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C1550l - Router TDT - Kostenlose Bedienungsanleitung

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Notice TDT C1550l - page 9
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Produkttyp Router
Marke TDT
Modell C1550l
Abmessungen (B x T x H) ca. 160 x 120 x 30 mm
Gewicht ca. 300 g
Stromversorgung 12 V DC, 1 A (Netzteil im Lieferumfang)
WLAN-Standard IEEE 802.11 b/g/n (2,4 GHz)
Maximale WLAN-Geschwindigkeit 300 Mbit/s
LAN-Ports 4 x 10/100/1000 Mbit/s (Gigabit Ethernet)
WAN-Port 1 x 10/100/1000 Mbit/s (Gigabit Ethernet)
USB-Anschluss 1 x USB 2.0 (für Drucker oder Speicher)
Antennen 2 externe Antennen (entfernbar, RP-SMA)
Sicherheit WPA/WPA2, WEP, MAC-Filter, SPI-Firewall
Unterstützte VPN-Protokolle PPTP, L2TP, IPsec
Betriebsumgebung Temperatur: 0–40 °C, Luftfeuchtigkeit: 10–90 % (nicht kondensierend)
Lieferumfang Router, Netzteil, LAN-Kabel, Bedienungsanleitung
Garantie 2 Jahre
Besondere Funktionen Kindersicherung, QoS, Gast-WLAN, DDNS
Reparatur und Ersatzteile Ersatzteile (Netzteil, Antennen) über den Hersteller oder Fachhandel erhältlich

Häufig gestellte Fragen - C1550l TDT

Wie kann ich den TDT C1550l Router zurücksetzen?
Welche IP-Adresse hat der Router standardmäßig?
Wie ändere ich das WLAN-Passwort?
Der Router lässt sich nicht einschalten. Was tun?
Wie viele Geräte können gleichzeitig verbunden werden?
Kann ich den Router als Repeater verwenden?
Wie aktualisiere ich die Firmware?
Was bedeutet die blinkende WLAN-LED?
Der Router wird sehr heiß. Ist das normal?
Kann ich einen USB-Drucker an den Router anschließen?

Benutzerfragen zu C1550l TDT

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BEDIENUNGSANLEITUNG C1550l TDT

Handbuch für C-, M-, G- und L-Serie

Impressum

Haftung

Die Zusammenstellung von Texten und Abbildungen für das Manual erfolgte mit größter Sorgfalt. Dennoch können Fehler nicht vollständig ausgeschlossen werden. Der Herausgeber übernimmt für fehlerhafte Angaben und deren Folge keinerlei Haftung. Änderungen an der Dokumentation und den darin beschriebenen Produkten bleiben jederzeit und ohne vorherige Ankündigung vorbehalten.

Ansprechpartner

Als Ansprechpartner bei Problemen oder Fragen zu dieser Dokumentation steht Ihnen das TDT Expert Support Team gerne zur Verfügung.

TDT GmbH

Siemensstraße 18

84051 Essenbach

Tel.: +49 (8703) 929-00

Fax: +49 (8703) 929-201

Web: www.tdt.de

Email: support@tdt.de

Viel Spaß und Erfolg wünscht Ihnen

Ihr TDT Team

CE

Inhaltsverzeichnis

Impressum 2

Inhaltsverzeichnis 3

1 Erste Schritte 10

1.1 Inbetriebnahme 10
1.2 Packungsinhalt 10

1.2.1 C1500 / C1550 10
1.2.2 C2000 10
1.2.3 M3000 / L3000 10
1.2.4 G5000 / L5000 11

1.3 Gerätebeschreibung mit Portbelegung 11

1.3.1 C1500, C1550 und C2000 11

1.3.1.1 Vorderseite C-Serie 11

1.3.1.1.1 Standard Konfiguration der LED's 12

1.3.1.1.2 C1500h/C1500l 12

1.3.1.1.4 C1550 und C2000 13

1.3.1.2 Rückseite C-Serie 14

1.3.2 M3000 15
1.3.3 G5000 16
1.3.4 Seriennummer 17

1.4 Zugangsdaten 18

1.5 Wie verbinde ich mich auf den Router? 19

1.5.1 Webinterface 19
1.5.2 Command Line Interface (CLI) 20
1.5.3 Serielle Verbindung mit einem PC 20

2 Das Webinterface 23

3 Das Command Line Interface, die CLI 24

4 Systemverwaltung 26

4.1 Bootup and Shutdown 26
4.2 Configuration Handling 26
4.3 Event-Handler 26

4.3.1 Event-Handler 26

4.3.1.1 Health Checker 27

4.3.1.2 ICPM Checker 27

4.3.1.3 Beispielscript 28

4.3.2 SMS-Handler 28

4.3.2.1 Unterstützte Statusbefehle 30

5.3.1.1.1 Inhibit 42
5.3.1.1.2 Interface- und Ping-Checker 42
5.3.1.1.3 Verbindungsübersicht 42
5.3.1.1.4 Add Connection (Connection-Dial-Entry Parameter) 43

5.3.1.2.2 Logical-Interface- und Ping-Checker 47

5.3.1.2.3 Add Connection (Connection-Logical-Entry Parameter) 47

5.3.2 Static Connections 49

5.4 DHCP Server 49

5.5 DNS Server Update 50

5.6 DNSmasq 50

5.10.3 Ziele (Targets) 55

5.10.4 Das Linux Firewall Menü 55

5.10.5 Erstellen einer neuen Regel 56

5.10.5.1 Chain and action details 56

5.10.5.2 Condition details 57

5.10.6 Beispiel: IP Forwarding einrichten 59

5.11 Network Configuration 60

5.11.1 Network Interfaces 60

5.11.1.1 Bridge Settings 61

5.11.1.2 Tunnel Settings 61

5.13.1.1.4 UMTS/GPRS PPP interface spezifische EinstellungenFehler! Textmarke nicht

definiert.

5.13.1.2 Advanced PPP parameters for interface ppp# 69

5.13.1.2.1 ISDN PPP Interface Parameter 70

5.13.1.2.2 ISDN Dial-In PPP Interface Parameter 70

5.13.1.2.3 PPPoE interface Parameter 70

5.13.1.2.4 UMTS/GPRS PPP interface spezifische EinstellungenFehler! Textmarke nicht

definiert.

5.13.1.2.5 Globale Einstellungen 71

5.13.1.2.6 Logging Parameters 71

5.13.1.2.7 Networking Parameters 72

5.13.1.2.8 Authentication Parameters 72

5.13.1.2.9 Compression Parameters 73

5.19.1 Funktionsweise VRRP 85

5.19.1.1 Verhalten des VRRP-Routers im Backup-Zustand 85

5.19.1.2 Verhalten des VRRP-Routers im Master-Zustand 86

5.19.2 Global Definitions 86

5.19.3 VRRP Instances 86

5.19.3.1 Add VRRP Instance 86

5.19.4 VRRP Synchronization Groups 88

5.19.4.1 VRRP Create New Sync. Group 88

5.19.5 Load Balancer Global Settings 88

5.19.6 Load Balancer Real Servers 89

5.19.7 Load Balancer Virtual Servers 90

5.20 WLAN 92

5.20.6.2.1 EAP User Einstellungen 95

5.20.7 MAC Address Filtering 95

5.21 WWAN 96

6 Das Diagnose Menü 98

6.1 Connection Manager 98
6.2 Distribution Information 98
6.3 GSM Modem State 98
6.4 Load Balancer 98

6.4.1 Load Balancer Statistics 99

6.4.2 Load Balancer Connections 99

7 Das Permanent Save Menü 102

7.1 Save Config 102
7.2 Save System to USB (nur bei M- und G-Serie) 102

8 Konfiguration sichern und wiederherstellen 103

8.1 Konfiguration sichern 103
8.1.1 Webinterface 103
8.1.2 CLI 104
8.2 Konfiguration wiederherstellen 104
8.2.1 Webinterface 104
8.2.2 CLI 105

9 Wiederherstellung des Auslieferungszustandes 106

9.1 C-Serie 106
9.2 M3000 / G5000 / L-Serie 106

10 Firmware Update 107

10.1 Webinterface 107
10.2 CLI 108

11 CLI Befehlsreferenz 109

11.1 Hauptmenü - TDT(CLI) 110

11.1.1 Konfigurationsmenü - TDT(CLI/configuration) 111

11.1.1.1 Netzwerkmenü - TDT(CLI/configuration/network) 111
11.1.1.1.1 Interface-Menü - TDT(CLI/configuration/network/interface) 111
11.1.1.1.2 Connection-Manager - TDT(CLI/configuration/network/dialup) 116
11.1.1.1.3 SNMP Einstellungen - TDT(CLI/configuration/network/snmp) 120
11.1.1.1.4 NTP Einstellungen - TDT(CLI/configuration/network/ntp) 122
11.1.1.2 Allgemeine Einstellungen - TDT(CLI/configuration/general) 123

11.1.2 Statusmenü - TDT(CLI/status) 124

11.1.2.1 Show-Menü - TDT(CLI/status/show) 124

12 Hardware 125

12.1 C-Serie 125
12.1.1 Technische Daten 125
12.1.1.1 C1500xx 125
12.1.1.2 C1550xxx 125
12.1.1.3 ELW Router C1550lw 126
12.1.2 Hardware Module 126
12.1.3 DB9 / RS232 PIN- Belegung (DTE/V.24) 127
12.2 M3000 127
12.2.1 Unterstützte UMTS / GPRS Karten 127
12.2.2 Belegung des DSL/ISDN Y-Kabels 128
12.2.3 Ethernet 4 Port Karte 128
12.2.4 NT - TE Umschaltung der HST Saphir III ML DUAL ISDN Karte (Optional) 129
12.3 G5000 129
12.3.1 ISDN PRI 129
12.3.1.1 Pin Belegung der RJ45 PRI Stecker 130

13 Wichtige Daten im Überblick 131

13.1 C-, M-, G-, und L-Serie Standard 131

13.1.1 Passwort ändern 132

13.1.1.1 Webinterface 132

13.1.1.2 Kommandozeilen-Benutzer root 132

13.1.2 Arbeitsumgebung 133

13.1.3 Konformitätserklärung 133

13.2 Systemspezifische Daten 133

13.2.1 C-Router mit Mobilfunkmodul 133

13.2.1.1 GPS 134

13.2.1.1.1 GPS Daten auslesen 135

13.2.1.1.2 GPS Daten senden 135

13.2.2 C-Router mit WLAN 135

13.3 Software 135

14.1 Allgemeine Links 137

14.2 Wichtige Informationen 137

14.3 Empfolene Software 137

14.4 Weiterführende Links 137

1 Erste Schritte

1.1 Inbetriebnahme

Öffnen Sie die Transportverpackung vorsichtig und kontrollieren Sie den Packungsinhalt.

Schließen Sie das gelieferte Gerät unter Verwendung des mitgelieferten Netzteils/Kaltgerätekabels an die 230V Spannungsversorgung an.

Verbinden Sie nun ihr Netzwerk mit dem mitgelieferten CAT5 Netzwerkkabel mit dem eth1 Port des Routers.

Hinweis

Bitte beachten Sie, dass Sie den Router ca. 1 Stunde vor Inbetriebnahme aus der Verpackung nehmen und auf Raumtemperatur bringen müssen, um Beschädigungen durch Kondenswasser auszuschließen.
Durch den Transport können sich verbaute Steckkarten aus den Steckplätzen lösen. Überprüfen Sie bitte den Ordnungsgemäßen Zustand der Karten, bevor Sie das Gerät in Betrieb nehmen.

1.2 Packungsinhalt

1.2.1 C1500 / C1550

C1500 bzw. C1550
Netzteil (12V DC / 1,8 A) mit Eurostecker
CAT5 LAN Kabel
Je nach Version zugehörige Antennen
Handbuch auf USB-Stick

1.2.2 C2000

C2000
Kaltgerätekabel
CAT5 LAN Kabel
Je nach Version zugehörige Antennen
Handbuch auf USB-Stick

1.2.3 M3000 / L3000

M3000
Kaltgerätekabel
CAT5 LAN Kabel
Je nach Version ein ISDN/DSL Kabel
1 USB Init-Stick (zum Zurücksetzen des Gerätes)
Handbuch auf USB-Stick

1.2.4 G5000 / L5000

G5000
Kaltgerätekabel
CAT5 LAN Kabel
Je nach Hardwarekonfiguration zugehörige Kabel (z.B. Seriell, ISDN, usw.)
- 1 USB Init-Stick (zum Zurücksetzen des Gerätes)
Handbuch auf USB-Stick

1.3 Gerätebeschreibung mit Portbelegung

1.3.1 C1500, C1550 und C2000

1.3.1.1 Vorderseite C-Serie

Auf der Front des C1500 befinden sich drei LED Anzeigen zur Statusanzeige, C1550 und C2000 sind mit acht zusätzlichen Status LED's ausgestattet. Zudem sind auf der Vorderseite der Geräte ein Reset-Button und ein SIM Slot zu finden.

C1500 Power L1 L2 Reset SIM 1 TDT®

Abbildung 1: Vorderseite C1500

C1550 1 2 3 4 5 6 7 8 Power L1 L2 Status Reset SIM 1

Abbildung 2: Vorderseite C1550

G2000 TDT® SIM 1 SIM 2 Status 1 2 3 4 5 6 7 8 Power L1 L2 Reset

Abbildung 3: Vorderseite C2000

Beschreibung
Power - L2LED’s zur Statusanzeige
Status 1 - 8Zusätzliche LED’s bei C1550 und C2000 zur Statusanzeige
Reset-ButtonFunktion siehe Kapitel Fehler! Verweisquelle konnte nicht gefunden werden.
SIM 1SIM-Kartenslot für SIM1
SIM 2SIM-Kartenslot für SIM2, nur bei C2000

1.3.1.1.1 Standard Konfiguration der LED's

Die LEDs der C-Serie Router sind frei konfigurierbar (siehe 4.5 LED Assignment (nur C-Serie)). Einzig die Power LED ist fest belegt. Abhängig von Router/Ausstattung sind die LEDs von Werk ab vorkonfiguriert.

LEDStatusBeschreibung
Poweraus:Gerät ist stromlos / ausgeschaltet
an:Router ist in Betrieb
langsam blinken:Bootvorgang
schnell blinken:Remote Access über SSH aktiv

1.3.1.1.2 C1500h/C1500l

LEDWertStatusBeschreibung
L1PPP3_UP_DOWN_DATAaus:PPP3 Link down
an:PPP3 Link up
blinken:Datentransfer an PPPn (RX + TX)
L2WWAN0_UP_DOWN_DATAEntspricht Mobilfunkaus:WWAN0 Link down
an:WWAN0 Link up
blinken:Datentransfer an /WWAN0 (RX + TX)
LEDWertStatusBeschreibung
L1WLANO_ON_OFF_CONNECTaus:WLAN0 inaktiv
an:WLAN0 aktiv
blinken:Ein oder mehr aktive Verbindungen
L2WWANO_UP_DOWN_DATAEntspricht Mobilfunkaus:WWAN0 Link down
an:WWAN0 Link up
blinken:Datentransfer an /WWAN0 (RX + TX)

1.3.1.1.4 C1550 und C2000

LEDWertStatusBeschreibung
L1WLANO_ON_OFF_CONNECTaus:WLAN0 inaktiv
an:WLAN0 aktiv
blinken:Mindestens eine aktive Verbindung
L2ETHO_UP_DOWN_DATAaus:ETH0 Link down
an:ETH0 Link up
langsam blinken:Datentransfer an ETH0 (RX + TX)
LEDWertStatusBeschreibung
Status 1WWANO_UP_DOWN_DATAEntspricht Mobilfunkaus:WWANO Link down
an:WWANO Link up
blinken:Datentransfer an /WWANO (RX + TX)
Status 2PPP2_UP_DOWN_DATAaus:PPP2 Link down
an:PPP2 Link up
blinken:Datentransfer an PPP2 (RX + TX)
Status 3PPP3_UP_DOWN_DATAEntspricht DSLaus:PPP3 Link down
an:PPP3 Link up
blinken:Datentransfer an PPP3 (RX + TX)
Status 4ACTIVE_SIM_CARDaus:Keine SIM in Verwendung
an:SIM1 wird verwendet
blinken:SIM2 wird verwendet
Status 5GSMO_CONNECT_STATUSaus:Keine Verbindung
langsam blinken:2G Signal (GPRS oder EDGE)
schnell blinken:3G Signal (UMTS/WCDMA oder HSPA)
an:4G Signal (LTE)
Status 6GSMO_SIGNAL1aus:Kein Empfang (0%)
an:Signalqualität 1% - 33%
Status 7GSMO_SIGNAL2an:Signalqualität 34% - 66%
Status 8GSMO_SIGNAL3an:Signalqualität 67% - 100%

1.3.1.2 Rückseite C-Serie
3G/4G Serial 0 ETH1 WIFI AUX 3G/4G AUX ETH0 USB Power WIFI

Abbildung 4: Rückseite C1500

3G/4G WIFI AUX DSL 3G/4G AUX ETH 1 0 1 2 3 L1 B Rx/Tx ISDN Serial 0 ETH0 USB Power

Abbildung 5: Rückseite C1550

3G/4G extension Slot WIFI WIFI AUX extension Slot 3G/4G AUX extension Slot USB ETH1 ETH0 Serial 0 Power

Abbildung 6: Rückseite C2000

AnschlussBeschreibung
3G/4GSMA Buchse zum Anschluss der Mobilfunk Antenne
ISDNRJ45 Anschlussbuchse für ISDN
L1ISDN Status LED aktive ISDN Layer 1 Verbindung
B Rx/TxISDN Status LED statisch an: B Kanal Verbindung stehtblinkt: Daten werden übertragen
WiFi AUXRP-SMA Buchse zum Anschluss der zweiten WLAN Antenne für N Standard
DSLRJ45 Anschlussbuchse für das integrierte DSL Modem mit Status LED'sGrün blinkt: DSL Synchronisation läuftGrün + Orange an: DSL ist synchronisiertOrange blinkt: Daten werden übertragen
Serial 09-poliger RS-232 Seriell Port (Speed: 38400 (8N1))
3G/4G AUXSMA Buchse zum Anschluss einer zweiten Mobilfunk
ETH110/100BaseT Schnittstelle (bei C1550 mit integriertem 4 Port Switch) mit automatischer Erkennung von Geschwindigkeit und Kabeltyp (1:1 oder gekreuzt).
ETH010/100BaseT Schnittstelle, mit automatischer Erkennung von Geschwindigkeit und Kabeltyp (1:1 oder gekreuzt)HinweisDie Router C1500 und C1550 können über die eth0-Schnittstelle mittels »passive Power over Ethernet« mit Strom versorgt werden.Hierfür wird ein PoE Converter benötigt.
USB2 USB 2.0 Ports für externe Hardware
PowerBuchse für die Spannungsversorgung über das mitgelieferte Netzteil
WiFiRP-SMA Buchse zum Anschluss der primären WLAN Antenne

1.3.2 M3000

1.3.2.1 Vorderseite

Der M3000 ist für den Einbau in ein 19 Zoll Server Rack ausgelegt und benötig 1 Höheneinheit.

TDT C1550l - Vorderseite - 1

Abbildung 7: Vorderseite M3000

Auf der Vorderseite finden sich folgende Anschlüsse und Schalter (von links nach rechts):

AnschlussBeschreibung
PowerTaster zum Einschalten des Routers
LED2 LED's zur Statusanzeige
USB2 USB 2.0 Ports für externe Hardware
COM9-poliger RS-232 Seriell Port (Speed: 38400 (8N1))

1.3.2.2 Rückseite

eth0 eth1 PS/2 USB Serial 0 VGA Audio SPDIF extension Slot extension Slot Power

Abbildung 8: Rückseite M3000

Auf der Rückseite des M3000 sind folgende, für den Betrieb relevante Anschlüsse vorhanden:

AnschlussBeschreibung
PS/2Anschlüsse für Maus und Tastatur
eth0 & eth110/100BaseT Schnittstelle, mit automatischer Erkennung von Geschwindigkeit und Kabeltyp (1:1 oder gekreuzt)
USB6 USB 2.0 Ports für externe Hardware
Serial 09-poliger RS-232 Seriell Port (Speed: 38400 (8N1))
VGAMonitoranschluss
Audio & SPDIFAudio Anschlüsse
Extension SlotJe nach Hardwarekonfiguration des M3000 (z.B. DSL, ISDN, Ethernet Port(s))
PowerKaltgerätebuchse für die Spannungsversorgung mit 230V Wechselstrom

1.3.3 G5000

1.3.3.1 Vorderseite

Der G5000 ist für den Einbau in ein 19 Zoll Server Rack ausgelegt und dabei benötig er 2 Höheneinheiten.

TDT C1550l - Vorderseite - 1

Abbildung 9: Vorderseite G5000

Die Front enthält unter der Klappe (von links nach rechts):

AnschlussBeschreibung
PowerWipptaster zum Einschalten des Routers
ResetWipptaster zum Neustart des Routers
LED2 LED's zur Statusanzeige
USB2 USB 2.0 Ports für externe Hardware
PS/2Anschluss für Tastatur

1.3.3.2 Rückseite

Power ON/OFF Extension Slot extension Slot Extension Slot eth10 ttyS1 (serial) ttyS0 (serial) VGA eth1 eth0 USB

Abbildung 10: Rückseite G5000

Auf der Rückseite des G5000 sind folgende für den Betrieb relevanten Anschlüsse vorhanden:

AnschlussBeschreibung
PowerKaltgerätebuchse für die Spannungsversorgung mit 230V Wechselstrom
ON/OFFWippschalter zum Ein- und Ausschalten der Netzteile
Extension SlotJe nach Hardwarekonfiguration des G5000 (z.B. DSL, ISDN, Ethernet Port(s))
ttyS0, ttyS19-polige RS-232 Seriell Ports (Speed: 38400 (8N1))
eth0, eth1, eth1010/100/1000BaseT Schnittstelle, mit automatischer Erkennung der Geschwindigkeit, sowie Kabeltyps (1:1 oder gekreuzt)
VGAMonitoranschluss
USB2 USB 2.0 Ports für externe Hardware

1.3.4 Seriennummer

Die Seriennummer befindet sich auf der Geräteunterseite und auf dem Lieferschein. Diese ist jedem Gerät eindeutig zugewiesen. Bitte halten Sie die Seriennummer bei Support/Service und Reparaturanfragen bereit.

Hinweis

Sollte das Gerät verbaut werden und die Seriennummer daher nicht mehr ablesbar sein, empfiehlt es sich diese zu dokumentieren.

1.4 Zugangsdaten

Bei allen C-, M-, G- und L-Geräten sind die hier aufgeführten Daten standardmäßig voreingestellt.

Voreingestelltes LAN SchnittstelleIP-Adresse eth1192.168.0.50
Subnetzmaske für eth1255.255.255.0
Voreingestellte WAN SchnittstelleIP-Adresse eth010.99.99.99
Subnetzmaske für eth0255.255.255.0
Voreingestellte WLAN Konfigurationfür Geräte mit WLAN ModulIP-Adresse wlan0172.16.0.50
Subnetzmaske für wlan0255.255.255.0
SSIDTDT-AP
Pre Shared Key (ASCII)tdt-Router
Kanal1 (2412 MHz)
VerschlüsselungWPA+WPA2-PSK (AES/CCMP + TKIP)
WebinterfaceAufruf via SSLhttps://
Usernametdt
Passworttdt
SSH / CLISSH Port22
CLI Port2000
Usernameroot
Passworttdt
Serial Port (RS232)Speed38400 bit/s
Datenbits8
Paritätkeine
Stoppbits1
HinweisZum Anschluss an einen PC ist ein Nullmodemkabel erforderlich.

ACHTUNG!

Aus Sicherheitsgründen sollten die Passwörter für das Webintreface und den SSH-Zugriff geändert werden! (siehe 14.1.1 Passwort ändern)
Bei Modellen mit WLAN bitte unbedingt auch den Pre Shared Key ändern!

1.5 Wie verbinde ich mich auf den Router?

Um den Router konfigurieren zu können stehen Ihnen das Webinterface (für die einfache Konfiguration im Browser) und die TDT CLI (Command Line Interface) zur Verfügung. Weiter besteht auch die Möglichkeit sich über SSH oder seriell auf den Router zu verbinden.

Hinweis

Um über LAN auf den Router zugreifen zu können, muss Ihr PC im selben Netz erreichbar sein wie der Router. In der Standard Konfiguration benötigen Sie eine IP-Adresse aus dem Bereich 192.168.0.0/255 (z.B. 192.168.0.1) und die Subnetzmaske 255.255.255.0.

1.5.1 Webinterface

Geben Sie in der Adressleiste Ihres Browsers die IP-Adresse des Routers ein. Im Auslieferungszustand ist die IP-Adresse von eth1 auf 192.168.0.50 eingestellt.

Da das Webinterface nur über SSL zu erreichen ist, muss vor der IP-Adresse https://stehen.

Beispiel:

Im nun erscheinenden Anmeldefenster müssen Sie den Benutzernamen und das zugehörige Passwort eingeben. Im Auslieferungszustand sind Username und Passwort tdt und tdt.

TDT C1550l - Webinterface - 1

Welcome to C1550ldw

TDT C1550l - Webinterface - 2

Siemensstr. 18 Gewerbegebiet Altheim

84051 Essenbach

Web: www.tdt.de

Mail: info@tdt.de

Abbildung 11: Die Eingabe des Passwortes wird aus Sicherheitsgründen mit Platzhaltern angezeigt

Auf der Login-Seite befindet sich rechts oben ein Handbuch Download Link.

1.5.2 Command Line Interface (CLI)

Mit einem SSH-Client, wie z.B. »PuTTY« (http://www.chiark.greenend.org.uk/\~sgtatham/putty) können Sie eine Verbindung zu dem Router herstellen.

Zuerst wechseln Sie in Category auf Terminal > Keyboard und setzen bei The Backspace key den Parameter auf Control-H.

TDT C1550l - Command Line Interface (CLI) - 1

Abbildung 12: PuTTY Configuration Keybord Einstellung

Danach wechseln Sie in Category zurück auf Session und öffnen eine SSH-Verbindung auf die IP des Routers unter Verwendung des CLI Ports. Im Auslieferungszustand sind die IP-Adresse von eth0 auf 192.168.0.50 und der CLI Port 2000 eingestellt.

TDT C1550l - Command Line Interface (CLI) - 2

Abbildung 13: PuTTY Configuration für eine CLI-Verbindung

1.5.3 Serielle Verbindung mit einem PC

Hinweis

Zum direkten Verbinden mit einem PC ist ein Nullmodemkabel (nicht im Lieferumfang enthalten) erforderlich.

Verbinden Sie das Nullmodemkabel mit der seriellen Schnittstelle (RS-232) des Routers und der seriellen Schnittstelle Ihres PCs.

Zur Einwahl verwenden Sie z.B. »PuTTY«.

Wählen Sie bei Connection type: Serial.

TDT C1550l - Hinweis - 1

Abbildung 14: Serial auswählen

Wechseln Sie auf Terminal > Keyboard und setzen bei The Backspace key auf Control-H.

TDT C1550l - Hinweis - 2

Abbildung 15: PuTTY Configuration Keyboard Einstellung

Unter Category Connection > Serial tragen Sie unter Serial line to connect den verwendeten COM Port Ihres PCs (z.B. COM1) und bei Speed (baud) 38400 ein. Flow controll None auswählen und die Verbindung öffnen.

TDT C1550l - Hinweis - 3

Abbildung 16: PuTTY Configuration für eine serielle Verbindung

In dem sich nun öffnenden Fenster einmal [Enter] drücken. Darauf erscheint die Login Abfrage. Melden Sie sich nun mit den SSH Login Daten an (Bei der Passworteingabe wird aus Sicherheitsgründen nichts angezeigt). Mittels des Befehls cli kann das Command Line Interface geöffnet werden.

Welcome to TDT-Linux - Kernel 2.6.19 (ttySO). C1500 login:

Abbildung 17: Router-Login

2 Das Webinterface

Da das Webinterface mit allen aktuellen Webbrowsern zusammenarbeitet ist diese grafische Benutzeroberfläche einer der bequemsten Wege die Router der C-, M-, G- und L-Serie remote, vom eigenen Arbeitsplatzt aus zu administrieren und zu überwachen.

Zur besseren Übersicht ist das Menü in die 4 Punkte »System«, »Networking«, »Diagnose« und »Permanent Save« gegliedert die sich nach dem Login im linken Bereich der Seite finden. Zudem ist dort auch ein »Manual« Download Link, »Reboot System« Button und die »Logout« Schaltfläche zu finden.

Durch klicken auf die Menüpunkte klappt die Baumstruktur auf bzw. zu.

In den aufgeklappten Menüs finden sich die einzelnen Punkte zur Konfiguration des Routers.

Home System Networking ADSL-Settings Certificate Management Connection Management DHCP Server DNS Server Update Dynamic DNS Update IPSec VPN Linux Firewall Network Configuration OpenVPN PPP QoS Control SNMP SSH Server SSL Tunnels VRRP WLAN WWAN Diagnose Permanent Save Manual Reboot System Logout C1550ldw www.tdt.de support@tdt.de System Information User: tdt Remote IP: 192.168.0.199 Hostname: C1550ldw.local Time: Fri Oct 12 10:11:12 1492 Uptime: 3:33 Distribution Information: System_4_20150930_153100_Release-1550.9.9-ldw Interfaces Active Now Name Type IP Address Netmask Status eth0 Ethernet 10.99.99.99 255.255.255.0 Up eth1 Ethernet 192.168.0.50 255.255.255.0 Up lo Loopback 127.0.0.1 255.0.0.0 Up wlan0 Wireless Ethernet 172.16.0.50 255.255.255.0 Up

Abbildung 18: Home Seite und Navigation mit ausgeklapptem Networking Menü

Achtung!

Um die im Webinterface durchgeführten Änderungen dauerhaft zu übernehmen ist es immer nötig Permanent Save > Save Config auszuführen, da die Einstellungen sonst bei einem Router-Neustart verloren gehen.

3 Das Command Line Interface, die CLI

Mit der von TDT entwickelten CLI steht eine weitere, einfache Konfigurationsmöglichkeit zur Verfügung.

Damit kann die aktuelle Konfiguration auf einem Blick angesehen werden und auf einfachem Wege die einzelnen Parameter überprüft oder geändert werden. Zudem ist auch eine Art Batch-Konfiguration möglich, mit der sich auf einfache Weise Konfigurationen aus einer Textdatei einfügen lassen.

Durch die Eingabe von Fragezeichen (siehe Beispiel1) können die Befehle der gerade aktiven Menü-Ebene angezeigt werden. Parameter lassen sich abfragen indem man dahinter ein Fragezeichen setzt (siehe Beispiel2).

Mit dem Befehl quit kann die CLI aus jeder Menü-Ebene komplett verlassen werden.

Achtung!

Um die in der CLI durchgeführten Änderungen dauerhaft zu übernehmen ist es immer nötig im Hauptmenü einen Permanent Save mit dem Befehl write durchzuführen, da die Einstellungen sonst bei einem Router-Neustart verloren gehen.

Die Befehlsreferenz ist in Kapitel 11 Das TDT SupportInfo Skript

In aktuellen Firmware Versionen ist standardmäßig das Skript TDT_SupportInfo enthalten. Dieses wird aus der Kommandozeile (SSH) mit dem folgdenden Befehl aufgerufen:

Das Skript sammelt nun analyserlevante Daten und speichert diese gezipt unter:

/PermData/_SupportInfo.txt.bz2

Dadurch, dass das Skript die Daten packt und komprimiert, lassen sich diese gut über langsamere Verbindungen übertragen. Dazu wird zum Beispiel WinSCP verwendet. Die Daten lassen sich aber auch online ansehen. Hierfür wird der Folgende Befehl verwendet:

Beispiel bzcat /PermData/14921012-1012_SupportInfo.txt.bz2

Hinweis

➢ Senden Sie die erzeugte Datei bei Supportanfragen bitte an support@tdt.de mit ein.

CLI Befehlsreferenz zu finden.

4 Systemverwaltung

Im System Menü des Webinterfaces werden grundlegende Einstellungen des Routers vorgenommen.

Zudem lassen sich viele Konfigurationsaufgaben auch in der Konsole mit Hilfe der CLI durchführen, um die Netzlast geringer zu halten.

Im Bootup and Shutdown Menü werden die laufenden oder gestoppten Dienste des Routers aufgelistet. Durch Markieren einer oder mehrerer der Auswahlboxen können sie die ausgewählten Dienste Starten oder Stoppen, indem Sie auf die entsprechende Schaltfläche unterhalb der Tabelle klicken.

Am unteren Seitenrand befinden sich zusätzlich zwei Schaltflächen mit denen der Router neu gestartet bzw. ausgeschaltet werden kann. Außerdem kann das standardmäßig zu startende System (System 1 oder System 2) ausgewählt werden. Hier wird zudem auch das aktuell laufende System angezeigt.

CLI-Äquivalent:

Im Hauptmenü der CLI lässt sich der Router optional mit den Befehlen reboot und shutdown neu starten bzw. ausschalten.

4.2 Configuration Handling

Im Configuration Handling können Sie zuvor gespeicherte Konfigurationsdateien des Routers wiederherstellen, bzw. die aktuelle Konfiguration des Routers in einer Konfigurationsdatei abspeichern. Während des Speicherns wird das komplette /etc Verzeichnis auf die Flashkarte geschrieben.

Mit Hilfe der integrierten Upload und Download Funktion können Konfigurationsdateien, die mit dem Configuration Handling erstellt wurden, auf den Router geladen oder vom Router heruntergeladen werden. (siehe Kapitel 0 Um ein So gesichertes System wieder herzustellen, wird wie in Kapitel 9.2 (Wiederherstellung des Auslieferungszustandes > M3000 / G5000) beschrieben verfahren.

Achtung!

Es wird nur das aktuell laufende System auf den USB Stick gesichert.

Bei der Wiederherstellung mit dem USB Stick wird das Backup auf beide Systeme geschrieben.

Konfiguration sichern und wiederherstellen)

4.3 Event-Handler

4.3.1 Event-Handler

Der Event-Handler bietet die Möglichkeit, bei bestimmten Ereignissen eine vordefinierte Aktion (Skript) auszuführen. Dazu pingt der Router ein Ziel an und löst je nach Ergebnis eine Aktion aus. Die Intervalle zwischen den Pings, sowie die Schwelle zum Auslösen des Skripts können genau festgelegt werden.

KommandoBeschreibung
Activate process-Monitoringaktiviert/deaktiviert die Selbstüberwachung des Event-Handlers
Interval for process-MonitoringZeitinterfall in Sekunden in dem die Überprüfung durchgeführt wird
Action to perform on missing processAktion die bei einem fehlenden Prozess ausgeführt werden soll
Activate Event-Handleraktiviert/deaktiviert den Event-Handler

Hinweis

Ein Script kann erst erstellt werden wenn der Event mit [Create] erstellt wurde.

4.3.1.1 Health Checker

KommandoBeschreibung
Health Check Targetzu überprüfendes Ziel
Health Check Portzu überprüfender Port
Health Check IntervalIntervall zwischen den einzelnen Pings in Sekunden
Health Check Interval if one request failedIntervall zwischen den einzelnen Pings wenn ein Ping fehlschlägt
Health Check TimeoutTimeout für den Health Check Ping (Default: 60 Sekunden)
Maximum Failed Requestsmaximale Anzahl der fehlgeschlagenen Pings bevor Befehl ausgeführt wird (Default: 1)
Action on successAktion die bei Erfolg ausgeführt werden soll
Action on failureAktion die bei einem Problem ausgeführt werden soll

4.3.1.2 ICPM Checker

KommandoBeschreibung
ICPM Check Targetzu überprüfendes Ziel
ICPM Check IntervalIntervall zwischen den einzelnen Pings in Sekunden
ICPM Check Interval if one request failedIntervall zwischen den einzelnen Pings wenn ein Ping fehlschlägt
ICPM Check TimeoutTimeout für den ICMP Check Ping (Default: 5 Sekunden)
ICMP Check packet-sizeICMP Check Paketgröße in Bytes (Default: 4 Bytes)
Maximum Failed Requestsmaximale Anzahl der fehlgeschlagenen Pings bevor Befehl ausgeführt wird (Default: 3)
ICPM Check InterfaceDropdown-Menü zur Auswahl des zu prüfenden Interfaces
Action on successAktion die bei Erfolg ausgeführt werden soll
Action on failureAktion die bei einem Problem ausgeführt werden soll

4.3.1.3 Beispielscript

Bei Erreichbarkeit des Ziels, wird die DNAT Regel der Firewall gelöscht, Anfragen gehen weiterhin an die IP 192.168.100.51 mit dem Port 23966.

#OK script
#!/bin/sh
export
PATH=/usr/local/sbin:/usr/local/bin:/bin:/usr/bin:/sbin:/usr/sbin:/opt/TDT/bin
logger "deleting Firewall-Rule for DNAT..."
iptables -D OUTPUT -t nat -d 192.168.100.51 -dport 23966 -j DNAT -- to-destination 192.168.100.102:23966
logger DONE 

Ist das Ziel nicht erreichbar, wird eine DNAT Regel hinzugefügt, welche alle Anfragen an die IP 192.168.100.51 und den Port 23966 auf die IP 192.168.100.102 und den Port 23966 umleitet.

#Bad script
#!/bin/sh
export
PATH=/usr/local/sbin:/usr/local/bin:/bin:/usr/bin:/sbin:/usr/sbin:/opt/TDT/bin
logger "adding Firewall-Rule for DNAT..."
iptables -A OUTPUT -t nat -d 192.168.100.51 -dport 23966 -j DNAT -- to-destination 192.168.100.102:23966
logger DONE 

4.3.2 SMS-Handler

Der SMS-Handler erlaubt das absetzen von Steuerbefehlen per SMS. Dazu muss eine SIM Karte ider beiden SIM Karten Slots eingelegt werden.

Note

Wenn eine Datenverbindung besteht, wird die momentan active SIM Karte für den SMS-Handler verwendet.

Besteht keine Datenverbindung wird standardmäßig der interne SIM Kartenslot (SIM2) verwendet. (siehe 14.2.1 C-Router mit Mobilfunkmodul).

Um den Router per SMS steuern zu können müssen Telefonnummern definiert werden von denen aus das Gerät gesteuert werden darf. SMS von anderen Telefonnummern werden nicht bachtet.

Kommando

Beschreibung

KommandoBeschreibung
Accept SMS from phone-numbersIn diesem Feld werden die erlaubten Telefonnummern mit Country Code aber ohne führende Nullen angegeben; mehrere Nummern werden durch Komma getrenntBeispiel➢ 4917xxxxxxxxx,4916xxxxxxxxx
SMS command-separatorZum Senden mehrerer Befehle muss ein Steuerzeichen tum trennen verwendet werden, welches hier definiert wird (Default: CR,LF)
send SMS replyMit diesem Parameter wird definiert ob eine Antwort/Bestätigung per SMS zurückgesendet wirdHinweis➢ Sollen Statusabfragen per SMS erfolgen, muss hier Yes eingestellt werden
Activate SMS-HandlerAktiviert/deaktiviert den SMS-Handler Dienst

Es weden alle Konfigurationsbefehle der CLI unterstützt, ausgenommen sind hier Statusabfragen. Siehe dazu 11 Das TDT SupportInfo Skript

In aktuellen Firmware Versionen ist standardmäßig das Skript TDT_SupportInfo enthalten. Dieses wird aus der Kommandozeile (SSH) mit dem folgdenden Befehl aufgerufen:

Das Skript sammelt nun analyserlevante Daten und speichert diese gezipt unter:

/PermData/_SupportInfo.txt.bz2

Dadurch, dass das Skript die Daten packt und komprimiert, lassen sich diese gut über langsamere Verbindungen übertragen. Dazu wird zum Beispiel WinSCP verwendet. Die Daten lassen sich aber auch online ansehen. Hierfür wird der Folgende Befehl verwendet:

Beispiel bzcat /PermData/14921012-1012_SupportInfo.txt.bz2

Hinweis

➢ Senden Sie die erzeugte Datei bei Supportanfragen bitte an support@tdt.de mit ein.

CLI Befehlsreferenz.

Beispiel1

General prompt

Beispiel2

Ethernet-eth0 ip 1.2.3.4

4.3.2.1 Unterstützte Statusbefehle

Hinweis

Es werden nicht alle Status-Befehle unterstützt.

In dieser Tabelle finden Sie die Statusbefehle die per SMS gesendet werden können.

KommandoBeschreibung
modemstatlistet die Statusangaben des integrierten GPRS-Moduls auf
modem_signalAnzeige der Signalstärke
modem_regAusgabe des Registrierungsstatus
modem_netzeigt das Netzt mit dem der Router verbunden ist (z.B. T-D1)
modem_lacDer Location Area Code (Aufenthaltsbereichskennzahl) wird angezeigt
modem_cellzeigt die aktuelle ID der Funkzelle an
get_ipgibt die IP der aktiven Mobile Verbindung zurück
ppp_disctrennt eine aktive PPP-Verbindung
connection_deactDeactiviert einen Connection-Entry des Connection-Managers
pppstatzeigt den Status einer PPP-Verbindung
ifconfiggibt den Status der Netzwerkschnittstellen aus
sastatgibt den IPSec-SA-Status aus
uptimezeigt die Laufzeit des Routers aus
idzeigt die aktuelle Firmware-Version und die installierten Pakete an
arpzeigt/löscht ARP-Einträge
pingSendet einen Ping Host mit angegeben Optionen (hierbei werden 5 Pingpakete gesendet)
tracerouteErmittelt den zurückgelegten Weg zu einem Host (Wartezeit 10 sec)
delete_saLöscht die angegebene IPSec-SA
dategibt Systemzeit und -datum aus
cpugibt die Prozessor- und Arbeitsspeicherauslastung aus
writespeichert die aktuelle Konfiguration auf das Flash
rebootführt einen Neustartet des Systems durch

4.4 Firmware Update

Auf dieser Seite befindet sich das Firmware Update, hiermit kann die Firmware des Gerätes aktualisiert werden. Die Beschreibung dazu finden Sie unter Kapitel 10 Firmware Update.

4.5 LED Assignment (nur C-Serie)

In diesem Menü kann die Konfiguration der LED's an der Gerätevorderseite eingesehen und frei konfiguriert werden. Hierzu können Sie eine Belegung wie folgt wählen.

Hinweis
➢ n wird durch die Interface/Modem Nummer ersetzt

4.5.1 Ethernet

WertStatusBeschreibung
ETHn_UP_DOWNausETHn Link down
anETHn Link up
ETHn_DATAausKein Datentransfer an ETHn
anDatentransfer an ETHn (RX + TX)
ETHn_UP_DOWN_DATAausETHn Link down
anETHn Link up
blinkenDatentransfer an ETHn (RX + TX)

4.5.2 WLAN

WertStatusBeschreibung
WLANn_ON_OFFausWLANn inaktiv
anWLANn aktiv
WLANn_CONNECTausKeine WLAN Clients verbunden
anEin oder mehr WLAN Clients verbunden
WLANn_ON_OFF_CONNECTausWLANn inaktiv
anWLANn aktiv
blinkenEin oder mehr WLAN Clients verbunden

4.5.3 PPP und WWAN Schnittstellen

WertStatusBeschreibung
PPPn_UP_DOWNausPPPn Link down
anPPPn Link up
PPPn_DATAausanKein Datentransfer an PPPnDatentransfer an PPPn (RX + TX)
PPPn_UP_DOWN_DATAausPPPn Link down
anPPPn Link up
blinkenDatentransfer an PPPn (RX + TX)
WWANn_UP_DOWNausWWANn Link down
anWWANn Link up
WWANn_DATAausKein Datentransfer an WWANn
anDatentransfer an WWANn (RX + TX)
WWANn_UP_DOWN_DATAausWWANn Link down
anWWANn Link up
blinkenDatentransfer an WWANn (RX + TX)

4.5.4 GSM Options

WertStatusBeschreibung
GSMn_CONNECT_STATUSausKeine Verbindung
langsam blinken2G Signal (GPRS oder EDGE)
schnell blinken3G Signal (UMTS/WCDMA oder HSPA)
an4G Signal (LTE)
GSMn_REG_STATUSausNicht registriert
anRegistriert
GSMn_GPRS_REG_ROAMausNicht registriert
anRegistriert, Home Network
blinkenRegistriert, Roaming Network
GSMn_SIGNAL ➢ Wenn nur eine LEDausKein Empfang (0%)
langsam blinken1 - 25 %
mittel blinken26 - 50 %
schnell blinken51 - 75 %
sehr schnell blinken76 - 99 %
anVollausschlag (100%)
GSMn_SIGNAL ➢ 2 oder mehr LEDsan/offSignalqualität abhängig der Anzahl der konfigurierten LEDs(m == Signal LED Nummer)
WertStatusBeschreibung
CM_n_CONNECTED (NAME)ausanConnection-Managers Eintrag n nicht verbundenEintrag n verbunden
blinkenEintrag n in der Initialisierungsphase

4.5.6 IPSec Tunnel

WertStatusBeschreibung
IPSEC_name_CONNECTEDausIPSec Verbindung name nicht aufgebaut
anIPSec Verbindung name aufgebaut

4.5.7 Zertifikat

WertStatusBeschreibung
CERT_name_STATUSausZertifikat name nicht vorhanden/defekt
anZertifikat name vorhanden und gültig
blinkenZertifikat name vorhanden aber ungültig

4.5.8 SIM Card

WertStatusBeschreibung
ACTIVE_SIM_CARDausKeine SIM in Verwendung
anSIM1 wird verwendet
blinkenSIM2 wird verwendet

4.5.1 Blinkfrequenzen

StatusFrequenz
langsam blinken:2000 ms
mittel blinken:500 ms
schnell blinken:100 ms
sehr schnell blinken:30 ms

4.6 Push Button Settings

Mit Hilfe des Reset-Buttons können bei der C-Serie verschiedene Funktionen, wie zum Beispiel ein Providerwechsel oder das Zurücksetzen auf den Auslieferungszustand des Routers ausführt werden.

Abhängig von der Zeit, die der Reset-Button gedrückt wird, führt dieser verschiedene Funktionen aus.

Beim Drücken des Reset-Buttons leuchten nacheinander die LED's Power, L1 und L2 auf. Je nach Kombination der LED's führt das Loslassen den Buttons verschiedene Funktionen aus.

In den Werkseinstellungen sind folgende Funktionen definiert:

Aktionaktive LEDZeitFunktion
1st actionPower0 - 3 SekundenReboot des C1500.
2nd actionPower, L14 - 14 SekundenDer C1500 schaltet ab.
3rd actionPower, L1, L2≥ 15 SekundenWiederherstellung des Auslieferungszustandes (Factory Reset) und Reboot des Routers.

Die Aktionen 1st action sowie 2nd action können unter »Push Button Assignments« individuell konfiguriert werden.

4.6.1 Push Button Actions

Als erstes muss eine entsprechende Aktion erstellt werden. Diese kann unter System > Push Button Settings > Push Button Actions erstellt werden.

ParameterBeschreibung
DescriptionName, Kurzbeschreibung der zu definierenden Aktion.
Associated actionLinux-Kommando oder aufzurufendes Skript.Hinweis➢ Der Befehl sollte in doppelten Hochkommata definiert werden.

Über das Modul »Push Button Assignments« können den Aktionen 1st action sowie 2nd action die unter Push Button Actions definierten Aktionen zugewiesen werden.

Die 3rd action ist nicht konfigurierbar und löst somit immer einen Factory Reset aus.

ACHTUNG!

Die Änderungen werden erst nach dem nächsten Router-Neustart aktiv!

Im Scheduled Cron Jobs Menü findet man die Zusammenstellung der Cronjobs. Es werden die Cronjobs für jeden Benutzer, sowie dessen Ausführungsstatus aufgelistet.

Über den Link Create a new scheduled cron job öffnet sich ein umfangreiches Formular, über das man Auftragdetails sowie die zeitliche Steuerung eines neuen Cronjobs eintragen kann.

Hinweis

Wenn Sie einen Dienst per Cronjob aktivieren (deaktivieren), vergessen Sie anschließend nicht einen Cronjob zu erstellen, welcher den Dienst wieder deaktiviert (aktiviert).

KommandoBeschreibung
Execute cron job asBenutzer, unter dem der Cronjob ausgeführt werden soll.
ActiveCronjob ist aktiviert/deaktiviert
CommandAuszuführender Unix-Befehl.Für unser Beispiel:/etc/sysconfig/network-devices/ifup wlan0
Input to commandWurde der Befehl erfolgreich gestartet, werden die hier eingetragenen Befehle zur Laufzeit diesem übergeben.
When to executeSimple schedule:Der Auftrag kann zu festgelegten Zeitpunkten ausgeführt werden. Mögliche Werte: Hourly, Daily (at midnight), Weekly (on Sunday), Monthly (on the 1st), Yearly (on 1st Jan), When system boots.Times and dates selected below:Der Auftrag wird zu den ausgewählten Zeitpunkten ausgeführt.
Minutes, Hours, Days, Months, WeekdaysAll: der Cronjob wird zu allen aufgelisteten Punkten ausgeführtSelected: der Cronjob wird nur zu den ausgewählten Punkten ausgeführt.

Am folgenden Beispiel wird mit Hilfe der Scheduled Cron Jobs das WiFi-Interface immer Montag bis Freitag um 07:00 Uhr aktiviert.

Create Cron Job

TDT C1550l - Create Cron Job - 1

Abbildung 19: Beispielkonfiguration: WLAN starten

Hier lassen sich Umgebungsvariablen für Cron Jobs definieren.

Mittels der Zugriffskontrolle kann man User festlegen die Cron Jobs erstellen und starten dürfen. Dabei kann man die Zugriffskontrolle auf drei verschiedene Arten konfigurieren:

KommandoBeschreibung
Allow all userserlaubt allen Benutzern den Zugriff auf die Cron Jobs
Allow only listed usersnur die ausgewählten User dürfen Cron Jobs ausführen
Deny only listed usersden definierten Benutzern wird der Zugriff verweigert

4.8 System Time

In diesem Menü lassen sich System und Hardware Uhr stellen, die Zeitzone setzen und einen Network Time Protokoll Server (NTP Server) zur Zeitsynchronisation einrichten.

4.9 Time Synchronisation

Im NTP - Time Synchronisation Menü haben Sie die Möglichkeit einen oder mehrere Network Time Protokoll Server anzugeben. Sie können z.B. den NTP Server der Physikalisch-Technische Bundesanstalt (ptbtime1.ptb.de) als Server benutzen. Bitte beachten Sie dass die Eingabe von Domainnamen erst funktioniert, wenn der DNS Dienst konfiguriert und gestartet ist.

Bei allen C-Routern mit GPS kann die Zeit auch über den integrierten GPS-Receiver synchronisiert werden.

Dies funktioniert jedoch nur, wenn die am Router gültige Zeit nicht mehr als 4 Stunden abweicht. Als Server-Adresse muss dazu die pseudo IP-Adresse 127.127.20.0 angeben werden.

4.10 Webmin Configuration

In diesem Menü können Sie verschiedene Einstellungen wie IP-Adressen Zugangskontrolle, Sprache, usw. festlegen.

4.10.1 IP Access Control

Im IP Access Control Menü haben Sie die Möglichkeit den Zugriff auf Webmin zu beschränken.

KommandoBeschreibung
Allow from all addresses (Default)Erlaubt allen IP Adressen den Zugriff auf das Webmin Interface
Only allow from listed addressesErlaubt nur den im nebenstehenden Fenster gelisteten IP Adressen den Zugriff auf das Webmin Interface
Deny from listed addressesErlaubt allen IP Adressen den Zugriff auf das Webmin Interface, außer den im nebenstehenden Fenster gelisteten IP Adressen
Resolve hostnames on every requestLöst einen eingegebenen Hostnamen bei jedem Zugriff erneut auf. Dies ist z.B. erforderlich wenn die Gegenstelle nur einen dynamischen DNS Namen hat, und sich dadurch die IP Adresse ändern kann

Hier können Sie die IP Adresse und die Portnummer eingeben, auf die das Webmin Interface reagieren soll.

KommandoBeschreibung
Listen on IP address (Default)Sofern der Router über mehrere IP Adressen verfügt, können Sie eine oder mehrere IP Adressen eingeben, die das Webmin Interface überwachen soll
Listen on portTragen Sie hier die Portnummer ein, die das Webmin Interface überwachen soll. Per Default ist die Portnummer 10000 eingetragen
Listen for broadcasts on UDP portTragen Sie hier die UDP Broadcast Portnummer ein, die das Webmin Interface überwachen soll. Per Default ist die Portnummer 10000 eingetragen

4.10.3 Logging

Webmin kann so konfiguriert werden, dass er eine Protokolldatei für Seitenanfragen im Standard-CLF-Protokolldateiformat schreibt. Wenn die Protokollierung aktiviert ist, können Sie wählen, ob IP-Adressen oder Host-Namen aufgezeichnet werden sollen und wie oft die Protokolldatei gelöscht wird. Wenn die Protokollierung aktiviert ist, schreibt Webmin das Protokoll in /var/webmin/miniserv.log.

Bei aktiver Protokollierung kann Webmin auch ein detailliertes Protokoll in der Datei /var/webmin/webmin.log speichern. Dieses Protokoll kann mit der Webmin-Ereignisanzeige betrachtet und analysiert werden, um jede Aktivität aller Webmin-Benutzer zu beobachten.

KommandoBeschreibung
Disable loggingdeaktiviert die Log-Funktion
Enable logging (Default)aktiviert die Log-Funktion
Log resolved hostnamesWebmin versucht die IP-Adresse in den Host Namen aufzulösen
Clear logfiles everyGibt die Zeit in Stunden an, nachdem Webmin die Protokolldatei löscht
Log actions by all users (Default)Alle User werden mitgeloggt
Only log actions by ..Nur die angegebenen User werden mitgeloggt
Log actions in all modules (Default)Alle Module werden mitgeloggt
Only log actions in ..Nur die angegebenen Module werden mitgeloggt
Log changes made to files by each actionDateiänderungen jedes Ereignisses werden protokolliert

4.10.4 Language

In diesem Menu können sie die Sprache des Webmin Interface ändern. Die Default Sprache ist Englisch.

4.10.5 Authentication

Hier können Sie Authentifizierung und Passwort-Timeouts einstellen. Passwort-Timeouts können den Webmin-Server vor sogenannten Brute-Force-Attacken schützen, indem eine, sich fortlaufend verlängernde Verzögerung, nach einem fehlgeschlagenen Anmeldungsversuch eines Benutzers stattfindet. Bei aktiver Authentifizierung werden alle Sitzungen aller Benutzer von Webmin aufgezeichnet, so dass inaktive Benutzer automatisch abgemeldet werden können.

Hinweis

Das Aktivieren oder Deaktivieren der Authentifizierung kann dazu führen, dass sich alle Benutzer neu anmelden müssen.

KommandoBeschreibung
Disable password timeoutsEs können beliebig viele falsche Passwörter eingegeben werden, ohne dass eine Sperre erfolgt
Enable password timeouts (Default)Die Sperre des Webmin Interface nach einer bestimmten Anzahl von inkorrekten Login Versuchen ist aktiviert
Block hosts with more than n1 failed logins for n2 seconds. (Default: n1=5; n2=60)Legt maximale Anzahl falscher Login Versuche (n1) fest. Bei Überschreitung dieser Variable erlaubt das Webmin Interface kein Login für die in n2 angegebene Zeit (Sekunden)
Log blocked hosts, logins and authentication failures to syslog (Default)Hier können Sie festlegen ob blockierte Rechner, Anmelde- und Authentifizierungsfehler im syslog protokolliert werden sollen
Disable session authenticationDas Webmin Interface benötigt keine Authentifizierung
Enable session authentication (Default)Das Webmin Interface benötigt eine Authentifizierung mit Benutzername und Passwort
Auto-logout after n3 minutes of inactivity (Default=7)Nach der im Wert n3 angegebenen Zeit in der keinerlei Aktivitäten im Webmin unternommen wurden, beendet Webmin automatisch die Session
Offer to remember login permanently?Hier können Sie angeben ob das Webmin Interface einen Cookie auf einem PC hinterlegen soll, um die Authentifizierung zu automatisieren
Show hostname on login screen? (Default)Zeigt den Hostnamen des Routers im Webmin Interface an
No pre-login page (Default)Es wird keine spezielle Seite oder Datei vor dem Login angezeigt.
Show pre-login fileEs wird eine spezielle Seite oder Datei auf dem Router vor dem Login angezeigt, die Sie im nachfolgenden Feld angeben können.

4.11 Webmin Users

Das Webinterface verfügt über eine leistungsfähige und flexible Benutzerverwaltung.

Über das Menü Webmin Users öffnet sich die Webmin eigene Benutzerverwaltung. Sie führt bereits eingerichtete Anwender auf. Außerdem erlaubt sie das Hinzufügen neuer Anwender und das Einstellen der Berechtigung auf den Modulzugriff.

Die Webmin-Oberfläche kann für die jeweilige Verbindung individuell angepasst werden (z.B. für GPRS-Verbindungen). Wechseln Sie dazu das Theme von Webmin unter dem Menüpunkt

System > Webmin Users > > Personal Theme. Mit dem Theme Simple Webmin Theme erreichen Sie die schnellste Übertragung.

Um das Passwort zu ändern wird unter System > Webmin Users > der Parameter Password im Dropdown auf Set to .. und im nachfolgenden Textfeld das neue Passwort eingetragen und mit Save gespeichert.

Hinweis

Hiermit wird nicht der Kommandozeilenbenutzer root geändert. Dieses Passwort wird über die Kommandozeile geändert. (siehe Kapitel 14.1.1 Passwort ändern)

Im Networking Menü können sie alle netzwerkspezifischen Einstellungen des Routers vornehmen. Die möglichen Einstellungen variieren je nach Ausstattung des Routers.

5.1 BIND DNS Server (nur M3000, G5000)

BIND (Berkeley Internet Name Domain) ist ein Open Source DNS Server. Dieser Dienst ist nur bei Geräten der M und G Serie integriert.

Damit das Gerät für Clients als DNS Server agieren kann, muss der Dienst konfiguriert und gestartet sein.

Wird hier The primary configuration file for BIND /etc/named/named.conf does not exist, or is not valid. Create it? angezeigt ist der DNS Server nicht aufgesetzt.

Zum Erstellen der Konfiguration wird einer der folgenden Punkte ausgewählt und über den Button [Create Primary Configuration File and Start Nameserver] erzeugt.

KommandoBeschreibung
Setup nameserver for internal non-internet use onlyHiermit wird ein Name Server erstellt, der nur für eine interne Nutzung ausgelegt ist.Es werden nur die Namen hinterlegter Einträge aufgelöst.
Setup as an internet name server, and download root server informationSetzt einen DNS Server auf, der sowol lokal hinterlegte Namen als auch Internet Domains auflösen kann. Dazu wird eine »Root Zone« benötigt, die von rs.internic.net heruntergeladen wirdHinweis➢ Hierzu wird eine aktive Internetverbindung benötigt.
Setup as an internet name server, but use Webmin's older root server informationIdentisch zur vorhergehenden Beschreibung, allerdings wird hier keine bestehende Internetverbindung benötigt, da eine mit dem Router ausgelieferte »Root Zone« verwendet wird.

Eine nähere Beschreibung ist der offiziellen BIND Seite https://www.isc.org/software/bind zu entnehmen.

Das Certificate Management bietet die Möglichkeit Zertifikate zu verwaltet. Die vorhandenen Zertifikate werden im entsprechenden Bereich aufgeführt und können detailiert angezeigt werden. Zudem können Zertifikate hinzugefügt oder gelöscht werden.

KommandoBeschreibung
CA CertificatesZeigt alle vorhandenen »CA Zertifikate« (Certificate Authority) an
Host CertificatesHier werden »Host Zertifikate« (Maschinenzertifikate) angezeigt, die auf dem Router hinterlegt sind
Host KeysListet auf dem Router vorhandene »Host Keys« auf
Revocation ListsDie »Certificate Revocation List« ist eine Liste, die Informationen über die Unültigkeit von Zertifikaten enthält. Sie ermöglicht es, festzustellen, ob ein Zertifikat gesperrt/widerrufen wurde und warum

5.2.1 Import-PKCS#12

PKCS steht für Public Key Cryptography Standards und bezeichnet eine Reihe von kryptografischen Spezifikationen. Das PKCS#12 definiert ein Dateiformat, das dazu benutzt wird, private Schlüssel mit dem zugehörigen Zertifikat passwortgeschützt zu speichern. Die Import PKCS#12 Funktion des Routers ermöglicht es den öffentlichen und privaten Schlüssel und eventuell das CA Zertifikat aus der p12 Datei zu entpacken.

KommandoBeschreibung
Choose File To UploadWählt die PKCS#12 Datei aus. Die Datei muss sich bereits auf dem Router befinden.
Passphrase for PKCS#12Das Passwort für die PKCS#12 Datei.
Host Key NameDer Name unter dem der private Key auf dem Router gespeichert wird. Dieser muß zwingend auf . pem enden.
Passphrase for Host KeyDas Passwort für den »private Key«.
Verify PassphraseDas Passwort für den »private Key« zur Überprüfung.
CA Certificate NameDer Name unter dem das root Zertifikat auf dem Router gespeichert wird. Dieser muß zwingend auf . pem enden.
Host Certificate NameDer Name unter dem das »public« Zertifikat auf dem Router gespeichert wird. Dieser muß zwingend auf . pem enden.

Mit dem Connection Management werden vorhandene Verbindungen verwaltet.

Unter Static Connections werden Verbindungen einfach, ohne weitere Überprüfung gestartet.

Der Connection-Manager überwacht seine Verbindungen. Daher empfiehlt es sich immer mit dem Connection-Manager zu arbeiten. Zudem bietet der Connection-Manager auch die Möglichkeit Backup Szenarien zu realisieren.

5.3.1 Connection-Manager

Der Connection-Manager ermöglicht es, mehrere physikalische (ppp, eth, br, wlan, wwan) bzw. logische (IPSec) Verbindungen zu starten und zu überwachen.

Die Verbindungen sind anfangs alle gleichberechtigt. Mit Hilfe des »Inhibit Mode« lassen sich jedoch Abhängigkeiten definieren. Somit kann zum Beispiel, wenn bei einer dynamischen Prüfung ein Problem mit einer Verbindung festgestellt wird, ein zweiter Verbindungseintrag als Backup gestartet werden. Daduch erreicht man eine höhere Ausfallsicherheit, die gerade bei sensibeleren Anwendungen nötig ist.

5.3.1.1 Connection-Dial-Entry

Ein Connection-Dial-Entry stellt eine physikalische Verbindung dar und kann

  • mit mehreren statischen und default Routen arbeiten.
  • mehrere untergeordnete logische Verbindungen, wie eine IPSec-Verbindung, überwachen.
    in Abhängigkeit des Status von jedem beliebigen anderen Connection-Dial-Entry stehen.
  • unterstützt Scripts für jede interne Statusänderung.

Beim Systemstart holt sich der Connection-Dial-Entry seine Konfiguration und geht in die Abarbeitungsschleife. Wenn ein »Power Up Delay« gesetzt ist wird bis zum Ablauf der eingetragenen Zeit gewartet.

In der Abarbeitungsschleife startet der Eintrag, in Abhängigkeit seines internen Status, dem Status der anderen Dial-Entries und der Logical-Entries seinen Dienst.

5.3.1.1.1 Inhibit

Bei jedem Zyklus der Abarbeitungsschleife überprüft jeder Connection-Dial-Entry den Status der konfigurierten Inhibit-Einträge. Wenn der Status eines Eintrages gleich oder größer ist wie unter »Inhibit Mode« eingestellt, wird der laufende Connection-Dial-Entry getrennt.

Ist der »Inhibit-Mode« von Connection-Dial-Entry 1 auf »Active« gesetzt und soll durch Connection-Dial-Entry 2 unterdrückt werden, wird Eintrag 1 deaktiviert, wenn Eintrag 2 einen Status wie folgt hat:

Wenn Eintrag 2 einen Status wie folgt aufweist wird Eintrag 1 erlaubt:

Power Up Delay
Disconnectet

5.3.1.1.2 Interface- und Ping-Checker

Der Interface-Checker wird während der Initialisierung für alle Einträge gestartet. Dabei überprüft er automatisch jede Sekunde den Status des Interfaces. Wenn das Interface, aus welchem Grund auch immer nicht funktioniert, wird der entsprechende Connection-Dial-Entry deaktiviert.

Wenn der Ping-Checker eingerichtet ist, startet dieser während der Initialisierungsphase. Der Ping-Checker sendet ICMP-Anfragen in dem konfigurierten Intervall und überprüft ob eine Antwort empfangen wird. Wird während der unter »Maximum failed Requests« definierten Anzahl an Versuchen keine Antwort empfangen, wird der entsprechende Eintrag deaktiviert.

Hinweis

Ein Connection-Dial-Entry wird nicht auf den Status »disconnected« gesetzt solange noch ein Wählversuch aktiv ist. Er bleibt im Status »disconnecting« bis das Ende des »Redial-Delay« erreicht ist.

5.3.1.1.3 Verbindungsübersicht

Alle Einträge die im Connection-Manager angelegt wurden, werden hier mit ihrem aktuellen Status angezeigt. Zur besseren Übersicht werden die Verbindungen entsprechend farbig hinterlegt.

Grau = inactiv [Verbindungseintrag ist inaktiv], Blau = active [Power Up Delay, Verbindungsaufbau, Initialisierung], Grün = Connected [Verbindung aufgebaut], Rot = Disconnected [Verbindung getrennt, Inhibited durch anderen Verbindungseintrag]

Am Ende jeder Zeile findet sich ein Reload Link, der die Konfiguration des Eintrages neu einliest. Durch Drücken des Links wird die Verbindung getrennt, die Interface Parameter und Connection-Dial-Entry Konfiguration neu geladen und die Verbindung neu aufgebaut.

Hinweis

Wärend eines Reload wird die Verbindung getrennt.
Ein Reload der Konfiguration liest alle Verbindungsparameter, inklusive Interface Einstellungen (z.B. PPP, WWAN) neu ein.
Änderungen an den Interface Einstellungen (PPP, WWAN) und im Connection-Manager werden erst nach einem Reload aktiv.

Unter den konfigurierten Verbindungseinträgen sind die Buttons Add Connection zum hinzufügen neuer Einträge, Refresh zum aktualisieren der Verbindungsübersicht/des Status sowie der Reload All zum neu einlesen der Parameter aller Verbindungen.

Hinter den »Advanced Functions« sind Buttons zur globelen Steuerung des Connection-Managers verborgen.

ButtonBeschreibung
Deactivate Connection-ManagerDekativiert den Connection-Manager, der Connection-Manager Dienst wird beim Systemstart nicht gestartet.
Hinweis➢ Der Connection-Manager wird hierbei nicht gestoppt
Activate Connection-ManagerAktiviert den Connection-Manager, der Connection-Manager wird beim Systemstart gestartet.
Hinweis➢ Der Connection-Manager wird hierbei nicht gestartet
Stop Connection-ManagerStoppt den Connection-Manager Dienst, dabei werden auch alle eingetragenen Verbindungen beendet.
Restart Connection-ManagerBeendet den Connection-Manager Dienst, stoppt alle eingetragenen Verbindungen und startet den Connection-Manager mit allen Verbindungseinträgen neu.

5.3.1.1.4 Add Connection (Connection-Dial-Entry Parameter)

In diesem Menü werden die Einstellungen für eine physikalische Verbindung festgelegt. Um die Konfiguration einfacher zu gestalten, wurde die Konfigurationsseite unterteilt. Standardmäßig werden dabei die »Advanced Connection Settings« nicht ausgeklappt dargestellt.

KommandoBeschreibung
Connection Nameder zur Anzeige verwendete Name der Verbindung (z.B. »Main« oder »Backup«)
Use InterfaceAuswahl der zu benutzenden Verbindung
SIM cardgibt die zu verwendende SIM Karte an (nur bei Verwendung einer WWAN Schnittstelle)
Enablelegt fest ob die Verbindung beim Start des Connection Manager aktiviert wird
Update DynDNS entrySoll ein DynDNS Update durchgeführt werden wenn die Verbindung aufgebaut ist wird dies hier mit Yes aktiviert.
Use IPSec-Interfacedefiniert die zu verwendende IPSec-Schnitstelle

5.3.1.1.4.1 Advanced Connection Settings

KommandoBeschreibung
Power Up Delaywartet n Sekunden nach dem Systemstart mit dem Aufbau de Verbindung; mit dieser Option lässt sich eine Startreihenfolge der Einträge festlegen
Maximum Negotiation Timeoutlegt die maximale Wartezeit für den Aufbau einer Verbindung in Sekunden fest (default: 30 sec)
Add these DNS-ServesHier angegebene DNS Server (mit Komma getrennt) werden hinzugefügt wenn der Verbindungseintrag initialisiert wird.
Dial Attemptslegt die Anzahl der Wählversuche fest bevor der Status auf »disconnected« geändert wird
Redial delaydefiniert wie viele Sekunden das Gerät zwischen den einzelnen Wählversuchen wartet
Synchronize Timeführt eine Zeitsynchronisierung durch wenn die Verbindung aufgebaut wurde
NTP-ServerZeitserver zu dem nach einem erfolgreichem Verbindungsaufbau synchronisiert wird.
Update DNS Serverlegt fest ob ein DNS Server Update durchgeführt werden soll wenn das Interface in Betrieb geht
Debug Modedefiniert den Debug-Modus für diese Verbindung fest
Reset
Reset UMTS-Modem after this many failed connectionslegt die Anzahl der Wählversuche fest bevor das UMTS-Modem zurückgesetzt wird
Reboot after this many failed connectionsnach n fehlgeschlagenen Verbindungsversuchen wird ein Router-Neustart durchgeführtHinweisZähler wird bei einer erfolgreichen Verbindung zurückgesetzt
Reboot after this many deactivated connectionsnach n deaktivierten Verbindungsversuchen wird ein Router-Neustart durchgeführtHinweisdieser Zähler wird erhöht wenn eine bestehende Verbindung durch den Interface-Checker oder Ping-Checker deaktiviert wurde
Pre-Reboot CommandKommando das vor dem Reboot durchgeführt werden soll
Reboot Modelegt die Art des Neustarts fest
Normaldas Gerät wird geregelt heruntergefahren und danach neu gestartet
ForcedStartet das Gerät direkt neu, die laufenden Prozesse werden dabei nicht geregelt beendet
Connect time control
Maximum UptimeZeit in Sekunden die eine Verbindung maximal bestehen sollHinweis➢ Die Verbindung wird unmittelbar in den Status»disconnected« versetzt, unabhängig von anderen laufenden Vorgängen
Enable Daily Disconnectermöglicht eine geregelte tägliche Unterbrechung der Verbindung
Daily Stop TimeZeit zu der die Verbindung getrennt werden soll
Daily Start TimeGibt die Zeit an zu der die Verbindung gestartet wird
Add random minutes to TimeWählt beim Start des Connection Managers einmalig einen zufälligen Wert innerhalb des angegebenden Bereiches (0-n).Dieser wird zuDaily Stop TimeundDaily Start Timeaddiert.Die Verwendung dieser Funktion empfiehlt sich für Außenstellen um bei größeren Netzen nicht alle Verbindungen zeitgleich neu aufzubauen, dadurch wird eine Entlastung der Zentralseite erzielt.
Ping Health Checker
Enable Ping-Checkerder Ping-Checher wird aktiviert/deaktiviertHinweis➢ Der Ping-Cecker überwacht die Verbindung aktiv➢ Empfielt sich besonders für den mobilen Einsatz und hochverfügbare Anbindungen
Ping IP/Hostgibt die IP oder den Host an, der zum Test gepingt wird
Ping-Interfacegibt die Schnittstelle an über die der Ping geschickt werden soll (notwendig für Ping-Recovery)
Ping Gatewaylegt das zu benutzende Gateway fest (notwendig für Ping-Recovery)
Ping Intervalgibt das zu verwendende Ping Intervall an (Sekunden, z.B. 60)
Ping Interval if one request failedIntervall in das nach einem unbeantworteten Ping gewechselt wird (Sekunden, z.B. 2)
Ping SizeDefiniert die Größe des Ping-Paketes in Bytes. Der Standard 8-Byte ICMP Header wird hier hinzugerechnet.(z.B. 8 [+ 8 B ICMP- und 20 B IP-Header = 36 Bytes])
Ping Timeoutlegt fest wie lange auf eine Ping-Antwort gewartet wird (Sekunden, z.B. 4)
Maximum failed Requestsmaximale Anzahl der unbeantworteten Ping-Anfragen bevor der zugehörige Eintrag deaktiviert wird (default: 2)
Perform Ping-Recoveryaktiviert/deaktiviert die Ping-RecoveryHinweis➢ Mit Ping-Recovery wird bei der Initialisierung der Verbindung geprüft ob Daten übertragen werden➢ im Fehlerfall wird die Verbindung getrennt
Ping Recovery IntervalZeit in Sekunden bis ein weiterer Ping durchgeführt wird
Ping Recovery Timeoutlegt fest wie lange auf eine Ping-Antwort gewartet wird (Sekunden)
Ping Recovery CountAnzahl der maximal erlaubten Ping Recovery-Anfragen die unbeantwortet bleiben dürfen bevor der zugehörige Eintrag deaktiviert wird
Dependencies
Go Out-of-Servicedieser Verbindungseintrag soll (nicht) außer Betrieb genommen werden
Out-of-Service-TimeZeit in Sekunden bis der Verbindungseintrag reaktiviert wird
Inhibited by these ConnectionsLegt die Verbindungen fest, die die aktuelle unterdrücken dürfen wenn...
Mode
Activeversucht wird diese Verbindung aufzubauen.
Initializingdie Verbindung steht, die Initialisierung, wie z.B. Route hinzufügen, noch nicht abgeschlossen ist.
Connecteddie Verbindung steht und die Initialisierung abgeschlossen ist.
OOSwenn die Verbindung »Out of Service« ist.
Routing
Default-RoutingInterfacedas zu verwendende Interface (muss angegeben werden)
GatewayGateway für die Default Route
Metriclegt die Routingmetrik fest
Static RoutingDestinationdie zu verwendende Zieladresse (muss angegeben werden)
GatewayGateway für die statische Route
Interfacedas zu verwendende Interface (muss angegeben werden)
Metriclegt die Routing-Metrik fest
State-Change-Scriptslegt das Script fest das bei der jeweiligen Statusänderung ausgeführt werden soll[Out-Of-Service,Active,Initialization,Connected, Disconnecting,Disconnected]
KommandoBeschreibung
Logical Subordinated ConnectionsÜbersicht über die untergeordneten logischen Verbindungen; über den Button [Add Connection] kann ein neuer Connection Logical-Entry definiert werden

Eine »Logical Subordinated Connection« stellt eine logische Verbindung (z.B. IPSec-Verbindung) dar und kann

in Abhängigkeit des Status jedes beliebigen anderen Connection-Logical-Entry gestellt werden.
- seinen übergeordneten Connection-Dial-Entry deaktivieren.

Beim Systemstart holt sich der Logical Subordinated Connection Eintrag seine Konfiguration und geht in die Abarbeitungsschleife wenn der übergeordnete Connection-Dial-Entry erfolgreich aufgebaut wurde. Wenn ein »Power Up Delay« gesetzt ist wartet der Eintrag bis zum Ablauf der Zeit.

In der Abarbeitungsschleife startet der Eintrag, in Abhängigkeit seines internen Status und dem Status der anderen logischen Einträge seinen Dienst.

Ein logischer Eintrag ist die einzige Instanz innerhalb des Connection-Managers die im Blocking-Modus läuft. Was bedeutet, dass jeder Systembefehl das Modul für andere Aufgaben blockiert.

5.3.1.2.1 Inhibit

Bei jedem Zyklus der Abarbeitungsschleife überprüft jeder Connection-Logical-Entry den Status der konfigurierten Inhibit-Einträge. Wenn der Status eines Eintrages gleich oder größer ist wie unter „Inhibit Mode“ eingestellt, wird der laufende Connection-Logical-Entry getrennt.

Wenn zum Beispiel der »Inhibit-Mode« von Logical_Connection_2 auf »Logical_Connection_1, Mode Active« gesetzt ist, wird die zweite logische Verbindung deaktiviert, wenn die erste logische Verbindung einen Status wie folgt hat:

Wenn logische Verbindung 1 einen Status wie folgt aufweist wird logische Verbindung 2 erlaubt:

Power Up Delay
Disconnectet

5.3.1.2.2 Logical-Interface- und Ping-Checker

Der Logical-Interface-Checker wird während der Initialisierung für alle Einträge gestartet. Dabei überprüft er automatisch jede Sekunde den Status des Interfaces. Wenn das Interface, aus welchem Grund auch immer nicht funktioniert, wird der entsprechende Connection-Logical-Entry deaktiviert. Wenn es sich bei dem logischen Eintrag um eine IPSec-Verbindung handelt wird die aktuelle Phase 2-SA überprüft.

Wenn der Ping-Checker eingerichtet ist, startet dieser während der Initialisierungsphase. Der Ping-Checker sendet ICMP-Anfragen in dem konfigurierten Intervall und überprüft ob eine Antwort empfangen wird. Wird während der unter »Maximum failed Requests« definierten Anzahl an Versuchen keine Antwort empfangen, wird der entsprechende Eintrag deaktiviert.

Hinweis

Ein Connection-Dial-Entry der durch einen logischen Eintrag mit der Funktion »Deactivate superordinated Connection« deaktiviert wird wechselt unmittelbar in den Status »disconnected«, auch wenn noch Wählversuche offen sind.

5.3.1.2.3 Add Connection (Connection-Logical-Entry Parameter)

In diesem Menü werden die Einstellungen für eine logische Verbindung festgelegt. Die Optionen für eine logische Verbindung entsprechen weitestgehend denen der physikalischen (siehe Verbindungsübersicht

Alle Einträge die im Connection-Manager angelegt wurden, werden hier mit ihrem aktuellen Status angezeigt. Zur besseren Übersicht werden die Verbindungen entsprechend farbig hinterlegt.

Grau = inactiv [Verbindungseintrag ist inaktiv], Blau = active [Power Up Delay, Verbindungsaufbau, Initialisierung], Grün = Connected [Verbindung aufgebaut], Rot = Disconnected [Verbindung getrennt, Inhibited durch anderen Verbindungseintrag]

Am Ende jeder Zeile findet sich ein Reload Link, der die Konfiguration des Eintrages neu einliest. Durch Drücken des Links wird die Verbindung getrennt, die Interface Parameter und Connection-Dial-Entry Konfiguration neu geladen und die Verbindung neu aufgebaut.

Hinweis

Wärend eines Reload wird die Verbindung getrennt.
Ein Reload der Konfiguration liest alle Verbindungsparameter, inklusive Interface Einstellungen (z.B. PPP, WWAN) neu ein.
Änderungen an den Interface Einstellungen (PPP, WWAN) und im Connection-Manager werden erst nach einem Reload aktiv.

Unter den konfigurierten Verbindungseinträgen sind die Buttons Add Connection zum hinzufügen neuer Einträge, Refresh zum aktualisieren der Verbindungsübersicht/des Status sowie der Reload All zum neu einlesen der Parameter aller Verbindungen.

Hinter den »Advanced Functions« sind Buttons zur globelen Steuerung des Connection-Managers verborgen.

ButtonBeschreibung
Deactivate Connection-ManagerDekativiert den Connection-Manager, der Connection-Manager Dienst wird beim Systemstart nicht gestartet.
Hinweis➢ Der Connection-Manager wird hierbei nicht gestoppt
Activate Connection-ManagerAktiviert den Connection-Manager, der Connection-Manager wird beim Systemstart gestartet.
Hinweis➢ Der Connection-Manager wird hierbei nicht gestartet
Stop Connection-ManagerStoppt den Connection-Manager Dienst, dabei werden auch alle eingetragenen Verbindungen beendet.
Restart Connection-ManagerBeendet den Connection-Manager Dienst, stoppt alle eingetragenen Verbindungen und startet den Connection-Manager mit allen Verbindungseinträgen neu.

Add Connection (Connection-Dial-Entry Parameter)), deshalb werden hier nur die Abweichungen aufgeführt.

KommandoBeschreibung
Use IPSec ConnectionAuswahl der zu benutzenden IPSec-Verbindung
Deactivate superordinated Connectionlegt fest ob die übergeordnete Verbindung deaktiviert werden soll
Change Power-Up-Delay of these Logical Connections if this Connection gets disconnectedändert das Power Up Delay für die ausgewählte Verbindung auf n Sekunden wenn die Verbindung getrennt wurde

Im Gegensatz zum Connection-Manager findet bei der Static Connection keine Überwachung oder die Verwendung einer Backup Verbindung statt. Es können nur statische Verbindungen eingetragen werden.

Hinweis

Die Static Connections empfehlen sich daher nur für Dial-on-Demand und Dial-In Verbindungen.

5.4 DHCP Server

Über das DHCP Server Menü ist die Konfiguration eines DHCP-Servers möglich. DHCP-Server stellen Clients Netzinformationen bereit und verwalten diese zentral. Zu den Netzinformationen gehören unter anderem die IP-Adresse, Netzmaske, Router und DNS-Adressen, DNS-Namen usw.

Neben einer komplett dynamischen Konfiguration des Netzwerkes können bestimmten Stationen (über deren MAC-Adresse) auch feste IP-Adressen zugewiesen werden. Dies ist sinnvoll, wenn einige Stationen aufgrund der IP-Adressen authentifiziert werden sollen. Natürlich ist auch Mischbetrieb beider Versionen möglich.

Über die Übersichtsseite der DHCP-Serverkonfiguration kann man neue Subnetze, gemeinsam genutzte Netzwerke und Host bzw. Hostgruppen definieren. Außerdem ist das Editieren der Client-Stationen und der Netzwerkschnittstelle möglich. Über den Button [Start Server] startet man den DHCP-Server.

KommandoBeschreibung
Subnet descriptionHier können sie eine Beschreibung des Subnetzes eintragen.
Network addressTragen sie hier die IP-Adresse Ihres Netzes ein.
NetmaskTragen sie hier die Netzmaske Ihres Netzes ein.
Address rangesHier können sie angeben innerhalb welchen Bereiches sich die automatisch vergebenen IP-Adressen befinden sollen (1-254)
Dynamic BOOTP?Aktiviert das dynamische BOOTP (Bootstrap Protocol) welches eine Vorgängerversion von DHCP ist.
Shared networkAuswahl der Subnetze, die ein gemeinsames physikalisches Netzwerk verwenden.
Boot filenameWenn sie BOOTP verwenden müssen sie hier den Namen des Boot-Image Files angeben.
Boot file serverWenn sie BOOTP verwenden können sie hier angeben, ob der Router BOOTP anfragen direkt annehmen soll, oder ob diese an einen anderen Server weitergeleitet werden sollen.
Lease length for BOOTP clientsVergabelänge für BOOTP-Clients in Sekunden.
Dynamic DNS enabled?Ermöglicht Hostnamen an dynamische IP-Adressen zu vergeben.
Dynamic DNS reverse domainZu der angegebenen IP-Adresse, wird mit Hilfe des Domain Name System (DNS) versucht, einen entsprechenden Domainnamen aufzulösen.
Allow unknown clients?Unbekannten Clients die Anwahl an den DHCP-Server erlauben oder keine IP-Adresse zuweisen.
Hosts directly in this subnetGruppen die sich direkt im Subnetz befinden.
Default lease timeDie Zeit in Minuten der Gültigkeit der zugewiesenen DHCP Konfiguration des Clients.
Maximum lease timeAngabe der maximalen Gültigkeit der zugewiesenen DHCP Konfiguration
Server nameName des DHCP Servers.
Lease end for BOOTP clientsDieser Wert gibt eine Zeit an, an dem alle BOOTP Einträge gelöscht werden. Der Defaultwert ist „Never“. Die Zeit muss im Format W YYYY/MM/DD HH:MM:SS (W=Wochentag 0=Sonntag bis 6=Samstag; YYYY=Jahr, MM=Monat; DD=Tag; HH=Stunden; MM=Minuten; SS=Sekunden) eingeben werden.
Dynamic DNS domain nameAngabe des Domainnamen der den Hosts angefügt wird z.B.: testhost.M3000
Dynamic DNS hostnameDieser Wert gibt an, ob der Hostname vom Client übernommen wird, oder ein fest eingestellter Hostnamen benutzt wird.

5.5 DNS Server Update

DNS Server Update führt mittels »DynDNS« ein Update auf einem festgelegten DNS Server aus.

DynDNS auch DDNS (dynamischer Domain-Name-System-Eintrag) ist ein System, das in Echtzeit Domain-Name-Einträge aktualisieren kann. Damit ist es möglich, ein Gerät welches über eine dynamische IP-Adresse verfügt, immer unter dem gleichen DNS-Namen anzusprechen.

KommandoBeschreibung
DNS server IP addressAdresse des DNS Servers
ZoneDomain für das Update (z.B. mycompany.com)
NameName der aktualisiert werden soll (z.B. site1)
UsernameBenutzername der vom DynDNS Service Provider zugeteilt wurde
PasswordPasswort das vom DynDNS Service Provider zugeteilt wurde
Confirm PasswordPasswort wiederholung zur Bestätigung
Time to livegibt die Gültigkeit des Namenseintages in Sekunden an; nach dieser Zeit muß die Namensauflösung wiederholt werden
Always delete previous recordslegt fest, ob die zuvor gespeicherten IP Adressen gelöscht werden sollen

5.6 DNSmasq

DNSmasq kommt bei Routern der C-Serie als DNS Relay zum Einsatz. Zudem stellt der Dienst vielfätige Möglichkeiten im Bereich DNS und DHCP zur Verfügung.

Auf der Menüseite können unter /etc/dnsmasq.conf alle relevanten Einstellungen direkt an der Konfigurationsdatei vorgenommen werden.

Hinweis

DNSmasq beantwortet in der ausgelieferten Konfiguration nur DNS Anfragen an lokalen Schnittstellen.

Änderungen an der Konfiguration werden mit dem Button Save Configuration gespeichert.

Ist der Dienst gestartet, lässt sich eine geänderte Konfiguration durch übernehmen. Restart DNSmasq

Zudem lässt sich DNSmasq

○ starten Start DNSmasq
stoppen Stop DNSmasq
neustarten Restart DNSmasq

Und definieren ob der DNSmasq Dienst beim Booten des Routers gestartet werden soll.

  • Aktivieren Activate DNSmasq at boot time
    Deaktivieren Deactivate DNSmasq at boot time

Unter http://thekelleys.org.uk/dnsmasq/docs/dnsmasq-man.html befindet sich eine ausführliche Dokumentation zu DNSmasq.

Unter diesem Menüpunkt kann die Konfiguration des Dynamic DNS Update Dienstes (www.dyndns.com) angepasst werden. Um diesen Dienst nutzen zu können, ist ein Konto bei www.dyndns.com erforderlich.

KommandoBeschreibung
SystemVerwenden Sie folgende Einstellungen:Dynamic DNS: wenn der Router die IP-Adresse dynamisch zugewiesen bekommt.Static DNS: wenn der Router über eine statische IP-Adresse verfügt.Custom DNS: wenn Sie die Custom DNS – Option von www.dyndns.com nutzen.
HostnameDynDNS-Adresse, welche bereits bei www.dyndns.com eingerichtet sein muss
UsernameBenutzername für den DynDNS-Account
PasswordPasswort für den DynDNS-Account
Enable WildcardsErlaubt es, weitere Subdomains vor der DynDNS-Adresse zu verwenden (z.B. ftp.aussenstelle1.dyndns.com)
Use SSLNo: es können keine SSL-Verbindung über diese DynDNS-Adresse zum Router aufgebaut werden.Yes: es können SSL-Verbindungen über diese DynDNS-Adresse zum Router aufgebaut werden
Mail ExchangeA-Record eines Mailservers, welcher den Emailverkehr für die DynDNS-Adresse regelt (optional)
Backup MXGibt an, ob das Gerät z.B. als Secondary-MX arbeiten soll

5.8 IPSec VPN

Im IPSec VPN Menü können IPSec Verbindungen erstellt und verwaltet werden. Die IPSec Implementierung basiert auf dem Open Source Projekt strongSwan.

Auf der Menüseite können unter /etc/ipsec.conf alle relevanten Einstellungen direkt an der Konfigurationsdatei vorgenommen werden. Unter /etc/ipsec.secrets werden die Authentifizierungs-einstellungen – wie zum Beispiel PreSharedKeys oder Zertifikatinformationen – verwaltet. Eine ausführliche Dokumentation und Beispielkonfigurationen befinden sich unter https://wiki.strongswan.org.

Änderungen an der Konfiguration werden mit dem Button Save Configuration gespeichert.

Ist der IPSec Server gestartet, lässt sich mittels Reload Configuration die Konfiguration nach einer Änderung neu laden.

Zudem lässt sich hier der IPSec Server

○ starten Start IPSec VPN
stoppen Stop IPSec VPN
neustarten Restart IPSec VPN

Und definieren ob der IPSec Dienst beim Booten des Routers gestartet werden soll.

Aktivieren Activate IPSec VPN at boot time
Deaktivieren Deactivate IPSec VPN at boot time

Hinweis

Für Außenstellen empfiehlt es sich IPSec durch den Connection Manager dynamisch verwalten zu lassen.
Dazu wird an eine bestehende Verbindung (Connection-Dial-Entry) eine logische Verbindung (Logical Subordinated Connection) angehängt.

5.9 L2TP

In diesem Menü wird L2TP (Layer 2 Tunneling Protocol) konfiguriert, ein VPN Protokoll zur Tunnelung von Daten der Sicherungsschicht (Schicht 2 des OSI Modells).

Hinweis

Da L2TP von sich aus keine Verschlüsselung liefert wird eine Kapselung via IPsec empfohlen.

Auf der Menüseite können unter /etc/openl2tp.conf alle relevanten Einstellungen direkt an der Konfigurationsdatei vorgenommen werden.

Änderungen an der Konfiguration werden mit dem Button Save Configuration gespeichert.

Ist der Dienst gestartet, lässt sich eine geänderte Konfiguration durch Restart L2TP übernehmen.

Zudem lässt sich openl2tp

○ starten Start L2TP ○ stoppen Stop L2TP ○ neustarten Restart L2TP

Und definieren ob der openl2tp Dämon beim Booten des Routers gestartet werden soll.

Aktivieren Activate L2TP at boot time Deaktivieren Deactivate L2TP at boot time

Eine weiterführende Dokumentation kann der Seite http://www.openl2tp.org entnommen werden.

5.10 Linux Firewall (IPtables)

Die Linux Firewall nimmt mittels der Firewall IPtables bestimmte Filterungen oder Reglementierungen im Datenverkehr vor. Der Paketfilter definiert Regeln, welche festlegen, ob einzelne oder zusammenhängende Pakete das Zugangsschutzsystem passieren dürfen oder abgeblockt werden. Eine solche Regel wäre zum Beispiel: verwerfe alle Pakete, die von der IP-Adresse 1.2.3.4 kommen.

Jedes Netzwerk Paket das zum Router gesendet, vom Router versendet oder weitergeleitet wird, durchläuft zuerst eine oder mehrere Ketten (Chains) von Verhaltensregeln (Rules) wie der Router mit dem Paket verfahren soll. Die einzelnen Regeln werden innerhalb des Ablaufes von oben nach unten abgearbeitet.

5.10.1 Tabellen (Tables)

Die IPtables-Architektur gruppiert die Regeln für die Verarbeitung von Netzwerk-Paketen gemäß ihrer Funktion in drei Tabellen.

Die Standard-Tabelle, die immer dann verwendet wird, wenn keine Tabelle explizit angegeben wird. Diese Tabelle besteht aus den Ketten INPUT, FORWARD und OUTPUT. Eventuell lassen sich in dieser Tabelle weitere benutzerdefinierte Chains unterbringen.

In dieser Tabelle finden Sie die Ketten PREROUTING und OUTPUT und hier werden spezielle Änderungen an Paketen vorgenommen wie zum Beispiel die Änderung des ToS (Type of Service) oder der TTL (Time to life) Zeit des IP-Header.

Diese Tabelle ist für alle Arten von Adress-Umsetzungen oder Port-Forwarding verantwortlich und besteht aus den Ketten PREROUTING, OUTPUT und POSTROUTING. Die in dieser Tabelle befindlichen

Ketten werden für jedes erste Paket einer neuen Verbindung aufgerufen und führen entsprechende Änderungen an den Port- oder IP-Nummern der Pakete durch.

TDT C1550l - Tabellen (Tables) - 1

flowchart
graph TD
    A["Packet in"] --> B["mangle PREROUTING"]
    B --> C["nat PREROUTING"]
    C --> D["Routing"]
    D --> E{Lokale Anfrage}
    E -->|Ja| F["mangle INPUT"]
    E -->|Nein| G["mangle FORWARD"]
    F --> H["filter FORWARD"]
    H --> I["mangle POSTROUTING"]
    I --> J["nat POSTROUTING"]
    J --> K["Packet out"]
    F --> L["filter INPUT"]
    L --> M["Lokaler Prozess"]
    M --> N["Antwort"]
    O["Packet out"] --> P["nat POSTROUTING"]
    P --> Q["mangle POSTROUTING"]
    Q --> R["filter OUTPUT"]
    R --> S["nat OUTPUT"]
    S --> T["mangle OUTPUT"]
    T --> U["Routing"]
    U --> V["Antwort"]

Abbildung 20: Darstellung wie die Firewall abgearbeitet wird

5.10.2 Ketten (Chains)

Iptables hat fünf fest vorgegebene Ketten (built-in chains) im Kernel eingebaut, welche wie nachfolgend aufgeführt abgearbeitet werden:

Packets before routing (PREROUTING)

Hier wird die Methode für Pakete eingestellt die unmittelbar vor der Routing-Entscheidung greift.

Hier kann die Methode für alle eingehenden Pakete eingestellt werden.

Hier kann die Methode für alle weiterzuleitenden Pakete eingestellt werden.

Hier kann die Methode für alle ausgehenden Pakete eingestellt werden.

Die Methode für alle lokalen und gerouteten Pakete wird hier eingetragen.

Hinweis

IPtables arbeitet immer von Oben nach Unten

Regeln (z.B. Destination NAT) die in dem Bereich »Pakets before routing (PREROUTING)« angegeben sind, werden umgehend verarbeitet und laufen nich durch die Kette (Chain) »Incoming packets (INPUT)« oder eine der nachfolgenden

5.10.3 Ziele (Targets)

Jede Kette kann Regeln enthalten, welche dabei aus einer Filterspezifikation und einem Ziel (Target) bestehen. Das Ziel gibt letztendlich an, was mit einem Paket passiert. Ein Ziel kann eine benutzerdefinierte Kette, ein Standardziel oder ein erweitertes Ziel sein. Für die fest vorgegebenen Ketten kann man eine Default Policy definieren, die angewandt wird, wenn keine der Regeln greift. Eine Policy ist immer ein Standardziel, eine Übersicht über die Standardziele finden Sie in der Tabelle Chain and action details unter Action to take. Default ist ACCEPT.

TDT C1550l - Ziele (Targets) - 1

flowchart
graph TD
    A["Default Policy Drop"] --> B{Regel trifft zu}
    B -->|Ja| C["Accept"]
    B --> D["Nein"]
    D --> E{Regel trifft zu}
    E -->|Ja| F["Accept"]
    E --> G["Nein"]
    G --> H{Regel trifft zu}
    H -->|Ja| I["Accept"]
    H --> J["Nein"]
    J --> K["Drop"]

    L["Default Policy Accept"] --> M{Regel trifft zu}
    M -->|Ja| N["Drop"]
    M --> O["Nein"]
    O --> P{Regel trifft zu}
    P -->|Ja| Q["Drop"]
    P --> R["Nein"]
    R --> S{Regel trifft zu}
    S -->|Ja| T["Drop"]
    S --> U["Nein"]
    U --> V["Accept"]

Abbildung 21: Abarbeitung einer Kette mit Default Policy Drop beziehungsweise Accept

5.10.4 Das Linux Firewall Menü

Wenn Sie das Menü das erste Mal öffnen und die IPtables Firewall noch nicht aufgesetzt ist erscheint ein Formular, mit dem schnell Grundeinstellungen für die Firewall gesetzt werden können.

Sind diese Einstellungen einmal durchgeführt erscheint das IPtables Menü.

5.10.5 Erstellen einer neuen Regel

Mit einem Klick auf den Button Add Rule können Sie neue Regeln innerhalb einer Kette erstellen.

Hinweis

IPtables arbeitet immer von Oben nach Unten
Wenn mehrere Regeln auf ein Paket zutreffen wird das Paket entsprechend der ersten Regel behandelt die auf das Paket zutrifft und läuft nicht weiter durch die Regel Kette (Chain)
Wird zum Beispiel ein Paket durch die 2. Regel von oben erlaubt, würde aber durch die 3. Regel geblockt werden wird das Paket entsprechend der 2. Regel zugelassen

5.10.5.1 Chain and action details

KommandoBeschreibung
Part of chainAnzeige innerhalb welcher Ablaufkette die Regel erstellt wird
Rule commentBeschreibung der Regel
Action to takeJe nach ausgewähltem Ketten-Typ können folgende Ziele gewählt werden:
Do nothing:es wird keine Aktion vorgenommen
Accept:das Paket wird akzeptiert und verarbeitet
Drop:das Paket wir ohne Rückantwort an den Sender verworfen
Reject:das Paket wird verworfen und der Sender, wie unter »Reject with ICMP type« definiert darüber informiert
Userspace:das Paket wird in die Warteschlange des Userprozesses gestellt
Exit chain:die Ablaufkette wird verlassen
Log packet:das Paket wird mit ausgewählten Informationen im Syslog aufgezeichnet und anschließend weiter durch die Kette geleitet
Run chain:die angegebene Ablaufkette wird ausgeführt
Redirectet:Paket weiterleiten an »Target ports for redirect«
Destination NAT:Paket weiterleiten an »IPs and ports for DNAT«
Souce NAT:Quell-Adresse wird durch »IPs and ports for SNAT« ersetzt
Masquerade:Paket Quell-Adresse wird durch die Adresse der ausgehenden Schnittstelle ersetzt

Die ausgewählte Aktion wird nur bei zutreffen aller unter Condition details definierten Parameter ausgeführt, ansonsten wird die Kette verlassen und mit der Abarbeitung der Nächsten begonnen.

5.10.5.2 Condition details

KommandoBeschreibung
Source address or networkIgnored: die Netzwerk Quell Adresse wird ignoriertEquals: die Netzwerk Quell Adresse muss dem folgenden Wert entsprechenDoes not equal: die Netzwerk Quell Adresse muss ungleich dem folgenden Wert sein
Destination address or networkIgnored: die Netzwerk Ziel Adresse wird ignoriertEquals: die Netzwerk Ziel Adresse muss dem folgenden Wert entsprechenDoes not equal: die Netzwerk Ziel Adresse muss ungleich dem folgenden Wert sein
Incoming interfaceIgnored: die eingehende Netzwerkschnittstelle wird ignoriertEquals: die eingehende Netzwerkschnittstelle muss dem folgenden Wert entsprechenDoes not equal: die eingehende Netzwerkschnittstelle muss ungleich dem folgenden Wert sein
Outgoing interfaceIgnored: die ausgehende Netzwerkschnittstelle wird ignoriertEquals: die ausgehende Netzwerkschnittstelle muss dem folgenden Wert entsprechenDoes not equal: die ausgehende Netzwerkschnittstelle muss ungleich dem folgenden Wert sein
FragmentationIgnored: Fragmente von IP Paketen werden ignoriertIs fragmented: Bei Fragmenten von IP-Paketen gibt es keine Möglichkeit deren Quell- oder Ziel-IP oder -Port zu bestimmen Deswegen greifen andere Bedingungen nicht und es ist nur mit diesem Parameter möglich die Regel auszuführen.Is not fragmented: wenn die IP Pakete nicht fragmentiert sind, wird die Regel ausgeführt
Network protocolIgnored: das Protokoll wird ignoriertEquals: das Protokoll muss dem folgenden Wert entsprechenDoes not equal: das Protokoll muss ungleich dem folgenden Wert sein
Source TCP or UDP portIgnored: der Quell Port wird ignoriertEquals: der Quell Port muss dem folgenden Wert oder Bereich entsprechenDoes not equal: der Quell Port muss ungleich dem folgender Wert oder Bereich sein
Destination TCP or UDP portIgnored: der Ziel Port wird ignoriertEquals: der Ziel Port muss dem folgenden Wert oder Bereich entsprechenDoes not equal: der Ziel Port muss ungleich dem folgenden Wert oder Bereich sein
Source and destination port(s)Ignored: der Quell und Ziel Port wird ignoriertEquals: der Quell und Ziel Port müssen dem folgenden Wert oder Bereich entsprechenDoes not equal: der Quell und Ziel Port müssen ungleich dem folgenden Wert oder Bereich sein
TCP flags setwenn das TCP Flag ...SYN: ... SYN (Synchronisation) gesetzt ist, ...ACK: ... ACK (acknowledgement) gesetzt ist, ...FIN: ... FIN (final) gesetzt ist, ...RST: ... RST (reset) gesetzt ist, ...URG: ... URG (urgent) gesetzt ist, ...PSH: ... PSH (push) gesetzt ist, ...... wird die Regel angewandt
TCP option number is setIgnored: die TCP »option number« wird ignoriertEquals: die TCP »option number« muss dem folgenden Wert entsprechen damit die Regel angewandt wirdDoes not equal: die TCP »option number« muss ungleich dem folgenden Wert sein, damit die Regel angewandt wird
ICMP packet typeIgnored: das ICMP (Internet Control Messages Protocol) wird ignoriertEquals: das ICMP Protokoll muss dem folgenden Wert entsprechen damit die Regel angewandt wirdDoes not equal: das ICMP Protokoll muss ungleich dem folgenden Wert oder Bereich sein, damit die Regel angewandt wird
Ethernet addressIgnored: die Ethernet Adresse (MAC) wird ignoriertEquals: die Ethernet Adresse (MAC) muss dem folgenden Wert entsprechen damit die Regel angewandt wirdDoes not equal: die Ethernet Adresse (MAC) muss ungleich dem folgenden Wert sein, damit die Regel angewandt wird
Packet flow rateIgnored: der Paketdurchsatz wird ignoriertBelow: der Paketdurchsatz muss dem folgenden Wert unterschreiten, damit die Regel angewandt wirdAbove: der Paketdurchsatz muss größer dem folgenden Wert sein, damit die Regel angewandt wird
Packet burst rateIgnored: der kurzzeitige Paketspitzendurchsatz wird ignoriertBelow: der Paketspitzendurchsatz kann kurzzeitig den folgenden Wert unterschreiten, ohne dass die »Packet flow rate«-Regel angewandt wirdAbove: der Paketspitzendurchsatz kann kurzzeitig den folgenden Wert überschreiten, ohne dass die »Packet flow rate«-Regel angewandt wird.
Connection statesIgnored: der Verbindungsstatus wird ignoriertEquals: der Verbindungsstatus muss dem folgenden Wert(en) entsprechen, damit die Regel angewandt wirdDoes not equal: der Verbindungsstatus muss ungleich dem folgenden Wert(en) sein, damit die Regel angewandt wird
Type of serviceIgnored: der »Type of Service« Wert des IP Protokoll Headers wird ignoriertEquals: der »Type of Service« Wert des IP Protokoll Headers muss dem folgenden Wert entsprechen, damit die Regel angewandt wirdDoes not equal: der »Type of Service« Wert des IP Protokoll Headers muss ungleich dem folgenden Wert oder Bereich sein, damit die Regel angewandt wird
Additional parametersFür künftige Anwendung

5.10.6 Beispiel: IP Forwarding einrichten

In dem Drop Down Menü hinter dem Button Showing IPtable: wählen Sie »Network adress translation (nat)« aus und bestätigen mit dem Button.

Unter dem Punkt »Pakets before routing (PREROUTING)« fügen Sie über den Button Add Rule einen neuen Eintrag hinzu.

Add Rule

Abbildung 22: Beispielkonfiguration - IP Forwarding

Um die Übersicht zu behalten könne Sie unter »Rule comment« eine Beschreibung für diesen Eintrag hinzufügen. Stellen Sie bei »Action to take« Destination NAT ein.

Die Ziel IP und den Ziel Port geben Sie unter »IPs and ports for DNAT« an. Soll nur eine IP oder ein Port weitergeleitet werden, so genügt die Angabe einmalig, es muss keine »range« definiert werden.

Nun erstellen Sie Bedingungen für die Portweiterleitung an die Zieladresse:

Setzen Sie unter »Incoming interface« die Bedingung Equals und im zweiten Drop Down Menü die Schnittstelle die das Original IP-Paket erhält (z.B. eth1).

Geben Sie bei »Network protocol« das gewünschte Protokoll (z.B. TCP) an.

Unter »Destination TCP or UDP Port« setzen Sie ebenfalls die Bedingung Equals und geben den Port an welcher umgesetzt werden soll. In dem Beispiel oben ist das der Port 55000.

Anschließend speichern Sie diese Regel mit dem Button Create und drücken Sie im Linux Firewall Menü auf Apply Configuration

In diesem Beispiel werden alle TCP Pakete, die an der eth1 Schnittstelle mit dem Zielport 55000 ankommen an die Adresse 192.168.0.1 und den Port 1234 weitergeleitet.

5.11 Network Configuration

Hinter dem Menü Punkt Network Configuration findet man die Einstellungen für die einzelnen Netzwerkschnittstellen, Routing und Gateways, DNS-Client und Host Adressen.

Die Indexseite beinhaltet außerdem einen Apply Configuration Button, über den man die vorgenommenen Einstellungen zuweisen kann.

Hinweis

Trotz Übernahme der Einstellungen mit dem Apply Configuration Button ist ein Permanent Save unumgänglich, um die Einstellungen bei einem Neustart nicht zu verlieren.

5.11.1 Network Interfaces

Im Menü Punkt Network Interfaces können die physikalischen oder virtuellen Netzwerkschnittstellen konfiguriert und hinzugefügt werden.

Hinweis

Bei Änderungen an den Netzwerkschnittstellen kann es nötig sein sich mit der geänderten IP-Adresse erneut am Webinterface anzumelden.

Um eine neue Schnittstelle dauerhaft hinzuzufügen, klicken Sie bitte im Bereich Interfaces Activated at Boot Time auf Add a new Interface. Soll die Schnittstelle nur temporär sein, wird sie unter Interfaces Active Now hinzugefügt, ist diese dann nach einem Reboot oder »Apply Configuration« nicht mehr vorhanden.

In das folgende Formular müssen die Werte der Schnittstelle eingetragen werden:

Create Bootup Interface

TDT C1550l - Create Bootup Interface - 1

Abbildung 23: Beispielkonfiguration - Neues Interface hinzufügen

KommandoBeschreibung
NameBezeichnung der Schnittstelle z.B. eth1
IP AddressDie IP-Adresse die der Schnittstelle zugewiesen werden soll.
NetmaskDas Subnetz für die Schnittstelle (default: 255.255.255.0)
BroadcastDie Broadcastadresse der Schnittstelle. (default *.*.*.255)
MTUMaximum Transmission Unit. Die maximal zulässige Länge eines Datenpaketes bzw. die maximal zulässige Länge des Datenfeldes eines Datenpaketes bei paketvermittelter Datenkommunikation.Folgende Standardwerte gelten:X.25 576Ethernet 1500ATM (Ethernet) 1500ATM (Classical IP) 9180
Activate at boot?Legt fest, ob das Interface beim Bootvorgang aktiviert wird
Activate on link?Aktiviert die Schnittstelle erst wenn ein Link bestehtHinweisKann im Zusammenhang mit Tunnels (z.B. IPSec) zu Problemen führen
Virtual interfacesWurde das physikalische Interface angelegt, lassen sich hier virtuelle IP-Adressen für diese Schnittstelle vergeben. Die Werte entsprechen den hier genannten.
VLAN interfacesNachdem die physikalische Schnittstelle angelegt wurde, können VLAN Interfaces konfiguriert werden. Die Werte entsprechen den hier genannten.

5.11.1.1 Bridge Settings

KommandoBeschreibung
Should this be a bridge interface?dieses Interface als Bridge einrichtenHinweisWird zum Beispiel verwendet um WLAN und Ethernet logisch zu verbinden
Bridged interface(s):Interfaces die in eine Bridge zusammengefasst werden sollen, werden hier definiert

5.11.1.2 Tunnel Settings

KommandoBeschreibung
Should this be a tunnel interface?dieses Interface als Tunnel einrichten
Tunnel ModeLegt den Tunnel modus fest;GRE (Generic Routing Encapsulation) oderIP/IP (IP-to-IP Kapselung)
Local Addressgibt die feste lokale Adresse an
Remote Addressgibt die Adresse für das Tunnel Ziel an
Serialize Packets*NoneBothwaykeine Ablaufsteuerung der Paketeausgehende Pakete werden als sequentiert gesendet; eingehende Pakete müssen ebenfalls in serieller Reihenfolge eintreffen
Incomingeingehende Pakete müssen in serieller Reihenfolge erwartet
Outgoingausgehende Pakete werden als sequentiert gesendet
Generate/Require Checksums*NoneChecksummen werden nicht berechnet
BothwayChecksummen werden für ausgehende Packete berechnet und für eingehende benötigt
Incomingalle ankommenden Pakete müssen eine korrekte Checksumme aufweisen
Outgoingberechnet Checksummen für ausgehende Pakete
Use Key*None: verschlüsselung wird nicht verwendetString: benutze einen verschlüsselten GRE Tunnel; der Key ist entweder eine Nummer oder eine punktgetrennte Vierergruppe ähnlich einer IP Adresse)
Type of Service (TOS)Inherit: (Default)Drop down menu: legt den TOS für getunnelte Pakete fest
Time to Live (TTL)Inherit: (Default)Integer: gibt eine feste TTL für getunnelte Pakete an (1-255)
Path MTU DiscoveryAktiviert/deaktiviert die dynamische Erkennung der Maximum Transmission Unit (MTU)Hinweis➢ Ein Tunnel mit einer festen TTL benutzt immer die PMTU Discovery
Bind to Devicegetunnelte Pakete werden immer über das hier festgelegte Device geroutet

*nur für GRE Tunnel Mode

Über das Menü Routing and Gateways wird festgelegt welche Routen für das Erreichen bestimmter Hosts und Netzwerke verwendet werden sollen. Hier können die Geräte auch als Router zwischen verschiedenen Netzen konfiguriert werden.

KommandoBeschreibung
Default routesInterfacegeben Sie das Interface für die Route ein (z.B. eth0)
Gatewaygeben Sie hier das Gateway an, über das das Netzwerk erreichbar ist
Act as router?Yesdas Gerät arbeitet als Router laut der folgenden Liste
Nodie Routing-Funktionalität ist deaktiviert
Static routesInterfacegeben Sie das Interface für die Route ein (z.B. eth0)
Networkgeben Sie hier das Netzwerk an, das erreicht werden soll (z.B. 192.168.5.0)
Netmaskgeben Sie hier die Subnetzmaske des zu erreichenden Netzwerkes an (z.B. 255.255.255.0)
Gatewaygeben Sie hier das Gateway an, über das das Netzwerk erreichbar ist
Local routesInterfacegeben Sie das Interface für die Route ein (z.B. eth0)
Networkgeben Sie hier das Netzwerk an, das erreicht werden soll (z.B. 192.168.5.0)
Netmaskgeben Sie hier die Subnetzmaske des zu erreichenden Netzwerkes an (z.B. 255.255.255. 0)
Typehostroutet zu einem Host
unreachablesetzt die Route als unerreichbar; sendet eine ICMP Meldung an die Quelladresse

Hinweis

Um mehrere »Static routes« oder »Local routes« einzutragen muss zuerst die aktuelle Einstellung mit dem Add oder Submit Button gespeichert werden.

5.11.3 DNS Client

Über das Menü DNS Client konfiguriert man die Resolver-Einstellungen des Routers, die die Reihenfolge der Hostnamen Auflösung festlegt.

KommandoBeschreibung
HostnameHostname des Routers
DNS serversDNS Server die vom Router abgefragt werden, wenn ein unbekannter Hostname verwendet wird.
Resolution orderReihenfolge der Namensauflösung
Host:der Router versucht den Namen selbst aufzulösen
DNS:der Router versucht den Namen über die in der DNS-Liste eingegebenen Server aufzulösen
NIS:der Router versucht den Namen über Network Information Services aufzulösen
NIS+:der Router versucht den Namen über Network Information Services Plus aufzulösen
Search domainsDie Search domains Liste beinhaltet eine Liste von lokalen Hostnamen, die erst nach der erfolglosen Abarbeitung der Namensauflösung die lokalen Namen auflöst z.B. M3000.local

5.11.4 Host Addresses

Unter dem Menü Host-Adressen werden die Hostnamen die unter /etc/hosts gespeichert sind angezeigt oder geändert. Durch Klicken auf Add a new host address wird eine neue Host Adresse hinzugefügt.

KommandoBeschreibung
IP AdressGeben Sie hier die IP-Adresse des Hosts an
HostnameHier definieren Sie den neuen Hostnamen

5.12 OpenVPN

Mit Hilfe von OpenVPN können VPN-Verbindungen über verschlüsselte TLS-Verbindungen hergestellt werden. Zur Verschlüsselung verwendet OpenVPN die Bibliotheken von OpenSSL. Zum Transport der Daten verwendet OpenVPN wahlweise UDP oder TCP.

Hinweis

Als erstes muss, soweit noch nicht vorhanden, ein neuer Server erstellt werden.

5.12.1 Add new server/client

KommandoBeschreibung
Peer nameName der Verbindung
Port to usePort, der für die Verbindung verwendet werden soll
Operating ModeRouted VPN: alle gängigen Netzwerkprotokolle auf IP-Basis werden transportiert (Layer 3). Zugriff auf das Netz „dahinter“ nicht möglich (Point-to-Point Verbindung).Bridged VPN (vollständiges Tunneln): Layer 2 des Ethernet-Frames wird vollständig getunnelt, somit kann z.B. auch das Protokoll IPX geroutet werden. Clients bekommen von einem DHCP, der hinter dem VPN-Server steht eine Adresse zugewiesen.
Create appropriate Diffie-Hellman Random FileWert = Länge des zu verwendenden Diffie-Hellman Schlüssels➢ Je größer der Wert, desto länger dauert die Erstellung der Zufallsdatei.

5.12.2 Edit existing peer

KommandoBeschreibung
Peer nameName der Verbindung
Operating Modezeigt den verwendeten Operation mode an
Port to usezeigt den Port für die OpenVPN-Verbindung an
ProtocolVerwendet das ausgewählte Protokoll (Default: UDP)
TCP connection retryZeit in Sekunden, die nach einem Verbindungsabbruch bis zum erneuten Wahlversuch gewartet wird (nur für Client)
Internatl UDP fragmentationermöglicht die interne Fragmentierung der Datenpakete; max. Datenpaketgröße in Bytes
TCP send size to fit UDPLimitiert die Größe der Pakete in Senderichtung (Bytes)
Network to assign client addressesDen Clients werden Adressen aus dem angegebenen Bereich zugewiesen. Der OpenVPN Server verwendet stets die .1 aus diesem Adressbereich. (z.B. 192.168.0.0/24) (nur bei Server)
Netmask to assign client addressesDen Clients wird die Netzmaske aus dem angegebenen Bereich zugewiesen. (nur bei Server)
Encrypt packets with cipher algorithmVerschlüsselt alle Pakete mit dem angegebenen Algorithmus
Listen on IPAll: akzeptiert Verbindungen über alle NetzwerkadressenString: akzeptiert Verbindungen nur über die angegebene IP-Adresse
Authenticate packets with HMACDie Authentifizierung der Pakete erfolgt mit dem angegebenen HASH-Algorithmus
KeepalivePing: werden n Sekunden keine Daten übertragen, wird ein Ping an die Gegenstelle gesendet, um die Verbindung aufrecht zu erhalten.Ping-Restart: empfängt der Server keine Antwort der Gegenstelle auf einen Ping innerhalb der festgelegten Zeit (in Sekunden), wird die Verbindung zurückgesetzt, und versucht, diese neu aufzubauen. (SIGUSR1 Signal)(Default: 120; Disable: 0;)
Max. new connectionsEs dürfen maximal n Clients binnen m Sekunden eine Verbindung zum OpenVPN Server aufbauen (nur bei Server)
Allow clients with same common nameNo: Clients müssen unterschiedliche Namen haben; Verbindet sich ein Client mit einem bereits eingeloggten Namen, so wird die Verbindung des „älteren“ Clients getrenntYes: Clients dürfen den selben Namen verwenden (nur bei Server)
Route client-to-client trafficNo: Clients dürfen untereinander keine Daten austauschenYes: Clients dürfen untereinander Daten austauschen (nur bei Server)
Limit concurrent clientsmaximale Anzahl an gleichzeitiger Verbindungen zum OpenVPN-Server (nur bei Server)
Allow remote to change IP and/or portErlaubt dem Client, eine eigene IP-Adresse und Port anzugeben bzw. eine Vorgabe durch den Server zu verändern
Enable ManagementYes: startet einen TCP-Server auf dem angebenen Port. Es wird aus Sicherheitsgründen empfohlen, die IP-Adresse auf 127.0.0.1 (localhost) zu setzen. (nur bei Server)
Client’s remote host(s)Legt die einzelnen Gegenstelle an (nur bei Client)Priority: Priorität des ServersIP address: IP-Adresse des ServersPort: Port des Servers
Accept only host with X509 or common namenur Hosts mit X.509 oder dem angegebenen Common Namen zulassen (nur bei Client)
TLS Cipher AlgorithmVerschlüsselt die Pakete mit dem angegebenen Algorithmus
TLS Retransmit Timeout (sec)Wird ein Kontrollpaket von OpenVPN an den Client gesendet, muss dieses innerhalb n Sekunden beantwortet werden.(Default: 2)
Renegotiate Data Channel Key (sec)Der Schlüssel des Datenkanals wird alle n Sekunden neu ausgehandelt
Use PKCS12 FileVerwendet ein Zertifikat im PKCS12 Format
Certification Authoritygibt die Zertifizierungsstelle (CA) an
CertificateZertifikat im .pem Format
Keygibt das private Zertifikat des Clients an
Diffie-Hellman Random FileDatei im .pem Format, welches die Diffie-Hellman-Parameter beinhaltet (nur bei Server)
Certificate Revocation FileGibt die Zertifikats-Prüfdatei an, mit dem das Clientzertifikat auf seine Gültigkeit geprüft wird
Enable username/password authenticationAuthentifizierung mit Benutzername und Passwort (nicht) zulassen
Authentication scriptgibt den Pfad des Authentifizierungsscript an (nur bei Server)
Require certificate authentication additionallyNo: kein zusätzlichs Authentifizierungs-Zertifikat benötigtYes: benötigt zusätzlich ein Authentifizierungs-Zertifikat (nur bei Server)
UsernameUsername für die OpenVPN-Verbindung (nur bei Client)
PasswordPasswort für die OpenVPN-Verbindung (nur bei Client)
Authentication filePfad der Authentifizierungs-Datei (nur bei Client)
‘chroot’ to dir after initializationNo: (default)String: definiert das angegebene Verzeichnis als neues Toplevel-Verzeichnis.(/)
Change user after initializationNo: (default)Auswahl: ändert die Benutzer-ID von OpenVPN auf den angegebenen User
Change group after initializationNo: (default)Auswahl: ändert die Gruppen-ID von OpenVPN auf die angegebene Gruppe
Retain key files (persist-key)No: (default)Yes: bereits eingelesene Key-Files werden beibehalten und nicht erneut eingelesen
Retain TUN/TAP devices (persist-tun)Yes: Aufgebaute Verbindungen werden nicht geschlossen und Start-/Stop Skripte werden nicht ausgeführtNo: (default)
Additional configurationsOpenVPN unterstützt mehr Parameter als hier aufgelisteten. Falls Sie einen dieser Parameter benötigen, können Sie ihn hier eintragen.
Script to execute after VPN is upDas angegebene Skript wird nach dem Starten einer OpenVPN-Verbindung ausgeführt.Läuft mit den Benutzerrechten des unter „Change user after initialization“ angegebenen Benutzers.
Script to execute after VPN is downDas angegebene Skript wird nach dem Beenden einer OpenVPN-Verbindung ausgeführt.Läuft mit den Benutzerrechten des unter „Change user after initialization“ angegebenen Benutzers.
LoggingOff: die Log-Funktion ist deaktiviert Truncate logfile at startup: überschreibt eine vorhandene Log-Datei; ist diese nicht vorhanden, wird sie erzeugt Append to logfile: fügt Log an eine bestehende Log-Datei an; ist diese nicht vorhanden, wird sie erzeugt.
LogfileStatusmeldungen von OpenVPN werden in der hier angegebene Log-Datei gespeichert
Log same consecutive messagesMax. n Nachrichten des selben Nachrichtentyps werden gespeichert
Output VerbosityLegt die Details der Ausgabe von OpenVPN fest.0: keine Ausgabe1 - 4: Normaler Gebrauch5: Read & Write für jedes Paket6 - 11: Debug Info Bereich.
Write operational status to fileNo: speichert den OpenVPN nicht in eine Status-DateiYes: Speichert den Status von OpenVPN in die unten angegebene Status-Datei
Write status intervalAlle n-Sekunden wird der Status gespeichert
Status fileName der Status-Datei

5.13 PPP

In diesem Menü können Funktionen rund um das Point-to-Point Protocol (PPP) erstellt und verwaltet werden.

Zum Starten der hier erstellten Verbindungen wird das Connection Management (Kapitel: 5.3) verwendet.

Hinweis

Bei Routern die mit einem LTE Modem ausgestattet (Cxxxxl) sind, ist ein Verbindungsaufbau mittels Networking > WWAN erforderlich.

Bei Routern die mit einem HSPA Modem (Cxxxxh) ausgestattet sind empfiehlt sich aus Performancegründen der Verbindungsaufbau mittels Networking > WWAN.

5.13.1 PPP Interfaces

Unter dem Punkt Interfaces werden vorhandene PPP Verbindungen angezeigt, verwaltet und neue hinzugefügt. Folgende Daten werden in der Übersicht angezeigt:

KommandoBeschreibung
NameName der ppp Verbindung
TypeVerbindungstyp der PPP Verbindung. Mögliche Typen: ADSL, ISDN, ISDN Dial In
Phone Number(s)ISDN Rufnummer(n) bei ausgehenden ISDN Verbindungen
APNAccess Point Name
UsernameBenutzername der Verbindung
Local IPGibt die lokale IP-Adresse wider
Remote IPZeigt die IP-Adresse der Gegenstelle an

Mit Add a new PPP interface wird eine neue Verbindung hinzugefügt.

Wählen Sie zunächst den Name und den Typ für die neue Verbindung aus und drücken den Button Create. Daraufhin erscheint die Konfigurationsseite für die Verbindung.

Bei Routern die mit einem Mobilfunk-Modem ausgestattet sind (Cxxxxh oder Cxxxxl) wird der Verbindungskonfiguration mittels Networking > WWAN durchgeführt.
Um eine Verbindung aufzubauen ist es nötig die konfigurierte PPP Schnittstelle über Networking > Connection Management zu starten.
Für einen aktiven Verbindungsaufbau wird die Verwendung des Connection Manager empfohlen, da hier ein Monitoring der Verbindung möglich ist.

Hinweis

5.13.1.1 Basic PPP parameters for interface ppp#

Je nach verwendetem Verbindungstyp sind spezifische Einstellungen nötig, die nachfolgend aufgeführt werden.

5.13.1.1.1 ISDN PPP Interface Parameter

KommandoBeschreibung
Phone number(s)*Legt die zu wählende(n) ISDN Nummern fest, die beim Verbindungsaufbau gewählt werden (kommagetrennt)
NumberprefixDefiniert das Präfix, welches jeder Nummer vorangestellt wird
Outgoing MSNLegt die ausgehende Rufnummer fest, die der Gegenstelle übermittelt wird
UsernameFeld für den vom Provider zugewiesenen Username
PasswordDas Passwort für den Account
Verify PasswordPassworteingabe zur Abgleich
Ask for DNS server addressesDie Gegenstelle wird nach ihren DNS Servern gefragt. Die Server werden zur Namensauflösung am Router hinterlegt
Maximum Transmit UnitGibt die maximale Größe eines zu sendenden Datenpakets an
Maximum Receive UnitLegt die maximale Größe eines zu empfangenden Datenpakets fest
ProtocolDefiniert das Verbindungsprotokoll. Das Protokoll muss mit der Gegenstelle übereinstimmen

5.13.1.1.2 ISDN Dial-In PPP Interface Parameter

KommandoBeschreibung
Incoming MSN(s)*Legt die MSN(s) fest, die auf eingehende ISDN Anrufe überwacht werden. Ist keine MSN angegeben werden alle ankommenden Anrufe angenommen. (kommagetrennt)
Accept Calls From*Den angegebenen Gegenstellen/Anrufern ist es erlaubt eine Verbindung aufzubauen, dazu werden die entsprechenden Nummern hier kommagetrennt angegeben. Ist das Feld leer, werden alle Gegenstellen/Anrufer erlaubt.
Maximum Transmit UnitGibt die MTU, die maximale Größe eines zu sendenden Datenpakets an
Maximum Receive UnitLegt die MRU, die maximale Größe eines zu empfangenden Datenpakets fest
ProtocolDefiniert das Verbindungsprotokoll. Das Protokoll muss mit der Gegenstelle übereinstimmen

5.13.1.1.3 PPPoE Interface Parameter

KommandoBeschreibung
Use Interfacehier wird die physikalische Schnittstelle für die DSL Verbindung festgelegt
UsernameFeld für den vom Provider zugewiesenen Username
PasswordDas Passwort für den Account
Verify PasswordPassworteingabe zur Abgleich
Ask for DNS server addressesDie Gegenstelle wird nach ihren DNS Servern gefragt. Die Server werden zur Namensauflösung am Router hinterlegt
Maximum Transmit UnitGibt die maximale Größe eines zu sendenden Datenpakets an (Default: 1492)
Maximum Receive UnitLegt die maximale Größe eines zu empfangenden Datenpakets fest (Default: 1492)

5.13.1.2 Advanced PPP parameters for interface ppp#

Für einen einfachen Verbindungsaufbau werden die Advanced PPP parameters nicht benötigt, spezielle Anwendungen können jedoch eine tiefergehende Konfiguration erfordern.

Nachfolgend werden die für den entsprechenden Verbindungstyp möglichen Advanced PPP parameters beschrieben.

Da sich die meisten Parameter wiederholen, werden die allgemein gültigen Einstellungen nach den spezifischen Verbindungstypen gelistet.

5.13.1.2.1 ISDN PPP Interface Parameter

KommandoBeschreibung
Wait for CallbackAuf Rückruf warten
Time to Wait For CallbackEs wird n Sekunden auf den Rückruf gewartet (Default: 60 sec)
Trys before giving upIm Fehlerfall werden n Verbindungsversuche durchgeführt (Default: 4)
Timeout before giving upEs wird n Sekunden lang versucht die Verbindung aufzubauen, bevor der Aufbau abgebrochen wird. (Default: 60 sec)
PPP multilink protocolMultilink PPP erlaubt die Bündelung mehrerer Kanäle zu einer logischen Verbindung (MLPPP)
Nodie ISDN Kanäle werden nicht gebündelt
Yesbündelt die ISDN B Kanäle
Autonutzt die Kanalbündelung wenn möglich
Short sequence numbers in MLPPPErmöglicht die Benutzung von 12 bit großen Sequenznummern im Multilink PPP Header, standardmäßig werden 24 bit große Sequenznummern verwendet

5.13.1.2.2 ISDN Dial-In PPP Interface Parameter

KommandoBeschreibung
Do CallbackRückruf durchführen
Callback Number(s)*Legt die zu wählende(n) ISDN Nummern fest, die bei einem Rückruf gewählt werden (kommagetrennt)
Time To Wait Before CallbackDer Rückruf wird mit einer Verzögerung von n Sekunden gestartet (Default: 60 sec)
Trys before giving upIm Fehlerfall werden n Verbindungsversuche durchgeführt (Default: 4)
Timeout before giving upEs wird n Sekunden lang versucht die Verbindung aufzubauen, bevor der Aufbau abgebrochen wird. (Default: 60 sec)
PPP multilink protocolMultilink PPP erlaubt die Bündelung mehrerer Kanäle zu einer logischen Verbindung (MLPPP)
Nodie ISDN Kanäle werden nicht gebündelt
Yesbündelt die ISDN B Kanäle
Autonutzt die Kanalbündelung wenn möglich
Short sequence numbers in MLPPPErmöglicht die Benutzung von 12 bit großen Sequenznummern im Multilink PPP Header, standardmäßig werden 24 bit große Sequenznummern verwendet

5.13.1.2.3 PPPoE interface Parameter

KommandoBeschreibung
PPPoE Access Concentrator NamePPPoE Access Concentrator Name (optional)
PPPoE Service NamePPPoE Service Name (optional)

5.13.1.2.4 Globale Einstellungen

KommandoBeschreibung
On Demand CallingLegt fest, ob die Verbindung nur aufgebaut wird wenn Daten gesendet werden (Yes), oder ob die Verbindung automatisch aufgebaut wird. (Default: No)
Idle time before disconnectDie Verbindung wird nach n Sekunden getrennt wenn keine Daten mehr gesendet oder empfangen werden.
LCP-Echo-FailureIst diese Option aktiviert, wird die PPP Verbindung getrennt wenn auf n LCP-Echo-Requests kein Reply zurückgesendet wurde. Diese Überprüfung kann dazu verwendet werden, die Verbindung automatisch zu beenden, wenn die Gegenstelle nicht mehr erreichbar ist.
LCP-Echo-IntervalDieser Parameter gibt das Intervall für die LCP Überprüfung in Sekunden an. Wird in Verbindung mit der LCP-Echo-Failure Option benutzt.
Clamp MSSMit dieser Funktion wird die Maximum Segment Size (MSS) definiert. Das ist nötig um Netze mit verschiedenen MTUs zu verbinden und dabei Übertragungsfehler durch eine eventuelle Fragmentierung zu vermeiden.Dafür wird die MSS entweder automatisch, anhand der »Path MTU« (PMTU, der kleinsten MTU für den aktiven Netzwerkpfad) bestimmt, oder auf einen vorgegeben Wert reduziert.
Passive ModeBei aktiviertem LCP »passive Mode« wird versucht eine PPP Verbindung aufzubauen. Antwortet die Gegenstelle nicht, wird passiv gewartet bis die Gegenstelle ein gültiges LCP Paket gesendet hat, anstatt die Verbindung zu trennen. (Default: No)
Silent ModeIm Silent Mode wird mit dem Verbindungsaufbau gewartet, bis ein gültiges LCP Paket von der Gegenstelle empfangen wurde, ansonsten wird die Verbindung aktiv gestartet. (Default: No)
Magic Number negotiationAktiviert die Übertragung der »Magic Number«, einer zufällig generierten Nummer, die bei LCP Paketen zur Identifikation der Endpunkte einer PPP Verbindung verwendet wird.Ist dieser Parameter deaktiviert kann ein eventueller Loopback nicht identifiziert werden. (Default: Yes)

5.13.1.2.5 Logging Parameters

KommandoBeschreibung
Connection DebuggingAktiviert das Connection Debugging, um eine Fehlersuche zu vereinfachen. Dabei werden alle ppp Aktionen (Control packets) in der Datei /var/log/messages protokolliert. (Default: No)
Additional Logfile (/var/log/ppp/Erstellt eine zusätzliches Log Datei für dieses PPP Verbindung. (z.B. /var/log/ppp/umts/ppp0.log) (Default: No)
Show PAP password in logStandardmäßig wird in den Log Dateien das PAP Passwort nicht angezeigt. Ist die Ausgabe des Passwortes erforderlich, kann diese hier aktiviert werden. (Default: No)

5.13.1.2.6 Networking Parameters

KommandoBeschreibung
PPP IP addressesFrom peerDie IP Adresse wird von der Gegenstelle bezogen (Default)
Local IPIP Adresse für den Router und dessen Gegenstelle die vom Provider festgelegt ist
Remote IP
Accept local IP addressDie Gegenstelle darf dem Router die lokale IP Adresse zuweisen (Default: No)
Accept remote IP addressDie Gegenstelle darf dem Router die remote IP Adresse zuweisen (Default: No)
PPP interface netmaskBased on Remote IPdie Netzmaske wird anhand der remote IP Adresse definiert (Default)
Stringlegt die Netzmaske für das PPP Interface fest
Force Local IPNo(Default: No)
Yes, set toErzwingt die angegebene Lokale IP

5.13.1.2.7 Authentication Parameters

KommandoBeschreibung
Require authenticationNo, but prevent routed IPserlaubt nur IP Adressen, zu denen bisher noch keine Route besteht (Default)
Neverdie Gegenstelle muss sich nicht authentifizieren
Alwayseine Authentifikation ist immer erforderlich
Refuse PAPAuthentifizierungsanforderungen über PAP (Password Authentication Protocol) werden abgelehnt (Default: No)
Require PAPDie Gegenstelle muss sich via PAP authentifizieren (Default: No)
Refuse CHAPAuthentifizierungsanforderungen über CHAP (Challenge Handshake Authentication Protocol) werden abgelehnt (Default: No)
Require CHAPLegt fest, dass eine Authentifizierung der Gegenstelle über CHAP erforderlich ist (Default: No)
Max. CHAP challenge transmissionsEs wird n-mal versucht eine CHAP Authentifizierung durchzuführen (Default: 10)
CHAP restart intervalZwischen den CHAP challenge transmission liegen n Sekunden (Default: 3 sec)
Refuse MS-CHAPLehnt die Authentifizierung über MS-CHAP ab (Default: Yes)
Refuse MS-CHAPv2MS-CHAPv2 Authentifizierungsanforderung werden abgelehnt (Default: Yes)
Refuse EAPEine Authentifizierung über EAP wird abgelehnt (Default: No)
Append domain nameZur Authentifizierung wird der lokale Hostname zusammen mit dem hier angegebenen Domain Namen verwendet.(z.B.: Hostname router1 und Domain Name firma.com ergibt für die Authentifizierung den »Fully Qualified Domain Name« router1.firma.com)

5.13.1.2.8 Compression Parameters

KommandoBeschreibung
VJ-CompressionAktiviert Van Jacobson TCP/IP Header-Kompression in beide Richtungen. (Default: Yes)
VJ-Connection-ID CompressionAktiviert die Connection-ID Kompression in der Van Jacobson Compression, somit wird das Connection-ID-Byte komprimiert. (Default: Yes)
Protocol Field CompressionDefiniert ob eine Übertragung der »protocol field compression« in Sende- und Empfangsrichtung durchgeführt wird. (Default: Yes)
Address/Control CompressionDie Address/Control Compression in beide Richtungen (senden und empfangen) wird hier aktiviert/deaktiviert. (Default: Yes)
Predictor-1 CompressionErfordert »Predicotor-1 Compression« bei Yes, bei No wird »Predicotor-1 Compression« nicht zugelassen (Default: Auto)
BSD CompressionAktiviert das BSD-Compression Schema, dabei fordert der Router von der Gegenstelle komprimierte Pakete mit einer maximalen Code Größe vonnrBits an. Ausgehende Pakete werden mit einer maximalen Kompression vonntBits gesendet.Der Wertodeaktiviert die Kompression in der entsprechender Richtung.BeiNowird die Kompression abgewiesen,Autoübernimmt die Einstellungen der Gegenstelle (Default: Auto)
Deflate CompressionAktiviert das Deflate Compression Schema, dabei fordert der Router von der Gegenstelle komprimierte Pakete mit einer maximalen Fenstergröße Größe von2**rBits an. Ausgehende Pakete werden mit einer maximalen Größe von2**tBits gesendet.Der Wertodeaktiviert die Kompression in der entsprechender Richtung.BeiNowird die Kompression abgewiesen,Autoübernimmt die Einstellungen der Gegenstelle (Default: Auto)
Compression Control Protocol negotiationNodeaktiviert das Compression Control Protocol bei der Übertragung. Diese Option sollte nur verwendet werden, wenn die Gegenstelle die CCP Übertragung nicht akzeptiert. (Default: Yes)

Die nachfolgenden Parameter nicht zusammen mit dem Connection Manager verwenden.
Diese Optionen können nur für ISDN Verbindungen verwendet werden.

KommandoBeschreibung
Add a defaultrouteSetzt nach dem Aushandeln/Aufbau der PPP Verbindung eine Default Route auf das PPP Interface
PPP interface routing metricLegt die Routingmetrik des Interfaces fest
Update DNS Server directlyFührt ein DNS Server Update durch, wenn das Interface in Betrieb geht
Update DynDNS entryFührt ein Dynamic DNS Update durch wenn das Interface in Betrieb geht

5.13.2 PPP Accounts

Im Menu PPP Accounts können CHAP (Challenge Handshake Authentication Protocol) oder PAP (Password Authentication Protocol) Benutzer erstellt und verwaltet werden.

KommandoBeschreibung
UsernameAnyDer Benutzername kann leer sein oder aus beliebigen ASCII Zeichen bestehen.
StringDer eingetragene Benutzername muss verwendet werden
PasswordNoneEs wird keine Passwort Kontrolle bei der Einwahl durchgeführt.
From FileDas Passwort wird mit dem, im angegebenen File, hinterlegten Passwort verglichen.
Set ToDas Passwort wird auf den eingetragenen Wert gesetzt. Bitte beachten Sie Groß- und Kleinschreibung.
ServerAnyEs findet keine Kontrolle des eingehenden Servers statt.
StringEine Einwahl kann nur vom eingetragenen Server aus stattfinden
Valid AddressesAllow anyEs wird keine Adressen Kontrolle bei der Einwahl durchgeführt.
Allow noneDer Account ist gesperrt.
Allow listedNur die eingetragenen Adressen dürfen sich einwählen.

5.14 Postfix Configuration (nur M3000, G5000)

Postfix ist ein Open Source Mail Transfer Agent. Dieser Dienst ist nur bei Geräten der M und G Serie integriert.

Die Beschreibung hierzu entnehmen Sie bitte der offiziellen POSTFIX Homepage unter http://www.postfix.org

5.15 QoS Control

Mit Quality of Service (QoS) ist es möglich, die verfügbare Brandbreite einer Verbindung zu regulieren und diese zum Beispiel auf verschiedene Ports oder IP's zu verteilen.

In Normalfall wird bei einer Internetverbindung mittels Modem jedes Paket der Reihe nach in eine sog. Packet-Queue (Queue = Schlange, Reihe) gespeichert. Die Größe der Packet-Queue übersteigt dabei die verfügbare Brandbreite der Internetverbindung. Alle dort gespeicherten Pakete werden der Reihe nach abgearbeitet. QoS verwaltet ebenfalls eine Packet-Queue, nur im Router selbst. Somit hat man die Möglichkeit, mit Hilfe von QoS-Regeln zu entscheiden, welche Pakete zuerst dürfen und welche sich noch etwas gedulden müssen. Sind diese Regeln alle richtig konfiguriert, sendet der Router die Pakete seiner Packet-Queue gerade so schnell an das Modem, dass diese Pakete nicht in der Packet-Queue des Modems landen. Das wäre so, als hätte man die Queue vom Modem in den Router geholt.

KommandoBeschreibung
InterfaceSelektiert die eingehende Schnittstelle
Enable InterfaceYes: Schnittstelle wird aktiviertNo: Schnittstelle ist nicht aktiv

5.15.1.2 Root Qdisc Parameters

Hinweis

Alle QoS-Regeln werden als User root ausgeführt.

5.15.1.2.1 TBF (Token Bucket Filter)

Aus der Funktionsweise des TBF ergeben sich drei Szenarien:

  • Treffen die zu sendenden Netzwerkpakete mit der gleichen Rate ein, wie TBF neue Tokens erzeugt, darf die QDisc jedes Paket sofort senden.
  • Treffen die Pakete schneller ein, müssen sie warten, bis wieder ausreichend Tokens vorhanden sind. Das drosselt die Senderate auf die Token-Rate.
    Erreichen die Pakete den TBF mit einer geringeren Rate oder kommen gar keine Pakete an, tröpfeln die überschüssigen Tokens wieder in den Bucket. Ist der irgendwann voll, fließen alle folgenden Tokens in den elektronischen Gully. Kommen nun wieder Pakete mit einer hohen Rate an, verbrauchen sie die angesammelten Tokens. Bis zur Bucketgröße darf die QDisc also mit einer höheren Rate senden, als dem TBF eigentlich zusteht. Es kommt zu einem so genannten Burst.
KommandoBeschreibung
Rate (kbit/s)gibt die maximale Verzögerung an, die sich ein Paket verspätet. (Aufenthalt in der Queue)
Burst (Bytes)bestimmt die Bucketgröße und begrenzt damit die Datenmenge bei einem Burst.
Latency (ms)gibt die maximale Zeit in ms an, welche sich ein Paket in de Queue befinden darf.
Peakrate (kbit/s)gibt die maximale Bandbreite an, die während eines Bursts zu Verfügung steht. Die maximale Peakrate ergibt sich aus der durchschnittlichen Paketgröße multipliziert mit der Timerfrequenz.
Mpu (Bytes)die „Minimum Packet Unit“ bestimmt die minimale Token Nutzung für ein Paket.
Minburst (Bytes)bestimmt die Größe des Ausgangsbuckets

Der SFQ (Stochastic Fairness Queueing) sorgt bei einer voll ausgelasteten Leitung für Fairness unter allen aktiven Verbindungen. Dafür werden 127 FIFO-Warteschlangen eingesetzt, welche abwechselnd senden. Ein Hashverfahren entscheidet, welche Verbindung in welcher Warteschlange landet. Jedoch müssen sich gelegentlich mehrere Verbindungen eine Warteschlange teilen, während andere eine Warteschlange alleine nutzen. Um diese Ungleichheit rasch auszugleichen, wechselt SFQ die Hashfunktion oft und garantiert so wenigstens eine stochastische Fairness.

KommandoBeschreibung
PerturbBestimmt die Zeitspanne für die Hashfunktion-Wechsel
QuantumLegt die Anzahl Bytes fest, die eine Warteschlange am Stück senden darf. Dieser Wert muss mindestens so groß sein wie die aktuelle Paketgröße (MTU). Andernfalls bleiben größere Pakete in der Queue hängen.
KommandoBeschreibung
LimitMenge an Bytes, die die Queue aufnehmen kann.
KommandoBeschreibung
LimitAnzahl an Paketen, die die Queue aufnehmen kann.

5.15.1.2.5 DSMARK

DSMARK kontrolliert, überwacht oder ändert den Verkehr der Daten nicht. Es priorisiert nicht, verzögert nicht oder verwirft Pakete auch nicht. Es markiert lediglich das DS-Feldes der Pakete.

KommandoBeschreibung
Number of IndizesDie Klassen sind nummeriert. n ist ein Parameter, der die Größe einer internen Tabelle definiert, welche die Rangfolge der zu durchlaufenden Queue festlegt.
Default Index (optional)Pakete, die auf keine definierte Regel passen, werden in der default-Klasse abgearbeitet. Dieser Wert bestimmt diese default-Klasse.
Set TC-IndexYes: Die Queue-Regel kopiert den TOS-Wert (Type of Service) des Pakets (DS-Wert).

5.15.1.2.6 HTB (Hierarchical Token Bucket)

KommandoBeschreibung
R2QDer R2Q gibt eine Klasse an, die alle nicht klassifizierten Pakete erhält.

5.15.1.2.7 PRIO (Filter)

KommandoBeschreibung
Number of BandsDefiniert eine Klasse. Je größer die Nummer, desto höher ist der Wert der Klasse.

5.15.1.2.8 PRIO (Priomap)

KommandoBeschreibung
Number of BandsDefiniert eine Klasse. Je größer die Nummer, desto höher ist der Wert der Klasse.

Es gibt auch die Möglichkeit, den eingehenden Netzwerkverkehr mit Regeln zu steuern. Diese Implementation unterscheidet sich grundsätzlich von den anderen, da sich ankommende Pakete nicht vor der Schnittstelle anstauen. Folglich lässt sich eine Regel für eingehenden Verkehr nur mit Filtern und Policys verwenden.

5.15.2.1 Interface parameters

KommandoBeschreibung
InterfaceSelektiert die eingehende Schnittstelle
Enable InterfaceSchnittstelle wird aktiviert/deaktiviert
Attached InterfaceGibt an, auf welche Schnittstelle(n) die neue QoS-Regel aktiviert werden soll.

Die Root Qdisc Parameter stimmen mit denen von Kapitel 5.15.1.2 überein.

5.15.3 Interface Statistics

Hier wird die Statistik der ankommenden und abgehenden QoS Interfaces angezeigt.

5.16 SNMP

Das Simple Network Management Protocol (SNMP) ist Teil der Internet Protokoll Familie. Es wurde entwickelt um Netzwerkelemente (Router, Server, Switches, usw.) von einer zentralen Managementstation aus überwachen und steuern zu können.

SNMP definiert ein Community-basierendes Administrations-Framework, um mit ihm die verschiedenen SNMP Elemente verwalten zu können. Jede SNMP-Community ist eine Gruppe von Geräten, die mindestens einen Agent und ein Management-System beinhaltet. Die Eigenschaften, die von einem Agenten über die gemanagte Netzwerkkomponente ausgelesen und verändert werden können, die so genannten »Managed Objects«, werden in der Management Information Base (MIB) festgelegt.

5.16.1 Access Control

Das SNMP Protokoll beinhaltet keine Zugriffs oder Passwort Mechanismen. Im SNMP Access Control Menü können Sie Communitys anlegen und deren Zugriffe und Berechtigungen reglementieren, die über SNMP ausgeführt werden.

KommandoBeschreibung
Community NameName der SNMP Community, welcher der Router angehören soll. Einer SNMP Community muss mindestens ein SNMP Agent und ein gemanagtes System angehören. Sinnvollerweise werden in einer Community verschiedene Arbeitsgruppen (z.B. Internet, Drucker, Vertrieb, Marketing usw.) zusammengefasst. Einzelne SNMP Agents können aber auch in verschiedenen Communitys vertreten sein (z.B. Router).
Source:Default: Alle SNMP Requests werden beantwortet Hostename: SNMP Requests vom angegebenen Host werden akzeptiert Subnet: SNMP Requests vom folgenden Netzwerk (IP-Adresse / Subnet z.B. 192.168.0.0 / 24) werden akzeptiert
Restricted OID:None: Zugriff auf die gesamte MIB erlaubt OID: Der Wert OID (Object Identifier) regelt den Zugriff auf die MIB. Der Zugriff auf den MIB (Management Information Base) Baum wird nur unterhalb des eingegebenen Wertes erlaubt. In der MIB werden alle Eigenschaften, die über SNMP ausgelesen oder verändert werden können festgelegt.
Access Mode:Read Only: Innerhalb der MIB ist nur ein Lesezugriff erlaubt. SNMP kann somit nur den jeweiligen Status oder die Eigenschaft abfragen, aber nicht verändern.Read/Write: Innerhalb der MIB sind Lese- und Schreibzugriffe erlaubt. SNMP kann somit nur den jeweiligen Status oder die Eigenschaft abfragen und verändern.
Process:Yes: aktiviert diese CommunityNo: deaktiviert diese Community

5.16.2 Sysinfo Setup

Die RFC1213-MIB Definition beinhaltet verschiedene managebare Objekte und Funktionsgruppen. Um diese Objekte und Funktionsgruppen übersichtlich gliedern zu können, können Sie im SNMP Sysinfo Setup die Werte sysLocation und SysContact für den Router festlegen.

KommandoBeschreibung
System LocationInformative Angabe zum physikalischen Aufstellort.
System ContactInformative Angaben zum System wie z. B. der Namen der Person, der Gruppe oder der Organisation die für die Wartung Pflege usw. des Nodes verantwortlich ist.

5.16.3 Trap Control

Traps sind unangeforderte Nachrichten, die von einem Agent an ein Management-System gesendet werden, sobald etwas Unvorhergesehenes und für das Management-System interessantes geschieht.

5.16.3.1 SNMP Create New Trap Control

KommandoBeschreibung
Symbolic NameBeschreibung der Trap Control
DestinationHostname: Anfallende Traps werden an den folgenden Host gesendetIP: Anfallende Traps werden an die folgende IP-Adresse gesendet
CommunityName der Trap Community
TypeSNMPv1 Trap Receiver: SNMP Server empfängt SNMP Version 1 TrapsSNMPv2 Trap Receiver: SNMP Server empfängt SNMP Version 2 TrapsSNMPv2 Inform Receiver: SNMP Server empfängt SNMP Version 2 Inform Traps
Processaktiviert/deaktiviert diese Trap Control

In diesem Menü werden die Einstellungen für das SNMP-Monitoring vorgenommen.

KommandoBeschreibung
Send trap on authentication failures:Yes: Der Router sendet einen Trap, wenn eine ungültige Authentifizierung stattgefunden hat.No: Der Router sendet keinen Trap, wenn eine ungültige Authentifizierung stattgefunden hat.
Enable System Monitoring:Yes: aktiviert das Sub-Agent MonitoringNo: deaktiviert das Sub-Agent Monitoring

5.16.4.2 Monitor Running Processes

5.16.4.2.1 SNMP Agent Create Process Monitor

KommandoBeschreibung
Process:Name des Prozesses, der überwacht werden soll.
Max. running instances:Maximale Anzahl der erlaubten Instanzen. Wird kein Wert gesetzt oder der Wert 0 eingetragen, sind die erlaubten Instanzen unendlich.
Min. running instances:Minimale Anzahl der erforderlichen Instanzen. Wird kein Wert gesetzt und der Wert Max. ist nicht gesetzt, dann wird der Wert 1 übernommen
Process:Monitoring für diese Prozess wird aktiviert/deaktiviert

5.16.4.3 Monitor Disk Space

KommandoBeschreibung
Disk mount path 1:Pfad des zu überwachenden freien Speicherplatzes von Device 1.
Minimum limitBei Unterschreitung dieses Wertes wird ein Trap versendet. Bytes: minimaler freier Speicherplatz in Bytes. Percentage: minimaler freier Speicherplatz in Prozent
Disk mount path 2:Pfad des zu überwachenden freien Speicherplatzes von Device 2.
Minimum limitBei Unterschreitung dieses Wertes wird ein Trap versendet. Bytes: minimaler freier Speicherplatz in Bytes. Percentage: minimaler freier Speicherplatz in Prozent
Disk mount path 3:Pfad des zu überwachenden freien Speicherplatzes von Device 3.
Minimum limitBei Unterschreitung dieses Wertes wird ein Trap versendet. Bytes: minimaler freier Speicherplatz in Bytes. Percentage: minimaler freier Speicherplatz in Prozent
KommandoBeschreibung
DestinationPfadangabe der zu überwachenden Datei (z.B.: /var/log/messages)
Max. Size in ByteMaximale Größe der Datei in Bytes
Process:Yes: die Datei wird überwachtNo: die Datei wird nicht überwacht
Hinweis
➢ Die maximale Anzahl der zu definierenden Dateien beträgt 20!
KommandoBeschreibung
Maximum load for 1 minute average:Maximal zulässiger Durchschnitt der CPU Auslastung innerhalb der letzten Minute. Bei Überschreitung des Wertes wird ein Trap gesendet.
Maximum load for 5 minute average:Maximal zulässiger Durchschnitt der CPU Auslastung innerhalb der letzten fünf Minuten. Bei Überschreitung des Wertes wird ein Trap gesendet.
Maximum load for 15 minute average:Maximal zulässiger Durchschnitt der CPU Auslastung innerhalb der letzten 15 Minuten. Bei Überschreitung des Wertes wird ein Trap gesendet.

5.17 SSH Server

SSH ist ein Protokoll, das Benutzern eine Anwahl zum Router ermöglicht, ähnlich Telnet. Jedoch werden alle SSH-Anschlüsse an beiden Enden verschlüsselt und zertifiziert, um zu verhindern, dass Angreifer Kennwörter oder übertragene Daten ausspionieren können.

5.17.1 Authentication

Alle SSH Anwendungen haben ähnliche Optionen wie sich Clients zu authentifizieren haben und wie Meldungen nach dem Login angezeigt werden. Die Einstellungen hierzu sind in diesem Menü durchzuführen.

KommandoBeschreibung
Allow authentication by password?Yes (Default): der Benutzer kann sich mit einem Passwort an Router anmeldenNo: Der Benutzer kann sich nur mit einem Public Key anmelden
Allow login by root?Yes (Default): der Benutzer kann sich als root anmeldenNo: der Benutzer kann sich nicht als root anmeldenOnly with RSA auth: der Benutzer kann sich als root anmelden, wenn eine RSA Authentifizierung durchgeführt wurdeOnly for commands: der Benutzer kann sich als root anmelden, um Kommandos einzugeben
Check permissions on key files?Yes (Default): die Berechtigungen des Benutzers werden anhand der hinterlegten Keys vergebenNo: die Berechtigungen des Benutzers werden anhand des Benutzernamens vergeben
Ignore users' known_hosts files?Yes: der SSH Daemon ignoriert die Home/.ssh/known_hosts während einer RSA AuthentifizierungNo: der SSH Daemon verarbeitet dieHOME/.ssh/known_hosts währen einer RSA Authentifizierung
Pre-login message fileNone (Default): es wird keine Meldung vor dem Login ausgegebenString: die Textmeldung, in der angegebenen Datei, wird vor dem Login ausgegeben
User authorized keys fileDefault (~/.ssh/authorized_keys): die Authentifizierungs-Schlüssel liegen im Default-VerzeichnisString: die Authentifizierungs-Schlüssel liegen im angegebenen Verzeichnis
Permit logins with empty passwords?Yes: die Einwahl mit leerem Passwort wird erlaubtNo (Default): zur Einwahl wird ein Passwort benötigt
Allow RSA authentication?Yes (Default): die Einwahl mit RSA Authentifizierung wird erlaubtNo: die Einwahl mit RSA Authentifizierung wird nicht erlaubt
Display /etc/motd at login?Yes (Default): die Textmeldung, die unter /etc/motd gespeichert ist, wird nach dem Login ausgegebenNo: es wird keine Meldung ausgegeben
Allow login just by hosts.equiv and .rhosts?Yes: die Files hosts.equiv und .rhosts warden zur Authentifizierung bentutz (Sicherheitsrisiko)No (Default): die Files hosts.equiv und .rhosts werden nicht zur Authentifizierung benutzt
Ignore .rhosts files?Yes (Default): der File .rhosts wird bei der Einwahl ignoriertNo: der File .rhosts wird bei der Einwahl nicht ignoriert
Check hosts.equiv and .rhosts for RSA authentication?Yes (Default): die Files hosts.equiv und .rhosts werden zur RSA Authentifizierung benutztNo: die Files hosts.equiv und .rhosts werden nicht zur RSA Authentifizierung benutzt

5.17.2 Networking

Der SSH Server verfügt über Konfigurationsmöglichkeiten zum einstellen der überwachten IP-Adressen, zum festlegen der benutzten Ports und verschiedene Protokolleinstellungen. Im Networking Menü können Sie diese Parameter einstellen.

KommandoBeschreibung
Listen on addressesAll addresses (Default): alle IP Adressen des Routers werden auf eine eingehende SSH Verbindung überwachtEntered below...: nur die folgenden IP Adressen des Routers werden auf eine eingehende SSH Verbindung überwacht
Listen on portDefault (22): der Port 22 des Routers wird auf eine eingehende SSH Verbindung überwachtString: der angegebene Port des Routers wird auf eine eingehende SSH Verbindung überwacht
Disconnect if client has crashed?Yes (Default): der Router beendet die Verbindung automatisch, wenn der Client getrennt wurdeNo: der Router beendet die Verbindung nicht, wenn der Clien getrennt wurde
Allow TCP forwarding?Yes (Default): Benutzer können TCP Verbindungen des Clients in das Netzwerk des Routers tunnelnNo: Benutzer können keine TCP Verbindungen des Clients in das Netzwerk des Routers tunneln
Reverse-validate client IP addresses?Yes (Default): der Router vergleicht den Hostnamen mit der IP Adresse des DNS ServersNo: der Router akzeptiert die IP Adresse ohne Rückfrage an den DNS Server

5.17.3 Access Control

Standardmäßig kann jeder auf dem Router konfigurierte User remote über SSH darauf zugreifen. Hier lassen sich User und Gruppen für den SSH Zugriff festlegen.

Dieses Menü enthält Optionen, die sich in keine der anderen Kategorien einordnen lassen.

Hinweis
➢ X11 ist nicht implementiert!
KommandoBeschreibung
Allow X11 connection forwarding?Yes: ermöglicht Unix/Linux Usern X Anwendungen über SSH aufzurufenNo: unterbindet den Aufruf von X Anwendungen
X11 display offsetDefault: 10String: Definiert das erste Display für das X11 Forwarding
Full path to xauth programDefault: /usr/X11R6/bin/xauthString: Hier wird der Pfad vonxauthangegeben
System log facilityDer syslog-Service wird benutzt um Störungs- und Informationsanzeigen vom SSH-Benutzer zu loggen. Dieses kann in Verbindung mit dem Systemprotokollmodul verwendet werden.Default: alle Dienste geloggtString: nur der ausgewählte Dienst wird geloggt
Logging levelDefault: der Logging-Level ist auf INFO gestelltString: der Logging Level ist auf den eingestellten Wert gesetzt, wobeiQuietden niedrigsten undDebugdas höchste Logging-Level darstellt
Server key sizeDefault: die Authentifizierungs-Key Länge beträgt 128 BitString: definiert die Länge des Authentifizierungs-Keys
Server key regeneration intervalDefault: der SSH Key wird niemals aktualisiertString: der SSH Key wird allen Sekunden aktualisiert
PID fileDefault: die sshd.pid Datei liegt unter /var/run/sshd.pidString: definiert das Verzeichnis in dem die sshd.pid Datei liegt
Use separate unprivileged process?Yes: der SSH Daemon startet verschiedene ProzesseNo: der SSH Daemon läuft nur in einem Prozess

5.17.5 Client Host Options

Für einzelne Host's können hier spezifizierte Regelungen aufgestellt werden.

In diesem Menü können die SSH Optionen für neue lokale Benutzer des Routers festgelegt werden.

KommandoBeschreibung
Setup SSH key for new Unix users.Wenn die Option aktiviert ist, müssen alle neu angelegten lokalen Benutzer zuerst einen SSH Key generieren
Copy new identify.pub to authorized_keysDer SSH Key wird im Home Verzeichnis des Benutzers im File .ssh/authorized_keys abgelegt
Use password as key passphrase.Das Passwort des Benutzers wird als Key verwendet

5.18 SSL Tunnels

In diesem Menü können Verbindungen für den STunnel Dienst konfiguriert und editiert werden.

STunnel arbeitet als universaler SSL Tunnel zwischen Client und Router. Damit wird es möglich, auf einfache Weise beliebige TCP Verbindungen zu verschlüsseln.

KommandoBeschreibung
Service namelegt den Name für diesen SSL Tunnel fest
TCP portGibt den Port an von dem der Tunnel Verbindungen akzeptiert
Active?aktiviert oder deaktiviert den SSL Tunnel
Run inetd style programwenn der Tunnel ein inetd Programm starten soll; geben Sie bei Path to program den kompletten Pfad an; zur Parameterübergabe geben sie den Programmname und den Kommandozeilen Parameter bei with arguments an
Run program in PTYwenn der Tunnel ein Programm im Terminal starten soll; geben Sie bei Path to program den kompletten Pfad an; zur Parameterübergabe geben sie den Programmname und den Kommandozeilen Parameter bei with arguments an
Connect to remote hostwenn sich der Tunnel zu einem Server verbinden soll geben Sie hier den Remote hostname und den Remote port an
SSL certificate and key filewählen Sie Use Webmin's cert wenn das Webmin SSL Zertifikat verwendet werden soll;für ein selbst erstelltes Zertifikat wählen Sie Use cert in file und geben den vollen Pfad dazu an.
Hinweis➢ Laden Sie Ihr selbst erstelltes Zertifikat mit einem SCP Programm auf den Router.➢ Benutzen Sie das Verzeichnis /etc/stunnel.
TCP-wrappers namelassen Sie den TCP Wrapper Name mit Automatic automatisch erstellen, oder legen Sie ihn selbst fest
Tunnel modeAccept SSL and connect normallyRouter arbeitet als Server; nimmt SSL Verbindungen entgegen und übermittelt sie „normal” weiter
Accept normal and connect with SSLRouter arbeitet als Client; nimmt „normale“ Verbindungen entgegen und übermittelt sie SSL verschlüsselt weiter
Outgoing source addressgeben Sie hier die Ausgehende IP Adresse an; mit Automatic wird die Router IP verwendet

5.19 VRRP / Loadbalancer \*

5.19.1 Funktionsweise VRRP

In diesem Menü können Sie VRRP (Virtual Router Redundancy Protocol) Geräte und Abhängigkeiten konfigurieren oder ändern.

Das VRRP sorgt dafür, dass mehrere Router als virtuelle Default Router eingesetzt werden können. Beim Ausfall eines sog. Master-Routers springt ein anderer sog. Backup-Router dynamisch (d.h. ohne manuelle Umschaltung) für den ausgefallenen Master-Router ein und übernimmt direkt dessen Aufgaben. Hierfür tauschen die Router sog. VRRP-Advertisements (RFC 3768) miteinander aus.

5.19.1.1 Verhalten des VRRP-Routers im Backup-Zustand

Im Backup-Zustand überwacht der VRRP-Router, ob der Master-Router noch aktiv ist und regelmäßig seine VRRP-Advertisements sendet. Im Backup-Zustand verhält sich der Router folgendermaßen:

Er darf keinen ARP-Request nach der virtuellen IP-Adresse beantworten.
Er verwirft alle IP-Pakete, die die virtuelle IP-Adresse als Ziel-IP-Adresse haben.

Empfängt ein Router im Backup-Zustand ein VRRP-Advertisement mit der Priorität 0 bzw. läuft der Master_Down_Timer bei ihm ab, führt er folgendes aus:

Der Router versendet seinerseits ein VRRP-Advertisement, in dem er sich als neuer Master-Router bekannt gibt.
Er sendet eine ARP-Response, um die Zuordnung der virtuellen IP-Adresse zur neuen MAC-Adresse bekannt zu machen.
Der Advertisement Timer wird gestartet.
Der Router geht in den Master-Zustand über.
- Falls danach der Router (d.h. bereits im Master-Zustand) ein anderes VRRP-Advertisement - mit höherer Priorität empfängt, geht der Router wieder in den Backup-Zustand zurück.

- mit niedrigerer Priorität empfängt, wird das IP-Paket verworfen, und der Router bleibt weiter im Master-Zustand.

5.19.1.2 Verhalten des VRRP-Routers im Master-Zustand

Befindet sich ein VRRP-Router im Master-Zustand, ist er ab sofort für die Weiterleitung von IP-Paketen in andere IP-Subnetze zuständig. Somit fungiert er als Default Gateway. Im Master-Zustand verhält sich der Router wie folgt:

Er versendet in regelmäßigen Abständen (standardmäßig 1 s) VRRP-Advertisements an die Backup-Router.
Er beantwortet Requests die der virtuellen IP-Adresse entsprechen.
Falls er nicht der "IP Address Owner" ist, verwirft er alle IP-Pakete, die die virtuelle IP-Adresse als Ziel-IP-Adresse haben.
Empfängt der aktuelle Master-Router ein VRRP-Advertisement
- mit höherer Priorität als die eigene, dann wird der Master_Down_Timer gestartet, und er geht in den Backup-Zustand über.
- mit niedrigerer Priorität wird dieses VRRP-Advertisement von ihm ignoriert und verworfen.

5.19.2 Global Definitions

Hier wird eine Email Benachrichtigung aktiviert, welche eine Benachrichtigung versendent wenn eine der VRRP Instanzen ihren Status ändert.

KommandoBeschreibung
Router IDBezeichnung des Routers zur Identifizierung
Notify email addressEmail Adresse an die die Benachrichtigungen gesendet werden
From email addressAdresse die als Absender verwendet wird
SMTP Server IP AddressIP Adresse des Email Servers
SMTP Server Connect TimeoutGibt eine Zeit an wie lange versucht wird den Server zu erreichen

5.19.3 VRRP Instances

Hier werden die eingerichteten VRRP Instanzen aufgelistet. Zudem können die Instanzen verwaltet und neue hinzugefügt werden.

5.19.3.1 Add VRRP Instance

KommandoBeschreibung
Instance NameBezeichnung der VRRP Instanz. (z.B.: M3000_Master). Der Name sollte für jede VRRP Gruppe gleich sein.
Default StateStartet die Instanz mit Master oder Backup Status.
Force ElectionYesNimmt der Maschiene den Master Status.
NoDas Gerät mit der geringeren Priorität bleibt Master wenn ein Partner mit höherer Priorität online kommt.
DelayedDer Statuswechsel erfolgt erst nachnSekunden (Range 0-1000; Default: 0)
InterfaceDie Entsprechende Schnittstelle, die die virtuelle IP im Störungsfall übernehmen soll. (z.B.: eth0)
Traced InterfacesMit überwachte Schnittstellen. Gerät wechselt in den FAULT Status wenn ein der Schnittstellen down geht.
Virtual Router IDVirtual Router ID (integer Wertebereich 1-255) einer VRRP Synchronization Gruppe. Alle VRRP Geräte einer VRRP Gruppe müssen die gleiche VRID besitzen.
PriorityGeben sie hier die Priorität (Wertebereich 1 bis 255) ein, die die Instanz in der VRRP Synchronization Gruppe hat.➢ Der Master einer VRRP Synchronization Gruppe muss die Priorität 255 erhalten➢ Backup Instanzen können im Bereich von 1 bis 254 liegen.
Advert IntervallDieser Wert legt fest, in welchen Zeitabständen VRRP Nachrichten (Advertisements) verschickt werden. (Default: 1 sec)➢ Das Advertisement Intervall muss für alle Router mit der gleichen VRID den gleichen Wert habenDer Wert wird auch zur Berechnung des Master Down Intervalls mit herangezogen.Der Master Down Intervall berechnet sich wie folgt:(3 * Advert Intervall) + ((256 - Priority) / 256)Daraus ergibt sich folgendes: je höher die Priority des VRRP Routers ist, desto geringer das Master Down Intervall, desto schneller wird im Störfall vom Gerät reagiert.
Virtual IP (s)Die virtuelle(n) IP(s) die im Störfall übernommen werden soll(en). z.B.: 192.168.0.50192.168.1.50
Virtual Route(s)Die virtuelle(n) Route(n) die im Störfall übernommen werden soll(en).
Default State:Master: legt fest, dass die Instanz als Master-Instanz arbeitet Backup: legt fest, dass die Instanz als Backup-Instanz arbeitet
Auth. Mode:None: es wird keine Authentifizierung durchgeführtPass: zur Authentifizierung wird ein Passwort verwendetAH: zur Authentifizierung wird ein Authentication Header verwendet
Auth. Password:Geben Sie hier das Passwort ein, das für den Auth. Mode Pass verwendet wird.➢ Die Länge des Passwortes ist auf 8 Zeichen festgelegt. Wird ein Passwort mit mehr als 8 Zeichen verwendet, werden die restlichen Zeichen verworfen. Wird ein Passwort mit weniger als 8 Zeichen verwendet, werden die fehlenden Zeichen mit '0' aufgefüllt.➢ Bitte beachten Sie, das dass Passwort unverschlüsselt über das Netzwerk gesendet wird.
Tracked Interface(s):Hier haben Sie die Möglichkeit Schnittstellen einzugeben, die Überwacht werden (z.B. sync0). Geht die überwachte Schnittstelle down, schaltet die Instanz auch down und gibt den Mastermodus weiter.
Notify Script:das hier angegebene Script wird bei einer Statusänderung ausgeführt
Activate:Instanz aktivieren/deaktivieren

Nach dem Speichern der Konfiguration, muss der Dienst gestartet werden, um die virtuelle IP-Adresse zu übernehmen. Navigieren Sie hierzu in das Menü Networking > Reliability Functions und drücken dort den Button [Build Configuration / Start VRRP & Load Balancer]. Wird der Slave vor dem Master gestartet, übernimmt er die Masterfunktion bis der Master verfügbar ist.

5.19.4 VRRP Synchronization Groups

In diesem Menü werden die Synchronisationsgruppen angezeigt und verwaltet.

5.19.4.1 VRRP Create New Sync. Group

KommandoBeschreibung
Sync. GroupBezeichnung der Sync. Group
Usable InstancesWählen Sie die Instanzen aus, die der Sync. Group angehören sollen.
Activate:Aktiviert/deaktiviert die Sync-Group

5.19.5 Load Balancer Global Settings

Der Load Balancer ist ein »Lastverteiler«, der die Antwortzeiten und Auslastung einzelner Server beurteilen kann um eine Anfrage mit der bestmöglichen Performance zu bedienen. Dazu werden die Anfragen an verschiedene Server verteilt, was bei einem erhöhten Zugriff die Geschwindigkeit erheblich verbessert. Für den Benutzer bleibt dieser Vorgang jedoch verborgen.

Im Global Settings Menu werden allgemeine Einstellungen zum Load Balancing vorgenommen.

KommandoBeschreibung
Load Balancer Symbolic NameName des Load Balancers
Notify email addressBis zu fünf E-Mail Adressen, an die eine Benachrichtigung versendet wird sobald eine Statusänderung eines Realservers erkannt wird.
From email addressAbsender E-Mail Adresse, mit der die E-Mails versendet werden.
SMTP Server IP AddressDie IP Adresse des Simple Mail Transfer Protocol Servers.
SMTP Server Connect TimeoutDer Wert gibt die Zeit in Sekunden an, wie lange versucht wird den SMTP Server zu erreichen. (default: 30 sec)
Connection SynchronizationOFF: Stoppt die Synchronisation.Master: Der Router ist als Synchronization Master festgelegt und sendet Status Meldungen an die Gruppe.Backup: Der Router arbeitet als Synchronization Backup Server und empfängt Statusmeldungen
Synchronization Multicast InterfaceDer Wert legt die Schnittstelle fest, an die der jeweilige Status der aktuell bestehenden Verbindungen als Multicast gesendet wird, wenn der Router als Master arbeitet. Diese Funktion dient dazu, dass die Backup Server der Sync. Gruppe jederzeit über bestehende Verbindungen informiert werden und die Verbindungen bei einem Ausfall des Masters weiter nutzen können. Wenn der Router als Backup arbeitet, werden über dieses Interface diese Multicasts empfangen.
Create Load Balancer config on next startupDer Wert legt fest, ob der Router beim nächsten Start eine neue Konfigurationsdatei anlegt werden soll

5.19.6 Load Balancer Real Servers

Im Load Balancer Real Servers Menu können bestehende reale Server bearbeitet oder neue reale Server hinzugefügt werden.

KommandoBeschreibung
IP AddressDie IP Adresse, unter der der Real Server erreichbar ist.
PortDer IP Port auf, dem der Dienst läuft. Soll kein bestimmter Port verwendet werden, so ist dieses Feld leer zu lassen. Im Direc Routing oder Tunneling Modus müssen Port und der dazugehörige Dienst übereinstimmen.
WeightDer Wert legt die Gewichtung des Real Servers innerhalb einer Sync. Group fest. Je höher die Gewichtung desto mehr Anfragen werden an den Real Server geleitet. Server, die keine neue Anfragen mehr erhalten sollen, (z.B. wegen Wartungsarbeiten) werden mit der Gewichtung '0' angegeben.Sollen alle Anfragen gleichmäßig an alle Real Server verteilt werden, so müssen alle Server die gleiche Gewichtung besitzen. Die Gewichtung hatt einen Wertebereich von 0 - 65535.Default: 1
HealthcheckNoneEs findet kein Healthcheck statt.
TCPHealthcheck wird über TCP mit den nachstehenden Werten durchgeführt.
HTTPHealthcheck wird über HTTP mit den nachstehenden Werten durchgeführt.
SSLHealthcheck wird über SSL mit den nachstehenden Werten durchgeführt.
User DefinedHealthcheck wird über eine eigene Funktion durchgeführt, die als Rückgabewert 0 oder -1 liefern muss.
Connect PortDer Wert bestimmt den TCP Port, der zur Überprüfung verwendet wird.

5.19.7 Load Balancer Virtual Servers

KommandoBeschreibung
IP AddressDie IP Adresse, unter welcher der virtuelle Server erreichbar ist.
PortDer IP Port des virtuellen Servers. Ein Port mit 0 als Adresse ist nur gültig, wenn der Dienst persistent angegeben worden ist. In diesem Fall ist es ein Wild- Card Port, zu dem Verbindungen zu jedem Port zugelassen werden.
Firewall MarkDer Wert ist eine Firewall Markierung, ein Ganzzahlwert größer als 0, um einen virtuellen Service anzudeuten anstatt einer Adresse, eines Ports und eines Protokolls (UDP oder TCP). Das markieren von Paketen mit einer Firewall Markierung wird konfiguriert mit der -m|--Markierungs Option von IPtables. Sie kann benutzt werden, um einen virtuellen Service zu erstellen, der mit dem gleichen Real Server assoziiert wird, um mehrere IP Adressen, Ports und Protokoll triplets zu umschreiben. Firewall markierte virtuelle Services ermöglichen eine bequeme Methode verschiedene IP Adressen, Ports und Protokolle zu einem einzigen Virtuellen Service zu gruppieren. Das ist nützlich für eine einfachereKonfiguration, wenn eine große Anzahl von virtuellen Diensten benötigt wird und Gruppenpersistenz wichtiger ist, als viele multiple virtuelle Dienste.
Check IntervallDer Wert gibt die Zeit in Sekunden an, die zwischen den einzelnen Überprüfungen des Real Servers liegen.
Persistence TimeoutDer Wert gibt die Zeit in Sekunden an, die eine aufgebaute Verbindung an den bestehenden Server gebunden ist. Diese Option ist in Verbindung mit Protokollen wie SSL oder FTP sinnvoll, da es wichtig ist, dass die Clients konstant mit dem gleichen Real Server verbunden sind.
Scheduling MethodRound RobinDie eingehenden Anfragen werden nacheinander und regelmäßig den einzelnen Servern zugewiesen. Dieses Verfahren eignet sich nur, wenn alle Server identisch ausgerüstet sind. Es kann die unterschiedliche Auslastung der Server jedoch nicht verhindern.
Weighted Round RobinBei diesem Verfahren wird der Leistungsfähigkeit der einzelner Real Server Rechnung getragen. Schwächere Systeme werden bei der Verteilung sporadisch übersprungen und Server mit einen höheren Gewicht werden gelegentlich zweimal angewählt. Die Gewichtung bezieht sich auf den im Real Server eingetragenen Wert 'Weight'.
Least-ConnectionDie Vergabe einer neuen Verbindung erfolgt an den Server, der die geringste Zahl an offenen Verbindungen aufweist. Vor dem Hintergrund, dass nicht jede Session dieselbe Last erzeugt, kann es folglich trotzdem zur Überlast einzelner Server kommen.
Weighted Least-ConnectionBei diesem Verfahren werden die offenen Verbindungen über eine Gewichtung normalisiert. Leistungsfähigere Server erhalten folglich mehr Verbindungen zugewiesen, als Server mit einer geringeren Kapazität. Die Gewichtung bezieht sich auf den im Real Server eingetragenen Wert 'Weight'.Source HashingBei diesem Verfahren werden Jobs durch Nachschlagen in einer statischen Hash Tabelle, die der virtuelle Server anhand verschiedener Kriterien anlegt, aufgrund ihrer Quell IP-Adresse den einzelnen Server zugewiesen. Das 'Source Hashing' kann bei Überschreitung der zulässigen Verbindungen (2*Weight) zum kompletten Ausfall des Systems führen.
Destination HashingBei diesem Verfahren werden Jobs durch Nachschlagen in einer statischen Hash Tabelle, die der virtuelle Server anhand verschiedener Kriterien anlegt, aufgrund ihrer Ziel IP-Adresse den einzelnen Server zugewiesen. Das 'Destination Hashing' kann bei Überschreitung der zulässigen Verbindungen (2*Weight) zum kompletten Ausfall des Systems führen.
Locality-Based Least-ConnectionWeist Verbindungen, die in Richtung der gleichen IP-Adresse gehen, den gleichen Server zu, wenn der Server nicht mit Verbindungen überladen und verfügbar ist. Andernfalls weist der Algorithmus Verbindungen Servern mit weniger Verbindungen zu und nimmt diese Einstellung für zukünftige Zuordnungen.
Forwarding MethodNATBei diesem Verfahren erfolgt die Ansteuerung der einzelnen Real Server via NAT. Das bedeutet, dass jedes Paket zwischen Client und Server den Load Balancer durchläuft: Auf dem Weg zum Server wird dabei die Ziel-Adresse des Datenpakets durch die IP eines Backend-Systems ausgetauscht. Auf dem Rückweg wird dagegen wieder die offizielle IP des Load Balancers als Absender-Adresse eingetragen. In den Real-Servern sollte eine Default-Route auf die IP des Load Balancers eingetragen werden.
Direct RoutingBei diesem Verfahren erhält der Load Balancer alle Pakete, die ein Client an einen Real Server schickt. Er ersetzt die Ziel-MAC-Adresse jedes Datenpaketes durch die MAC-Adresse des Real Servers und leitet damit jedes Paket direkt an den zuständige Server weiter. Der so adressierte Real Server bearbeitet die Anfrage und sendet die Antwort-Pakete direkt zum Client zurück. Die IP-Stacks der Real Server müssen dabei so konfiguriert sein, dass sie nicht! auf ARP-Anfragen zur Service-IP antworten, nur der Load Balancer darf auf die Service-IP antworten.
TunnelingBei diesem Verfahren passieren lediglich die Pakete in Richtung des Real Servers den Load Balancer. Die Weiterleitung der Pakete erfolgt bei diesem Verfahren durch IP-IP-Tunnel, die zwischen Load Balancer und Backend-Systemen aufgebaut werden.
Usable Real ServersHier können Sie einen bestehenden Real Server auswählen.
HTTP VirtualhostDer Wert gibt einen virtuellen HTTP Host an.
Sorry Server IPIP des Servers, der die Verbindungen annehmen soll, wenn alle zur Verfügung stehenden Real-Server nicht verfügbar sind und keine Verbindungen mehr annehmen können.
Sorry Server PortPort des Servers, der die Verbindungen annehmen soll, wenn alle zur Verfügung stehenden Real-Server nicht verfügbar sind und keine Verbindungen mehr annehmen können.
ActivateDer virtuelle Server ist aktiviert/deaktiviert.

5.20 WLAN

Unter Networking > WLAN kann die WLAN Schnittstelle auf Ihre Anforderungen angepasst werden. Auf der Menü Übersicht können neue/weitere WLAN Profile hinzugefügt, der Country Code gesetzt und der WLAN Dienst gestartet/gestoppt werden.

Voreingestellte WLAN KonfigurationSSIDTDT-AP
Channel1 (2412 MHz)
VerschlüsselungWPA+WPA2-PSK (AES/CCMP + TKIP)
Pre Shared Key (ASCII)tdt-Router

ACHTUNG!

Bitte aus Sicherheitsgründen unbedingt den Pre Shared Key ändern!

KommandoBeschreibung
Networkname (SSID)Name über den das Netzwerk für Clients/Stations erreichbar ist
Broadcast SSIDDefiniert ob die SSID für Clients/Stations sichtbar sein soll
Enable IEEE 802.11dWird IEEE 802.11d aktiviert, arbeitet der Router mit den, für den auf der WLAN Übersicht unterCountry Codespezifizierten Bereich zugelassenen Standards
Operation ModeLegt die Übertragungsgeschwindigkeit und das Frequenzband der WLAN-Verbindung fest. Verfügbare Modi:IEEE 802.11a (5GHz)IEEE 802.11b (2,4GHz)IEEE 802.11g (2,4GHz)IEEE 802.11g/n (2,4GHz withc N-capability)IEEE 802.11a/n (5GHz with N-capability)
Channel NumberLegt den Kanal für die Datenübertragung fest.
Security SystemLegt die Art der WLAN-Verschlüsselung fest.
KommandoBeschreibung
PSK FormatLegt das Format des geheimen Schlüssels fest
PSK(Pre-Shared Key) geheimer Schlüssel.Bei dem PSK Format HEX wird eine Schlüssellänge von 64 Zeichen benötigt.Bei ASCII müssen mindestens 8 und maximal 63 Zeichen verwendet werden.
KommandoBeschreibung
Supported channel width setDefiniert den zu verwendenden Kanalabstand, bei HT40 (High-Throughput) können nur die unten angegebenen Kanäle bei Channel Number vergeben werden.
20 MHz onlyVerwendet einen Kanalabstand von 20 MHz.
HT40+Erhöht den Kanalabstand aufsteigend auf 40 MHz.Frequenz Kanäle2.4 GHz 1-7 (1-9 in Europa/Japan)5 GHz 36,44,52,60
HT40-Erweitert den Kanalabstand absteigend auf 40 MHz.Frequenz Kanäle2.4 GHz 5-135 GHz 40,48,56,64
Short GI for 40 MHzVerwendet ein kürzeres Guard Intervall und erhöht dadurch die Datenrate. Sollte bei Problemen deaktiviert werden
DSSS/CCK Mode in 40 MHzErlaubt Clients/Stations DSSS bzw. CCK Modus zu verwenden
KommandoBeschreibung
Enable WDS (4-address frame) supportErmöglicht die Wireless Distribution System (WDS) Unterstützung für den Access Point.Dies wird z.B. benötigt wenn die WLAN Schnittstelle bei Access Point und Station mit anderen Interfaces zu einer Bridge zusammengefast ist.
Beacon Interval(Leitstrahl-Intervall) gibt die Zeitspanne vor, in der der Access Point den Clients mittels eines Broadcast die SSID mitteilt (Default: 100)
DTIM period(Delivery Traffic Indication Message) informiert die Clients über die nächste Datensendung und deren Interfall, Beacon
Maximum number of stationsDefiniert die Anzahl der maximal zugelassenen Clients/Stations für das aktuelle WLAN Profil. (1 - 2007; Default: 2007)
RTS/CTS thresholdSchwellenwert ab wann ein (RTS/CTS, Ready to Send/Clear to Send) Handshake-Signal zwischen Router und Client gesendet wird um Hidden-Station-Probleme zu vermeiden (Default: Disabled)
Fragmentation thresholdDefiniert ab welcher Größe Datenpakete fragmentiert gesendet werden (Default: Disabled)
Supported ratesHier werden die von der Hardware unterstützten Datenraten eingetragen
Basic rate setHier wird die Grundübertragungsrate festgelegt
KommandoBeschreibung
AuthenticationOpen: es findet keine Authentifizierung statt.Shared: Authentizierung erfolgt mittels geheimen SchlüsselOpen/Shared: beide Varianten können auf Clientseite verwendet werden.
Key IndexLaufende Nummer bei mehreren Schlüsseln
Key FormatBestimmt das Schlüsselformat
KeyNetzwerkschlüssel. Die Schlüssellänge ist je nach Auswahl des Key Format unterschiedlich. HEX benötigt eine Länge von 10, 26 oder 32 Zeichen, bei ASCII werden 5, 13 oder 16 Zeichen
KommandoBeschreibung
IEEE 802.1X/EAPOL versionhier wird die EAPOL Version (Extensible Authentication Protocol over LAN) festgelegt
EAP Serverlegt fest ob ein externer RADIUS (Remote Authentication Dial-In User Service) Server oder der im Router integrierte EAP Server verwendet werden soll

5.20.6.1 Radius client configuration

KommandoBeschreibung
Own IP address (used as NAS-IP)IP Adresse zum Identifizieren der NAS Anfrage
NAS-IdentifierName zum Identifizieren der NAS Anfrage
Authentication server addressIP Adresse des Authentication Servers
Authentication server portPort des Authentication Servers (Default: 1812)
Authentication server secretstragen Sie hier den festgelegten »Shared Secret« Schlüssel des Authentication Servers ein
Accounting server addressIP Adresse des Accounting Servers
Accounting server portPort des Accounting Servers (Default: 1813)
Accounting server secretstragen Sie hier den festgelegten »Shared Secret« Schlüssel des Accounting Servers ein
Interim accounting update intervalZeitraum in Sekunden zwischen jeder Aktualisierung, die vom NAS gesendet wird

5.20.6.2 Internal EAP server configuration

KommandoBeschreibung
File path to CA certificate filegeben Sie hier den vollständigen Pfad der CA Zertifikat Datei an
File path to server certificate fileAngabe des vollständigen Pfad der Server Zertifikat Datei
File path to server private key filehier geben Sie den vollständigen Pfades der »Private Key« Datei
Password for private key filePasswort für die »Private Key« Datei

5.20.6.2.1 EAP User Einstellungen

KommandoBeschreibung
Username / IdentityUsername / Identität des Benutzers
Username / Identity matchexact matchder Username muss exakt übereinstimmen
prefix matchder Username muss mit dem angegebenen String beginnen
any (*)jeder Name wird akzeptiert
EAP Method(s)wählen Sie hier die zu verwendende(n) Authentivizierungs-verschlüsselung(en)
PasswordPasswort für den Benutzer
Phasewählen Sie die zu benutzende Phase

Durch eine Überprüfung der MAC Adresse kann der Zugriff per WLAN gewährt oder verweigert werden.

KommandoBeschreibung
Offkeine Überprüfung der MAC-Adressen
Deny unless MAC address is in the following accept listnur eingetragenen MAC-Adressen wird der Zugriff gewährt
Accept unless MAC address is in the following deny listeingetragenen MAC-Adressen wird der Zugriff verweigert

Um MAC Adressen hinzuzufügen wird die Adresse angegeben und mit dem [Add] Button hinzugefügt. Optional kann auch eine Beschreibung angegeben werden um die MAC Adressen besser zuordnen zu können.

5.21 WWAN

Bei Routern die mit einem LTE Modem ausgestattet (Cxxxxl) sind ist ein Verbindungsaufbau mittels WWAN erforderlich.

Bei Routern die mit einem Mobilfunk-Modem ausgestattet sind (Cxxxxh oder Cxxxxl) wird der Verbindungskonfiguration mittels Networking > WWAN durchgeführt.

Hinweis

Um eine Verbindung aufzubauen ist es nötig die konfigurierte WWAN Schnittstelle über Networking > Connection Management zu starten.
Für einen aktiven Verbindungsaufbau wird die Verwendung des Connection Manager empfohlen, da hier ein Monitoring der Verbindung möglich ist.

Die verfügbaren WWAN Module/Schnittstellen werden auf der Hauptseite angezeigt.

Auf der Interface Seite, erreichbar durch einen Klick auf die Bezeichnung des Interfaces, können die Global Parameters und die Parameter für SIM1 und SIM2 eingesehen und konfiguriert werden.

5.21.1 Global

KommandoBeschreibung
Active SIM after bootupAn dieser Stelle kann der SIM-Slot ausgewählt werden, der beim Systemstart zuerst initialisiert wird.Das kann hilfreich sein, wenn der Router über ein Monitoring System überwacht wird.
Hinweis➢ Bei der Initialisierung wird keine WWAN Verbindung aufgebaut, dies geschiet erst durch den Connection Manager➢ Dieses Feature funktioniert nicht wenn die eingelegte SIM-Karte durch einen PIN geschützt ist.

5.21.2 SIM1/2 Parameters

KommandoBeschreibung
StatusZeigt den Status der entsprechenden SIM Karte an
Network TechnologyDefiniert welche Technologien verwendet werden dürfen. Der Verbindungstyp wird nach Verfügbarkeit ausgewählt
2Gverwende 2G Verbindungen (GPRS/EDGE)
3Gverwende 3G Verbindungen (UMTS/WCDMA bis HSPA+)
4Gverwende 4G Verbindungen (LTE)
GSM Network RegistrationLegt fest ob eine Registrierung im Sprachkanal durchgeführt werden soll oder nichtHinweis➢ Hilfreich bei Verwendung von MultiSIM-Karten, da der Router bei »parallel ringing« Anrufe abweist
PINWenn nicht deaktiviert muss hier die PIN der SIM-Karte eingetragen werdenNach erfolgreicher Authentifizierung der PIN kann diese hier deaktiviert/disabled oder geändert werden.Sollte eine Eingabe der PUK erforderlich sein, kann dieser hie eingegeben werden.
Public Land Mobile NetworkMit diesem Parameter kann explizit ein Provider für die Verbindung definiert werden.Dies kann nützlich, oder nötig sein, wenn mehre Provider zur Verfügung stehen um einen Wechsel zwischen den Providern zu unterbinden.Die »Public Land Network Code« setzt sich auf dem dreistelligen Mobile Country Code (MCC) und dem zwei-/dreistelligen Mobile Network Code (MNC) zusammen und wird ohne Trenn- oder Leerzeichen angegeben. (siehe 15.2 Wichtige Informationen)
APNAccess Point Name des Mobilfunk Providers
AuthenticationWenn eine Autentifizierung am APN erforderlich ist, wird der Authentifizierungstyp hier konfiguriert
Auth. UsernameFeld für den vom Provider zugewiesenen Username
Auth. PasswordDas Passwort für den Account

6 Das Diagnose Menü

Das Connection Manager Diagnose Modul zeigt Statusinformationen zum Connection Manager Prozess an, sowie Informationen und Fehlermeldungen der Verbindungen. So können hier zum Beispiel die letzten, die Verbindung betreffenden, Fehlermeldungen ausgelesen werden.

6.2 Distribution Information

Im Distribution Information Menü werden die installierten Softwaremodule, Versionsnummern und optional das dazugehörige Konfigurationsfile angezeigt. Bitte halten Sie diese bei einem Anruf beim TDT Expert Support bereit.

CLI-Äquivalent:

Im status Menü gibt der Befehl id die Firmware und Softwaremodul Version aus.

6.3 GSM Modem State

Auf dieser Seite finden Sie Informationen zum aktuellen Status des GSM Modems. Je nach Modem Typ können unterschiedliche Informationen angezeigt werden.

Hier können IMEI und IMSI eingesehen werden. Zudem finden sich Informationen zum Registration Status, Netzbetreiber, Verbindungstyp, Location Area Code (LAC), Zell ID und die Signalstärke.

CLI-Äquivalent:

Das Kommando modemstat im status gibt diese Angaben auch wieder.

6.4 IPSec VPN

Hier werden die Statusinformationen (Verbindungsname, ISAKMP SA Status und die Zeit bis zur Reautentifizierung, IPSec SA Status und Zeit bis zum Rekeying, sowie Our und Peer IP) zu den aufgebauten IPSec Tunneln angezeigt.

Zudem können hier einzelne Tunnel getrennt werden.

Durch einen Klick auf den Verbindungsnamen erreicht man zudem weitere Informationen. So werden hier noch die ID's, die getunnelten Subnetze, die ausgehandelten IKE- und ESP-Algorithmen und die verwendete IKE Version ausgegeben. Ausserdem werden die aktiven SPI's (Security Parameters Index) angezeigt.

6.5 Load Balancer

6.5.1 Load Balancer Statistics

Hier finden Sie die Statistik des Load Balancers, wobei folgende Informationen angezeigt werden.

KommandoBeschreibung
Virtual ServerDie IP-Adresse des Virtuellen Servers.
Real ServerDie IP-Adresse des Real Server.
ForwardArt der Verbindungsweiterleitung.
WeightDie Gewichtung der Verbindung.
Active ConnectionsAnzahl der aktiv bestehenden Verbindungen.
Inactive ConnectionsAnzahl der inaktiv bestehenden Verbindungen z.B. Aufgrund eines noch nicht ausgelaufenen Persist.
Statistic DetailsUnterhalb dieses Links werden die übertragenen Pakete der jeweiligen Verbindung angezeigt.

6.5.2 Load Balancer Connections

Die Übersicht über den Status der eingerichteten Load Balancer Verbindungen.

KommandoBeschreibung
ProtocolDer Wert gibt das Protokoll der bestehenden Verbindung wieder
Expirezeigt die Zeit in Minuten:Sekunden nach der die Session ausläuft
StateAnzeige des Verbindungstatus
SourceIP-Adresse und Port des Clients
VirtualIP-Adresse und Port des Virtuellen Servers
DestinationIP-Adresse und Port des Real Server

Mit Hilfe der Log File Rotation wird gewährleistet, dass der Speicher des Routers nicht vollgeschrieben wird. Dazu werden die Log Dateien zyklisch auf Ihre Größe geprüft und entsprechend rotiert, das heißt die Dateien werden umbenannt (z.B. messages nach messages.1). Nach erreichen einer definierten Anzahl an rotierten Dateien werden die gelöscht.

6.7 PPP

Im Bereich PPP werden die aufgebauten Verbindungen mit den zugewiesenen IP-Adressen angezeigt.

In diesem Menü werden alle auf dem Router laufenden Prozesse aufgelistet. Dies kann zu Analysezwecken vorteilhaft sein.

Es stehen verschiedene Ansichten zur Verfügung:

AnsichtBeschreibung
PIDNach Prozess ID geordnetZusätzlich werden noch der Owner (Start-User des Dienstes), das Start-Datum oder die Start-Zeit und das zugehörige Kommando angezeigt
UserProzesse nach User aufgelistet sortiert nach CPU-AuslastungHier werden noch die Prozess ID, die CPU-Auslastung, das Start-Datum oder die Start-Zeit und das zugehörige Kommando angezeigt
MemoryProzesse nach benutztem Speicherplatz sortiertAngezeigt werden die Prozess ID, der Owner (Start-User des Dienstes), die Größe und das zugehörige Kommando
CPUSortierung nach CPU-AuslastungHier werden die Prozess ID, der Owner (Start-User des Dienstes), die CPU-Auslastung und das zugehörige Kommando
SearchHier können die Prozesse nach verschiedenen Parametern durchsucht werden
Run..Unter »Command to run« können Kommandozeilenbefehle abgesetzt werden. So lässt sich hier z.B. ein ping ausführenHinweis➢ Der Router sendet die Ping Anfragen kontinuierlich, daher empfiehlt es sich den Parameter -c (count) zu verwenden, z.B. -c 4 für vier Ping Echo Requests, wie bei Windows Geräten.

CLI-Äquivalent:

Im Menü status der CLI lässt sich mit processes die Linux Kommandozeilenansicht der laufenden Prozesse aufrufen.

6.9 System Information

Diese Seite zeigt eine Vielzahl von Informationen zum System, zur verwendeten Hardware, über das Netzwerk, den Speicherverbrauch und zum Dateisystem an.

6.10 System Logs

Im Menü System Logs lassen sich bestehende Log-Dateien in der Weboberfläche ansehen, verwalten und neue Logs hinzufügen.

Um das Verhalten des Routers zu analysieren, oder Systemausgaben anzuzeigen kann hier das Routerlog angezeigt werden. Dazu ist nur ein Klick auf den View... Link in der Zeile File /var/log/messages nötig.

Auf der folgenden Seite kann man die Anzahl der ausgegebenen Zeilen anpassen und/oder einen Filter setzen.

CLI-Äquivalent:

Im status Menü kann das Logfile mit dem Befehl view_log angesehen und mit trace_log live wiedergegeben werden.

6.10.1 Logausgabe über eine SSH Verbindung

Nach erfolgter SSH-Anmeldung kann in neueren Firmware Versionen folgender Befehl abgesetzt werden:

Beispiel
log 

Es erscheint eine »live«-Ausgabe des Systemlogs, alle aktuellen Ereignisse werden direkt auf dem Bildschirm ausgegeben. Bei dem Befehl handelt es sich um einen Alias für tail -F /var/log/messages.

Optional kann durch Anfügen des -n Parameters noch die maximale Anzahl an ausgegebenen Zeilen definiert werden (z.B. 100 Zeilen):

Beispiel
log -n100 

Zusätzlich lässt sich das Live Log mittels grep oder egrep filtern, wobei grep nur einen Sentense suchen kann. Hierfür wird der grep Befehl mittels Pipe Operator (I) hinten angehängt.

Dieses Beispiel zeigt interessante Connection Manager Einträge an. Zudem lässt sich der Suchfilter auch auf Dateien anwenden:

Unter diesem Menüpunkt lässt sich der Webmin Actions Log nach verschiedenen Parametern durchsuchen.

7 Das Permanent Save Menü

7.1 Save Config

Das Betriebssystem bei Geräten der C-, M- und G-Serie läuft nur im Arbeitsspeicher. Anpassungen die in den einzelnen Konfigurationsmodulen durchgeführt und dort mit Save oder Apply übernommen wurden, greifen nur zur Laufzeit.

Zum Abzuschließen einer Konfiguration ist es daher nötig die durchgeführten Änderungen dauerhaft zu speichern.

Dazu wechselt man auf die Seite Permanent Save und drückt auf Save Config.

Achtung!

Um die aktuelle Konfiguration inklusive aller Einstellungen und Anpassungen dauerhaft zu übernehmen ist es nötig Permanent Save > Save Config auszuführen, da die Änderungen sonst bei einem Neustart verloren gehen.

CLI-Äquivalent:

Im Hauptmenü der CLI wird der Permanent Save mit write ausgeführt.

7.2 Save System to USB (nur bei M- und G-Serie)

Bei Geräten der M- und G-Serie ist es möglich das komplette System auf einen USB Stick zu sichern. Dazu wird ein TDT USB Init-Stick benötigt.

  • Verbinden Sie den von TDT gelieferten USB Init-Stick mit einer USB Schnitstelle.
    Der Backup-Vorgang wird mit Permanent Save > Save System to USB gestartet, optional ist das mit dem Befehl save_system_to_usb aus der Kommandozeile möglich.
    Der Vorgang kann mehrere Minuten dauern.
    Achtung: Entfernen Sie den USB Init-Stick nicht bevor die Meldung System backup finished erscheint.

Um ein So gesichertes System wieder herzustellen, wird wie in Kapitel 9.2 (Wiederherstellung des Auslieferungszustandes > M3000 / G5000 ) beschrieben verfahren.

Achtung!

Es wird nur das aktuell laufende System auf den USB Stick gesichert.

Bei der Wiederherstellung mit dem USB Stick wird das Backup auf beide Systeme geschrieben.

8 Konfiguration sichern und wiederherstellen

Hinweis

Es wird empfohlen die Konfiguration nach Abschluss aller Einstellungen lokal zu sichern.
Die hier aufgeführten Sicherungsmöglichkeiten unterscheiden sich in Umfang und Routine.
Eine Sicherung kann nur auf dem Weg zurückgespielt werden auf dem sie erstellt wurde.

8.1 Konfiguration sichern

8.1.1 Webinterface

Zum Sichern der Konfiguration loggen Sie sich über den Browser auf das Webinterface des Routers ein und navigieren Sie zu System > Configuration Handling.

TDT C1550l - Webinterface - 1

Abbildung 24: Konfiguration sichern und wiederherstellen

Hier vergeben Sie im oberen Feld (Backup/Restore/Delete) bei Enter filename: einen beliebigen Namen für die Konfiguration und speichern diese mit dem Button [Backup].

Im zweiten Schritt wählen Sie im Bereich Download Configuration die gesicherte Konfiguration aus. Drücken Sie dazu den [...] Button um den Auswahldialog zu öffnen.

Über den Download Button kann jetzt die gewählte Konfiguration auf der lokalen Festplatte gespeichert werden. Nun können Sie diese Konfiguration als Email-Anhang verschicken (z.B. zur Fehleranalyse an den TDT Expert Support) oder um sie als Backup zu archivieren.

8.1.2 CLI

Hinweis

Zum lokalen Sichern der Konfiguration mittels CLI, wird ein SCP Programm, z.B. die Freeware »WinSCP« benötigt. Diese können Sie unter http://winscp.net kostenlos downloaden.

Loggen Sie sich zum Sichern der Konfiguration in der CLI ein. In der Hauptebene tippen Sie den Befehl save ein und bestätigen mit [Enter]. Die Konfigurations-Datei wird auf dem Router unter /tmp/ gespeichert.

Beispiel:

TDT(CLI): save test0

save_config to test0

OK

In unserem Beispiel wird die Datei unter /tmp/test0 abgelegt.

Starten Sie nun »WinSCP« und loggen sich auf die IP des Routers ein. (User und Passwort wie für SSH).

tmp - root@192.168.0.50 - WinSCP Lokai Markieren Daten Befehle Sitzung Einstellungen Enfernt Hilfe Standard D: Lokaler Datenträger D:\Sicherung\C1500_001 Name Erweiterung Gröde Typ Geändert Altr .. Darüberlegend .. 11.02.2010 ... test0 2.914 Datei 11.02.2010 ... a test0.tar.gz 803.423 cz Archive 11.02.2010 ... a Name Erweiterung Gröde Geändert Rechte Besitzer .. 07.01.2010 11:32... rwxr-xr-x root gsin-stats 11.02.2010 10:03... rwxrwxrwx root opio_admin_socket 0 09.02.2010 15:58... rwxr-xr-x root test0 2.91+ 11.02.2010 09:56... rwxr-r-- root 0 B von 787 KiB in 0 von 2 0 B von 2.914 B in 0 von 3 F2 Umbenennen F4 Bearbeiten F5 Kopieren F6 Verschieben F7 Verzeichnis erstellen F8 Löschen F9 Eigenschaften L F10 Beenden SFTP-3 0:03:23

Abbildung 25: Sie sehen nun links im Fenster Ihre lokale Festplatte und rechts die Ordnerstruktur des Routers

Navigieren Sie auf dem Router in das Verzeichnis /tmp und kopieren Sie aus diesem Verzeichnis wahlweise per Kontextmenü oder Drag & Drop die entsprechende Datei auf Ihre lokale Festplatte. Nun können Sie diese Konfiguration als Email-Anhang verschicken oder archivieren.

Hinweis

Bei der Sicherung in der CLI werden nur die Parameter aus der Übersicht TDT(CLI/status/show): running-config gespeichert.

8.2 Konfiguration wiederherstellen

8.2.1 Webinterface

Zum Wiederherstellen einer bereits gesicherten Konfiguration Webinterface des Routers ein und navigieren Sie zu System > Configuration Handling.

Drücken Sie im Bereich Upload Configuration den [Durchsuchen...] Button um lokal die Datei auszuwählen die auf dem Router eingespielt werden soll.

Wählen Sie nun im oberen Feld bei Backup/Restore/Delete den [...] Button um die hochgeladene Konfiguration zu auszuwählen, oder geben Sie bei Enter filename: den Namen der bestehenden Konfiguration an und spielen diese mit dem [Restore] Button wieder ein.

Achtung!

Alle existierenden Einstellungen gehen hierbei verloren.
Um die Wiederherstellung abzuschließen muss der Router neu gestartet werden.

8.2.2 CLI

Zum Wiederherstellen einer bereits gesicherten Konfiguration loggen Sie sich bitte mit »WinSCP« auf den Router ein. Navigieren Sie auf Ihrer lokalen Festplatte der Konfigurations-Datei die wieder hergestellt werden soll, wechseln auf dem Router in das Verzeichnis /tmp und kopieren die gesicherte Konfiguration auf den Router.

Loggen Sie sich in der CLI ein, tippen in der Ebene Hauptmenü den Befehl load ein und bestätigen mit [Enter]. Die Konfigurations-Datei wird auf den Router zurückgespielt.

Achtung!

Alle existierenden Einstellungen gehen hierbei verloren.
Um die Wiederherstellung abzuschließen muss die Konfiguration mittels write übernommen, und der Router mit reboot neu gestartet werden.

Beispiel:

TDT(CLI): load test0

Load configuration... Done

9 Wiederherstellung des Auslieferungszustandes

Sollte sich der Router in einem Zustand befinden in dem keine Verbindung mehr möglich ist, kann ein Rücksetzen in den Auslieferungszustand nötig werden.

Zum Wiederherstellen wird nach den gerätespezifischen Anleitungen vorgegangen.

Hinweis

Mit dem »Configuration Handling« erstellte Konfigurationen bleiben dabei auf dem Router gespeichert.

9.1 C-Serie

Drücken Sie den Reset-Button mit einem dünnen Gegenstand (z.B. Büroklammer) für mindestens 15 Sekunden.
- Während dieser 15 Sekunden beginnen nacheinander alle 3 LEDs zu leuchten.
Jetzt erfolgt das wiederherstellen der Factory Settings, und ein automatischer Neustart.

Der Reset-Button bei der C-Serie kann aber auch verschiedene andere Funktionen ausführen.

Beim Drücken des Reset-Buttons leuchten die LEDs Power, L1 und L2 nacheinander auf. Je nach Kombination der LEDs führt das Loslassen den Buttons verschiedene Funktionen aus:

aktive LEDZeitFunktion
Power0 - 3 SekundenReboot des C1500
Power, L14 - 14 SekundenDer C1500 schaltet ab
Power, L1, L2≥ 15 SekundenWiederherstellung des Auslieferungszustandes (Factory Reset) und Reboot des Routers

9.2 M3000 / G5000 / L-Serie

Fahren Sie das System möglichst geregelt herunter. Über das Webinterface wird dies unter System > Bootup and Shutdown mit dem Button [Shutdown System] ausgeführt, oder in der Komandozeile mit dem Befehl halt.
Verbinden Sie den von TDT gelieferten USB Init-Stick mit einer USB Schnitstelle, und starten das Gerät neu.
Das Gateway erkennt den USB Init-Stick beim Bootvorgang und stellt automatisch die original Firmware oder das gesicherte System (siehe Kapitel 7.2) wieder her.
Der Vorgang kann mehrere Minuten dauern.
Das Ende der Wiederherstellung wird durch 10 akustische Signale angezeigt und das Gerät schaltet sich ab.
Nach dem Wiederherstellen entfernen Sie den USB Init-Stick und starten Ihr Gerät neu.

Achtung!

Bei einer Wiederherstellung mit dem USB Stick werden beide Systeme überschrieben.

10 Firmware Update

Die Router der C-, M-, G- und L-Serie arbeiten standardmäßig mit 2 Betriebssystemen.

Bei einem Update des Betriebssystems wird immer nur das momentan inaktive Betriebssystem aktualisiert.

Hinweis

Ab Firmwareversion xx.5.0, haben Sie die Möglichkeit ein differenzielles Update Version an den TDT Expert durchzuführen. Dazu wenden Sie sich bitte, unter Angabe Ihrer aktuellen Firmware Support.
Zum Upload der neuen Firmware wird ein SCP Programm, z.B. die Freeware »WinSCP« benötigt. Diese können Sie unter http://winscp.net kostenlos downloaden.
Das aktuelle System bleibt bei einem Update unverändert. Somit ist ein Wechsel zurück auf die vorherige Version ohne Probleme möglich.
Wärend dem Updateprozess wird der Fortschritt angezeigt und die LEDs am Router blinken.

Laden Sie sich die aktuelle Firmware Version herunter und kopieren Sie diese anschließend mit einem SCP Programm in das /tmp Verzeichnis des Routers.

10.1 Webinterface

Über die Weboberfläche können Sie das Update einspielen indem Sie auf die Seite System > Firmware Update wechseln. Hier wird der aktuelle Firmware Stand so wie das aktive und das zu aktualisierende System angezeigt.

TDT C1550l - Webinterface - 1

Abbildung 26: Das untere Ende der Distribuion Information: Update Firmware

Auf dieser Seite wählen Sie über den Button ·s die Firmware aus dem /tmp Verzeichnis aus und legen fest ob die bestehende Konfiguration übernommen werden soll.

Hinweis

Die Option »Adopt configuration« ist standardmäßig gesetzt, damit die aktuelle Konfiguration des Routers auf das aktualisierte System übertragen wird.
Um das System mit einer Grudkonfiguration zu erstellen, deaktivieren Sie diese Option.

Für ein differenzielles Update wählen Sie die entsprechende Datei aus und aktivieren die »Differential« Checkbox.

Um den Updateprozess zu starten klicken auf Update.

10.2 CLI

Das Firmware Update kann auch über die CLI durchgeführt werden. Dazu wechselt man in das Statusmenü (TDT(CLI/status):).

Der Kommandozeilen Befehl für die Aktualisierung setzt sich nach folgendem Schema zusammen.

Schema
Update_System -t <target> -f <file> [-diff] | [-server <server-url>]
[-no-config] 
ParameterBeschreibung
-tSystem1: Update System auf hda1System2: Update System auf hda2
-fGibt den Namen der zu ladenden Firmware an.Achtung➢ Die Datei muss mit absolutem Pfad angegeben werden!
-diffWird eine diff Datei verwendet, diesen Parameter setzen (optional)
-serverWenn mit einem diff Server synchronisiert werden soll (optional)
-no-configWird diese Option gesetzt, wird die Konfiguration des Routers verworfen (optional)
Beispiel
Update_System -t System1 -f /tmp/System_4_20121214_081025_Release-15.8.17-h.tar.bz2 

Hiermit wird ein Update auf System1 durchgeführt, welches die bestehende Konfiguration übernimmt.

Hinweis

Soll bei dem Update das System mit einer Grundkonfiguration erstellt werden, muss der Parameter -no-config verwendet werden.

11 Das TDT\_SupportInfo Skript

In aktuellen Firmware Versionen ist standardmäßig das Skript TDT_SupportInfo enthalten. Dieses wird aus der Kommandozeile (SSH) mit dem folgdenden Befehl aufgerufen:

Das Skript sammelt nun analyserlevante Daten und speichert diese gezipt unter:

/PermData/_SupportInfo.txt.bz2

Dadurch, dass das Skript die Daten packt und komprimiert, lassen sich diese gut über langsamere Verbindungen übertragen. Dazu wird zum Beispiel WinSCP verwendet. Die Daten lassen sich aber auch online ansehen. Hierfür wird der Folgende Befehl verwendet:

Beispiel

bzcat /PermData/14921012-1012_SupportInfo.txt.bz2

Hinweis

➢ Senden Sie die erzeugte Datei bei Supportanfragen bitte an support@tdt.de mit ein.

12 CLI Befehlsreferenz

KommandoBeschreibung
?durch die Eingabe eines Fragezeichens erhalten Sie eine Befehlsübersicht der aktuellen Ebene
?gibt den(die) gesetzten Wert(e) aus
quitmit diesem Befehl kann die CLI aus jeder Menü-Ebene direkt verlassen werden
exitbeendet die jeweils aktuelle Befehlsebene und kehrt zur übergeordneten Ebene zurück;im Hauptmenü wird mit exit die CLI verlassen

Achtung!

Um die in der CLI durchgeführten Änderungen dauerhaft zu übernehmen ist es immer nötig im Hauptmenü einen Permanent Save mit dem Befehl write durchzuführen, da die Einstellungen sonst bei einem Router-Neustart verloren gehen.

12.1 Hauptmenü - TDT(CLI)

KommandoBeschreibung
configurationöffnet das Konfigurationsmenü
statusöffnet das Statusmenü
writespeichert die aktuelle Konfiguration auf das Flash
savespeichert die Konfiguration in eine Datei im Verzeichnis /tmp
loadlädt eine im Verzeichnis /tmp gespeicherte KonfigurationAchtung!➢ Alle existierenden Einstellungen gehen hierbei verloren.
includefügt den Inhalt einer Konfigurationsdatei der aktuellen Konfiguration an. Diese Datei muss im Verzeichnis /tmp liegen.Achtung!➢ Existierenden Einstellungen werden bei Angabe abweichender Parameter überschrieben
rebootführt einen Neustartet des Systems durch
shutdownfährt das System herunter und schaltet das Gerät aus
haltfährt das Gerät sofort herunter

12.1.1 Konfigurationsmenü - TDT(CLI/configuration)

KommandoBeschreibung
networköffnet das Netzwerkmenü
generalöffnet das Menü für allgemeine Einstellungen

12.1.1.1 Netzwerkmenü - TDT(CLI/configuration/network)

KommandoBeschreibung
interfaceöffnet das Interfacemenü
dialupöffnet das Connection Manager Menü
snmpöffnet das SNMP-Menü
ntpöffnet das Zeitservermenü
KommandoBeschreibung
ethernetöffnet eine Ethernet InstanzHinweis➢ immer unter Angabe der Instanz aufrufen
BeispielTDT (CLI/configuration/network/interface): ethernet eth1
bridgeöffnet eine Bridge InstanzHinweis➢ immer unter Angabe der Instanz aufrufen
pppöffnet eine PPP Instanz unter Angabe des Types [umts, pppoe]Hinweis➢ immer unter Angabe von Instanz und Type aufrufen
BeispielTDT (CLI/configuration/network/interface): ppp ppp0 pppoe

12.1.1.1.1 Ethernet Instanz - TDT(CLI/configuration/network/interface/ethernet-#)

KommandoBeschreibung
ipIP Adresse abfragen (mit dem Parameter [?]) oder angebenAbfragenTDT(CLI/configuration/network/interface/ethernet-eth1): ip ?ip: 192.168.0.51
AngebentDT(CLI/configuration/network/interface/ethernet-eth1): ip 192.168.0.100
maskSubnetzmaske abfragen (mit dem Parameter [?]) oder angebenBeispielTDT(CLI/configuration/network/interface/ethernet-eth1): mask 255.255.255.0
broadcastBroadcastadresse abfragen (mit dem Parameter [?]) oder angebenBeispielTDT(CLI/configuration/network/interface/ethernet-eth1): broadcast 192.168.0.255
gatewayStandardgateway abfragen (mit dem Parameter [?]) oder angebenBeispielTDT(CLI/configuration/network/interface/ethernet-eth1): gateway 192.168.0.1
mtuMTU abfragen (mit dem Parameter [?]) oder angebenBeispielTDT(CLI/configuration/network/interface/ethernet-eth1): mtu 1500
onbootInterface während des Bootvorgangs aktivieren [yes, no]
onifplugInterface aktivieren wenn eine Verbindung besteht [yes, no]
servicegibt den Diensttyp an [ipv4,bridge-slave,dhcp-client]
viewgibt die gesetzten Einstellungen der aktuellen Instanz wieder
applyÄnderungen übernehmen
deleteaktuelle Instanz löschen

12.1.1.1.1.2 Bridge Instanz - TDT(CLI/configuration/network/interface/bridge-#)

KommandoBeschreibung
ipIP Adresse abfragen (mit dem Parameter [?]) oder angeben
maskSubnetzmaske abfragen (mit dem Parameter [?]) oder angeben
broadcastBroadcastadresse abfragen (mit dem Parameter [?]) oder angeben
gatewayStandardgateway abfragen (mit dem Parameter [?]) oder angeben
mtuMTU abfragen (mit dem Parameter [?]) oder angeben
onbootInterface während des Bootvorgangs aktivieren [yes,no]
onifplugInterface erst aktivieren wenn eine Verbindung besteht [yes,no]
servicegibt den Diensttyp an [ipv4,dhcp-client]
interfacesMehrere Interfaces, mit Kommata getrennt zum Bridge Device hinzufügenBeispielTDT(CLI/configuration/network/interface/bridge-br0): interfaces eth0,wlan0OK
addifInterface zum Bridge Device hinzufügen
delifInterface vom Bridge Device löschen
viewgibt die gesetzten Einstellungen der aktuellen Instanz wieder
applyÄnderungen übernehmen
deleteaktuelle Instanz löschen

12.1.1.1.1.3 PPP Instanz - TDT(CLI/configuration/network/interface/ppp-#)

KommandoBeschreibung
devicehier wird das Gerät für die Verbindung festgelegt
typegibt den Typ der aktiven PPP-Instanz wieder (read only)
conn-typegprs: nur GPRS wird für Verbindungen verwendet umts: nur UMTS wird für Verbindungen verwendet auto: der Verbindungstyp wird nach Verfügbarkeit ausgewähltnur bei UMTS
simlegt fest welche SIM-Karte verwendet werden soll [1,2,external]
apnAccess Point Name des Mobilfunk Providers
pinhier muss die PIN der SIM-Karte eingetragen werden
plmnhier wird die Provider ID des Mobilfunk Anbieters eingetragen
rp_pppoe_acPPPoE Access Concentrator Name (optional)nur bei PPPoE
rp_pppoe_servicePPPoE Service Name (optional)
defaultroutenach dem Aushandeln/Aufbau der PPP-Verbindung eine Default Route für das PPP Interface setzen [yes,no]
metricsetzt die Routingmetrik des PPP Interfaces
getipIP-Adresse wird von der Gegenstelle zugewiesen [yes,no]
localLocale IP Adresse
remoteRemote IP Adresse
refuse-eapEAP Authentifizierungsanforderung ablehnen [yes,no]
refuse-mschapMS-CHAP Authentifizierungsanforderung ablehnen [yes,no]
refuse-mschap-v2MS-CHAPv2 Authentifizierungsanforderung ablehnen [yes,no]
userder vom Providers zugewiesene Username
passworddas Passwort für den Account
chap-max-challengeEs wird n-mal versucht eine CHAP Authentifizierung durchzuführen (Default: 10)
chap-restartZwischen den CHAP challenge transmission liegen n Sekunden (Default: 3 sec)
mtulegt die maximale Größe eines gesendeten Datenpakets fest (Default: 1454)
mrulegt die maximale Größe eines zu empfangenden Datenpakets fest (Default: 1454)
ipcp-accept-localGegenstelle darf dem Router die lokale IP-Adresse zuweisen [yes,no]
ipcp-accept-remoteGegenstelle darf dem Router die remote IP-Adresse zuweisen [yes,no]
netmasklegt die Netzmaske für das PPP Interface fest, wenn leer wird sie Remote zugewiesen
usepeerdnsGegenstelle nach bekannten DNS Servern fragen die dann als DNS Server eingetragen werden [yes,no]
demandVerbindung nur aufbauen wenn Daten gesendet werden [yes,no]
idleVerbindung wird nach n Sekunden getrennt wenn keine Daten mehr gesendet oder empfangen werden
persistim Fehlerfal 10 Mal versuchen die Verbindung erneut aufzubauen [yes,no]
require-auth[No] erlaubt nur IP Adressen, zu denen noch keine Route besteht [Never] Benutzer müssen sich nicht autentifizieren [Always] eine Authentifikation ist immer erforderlich
refuse-papPAP Authentifizierungsanforderung ablehnen [yes,no]
require-papbenötigt eine Authentifizierung über PAP [yes,no]
refuse-chapCHAP Authentifizierungsanforderung ablehnen [yes,no]
require-chapbenötigt eine Authentifizierung über CHAP [yes,no]
debugConnection Debugging [yes,no]
vjVJ-Compression [yes,no]
vjccompVJ-Connection-ID Compression [yes,no]
pcompProtocol Field Compression [yes,no]
accompAddress/Control Compression [yes,no]
bsdcompBSD Compression [auto,no,nr,nt] [yes,no]
deflateDeflate Compression [auto,no,nr,nt] [yes,no]
ccpCompression Control Protocol Übertragung [yes,no]
magicMagic Number Übertragung [yes,no]
predictor1Predictor-1 Compression [yes,no,auto]
lcp-echo-failureIst diese Option gewählt, nimmt pppd an, daß nachdem n LCP-echo-requests gesendet wurden und kein LCP-echo-reply als Antwort zurückgesendet wurde, die Gegenstelle nicht mehr erreichbar ist. Tritt dies auf, trennt pppd die Verbindung. Dam diese Option verwendet werden kann, muss eine Zahl größer 0 gegeben sein. Dies kann dazu verwendet werden, um die Verbindung automatisch zu beenden, wenn die Verbindung physikalisch getrennt worden ist.
lcp-echo-intervalDiese Option bewirkt, dass pppd alle n Sekunden einen LCP-echo-request an die Gegenstelle sendet. In der Regel antwortet die Gegenstelle darauf mit einem LCP-echo-reply. Die Option kann in Verbindung mit der Option LCP-ECHO-FAILURE benutzt werden, um zu erkennen, ob eine Gegenstelle nicht mehr erreichbar ist.
domainAnzuhängender Domain Name
logfilezusätzliches Logfile (/var/log/ppp/umts/ppp0.log) [yes,no]
show-passwordPAP Passwort wird im Log angezeigt [yes,no]
forceipnach dem Aushandeln/Aufbau der PPP Verbindung die eigene IP Adresse auf die angegebene Adresse ändern [yes,no]
dyndnsDynDNS-Update wenn das Interface in Betrieb geht [yes,no]
dnsserverupdateDNS-Server-Update wenn das Interface in Betrieb geht [yes,no]
passiveLCP Passive Mode [yes,no]
silentLCP Silent Mode [yes,no]
holdoffWartezeit in Sekunden bis eine beendete Verbindung neu initiiert wird
load_defaultlädt die Default Einstellung [umts,pppoe]
viewgibt die gesetzten Einstellungen der aktuellen Instanz wieder
applyÄnderungen übernehmen
deleteaktuelle Instanz löschen
KommandoBeschreibung
statickonfiguriert eine statische EinwahlverbindungHinweis➢ immer unter Angabe des Interface aufrufen
dynamicöffnet die Connection-Manager-Einstellungen

12.1.1.1.2.1 Statische Verbindung - TDT(CLI/configuration/network/dialup/static-#)

KommandoBeschreibung
interfaceGibt mit dem Parameter [?] das definierte Interface aus
viewgibt die gesetzten Einstellungen der aktuellen Instanz wieder
applyÄnderungen übernehmen
deleteaktuelle Instanz löschen

12.1.1.1.2.2 Connection-Manager-Einstellungen - TDT(CLI/configuration/network/dialup/dynamic)

KommandoBeschreibung
activateaktiviert den Connection-Manager [yes, no]
conn_entry <#>einen dynamischen Anwahl Eintrag konfigurieren
viewgibt die gesetzten Einstellungen der aktuellen Instanz wieder
applyÄnderungen übernehmen
deleteaktuelle Instanz löschen

12.1.1.1.2.2.1 Anwahl Eintrag konfigurieren - TDT(CLI/configuration/network/dialup/dynamic/conn\_entry-#)

KommandoBeschreibung
interfaceAuswahl der zu benutzenden Verbindung
typeVerbindungstyp
iface_typeInterface Typ
max_neg_timeoutlegt die maximale Wartezeit für den Aufbau einer Verbindung in Sekunden fest (Default: 30 sec)
power_up_delaywartet n Sekunden nach dem Start mit dem Aufbau der Verbindung; mit dieser Option lässt sich eine Startreihenfolge der Einträge festlegen
dial_attemptslegt die Anzahl der Wählversuche fest bevor der Status auf „disconnected“ geändert wird
redial_delaydefiniert wie viele Sekunden das Gerät zwischen den einzelnen Wählversuchen wartet
reset_umts_modemlegt die Anzahl der Wählversuche fest bevor das UMTS-Modem zurückgesetzt wird
reboot_failednach n fehlgeschlagenen Verbindungsversuchen wird ein Router-Neustart durchgeführt (Zähler wird bei einer erfolgreichen Verbindung zurückgesetzt)
reboot_deactnach n deaktivierten Verbindungsversuchen wird ein Router-Neustart durchgeführt (dieser Zähler wird jedes mal erhöht wenn eine Verbindung erfolgreich aufgebaut werden konnte, wird aber deaktiviert wenn Interface-Checker oder Ping-Checker einen Fehler melden)
apply_oosdieser Verbindungseintrag soll außer Betrieb genommen werden (Out-of-Service) [yes,no]
oos_timeZeit in Sekunden bis der Verbindungseintrag reaktiviert wird
inhibitlegt die Verbindungen fest, die die aktuelle unterbinden dürfen (mehrere Verbindungen kommagetrennt)
inhibit_modeInhibit Mode [active, connected, oos]
debuglegt den Level Debug-Modus für diese Verbindung fest [1,2,3]
dyndnsDynDNS Update wenn das Interface in Betrieb geht [yes,no]
dnsserverupdateDNS Server Update wenn das Interface in Betrieb geht [yes,no]
script_oosedScript das bei Statusänderung auf Out-Of-Service ausgeführt wird
script_activeScript das bei Statusänderung auf Active ausgeführt wird
script_initScript das bei Statusänderung auf Initialization ausgeführt wird
script_connectedScript das bei Statusänderung auf Connected ausgeführt wird
script_disconnectingScript das bei Statusänderung auf Disconnecting ausgeführt wird
script_disconnectedScript das bei Statusänderung auf Disconnected ausgeführt wird
ping_targetgibt die IP oder den Host an, der zum Testen gepingt wird
ping_interfaceInterface to use for Ping
ping_gatewaylegt den zu benutzenden Gateway fest
ping_intervalgibt das zu verwendende Ping Intervall an (Sekunden)
ping_interval_2Zeit in Sekunden bis zum nächsten Ping nach einem unbeantworteten Ping
ping_octetsdefiniert die Größe des ICMP-Paketes (Bytes)
ping_timeoutlegt fest wie lange auf eine ICMP-Antwort gewartet wird (Sekunden)
ping_deactmaximale Anzahl der unbeantworteten Ping-Anfragen bevor der zugehörige Eintrag deaktiviert wird
ping_recoveryaktiviert die Ping-Recovery [yes,no]
ping_recovery_intervalZeit in Sekunden bis ein weiterer Ping durchgeführt wird
ping_recovery_timeoutlegt fest wie lange auf eine ICMP-Antwort gewartet wird (Sekunden)
ping_recovery_deactAnzahl der maximal erlaubten Ping Recovery-Anfragen die unbeantwortet bleiben dürfen bevor der zugehörige Eintrag deaktiviert wird
conn_route <#>Konfigurationsmenü für eine Statische Route
conn_def_route <#>Konfigurationsmenü für eine Default Route
conn_log_entry <#>Konfigurationsmenü für einen Logical Connection-entry
viewgibt die gesetzten Einstellungen der aktuellen Instanz wieder
applyÄnderungen übernehmen
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12.1.1.1.2.2.1.1 Static Routing -TDT(CLI/configuration/network/dialup/dynamic/conn_entry/conn_route-#-#)

KommandoBeschreibung
dstdie zu verwendende Zieladresse (muss angegeben werden)
viaGateway für die Statische Route
devdas zu verwendende Interface (muss angegeben werden)
metriclegt die Routingmetrik fest
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12.1.1.1.2.2.1.2 Default Routing -TDT(CLI/configuration/network/dialup/dynamic/conn_entry/conn_def_route-#-#)

KommandoBeschreibung
viaGateway für die Default Route
devdas zu verwendende Interface (muss angegeben werden)
metriclegt die Routingmetrik fest
viewgibt die gesetzten Einstellungen der aktuellen Instanz wieder
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12.1.1.1.2.2.1.3 Logical Subordinated Connections - TDT(CLI/configuration/network/dialup/dynamic/conn_entry/conn_log_entry-#-#)

KommandoBeschreibung
typeVerbindungstyp
nameVerbindungsname
max_neg_timeoutlegt die maximale Wartezeit für den Aufbau einer Verbindung in Sekunden fest (Default: 30 sec)
power_up_delaywartet n Sekunden nach dem Start mit dem Aufbau der Verbindung; mit dieser Option lässt sich eine Startreihenfolge der Einträge festlegen
ping_targetgibt die IP oder den Host an, der zum Testen gepingt wird
ping_interfaceInterface to use for Ping
ping_gatewaylegt den zu benutzenden Gateway fest
ping_intervalgibt das zu verwendende Ping Intervall an (Sekunden)
ping_interval_2Zeit in Sekunden bis zum nächsten Ping nach einem unbeantworteten Ping
ping_octetsdefiniert die Größe des ICMP-Paketes (Bytes)
ping_timeoutlegt fest wie lange auf eine ICMP-Antwort gewartet wird (Sekunden)
ping_deactmaximale Anzahl der unbeantworteten Ping-Anfragen bevor der zugehörige Eintrag deaktiviert wird
ping_recoveryaktiviert die Ping-Recovery [yes,no]
ping_recovery_intervalZeit in Sekunden bis ein weiterer Ping durchgeführt wird
ping_recovery_timeoutlegt fest wie lange auf eine ICMP-Antwort gewartet wird (Sekunden)
ping_recovery_deactAnzahl der maximal erlaubten Ping Recovery-Anfragen die unbeantwortet bleiben dürfen bevor der zugehörige Eintrag deaktiviert wird
dial_attemptslegt die Anzahl der Wählversuche fest bevor der Status auf „disconnected“ geändert wird
redial_delaydefiniert wie viele Sekunden das Gerät zwischen den einzelnen Wählversuchen wartet
reboot_failednach n fehlgeschlagenen Verbindungsversuchen wird ein Router-Neustart durchgeführt (Zähler wird bei einer erfolgreichen Verbindung zurückgesetzt)
reboot_deactnach n deaktivierten Verbindungsversuchen wird ein Router-Neustart durchgeführt (dieser Zähler wird jedes mal erhöht wenn eine Verbindung erfolgreich aufgebaut werden konnte, wird aber deaktiviert wenn Interface-Checker oder Ping-Checker einen Fehler melden)
apply_oosdieser Verbindungseintrag soll außer Betrieb genommen werden (Out-of-Service) [yes,no]
oos_timeZeit in Sekunden bis der Verbindungseintrag reaktiviert wird
deact_fatherlegt fest ob die übergeordnete Verbindung deaktiviert werden soll [yes,no]
inhibitlegt die Verbindungen fest, die die aktuelle unterbinden dürfen (mehrere Verbindungen kommagetrennt)
inhibit_modeInhibit Mode [active, connected,oos]
debuglegt den Level Debug-Modus für diese Verbindung fest [1,2,3]
change_log_pup_delayändert das Power Up Delay für die ausgewählte Verbindung auf n Sekunden wenn die Verbindung getrennt wurde
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12.1.1.1.3 SNMP Einstellungen - TDT(CLI/configuration/network/snmp)

KommandoBeschreibung
syscontacteintragen des SystemkontaktsBeispielTDT (CLI/configuration/network/snmp):syscontact admin@tdt.de
syslocationeintragen der System-ÖrtlichkeitBeispielTDT (CLI/configuration/network/snmp):syslocation plant4-buildingNo7-floor3-room314
snmpacceseinrichten der ZugriffskontrolleBeispielTDT (CLI/configuration/network/snmp):snmpaccess test0
snmptrapeinrichten der SNMP TrapsBeispielTDT (CLI/configuration/network/snmp):snmptrap test0
snmpmonöffnet das SNMP-Monitoring Menü
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startSNMP-Dienst starten
stopSNMP-Dienst stoppen
restartSNMP-Dienst neustarten

12.1.1.1.3.1 SNMP Zugriffskontrolle - TDT(CLI/configuration/network/snmp/snmpacces-#)

KommandoBeschreibung
oidRestricted OID
sourceSource Information [Default,Hostname, Subnet]
hostnameSource Hostname
mode[ro] nur Lesezugriff[rw] Lese- und Schreibzugriffe werden erlaubt
ipSource IP
maskSource Maske (Bits)
restrictoidRestrict OID-Access [yes,no]
processCommunity aktivieren [yes,no]
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12.1.1.1.3.2 SNMP Traps - TDT(CLI/configuration/network/snmp/snmtrap-#)

KommandoBeschreibung
hostnameHost (wenn bei destination gewählt)
processTrap-Destination aktivieren [yes, no]
ipIP-Adresse (wenn bei destination gewählt)
destinationanfallende Traps werden an eine IP oder einen Host gesende [IP,Hostname]
typeDestination-Type [v1, v2trap, v2inform]
communityCommunity-Name
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12.1.1.1.3.3 SNMP Überwachung - TDT(CLI/configuration/network/snmp/snmpmon)

KommandoBeschreibung
authtrapSendet Trap bei Authentifikationsfehler [yes,no]
sysmonSystemmonitor aktivieren [yes,no]
snmpprocProzesse zur Überwachung angeben; es können die Anzahl der minimal und maximal laufenden Instanzen angegeben werden
Snmpfilelegt Dateien zur Überwachung an
disk_1Festplatte 1 Mount-Pfad
disk_1_minFestplatte 1 minimaler Speicher in Bytes oder Prozent
disk_1_valueFestplatte 1 Wert/Name
disk_2*analog zu Festplatte 1
disk_3*analog zu Festplatte 1
load_1_maxMaximale Last im Schnitt der letzten Minute; bei Überschreiter der Last wird ein Trap gesendet
load_5_maxMaximale Last im Schnitt der letzten 5 Minuten; bei Überschreiten der Last wird ein Trap gesendet
load_15_maxMaximale Last im Schnitt der letzten 15 Minuten; bei Überschreiten der Last wird ein Trap gesendet
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12.1.1.1.3.3.1 SNMP Prozessüberwachung -

TDT(CLI/configuration/network/snmp/snmpmon/snmpproc-#)

KommandoBeschreibung
processaktiviert die Überwachung
minMinimal laufende Instanzen
maxMaximal laufende Instanzen
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12.1.1.1.3.3.2 SNMP-Datei-Einstellungen -

TDT(CLI/configuration/network/snmp/snmpmon/snmpfile-#)

KommandoBeschreibung
processaktiviert die Überwachung
sizegibt die maximale Größe in Bytes an
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12.1.1.1.4 NTP Einstellungen - TDT(CLI/configuration/network/ntp)

KommandoBeschreibung
ntpserverNTP-Server angeben oder abfragen
broadcastBroadcast aktivieren/deaktivieren [yes, no]
multicastMulticasteinstellung angeben oder abfragen [default, custom]
customMulticastadresse angeben oder abfragen
driftfileDatei, welche die Abweichung (offset) aufzeichnet, angeben oder abfragen (Default: /var/cache/ntp.drift)
keysDatei mit Authentifikationsschlüsseln angeben oder abfragen
trustedkeyDatei mit Liste der Trusted Keys angeben oder abfragen
requestkeyAuthentifikations-Anfrage-Schlüssel angeben oder abfragen (xntpdc)
controllkeyAuthentifikations-Kontroll-Schlüssel angeben oder abfragen (ntpqc)
authdelayAuthentifikations Delay (in sec) angeben oder abfragen
offset_limitMaximal erlaubte Abweichung in Sekunden (0 erlaubt alle)
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startNTP-Dienst starten
stopNTP-Dienst stoppen
restartNTP-Dienst neustarten

12.1.1.1.4.1 NTP Server Einstellungen - TDT(CLI/configuration/network/ntp/ntpserver-#)

KommandoBeschreibung
versionProtokoll-Version [Default,1,2,3]
keyAuthentifikationsschlüssel (optional)
preferBevorzugter Server [yes,no]
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12.1.1.2 Allgemeine Einstellungen - TDT(CLI/configuration/general)

KommandoBeschreibung
promptändert den Prompt der CLIBeispielTDT(CLI/configuration/general): promptHalloWeltOKHalloWelt(CLI/configuration/general):
hostnameSystem Hostname
cli_portTCP-Port für die CLI (Default: 2000)
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12.1.2 Statusmenü - TDT(CLI/status)

KommandoBeschreibung
modemstatzeigt den Status des integrierten GPRS-Moduls
ppp_disctrennt eine aktive PPP-Verbindung
connection_deactDeactiviert einen Connection-Entry des Connection-Managers
pppstatzeigt den Status einer PPP-Verbindung
view_loggibt die Datei /var/log/messages am Bildschirm aus
trace_logzeigt die aktuellen Einträge der Datei /var/log/messages
traceTrace auf die Schnittstelle des Routers mit den angegeben Optionen, trace --help zeigt alle Optionen
ifconfiggibt den Status der Netzwerkschnittstellen aus
uptimezeigt die Laufzeit des Routers aus
idzeigt die aktuelle Firmware-Version und die installierten Pakete an
scanlistet die gesamte Verzeichnisstruktur auf
arpzeigt/löscht ARP-Einträge, mehr Informationen mit arp --help
pingSendet einen Ping Host mit angegeben Optionen (Abbruch mit [STRG+C])
tracerouteErmittelt den zurückgelegten Weg zu einem Host
Update_Systemsiehe Firmware-Update CLI
dategibt Systemzeit und -datum aus
cpugibt die Prozessor- und Arbeitsspeicherauslastung aus
filesystemgibt Informationen über das Dateisystem aus
processesgibt Informationen über laufende Prozesse, Prozessor und Arbeitsspeicher aus, hier erreichen Sie mit h die Hilfe und verlassen die Anzeige mit q
showöffent das Untermenü Show

12.1.2.1 Show-Menü - TDT(CLI/status/show)

KommandoBeschreibung
running-configgibt die aktuelle Konfiguration am Bildschirm aus

13 Hardware

Konformitätserklärung:

TDT erklärt, dass die wesentlichen Anforderungen der R&TTE Richtlinie bei allen Produkten übereinstimmen.

TDT C1550l - Konformitätserklärung: - 1

Aktuelle Dokumente finden Sie unter download.tdt.de.

13.1 C-Serie

13.1.1 Technische Daten

13.1.1.1 C1500xx

500Mhz Prozessor (lüfterlos)
256 MB RAM Arbeitsspeicher
4 GB Systemspeicher (Compact Flash, Dual Boot)
2 10/100 BaseT Ethernet Ports (Wake on LAN, passive Power over Ethernet)
1 Power LED
2 LEDs zur Anzeige von Statusinformationen (frei konfigurierbar)
2 USB 2.0 Ports (z.B. Backup, USV Verwaltung via USB to Seriell Adapter)
1 RS232 Konsolenport (zur Überwachung und Fehlersuche)
Dual SIM (Einsatz von 2 SIM Karten für Backupszenarien)
Echtzeit Uhr
- Robustes Metallgehäuse, optional mit Hutschienenclip
Abmessungen: 158x28x157mm (BxHxT, ohne Antennen)
Gewicht: ca. 870g
Betriebstemperatur: -5°C (optional -25°C) - +60°C
○ Luftfeuchtigkeit: 85% (nicht kondensierend)
Eingangsspannung 7-18V DC / Netzteil 12V 2A / Leistungsaufnahme \~6W
3G+/4G Antennenanschluß: SMA female
○ WLAN Antennenanschluß: Reverse SMA male
GPS Antennenanschluß: SMA female (optional)
CE konform und vibrationsgetestet

13.1.1.2 C1550xxx

500Mhz Prozessor (lüfterlos)
256 MB RAM Arbeitsspeicher
4 GB Systemspeicher (Compact Flash, Dual Boot)
1 10/100 BaseT Ethernet Port (Wake on LAN, passive Power over Ethernet)
1 4Port 10/100 BaseT Ethernet Switch (bei DSL Modellen managed)
1 Power LED
10 LEDs zur Anzeige von Statusinformationen (frei konfigurierbar)
2 USB 2.0 Ports (z.B. Backup, USV Verwaltung via USB to Seriell Adapter)
1 RS232 Konsolenport (zur Überwachung und Fehlersuche)
Dual SIM (Einsatz von 2 Mini-SIM Karten für Backupszenarien)
Echtzeit Uhr
Robustes Metallgehäuse, optional mit Hutschienenclip
Abmessungen: 176x42x157mm (BxHxT, ohne Antennen)
Gewicht: ca. 1000g

Betriebstemperatur: -5°C (optional -25°C) - +55°C
○ Luftfeuchtigkeit: 85% (nicht kondensierend)
Eingangsspannung 7-18V DC / Netzteil 12V 2A / Leistungsaufnahme \~9,5W
3G+/4G Antennenanschluß: SMA female
○ WLAN Antennenanschluß: Reverse SMA male
GPS Antennenanschluß: SMA female (optional)
DSL Anschluß: RJ45 Buchse
CE konform und vibrationsgetestet

500Mhz Prozessor (lüfterlos)
256 MB RAM Arbeitsspeicher
4 GB Systemspeicher (Compact Flash, Dual Boot)
1 10/100 BaseT Ethernet Port (Wake on LAN, passive Power over Ethernet)
1 4Port 10/100 BaseT Ethernet Switch (bei DSL Modellen managed)
1 Power LED
10 LEDs zur Anzeige von Statusinformationen (frei konfigurierbar)
2 USB 2.0 Ports (z.B. Backup, USV Verwaltung via USB to Seriell Adapter)
1 RS232 Konsolenport (zur Überwachung und Fehlersuche)
Dual SIM (Einsatz von 2 Mini-SIM Karten für Backupszenarien)
Echtzeit Uhr
Robustes Metallgehäuse
Abmessungen: 176x42x157mm (BxHxT, ohne Antennen)
Gewicht: ca. 1000g
Betriebstemperatur: -5°C (optional -25°C) - +55°C
○ Luftfeuchtigkeit: 85% (nicht kondensierend)
Eingangsspannung 7-18V DC / Netzteil 12V 2A / Leistungsaufnahme \~9,5W
2 3G+/4G Antennenanschlüsse: SMA Buchse
2 WLAN Antennenanschlüsse: (reverse) RP-SMA Buchse
GPS Antennenanschluß: SMA Buchse
- CE konform und vibrationsgetestet

13.1.2 Hardware Module

Der C-Serien Router kann mit folgenden Modulen ausgestattet werden.

c-p-whdhihwhdihdwld=lwldildw
2G/3G+
LTE (4G)
DSL
ISDN
WLAN

13.1.3 DB9 / RS232 PIN- Belegung (DTE/V.24)

1 5 6 9

Abbildung 27

PINNameBeschreibung
1DCDCarrier Detect
2RxDReceive Data
3TxDTransmitt Data
4DTRData Term. Ready
5GNDSystem Ground
6DSRData Set Ready
7RTSReady to Send
8CTSClear to Send
9RIRing Indicator

13.2 M3000

13.2.1 Unterstützte UMTS / GPRS Karten

HerstellerBezeichnungSeriennummer
OptionGlobeTrotter 3GCL?????????
OptionGlobeTrotter Fusion Quad LiteQL?????????
OptionGlobeTrotter Express 7.2FE?????????
OptionGlobetrotter Fusion + HSDPANF?????????
OptionGlobeTrotter GT MAXGA?????????
NovatelMerlin XU870
NovatelMerlin U630

13.2.2 Belegung des DSL/ISDN Y-Kabels

TDT C1550l - Belegung des DSL/ISDN Y-Kabels - 1

flowchart
graph TD
    A["1"] --> B["ISDN-Stecker zum NTBA"]
    C["2"] --> B
    D["3 2a"] --> B
    E["4 1a"] --> B
    F["5 1b"] --> B
    G["6 2b"] --> B
    H["7"] --> B
    I["8"] --> B
    J["1"] --> K["DSL-Stecker zum DSL-Splitter"]
    L["2"] --> K
    M["3"] --> K
    N["4 UR-2 a"] --> K
    O["5 UR-2 b"] --> K
    P["6"] --> K
    Q["7 2a"] --> K
    R["8 2b"] --> K
    S["DSL/ISDN-Stecker an FRITZ!Card DSL"] --> T["1 1a"]
    S --> U["2 1b"]
    S --> V["3"]
    S --> W["4 UR-2 a"]
    S --> X["5 UR-2 b"]
    S --> Y["6"]
    S --> Z["7 2a"]
    S --> AA["8 2b"]
    AB["Vorderansicht des RJ45-Steckers"] --> AC["87654321"]

Abbildung 28

13.2.3 Ethernet 4 Port Karte

LINK/ACT FULL 2 4 1 3 100M Port 1 Port 2 Port 3 Port 4

Abbildung 29

13.2.4 NT - TE Umschaltung der HST Saphir III ML DUAL ISDN Karte (Optional)

Die Umschaltung von NT auf TE bzw. umgekehrt erfolgt mittels Änderung der Saphir Config Datei. Die entsprechende Config Datei liegt unter: /etc/saphir.ini

Zum ändern der Konfiguration müssen Sie sich zunächst auf die Konsole einloggen.

Mit dem Befehl: vi /etc/saphir.ini wird der Konfigurationsfile geöffnet.

Im folgenden Abschnitt wird das TE – NT verhalten eingestellt.

[HST_ISDN_ADAPTER]
[HST_ISDN_ADAPTER_01]
ControllerConfigOptions = 0x0
[HST_ISDN_ADAPTER_02]
ControllerConfigOptions = 0x1 

Der Wert 0x0 steht für TE und der Wert 0x1 für NT. Im Auslieferungszustand ist Port1 TE und Port2 NT Nach dem ändern der Werte muss der Router neu gestartet werden.

13.3 G5000

13.3.1 ISDN PRI

Ver. 2.0 gelb blau rot grün Ver. 3.0 rot grün gelb blau Abbildung 30

FarbeStatusBeschreibung
gelbAusNormaler Betrieb
AnDie entfernte Station hat Synchronisationsprobleme (Remote Alert)
rotAusNormaler Betrieb
AnDer Empfänger nimmt kein Signal auf (Loss of signal).
blauAusNormaler Betrieb
AnDie empfangene Frames sind nicht korrekt synchronisiert (Alarm indication signal).
grünAusSchicht 2 inaktiv, überprüfen Sie die Schicht 2 Konfiguration.
AnSchicht 2 aktiv. Im Normal Betrieb ist die Schicht 2 permanent aktiv.

13.3.1.1 Pin Belegung der RJ45 PRI Stecker

Vorderansicht der RJ45 Steckers

TDT C1550l - Pin Belegung der RJ45 PRI Stecker - 1

Abbildung 31

14 Wichtige Daten im Überblick

14.1 C-, M-, G-, und L-Serie Standard

Bei allen C-, M-, G- und L-Geräten sind die hier aufgeführten Daten standardmäßig voreingestellt.

Voreingestelltes LAN SchnittstelleIP-Adresse eth1192.168.0.50
Subnetzmaske für eth1255.255.255.0
Voreingestellte WAN SchnittstelleIP-Adresse eth010.99.99.99
Subnetzmaske für eth0255.255.255.0
Voreingestellte WLAN Konfiguration(für Geräte mit WLAN Modul)IP-Adresse wlan0172.16.0.50
Subnetzmaske für wlan0255.255.255.0
SSIDTDT-AP
Pre Shared Key (ASCII)tdt-Router
Kanal1 (2412 MHz)
VerschlüsselungWPA+WPA2-PSK (AES/CCMP + TKIP)
WebinterfaceAufruf via SSLhttps://
Usernametdt
Passworttdt
SSH / CLISSH Port22
CLI Port2000
Usernameroot
Passworttdt
Serial Port (RS232)Speed38400 bit/s
Datenbits8
Paritätkeine
Stoppbits1
Hinweis➢ Zum Anschluss an einen PC ist ein Nullmodemkabel erforderlich.

ACHTUNG!

Aus Sicherheitsgründen sollten die Passwörter für das Webintreface und den SSH-Zugriff geändert werden!
Bei Modellen mit WLAN bitte unbedingt auch den Pre Shared Key ändern!

FirewallEingehende und ausgehende Verbindungen sind auf allen lokalen Netzwerkschnittstellen (eth0, eth1, wlan0) erlaubt.
Hinweis➢ eingehende PPP und WWAN Verbindungen werden standardmäßig geblockt
ppp2Schnittstelle für ISDN Dial-In Verbindung
ppp3Schnittstelle für PPPoE/DSL Verbindung
wwan0Schnittstelle für Funk Verbindung (z.B. C1500l): LTE/HSPA(+)/GPRS/EDGE/UMTS

14.1.1 Passwort ändern

Um das Passwort für Webinterface Benutzer zu ändern wird hier unter System > Webmin Users > der Parameter Password im Dropdown auf Set to .. und im nachfolgenden Textfeld das neue Passwort eingetragen und mit Save gespeichert.

Hinweis

Hiermit wird nicht der Kommandozeilenbenutzer root geändert. Dieses Passwort wird über die Kommandozeile geändert.

14.1.1.2 Kommandozeilen-Benutzer root

Mit einem SSH Client (z.B. PuTTY) in der Kommandozeile einloggen und den Passwort Dialog mittels des Befeles passwd aufrufen.

Beispiel:

Um das Passwort dauerhaft zu speichern wird in der Kommandozeile save_etc_to_flash eingegeben, oder man wechselt im webinterface auf die Seite Permanent Save und drückt auf Save Config.

14.1.2 Arbeitsumgebung

Die C-, M-, G- und L-Geräte arbeiten innerhalb eines Temperaturbereichs von -5^ C bis +60^ C bei einer Luftfeuchtigkeit bis 85% (nicht kondensierend). Andere Temperaturbereiche auf Anfrage.

14.1.3 Konformitätserklärung

TDT erklärt, dass die wesentlichen Anforderungen der R&TTE Richtlinie bei allen Produkten übereinstimmen.

TDT C1550l - Konformitätserklärung - 1

Aktuelle Dokumente finden Sie unter download.tdt.de.

14.2 Systemspezifische Daten

14.2.1 C-Router mit Mobilfunkmodul

Mögliche VerbindungenGPRS, EDGE, UMTS, HSDPA, HSUPA, HSPA+, LTE
Speed Max DownlinkAbhängig vom verwendeten Modem Type
Speed Max UplinkAbhängig vom verwendeten Modem Type
SimkartenDie Router sind DualSIM fähig (z.B. für Backup Verbindungen)
SIM1auf der Vorderseite
SIM2C1500/C1550 im Gehäuseinneren C2000 auf der Vorderseite
GPS (optional)AnschlussSMA Buchse
AntenneCxxxxhErfordert eine passive GPS Antenne
CxxxxlErfordert eine aktive GPS Antenne
GPS-Signal1500MHz

TDT C1550l - C-Router mit Mobilfunkmodul - 1

Abbildung 32: SIM 2 (exemplarisch in einem C1500lw)

14.2.1.1 GPS

Um auf GPS Daten zugreiffen zu können ist es nötig, dass ein GPS Anschluss vorhanden ist und eine für den Modemtyp passende GPS Antenne angeschlossen ist.

Hinweis

GPS ist in der regulären Serie optional und wird nur bei ELW Ausprägungen serienmäßig bestückt.

14.2.1.1.1 GPS Daten auslesen

Mit dem Befehl np /dev/gps0 können die aktuellen GPS-Daten in der Kommandozeile eines C-Serie Routers ausgelesen werden. Hierfür muss allerdings der Zeitserver deaktiviert werden, wenn bei System > Time Synchronization GPS als Zeitgeber für den NTP-Dienst verwendet wird.

14.2.1.1.2 GPS Daten senden

GPS-Daten (NMEA-Stream) können über das Netzwerk an einen Host (IP-Adresse Port Protokoll) gesendet werden. Ebenso können die Daten als UDP Broadcast oder TCP Server zur Verfügung gestellt werden.

Die Konfiguration wird direkt mittels Konfigurationsdatei durchgeführt. Hierfür befindet sich ein Konfigurationsmuster unter /etc/kplex.conf.example. Diese wird entsprechend den benötigten Anforderungen angepasst.

Um den Dienst zu starten wird die Konfigurationsdatei in /etc/kplex.conf umbenannt. Beim Systemstart wird der Dienst automatisch gestartet, ebenso nach einem Reset des Mobilfunkmodems. Zudem lässt sich der Dienst im laufenden Betrieb auf der Kommandozeile mittels des kplex starten.

Weiterführende Informationen können der Seite www.stripydog.com/kplex entnommen werden.

14.2.2 C-Router mit WLAN

Voreingestellte WLAN KonfigurationIP-Adresse wlan0172.16.0.50
Subnetzmaske für wlan0255.255.255.0
SSIDTDT-AP
Pre Shared Key (ASCII)tdt-Router
Kanal1 (2412 MHz)
VerschlüsselungWPA+WPA2-PSK(AES/CCMP + TKIP)
Achtung!➢ Bitte aus Sicherheitsgründen unbedingt den Pre Shared Key ändern!

14.3 Software

Der vorliegende Router enthält Software, die unter verschiedenen Lizenzen verbreitet werden, insbesondere unter proprietärer Lizenz oder unter einer Open Source Lizenz (z.B. GNU General Public License, GNU Lesser General Public License oder FreeBSD License). TDT überlässt auf Verlangen den Quellcode relevanter Open Source Software, soweit die Nutzungsbedingungen solcher Open Source Software eine Herausgabe des Quellcodes vorsehen.

Einzelheiten zu verschiedenen Lizenzen, sowie der Source Code der als Open Source verbreiteten Dateien kann schriftlich, über info@tdt.de angefordert werden.

15.2 Wichtige Informationen

BeschreibungLink
Public Land Mobile Network Numeric Provider IDhttp://en.wikipedia.org/wiki/Mobile_Network_Code

15.3 Empfolene Software

BeschreibungLink
WinSCP – SCP Programmhttp://winscp.net
PuTTY – SSH Clienthttp://www.chiark.greenend.org.uk/~sgtatham/putty
OpenVPN – Clienthttp://openvpn.net/index.php/download/community-downloads.html
The GreenBowTM – IPSec Clienthttp://www.tdt.de/products/software/greenbow
DescriptionLink
BIND DNS-Serverhttps://www.isc.org/software/bind
DNSmasqhttp://thekelleys.org.uk/dnsmasq/doc.html
DynDNS.com – Custom DNS Servicehttp://www.dyndns.com
GPS Multiplexer – kplexhttp://www.stripydog.com/kplex
IPSec – strongSwanhttps://wiki.strongswan.org
Linux Firewall – Iptableshttp://www.netfilter.org/projects/iptables
L2TP – openl2tphttp://www.openl2tp.org
POSTFIX – Mail Transfer Agenthttp://www.postfix.org
Public Land Mobile Network Numeric Provider IDhttp://en.wikipedia.org/wiki/Mobile_Network_Code
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Produktinformationen

Marke : TDT

Modell : C1550l

Kategorie : Router