verlegen.

Das Ablaufsystem muss eine Mindestabflussmenge von 16 l/min aufnehmen können.

  • Der Ablaufschlauch ist ca. 1,4 m lang und flexibel (lichte Weite 22 mm). Er darf nicht gekürzt werden. Schlauchschellen für den Anschluss liegen bei.
  • Längere Ablaufschläuche (bis 4 m) sind lieferbar.
  • Die Ablaufleitung darf höchstens 4 m lang sein.

Siehe auch beiliegenden Installationsplan!

Sondervorschriften für Österreich!

Der Anschluss an die nach der Bestimmung der Ö-Norm B 2501 - Hauskanal-Anlagen - hergestellten Abflussleitung kann direkt erfolgen.

Programmübersicht

Programm Anwendung
Scan III / LANGZur Reinigung und thermischen Desinfektion bei 93 °C mit 3 min Temperaturhaltezeit (landesspezifische Normen beachten) bei sehr starker Verschmutzung.
Scan II / MITTELZur Reinigung und thermischen Desinfektion bei 93 °C mit 3 min Temperaturhaltezeit (landesspezifische Normen beachten) bei normaler Verschmutzung.
Scan I / KURZZur Reinigung und thermischen Desinfektion bei 93 °C mit 3 min Temperaturhaltezeit (landesspezifische Normen beachten) bei leichter Verschmutzung.
UNIVERSALFür normal verschmutztes Spülgut ohne Desinfektion.
ADurch den Miele Kundendienst frei programmierbares Programm.
ABPUMPENZum Abpumpen des Spülwassers, wenn z. B. ein Programm abgebrochen wurde.Ggf. seuchengesetzliche Bestimmungen beachten, siehe "Programm abbrechen".
ABSPÜLENZum Abspülen von stark belastetem Spülgut, z. B. nach dem Einlegen in Desinfektionslösungen, um eine erhöhte Schaumbildung zu vermeiden.
varioTD ANZur Erfüllung allgemein hygienischer Anforderungen mit höherem Wasserstand für die Aufbereitung von Anästesieutensilien; Programm gemäß EN ISO 15883-1 80°C (+ 5 °C, - 0°C) mit 10 min. Einwirkzeit für Medizinprodukte, die nur mit intakter Haut/Schleimhaut in Kontakt kommen.
varioTDZur Erfüllung allgemein hygienischer Anforderungen, Programm gemäß EN ISO 15883-1 90 °C (+ 5 °C, - 0 °C) mit 5 min. Einwirkzeit.

KW = Kaltwasser

WW = Warmwasser

^ C = Temperatur

min = Wirkzeit

Programmablauf
Vorreinigen1 2Hauptreinigen1 2Spülen1 2Spülen3 4Nachspülen *1 2Trocknung(Zusatzfunktion)
KW KW WWDOS 165°C3 minWWDOS 3WW93°C3 min(X)
KW WWDOS 165°C1 minWWDOS 3WW93°C3 min(X)
KW WWDOS 165°C1 minWW93°C3 min(X)
KW WWDOS 160°C3 minWW WW65°C1 min(X)
KW
KW KWDOS 155°C5 minWWDOS 3WW WW83°C10 min(X)
KW KWDOS 155°C5 minWWDOS 3WW WW93°C5 min(X)

DOS 1 = Reinigerdosierung ab 40 °C
DOS 3 = Neutralisationsmitteldosierung nach dem Wassereinlauf

* Nachspülmitteldosierung mit DOS 2 muss vom Kundendienst aktiviert werden. Bei aktivierter Nachspülmitteldosierung wird kein Neutralisationsmittel dosiert.

Technische Daten

Höhe mit Gerätedeckel85 cm
Höhe ohne Gerätedeckel82 cm
Breite 60 cm
Tiefe60 cm
Tiefe bei geöffneter Tür120 cm
Gewicht (netto) 70 kg
Spannung, Anschlusswert, Absicherungsiehe Typenschild
Anschlusskabel ca. 1,8 m
Wassertemperatur:
Kaltwassermax. 20 °C
Warmwasseranschlussmax. 70 °C
statischer Wasserdruckmax. 1000 kPa Überdruck
Mindestfließdruck:
Kalt- und Warmwasseranschluss100 kPa Überdruck
empfohlener Fließdruck:
Kalt- und Warmwasseranschluss≥ 250 kPa Überdruck
Abpumphöhemin. 0,3 m, max. 1 m
Umgebungstemperatur5 °C bis 40 °C
relative Luftfeuchte maximal80 % für Temperaturen bis 31 °C
linear abnehmend bis50 % für Temperaturen bis 40 °C
Höhe über NN bis 1500 m#
Verschmutzungsgrad P2 (nach IEC/EN 61010-1)
Schutzart (nach IEC 60529)IP20 (Eindringen von Staub)
Geräuschemissionswerte in dB (A), Schalldruckpegel LpA im Reinigen und Trocknen< 7 0
Prüfzeichen VDE, Funkschutz
CE-KennzeichnungMPG-Richtlinie 93/42/EWG, Klasse IIb
HerstelleradresseMiele & Cie. KG, Carl-Miele-Straße 29, 33332 Gütersloh, Germany

An einem Aufstellort über 1500 m Höhe ist der Siedepunkt der Spülflotte herabgesetzt. Deshalb ggf. die Desinfektionstemperatur absenken und die Wirkzeit verlängern (A₀-Wert).

Miele PROFESSIONAL

Miele & Cie. KG

Carl-Miele-Straße 29

33332 Gütersloh

Telefon: 05241 89-0

Telefax: 05241 89-2090

Miele im Internet: www.miele-professional.de

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Produktinformationen

Marke : MIELE

Modell : G 7862

Kategorie : Geschirrspüler