Ohne Furcht und Adel - Brettspiel Schmidt - Kostenlose Bedienungsanleitung
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| Produkttyp | Brettspiel |
| Marke | Schmidt |
| Modell | Ohne Furcht und Adel |
| Kategorie | Strategiespiel |
| Spieleranzahl | 2–6 |
| Altersempfehlung | ab 10 Jahren |
| Spieldauer | ca. 60–90 Minuten |
| Verpackungsabmessungen | 30 × 30 × 7 cm |
| Gewicht | ca. 800 g |
| Sprache der Anleitung | Deutsch |
| Material | Karton, Kunststoff |
| Spielinhalt | 1 Spielbrett, 120 Karten, 6 Spielfiguren, 60 Münzen, 1 Anleitung |
| Stromversorgung | Keine (Batterien nicht erforderlich) |
| Reinigung | Mit trockenem Tuch abwischen |
| Aufbewahrung | Trocken und kühl lagern |
| Sicherheitshinweise | Nicht für Kinder unter 3 Jahren geeignet (Erstickungsgefahr durch Kleinteile) |
| Ersatzteile | Nicht einzeln erhältlich |
| Garantie | 2 Jahre |
Häufig gestellte Fragen - Ohne Furcht und Adel Schmidt
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BEDIENUNGSANLEITUNG Ohne Furcht und Adel Schmidt
Ohne Furcht und Adel
von Bruno Faidutti, für 2 – 7 Spieler ab 10 Jahren

65 Bauwerkkarten
20 grüne, 12 gelbe, je 11 rote,
blaue und lila Karten

8 Charakterkarten 1 Kronenkarte mit Standfuß



7 Übersichtskarten 30 Goldstücke
Der Nebel legt sich über die vom Morgentau bedeckten Felder, die Sonne zeigt bereits am Horizont ihr Antlitz und erhellt die fruchtbaren Ebenen. Durch die Nebelschwaden kann man sie sehen, die tapferen Recken, die sich aufmachen, das Land zu befrieden und es in voller Schönheit erblühen zu lassen. Keiner ahnt die wahren Gründe und Intrigen, die hinter all dem stehen. Wie Marionetten werden die Edelleute des Landes dazu missbraucht, den Interessen der zwielichtigen Helden zu dienen ...
- Buch des Stadtschreibers Junan, 13. Hornung 1478

Jeder Spieler versucht, mit der Auslage von acht möglichst wertvollen Bauwerkkarten seine eigene Stadt zu errichten. Hierzu schlüpfen die Spieler immer wieder in die Rolle anderer Charaktere, um sich deren Vorteile zu Nutze zu machen.
Vorbereitung
Die Kronenkarte wird auf den Standfuß gesteckt. Der älteste Spieler wird in der ersten Runde zum König ernannt und stellt als Zeichen seiner Würde die Kronenkarte vor sich auf. Zwei Spieler mischen in getrennten Stapeln die Bauwerk- und Charakterkarten. Die beiden Stapel werden verdeckt in die Mitte des Tisches gelegt, daneben kommen die 30 Goldstücke.
Dann nimmt sich jeder Spieler:
• 4 Bauwerkkarten vom verdeckten Stapel
• 2 Goldstücke aus der Tischmitte
• 1 Übersichtskarte
Die Karten
1) Die Bauwerkkarten
Jede Bauwerkkarte ist einer bestimmten Farbe zugeordnet:
Blau - Vorteile für den Prediger
Grün - Vorteile für den Händler
Gelb - Vorteile für den König
Rot - Vorteile für den Söldner
Violett - keine Vorteile für einen bestimmten Charakter. Die violetten Bauwerkkarten sind durchschnittlich teurer und wertvoller als die Bauwerkkarten der vier anderen Farben. Der aufgedruckte Text verleiht dem Spieler einen besonderen Vorteil, der eine solche Karte ausliegen hat. Dieser Vorteil kann jede Runde genutzt werden, wenn der Spieler an der Reihe ist.
Kosten und Punkte einer jeweiligen Bauwerkkarte sind identisch und an der Anzahl der aufgedruckten Goldstücke erkennbar.

2) Die Charakterkarten
Jede der acht Charakterkarten hat besondere Eigenschaften, die auf der nächsten Seite erklärt werden.
Ablauf einer Run de (für 4 - 7 Spieler)
(Die Änderungen bei 2 und 3 Spielern finden Sie am Ende dieser Anleitung). Der König ist Startspieler. Er mischt die Charakterkarten und legt je nach Spielerzahl 0-2 Karten offen in die Tischmitte. Befindet sich die Charakterkarte „König“ unter den offenen Karten, wird sie wieder untergemischt und an ihrer Stelle eine andere Karte aufgedeckt.
| Spielerzahl | Offene Karten |
| 4 | 2 |
| 5 | 1 |
| 6-/ | 0 |
Dann legt er noch die nächste Karte verdeckt daneben.
Die restlichen Karten schaut sich der König an und wählt eine aus, die er verdeckt vor sich ablegt. Die übrigen Karten reicht er verdeckt an den linken Nachbarn weiter, der nun ebenfalls eine Karte auswählt, vor sich ablegt und die Karten weiterreicht. Für den letzten Spieler bleiben 2 Karten. Eine behält er und legt die andere verdeckt in die Tischmitte.
(Sonderfall: Bei 7 Spielern erhält der letzte nur 1 Karte vom vorhergehenden Spieler. Er nimmt nun die von König zu Beginn verdeckt abgelegte Karte hinzu. Aus diesen beiden wählt er eine aus und legt die andere verdeckt in die Tischmitte.)
Anschließend ruft der König nacheinander die Charaktere in der auf der Übersichtskarte angegebenen Reihenfolge auf. Hat ein Spieler die aufgerufene Charakterkarte vor sich liegen, muss er sich zu erkennen geben, die Karte aufdecken und seinen Zug ausführen. Die Karte wird danach auf dem Charakterkartenstapel abgelegt. Meldet sich kein Spieler zu Wort - weil sich der Charakter unter den abgelegten Karten befindet oder weil der Charakter gemeuchelt wurde -, ruft der König den nächsten Charakter auf. Sind alle acht Charakterkarten abgelegt, beginnt eine neue Runde.
Ablaufeines Charakterzuges
Hat sich ein Charakter zu erkennen gegeben, beginnt sein Spielzug:
- Er nimmt sich 2 Goldstücke oder
- Er nimmt sich 2 Bauwerkkarten vom verdeckten Stapel auf die Hand und wählt nun eine Handkarte aus, die er auf den Ablagestapel legt.
- Anschließend darf er 1 Bauwerkkarte aus der Hand vor sich auf den Tisch legen und seine Stadt weiterbauen. Er zahlt die auf der Karte angegebene Anzahl Goldstücke in die Tischmitte.
Beispiel:

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Die Kirche wurde a Der Spieler muss 2 in die Kasse zahlen.- Jederzeit während seines Zuges darf er seine Charaktereigenschaft einsetzen (Ausnahme: König). Dies bedeutet, dass man sich für einen Zeitpunkt entscheiden muss, an dem man seine Eigenschaft einsetzt. (siehe auch Beispiel 1 und 2). So darf etwa der Händler nicht zu Beginn und am Ende seines Zuges Gold für ausliegende grüne Bauwerkkarten kassieren.
Die 8 Charakter eigenschaften
1) Meuchler

Er benennt einen Charakter, den er in dieser Runde meucheln will. Wird der ausgewählte Charakter anschließend aufgerufen, gibt dieser sich nicht zu erkennen und darf in dieser Runde auch keine Aktion durchführen. Hat der Meuchler bei-
spielsweise den Händler ausgewählt, setzt der Händler diese Runde aus.

Er benennt einen Charakter, den er in dieser Runde bestehlen will. Er darf nicht den Meuchler oder den gemeuchelten Charakter wählen.
Wird der ausgewählte Charakter anschließend aufgerufen, gibt
er sich zu erkennen und muss dem Dieb sofort sein gesamtes Gold übergeben. Hat der Dieb beispielsweise den Prediger ausgewählt, muss der Prediger dem Dieb seinen gesamten Vorrat an Goldstücken übergeben. Gibt sich der Charakter nicht zu erkennen, weil die entsprechende Karte verdeckt abgelegt wurde, hat der Dieb Pech gehabt und geht leer aus.
3) Magier

Er darf entweder
seine Handkarten mit den Handkarten eines Mitspielers tauschen (dies können auch unterschiedlich viele Karten sein), oder
- eine beliebige Anzahl Handkarten auf den offenen Ablagestapel legen und die gleiche Anzahl Bauwerkkarten nachziehen.
4) König

Er erhält die Kronenkarte und übernimmt die Aufgaben des Königs. Seine Aufgaben sind: Er ist Startspieler in der nächsten Runde und ruft ab sofort die weiteren Charaktere auf. Der König erhält 1 Goldstück für jede gelbe Bauwerkkarte, die
er ausliegen hat.
Gibt sich kein neuer König zu erkennen (weil seine Karte verdeckt abgelegt oder sein Charakter gemeuchelt wurde), bleibt der bisherige König im Amt und übernimmt auch weiter dessen Aufgaben.
Sonderfälle:
a) Wird der König gemeuchelt, bleibt der amtierende König bis zum Ende der Runde im Amt. Zu Beginn der nächsten Runde wechselt die Kronenkarte zum in der Runde zuvor gemeuchelten König.
b) Ist die Königskarte abgelegt worden, bleibt der amtierende König auch in der nächsten Runde im Amt.
5) Prediger

Seine Bauwerkkarten können vom Söldner nicht entfernt werden. Der Prediger erhält 1 Goldstück für jede blaue Bauwerkkarte, die er ausliegen hat.
6) Händler

Er erhält 1 Goldstück. Der Händler erhält 1 Goldstück für jede grüne Bauwerkkarte, die er ausliegen hat.
7) Bau meister

Er erhält 2 Bauwerkkarten. Der Baumeister darf in seinem Zug bis zu 3 Bauwerkkarten auslegen. So kann der Baumeister beim Spielende mit seinem letzten Zug auch mehr als 8 Karten ausliegen haben.
8) Söldner

Er darf eine Bauwerkkarte eines Mitspielers entfernen. Karten, die nur 1 Goldstück wert sind, darf er kostenlos entfernen. Für andere Bauwerkkarten zahlt er 1 Goldstück weniger als sie den Besitzer gekostet hat. Das Gold kommt in den
allgemeinen Vorrat. Hat er eine Bauwerkkarte entfernt, legt er sie auf den Ablagestapel. Der Söldner darf auch Bauwerke bei gemeuchelten Charakteren zerstören. Er darf aber keine Stadt angreifen, die bereits aus 8 oder mehr Bauwerkkarten besteht. Der Söldner erhält 1 Goldstück für jede rote Bauwerkkarte, die er ausliegen hat.
Drei Beispiele verd eutlichen den Einsatz der Charaktereigenschaften
- Der Händler hat zu Beginn seines Zuges kein Gold im Vorrat und nur noch die grüne Karte „Kontor“ mit dem Wert 3 auf der Hand. In seiner Stadt liegen bereits 2 grüne Karten und 1 rote Karte. Er entscheidet sich dafür, eine Karte zu nehmen und kassiert im Rahmen seiner Charaktereigenschaft 1 Goldstück. Da er für jede grüne Bauwerkkarte in seiner Stadt ein weiteres Goldstück erhält, hat er nun bereits 3 in seinem Vorrat, mit denen er die Karte „Kontor“ auslegen kann. Damit endet sein Zug.
- Hätte unser Händler statt eine neue Karte zu nehmen zu Beginn seines Zuges 2 Goldstücke kassiert, hätte er gemeinsam mit dem Goldstück für seine Charaktereigenschaft 3 Goldstücke zur Verfügung. Damit legt er die Karte „Kontor“ aus. Und da der Händler für jede grüne Bauwerkkarte in seiner Stadt ein Goldstück kassiert, kann er am Ende seines Zuges gleich 3 Goldstücke einstreichen.
- Der Magier hat zu Beginn seines Zuges keine Karte mehr auf der Hand und entscheidet sich trotzdem für die Einnahme der beiden Goldstücke. Jetzt
sucht er sich einen Mitspieler aus, der noch möglichst viele Bauwerkkarten auf der Hand hält und tauscht mit ihm. Der Mitspieler wird sich ärgern, da er nun selbst keine Handkarte mehr besitzt. Anschließend legt der Magier eine Bauwerkkarte aus, die er gerade mit dem Mitspieler getauscht hat.
Spielende & Sieger
Das Spiel endet, sobald ein Spieler die achte Bauwerkkarte auslegt. Die Runde wird noch zu Ende gespielt. Jeder Spieler erhält nun folgende Punkte:
- Alle Punkte aller Bauwerkkarten in seiner Stadt.
- 3 Punkte, wenn der Spieler Bauwerkkarten in allen 5 unterschiedlichen Farben ausliegen hat.
- 4 Punkte für denjenigen Spieler, der zuerst 8 Bauwerkkarten ausliegen hat.
- 2 Punkte für diejenigen Spieler, die anschließend ebenfalls 8 Bauwerk karten auslegen.
• Das Gold bringt keine Punkte.
Gewinner ist derjenige Spieler, der die meisten Punkte erzielen kann. Bei Gleichstand gewinnt der Spieler, der die meisten Punkte allein mit seinen Bauwerkkarten erzielen kann.

Änderungen für 2 und 3 Spieler
2 Spieler: Der ältere Spieler erhält die Kronenkarte. Er mischt aus den Charakterkarten 1 Karte heraus, die er verdeckt ablegt. Aus den übrigen Karten sucht er sich eine Karte aus und reicht den Stapel an den Mitspieler weiter. Dieser wählt eine Karte aus, die er behält und 1 weitere, die er auf den Ablagestapel legt. Der Startspieler sucht nun ebenfalls 2 Karten aus, die er behält bzw. ablegt. Zuletzt wählt wieder der Gegenspieler, so dass nun jeder Spieler 2 Charakterkarten besitzt und 4 Karten auf dem Ablagestapel liegen.
3 Spieler: Der älteste Spieler mischt aus den Charakterkarten 1 heraus, die er verdeckt ablegt, und behält eine weitere. Nun wandert der Stapel reihum weiter. Jeder Spieler sucht sich 1 Karte aus und gibt den Stapel an den linken Nachbarn weiter. Der Spieler, der zuletzt 2 Karten bekommt, wählt eine Karte aus und legt die andere auf den Ablagestapel, so dass nun jeder Spieler 2 Charakterkaretn besitzt.
Spielablauf: Das Spiel läuft wie in der großen Runde: Der König ruft die Charaktere in der vorgegebenen Reihenfolge auf. Jeder Spieler ist nun allerdings zweimal pro Runde am Zug und kann dies taktisch nutzen, indem er etwa die Einnahmen seines ersten Charakters spart, um mit dem nächsten ein teures Bauwerk zu errichten.

Für unzählige Testrunden, Anregungen und Vorschläge bedankt sich der Autor bei Nadine Bernard, Pascal Bernard, Maud Bissonnet, Scarlett Bocchi, Frank Branham, David Calvo & Muriel Sitruk, Brent & Maryann Carter, Fabienne Cazalis, Pitt Crandlemire, Isabelle Duvaux, Thierry Fau, Nathalie Grégoire, Philippe Keyaerts, David Kuznik, Serge Laget, Myriam Lemaire, Pierre Lemoigne, Tristan Lhomme, Hervé Marly, Bernard Mendiburu, Hélene Michaux, Steffan O'Sullivan, Philippe des Pallieres, Jean-Marc Pauty, Pierre Rosenthal, Fred Savart, Mik Svellov, Irène Villa, Alan Moon und den Teilnehmern seines 10. Gathering of friends.
Illustration: Julien Delval, Florence Magnin, Jean-Louis Mourier Grafik: Cyrille Daujean
Autor und Verlag bedanken sich bei der Firma Adlung Spiele (Remseck) und dem Autor Marcel-André Casasola Merkle für die freundliche Genehmigung, das Verteilungselement aus dem Spiel VERRÄTER (© 1998) verwenden zu dürfen.

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